Hotellerie in Europa: Durchwachsener Start ins Jahr

Des Deutschen Hotelverband Freud, ist des europäischen Hoteliers Leid: Während laut IHA Deutschland die deutsche Hotellerie im ersten Halbjahr 2008 die durchschnittliche Auslastung (OCC), den durchschnittlichen Zimmerpreis (ARR) und den durchschnittlichen Zimmerertrag (RevPAR) erhöhen kann, startet die europäische Hotelbranche nur schwach ins Jahr 2008. So stieg der RevPAR nur um 1,1 Prozent auf 68 Euro. Dies ist das Ergebnis des aktuellen STR Global HotelBenchmark Survey für die ersten vier Monate 2008.

Nach den positiven Wachstumszahlen der letzten Jahre stagniert der europäische Hotelmarkt momentan ? die asiatischen und osteuropäischen Wirtschaftsmärkte zeigen dabei jedoch Impulse auf.
Laut STR Global HotelBenchmark Survey erzielt Deutschland aktuell eine durchschnittliche Zimmerauslastung von 59,6 Prozent und steigert seinen RevPAR um 4,3 Prozent auf 53 Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Düsseldorf glänzt mit einem RevPAR von 81 Euro, Berlin und Frankfurt behaupten sich weiterhin mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 89/120 Euro und einer Bettenauslastung von 63,1/62,5 Prozent.

„Durch den starken Euro nehmen die Zahlen der Besucher aus UK und den USA im europäischen Raum ab. Die weltweite Reiselust ist jedoch ungebrochen und wird insbesondere durch die Emerging Markets weiter angekurbelt“, so Benjamin Ploppa, Hospitality Manager bei Deloitte.

In Europa glänzt Paris in den ersten Monaten mit einer RevPAR-Steigerung um 16,6 Prozent auf 173 Euro. Die Stadt konnte mit Sportveranstaltungen, darunter die Nationale Rugby Meisterschaft, eine Vielzahl von Besuchern anlocken. Die Zimmerauslastung überschritt dabei die 75-Prozent-Marke, die durchschnittliche Zimmerrate erhöhte sich um 10,6 Prozent und kletterte auf 229 Euro.

Verlierer des Ranking in Europa sind Baku, Dublin und Reykjiavik. Moskau erzielt trotz eingeschränkten Wachstums bei der Zimmerauslastung eine der höchsten RevPARs mit 225 US-Dollar ? dies entspricht einer Steigerung um 28,1 Prozent. St. Petersburg verzeichnete ebenfalls eine positive Entwicklung; der Zimmerertrag steigerte sich hier um 35,9 Prozent. Direktinvestitionen in Russland werden durch das attraktive Steuersystem und die sehr gute gesamtwirtschaftliche Entwicklung begünstigt und fördern den Ausbau des russischen Hotelmarkts.

Die türkische Hauptstadt Ankara gewinnt weiterhin an Bedeutung und erwirtschaftet durchschnittlich 79 US-Dollar pro Zimmer ? eine 35,4-prozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das türkische Kultur- und Tourismusministerium verfolgt parallel dazu das ambitionierte Ziel, bis 2023 eines der fünf weltweit meistbesuchten Reiseziele zu werden.

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