Guide Michelin Deutschland: Vom kulinarischen Aussenseiter zum Gourmet-Ziel von Rang

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Heute präsentiert der Guide Michelin Deutschland seine aktuellen Ergebnisse. In der Handelskammer der Hansestadt Hamburg treffen sich ausgewählte Köche, einige Gastronomen sowie die deutsche Medienwelt, um von diesem Ereignis zu berichten. Doch wer sich alles vor Ort – in Zeiten des um sich greifenden Corona-Virus – blicken lässt, werden wir erst vor Ort sehen. Der Guide Michelin Deutschland erscheint nun schon seit 54 Jahren und ist nach wie vor der führende Restaurant- und Hotelführer. Köche, Kellner, Gastronomen, Unternehmer, Genussmenschen, Gourmets und Gourmands sind gespannt, wer Sterne gewinnt, wer seine Sterne behält und wer sie schlimmstenfalls verliert. Um auch dem Laien und gastronomisch nicht so versierten Leser zu erklären, warum der Guide Michelin Deutschland nach wie vor der wichtigste Restaurantführer in Deutschland, in Frankreich und weltweit ist, versuchen wir eine Einordnung.

Guide Michelin Deutschland: Was bedeuten die Sterne eigentlich?

Von traditionell bis innovativ, von schlicht bis aufwendig – ganz unabhängig vom Stil erwarten die Michelin Inspektoren als Bedingung für einen Stern stets das Gleiche: beste Produktqualität, Know-how des Küchenchefs, Originalität der Gerichte sowie Beständigkeit auf Dauer und über die gesamte Speisekarte hinweg. Vor vier Jahren, pünktlich zum 50. Geburtstag, hat der Guide Michelin die Definitionen für die berühmten Sterne sprachlich aktualisiert. Diese lauten jetzt:

1 Stern: Eine Küche voller Finesse – einen Stopp wert!

  • Produkte von ausgesuchter Qualität, unverkennbare Finesse auf dem Teller, auf den Punkt gebrachter Geschmack, ein konstant hohes Niveau bei der Zubereitung – einen Stopp wert!

2 Sterne: Eine Spitzenküche – einen Umweg wert!

  • Hervorragende Produkte, von einem talentierten Küchenchef und seinem Team mit viel Know-how und Inspiration in subtilen, außergewöhnlichen und mitunter originellen Kreationen trefflich in Szene gesetzt – einen Umweg wert!

3 Sterne: Eine einzigartige Küche – eine Reise wert!

  • Die Handschrift eines großen Küchenchefs! Erstklassige Spitzenprodukte, pure und intensive Aromen, harmonische Kompositionen: Hier wird das Kochen zur Kunst. Perfekt zubereitete Gerichte, die nicht selten zu Klassikern werden – eine Reise wert!

Guide Michelin Deutschland: So fing alles an

1964 erschien der erste Guide Michelin Deutschland nach dem Krieg mit 5.500 Adressen – jedoch noch ohne Sterne. Aber die Geschichte des Guide Michelin beginnt weit früher. Bereits im Jahr 1900 pünktlich zur Pariser Weltausstellung kommt der allererste Guide Michelin mit einer Auflage von 35.000 Exemplaren auf den Markt. Dieses Buch enthielt die Adressen von Werkstätten und Reifenhändlern der damals ersten Automobilisten und war als kostenloses Reisehandbuch konzipiert. In Frankreich rollten im Jahr 1900 gerade einmal 3.000 Automobile.

Das Buch mit dem typischen roten Einband enthält unter anderem Ratschläge zum Umgang mit dem Fahrzeug und den Reifen sowie die Namen von Werkstätten, Batterieladestationen und Benzindepots. Dazu gibt es Hoteladressen, Karten und Stadtpläne. Bereits damals gab es Piktogramme, die seitdem ein Kennzeichen des Guides geworden sind. 1904 erschien die erste Auslandsausgabe des Guide Michelin mit dem Band Belgien. 1910 folgte dann bereits der erste deutschsprachige Guide Michelin Deutschland und Schweiz für die „Herren Automobilisten“. Diese deutsche Ausgabe hatte einen blauen Einband. Nur der französische „Guide Rouge“ war auch rot eingefasst. 1913 umfasste der rote Führer bereits acht Titel.

Nach dem Aus zum Ersten Weltkrieg kam die Neuauflage für Frankreich bereits 1919 heraus. Seit 1920 wurde der Guide Michelin kostenpflichtig. Und mit dem Jahr 1923 erscheint der Guide Michelin erstmals mit detaillierten Hotel- und Restaurant-Empfehlungen für die Autofahrer. Und 1926 folgte der erste Stern für eine gute Küche. 1931 folgten der zweite und dritte Stern für eine herausragende Küchenleistung. Mit dem zweiten Weltkrieg ist der Guide Michelin eingestellt.

Guide Michelin Deutschland: Wiederbelebung nach 51 Jahren Pause

Doch schon 1946 vergibt der Michelin erneut die ersten Sterne. 1956 folgt der Guide Michelin Norditalien, 1964 folgt der Guide Michelin Deutschland nach 51 Jahren Pause mit 5.500 Adressen. 1966 zeichnet der Guide Michelin die ersten 66 deutschen Restaurants mit Sternen aus. 1972 feierte der Guide Michelin Benelux Premiere, 1973 kamen die Ausgaben Spanien und Portugal auf den Markt, 1974 dann der Band Großbritannien und Irland.

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Seit 1982 erscheint der Guide Michelin „Main Cities of Europe“, in dem der Verlag alle die großen Städte zusammenfasst, deren jeweiligen Länder für einen eigenen Guide viel zu klein wären. Seit 1994 gibt es den Guide Michelin Schweiz. Und seit 1997 werden Restaurants mit dem „Bib Gourmand“ ausgezeichnet als eine zusätzliche Empfehlung für eine regionale Küche mit einem besonders günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Guide Michelin: Weltweite Expansion

2005 folgte die Expansion des Guide Michelin in die USA: Zuerst folgte der Guide Michelin New York City, 2006 der Band für San Francisco, Bay Area & Wine Country und 2007 dann der Guide Michelin Tokyo. 2008 der Guide Michelin Hong Kong & Macao, 2010 der Guide Michelin Chicago.

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Allerdings gingen dann im Jahr 2010 über Österreich die Sterne aus. Seitdem findet sich nur noch das beschauliche Vorarlberg im deutschen Guide wieder, die Städte Wien und Salzburg sind im Guide Michelin „Main Cities of Europe“ zusammengefasst. Restaurants, die auch nur einen Meter ausserhalb dieser Stadtgrenzen sind, können noch so gut sein, sie erhalten keinen Stern. Hier hält der Wettbewerber Gault-Millau die Stellung und vergibt seine Punkte und Kochmützen, die da Kochhauben heissen. Kein Wunder, dass in Österreich von Haubenköchen gesprochen wird.

Seit 2015 gibt es den Guide Michelin Rio de Janeiro & Sao Paulo sowie den Guide Michelin Nordic Cities und neuerdings auch den Guide Michelin Bangkok, in dem die Berliner Zwillinge Sühring mit ihrem gleichnamigen Restaurant mit zwei Sternen gekrönt sind.

Guide Michelin Deutschland: Der Sternenhimmel wächst

Aktuell gibt es 309 Sterne-Restaurants in Deutschland, davon 10 Restaurants mit 3 Sternen, 38 Restaurants mit 2 Sternen und 261 Restaurants mit 1 Stern: Das ist eine grandiose Leistung für die deutsche Spitzengastronomie. Deutschland hat damit gleich nach Frankreich die meisten Sterne in Europa.

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Viel Bewegung ist in der Berliner Spitzengastronomie, die seit Jahren für ihre innovative Küche bekannt ist. In der Bundeshauptstadt gibt es seit letztem Jahr vier neue Sternerestaurants mit ungewöhnlichem Konzept, wie beispielsweise das CODA Dessert Dining. Weitere Newcomer sind das Ernst, das auf maximal frische Produkte aus der Region setzt, das SAVU, das nordische, spanische und italienische Küche kombiniert und das Kin Dee, das für seine thailändischen Gerichte auch Zutaten aus dem Umland verwendet.

Auch Hamburg baut seinen Ruf als Destination für Liebhaber guten Essens aus. In der Hansestadt sind gleich drei Restaurants ansässig, die auf Anhieb mit einem Stern ausgezeichnet wurden. neben dem Lakeside im Hotel The Fontenay (bei dem wegen des Konzeptwechsels fraglich ist, ob es seinen Stern behält) und dem bianc in der HafenCity ist dies das 100/200 von Thomas Imbusch.

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Neues auch aus dem Süden Deutschlands. Nach Frankfurt und Berlin hat nun auch München als weitere deutsche Großstadt mit dem Tian ein vegetarisches Restaurant mit einem Stern. Das gleichnamige Restaurant in Wien hatte sich bereits 2014 mit seinem vegetarischen Konzept einen Michelin Stern erkocht. Und das supersympathische Paar Sabrina und Florian Berger lernte sich bei der Arbeit im Tantris kennen, verwirklichte den Traum vom eigenen Restaurant in Giesing und krönte die Leistung mit einem Stern für ihr Restaurant Gabelspiel.

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Guide Michelin Deutschland: Neue Gourmet-Hotspots Nürnberg und Andernach

Zusehends zum kulinarischen Hotspot entwickelt sich Nürnberg. Der Guide Michelin Deutschland krönte 2019 die Leistung der Restaurants Koch und Kellner, Der Schwarze Adler und Waidwerk gleich drei Häuser in der Frnakenmetropole neu mit einem Stern. Hinzu kommt mit dem Essigbrätlein eine bereits etablierte 2-Sterne-Adresse. Nicht weit von Nürnberg entfernt ist das Restaurant „Alexander Herrmann by Tobias Bätz“ mit zwei Sternen gekrönt.

Zum echten Gourmet-Ziel avanciert schließlich der kleine Ort Andernach am Mittelrhein. Auf Anhieberkochte sich Küchenchef Christian Eckhardt in seinem erst im Februar 2018 eröffneten Restaurant Purs zwei Michelin-Sterne. Zusammen mit dem neuen 2-Sterne-Haus weist die rheinland-pfälzische Gemeinde jetzt drei Sterne-Adressen auf.

Guide Michelin Deutschland: Die Jünger von Witzigmann und Wohlfahrt

Die Großmeister der Küche und ein großer Fan der beiden. #ikarus #hangar7 #redbull #salzburg #salzburgerland #culinaryarts #culinarytravel #geniesserreisen #genussreisen #instatravel #instafood #instager #witzigmann #wohlfahrt #grandchefs #lifeisbeautiful

Auch wenn es immer wieder Restaurants gibt, die aus wirtschaftlichen, gesundheitlichen oder konzeptionellen Gründen geschlossen werden, so wächst die Qualität und die Quantität der deutschen Gourmet-Restaurants stetig an.

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Den Grundstein dazu legte Eckart Witzigmann 1971 im Tantris. Der gebürtige Österreicher und Schüler der 3-Sterne-Köche Paul Bocuse und Paul Haeberlin zerkochte sich sofort einen Stern und stieg 1974 in die 2-Sterne-Kategorie auf. 1978 machte er sich mit der Aubergine in München selbstständig und war 1980 der erste Küchenchef Deutschlands und der dritte Koch außerhalb Frankreichs, der die Spitzenwertung von drei Michelin Sternen erkochte.

Wenn @eckart.witzigmann , @hanspeterwodarz und @paulaboschpb sich mit Axel Bach im @blauerbockmuenchen treffen, dann liegt etwas Besonderes in der Luft. Das @kulinarikkunst Festival findet vom 17.08. - 09.09.2018 in @stantonamarlberg statt. http://bit.ly/

Die Witzigmann-Schüler Harald Wohlfahrt, Hans-Peter Wodarz, Hans Haas, Alfons Schuhbeck, Johann Lafer und Claus-Peter Lumpp bildeten ihrerseits die nächste Garde exzellenter Küchenkünstler aus.

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Neben Eckart Witzigmann, der unbestritten der Papst der deutschen Gastro-Szene und Kulinarik ist, kann die Leistung von Harald Wohlfahrt nicht hoch genug gewürdigt werden.

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Er ist der Lehrer von nicht weniger als jeweils fünf späteren 3-Sterne und 2-Sterne-Köchen. Restaurants von Wohlfahrt-Schülern halten derzeit in Deutschland insgesamt über 70 Sterne. Wohlfahrt selbst, der 35 Jahre Küchenchef der Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach war, wurde öfter als jeder andere deutsche Spitzenkoch mit der Höchstwertung von drei Michelin Sternen ausgezeichnet: insgesamt 24-mal.

Fazit: Der Trend zum Casual Fine Dining zeigt deutlich, dass sich lockere Atmosphäre und niveauvolle Küche keineswegs ausschließen. Der Guide Michelin klebt schon lange nicht mehr an alten Prämissen, präferiert schon lange nicht mehr ausschliesslich die französische Hochküche. Der rote Führer hat sich selbst modernisiert, hat die Trends erkannt und stellt die Qualität und Frische der Produkte in den Vordergrund. Nur dadurch können immer wieder neue Stilrichtungen weltweit hervorgebracht werden – wie etwa die Experimentalküche von Ferran Adrià oder die nordische Küche von René Redzepi.

Wir sind gespannt, wie sich die Spitzengastronomie in Deutschland weiter entwickelt und drücken allen Köchen die Daumen für die Gunst der Sterne.

Service:


Verfasst mit Unterlagen des Guide Michelin.

BNI: Wie Hoteliers Empfehlungsnetzwerke nutzen können

„Manche denken, BNI ist eine Sekte“, erklärt mir Daniela Meißner, Assistent Director of Sales im Kempinski Hotel Taschenbergpalais Dresden ganz offen in ihrem schönen Dresdner Dialekt. „Ich sage immer, das Hauptargument dagegen ist: Man kann bei uns nicht Mitglied bleiben. Man muss es sich verdienen.“ Ich bin zu Gast bei der D-A-CH Konferenz 2019 des Business Network International (BNI) im Westin Grand München und informiere mich über das Empfehlungsnetzwerk. Dabei interessiert mich insbesondere: Was bringt BNI für die Hotellerie?

Im Verlauf unseres Gesprächs sagt mir die sympathische Sächsin aber auch: „Wenn ich nur drei oder vier Wochen nicht beim BNI war, dann fehlt mir was.“ Was ist also dieser Verein? Manchmal lässt sich etwas besser erklären, indem erstmal gesagt wird, was es nicht ist. Also: Was unterscheidet das Business Network International (BNI) von anderen Arten von Netzwerken wie etwa Studentenverbindungen, Freimaurer-Logen, Rotary oder Lions Club?

Denn Netzwerke sind sie alle und doch unterscheiden sie sich zum Teil sehr deutlich, zum anderen nur sehr fein. Am deutlichsten unterscheiden sich wohl die Studentenverbindungen. Hier unterstützen die Alten Herren und Hohen Damen, also die fertig studierten Akademiker, die in Lohn und Brot stehen, mit ihren Mitgliedsbeiträgen die Studentinnen und Studenten in den vielen unterschiedlichen schlagenden, nicht-schlagenden oder religiösen Studentenverbindungen. Der Schwerpunkt liegt also eindeutig auf der Aus-, Weiter- und Fortbildung des akademischen Nachwuchses.

Die Freimaurerlogen gehören zu einer international verbreiteten Vereinigung , die für Toleranz, Entwicklung der Persönlichkeit, Brüderlichkeit und allgemeine Menschlichkeit entrittt. Sie entwickelten sich aus den  Bauhütten  der alten Kathedralen in Europa. Der Zweck des Bundes ist die Erziehung seiner Mitglieder zu wahrem Menschentum und verfolgt keine nach außen gerichteten Ziele. Neben den  Männern vorbehaltenen Logen gibt es auch Frauenlogen, aber nur wenige gemischte Logen. 

Die beiden US-amerikanischen Netzwerke Rotary und Lions hingegen legen sehr viel wert auf soziales Engagement. Die beiden internationalen Netzwerke Rotary und Lions betrachten sich als Service-Clubs von Männern und Frauen mit Angehörigen verschiedener Berufe. Die Haupttätigkeiten der Clubs sind Vortragsveranstaltungen und Gesprächsrunden verbunden mit sozialem Engagement. Vereinfacht gesagt: man trifft sich zum Mittagessen, zahlt viel Geld für eine einfache Suppe – und der Gewinn fliesst in soziale Projekte. BNI aber macht das alles nicht. Beim BNI liegt der Fokus ausschliesslich auf Business. Auf dem Netzwerk. Auf dem Geschäftserfolg. Und genau das ist der deutliche Unterschied zu allen anderen Netzwerken: Bei BNI wird der Geschäftserfolg bei jedem Treffen gemessen.

Was also ist BNI? Das Business Network International ist ein weltweites Franchise, bei dem der Geschäftszuwachs, der Umsatzgewinn des Einzelnen im Vordergrund steht. BNI ist vor allem eine globale Wissensdatenbank für alle Mitglieder. BNI ist laut Selbstbeschreibung eine professionelle Vereinigung regionaler Geschäftsleute, die sich einmal in der Woche zur Frühstückszeit treffen. Das Ziel: Mehr Umsatz durch neue Kontakte und Geschäftsempfehlungen. Einen Mehrumsatz, den die Mitglieder ohne BNI nicht erreicht hätten. Teilnehmer am BNI-Marketingprogramm zu sein bedeutet vor allem Unterstützung beim Vermarkten der eigenen Dienstleistung und/oder der eigenen Produkte zu haben. Dafür werden weder Gehälter noch Provisionen bezahlt. BNI funktioniert nach dem Grundsatz: „Wer gibt, gewinnt!”.

Und wie läuft so ein Treffen zur Frühstückszeit ab? Zuerst gibt es eine Vorstellungsrunde der Mitglieder, anschliessend folgt eine Vorstellungsrunde der Gäste. Dem folgt eine Geschäftsrunde, in der jeder einzelne sagt, wieviel Umsatz er über andere BNI-Mitglieder in der letzten Woche gemacht hat. Dieser Erfolg wird auch jedes Mal gemessen und kommuniziert. Wer sich heute seine Xing- und LinkedIn-Kontaktlisten anschaut, stellt fest, dass er schnell über 1.000 Menschen kennt – zumindest weitläufig. In einer Runde von 60 BNI-Mitgliedern an einem Frühstückstisch sind das kumuliert 60.000 Kontakte.

Wieviel Umsatz, wieviel Empfehlungen hast Du für das Chapter gebracht? Das muss sich jedes einzelne Mitglied zu jedem BNI-Frühstück wieder fragen. Und dann wird auch gesagt: Das hast Du gut gemacht. Oder aber: Woran hängt es bei Dir? Was kannst Du besser machen? Daniela Meißner sagt dazu: „Wir haben den Fokus auf Qualität gesetzt. Wir gucken jetzt, wollen wir denjenigen wirklich behalten bei uns – oder wollen wir das nicht.“ Es wird jedes Jahr kontrolliert, ob man die Voraussetzungen erfüllt im Chapter, so heissen die Ortsvereine, zu bleiben. Man kann den Antrag immer nur für zwei Jahre stellen. Doch wenn keine Empfehlungen, keine Geschäfte herausspringen, dann fliegt das Mitglied eben auch raus. „Was bringst Du mit? Was hast Du für ein Netzwerk?“ – diesen Fragen muss sich jedes Neumitglied stellen.

Daniela Meißner könnte zwar ihr eigenes Hotel, das Kempinski Taschenbergpalais Dresden, als Treffpunkt vorschlagen – und damit durchaus Geschäft in ihr Haus bringen. Doch hat das Taschenbergpalais nicht die Kapazitäten für das Treffen und kann bzw. will nicht den Preis für das Frühstück anbieten. Für 11,50 Euro bekommt das BNI Chapter im Hilton Dresden ein gutes Frühstück zum Schnäppchenpreis. „Wir haben ein Extra-Frühstück in einem extra Tagungsraum.“ Und sie ergänzt: „Wenn wir im Kempinski ein Frühstück zu dem Preis anbieten würden, dann würden alle sagen ‚Ey, im Kempinski kannste nicht frühstücken gehen‘. Daher wollen wir uns da nicht messen.“

„Mir ist wichtig, dass sich die Leute auf irgendeine Art und Weise einbringen. Der eine hat es eventuell noch etwas schwer eine Empfehlung zu geben. Vielleicht sucht ein Mitglied eine neue Küche. Oder er bringt andere Gäste mit. Wir fragen unsere Mitglieder: Mit wem spielst Du Fußball? Mit wem gehst Du Skat spielen? Mit welchen Muttis triffst Du Dich im Kindergarten oder in der Schule? Sag mir einfach, wer Dein Freund ist, was der beruflich macht und bring den zum Frühstück mit.

Für mich als Mitarbeiterin eines Hotel bringt es auch wirklich beruflich was, auch überregional. Ich erhalte damit interessante Kontakte. So traf ich beispielsweise eine Teilnehmerin, die ein Reisebüro Busunternehmen hat, vor ein paar Jahren hier in München auf der DACH-Konferenz. Sie ist während ihrer Urlaube in Dubai zum BNI Frühstück gegangen und hat dadurch immer eine Dubai-Gruppe organisiert, die eine Rundreise durch Deutschland machten. Die sind von Hamburg über Berlin nach Dresden gefahren. Das hat sie zweimal organisiert, jetzt arbeitet sie leider woanders. Und so funktioniert das BNI. Das ist mehr als immer nur donnerstags zum Frühstück zu gehen.

Letzte Woche hat mich meine Mutti angerufen und gesagt: Unser Kühlschrank ist kaputt, hast Du da jemanden bei BNI. Sowas kann ich zwar vorher nicht sagen, aber letztlich ja, wir haben bei uns jemanden für solche Fälle oder aber in einem anderen Chapter. Neulich haben wir jemanden von einem Pflegedienst gehabt und ich hab mir gedacht: Na, einen Pflegedienst brauchst Du nie. Dann hatte ich eine Kundin, deren Mann schwer krank wurde, aus dem Krankenhaus heraus kam und eine Pflege brauchte. Ich hab gesagt: Ich hab jemanden für Sie, da können Sie direkt die Chefin anrufen. Fazit: Ich hab eine Kundin glücklich gemacht, die durfte die Chefin anrufen – und ich hab jemandem bei BNI ein Geschäft verschafft.

Wir haben Architekten bei uns, zwei Anwälte bei uns, die jeweils auf unterschiedliche Felder spezialisiert sind, Bau und Insolvenzanwalt, Elektriker, Abrißmensch, Baumaterialbeschaffer, Hausbauer, Reisebüro, Werbeagentur, Apotheke, Steuerberater – aktuell kein Coach – eine Mischung von Akademikern und Handwerkern. Deutlich männerlastig.

Man hat die Möglichkeit bei BNI mitzumachen im Führungskreis mitzumachen, man kann Chapterdirektor werden, oder Mitgliederkoordinator werden, im Mitgliederausschuss mitmachen, Besucherbetreuer, es gibt regelmäßig Trainings, die man besuchen kann. Für den Jahresbeitrag, derzeit etwa 1.000 Euro pro Jahr, sind die Trainings kostenlos. Wir bieten außerdem Mitgliedererfolgstraining, Präsentationstraining und vieles mehr.

Für mich ist es die fünfte DACH-Konferenz. Ich komme dann immer mit neuer Energie zurück. Ich sage dann den Kollegen wieder, wir müssen den Fokus mehr aufs Geschäft legen.

Als ich bei Kempinski angefangen habe, war ich schon bei BNI. Ich habe gesagt, wenn ich mein lokales Netzwerk für Kempinski begeistern soll, würde ich BNI weiter machen und wenn es funktioniert, dann freue ich mich, wenn ihr mir die BNI Jahresgebühr bezahlt. Und seitdem zahlt mir Kempinski die auch. Es hat zwar eine kleine Weile gedauert, aber seitdem wissen meine Kollegen auch, was ich da mache. Die Kollegen haben zwar gefragt: Wo gehst Du nochmal hin? Da stand im Terminplan Daniela Meißner 6:30 Uhr BNI. Die Kollegen haben gefragt: Was? 6:30 Uhr? Was machste um 6:30 Uhr? Ich hab dann einige Kollegen mitgenommen und versucht zu begeistern, um zu erklären, was das bedeutet. Das hat auch geklappt. Ich erklärte den Kollegen: Das ist ein lokales Netzwerk. Ihr müsst dafür immer 100 Prozent geben, denn wenn das schief geht, dann wissen das bald alle in der Stadt. Wir haben darüber schon einige große Veranstaltungen in unser Haus bekommen. Ich hatte in einem Jahr über 100.000 Euro Umsatz gemacht – das klappt nicht jedes Jahr, aber da hatte ich mit einer Empfehlung eine große Konferenz für unser Haus gewinnen können. Das ist ein Geben und Nehmen und auch ein Gewinn für den Arbeitgeber.

Ich habe auch schon versucht, den anderen Hotels das näher zu bringen. Aber das verstehen nicht viele. Gerade für Sales-Mitarbeiter ist es sinnvoll, aber das müssen die selbst erlebt haben. Ich habe ein Mal eine Sales-Kollegin mitgenommen, die mich einmal in Dresden vertreten hat und die hat gesagt: das war echt toll. Und die war dann auch in Hamburg im Chapter herzlich willkommen geheissen.

Fazit: Eine Mitgliedschaft im BNI kann jedem Berufstätigen etwas bringen, der seine Dienstleistungen oder seine Produkte verkaufen möchte und sich immer wieder auch nach neuen Kunden umschauen möchte oder muss. Und neben vielen beruflichen Kontakten wächst nicht nur das allgemeine persönliche Netzwerk, sondern es entstehen auch neue Freundschaften.

Info:

HOGA 2019: Bayerns Gastro-Fachmesse spezialisiert sich

Brewee ist Bayerns innovativstes Gastro Start-up. Die Fachjury des HOGA Start-up Wettbewerbs wählte das Münchner Start-up zum Gewinner des Wettbewerbs. Die Preisträger präsentierte die HOGA – Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung vor wenigen Tagen in München. 

Die Gastgebermesse HOGA Nürnberg ist die zentrale bayerische Plattform des Gastgewerbes. Vom 13. bis 15. Januar 2019 bringt die HOGA Fachleute aus Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung zusammen und liefert Neuheiten und Trends der Branche.

Das Gastgewerbe ist eine Branche zum Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken und Erleben sowie für den persönlichen Austausch. Bayerns Gastronomen, Hoteliers, Bäcker, Konditoren, Caterer, Metzger und die Profis der Gemeinschaftsverpflegung sind dazu eingeladen, auf der HOGA die Neuheiten und Trends der Branche zu entdecken, Kontakte zu Partnern und Kollegen zu knüpfen, aktuelle Food-Trends zu testen und die passende Ausstattung für den Beginn der neuen Saison zu finden.

Die Messe will sich nach den Worten von Thomas Förster, Vizepräsident des DEHOGA Bayern, spezialisieren auf die Bereiche Start-ups in der Gastronomie, Batista-Meisterschaft und Latte-Art. Thomas Förster verdeutlichte, dass die Hotellerie und Gastronomie eine der wichtigsten Branchen in Bayern ist. In Bayern gibt es etwa 39.500 Hoteliers und Gastronomen. Über 400.000 Erwerbstätige sind in dieser Branche tätig, das heisst, dass mittlerweile jeder 20. Erwerbstätige in Bayern in einem Hotel- oder Gastronomiebetrieb arbeitet. Rund 10.000 Auszubildende, also etwa jeder 10. Auszubildende Bayerns lernt derzeit einen Ausbildungsberuf der Branche. 

Das Reiseland Bayern zieht jährlich mittlerweile rund 37 Millionen Gäste an, die über 94 Millionen Übernachtungen tätigen. Damit gehört Bayern zu den führenden Tanzjahres-Destinationen in Europa und ist das Tourismusland Nummer 1 in Deutschland. 

Zu den aktuellsten Äußerungen des CDU-Politikers Friedrich Merz, dass er die Reduzierung der Mehrwertsteuer für die Hotellerie am liebsten wieder rückgängig machen würde, machte Thomas Förster deutlich, dass er „gern mal Herrn Merz erklären würde, was für ein zusätzliches Steuervolumen durch die reduzierte Mehrwertsteuer in das Staatssäckel gespült wurde“. 

Und in Richtung von Andrea Nahles betonte der Vizepräsident des DEHOGA Bayern, dass „wir mehr Flexibilität am Arbeitszeitgesetz brauchen.“ Hierbei ginge es nicht um mehr Arbeit, sondern um die flexiblere Verteilung des Arbeitszeitgesetzes. „Wir wollen nicht, dass die Leute mehr arbeiten“, sagte Förster, sondern „dass unsere Mitarbeiter sich die Zeit selbst freier einteilen können.“

Innovationen für das Gastgewerbe

Start-ups, die das bayerische Gastgewerbe mit neuen Ideen versorgen, konnten beim HOGA Start-up-Wettbewerb einen Platz im HOGA-Novum gewinnen, dem Bereich, in dem die HOGA-Besucher die Trends von morgen entdecken können. 25 Start-ups haben sich beworben, um dem bayerischen Gastgewerbe mit ihren innovativen Produkten und Lösungen frischen Wind zu verleihen.

BREWEE

Die Gastgebermesse HOGA hat zum Start-up-Wettbewerb aufgerufen, um Bayerns kreativstes Gastro Start-up zu finden. Die Fachjury, bestehend aus Dagmar Wöhrl, Parlamentarische Staatssekretärin a.D. und Nürnberger Unternehmerin, Thomas Förster, 1. Vizepräsident DEHOGA Bayern, Hakan Gözen von METRO Deutschland und Stephan Dovern, Projektleiter HOGA Nürnberg, hat das Münchner Start-up Brewee zum Gewinner gewählt. 

Brewee ist ein junges studentisches Start-up aus München, das es sich zur Mission gemacht hat, durch ein interaktives Netzwerk individualisiertes Bier für Gastronomie, Hotels und Events zu ermöglichen. Dadurch kommt mehr Vielfalt an Bier in die Branche und dabei sollen gleichzeitig Mikrobrauereien unterstützt werden. „Wir schaffen eine komplette Produktpersonalisierung für das eigene Bier. Das funktioniert indem wir die Zielgruppe und den Betrieb unserer Kunden genau analysieren und ein passendes Gesamtkonzept, von kreativer Biersorte bis hin zum Etikett, individuell ausarbeiten. Darüber hinaus sind wir durch die Gestaltung eines IoT Systems dabei, Brauereien smart zu vernetzen. Dadurch können Brauereien ihre Brauauslastungen untereinander ausgleichen und somit nachhaltig Hand-in-Hand arbeiten. Wir wollen damit kleineren Brauereien ermöglichen, schnell, effizient und wirtschaftlich arbeiten zu können,“ so Theresa Barsy, Mitbegründerin von Brewee.

Die vier Brewee-Gründer präsentieren sich als Gewinner des Start-up-Wettbewerbs auf der Gastgebermesse HOGA 2019 vom 13. bis 15. Januar in Nürnberg und erhalten 2.000 Euro Preisgeld sowie weiteren Marketing-Support vom DEHOGA Bayern. Die Freude bei den Münchner Jung-Unternehmern ist groß: „Wir sind immer noch überwältigt und freuen uns riesig über den Sieg beim HOGA Wettbewerb. Dadurch haben wir die Chance, unser Konzept einem großen Fachpublikum zu präsentieren und direkt in Kontakt mit Interessenten zu kommen. Wir freuen uns schon auf den Austausch.“

Die drei besten Gastro-Start-ups erhalten je einen Messestand im HOGA-Novum auf der HOGA Nürnberg 2019 (13. bis 15. Januar). Im HOGA-Novum trifft sich die Zukunft des Gastgewerbes: Start-ups aus allen Bereichen präsentieren hier ihre Ideen, Produkte, Lösungen und Dienstleistungen.

Food & Beverage

Neben den großen Food-Anbietern werden auf der HOGA verschiedene Trends präsentiert, wie Bio, Regionalität und „Alles rund ums Fleisch“, aber auch für die vegane Küche oder italienische Gastbetriebe gibt es Informationen und Angebote. Bekannte Köche machen den Messebesuchern Appetit auf die aktuellen Trends und verraten dabei ihre Tricks.

Der Bayerische Brauerbund bringt die Bier-Vielfalt auf die HOGA und auch die fränkischen Winzer zeigen den Messebesuchern ihr Angebot. Die Deutsche Barkeeper Union trägt neben den Süddeutschen Cocktailmeisterschaften auch die Deutschen Meisterschaften im Flair Bartending auf der HOGA aus und zeigt damit aufregende Drinks und extravagante Artistik. Alles rund um Kaffeespezialitäten und Spezialitätenkaffee gibt es in der„Rösterei“. Dort treten die besten Baristi Deutschlands im Rahmen der Deutschen Kaffeemeisterschaften der Specialty Coffee Association SCA gegeneinander an, um sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren.

Digitale Lösung und Unterstützung bei der Online-Präsenz

Ein Restaurantbesuch lässt sich nicht durch digitale Mittel ersetzen, aber digitale Lösungen können Gastronomen und Hoteliers entlasten und sie bei ihrer Arbeit unterstützen, damit mehr Zeit für den Gast bleibt. Verschiedene Software und IT-Dienstleistungen werden auf der HOGA vorgestellt. Gastronomen, die das Internet nutzen möchten, um mehr Aufmerksamkeit für ihren Betrieb zu generieren und Social Media-Kanäle für ihre Werbung einsetzen möchten, können sich auf der HOGA kostenlos beraten lassen und Workshops zu Themen, wie Food- Fotografie besuchen. Hochkarätige Unterstützung kommt in diesem Bereich von Alexander Herrmann sowie von erfolgreichen Food-Bloggern, wie Petra Hola-Schneider  und Annette Sandner .

Service:

Münchner Tanzboden: Bayerisch Tanzen mit Tanzmeisterin Katharina Mayer

Wir drehen uns beschwingt über das Parkett im Hofbräuhaus München. In meinen Armen liegt eine meiner lieben Kolleginnen. Die Kommandos zu unseren Tanzschritten stammen von Katharina Mayer. Wir lernen bayerische Tänze. Walzer, Polka, Dreher und Zwiefacher stehen für die nächsten Stunden auf dem Lehrplan.

In der ersten Stunde steht uns, einer kleinen Gruppe von Journalisten, Katharina Mayer im Hofbräuhaus exklusiv zur Verfügung. Das Hofbräuhaus gehört zur bayerischen Kultur. Zu einer Institution dieser gelebten bayerischen Kultur gehört auch der Münchner Tanzboden, der mehrmals im Jahr im Hofbräuhaus stattfindet. Die Besonderheit: Zur Live- Musik erfahrener Tanzmusiker erklären versierte Tanzmeisterinnen und Tanzmeister typische Schritt- und Figurenfolgen, die auch ohne Vorkenntnisse leicht vom Bein gehen.

Während wir uns mit einer ordentlichen Brotzeitplatte stärken, erzählt uns Katharina Mayer wie sie zum Tanzen kam, was das mit ihrem Vater zu tun hat, welche Tanzkarriere sie bereits hinter sich hat und wie oft sie diese Volkstanzstunden im Hofbräuhaus anbietet. Mir wird klar, dass ich Katharina Mayer schon mehrfach gehört und gesehen habe und nach ihren Kommandos getanzt habe – allerdings ohne dies zu wissen: sie ist die Ansagerin auf dem Münchner Kocherlball. 

Anschliessend tanzen wir zu den Kommandos von Katharina Mayer und zu den Klängen einer kleinen Band Walzer, Polka, Dreher, Bayerischen und Zwiefacher. Dank des Damenüberschusses komme ich in den Genuss mit einigen meiner sehr lieben Kolleginnen über die Tanzfläche zu schwofen. 

Dies kleine Video von Bayern Tourismus gibt Euch einen schönen Einblick:

Im Anschluß an unsere kleine, exklusive Journalisten-Tanzstunde kommen viele Münchner jeden Alters, oft in Tracht gekleidet, aber nicht zwangsläufig. Ein Vorurteil von mir wird beseitigt: Ich hatte gedacht, dass fast nur alte Leute kommen würden. Weit gefehlt! Einige bezaubernd junge und hübsche Mädels sind dabei, einige junge Paare. Und Katharina Mayer macht gleich weiter. Gut, dass wir vorher die Tanzstunde hatten, so können wir gleich richtig gut mitmachen. Die nächsten Stunden drehen wir vergnügt auf dem Parkett unsere Runden. Es ist eine Riesen-Gaudi! 

Herzlichen Dank an Bayern Tourismus für die Einladung! 

Service:

Le Gourmand Gewinnspiel: 5×2 Freikarten zur Food & Life München 2018 zu gewinnen

Vom angesagten Independent Label über Designklassiker und Top-Marken bis hin zu individuell gefertigten Möbeln aus der Meisterwerkstatt –Besucher der Heim+Handwerk bekommen vom 28.11. bis 02.12.2018 auf dem Messegelände München bei über 1.000 Ausstellern alles was das Herz begehrt, um das eigene Zuhause nach den persönlichen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Parallel dazu bietet die FOOD & LIFE ein Genusserlebnis mit Köstlichkeiten aus handwerklicher Herstellung. Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hat fünfmal je zwei Freikarten für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt bekommen, die wir hiermit sehr gern verlosen möchten. Alles was Ihr tun müsst: Bis spätestens Montag, 26.11.2018, 14 Uhr, eine Frage beantworten.

Treffpunkt für Genießer auf der Food & Life

Wer dabei auf den Geschmack gekommen ist, sollte die parallel stattfindende FOOD & LIFE besuchen. In Halle C3 bieten mehr als handwerklich Spezialitäten. Manufakturen, Winzer, Brauer, Baristas, Starköche und Food-Experten laden ein, ihre kulinarischen Schätze mit allen Sinnen zu genießen. 

Die Ausstellungsfläche für Food-Start-ups ist in diesem Jahr noch größer und vielfältiger: Hier präsentieren handwerkliche Betriebe aus ganz Deutschland ihre frischen Ideen auf einer zentralen Fläche. Zu den weiteren Themen- und Aktionsflächen gehören „Bayern – Das Land der Genüsse“, die die Genussorte der Region und deren Spezialitäten präsentiert. Auf dem „MEAT Point“ erfahren Fleisch-Affine Wissenswertes über gutes Fleisch und bewussten Genuss. Im „Kaffeehaus München“ laden erfahrene Baristas zum Coffee Cupping ein, wobei der Geschmack von hochwertigem Kaffee bei unterschiedlichen Röstungen unter fachkundiger Anleitung verglichen werden kann. Abgerundet wird das Genusserlebnis durch ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Vorführungen, Workshops und Tastings.

Himmlische Rezeptideen aus dem Backstudio der Heim+Handwerk

Ein besonderer Anziehungspunkt wird das neue Backstudio der Heim+Handwerk in Halle B3. Für kleine und große Hobbybäcker ist die Showküche mit täglich neun Vorführungen ein wahres Schlaraffenland. Backprofis verraten den Besuchern ihre besonderen Tricks und Lieblingsrezepte: von einfachen Rührteigen über raffinierte Brotrezepte bis zu himmlischen Weihnachtsplätzchen. Stephanie Juliette Rinner von Mein Keksdesign zaubert zum Beispiel Lebkuchensterne mit Royal Icing Verzierung zum Aufhängen, die nicht nur lecker schmecken, sondern auch am Weihnachtsbaum als dekorativer Schmuck toll aussehen. Bloggerin Doris Paesen sorgt für einen schokoladigen Backspaß für die ganze Familie und begeistert die Besucher mit ihrem Guglhupf.

Die Frage zum Gewinnspiel lautet:
Welche 20 Star- und Sterne-Köche sowie Food-Blogger erwarten Euch auf der Kochbühne in Halle C3?

Mein Tipp: Auf der Homepage der Food & Life werdet Ihr mit Sicherheit unter dem Link zur Kochbühne schnell fündig!

Bitte sendet die Antwort auf diese E-Mail-Adresse. Bitte teilt mir dabei Eure Anschrift und E-Mail mit, sonst können  Euch die Tickets nicht zugesandt werden. Als Fan meiner Facebook-Fanpage könnte sich Deine Gewinnchance erhöhen…

Und jetzt gilt: Viel Erfolg! Meine Glyxfee wird die 5 Gewinner aus allen Einsendungen ziehen.
Einsendeschluß ist Montag, 26.11.2018, 14 Uhr mittags. Rechts- und Linkswege sind ausgeschlossen.
Falls ihr dann leider nicht gewonnen habt, könnt Ihr natürlich dennoch gern zur Messe gehen. 

Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin und die Food & Life sagen „Prost!“ und viel Vergnügen auf der Messe!

Mehr Infos:

Die Heim+Handwerk und FOOD & LIFE haben vom 28.11. bis 2.12. 2018 täglich von 9:30 bis 19:00 Uhr geöffnet. Tickets sind auf der Messe erhältlich oder vergünstigt im Internet (13,- EUR). Kinder bis 12 Jahren haben freien Eintritt. Für ihre kostenfreie, professionelle Betreuung ist ebenfalls gesorgt. 

Service:

Die Apokalypse naht! Oder: Wie wir mit Musik und Eis essen für den Frieden kämpfen können

Eiskalte Verführung! Köstliche kulinarische Kunst! Wenn die Apokalypse so schmeckt, dann kann sie gerne kommen! Gelber Safran, rosa Pfeffer, grüne Pistazien und Schokosplitter mit blauen Spirulina-Algen – so schmeckt die Apokalypse. 

Am 11.11.2018 kommt im Herkulessaal die eindrucksvolle Jazz-Kantate „Apokalypse“ des Münchner Komponisten und Umweltaktivisten Karl Feilitzsch zum ersten Mal seit den 50er Jahren zur Wiederaufführung. Das Musikstück und ein gleichnamiger Kunstfilm – beides seinerzeit als nachdrücklicher Appell für den Frieden eingesetzt – werden unter der Leitung des jungen Dirigenten Patrick Hahn in einer inhaltlich und visuell modernen Neuinszenierung im Herkulessaal zu erleben sein. 

Die Wiederaufführung der Werke am Gedenktag „100 Jahre Ende Erster Weltkrieg“ dient nicht nur der Erinnerung an Kalt Feilitzsch und sein außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement. Die Umweltorganisation Planet-for-the-Planet von Felix Finkbeiner steht zudem als Partner und Schirmherr zur Seite.

Den Geschmack der Apokalypse erleben wir an der Eisdiele Trampolin in der Kurfürstenstraße. Zumindest in Form einer Eiskreation namens Apo. Münchens Bio-Gelatier Stefano Santini hat Apo eigens für ein Musikereignis geschaffen: für Karl von Feilitzschs Jazz-Kantate Apokalypse, die am 11. November erstmals seit den 50er Jahren wiederaufgeführt wird. Zum 100. Jahrestag des Endes des ersten Weltkrieges.

Apokalypse ist das Hauptwerk des Komponisten und Umweltaktivisten Karl von Feilitzsch und eine eindringliche Warnung vor Krieg und Naturzerstörung. Bekannt ist Feilitzsch zum Beispiel für die (Trautonium-) Musik zum Münchner im Himmel. Ein Dachbodenfund seiner Tochter Angela Gräfin von Wallwitz gab den Anlass für die Idee, Apokalypse wieder auf die Bühne zu bringen: ein kurzer, avantgardistischer Kunstfilm zu der Komposition, der 1957 bei der Biennale in Venedig den dritten Platz gewann

Sie ließ den Film restaurieren, die Komposition in der Uraufführungsfassung von 1948 überarbeiten und aktivierte das Orchester KlangVerwaltung des Dirigenten Enoch zu Guttenberg, einem Schüler von Feilitzsch. Patrick Hahn wurde als musikalischer Leiter engagiert – der blutjunge Senkrechtstarter (*1995), der sein Operndebüt an der Staatsoper München mit der Neuproduktion von „Kannst du pfeifen, Johanna“ im Rahmen der Münchner Opernfestspiele 2017 gab und als Dirigent, Komponist und Pianist zahlreiche Wettbewerbe im In- und Ausland gewonnen hat. 

Sie kooperiert bei diesem Projekt mit der Bayerischen Landeskoordinierungsstelle Musik und der Landeszentrale für politische Bildung. Die „Apokalypse“ ist ein offizielles Schulprojekt, Schüler und Lehrer haben freien Eintritt.

Die Kantate mit stark rhythmisierenden Jazzelementen und Texten aus der Offenbarung des Johannes entstand aus Feilitzschs Erfahrungen im Russlandfeldzug des ersten Weltkrieges. Die Musik sei keine schwere Kost, sondern stehe dem amerikanischen Jazz der Dreißiger und Vierziger Jahre nahe.  Seit den 50er Jahren wurde das Werk nicht mehr aufgeführt. Feilitzsch hatte sich durch sein radikales Umweltengagement unbeliebt gemacht. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass der Hofoldinger Forst nicht dem Bau des Münchner Flughafens zum Opfer fiel.

Solche Zivilcourage fordert seine Musik ein. Feilitzsch drückt in seiner expressiven musikalischen Sprache die Dissonanzen der Welt aus.  Die Apokalypse thematisiert Tod, Gewalt, Vernichtung und ganz konkret zum Beispiel die Probleme Afrikas.  Angesichts der Dürre- und Migrationsthematik im Sommer 2018 könnte die Komposition kaum aktueller sein. Die Projekt-Verantwortlichen setzen diese Forderung mit dem Apo-Eis um: Wer eine Kugel schleckt, der spendet damit 50 Cent für Bäume. Das Geld geht an Plan-for-the-Planet. Diese Kinder- und Jugend-Initiative hat weltweit schon mehr als 70 000 jugendliche Klimabotschafter und hat sich zum Ziel gesetzt 1000 Milliarden Bäume als CO2 Speicher zu pflanzen.  Wer sich zwei Kugeln Eis gönnt, hat einen Baum gestiftet. Bis zum Konzert sollen es mindestens 750 Bäume werden.

Sebastian Draxlbauer, 13, Botschafter für Klimagerechtigkeit,  präsentiert das APO-Eis und die Apokalypse 

Vom Verkauf des Apo-Eis in der Eisdiele Trampolin in München-Schwabing fliessen 50 Cent pro Kugel an die Initiative Plan for the Planet. 

Die weltweite Kinder- und Jugendinitiative hat mittlerweile mehr als 70.000 jugendliche Mitglieder in 67 Ländern. Die Kinder wollen gemeinsam mit Menschen aus aller Welt1.000 Milliarden Bäume pflanzen, um CO2 zu binden und damit die Klimakrise abzuschwächen. 

Als Botschafter für Klimagerechtigkeit halten die Kinder und Jugendlichen, wie der 13-jährige Sebastian Draxlbauer, Vorträge vor Erwachsenen, fordern sie zum Handeln auf und kämpfen für ihre Zukunft. Karl Feilitzsch wäre begeistert von der Aktion, gehörte er doch ebenfalls in den 1960er Jahren zu den Mitgründern der ersten grünen Bürgerbewegung Deutschlands, „Die grüne Aktion“ in München. 

Termin

  • Sonntag, 11.11.2018, 18 Uhr

Programm

  • Kunstfilm „apocalypse“ (1955), Gisbert Hinke
  • Vortrag von Frithjof Finkbeiner (Vorstand „Plant-for-the-Planet“ Foundation) und Benedikt Eder (Botschafter bei „Plant-for-the-Planet“); Schirmherr: Felix Finkbeiner
  • Umbaupause mit Bewirtung im Foyer
  • Jazz-Kantate „Apokalypse“, Uraufführung der Neufassung (1972), Karl Feilitzsch

Besetzung

  • Musikalische Leitung: Patrick Hahn
  • Ensemble: Instrumentalisten des Orchesters KlangVerwaltung
  • Sprecher: Elna Lindgens, Christopher Robson, Stefan Wilkening
  • Tenor: Jürgen Sacher
  • Bariton: Christian Rieger
  • Chor: Mitglieder des Chors des Bayerischen Rundfunks
  • Dramaturgie: Margarete Adler-Koerber
  • Lichttechnik/-regie: Benedikt Zehm

Service:

Das schreiben die Anderen:

Food & Life 2018: Weinseminare für Liebhaber

Der Herbst steht in München ganz im Zeichen der Genussmessen. So startet am 28. November auf dem Messegelände München die Food & Life 2018. Bis zum 2. Dezember kann man sich über aktuelle Trends in und für die Küche informieren, Lebensmittelproduzenten treffen, verkosten und auf den zahlreichen Workshops sein Wissen erweitern.

Nach dem Erfolg ihrer Weinseminare auf der ‚Food & Life 2017‘  vermitteln Andrea Vestri und Jean Jacques Marcel, Inhaber und Dozenten der European Wine Education bereits zum zweiten Mal mit Spaß den Zugang zum Weinprobieren mit System. Mehrere 45minütige Seminare finden täglich an den fünf Messetagen statt.

‚Sensorik – die Kunst der Weinverkostung‘ zeigt dem Teilnehmer einen Weg mit allen Sinnen Wein zu erfahren. Sehen, riechen, schmecken – wie sie es richtig machen zeigen die beiden anhand verschiedener Beispiele.

Italien liegt nah, nicht ohne Grund wird München oft als ‚nördlichste Stadt Italiens‘ bezeichnet. Es verwundert die meisten Münchner Weinliebhaber daher nicht, dass sich das Seminar ‚Rosso! Die Vielfalt der italienischen Rotweine‘ ausführlich mit den Rotweinen vom Stiefel beschäftigt.

Ebenso ein italienischer Klassiker ist Lambrusco. Im Seminar ‚Lambrusco – die Vielfalt des italienischen Klassikers‘ erfahren die Teilnehmer Spannendes und Überraschendes über den oft verkannten Wein aus der Emilia-Romagna. Als Aperitif oder überraschenden Speisebegleiter können hochwertige Lambruscos überzeugen.

International wird es bei ‚Weißwein international‘. In 45 Minuten treten Sie eine Reise durch die Welt der Weißweine an. Der Vergleich der wichtigsten weißen Rebsorten entführt auf eine außergewöhnliche Sinnesreise.

Wie wichtig die richtige Glaswahl ist, erfährt man bei ‚Wenn das Glas vom Wein erzählt‘. Auch ungeübte Nasen und Gaumen erkennen bei der Gegenüberstellung verschiedener Gläser die gewaltigen Unterschiede. Tom Rinser, Entwickler der Sensis Plus Gläser der Firma Eisch, zeigt mit Andrea Vestri welchen Unterschied Gläser bei der Verkostung machen. Bei einer Kostprobe von tollen Weinen zeigt es sich, wie ein Spitzenglas die Aromen vollkommen zur Geltung bringen lässt. Vorsicht! – Macht Lust die Weingläser im heimischen Schrank sofort auszutauschen.

Blubberndes ist im Glas, wenn es heißt‚ Champagner & Co. – feinste Perlen im Glas‘. Die Teilnehmer werden entführt die Welt des Champagners mit dem Rest der Schaumweinwelt zu vergleichen. Das Seminar verspricht tolle Entdeckungen.

‚Wein trifft Schokolade‘ entführt alle Süßmäulchen in die Weinwelt. Eine spannende Erfahrung erwartet den Seminarteilnehmer, wenn Andrea Vestri und Jean Jacques Marcel die unterschiedlichen Aromen von Schokolade und Wein kombinieren.

Die Plätze für die Seminare sind begrenzt. Es empfiehlt sich daher bereits jetzt für die Seminare anzumelden

Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten

Kulinarik & Kunst Festival St. Anton: Sommerliches Rendezvous der Sterneköche

Kulinarik & Kunst Festivals St. Anton
Kulinarik & Kunst Wappen

Wenn Witzigmann, Wodarz, Paula Bosch und Axel Bach sich in München treffen, dann muss etwas sehr Besonderes in der Luft liegen. Genauer: Auf dem Berg. In St. Anton am Arlberg. Die Legenden der deutschen Gourmandise luden zum Presselunch in das Restaurant Blauer Bock am Viktualienmarkt in München. Das Kulinarik & Kunst Festival findet bereits zum vierten Mal vom 17. August bis zum 09. September 2018 in St. Anton am Arlberg statt.

Natürlich liess ich es mir nicht nehmen und bat Eckart Witzigmann und Hans Peter Wodarz zu einem gemeinsamen Erinnerungsbild. 40 Sterneköche, 30 Top-Winzer, 30 internationale Künstler: In der Summe sind allein das 100 gute Gründe für einen Besuch des 4. Kulinarik & Kunst Festivals St. Anton am Arlberg. Von 17. August bis 9. September 2018 stehen das Tiroler Bergdorf und seine Alpenkulisse drei Wochen lang im Zeichen von kulinarischem Hochgenuss und kreativen Darbietungen aus aller Welt. So berauschen etwa beim „Gourmet Gondel Gipfelsturm“ Schirmherr Eckart Witzigmann und sechs weitere Starköche die Gaumen von Feinschmeckern in luftiger Höhe, während „PIANO on the LAKE“ Melodien auf Steinway-Flügeln mit Luftakrobatik von „Cirque du Soleil“-Artisten vereint – auf einer im Verwallsee schwimmenden Bühne.

Kulinarik & Kunst Festivals St. Anton Foto: BrauerPhotos/G.Nitschke für Kulinarik &Kunst

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Johanna Seiler ist Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Ein Jahr lang darf sie das Bayerische Bier weltweit repräsentieren: Johanna Seiler, 26 Jahre, aus Nördlingen (Schwaben) ist die neue Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019. Sie wurde in der vergangenen Nacht in der Alten Kongresshalle in München gewählt. Der Bayerische Brauerbund unter Leitung seines Präsidenten Georg Schneider und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband unter Leitung seiner Präsidentin Angela Inselkammer präsentierten die Wahl der Bayerischen Bierkönigin 2018 / 2019.

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Die bisherige Bayerische Bierkönigin 2017 / 2018 Lena Hochstraßer verabschiedet sich nach einem Jahr Regentschaft. Auf der gestrigen Gala-Veranstaltung berichtete sie von ihren Erlebnissen zwischen Bayern, Norddeutschland und Peking. Sie präsentierte das Bayerische Bier für ein Jahr auf der ganzen Welt.

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler
Für die Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019 standen als Kandidatinnen Johanna Seiler, Sandra Pichlmaier, Jana Neubert, Sarah Müller, Sabrina Mair, Barbara Berger zur Wahl. Sie hatten sich bereits gegen einen größeren Kreis an Mitbewerberinnen durchgesetzt. Aus der Runde der letzten sechs Damen durfte das Online-Publikum auf der Webseite abstimmen. Außerdem bekamen alle in der Alten Kongresshalle anwesenden Gäste ein TED-Wahlgerät und durften für ihren Favoriten stimmen. Und eine fachkundige Jury, bestehend aus Elisa Berzaghi-Freymann, Angela Inselkammer, Stephan Johannes Reinhold, Georg Schneider und Karin Schubert stellte vorab fachgebundene Fragen und stimmte mit ab.

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Steirisch Herbstln: Johann Lafer und die Steiermark zu Gast in München

Die Steiermarkt zu Gast in München auf dem Rindermarkt 4 #steiermark #rindermarkt #tourismus #urlaub #wein #weinhoheit #steiermark #graz #lafer #münchen #genuss

Steirisch Herbstln - Steiermark in München
München ist fest in steirischer Hand. Im wahrsten Wortsinne geschmackvoll eröffnet Steirisch Herbstln, der Steirische Herbstmarkt am Donnerstag, 31. August 2017, um 11 Uhr vom Genussbotschafter der Steiermark, Johann Lafer. Der Sterne- und Fernsehkoch schwingt beim Showkochen und zusammen mit dem Grazer Koch Christof Widakovich auf der großen Almbühne den Kochlöffel.

Steirisch Herbstln - Steiermark in München
Die steirisch-bayerische Delegation verköstigt unter dem Motto Steirisch Herbstln die Besucher auf dem Münchner Rindermarkt in der Ausseerland-Hütte mit Eierschwammerlsuppe, Kürbiskernbackhenderl und Apfelringen. Passend dazu präsentieren die Ausseer Narzissenkönigin und die aktuelle Weinkönigin die besten steirischen Weine aus dem Grünen Herz Österreichs. Noch bis Sonntag, 03. September 2017, können Münchner auf dem Rindermarkt steirisch herbst’ln und dabei echt steirisches Flair genießen.

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Vila Vita Marburg: Kulinarische Landpartie mit Spitzenköchen

Vila Vita Marburg Hofgut Dagobertshausen Kulinarische Landpartie Jörg Bornmann Gabi Voegele

Bereits zum fünften Mal fand in diesem Sommer auf dem Hofgut Dagobertshausen in der Nähe von Marburg an der Lahn die Landpartie statt. Dem Vila Vita Marburg, Veranstalter dieses kulinarischen Stelldichein, ist es wieder einmal gelungen das Who-is-Who der bundesweiten Kulinarik für den Event zu gewinnen. Bereits seit 2013 schwingen zahlreiche berühmte Köche und Pâtissiers wie Steffen Henssler, Stefan Marquard, Frank Rosin, Tim Raue, Christian Hümbs oder Juan Amador in Dagobertshausen die Koch- und Rührlöffel und verwandeln den kleinen Ort bei Marburg im oberhessischen Bergland in eine kulinarische Metropole, in eine lukullische Hochburg. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin fuhr unser Co-Autor Jörg Bornmann in seine Geburtsstadt – nicht nur zum Durstlöschen.

Vila Vita Marburg Hofgut Dagobertshausen Kulinarische Landpartie Jörg Bornmann Gabi Voegele
Auch in diesem Jahr war das Line-Up mit Roland Trettl, Nelson Müller, Horst Lichter, Alfons Schuhbeck, Kolja Kleeberg und Hans Neuner als Kochtopfzauberer, Volker Raumland mit seinem Spitzensekt, die italienische Weinmacher-Legende Carlo Ferrini, Elisabetta Geppetti vom Weingut Fattoria Le Pupille aus der Toskana,

Vila Vita Marburg Hofgut Dagobertshausen Kulinarische Landpartie Jörg Bornmann Gabi Voegele
Trüffelkönig Bos, Otto Gourmet, der Initiator des neuen, deutschen Fleischtrends, dem portugiesische Winzer und Visionär Dirk Niepoort und dem österreichische Meister und Vizeweltmeister im Grillen Tom Heinzle wieder top besetzt. (mehr …)

RTK Sommerfest München: Zünftige Eleganz im Augustiner Keller

RTK Sommerfest 2017
Kontakte pflegen und knüpfen, Informationen austauschen, neue Destinationen kennenlernen: An einem lauen Sommerabend trafen auf der exklusiven Terrasse des großen Festsaals im Münchner Augustiner Keller 80 Journalisten und Entscheider aus Unternehmen auf 20 Seminarhotels & Eventlocations aus ganz Österreich zum RTK Sommerfest.

RTK Sommerfest 2017

Auf Einladung von RTK wurden bestehende Kontakte gepflegt, neue Kontakte geknüpft, Informationen ausgetauscht sowie Möglichkeiten und Planungen für Seminare, Workshops, Firmenevents und Incentives detailliert besprochen. Oder auch Pressereisen zur Recherche besprochen. (mehr …)


GAP

Dein Business-Knigge für die ITB – 10 Tipps

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Etikette ist nicht alles. Aber fast. Gerade in der Tourismusbranche – und dort vor allem in der Hotellerie – zählt der erste Eindruck sehr viel. Etikette ist die Visitenkarte, ist Öffentlichkeitsarbeit im kleinsten Kreise. Sie gibt dem Gegenüber, dem Gast, dem Kunden, das Gefühl von Zuverlässigkeit, Sauberkeit, Ordentlichkeit und von anständigen, ordentlichen Geschäftspraktiken. Die Etikette ist die Basis für ein gutes Gespräch. Insbesondere im Tourismus geht es an vielen Stellen vor allem um Verkauf. Sei es im Reisebüro, auf der Webseite des Reiseveranstalters, an der Rezeption im Hotel oder am Tisch des Gastes im Restaurant: es wird verkauft. Und der Verkäufer, welchen Titel, welchen Beruf er auch haben mag, sollte zuallererst die Etikette beherrschen. Denn dann fällt der jeweilige Verkauf auch deutlich leichter.

Gerade angesichts einiger Kollegen auf der ITB Berlin sowie auf vielen anderen Reisemessen halten wir es für wichtig, einen Artikel über dieses Thema zu schreiben. Wir erkennen im Umfeld von Journalisten und vor allem Bloggern einen Trend zu einer besonderen „Coolness“, der unserer Meinung nach im Geschäftskontakt mit der Tourismusindustrie kontraproduktiv sein könnte. Eben weil der nötige Respekt fehlt. Jeans, Lederjacken, Flipflops sind bequem, machen Spaß, haben aber im Geschäftsumfeld der Reise-, Hotel- und Gastronomiewelt nur sehr eingeschränkt Platz. Es ist ja nicht so, dass wir uns nicht alle selbst gern bequemer anziehen würden. Doch wenn die eine Seite sich in Anzug oder Kostüm zwängt, dann sollte auch die andere Seite diesen nötigen Respekt aufbringen. Nach unseren Do’s und Don’ts des Reisebloggens mag dies als ein weiteres grundsätzliches Statement einer professionellen Berufsauffassung aufgefasst werden. (mehr …)

Dîner Goût de France 2017: Bewerbungsstart für Gastro-Event

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Goût de France

Vom Savoir-vivre über das Savoir-faire zur Savoir-savourer: Am 21. März 2017 findet zum dritten Mal das weltweite internationale Gastronomie-Event Goût de France / Good France statt. Mehr als 2.000 Köche auf fünf Kontinenten sind zum Frühlingsanfang dazu aufgerufen, zu einer Hommage an die französische Esskultur beizutragen.

Goût de France
Auch deutsche Restaurants jeder Preisklasse können sich mit einem Menüvorschlag, der dem hohen Qualitätsanspruch der französischen Küche gerecht wird, um eine Teilnahme bei Goût de France bewerben. Das Menü soll dabei für eine gesunde Küche stehen, die mit wenig Fett, Salz und Zucker auskommt und in der Gemüse und Getreideprodukte eine wichtige Rolle spielen. Die verwendeten Zutaten sollen dabei frisch und aus artgerechter Haltung sein, der Jahreszeit entsprechen und vorwiegend von regionalen Anbietern kommen.

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GAP

Jaguar F-PACE: Die andere Art der Hotel-Limousine

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Von hinten werden ihn wohl die meisten sehen: Der neue Jaguar F-PACE ist kein reiner SUV. Er ist kein reiner Sportwagen. Er hat auch wenig mit den vielen Jaguars zu tun, die wir aus der Vergangenheit kennen. Und doch ist es ein Jaguar. Der F-PACE ist ein sogenanntes Sport-Crossover. Der Wagen ist eine ernsthafte Alternative für Hotels, die einen Fuhrpark für Gäste ihr Eigen nennen.

Warum nicht mal statt der üblichen Karossen aus Untertürkheim, Zuffenhausen und München ein elegantes Kraftpaket aus England dem Gast während seines Aufenthaltes zur Verfügung stellen? Oder als Limousinen-Transfer den Gast vom Flughafen oder Bahnhof „diskret“ mit diesem Muskelprotz abholen. Denn diese Gäste sind auch potentielle Käufer des neuen Jaguar F-PACE. (mehr …)


ITB

50 Jahre ITB Berlin: Versuch einer Messe-Nachlese und Reise-Vorschau

Die ITB Berlin freut sich auf viele Besucher. Dieses Jahr sind die #Maldives Partnerland. #ITB #itb2016 #berlin #visitberlin

Wohin reisen die Deutschen, die Touristen aus Europa und aller Welt im Jahr 2016? Es ist nicht einfacher geworden. Den Europäer fallen in diesem Jahr drei Länder weg, die mit ihrer Lage am Mittelmeer und Roten Meer viele Touristen in den letzten Jahrzehnten aufgenommen haben. Doch da mögen vor allem die Türkei und Ägypten in diesem Jahr noch so sehr mit übergrossen Werbeplakaten die Wege zum Berliner Messegelände, auf dem die ITB Berlin 2016 in der vergangenen Woche statt fand, zukleistern: Derzeit will keiner in die Krisenländer Ägypten, Türkei oder Tunesien. Wohin also geht die Reise? Wir versuchen uns an einer Messe-Nachlese und Reise-Vorschau.

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Das wichtigste Schlagwort ist die „gefühlte Sicherheit“. Es ist irrelevant, ob an einem bestimmten Ort wirklich etwas passieren könnte. Es ist wichtig, was der Urlauber fühlt. Keiner will im Urlaub mit Flüchtlingen oder schlimmstenfalls an den Strand geschwemmten Leichen zu tun haben. Das ist alles tragisch, schlimm, jeder hat Verständnis für den Überlebenskampf der Syrer. Gerade die zwei Länder, die mit am meisten unter den kriegerischen Auseinandersetzungen zu leiden haben, machten zur ITB Berlin 2016 am meisten Werbung: Ägypten und die Türkei. Doch in den paar Wochen Urlaub möchte jeder entspannen. Denn der Urlauber sucht im Jahr 2016 nach Sicherheit, nicht unbedingt nach Abenteuern. Bombenstimmung und Mordsgaudi sind nur im übertragenen Sinne das, was der Urlauber will. Egal ob junger Party-Urlauber oder gestresster Arbeitnehmer auf der Suche nach Entspannung und Erholung: abseits aller Empathie für die unterschiedlich leidenden Menschen, will man im Urlaub nicht auch noch damit konfrontiert werden. Was heisst das für die unterschiedlichen Destinationen?

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Denn selbst das diesjährige Partnerland Malediven muss sich der Kritik stellen. In Relation zur Gesamtbevölkerung dieses traumhaft schönen Inselparadieses kommen die meisten Daesh-Kämpfer von den Malediven. Arbeitslose, junge Männer, die im religiösen Fanatismus einen Weg suchen. Gleichzeitig gab es in dem muslimischen Land schon immer wieder Versuche, den Alkohol und andere westliche Einflüsse einzuschränken. Die Touristen sind wie ein scheues Reh: Wenn hier ein Regierungsvertreter einmal zu laut und zu weltweit vernehmlich an der falschen Stellschraube dreht, dann stehen schlagartig sehr viele traumhaft schöne Hotels leer, sind sehr viele Insulaner ohne Einkommen.

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ITB

50 Jahre ITB: Von der Reisemesse zur globalen Tourismus-Leitmesse

Die ITB 2016 freut sich auf viele Besucher. Dieses Jahr sind die #Maldives Partnerland. #ITB #itb2016 #berlin #visitberlin

Die ITB 2016 freut sich auf viele Besucher. Dieses Jahr sind die #Maldives Partnerland. #ITB #itb2016 #berlin #visitberlin

Ein von Götz A. Primke (@gap089) gepostetes Foto am


Die ITB feiert. Die Messe Berlin feiert. Berlin feiert. Seit 50 Jahren besteht die ITB. Die weltweit größte Tourismusmesse sieht sich auch als weltweit wichtigster Inspirator der Branche. Die Welt kommt nach Berlin. Die Welt ist in Berlin zu Gast – und lernt die „andere“ Welt kennen, die vielen anderen Länder des Globus, die sich auf dem Messegelände präsentieren. Vom 9. – 13. März 2016 präsentiert sich auch in diesem Jahr die Tourismusindustrie dem Fachpublikum sowie interessierten Besuchern. In diesem Jahr sind die Malediven das offizielle Partnerland. Als einziger Teilnehmer, der schon seit 50 Jahren regelmässig die ITB begleitet, war der hochgeschätzte Herr von Torklus auf der Eröffnungspressekonferenz anwesend.

In diesem Jahr steht die Digitalisierung der Branche im Vordergrund. Industrie 4.0 wird zu Travel 4.0. Digitalisierungsprojekte im Unternehmen sind ein Decision Making by Doing. Change Management wird heute in den Unternehmen neu definiert. Die Reisebranche ist – mal wieder – in einem starken Umbruch. Artificial Intelligence, Roboterwesen, Virtuelle Realität und vieles mehr werden im „Think Tank“ der ITB diskutiert. (mehr …)

Eckart Witzigmann Symposium: Neue Gastrokonzepte mischen die Welt der Restaurants auf

Symposium der Eckart Witzigmann Akademie: Deutsche Gastronomie am Scheideweg? - Eine spannende Frage!
Demokratisches versus Fokussiertes Konzept sind laut Eckart Witzigmann die interessantesten Entwicklungen in der Gastronomie. Anlässlich des Eckart Witzigmann Symposiums in der BMW Welt im Vorfeld der ECKART 2015 Preisverleihung diskutierten prominente Vertreter der Branche über die neuesten Restaurant-Eröffnungen in Europa. Das eine Konzept wird dabei insbesondere von der neuen Tapas-Bar von Albert Adria in Barcelona verkörpert, das andere Extrem wird in Kürze von Sternekoch Kevin Fehling in Hamburg eröffnet. Wir sind gespannt auf Tickets Bar und The Table.

Demokratisch ist für Eckart Witzigmann das Konzept von Albert und Ferran Adria in Barcelona. Das „Tickets“ ist schlicht und einfach eine Neuerfindung der Tapas-Bar. Die beiden zelebrieren die Hochküche aus Spanien, garniert mit Zirkus und Erlebnis. Es ist, so schildert Eckart Witzigmann seine eigenen Erlebnisse, ein Genuss mit allen Sinnen, die Speisen haben Spitzenqualität. „Mit allen Sinnen geniessen“ wird hier direkt erlebbar gemacht. Hier findet man in einzigartiger Atmosphäre ein Update traditioneller katalanischer Tapas in experimenteller kulinarischer Technik. Das Dekor ist der Liebe zum Kino entlehnt. Blanke Tische, lebhafte Atmosphäre – „aber alles, was auf den Teller kommt, hat allerhöchste Klasse“. Also der beste Schinken, die besten Oliven, schlicht „alles perfekt zubereitet und pfiffig angerichtet.“ Das sei ein „demokratischer Ansatz“ ergänzt Otto Geisel. „Die kleinen Teller kosten ab vier Euro, man kann das Menü kurz halten, ein Bier dazu trinken, beliebig erweitern, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Aber für 60 Euro kann man ein echtes kulinarisches Erlebnis haben.“

Fokussiert ist hingegen das Konzept von Kevin Fehling für sein neues Restaurant „The Table“ in Hamburg. Der Sternekoch, der bis vor kurzem noch seine Gäste im Belle Epoque in Travemünde zu begeistern wusste, eröffnet in Kürze in der Hansestadt ein Restaurant, in dem es nur einen langen, schmalen, Tresen-ähnlichen Tisch gibt. Kevin Fehling erklärt, wie er sein neues Restaurant versteht: (mehr …)

Ai Wei Wei: Warum es sich lohnt, Kunst für die Freiheit zu gestalten

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In seiner Heimat ein Tabu. In Deutschland verehrt: Ai Wei Wei hat schon viele Aufs und Abs in seinem Leben erlebt. Zuletzt durfte er daheim in China kaum noch auftreten. Dafür hat er eine Professur an der Universität der Künste Berlin und stellte im vergangenen Jahr im Martin-Gropius-Bau seine interessantesten Kunstwerke aus. Ai Wei Wei ist keiner, der sich mit nur wenig Platz zufrieden gibt. Manche seiner Exponate sind schon extrem raumgreifend. Wie etwa die Hocker. Alle sind gleich. Doch jeder ist unterschiedlich. Andere Materialien, andere Verzierungen, andere Farbe und vor allem: unterschiedliche Herkunft und aus verschiedenen Jahrhunderten. Ein Sinnbild für alle Chinesen.

Im Lichthof des Gropiusbaus montierte der Künstler 6.000 einfache hölzerne Stühle, wie sie auf dem Land seit der Ming-Zeit (1368-1644), seit hunderten von Jahren also, Verwendung finden. Der Martin-Gropius-Bau zeigte die weltweit größte Einzelausstellung des chinesischen Künstlers Ai Wei Wei. Die ausgestellten Werke sind eigens für diese Ausstellung entstanden oder noch nie in Deutschland gezeigt worden. Die politische Ausstellung „Evidence“ zeigte Werke und Installationen des chinesischen Künstlers auf 3.000 qm in 18 Räumen und im Lichthof. Ai fragt mit der Kriminalvokabel nach Beweisen für die Vergehen, die man vorwirft. Und die „Indizien“, die er bei seiner „Wahrheitssuche“ vorlegt, werden zu Beweisstücken für die Vergehen des Staates an ihm – ebenso wie für die Widersprüche der chinesischen Gesellschaft.

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Ein Kunstwerk ist eine Darstellung der kleinen Inselgruppe „Diaoyu Islands“ bzw. Sekaku-Inseln in verkleinertem Maßstab. Wir sehen: eine größere und ein paar kleinere Inseln. Nichts als Berge, karstig, unwirtlich. Der Fußboden, über den der Besucher schlendert, – Achtung: Meer! – ist blau gestrichen. Doch genau um diese Inselgruppe streitet China mit Japan, droht dem Nachbarn militärisch. Worum geht es? Um die Inseln? Oder um Seemeilen? Oder doch eher um Bodenschätze, die man dem Meeresgrund entreissen möchte? Das Riesenreich macht den Japanern den Anspruch auf die vornehmlich von Ziegen bevölkerten Inseln streitig, in ihrer Umgebung werden große Öl-und Gasvorkommen vermutet. Die taz schreibt dazu, er kritisiere „den heftigen Nationalismus, der sich an dem kleinen Archipel im ostchinesischen Meer entzündet hat, einem ewigen Zankapfel zwischen China und Japan. Mit dem terrassierten Marmor, in die er die Inselgruppe hat meißeln lassen, abstrahiert er sie zum Symbol geopolitischer Machtspiele, verkleinert sie aber auch. Und erzielt den schönen Nebeneffekt, dass er die Objekte politischen Streits in eine fast abstrakte Schönheit überführt.“ Die Hauptinsel, die laut TIP Berlin das Gewicht eines afrikanischen Elefanten haben solle, wurde mit dem Schwergewicht-Kran durchs ausmontierte Fenster gehoben. Übrigens: Auch Taiwan und Südkorea reklamieren die Inselgruppe für sich.

Außerdem ließ Ai im Berliner Martin-Gropius-Bau jenen Raum rekonstruieren, in dem er 2011 von den chinesischen Behörden für 81 Tage festgehalten worden war. Aufgrund der Menschenmenge, die sich durch die Exposition drängte, war es hier leider nicht möglich, ein schönes Bild einzufangen. Willkürliche Verhaftungen und Korruption erleben chinesische Bürger täglich. Ai Weiwei will das nicht hinnehmen. Er fordert Redefreiheit, Gewaltenteilung, Mehrparteiendemokratie. Und er nutzt die unendlich variierbare Formensprache der Konzeptkunst, um dies auszudrücken in einem Land, in dem Meinungsfreiheit nicht existiert. (mehr …)

Sri Lanka: Acht wunderschöne Erlebnisse in acht Tagen

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SriLanka_14_BoatTrip_2010_171Diese Insel ist Land und Welt für sich. Nein, wir sprechen nicht von Australien. Da fahren schon genügend andere Leute hin. Dies ist ja auch ein eigener Kontinent, der uns allerdings auch mal reizen würde. Zumal dort und in Neuseeland entfernte Verwandte wohnen. Nein, diesmal geht es um Sri Lanka. Diese kleine Insel. Dieses grosse Land. Diese reichhaltigen und reichen Kulturen. Dieser faszinierender Artenreichtum. Das Land, das so reich an wild wachsenden Früchten ist, dass keiner hungern müsste, und doch soviel arme Einwohner hat. Und   läuft fast jeder mit einem Smartphone durch die Gegend . Das Land, in dem – eigentlich – alle Religionen friedlich nebeneinander und miteinander leben, wohnen und auskommen. Eigentlich. Endlich. Wieder. Denn allzulange ging ein Riss, ein Bürgerkrieg durch die Volksgruppen der Tamilen und Singhalesen.

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Das ist nun endlich vorbei. Das Land ist zum Frieden zurückgekehrt. Der Tourismus bietet die Chance, mit den Urlaubern aus aller Welt auch Geld und Wohlstand zu den Gegenden zu bringen, die bisher verschlossen waren. Wir wollen jetzt auch die Schönheiten der Insel entdecken, die uns bisher verborgen blieben.

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Wir sprachen anlässlich der diesjährigen ITB in Berlin mit dem Minister für Tourismus des Staates Sri Lanka, Hon. Minister Navin Dissanayake. Sein Credo: „We all, the people in Sri Lanka want the change. We are all brothers“.

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SriLanka_14_BoatTrip_2010_024Wir haben Sri Lanka als ein Land kennengelernt, in dem Hinduismus, Buddhismus, Islam und Christentum friedlich mit- und nebeneinander koexistieren können. Zumindest dort, wo wir waren, im Südwesten und in der Stadt Kandy. Im Interview stellt uns Minister Navin Dissanayake anschaulich dar, wie wichtig die aktuelle Regierung den Tourismus nimmt, und dass dieser absolute Priorität habe, um das Land wieder auf einen grünen Pfad zu bringen. „We opened the NorthEast for everyone“, sagt der Minister und macht damit klar, dass es keinerlei Zugangsbeschränkungen aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen gebe. Sri Lanka sei das Land, in dem „eight wonderful experiences in eight wonderful days“ möglich seien. Wir sind neugierig und fragen nach. (mehr …)

Griechenland: Wie der Tourismus als Motor in der Krise wirken kann

Akropolis
Kampf gegen Schwarzarbeit in der Hotellerie: Griechenland kämpft um jeden Cent. Solange es noch den Euro hat. Doch auch wenn Tsipras, Varoufakis & Co. noch so sehr versuchen, den griechischen Staat in den Bankrott zu treiben, die Tourismusbranche ist der letzte prosperierende Teil der Wirtschaft. Darum will die Politik hier auch ansetzen und zumindest den illegalen Bereich stark einschränken. Die stark vorhandene Schwarzarbeit und die Steuerunterschlagung will die griechische Regierung unter Tsipras mit ein paar neuen Regeln angehen. Gehälter sollen nur noch per Banküberweisung und nicht in bar ausgezahlt werden. So wird schon viel Schwarzarbeit ausgeschlossen. Außerdem sollen Beträge über 100 Euro nur noch per Kreditkarte bezahlt werden dürfen. So werden viele hohe Umsätze, die bisher in bar direkt in die schwarze Kasse gewandert sind, auch über Banken umgeleitet und so offensichtlich gemacht. Doch ansonsten möchte sich die Politik aus dem Tourismus heraus halten. Denn die Touristen sollen ja bitte weiterhin nach Griechenland kommen.

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Dies jedenfalls war der Tenor der Pressekonferenz von Griechenland auf der ITB im März 2015 in Berlin. Seitdem ist einige Zeit vergangen, die Regierung hat vieles getan, was sie nicht angekündigt hat, vieles unterlassen, was sie tun wollte oder besser hätte tun sollen. Zur ITB-Pressekonferenz ihres Landes war jedenfalls die seinerzeit frische griechische Tourismusministerin nicht erschienen – ganz im Gegensatz zu vielen ihrer Amtskollegen aus der ganzen Welt. Sie wollte die Emotionen, die Hitze der vorherigen Wochen herausnehmen und überliess den Fachleuten das Podium. Denn bisher stimmen die Zahlen, Griechenland profitiert von den vielen Touristen, die wieder zurückkommen.

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Cycladia_5_Day_1_Mai_2011_016Der Tourismus soll „griechischer“ werden.
Doch was heisst das? Die Hotels und Restaurants sollten möglichst mehr griechische Produkte verwenden, es sollen mehr regionale Produkte gekauft werden. Auch soll das All-Inklusive-Programm mit den Hotels und Restaurants umgearbeitet werden. Hier wird daran gearbeitet, dass in den All Inklusive Angeboten der Hotels auch andere lokale Restaurants, die in der Nähe des jeweiligen Hotels gelegen sind, mit eingebunden werden könnten. Dies würde eine Win-Win-Situation für alle bringen. Die kleinen Restaurants würden wieder mehr Gäste bekommen, die seit dem Boom der All Inklusive-Angebote ausgeblieben waren. Auch das Hotelfrühstück soll einen stärkeren griechischen Bereich haben. Aegean Airlines bietet nur noch griechisches Essen und griechischen Wein auf den Flügen an.

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Bluetone Festival Straubing: Lionel Richie begeistert mit Charme, Esprit und grandiosen Songs

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„Ihr wurdet älter, ich blieb jung“, erzählt der Weltstar Lionel Richie seinem Publikum und schmunzelt. Doch dann zieht er mit seinem Konzert „All Hits All Night Long“ alle in seinen Bann. Keiner bleibt auf den Stühlen sitzen. Die Münchner Olympiahalle tanzt und singt mit. Der Altstar weiss noch immer mit seinen Hits aus den 80ern Alt und Jung zu begeistern. Nur mit einem Unterschied, wie er selbst feststellt: seine jungen Fans kennen ihn eher noch aus den Erzählungen der Eltern und Großeltern. Seine Oldies sind Goldies. Die Besucher des Bluetone Festivals in Straubing haben am 01. Juli 2015 die Möglichkeit noch einmal diese unvergleichliche Atmosphäre zu erleben.

Straubing ist mittlerweile mehr als nur eine BMW-Stadt in Niederbayern. Das ist mehr als Spargelstechen im Gäuboden. Mit Lionel Richie holen die Veranstalter des Bluetone-Festivals einen vielfach ausgezeichneten internationalen Superstar nach Straubing. Mit Hits, die ins Herz gehen, wird er für ein unvergessliches Konzert sorgen und die Menschenmenge im neuen Palast-Zelt zum Tanzen und Singen bringen. Der vielfach prämierte US-Pop- und Soulsänger ist derzeit auf seiner „All The Hits All Night Long“-Tour unterwegs und macht am 1. Juli 2015 im Festzelt am Hagen Halt, um das Bluetone-Festival 2015 mit einem unvergesslichen Konzert zu eröffnen. Eines ist gewiss: Mit Songs wie „Dancing On The Ceiling“, „Say You, Say Me“, „Hello“, „Three Times A Lady“, „Easy“ und „All Night Long“, die direkt ins Herz gehen, wird der geborene Künstler die Menschenmenge im neuen Palast-Zelt zum Tanzen und Singen bringen. (mehr …)

Martell Cognac Cocktail Wettbewerb: Starke Frauen, fatale Cocktails

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Martell_Cognac_Cocktail_Competition_Muenchen_Mar_2015_297 Ramona Stenglein strahlt. Sie setzte sich durch gegen ihre Kollegen und mixte den besten Cocktail. Fatalerweise (?) nannte sie ihn „Femme fatale“. Sie gewann das Finale des Martell Cognac Cocktail Wettbewerbes im Hotel Leonardo Royal München. In Kooperation mit dem Spirituosen-Haus Pernod Ricard Deutschland und der Barschule München wurden kürzlich die Cocktail-Kreationen der neun Finalistinnen und Finalisten der Öffentlichkeit präsentiert. In drei Flights traten jeweils drei Barkeeper gegeneinander an und fochten einen Wettbewerb auf sehr hohem Niveau aus.

Unter den gespannten Blicken der 300 Gäste wurden ausgefallene Cocktails kreiert und anschließend durch eine Fachjury beurteilt: Die Siegerin des Abends war Ramona Stenglein, The Westin Grand München, mit ihrem „Femme Fatale“. Über den zweiten Platz freute sich Daniele Aresu, Hotel Victory Therme Erding, mit der Kreation “Arenada”. Den dritten Platz belegte Tobias Wismeyer, Pacific Times, mit seinem Cocktail “Avaler”. (mehr …)


ITB

ITB Berlin 2015: Krisen verlagern nur die Reiseströme – und die Gäste können wiederkommen

A very warm and sunny welcome to the #ITB #Berlin - worlds largest tourism and travel fair.
„Digitale Trends lassen sich nicht durch Restriktionen und Verbote stoppen.“ Ein klares Statement von Dr. Michael Frenzel. Zur Eröffnung der ITB Berlin fordert der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) Wettbewerbsgleichheit und Rechtsklarheit. „Es kann nicht sein, dass Unternehmen wie AirBnB und Uber im rechtsfreien Raum operieren“, so stellt er klar und fordert, dass Mindestlohn, Brandschutz oder Hygienevorgaben auch für die Newcomer im Tourismus gelten.

Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes, stellte fest, dass das Mittelmeer, die „Badewanne“ Europas wieder beliebtestes Urlaubsziel ist. Zu den Gewinnern in Europa zählen (mehr …)

Fish & Chef Woche: So schmeckt der Gardasee im April

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Limonen und Oliven, Bougainvillea und Forsythie, Weinreben und Streuobstwiesen: Der Gardasee besticht durch seine opulente Pracht, den Reichtum der Natur. Das Füllhorn war hier großzügig mit kulinarischen Köstlichkeiten. So entstand eine wahre Genießerlandregion rund um den Gardasee. Es gibt also kaum eine schönere Umgebung für ein Genussfestival. Am Fuß der Alpen, doch mit dem Blick in das weite Land, dahin, wo der warme Wind von der Adria herkommt, gedeihen neben vielen Früchten auch wunderbare Fische sowie mancherlei Vieh wie Rinder und Schweine. Die „Fish & Chef“ Woche vom 22.-29. April 2015 findet dies Jahr zum sechsten Mal rund um den Gardasee statt. Dieser Event wird zum Stell-dich-ein von Spitzenköchen und zur Präsentation lokaler Spitzenprodukte wie Wein und Olivenöl.

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Gardasee_Fish_Chef_3_Trattoria_dal_Moscal_Jan_2015_031Vor sechs Jahren lud Sternekoch Leandro Luppi seine Kollegen aus der Umgebung ein, das typischste aller regionalen Produkte, den Fisch, modern zu interpretieren. Immer mehr regionale Spezialitäten kamen hinzu, ebenso wie immer mehr Gäste und immer mehr Köche zu dem Event rund um den Gardasee kamen. 2014 kochten bereits 11 italienische Kochgrößen für rund 1.000 Gäste. In diesem Jahr wird Sternekoch Dirk Hoberg vom Restaurant Ophelia im Hotel Riva Konstanz die deutschen Spitzenköche bei Fish & Chef vertreten. Außerdem kommen Marco Sacco vom Piccolo Lago in Verbania, Alessandro Gavagna vom Restaurant Al Cacciatore de La Subida in Cormons, Moreno Cedroni vom La Madonnina del Pescatore in Senigallia und Elio Sironi vom Ceresio 7 in Mailand. (mehr …)

Das kommt mir spanisch vor: Kreative Kulinarik und wunderbare Weine von Bräuer und Bosch

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Vinos_y_Tapas_Esszimmer_Okt_2014_084Wo Genialität und Genuss sich paren, muss das Esszimmer sein. Nicht nur irgendein Esszimmer. Nein, *das* Esszimmer von Bobby Bräuer. Und Paula Bosch hat die Weinauswahl in den Händen. Diese beiden zusammen sind eine göttlich-geniale Genuss-Kombination. Die Geschmackssinne werden betört von köstlichen Kreationen auf dem Teller sowie traumhaften Tropfen im Glase. So ein Erlebnis genossen wir unlängst anlässlich der spanischen Weinwochen „De VINOS y TAPAS“. Auf Initiative der Spanischen Wirtschafts- und Handelsabteilung „ICEX – Wein aus Spanien“ sowie der „Münchner Weininseln“ von Nicola Neumann fanden diese in den zwei Monaten Oktober und November in sechs Münchner Restaurants und vier Weinhandlungen statt. Wir waren bei der Auftaktveranstaltung in Bobby Bräuers Esszimmer in der BMW Welt dabei.

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Es sei schon hier gesagt, dass es uns nicht sonderlich überraschte, dass nur wenige Tage später Bobby Bräuer seinen zweiten Michelin-Stern errang. Diese Küchenleistung, diese Perfektion, diese Kombination aus Aromatik, Textur und handwerklichem Kochkunst-Können haben diese hohe Einschätzung des Guide Michelin mehr als verdient. Bobby Bräuer spielt ganz großes Tennis und es ist jedes Mal ein Genuß ihm bei seiner akribischen Arbeit zuzuschauen, sich mit ihm zu unterhalten und zu lernen, was er wie zubereitet hat und natürlich auch bei ihm zu schmausen. (mehr …)

Dine & Wine: Vom Kampf mit Petrus und der Luftfeuchtigkeit am Stubaier Gletscher

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Stubaier_Gletscher_3_Dine_Wine_Jan_2015_019Petrus der Spielverderber. Ob Hahnenkamm oder Stubaier Gletscher, ob Ski-Abfahrtsrennen oder Dine & Wine Gourmetnacht, der Wettergott spielt in diesem Winter mit gezinkten Karten und macht so manche Planung zunichte. „Ohne unser eingespieltes Team wäre das nicht möglich gewesen“, erklärt David Kostner. Der Haubenkoch vom Restaurant Schaufelspitz ist von seiner Brigade begeistert. „Wir haben uns mehrmals umentschieden. Das war zwar aufwändig. Doch es hat sich gelohnt.“ Der Wind hatte dem Restaurant-Team vom Stubaier Gletscher mehrfach einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Wir haben versucht, auf jeden Fall zumindest eine der zwei Gourmetnächte oben auf dem Gletscher stattfinden zu lassen, doch leider war das nicht möglich.“

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Bereits zum vierten Mal fand am 9. und 10. Januar das Dine & Wine Festival statt. Insgesamt über 180 Feinschmecker freuten sich auf einen Event, der in den letzten Jahren immer im Restaurant Schaufelspitz oben auf dem Stubaier Gletscher auf über 3.000 Meter Höhe stattfinden konnte. Das Besondere: in dieser Höhe herrscht ein anderer Luftdruck, eine andere Luftfeuchtigkeit, die klimatischen Bedingungen haben entsprechend Auswirkungen auf das Kochen und auf den Geschmack der Weine. David Kostner ist der höchste Haubenkoch nicht nur Österreichs sondern der ganzen Alpen, vielleicht sogar von ganz Europa. Bisher gibt es noch kein Restaurant mit einer so exzellenten Küche, das so hoch gelegen ist. Entsprechend steigt die Nachfrage nach dem Dine & Wine Event beständig. Vor vier Jahren war es noch ein einziger Abend, jetzt sind die zwei Abende auch schon komplett ausgebucht.

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„Wir haben bereits eine Woche vor der Gourmetnacht angefangen zu produzieren“, erklärt David Kostner. „Wir haben den Wetterbericht regelmässig beurteilt. Bereits am Dienstag entschieden wir, dass wir die Veranstaltung nach unten legen müssen.“ Doch hielt sich das Team alle Optionen offen. Wenn schon der Freitag unten im Tal stattfinden muss, so sollte doch bitte zumindest der Samstag oben zelebriert werden. „Wir haben uns auf alles vorbereitet. Am Donnerstag hatten wir alles für den Freitag Abend sowohl unten im Tal als auch oben am Berg.“ Orkanartige Sturmböen und Windgeschwindigkeiten von mehr als 80 km/h machten die Nachtfahrt mit der Gondelbahn allerdings unmöglich. (mehr …)

Davidoff Tour Gastronomique: Finale furioso in München mit Cigarre und Cognac

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Spiele von Panem oder Brot und Spiele? Oder in diesem Fall: Koch und Schauspieler. Das Kutchiin in München bot Sternekoch Holger Stromberg und Schauspieler Fritz Karl die adäquate Bühne für die letzte Station der Davidoff Tour Gastronomique des Jahres 2014, die als Entdeckungsreise für Genießer Spitzengastronomie, prominente Gastgeber und edle Zigarren zusammenführt. Zum siebten Mal gingen die Marken Davidoff und Jaguar Land Rover Deutschland mit ihren Gästen auf eine kulinarische und kulturelle Entdeckungsreise durch Deutschland. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin mischte sich unser Gastautor und Tellerschubser Harald Scholl unter die Gäste.

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Der Mann ist ja irgendwie auch Weltmeister. Wer unsere Jungs in Brasilien Tag für Tag mit kohlehydratreicher Kost zum WM-Titel gefüttert hat, dürfte sich mit Fug und Recht den vierten Stern aufs Hemd sticken lassen. Macht Holger Stromberg aber nicht. Der Michelin-Stern, den er mit 23 als damals jüngster deutscher Küchenchef erkocht hatte, reicht ihm völlig. Aber wer weiss, vielleicht kommt da noch eine Möglichkeit sich ein Sternchen zu erobern dazu. Der österreichische Schauspieler Fritz Karl dreht aktuell die Komödie „Das beste Stück vom Braten“, und – logo – er spielt darin einen schrägen Sternekoch. (mehr …)


GAP

Die „Titanic“ ist förderlicher für die Kreuzfahrtbranche als das „Traumschiff“

Vergleich
Wie umweltfreundlich sind Kreuzfahrtschiffe? Wie hat sich die Kreuzfahrtbranche in den letzten Jahrzehnten entwickelt? Was für technische Möglichkeiten gibt es, damit die Giganten der Meere umweltfreundlicher werden? Diese Fragen versuchte eine Diskussionsveranstaltung an der Hochschule München zu beantworten. Nach ihren jeweiligen Auftaktvorträgen stellten sich die
Referenten, Dr. Henning Brauer, Principal Consultant, Maritime Advisory, DNV GL, Hamburg, Helge Grammerstorf, Direktor CLIA Deutschland, und Thomas P. Illes, Kreuzfahrtanalyst, Dozent und Fachjournalist, den kritischen Fragen der Studenten des Masterstudienganges Tourismus.

Tourism matters - Hochschule München
Tourism Matters: Volle Kraft voraus! Kreuzfahrtschiffe erobern die Weltmeere – Ist das grüne Gewissen auch mit an Bord? , so lautete der Titel der Veranstaltung an der Hochschule München unter der Moderation von Jacqueline Dzeik und Matthias Winter. Die Kreuzfahrtbranche verzeichnet ein rasantes Wachstum, von dem andere Tourismussegmente nicht zu träumen wagen. Doch wo hat diese Entwicklung Grenzen? Einerseits leiden die Anbieter unter einem starken Wettbewerb und steigendem Preisdruck. Andererseits geraten Destinationen an ihre Belastungsgrenze. Aufgrund hoher Emissionen gelten Kreuzfahrtschiffe zudem als Umweltsünder und stehen im Fokus von Öffentlichkeit und Naturschutzverbänden. Kann der Urlaub auf See ökologischer gestaltet werden und welche technologischen Lösungen sind möglich, welche umsetzbar? Gibt es auf der Nachfrageseite Potenziale für nachhaltigen Kreuzfahrttourismus? Und welche weiteren Ansatzpunkte existieren? Dieser spannenden Thematik widmete die Hochschule München ihre Auftaktveranstaltung im Rahmen des Master Forum Tourismus 2014. (mehr …)

Eat & Meet Kulinarikfestival: Europas einzigartige Flußkrebszüchtung

Salzburg Eat Meet Festival 3 Flusskrebse zum Anfassen
Feuerwerk für Gaumen oder Fast-Food? Der Österreicher Gernot Heigl hat seine ganz eigene Philosophie wenn es um seine Zuchtfische geht. Die heißt: „Alles was in meinem Becken schwimmt, muss man sofort essen können“. Und deshalb ist er auch der Erste dem es seit 2010 gelingt, Flusskrebse, Forellen und Saiblinge in einer Indoor-Kreislaufanlage zu züchten und zu vermehren – ohne Antibiotika und jegliche Chemie. Dafür gab es verdientermaßen erst kürzlich die Nominierung zur „Trophée Gourmet A la Carte 2014“ in der Kategorie „Gourmandise“, der als „Gastronomie-Oscar“ in der österreichischen Kulinarik-Szene gilt. Gastautorin Elsa-Maria Honecker hat die Krustentier-Spezialitäten in Salzburg für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin getestet.

Salzburg Eat Meet Festival 1 Heigl Gferer
Von der Thermenregion Stegersbach im Burgenland zum alljährlichen Kulinarikfestival nach Salzburg kam er nun mit einer Auswahl seiner Zuchtfische ins artHotel Blaue Gans wo ein äußerst unterhaltsamer Abend mit Köstlichkeiten unter dem Motto „Flusskrebse & Allerlei Anderes“ stattfand. (mehr …)