Der kleine Koch: Das Kinderkochbuch mit Lieblingsrezepten

Kinderkochbuch  Lirum Larum Löffelstiel war gestern. Ab heute gibt's Der kleine Koch. Lieblingsrezepte für Kinder. #neuerscheinung #food #kochen #kinder #Kochbuch
Mit Lirum Larum Löffelstiel lernte ich kochen. Die ZDF-Serie blieb mir zwar bisher völlig unbekannt. Doch in meiner Kochbuchsammlung findet sich immer noch das Kochbuch der Sendung, mit dem ich die ersten Schritte in der Küche lernte. Gab es in den letzten Jahren noch andere Kochbücher für Kinder? Mir unbekannt. Doch seit kurzem ist ein Kinderkochbuch auf dem Markt, das in unsere Zeit passt: Der kleine Koch.

Frisch zubereitet und möglichst abwechslungsreich soll unsere Ernährung sein. So wünschen es sich die Ernährungsexperten, die öko-bewegten Politiker, so manche Eltern. Doch selten die Kinder. Denn wenn es nach den Kindern gehen würde, dann stünde täglich Pommes Frites und Nudeln auf der Speisekarte. Um die Kinder langsam, nachhaltig und langfristig an anständige, gesunde Kost heranzuführen, gibt es nun schon seit 2008 das „Slow Mobil“ des Vereins Junior Slow e.V.: Dies ist eine rollende Küche in einem kindgerecht umgestalteten ehemaligen Bauwagen. Die Erfahrungen der Slow Mobil-Köche flossen jetzt alle in dieses Kinderkochbuch ein. (mehr …)

Le Gourmand Gewinnspiel: Coole Skandinavische Küche – Kochbuch zu gewinnen

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Die skandinavische Küche gewinnt an Popularität. Die nordische Küche steht für Experimentierfreudigkeit sowie für die Verarbeitung von regionalen und frischen Produkten. Skandinavische Fischspezialitäten und Meeresfrüchte aus der Nord- und Ostsee werden hierzulande geschätzt. Während die nordische Küche nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst an Bedeutung verlor und Fast Food in den skandinavischen Ländern einzog, erlebt sie heute eine neue Blüte. Diese stützt sich vor allem auf regionale Erzeugnisse und heimische Ressourcen, die nachhaltig und kreativ verarbeitet werden. Das neue Kochbuch „So geniesst der Norden“ widmet sich erstmalig voll und ganz der Skandinavischen Küche. Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hat ein ganzes Exemplar für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt bekommen, das wir hiermit sehr gern verlosen möchten. Alles was Ihr tun müsst: Bis spätestens Montag, 08.06.2015, 14 Uhr, eine Frage beantworten.

Auf bewusste und gesunde Ernährung wird großen Wert gelegt. Traditionelle Zubereitungsmethoden und innovative Experimentierfreudigkeit verbinden sich in der skandinavischen Küche zu einer eigentümlichen Einheit. Wer mehr über Ursprung und Entwicklung der nordischen Küche erfahren will, kann sich unter Nordic Cooking informieren.

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Höhepunkte Sowjetischer Kochkunst: Asiatischer Palow aus einem autobiographischen Kochbuch

Kochbuch_Hoehepunkte_Sowjetischer_Kochkunst_Palow_002Puren Widerspruch in sich trägt der Titel: Höhepunkte und Sowjetisch? Sowjetisch und Kochkunst? Das ist schon sehr seltsam. Die Sowjetunion verbinden wir mit vielem, nur nicht Kochkunst. Wir verbinden sie mit viel negativem und bestimmt nicht lukullischen Leckerbissen. Früher, ja früher widmeten Tschechow, Puschkin, Tolstoi und Gogol einige ihrer fesselndsten Passagen dem Essen. Kulinarische Schwärmereien über die Gerichte der Zarenzeit, so verrät es uns Anya von Bremzen in ihrem autobiographischen Kochbuchroman, liess dem Leser das Wasser im Munde zusammenlaufen. Doch dieses Russland ging mit der bolschewistischen Revolution 1917 unter und ward nicht mehr gesehen. Die Sowjetzeit, die Zeit hinter dem Eisernen Vorhang verbindet jeder mit Mangel an allem. Wie kann da also eine Kochkunst entstehen?

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Sicherlich hat in der Sowjetunion fast jeder gekocht, fast jeder hat etwas zu essen gehabt. Aber was kann es da für Höhepunkte geben? Die russischstämmige New Yorkerin Anya von Bremzen kocht sich gemeinsam mit ihrer Mutter zurück in ihre Moskauer Kindheit. Dabei geht die amerikanische Kochbuchautorin nicht nur in ihre Kindheit sondern sogar in die ihrer Großeltern zurück und erzählt und verkocht jedes Jahrzehnt für sich.

Kochbuch_Hoehepunkte_Sowjetischer_Kochkunst_Palow_001Das Buch orientiert sich an der Geschichte der Familie ihrer Mutter Larissa, beginnt mit jüdischen Rezepten zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Hafenstadt Odessa. Wir erleben Leningrad, Moskau, die Zeit der Familie im Krieg in Lenins Geburtsort Uljanowsk, wir reisen über Aserbaidschan schlussendlich wieder nach Moskau, wo das Mädchen Anya Anfang der 1960er Jahre geboren wird. Und so geht es weiter, die Geschichte der Familie und die Geschichte der Sowjetunion sind eng miteinander verwoben. Sozusagen ein Parforce-Ritt durch die russische Geschichte vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart bei dem die Entwicklung der russischen Küche als Leitfaden dient. Dabei ist die Familiengeschichte wahrlich spannend, denn eigentlich sind von der Großmutter über die Mutter bis zur Tochter hier vor allem die Frauen der Familie die Heroen. Es ist also auch ein Buch über starke Frauen, ein Frauenbuch, ein Frauenroman. So stehen am Ende zehn Kapitel für die zehn Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts. Und am Ende gibt es zehn Rezepte, für jedes Jahrzehnt eins. Eine spannende, interessante und köstliche Autobiographie. Das wohl opulenteste, spektakulärste, exotischste und anspruchsvollste Rezept ist sicherlich die Kulebjaka, eine Terrine aus der Zarenzeit, gefüllt mit zweierlei Fisch und Waldpilzen. Im vorderen Buchteil kochen Mutter und Tochter ein wahres Festmahl, im Rezept hinten empfiehlt Anya von Bremzen dann eine deutlich leichtere Variante. Wir konnten es natürlich nicht lassen und versuchten anschliessend das Gericht, das für die 1990er Jahre stehen soll, nachzukochen: Palow – Mittelasiatischer Pilaw mit Reis, Lamm und Karotten.

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Hans Gerlach: Apfel-Topfen-Kücherl aus dem Kochbuch „Kochen (fast) ohne Geld“

Kochen_fast_ohne_Geld_Hans_Gerlach_Aug_2012_20Etwas für Naschkatzen ohne dicken Geldbeutel. Und außerdem schnell gemacht. Das sind die zwei großen Vorzüge vom Apfel-Topfen-Kücherl aus dem Kochbuch „Kochen (fast) ohne Geld“ von Hans Gerlach. Ach ja, es ist extrem lecker. Macht fast süchtig. Gestern habe ich hier schon die Linsen-Gemüse-Lasagne aus dem Kochbuch vorgestellt. Heute folgt nun ein feines Dessert – in größerer Menge reicht mir das auch als Hauptgang. In diesem Kochbuch, das der Kochbuchautor und frühere Sternekoch in seiner Reihe „Kochen (fast) ohne…“ vorgestellt hat, finden sich nicht besonders viele Nachspeisen. Hier sollte er unbedingt nachbessern. Denn solche leckeren Mehlspeisen sind einfach verführerisch.

Im eigentlichen Originalrezept hat Hans Gerlach Birnen genommen. Die hatte ich aber gerade nicht frisch daheim, Äpfel habe ich eigentlich immer. Genauso gut werden die Kücherl auch mit Quitten. Und für die ganz großen Leckermäuler, wie Frauen oder Kinder, empfiehlt sich noch eine Schokosauce aus Zartbitterkuvertüre dazu. Ich behaupte: Wenn ein Mann sowas für seine Angebetete zubereitet, dann erfüllt sie ihm so manchen süßen Wunsch. (mehr …)

Geniessen wie im Urlaub: Radicchio Risotto aus dem Kochbuch der Falkensteiner Hotels

Risotto Con Radicchio Di Treviso Mit Barolo @ Le Gourmand, Private Home Fine Dining
Das Essen vom Urlaub daheim kochen? Dies wünschen wir uns alle irgendwie. Egal, wo wir waren. Egal, ob Winter oder Sommer. So lecker wie der Koch im Hotel oder in irgendeinem Restaurant – wenn wir das doch bloß daheim nachkochen könnten! Aber wie? Woher bekommen wir das Rezept? Der Koch hat nichts verraten. Und so mancher Blick in Kochbücher, so manche Suche im Internet führt zu keinem vergleichbaren Ergebnis. Aus dieser Misere hilft uns jetzt die Hotelgruppe Falkensteiner zumindest ein kleines bisschen heraus. Unter dem Titel „Geniessen wie im Urlaub. Die besten Falkensteiner Rezepte für daheim“ haben die Hoteliers ihre Köche gebeten, die beliebtesten Rezepte zusammenzutragen. Herausgekommen ist ein tolles Kochbuch mit über 100 Seiten: sehr viele Bilder, sehr viele Rezepte – und aus allen Regionen, in denen Falkensteiner Hotels stehen: von Südtirol über Österreich, Kroatien bis nach Tschechien ergibt sich ein kleines K+K-Potpourri.

Quer durch die Menüfolge halten wir so eine feine Mischung in den Händen. Und am Ende lernen wir noch Wissenswertes über die Herstellung von Fonds, einer braunen Grundsauce und wie wir karamellisieren. Der Glossar hilft uns Deutschen ein paar österreichische Begriffe zu verstehen.

Ich habe kürzlich einige frische Radicchio Köpfe aus dem Treviso erstanden. Es gibt kaum etwas besseres, als ein Risotto con Radicchio di Treviso daraus zu zaubern. Ich habe hier ja schon mehrfach über die Zubereitung eines leckeren Risotto geschrieben. Was ist das Besondere an einem Risotto mit Radicchio? Es wird mit Rotwein aufgegossen – passend zur roten Salatfarbe. Der Käse, der hinzugegeben wird, sollte schön kräftig sein, einen alten, würzigen Parmesan oder Peccorino verlangt dies Gericht. Wie geht das also genau? (mehr …)

Le Gourmand Gewinnspiel: 5 historische Kochbücher „Germania“ zu gewinnen

Illustrirtes Kochbuch GermaniaKochen ist in mode. Im Fernsehen, als Kochbuch. Doch kochen wirklich heute so viel mehr Menschen als noch vor zehn oder zwanzig Jahren? Wie kochten unsere Vorfahren vor über 100 Jahren? Können wir das heute noch selbst nachstellen mit unseren heutigen Nahrungsmitteln? Das „Illustrirte Kochbuch Germania – für die bürgerliche Küche“ von Elise M. H. Schulz war nach Verlagsangaben eines der schönsten Kochbücher der Zeit. Habt Ihr Lust, es mal auszuprobieren? Ich verlose für Euch fünf Exemplare des Reprints. Über das Buch hatte ich schon vor einer kleinen Weile hier berichtet. Jetzt freue ich mich, dass mir der Fraktur-Verlag für ein Gewinnspiel diese besondere Ausgabe zur Verfügung stellt.

Ein Freund in der Not sollte dies Kochbuch sein, um sowohl die erfahrenen als auch unerfahrenen Hausfrauen bzw. die heranwachsenden Töchter und auch die “höheren Töchter” an die Hand zu nehmen, um ein schmackhaftes Mahl auf den Tisch zu zaubern.

Fünf meiner Leser können jetzt dies „Illustrirte Kochbuch Germania“ gewinnen. Ihr müsst mir nur eine Frage beantworten. Meine Gewinnfrage: (mehr …)

Karven/Dickhaut: Kochbuch für Kochmuffel: Auflauf mit Huhn – gezaubert aus den Resten vom Vortag

Dickhaut_Karven_Kochbuch_Kochmuffel_2011_05Resteessen. Essen von gestern. „A Rumfordsupp’n“ wie die Münchner hier sagen. Damit meinen die Einheimischen „ois, wos rumliegt und fort muss“. Ursula Karven und Sebastian Dickhaut haben im „Kochbuch für Kochmuffel“ auch ein paar „Rumfordsuppen“ eingebaut. Allerdings auf einem ganz hohen Niveau. Diese Art von Resteverwertung macht auch Hobbyköchen Spaß und gibt ein paar Ideen, wie sparsam gekocht werden kann. Gestern habe ich hier schon die Hähnchenbrust mit Currygemüse beschrieben. Die logische Fortführung von Chefkoch Sebastian ist der Auflauf mit Huhn.

Sebastian Dickhaut hat die Rezepte für die „Yoga-Tante“ Ursula Karven entwickelt. Ich vermute mal, weil sie neben Yoga- und Schwangerschaftsbüchern für ihre Klientel noch eine Erweiterung brauchte. Gesunde, leichte Küche für jeden Tag, die nicht nach Diätbuch aussieht. Da Frau Karven zwar Schauspielerin ist, aber bisher nicht kochen konnte, bekam sie den Meisterkoch Sebastian Dickhaut an die Seite gestellt. Der kann das. Der hat schon über 40 Kochbücher geschrieben und die Basic Cooking-Reihe bei Gräfe+Unzer erfunden. Aber ich wiederhole mich, das könnt ihr im Artikel von gestern nachlesen.

Das Konzept von Sebastian Dickhaut ist dabei einfach wie genial. Er beschreibt es im Buch so: „Entdeckertage, an denen bestimmte Zutaten im Rampenlicht stehen, und Basic-Tage fürs Grundsätzliche. Mit Zauberrezepten, die Reste zum Besten verwandeln, und Wohlfühlgerichten, die einem Energie und Wärme geben.“ Den Grund für die „Zauberrezepte“ liefert er auch gleich mit: „Damit zum Einkaufen überhaupt Zeit ist, wird an Montagen und Freitagen was Gutes aus Resten gezaubert – das sind die ‚Zaubertage'“. Also endlich mal ein Kochbuch, bei dem der Koch mitgedacht hat. Ja, vor dem Kochen steht das Einkaufen. Und das braucht Zeit. Heutzutage wollen und können wir nicht alle permanent die Zeit auf dem Markt, im Supermarkt oder in der Küche verbringen. Also muss es eben manchmal schnell gehen. Dafür aber bitte auch lecker. Und dem kommt das Buch nach.

Also habe ich aus der Einsteigerwoche das Montagsrezept „Auflauf mit Huhn“ mit den Resten der „Hähnchenbrust mit Currygemüse“ zubereitet. Doch lest selbst: (mehr …)

Kochbuch für Kochmuffel: Wie Ursula Karven das Kochen lernen will…

Dickhaut Ursula Karven Kochbuch Kochmuffel 2011_03Noch ein Kochbuch? Von einer Schauspielerin? Die sonst hauptsächlich Yoga-Bücher veröffenticht hat? Wer braucht das denn? So habe ich gedacht, als ich das erste Mal davon hörte, dass die deutsche Schauspielerin Ursula Karven ein Kochbuch veröffentlicht hat: „Mein Kochbuch für Kochmuffel“. Was qualifiziert diese Frau dazu ein Kochbuch zu schreiben? Es gibt doch schon genügend davon. Und eine Menge von richtig guten Köchen geschrieben. So dachte ich. Bis ich erfuhr, wer der Co-Autor ist. Und dann wollte ich das Kochbuch doch haben. Die – laut Selbstbeschreibung – Mutter, Schauspielerin, Unternehmerin und Yogabotschafterin erhielt Schützenhilfe von keinem geringeren als Sebastian Dickhaut. Ok, dann muss das Buch ja gut sein!

Sebastian Dickhaut hat mindestens schon 40 Kochbücher geschrieben. Der gelernte Koch und Journalist ist Schöpfer der Basic Cooking-Reihe im Gräfe+Unzer Verlag und selbsternannter Retter des Mittagessens. Von Sebastians Kochkünsten habe ich mich ja schon selbst überzeugen können – hier steht mein Bericht – und bin davon überzeugt: wenn er wollte, könnte er auch ein Sternelokal haben. Will er aber nicht. Sebastian hat nach eigener Aussage viel mehr Spaß mit seinen Kochbüchern, seinem kleinen Küchenstudio „Hukodi“, immer wieder neuen Aufgaben und hat so Zeit für die Familie. Richtig so. Und da kann er auch einer Schauspielerin das Kochen beibringen und ein weiteres Kochbuch entwerfen.

Zum Kochbuch also: „Mein Kochbuch für Kochmuffel“ heisst das Werk der beiden. Das Konzept ist so simpel wie genial: Sebastian kann sehr gut kochen und erklären, Ursula Karven kann nur auf Fotos gut ausschauen. Dafür hat Sebastian diverse Rezepte in mehreren Schritten entwickelt, die sogar Frau Karven versteht und nachkochen können sollte. Ein mehrwöchiger Aufbauplan für Einsteiger, Zweisteiger, Bergsteiger, Aufsteiger … bringt Schritt für Schritt leckere Kocherfolge. Durchdachte Einkaufslisten, die demnächst nach Verlagsangaben auch als App zu erhalten sein sollen, und überraschende Rezepte machen es leicht, sich selbst köstlich zu bekochen. Außerdem gibt Sebastian zwischendurch immer noch kleine, hervorragende Tipps, wie man etwas selbst herstellen kann, was eigentlich kompliziert klingt. Und er hilft sparen: an einem Tag wird etwas mehr von einer Sache gekocht, die am anderen Tag weiterverwertet wird. Das Buch ist also absolut für Einsteiger und Koch-Neulinge geeignet. Insgesamt ergibt das 80 genial entspannte Rezepte für jeden Tag.

Mit Dickhauts Hilfe gibt es bei Ursula Karven in der Einsteigerwoche Spaghetti mit Avocado und Kaviar und in der Aufsteigerwoche Ofenkürbis mit Zucchini. Später wagt sie sich an pochiertes Fischcurry mit Spinat, und in der Überflieger-Woche steht schließlich Meeresfrüchtetopf mit Fenchel auf dem Tisch. „Wieso ich bisher so selten gekocht habe? Ganz einfach: Weil ich nicht wusste, dass ich mich damit jeden Tag selbst verwöhnen kann!“
sagt Ursula Karven heute.

Ich habe die Hähnchenbrust mit Currygemüse für Euch getestet. Es ist das zweite Rezept der Einsteigerwoche, für den Sonntag gedacht. Es ist also super einfach – und doch genial lecker. Der Kocheinsteiger wird gleich in asiatische Genüsse gebeamt und hat keinen Bock mehr zum Take-away-Asiaten um die Ecke zu gehen. Was brauchen wir jetzt zum kochen? (mehr …)

Megatrend Kochbuch: Die besten Rezepte für den gesellschaftlichen Wandel

Titelbild Kochbuch MegatrendMatthias Horx, Deutschlands bekanntester Trend- und Zukunftsforscher, und das Team vom Zukunftsinstitut haben in Kooperation mit den Food-Professionals ein neuartiges Kochbuch entwickelt, das spannende Rezepte rund um die aktuellen Megatrends präsentiert. Das Megatrend Kochbuch liefert eine genussvolle Auswahl an Rezepten und kulinarischen Highlights entlang der Megatrends:
Individualisierung, Female Shift, Silver Society, Bildung, New Work, Gesundheit, Neo-Ökologie, Connectivity, Mobilität, Urbanisierung und Globalisierung. Das Megatrend Kochbuch ist ein Lese- und Kochbuch zugleich. In prägnanter Form werden die Megatrends kurz vorgestellt und mit entsprechenden Rezepten garniert – alltagstauglich und genussorientiert. Denn gutes Essen muss auch gut schmecken.

Dabei sind die Rezeptkreationen eine reichlich bunte Fusion aus regionalen deutschen Gerichten und asiatischen Einflüssen aus Japan und Thailand, mediterranen Grundlagen und amerikanischen Inspirationen. So manches Gericht regt an, erstmal sich den Namen durch den Kopf gehen zu lassen, bevor es das Essen tut. So sind Cannelloni mit Grünkohl oder Currywurst im Reagenzglas sicher erstmal einen tieferen Blick ins Rezept wert, bevor man sich ans Nachkochen macht. Doch wer nicht nur die Rezepte liest, sondern auch die drum herum garnierten Artikel über die aktuellen Megatrends, der erfährt einiges Interessantes. (mehr …)


GAP

delicious days: Das Kochbuch zum Kochblog, Teil 2

Lammspiess_Risotto_2009_03Wie ich hier schon geschrieben habe koche ich möglichst zwei Rezepte aus einem Kochbuch nach, bevor ich es meinen Lesern empfehlen kann. Und das Kochbuch Delicious Days von Nicole Stich kann ich sehr empfehlen. Die Küchengöttin hat mit dem Buch eine perfekte Print-Ausgabe ihres Blogs gegeben. Es ist nicht ein Kochbuch wie alle anderen. Es ist ein gedrucktes Blog. Persönlich geschrieben, Reisenotizen, private Anmerkungen aus ihrem Leben, ihrer Kindheit und von Begegnungen mit Freunden. Und immer mit Essen verbunden. Auf über 200 Seiten finden sich viele Fotos, für die wir Leser ihr Blog so sehr lieben, aufgeteilt in sieben Kapitel mit lauter leckeren Rezepten. Nachdem ich die Safran-Kartoffelsuppe mit Ingwergarnelen schon vorgestellt habe, möchte ich jetzt das Gewürfelte Risotto mit Lammspießchen präsentieren.

Doch, ja ich geb’s zu: genauso wie bei den Garnelenspiessen hab ich auf die Spießchen in diesem Rezept ebenfalls gepfiffen. Es ist was fürs Auge, und wer dies für Gäste kocht, dem sei es ans Herz gelegt. Doch dieses Lammrisotto wird wunderbar pfiffig durch das Gemüse. Hier ist das Rezept: (mehr …)


GAP

delicious days: Das Kochbuch zum Kochblog, Teil 1

deliciousdays_Suppe_2009_02Mein liebstes Kochblog delicious days hatte ich hier schon mal genannt. Schon seit letztem Jahr hat die Autorin Nicole Stich ihr eigenes Buch herausgebracht. Damals lies sie ihre Leser auch oft und reichlich teilhaben an dem langsamen Werden des Buches. Der Gräfe und Unzer Verlag hat sich eine der weltbesten Food- und Kochbloggerinnen herausgepickt, um ein weiteres Kochbuch auf den Markt zu werfen. Doch hat’s das gebraucht? Tut das Not? Gibt es nicht schon genug Kochbücher? Ich denke: Nein! Des es gibt immer wieder neue Spielarten, Neuentdeckungen, kreative Schöpfungen, die andere gern nachkochen möchten, sich wiederum inspirieren lassen möchten. Und der Weg Print zu Online geht auch andersrum: Online zu Print. Eine Bloggerin wird zur Buchautorin. Nicole Stich möchte ich an dieser Stelle herzlich danken für ihren Einsatz und das tolle Buch!

Doch will ich hier nicht einfach nur den „Waschzettel“ aus der PR-Abteilung abtippen, der meinem Kochbuch beilag. Ich habe den Ehrgeiz, wenn ich schon ein Buch vom Verlag erhalte, auch mindestens zwei Rezepte nachzukochen. Und Euch meine Erfahrung mitzuteilen. (Anmerkung: Gibt es eigentlich WordPress-Plugins für Rezepte? Sowas sollte ich mal einrichten.) Ich suchte mir zuerst die Safran-Kartoffelsuppe mit Ingwergarnelen aus. Eine feine Suppe für zwischendurch oder auch als Vorspeise. Die simple Kartoffelsuppe wird durch die Ingwergarnelen geadelt, durch die Chilischote kommt Feuer rein. Doch nun zum Rezept, meine eigenen Anmerkungen sind kursiv: (mehr …)

Bio-Hotels: Kochbuch „Kochlust Pur“ verspricht kulinarische Bio-Reise

Bio Hotels Kochlust Pur KochbuchKochen bleibt 2008 ein Megatrend. Jetzt lassen sich erstmals die Bio-Köche in die Töpfe schauen. In „Kochlust Pur“ verraten 19 Küchenchefs der Bio-Hotels-Gruppe ausgewählte Rezepte und raffinierte Geheimnisse aus ihrer Bio-Küche. Die kulinarische Reise führt von der Ostsee bis zu den Alpen und spannt den Bogen von teilweise längst vergessenen regionalen und rustikalen Schmankerln zu innovativen Ernährungskonzepten.

200 reich bebilderte Rezeptideen lassen jedes Bio-Menü leicht gelingen. Als Highlight stellt Starkoch Stefan Marquard ungewöhnliche Kreationen in Bio-Qualität vor. „Kochlust Pur“ kostet 25,- Euro und ist exklusiv bei den Bio-Hotels und den basic Bio-Supermärkten erhältlich.

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Teenies an die Töpfe: Wir kochen! für unsere Freunde – ein Kochbuch für Kinder und Jugendliche

Wir kochen fuer unsere FreundeEin neues Kochbuch liegt vor mir auf dem Tisch: „Wir kochen! für unsere Freunde“ verspricht Kindern und Jugendlichen den leichten Einstieg in das Kochvergnügen. Langeweile und Pizzaservice waren gestern. Jetzt beginnt offensichtlich der Kochspass. Bunte Spieße, scharfe Häppchen, süße Kleinigkeiten und peppige Getränke – jede Menge Rezeptideen für partyverrückte, experimentierfreudige Teenies stecken in dem poppig aufgemachten Kochbuch.

Von der großen Geburtstagsparty bis zum kuscheligen Videoabend zu viert, vom Grillfest bis zum Picknick – in „Wir Kochen mit Freunden“ wird die Küche zum Szenetreff. In ihrem neuen Buch liefert die KinderKüchen-Initiatorin und Autorin von ‚Die KinderKüche’, Susanne Klug, jede Menge tolle Rezepte für die wohl coolsten Partys und längsten Nächte der Welt.
Mich erinnert das Buch an mein eigenes allererstes Kochbuch „Lirum Larum Löffelstiel“, das mich damals in die Küche und an die Töpfe brachte.

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Milchsuppe mit Klütern: Illustrirtes Kochbuch Germania zeigt, wie Grossmutter vor 100 Jahren kochte

Illustrirtes Kochbuch GermaniaIm Zeitalter von Schnellkochtopf, Mikrowelle und Tiefkühlkost haben nur noch wenige von uns die Möglichkeit aus dem Munde ihrer Gross- und Urgrossmütter etwas über die Koch- und Essgewohnheiten zu Beginn des letzten Jahrhunderts zu erfahren. Jetzt ist das „Illustrirte Kochbuch Germania – für die bürgerliche Küche“ von Elise M. H. Schulz nach der 5. Auflage der Originalausgabe von 1900 im Reprint neu erschienen. Es war nach Verlagsangaben eines der schönsten Kochbücher der Zeit.

Ein Freund in der Not sollte dies Kochbuch sein, um sowohl die erfahrenen als auch unerfahrenen Hausfrauen bzw. die heranwachsenden Töchter und auch die „höheren Töchter“ an die Hand zu nehmen, um ein schmackhaftes Mahl auf den Tisch zu zaubern.

Einfach, schmackhaft und natürlich – nach diesen Kriterien hat die Autorin eine gelungene Auswahl an Rezepten zusammengestellt, die durch die schlichten Zutaten und das allgegenwärtige Streben nach rationellem Einsatz der vorhandenen (oft geringen) Mittel dabei viel besser in unsere heutige Zeit passen, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Vor allem aber wird deutlich, welchen Einsatz eine frische Mahlzeit von der Hausfrau verlangte: Ohne Kühltheke und Eisfach hiess „frisch“ damals vor allem „lebendig“ und so umfassen die Rezepte auch jene Arbeitsschritte der Zubereitung wie Rupfen, Abhäuten und Schuppen, die uns heute von der Nahrungsmittelindustrie abgenommen werden. Dabei ist es immer wieder erstaunlich zu lesen, um wie viel besser unsere Urgrossmütter wussten, was bei ihnen in den Topf wanderte, als dies heute der Fall ist.

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Restaurants in München: Fleischkonsum by Vincent Fricke

Fleischkonsum by Vincent Fricke Kiss me! Es ist Tag des Kusses! Im Stubaital sind auch die Kühe zum knutschen.

Steak oder Vegan – derzeit gibt es den Trend der Extreme. Je militanter die Veganer werden und jedem erbeten oder unerwünscht aufdrängen, dass sie Veganer sind und krampfhaft versuchen, ihr Umfeld zu missionieren, umso mehr Steak-Restaurants spriessen an allen Ecken. Die Wahrheit liegt wie immer in der goldenen Mitte. Ja, wir essen zuviel Fleisch. Und ja, die Massentierhaltung ist nicht gut für die Tiere und sie ist auch nicht gesund für uns Menschen. Umso wichtiger ist der aktuelle Trend, sich auf das zu besinnen, was schon unsere Großeltern und frühere Generationen getan haben: das ganze Tier essen. Von der Nase bis zum Schwanz – oder wie es auf Neusprech heißt: „nose to tail“. Das Münchner Pop-up Restaurant Fleischkonsum by Vincent Fricke setzt einige wichtige Akzente. Die Neuauflage von Fleischkonsum startet am 06.03.2017 im Holzkranich in der Maxvorstadt.

Bewusster Fleisch zu essen ist eine Frage der Vernunft und der Verantwortung. Der Koch Vincent Fricke besinnt sich auf die Rezepte unserer Vorfahren und interpretiert sie neu. Moderne Kochverfahren, Zubereitungsarten aus der ganzen Welt, wunderschön angerichtet und nichts übertrieben, so werden auch Innereien und andere Körperteile, die sich in den letzten Jahrzehnten keiner grossen Beliebtheit erfreuen konnten, auf den Tisch gebracht. In den Steakhäusern werden hauptsächlich die kurzgebratenen Fleischstücke serviert. Doch ein Rind besteht nicht nur aus Filet und Entrecôte. Und warum sollte der Rest des edlen Tieres nicht ebenso edel zubereitet auf unseren Tellern landen? Auch die Innereien haben ein Recht darauf, beachtet zu werden. Schliesslich verbergen diese von vielen fälschlicherweise und auf der Basis reiner Vorbehalte verschmähter Teile, kulinarische Köstlichkeiten. Außerdem sollten wir mehr auf die regionale Herkunft unserer Nahrung achten. Ein Tier, egal ob Rind, Schwein, Huhn, Schaf oder Ziege oder gern auch mal ein Pferd, sollte ein glückliches, gesundes und schönes Leben bis zu seiner Schlachtung führen dürfen.

Woher kommt eigentlich dieser Wahn, nur das möglichst Magere, kurzgebratene Fleisch eines Tieres zu essen? Es sind die Modernen Zeiten . Es ist die Wohlstandsgesellschaft, die sich den Luxus leisten kann, nur einen kleinen Teil zu essen und den Rest unbeachtet wegzuschmeissen. So eine Wegwerfgesellschaft ist zum wegwerfen. In anderen Küchen zählen die Innereien nach wie vor zu alltäglichen Küche. In Asien beispielsweise werden alle Teile eines Tieres nach wie vor zubereitet und gern gegessen. Während die chinesischen Restaurants in Deutschland hauptsächlich nach wie vor auf Schweinefleisch süß-sauer setzen, serviert in München seit Kurzem das Restaurant Sichuan-Küche seine regionalen Spezialitäten, bei denen die Innereien etwa die Hälfte der Speisekarte ausmachen. Bei meinem Besuch dort waren dementsprechend über 80% der anwesenden Gäste Asiaten. Unter Feinschmeckern gilt es allerdings bereits als Geheimtipp für wirklich authentisch chinesische Küche. Wir brauchen allerdings nicht so weit zu suchen, denn auch die italienische und französische Küche kennt viele Rezepte mit den aktuell unbeliebteren Fleischteilen. Warum also sind unsere deutschen Rezepturen fast in Vergessenheit geraten? Vincent Fricke will uns das gerne wieder in unser Bewusstsein bringen. Bewusster Fleischkonsum – das ist die Nachricht, die uns Fleischkonsum by Vincent Fricke auf den Weg gibt.

Fleischkonsum by Vincent Fricke Chef Vincent Fricke opens pop-up restaurant Fleischkonsum in August, 24th. - #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @mucbook #munichlifestyle #muc #mucstagram #exklusivmuenchen #minga #ilovemunich #igersmunich #bavaria #pictureo
Bei mir persönlich rennt Vincent Fricke damit eh offene Türen ein. Eines der traditionellen Weihnachtsessen bei meinen Eltern zuhause war und ist immer die Rinderzunge. Nicht dieses gepökelte Teil, das viele Metzger verkaufen. Sondern eine frische Zunge, die mein Vater sich beim Fleischer seines Vertrauens immer bestellt und dann daheim sehr köstlich zubereitet. Dieses zarte Fleisch ist einfach unübertroffen. Ein ganzes Tier zuzubereiten und alle Teile zu geniessen „bedarf ein wenig Know How, Offenheit für Alles und Altes und die Liebe zum Kochen und zum Produkt“, wie Vincent Fricke uns erklärt.

Einen kleinen Einblick in unseren Abend im Pop-up Restaurant Fleischkonsum by Vincent Fricke bekommt Ihr in diesem kleinen Video:

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Meine 11 liebsten Festtagsrezepte zu Weihnachten

Festtagsrezepte Malaysian Lemongrass Infused Roast Duck - my Christmas duck according to @chefnormanmusa #weihnachten #christmas2015 #malaysian #foodporn #igersmuc #igersfood @klbigkitchenfestival2015
Ente oder Gans: Zu Weihnachten stellt sich bei vielen die Frage immer wieder, welches der vielen Festtagsrezepte uns assistiert. Die Gans ist ein komischer Vogel: sie ist oft für zwei Personen zu viel, für vier aber wieder zu wenig. Eine Ente ist für zwei Personen als alleinstehender Hauptgang oft genau richtig. Mit einer Vorspeise oder vielleicht noch einer Suppe vorweg für vier Personen geradezu optimal. Mir persönlich schmeckt die Ente auch viel besser als die Gans. Denn gerade bei der Gans wird das Fleisch oft sehr schnell zu trocken, während die Ente noch schön saftig bleibt. Und schliesslich: für eine Ente hat man eher den passenden Topf als für eine grosse Gans. Darum also liebe ich die Ente als Weihnachtsbraten. Und wer kein Geflügel zu Weihnachten mag, dem lege ich meine Rezepte mit Steaks ans Herz.

Doch wie soll man die Ente zubereiten? Die klassische deutsche Art, die man traditionell spätestens ab dem Martinstag in allen Gasthäusern bekommt, kann jeder. Dazu findet Ihr im Netz auch überall viele klassische Rezepte. Laaaangweilig! Die könnt Ihr selbst machen. Oder geht dafür in ein gutes Gasthaus. Oder einen bayerischen Biergarten. Meine Lieblingsrezepte mit Ente sind in den letzten Jahren ganz klar die Ente in Calvados und die Malaysische Ente mit Zitronengras.

Meine Weihnachtsente ist übrigens absolut frisch. Ich bekomme sie in diesem Jahr genau am 24.12.2016 um 8 Uhr früh vom Egeler Hof auf dem Münchner Bauernmarkt am Josephsplatz überreicht. Ich habe sie bereits vor ein paar Monaten bestellt. Diese Ente erfüllt also die Ansprüche nachhaltig, regional und frisch.
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Weihnachtsente mal anders: Malaysian Lemongrass Infused Roast Duck

Malaysian Lemongrass Infused Roast Duck - my Christmas duck according to @chefnormanmusa #weihnachten #christmas2015 #malaysian #foodporn #igersmuc #igersfood @klbigkitchenfestival2015
Der Zufall bringt schöne Inspirationen. Traditionen nicht nur streng befolgen, sondern diese auch mal modern zu interpretieren, wo ginge das leichter als in der Küche. Die Tradition heisst bei mir: Weihnachten gibt es Ente. Ich liebe diesen Vogel einfach. Es ist mehr dran als am Huhn, die berühmte Weihnachtsgans ist wiederum viel zu groß. Auch ist das Fleisch der Ente deutlich saftiger. Allzu oft habe ich schon trockene Gans serviert bekommen. Also Ente. Die Inspiration, die Variation lieferte ein Facebook-Post des malaysischen Kochs Norman Musa. Malaysian Lemongrass Infused Roast Chicken – dies Rezept postete er in der Adventszeit auf seiner Fanpage.

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Das Rezept entstammt in seiner Ursprungsform dem malaysischen Koch Norman Musa. Norman hat Restaurants in Manchester und in Kuala Lumpur. In seiner Heimat ist er eine Legende, das Big Kitchen Festival in Kuala Lumpur steht unter seiner Obhut.

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Außerdem hat er mehrere Kochbücher geschrieben.

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Und ähnlich wie Promi-Köche in Deutschland wie Alfons Schuhbeck, Johann Lafer & Co. hat Norman seine eigene Gewürz-Reihe. Aus dieser Gewürz-Reihe benutze ich derzeit die Tumeric-Paste, also Kurkuma/Gelbwurz. Und auch ein paar Convenience-Curry-Tüten. Nunja, die Engländer werden es schon mögen…

Doch kommen wir nun zu dieser köstlichen Ente mit Zitronengras-Marinade:

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Teroldego Rotaliano: Der starke Rote aus Italiens Norden

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Mezzacorona Nuova Teroldego Rotaliano Dort, wo der Nonsbach in die Etsch fliesst, hat sich fruchtbarer Boden abgelagert. Von den Gletschern der Dolomiten bringt er Kalk und Mergel mit, ideal für den Weinbau in der Rotaliana-Ebene. Zwischen Kronmetz und Mezzolombardo setzt sich auf fruchtbarstem Boden das fort, wofür das nur wenige Kilometer nördlich angrenzende Südtirol berühmt ist. Hier im Trentino ist eine Rebe heimisch, die nur noch an ganz wenigen anderen Ecken der Welt Fuß fassen konnte: der Teroldego Rotaliano. Ein Weingut hat sowohl Marktgröße als auch die Weinqualitäten, diesen Wein bei uns bekannter zu machen. Dabei trägt es den italienischen Namen seines Ursprungsortes Kronmetz: Mezzacorona.

Der Teroldego Rotaliano DOC findet in diesem Mikroklima die günstigsten Bedingungen. Die Felsen speichern die Wärme der Sonne am Tage und geben diese nachts ab. Schon seit dem 14. Jahrhundert wird der Teroldego in dieser Ebene kultiviert. Dennoch ist er nur Liebhabern des Trentino sowie ausgewiesenen Fachleuten bekannt. Zu Unrecht, wie wir finden. Rubinrot präsentiert er sich uns, mit schönen Waldfrucht-Aromen und einem samtenen Mundgefühl, nicht umsonst wird er der „Prinz der Trentiner Weine“ genannt. Der Teroldego Rotaliano DOC der Cantina Mezzacorona gedeiht zwischen den Schlössern und Burgen, die in der wechselvollen Geschichte des Tales zwischen Brenner und Po-Ebene jeglichen Stürmen trutzen.

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Der Wein konzentriert die Aromen der Umgebung: die Kraft der Flusssteine, der Duft der Waldheidelbeeren und die Tiefgründigkeit der Trentiner Bevölkerung. Er ist ein perfekter Begleiter zur Braten, gegrilltem Fleisch, rotem Risotto und reifem Käse. (mehr …)

Michael Fell: Wenn das Hotel in der Geniesserregion Tegernsee zur Heimat wird

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Er ist kein Zugvogel. Er ist die Konstante. Michael Fell ist bereits seit über 20 Jahren der Küchenchef der Dichterstub’n im Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe in Rottach-Egern. Während andere Küchenstars von Hotel zu Hotel, von Land zu Land, von Kontinent zu Kontinent wandern, hat ihn das Leben aus Württemberg an den Tegernsee getragen. Und seitdem nicht mehr losgelassen. Im Mai 2015 erhielt seine Dichterstub’n ein komplett neues G’wand. Ein Portrait.

Park Hotel Egerner Hoefe Michael Fell 07Auch er ist einer von ihnen. Ein Eckart Witzigmann-Schüler. Doch genauso ein Otto Koch-Schüler. Bei beiden, so sagt Michael Fell, habe er viel gelernt. Alle beide seien Köche, die ihrer Zeit weit voraus waren und es immer noch sind, sowohl fachlich als auch menschlich. Nach seiner Ausbildung zum Koch im heimischen Fellbach war er für anderthalb Jahre bei Eckart Witzigmann, anschliesssend bei Otto Koch für knappe zwei Jahre, zwei weitere Jahre im Königshof München. Dann wurde er zur Bundeswehr eingezogen, jedoch nicht als Koch, noch nicht mal an der Gulaschkanone. Zur Feldartillerie wurde er gezogen, hat in der Zeit sehr viel Sport gemacht. Und nun ist er schon seit über 20 Jahren in Bayern. In der Geniesserlandregion Tegernsee. In Rottach-Egern. Im Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe. Im Restaurant Dichterstub’n. Ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern. Das ist Konstanz! Es wird Zeit, diesen genialen Kochkünstler näher kennenzulernen. Denn Michael Fell gehört nicht zu den Lautsprechern seines Berufsstandes. Er ist kein Fernsehkoch, er tritt nicht in irgendwelchen Shows auf. Irgendwie ist er ein „hidden champion“, den nur wenige wirkliche Geniesser kennen. (mehr …)


GAP

Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin: Aktuelle Themenliste und Mediadaten

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Sportlich, umfangreich, anspruchsvoll – Änderungen, Ergänzungen und Verschiebungen sind absehbar. Das können wir jetzt schon sagen, wenn wir uns die Themenliste anschauen, die wir erstellt haben. Sie soll uns als Redaktion und Euch als Lesern, aber auch gern unseren Partnern in der Tourismusbranche, eine Art Leitlinie, eine grobe „Roadmap“ sein. Dabei sind die Schwerpunkte, die vier Säulen von Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin klar definiert: Kulinarisches Reisen, Outdoor Reisen, Wellness Reisen und Familienreisen. Nach dem Motto: Man kann nicht nur lecker essen und trinken, sondern danach braucht man Bewegung – und danach eine Massage.

Außerdem haben wir die Mediadaten für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin auf den aktuellsten Stand gebracht. Schließlich müssen auch Reisejournalisten, Reiseblogger, Foodjournalisten und Foodblogger Essen und Miete zahlen, die Versicherungen und Krankenkasse wollen auch Geld und auch sonst bekommen wir nicht alles „für lau“, nur weil wir darüber schreiben. Also freuen wir uns über Medienpartnerschaften, Kooperationen – und behalten dennoch unsere journalistische Unabhängigkeit. (mehr …)

Restaurants in München: Restaurant Huber: Münchens verstecktes kulinarisches Kleinod

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„Perfektion ist die Einfachheit“, so begrüßt uns bereits die Speisekarte des Restaurant Huber in München. Diese Philosophie spiegelt sich im wunderschön-schlichten Lokal wie auch in der Präsentation und Zubereitung der Speisen nieder. Michael Huber will hochwertige Rohprodukte in harmonischen Geschmacksverbindungen leicht und liebevoll kochen und schnörkellos präsentieren. Dabei überrascht er mit vielen kulinarischen Details und einer weltoffenen Produkt- und Aromenvielfalt. Wir begaben uns kürzlich zu einer Genussreise in dies kulinarische Kleinod, das sich bereits seit Oktober 2008 im Stadtteil Bogenhausen in einer kleinen Seitenstraße versteckt. Hinter der langen Fensterfront entdecken wir rote Sofas, helle Wände, hübsch eingedeckte Tische und weiße Blumen. In der Mitte steht die Bar, mit dunklen Fliesen und Holz verkleidet. Das anspruchsvolle Klientel Münchens liebt das sympathische unprätentiöse Restaurant mit seiner liebevoll ausgewählten Weinkarte.

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Restaurant_Huber_Muenchen_DanielSchvarcz_20120910_268Die Grundlage für sein Können erlernte Michael Huber bei seiner Ausbildung im Hotel Bayerischer Hof in München. Weitere klangvolle Stationen folgten: das Restaurant Dallmayr, die Konditorei Kreutzkamm, das Bistro Terrine und das Restaurant Kleinschmidtz. Doch erst im eigenen Restaurant gelang es ihm, die einzelnen Bausteine aus Kenntnis, Erfahrung und Phantasie mit Feinheit, Begeisterung und Leidenschaft zu verbinden – und so das Geheimnis seiner Küche zum Leben zu erwecken: Die Magie Bekanntes neu zu interpretieren und zu etwas Großartigem zu machen. Seine Küche bewegt sich auf sehr hohem Niveau. Die Weinkarte entspricht dem hohen Qualitätsanspruch der Küche nach dem Motto „Ein guter Wein hat Körper – Ein grosser Wein hat Seele“. Auf der Karte des Restaurant Huber im Münchener Stadtteil Bogenhausen stehen französisch-mediterrane Gerichte, doch durch die Kreativität des Küchenchefs und Restaurantinhabers entstehen aus traditionellen Zutaten immer wieder neue Kompositionen. Das einzig Konstante ist, dass sich die Speisekarte permanent ändert. Wählen kann der Gast hier à la carte oder zwischen einem Vier- und einem Sieben-Gänge-Menü. (mehr …)

Teestunde für Genießer – Das Buch für Tee’isten

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Wie heißen Teeliebhaber? Teefetischisten? Eher weniger. Tee-Fanatiker? Hört sich so militant an. Teeisten? Aber damit wird das ei nicht als „Ei“ lesen, wäre da so ein kleiner Apostroph im Wort ganz gut. Also „Tee’isten“. Ok, das sieht die deutsche Sprache nicht vor. Aber egal, das soll uns nicht belasten. Jedenfalls gibt es jetzt ein wunderschönes Buch für die Freunde des Tees. Er ist eine Mischung aus Bildband, Zitatenschatz, Rezeptbuch und Kochbuch. Dass es dabei auch philosophisch zugeht, liegt in der Natur des Tees.

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Auf den ersten Blick dachte ich: Welch‘ Verschwendung! Ist das ein reiner Bildband? Doch wie so oft, der erste Blick trog mich auch hier. Denn in der Ruhe liegt die Kraft. Und Tee verheisst sowohl Ruhe als auch Kraft. Durch Meditation zur Energie. Wunderbare, Stimmungsvolle Farbfotografien empfangen den Leser auf den ersten Seiten. Herrlich Appetit anregend. Dazu philosophische Zitate aus der Welt des Tees und der Literatur. Natürlich fehlt dabei der berühmte Satz „Man trinkt Tee, damit man den Lärm der Welt vergisst“ von tief Yi-heng ebensowenig wie Oscar Wildes „Teetrinken ist der einzige Genuss, der uns geblieben ist“. (mehr …)

Wein und Essen kombinieren: Wie passen deutsche Weine zu asiatischen Köstlichkeiten?

DWI_Asia_Cooking_German_Wine_Nov_2014_001Stilistik, Aromakunde und neue Typisierung: Das sind die wichtigsten Eckpunkte für eine neue Herangehensweise an die systematische Einteilung deutscher Weine in Geschmackskategorien. Zumindest wenn es nach der renommierten Sommelière Christina Fischer geht. Zusammen mit der Sterneköchin Young Sun Sarah Henkel entwickelte sie eine Art Kochbuch mit Weintipps oder besser einen Weinberater zu asiatischen Spezialitäten oder auch einfach nur eine Broschüre mit köstlichen Kombinationen, Anregungen für deutsche Weine mit asiatischem Essen. Das Ziel dieses Heftchens ist es, in Asien deutsche Weine besser zu vermarkten – und in Deutschland in asiatischen Restaurants auch deutsche Weine auf den Tisch zu bringen. Im Auftrag des Deutschen Wein Institutes entwickelten die beiden eine Seminarreihe für Asien – die sie jetzt auch auf dem deutschen Markt anbieten. Gerade für Freunde des Food & Wine-Pairing, also der Kombinatorik von Gerichten und Weinen, ist dieses Brevier eine wunderbare Anregung. „Asiatische Küche trifft Riesling & Co.“ war kürzlich der Anlass für einen Workshop, an dem auch wir teilnahmen.

Als sehr interessanten und gut gemachten Einstieg in die Materie hilft dies Video vom Deutschen Wein-Institut – doch ist es im besten Sinne nur ein Teaser, ein Appetithäppchen, ein Magndratzerl, es fehlt etwas Fleisch:

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Deutsche Weine gelten als ideale Begleiter zu den verschiedenen asiatischen Küchenstilen. Praktische Tipps für die Harmonie der vielfältigen Zutaten mit unseren deutschen Weinen soll uns nun also diese Broschüre geben. Auf 46 Seiten laden 16 Rezepte aus der chinesischen, japanischen, vietnamesischen, thailändischen und indischen Küche mit passenden Weinempfehlungen zum Nachkochen und Verkosten ein. Sie reichen von Schweinefleisch süß-sauer über Tandoori oder Vietnamesische Sommerrollen bis hin zu Yakitori-Spießen und verschiedenen Sushi-Varianten. Die Sommelière Christina Fischer un die Sterneköchin Young Sun Sarah Henke machten sich gemeinsam auf eine Entdeckungsreise durch die Küchen asiatischer Restaurants in Deutschland und London. Auf dieser Basis entwickelten sie ein leicht verständliches System zur Kombination von deutschen Weinen mit den unterschiedlichen asiatischen Küchenstilen. Während des Workshops haben wir folgende spannende Kombinationen getestet: (mehr …)

Angesagter Trend Wintergrillen: Wir kombinieren Entenbrust mit zitroniger Honigglasur und 2011 Diedri Dorigati

Kochbuch_Weber_Wintergrillen_Entenbrust_Jan_2015_009Erinnerungen ans Studentenwohnheim: Angrillen im Winter. Auf der Terrasse des Hauses bei Wind, Kälte und Schnee. Das ist schon einige Zeit her. Mittlerweile ist das Angrillen im Winter oder kurz das Wintergrillen ein Trend geworden. Entsprechend reagieren auch die Grillhersteller. Doch nicht nur die Grillgeräte an sich sind mittlerweile winterfest geworden. Der für seine exzellenten Kochbücher beliebte Verlag Gräfe und Unzer hat jetzt das Buch „Weber’s Wintergrillen – Die besten Rezepte“ von Jamie Purviance herausgebracht. Warum sich der Verlag nicht gegen den Deppenapostroph im Titel gewehrt hat, ist mir unerklärlich. Aber wer zahlt schafft an und wahrscheinlich finden ein paar Typen in der Marketingabteilung des Grillherstellers die falsche US-Grammatik cool. Egal. Wir widmen uns dem Buch und grillen für Euch eine Entenbrust mit zitroniger Honigglasur. Als korrespondierenden Rotwein gönnen wir uns einen 2011er Diedri vom Weingut Dorigati aus dem Trentino.

Kochbuch_Weber_Wintergrillen_Entenbrust_Jan_2015_007 Während der US-amerikanische Grill-Guru in einem Interview mit der FAZ im März 2012 mit dem Begriff „Wintergrillen“ noch nichts anfangen konnte, bringt er zwei Jahre später ein Buch unter diesem Namen heraus. Liegt das Urheberrecht jetzt bei der FAZ? Das Interview ist jedenfalls sehr lesenswert, wir erfahren viel über die Philosophie von Jamie Purviance sowie über die us-amerikanischen Grill-Trends. Eine steile These von ihm: die Männer grillen lieber während die Frauen kochen, weil man für das Grillen keine Koch-Erfahrung haben muss. Die Männer legen also einfach los – und machen ihre eigenen Erfahrungen am Grill. Dass allerdings doch einiges an Erfahrung sowie Zeit und Technik gebraucht wird, sagt er vorher sehr deutlich. Purviance gibt auch ein paar sehr gute Tipps zum Wintergrillen. So empfiehlt er möglichst nur Sachen zu grillen, die sehr schnell gehen, man also nicht allzugange neben dem Grill stehen muss. Oder aber Dinge zu grillen, die sehr langsam sehr lange brauchen, man also wieder ins Haus gehen kann. Außerdem braucht der Grill deutlich mehr Temperatur als im Sommer, gleichzeitig braucht das Grillgut aber mehr Zeit. Nach einigen sehr guten Tipps mehr folgen schliesslich viele Rezepte. Dabei ist das Buch geordnet nach den Kapiteln:

  • Gut aufgelegt
  • Suppen & Eintöpfe
  • Festtagsgerichte
  • Hauptsache Gemüse
  • Beilagen & Saucen
  • Süsses & Getränke

Es kommen also auch Vegetarier und Dessertfreunde auf ihre Kosten und zum Grillvergnügen. Die – laut eigener Aussage vom GU-Verlag – Grill-Bibel ist also ein Rundum-Buch mit sehr praktischen Tipps. Wer mehr zu Jamie Purviance erfahren will, wie er zum Grill-Guru wurde und wie es dazu kam, dass ihn der Grillhersteller Weber so unterstützt, dass seine Bücher alle unter „Weber’s“ laufen und sein Name nur ganz klein erwähnt wird, dem empfehle ich diesen Artikel im Manager-Magazin.

Wir haben uns die Entenbrust mit zitroniger Honigglasur erwählt, zum einen, da wir Ente lieben, zum anderen auch, weil wir aus der Weihnachtszeit noch richtig schöne Entenbrüste im Tiefkühlfach hatten. (mehr …)

Karpfen, Kräuter, Kren und Kirschen: Fränkische Spezialitätenküche leicht gemacht

Karpfen Kraeuter Kren Kirschen Cover Ein fränkisches KochbuchGebacken, im Bierteig oder blau – der Karpfen ist der liebste Fisch der Franken, eines der kulinarischen Aushängeschilder der Region. Gemeinsam mit Kräutern, Kren und Kirschen steht er seit jeher für die Unverwechselbarkeit der fränkischen Küche. Die erfahrensten Kreisbäuerinnen aus dem Karpfenland haben nunmehr klassische und kreative Rezepte rund um die köstlichen fränkischen Zutaten gesammelt und verführerische Menüs arrangiert. Wir entschieden uns zum Nachkochen für einen Klassiker, eine süße Verführung, die uns an so manche Kindheitstage erinnerte: den Kirschmichel.

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Karpfen, Kräuter, Kren und Kirschen: Diese vier Komponenten bilden nicht nur eine geschmackvolle Aneinanderreihung von Buchstaben, sondern vor allem exquisite Rezeptkombinationen. Traditionelle und außergewöhnliche Rezepte finden sich in diesem Kochbuch, verbunden mit informativen Essays zu den vier Hauptzutaten. Das Buch ist übersichtlich, leicht verständlich und bringt die fränkische Spezialitätenküche auf köstliche Art und Weise näher. Wir wählten deshalb den Kirschmichel, weil wir an dem Tag Lust auf ein Dessert verspürten.

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Leckere Landküche: Entenbrust mit Rosmarin-Honig

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Ente gut, alles gut. Ok, Kalauer. Aber immer wieder lecker. Die Ente, nicht der Kalauer. Dass ich ein Liebhaber der Ente bin, habe ich ja hier kürzlich erst geschrieben. Diesmal gab es nicht gleich eine ganze Ente. Allerdings eine richtig schöne große Entenbrust. Und da noch etwas Entensauce mit Rosinen und Apfelstückchen in der Tiefkühle lag, habe ich ein Rezept von Simon Tress aus seinem Buch „Landküche“ mit meiner Sauce ergänzt. Extrem lecker! Diese Sauce kann süchtig machen! Doch bei diesem Rezept habe ich ein paar Tipps, die der Küchenchef des Bio-Hotel Rose in Ehestetten leider nicht gibt. Diese Tipps helfen Euch, dass Euer Ofen deutlich sauberer bleibt…

Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_006Wie schon bei meiner Rezension vom ersten Buch von Simon Tress, so sind mir auch diesmal ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, die ich bei Kochrezepten optimieren würde. Manchmal würde ein unbeteiligter Verlagsmitarbeiter, der die Rezepte selbst kocht, einem Kochbuch gut tun. Das reine, klassische Rezept aufzuschreiben hält zwar das Buch schön schlank. Es produziert keine langen Rezepte. Doch freut sich der Koch, die Köchin daheim am Herd schon, wenn ein paar handwerkliche Tipps kommen, die auch dazu beitragen, dass man nicht nach der Fressorgie eine Putzorgie vor sich hat. Außerdem finde ich dies Originalrezept doch etwas zu fetthaltig – doch dazu am Ende etwas mehr. Zuerst also das originale Rezept meiner mit Rosmarin-Honig gebratenen Entenbrust.

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Kalte Tomatensuppe: Die noch schnellere Gazpacho von Simon Tress

Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_009Erfrischend, leicht, gesund: Eine deutsche Gazpacho. Jedenfalls nach der Interpretation von Simon Tress in seinem Kochbuch „Landküche“. Der Küchenchef des Bio-Hotel Rose in Ehestetten verzichtet auf ein paar typische Zutaten der andalusischen Suppe und zeigt uns, wie wir in weniger als einer halben Stunde eine erfrischende Tomatensuppe auf den Tisch gezaubert haben, die gerade in heißen Sommertagen sehr gut tut. Oder auch mit wenigen Handgriffen Gemüse zu einem wohlschmeckenden Gericht zusammenbringt, die sonst im Kühlschrank vergammelt wären.

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„Wanderer, kehr ein zur Rast / wenn Du recht Durst und Hunger hast. / Wir Wirtsleut sind bei Tag und Nacht / stets auf Dein leiblich Wohl bedacht. / Der Speisen viel, auch Wein und Bier, / sogar ein Bett bekommst Du hier.“ So steht es nicht ohne Grund an der Hauswand des Bio-Hotel Rose in Ehestetten. Die Familie hat nicht nur Ahnung vom Stillen von Hunger und Durst. Die Qualität des Hauses ist schon besonders gut. Noch als gesundes, regionales Bio-Essen als Spinnerei verspottet wurde, hat die Familie auf diese Richtung gesetzt. Mit grossem Erfolg, denn mittlerweile gehört der Mutter und den drei Söhnen ein kleines Gastro-Imperium auf der Schwäbischen Alb. Erfrischen wir uns also an der Kalten Tomatensuppe, die als Vorspeise oder auch als schnelles Mittagessen eine besonders gute Figur macht. (mehr …)

Simon Tress und die Landküche: Steak vom Rind mit Erbsen-Salbei-Püree

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Ein ordentliches Steak, etwas Gemüse: himmlisch. Mehr braucht man nicht. Das ist im besten Low Carb-Sinn und schmeckt richtig gut. Jegliche Art von Kohlenhydraten, von Reis oder Kartoffeln, ist hier überflüssig. Mit dieser Beilage wird es sogar ayurvedisch, schliesslich lieben die Inder und Singhalesen jegliche Art von Erbsen und Linsen. In diesem Falle aber ist es schwäbisch. Vor uns liegt das Kochbuch von Simon Tress „Landküche“ aus dem Verlag Oertel & Spörer. Wir widmen uns dabei einer Rezept-Kombination: Steak vom Rinderrücken und ergänzen es mit dem Erbsen-Salbei-Püree.

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Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_002Dieses Kochbuch habe ich auf sehr herzliche Art erhalten: Von Simon Tress habe ich bereits schon vor einiger Zeit hier sein erstes Kochbuch besprochen. Ich fand allerdings ein paar wenige Punkte, die ich kritisierte, die ich anders gestaltet hätte. Nachdem mein Artikel erschienen war, postete ich den Link auch auf dem Facebook-Profil von Simon Tress. Er las die Kritik und bedankte sich für meine Anregungen, Anmerkungen. Einige Monate später erhielt ich ein Päckchen: das aktuelle Kochbuch von Simon Tress mit einer persönlichen Widmung: „Für Götz A. Primke, mit kulinarischen Grüßen, Simon Tress“. Ganz herzlichen Dank an den Küchenchef des Bio-Hotel Rose in Ehestetten auf diesem Wege. Also nehme ich mir doch genauso gern dies Kochbuch zur Brust bzw. die Rezepte als Anregung. Und genau dies ist es, was Simon Tress mit seinem Kochbuch möchte: nur Anregungen schaffen.

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Das Konzept dieses Kochbuches ist es, auf der einen Seite ein paar schöne Gerichte aus der Landküche zu skizzieren. Auf der anderen Seite aber überlässt es der Koch aus dem Bio-Hotel Zur Rose in Ehestetten dem geneigten Leser, was er als Beilage dazu kochen möchte. Er gibt uns die Freiheit selbst zu entscheiden, wie wir ein Gericht vervollkommnen wollen. Wir bekommen kein Korsett vorgesetzt – wie es in vielen anderen Kochbüchern der Fall ist. Da unser Metzger gerade ein ausserordentlich schönes Steak hatte und wir ein Kohlenhydrat-armes, gesundes und leckeres Gericht zaubern wollten, sprang uns noch das Erbsen-Salbei-Püree ins Auge. Widmen wir uns also zuerst dieser köstlichen Kombination: (mehr …)

Holger Stromberg: Der iss(t) einfach gut: Reispfanne mit Hackfleisch und Koriander

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Erst die Basics, dann das Kochvergnügen! Das ist das Motto des aktuellen Buchs des Kochs der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Vor dem Vergnügen, vor dem Kochen und Essen stellt Holger Stromberg das nahezu gesamte, komplexe Wissen über unsere Ernährung, über unsere Lebensmittel, unseren Körper und die Wechselwirkungen. Und am Ende so mancher Kapitel gibt es ein paar kleine, sehr leicht und schnell zuzubereitende Rezepte. Das Buch wendet sich besonders an Kochneulinge sowie jene, die gerade eine Küche neu einrichten möchten wie auch an jene, die gerne mehr über Ernährung erfahren möchten. Wir haben uns aus den Rezepten die Basmatireispfanne mit Hackfleisch und Koriander ausgesucht und für Euch nachgekocht.

Der Titel beinhaltet gleich zwei Ausrichtungen des Buches: Zum einen das einfache Essen. Einfach zubereiten: also mit wenigen Handgriffen in kurzer Zeit. Für Leute, die nicht lange in der Küche stehen wollen, für Leute, die nicht kochen können oder wollen, es aber müssen. Für Leute, die noch nicht viel über Lebensmittel wissen, die keine Rezepte „daheim“ gelernt haben und jetzt in in ihrer eigenen Bude allein vor Herd und Kühlschrank stehen. Auf der anderen Seite: das gute Essen. Gesund, nachhaltig, köstlich, lecker, gut verdaulich, gut verträglich. Kurzum: mit Genuss. Für viele ist genau das die größte Herausforderung, an der sie scheitern. Einfach wird leider mit Fast Food gleichgesetzt, mit gut wird das teure Nobelrestaurant, der Gourmet-Tempel identifiziert. Doch der Fußball-Weltmeister-Koch zeigt uns, dass es auch anders geht. Nämlich kombiniert, eben einfach und gut. Doch damit wir wissen, was einfach und was gut ist, müssen wir einiges über unser Essen lernen. So ist das Buch eben nicht zuerst ein Kochbuch sondern vor allem ein Ernährungsberater. Zum durchlesen, zum nachlesen, zum hin- und herblättern, zum nochmal reinschauen und zum Rezepte nachkochen. Und vor allem zum Lernen. Doch damit wir bei diesem Artikel nicht verhungern, kommt jetzt das Rezept: die Basmatireispfanne mit Hackfleisch und Koriander. (mehr …)

Lachsfilet mit Senf-Estragon-Sauce und Champagne Dom Caudron Millésimé

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Food and Wine Paring macht Spaß. Vor allem in den Festtagen, den Feiertagen, in denen wir uns etwas mehr dem guten Essen widmen können und gern auch zu den edlen Getränken greifen. So fand ich bei meinem Fischhändler wunderschönes Bio-Lachsfilet, gönnte mir eine gute Scheibe davon und servierte sie fast pur – nur mit einer köstlich-genialen Sauce dazu. Und einem Champagner: dem Dom Caudron Millésimé. Der Lachs wird dabei schonend bei niedriger Temperatur im Ofen gegart, die Senf-Estragon-Sauce ist etwas schwerer und gibt eine schöne Kräuter-Nuance zum Lachs hinzu. Diese Sauce ist eine eigene Interpretation aus einem reichlich alten Kochbuch von Alfons Schuhbeck, das mich schon seit Studentenzeiten begleitet: „Feine leichte Küche“.

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Kürzlich erst hatte ich bei einem Termin das Vergnügen mich kurz mit Alfons Schuhbeck, dem derzeit leider etwas zu sehr omnipräsenten Sterne- und Fernsehkoch unterhalten zu können. Ich fragte ihn dabei, ob er nicht seine ganzen alten Kochbücher komplett umschreiben müsste, angesichts seiner vielen neuen Erkenntnisse über Lebensmittel, Gewürze und Kochstile in anderen Ländern. Er gab mir durchaus Recht. Während in seinen früheren Kochbüchern das „Lorbeerbladdl“ niemals fehlen durfte, so ist es heute der Ingwer, der so ziemlich überall drin ist. Die Estragon-Senf-Sauce aus dem Kochbuch „Feine leichte Küche“ gehört noch zur Lorbeerblatt-Zeit. Im Rezept nimmt Schuhbeck Rotbarschfilets. Habe ich schon ausprobiert, finde ich nicht so toll. Die Sauce ist schon sehr intensiv, da muss der Fisch mithalten können. Also lieber ein schonend gegarter Lachs. (mehr …)