Hohe Tatra: Schwach angefangen, stark nachgelassen

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Wie eine Tourismusdestination ihre Webseite nicht gestalten sollte, das zeigt uns die Hohe Tatra. Diese landschaftlich sicher sehr schöne Gegend ist vom westlichen Massentourismus fast noch unberührt. Hingegen wird sie von polnischen, tschechischen, slowakischen sowie mittel- und ostdeutschen Touristen nach wie vor als Geheimtipp gehandelt. Diese Destination ist mit einer deutschen Seite online gegangen.

Doch was sehen wir? Eine auf den ersten Blick akzeptabel, gut lesbar gestaltete Seite. Sehr informativ. Wir erfahren etwas über die Hohe Tatra in der Slowakei und in Polen, am rechten Rand steht eine Info über die Stadt Zakopane. Zwei Fotos laden zum Verweilen ein.

Doch dann? Wie erfahre ich mehr? Wo erfahre ich mehr? Wo kann ich buchen? Wer ist für die Seite eigentlich verantwortlich? Fragen über Fragen, die derzeit (noch?) unbeantwortet bleiben müssen. Denn nichts ist verlinkt, nichts bringt den Leser weiter. Es ist einfach eine allein stehende Seite im undurchdringlichen Datennirwana. Und selbst das allmächtige, allwissende Google kennt diese Seite bei einer Suchabfrage nicht.

Schade, denn hier sollte weitergeschrieben werden. Die Hohe Tatra hat mit Sicherheit das Zeug eine interessante Alternative zu den Alpen zu bieten. Ich denke, dass gerade aus Deutschland mehr Touristen dort hinfahren würden, wenn sie sehen, dass die Infrastruktur nicht mehr auf sozialistischem Niveau liegen geblieben ist. Denn hier ist eine Menge an Sport, vor allem Bergsport in noch reichlich unberührter Natur möglich: wandern, Bergsteigen, Klettern, skifahren, egal ob Abfahrt oder Langlauf, oder auch Biathlon, Mountainbiken – im Sommer und Winter kann man die Übernachtungszahlen hier sicherlich noch stark steigern.
Vielleicht treffe ich ja einen der Verantwortlichen auf der ITB?

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