Vötters Verwöhnhotel Sportkristall Kaprun: Familienhotel mit rustikalem Charme

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Ein Museum im Hotel – und museumsreife Zimmer: Das Vötters Verwöhnhotel Sportkristall ist etwas für Liebhaber. Zum einen für Liebhaber alter Autos. Und für Liebhaber vom Hotelzimmercharme der 80er. Wahrscheinlich auch der 90er, wenn ich mir die Bilder auf der Webseite anschaue, aber mein Zimmer war schon etwas länger nicht neu möbliert. Sicher, es ist ein 4-Sterne-Hotel. Doch zwischen dem 4-Sterne-Haus Steigenberger Alpenhotel und dem Vötters Verwöhnhotel Sportkristall liegen doch einige Unterschiede – beide sind allerdings in der gleichen Straße in Kaprun. Daran merkt der Hotelgast doch sehr deutlich, dass die Sternevergabe sich rein nach dem quantitativen Angebot richtet, nicht nach der Qualität. Nunja. Allerdings hat eben seinen Charme und seine Zielgruppen. Wahrscheinlich hat Zell am See-Kaprun einfach so viele Gäste, dass sich so mancher Hotelier das hier leisten kann.

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Mir war mein Zimmer zu stark eingetaucht in diesen rot-altrosa-Farbton, der den Raum viel zu dunkel machte. Die fehlende Schreibtischlampe läßt die Seite gegenüber vom Bett nochmal dunkler sein. Dazu das altmodische Radio im Nachttischkasten und der kleine, uralte tragbare Fernseher – dies Zimmer ist ein Sprung in die Hotelmöbelwelt der End-80er, evtl. noch Anfang 90er Jahre. Mein Video gibt Euch einen besseren Einblick:

In meinem Film seht Ihr es ja deutlich: Das Badezimmer ist mal so richtig retro.

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Verwoehnhotel Voetters Sportkristall Kaprun 2010_005Hey, Leute, so etwas will keiner mehr sehen. Badezimmer im Look der 70er? Das geht einfach mal garnicht. Jedenfalls nicht, wenn der Gast für ein 4-Sterne-Hotel zahlt. Die laute Lüftung dazu war oberlästig. Das Zimmer war ja sauber – doch Bakterien, Keime sehe ich nicht. So ein altes Badezimmer mag auch bestimmt schon diverse Generationen unsichtbarer Untermieter haben. Wenn dann die Matratze genau so alt ist, dann will ich mir nicht vorstellen, mit welchen Milben ich zusammen nächtigte…

Was das Haus sehr einzigartig und cool macht: Im Hotel befindet sich ein eigenes Oldtimer-Museum. Es ist also der absolute Hit für Liebhaber alter Autos und Technikfreaks. Eine Zeitreise in die automobile Geschichte unserer Eltern. Hier werden über 170 Exponate der 50er bis 70er Jahre auf ca. 1000 m² ausgestellt. Ein Teil des Museums ist Volkswagen gewidmet, denn Ferdinand Porsche hat in Zell am See/Schüttdorf seine letzte Ruhestätte. Eine gesonderte Ausstellungsfläche steht unter dem Motto „Fritz Fend und seine Fahrzeuge“, hier stehen die kultigen Messerschmitt-Kabinenroller.

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Das Hotel Sportkristall ist außerdem seit September 2008 Mitglied der MoHo – Motorrad Hotels und gehört zur Kategorie der MoHo classic. Somit erschließt sich das Haus neben den Familien und Oldtimer-Freaks auch noch eine weitere, sehr interessante Zielgruppe. Auf der Webseite stehen sehr viele Angebote für Biker. Das Salzburger Land und speziell der Pinzgau sind ein Paradies für Biker.

Da ich hier nur übernachtet und gefrühstückt habe, kann ich Euch leider nichts über die gastronomischen Qualitäten des Hauses sagen. Mir fiel auf jeden Fall sehr positiv auf, dass das WLAN kostenfrei war. Für die Zimmer gab es ein Ethernet-Kabel am Empfang. Das finde ich sehr vorbildlich. Das Hotel hat eine eigene Facebook-Fanpage und ist auf Twitter sowie Youtube vertreten.

Fazit: Das Haus hat mit seinem Oldtimer-Museum ein sehr abgefahrenes USP. Hier fahren bestimmt Männer und Jungs drauf ab, hoffentlich auch ein paar Mädels und Frauen. Neben den Bikern richtet sich das Hotel auch stark an Familien. Kinder und Jugendliche finden hier bestimmt genügend Abwechslung. Die faszinierende Lage zwischem dem Ortskern von Kaprun und der Burg Kaprun mit Blick auf die Alpen ist einfach nur genial. Während die Eltern schon schlafen, kann der Nachwuchs noch zum Après-Ski in den Discos und Table-Dance-Bars von Kaprun abhängen und dann zu nächtlicher Stunde ins Hotel zurücklaufen. Doch gibt es hier Zimmer, und das, das ich hatte, gehört dazu, die dringend renoviert werden sollten. Wenn ich mir die Webseite anschaue, dann sehe ich, dass es andere Zimmer gibt, die deutlich moderner sind. Ich war im September dort, Nebensaison, das Haus war nicht ausgebucht. Keine Ahnung, warum ich dieses Zimmer erhielt – ich habe wohl zu wenig bezahlt, als ich zum Castlecamp hier weilte. =;) Doch insgesamt hat das Hotel alles, was ein 4-Sterne-Hotel braucht – nur eben nicht ganz so schick, neu und edel wie das Steigenberger am Anfang der Straße.

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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