Karven/Dickhaut: Kochbuch für Kochmuffel: Auflauf mit Huhn – gezaubert aus den Resten vom Vortag

Dickhaut_Karven_Kochbuch_Kochmuffel_2011_05Resteessen. Essen von gestern. „A Rumfordsupp’n“ wie die Münchner hier sagen. Damit meinen die Einheimischen „ois, wos rumliegt und fort muss“. Ursula Karven und Sebastian Dickhaut haben im „Kochbuch für Kochmuffel“ auch ein paar „Rumfordsuppen“ eingebaut. Allerdings auf einem ganz hohen Niveau. Diese Art von Resteverwertung macht auch Hobbyköchen Spaß und gibt ein paar Ideen, wie sparsam gekocht werden kann. Gestern habe ich hier schon die Hähnchenbrust mit Currygemüse beschrieben. Die logische Fortführung von Chefkoch Sebastian ist der Auflauf mit Huhn.

Sebastian Dickhaut hat die Rezepte für die „Yoga-Tante“ Ursula Karven entwickelt. Ich vermute mal, weil sie neben Yoga- und Schwangerschaftsbüchern für ihre Klientel noch eine Erweiterung brauchte. Gesunde, leichte Küche für jeden Tag, die nicht nach Diätbuch aussieht. Da Frau Karven zwar Schauspielerin ist, aber bisher nicht kochen konnte, bekam sie den Meisterkoch Sebastian Dickhaut an die Seite gestellt. Der kann das. Der hat schon über 40 Kochbücher geschrieben und die Basic Cooking-Reihe bei Gräfe+Unzer erfunden. Aber ich wiederhole mich, das könnt ihr im Artikel von gestern nachlesen.

Das Konzept von Sebastian Dickhaut ist dabei einfach wie genial. Er beschreibt es im Buch so: „Entdeckertage, an denen bestimmte Zutaten im Rampenlicht stehen, und Basic-Tage fürs Grundsätzliche. Mit Zauberrezepten, die Reste zum Besten verwandeln, und Wohlfühlgerichten, die einem Energie und Wärme geben.“ Den Grund für die „Zauberrezepte“ liefert er auch gleich mit: „Damit zum Einkaufen überhaupt Zeit ist, wird an Montagen und Freitagen was Gutes aus Resten gezaubert – das sind die ‚Zaubertage'“. Also endlich mal ein Kochbuch, bei dem der Koch mitgedacht hat. Ja, vor dem Kochen steht das Einkaufen. Und das braucht Zeit. Heutzutage wollen und können wir nicht alle permanent die Zeit auf dem Markt, im Supermarkt oder in der Küche verbringen. Also muss es eben manchmal schnell gehen. Dafür aber bitte auch lecker. Und dem kommt das Buch nach.

Also habe ich aus der Einsteigerwoche das Montagsrezept „Auflauf mit Huhn“ mit den Resten der „Hähnchenbrust mit Currygemüse“ zubereitet. Doch lest selbst: (mehr …)

Kochbuch für Kochmuffel: Wie Ursula Karven das Kochen lernen will…

Dickhaut Ursula Karven Kochbuch Kochmuffel 2011_03Noch ein Kochbuch? Von einer Schauspielerin? Die sonst hauptsächlich Yoga-Bücher veröffenticht hat? Wer braucht das denn? So habe ich gedacht, als ich das erste Mal davon hörte, dass die deutsche Schauspielerin Ursula Karven ein Kochbuch veröffentlicht hat: „Mein Kochbuch für Kochmuffel“. Was qualifiziert diese Frau dazu ein Kochbuch zu schreiben? Es gibt doch schon genügend davon. Und eine Menge von richtig guten Köchen geschrieben. So dachte ich. Bis ich erfuhr, wer der Co-Autor ist. Und dann wollte ich das Kochbuch doch haben. Die – laut Selbstbeschreibung – Mutter, Schauspielerin, Unternehmerin und Yogabotschafterin erhielt Schützenhilfe von keinem geringeren als Sebastian Dickhaut. Ok, dann muss das Buch ja gut sein!

Sebastian Dickhaut hat mindestens schon 40 Kochbücher geschrieben. Der gelernte Koch und Journalist ist Schöpfer der Basic Cooking-Reihe im Gräfe+Unzer Verlag und selbsternannter Retter des Mittagessens. Von Sebastians Kochkünsten habe ich mich ja schon selbst überzeugen können – hier steht mein Bericht – und bin davon überzeugt: wenn er wollte, könnte er auch ein Sternelokal haben. Will er aber nicht. Sebastian hat nach eigener Aussage viel mehr Spaß mit seinen Kochbüchern, seinem kleinen Küchenstudio „Hukodi“, immer wieder neuen Aufgaben und hat so Zeit für die Familie. Richtig so. Und da kann er auch einer Schauspielerin das Kochen beibringen und ein weiteres Kochbuch entwerfen.

Zum Kochbuch also: „Mein Kochbuch für Kochmuffel“ heisst das Werk der beiden. Das Konzept ist so simpel wie genial: Sebastian kann sehr gut kochen und erklären, Ursula Karven kann nur auf Fotos gut ausschauen. Dafür hat Sebastian diverse Rezepte in mehreren Schritten entwickelt, die sogar Frau Karven versteht und nachkochen können sollte. Ein mehrwöchiger Aufbauplan für Einsteiger, Zweisteiger, Bergsteiger, Aufsteiger … bringt Schritt für Schritt leckere Kocherfolge. Durchdachte Einkaufslisten, die demnächst nach Verlagsangaben auch als App zu erhalten sein sollen, und überraschende Rezepte machen es leicht, sich selbst köstlich zu bekochen. Außerdem gibt Sebastian zwischendurch immer noch kleine, hervorragende Tipps, wie man etwas selbst herstellen kann, was eigentlich kompliziert klingt. Und er hilft sparen: an einem Tag wird etwas mehr von einer Sache gekocht, die am anderen Tag weiterverwertet wird. Das Buch ist also absolut für Einsteiger und Koch-Neulinge geeignet. Insgesamt ergibt das 80 genial entspannte Rezepte für jeden Tag.

Mit Dickhauts Hilfe gibt es bei Ursula Karven in der Einsteigerwoche Spaghetti mit Avocado und Kaviar und in der Aufsteigerwoche Ofenkürbis mit Zucchini. Später wagt sie sich an pochiertes Fischcurry mit Spinat, und in der Überflieger-Woche steht schließlich Meeresfrüchtetopf mit Fenchel auf dem Tisch. „Wieso ich bisher so selten gekocht habe? Ganz einfach: Weil ich nicht wusste, dass ich mich damit jeden Tag selbst verwöhnen kann!“
sagt Ursula Karven heute.

Ich habe die Hähnchenbrust mit Currygemüse für Euch getestet. Es ist das zweite Rezept der Einsteigerwoche, für den Sonntag gedacht. Es ist also super einfach – und doch genial lecker. Der Kocheinsteiger wird gleich in asiatische Genüsse gebeamt und hat keinen Bock mehr zum Take-away-Asiaten um die Ecke zu gehen. Was brauchen wir jetzt zum kochen? (mehr …)

Mein Weihnachtsbuchtipp: Arm aber Bio – Wie kann ich mit wenig Geld gesund essen?

Rosa Wolff Arm aber bio

Abgebrannt, pleite, arbeitslos, Hartz IV? Also arm aber Bio essen wollen? Heutzutage ist das alles keine Schande. Es kann jeden von uns treffen. Denn die meisten von uns haben nicht das Glück freigestellt zu werden und dennoch für die nächsten Jahre das Gehalt weiterzubeziehen. Oder eine fette Abfindung zu erhalten. Gerade freie Journalisten, so wie ich – oder eben meine liebe Münchner Kollegin Rosa Wolff kennen diese Herausforderung. Doch die ehemaligen Yuppies und Dinks, die heutigen Lohas wollen gesund essen. Bio ist gefragter denn je. Doch was, wenn das Geld knapp ist? Also arm aber Bio?

Ist Naturkost dann unerschwinglich? Rosa Wolff hat den Selbsttest gemacht. Einen Monat im Frühjahr 2009 lebte sie in München nur von dem Geld, was bei Hartz IV für Essen vorgesehen ist: 132,71 Euro. Pro Monat! Das sind 4,35 Euro/Tag!

Rosa Wolff ist seit vielen Jahren Food- und Weinjournalistin, das Weinmagazin Divino stammte aus ihrer Feder. Für diverse andere Titel auf dem Printmarkt ist sie unermüdlich unterwegs. Doch als ihr ein wichtiges Magazin wegbrach, war auch ein grosser Teil ihres Einkommens weg. Wohl auch etwas provoziert durch die Thesen von Thilo Sarrazin, beschloss sie einen Monat lang zu versuchen vom genehmigten Regelsatz nur noch Bio zu essen. Gelingt das? Zumal in München, der teuersten Stadt Deutschlands? Und Rosa wohnt in Schwabing… – auch nicht für günstiges Leben bekannt.

Arm aber Bio: Der tägliche Kampf um das Geld

So erzählt Rosa Wolff Tag für Tag von ihren Erfahrungen, rechnet täglich centgenau ab, berichtet von ihren Gefühlen, ihren kleinen Sünden, peinlichen Ausreden, verkohlten Keksen im Ofen und vielem mehr. Garniert werden die einzelnen Kapitel mit kleinen Ausflügen in Hintergründe, Vertiefungen und der Makroperspektive. Gewürzt ist das alles mit dem herrlich sarkastischen, ironischem Humor von Rosa Wolff. Sie vergleicht die Bio-Angebote von Aldi, Lidl, Penny und Münchner Biomärkten. Sie versucht Kino und Freibad in die Rechnungen mit einzubeziehen, denn etwas Kultur, Sport, Freizeit braucht der Mensch ja auch.

Rosa Wolff radelt durch München, besucht die Wochenmärkte in verschiedenen Stadtbezirken, versucht Freunde, die zu Besuch kommen, irgendwie angemessen zu verköstigen, verzichtet dabei selbst aufs Essen, setzt sich mit einer Volvic-Flasche voll Leitungswasser an den Eisbach und geniesst das schöne Maiwetter. In einem Winter, wie etwa dem jetzigen im Dezember 2010, wäre das alles deutlich härter, unangenehmer und kräftezehrender.

Arm aber Bio: Bayerisch, Italienisch, Asiatisch selbst gekocht

Was mich besonders begeistert, ist die schöne Erklärung aus welchen Zutaten sie sich täglich kleine Köstlichkeiten zaubert. Bayerisch-traditionell, italienisch oder asiatisch, alles ist frisch und selbstgemacht. Und sie ärgert sich, wenn sie Lebensmittel wegwerfen muss, nur weil sie eben eine größere Packung gekauft hat, die gerade günstiger war. Sie gibt sich alle Mühe, doch kommt auch sie zu dem Fazit, dass es nicht leicht ist. Oft genug hat ihr Magen hungrig geknurrt. Und sie stellt erschrocken fest: „Was ich aber wirklich schlimm finde, ist, dass so etwas Schlichtes wie ein gemischter Salat kaum drin ist. Ganz gleich, ob Bio oder nicht, dafür reicht es einfach nicht.“

Arm aber Bio: Mit Hartz IV ist es hart

Und sie kommt zu dem Fazit: „Sollte es passieren, dass ich wirklich nur den Hartz-IV-Satz zur Verfügung hätte, würde ich ganz genau so weiter machen wie in dem protokollierten Monat. Würde mich durchlavieren, ab und zu mal den Etat für den winzigen Luxus überziehen – und dafür am nächsten Tag darben. Ich hätte meine liebe Not damit, jeden Tag das Obst-Gemüse-Soll zu erfüllen – und doch würde mit steigender Übung auch das immer besser klappen.“ Für ein fast perfektes Essen müsste man noch etwa 30 Euro drauflegen.

Abschliessend folgen noch Rosas diverse Rezepte, was sie alles gekocht, zubereitet, gegessen hat.

Arm aber Bio: Der Buchtipp für das schmale Budget

Das ist mein absoluter Weihnachts-Buchtipp! Zum einen, weil das Buch super geschrieben ist, absolut authentisch. Ausserdem ist es im Eigenverlag erschienen, hier steckt keine Marktmacht dahinter, die das Buch bei Hugendubel, Thalia & Co. in die Regale drückt. Und die Wirtschaftslage ist für uns alle, die wir als freie Journalisten arbeiten, nicht besser geworden.

Noch mehr gute Tipps für gesundes Essen bei knapper Kasse gibt es bei Hans Gerlach: Kochen (fast) ohne Geld.

Die Daten:
Rosa Wolff
Arm aber Bio!
Mit wenig Geld gesund, ökologisch und genussvoll speisen. Ein Selbstversuch
Erfahrungsbericht, Rezepte, Tipps & Infos
Broschiert: 228 Seiten
Verlag: Edition Butterbrot (November 2010)
ISBN-10: 3981346912
ISBN-13: 978-3981346916

Das Buch Arm aber Bio von Rosa Wolff gibt es hier bei Amazon zu bestellen. Mittlerweile ist auch das Kochbuch zu Arm aber Bio! erschienen:



Megatrend Kochbuch: Die besten Rezepte für den gesellschaftlichen Wandel

Titelbild Kochbuch MegatrendMatthias Horx, Deutschlands bekanntester Trend- und Zukunftsforscher, und das Team vom Zukunftsinstitut haben in Kooperation mit den Food-Professionals ein neuartiges Kochbuch entwickelt, das spannende Rezepte rund um die aktuellen Megatrends präsentiert. Das Megatrend Kochbuch liefert eine genussvolle Auswahl an Rezepten und kulinarischen Highlights entlang der Megatrends:
Individualisierung, Female Shift, Silver Society, Bildung, New Work, Gesundheit, Neo-Ökologie, Connectivity, Mobilität, Urbanisierung und Globalisierung. Das Megatrend Kochbuch ist ein Lese- und Kochbuch zugleich. In prägnanter Form werden die Megatrends kurz vorgestellt und mit entsprechenden Rezepten garniert – alltagstauglich und genussorientiert. Denn gutes Essen muss auch gut schmecken.

Dabei sind die Rezeptkreationen eine reichlich bunte Fusion aus regionalen deutschen Gerichten und asiatischen Einflüssen aus Japan und Thailand, mediterranen Grundlagen und amerikanischen Inspirationen. So manches Gericht regt an, erstmal sich den Namen durch den Kopf gehen zu lassen, bevor es das Essen tut. So sind Cannelloni mit Grünkohl oder Currywurst im Reagenzglas sicher erstmal einen tieferen Blick ins Rezept wert, bevor man sich ans Nachkochen macht. Doch wer nicht nur die Rezepte liest, sondern auch die drum herum garnierten Artikel über die aktuellen Megatrends, der erfährt einiges Interessantes. (mehr …)

Der Mittagessenretter: Mehr als Basic Cooking mit Sebastian Dickhaut

Hukodi_Mittagskueche_2010_019Welch‘ ein Privileg: Von einem Kochbuchautor bekocht zu werden, der schon über 40 Kochbücher geschrieben hat. In diesen Genuss kann kommen, wer in München wohnt und zumindest einmal an einem Freitag Mittag sich Zeit nehmen kann, zur „Freitagsküche“ zu kommen. Sebastian Dickhaut bastelt an seinen Rezepten und Büchern nicht etwa im Verborgenen. Zusammen mit Partnern hat er im Münchner Stadtteil Giesing ein kleines Küchenstudio mit angeschlossenem Delikatessen-Shop. Ich besuchte Sebastian anlässlich seiner Freitagsküche vor drei Wochen.

Hukodi_Mittagskueche_2010_008Wie sieht denn eigentlich so ein Kochbuchautor aus? Einer zumal, der zu den Küchengöttern gehört. Einer aber, der nicht in den diversen Fernsehkoch-sendungen umherspringt. Nur bei den Blog-Kollegen von De-Lite Fun Cooking war er ein paarmal zu sehen. Doch im Gegensatz zu Schuhbeck, Lafer & Co. sowie diversen Restaurantrettern ist Sebastian Dickhaut noch keine Berühmtheit in Deutschland. Obwohl bestimmt kaum einer soviele Kochbücher geschrieben hat wie er. Die erfolgreiche Kochbuchreihe GU Basic Cooking ist seine Erfindung. Ausserdem hat er sich zum Ziel gesetzt, in Deutschland das Mittagessen zu retten, es nicht zum simplen Schnellimbiss-Snack verkommen zu lassen. So notiert er für seine Leser werktäglich sein Mittagessen auf seinem Blog Rettet das Mittagessen.

Hukodi_Mittagskueche_2010_010Damit seine Leser auch einen praktischen Nutzen haben, begann er vor einiger Zeit, immer am ersten Freitag eines Monats das Mittagessen auch für ein paar seiner Leser zu kochen. Sein Studioküchen-restaurantshop Hukodi bietet sich dafür idealerweise an. Denn dort in Giesing, wo bis zur letzten Landtagswahl noch die Bayernpartei ihre Zentrale hatte, da köchelt, kreiert, denkt, schreibt Sebastian an seinen kulinarischen Oeuvres. Freitagsküche: das beinhaltet ein 3-Gang-Mittagsmenü samt Weinen, Wasser und Kaffee für 35 Euro und richtet sich an jeden, der schnell genug ist und sich nach Bekanntgabe des nächsten Termins bei Sebastian anmeldet. Was war es diesmal? (mehr …)


GAP

Restaurants in München: Frank Heppner: Entenbruststreifen mit Gemüse aus dem Wok und Chinon Rouge

Heppner_MetabolicBalance_2010_004Metabolic Balance? Diabolic Balance? Was ist das? Diese Ernährungsmethode ist seit ein paar Jahren auf dem Markt. Dr. med. Wolf Funfack hat diese Stoffwechselkur entwickelt, mit der gesunde Ernährung, gesundes Abnehmen und ein besseres Leben erreicht werden sollen. Metabolic Balance und Genuß – geht das? Gesund und lecker abnehmen und dabei Rücksicht auf den Stoffwechsel nehmen: um dies zu erreichen hat sich Dr. Funfack einen Spitzenkoch zur Hilfe genommen. Frank Heppner führt seit 2008 in München das Restaurant Momo, direkt um die Ecke vom Rocco Forte The Charles Hotel. Aus dem Kochbuch der beiden wollte ich schon lange mal was zubereiten, vor kurzem war es dann soweit: Entenbruststreifen aus dem Wok mit Marktgemüse. Und dazu ein kräftiger Rotwein: ein 2006er Chinon Rouge „Les Allets“ von der Domaine du Raifault.

Momo Heppner Metabolic Balance Sept 2008_011„Kochen Sie mit viel Liebe, essen Sie mit Genuss und verwöhnen Sie Ihren Gaumen – so verweilen Sie direkt im Gourmethimmel, während die überflüssigen Pfunde wie Sahnewölkchen am Himmel vorüberziehen.“ So poetisch drückt Frank Heppner seine Art zu kochen und gleichzeitig den Körper zu entlasten aus. Der Spitzenkoch kombiniert in dem Kochbuch Metabolic Balance Gourmetküche seine „Lean Cuisine“ mit den ganzheitlichen Grundsätzen der Stoffwechsel-Methode. Das Kochbuch soll den Weg zum individuellen Wohlfühlgewicht erleichtern. Mit seinen professionellen Tipps und ästhetischen Farbbildern, die zwar nicht alle, so doch aber viele Gerichte begleiten, sollte das Nachkochen ein Kinderspiel sein – und der Genuß kommt schon beim kochen und bleibt beim Essen. Wie also wird meine Wok-Ente? (mehr …)


GAP

Moo Palo: Schweinefleisch mit süßsaurem Gemüse – wie in der Thai-Garküche

MooPaLo_Dez2009_03Fünf Jahre ist es nun schon her, dass ich in Thailand war. Und um nur sechs Wochen habe ich den Tsunami verpaßt. Ich lernte ein Paradies auf Erden kennen: das Sofitel Magic Lagoon in Khao Lak. Und sechs Wochen später war es eine Trümmerwüste, ein Ort des Leidens, des Schreckens. Meine Erinnerungen sind glückliche, entspannte und wunderschöne Momente. Neben vielen anderen Leckereien habe ich in Bangkok auf dem Straßenmarkt am Victory Monument ein Gericht gegessen, dass ich hier in einem Kochbuch wiederfand. Und ich war schon beim ersten Mal nachkochen begeistert, dass es genauso schmeckt wie auf dem großen verkehrsreichen Platz. Einem Verkehrsknoten von Sky Train und etlichen Buslinien, voll mit Geschäften und kleinen Garküchen, dazwischen viele Tische und Stühle – einladend mit dem Garküchen-Essen zusammen mit Freunden sich zu laben. Daher will ich Euch heute mein Moo Palo vorstellen: Schweinefleisch mit süßsaurem Gemüse.

Natürlich könnt Ihr auch anderes Fleisch nehmen. Ich hatte den Eindruck, dass ich in Bangkok diverse Innereien so zubereitet bekam. Bin mir aber nicht so ganz sicher. Es war jedenfalls sehr lecker. Das Besondere an diesem Gericht: während viele Thai-Spezialitäten eher scharf mit Chili und/oder Ingwer zubereitet werden, so ist Moo (oder auch Muh) Palo eher würzig wie Weihnachten. Mit Zimtstangen, Sternanis und Gewürznelken ist dies Essen eine willkommene Abwechslung zu Ente und Gans mit Knödel und Kraut. Was also brauchen wir? (mehr …)


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Som Tam: Papayasalat wie im Thailand-Urlaub

Som Tam_10Heute abend ist eine Party bei uns im Haus, eine Nachbarin feiert und die Hausgemeinschaft ist eingeladen. Ist doch selbstverständlich, dass ich komme. Und ich bringe eine Kleinigkeit mit. Seit ein paar Jahren ist dies einer meiner liebsten Salate. Und mittlerweile ein begehrtes Mitbringsel auf Partys. Auf meiner eigenen Geburtstagsparty vor zwei Monaten hatte ich diesen leckeren Einheizer meinen Gästen ebenfalls vorgesetzt. Seitdem fragen mich liebe Freunde immer wieder, wann sie denn endlich das Rezept von mir bekommen können. Nun, Ihr Lieben, jetzt ist es soweit. Hier kommt mein Som Tam Rezept, der Papayasalat, wie ihn die Thailänder lieben. Und mich erinnert dieser Salat immer an meinen letzten Thailand-Urlaub.

Der Salat ist einfach und schnell zuzubereiten. Und je nach Geschmackslust und -laune kann jeder die Schärfe individuell einstellen. Als ich den Salat das erste Mal machte, hab ich nur eine Chilischote genommen. Mittlerweile bin ich bei vier Chilischoten angelangt und denke heute: Mei, es könnte auch noch eine fünfte passen… Mein Rezeptbuch verrät mir, dass die Thais den Som Tam gar mit sechs Chilischoten lieben. Was also brauchen wir dafür? (mehr …)


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Wildschweinbraten in Rotwein-Himbeersauce an Pak Choi

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Manchmal müssen zwei oder drei Zufälle zusammentreffen und schon ergibt sich ein neues, leckeres Rezept. Zufall 1: Ein Metzger auf meinem liebsten Bauernmarkt hatte frisches Wildschwein im Angebot. Ein schöner Wildschweinbraten also. Zufall 2: meine Eltern schwärmten mir von einem Restaurant in Brandenburg vor. Dort hatten sie ein Wildgericht mit einer Himbeersauce gegessen. Zufall 3: in einem meiner Kochbücher, diesmal Alfons Schuhbecks „Hausmannskost Italien“ fand ich „Wildschweinbraten in Rotwein-Schokoladen-Sauce“. Und dann hab ich ein bißchen kombiniert.

Zuerst wollte ich aber noch genau wissen, was meine Eltern da für eine feine Himbeersauce zum Wild bekommen hatten. Würde mir der Koch sein Rezept verraten? Oft sind Köche, wenn sie nicht gerade im Fernsehen als Stars auftreten und ihre Kochbücher verkaufen wollen, sehr zurückhaltend, ja verschlossen. Ich finde das schon sehr engstirnig. Was verbirgt sich dahinter? Der Gast möchte ja gerne etwas spezielles mit nach Hause nehmen, versuchen das feine Essen, das er genossen hat, daheim mal nachzukochen. Und kommt dann auch gerne wieder, um sich wieder neu überraschen zu lassen. Doch mir sind schon viele Köche begegnet, die aus Prinzip kein Rezept verraten wollen. Daher war ich auch hier gespannt: würde ich herausfinden, wie ich die perfekte Himbeersauce zubereitenkann? Dafür griff ich zum Telefon und rief an im Hotel & Restaurant Klosterhof neben dem Kloster Stift zum Heiligengrabe in Heiligengrabe in der Priegnitz. Chefkoch Sebastian Witt hat sofort Zeit, ist aufgeschlossen und erzählt mir nicht nur, wie ich die Himbeersauce nachkochen kann, sondern gleich noch ein paar Küchentricks und Rezeptabwandlungen mehr. Super! Herzlichen Dank dafür!

So hab ich dann das Schuhbeck’sche mit dem Witt’schen Rezept kombiniert und erhielt dieses fantastische Essen, das ich Euch hiermit verraten möchte. Was brauchen wir dazu: (mehr …)


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Gebratener Spargel mit Saibling

Spargel_gebraten_Saibling_01Letzte Woche war ich wieder auf meinem Bauernmarkt. Und ich konnte es nicht  lassen: es landeten gleich drei Kilo Spargel in meiner Einkaufstasche. Und in einem meiner wöchentlichen Lieblingspodcasts hörte ich ein feines Rezept von Alfons Schuhbeck, das ich für meinen eigenen Bedarf angepasst habe. Die anderen Kilo Spargel hab ich so verarbeitet.

Das Original vom Schuhbeck heisst zwar „Lachsforelle auf Brennesselspinat“, doch ich hab hier noch auf keinem Markt Brennesseln gefunden. Wo hat der Schuhbeck die her? Rungis? Viktualienmarkt? Und der Fischhändler hatte gerade frische Saiblingsfilets. Also hab ich das Rezept verkürzt und verändert auf „Spargel gebraten mit Saibling“.
Was brauchen wir?
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Kochlust Pur II: Provencalische Lammkeule in der Kräuterkruste mit Thymianjus

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Getreu dem Motto, ein Kochbuch nur wirklich dann empfehlen zu können, wenn ich zwei Rezepte daraus nachgekocht habe, kredenze ich Euch heute ein weiteres Osterrezept: Das Lamm aus dem Kochbuch Kochlust Pur II. Was die Forelle für den Karfreitag, das ist das Osterlamm für den Ostersonntag. Auch wenn es schon eine Weile her ist, dass wir Ostern hatten. Doch dies leckere Lamm würde ich jederzeit wieder so zubereiten. Und Ostern kommt bestimmt bald wieder. Außerdem: der „long tail“ des Internet wird Euch diesen Artikel beim vor-österlichen Suchen dank des großen Gedächtnisses von Google rechtzeitig wieder vor Augen führen. Und ich möchte Euch doch gern nochmal dies edle Kochbuch ans Herz legen: Kochlust Pur II von den Bio-Hotels.

In dieser kulinarischen Reise durch die Mitgliedshotels der Kooperation lernen wir nicht nur Spezialitäten der Regionen kennen, sondern auch Vorlieben der jeweiligen Köche. Tolle Fotos, einfach nachzukochendende Rezepte und das Eßvergnügen hinterher – so muss es sein! Das erste Rezept hatte ich kürzlich erst hier besprochen.

Ich hatte auf meinem Wochenmarkt ein wunderschönes Stück Lamm erworben sowie diverse leckere Zutaten. Ein wunderschönes Festtagsrezept gibt den passenden Rahmen. Im Kochbuch Kochlust Pur II wurde ich bei den Rezepten vom Bio-Hotel und Therapiezentrum Eggensberger fündig. Der Lammbraten in Kräuterkruste ist nach Aussage des Hotels ein Beispiel, wie Kräuter mit rosa, zartem Fleisch zu einem besonderen Erlebnis für den Gaumen werden.

Was brauchen wir?

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Kochlust Pur II: Provencalische Lammkeule in der Kräuterkruste mit Thymianjus: Die Zutaten

  • 800 – 1.000g frische Lammkeule
  • Salz, Pfeffer, Knoblauch
  • Thymian, Rosmarin
  • Olivenöl
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Karotte
  • 1 Stück Sellerie
  • 1 Lauchstange
  • Brühe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 150ml kräftiger Rotwein
  • etwas Stärke

Für die Kruste:

  • Thymian, Rosmarin, Petersilie, Basilikum, Kresse (alles möglichst frisch)
  • Brösel von 3-4 trockenen Vollkornsemmeln
  • Kräutersalz, Pfeffer
  • Dijonsenf

Und was machen wir jetzt damit?

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Kochlust Pur II: Provencalische Lammkeule in der Kräuterkruste mit Thymianjus: Das Rezept

  • Salz, Pfeffer, Thymian, Rosmarin, Olivenöl und gepressten Knoblauch vermischen.
  • Die Lammkeule damit würzen und einreiben. Die Keule von allen Seiten scharf anbraten.
  • Zwiebel, Knoblauch, Karotten, Sellerie und Lauch putzen, waschen und in grobe Würfel schneiden.
  • In einer feuerfesten Form (Bräter, am besten von Le Creuset) zusammen mit der angebratenen Lammkeule und etwas Brühe bei 180°C ca. 45-60 Minuten im Ofen schmoren lassen.
  • Für die Kruste die Kräuter waschen, zupfen und fein hacken. Semmeln fein reiben und mit den Kräutern mischen; mit Kräutersalz und Pfeffer abschmecken.
  • Die Keule 10 Minuten vor Ende der Garzeit aus dem Ofen nehmen, mit dem Dijonsenf einpinseln und in der Kräuterpanade wenden. Die Kruste allseitig gut andrücken und wieder für ca. 10 Minuten in den Ofen geben.
  • Das Gemüse aus dem Bräter wenn nötig noch ein wenig anrösten, Tomatenmark dazugeben und mitdünsten, mit Rotwein abgießen und mit Brühe auffüllen, aufkochen. Lorbeerblatt, Pfefferkörner Nelke, Koriander und Thymian mitköcheln und die Sauce einreduzieren lassen. Alles durchmixen und mit etwas kalt angerührter Stärke binden, abschmecken und anrichten.
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Kochlust Pur II: Provencalische Lammkeule in der Kräuterkruste mit Thymianjus: Die Wein-Empfehlung 2006er Chianti DOCG „I Leccioni“

Meine Wein-Empfehlung dazu: ein 2006er Chianti DOCG „I Leccioni“ vom toskanischen Weingut Frescobaldi, der gerade in meinem Keller stand. Hauptsächlich aus Sangiovese-Trauben gekelltert, zeichnet er sich farblich aus durch ein mitteldunkles Rot. Das Bouquet ist etwas alkoholisch, bei 12,5%vol könnte er noch etwas älter werden. Zarte Erdbeer- und Himmbeeraromen mit einer blumigen Note lassen diesen einfachen und unkomplizierten Wein zu einem eleganten Begleiter für das Lamm werden.

Der Chianti DOCG „I Leccioni“ ist ein weicher, runder Wein, der von den Weinbergen der Frescobaldi-Güter stammt. In der Nase deutliche Aromen von Märzveilchen und kleinen roten Früchten, im Gaumen ausgewogen, mittlerer Körper, kaum aggressive Tannine, ausgewogene Säure.

Wie Ihr auf den Fotos seht, hab ich es mir erspart, das Gemüse kleinzumixen und mit Stärke zu binden. Ich wollte gern etwas knackiges im Mund haben, etwas mehr Karotte tat ein übriges. Und als Beilage gab es junge Kartoffeln.

Guten Appetit!



GAP

delicious days: Das Kochbuch zum Kochblog, Teil 2

Lammspiess_Risotto_2009_03Wie ich hier schon geschrieben habe koche ich möglichst zwei Rezepte aus einem Kochbuch nach, bevor ich es meinen Lesern empfehlen kann. Und das Kochbuch Delicious Days von Nicole Stich kann ich sehr empfehlen. Die Küchengöttin hat mit dem Buch eine perfekte Print-Ausgabe ihres Blogs gegeben. Es ist nicht ein Kochbuch wie alle anderen. Es ist ein gedrucktes Blog. Persönlich geschrieben, Reisenotizen, private Anmerkungen aus ihrem Leben, ihrer Kindheit und von Begegnungen mit Freunden. Und immer mit Essen verbunden. Auf über 200 Seiten finden sich viele Fotos, für die wir Leser ihr Blog so sehr lieben, aufgeteilt in sieben Kapitel mit lauter leckeren Rezepten. Nachdem ich die Safran-Kartoffelsuppe mit Ingwergarnelen schon vorgestellt habe, möchte ich jetzt das Gewürfelte Risotto mit Lammspießchen präsentieren.

Doch, ja ich geb’s zu: genauso wie bei den Garnelenspiessen hab ich auf die Spießchen in diesem Rezept ebenfalls gepfiffen. Es ist was fürs Auge, und wer dies für Gäste kocht, dem sei es ans Herz gelegt. Doch dieses Lammrisotto wird wunderbar pfiffig durch das Gemüse. Hier ist das Rezept: (mehr …)


GAP

Kochlust PUR, Teil I: Bachforelle mit Kräutern, Zitrone und frischem Ingwer im Pergamentpapierpäckchen gegart

Forelle_FolieKraeuter_008Egal ob blau, nach Müllerin oder Finkenwerder Art – Forellen sind beliebt. Sie kommen aus frischen, sauberen, gesunden Gewässern. Und so haben wir das Gefühl, wir essen etwas gesundes. Ich überlasse es gerne Alfons Schuhbeck an dieser Stelle diverse biochemische Argumente anzubringen. Forellen sind nicht nur in ganz Deutschland beliebt, vom Norden bis zum Süden herunter findet man sie auf vielen Speisekarten guter Restaurants. Auch in den Bächen und Flüssen Österreichs schwimmt sie und findet sich auf den Tischen der Alpenrepublik wieder. Besonders lecker zubereitete Exemplare sind mir in Italien und Frankreich auf dem Teller und dann am Gaumen gelandet. Schon lange hatte ich Lust eine Forelle anders zuzubereiten. Und da fiel mir ein neues Kochbuch in die Hände. Kochlust PUR – das erste Kochbuch der Bio-Hotels.

Im Kochbuch „Kochlust PUR“ verraten 19 Küchenchefs der Bio-Hotels ausgewählte Rezepte und raffinierte Geheimnisse aus ihrer Bio-Küche. Die kulinarische Reise führt von der Ostsee bis zu den Alpen und spannt den Bogen von teilweise längst vergessenen regionalen Schmankerln zu innovativen Ernährungskonzepten. 200 Rezeptideen reich bebildert samt Weinempfehlungen lassen jedes Bio-Menü leicht gelingen. Als Highlight stellt Starkoch Stefan Marquard ungewöhnliche Kreationen in Bio-Qualität vor. (mehr …)


GAP

delicious days: Das Kochbuch zum Kochblog, Teil 1

deliciousdays_Suppe_2009_02Mein liebstes Kochblog delicious days hatte ich hier schon mal genannt. Schon seit letztem Jahr hat die Autorin Nicole Stich ihr eigenes Buch herausgebracht. Damals lies sie ihre Leser auch oft und reichlich teilhaben an dem langsamen Werden des Buches. Der Gräfe und Unzer Verlag hat sich eine der weltbesten Food- und Kochbloggerinnen herausgepickt, um ein weiteres Kochbuch auf den Markt zu werfen. Doch hat’s das gebraucht? Tut das Not? Gibt es nicht schon genug Kochbücher? Ich denke: Nein! Des es gibt immer wieder neue Spielarten, Neuentdeckungen, kreative Schöpfungen, die andere gern nachkochen möchten, sich wiederum inspirieren lassen möchten. Und der Weg Print zu Online geht auch andersrum: Online zu Print. Eine Bloggerin wird zur Buchautorin. Nicole Stich möchte ich an dieser Stelle herzlich danken für ihren Einsatz und das tolle Buch!

Doch will ich hier nicht einfach nur den „Waschzettel“ aus der PR-Abteilung abtippen, der meinem Kochbuch beilag. Ich habe den Ehrgeiz, wenn ich schon ein Buch vom Verlag erhalte, auch mindestens zwei Rezepte nachzukochen. Und Euch meine Erfahrung mitzuteilen. (Anmerkung: Gibt es eigentlich WordPress-Plugins für Rezepte? Sowas sollte ich mal einrichten.) Ich suchte mir zuerst die Safran-Kartoffelsuppe mit Ingwergarnelen aus. Eine feine Suppe für zwischendurch oder auch als Vorspeise. Die simple Kartoffelsuppe wird durch die Ingwergarnelen geadelt, durch die Chilischote kommt Feuer rein. Doch nun zum Rezept, meine eigenen Anmerkungen sind kursiv: (mehr …)

Kao Tom Muh: Sawadee khab teerak

KaoTomMuh_01Es ist Winter, in Deutschland, vor allem hier in München, ist in den letzten Tagen so viel Schnee gefallen, dass jetzt Weihnachten sein könnte. Im Radio spielt Morning Man Mike Thiel neben „Winter in Kanada“ wieder „Last Christmas“. Nun denn… Doch ein Ergebnis dieses Kälteeinbruchs sind auch diverse Schnupfnasen und hustende Zeitgenossen, die einen nicht schlafen lassen oder nicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Bakterienschwall hinausgehen lassen. Es ist Zeit, den eigenen Körper zu stärken! Was gibt es da besseres, als Hausmannskost – oder aber die thailändische Küche. Genau: thailändische Hausmannskost! Da fällt mir ein leckeres Essen ein, dass ich im Sofitel Magic Lagoon Khao Lak gegessen habe – zum Frühstück. Die Thais essen frühmorgens gerne Suppen, vor allem diese hier: Khao Tom Muh – Reissuppe mit Hackfleisch. Also, ran an den Herd und den Liebling damit wecken.

Diese Suppe gibt ein angenehm wohliges Gefühl im Magen. Außerdem kann man hier hervorragend kalten Reis vom Vortag mit verarbeiten. Und je nach Geschmack, kann man die Chilischote gleich mit ins Essen geben – oder eben nicht. Das Rezept: (mehr …)

Bio-Hotels: Kochbuch „Kochlust Pur“ verspricht kulinarische Bio-Reise

Bio Hotels Kochlust Pur KochbuchKochen bleibt 2008 ein Megatrend. Jetzt lassen sich erstmals die Bio-Köche in die Töpfe schauen. In „Kochlust Pur“ verraten 19 Küchenchefs der Bio-Hotels-Gruppe ausgewählte Rezepte und raffinierte Geheimnisse aus ihrer Bio-Küche. Die kulinarische Reise führt von der Ostsee bis zu den Alpen und spannt den Bogen von teilweise längst vergessenen regionalen und rustikalen Schmankerln zu innovativen Ernährungskonzepten.

200 reich bebilderte Rezeptideen lassen jedes Bio-Menü leicht gelingen. Als Highlight stellt Starkoch Stefan Marquard ungewöhnliche Kreationen in Bio-Qualität vor. „Kochlust Pur“ kostet 25,- Euro und ist exklusiv bei den Bio-Hotels und den basic Bio-Supermärkten erhältlich.

(mehr …)

Teenies an die Töpfe: Wir kochen! für unsere Freunde – ein Kochbuch für Kinder und Jugendliche

Wir kochen fuer unsere FreundeEin neues Kochbuch liegt vor mir auf dem Tisch: „Wir kochen! für unsere Freunde“ verspricht Kindern und Jugendlichen den leichten Einstieg in das Kochvergnügen. Langeweile und Pizzaservice waren gestern. Jetzt beginnt offensichtlich der Kochspass. Bunte Spieße, scharfe Häppchen, süße Kleinigkeiten und peppige Getränke – jede Menge Rezeptideen für partyverrückte, experimentierfreudige Teenies stecken in dem poppig aufgemachten Kochbuch.

Von der großen Geburtstagsparty bis zum kuscheligen Videoabend zu viert, vom Grillfest bis zum Picknick – in „Wir Kochen mit Freunden“ wird die Küche zum Szenetreff. In ihrem neuen Buch liefert die KinderKüchen-Initiatorin und Autorin von ‚Die KinderKüche’, Susanne Klug, jede Menge tolle Rezepte für die wohl coolsten Partys und längsten Nächte der Welt.
Mich erinnert das Buch an mein eigenes allererstes Kochbuch „Lirum Larum Löffelstiel“, das mich damals in die Küche und an die Töpfe brachte.

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Milchsuppe mit Klütern: Illustrirtes Kochbuch Germania zeigt, wie Grossmutter vor 100 Jahren kochte

Illustrirtes Kochbuch GermaniaIm Zeitalter von Schnellkochtopf, Mikrowelle und Tiefkühlkost haben nur noch wenige von uns die Möglichkeit aus dem Munde ihrer Gross- und Urgrossmütter etwas über die Koch- und Essgewohnheiten zu Beginn des letzten Jahrhunderts zu erfahren. Jetzt ist das „Illustrirte Kochbuch Germania – für die bürgerliche Küche“ von Elise M. H. Schulz nach der 5. Auflage der Originalausgabe von 1900 im Reprint neu erschienen. Es war nach Verlagsangaben eines der schönsten Kochbücher der Zeit.

Ein Freund in der Not sollte dies Kochbuch sein, um sowohl die erfahrenen als auch unerfahrenen Hausfrauen bzw. die heranwachsenden Töchter und auch die „höheren Töchter“ an die Hand zu nehmen, um ein schmackhaftes Mahl auf den Tisch zu zaubern.

Einfach, schmackhaft und natürlich – nach diesen Kriterien hat die Autorin eine gelungene Auswahl an Rezepten zusammengestellt, die durch die schlichten Zutaten und das allgegenwärtige Streben nach rationellem Einsatz der vorhandenen (oft geringen) Mittel dabei viel besser in unsere heutige Zeit passen, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Vor allem aber wird deutlich, welchen Einsatz eine frische Mahlzeit von der Hausfrau verlangte: Ohne Kühltheke und Eisfach hiess „frisch“ damals vor allem „lebendig“ und so umfassen die Rezepte auch jene Arbeitsschritte der Zubereitung wie Rupfen, Abhäuten und Schuppen, die uns heute von der Nahrungsmittelindustrie abgenommen werden. Dabei ist es immer wieder erstaunlich zu lesen, um wie viel besser unsere Urgrossmütter wussten, was bei ihnen in den Topf wanderte, als dies heute der Fall ist.

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