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Limes-Park: Freizeitpark, wo Römer und Germanen sich trennten und verbanden

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Limes Park Michael Bussmann

Über die Veränderungstreiber einer Wachstumsbranche, über Freizeitparks als regionale Leuchttürme im touristischen Angebot sowie über Unterhaltungskonzepte der Zukunft informierte Michael Bußmann, Geschäftsführer der Limes-Park GmbH, die im mittelfränkischen Ellingen 2010 mit einem neuartigen Konzept die Freizeitanlage Limes-Park eröffnen will.

Ab 2010 könnte es in einem Limes-Park bei Ellingen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen das volle Römer-Programm geben. Von Gladiatorenkämpfen bis Galeerenfahrten soll in dem geplanten Freizeit- und Erholungspark alles dabei sein: Nachbauten markanter römischer Bauwerke wie ein Caesarium, Wagenrennen im Circus Maximus und römische wie germanische Kneipen ebenso wie ein „Aquaedukt-Thrill-Ride“. Ein römisches und ein germanisches Campinglager mit Namen „Centurio“ und „Arminius“ runden das Angebot ab. Für das 75-Millionen-Euro-Projekt haben private Investoren um Fürst Wrede und den Schweizer Dr. Grauer ein Grundstück zwischen dem zum UNESCO Weltkulturerbe erklärten Römischen Limes, den römischen Kastellen und dem barocken Stadtensemble mit dem Schloss des Deutschen Ordens in Ellingen erworben.

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Gefährdet der Limes-Park das UNESCO Weltkulturerbe?

Der neue Freizeitpark will bewusst an die römische Tradition der Region anknüpfen und viele zusätzliche Gäste anlocken – mit bis zu einer Million Besuchern wird jährlich gerechnet. „Wir wollen keinen Kitsch darstellen“, sagte Michael Bussmann. „Wir möchten uns zu einem Urlaubs-Resort entwickeln. Unsere Vorbilder sind der Europa-Park in Rust, der fast jährlich ein neues Hotel eröffnet und mittlerweile mehr geworden ist als ein reiner Freizeitpark.“ So wird mit Low-Budget Hotels angefangen. Anschließend folgt ein 4-Sterne-Hotel und bei Erfolg denkt Michael Bussmann jetzt auch schon an ein 5-Sterne Resort-Hotel. Die Gesellschaft möchte die Hotels zuerst selbst betreiben, steht aber auch externen Betreibern und Hotelketten offen gegenüber.

Der Wehrmutstropfen: Das Raumordnungsverfahren ist seit Juni 2007 unterbrochen. Die eingeplanten 280 Mitarbeiter hängen jetzt in der Luft. Der Grund: als einziger noch offener Punkt zwischen den Behörden und den Planern steht die Frage, ob der Limes-Park den Welterbestatus des Limes Grenzwalls gefährdet. Selbst Denkmalschützer sind der Meinung, dass der Status nicht gefährdet sei, so Bussmann. Doch die Limes-Park GmbH hat die UNESCO um eine Stellungnahme gebeten und wartet jetzt auf die Antwort. Als Folge dieser Unterbrechung verschoben die Entwickler die Eröffnung auf 2010. Wir sind gespannt und freuen uns auf einen interessanten Themenpark.

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