Kukimi: Gesundes Convenience-Essen fürs Büro und daheim

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Convenience-Food und gesund – geht das überhaupt? Jeder kennt die vielen Möglichkeiten, sich ein schnelles Essen zu bestellen. Sei es mittags ins Büro oder abends nach Hause. Das berühmte Pizza-Taxi, der Asiate um die Ecke, all‘ die aktuellen, coolen, stylishen Anbieter, egal ob sie jetzt Lieferando, Lieferheld, Deliveroo, Foodora, Joeys, CallaPizza oder sonstwie heissen. Das Prinzip ist das gleiche: Das Essen wird woanders gekocht und hoffentlich noch warm angeliefert. Doch gesunder Genuss sieht oft anders aus. Die Gründer von Kukimi haben es sich vor bald zwei Jahren zum Ziel gesetzt, diesen Zustand zu verändern. Köstliche Mahlzeiten sollen auch gesund und leicht sein. Außerdem nach Bedarf auch für eine Diät taugen oder gar vegan sein. Ein hoher Anspruch. Wir trafen Laurent Kaestli, einen der Gründer und testeten etwas vom Tütenfutter.

Tütenfutter? Ja genau, auch wenn das etwas respektlos klingt, nichts anderes macht Kukimi: Das Essen wird bereits soweit fertig gestellt, dass es nur noch im Wasserbad erwärmt werden muss. Das ist bequem, sauber, einfach und lässt sich in jedem Büro und jeder noch so kleinen Bude umsetzen. Es ist sogar eine Möglichkeit für die Gäste in Longstay- oder Serviced Apartments oder auch AirBnB-Gäste, sich etwas in das angemietete Zimmer liefern zu lassen, ohne die Küche nutzen zu müssen. Doch schmeckt das auch? Entspricht es unseren aktuellen Ernährungsgewohnheiten? Passt es in die Zeit, in der alles leicht, lecker, locker, dabei noch zu einem Diät-Programm passen soll oder gar vegan sein muss? Was ist bei Kukimi als Essen-Lieferdienst anders als bei Eismann, Bofrost oder DuDarfst?

Kukimi-Gründer Laurent Kaestli stand uns im Interview Rede und Antwort:

 Mit Sous-vide und ausgefeilten Rezepten sucht sich Kukimi seine Nische

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Wir machten die Probe aufs Exempel bei einem Pressetermin. Der harte Test auf die Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Was ist in diesen Tüten drin? Wie kommt es auf den Teller? Wie groß sind die Portionen? Das Auge ißt mit – wie sieht das Essen in Wirklichkeit aus? So ein Pressetermin ist für ein Unternehmen, dass seine Produkte direkt testen lässt oft ziemlich kritisch. Schließlich sitzt da eine Runde von lauter lästerlustigen Journalisten und Foodbloggern zusammen, die sich gegebenenfalls in ihrem kritischen Urteil noch bestärken. Der Fairness halber betonen wir, dass das Essen auf dem Foto rechts genau eine halbe Portion ist. Wir haben uns an besagtem Testtag durch ein paar Gerichte durchprobiert, daher haben wir von allem nur etwas gekostet. Sonst wäre es ja des Guten wahrlich zuviel gewesen. So also sehen die Medaillons von der Pute an Tomaten-Basilikumsauce mit Zucchini-Bohnengemüse aus. Und ja, es schmeckt gut, auch wenn die Würzung gern intensiver sein dürfte.


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Das Kukimi Versprechen lautet: Abnehmen – Leicht – Lecker

Entsprechend gibt es verschiedene Diät-Empfehlungen, je nachdem welche Ernährungsform der jeweilige Kunde bevorzugt. Ob klassisch, vegan oder Fitness, ob Low Calorie, Low Carb, Atkins oder Logi Diät – für jeden sind ein paar Gerichte im Angebot. Dabei wechseln die Angebote saisonal, damit keine Langeweile bei den Kunden aufkommt. Gleichzeitig gibt es aber ein paar Bestseller, die permanent im Programm sind, wie etwa die Fruchtige Rote Bete Suppe mit Birne. Das Gericht ist mit Sicherheit nicht für jeden etwas, doch ist diese Suppe absolut köstlich, man muss eben nur bereit sein, sich auf die Rote Beete einzulassen.

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Das Lachsfilet mit Blattspinat war sehr köstlich. Dieses werde ich auf jeden Fall mal direkt bestellen. Und hoffe dann, dass mir der Lachs optisch besser gelingt, als bei unserer gemeinsamen Kochsession.

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Ein Blick in das „Küchenchaos“ während unserer kleinen „Kukimi-Kochschule“ verrät Euch übrigens, dass die Kukimi-Gerichte allesamt – zumindest für meinen Geschmack – etwas „brav“ gewürzt sind. Der Spinat wurde im Topf nochmal etwas verfeinert. Aber generell kann man die Beutel wirklich aufschneiden, das Essen auf den Teller drücken und essen.

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Auch das Süßkartoffel-Zucchini-Curry mit Erdnüssen war sehr fein. Dies Gericht zählt ebenfalls zu den veganen Angeboten. Und es ist ein Beweis dafür, dass man für vegan oder vegetarisch nicht viel neue Rezepte erfinden muss. Denn vor allem die indische, aber auch viele andere asiatische Küchen bieten eine Unmenge an grossartigen Kombinationen, ebenso wie die mediterrane Küche.

Doch was bedeutet das Kukimi Versprechen: Abnehmen – Leicht – Lecker?

Abnehmen steht für den Wunsch des Einzelnen, sein Wunschgewicht zu erreichen.
Leicht und einfach soll das Abnehmen sein. Der Philosophie von Kukimi nach, ist es dem Kunden wichtig, Zeit zu sparen und flexibel zu sein. Mir persönlich wäre das selbst kochen schon wichtig. Aber ja, es gibt genug Leute, die nicht oder nicht richtig kochen können. Die keine Zeit haben. Die sich nicht trauen, selbst etwas leckeres, mal etwas anderes zu kochen.
Lecker heisst dabei, dass keiner auf Qualität und Geschmack verzichten soll. Alle Gerichte von Kukimi sind ja bereits vorher zubereitet. Das Unternehmen achtet dabei auf eine schönende Zubereitung, alle Zutaten sind ausschliesslich frisch. Also auch wenn das Essen für den Kunden Convenience ist, so sind die Grundzutaten frisch.
So kann Abnehmen zum Genuss werden.

Die Köche und Ernährungswissenschaftler von Kukimi gehen dabei davon aus, dass jedes Gericht nur 450 kcal haben sollte. Der Tagesbedarf sollte mit 1.500 kcal gedeckt sein. Wenn dann noch regelmässiger Sport, Bewegung etc. hinzu kommt, dann sind durchaus bis zu 2 Kilogramm Gewichtsverlust pro Woche möglich. Um das Ernährungsprogramm durchzuziehen, hat Kukimi 14 unterschiedliche Gerichte im Angebot. Dabei kosten alle Gerichte den gleichen Einheitspreis: 7,30 Euro pro Essen, wenn man für eine Woche bestellt. Der Preis reduziert sich allerdings in Stufen, je nachdem, ob man gleich für 2, 4 oder gar 8 Wochen bestellt. Bei acht Wochen Dauer fallen nur noch 6,20 Euro pro Gericht an. Aber acht Wochen lang nur 14 unterschiedliche Gerichte? Ernsthaft? Da hoffe ich dann schon auf einen Saisonwechsel zwischendrin. Denn die Seite mit allen Kukimi-Gerichten, von denen einige derzeit nicht im Programm sind, verspricht schon etwas mehr Abwechslung.

Die Zielgruppe von Kukimi ist dabei ziemlich offensichtlich: Jung, weiblich, wenig Zeit, wenig Lust oder gar Kenntnisse zu kochen, Lust auf Abnehmen für die Wohlfühlfigur, den Bikinibody und/oder veganes bzw. vegetarisches Essen. Und auch das praktische Büroessen. Selbst im kleinsten Büro lässt sich ein Wasserkocher unterbringen, dann in einem Topf oder einer Schüssel die Beutel mit dem heissen Wasser erhitzen, aufschneiden, auf einem Teller anrichten und geniessen.

Dabei kann der Genuss mit wenig Zeit ganz einfach online bestellt werden. Die Webseiten sind so gestaltet, dass sie auch auf dem Smartphone perfekt funktionieren. Es bedarf keiner App, das geht alles über die Kukimi-Webseite per Klick.

Vielleicht sollte ich in meinem Kühlschrank mal Platz machen und für ein oder zwei Wochen Kukimi ausprobieren? Was meint Ihr?


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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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