Das perfekte Wirtshaus: Gibt es das noch?

Juergen Roth Das perfekte Wirthshaus Oktober VerlagEin Denkmal der Wirtshauskultur! Mit Sicherheit war das nicht die eigentliche Intention, die Jürgen Roth hatte, als er sich daran machte, für die Frankfurter Rundschau über Wirtshäuser und Kneipen zu philosophieren. Doch wollte er auch keinen Reiseführer schreiben, keinen weiteren Restaurantführer erschaffen. Der Autor war eher auf der Suche nach der Antwort auf Fragen wie: Was macht ein gutes Wirtshaus aus? Das gute Bier, das schmackhafte Essen, das gesellige Beisammensein? Ist es der Ort, an dem die Zeit stehenbleibt? Herausgekommen ist eine Sammlung von literarischen Feuilletons, von Anekdoten, Geschichten, Glossen, Essays. Sie beschreiben die Eigentümlichkeiten unterschiedlicher Trinkorte, wie der Autor es selbst darstellt. Er wollte sich vor allem mit dem Niedergang der Wirtshauskultur beschäftigen und so wird so manche Kneipe, die in diesem Buch beschrieben wird, heute nicht mehr existieren. Wir haben uns das Buch von Jürgen Roth: Das perfekte Wirtshaus, erschienen im Oktober Verlag, mal genauer durchgelesen.

Wenn Linksintellektuelle einen trinken gehen, dann muss das gleich etwas mit Kultur zu tun haben. Der gewöhnliche Normalo, der Spießbürger, der Prolet geht nur in die Kneipe. Der intellektuelle Anspruch verlangt nach dem Feuilleton, nach der Kultur. Da der Autor in Franken geboren ist und in Frankfurt wohnt, ist sein Bedarf an Bier schier unermesslich und unerschöpflich. Genauso allerdings sein Händchen immer in den komischsten, merkwürdigsten, interessantesten Spelunken zu versacken. Hier wird eher die Kneipe um die Ecke als das gehobene Gasthaus beschrieben. Bei so manchem Lokal kann man sich denken, ob der Wirt nicht sein bester Gast ist. (mehr …)

Riedel Veritas: Mit dem Glas die Wahrheit aus dem Champagner kitzeln

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Wie wichtig ist das Glas? Champagner, Wein, Bier – ja so ziemlich jedes Getränk verlangt nach dem richtigen Glas. Nicht umsonst sind die Gläser für Pils, Helles und Weißbier so unterschiedlich. Und genau aus dem gleichen Grund sind die Gläser für Weißwein, Rotwein und Schaumwein unterschiedlich gestaltet. Doch auch innerhalb dieser Kategorien sind die Unterschiede der Weintrauben und der Cuvées sehr deutlich. Die Sektgläser früherer Jahrzehnte, die Sektschalen der Wirtschaftswunderzeiten bewirken vor allem eins: Der Sekt prickelt und schäumt sehr schnell und stark – und ist nach wenigen Minuten flach. Also schnell austrinken – was damals ja auch als schick galt. Heute wollen wir das Perlen, das Moussieren des Schaumweines geniessen. Dafür hat Riedel ein neues Glas entworfen: Das Champagner-Glas in der Veritas-Serie.

Optimal passend kurz vor Weihnachten erhielten wir von Riedel zwei Veritas Champagne Gläser um den Schaumweinen in diesen Festtagen optimal auf den Grund gehen zu können. Wir haben also sowohl die Gläser wie auch die Schaumweine auf Herz und Nieren getestet. Dabei standen uns ein 2008er Château de Passavant Crémant de Loire Brut, ein Champagne Dom Caudron Cuvée Cornaline sowie ein Champagne Dom Caudron Millésimé zur Seite. (mehr …)

Frankenweine: Mal schräg und komplett anders

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Notizen bei Weinverkostungen: schnell geschrieben, abgelegt, verlegt… und heute wieder gefunden. Doch offensichtlich keine Bilder dazu geschossen. Es war einfach zu lecker, zu interessant, zu abwechslungsreich an dem Abend, als wir zusammensassen. Eine kleine Künstlerschar, nein vielmehr: Journalisten, Gastronomen und Winzer. Das Motto des Abends: Schräge Weine – Franken mal anders. Frankenwein und Culinarium Bavaricum, eine kleine Vermarktungsagentur, präsentierten Weine, die für die Weinregion absolut untypische Vertreter sind.

Alle Weine waren durch selektive Handlese geernet worden. Es fuhr also kein Winzer mit dem Vollernter durch seinen Wingert. Pure Handarbeit. Wir verkosteten die folgenden durchweg sehr exzellenten Weine. Ob diese Weine im Handel oder beim Winzer direkt noch erhältlich sind, kann ich Euch nicht zusichern (eher nicht). Es war ein schöner Einblick, an dem ich Euch im Nachhinein gern teilhaben lassen möchte. (mehr …)

Wellmondo: Wohlgefühl und Leidenschaft aus der Teetasse

Wellmondo Tea Collection - WIESERGUT März 2012
Teetrinker sind die besseren Liebhaber. Sie kommen langsam und allmählich auf Touren, dann bleiben sie langfristig auf einem hohen Level, kommen nicht zu früh, nehmen sich Zeit für die Bedürfnisse des Partners und geniessen mit Hingabe die gemeinsame Zeit. Kaffee ist oft genug nur ein ex und hopp Getränk, der schnelle Espresso zwischendurch ist eben nur ein Quickie. Und oft genug ist es eben nur eine langweilige Plörre, die abgestanden in einer Kanne rumsteht. Tee hingegen vermittelt die perfekte Liebe und Leidenschaft. Qualitativ hochwertiger Tee vermittelt sogar Wellness und Wellbeing. Wie beispielsweise die Teesorten von Wellmondo.

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Harmonie, Hochachtung, Respekt und Reinheit, wie sie bei einer japanischen Teezeremonie vermittelt werden haben meines Erachtens nicht nur viel mit Wohlbefinden und Wohlgefühl, sondern auch viel mit Erotik zu tun. Die Leidenschaft, sich die Zeit zu nehmen, für den geliebten Partner einen wohlschmeckenden Tee zuzubereiten, spricht über die tiefe innere Liebe und Verbundenheit. Es wird also wieder Zeit für eine neuen Teekult mit besten Teekreationen. Das Münchner Unternehmen Wellmondo „designt“ seinen eigenen Tee. Aus feinsten Zutaten werden in der Wellmondo Teeschmiede einzigartige Teekreationen entwickelt. Die hierfür benötigten Tees und Zutaten wie Kräuter, Blüten und Früchte kommen aus sorgfältig ausgesuchten Teeplantaten in China, Japan, Indien und Afrika. (mehr …)

Delikatessen, Feinkost, Weine, Biere: Harpf präsentiert feinste Versuchungen

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KaDeWe Feinschmeckeretage fällt mir sofort ein, Dallmayr oder Käfer. Und: Es ist ja alles so lila hier. Ja, die Corporate Design Farben Lila und Weiß ziehen sich stringent durch den Laden durch. Das wirkt jung, das wirkt frisch, das wirkt auch etwas weiblich. Vor allem aber wirkt das ganze Ladengeschäft geschmackvoll eingerichtet. Harpf steht für Essensgenuss, Harpf steht auch für mehr Trinkgenuss. Und Lukas Harpf, der Eigentümer, steht für ein Lebensmittelgeschäft, wie wir uns wesentlich mehr davon wünschen. Doch dann wäre dieses Geschäft ja nichts besonderes mehr.

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Bruneck_2_Harpf_Feinkost_Delikatessen_Juni_2013_004Mitten in der Fußgängerzone von Bruneck, in einem wunderschönen Altbau gelegen, hat Lukas Harpf ein Kleinod erschaffen. Seine Liebe zu guten Essen, gutem Wein, zu der eindeutigen Herkunft der Produkte und sein Bekenntnis ausschliesslich beste Qualität anzubieten ist dem Laden von vorne bis hinten anzusehen. Hier wird nicht Massenware präsentiert, hier wird der Kunde nicht erschlagen von einem Überangebot von allem. Von jedem steht etwas da. Und wenn ein Produkt gerade ausverkauft sein sollte, dann kann der Kunde sicher sein, dass es frisch wieder beschafft wird. Dabei liegt der Fokus der Lebensmittel ganz klar zuerst auf Südtirol, dann auf Italien. Weine und Biere kommen hingegen aus ganz Europa. Harpf gilt mittlerweile, insbesondere in Deutschland, als Geheimtipp in der Craft Bier Szene. (mehr …)

Schöfferhofer: Erfrischend säuerlich-sommerliche Biermixgetränke

Schoefferhofer_Weizenmixgetraenke_2014_04Russ’n sind in Bayern ähnlich beliebt wie Radler. Hingegen ist der Neger nicht ganz so gängig, zumal das ja auch nicht politisch korrekt ist. Ein Weißbier mit Cola heisst aber nunmal in Bayern Neger. Und ein Weissbier mit Limo ist eben ein Ruß oder ein Russn. Über althergebrachte Namen wollen wir hier nicht diskutieren – weil es ja eh nichts bringt. Wir trinken viel lieber ein gutes Bier. Doch oft genug fahren wir ja auch Auto oder Fahrrad und wollen aus diversen anderen Gründen nicht soviel Bier trinken. Also lieber hin und wieder ein Biermischgetränk – bevor man ein Alkoholfreies trinken würde. Da wir Deutschen immer weniger Bier trinken und die Brauereien unter Absatzverlusten leiden, springen sie mehr und mehr auf den Zug der Biermischgetränke auf. Schöfferhofer, eine Marke aus dem großen Radeberger-Konzern, bringt diesen Sommer zwei neue Sorten raus: Schöfferhofer Zitrone und Schöferhofer Granatapfel-Guarana. Wir haben diese Biere einem Test unterzogen.

Schöfferhofer, „das Bier, das so gut hat geprickelt in meine Bauchnabel“ (bitte mit französischem Akzent lesen), ist eines der vielen „heimatlosen“ Biere in Deutschland. Wo wird Schöfferhofer gebraut, wo kommt es her? Die typischen Weizenbiere, die richtigen guten Weißbiere kommen aus Bayern. Denn soviel steht fest: die Bayern können ein gutes Weißbier brauen – aber kein gutes Pils. Und diesmal schliesse ich die Franken davon aus, denn die können Pils und Wein und manches andere mehr. Doch dazu in meiner Reihe über das kulinarische Franken demnächst noch mehr. Doch Schöfferhofer gehört zu dem grossen Binding-Radeberger-Konzern mit Sitz in Frankfurt. Und dieses Agglomeration gehört zu Dr. Oetker. Schöfferhof hieß früher mal eine Brauerei in Mainz, doch wer weiß das heute schon. Dieser Konzern also drückt seine Weizenbiere mit aller Macht in den Markt, ebenso seine modernen Weizenmischbiere in den unterschiedlichsten Geschmacksausprägungen. So schmeckt das erste Bier auch dem Jugendlichen auf dem Schulhof oder bei der Party.

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Schneider Weisse: Ein Weizen Doppelbock ist wahrlich was wunderbares

Schneider_Weisse_Weizendoppelbock_Nelson_Sauvin_2013_07Diese Nummer ist kein One Night Stand. Kein Quickie. Ich rate, dieses edle Gesöff nur schlückchenweise zu geniessen. Und es langsam die Kehle hinunter rinnen zu lassen und sämtliche Aromen aufzufangen, zu degustieren, zu rekapitulieren und dann den Vorgang zu wiederholen. Doch mit Vorsicht, mit Liebe, mit Hingabe, mit Zeit, mit Ausdauer. Wenn dieses Bier zu stark für Dich ist, dann bist Du zu schwach. Es ist ein ganz besonderer Moment für Liebhaber des Weizenbieres oder Weißbieres. Doch ist es davon sehr weit entfernt. Kenner eines Bockbieres oder auch eines Doppelbockbieres werden ebenfalls fasziniert sein. Dies ist eine doch relativ rare Spezialität: ein Weizen Doppelbock. Die Brauerei Schneider, die für ihr Weißbier berühmt ist, spielt seit kurzem ebenfalls in der Liga der Craft Beers, der handwerklich gemachten Spezialbiere. Georg VI. Schneider, Inhaber der Weißbierbrauerei, ist selbst ein Liebhaber von Bieren mit Charakter und zeigt, dass auch ein mittelständisches Brauereiunternehmen in Deutschland die Zeit und die Kapazitäten hat, Biere auf den Markt zu bringen, die nicht dem Mainstream entsprechen. Dieses Bier ist Schluck für Schluck ein schöner, langer, ausdauernder Liebesakt.

Schneider_Weisse_Weizendoppelbock_Nelson_Sauvin_2013_05Ja genau, für den schnellen Sex empfehle ich Euch wieder zu irgendeinem handelsüblichen Massenbier zu greifen. Doch wenn Ihr mal etwas besonderes sucht, dann ist dieses Spezialbier TAPX Mein Nelson Sauvin vom Weißbierbräuhaus Schneider etwas besonderes. Am besten trinkt ihr es zu zweit oder trinkt erstmal ein Glas, stellt die Flasche gut verschlossen wieder in den Kühlschrank und trinkt am nächsten Tag weiter. Denn dieses Bier zieht auch gut rein, Auto fahren kann man nach einer Flasche nicht mehr. Neuseeländischer Hopfen in einem Starkbier, das ist bisher einmalig in Deutschland. Hätte Schneider seine Braustätte nach wie vor auf Münchner Stadtgebiet (wo sie bis zum Krieg war), so hätten sie auch das Anrecht auf ein eigenes Zelt auf dem Oktoberfest. Schade, dass dem nicht so ist. Georg VI. Schneider hat mir in einem Gespräch persönlich diesen Fakt bestätigt, aber auch gesagt, dass es jetzt leider viel zu teuer wäre, nur wegen der Wiesn in München eine eigene Braustätte zu bauen.

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Duckstein: Ausgereifte Braukunst ist Braumeisters Liebling

Duckstein_Verkostung_Isargold_Okt2012_12Rotgold, malzig und doch feinbitter: So kennen wir das klassische Duckstein. Doch die Marke aus dem dänischen Carlsberg-Tuborg-Konzern kann auch anders. Oder um es anders auszudrücken: Der viertgrößte Brauereikonzern der Welt kann es sich leisten, dass eine Nischenmarke in dem feinen Segment der Craft Breweries mitspielt. Der Konzern ist eh im deutschen Markt gut aufgestellt: Für den coolen Kult gibt es Astra, für das Pils mal eben zwischendurch Holsten („knallt am dollsten“) – und für die edle Gastronomie, für den eher weiblichen Gaumen ist Duckstein die beste Wahl. Deren Braumeister hat freie Hand: Neben dem traditionellen Bier, das eher einem Altbier nahe kommt, gibt es jetzt ein Duckstein Weizen und die zwei absoluten Oberhammer: die Braumeister Edition und die Braukunst.

Duckstein_Verkostung_Isargold_Okt2012_08„Die aromatische Vielfalt der Duckstein-Biere ermöglicht es uns, die verschiedenen Sorten mit unterschiedlichsten Speisen, Gewürzen und Zubereitungsarten aus der ganzen Welt zu kombinieren. Hier besteht eine große Verwandtschaft zum Wein und es entstehen ungeahnte Möglichkeiten im Foodpairing“, dies schöne Zitat finde ich von der großartigen Sommelière Paula Bosch auf der Webseite von Duckstein. Ja, genau darum geht es heutzutage: Ein individuelles, unverwechselbares Bier mit einem typischen Charakter, einer Aromenvielfalt und Komplexität, das nicht einfach nur zum Saufen gedacht ist (dafür gibt es die vielen Massenbiere), sondern das als Speisenbegleiter in einem Menü auch anstelle eines Weines bestehen kann. In den USA ist „Wine & Food Pairing“ schon sehr lange ein großes Thema, in Deutschland kann kaum jemand außerhalb der kulinarischen Schlemmertempel etwas mit dem Begriff „korrespondierende Weine“ anfangen. Um dies zu ändern lud Duckstein ein paar ausgewählte Journalisten in das Isargold von TV-Koch Martin Baudrexel. (mehr …)

Münchens schönste Biergärten in einem Handbuch: Der Biergartenguide 2014 lockt zum Ausgehen

Biergartenguide 2014 - #München und seine schönsten Biergärten. Mit über 40 Freibier-Gutscheinen und div. Wissenswertem über die Biergartenkultur der Stadt.
Münchner trinken nicht nur zur Wiesn. Sie trinken immer. Am liebsten draussen, im Biergarten. Ausgehen in München heisst auch oft sich im Biergarten zu verabreden. Die Münchner Biergartenkultur ist beliebt und bekannt. Wo sonst kann der Gast sein eigenes Essen mitbringen, sich an einen der langen Tische im Biergarten setzen und dann dazu seine Getränke vom Wirt holen? Wo sonst treffen sich Alt und Jung, Krawattenträger und Arbeiter nebeneinander, sind sofort per Du und geniessen schon bei den ersten Sonnenstrahlen ein Helles oder ein Weissbier? Wer nicht immer nur in die altbekannten Gärten gehen will, dem sei jetzt der aktuelle Biergartenguide 2014 empfohlen.

Auf 110 Seiten steht allerlei Wissenswertes zu den Biergärten, außerdem zu den einzelnen Münchner Brauereien. Schließlich erfährt der geneigte Leser noch so einiges zur Biergartenkultur, zum Weißbier, zum Reinheitsgebot, zu Obatzda und Weißwurst sowie zu Radtouren. Im Anschluss dann finden sich über 40 Gutscheine für die vielen Biergärten mit denen der Gast dann zwei Maß Helles zum Preis von einer erhält. (mehr …)

Wächst die Bierszene in Deutschland? Freie Brauer unterstützen handwerkliche Tradition

Feiner Feierabendtrunk: Graf Stolberg Dunkel. Laut Flasche gebraut nach uraltem Originalrezept. Toller Tropfen!
Graf Stolberg und Störtebecker sind Biersorten? Nie gehört, gelesen, geschweige denn getrunken. Kürzlich traf ein Paket bei mir ein, gefüllt mit zwei Flaschen dieser für mich unbekannten Biermarken, außerdem ein schönes neutrales Bierglas und ein paar Unterlagen. Gegen so eine feine Spende habe ich nichts einzuwenden und habe mir die zwei Flaschen zu Rezensionszwecken schmecken lassen. Denn schließlich scheint sich da wirklich gerade etwas zu tun bei Deutschlands Brauern. Die so genannte „Craft Beer“ Szene wächst auch bei uns, die Welle schwappt endlich von den USA auch zu uns herüber. Am Schluss des Artikels steht noch ein Hinweis auf Rabatt beim Bierkauf im Online-Store!

Als hier vor Ort in München vor kurzem die Messe Braukunst Live! stattfand, habe ich bereits an dieser Stelle ein paar deutliche Worte gefunden. Die Brauer wollen langsam weg vom standardisierten industrialisierten Einheitsgesöff, sie wollen den Kunden, den Gästen wieder Biere mit Charakter präsentieren. In Zeiten, in denen Warsteiner, Bitburger, Krombacher, Radeberger, Berliner Kindl, Binding und wie sie sonst noch alle heissen, alle miteinander austauschbar schmecken, da sie ihre Bitterkeit zurückgefahren haben, um für den Massenmarkt gefällig zu sein, um auch von mehr Frauen getrunken zu werden – in diesen Zeiten sucht der Verbraucher wieder nach Identität, nach Geschmack, nach Charakter. Das ist ja eigentlich nicht schwer, so haben doch sicherlich die Braumeister in ihrem Studium, in ihrer Ausbildung mal gelernt, wie gutes Bier gemacht wird. Doch die weltweiten Konzerne drücken die Kosten, standardisieren den Geschmack und hätten gern das ubiquitäre Becks. Ja, selbst Jever und Becks sind heute längst nicht mehr so bitter, wie sie ehedem waren. Bier, des Deutschen liebstes Kind, verkommt zur billig angebotenen Massenware, der Verbrauch sinkt Jahr für Jahr. Die Liebe zwischen den Deutschen und ihrem flüssigem Brot steckt in einer ernsten Beziehungskrise.
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Braukunst Live: Deutsche Brauer entdecken die Craft Bier-Spielwiese

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Deutschlands Brauer sind aufgewacht! Endlich! Während in anderen Ländern, vor allem in den USA, aber auch in Italien, Belgien, England etc. schon seit Jahren kleine Brauereien, Braugasthöfe, Micro-Breweries etc. aus dem Boden schiessen und von Anfang an Erfolg haben, schlummerten die deutschen Brauer vor sich hin. Auf die Aktivitäten in den anderen Ländern angesprochen, bekam ich häufig zur Antwort, dass das deutsche Reinheitsgebot nunmal wichtiger sei, doch in gewisser Hinsicht auch ein enges Korsett. Alles Schmarrn – wie wir jetzt auf dem Münchner Bierfestival Braukunst Live! sehen können. Kleinstbrauerei oder Braukonzern, Mega-Marke oder Szene-Brauer haben hier ihre Stände und zeigen ihre Kreativität und Geschmacksvielfalt. Trotz oder gerade mit dem Reinheitsgebot.

„Bestimmt ist noch nie so viel über Biere, ihre Vielfalt, die Aromen und die Revolution in der Brauszene gesprochen worden wie in den letzten Monaten“, sagt Frank-Michael Böer. Und sein Münchner Bierfestival Braukunst Live! hat sicherlich einen großen Teil dazu beigetragen: Allein 2013 hat sich die Besucherzahl verdoppelt. Ebenso stieg die Zahl der Aussteller. Nach nur zwei Jahren ist die Braukunst Live! längst keine reine Endverbrauchermesse mehr. Das Fachpublikum hat das Festival für sich entdeckt, um neue Trends aufzuspüren, neue Bierspezialitäten zu testen, Kontakte zu knüpfen und Teil der mittlerweile kräftig aufstrebenden deutschen und internationalen Craft Bier-Szene zu sein. (mehr …)

Kulinarisches Franken: Eine Schmankerlreise durch Schweinfurt und Bamberg

Franken_kulinarisch_Andrea_Gerum_Schweinfurt_005_2013 Weinberg Weingut Dahms
Wer den Spruch: „ Man muss Gott für alles danken, auch für Ober-, Unter– und Mittelfranken“ erfunden hat, war mit Sicherheit selbst nie in Franken unterwegs, sonst würde statt „auch“ ein „ganz besonders“ im Satz stehen. Weine, die in der Spitzenliga zuhause sind, die höchste Brauereidichte Europas, edle Brände und köstliche regionaltypische Speisen: Franken ist DAS kulinarische Schlaraffenland Bayerns. Und auch der Kulturkalender ist das ganze Jahr über prall gefüllt. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin war Andrea Gerum vor Ort und brachte ein 48-Stunden-Genuss-Protokoll mit. Wenn das nicht ein leckere Anregung zum Nachfahren ist…

Franken_kulinarisch_Andrea_Gerum_schweinfurt_020_Fränkisches Weinland_Terrasse Museum Georg Schäfer mit Blick auf Ebracher Hof
1.Tag

14:00 Check-In im Panorama Hotel Schweinfurt. Unsere Zimmer im 9. Stock bieten einen herrlichen Ausblick auf die Stadt, die Hassberge und den Steigerwald. Erster Eindruck: Die Stadt ist viel schöner als ihr Ruf. Im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört, dauerte es lange, bis sich die drittgrößte Stadt Unterfrankens wieder neu definieren konnte. Noch viele Jahre nach dem Krieg bestimmten Zerstörung und Armut das Stadtbild. Bekannt als Industrie– und Arbeiterstadt wandelte sich das Image in den letzten 30 Jahren hin zu einer modernen, lebendigen Stadt, die ihre Wurzeln pflegt. Unter dem Motto: „Industrie und Kunst“ kreierte sich Schweinfurt neu mit spannenden Kontrasten aus Bauwerken vergangener Jahrhunderte und moderner Architektur.

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15:00 Wir besuchen das Weingut Dahms. Gelegen an der Peterstirn, der Burganlage des Markgrafen Berthold aus dem 10. Jahrhundert ist sie ein Wahrzeichen der Stadt Schweinfurt und seit 1994 in Besitz der Winzerfamilie Jürgen Dahms.

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Schweinfurt und Wein? Zugegeben, diese Verbindung kommt einem nicht gleich in den Sinn. Denkt man doch zuerst an Kugellagerfabriken und nicht an edle Tropfen. Aber Schweinfurt hat eine lange Weinbautradition und war bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein bekanntes Weinstädtchen.

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In den ersten Jahrzehnten nach 1900 aber zerstörte die Reblausplage fast alle Weinberge. Von ehemals 320 ha Rebfläche blieben nur noch 10 ha übrig, die seit 1980 von Familie Dahms mit großem Einsatz und Erfolg bewirtschaftet werden. (mehr …)

Auf der Spur der Geheimnisse des Pilsner Urquell – und anderer böhmischer Spezialitäten

Pilsner Urquell Abfüllung Kupfer Andreas Burkert
Die Kellergewölbe sind kalt und feucht, und an den Stellen, an denen das Licht heller scheint, verhindert leichter Dunst den Blick auf das Dahinterliegende. Seit fast zwei Stunden ist unser Gastautor Andreas Burkert in den Kellergängen von Pilsner Urquell unterwegs, der ältesten Pils-Brauerei der Welt: Mit Václav Berka als Kellerguide sind wir sicher, das Labyrinth von Gängen, Kellern und Brunnen, das vom 14. Jahrhundert an unter dem heutigen Stadtkern angelegt wurde, rechtzeitig zu verlassen. Doch bevor wir ans Tageslicht kommen, verkosten wir frisch und noch nicht filtriertes Pils direkt aus dem Faß. Damit auch das zweite Glas zünftig getrunken werden kann, wird eine böhmische Spezialitätenplatte gereicht.

Pilsner Urquell Brauerei Keller Andreas Burkert
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass eine Führung in den Kellergewölben der Pilsner Urquell Brauerei in der Regel 50 Minuten dauert und im Jahr von sehr vielen der rund einer Viertelmillionen Brauerei-Touristen gebucht wird. Reservierungen für Gruppen sind daher empfehlenswert. Weil wir aber an Václav Berka zahlreiche Fragen hatten, dauerte unsere Führung eben länger. Václav Berka ist nämlich Senior-Braumeister und mit den Geheimissen der Pilsner Braukunst bestens vertraut.

Pilsner Urquell Brauerei Urquell Andreas Burkert
Gutes Wasser, guter Hopfen und edle Hefe“, antwortet er auf unsere Frage nach dem Besonderen am Pilsner Urquell. Die Antwort würden wir vermutlich von jedem Braumeister erhalten. Dennoch kann Pilsner Urquell auf ein eigenes Wasserreservoir zurückgreifen. Dies bildet, so Berka, wegen seines besonders geringen Gehalts an Mineralstoffen und natürlichen Salzen die Grundlage für das untergärige Gebräu. (mehr …)

Eine Stippvisite im Nespresso Flagship Store München

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George Clooney trinkt ihn. Du sicherlich auch. Ich nicht: Kaffee. Kaffeespezialitäten aus vielen Ländern sind mittlerweile bei uns bekannt und beliebt. Die Italiener haben die Kunst der Kaffeevariationen perfektioniert. Während der deutsche Otto Normalverbraucher am liebsten seinen Filterkaffee trinkt, haben die Österreicher, Griechen, Türken, Franzosen und natürlich auch die Araber viele Geschmackskomposionen kreiert. Des Deutschen liebstes Kind: Kaffee. Das langweiligste deutsche Genussmittel: Kaffee – also Filterkaffee. Der leider nachhaltigste Trend bei der Zubereitung von Essen und Getränken: Convenience. Fertigfutter fürs Volk. Bequem und schnell soll es gehen, Kochen soll nicht lange dauern, Kaffeekochen erst recht nicht. Kein Wunder, dass ein Weltkonzern wie Nestlé bzw. seine Tochter Nespresso auch für diesen Markt eine eigene Antwort parat hat. Nespresso Stores sind nach den Kapseln ein weiterer Meilenstein, den Markt abzuschöpfen.

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Nespresso_Flagship_Store_Okt2010_011Schon in einer Marketing-Vorlesung lernt man die Grundzüge der Produktvariation und der Preisgestaltung. Nestlé bzw. Nespresso ist ein faszinierendes Beispiel, wie ein Unternehmen neue Produkte schafft (Nespresso-Kapseln und die dazugehörigen Kaffeemaschinen) und den Preis selbst festsetzt: oben.
Während viele Unternehmen immer wieder dem Fehler verfallen, sich nach den Preisen der Wettbewerber zu richten und die Preisschraube nach unten zu drehen, besitzt Nespresso die Arroganz der Macht und der Marke, den Markt zu gestalten. Nespresso hat wohl die Aluminiumkapsel mit Kaffeepulver und die dazugehörige Kaffeemaschine erfunden. Doch haben sie damit das Kaffeetrinken nicht billiger gemacht. Wohl einfacher. Wer es bequem haben will, der zahlt gerne mehr. Den weltweiten Aluminiumschrott hat der Weltkonzern auch nicht vermindert. Ein Nespresso Store könnte gut und gern auch als Aluminiumhütte bezeichnet werden.

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Nespresso_Flagship_Store_Okt2010_013Starbucks & Co. haben die Coffeeshop-Kultur geprägt und verändert. Seit einigen Jahren trinkt bzw. bestellt man im Restaurant nicht nur Kaffee oder Espresso sondern auch mal einen Latte Macchiato. Oder man nimmt sich mal eben schnell eine „Latte to go“ am Imbiss um die Ecke. Wobei mich diese Sprachverwurstelung jedesmal stört. Der Trend ist klar: Heute ist alles möglich, ob kurz oder lang, mit Latte und/oder Gewürzen und/oder sonstigen Zusätzen.

Ich habe mir den Nespresso Flagship Store in München angeschaut. Vor vielen Jahren in einer derart prominenten Lage und mit dermassen grossen Fenstern noch die Edelboutique von Escada. Das war zu Zeiten, als es dem Münchner Edelschneider noch besser ging. Vor nicht allzu langer Zeit hat sich Nespresso den Laden geschnappt. Dies ist nicht etwa nur ein simpler Kaffeeladen. Dies ist keine Variation eines Tchibo-Geschäftes. Und auch kein Starbucks-Coffeeshop. Es ist eine vollkommen neue Erlebniswelt, eben der Nespresso Flagship Store. (mehr …)

Restaurants in München: La Terrazza: Argentinisches Flair in München

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Olé Argentina heisst es auf einer der lauschigsten Terrassen Münchens. Die Asado -Lounge des Cafe Reitschule, direkt am Englischen Garten gelegen, lässt in diesem Sommer echtes Gaucho–Feeling aufkommen. Im stilvoll dekorierten Ambiente durften 150 geladene Gäste die Eröffnung von „La Terraza“ feiern. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin war Andrea Gerum vor Ort.

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Extra aus Argentinien angereist kam Gonzalo Carrasco, Kellermeister der berühmten Bodega Terrazas de los Andes, mit einer spannenden Auswahl an Weinen im Gepäck. Zu den Vorspeisen gab es zwei elegante Weißweine zu probieren – einen Terrazas Reserva Torrontés und einen Reserva Chardonnay 2011.

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La Terraza Opening Reitschule Andrea Gerum 2013 02
Marcos Zabaleta, Chefkoch der Bodega Terrazas, kreierte die passenden Köstlichkeiten dazu. Ob würzige Empanada criolla, cremiges Maissüppchen, Roulade vom Flank Beef oder geschmortes Lamm-Pilz-Ragout – alles typisch argentinische Spezialitäten, zubereitet auf hohem Kochniveau. (mehr …)

Top-Weine aus aller Welt: 2009er Spätburgunder Tradition vom Weingut Kiefer

2009_Spaetburgunder_Tradition_Weingut_KieferVon der Sonne verwöhnt – bei dem Spruch denken bestimmt viele an den Werbeslogan vom Badischen Wein. Derzeit sind wir in Deutschland eher vom Winter verwöhnt verkühlt, wissen kaum noch, wie der hellgelbe Stern am Firmament eigentlich aussieht. Doch wir hoffen auf den Frühling. Da wird es Zeit, sich die Sonne zumindest ins Glas einzuschenken. Für Le Gourmand hat sich Sommelier Markus A. Dilger diesmal einen Tropfen vom Weingut Kiefer gegönnt.

Dieser 2009er Spätburgunder „Tradition“ vom Weingut Kiefer aus Eichstetten hat alles, was man sich von einem roten „Kaiserstühler“ wünscht: eine glänzende rubinrote Farbe, ein Aroma von reifen Wildkirschen und roten Waldbeeren, einen saftig-frischen und samtigen Charakter am Gaumen, sowie einen würzigen, langen Nachhall. (mehr …)

Miesmuscheln in Roquefort-Weissweinsauce mit tollen Weissweinen von Johner Estate und Kiefer

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Muscheln in Käsesauce? Ja, richtig! Schmeckt sagenhaft gut! Während in diversen italienischen (und sicher auch anderen) Restaurants Miesmuscheln immer nur mit Tomatensauce oder einer Weißwein-Gemüse-Sauce serviert werden, sind unsere französischen Nachbarn etwas kreativer. Ich habe dies Gericht zum allerersten Mal bei einem Studenten-Austausch 1997 in Orléans gegessen. Die französischen Freunde schwärmten uns deutschen Studenten vor von den „Moules frîtes“. Fritierte Muscheln, verstand ich zuerst. Irrtum: Muscheln mit Pommes. Und die Stäbchenkartoffeln „à volonté“, also Nachschlag bis zum Abwinken. Auf der Speisekarte des Restaurants waren noch andere Saucen wie etwa Currysauce. Doch ich bin seitdem ein Fan der Roquefortsauce. Und die habe ich für Euch nachgekocht, dazu gab es zwei komplett verschiedene Weißweine, die beide hervorragend passten: ein 2010er Riesling von Johner Estate und ein 2010er „Mit den Wolken ziehen“ vom Weingut Kiefer.

Ein zweiter Besuch in Orléans im Sommer 2009 führte meine Schritte in ein absolutes Szeneviertel der jungen Studentenstadt. Mehrere Straßen sind hier umgebaut zu Fußgängerzonen, Kneipen, Restaurants, Clubs, diverse Läden reihen sich dicht an dicht. Wer hier essen gehen will, sollte vorher reserviert haben. Oder früher oder reichlich später essen. Wir entschieden uns für die Spätvariante, reservierten in einem typisch französischen Restaurant einen Tisch für 21 Uhr und genossen das Nachtleben. Warum wir uns genau für dies Restaurant entschieden? Ich hatte auf der Speisekarte die Muscheln in Roquefort-Sauce gelesen. Die wollte ich unbedingt wieder essen, diesmal auch unter dem Aspekt, sie mal nachzukochen. Der Abend endete nach einem leckeren, reichhaltigen und langen Essen damit, dass wir uns mit dem Wirt anfreundeten, wir als letzte Gäste gingen und er mit uns in seinen zweiten Laden ging: eine angesagte Disco mit toller Bar. On s’est bien amusé! (mehr …)

Top-Weine aus aller Welt: 2009 Vall Llach – Celler Vall Llach, Priorat, Spanien

Vall Llach 2009 Priorat Foto Markus DilgerRibera del Duero, Priorat und Rioja: von hier kommen Spaniens Top-Weine. Rioja kennt mittlerweile wohl jeder, spätestens seit diese Weine bei Aldi und Lidl stehen. Doch die anderen beiden? Für Le Gourmand verkostet und bespricht ab sofort Sommelier Markus A. Dilger exzellente Weine für Euch. Zum Einstieg heute ein starker Spanier mit viel Potential: Der heiße Sommer im Jahr 2009 ermöglichte es den wirtschafts-krisengeschüttelten spanischen Weinbauern einen Top-Jahrgang zu ernten. Die Fehler aus dem „Jahrhundert-Jahrgang“ 2003 wurden vermieden und der Säuregehalt wirkt ausbalanciert zu Frucht und Alkohol. Besonders in Ribera del Duero, Rioja und im Priorat wird der Jahrgang 2009 als „herausragend“ bezeichnet. Heute möchte ich Ihnen einen der Top-Weine dieses Jahrgangs aus dem Priorat vorstellen: den Vall Llach vom Celler Vall Llach.

Die Trauben stammen aus der Gegend von Porrera (Tarragona), wo die über 100-jährigen Rebstöcke auf traditionellen „Trossos“ – kleine Weinbergsparzellen an steilen, schieferbeladenen Steilhängen – wachsen. Diese Cuvée aus 65% Cariñena, 18% Cabernet Sauvignon und 17% Merlot wird über 14 Monate in neuen französischen Barriquefässern ausgebaut. (mehr …)

Tour Grosses Gewächs 2013: Ein Plädoyer für deutsches Winzerhandwerk

Tour Großes Gewächs 2013
Wie entwickeln sich Deutschlands Rieslinge? Pünktlich zum Jahresbeginn begaben sich Deutsche Winzer auf die große Roadshow quer durch die Republik. Im Gepäck: die besten Weine von Mosel, Nahe aus der Pfalz und Rheinhessen. Ziel der „Tour Grosses Gewächs 2013“ des Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) ist es, Experten die Gelegenheit zwischen Hamburg, Berlin, Köln und München zu bieten, besonders das Entwicklungspotential der besten, trockenen Weißweine des Jahrgangs 2011 zu beurteilen. Am 04. Februar 2013 hielt der Wanderzirkus des VDP mit seinen „Ersten Lagen“ – erkennbar an der VDP Klassifizierung mit der Traube und der unterstrichen 1 auf der Kapsel – im „The Charles Rocco Forte“ in München. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hielt Hanka Paetow die Nase ins Glas und benetzte dezent ihren Gaumen.

Tour Großes Gewächs 2013
Ein spannender Termin und die Erwartungen waren hoch. Schließlich hatten diese Weine bereits zur Vorpremiere im August 2012 in Wiesbaden positiv überrascht. Weich, rund, samtig und fruchtig in den Aromen präsentierten sich dort die edlen Tropfen den Experten aus dem In- und Ausland. Nun ein halbes Jahr später unterstrichen die 2011er ihre hohe Komplexität. Die gleichen Weine spielten überraschend ihre Säure und Mineralität in den Vordergrund. Ein Grund für diese Veränderung: Trotz Frost, Hagel, früh einsetzender Fäulnis oder Gärproblemen sei der Herbst 2011 versöhnlich gewesen, berichteten die Topwinzer. Diese Abwechslung widerspiegle auch der Wein. Erfreulich. (mehr …)

Averna: Bittersüße Kräuter-Cocktails bringen sizilianisches Dolce Vita in die Bars

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Hustensaft ist mein erster Gedanke. Der kleine Schluck vom Cocktail, der gerade meine Zunge entlang, vorbei am Gaumen, hinunter in den Magen fliesst, erinnert mich stark an Hustensaft. Kein Wunder, ist doch das Kraut, das als Stengel im Glase steckt, der Hauptbestandteil dieses Drinks: Thymian. Der andere Hauptbestandteil ist Averna. Das sympathische kleine Familienunternehmen aus Sizilien hat zur Probierstunde gebeten. Eine kleine Journalisten-Runde hat sich im jiddischen Restaurant Schmock in München zusammengefunden und probiert insgesamt fünf Cocktails durch, die alle auf Averna basieren.

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Averna – in den Augen von Otto Normalverbraucher ist das ein Digestif. Ein Kräuterlikör, der gern nach dem Essen getrunken wird. Dabei spielt diese dunkelbraune Essenz in der gleichen Liga wie Ramazotti und Jägermeister. Ich erinnere mich an eine Blindverkostung vor fünf Jahren im Hause Averna in Caltanissetta auf Sizilien. Das kann ich Euch auch nur wärmstens ans Herz legen, das mal nachzumachen. Je ein Glas mit einem der drei Kräuterliköre. Und ohne zu wissen, was wo drin ist, erst nur riechen, dann auch schmecken. Seitdem ist meine erste und einzige Wahl: Averna. Meinen Bericht könnt Ihr hier gerne nachlesen. (mehr …)

Kitzbühel: Veuve Clicquot lädt VIPs zum Hüttenzauber

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Schampus im Schnee. Promis in Partylaune. Cooles Kitzbühel. Im Rahmen des legendären 73. Hahnenkammrennens lockte Veuve Clicquot vergangenes Wochenende wieder zahlreiche Prominente zum exklusiven „Clicqout in the snow Party warm up“ nach „Kitz“. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin war Andrea Gerum vor Ort. Diese Einladung war auch im dritten Jahr in Folge wieder heiß begehrt: Unter dem Motto: „Hüttenzauber – die etwas andere Après Ski Party“ wurde für dieses Event auf der Bichlalm extra eine originale Berghütte im rustikalen Ambiente errichtet.

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Rund 200 geladene Gäste tranken dank 300 Flaschen Veuve Clicquot Champagner tapfer gegen eisige Kälte und trübes Wintergrau an. Knalliges „Veuve–Orange“ sorgte für fröhliche Farbtupfer im tief verschneiten Gelände und attraktive junge Kellner immer für ein stets gefülltes Champagnerglas. Ob Eisstockschießen oder lieber Schampus ad infinitum zum Aufwärmen – beides sorgte bei den Gästen für gute Laune gegen den dunkelgrauen und schwer verhangenen Himmel. (mehr …)

San Daniele Pop Up Store: An der Klaue sollt Ihr sie erkennen!

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Leicht und luftgetrocknet. Weich und würzig. Wer denkt bei diesen Attributen an Schinken? Nein, nicht der kräftige, fette, geräucherte Schinken, wie wir ihn in aus dem Schwarzwald her kennen. Wie so vieles, so verstehen die Italiener auch den Schinken elegant herzustellen. Er braucht halt etwas mehr Zeit. Und davon haben die Italiener ja bekanntlich genügend. Zumindest für das Reifen von Lebensmitteln, sei es Fleisch, Wurst oder Käse. Südlich der Alpen, südlich von Österreich, östlich vom Trentino und westlich von Slowenien liegt die Region Friaul-Julisch-Venetien. Sie besticht durch ihre Mischung aus ungestümen, unwegsamen, ja fast ungastlichen Gebirgen im Norden und der sanften, weichen, welligen Landschaft am warmen Mittelmeer. Friuli Venezia Giulia ist nicht so touristisch wie Südtirol, ist nicht so bekannt wie Venetien, ist aber auch nicht über Jahrzehnte in der Entwicklung gebremst wurden wie Slowenien. Von hier kommen tolle Weißweine wie der Friulano. Und der berühmte San Daniele Schinken. Diese leckeren Spezereien präsentierte die Region in einem Pop-Up-Store in München.

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Ok, was ist ein Pop-Up-Store? Nichts anderes als ein Laden, der nur eine kurze Zeit offen ist. Der extra nur für einen ganz bestimmten Zweck für ein paar Wochen oder Monate existiert. Wir kennen das ja schon von irgendwelchen Sonderangebots-Rabatts-1Euro-Läden. Eben noch war hier ein Drogerie-Markt, heute ist es ein Trachten-Shop, weil es kurz vor dem Oktoberfest sein mag, morgen ist es ein Matratzen-Outlet.

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Diese Masche hat die Region Friaul-Julisch-Venetien aufgegriffen und unterstützt ihre Produkte mit Pop-Up-Stores. Eben noch gab es diesen Laden in Mailand, dann in London, jetzt in einer ehemaligen Eisdiele in München und morgen in irgendeiner anderen Stadt in Europa. Oder vielleicht in Japan? Man weiss es noch nicht.

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Ich besuchte kürzlich den San Daniele Pop Up Store in München. Das Consorzio del Prosciutto die San Daniele präsentiert zusammen mit dem Consorzio delle DOC del Friuli Venezia Guilia die bekanntesten Spezialitäten der Region Friaul-Julisch Venetien. In bester Lage, direkt am Gärtnerplatz im Glockenbachviertel, lockt der Laden mit frischem Schinken und Weinen aus Friaul. Wer will, der kann hier auch zum Master ausgebildet werden, im Hinterzimmer gibt es Kurse über die Besonderheiten von Schinken und Weinen. Ich liess es mir nicht nehmen, an so einer Masterclass teilzunehmen. Und ich habe eine Menge über diesen leckeren Schinken gelernt. (mehr …)

225 Liter: Handverlesene Winzer präsentieren ihre aktuellsten Tropfen

225 Liter Handverlesene Weine - Konzentration zur Degustation
225 Liter – Der Name ist Programm. Genau diese Menge passt in ein schönes Barrique-Faß. Nicht mehr, nicht weniger. Die Weinfachhändler Katrin Kohl und Stefan Grote haben sich nicht nur diese Menge, sondern auch die Qualität eines edlen im Barrique-Faß ausgebauten Weines zum Motto genommen. Wein ist Poesie in Flaschen – Emotionen, Bilder im Kopf, hunderte unterschiedlicher Aromen in der Nase und im Mund. Damit Kunden und ausgewählte Fachjournalisten die neuesten Kreszenzen ausgesuchter Winzer verkosten können, hatte „225 Liter Handverlesene Weine“ am gestrigen Donnerstag in die Räume des Europäischen Patentamtes in München gebeten. Le Gourmand war für Euch dabei und hat sich durch die folgenden Kreationen durchprobiert.

„Weine, die Spaß machen, deren komplexe Aromen man mit jedem Schluck neu erschmeckt, deren Charakter geprägt ist von dem Boden, auf dem sie gedeihen, von den Rebsorten und der Handschrift des Winzers, der sie geschaffen hat“ – so lyrisch und lecker schildert es der Weinfachhändler selbst auf seiner Seite. Abseits der ausgetretenen Pfade und industrieller Massenproduktion suchen sie kleine Winzer, die mit absoluten Top-Qualitäten zu überzeugen wissen. Gestern also war es wieder soweit: Wir hatten die Möglichkeit nicht nur den Weinhändler kennenzulernen, sondern eben auch den persönlichen Kontakt zum Winzer, konnten uns mit ihm unterhalten, können so einen persönlichen Bezug zu der Flasche vor uns bekommen, zu dem Wein, der sich in unserem Glase befindet.

Wir verkosteten folgende Weine:

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Tenuta Ornellaia: Wenn der Winzer weiss, welchen Wein Du trinkst – dank RFID-Chip

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So wird der Kunde bis zur Weinflasche nachvollziehbar und kann identifiziert werden: Dank RFID-Chips, die unsichtbar auf Weinflaschen im Etikett versteckt sind, weiss der Winzer, welche Flasche Wein in welchem Laden verkauft wurde. Technisch wäre es möglich, sogar den Käufer und sein Kaufprofil zu ermitteln. Doch das geht noch nicht ganz – dank Datenschutz. Aber wir sind nicht mehr weit davon entfernt. Doch warum treiben Winzer den Aufwand von RFID-Chips auf Weinflaschen? Der aktuelle Grund ist wirtschaftlich viel bedeutsamer für die Winzer: Der Markt wird mit Fälschungen von Markenprodukten überschwemmt. Denn mit der Krise steigt auch die Zahl der Fälschungen von Luxusgütern.

So alarmierten die französischen Zeitungen Le Monde und Le Figaro kürzlich ihre Leser, dass der chinesische Weinmarkt von gefälschten Grand Crus geradezu überschwemmt sei und empfahlen auch den europäischen Weintrinkern eine gewisse Wachsamkeit. Aber Europas Spitzenwinzer kennen das Problem und haben bereits erste Gegenmaßnahmen ergriffen, um das Fälschungsrisiko auszuschalten. So hat die Tenuta dell’Ornellaia aus Bolgheri (Toskana) in ein Identifikationssystem mit Mikrochip und über Radiofrequenz (RFID) investiert. (mehr …)

Duckstein „emanzipiert“ Bier und lagert es in Sherryfässern

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Was bitte ist das nun schon wieder? Ein emanzipiertes Bier? Ist es nicht eher eine Veredlung? Eine Variation? Wie auch immer, die Brauerei Duckstein braut Biersorten mit edlem Hopfen und lässt sie in Sherry-Fässern reifen. Pünktlich zum Jahresende, wenn die Festtage zu kulinarischen Hochleistungen anspornen, präsentiert Duckstein mit der streng limitierten Braukunst Edition 2012 ein Highlight innovativer Bierveredelung – ein in Sherry-Fässern gelagertes Special Ale. Die Brauerei hat mich zu einem Aroma-Workshop eingeladen, der in zwei Tagen im Restaurant Isargold bei Martin Brau äh, Baudrexl stattfinden wird. Ich bin schon sehr gespannt, wie diese Biere schmecken werden.

Das passt zeitlich ja nicht nur zum Oktoberfest, das hier in München gerade stattfindet. Sondern auch zu der Ankündigung des Verbandes der Privaten Brauereien, sich mehr dafür einzusetzen, dass Biere als Menübegleiter eingesetzt werden sollten: Beer-and-Food-Pairing, wie es auf Neusprech heisst. Da werfe ich doch gerne einen Blick auf die letzte Meldung von Duckstein. Als kleine Vorbereitung auf den Workshop. Was sollte ich über die neuen Biersorten wissen? Nach der erfolgreichen Braukunst Edition 2011 bringt die Biermarke Duckstein bereits zum zweiten Mal eine Sonderedition ihres  Luxus-Bieres auf den Markt. Gebraut aus erlesenen Malz- und Hopfensorten, entwickelte das außergewöhnliche Special Ale durch die anschließende 6-monatige Reifung in andalusischen Sherry-Fässern köstliche Duftakkorde und lässt jeden Schluck zu einem sinnlichen Geschmackserlebnis werden. (mehr …)

Jungwinzerinnen Kalender 2013: Fesche und sexy Winzerinnen für jeden Monat

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Charmant, elegant, sympathisch: Österreichs Winzerstöchter präsentieren sich und ihre Weine auf die wohl attraktivste Weise. Bereits zum zehnten Mal regt der Jungwinzerinnen Kalender den Appetit an, die leckeren österreichischen Weine zu verkosten. Für die 10. Auflage des Kalenders haben es wiederum zwölf Weingüter (drei aus dem Burgenland, sieben aus Niederösterreich und zwei aus der Steiermark) in den Kalender geschafft.

Dieser Winzerkalender, erklärt Dr. Ellen Ledermüller-Reiner, Herausgeberin des Jungwinzerinnen Kalenders, „soll burgenländische, niederösterreichische und steirische Betriebe einem breiten Publikum bekannt machen und möchte auf moderne, sympathische Weise das Vermarkten der gehaltvollen Weine unterstützen. Wer wäre da besser geeignet als der eigene Winzerinnen Nachwuchs. Weinwerbung und Tourismuswerbung sind das Ziel dieser Maßnahme.“ (mehr …)

Beer and Food Pairing: Warum Bier ein perfekter Begleiter durch ein edles Menü sein kann

Bier Genuss Rad der Privaten BrauereienZu jedem Gang eine andere Biersorte? Im kleinen 0,1- oder 0,2-Liter Glas frisch vom Fass oder aus der Flasche? Spezialbiere, die es nur zu bestimmten Jahreszeiten gibt? Könnt Ihr Euch das vorstellen? Der Verband der Privaten Brauereien möchte gern des Deutschen liebstes Getränk, das Bier, stärker in den Gourmet-Tempeln unseres Landes vertreten sehen. Statt des Weines soll Bier auch als selbstverständliches korrespondierendes Getränk genommen werden. Nicht nur zu Schweinsbraten, Eisbein oder Schweinshaxn – sondern etwa auch zu Fisch, Rind oder Lamm. Warum eigentlich nicht? Ich nahm gestern an einer kleinen Probe teil im Platzl-Hotel München. Wie praktisch: das Hotel gehört der Familie Inselkammer. Und die Privatbrauerei Ayinger auch. So begleiteten das Sechs-Gänge-Menü aus der Platzl-Hotelküche sechs verschiedene Biere aus der Ayinger Brauerei.

In den USA füllen Bücher zum Thema, wie „The Brewmaster’s Table“, ganze Bücherregale. „Beer and Food-­Pairing“ nennen die US-­Feinschmecker die Suche nach besonders harmonischen Bier­- und Speisen­-Kombinationen. In Deutschland gibt es dafür noch keine befriedigende Übersetzung – außer „korrespondierende Getränke“. Aber immer mehr Brauer und Gastronomen denken darüber nach, wie dem Verbraucher die Aromenvielfalt der unterschiedlichen Biere zum Essen vermittelt werden können. Grund genug für den Verband Private Brauereien, sich an die Spitze dieser Bewegung zu stellen und über geeignete Medien das Thema zu treiben. (mehr …)

Tipps für die Qualität, Lagerung und Zubereitung hochwertiger Tees

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Wer Tee trinkt, vergißt den Lärm der Welt. Ich weiss zwar nicht, wer den Satz mal gesagt hat, aber für mich trifft es auf jeden Fall zu. Ich bin bekennender „Tee-ist“, ich brauche – abgesehen von der morgendlichen Dusche – meine 1,8 Liter Darjeeling FTGFOP First Flush von der Teekampagne frühmorgens zum Aufwachen. Wer nur kleine Mengen Tee kocht und dafür eine Teekanne sucht, für den habe ich hier schon mal die Teekenner-Teekanne besprochen. Wie erkennen Sie hochwertige Teesorten? Worauf sollten Sie bei der Lagerung von Tee achten und wie sieht die optimale Zubereitung aus? Natalia Panne, Tee-Expertin von www.tea-exclusive.de, gibt hilfreiche Tipps – die folgenden Bilder entstanden bei meinem Besuch der Geragama Tea-Plantation in Sri Lanka:

SriLanka_09_GeragamaTeaPlantation_2010_001Qualität erkennen
Die Produktion von Tee ist eine Wissenschaft für sich und benötigt viel Erfahrung. Angefangen beim Anbau, über die Ernteweise und den Erntezeitpunkt sowie die anschließende Verarbeitung bis hin zur Lagerung und dem Transport bestimmen zahlreiche Faktoren das Endergebnis. Hochwertige Tees erkennen Sie in der Regel daran, dass sie lose und ohne künstliche Aromen erhältlich sind. (mehr …)

Rettet die Berliner Weisse! Berliner will Original-Traditionsgetränk brauen

Rot oder Grün – oder ganz pur? Früher wurde die Berliner Weiße gern „mit Strippe“ getrunken, mit einem Korn. Diese harte Version ist schon lange ausser Mode. Und auch pur ist nicht jedermanns Sache. Mit Himbeer- oder Waldmeistersirup sind die beliebtesten Sorten, wie Berliner Weiße getrunken wird. Doch leider sehe ich mittlerweile viel zu häufig fertig gemischte Dosen. Bah! Früher gab es in Berlin wenigstens noch Konkurrenz unter den Bierbrauern. Schultheiss genörte zur Dortmunder-Union-Schultheiss-Brauerei, Berliner Kindl zu Dr. Oetker. Seit einigen Jahren ist alles nur noch Dr. Oetker. Der Berliner Brauereimarkt ist ein Monopol, mal abgesehen von den paar kleinen Gasthausbraureien, die einen richtig leckeren Stoff brauen. Doch Berliner Weiße? Ausser der Brühe von Dr. Oetker – Fehlanzeige! Kürzlich fand ich einen Artikel, der mir diese prekäre Lage noch wesentlich deutlicher vor Augen führte, als ich es bisher befürchtete. „Berliner Weiße – Rettung eines Bieres“ schreibt Andreas Bogk auf inkubato.com.

Andreas Bogk will die Berliner Weiße wieder auf den Markt bringen. Er will sie selbst brauen. Und für sein Projekt hat er bereits 15.521 € von diversen Investoren zusammen bekommen. Doch bei diesem Projekt braucht er natürlich noch einige Finanzmittel mehr. Und bestimmt auch mehr Unterstützung. Das Projekt läuft noch bis 13.09.2012.

Was mich total überraschte, ist, dass Dr. Oetker bzw. die zur Radeberger-Gruppe gehörende Berliner Kindl-Weisse längst nicht mehr nach dem Originalrezept gebraut wird. Andreas Bogk schreibt: (mehr …)

Teekenner: Coole Kanne trennt Tee von Teeblättern per Knopfdruck

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Befreit die Teeblätter! Weg mit Teebeuteln, Teeeiern und anderen Käfigen, in denen Teeblätter zwangskaserniert werden! Liebhaber guten Tees wissen das schon längst. Teeblätter lieben es, in einer Kanne sich frei und ungehemmt entfalten zu können. Doch ein Zwei-Kannen-Prinzip – in der einen Kanne aufgiessen, in die andere Kanne ohne Teeblätter nach der Ziehzeit abseihen – ist etwas aufwändig. Der Online Bio Tee Shop Teekenner bietet jetzt eine Teekanne an, die auch für nur eine Teetasse eine optimale Lösung darstellt: Ein integriertes System, bei dem im oberen Kannenabschnitt erst die Teeblätter mit heißem Wasser aufgegossen werden und ziehen – auf Knopfdruck fliesst der fertige Tee durch ein Sieb nach unten, die Blätter bleiben oben. Eine tolle Idee, vor allem, wenn grüner oder weißer Tee mehrfach aufgegossen werden sollen.

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Bei großen Mengen an Tee stehen Teekannen und Teefiltersysteme in verschiedenen Ausführungen zur Verfügung. Hier gefällt mir noch die Bodum Chambord Teekanne am besten. Früher habe ich gern die Baumwollfilter benutzt, doch irgendwann sehen die Dinger häßlich aus, sind schwarzbraun und hart. Das ständige Teeblätter in Mülleimer rausdrücken ist ziemlich nervig. So bin ich schon seit einiger Zeit bei den Einmal-Teefiltern aus dem dm-Laden gelandet, die gleich direkt im Müll landen. Das ist die saubere Version. In diesen Varianten haben die Teeblätter auch genügend Platz – wenn auch nicht so optimal wie beim 2-Kannen-System oder in der Chambord-Kanne. Für meine 1,8 Liter Darjeeling zum Frühstück ist das aber die praktikabelste und schnellste Möglichkeit. Doch nicht jeder trinkt soviel Tee wie ich. Oder manchmal soll es ja auch nur eine Tasse von einem ganz besonderen Tee sein, etwa eine exklusive grüne oder weiße Sorte. Und diese Blätter gieße ich dann auch gern zwei- oder gar dreimal auf und freue mich an der Vielfalt der Aromen. Bisher hatte ich dafür meine viel zu groß dimensionierte normale 1,8 Liter Teekanne. Jetzt endlich kann ich ganz gezielt Kleinstmengen etwa aus Probebeuteln gezielt mit wenig Wasser aufgiessen und geniessen. Die Teekenner-Kanne ist dafür eine schöne Lösung. Wie genau funktioniert diese Teekanne? (mehr …)