Empfehlungsmarketing – oder: buchen Sie noch in Hotels, die andere nicht empfehlen?

Der Hotelmarkt ist relativ unübersichtlich. Vor allem, wenn man in eine Stadt reisen möchte und sich dort nicht auskennt. Ein Kriterium sich für oder gegen ein Hotel zu entscheiden ist der Preis, ein anderes die Sternekategoriesierung des Dehoga. Doch: hören Sie nicht auch lieber auf die Empfehlungen von Freunden und Bekannten, als nur auf anonyme Zahlen und Sterne?

Dass das Empfehlungsmarketing mit grossem Erfolg arbeitet, das zeigen die Erfolge kleinerer, unbekannter Hotels gegenüber grossen, altehrwürdigen bzw. namhaften Hotels – die meinen, das Internet immer noch ignorieren zu müssen. Oder zumindest so nachlässig behandeln, dass E-Mail-Anfragen per Fax beantwortet werden. Fazit: Empfehlungen im Internet sind wichtiger als Werbung.

Hotelbewertungsportale gibt es einige. Doch welche bringen Erfolg? Welche werden von möglichst vielen Gästen bzw. Kunden gelesen, so dass es sich lohnt, diese zu beobachten?

Eine interessante Antwort haben hierzu die Kollegen Ed Wohlfahrt und Tourismus Zukunft gefunden. In ihren Blogs stellen sie hier und hier dar, wie sich Hotels erfolgreich selbst positionieren können. Nämlich indem sie das Heft selbst in die Hand nehmen. Neben der Google-Optimierung gehört offensichtlich auch die eigene, aktive Verlinkung der eigenen Hotelwebseite mit den Bewertungsportalen dazu. Doch das ist nicht alles, wie Tourismus Zukunft hier (pdf) zusammenfasst:

  • Die Qualität des Angebotes scheint wichtiger zu sein, als die Integration der Hotelbewertungsplattformen in die Webseite des Unterkunftsbetriebes.
  • Qualität erzeugt treue Kunden und verringert die Marketingkosten.

Die wichtigsten Bewertungsportale für deutschsprachige Hoteliers sind:

Mein eigenes Fazit lautet:

  • Hoteliers sollten es sich nicht entgehen lassen und
  1. Hotelbewertungsportale beobachten sowie
  2. auf der eigenen Webseite die Bewertungsportale einbinden.
  3. Schlechte Bewertungen sollten sie nicht als Angriff auf das eigene Haus verstehen, sondern als Anlaß das eigene Produkt zu verbessern.
  • Gäste sollten die Hotelbewertungsportale noch aktiver nutzen und ihre eigene Meinung ehrlich, offen und nachvollziehbar kundtun. Sie sollten nicht lügen – denn das fällt im Internet eh schnell auf.

Viel Erfolg!

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