Mein Gruß an die Österreichische Küche: Schnitzel Wiener Art mit Vogerlsalat und Paradeisern

Schnitzel Wiener Art Mit Vogerlsalat Und Paradeisern @ Le Gourmand, Private Home Fine Dining
Wiener Schnitzel oder Schnitzel Wiener Art – kennt Ihr den Unterschied? In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, was auf der Karte stehen darf. Wiener Schnitzel ist immer (!) vom Kalb. Schnitzel Wiener Art ist vom Schwein. Das eine ist also das teurere Fleisch, das andere deutlich billiger. In anderen Ländern ist das nicht so genau geregelt. Da liest der Gast auf der Speisekarte des Restaurants auch mal “Wiener Schnitzel” – und in deutlich kleinerer Schriftgröße darunter “vom Schwein”. Ok, ist ja nicht so ganz falsch. Doch es muss ja nicht immer Kalb sein, so ein Schweineschnitzel kann auch zu einer richtig leckeren Speise zelebriert werden. Ich hatte kürzlich Appetit auf so eine typisch österreichische Spezialität: Schnitzel Wiener Art mit Vogerlsalat und Paradeisern.

Bitte was? Ihr seid Deutsche und versteht mich nicht? Ihr seid definitiv zu selten in Österreich. Unsere lieben Nachbarn haben nicht nur tolle Alpen zum skifahren, radeln, wandern und manches mehr. Sie haben auch lustige, witzige Worte in ihrem Dialekt, die für uns so total anders klingen. Also zur Aufklärung: Vogerlsalat ist in Deutschland Feldsalat. Und Paradeiser sind nix anderes als Tomaten. Schaut aufs Bild, da ist alles drauf. Das einzige, was ich gerade nicht da hatte, war Steirisches Kernöl für den Vogerlsalat. Das ist eigentlich ein Muss!

Was ist das Besondere an einem Wiener Schnitzel? Was macht es so speziell lecker? Es muss fluffig sein! Die Panade darf nicht am Fleisch kleben, sie muss Wellen schlagen und leicht abheben, leichte Blasen schlagen. Dies hinzubekommen ist keine Kunst, wird nur leider von den wenigsten richtig gemacht. Ich habe einmal den großartigen, genialen Eckart Witzigmann höchstpersönlich gefragt, wie ein richtiges Wiener Schnitzel geht. Und hier habe ich seinen Rat für Euch umgesetzt. (weiterlesen …)

Ruhrgebiet: Neue Reisebroschüren bringen auch 2011 Leben in die Kulturhauptstadt

Mit neuen Infobroschüren präsentiert sich das Ruhrgebiet im Jahr nach der Kulturhauptstadt RUHR.2010 als spannendes Ziel für Kultur- und Städtereisen. Auch 2011 finden hunderte von Veranstaltungen und Ausstellungen statt, 120 Theater und 200 Museen bieten weiterhin Programm, allem voran beeindruckt die einzigartige Industriekultur der Region. Die neuen Broschüren sind kostenlos bei der Ruhr Tourismus GmbH erhältlich.

Auf 80 Seiten stellt das neue Reisemagazin der Ruhr Tourismus GmbH die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen aus den Bereichen Freizeit & Erholung, Industrie & Denkmal, Kunst & Kultur sowie Sport & Action vor. Pauschalen und Reisebausteine helfen Städtereisenden bei der Planung ihrer Tour, unterstützen aber auch Mitarbeiter von Reisebüros, Reiseveranstaltern und Busunternehmen bei der Ausarbeitung von Programmen- vom Museumsbesuch über Schifffahrt und Radtour bis zum Besuch im Fußballstadion. (weiterlesen …)


GAP

Frank Heppner: Entenbruststreifen mit Gemüse aus dem Wok und Chinon Rouge

Heppner_MetabolicBalance_2010_004Metabolic Balance? Diabolic Balance? Was ist das? Diese Ernährungsmethode ist seit ein paar Jahren auf dem Markt. Dr. med. Wolf Funfack hat diese Stoffwechselkur entwickelt, mit der gesunde Ernährung, gesundes Abnehmen und ein besseres Leben erreicht werden sollen. Metabolic Balance und Genuß – geht das? Gesund und lecker abnehmen und dabei Rücksicht auf den Stoffwechsel nehmen: um dies zu erreichen hat sich Dr. Funfack einen Spitzenkoch zur Hilfe genommen. Frank Heppner führt seit 2008 in München das Restaurant Momo, direkt um die Ecke vom Rocco Forte The Charles Hotel. Aus dem Kochbuch der beiden wollte ich schon lange mal was zubereiten, vor kurzem war es dann soweit: Entenbruststreifen aus dem Wok mit Marktgemüse. Und dazu ein kräftiger Rotwein: ein 2006er Chinon Rouge “Les Allets” von der Domaine du Raifault.

Momo Heppner Metabolic Balance Sept 2008_011“Kochen Sie mit viel Liebe, essen Sie mit Genuss und verwöhnen Sie Ihren Gaumen – so verweilen Sie direkt im Gourmethimmel, während die überflüssigen Pfunde wie Sahnewölkchen am Himmel vorüberziehen.” So poetisch drückt Frank Heppner seine Art zu kochen und gleichzeitig den Körper zu entlasten aus. Der Spitzenkoch kombiniert in dem Kochbuch Metabolic Balance Gourmetküche seine “Lean Cuisine” mit den ganzheitlichen Grundsätzen der Stoffwechsel-Methode. Das Kochbuch soll den Weg zum individuellen Wohlfühlgewicht erleichtern. Mit seinen professionellen Tipps und ästhetischen Farbbildern, die zwar nicht alle, so doch aber viele Gerichte begleiten, sollte das Nachkochen ein Kinderspiel sein – und der Genuß kommt schon beim kochen und bleibt beim Essen. Wie also wird meine Wok-Ente? (weiterlesen …)

„Schwerelos & Zeitlos“: In Hamburg fährt das Essen Achterbahn

Schwerelos & ZeitlosKürzlich hatte ich hier schon drauf hingewiesen, dass fränkische Küche in Hamburg Einzug halten soll. Jetzt ist es soweit: das Restaurant „Schwerelos & Zeitlos“ öffnet seine Türen ab 27. August 2010 für die Gäste. Das besondere am neuen Restaurant: Kellner sind arbeitslos, hier serviert Kollege Computer via Achterbahn. Und während bei den einschlägigen Fast-Junk-Food-Restaurants immerhin noch Menschen hinter dem Tresen stehen, die den Wunsch des Gastes aufnehmen, übernehmen im neuen Restaurant in Hamburg die Touchscreens die Arbeit. Der Gast muss/darf/soll selbst eintippen, was er will. Nur in der Küche arbeiten noch Menschen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis auch die Köche abgeschafft werden können. Schliesslich könnten Computer demnächst auch Convenience-Beutel automatisch heiß dämpfen, aufschneiden und in Geschirr umfüllen…

Schwerelos & Zeitlos NeugierdeWas ist also das Besondere am neuen Restaurant? Im „Schwerelos & Zeitlos“ sausen die Speisen und Getränke wie auf einer Achterbahn auf einem spektakulären Schienensystem zu dem Gast, der diese zuvor per Touchscreen bestellt hat. Kleine Aufzüge transportieren die Speisen und Getränke in Transport-vorrichtungen zunächst in knapp 6 Meter Höhe, direkt unter die Restaurantdecke. Von dort schweben diese „schwerelos“ über die Köpfe der Gäste kreuz und quer durch das Restaurant bis zu dem Tisch, an dem der Gast diese zuvor mittels Touchscreen bestellt hat.
Wer also von Euch, liebe Leser, in Hamburg ist und dieses Restaurant mal ausprobiert: Ich freue mich über Eure Meinung!

Erstmals weltweit kommen in Hamburg-Süderelbe Hafen Harburg die von HeineMack-Restaurantsysteme entwickelten Achterbahntische® zum Einsatz. Gut drei Jahre nach Eröfnung des Pilotrestaurants `s Baggers in Nürnberg, das mehrere Stockwerke umfasst, eröffnet vom 27. bis 29. August 2010 in Hamburg das weltweit erste einstöckige Achterbahnrestaurant. (weiterlesen …)

Ruhr 2010: Kurzurlaub in der Metropole online buchen

Der Sommer ist der perfekte Zeitpunkt für einen Kurztrip ins Ruhrgebiet für alle, die der Kulturhauptstadt RUHR.2010 noch keinen Besuch abgestattet haben. Das Kultur- und Freizeitprogramm steht in voller Blüte und pünktlich zur Ferienzeit gibt es neue Wege, einfach und schnell ein Hotel, ein Pauschalangebot oder individuelle Reisebausteine in die Metropole Ruhr zu buchen. Online ist dies über die Website der Ruhr Tourismus möglich.

Zahlreiche Badeseen und Freibäder haben wieder geöffnet, Fahrradtouren machen im Sommer besonders viel Spaß. Radeln lässt sich in diesem Jahr bei diesem Sauwetter im Ruhrgebiet besonders gut mit Kultur verbinden, zum Beispiel am 230 Kilometer langen RuhrtalRadweg oder um die Installationen des Kulturhauptstadt-Projekts Emscherkunst zu bestaunen. (weiterlesen …)


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Gewinnspiel mit Nicolas Feuillatte: Champagner Piccolos zum Valentinstag

Logo Nicolas FeuillateEs ist schon eine kleine Weile her, dass ich etwas zu gewinnen für Euch hatte. Doch heute habe ich etwas ganz leckeres für Euch: Es gibt Champagner! Nicht irgendeine billige Supermarkt-Plörre. Sondern heute mal etwas ganz spezielles. Nicolas Feuillatte gehört zu den etwas unbekannteren Champagner-Herstellern in Deutschland. Und mit etwas Glück und Wissen können fünf Teilnehmer bis zum kommenden Montag, 08.02.2010, bei mir ein Doppelpack Piccolo der Sorte One fo(u)r Fun Champagner von Nicolas Feuillatte gewinnen. Das ist der coole, trendige, stylishe Champagner für junge Leute.

Nicolas Feuillate brutNicolas Feuillatte ist nach Unternehmensangaben die Champagnermarke Nr. 1 in Frankreich und Nr. 3 weltweit. Es ist auch die jüngste Weltmarke (2006 wurde sie 30 Jahre alt) und zählt zu den von professionellen Fachkreisen am meisten anerkannten Marken (12 Goldmedaillen 2007).

Die Nicolas-Feuillatte-Philosophie:
Die „Singuläre Pluralität“. Pluralität, da es sich um das vielfältigste Angebot aus der Champagne handelt, das sich für jede Degustationsgelegenheit eignet. Singulär, da es einfach ein einzigartiger Stil ist. Bei der Degustation zeichnet sich ein Nicolas Feuillatte vor allem durch seine Frische aus. Er ist anregend, lebendig, kraftvoll und aromatisch. Beim Altern werden die harmonisch eingebundenen Aromen immer eleganter und ausgeglichener. Die Textur ist geschmeidig und sinnlich. Die Champagner von Nicolas Feuillatte können zum Aperitif, wie auch zum gesamten Essen getrunken werden und garantieren jedes Mal eine regelrechte „Sinnesreise“. Jeder Champagner entspricht einer bestimmten Stimmung, einem bestimmten Geschmacksausdruck. (weiterlesen …)


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Moo Palo: Schweinefleisch mit süßsaurem Gemüse – wie in der Thai-Garküche

MooPaLo_Dez2009_03Fünf Jahre ist es nun schon her, dass ich in Thailand war. Und um nur sechs Wochen habe ich den Tsunami verpaßt. Ich lernte ein Paradies auf Erden kennen: das Sofitel Magic Lagoon in Khao Lak. Und sechs Wochen später war es eine Trümmerwüste, ein Ort des Leidens, des Schreckens. Meine Erinnerungen sind glückliche, entspannte und wunderschöne Momente. Neben vielen anderen Leckereien habe ich in Bangkok auf dem Straßenmarkt am Victory Monument ein Gericht gegessen, dass ich hier in einem Kochbuch wiederfand. Und ich war schon beim ersten Mal nachkochen begeistert, dass es genauso schmeckt wie auf dem großen verkehrsreichen Platz. Einem Verkehrsknoten von Sky Train und etlichen Buslinien, voll mit Geschäften und kleinen Garküchen, dazwischen viele Tische und Stühle – einladend mit dem Garküchen-Essen zusammen mit Freunden sich zu laben. Daher will ich Euch heute mein Moo Palo vorstellen: Schweinefleisch mit süßsaurem Gemüse.

Natürlich könnt Ihr auch anderes Fleisch nehmen. Ich hatte den Eindruck, dass ich in Bangkok diverse Innereien so zubereitet bekam. Bin mir aber nicht so ganz sicher. Es war jedenfalls sehr lecker. Das Besondere an diesem Gericht: während viele Thai-Spezialitäten eher scharf mit Chili und/oder Ingwer zubereitet werden, so ist Moo (oder auch Muh) Palo eher würzig wie Weihnachten. Mit Zimtstangen, Sternanis und Gewürznelken ist dies Essen eine willkommene Abwechslung zu Ente und Gans mit Knödel und Kraut. Was also brauchen wir? (weiterlesen …)


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Gewinnen mit Le Gourmand: Ein Abendessen zu zweit im Zen Restaurant im Westin Grand München

Westin Zen TischWarum sollte es Euch, liebe Leser, schlechter gehen, als mir? Kürzlich war ich im neuen Zen Restaurant im Westin Grand Hotel München zum Mittagslunch essen, mein Bericht steht hier. Für Euch lege ich noch eins drauf: ein Abendessen für zwei Personen. Genauer: ein Drei Gänge Menü Chef’s Choice inklusive korrespondierender Weine für zwei Personen. Was Ihr dafür tun müsst?

Natürlich mach ich es Euch nicht zu einfach. Etwas raten müßt Ihr schon. Da das Hotel-Restaurant in München ist, ist dieser Gewinn leider nur für Leser rund um München interessant. Doch ich verspreche Euch: bald könnt Ihr bei mir auch mal eine Übernachtung gewinnen. Das Hotel suche ich gerad noch raus.

Und hier ist meine Gewinnfrage: (weiterlesen …)


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Kalbsrouladen mit Gemüsefüllung an Rotweinsauce

Rinderroulade_Schuhbeck_06Am Fronleichnam hat sich Benedikt Köhler nicht um seine sonstige Arbeit gekümmert, sondern  wieder in der Molekularküche gewerkelt. Und hat sich und uns eine Kalbsroulade mit Brezenfarce beschert. Da fiel mir ein, dass ich erst kürzlich eine feine Roulade gekocht habe. Zum allerersten Mal hab ich mich an dies sehr typisch-deutsche Gericht gewagt. Doch hab ich mich gern von Alfons Schuhbecks Bayern 3-Podcast inspirieren lassen. Und damit Ihr auch davon profitieren könnt, gibt es diese Woche zweimal Roulade in den deutschen Koch- und Geniesserblogs.

Das schöne an dieser Roulade: Durch das Variieren des Rouladeninhalts schmeckt das gleiche Essen jedesmal anders. Ob mit Schinkenwürfeln oder nur mit Gemüse wie Zucchini oder Auberginen, mit Pilzen wie Champignons oder Austernpilzen, das Ergebnis ist jedesmal ein anderes Genußerlebnis. Und mit einem edlen Rotwein, der sowohl die Sauce als auch dann im Glas und am Gaumen eine gute Figur macht, wird das Essen gleich nochmal feiner.

Was brauchen wir dazu? (weiterlesen …)


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delicious days: Das Kochbuch zum Kochblog, Teil 2

Lammspiess_Risotto_2009_03Wie ich hier schon geschrieben habe koche ich möglichst zwei Rezepte aus einem Kochbuch nach, bevor ich es meinen Lesern empfehlen kann. Und das Kochbuch Delicious Days von Nicole Stich kann ich sehr empfehlen. Die Küchengöttin hat mit dem Buch eine perfekte Print-Ausgabe ihres Blogs gegeben. Es ist nicht ein Kochbuch wie alle anderen. Es ist ein gedrucktes Blog. Persönlich geschrieben, Reisenotizen, private Anmerkungen aus ihrem Leben, ihrer Kindheit und von Begegnungen mit Freunden. Und immer mit Essen verbunden. Auf über 200 Seiten finden sich viele Fotos, für die wir Leser ihr Blog so sehr lieben, aufgeteilt in sieben Kapitel mit lauter leckeren Rezepten. Nachdem ich die Safran-Kartoffelsuppe mit Ingwergarnelen schon vorgestellt habe, möchte ich jetzt das Gewürfelte Risotto mit Lammspießchen präsentieren.

Doch, ja ich geb’s zu: genauso wie bei den Garnelenspiessen hab ich auf die Spießchen in diesem Rezept ebenfalls gepfiffen. Es ist was fürs Auge, und wer dies für Gäste kocht, dem sei es ans Herz gelegt. Doch dieses Lammrisotto wird wunderbar pfiffig durch das Gemüse. Hier ist das Rezept: (weiterlesen …)

Yeni Raki: Anisschnaps verbindet türkische Tradition mit moderner Weltoffenheit

Yeni RakiSeit bald 150 Jahren steht Yeni Raki für türkisch-mediterrane Lebensart und ist heute aufgrund der weltweiten Beliebtheit einer der wichtigsten und prominentesten Exportartikel der Türkei. Von Yeni Raki werden alleine 58 Millionen Liter pro Jahr hergestellt. Traditionell in der Kultur des Landes verankert, entwickelte sich Yeni Raki über Jahrhunderte zum nicht mehr weg zu denkenden Bestandteil türkischer Gastfreundschaft. Yeni Raki ist türkisches Nationalgut.

Schon die Aleviten des islamischen Mystikerordens der „Bektasi“ versuchten gemeinsame Gebete mit gutem Essen, Musik, philosophischen Gesprächen und dem edlen Getränk zu verbinden. Die Beliebtheit von Yeni Raki in Deutschland belegt eindrucksvoll die Absatzzahl über zwei Millionen Litern (dies entspricht einem Raki-Marktanteil von 93%). (weiterlesen …)

Treviso: Canaletto, Venedig und seine Pracht

Canaletto_Il bacino di San MarcoNur noch bis Anfang April wird in Treviso in der “Casa dei Carraresi” die einzigartige Ausstellung “Canaletto. Venezia e i suoi splendori” zu sehen sein. Nach “Ottocento veneto. Il trionfo del colore” und “Venezia ‘900” wird die Hommage an die venezianische Kunst mit einem Event fortgesetzt, das für das breite Publikum bis April 2009 angeboten wird. Diese Ausstellung soll nach dem Wunsch der Organisatoren der Auftakt zu einer Reihe großer Ausstellungen sein, der Beginn des Kunst-Tourismus nach Treviso und Venetien. Der Wunsch ist es, mehr Touristen wegen der Kultur nach Venetien zu bringen, nicht nur wegen der – ohnehin bekannten Weine, dem Essen und – ja, natürlich: Venedig.

Über vierzig Jahre nach der Retrospektive “I vedutisti veneziani del Settecento”, die im Dogenpalast in Venedig zu sehen war, wird nun ein außergewöhnlicher Überblick über die venezianische Vedutenmalerei, die spektakulärste Kunstrichtung im 18. Jahrhundert, gegeben. Es werden 93 große Werke gezeigt, davon allein etwa 30 Werke, die noch nie in Italien zu sehen waren. Diese Ausstellung wurde von 23 Experten unterschiedlicher Museen aus der ganzen Welt zusammengetragen. Es ist wohl die weltweit einzigartigste Ausstellung venetianischer Künstler in ihrem Kontext. Denn noch nie hatte man bisher die Gelegenheit gehabt, die zwei von Graf Gergy in Auftrag gegebenen Gemälde, die heute jeweils in Moskau und St. Petersburg aufgebewahrt sind, nebeneinander zu bewundern. Außerdem vereint die Ausstellung Veduten, die sonst in Venedig, Dresden sowie Upton House hängen. (weiterlesen …)

Biersommelier Karl Schiffner: Bier passt zu allen Gerichten

Ein sehr interessantes Interview ist kürzlich im Berliner Tagesspiegel in der Rubrik Essen & Trinken erschienen. Die Zeitung interviewte den diplomierten Biersommelier Karl Schiffner, Wirt im Biergasthaus im österreichischen Aigen-Schlägl im Mühlviertel, zum Thema Bier und Essen.

Er verdeutlicht sehr schön, dass zu jedem Gericht auch ein Bier getrunken werden kann, egal ob rustikal oder edel, egal ob deutsch oder aus anderen Ländern und Regionen. Ich kann dem Gastronomen vollkommen zustimmen. Das Wissen um Bier und der Genuss von Bier sollte eh vielmehr vertieft werden. Leider gibt es zu wenig Bier-Sommeliers und zu wenig mediale Unterstützung für genau dies Thema. Bier ist leider immer noch “nur” das Getränk des Proletariats, (weiterlesen …)

Osterwaldgarten: Durchschnittliche Küche, inkompetenter Service

Ein Biergarten mit Einladung zum Steuerbetrug? Der Osterwaldgarten in München bietet diesen fragwürdigen Service. Ob dies von der Geschäftsführung des Lokals so beabsichtigt ist oder aber eher der Bedienung geschuldet bzw zu verdanken ist, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. In Zeiten moderner Computerkassen und teilbarer Tische sollten jedenfalls Einzelrechnungen kein Problem mehr sein. Doch der Reihe nach.

Wir waren heute im Osterwaldgarten essen, wollten noch einen der letzten warmen Sommerabende im Biergarten geniessen. Wir fanden zwei Plätze an einem langen Tisch, an dem bereits zwei Pärchen sassen. Kurz nachdem wir Platz genommen hatten, zahlte das Pärchen am anderen Ende des Tisches und ging. Das Paar in der Mitte der Bierbank verspeiste gerade seine durchaus üppigen Portionen. Wir erhielten die Speisekarten von der Kellnerin und sie fragte unsere Getränke ab. Als sie uns die Getränke brachte, notierte sie unsere Essensbestellung. So weit, so gut. (weiterlesen …)

Raki-Tafel: Genießen wie ein Sultan

Yeni Raki Orangen Sorbet‘Sage nie, es sei einfach nur Essen’, diese Redensart ist der Schlüssel zur türkischen Küche, die neben der französischen und der chinesischen als eine der drei großen Küchen der Welt gilt. In der Türkei gehören Essen und Kultur zusammen. Die Raki-Tafel ist dafür ein Beispiel. Sie entwickelte sich in Istanbul im Kreis städtischer Feinschmecker und im Hintergrund der Küche des Sultanserails, wo die besten Köche des Osmanischen Reiches den Hof und die Haremsdamen verwöhnten.

Heute treffen sich am Abend zur Raki-Tafel Freunde, Verwandte, Bekannte oder Geschäftsfreunde in traditionellen Restaurants zum zwanglosen Essen und Alkoholgenuss. In der Türkei ist das eine ohne das andere kaum denkbar. Und wer sich an die Regeln der Raki-Tafel hält, wird die ganze Nacht gut essen und trinken können. Das Geheimnis: Der Yeni Rak? wird mit Eiswasser verdünnt getrunken. Zwischendurch wird immer ein wenig von diesem und jenem probiert, für ein abwechslungsreiches und langes Essen. Jede neue Speise macht Appetit und der Raki hilft dabei. Für kleine Verdauungspausen sorgen Unterhaltung und Musik. (weiterlesen …)

Lebende Speisekarte

Lebende SpeisekarteKulinarik und Erotik liegen dicht beieinander. Wer erinnert sich nicht gerne an die Kühlschrankszene von “9 1/2 Wochen” oder die Persiflage dazu in “Hot Shots”. Doch im Speisekarten-Blog habe ich folgenden Artikel mit diesem superleckeren Foto gefunden:

“Nach Kühen und T-Shirts jetzt die lebende Speisekarte. Irgendwie allerdings nicht wirklich überraschend für mich. Trotzdem fällt diese Karte in die Könner-Klasse.”

Das kann ich meinen Lesern doch nicht vorenthalten…
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Die Süddeutsche geht essen – ins Tantris…

Die Süddeutsche Zeitung hat anscheinend einen Volo auf Reportage geschickt. Zum Essen ins Tantris. Ich kann mir die Szene schon vorstellen: Redaktionskonferenz am Freitag. Jeder Volo soll zum nächsten Montag eine Geschichte mitbringen. Wer hat eine Idee, über was er schon immer mal schreiben wollte? Nadja meldet sich tollkühn: “Ich möchte ins Tantris.”

Was dabei herauskam, das liest sich so. Mit Stoppuhr und Aufnahmegerät ist sie zum Samstag mittag durch Münchens Edelschuppen gegangen, stand höchstwahrscheinlich den Köchen im Weg und fand alltägliche Lappalien schreibenswert. Wir erfahren, dass sich ein Koch beim Hantieren mit scharfen Messern mal in die Hand schneiden kann. Und weiterarbeitet mit einem Fingerverband. Wir erfahren, dass die Spülmaschine mal kaputt geht. Und dass die Köche bis zu 16 Stunden hart arbeiten müssen. Ausserdem lernen wir, dass das Hans Haas nur ausgelernte Köche nimmt, weil Azubis die Qualität gefährden.
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