Restaurants in München: EAT. Life Kitchen: Trendiges Lokal mit euroasiatischer Cross-over Küche in München eröffnet

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Eat_Life_Kitchen_Okt2011_02Bestellen per iPad2. Und dennoch bleibt der Gesprächspartner, die Begleitung, mit der man gerade essen geht, im Blickfeld. Nicht das Internet steht im Mittelpunkt, sondern das Essen, das Gespräch, der oder die gegenüber. München hat eine neue coole Location, in der das Essen gehen stylish, modern und absolut up-2-date daher kommt. Das Restaurant EAT. Life Kitchen an der Ecke Luisenstrasse und Karlstrasse ist nicht nur ein neues Lokal. Es ist ein neues Konzept, ein Trendsetter, eine gelungene Symbiose aus klassischem Restaurant, teuren Fast Food-Tempeln wie Vapiano und gesundem, leichten Essen.

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Die Location ist bekannt: erst vor kurzem schloss der Starkoch Frank Heppner hier sein Momo. Ich besuchte ihn dort im April 2010 zur Präsentation eines seiner tollen Kochbücher. Doch Frank Heppner konnte sich bzw. sein Restaurant, seinen Kochstil leider nicht in München durchsetzen. So verliess er München in Richtung Essen. Mal sehen, was er dort aufzieht. Die Münchner Location stand lange leer. Hin und wieder kam ich an der Ecke vorbei und wunderte mich, warum so eine gute Lage noch keinen neuen Betreiber gefunden hat. Jetzt ist er da. Und was für einer. Ein tolles Konzept, anders als alle anderen und doch irgendwie bekannt.

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Das Eat. Life Kitchen hat sich die Devise „Fast Casual“ gegeben. Geschäftsführer Ralph Detert erläuterte mir bei meinem Besuch, was er darunter versteht: „Wir bieten unseren Gästen gute und gesunde Ernährung, das ganze schnell, günstig und unkompliziert.“ Die Gerichte sind eindeutig asiatisch inspiriert, aber nicht komplett thai/japanisch/chinesisch, sondern eher eine trendige eurasische Cross-Over Küche. Die Gerichte entwickelte der Sternekoch Werner Böswirth vom Münchner Restaurant Cleopatra. Herausgekommen sind echt tolle Kombinationen, leckere Gerichte, die durch hohe Qualität und absolute Frische bestechen. Ralph Detert versicherte mir, dass keine Convenience-Produkte und erst recht keine Geschmacksverstärker verarbeitet werden. Sogar die Nudeln sind komplett hausgemacht und kommen aus der eigenen Nudelmaschine.

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Und so sitzen wir also auf den Bänken oder Barhockern etwas erhöht, so entspannt wie an einer Bar. Dass es so bequem ist, ist kein Wunder: Bänke, Barhocker und auch die Tische sind mit echtem Leder bezogen. Warm und weich – und doch hitzebeständig und strapazierfähig soll das Leder sein, versichert Ralph Detert. Dass es kommunikativ wird, dafür sorgt schon der Bestellvorgang: In der Tischmitte ist jeweils ein iPad2 eingelassen, dass man sich mit seinem Gegenueber teilen muss. Am Eingang bekam ich einen Zettel mit einem QR-Code ausgehändigt. Ich dachte: Ahja, das ist hier wie im Vapiano. Doch dieser erste Eindruck täuscht. Denn im Eat. Life Kitchen dient der QR-Code auch zum einloggen am iPad2. Auf dem Bildschirm erscheint dann die Speisekarte, durch die man sich per Fingertipp durchklickt und seine Speisen und Getränke auswählt. Beim Klick auf Bestellen kommt der Bon sofort in der Küche raus. Und wenig später kommt der Kellner vorbei und bringt die Getränke.

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Dass das neue Konzept Erfolg haben wird, zeigte schon die Eröffnung. Ohne große Vorankündigung öffnete das Eat. Life Kitchen an einem Montag. Doch von wegen Soft Opening: trotz oder gerade wegen des schlechten Wetters an dem Tag war das Restaurant sofort voll. Dass am Anfang immer irgendwas schief läuft, bewies sich auch hier: das Computersystem brach zusammen, es war für diese Auslastung auf einen Schlag doch noch nicht ausgelegt. Doch dieses Manko ist mittlerweile behoben.

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Ich überzeugte mich mit einer kleinen Auswahl: Ich startete mit der Kokos-Chilisuppe mit Thunfischwürfeln, einer interessanten Interpretation der beliebten thailändischen Tom Kha Gai. Sehr lecker, auch wenn ich persönlich sie gern schärfer mag. Aber genau das ist ja der Ansatz des Restaurants: nicht original asiatisch, sondern auch für unsere hiesigen Gaumen lecker und unkompliziert geniessbar. Anschliessend machte ich mich über den Red Snapper mit Pak Choi und Karotten in Chili-Kokossauce her. Der Fisch war wunderbar auf den Punkt zubereitet, nicht zu trocken, harmonierte perfekt mit dem Kohl, Gemüse und der Sauce. Meinen Abschluss – siehe Foto – bildete die Mousse von Grünem Tee mit Reisweinpflaumen. Extrem lecker. Laut Webseite basieren „die Gerichte auf einer Kombination des europäischen Geschmacks mit fernöstlichen Gewürzen und Beilagen. Die schonende Zubereitung aus vitaminreichen und weitestgehend regionalen Zutaten im Wok garantiert frischen und fettarmen Genuss.“ Ok, das „fettarm“ können wir bei den Desserts getrost streichen. Der Rest stimmt.

Eat_Life_Kitchen_Okt2011_10Trendiges Ambiente, eine Installation aus hinterleuchteten Woks an der Wand, entspannte Atmosphäre und Eurasische Cross-Over Küche: das Eat. Life Kitchen zeigt, wie Fast Food nicht zu Junk Food pervertiert, sondern zu schnell und gut wird. Schöner, stylisher, trendiger als McDonalds oder Burger King, gesünder, fettarmer und leichter als bei Vapiano, angenehmer und individueller als bei Dean & David. Doch die Ecke ist kein Selbstläufer. Das Restaurant befindet sich nur wenige Meter vom 5-Sterne Luxushotel The Charles, einem Haus der Rocco Forte Gruppe, entfernt. Die Gäste könnten eventuell eine Zielgruppe sein. Gegenüber befindet sich eine Berufsschule. Auch diese jungen Berufstätigen sind eine Zielgruppe, vor allem zur Mittagszeit. Und im ganzen Häuserblock, zu dem das Restaurant gehört, sind viele Unternehmen angesiedelt. Auch diese sind bestimmt interessant zur Mittagszeit. Doch abends? Da müsste die Ecke noch etwas bekannter werden. Auf jeden Fall hat das neue Konzept ein tolles Potential.

Hier gibt’s mehr Infos.
Übrigens: Das Eat. Life Kitchen hat auch schon eine Facebook-Fanpage, aber noch viel zu wenig Fans.

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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