Spargel mit Fenchel begleitet vom Sogni d’Oro, einem Lugana der Edition Klaus Gundel

Spargel mit Fenchel in Alufolie, Sogni d"Oro, Turbiana di Lugana, Italien, Edition Klaus Gundel #food #foodspotting
Der erste Spargel ist da! Es wird wieder Zeit für feine Spargelrezepte. So früh wie selten ist das Stangengemüse auf unseren Tischen, kein Wunder, schliesslich war der Winter viel zu warm. Welcher Winter überhaupt? Es ist jetzt Anfang April und das Außenthermometer zeigt 21°C an. Die Cabrios fliegen tief, die Stühle vor den Cafés sind komplett belegt, die Biergärten fahren Rekordumsätze. Und mein Sonnenhof vom Münchner Bauernmarkt versorgt mich mit frischem Spargel. Vom Nachbarhändler gibts gerade frischen Fenchel. Ideal für „goldene Träume“ im Glas.

Nachdem ich im letzten Jahr ein Pastarezept mit Fenchel probiert habe, nun also der Test: Funktioniert Spargel mit Fenchel? Übertönt der Fenchel den Spargelgeschmack? Als Begleiter lacht mich dazu ein Weißwein aus Norditalien an. „Sogni d’Oro“ heisst der Tropfen, ein Turbiana di Lugana, aus der Gegend vom Gardasee. Es ist einer der Selektionsweine aus Italien, die in der Edition Klaus Gundel erschienen sind.

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Spargel_Fenchel_Lugana_Edition_Klaus_Gundel_2014_05Lassen wir es also drauf ankommen: Wer gewinnt, welche Aromen sind dominanter? Spargel oder Fenchel? Beide haben ihre Finesse, ihre Eleganz, doch beide können wunderbar dominieren – und auch harmonieren. Harmonieren sie aber miteinander? Bisher ist mir kein Rezept bekannt, wo die Gemüsesorten miteinander kombiniert wurden. Spargel funktioniert wunderbar alleine mit Kartoffeln oder klassisch mit Schinken, aber auch mit Fisch wie Lachs, Saibling, Dorade. Der Fenchel ist sowieso als perfekter Fisch-Begleiter beliebt. Wie Spargel richtig abgestochen wird, das habe ich ja auch schon mal erlernt. Lassen wir es also darauf ankommen und probieren mal das Duell.

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 kg Spargel
  • 1 Fenchel
  • 1 Fl. Weißwein
  • Fenchelsamen
  • Zucker, Salz, Pfeffer

Spargel_Fenchel_Lugana_Edition_Klaus_Gundel_2014_04Zubereitung:

  • Spargel schälen, etwa 1cm der Enden abschneiden, 1 kg Spargel ergeben etwa 6 Stangen pro Person (je nach Spargeldicke unterschiedlich)
  • Fenchel halbieren, vierteln, in feine Würfel schneiden, die Würfel von je einem halben Fenchel pro Portion aufteilen
  • Pro Portion den Spargel der Länge nach auf ein Stück Alufolie legen. Die Seiten hochklappen, die Enden etwas eindrehen, so dass nichts mehr herausfallen oder -fliessen kann. Die Würfel je eines halben Fenchel pro Portion auf den Spargelstangen verteilen.
  • Etwas Fenchelsamen auf die Stangen geben
  • Ein paar Butterwürfel auf den Stangen verteilen
  • Mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen
  • Pro Alufolientasche jeweils etwas Weißwein auf dem Spargel verteilen. Nicht zu viel, max. 100 ml sollten ausreichen.
  • Die Alufolientaschen jetzt zuschlagen, so dass kein Dampf mehr austreten kann. Dabei von den beiden Längsenden die eine Seite über die andere überschlagen und gut miteinander verschliessen.
  • Den Spargel auf einem Blech auf der zweiten Stufe von unten für etwa 40 Minuten bei 180°C Umluft im Herd ziehen lassen.

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Der perfekt passende Begleiter in diesem Fall ist der Sogni d“Oro, ein Turbiana di Lugana aus Norditalien aus der Edition Klaus Gundel. Der Weißwein bringt eine angenehme Kraft mit, ist gleichzeitig sommerlich frisch und leicht. Sicherlich kein Wein, den man allzulange liegen lassen sollte, er ist genau jetzt perfekt trinkbar. Easy und ready to drink. Sowohl mit dem Spargel als auch mit dem Fenchel harmoniert der Lugana sehr angenehm.

Das Ergebnis des Duells von Spargel und Fenchel hat mich selbst überrascht. Ging ich doch anfangs davon aus, dass der Fenchel den Spargel dominieren würde, so war es genau umgekehrt. Der Spargel hatte sogar einen leichten Einfluss auf den Fenchel, der dennoch seine Finesse hervorbringen konnte. Ich hatte ja durch den Fenchelsamen dieses Aroma noch etwas unterstützt. Doch genau so war es wirklich passend und spannend. Sehr zum nachkochen und essen empfohlen!

Guten Appetit!

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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