Tenuta Ornellaia: Wenn der Winzer weiss, welchen Wein Du trinkst – dank RFID-Chip

Tenuta_Ornellaia_2009_RFID_Chip
So wird der Kunde bis zur Weinflasche nachvollziehbar und kann identifiziert werden: Dank RFID-Chips, die unsichtbar auf Weinflaschen im Etikett versteckt sind, weiss der Winzer, welche Flasche Wein in welchem Laden verkauft wurde. Technisch wäre es möglich, sogar den Käufer und sein Kaufprofil zu ermitteln. Doch das geht noch nicht ganz – dank Datenschutz. Aber wir sind nicht mehr weit davon entfernt. Doch warum treiben Winzer den Aufwand von RFID-Chips auf Weinflaschen? Der aktuelle Grund ist wirtschaftlich viel bedeutsamer für die Winzer: Der Markt wird mit Fälschungen von Markenprodukten überschwemmt. Denn mit der Krise steigt auch die Zahl der Fälschungen von Luxusgütern.

So alarmierten die französischen Zeitungen Le Monde und Le Figaro kürzlich ihre Leser, dass der chinesische Weinmarkt von gefälschten Grand Crus geradezu überschwemmt sei und empfahlen auch den europäischen Weintrinkern eine gewisse Wachsamkeit. Aber Europas Spitzenwinzer kennen das Problem und haben bereits erste Gegenmaßnahmen ergriffen, um das Fälschungsrisiko auszuschalten. So hat die Tenuta dell’Ornellaia aus Bolgheri (Toskana) in ein Identifikationssystem mit Mikrochip und über Radiofrequenz (RFID) investiert.

[ad name=“Google Adsense“]

Dieses System hat zwei Funktionen: Einerseits ermöglicht es, den Vertrieb der Weine zurückzuverfolgen und somit eventuelle Schwarzmarktaktivitäten zu verhindern, andererseits werden die Echtheit der Weine garantiert und Fälschungen vorgebeugt.

Das RFID-System besteht aus einem kleinen elektronischen Chip (TAG), der in das Rückenetikett sowie beim Distributeur eingebaut ist. Jedes Etikett erhält eine eigene Identifikationsnummer, die mit den elektronischen Teilen der Etikettiermaschine und den Lagertoren verknüpft ist. Auf diese Weise können Informationen zwischen dem Chip und der Kunden- bzw. Liefer-Datenbank gespeichert und zurückverfolgt werden. Die RFID-Nummer ist auf dem Rücketikett der Flasche deutlich lesbarabgebildet.

Und so ist der Liebhaber dieses hochkarätigen Toskaner immer auf der sicheren Seite, wenn er eine Flasche mit Chip öffnet. Und der Winzer weiss, wo seine Flaschen stehen…

Print Friendly, PDF & Email
Follow me:

Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
Follow me: