deutschlank: Geschnetzeltes mit Hühnchen und Pilzen und 99 weitere Diät-Rezepte

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Abnehmen ohne Sport? Genau das richtige für mich! Köstlich essen und dabei abnehmen? Wow, ich bin interessiert. Kürzlich fiel mir ein neues Diät-Konzept in die Hand: Deutschlank – Das Kochbuch von Achim Sam und Michael Hamm.

Dabei handelt es bei Deutschlank nicht nur um ein weiteres Kochbuch mit Diät-Tipps und Abnehm-Rezepten. Es handelt sich um ein komplett neuartiges Konzept, das sich auf den einzelnen Menschen einstellen möchte und wirklich zu Erfolgen führen möchte. Vor geraumer Zeit habe ich ja schon einmal eine kurze und intensive Diät ausprobiert. Daher habe ich das Buch mal genauer unter die Lupe genommen.

Allerdings habe ich mich nicht en Detail mit der Diät befasst, kann Euch also nicht sagen, ob das Konzept funktioniert oder nicht. Doch zumindest habe ich das Buch gelesen und mir ein Rezept vorgenommen, das sehr köstlich ist. Soviel vorab: Bei diesem Programm wird ganz ohne Sport abgenommen.

Deutschlank: In den Genen liegt das Geheimnis

Warum ist Abnehmen so schwer? Warum wirken die meisten Diäten nicht? Die beiden Ernährungs-Experten Achim Sam und Professor Michael Hamm behaupten nach eigenen Angaben mit Deutschlank das Rätsel ums Abnehmen geknackt zu haben. Der Figur-Schlüssel liegt nicht nur in den Genen und der Lebensweise, sondern auch im individuellen Stoffwechsel-Typ. „Lüfte das Schlank-Geheimnis und entlarve deine Dickmacher“, sagen die Autoren und haben einen Test entwickelt, mit dem jeder seinen Figur-Code entschlüsseln kann. Alles ist erlaubt, solange es zum persönlichen Stoffwechsel-Typus passt.

Deutschlank – Das Kochbuch bietet einen individuellen Stoffwechsel-Test und eine Einführung in die wissenschaftlichen Grundlagen. Über 100 einfache Rezepte, mit Varianten für jeden der drei Stoffwechsel-Typen, schmecken garantiert, denn auch Burger und Schnitzel sind dabei. Ohne Kalorienzählen, garantiert lecker und absolut individuell. So geht genussvoll und erfolgreich Abnehmen heute.

Technisch gesehen ist auch deutschlank ein Online-Programm, wie die meisten Ernährungsprogramme heutzutage, die Abnehmen zum Ziel haben.

Deutschlank bedeutet entspannt abnehmen ohne anstrengende Sportprogramme. Deutschlank arbeitet auf wissenschaftlicher Basis und findet mit Ernährungsanalysen die richtigen Rezepte für den Anwender um die Pfunde purzeln zu lassen. Ziel des ganzen Programms ist es langfristig und schonend abzunehmen ohne Jojo-Effekt und lästiges Kalorien zählen. Es soll sich von anderen Diäten abheben, indem es einfacher wird und vor allem nachhaltig bleibt.

Deutschlank wurde wissenschaftlich geprüft und bestätigt. Die Ernährungsanalysen beziehen sich auf eine durchgeführte ausgiebige Studie mit Forschungsschwerpunkten auf Untersuchungen zu Wechselwirkungen von Ernährung, Stoffwechsel und Immunsystem.

Woher bezieht Deutschlank die Erfahrungen?

Die Frage stellt sich natürlich als erstes: woher bezieht das Abnehmprogramm „Deutschlank“ die Erfahrungen? Das ganze Programm stützt sich auf eine umfassende Studie zum Thema Ernährung. Diese wurde durchgeführt an der Universität Lübeck. 

Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Christian Sina, haben Ernährungsmediziner des Institutes für Ernährungsmedizin der Universität zu Lübeck den Deutschlank Test entwickelt. Die Universität hat über 150 Freiwillige für 2 Wochen beobachtet, wie sich der Blutzuckerspiegel bei verschieden Lebensmitteln verhält. Die Freiwilligen schrieben Protokolle darüber was sie gegessen hatten und auch in welcher Menge und zu welchem Zeitpunkt.

Was ist der Deutschlank Test?

Der Deutschlank Test zeigt dir welcher Abnehmtyp du bist. Der Deutschlank Test unterscheidet in 3 Typen:

  •  Der Speichertyp,
  • der Mischtyp,
  • der Verbrennertyp. 

Der Test wird dir dabei helfen langfristig und effektiv abzunehmen.

Um den Deutschlank Test zu machen, muss man sich allerdings zuerst für eine der drei Abo-Versionen entscheiden. Erst dann erhält man den Test. In einer anderen Rezension lese ich, dass es wohl mal einen kostenlosen Blitzcheck mit fünf Fragen gegeben haben muss, davon lese ich aber nichts auf der Webseite. Der wurde also wohl schon wieder eingestellt. Oder Du legst Dir das Kochbuch zu, denn hier versteckt sich der Deutschland-Test auf den Seiten 16/17. Bewertet wird die Anzahl der Nein-Antworten für die Fragen, dabei sind die Fragen mit Dreieck, Kreis oder Quadrat gekennzeichnet. Mein persönlicher Test ergibt jeweils 5 Nein-Antworten bei Dreieck, Kreis oder Quadrat. Demnach bin ich also ein Mischtyp. Der Test funktioniert also so einfach und unkompliziert wie die Flirt-Tests in der Bravo – aber wer liest die eigentlich noch?

Sammel mit Deutschlank Erfahrungen für den Alltag, um immer am Ball zu bleiben. Einfach den Fragebogen ausfüllen und sich verblüffen lassen, du wirst es nicht glauben was du trotzdem alles essen darfst und was immer die Dickmacher im Alltag waren. Oft sind es nicht die Dinge, die man vermutet, manchmal sind es die Dinge die man am wenigsten vermutet hätte. Unter anderem bietet Deutschlank auch noch andere Tests an, wo es zum Beispiel darum geht wie gesund ernähre ich mich? Auch das eigene Ernährungsverhalten sollte man im Auge behalten. Ein weiter Test von Deutschlank analysiert diesen und zeigt dir auf diesem Wege wie du Pfunde verlierst. Probier es aus und mach mit den wissenschaftlichen Tests, die Erfahrungen der Wissenschaftler zu deiner deinen persönlichen Deutschlank Erfahrung.

Wissenschaftliche
Ernährungsanalysen
Bis zu 100
Lieblingsrezepte
Wöchentliche
Abnehmtipps
Ermittlung Deines individuellen
Stoffwechseltypen
Die besten Schlankmacher-
Rezepte speziell für Dich
Mit wöchentlichen Videos und Tipps von Foodprofi Achim Sam
Umfangreiche persönliche
Nährstoffanalyse
Mit extra Turbo-Rezepten für schnellstmögliche ErfolgeNützliches Expertenwissen und Insider-Tricks für den Alltag
Auswertung zu Deinem
Ernährungsverhalten
Schnell zuzubereiten – in max.
30 Minuten auf den Tisch
Zum schnellen Abnehmen und Schlankbleiben
Auswertung zu Deinem
Ernährungsverhalten
Supergünstig – alle Gerichte unter 5 Euro24 smarte Strategien für langfristige Erfolge
Großer Check – esse ich
gesund?

Zu wem passt Deutschlank?

Deutschlank ist für alle ab 16 Jahre geeignet, die schonend und nachhaltig abnehmen möchten und sich natürlich auch gesund ernähren möchten. Du kannst dich mit den Rezepten auch vegan oder vegetarisch erzählen, auch daran hat Deutschlank gedacht. Es geht dabei auch nicht nur um Abnehmen sondern auch sich bewusst gesund zu ernähren und seinen Stoffwechsel zu verstehen.

Was bekomme ich von Deutschlank?

Du erhältst die Testergebnisse und erfährst welcher Abnehmtyp du bist. Das ist der Schlüssel zum erfolgreichen abnehmen. Es werden mit dir umfangreiche Ernährungsanalysen durchgeführt, um genau für dich ein Programm zu entwickeln. Diese Tests zeigen dir wie gesund du im Moment isst.

Dazu erhältst du 100 Rezepte persönlich auf deine Bedürfnisse zugeschnitten. Diese werden dir das abnehmen leichter machen und vor allem sind alle 100 Gerichte für wenig Geld zu realisieren damit der Geldbeutel nicht unnötig beansprucht wird. Auch brauchst du nicht stundenlang in der Küche zu stehen, denn alle Gerichte werden in unter 30 Minuten tischfertig sein.

Desweiteren erhältst du wöchentlich Videos und vom Experten Achim. Auch wertvolle Tricks für den Alltag erhalten Sie um auch langfristige Erfolge zu generieren. Insgesamt stehen 24 Strategien für langfristige Erfolge zur Verfügung.

Was kostet mich Deutschlank?

Es gibt im wesentlichen zwei Programme die für dich zu Auswahl stehen. Du kannst zwischen einem Programm für 3 Monate und für 6 Monate wählen. Du bist keine 24 Monate an einen Vertrag gefesselt, lediglich 1 Monat Kündigungsfrist besteht bei dem Deutschlank Programm. Wenn man bedenkt was man für diesen geringen monatlichen Beitrag bekommt kann man dem nix entgegen setzen. Und noch ein kleiner Tipp: Sie erhalten Rezepte zu Gerichten die alle für unter 5 Euro zu realisieren sind. Meist gibt man jetzt schon mehr Geld für essen aus und holt sich durch die Ersparnisse den monatlichen Beitrag wieder automatisch rein.

Wenn du keine Lust drauf hast dich im Fitnessstudio abzumühen oder beim Programm teilzunehmen, wäre vielleicht das Deutschlank Programm was für dich? Ein weiterer Vorteil ist, egal welches Programm ihr auswählt – es endet immer automatisch nach 3,6 oder 12 Monaten – es gibt keine automatische Verlängerung! Aber natürlich lassen sich alle Programme nach Wunsch verlängern.

  • Der „Kickstart“ geht über drei Monate. Er kostet momentan 4,17 Euro wöchentlich bzw. 50 Euro insgesamt.
  • Schlank werden und schlank bleiben“ geht über sechs Monate und kostet 3,13 Euro pro Woche oder 75 Euro insgesamt.
  • Schlank durchs Jahr“ ist die komplette Jahresdiät mit einer Dauer von 12 Monaten. Dieser Dauerbrenner kostet 2,06 Euro pro Woche bzw. 99 Euro für das ganze Jahr insgesamt.

Fazit:

Bei Deutschlank handelt es sich in meinen Augen weniger um eine klassische Diät, die man ein paar Wochen durchzieht, sondern mehr um die Idee einer längerfristigen Ernährungsumstellung. Angesichts meiner eigenen Pfunde, die ich zuviel habe und die mich schon etwas stören, werde ich mich vielleicht mal für das Programm anmelden. Der Unterschied zu anderen Kochbüchern: Jedes Rezept ist mit drei unterschiedlichen Zutatenmengen aufgeführt, die je zu einem der drei Stoffwechsel-Typen passen. 

Deutschlank: Geschnetzeltes mit Hühnchen und Pilzen

Doch zuerst einmal habe ich das Kochbuch mit den vielen Rezepten vor mir und habe mir für Euch eine köstliche und doch auch klassische Kombination herausgesucht: Geschnetzeltes mit Hühnchen und Pilzen. In dem Rezept sind für die drei Stoffwechsel-Typen drei Variationen dargestellt: 1) Mit 150g Hähnchen und Pilzen sowie 160g Reis, 2) Mit Pilzen und 200g Reis oder 3) Mit 200g Hähnchen und Pilzen sowie 120g Reis. Bei diesem Rezept dreht sich alles um den Reis. Der Verbrennertyp greift beherzt zu, weil er kein Fleisch bekommt, der Speichertyp bekommt ihn wohldosiert und dafür etwas mehr Fleisch. Dabei ist die Portion so bemessen, dass man nur die Hälfte davon gleich isst, die andere Hälfte für den nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahrt. Dabei wird mir auch klar, warum ich so nicht abnehmen kann: Ich esse immer die ganze Portion auf…

Wir holen also unseren Wok und den Topf von Cristel aus dem Schrank, die wir im Frankreich-Urlaub in der Fabrik gekauft haben und legen los.

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Während die in kleine Stückchen geschnittene Hähnchenbrust in etwas Öl anbrät, simmert im Topf daneben der Reis zusammen mit einer kleinen Scheibe Ingwer.

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Wir nehmen das Hähnchenfleisch aus der Pfanne und braten nunmehr die Pilzmischung an. Wir haben Egerlinge und Austernpilze gefunden. Im Rezept werden Champignons, Austernpilze, Kräuterseitlinge sowie Pfifferlinge vorgeschlagen. Ich bin überzeugt, dass es mit allen diesen Pilzen hervorragend schmeckt.

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Gewürze und Gemüsebrühe rein, zudecken und köcheln lassen.

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Fleisch und Frischkäse zu den Pilzen geben und alles nochmal kurz aufkochen lassen.

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Für eine funktionierende Diät sollte ich mir allerdings meine Portionsgrößen nochmal überlegen.

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Mehr Infos:

Service:

Das Buch von deutschlank – Das Kochbuch von Achim Sam und Prof. Michael Hamm kann mit dem unten stehenden Link erworben werden. Dies ist ein Affiliate-Link zu Amazon. Euch kostet das keinen Cent mehr, ich bekomme ein paar wenige Cent zur Finanzierung dieses Online-Magazins. Herzlichen Dank also im voraus!



Kartoffel-Bohnen-Pfanne und 116 andere Kartoffelrezepte

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Das wahre Gold der Inka: Kartoffeln und Bohnen werden absolut unterschätzt. Viel zu oft sind sie nur Begleiter. Die Kartoffel wird lieblos als Sättigungsbeilage bezeichnet. Bohnen haben den zweifelhaften Ruf, den Achtersteven zum Grinsen bringen. Dabei passen die beiden großartig zusammen und ergeben ein köstliches Hauptgericht. Unsere Kartoffel-Bohnen-Pfanne ist schnell gemacht, es ist ein perfektes vegetarisches Gericht, das allerdings kein Problem damit hat, beispielsweise mit einer Bulette ergänzt zu werden. Dieses Gericht ist ideal, um in Corona-Zeiten Abwechslung auf den Esstisch zu zaubern. Wir entnehmen das Rezept dem Buch von Cornelia Adam: „Gute Kartoffeln – Die große Liebe zur kleinen Knolle“ aus dem Dort-Hagenhausen-Verlag.

Kaum eine Pflanze hat eine solche Erfolgsgeschichte vorzuweisen wie die Kartoffel. Sie ist heute nicht nur ein wichtiges Grundnahrungsmittel, sondern in all ihren Verarbeitungsformen ein Liebling der Kinder, eine Delikatesse für Gourmets, ein vegetarischer Genuss, veganes Superfood und vieles mehr.

Kartoffel-Bohnen-Pfanne: Die grosse Liebe zur kleinen Knolle

Das Interesse für die vielen verschiedenen Sorten hat in letzter Zeit stark zugenommen. Seit Bio-Bauern der Qualität der Kartoffel eine neue Bedeutung gegeben haben, ist es wieder „in“ gute Kartoffeln anzubauen oder zu kaufen und zu kochen.

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Die renommierte Food-Autorin Cornelia Adam hat in dem Buch „Gute Kartoffeln – Die große Liebe zur kleinen Knolle“ viel Wissenswertes über Kartoffeln zusammengetragen, darunter Porträts aller wichtigen und interessanten Kartoffelsorten, Warenkunde, Bezugsquellen, Infos und Geschichten zum Anbau und zur Ernte, nicht nur auf dem Acker, sondern auch im Garten und sogar auf dem Balkon.

Im Mittelpunkt des Buches stehen 117 Rezepte aus Deutschland und der Welt, bei denen die Kartoffel die Hauptrolle oder die Begleitung spielt, inklusive etlicher Lieblingsrezepte von Prominenten, wie einer bayerischen Kartoffelkönigin sowie von Spitzenköchen, wie etwa dem mit 1 Michelin-Stern ausgezeichneten Koch des Gourmetrestaurants Dichterstub’n der Egerner Höfe, Thomas Kellermann. Die Rezepte werden fast alle begleitet von appetitanregenden Bildern, die die Auswahl erleichtern – oder aber erschweren, weil man vor lauter Wasser im Mund nicht weiss, welches dieser Rezepte man jetzt nachkochen möchte.

Kartoffel-Bohnen-Pfanne: Kartoffeln sind das wahre Gold der Inka

Doch warum sind Kartoffeln eigentlich das „wahre Gold der Inka„? Als die Spanier Südamerika eroberten, erkannten sie in ihrem Gold- und Blutrausch leider nicht, dass sie mit der Kartoffel eigentlich schon das wahre Gold der Inka entdeckt hatten. Schließlich ist eine einzige Weltkartoffelernte heute mehr wert als alles Gold, das die Eroberer von den Inka raubten und nach Europa entführten.

Leider haben heute weder die Inka noch ihre Nachfahren etwas von diesem Reichtum. Die Kartoffel zählt neben Mais, Reis und Weizen zu den vier wichtigen Nahrungspflanzen der Welt. Heute sind die Hauptproduzenten China, Indien und Russland.

Kartoffel-Bohnen-Pfanne: Von Bayern nach Preußen

In Deutschland gibt es über 150 verschiedene Kartoffelsorten, die meisten Kartoffeln werden in Niedersachsen und Bayern angebaut.

Dabei hatte die Kartoffel in Europa im Allgemeinen und in Deutschland im Speziellen zuerst einen sehr schweren Start. Die ersten Kartoffeln in Deutschland wurden bereits 1647 im fränkischen Pilgramsreuth angebaut.

Die große Kartoffel-Offensive unseres preussischen Königs Friedrich II. – der nicht nur als Friedrich der Große oder der „Alte Fritz“ seinen Weg in die Geschichte fand, sondern auch als derjenige, der die Kartoffel populär machte – startete erst 100 Jahre später. In vielen Schul-Geschichtsbüchern wird noch heute die damalige Karikatur abgedruckt, in der der Alte Fritz mit Kartoffelknollennase dargestellt wird.

Die Kartoffel ist also eine fränkische, wenn nicht gar eine bayerische Erfolgsgeschichte. Nicht umsonst schmeckt mir die Bayerische Kartoffel so gut und kaufe ich mir sehr gerne auf meinem Münchner Bauernmarkt oder anderen Märkten oder auch beim Bauern direkt frische Kartoffeln, möglichst aus Bio-Landwirtschaft.

Kartoffel-Bohnen-Pfanne: Gesundes Volksnahrungsmittel

Die Tatsache, dass sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum „Volksnahrungsmittel“ geworden ist, ist erstaunlich, wenn man bedenkt, wie gross die Widerstände der Bevölkerung gegen die „Erdäpfel“ gewesen sind. Denn die Deutschen waren anfangs der Meinung, man müsse die Blätter essen. Doch die schmecken bitter. Dann haben einige die Früchte an der Pflanze gegessen – doch die sind giftig, ja sogar tödlich.

Es dauerte dann also einige Zeit, bis sich das Wissen durchsetzte, dass man die Knollen in der Erde ausgraben, dann auch noch kochen – und nicht etwa roh verzehren – muss. Dabei ist die Kartoffel ein wertvoller Vitamin C-Lieferant und ein hochwertiges, sättigendes Nahrungsmittel, das nicht dick macht (wenn man das Öl beiseite lässt!). Seine Stärke soll sogar Krebserkrankungen vorbeugen.

Kartoffel-Bohnen-Pfanne: Mit Kartoffelrezepten um die Welt reisen

Cornelia Adam beschränkt sich in ihrem Buch nicht nur auf rein deutsche oder altbekannte Rezepte. Ganz im Gegenteil, sie stellt die Kartoffel als Hauptprodukt in Suppen und Eintöpfen sowie Salaten ebenso köstlich dar, wie etwa in traditionellen und internationalen Ofengerichten, Pfannengerichten, in Klassikern wie Gnocchi, Knödel, Bubenspitzle und auch in Desserts und Gebackenem.

Dass so ein fleischlastiges Rezept wie Tafelspitz dabei bei den Suppen gelandet ist, ist wohl dem Schwerpunkt auf der Kartoffel und der wohlschmeckenden Brühe geschuldet. Das Buch wendet sich also an Einsteiger und Anfänger, die erstmal die Grundrezepte für Klassiker kennenlernen wollen, wie auch moderne Vegetarier, Veganer und Food-Touristen, die Abwechslung in der täglichen Küche suchen.

So reisen wir mit dem Kartoffelcurry mit gelben Linsen nach Indien resp. Sri Lanka, mit einem mediterranen Kartoffelsalat mit Kirschtomaten, Oliven und Kapern nach Spanien und mit einem Kartoffel-Rindfleischsalat nach Asien.

Kartoffel-Bohnen-Pfanne: Kartoffeln erst schälen, dann waschen?

Meines Erachtens ist der Autorin sowie der Schlussredaktion im Verlag ein kleiner handwerklicher Fehler durchgerutscht, der zwar zu verzeihen ist. Aber wenn ich ein Rezept Schritt für Schritt durchkoche, dann möchte ich doch, das alles in der richtigen Reihenfolge angeordnet ist. Bei vielen Gerichten lese ich, dass ich die Kartoffeln „schälen, waschen“ soll. Also erst schälen, dann waschen? Das ist doch nicht sinnvoll, liebe Cornelia Adam?!

Diese dreckigen, sandigen Knollen müssen doch erst möglichst im stehenden Wasser gewaschen, gebürstet und vom Sand befreit werden, bevor ich sie schäle. Und wenn sie geschält sind, dann brauchen sie keine Wäsche mehr. Denn sonst verliere ich die Stärke, die dann aus der Kartoffel ins Wasser diffundiert.

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Kartoffel-Bohnen-Pfanne: Das Rezept

Ich habe mir als Beispiel für das Kochbuch von Cornelia Adam die Kartoffelpfanne mit grünen Bohnen und Zitronenschale herausgesucht. Warum die Zitrone in dem Titel so betont wird, erschliesst sich mir nicht gleich. Denn letztlich wird das Gericht zum Schluss nur mit den Zesten gewürzt. Ja, es gibt eine schöne säucherliche Note.

Ich allerdings habe selbst noch etwas variiert und dem Gericht mit meinen Kräutern einen Touch Arabien hinzugefügt. Denn Kartoffeln verlangen nach Majoran, Bohnen verlangen nach Bohnenkraut – und mit dem frisch über die Pfanne gemahlenen Kreuzkümmel reisen wir olfaktorisch in die arabische Sonne. Außerdem verhindert der Kreuzkümmel das Grinsen des Achterstevens. Denn Kümmel beruhigt den Magen und verhindert Blähungen. Daher also habe ich den Namen meines Rezeptes stark verkürzt und leichter lesbar gemacht: Kartoffel-Bohnen-Pfanne.

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Wenn dem einen oder anderen dieses Rezept jetzt zu vegetarisch oder gar vegan sein sollte, der kann die Kartoffel-Bohnen-Pfanne sehr einfach ergänzen, beispielsweise mit einer Bulette. Wir hatten vom Vortag noch ein paar köstliche Frikadellen aka Fleischpflanzerl übrig, so das dieser Art von „Resteverwertung“ nichts im Wege stand.

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Bulette, Fleischpflanzerl, Frikadelle: 7 Schritte zum perfekten Ergebnis

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Diese köstlich kleinen Fleischklöpse sind die Grundlage für den richtig grossartigen Geschmack. Sie sind die Basis dafür, dass ein Hamburger richtig schmeckt. Ein Pattie aus dem Gefrierfach? Vergiss es! Eine echte Bulette – oder auch je nach Region Fleischpflanzerl oder Frikadelle genannt – muss die perfekte Zusammensetzung haben. Eine richtig gut schmeckende Bulette muss saftig sein, muss nicht nur gut schmecken sondern einfach: GEIL!

Hamburger, Cheeseburger, Whopper – oder egal was für ein Burger: Alle basieren auf einem Klops aus Hackfleisch. Dieses Hackfleisch kann in seiner Zusammensetzung ebenfalls variieren: Gemischtes Schweine- und Rinderhack ist die typisch deutsche Mischung. Reines Rinderhack ist die etwas teurere Variante, die auch noch koscher sein kann. Pures Schweinehack ist die billige Version. Und für uns richtig exotisch schmeckt die türkische Interpretation aus Lamm- und Rinderhackfleisch.

Bulette, Frikadelle oder Faschiertes?

Des deutschen liebstes Fleischbällchen hat dabei viele Namen. Wir Berliner sagen liebevoll B(o)ulette, in anderen Regionen wird das Kügelchen FrikadelleBratklopsFleischpflanzerlFleischlaberlFleischküchleFleischküchla, Fleischkiechele oder Faschiertes Laibchen genannt. In Thüringen ist der Begriff Huller üblich, die Schweizer sagen Fleischtätschli oder Hacktätschli.

Doch damit nicht genug. Der Ursprung und Kern des Hamburgers ist eigentlich auf der ganzen Welt bekannt und beliebt und trägt dabei sehr viele andere Namen.

  • Dank IKEA wissen wir, dass die Schweden Köttbullar dazu sagen.
  • In Frankreich gibt es boulette de viande.
  • In den Niederlanden werden Bitterballen, Frikkadellen oder Frikandel gegessen.
  • Im wallonischen Lüttich sind die Boulet à la liégeoise eine Spezialität.
  • In Rumänien gibt es chiftelute.
  • In der Türkei und anderen arabischen Ländern – und auch in deutschen Dönerläden – gibt es Köfte.
  • In Ungarn bestellt man sich am besten Fasírt.
  • In Italien steht polpette auf der Speisenkarte.
  • Im Roussilon gibt es die Boles de picolat.
  • Und in Spanien werden Albóndiga gebraten oder frittiert und dann in einer pikanten Tomatensauce serviert, die man in Katalonien allerdings als  Mandonguilles bezeichnet.
  • In Griechenland heißen die Fleischklopse Biftekia und als kleine runde Keftedakia. Meine Freundin Elisabeth hat hier ein köstliches Rezept für Euch. Ich selbst bin ja völlig in die Version Bifteki Feta vernarrt!
  • In Russland werden Frikadelki in einer Suppe als Einlage serviert.
  • Sogar in Asien sind Buletten beliebt. In China gibt es „Löwenköpfe“ in verschiedenen Varianten.
  • In Indonesien und Malaysia werden bakso in einer Suppenschüssel serviert zusammen mit Nudeln, Tofu, Eiern und gekochtem Fleisch und anderem mehr.

Buletten und die Hygiene

Hackfleisch ist eines der empfindlichsten Lebensmittel. Insbesondere Schweinehackfleisch kann sehr schnell verderben. Schweinefleisch ist voll von Bakterien, die das Fleisch sehr schnell nicht nur ungeniessbar machen, sondern auch vergiften können. Es bietet durch seine lockere Oberflächenstruktur und den hohen Eiweißgehalt einen idealen Nährboden für die Vermehrung von Krankheitserregern wie Salmonellen. Nicht umsonst hat es in Deutschland über Jahrzehnte die Hackfleischverordnung gegeben, die ich in meiner Ausbildungszeit und später im Tourismus-BWL Studium auch noch lernen musste. Mittlerweile wurde diese durch diverse EU-Hygienevorschriften im Rahmen der HACCP (hazard analysis and critical control points) abgelöst.

Deshalb sollte Hackfleisch möglichst immer sofort am gleichen Tag verarbeitet werden oder im Kühlschrank für nur wenige Tage aufbewahrt werden.

Beim Einkauf gilt: Bitte achten Sie immer auf das Haltbarkeitsdatum. Normalerweise können Sie ein Mindesthaltbarkeitsdatum ruhig überschreiten, bei Hackfleisch nie. Da gilt das Datum als absolute „Deadline“ – im Wortsinn. Wenn das Hackfleisch unter Schutzatmosphäre verpackt wurde, dann kann das Datum langfristiger sein, als nur zwei Tage. Im Idealfall haben Sie einen Fleischer oder einen Supermarkt, der Ihnen das Hackfleisch direkt erst dann zubereitet, wenn Sie es am Tresen bestellen.

Für Sie zu Hause gilt: Frisch zubereitetes Hackfleisch spätestens am Tag nach dem Kauf verarbeiten. Wenn Sie frisches Hackfleisch vakuumieren, können Sie es auch einfrieren, dann hält es sich rund zwei Monate. Achtung: Wenn Sie das Hackfleisch auftauen, verzehren Sie es bitte nicht roh wie bei einem Steak Tartare, sondern nur durchgegart. Kommen Sie auch nicht auf die Idee, aufgetautes Hackfleisch wieder einzufrieren, außer Sie haben es durchgegart. Denn Bakterien stoppen zwar ihr Wachstum in der Tiefkühltruhe, sie sterben aber nicht. Sobald die Temperatur wieder ansteigt, vermehren sich auch die Kleinstlebewesen wieder. Und im schlimmsten Fall auf ein Maß, dass Ihnen nicht mehr bekömmlich ist. Erst beim Garen werden die Keime abgetötet – ab 70 Grad beginnt das Massensterben.

Bulette solo oder im Brötchen?

Eine ganz persönliche Geschmacksfrage ist es, ob man die Buletten rund wie Bällchen oder platt als Hamburger haben möchte. Klar, zwischen zwei Schrippenhälften und zusammen mit Salat, Zwiebel, Essiggurke sowie Mayo und Ketchup passt eine flach geklatschte Frikadelle allemal besser rein.

Aber hey, wer will das? Ich jedenfalls liebe es, die Bulette für sich selbst sprechen zu lassen. Etwas Salat und Gemüse: Ja, sehr gern. Und als Beilage? Ein exzellenter Kartoffelsalatmit Mayo oder Essig und Öl bzw. Brühe – oder Bratkartoffeln oder auch etwas anderes. Aber bitte doch keine Schrippen drüber und drunter.

Was macht die perfekte Bulette aus?

Doch was macht die richtige Bulette nun eigentlich aus? In Berliner Eck-Kneipen habe ich immer mal wieder einen alten Spruch gelesen, den ich heute im Internet nur noch auf wenige Zeilen gekürzt wiederfinde. „An meene Bouletten jibts nischt zu tippen – wo keen Fleisch is, da sind Schrippen.“ Der Spruch ging noch weiter, ich bekomme ihn aber nicht mehr zusammen. Eventuell kann ja einer meiner Leser ihn vervollständigen? Es ging etwa so weiter: „Wo keene Schrippen sind, da sind Zwiebeln. Wo keene Zwiebeln sind, da sind Grieben.“ Ja, so könnte die perfekte Bulette sein. Aber dennoch macht das alles noch nicht die perfekte Bulette aus.

Auf der Suche nach dem perfekten Buletten-Rezept habe ich verschiedene Versionen ausprobiert. Die klassische Version, die man überall lesen kann, mit alter Schrippe und Wasser, gehört in die Geschichtsbücher. Aber nicht auf die Teller. Und Milch ist auch nicht unbedingt die optimale Wahl. Den Tipp, stattdessen Sahne zu verwenden, fand ich bei Tim Mälzer. Die Fleischklopse vor dem Braten nochmal in Paniermehl zu wenden, fand ich bei Alfons Schuhbeck.

Alfons Schuhbeck verrät uns in seinem Standardwerk Bayern – Das Kochbuch drei ganz wichtige Tipps für saftige Buletten: Zum einen darf der Fettgehalt des Hackfleischs nicht zu niedrig sein, daher sollte es etwa zur Hälfte aus Schweinefleisch bestehen. Zum anderen ist eingeweichtes Weißbrot im Fleischteig ein Muss! Zum dritten sollten die Buletten vor dem Braten in Semmelbröseln gewendet und bei mittlerer Hitze langsam, jedoch auf keinen Fall zu lange gebraten werden.

Und eine interessante Variante, die ich noch ausprobieren werde und dann hier gerne mit aufnehmen werde, wenn es gut schmeckt, finde ich in diesem Artikel in der Berliner Morgenpost:

In dieser Version finden vier Eier sowie eine Sardelle ihren Weg in die Toastbrotmasse und alles wird mit einem Mixer fein püriert. Und diese Mischung wird dann unter das Hack geknetet. Das hört sich verwegen an. Muss ich mal ausprobieren und dann bewerten, ob es zu einer noch saftigeren Bulette führt, als meine jetzige perfekte Bulette.

In diesem kurzen Video seht ihr die fertig geformten Buletten, die Semmelbrösel sowie die Buletten in der Pfanne brutzeln.

In 7 Schritten zur perfekten Bulette

Und das ist mein Rezept, wie ihr in sieben Schritten zur perfekten Bulette kommt:

Diese Buletten sind einfach großartig saftig! Sie zerfallen nicht und sind nicht so hart und durchgebraten wie diese leblosen Dinger, die man viel zu oft bekommt.

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Nicht vergessen, die Buletten direkt aus der Pfanne auf einen Teller mit Küchenkrepp zum abtropfen zu legen.

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So erhalten wir viele kleine köstliche Buletten, die außen kross schmecken und innen wunderbar weich und saftig sind.

Für den geliebten Nachwuchs bietet sich natürlich die Möglichkeit zu kreativen Tellergestaltungen an.

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Meine kleine Maus hat sich als Beilage ausschliesslich Würfel von roter Paprika gewünscht, die sie das erste Mal selbst geschnitten hat. Und dieses Bulettengesicht hat sie sich dann auf ihren Teller gezaubert.

Übrigens: Hier ist mein Tipp für das Kinderkochbuch „Der kleine Koch“.

Apropos: Das Fleischpflanzern-Rezept von Alfons Schuhbeck in seinem neuen Standardwerk Bayern – Das Kochbuch ist sehr ausführlich und lehrreich Schritt für Schritt erklärt und bebildert. Niemand sonst am Kochhimmel personifiziert die bayerische Koch- und Esskultur so authentisch wie er.



Guten Appetit!

Arm aber Bio Das Kochbuch: Rosas liebstes Fischfilet – und 114 andere Rezepte

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Feine Öko-Küche für wenig Geld: Geht das überhaupt? Es klingt fast unmöglich. Doch die Journalistin und Autorin Rosa Wolff hat den Selbstversuch gemacht und daraus bereits ein Buch über den Selbstversuch geschrieben. Bald darauf folgte sozusagen der zweite Band: Das Kochbuch. Wir haben Arm aber Bio Das Kochbuch unter die Lupe genommen. Denn egal ob Finanzkrise, Corona-Krise, Arbeitslosigkeit oder einfach nur Hartz IV: Es gibt genügend Gründe, wenig Geld zu haben. Aber es gibt keinen einzigen Grund, nicht gesund zu essen!

Geldmangel nötigt einen, günstig einzukaufen. Doch wer gesund essen möchte, wer möglichst Bio-Produkte einkaufen möchte, der sieht sich allzu oft gezwungen, wider Willen zu Aldi, Lidl, Penny, Norma oder anderen Billig-Discountern zu gehen. Ja, mittlerweile gibt es auch dort viele Bio-Produkte. Dennoch ist es deutlich sinnvoller, regionale Bio-Produkte zu kaufen, die von einheimischen Bauern stammen.

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Rosa Wolff radelte für ihr Buch Arm aber Bio! Das Kochbuch über die Münchner Bauernmärkte auf der Suche nach ausreichend Grundzutaten, die auch in Bio-Qualität für jeden erschwinglich sind und aus denen sich eine Fülle von ausgezeichneten Gerichten herstellen lässt.

Arm aber Bio Das Kochbuch: Rezepte für die Corona-Krise

Einzige Voraussetzung: Man muss bereit sein zu kochen. Jetzt aktuell, wo wir während der Corona-Krise im Frühjahr 2020 gezwungen sind, daheim zu bleiben, die Kindergärten, Schulen und Restaurants geschlossen sind und wir uns täglich fragen müssen, was wir den Kindern und uns mittags und abends auf den Esstisch bringen, gibt uns Rosa Wolff mit ihrem Buch perfekte Kochrezepte an die Hand, die uns helfen, den Geldbeutel zu schonen. Gute Zutaten, mit Liebe und Sorgfalt zubereitet verschönern uns den Tag und sind gesund für unseren Körper.

Denn die Gleichung „bio = teuer / konventionell = billig“ stimmt so nicht. Konventionelle, also mit Hilfe von Chemie erzeugte Lebensmittel enthalten Schadstoffe, die sich auf unseren Körper und unsere Umwelt auswirken. Wenn nicht heute, dann eben später.

Arm aber Bio Das Kochbuch: Warum Thilo Sarrazin der Auslöser ist

Ja, richtig gelesen: Thilo Sarrazin, der ehemalige Berliner Senator, der mit seinem SPD-Parteibuch in der Tasche eher AfD-Positionen vertritt, ist der Auslöser für dieses Kochbuch – oder vielmehr das erste Buch von Rosa Wolff: „Arm aber Bio!“ Wie kam es dazu? Als Rosa Wolff die Einnahmen aus Print-Medien wegbrachen, war auch ein großer Teil ihres Einkommens weg. Damals, im Jahr 2008 provozierte Thilo Sarrazin mit der These, dass man mit dem Regelsatz von Hartz IV gut essen könne. Daraufhin versuchte Rosa Wolff mit dem seinerzeit genehmigten Regelsatz nur noch Bio zu essen. Einen Monat im Frühjahr 2009 lebte sie in München nur von dem Geld, das bei Hartz IV für Essen vorgesehen ist: 132,71 Euro. Pro Monat! Das sind 4,35 Euro/Tag!

Gelingt das? Zumal in München, der teuersten Stadt Deutschlands? Und Rosa wohnt in Schwabing… – auch nicht für günstiges Leben bekannt.

Arm aber Bio Das Kochbuch: Umweltschutz ist Heimatschutz

Doch können wir alle von jetzt auf gleich und sofort nur noch Bio-Produkte einkaufen? Nein, mit Sicherheit nicht. Denn wenn 80 Millionen Deutsche ausschliesslich Bio-Lebensmittel einkaufen wollten, entstünde ein kleiner Engpass. Doch das Angebot wächst stetig, immer mehr Bio-Produkte mit Zertifikaten von Bioland, Naturland oder Demeter oder auch einfach nur mit dem europäischen Bio-Siegel kommen auf den Markt. Diese Entwicklung sollten wir alle unterstützen.

Um so zu denken muss man kein Anhänger der Grünen sein. Denn Umweltschutz ist doch eigentlich Heimatschutz. Und somit ein grundlegendes Anliegen jedes konservativ, also bewahrend denkenden Menschen. Der vernünftig denkende Mensch, egal wo auf der Welt, hat doch ein Interesse daran, seinen Körper nicht mit Giftstoffen zu verderben. Gesunde, nachhaltig produzierte Lebensmittel sind für uns alle wichtig. Der Genuss sollte dabei immer im Vordergrund stehen.

Das, was wir essen, wird ein Teil von uns. Das Eiweiß füttert unser Hirn und unsere Muskeln, Kohlenhydrate und Fett halten unseren Organismus am Laufen, setzen sich auch gern mal als Pölsterchen auf die Hüften. Daher sollten wir immer auf die Qualität unseres Essen achten.

Die Autorin ist ein Genussmensch. Das liegt schon allein in ihrem Geburtsdatum begründet: Rosa Wolff ist ein Stier – und hat am gleichen Tag Geburtstag wie ich. Sie ist Wein- und Foodjournalistin, das Weinmagazin Divino stammte aus ihrer Feder. Und sie verrät uns in ihrem Buch das Geheimnis guter Küche: Wenige Zutaten, die von bester Qualität und passend kombiniert mit einer möglichst unkomplizierten Zubereitung ein tolles Gericht ergeben.

Arm aber Bio Das Kochbuch: Warenkunde und Einkaufstipps

Rosa Wolff gibt uns in ihrem Buch Arm aber Bio Das Kochbuch noch etwas Warenkunde mit auf den Weg. Tipps zu Fisch und Fleisch, zu den Preisen sowie zu den wichtigsten Gewürzen, die wir im Schrank haben sollten, sind bestimmt für Einsteiger wichtig. Ein ganz besonderer Tipp von ihr lautet: Seien Sie anspruchsvoll! Das ist natürlich ein schwierig, wenn man das nur auf das Geld bezieht. Nein, verdeutlicht uns Rosa Wolff: Wir sollten keinesfalls von unseren Qualitätsansprüchen abrücken. Eher sollten wir auf etwas verzichten, dafür aber nur die besten Zutaten für unser Essen zusammenstellen. Denn dann haben wir den vollkommenen Genuss. Ja, Rosa Wolff ist eine wahre Gourmande.

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Arm aber Bio Das Kochbuch: Rosas liebstes Fischfilet

Als Beispiel für ihr Kochbuch haben wir uns ein sehr einfaches, sehr schnelles und absolut wohlschmeckendes Rezept herausgefischt: Rosas liebstes Fischfilet. Es ist beispielhaft für ihre Tipps: wenige Zutaten, kurze Vorbereitungszeit, kurze Garzeit – und echt köstlich!

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Feine Öko-Küche für wenig Geld ist also durchaus machbar. Das hat Rosa Wolff in ihrem Eigenversuch über mehrere Monate bewiesen. Und das zeigt sie uns anhand eines reichhaltigen Kochbuches mit köstlichen Rezepten. Ja, es klappt, aber nur, wenn man möglichst alles selbst zubereitet und die Zutaten den Jahreszeiten entsprechend auswählt. In Arm aber Bio Das Kochbuch lernen wir mit 115 Rezepten für alle Tages- und Jahreszeiten und für jeden Anlass, wie wir jede Krise mit schmalem Geldbeutel genussvoll überstehen – immer köstlich und immer äußerst preiswert.

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Le Gourmand Gewinnspiel: TasteTwelve Schlemmer-Gutscheinbuch für München zu gewinnen

TasteTwelve – der aktuelle Gourmetführer für München ist da. Dieser motiviert die Feinschmecker in München die eigene Stadt von einer anderen, kulinarischen Seite zu entdecken. Zwölf Restaurants, für jeden Monat des Jahres eines, bieten einen Einblick in fremde Kochtöpfe, fremde Stadtviertel und fremde Esskulturen. Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hat zwei Exemplare TasteTwelve München für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt bekommen, die wir hiermit zum Advent sehr gern verlosen möchten. Alles was Ihr tun müsst: Bis spätestens Mittwoch, 19.12.2018, 14 Uhr, eine Frage beantworten.

Mit einer Gültigkeit vom Herbst 2018 bis einschliesslich 31. Dezember 2019 ist der Restaurantführer ein perfektes Geschenk für alle Feinschmecker, Genussmenschen und Leckermäuler. 

TasteTwelve präsentiert neben München jeweils zwölf Restaurants in vielen weiteren europäischen Städten: Amsterdam, Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Rhein-Neckar, Stuttgart und Wien. Dabei können sich TasteTwelve-Inhaber auf ausgewählte Restaurant, vom Geheimtipp über Szene-Lokal, bis hin zur Sterneküche freuen. München glänzt unter anderem mit kulinarischer Exotik aus Peru, asiatischer Fusionsküche mit exzellentem Wine-Food-Pairing und Kunst auf dem Teller im sternewürdigen Museumsrestaurant. TasteTwelve inspiriert dazu, all dies für sich zu entdecken und so den eigenen Geschmackshorizont zu erweitern.

Eine Besonderheit bei diesem speziellen Restaurantführer ist die Einladung, die jeder Besitzer des Buches bei einem Restaurantbesuch zu zweit erhält. Denn Gäste, die mit TasteTwelve kommen, werden auf eines der beiden bestellten Hauptgänge bzw. einen Gang des bestellten Menüs eingeladen. Dabei ist bei der Reservierung lediglich der Hinweis, mit dem Restaurantführer zu kommen, anzugeben und diesen bei dem Besuch mitzubringen. Denn jede Einladung gilt nur einmal pro Buch, welches vom Restaurant mit einem persönlichen Gruß oder einem Stempel abgezeichnet wird.

Der TasteTwelve Gourmetführer erinnert mich an das Gutscheinbuch Mercussini, über das wir 2007, 2008 und 2009 bereits berichtet haben, das jedoch eingestellt wurde. Doch das TasteTwelve ist deutlich kleiner, da es deutlich weniger Restaurants anbietet. Die Restaurants – zumindest in München – gehören nicht zu den Standard-Restaurants der Stadt, es ist kein Biergarten, keine Schwemme und auch kein Michelin-Stern-Restaurant dabei. Es sind alles eher Geiheimtipps, wie beispielsweise das Gabelspiel, das von einem Pärchen betrieben wird, die früher im Tantris gearbeitet haben. In meinen Augen ist das Gabelspiel noch ein Hidden Champion, der bald mit einem Stern gekrönt werden könnte. Im TasteTwelve sind keine Gutscheine zum Ausreissen, sondern die Gastronomen „entwerten“ die Seiten durch Stempel oder Unterschrift. Dadurch wird das Buch auch irgendwie aufgewertet. Außerdem macht das Buch durch die gebundene Ausführung deutlich mehr her.

Fazit:

Das TasteTwelve ist ein optisch wie inhaltlich sehr hochwertiges Büchlein, das perfekt in jede Handtasche passt, ohne diese auszubeulen. Jedes der präsentierten Restaurants ist es wert, besucht zu werden. Und mit dem TasteTwelve Gutscheinheft wird der Besuch etwas günstiger. 

Die Frage zum Gewinnspiel lautet:

Wie lautet die Überschrift zum TasteTwelve München – ergänze das fehlende Wort: Die Genussmetropole mit ….. 

Mein Tipp: Auf der Webseite von TasteTwelve wirst Du mit Sicherheit unter dem Link zu München schnell fündig!

Bitte sende die Antwort auf diese E-Mail-Adresse. Bitte teile uns dabei Deine Anschrift und E-Mail mit, sonst können wir Dir Dein Exemplar TasteTwelve München nicht zusenden.  Achja, nach DSGVO-Regeln erklärst Du dich mit der Teilnahme natürlich einverstanden, dass im Gewinnfall Deine E-Mail und Anschrift zum Versand gespeichert werden. Alle anderen Daten verbleiben bei uns. 

Und so erhöhst Du Deine Gewinnchance:  

  • Werde Fan unser Facebook-Fanpage.
  • Like den Post zu diesem Gewinnspiel.
  • Verlinke unter dem Post jemanden, mit dem Du diesen Gewinn gern zusammen geniessen möchtest.
  • Beantworte unsere Gewinnspielfrage. 

Und jetzt gilt: Viel Erfolg! Meine Glyxfee wird die 2 Gewinner aus allen Einsendungen ziehen.
Einsendeschluß ist Mittwoch, 19.12.2018, 14 Uhr mittags. Rechts- und Linkswege sind ausgeschlossen.
Falls Du dann leider nicht gewonnen hast, kannst Du Dir natürlich dennoch gern noch das Schlemmer-Gutscheinbuch TasteTwelve gönnen. 

Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin und TasteTwelve wünschen Guten Appetit!


Die neue Ausgabe von TasteTwelve ist ab sofort online, in ausgewählten Buchhandlungen und bei verschiedenen Vertriebspartnern erhältlich. 

Service:

Eine kulinarische Reise zu 100 Genussorten in Bayern

Bayern feiert sich selbst. Der Freistaat Bayern feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Dabei darf natürlich das Thema Genuss nicht zu kurz kommen. Jetzt gibt es die ganze Vielfalt des Genusslandes Bayern zusammengefasst in einem Buch: Mit „100 Genussorte in Bayern“ präsentiert die Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift essen & trinken einen Reiseführer für Genießer. 

Die Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaliber stellte den kulinarischen Reiseführer 100 Genussorte in Bayern: Ein kulinarischer Reiseführer vergangenen Freitag in München vor. „Mit unserem Genussführer wollen wir Appetit machen auf eine Entdeckungsreise zu den kulinarischen Schätzen der verschiedenen Regionen Bayern“, sagte die Ministerin bei der Buchpräsentation. 

Das Buch entführt die Leser in die Regionen Franken, Schwaben, Ober- und Niederbayern sowie in die Oberpfalz. Dort wurden anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Freistaates Bayern Genussorte ausgezeichnet, die sich durch ihre besonders hochwertigen regionalen Spezialitäten hervortun. Die Erläuterungen zur geografischen Lage werden durch historische Fakten und zahlreiche großformatige Fotografien ergänzt.

Von Alzenau in Unterfranken ins oberbayerische Waging, vom Allgäu bis ins Oberpfälzer Waldsassen. „Jede Region hat ihre charakteristischen Spezialitäten, die es zu entdecken lohnt“, so Kaniber. Auf rund 270 Seiten gibt es interessante Geschichten und eindrucksvolle Bilder rund um die Schmankerl, die Menschen, die sie mit viel Liebe herstellen, und die Landschaften, die davon geprägt werden.

Die 100 Genussorte wurden in einem Wettbewerb des Landwirtschaftsministeriums von einer unabhängigen Jury ermittelt. Ziel des Wettbewerbs war es nach den Worten der Ministerin, „das Bewusstsein der Verbraucher für die Genussvielfalt der Regionen und die Einzigartigkeit unserer Spezialitäten zu schärfen.“ Das Buch ist – wie auch der Wettbewerb – Baustein der bayerischen Premiumstrategie für Lebensmittel. Im Vordergrund des Reiseführers stehen jedoch die Menschen – Winzer, Bauern, Senner oder Brauer – die sich in den Gemeinden für die Qualität und Nachhaltigkeit ihrer Lebensmittel engagieren. Sie kommen in Kurzinterviews zu Wort und geben Einblicke in die Produktion verschiedener Köstlichkeiten. Neben dem bekannten Nürnberger Lebkuchen bietet das Genussland Bayern nämlich noch vieles mehr. Zum Beispiel Weißwein aus Iphofen, Whiskey aus dem Spessart oder „Goldene Landpomeranzen“ aus Passau. 

Der kulinarische Reiseführer erscheint im Landwirtschaftsverlag und kostet 24 Euro. 

Service:

Buchtipp: Wenn das Leben auf der Alm zur Endstadtion Sehnsucht wird

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Wer durch die Berge wandert, der rastet gern an einem Wirtshaus oder einer Alm. Bei den Wirtshäusern steht die Gastronomie im Vordergrund, auf den Almen hingegen ist es das lebende Vieh. Auf den Almen leben Kühe, Ziegen, Schweine, Pferde zusammen mit den Menschen. Und der Wanderer bekommt gern ein Glas Milch, eine Käsestulle oder etwas hausgemachten Speck. Die Münchner Journalistin Karin Lochner verbrachte drei Sommer auf oberbayerischen Almen. Ihr Buch zeigt die romantischen und auch die harten Seiten des Lebens auf einer Alm. Die Fotos von Peter von Felbert erheben das Buch vom simplen Wanderführer zum großartigen Bildband. Ein absoluter Lesetipp!

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Die Autorin Karin Lochner stammt aus einem bayerischen Dorf am Rande der bayerischen Alpen. Reisen und Wandern ist sie schon seit Kindheit gewohnt. Zum Wandern gehört eine gute Brotzeit, denn Pausen sind beim Wandern immer wichtig. So manche Alm ist für den Wanderer nicht nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zum Gipfel. Oft genug ist sie auch das Ziel an sich. Denn dort gibt es eine hervorragende Brotzeit und oft genug einen grossartigen Ausblick über die Berge.

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Aus über 700 oberbayerischen Almen wählte Karin Lochner 20 Hütten stellvertretend aus. Mit diesen zeigt sie Einblicke in das harte Almleben, in das entbehrungsreiche Leben und Arbeiten in einfachen Hütten, die oft ohne Strom und Warmwasser ausgerüstet sind. Das Leben auf den Almen ist geprägt vom frühen Aufstehen, vom Melken der Kühe und Ziegen, vom Käsemachen, Marmeladen einkochen, Brot backen und Wiesen schneiden zum Heu machen. Für die Wanderer, die vor allem am Wochenende in die Berge einfallen wie Heuschrecken, bereiten sie köstliche Kaiserschmarren, Käsebrote, Topfenstrudel und andere Leckereien zu. Einen besonders guten Einstieg in das Leben auf den Almen erhalten wir im Freilichtmuseum Glentleiten. Hier stehen 60 historische Gebäude: Bauernhäuser, Werkstätten und Almen.

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Die harte Arbeit auf der Alm ist zwar entbehrungsreich, aber zugleich erfüllend. Und eines ist sicher: Auf der Alm gewinnt jeder Abstand zum Alltagsleben und findet sich in einer Zeit wieder, die eine längst vergangene scheint. Die Sennerinnen und Almerer in diesem Buch lehren uns, wie selbstverständlich und respektvoll man mit Tieren umgehen kann. Wie man vorwitzige Ziegen in den Griff bekommt und wie gern sich Milchkühe melken lassen, wenn auch mal mit ihnen geschmust wird.

All die Erlebnisse, die Karin Lochner und Peter von Felbert in diesem Buch gesammelt haben, waren kraftzehrende Wanderungen und jeden Schweißtropfen wert.

Karin Lochner war in der Sendung Sonntagsspaziergang vom Deutschlandfunk zu Gast und erzählte über ihr Buch Sehnsucht Alm.

Mehr Infos:

Guide Michelin: Der Stolz der Köche – der oft ein Traum bleibt

Michelin 2016 Kevin Fehling
Guide Michelin 2016 BibendumKevin Fehling erfüllte sich seinen Traum: Vor einem Jahr erhielt sein neu eröffnetes Restaurant „The Table Kevin Fehling“ in der HafenCity Hamburg das höchste Prädikat von den Testern des Guide Michelin: 3 Sterne. Er kehrte damit zurück in die Liga der besten Restaurants in Deutschland. Der Guide Michelin feierte sein Jubiläum: 50 Jahre zuvor erschien der erste Restaurantführer des französischen Reifenherstellers auch in Deutschland. Mit 66 1-Stern-Restaurants ging die erste Ausgabe 1966 an den Start. Im Jahr 2016 sind es insgesamt 290 Sterne, darunter zehn 3-Sterne-Restaurants, 39 2-Sterne-Restaurants und 241 1-Stern-Restaurants. Nur einmal wurden drei Sterne neu vergeben, eben an Kevin Fehling.

Guide Michelin 2016 Bibendum
Guide Michelin 2016 Götz A. Primke GAP Bibendum
Der ist allerdings den Stolz und Ruhm der drei Sterne schon fast „gewöhnt“, schliesslich war er bereits in Travemünde mit dem Restaurant „La Belle Epoque“ in die kulinarische Top-Liga aufgestiegen. Doch sein neues Restaurant ist komplett sein eigenes Konzept. Beim Eckart-Witzigmann-Symposium hatte uns Kevin Fehling bereits sein neues Restaurant präsentiert. Ein Tisch, der genau für 10 Personen reicht, direkt an der Küche. Der Küchenpass wird zum Tisch. Die Gäste können den Köchen über die Schulter schauen oder aber sich miteinander oder nur unter sich unterhalten. Die Tischform spricht für sich. Ein genial kleines, intimes und anspruchsvolles Restaurantkonzept. (mehr …)

Der kleine Koch: Das Kinderkochbuch mit Lieblingsrezepten

Kinderkochbuch  Lirum Larum Löffelstiel war gestern. Ab heute gibt's Der kleine Koch. Lieblingsrezepte für Kinder. #neuerscheinung #food #kochen #kinder #Kochbuch

Mit Lirum Larum Löffelstiel lernte ich kochen. Der kleine Koch in mir lernte allerdings am meisten von meinem Papi kochen. Die ZDF-Serie blieb mir zwar bisher völlig unbekannt. Doch in meiner Kochbuchsammlung findet sich immer noch das Kochbuch der Sendung, mit dem ich die ersten Schritte in der Küche lernte. Gab es in den letzten Jahren noch andere Kochbücher für Kinder? Mir unbekannt. Doch seit kurzem ist ein Kinderkochbuch auf dem Markt, das in unsere Zeit passt: Der kleine Koch.

Frisch zubereitet und möglichst abwechslungsreich soll unsere Ernährung sein. So wünschen es sich die Ernährungsexperten, die öko-bewegten Politiker, so manche Eltern. Doch selten die Kinder. Denn wenn es nach den Kindern gehen würde, dann stünde täglich Pommes Frites und Nudeln auf der Speisekarte. Um die Kinder langsam, nachhaltig und langfristig an anständige, gesunde Kost heranzuführen, gibt es nun schon seit 2008 das „Slow Mobil“ des Vereins Junior Slow e.V.: Dies ist eine rollende Küche in einem kindgerecht umgestalteten ehemaligen Bauwagen. Die Erfahrungen der Slow Mobil-Köche flossen jetzt alle in dieses Kinderkochbuch ein.

Der kleine Koch: Das Kinderkochbuch mit 8 Jahren Erfahrung

Kinderkochbuch  Der kleine Koch - Das Standardwerk für das kochende Kind. Von Junior Slow im Oekom-Verlag erschienen. #Kochbuch #kinder #kochen #food #neuerscheinung

Im umgebauten Anhänger lernen Kinder den Umgang mit Küchengeräten, die Unterschiede zwischen Kartoffel und Karotte und haben am Ende etwas selbstgekochtes auf dem Teller. An 130 Tagen im Jahr ist der Hänger mit der Küchenausstattung von ‚Junior Slow e.V.‘ im Einsatz, Profiköche zeigen den Kindern wie es geht. Hier entstand auch die Idee zum Buch, nicht zuletzt um den Kindern – und ihren Eltern – etwas ‚Handfestes’ mit nach Hause geben zu können. Alle 32 Rezepte sind im Wagen entstanden, auch im Zusammenspiel mit den Kindern.

In München wurde das weltweit erste „Slow Mobil“ entwickelt. Mittlerweile hat die Idee schon viele Nachahmer gefunden. Das Slow Mobil steht immer für mindestens eine Woche an einem Kindergarten. Bei großen Zusammenschlüssen aus Kindergarten, Hort und Schule auf einem Gelände kann das Slow Mobil sogar bis zu vier Wochen stehen. Immer acht Kinder sind gleichzeitig im Mobil. Viele Köche stehen gerne und freiwillig für das gemeinnützige Projekt zur Verfügung und wechseln sich ab. Die Rezepte, die in diesen acht Jahren bei den Kindern am besten ankamen, sind jetzt in diesem Kinderkochbuch „Der kleine Koch“ erschienen.

Der kleine Koch: Das Standardwerk als Kinderkochbuch

Bei der Buchvorstellung des neuen Kinderkochbuchs, das nichts geringeres sein will, als das „Standardwerk für das kochende Kind“, probierten wir uns durch ein paar Rezepte durch:

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Kürbissuppe mit Pfiff
Kochen Der kleine Koch Kinderkochbuch Okt_2015 _009
Roter Knödelspaß
Kochen Der kleine Koch Kinderkochbuch Okt_2015 _013
Seemannsfutter mit Blubbspinat – die beliebten Fischstäbchen werden von vorne bis hinten frisch gemacht
Kochen Der kleine Koch Kinderkochbuch Okt_2015 _015
Topfenknödel mit Dörrpflaumen-Walnuss-Ragout

Ob Pizza, Fischstäbchen (siehe oben) oder Spaghetti mit Tomatensauce: Alle typischen Kinderrezepte sind nicht nur kindgerecht einfach dargestellt und umgesetzt. Sie bestehen auch alle aus heimischen und möglichst saisonalen natürlichen Zutaten. Der Slow Food Anspruch bei den Zutatenlisten und den Einführungskapiteln ist überall zu spüren. Schliesslich kann die Ernährungsbildung gar nicht früh genug beginnen.

Der kleine Koch: Essen daheim kochen ist keine Hexerei

Dank „Der kleine Koch“ ist Essen selber zu kochen keine Hexerei mehr. Weder für kleine noch für große Köche. Denn die Rezepte im Buch sind keinesfalls nur ‚Kinderkram‘.

Essen daheim kochen ist auch keine Frage des Geldes. Wer regelmässig möglichst auf den lokalen Bauernmärkten frische Lebensmittel einkauft, der lebt nicht nur deutlich gesünder, sondern auch preisbewusster, saisonal angepasster und günstiger, als wenn man ständig im Discounter Essen in Plastikpackungen einkauft. Hierzu passt als Ergänzung etwa auch das Buch „Arm aber Bio“ von Rozsika Farkas, die in einem Selbstversuch mit dem Hartz IV Regelsatz Bio-Küche selbst gekocht hat. Das dazu passende Kochbuch liefert die entsprechenden Rezepte.

Der kleine Koch: Kürbissuppe selbst gemacht

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Kürbissuppe

Unsere eigenen Nachkochversuche sind auch allesamt bestens gelungen. Fotografiert haben wir allerdings nur die Kürbissuppe. Die Idee des Pfiffs bei dieser Suppe ist, dass noch ein Apfel und zwei Zwiebeln hineingearbeitet werden und dadurch eine schöne Süße entsteht. Doch auch die Tomatensuppe und die Pizza haben bestens geschmeckt nach diesen Rezepten.

Einen schönen Bericht hat auch der Tellerschubser Harald geschrieben.



Le Gourmand Gewinnspiel: Coole Skandinavische Küche – Kochbuch zu gewinnen

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Die skandinavische Küche gewinnt an Popularität. Die nordische Küche steht für Experimentierfreudigkeit sowie für die Verarbeitung von regionalen und frischen Produkten. Skandinavische Fischspezialitäten und Meeresfrüchte aus der Nord- und Ostsee werden hierzulande geschätzt. Während die nordische Küche nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst an Bedeutung verlor und Fast Food in den skandinavischen Ländern einzog, erlebt sie heute eine neue Blüte. Diese stützt sich vor allem auf regionale Erzeugnisse und heimische Ressourcen, die nachhaltig und kreativ verarbeitet werden. Das neue Kochbuch „So geniesst der Norden“ widmet sich erstmalig voll und ganz der Skandinavischen Küche. Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hat ein ganzes Exemplar für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt bekommen, das wir hiermit sehr gern verlosen möchten. Alles was Ihr tun müsst: Bis spätestens Montag, 08.06.2015, 14 Uhr, eine Frage beantworten.

Auf bewusste und gesunde Ernährung wird großen Wert gelegt. Traditionelle Zubereitungsmethoden und innovative Experimentierfreudigkeit verbinden sich in der skandinavischen Küche zu einer eigentümlichen Einheit. Wer mehr über Ursprung und Entwicklung der nordischen Küche erfahren will, kann sich unter Nordic Cooking informieren.

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Wein und Essen kombinieren: Wie passen deutsche Weine zu asiatischen Köstlichkeiten?

DWI_Asia_Cooking_German_Wine_Nov_2014_001Stilistik, Aromakunde und neue Typisierung: Das sind die wichtigsten Eckpunkte für eine neue Herangehensweise an die systematische Einteilung deutscher Weine in Geschmackskategorien. Zumindest wenn es nach der renommierten Sommelière Christina Fischer geht. Zusammen mit der Sterneköchin Young Sun Sarah Henkel entwickelte sie eine Art Kochbuch mit Weintipps oder besser einen Weinberater zu asiatischen Spezialitäten oder auch einfach nur eine Broschüre mit köstlichen Kombinationen, Anregungen für deutsche Weine mit asiatischem Essen. Das Ziel dieses Heftchens ist es, in Asien deutsche Weine besser zu vermarkten – und in Deutschland in asiatischen Restaurants auch deutsche Weine auf den Tisch zu bringen. Im Auftrag des Deutschen Wein Institutes entwickelten die beiden eine Seminarreihe für Asien – die sie jetzt auch auf dem deutschen Markt anbieten. Gerade für Freunde des Food & Wine-Pairing, also der Kombinatorik von Gerichten und Weinen, ist dieses Brevier eine wunderbare Anregung. „Asiatische Küche trifft Riesling & Co.“ war kürzlich der Anlass für einen Workshop, an dem auch wir teilnahmen.

Als sehr interessanten und gut gemachten Einstieg in die Materie hilft dies Video vom Deutschen Wein-Institut – doch ist es im besten Sinne nur ein Teaser, ein Appetithäppchen, ein Magndratzerl, es fehlt etwas Fleisch:

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Deutsche Weine gelten als ideale Begleiter zu den verschiedenen asiatischen Küchenstilen. Praktische Tipps für die Harmonie der vielfältigen Zutaten mit unseren deutschen Weinen soll uns nun also diese Broschüre geben. Auf 46 Seiten laden 16 Rezepte aus der chinesischen, japanischen, vietnamesischen, thailändischen und indischen Küche mit passenden Weinempfehlungen zum Nachkochen und Verkosten ein. Sie reichen von Schweinefleisch süß-sauer über Tandoori oder Vietnamesische Sommerrollen bis hin zu Yakitori-Spießen und verschiedenen Sushi-Varianten. Die Sommelière Christina Fischer un die Sterneköchin Young Sun Sarah Henke machten sich gemeinsam auf eine Entdeckungsreise durch die Küchen asiatischer Restaurants in Deutschland und London. Auf dieser Basis entwickelten sie ein leicht verständliches System zur Kombination von deutschen Weinen mit den unterschiedlichen asiatischen Küchenstilen. Während des Workshops haben wir folgende spannende Kombinationen getestet: (mehr …)

Angesagter Trend Wintergrillen: Wir kombinieren Entenbrust mit zitroniger Honigglasur und 2011 Diedri Dorigati

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Erinnerungen ans Studentenwohnheim: Angrillen im Winter. Auf der Terrasse des Hauses bei Wind, Kälte und Schnee. Das ist schon einige Zeit her. Mittlerweile ist das Angrillen im Winter oder kurz das Wintergrillen ein Trend geworden. Entsprechend reagieren auch die Grillhersteller. Doch nicht nur die Grillgeräte an sich sind mittlerweile winterfest geworden. Der für seine exzellenten Kochbücher beliebte Verlag Gräfe und Unzer hat jetzt das Buch „Weber’s Wintergrillen – Die besten Rezepte“ von Jamie Purviance herausgebracht.

Warum sich der Verlag nicht gegen den Deppenapostroph im Titel gewehrt hat, ist mir unerklärlich. Aber wer zahlt schafft an und wahrscheinlich finden ein paar Typen in der Marketingabteilung des Grillherstellers die falsche US-Grammatik cool. Egal. Wir widmen uns dem Buch und grillen für Euch eine Entenbrust mit zitroniger Honigglasur. Als korrespondierenden Rotwein gönnen wir uns einen 2011er Diedri vom Weingut Dorigati aus dem Trentino.

Wintergrillen: Der neue Trend

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Während der US-amerikanische Grill-Guru in einem Interview mit der FAZ im März 2012 mit dem Begriff „Wintergrillen“ noch nichts anfangen konnte, bringt er zwei Jahre später ein Buch unter diesem Namen heraus. Liegt das Urheberrecht jetzt bei der FAZ? Das Interview ist jedenfalls sehr lesenswert, wir erfahren viel über die Philosophie von Jamie Purviance sowie über die us-amerikanischen Grill-Trends.

Eine steile These von ihm: die Männer grillen lieber während die Frauen kochen, weil man für das Grillen keine Koch-Erfahrung haben muss. Die Männer legen also einfach los – und machen ihre eigenen Erfahrungen am Grill. Dass allerdings doch einiges an Erfahrung sowie Zeit und Technik gebraucht wird, sagt er vorher sehr deutlich. Purviance gibt auch ein paar sehr gute Tipps zum Wintergrillen.

So empfiehlt er möglichst nur Sachen zu grillen, die sehr schnell gehen, man also nicht allzugange neben dem Grill stehen muss. Oder aber Dinge zu grillen, die sehr langsam sehr lange brauchen, man also wieder ins Haus gehen kann. Außerdem braucht der Grill deutlich mehr Temperatur als im Sommer, gleichzeitig braucht das Grillgut aber mehr Zeit. Nach einigen sehr guten Tipps mehr folgen schliesslich viele Rezepte. Dabei ist das Buch geordnet nach den Kapiteln:

  • Gut aufgelegt
  • Suppen & Eintöpfe
  • Festtagsgerichte
  • Hauptsache Gemüse
  • Beilagen & Saucen
  • Süsses & Getränke

Wintergrillen für Vegetarier und Dessertfreunde

Es kommen also auch Vegetarier und Dessertfreunde auf ihre Kosten und zum Grillvergnügen. Die – laut eigener Aussage vom GU-VerlagGrill-Bibel ist also ein Rundum-Buch mit sehr praktischen Tipps. Wer mehr zu Jamie Purviance erfahren will, wie er zum Grill-Guru wurde und wie es dazu kam, dass ihn der Grillhersteller Weber so unterstützt, dass seine Bücher alle unter „Weber’s“ laufen und sein Name nur ganz klein erwähnt wird, dem empfehle ich diesen Artikel im Manager-Magazin.

Wir haben uns die Entenbrust mit zitroniger Honigglasur erwählt, zum einen, da wir Ente lieben, zum anderen auch, weil wir aus der Weihnachtszeit noch richtig schöne Entenbrüste im Tiefkühlfach hatten.

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Wintergrillen: Entenbrust mit zitroniger Honigglasur

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Wintergrillen mit 2011 Diedri Dorigati

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Als Wein haben wir dazu einen 2011er Diedri von Dorigati erwählt. Der Teroldego Rotaliano ist ein typischer Vertreter der Weine des Trentino. Der Wein lag nach dem Keltern lange auf der Maische. Er reifte 12 Monate in kleinen Eichenfässern, anschliessend 6 Monate im Stahl sowie nochmal 6 Monate in der Flasche. Bei guter Lagerung hat er ein Potential von 8 – 10 Jahren – wenn er nicht, wie in unserem Fall, vorher ausgetrunken wird. Im Glas präsentiert er sich in einem kräftigen Rubinrot mit violetten Reflexen.

Das Bouquet duftet nach frischem Obst, Brombeeren, Himbeeren und Blaubeeren. Wir nehmen eine würzige Note nach Minze und einen blumigen Duft nach Veilchen wahr. Am Gaumen schmecken wir einen kräftigen, runden Körper mit einem gewissen Tanningefühl, der diesem Wein mit seiner guten Struktur eine schöne Tiefe verleiht.

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Das Weingut Dorigati hat in den letzten Jahrzehnten einen beachtlichen Aufschwung von billiger Masse zu exzellenten Qualitätsweinen geschafft. Gut erkennbar sind hier auf dem Foto im Weinkeller von Dorigati die alten riesigen eingemauerten Betontanks auf der linken, die modernen kleinen eleganten Holzfässern aus französischer Eiche auf der rechten Seite.

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Das Trentino ist für seine besonders charaktervollen Schaumweine berühmt, die starke Ähnlichkeiten zum Champagner aufweisen. Das liegt zum einen daran, dass der Boden im Trentino ähnlich wie der in der Champagne ist. Zum anderen werden für den TrentoDOC ausschliesslich die gleichen Weine genommen, aus denen auch der Champagner besteht: Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier. Das Weingut Dorigati ist bekannt für seinen Methius TrentoDOC.

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Doch zurück zum 2011er Diedri von Dorigati: Der Wein hat auf jeden Fall Kraft, Fülle und eben Potiental. Doch da wir ihn so jung schon geöffnet haben, haben wir ihn dekantiert und etwas Zeit gegeben. So konnte er seine Qualitäten ausspielen und hat sich mit der Ente mit zitroniger Honigglasur, diesem köstlichen Zusammenspiel von frischer Säure und Süße, als hervorragender Begleiter präsentiert.

Wintergrillen für Männer, Frauen, Vegetarier

Das Buch Wintergrillen mag vor allem ein Männerbuch sein. Doch ist es bestimmt auch ein Frauenbuch. Und es ist ein Grillbuch für Vegetarier. Es sind viele köstliche Rezepte enthalten, von ganz einfach bis sehr aufwändig. Und so manche Idee ist verblüffend, da man bisher überhaupt nicht daran gedacht hat, so manches Gericht im Winter nicht zu kochen, sondern eben auf dem Grill zuzubereiten. Wintergrillen ist mittlerweile mehr als ein Trend. Das Buch hat dazu eine Vielfalt an Rezepten. Ob jetzt dazu zwingend der Grill des US-Produzenten Weber benötigt wird, lasse ich mal dahingestellt, es gibt schliesslich auch andere Hersteller.

Guten Appetit!



Karpfen, Kräuter, Kren und Kirschen: Fränkische Spezialitätenküche leicht gemacht

Karpfen Kraeuter Kren Kirschen Cover Ein fränkisches KochbuchGebacken, im Bierteig oder blau – der Karpfen ist der liebste Fisch der Franken, eines der kulinarischen Aushängeschilder der Region. Gemeinsam mit Kräutern, Kren und Kirschen steht er seit jeher für die Unverwechselbarkeit der fränkischen Küche. Die erfahrensten Kreisbäuerinnen aus dem Karpfenland haben nunmehr klassische und kreative Rezepte rund um die köstlichen fränkischen Zutaten gesammelt und verführerische Menüs arrangiert. Wir entschieden uns zum Nachkochen für einen Klassiker, eine süße Verführung, die uns an so manche Kindheitstage erinnerte: den Kirschmichel.

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Karpfen, Kräuter, Kren und Kirschen: Diese vier Komponenten bilden nicht nur eine geschmackvolle Aneinanderreihung von Buchstaben, sondern vor allem exquisite Rezeptkombinationen. Traditionelle und außergewöhnliche Rezepte finden sich in diesem Kochbuch, verbunden mit informativen Essays zu den vier Hauptzutaten. Das Buch ist übersichtlich, leicht verständlich und bringt die fränkische Spezialitätenküche auf köstliche Art und Weise näher. Wir wählten deshalb den Kirschmichel, weil wir an dem Tag Lust auf ein Dessert verspürten.

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Rudolf Nährig: Geständnisse eines Oberkellners – und was Sie schon immer über ein Restaurant wissen wollten

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Nicht Kitchen sondern Restaurant confidential: Hamburgs absolutes Top-Hotel zählt nicht nur exzellente Gäste. Auch die Mitarbeiter sind etwas besonderes. So mancher von ihnen bleibt auch deutlich länger. So hielt es den Wiener Rudolf Nährig ganze 35 Jahre als Oberkellner im Jahreszeiten Grill-Restaurant des Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg. Er avancierte selbst zu einer gastronomischen Legende der Stadt. Nun erfreut er uns mit seinen Aufzeichnungen, seinen Anekdoten, seinen Geschichten mit gekonntem hanseatischem Humor und Wiener Charme – und natürlich immer der gebotenen, professionellen Distanz zu seinen Gästen. „Gerne hab ich Sie bedient – Aufzeichnungen des Oberkellners im Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg“ ist somit ein wunderbarer Schmöker für Freunde der exzellenten Hotellerie.

Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten 2009_07Rudolf Nährig gehört noch zur alten Garde der grossartigen Oberkellner. Diese Generation wusste und weiss immer noch, wie ein richtiger Service am Gast geht, wie Kochen am Tisch des Gastes zelebriert werden kann. Er ist der perfekte Diener, der Butler, der sich um jeden einzelnen Gast in seinem Restaurant so kümmert, als hätte er nur diesen einen. Rudolf Nährig hatte das unbeschreibliche Glück einen außerordentlichen Arbeitsplatz zu bekommen. Das Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg, mit seiner göttlich-genialen und traumhaft schönen Lage an der Binnenalster in Hamburg, ist nicht nur das beste Hotel in der Hansestadt. Es gehört auch zu den Top-Adressen von ganz Deutschland. Hier geben sich die Stars und Sternchen, die Promis, die Reichen und die Schönen die Klinke in die Hand. In diesem Haus ist die Zeit stehen geblieben – oder man meint es zumindest, da alte Gegenstände, die heute nicht mehr gebraucht werden, elegant in die moderne Gestaltung eingebunden werden. (mehr …)

Florenz, Venedig und Istanbul: Ein Reiseführer auf den Spuren von Dan Browns Inferno

Helena Julian Auf den Spuren von Dan Browns Inferno CoverEin Reiseführer über Florenz, Venedig und Istanbul? Wer schreibt denn sowas? Ist das sinnvoll? Ja, aber auch nur, weil Bestseller-Autor Dan Brown seinen aktuellen Thriller „Inferno“ auf den Spuren von Dante Alighieri in diesen Städten spielen lässt. Und wie schon „Illuminati“ die Touristenflut nach Paris noch weiter anschwellen liess, so bringt der nächste Thriller neugierige Touristen in diese drei Städte. Das Buch ist zwar schon 2013 erschienen. Doch in diesem Jahr soll der Film, natürlich wieder mit Tom Hanks in der Hauptrolle, erscheinen. Helena Julian macht sich für die Dan Brown-Fans auf die Suche nach den Original-Schauplätzen und verbindet grandios die alte Geschichte der italienischen Städte, die Biographie von Dante Alighieri, die persönliche Motivation von Dan Brown mit dem Thriller Inferno. So also entsteht ein wunderschöner Reiseführer über Florenz, Venedig und Istanbul.

Gibt es die geheimen Türen und Gänge im Palazzo Vecchio wirklich? Hatte Dante Alighieri eine Geliebte? Und hört man unter der Hagia Sophia in Istanbul tatsächlich Wasser tropfen? In diesem Buch werden alle wichtigen Fragen zu Dan Browns „Inferno“ beantwortet. Fachkundig fasst Helena Julian zusammen, was man über Dante, seine „Commedia“ und Florenz um das Jahr 1300 wissen muss, um die Hintergründe von „Inferno“ besser zu verstehen. So verfasste sie mit „Auf den Spuren von Dan Browns ‚Inferno'“ nicht nur einen brandaktuellen Reiseführer, sondern auch ein Begleitbuch für alle Fans, die sich zur Lektüre auf dem heimischen Sofa Bilder und Erläuterungen zur Romanhandlung wünschen.

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Hätte sich Dan Brown an die Öffnungszeiten der Florentiner Sehenswürdigkeiten gehalten, sein Held säße schon auf Seite 22 in der Falle. Die meisten der geheimen Gänge, Türchen und Treppchen, die der allwissende Professor auftut, bleiben dem gemeinen Besucher verborgen. Der legendäre Vasari-Korridor, der sich über die Ponte Vecchio streckt und den Palazzo Pitti mit den Uffizien und dem Palazzo Vecchio verbindet – man kann ihn heute nur noch von den Uffizien aus betreten. Langdon aber kommt von der anderen Seite. Oder die Zauberformel Cerca trova, die Langdon auf einer winzigen Flagge in der Ecke des riesigen Freskos im Saal der Fünfhundert entdeckt haben will – sie ist von seinem Standpunkt aus nicht zu erkennen. Und Vayenthas tödlicher Sturz durch die Leinwanddecke im Saal – unmöglich, weil die Kassetten vollständig auf Holz gemalt sind. Und die gefilmte Entwendung von Dantes Totenmaske – es gibt überhaupt keine Videoüberwachung in dem Raum. Noch nicht mal vom Badia-Turm kann man springen wie der Attentäter Zobrist. Das Gebäude ist zu jeder Tages- und Nachtzeit verschlossen. Soviel also zu der dichterischen Freiheit des Autors und den nackten Tatsachen.

Doch macht der Thriller Appetit auf diese drei Städte, auch wenn Dan Brown mit seinen Protagonisten eher durch die wunderschönen Gegenden rennt als flaniert. Allerdings kann auch das Buch von Helena Julian den Appetit auf die drei Städte wie auch auf den Thriller anregen. Man muss den Thriller nicht zuerst gelesen haben, um Helena Julian zu verstehen. Auch wer erst nach Italien kommt und dieses Buch vor Ort liest, kann ebenso motiviert sein, die Schauplätze zuerst zu besuchen und dann das Original, den echten Dan Brown lesen. Im besten Sinne ist dies also eine Vorbereitung für den Roman wie auch ein Nachbereiten.

In Helena Julians Buch lernt man dann auch noch einen anderen Dante kennen, als den aus der Literatur- und Kunstgeschichte (wegen der Illustrationen von Botticelli) bekannten Dichter. Wie eminent politisch auch Dante war, ist weniger bekannt und gehört zu den wichtigen Informationen im Buch über Dan Browns Roman hinaus. Als politisch den „Weißen“ zugehörig und in Florenz in Amt und Würden, mußte Dante die Stadt sofort verlassen, als die „Schwarzen“ ans Ruder kamen: „ein einsames Leben in Verstecken, aber auch die intellektuelle Auseinandersetzung mit der Welt.“

Auch über Dantes Comedia erfährt man mehr, als Dan Brown ahnen läßt, wobei die Autorin eindeutig wird: „Man muß die Commedia nicht gelesen haben, um Dan Browns Inferno zu verstehen.“ Das ist völlig richtig, verhält sich aber in etwas so, wie mit diesem Buch. Man muß Dan Browns Inferno nicht gelesen haben, um auch an Helena Julians Reiseführer seine Freude zu haben und seine Wißbegierde zu stillen.

Wer also Florenz, Venedig und Istanbul mal von einer anderen Seite kennenlernen möchte, einige Geheimtipps, schöne Hotels, stille Parks und Geheimgänge kennenlernen möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Es ist außerdem eine interessante Vorbereitung auf den Film mit Tom Hanks, der angeblich im Dezember 2015 in die Kinos kommen soll. Dann können wir einmal mehr feststellen, was im Buch zwar vorkommt, im Film aber weggelassen wurde.

Helena Julian: „Auf den Spuren von Dan Browns ‚Inferno'“
Thriller-Schauplätze in Florenz, Venedig & Istanbul
books&friends, Essen

Den Krimi „Inferno“ von Dan Brown könnt Ihr hier bestellen:

Air Dolomiti

Wer nach der Lektüre von Dan Browns Inferno und diesem spannenden Reiseführer von Helena Julian Lust bekommen hat, sich selbst auf die Spurensuche zu begeben, dem sei der Flug mit Air Dolomiti empfohlen, die aus Deutschland sowohl Florenz wie auch Venedig anfliegen.

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Übrigens hat die FAZ hier eine schöne Buchrezension geschrieben.

Francois Loeb: Sternenzimmer und andere gruselige Hotelgeschichten

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Ein Buch für Klo oder Nachttisch: Dies ist mein kurzes, knappes Fazit nach der Lektüre des aktuellen Buches von Francois Loeb: „Sternenzimmer und andere Hotelgeschichten“. Wer angesichts des Titels eine leichte Lektüre erwartet, der wird schnell eines Besseren belehrt. Das Cover des Buches allerdings zeigt schon die Richtung. Es geht nicht um schöne, leichte, lustige Geschichten und Anekdoten aus den schönsten Hotels dieser Welt, gar aus den Luxushotels. Es geht eher um die triste, trübe, depressive Seite. Mit schummrig, düster und eher unheimlich mag es noch freundlich umschrieben sein, ich würde sogar sagen, dass es teilweise kafkaesk ist. Ich weiß nicht, was der Autor vor dem Schreiben seiner Kurzgeschichten eingenommen hat, ich würde ihm allerdings raten, damit aufzuhören. Es sei denn, seine Leser mögen Albträume.

Wer dies Buch Freunden schenkt, sollte wissen, dass diese einen sonderbaren Humor haben. Sonst könnte sich der Freundeskreis lichten. Denn nach der Lektüre so mancher Geschichte kurz vor dem Schlafengehen könnten die Träume ähnlich schräg werden. Weil nachdenklich, skurril, hintersinnig, verstörend, überraschend und manchmal gar mit einem leisen Hauch von Horror bestückt, kann Sternenzimmer von Francois Loeb schlecht in eine Kategorie gestellt werden. (mehr …)

Höhepunkte Sowjetischer Kochkunst: Asiatischer Palow aus einem autobiographischen Kochbuch

Kochbuch_Hoehepunkte_Sowjetischer_Kochkunst_Palow_002Puren Widerspruch in sich trägt der Titel: Höhepunkte und Sowjetisch? Sowjetisch und Kochkunst? Das ist schon sehr seltsam. Die Sowjetunion verbinden wir mit vielem, nur nicht Kochkunst. Wir verbinden sie mit viel negativem und bestimmt nicht lukullischen Leckerbissen. Früher, ja früher widmeten Tschechow, Puschkin, Tolstoi und Gogol einige ihrer fesselndsten Passagen dem Essen. Kulinarische Schwärmereien über die Gerichte der Zarenzeit, so verrät es uns Anya von Bremzen in ihrem autobiographischen Kochbuchroman, liess dem Leser das Wasser im Munde zusammenlaufen. Doch dieses Russland ging mit der bolschewistischen Revolution 1917 unter und ward nicht mehr gesehen. Die Sowjetzeit, die Zeit hinter dem Eisernen Vorhang verbindet jeder mit Mangel an allem. Wie kann da also eine Kochkunst entstehen?

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Sicherlich hat in der Sowjetunion fast jeder gekocht, fast jeder hat etwas zu essen gehabt. Aber was kann es da für Höhepunkte geben? Die russischstämmige New Yorkerin Anya von Bremzen kocht sich gemeinsam mit ihrer Mutter zurück in ihre Moskauer Kindheit. Dabei geht die amerikanische Kochbuchautorin nicht nur in ihre Kindheit sondern sogar in die ihrer Großeltern zurück und erzählt und verkocht jedes Jahrzehnt für sich.

Kochbuch_Hoehepunkte_Sowjetischer_Kochkunst_Palow_001Das Buch orientiert sich an der Geschichte der Familie ihrer Mutter Larissa, beginnt mit jüdischen Rezepten zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Hafenstadt Odessa. Wir erleben Leningrad, Moskau, die Zeit der Familie im Krieg in Lenins Geburtsort Uljanowsk, wir reisen über Aserbaidschan schlussendlich wieder nach Moskau, wo das Mädchen Anya Anfang der 1960er Jahre geboren wird. Und so geht es weiter, die Geschichte der Familie und die Geschichte der Sowjetunion sind eng miteinander verwoben. Sozusagen ein Parforce-Ritt durch die russische Geschichte vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart bei dem die Entwicklung der russischen Küche als Leitfaden dient. Dabei ist die Familiengeschichte wahrlich spannend, denn eigentlich sind von der Großmutter über die Mutter bis zur Tochter hier vor allem die Frauen der Familie die Heroen. Es ist also auch ein Buch über starke Frauen, ein Frauenbuch, ein Frauenroman. So stehen am Ende zehn Kapitel für die zehn Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts. Und am Ende gibt es zehn Rezepte, für jedes Jahrzehnt eins. Eine spannende, interessante und köstliche Autobiographie. Das wohl opulenteste, spektakulärste, exotischste und anspruchsvollste Rezept ist sicherlich die Kulebjaka, eine Terrine aus der Zarenzeit, gefüllt mit zweierlei Fisch und Waldpilzen. Im vorderen Buchteil kochen Mutter und Tochter ein wahres Festmahl, im Rezept hinten empfiehlt Anya von Bremzen dann eine deutlich leichtere Variante. Wir konnten es natürlich nicht lassen und versuchten anschliessend das Gericht, das für die 1990er Jahre stehen soll, nachzukochen: Palow – Mittelasiatischer Pilaw mit Reis, Lamm und Karotten.

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Leckere Landküche: Entenbrust mit Rosmarin-Honig

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Ente gut, alles gut. Ok, Kalauer. Aber immer wieder lecker. Die Ente, nicht der Kalauer. Dass ich ein Liebhaber der Ente bin, habe ich ja hier kürzlich erst geschrieben. Diesmal gab es nicht gleich eine ganze Ente. Allerdings eine richtig schöne große Entenbrust. Und da noch etwas Entensauce mit Rosinen und Apfelstückchen in der Tiefkühle lag, habe ich ein Rezept von Simon Tress aus seinem Buch „Landküche“ mit meiner Sauce ergänzt. Extrem lecker! Diese Sauce kann süchtig machen! Doch bei diesem Rezept habe ich ein paar Tipps, die der Küchenchef des Bio-Hotel Rose in Ehestetten leider nicht gibt. Diese Tipps helfen Euch, dass Euer Ofen deutlich sauberer bleibt…

Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_006Wie schon bei meiner Rezension vom ersten Buch von Simon Tress, so sind mir auch diesmal ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, die ich bei Kochrezepten optimieren würde. Manchmal würde ein unbeteiligter Verlagsmitarbeiter, der die Rezepte selbst kocht, einem Kochbuch gut tun. Das reine, klassische Rezept aufzuschreiben hält zwar das Buch schön schlank. Es produziert keine langen Rezepte. Doch freut sich der Koch, die Köchin daheim am Herd schon, wenn ein paar handwerkliche Tipps kommen, die auch dazu beitragen, dass man nicht nach der Fressorgie eine Putzorgie vor sich hat. Außerdem finde ich dies Originalrezept doch etwas zu fetthaltig – doch dazu am Ende etwas mehr. Zuerst also das originale Rezept meiner mit Rosmarin-Honig gebratenen Entenbrust.

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Kalte Tomatensuppe: Die noch schnellere Gazpacho von Simon Tress

Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_009Erfrischend, leicht, gesund: Eine deutsche Gazpacho. Jedenfalls nach der Interpretation von Simon Tress in seinem Kochbuch „Landküche“. Der Küchenchef des Bio-Hotel Rose in Ehestetten verzichtet auf ein paar typische Zutaten der andalusischen Suppe und zeigt uns, wie wir in weniger als einer halben Stunde eine erfrischende Tomatensuppe auf den Tisch gezaubert haben, die gerade in heißen Sommertagen sehr gut tut. Oder auch mit wenigen Handgriffen Gemüse zu einem wohlschmeckenden Gericht zusammenbringt, die sonst im Kühlschrank vergammelt wären.

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„Wanderer, kehr ein zur Rast / wenn Du recht Durst und Hunger hast. / Wir Wirtsleut sind bei Tag und Nacht / stets auf Dein leiblich Wohl bedacht. / Der Speisen viel, auch Wein und Bier, / sogar ein Bett bekommst Du hier.“ So steht es nicht ohne Grund an der Hauswand des Bio-Hotel Rose in Ehestetten. Die Familie hat nicht nur Ahnung vom Stillen von Hunger und Durst. Die Qualität des Hauses ist schon besonders gut. Noch als gesundes, regionales Bio-Essen als Spinnerei verspottet wurde, hat die Familie auf diese Richtung gesetzt. Mit grossem Erfolg, denn mittlerweile gehört der Mutter und den drei Söhnen ein kleines Gastro-Imperium auf der Schwäbischen Alb. Erfrischen wir uns also an der Kalten Tomatensuppe, die als Vorspeise oder auch als schnelles Mittagessen eine besonders gute Figur macht. (mehr …)

Simon Tress und die Landküche: Steak vom Rind mit Erbsen-Salbei-Püree

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Ein ordentliches Steak, etwas Gemüse: himmlisch. Mehr braucht man nicht. Das ist im besten Low Carb-Sinn und schmeckt richtig gut. Jegliche Art von Kohlenhydraten, von Reis oder Kartoffeln, ist hier überflüssig. Mit dieser Beilage wird es sogar ayurvedisch, schliesslich lieben die Inder und Singhalesen jegliche Art von Erbsen und Linsen. In diesem Falle aber ist es schwäbisch. Vor uns liegt das Kochbuch von Simon Tress „Landküche“ aus dem Verlag Oertel & Spörer. Wir widmen uns dabei einer Rezept-Kombination: Steak vom Rinderrücken und ergänzen es mit dem Erbsen-Salbei-Püree.

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Kochbuch_Simon_Tress_Landkueche_002Dieses Kochbuch habe ich auf sehr herzliche Art erhalten: Von Simon Tress habe ich bereits schon vor einiger Zeit hier sein erstes Kochbuch besprochen. Ich fand allerdings ein paar wenige Punkte, die ich kritisierte, die ich anders gestaltet hätte. Nachdem mein Artikel erschienen war, postete ich den Link auch auf dem Facebook-Profil von Simon Tress. Er las die Kritik und bedankte sich für meine Anregungen, Anmerkungen. Einige Monate später erhielt ich ein Päckchen: das aktuelle Kochbuch von Simon Tress mit einer persönlichen Widmung: „Für Götz A. Primke, mit kulinarischen Grüßen, Simon Tress“. Ganz herzlichen Dank an den Küchenchef des Bio-Hotel Rose in Ehestetten auf diesem Wege. Also nehme ich mir doch genauso gern dies Kochbuch zur Brust bzw. die Rezepte als Anregung. Und genau dies ist es, was Simon Tress mit seinem Kochbuch möchte: nur Anregungen schaffen.

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Das Konzept dieses Kochbuches ist es, auf der einen Seite ein paar schöne Gerichte aus der Landküche zu skizzieren. Auf der anderen Seite aber überlässt es der Koch aus dem Bio-Hotel Zur Rose in Ehestetten dem geneigten Leser, was er als Beilage dazu kochen möchte. Er gibt uns die Freiheit selbst zu entscheiden, wie wir ein Gericht vervollkommnen wollen. Wir bekommen kein Korsett vorgesetzt – wie es in vielen anderen Kochbüchern der Fall ist. Da unser Metzger gerade ein ausserordentlich schönes Steak hatte und wir ein Kohlenhydrat-armes, gesundes und leckeres Gericht zaubern wollten, sprang uns noch das Erbsen-Salbei-Püree ins Auge. Widmen wir uns also zuerst dieser köstlichen Kombination: (mehr …)

Holger Stromberg: Der iss(t) einfach gut: Reispfanne mit Hackfleisch und Koriander

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Erst die Basics, dann das Kochvergnügen! Das ist das Motto des aktuellen Buchs des Kochs der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Vor dem Vergnügen, vor dem Kochen und Essen stellt Holger Stromberg das nahezu gesamte, komplexe Wissen über unsere Ernährung, über unsere Lebensmittel, unseren Körper und die Wechselwirkungen. Und am Ende so mancher Kapitel gibt es ein paar kleine, sehr leicht und schnell zuzubereitende Rezepte. Das Buch wendet sich besonders an Kochneulinge sowie jene, die gerade eine Küche neu einrichten möchten wie auch an jene, die gerne mehr über Ernährung erfahren möchten. Wir haben uns aus den Rezepten die Basmatireispfanne mit Hackfleisch und Koriander ausgesucht und für Euch nachgekocht.

Der Titel beinhaltet gleich zwei Ausrichtungen des Buches: Zum einen das einfache Essen. Einfach zubereiten: also mit wenigen Handgriffen in kurzer Zeit. Für Leute, die nicht lange in der Küche stehen wollen, für Leute, die nicht kochen können oder wollen, es aber müssen. Für Leute, die noch nicht viel über Lebensmittel wissen, die keine Rezepte „daheim“ gelernt haben und jetzt in in ihrer eigenen Bude allein vor Herd und Kühlschrank stehen. Auf der anderen Seite: das gute Essen. Gesund, nachhaltig, köstlich, lecker, gut verdaulich, gut verträglich. Kurzum: mit Genuss. Für viele ist genau das die größte Herausforderung, an der sie scheitern. Einfach wird leider mit Fast Food gleichgesetzt, mit gut wird das teure Nobelrestaurant, der Gourmet-Tempel identifiziert. Doch der Fußball-Weltmeister-Koch zeigt uns, dass es auch anders geht. Nämlich kombiniert, eben einfach und gut. Doch damit wir wissen, was einfach und was gut ist, müssen wir einiges über unser Essen lernen. So ist das Buch eben nicht zuerst ein Kochbuch sondern vor allem ein Ernährungsberater. Zum durchlesen, zum nachlesen, zum hin- und herblättern, zum nochmal reinschauen und zum Rezepte nachkochen. Und vor allem zum Lernen. Doch damit wir bei diesem Artikel nicht verhungern, kommt jetzt das Rezept: die Basmatireispfanne mit Hackfleisch und Koriander. (mehr …)

Die letzte Praline: Schaurig-schöne Schokoladenmorde in Brügge

Carsten Sebastian Henn - Die letzte Praline Buchcover
Für was würdest Du eher morden? Für Schokolade, für die Liebe oder für die Ehre? Ein schokoladig-lecker-lustiger Krimi lag in den letzten Tagen auf meinem Nachttisch. Und ward in kürzester Zeit ausgelesen. Kurzweilig-unterhaltsam, doch auch belehrend-naseweis und zeitweilig allzu professoral-dozierend: dies fällt mir an Stichworten ein zu dem Krimi „Die letzte Praline“ von Carsten Sebastian Henn aus dem Pendo-Verlag. Das Buch macht nicht nur Appetit auf Schokolade – sondern auch auf eine Fahrt nach Flandern ins schöne Brügge.

„Die letzte Praline“ ist ein kulinarischer Krimi. Ein lecker-lustiger, schaurig schoko-süßer kurzweiliger Krimi. Den norddeutsch drögen Professor Adalbert Bietigheim hat es nach Brügge, die selbsternannte Hauptstadt der Schokolade verschlagen. Gleich die erste Leiche wird in bester James-Bond-Manier zwar nicht à la Goldfinger vergoldet, so doch komplett mit Schokolade überzogen. Es findet gerade die Weltmeisterschaft der Chocolatiers statt, der deutsche Professor, den ich mir mit einer Gerd Fröbe-Figur vorstelle, ist als Vorsitzender der Jury geladen – und klärt nebenbei noch eine kleine Mordserie auf. Nebenbei erfahren wir alles, was wir über Schokolade wissen wollten – oder auch nicht. Herkunft, Technik, Arten, Verfeinerungen, gesundheitliche wie auch medizinische Aspekte – so ziemlich alles. (mehr …)

Das perfekte Wirtshaus: Gibt es das noch?

Juergen Roth Das perfekte Wirthshaus Oktober VerlagEin Denkmal der Wirtshauskultur! Mit Sicherheit war das nicht die eigentliche Intention, die Jürgen Roth hatte, als er sich daran machte, für die Frankfurter Rundschau über Wirtshäuser und Kneipen zu philosophieren. Doch wollte er auch keinen Reiseführer schreiben, keinen weiteren Restaurantführer erschaffen. Der Autor war eher auf der Suche nach der Antwort auf Fragen wie: Was macht ein gutes Wirtshaus aus? Das gute Bier, das schmackhafte Essen, das gesellige Beisammensein? Ist es der Ort, an dem die Zeit stehenbleibt? Herausgekommen ist eine Sammlung von literarischen Feuilletons, von Anekdoten, Geschichten, Glossen, Essays. Sie beschreiben die Eigentümlichkeiten unterschiedlicher Trinkorte, wie der Autor es selbst darstellt. Er wollte sich vor allem mit dem Niedergang der Wirtshauskultur beschäftigen und so wird so manche Kneipe, die in diesem Buch beschrieben wird, heute nicht mehr existieren. Wir haben uns das Buch von Jürgen Roth: Das perfekte Wirtshaus, erschienen im Oktober Verlag, mal genauer durchgelesen.

Wenn Linksintellektuelle einen trinken gehen, dann muss das gleich etwas mit Kultur zu tun haben. Der gewöhnliche Normalo, der Spießbürger, der Prolet geht nur in die Kneipe. Der intellektuelle Anspruch verlangt nach dem Feuilleton, nach der Kultur. Da der Autor in Franken geboren ist und in Frankfurt wohnt, ist sein Bedarf an Bier schier unermesslich und unerschöpflich. Genauso allerdings sein Händchen immer in den komischsten, merkwürdigsten, interessantesten Spelunken zu versacken. Hier wird eher die Kneipe um die Ecke als das gehobene Gasthaus beschrieben. Bei so manchem Lokal kann man sich denken, ob der Wirt nicht sein bester Gast ist. (mehr …)

Gedankenreise durch New York auf den Spuren von Promis

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Für einen Abend nach New York reisen! Merian-Autorin Bettina Winterfeld liest aus ihrem Buch „New York – Eine Stadt in Biographien“ und stellt faszinierende New Yorker Persönlichkeiten vor. Wir lassen uns mit dem jungen Robert de Niro und seiner Gang, die „Forty Thieves“, durch Little Italy treiben. Am Beispiel Sarah Jessica Parkers hören wir von den glamourösen Seiten der Stadt. Oder wir erleben mit Milliardär John D. Rockefeller den amerikanischen Traum vom Erfolg.

Die Reisebuch-Autorin Bettina Winterfeld hat während ihrer aufregenden Recherchen in New York in Coffee Shops gearbeitet, Inspiration gesucht und entspannt. Eine unvergleichliche Atmosphäre, die an diesem Abend in einem Coffee-Shop in München nachempfunden werden kann. (mehr …)

Gault Millau WeinGuide 2012: Matthias Müller ist Deutschlands Winzer des Jahres

Gaul Millau Wein 2012Aus Spay am Mittelrhein kommt er: Laut den Kritikern vom Gault Millau WeinGuide Deutschland 2012 ist der „Winzer des Jahres“ Matthias Müller. Wie die dpa meldet, lobte die Redaktion besonders die Rieslinge des Weingutes in einem der kleinsten Anbaugebiete Deutschlands.

„Aufsteiger des Jahres“ wurde Stephan Attmann vom Pfälzer Weingut von Winning in Deidesheim. Diesem haben Diebe kürzlich erst Wein im Wert von ca. 100.000 Euro geklaut – mit einem Vollernter aus dem Weinberg heraus (siehe SZ-Magazin). Die „Entdeckung des Jahres“ habe die Redaktion in Württemberg gemacht, und zwar bei den Weingärtnern in Cleebronn-Güglingen. (mehr …)

Guide Michelin 2012: Berlin vor München und Hamburg; BaWü vor Bayern und mehr Sterne als je zuvor

cover michelin deutschland 2012Die Gastronomie als Spiegel der Stadt: je cooler und angesagter die Stadt ist, umso mehr Sterne-Restaurants hat sie. Dieses Fazit könnte man ziehen, wenn es nach den aktuellen Sternen geht, die der Guide Michelin für 2012 vergeben hat. Doch gilt dies auch für den Reichtum, das Einkommen der Bewohner? Berlin ist nun die Stadt mit den meisten Sternerestaurants (13), vor München (11), und Hamburg (9). Auch bezogen auf die Zwei-Sterne-Restaurants führen Berlin und Sylt jetzt mit je 3 Gourmet-Tempeln vor München, Hamburg, Köln und Lübeck mit je 2. Bei den Bundesländern liegt Baden-Württemberg weiterhin vorn, mit 61 Sterne-Restaurants vor Bayern (40) und Nordrhein-Westfalen (38). Im Osten führt Mecklenburg-Vorpommern mit jetzt sieben Sterne-Restaurants. Die Zahl der Sterne-Restaurants stieg insgesamt von 237 auf 249. Auch die Gruppe der Restaurants, die sorgfältig zubereitete preiswerte Mahlzeiten anbieten und im Bib Gourmand aufgeführt sind, vergrößerte sich von 386 auf 431.

Die Neueinsteiger und Gewinner stehen hier, die Verlierer stehen hier.

Alle Sterne-Restaurants 2012 in Deutschland (nach Städten sortiert):

Die Hoffnungsträger für 1 Stern:

  • Düsseldorf: Monkey’s West; Penzhorn, Christian
  • Greifswald: Le Croy; Frank, Stefan
  • Leer: Perior; Richter, Christian
  • Schalksmühle: Landhaus Steinbeisser; Salzmann, Manfred

Drei Sterne:

  • Baiersbronn: Restaurant Bareiss Lumpp, Claus-Peter
  • Baiersbronn: Schwarzwaldstube Wohlfahrt, Harald
  • Bergisch-Gladbach: Vendôme Wissler, Joachim
  • Mannheim: Amador Amador, Juan
  • Osnabrück: La Vie (neu) Bühner, Thomas
  • Perl: Victor’s Gourmet-Restaurant Schloss Berg Bau, Christian
  • Saarbrücken: GästeHaus Erfort, Klaus
  • Wittlich/Dreis: Waldhotel Sonnora Thieltges, Helmut
  • Wolfsburg: Aqua Elverfeld, Sven

Zwei Sterne:

  • Aschau im Chiemgau: Restaurant Heinz Winkler; Winkler, Heinz; Brandl, Stefan
  • Augsburg: August Grünwald, Christian
  • Baden-Baden: Brenners Park-Restaurant Krolik, Andreas
  • Bergisch-Gladbach: Gourmetrestaurant Lerbach Henkel, Nils
  • Berlin: Fischers Fritz Lohse, Christian
  • Berlin: Lorenz Adlon (neu) Otto, Hendrik
  • Berlin: reinstoff (neu) Achilles, Daniel
  • Bernried Kreis Deggendorf: Schwingshackl ESSKULTUR (neu) Schwingshackl, Erich
  • Cuxhaven: Sterneck Kebschull, Markus
  • Dorsten: Rosin (neu) Rosin, Frank; Engelke, Oliver
  • Düsseldorf: Im Schiffchen Bourgueil, Jean-Claude
  • Essen: Résidence Bühler, Berthold; Bach, Henri
  • Glücksburg: Meierei Dirk Luther Luther, Dirk
  • Hamburg: Haerlin (neu) Rüffer, Christoph
  • Hamburg: Jacobs Restaurant (neu) Martin, Thomas
  • Köln: La Vision (neu) Horberth, Hans
  • Köln: Le Moissonnier Menchon, Eric
  • Königstein im Taunus: Villa Rothschild Kempinski Rainer, Christoph
  • Leipzig: Falco Schnurr, Peter Maria
  • Lübeck: Buddenbrooks (neu) Scharrer, Christian
  • Lübeck: La Belle Epoque Fehling, Kevin
  • München: Dallmayr Urbansky, Diethard
  • München: Tantris Haas, Hans
  • Bad Neuenahr-Ahrweiler: Steinheuers Restaurant Zur Alten Post Steinheuer, Hans Stefan
  • Nürnberg: Essigbrätlein Köthe, Andree; Ollech, Yves
  • Bad Peterstal-Griesbach: Le Pavillon Herrmann, Martin
  • Rottach-Egern: Gourmetrestaurant Überfahrt Jürgens, Christian
  • Sylt/List: La Mer (neu) Zier, Sebastian
  • Sylt/Munkmarsch: Fährhaus Pape, Alexandro
  • Sylt/Rantum: Söl’ring Hof King, Johannes; Sandej, Andreas
  • Trier: Becker’s Becker, Wolfgang
  • Wernberg-Köblitz: Kastell (neu) Kellermann, Thomas

Ein Stern:

Die vielen Restaurants, die einen Stern im neuen Guide Michelin 2012 erhalten haben, entnehmt bitte diesem pdf, das ich hier zum herunterladen bereit stelle.

Guide Michelin 2012: Die Verlierer werden angeführt von Nils Henkel

cover michelin deutschland 2012Insgesamt 13 Sterne wurden im «Michelin» gestrichen – manche, weil die Restaurants schlossen, andere wegen gesunkener Leistung. Dabei verlor das «Hummer-Stübchen» in Düsseldorf den zweiten Stern. Im allgemeinen Aufwärtstrend ist die Abwertung für den 42 Jahre alten Nils Henkel in Bergisch Gladbach besonders bitter. Der Nachfolger von Altmeister Dieter Müller im «Schlosshotel Lerbach» nennt sich «Gourmet-Architekt». Doch konnte sein neues Konzept «Pure nature» mit kreativ angerichteten besten Naturprodukten die Tester nicht voll überzeugen. Die Abwertung eines bekannten Vertreters der jungen deutschen Köchegeneration ist keine leichte Entscheidung. Henkels Nachbar Joachim Wissler in Bergisch Gladbach steht weiter in der Riege der neun Drei-Sterne-Köche in Deutschland.

Von 3 Sternen auf 2 abgestürzt:

  • Gourmetrestaurant Lerbach; Nils Henkel, Bergisch-Gladbach

Von 2 auf 1 gefallen:

  • Hummer-Stübchen; Düsseldorf

Von 1 Stern auf 0 degradiert:

  • Kameha Suite – Next Level; Frankfurt am Main
  • Osteria Enoteca; Frankfurt am Main
  • Hinterding; Lengerich
  • Amesa; Mannheim (das Lokal wurde ersetzt durch das Drei-Sterne-Restaurant «Amador», das von Langen nach Mannheim umzog)
  • PUR; Urbar

Geschlossen:

  • Charlemagne (vorher: 1 Stern); Aachen
  • Maurice (1); Dresden
  • Tafelhaus (1); Christian Rach, Hamburg
  • Capricorn [i] Aries Restaurant (1); Köln
  • Bel Etage (1); Marburg
  • Tschiffik, (1; neues Konzept); Zweibrücken

Guide Michelin 2012: Hier strahlen die Sterne über Deutschland

cover michelin deutschland 2012Gewinner und Verlierer sowie Überraschungen – jetzt stehen sie alle fest. Der Guide Michelin gab bekannt, wer im Jahr 2012 wieviele Sterne über sein Restaurant hängen darf.
Laut Michelin Mitteilung sind dies die Gewinner eines neuen bzw. zusätzlichen Sternes:

Drei Sterne:

Zwei Sterne:

Ein Stern:
(mehr …)

Karven/Dickhaut: Kochbuch für Kochmuffel: Auflauf mit Huhn – gezaubert aus den Resten vom Vortag

Dickhaut_Karven_Kochbuch_Kochmuffel_2011_05Resteessen. Essen von gestern. „A Rumfordsupp’n“ wie die Münchner hier sagen. Damit meinen die Einheimischen „ois, wos rumliegt und fort muss“. Ursula Karven und Sebastian Dickhaut haben im „Kochbuch für Kochmuffel“ auch ein paar „Rumfordsuppen“ eingebaut. Allerdings auf einem ganz hohen Niveau. Diese Art von Resteverwertung macht auch Hobbyköchen Spaß und gibt ein paar Ideen, wie sparsam gekocht werden kann. Gestern habe ich hier schon die Hähnchenbrust mit Currygemüse beschrieben. Die logische Fortführung von Chefkoch Sebastian ist der Auflauf mit Huhn.

Sebastian Dickhaut hat die Rezepte für die „Yoga-Tante“ Ursula Karven entwickelt. Ich vermute mal, weil sie neben Yoga- und Schwangerschaftsbüchern für ihre Klientel noch eine Erweiterung brauchte. Gesunde, leichte Küche für jeden Tag, die nicht nach Diätbuch aussieht. Da Frau Karven zwar Schauspielerin ist, aber bisher nicht kochen konnte, bekam sie den Meisterkoch Sebastian Dickhaut an die Seite gestellt. Der kann das. Der hat schon über 40 Kochbücher geschrieben und die Basic Cooking-Reihe bei Gräfe+Unzer erfunden. Aber ich wiederhole mich, das könnt ihr im Artikel von gestern nachlesen.

Das Konzept von Sebastian Dickhaut ist dabei einfach wie genial. Er beschreibt es im Buch so: „Entdeckertage, an denen bestimmte Zutaten im Rampenlicht stehen, und Basic-Tage fürs Grundsätzliche. Mit Zauberrezepten, die Reste zum Besten verwandeln, und Wohlfühlgerichten, die einem Energie und Wärme geben.“ Den Grund für die „Zauberrezepte“ liefert er auch gleich mit: „Damit zum Einkaufen überhaupt Zeit ist, wird an Montagen und Freitagen was Gutes aus Resten gezaubert – das sind die ‚Zaubertage'“. Also endlich mal ein Kochbuch, bei dem der Koch mitgedacht hat. Ja, vor dem Kochen steht das Einkaufen. Und das braucht Zeit. Heutzutage wollen und können wir nicht alle permanent die Zeit auf dem Markt, im Supermarkt oder in der Küche verbringen. Also muss es eben manchmal schnell gehen. Dafür aber bitte auch lecker. Und dem kommt das Buch nach.

Also habe ich aus der Einsteigerwoche das Montagsrezept „Auflauf mit Huhn“ mit den Resten der „Hähnchenbrust mit Currygemüse“ zubereitet. Doch lest selbst: (mehr …)

Kochbuch für Kochmuffel: Wie Ursula Karven das Kochen lernen will…

Dickhaut Ursula Karven Kochbuch Kochmuffel 2011_03Noch ein Kochbuch? Von einer Schauspielerin? Die sonst hauptsächlich Yoga-Bücher veröffenticht hat? Wer braucht das denn? So habe ich gedacht, als ich das erste Mal davon hörte, dass die deutsche Schauspielerin Ursula Karven ein Kochbuch veröffentlicht hat: „Mein Kochbuch für Kochmuffel“. Was qualifiziert diese Frau dazu ein Kochbuch zu schreiben? Es gibt doch schon genügend davon. Und eine Menge von richtig guten Köchen geschrieben. So dachte ich. Bis ich erfuhr, wer der Co-Autor ist. Und dann wollte ich das Kochbuch doch haben. Die – laut Selbstbeschreibung – Mutter, Schauspielerin, Unternehmerin und Yogabotschafterin erhielt Schützenhilfe von keinem geringeren als Sebastian Dickhaut. Ok, dann muss das Buch ja gut sein!

Sebastian Dickhaut hat mindestens schon 40 Kochbücher geschrieben. Der gelernte Koch und Journalist ist Schöpfer der Basic Cooking-Reihe im Gräfe+Unzer Verlag und selbsternannter Retter des Mittagessens. Von Sebastians Kochkünsten habe ich mich ja schon selbst überzeugen können – hier steht mein Bericht – und bin davon überzeugt: wenn er wollte, könnte er auch ein Sternelokal haben. Will er aber nicht. Sebastian hat nach eigener Aussage viel mehr Spaß mit seinen Kochbüchern, seinem kleinen Küchenstudio „Hukodi“, immer wieder neuen Aufgaben und hat so Zeit für die Familie. Richtig so. Und da kann er auch einer Schauspielerin das Kochen beibringen und ein weiteres Kochbuch entwerfen.

Zum Kochbuch also: „Mein Kochbuch für Kochmuffel“ heisst das Werk der beiden. Das Konzept ist so simpel wie genial: Sebastian kann sehr gut kochen und erklären, Ursula Karven kann nur auf Fotos gut ausschauen. Dafür hat Sebastian diverse Rezepte in mehreren Schritten entwickelt, die sogar Frau Karven versteht und nachkochen können sollte. Ein mehrwöchiger Aufbauplan für Einsteiger, Zweisteiger, Bergsteiger, Aufsteiger … bringt Schritt für Schritt leckere Kocherfolge. Durchdachte Einkaufslisten, die demnächst nach Verlagsangaben auch als App zu erhalten sein sollen, und überraschende Rezepte machen es leicht, sich selbst köstlich zu bekochen. Außerdem gibt Sebastian zwischendurch immer noch kleine, hervorragende Tipps, wie man etwas selbst herstellen kann, was eigentlich kompliziert klingt. Und er hilft sparen: an einem Tag wird etwas mehr von einer Sache gekocht, die am anderen Tag weiterverwertet wird. Das Buch ist also absolut für Einsteiger und Koch-Neulinge geeignet. Insgesamt ergibt das 80 genial entspannte Rezepte für jeden Tag.

Mit Dickhauts Hilfe gibt es bei Ursula Karven in der Einsteigerwoche Spaghetti mit Avocado und Kaviar und in der Aufsteigerwoche Ofenkürbis mit Zucchini. Später wagt sie sich an pochiertes Fischcurry mit Spinat, und in der Überflieger-Woche steht schließlich Meeresfrüchtetopf mit Fenchel auf dem Tisch. „Wieso ich bisher so selten gekocht habe? Ganz einfach: Weil ich nicht wusste, dass ich mich damit jeden Tag selbst verwöhnen kann!“
sagt Ursula Karven heute.

Ich habe die Hähnchenbrust mit Currygemüse für Euch getestet. Es ist das zweite Rezept der Einsteigerwoche, für den Sonntag gedacht. Es ist also super einfach – und doch genial lecker. Der Kocheinsteiger wird gleich in asiatische Genüsse gebeamt und hat keinen Bock mehr zum Take-away-Asiaten um die Ecke zu gehen. Was brauchen wir jetzt zum kochen? (mehr …)