`s Baggers: Was noch gefehlt hat: Fränkische Küche in Hamburg

Hamburg Impressionen 2009_05Schlachtschüssel, Schäuferle oder Nürnberger Rostbratwürste in Hamburgs Speicherstadt? In der internationalen Hansemetropole ist eh schon so ziemlich jedes Land der Erde vorhanden. Sei es durch Mitbürger mit Migrations-hintergrund oder durch gastronomische Einrichtungen, von der Döner-Bude bis hin zum Spezialitätenrestaurant. Ziemlich genau drei Jahre nach der Eröffnung des `s Baggers in Nürnberg unterzeichneten der Gründer und Erfinder des Restaurantkonzepts Michael Mack und der Gastronom Christian Steinbach aus Norderstedt die Kauf- und Lizenzverträge zum Betrieb eines Restaurants im Palmspeicher in Hamburg.

Im `s Baggers bestellen die Gäste an den Restauranttischen per Touchscreen. Aus der Küche werden die Speisen und Getränke dann direkt mittels Schwerkraft auf einem Schienensystem zu den Gasttischen geliefert. Das Nürnberger Restaurant `s Baggers machte 2008 Schlagzeilen mit seinem patentierten HeineMack-Restaurantsystem, wofür es neben dem Marketing Star 2008 des Marketing-Clubs Nürnberg mit dem Mittelfränkischen und Bayerischen Gründerpreis sowie dem IHK-Gründerpreis 2008 ausgezeichnet wurde.

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Labskaus statt Schlachtschüssel?
Das Restaurantkonzept in Hamburg soll zwar auf Basis des patentierten HeineMack-Restaurantsystems, aber dem Vernehmen nach nicht dem fränkischen Konzept in Nürnberg entsprechen. Sowohl der Restaurantname, als auch die Speisenkreationen werden sich nach Unternehmensangaben von dem Nürnberger Konzept unterscheiden. Allerdings sind den Presseunterlagen keine weiteren Details zu Konzept und Speisen zu entnehmen. Also Labskaus statt Schlachtschüssel, Scholle Finkenwerder Art statt Schäufele? Aber genau von dieser Küche gibts in Hamburg doch schon genug. Dann doch lieber fränkisch…?!

Das Essen fährt Achterbahn
Nur soviel noch: Auch die Technik wird im Gegensatz zum Nürnberger Restaurant eine komplett andere sein: In Hamburg wird erstmals weltweit ein Restaurant auf Basis sog. Achterbahntische betrieben: In Hamburg befindet sich die Küche im Erdgeschoß. Hier werden die bestellten Speisen und Getränke zunächst mittels kleiner Spezial-Aufzüge bis unter die Restaurantdecke gebracht. Von dort aus werden diese mittels Schwerkraft aus einer Kombination von Rollenbahnen und Edelstahlschienen in speziellen Transportvorrichtungen zu den Gasttischen gebracht. Die Speisen werden hierbei wie in Nürnberg in kleinen Töpfen und die Getränke in Flaschen transportiert. Ich frage mich allerdings, ob das Essen nach dieser Fahrt noch warm ist.

In Nürnberg hingegen werden die Speisen und Getränke von der im 2. Stockwerk befindlichen Küche mittels Schwerkraft auf einem Schienensystem zu den Gasttischen transportiert.

Weitere Infos zu dem Restaurantsystem hier.

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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