Killing Fields: Genozid-Tourismus in Cambodia

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Tuol Sleng Buddhist MemorialNein, dies ist kein günstiges Hotel, das sich da heimelig unter Palmen versteckt. Kein schöner Ort, der zum verweilen einlädt. Es ist eine ehemalige High School in Phonm Penh. Ein kambodschanisches Auschwitz. Hier wurden unter den Roten Khmer unzählige Menschen grausam ermordet. Wie ich heute auf everything-everywhere lese, ist dieser Ort zusammen mit den Killing Fields, die spätestens seit dem gleichnamigen Film ein Begriff sein sollten, eine der touristischen Hauptattraktionen von Kambodscha, speziell Phnom Penh.

Ich hoffe, dies Land schafft es, bald auch für andere Sehenswürdigkeiten bekannt und begehrt zu sein. Denn Deutschland ist als touristisches Land auch nicht nur wegen der KZs interessant, München oder Dachau nur für das Lager, Bautzen nur für das Gelbe Elend, Berlin für die Normannenstraße. Ich erinnere mich an meinen Besuch in Auschwitz. Ja, man muss es mal gesehen haben. Doch jedes Land hat die Möglichkeit zu einem Neuanfang, einer Aufarbeitung des Gewesenen. Und die lebenden, nachfolgenden Generationen können schönes, gutes und weltweit positiv anregendes schaffen.

Dies als kleiner, zum Nachdenken anregender Beitrag am Buß- und Bettag 2008.

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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  • Dirk

    Der Beitrag ist wirklich gelungen und regt auch zum Nachdenken an. Es ist schade, dass immer wieder die großen Grausamkeiten aus der Geschichte als Sehenswürdigkeit genutzt werden. Sicher sollte man sich auch über die negativen Seiten eines Landes informieren, doch wer nur diese sieht, der wird keinen schönen Aufenthalt haben, der wird auch nie die Weiterentwicklung wirklich erkennen können, die ein Land durchgemacht hat. Es sollte hier doch deutlich mehr auf wirkliche Sehenswürdigkeiten im positiven Sinne gesetzt werden.

  • Dirk

    Der Beitrag ist wirklich gelungen und regt auch zum Nachdenken an. Es ist schade, dass immer wieder die großen Grausamkeiten aus der Geschichte als Sehenswürdigkeit genutzt werden. Sicher sollte man sich auch über die negativen Seiten eines Landes informieren, doch wer nur diese sieht, der wird keinen schönen Aufenthalt haben, der wird auch nie die Weiterentwicklung wirklich erkennen können, die ein Land durchgemacht hat. Es sollte hier doch deutlich mehr auf wirkliche Sehenswürdigkeiten im positiven Sinne gesetzt werden.