Davidoff Tour Gastronomique: Finale furioso in München mit Cigarre und Cognac

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Spiele von Panem oder Brot und Spiele? Oder in diesem Fall: Koch und Schauspieler. Das Kutchiin in München bot Sternekoch Holger Stromberg und Schauspieler Fritz Karl die adäquate Bühne für die letzte Station der Davidoff Tour Gastronomique des Jahres 2014, die als Entdeckungsreise für Genießer Spitzengastronomie, prominente Gastgeber und edle Zigarren zusammenführt. Zum siebten Mal gingen die Marken Davidoff und Jaguar Land Rover Deutschland mit ihren Gästen auf eine kulinarische und kulturelle Entdeckungsreise durch Deutschland. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin mischte sich unser Gastautor und Tellerschubser Harald Scholl unter die Gäste.

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Der Mann ist ja irgendwie auch Weltmeister. Wer unsere Jungs in Brasilien Tag für Tag mit kohlehydratreicher Kost zum WM-Titel gefüttert hat, dürfte sich mit Fug und Recht den vierten Stern aufs Hemd sticken lassen. Macht Holger Stromberg aber nicht. Der Michelin-Stern, den er mit 23 als damals jüngster deutscher Küchenchef erkocht hatte, reicht ihm völlig. Aber wer weiss, vielleicht kommt da noch eine Möglichkeit sich ein Sternchen zu erobern dazu. Der österreichische Schauspieler Fritz Karl dreht aktuell die Komödie „Das beste Stück vom Braten“, und – logo – er spielt darin einen schrägen Sternekoch. (mehr …)

Forte Village Sardinien: Sterneküche mit Alfons Schuhbeck

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Alfons_Schuhbeck_ForteVillage_Sardinien_2014_09Schuhbeck im Urlaub geniessen: Der ubiquitäre Koch kann in diesem Jahr auch in Eurem Hotel am Herd stehen. Vorausgesetzt, Ihr bucht den Urlaub im Forte Village Hotel auf Sardinien. Und das im Zeitraum vom 23. bis 25. Juni 2014. Denn dann kocht einer der bekanntesten deutschen Sterneköche als Gastkoch für die Gäste des Fünf-Sterne-Resorts. Der deutsche Sternekoch wird im Sternerestaurant La Cantina seine berühmte Küche präsentieren.

Zu diesem Anlass luden kürzlich das Hotel und Alfons Schubeck in die Südtiroler Stuben am Platzl in München. „Wir freuen uns außerordentlich mit Alfons Schuhbeck einen Partner gefunden zu haben, der nicht nur ein Meiste rseines Fachs ist sondern zudem eine Leidenschaft ausstrahlt, die Gäste einfach überzeugt“, erklärte Lorenzo Giannuzi, General Manager des Forte Village der versammelten Münchner Gastro-Presse. „Mit Alfons Schuhbeck haben wir eine Partnerschaft auf Augenhöhe geschaffen, die dem Gast das Beste aus beiden Welten präsentiert.“ (mehr …)

Duckstein: Ausgereifte Braukunst ist Braumeisters Liebling

Duckstein_Verkostung_Isargold_Okt2012_12Rotgold, malzig und doch feinbitter: So kennen wir das klassische Duckstein. Doch die Marke aus dem dänischen Carlsberg-Tuborg-Konzern kann auch anders. Oder um es anders auszudrücken: Der viertgrößte Brauereikonzern der Welt kann es sich leisten, dass eine Nischenmarke in dem feinen Segment der Craft Breweries mitspielt. Der Konzern ist eh im deutschen Markt gut aufgestellt: Für den coolen Kult gibt es Astra, für das Pils mal eben zwischendurch Holsten („knallt am dollsten“) – und für die edle Gastronomie, für den eher weiblichen Gaumen ist Duckstein die beste Wahl. Deren Braumeister hat freie Hand: Neben dem traditionellen Bier, das eher einem Altbier nahe kommt, gibt es jetzt ein Duckstein Weizen und die zwei absoluten Oberhammer: die Braumeister Edition und die Braukunst.

Duckstein_Verkostung_Isargold_Okt2012_08„Die aromatische Vielfalt der Duckstein-Biere ermöglicht es uns, die verschiedenen Sorten mit unterschiedlichsten Speisen, Gewürzen und Zubereitungsarten aus der ganzen Welt zu kombinieren. Hier besteht eine große Verwandtschaft zum Wein und es entstehen ungeahnte Möglichkeiten im Foodpairing“, dies schöne Zitat finde ich von der großartigen Sommelière Paula Bosch auf der Webseite von Duckstein. Ja, genau darum geht es heutzutage: Ein individuelles, unverwechselbares Bier mit einem typischen Charakter, einer Aromenvielfalt und Komplexität, das nicht einfach nur zum Saufen gedacht ist (dafür gibt es die vielen Massenbiere), sondern das als Speisenbegleiter in einem Menü auch anstelle eines Weines bestehen kann. In den USA ist „Wine & Food Pairing“ schon sehr lange ein großes Thema, in Deutschland kann kaum jemand außerhalb der kulinarischen Schlemmertempel etwas mit dem Begriff „korrespondierende Weine“ anfangen. Um dies zu ändern lud Duckstein ein paar ausgewählte Journalisten in das Isargold von TV-Koch Martin Baudrexel. (mehr …)

Was macht die Barbarie-Ente so besonders wertvoll?

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Was ist die Barbarie-Besonderheit? Warum legen Köche so viel wert auf die Barbarie-Ente? Was macht sie für Feinschmecker so begehrenswert? Fragen, denen eine Runde von Journalisten im Rahmen eines Enten-Menüs bei Alfons Schubeck auf den Grund ging. Der im voraus groß angekündigte Maître höchstselbst allerdings war verhindert, was der Qualität des Essens in den Südtiroler Stuben jedoch keinen Abbruch tat. Schließlich ist der Sternekoch eh fast immer und überall gleichzeitig – nur fast so gut wie nicht mehr hinter seinem eigenen Herd. Die Sterne erkochen längst seine bestens ausgebildeten Köche für ihn. Bei aller Verehrung für den von mir hoch geschätzten Alfons Schuhbeck und seinen Leistungen, doch empfinde ich seine ubiquitäre Verfügbarkeit mittlerweile als etwas zuviel…

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Doch ad rem: Wir waren eingeladen von CICAR, das ist keine Cigarren-Rauchervereinigung, auch hat es nichts mit Zykaden zu tun. Es ist die „berufsübergreifende Vereinigung der Barbarie-Ente“. Also eine Art Vermarktungskonsortium. Dieses hatte in die das Sternerestaurant Südtiroler Stuben am Münchner Platzl eingeladen. Wir erfuhren, dass die Barbarie-Ente nur wenig mit unserer Hausente zu tun hat. Die Stammform der Hausente ist die Stockente, sie ist für fast alle europäischen und asiatischen Entenarten die Basis. Daneben wird auch die aus Südamerika stammende Warzenente, eine Zuchtform der Moschusente, als Haustier gehalten, sowie Hybriden aus beiden, sogenannte Mulardenten. In Frankreich werden die südamerikanischen Warzenenten allerdings Barbarie-Enten genannt. Sie kommt somit aus einer ganz anderen Gegend und unterscheidet sich durch zahlreiche anatomisch Eigenschaften von den gewöhnlichen Enten. (mehr …)

Der Chiemsee ruft: Formidables Frühlingserwachen bei Golf & Fine Dining

Chiemsee Golf Elsa Honecker Fraueninsel von oben
Kleine unschuldige weisse Bälle prügeln: Die Sonnenstrahlen wärmen wieder die Erde, der Schnee schmilzt, die Greenkeeper bringen die Plätze wieder in einen Top-Zustand. Jetzt ist die richtige Zeit, wieder den Schläger zu schwingen, endlich wieder Golf zu spielen. Der Chiemsee ist dafür ein perfekter Ort. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin testete Gastautorin Elsa Honecker die Vielseitigkeit der Restaurants und Golfplätze im Chiemgau – schließlich lebt sie dort.

„Königlich Golfen rund ums Bayerische Meer“
Das Bayerische Meer als Eldorado für Wassersportler jeglichen Genres ist nichts Neues. Dass es nebenbei aber auch 162 Golflöcher für jede Spielstärke und einen Jubiläums-Sternekoch gibt, der mit seiner Cuisine Vital verwöhnt – das ist schon etwas, das Aufhorchen lässt.
Damit hätte auch der bayerische „Kini“ Ludwig II., wie ihn die Bayern hier liebevoll nennen, seine Freude gehabt: geballte Sommerlaune im Wasser des bayerischen Meeres, schattiges Golf unter prallen Obstbäumen und feines Gourmet-Essen an Land. (mehr …)

Restaurants in München: Gourmet Towers of the World: Fusion von Swissôtel Nankai Osaka und Restaurant 181 in München

Gourmet Towers of the World
Allerhöchste Kulinarik. Im Sinne des Wortes: Sterneköche aus den höchsten Restaurants der Welt stehen gemeinsam hinter dem Herd und begeistern ihre Gäste. Otto Koch, Patron des Restaurants 181 im Münchner Olympiaturm empfing den Küchenchef vom Swissôtel Nankai in Osaka, Masahiko Ikebe. Im Rahmen der „Gourmet Towers of the World“ verwöhnten die beiden gestern Abend ihre Gäste mit einer gelungenen Mischung aus japanischer und europäischer Spitzenküche.

Gourmet Towers of the World
Bereits 2011 startete die Serie, damals mit dem Restaurant „The Signature Room“ im 95. Stock des John Hancock Towers in Chicago. Im März 2012 war Otto Koch dann mit seiner fünfköpfigen Küchencrew zu Gast in Singapur im Equinox Restaurant. Im Mai 2013 fand dann der Austausch mit dem Restaurant Donauturm in Wien statt. Im Januar diesen Jahres war Otto Koch mit seiner Crew zu Gast in Osaka und erlebte Japan und seine faszinierende Küche und Kultur. Jetzt also erfolgte der Gegenbesuch von Generaldirektor Christian Schaufenbühl und Sternekoch Masahiko Ikebe mit Crew vom Swissôtel Nankai Osaka. Die Sterneköche und ihre Crew tischten ein wunderbares Mahl auf: (mehr …)

Wirte kochen für Kinder: Frisches Mittagessen für Schüler statt Massenabfertigung

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Frisch auf den Tisch: Das Mittagessen in der Schule ist für viele Kinder eine wichtige Mahlzeit. Je länger die Kinder in den Schulen sitzen, je weniger Eltern heute noch wirklich richtig gut kochen können und je mehr der Nachwuchs lieber zu McDreck & Co. geht, umso mehr muss die Schule darauf achten, dass die Schüler eine gute, ordentliche Mahlzeit bekommen. Doch der Kostendruck führt in den letzten Jahren eher dazu, dass große Catering-Unternehmen deutschlandweit standardisierte Billigkost verteilen. Die Schulküchen wurden zu reinen Aufwärmstationen. Der DEHOGA Bayern und der Bayerische Staatsminister für Ernährung wollen jetzt die Wirte in die Schulverpflegung einbinden.

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Es ist eine Kampfansage für Sodexo & Co.: Gemeinsam mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bayern) will das Ernährungsministerium Gastwirten im Freistaat den Einstieg in die Schulverpflegung schmackhaft machen. Ernährungminister Helmut Brunner und DEHOGA-Präsident Ulrich N. Brandl starteten dazu gestern in Gauting im Landkreis Starnberg ein Gemeinschaftsprojekt unter dem Namen „Wirte kochen für Kinder„.

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Ulrich N. Brandl sagte: „Die Wirte kochen frisch und geben der Schulverpflegung ein Gesicht. Sie schenken den Schülern wieder Heimat auf dem Teller statt standardisierter Langeweile der Großcaterer.“ Da die Gastwirte für die Kinder regional und bio kochen sollen, führt er aus, dass die „Wirte zusammen mit den Landwirten den Kindern den Zugang zu den Mitteln zum Leben bringen“ sollen.

Der DEHOGA Bayern hat zu dem Kooperationsprojekt einen extrem schönen, ziemlich coolen Film produzieren lassen. Doch sind sämtliche Textbeiträge komplett in Kleinbuchstaben geschrieben. Leute, hier geht es um Kinder, um Schüler. Die sollen doch auch lernen, richtig zu schreiben. Dazu gehört meines Erachtens auch die korrekte deutsche Rechtschreibung inklusive Groß- und Kleinschreibung…

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Deutschlands Gourmet-Tempel: Die Besten der Besten in einem Restaurant-Führer

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Michelin, Gault Millau, Feinschmecker, Varta & Co.: Wir kennen sie alle. Wir lesen den einen oder anderen. In der grossen Linie sind sie sich ziemlich ähnlich. Doch so manche Bewertung ist unterschiedlich. Beim Michelin sehen wir nur die Sterne. Der Gault Millau brilliert mit seinen mitunter sehr süffisanten Kommentaren… – doch wie ist denn das gesamte Bild? Welche Restaurant-Chefs sind die Besten? Welche Restaurants sind Deutschlands wahre Elite? Diese Zusammenfassung gibt uns seit nunmehr vier Jahren die Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste. Fast schon selbstverständlich sind die ersten drei Plätze, dahinter gibt es kleinere Verschiebungen. Die großen Überraschungen folgen erst hinter Platz 20. Natürlich: Die Schwarzwaldstube Baiersbronn führt vor dem Vendôme in Bergisch Gladbach und dem Bareiss in Baiersbronn. Die Top-Gastronomie Deutschlands sitzt hauptsächlich in Baden-Württemberg und Bayern. Berlin ist die Genuss-Hauptstadt, gefolgt von München und Hamburg.

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Die Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste bietet einen Überblick über die gesamte deutsche Spitzengastronomie. Sie ermittelt nicht allein die Top-Positionen, sondern ein Ranking aller etwa 4.600 Restaurants, die von einem oder mehreren der sieben nationalen Restaurantführer des Jahres 2014 empfohlen wurden. Wer gerne einen Quervergleich anstellen möchte, dem empfehlen wir allerdings auch einen Blick hinüber zum Wettbewerber, dem Hornstein-Ranking, das es mittlerweile schon seit 23 Jahren gibt und auch die Restaurants unserer Nachbarn in Österreich, der Schweiz und Südtirol aufführt.

Neben den Noten für die Küche gehen auch die Service- und Ambiente-Beurteilungen der Restaurantführer in die Berechnung ein. Der unterschiedliche Stellenwert der verschiedenen Auszeichnungen wird ebenfalls berücksichtigt. Grundlage für die Gewichtung ist eine jährlich durchgeführte Befragung der prämierten Spitzengastronomen. Das breite Spektrum an Top-Restaurants, das präzise Ranking sowie die mit der aktuellen Ausgabe 2014 eingeführten Regionalkarten machen diese Restaurant-Bestenliste zu einer Orientierungshilfe im Dschungel der vielen Gourmet-Tempel und Gastro-Führer. (mehr …)

Bacherhof Meransen: Wo Gaumen und Seele verwöhnt werden

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Hier wäre ich gern geblieben. Ein Hotel, das deutlich mehr hält, als es verspricht. Viele Hotels, die vier Sterne haben, halten so gerade mal diesen Anspruch, erfüllen alles das, was die Standardkriterien für ein Hotel dieser Kategorie erfordern. Doch der Bacherhof in Meransen in der Almregion Gitschberg Jochtal toppt das locker. So mancher Bereich hätte hier durchaus einen fünften Stern verdient, vor allem die Küche. Doch der Reihe nach.

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Ein grosses, geräumiges Zimmer mit eigenem Kamin, ein Ausblick zum Träumen und eine Küche für Geniesser: Herz, was willst Du mehr? Selten habe ich es erlebt, dass ein neu eröffnetes Hotel in mehrfacher Hinsicht eine Top-Leistung abruft. Hier ein kleiner Video-Einblick in unser Zimmer:

Doch das ist eben nicht alles, was der Bacherhof zu bieten hat. Schon beim Betreten des Hotels ist klar, an welche Zielgruppen sich das Haus wendet: (mehr …)

Frühlingserwachen am Gitschberg: Wandern, Radeln und Skifahren

Talblick ins #Passeiertal und den #Bacherhof #Gitschberg #Südtirol #Meransen
Schnell zum Urlaub nach Südtirol: Kaum haben wir die Landesgrenze zwischen Tirol und Südtirol, zwischen Österreich und Italien hinter uns gelassen, sind an Sterzing vorbeigefahren, verlassen wir die Autobahn bei Brixen. Wenige Kilometer nur fahren wir die Bundesstraße entlang, die Brixen mit Lienz in Osttirol verbindet, schon verlassen wir auch diese wieder. Hier, wo das Eisacktal ins Pustertal übergeht, liegt der beschauliche Ort Mühlbach. Und ab jetzt heisst es: bergauf. Also ‚runterschalten und auf geht’s! Unser Ziel ist Meransen in der Almenregion Gitschberg Jochtal. Entspannen, ausspannen, erholen und etwas Bewegung: das ist unser kleines Programm für’s Wochenende.

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Ein grandioser Ausblick eröffnet sich uns am nächsten Morgen: Meransen liegt auf einer Art Mittelgebirgsterrasse – wie es Wikipedia nennt – und blickt von hoch oben über das Pustertal hinweg mit einem Fernblick bis weit in den Süden. Traumhaft. Ganz in der Nähe des Hotels erblicken wir den Skilift, der uns einlädt in der Frühlingssonne noch ein paar Schwünge in den Morgenschnee zu legen. Oder gehen wir wandern? Geübte Mountainbiker können sich hier außerdem an den zeitweilig ziemlich steilen Steigungen üben. Doch uns lockt eher das gemütliche Familienradeln unten im Pustertal. Also, womit fangen wir an? (mehr …)

Hoch-Genuss: Wie die Destinationen in den Alpen kulinarisch aufrüsten

Hoch-Genuss: Diskussion der Touristischen Runde zu Genuss am Berg mit Spitzenköchen aus Österreich und Südtirol
Ski und Genuss: Das ist lange schon kein Fremdwort mehr. Die Kilometerfresser, die stundenlang die Pisten runtergejagt sind, um anschließend möglichst schnell wieder hochzuliften, nur um die nächste Piste runterzuflitzen: sie sind Geschichte. Vielleicht nicht ganz, doch sind sie in der Minderheit. Die Skifahrer, die Wintertouristen wollen heute mehr. Sie suchen die Abwechslung. Heute Abfahrtsski, morgen Langlauf. Dazu Kultur, Natur und nicht zuletzt: Genuss. Feine Spezialitäten am Berg sind gefragt. Bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Touristischen Runde unter wie immer hervorragender Leitung von Lilo Solcher präsentierten mehrere Anbieter ihre kulinarische Aufrüstung.

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Die höchste Konditorei auf dem Pitztaler Gletscher, der höchste Weinkeller auf dem Stubaier Gletscher, das höchst gelegene Iglu-Dorf im Allgäu und ein weiteres in Adelboden, das höchst gelegene Gourmet-Restaurant in den Dolomiten sowie Slopefood, die winterliche Variante von Fingerfood, kleine Imbisse entlang der Piste – ebenfalls in den Dolomiten. Vertreten wurden diese außergewöhnlichen Anbieter von Haubenkoch David Kostner (Restaurant Schaufelspitz, Stubaier Gletscher), Marcus Herovitsch (Pitztaler Gletscher), Matthias Lenz (IgluLodge). Aus den Dolomiten kamen vom Gourmetrestaurant Viel de Pan und von Slopefood. Der Abend bewies, dass Skifahren heutzutage auch viel mit Genuss zu tun hat. (mehr …)

Golfers Auszeit im Winter: Von Schneesternen zu Kochhauben

Golf Gourmet Genuss Tirol Elsa Honecker Ischgl Skifahren Ischgl
Hotel_Rosengarten_Taxacher_Kirchberg_002Nein, der Winter ist noch lange nicht zu Ende! Also heißt es für alle Golfer – wie unsere Gastautorin Elsa-Maria Honecker – noch Geduld haben mit dem Lieblingssport, auch wenn die Schneeglöckchen schon herauslugen und die Wiesen langsam grün werden. Was macht also der Gourmet-Golfer in diesem Fall? Er schwingt sich da auf die Piste, wo er normalerweise dem weißen Ball hinterherläuft, schlemmt sich durch Hauben- und Sternelokale und gustiert die schönsten Hütten der Alpen. Eine Skireise ins Tirolerische hat von allem etwas. Zumal Kitzbühel auch bequem per Zug oder KitzSkiXpress zu erreichen ist (hier ein Schnappschuss aus dem Zug auf einige Ballonfahrer) – lesen Sie mehr…

KitzSkiXpress_Geldhauser_Kitzbuehel_Busreise_Jan2013_21Für mich ist Kitzbühel mehr als der High Society Ort mit internationalem Publikum und Treffpunkt der vielen B-Promis, für die das Event „Hahnenkammrennen“ an allerster Stelle im jungfräulichen Jahr steht. Zu recht aber, denn immerhin zählt die Streif-Abfahrt seit 1931 zu den spektakulärsten Rennen der Welt. Ganz nebenbei wurde das Skigebiet mit seinen 170 Kilometer Skiabfahrten gerade mit dem „1st World Ski Award 2013“ ausgezeichnet und zu Österreichs bestem Ski Resort gekürt. Wobei natürlich auch die hohe Zahl der Luxus-Hotels und die attraktive Apres- Ski-Szene mit zählt: Ein Hochgenuss auf den Brettln mit Skischaukeln bis zum Paß Thurn. Da hat sogar unsereins, die mit Skiern groß geworden ist, ihre Mühe. Mir gefällt aber vor allem die 700 Jahre alte Altstadt mit den bunten Häusern, die sich aus Platzmangel eng aneinander drücken und den Pferdekutschern einiges Geschick abverlangen. Und – natürlich – die Genuss-Meile mit einer unglaublichen Vielfalt an Kneipen, Bars und hochwertigen Restaurants. Mit satten 12 Hauben im Gault Millau 2013 zählt die Gamsstadt nicht nur zu meinen Favoriten, sondern punktet auch als Gourmet-Hotspot ganz Tirols. Einziger Wermutstropfen: Der beste Koch Tirols Simon Taxacher kocht im Nachbarort Kirchberg und kann sich mit 19 GM – Punkten schmücken. (mehr …)

Im Bett meines Idols: Wie ich im Zimmer von Marc Girardelli gelandet bin

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Im Bett einer Sportikone: Das war neben kulinarischen Highlights der persönliche Höhepunkt von Johanna Stöckl. Die Sportjournalistin und Gast-Autorin von Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hat auf einer Pressereise Außergewöhnliches erlebt. In mehrfacher Hinsicht. Eigentlich trat sie die Reise nach Sölden an, um an der Veranstaltung „Wein am Berg“ teilzunehmen.

Marc Girardelli Das Central Soelden Wein am Berg Johanna Stoeckl HoehenweindegustationAnfang April 2013 erhalte ich eine Einladung ins Hotel Central in Sölden. Zu einer Veranstaltung, deren Titel „Wein am Berg“ mich in mehrfacher Hinsicht anspricht. Gehört hatte ich bereits mehrmals davon. Ich studiere das Programm. Holla, da wär‘ mächtig was geboten. Guten Wein mag ich. Feines Essen auch. Berge sowieso. Skifahren liebe ich, wobei ich zu diesem Zeitpunkt noch – nach einem schweren Skiunfall – auf Krücken gehe. In einem luxuriösen Hotel residiere ich ab und zu auch ganz gern. Es muss ja nicht immer eine Hütte sein… (mehr …)

Kulinarisches Franken: Eine Schmankerlreise durch Schweinfurt und Bamberg

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Wer den Spruch: „ Man muss Gott für alles danken, auch für Ober-, Unter– und Mittelfranken“ erfunden hat, war mit Sicherheit selbst nie in Franken unterwegs, sonst würde statt „auch“ ein „ganz besonders“ im Satz stehen. Weine, die in der Spitzenliga zuhause sind, die höchste Brauereidichte Europas, edle Brände und köstliche regionaltypische Speisen: Franken ist DAS kulinarische Schlaraffenland Bayerns. Und auch der Kulturkalender ist das ganze Jahr über prall gefüllt. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin war Andrea Gerum vor Ort und brachte ein 48-Stunden-Genuss-Protokoll mit. Wenn das nicht ein leckere Anregung zum Nachfahren ist…

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1.Tag

14:00 Check-In im Panorama Hotel Schweinfurt. Unsere Zimmer im 9. Stock bieten einen herrlichen Ausblick auf die Stadt, die Hassberge und den Steigerwald. Erster Eindruck: Die Stadt ist viel schöner als ihr Ruf. Im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört, dauerte es lange, bis sich die drittgrößte Stadt Unterfrankens wieder neu definieren konnte. Noch viele Jahre nach dem Krieg bestimmten Zerstörung und Armut das Stadtbild. Bekannt als Industrie– und Arbeiterstadt wandelte sich das Image in den letzten 30 Jahren hin zu einer modernen, lebendigen Stadt, die ihre Wurzeln pflegt. Unter dem Motto: „Industrie und Kunst“ kreierte sich Schweinfurt neu mit spannenden Kontrasten aus Bauwerken vergangener Jahrhunderte und moderner Architektur.

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15:00 Wir besuchen das Weingut Dahms. Gelegen an der Peterstirn, der Burganlage des Markgrafen Berthold aus dem 10. Jahrhundert ist sie ein Wahrzeichen der Stadt Schweinfurt und seit 1994 in Besitz der Winzerfamilie Jürgen Dahms.

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Schweinfurt und Wein? Zugegeben, diese Verbindung kommt einem nicht gleich in den Sinn. Denkt man doch zuerst an Kugellagerfabriken und nicht an edle Tropfen. Aber Schweinfurt hat eine lange Weinbautradition und war bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein bekanntes Weinstädtchen.

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In den ersten Jahrzehnten nach 1900 aber zerstörte die Reblausplage fast alle Weinberge. Von ehemals 320 ha Rebfläche blieben nur noch 10 ha übrig, die seit 1980 von Familie Dahms mit großem Einsatz und Erfolg bewirtschaftet werden. (mehr …)

Restaurants in München: Restaurant Alter Hof: Frankens Weine und Küche im Herzen Münchens

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Franken und Bayern: Das ist für mich Preussen so als eine Art gegenseitiger Hassliebe zu verstehen. Franken in München: Das funktioniert gut, sofern sie sich von ihren Mundarten her verstehen. So mancher Bayer definiert ja nicht etwa den Main, sondern bereits die Donau als Weisswurstäquator, die Franken rufen: Frei statt Bayern! Doch Münchner Weißwürste und Nürnberger Rostbratwürste passen immer gut zusammen. Nicht erst seit der Schwabe Uli Hoeness in Nürnberg eine der größten Rostbratwurstbratereien besitzt und damit Aldi beschickt und gleichzeitig (Noch-?)Präsident des FC Bayern München ist. Fränkische Küche in München hat immer Saison. Im Herzen der Residenz der bayerischen Könige, inmitten des ältesten Teils, eröffnete vor wenigen Tagen das Restaurant Alter Hof.

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Eigentlich ist es ja keine komplette Neueröffnung. Bis vor kurzem war hier noch das Vinorant Alter Hof. Und die Location war nur so kurz geschlossen, dass ich es nicht mitbekommen hatte. Einige XING-Abende hatten hier früher mal stattgefunden. Jetzt also ein komplett neues Konzept, eine komplett renovierte Location. Auf zwei Etagen erstreckt sich das Restaurant Alter Hof: Im Keller unter dem wunderschönen alten Gewölbe – oder in der ersten Etage. (mehr …)

Venez à table! Die A-Rosa Stella bittet zum Dine & Wine auf der Rhône

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Frankreich ist Kulinarik. Genuss pur ist die Provence! Vive la Gourmandise! Die Gegend zwischen Lyon und dem Mittelmeer ist nicht nur von der Sonne verwöhnt. Die Böden und die Wetterverhältnisse sorgen in vielen Ecken der Gegend für optimale mikroklimatische Bedingungen für viele leckere Spezialitäten. Eine Kreuzfahrt durch Frankreichs Süden wäre also nicht perfekt, wenn es nicht auch ein Gourmet-Dîner geben würde. Die A-Rosa Stella begeistert mich auch in diesem Punkt. Das Schiff ist ein schwimmendes 4-Sterne-Hotel. Doch zum festlichen Menü zaubert die Chefköchin Silke Holz und ihre Küchenmannschaft Qualitäten hervor, die mit jedem 5-Sterne-Haus oder Sterne-Restaurant mithalten können. Dies Menü muss allerdings vorher reserviert werden, doch für mich war das keine Frage, das „Dine & Wine“ gehört zu meinem Programm.

Arosa_Stella_3_Cruise_Okt2012_007Wohlgemerkt: Das Dine & Wine-Menü ist zwar ein edles Menü und die Gäste ziehen sich auch dafür etwas eleganter an. Doch es ist kein Käptns-Dinner mit Smokingzwang. Auf der A-Rosa ist auch dies Dîner entspannt und ungezwungen. Das Dine & Wine-Menü hat, so erklärt uns die Service- und Küchencrew, den Anspruch, durch Gegensätze die Geschmacksnerven zu reizen. Die korrespondierenden Weine sollen gezielt im Spiel mit den Aromen und Gewürzen der Speisen etwas provozieren.

    Amuse Bouche:

  • Tartar von der Königskrabbe mit Pomello und Basilikum
  • Vorspeise:

  • Mediterraner Schwertfisch mariniert in nativem Olivenöl und Sojasauce mit Fenchel Confit
  • La Vieille Ferme Rosé 2011, Côtes du Ventoux
  • Fischgang:

  • Basilikum Zucchini mit Mandelmilch und gebratener Riesengarnele
  • Perrin Réserve blanc 2011, Côtes du Rhône
  • Hauptgang:

  • Lammrücken und -schulter mit Lorbeerblättern, Aubergine, und geschmorten Kartoffeln
  • Perrin „Peyre blanche“ 2010, Cayranne
  • Dessert:

  • Erdbeere an „Macalong“, kristallisierter Salbei
  • Perrin Muscat de Beaumes de Venise 2010

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L’Art de Vivre: Gastro-Nachwuchs auf dem Weg in die Service-Oase

Preis Grosse Gastlichkeit Preistraeger 2012 Fotocopyright: L'Art de Vivre/ Dorett Auerswald
Service-Oase statt Service-Wüste: dafür setzt sich die internationale Vereinigung L’Art de Vivre ein. Zum dritten Mal fand der deutschlandweite Wettbewerb Preis für grosse Gastlichkeit statt. Es nahmen zwölf ausgewählte Teilnehmer aus den acht Bundesländern Hamburg, Berlin, Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein am ganztägigen Service-Wettbewerb teil. Vor den Augen der Fachjury zeigten die jungen Restaurant- und Hotelfachleute in diesem Jahr im Schlosshotel Hugenpoet in Essen-Kettwig ihr Können. Da ich selbst Restaurantfachmann bin, finde ich das Engagement der Vereinigung und der Teilnehmer absolut toll. Der Service am Gast sollte wieder mehr in den Vordergrund rücken.

In jedem gut geführten Restaurant sind die Mitarbeiter im Service das unverzichtbare Bindeglied zwischen Koch und Gast sowie wichtige Schnittstelle aller Leistungen eines Teams. Dennoch werden dieses Berufsbild und seine Berufschancen immer noch unterschätzt. Mit dem Wettbewerb erhalten Servicemitarbeiter eine der wenigen Möglichkeiten, ihr Können zu zeigen und sich zu qualifizieren.

Den Sieg sicherte sich am Abend des anspruchsvollen Wettbewerbstages Lisa Eckardt aus dem Louis C. Jacob in Hamburg. Den zweiten Platz belegte Barbara Englbrecht aus dem Dallmayr in München und den dritten Platz sicherte sich Tommy Hergenhan aus dem Landhaus Eggert in Münster. (mehr …)

Restaurants in München: Gourmet Towers of the World: Lee Bennett vom Equinox Restaurant Singapur zu Gast bei Otto Koch im Restaurant 181

Restaurant_181_Business_Equinox_Restaurant_Chef_de_Cuisine_Lee_BennettAuf höchster Ebene für höchste Genüsse sorgen: Das ist nicht nur das Motto von Otto Koch im Restaurant 181 im Münchner Olympiaturm. Weltweit sind Gourmet-Restaurants in Türmen und Hochhäusern untergebracht. Dies nimmt der Münchner Sternekoch zum Anlass und lädt sich die Kollegen aus aller Welt nach Hause ein. Und besucht sie in deren Restaurants. Im April 2011 war ich zum Auftakt der Serie schon als Gast dabei und hatte hier darüber berichtet. Jetzt ist es wieder Zeit für eine Fortsetzung: Am 20. November 2012 empfängt Otto Koch den Küchenchef des „Equinox Restaurants“ in Singapur, Lee Bennett. Gemeinsam werden sie im Rahmen der von Otto Koch ins Leben gerufenen „The Gourmet Towers of the World series“ im Restaurant 181 hinter dem Herd stehen und ihre Gäste mit erlesenen Speisen einen Abend lang verwöhnen.

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Lee Bennett, der bereits für Gordon Ramsay in dessen Restaurants in London und Dubai arbeitete, freut sich auf den Besuch in München. Er ist der jüngste Gewinner des angesehenen „Restaurant Chef of the Year“ Awards und hat sich in der internationalen Kochszene mit seiner modernen aber schlichten Küche einen Namen gemacht. „Ich bin durch meinen Beruf schon viel rumgekommen, in München war ich allerdings noch nicht. Durch diese einzigartige Aktion von Otto habe ich nun die Möglichkeit nicht nur in München zu kochen, sondern die Stadt währenddessen auch von ihrem höchsten Punkt zu betrachten.“ (mehr …)

Restaurant Schaufelspitz: Das wahrscheinlich höchste Haubenlokal der Welt steht am Stubaier Gletscher

Restaurant Schaufelspitz Relais Chateaux Spa Hotel Jagdhof Neustift Stubaital Feb2012_54Hauben dem Himmel so nah: David Kostner erkocht sich höchste Weihen auf 3.000 Meter über dem Meeresspiegel. Der Gault Millau hat seine Hauben Restaurants 2013 für Österreich veröffentlicht – mit dabei ist auch das Restaurant Schaufelspitz auf dem Stubaier Gletscher. Anfang Februar weilte ich zur Dine & Wine Gourmetnacht mit Paula Bosch dort oben und war schon von Davids Küche begeistert. Daher freue mich mich sehr für ihn. Ich schrieb schon da in meinem Artikel: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Gault Millau einer Skihütte Punkte verleihen wird.“ Jetzt ist es soweit. Herzlichen Glückwunsch, David!

Das Restaurant Schaufelspitz ist mit Sicherheit das höchste Haubenlokal Österreichs. Doch welche anderen Top-Restaurants liegen denn noch auf 3.000 m ü.NN? Also behaupten wir doch mal, dass es das höchste Haubenlokal der Welt sei – oder zumindest Europas. Hallo, Gault Millau, welche Eurer Top-Restaurants sind noch höher? (mehr …)

Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg: Gourmet-Restaurant eröffnet vor den Toren Münchens

So könnte es aussehen / Entwurf des Architekten - Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg Illu Nacht Rückwand Basic
Bewegung in Münchens kulinarischer Diaspora: Starnberg und sein See sind für den Münchner das, was für den Berliner die Ostsee ist: die Badewanne. Doch während der Bewohner der Bundeshauptstadt kulinarische Gaumenfreuden auf Gault-Millau und Michelin-Niveau in Berlin und an der Ostsee genießen kann, hat der Münchner nur seine Landeshauptstadt. Rund um den Starnberger See herrscht die schöne, klassische, traditionelle Bayerische Gemütlichkeit. Bauernbarock, deftig, bayerisch eben. Doch jetzt soll Leben in das kulinarische Einerlei kommen. Das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg will gerne aufschließen in die Liga seiner weltberühmten Namensvettern in Hamburg und München und eröffnet zum Herbst 2012 ein Gourmet-Restaurant. Leider verhinderten die Architekten des Hauses die schönste Location: Mit öffentlichen Bereichen auf dem Dach für Restaurants und Wellness wäre das Haus schon von Anfang an ein echter Hingucker gewesen. Doch so ist es bisher nur ein nettes Businesshotel am Rande Starnbergs, ideal für Konferenzen, Seminare, Tagungen. Das soll sich nun ändern.

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Während in wirtschaftlichen, finanziellen Krisenzeiten andernorts die Gourmet-Tempel eher weichen müssen, wird hier der Trend umgedreht. Es soll das Gourmet-Restaurant werden vor den Toren Münchens. Mit einem einzigartigen Konzept und einem Neubau will das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg dem Ziel näherkommen, einen Eintrag im Gault-Millau zu erlangen. Im Herbst 2012 wird der edle Anbau eröffnet. Moderne Architektur und kontrastreiche Akzente schaffen Raum für kulinarische Höhenflüge. Noch hochwertiger, noch kreativer, noch außergewöhnlicher – Service und Qualität sollen nach Unternehmensangaben bzw. -wünschen die Gäste zum Staunen bringen. Endlich also müssen die reichen Starnberger nicht mehr bis nach München fahren, um z.B. im Tantris speisen zu gehen. Ich sehe schon: Ich muss hier wohl mal mit einem VSR-Mitglied essen gehen. (mehr …)

Mandarin Oriental München: Die MS Deutschland legt an zum grossen Captains Dinner

Mandarin Oriental Munich Traumschiff
Auch Investoren haben Hunger. Und Fernweh. In München gibt es zwar exzellente Hotels und Restaurants. Doch Meer und Kreuzfahrtschiffe sind weit weg. Was tut ein Investmentunternehmen also, wenn einem ein Kreuzfahrtschiff gehört? Richtig: Es holt sich die glitzernde Traumschiff-Welt nach München. So können Vorstand und Geschäftsfreunde bei einem gepflegten Abendessen mit Präsentation auf Unternehmenskosten ein paar Stunden träumen. Damit der Event nicht allzu sehr nach internem Dinner-Talk aussieht, lädt der Veranstalter noch die Endverbraucher ein. Die Kunden, die schon auf dem Kreuzfahrtschiff waren oder gern einmal damit über die Weltmeere schippern möchten. Nebenbei finanziert sich der Event so schon fast von selbst. Im Klartext: Die MS Deutschland lädt zum Captain’s Dinner in das Mandarin Oriental München ein.

Deilmann-LogoEin Schelm, der sich irgendetwas dabei denkt: Die MS Deutschland gehört der Deilmann-Reederei, diese wiederum dem Finanzinvestor Aurelius mit Sitz in München. Aurelius gehört laut Unternehmenswebseite auch die Hotelgruppe GHotel. Diese Businesshotels sind zwar schön, aber längst nicht so spektakulär, wie es ein Abend mit dem deutschen Traumschiff MS Deutschland verlangt. Aurelius gehört übrigens auch Berentzen. Ob es zum Captains Dinner – Synergien sollten schließlich genutzt werden – auch Apfelkorn gibt? Jedenfalls ist dieses edle Dîner eine schöne Gelegenheit, mal wieder positive Presse zu bekommen, nachdem der Mutterkonzern kürzlich noch darüber nachgedacht hat, das edle Kreuzfahrtschiff mit dem Namen unseres Vaterlandes unter anderer Nationalitätenflagge fahren zu lassen, um ein paar Steuern zu sparen. Denn die MS Deutschland fährt keine Gewinne ein, bereits die ehemaligen Eigentümerinnen, die Deilmann-Schwestern sind schon damit pleite gegangen, wie kürzlich erst die Welt wieder treffend schilderte.

Bereits zum dritten Mal heißt es am Dienstag, den 11. September 2012 (auch ein interessantes Datum…) „Schiff Ahoi“ im Mandarin Oriental Hotel München. Das Münchner 5-Sterne Luxushotel lädt erneut in Zusammenarbeit mit der Reederei Peter Deilmann zu einem exklusiven Captain’s Dinner mit Andreas Greulich, Kapitän der MS Deutschland – Das Traumschiff, ein. Für kulinarische Hochgenüsse sorgt an diesem besonderen Abend Simon Larese, Küchenchef im Gourmet-Restaurant Mark’s (1 Michelin Stern). (mehr …)

Restaurants in München: Moarwirt: Alpenloft-Showküche mit Traumblick

Moarwirt Alpenloft
Ein gastronomisches Kleinod im Tölzer Alpenvorland: Den Brückenschlag zwischen altbayrischer Tradition und moderner Gastronomie wagt der Moarwirt in Hechenberg/Dietramszell. Das Pächterpaar Aissatou Dramé und Florian Lechner modernisierte das altehrwürdige Gasthaus mit viel Liebe, immer neuen Ideen und unermüdlichem Enthusiasmus. Besonders das Dachgeschoss beeindruckt: Es wurde zu einem spektakulären Alpenloft umgestaltet, in dem Seminare, Küchenpartys und Kochkurse einen atemberaubenden Rahmen finden. Ein unvergesslicher Blick, ein offener Kamin, eine Lounge-Ecke und eine Showküche tragen wesentlich dazu bei.

Der Inhaber Peter Schillfarth scheut keine Investition, um das stilvolle Haus im Tölzer Alpenvorland nach seinem Dornröschenschlaf wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Unter anderem wurden die bisherigen Hotelzimmer renoviert – ihre Zahl soll sich in naher Zukunft von derzeit elf auf 19 erhöhen. Selbst wenn München keine Autostunde entfernt ist – so ist diese Ecke ideal für ein paar romantische Stunden zu zweit. (mehr …)

Restaurants in München: Viqoy: Die Burgerbude für die LOHAS – oder vegetarische Wohlfühlküche

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VIQOY LogoInnovative, leichte, gesunde, vegetarische Küche: Viqoy heißt das neue Restaurant in München-Pasing. Das Konzept soll der Auftakt zu einer neuen Kette in Deutschland und Österreich sein. Dies versprechen uns die Inhaber des neuen Ladens. Die Inhaber, das sind Martin Kargl (32), Franziska Majer (29) und Elke Plank-Kargl (30). Die Betreiber haben es sich zum Ziel gesetzt, dass ein vegetarisches Hauptgericht gleichzusetzen ist mit ihrem Markennamen: ein „Viqoy“, ein schnell serviertes, kalorienarmes Gemüsegericht, das Ernährungswissenschaftler entwickelt haben. Genau das richtige für die LOHAS in München.

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Viqoy, das steht für: VItal Quality food to enjOY. Der andere Slogan lautet: VIQOY – Vitality, Quality, Enjoy! Die erste Location ist in den Pasinger Hofgärten an der Kaflerstraße am Pasinger S-Bahnhof, dort wo die Passanten-Frequenz fast so hoch ist wie in der Innenstadt, aber die Mieten noch erschwinglich sind. Diese Positionierung ist in meinen Augen frech und mutig: Frech, weil im gleichen Gebäudekomplex auch ein Vapiano ist. Und mutig, weil sich das neue Viqoy so gleich von den richtigen Kunden beurteilen und messen lassen kann. Außerdem liegt es in einer stark frequentierten Ecke, unweit der Pasinger Arcaden, einem der vielen ECE-Einkaufszentren.

Greenys LogoDoch halt: Kommt uns das nicht schon bekannt vor? Haben wir das nicht schon mal gehört? Ach ja, als vor drei Jahren das Greenys in der Münchner Altstadt in der Straße „Im Tal“ eröffnete – und sang- und klanglos nach nicht einmal zwei Jahren wieder verschwand. Die Lücke wurde sofort von einem Dean & David-Lokal geschlossen. Ähnliches Konzept, aber nicht vegetarisch, nicht bio, dafür gewinnorientiert. Was ist jetzt das Neue am Viqoy? (mehr …)

Restaurants in München: Dukatz München: Alles neu machen Rappenglück und Kieffer

Johann Rappenglück übernimmt das Zepter. Nachdem der ambitionierte Küchenkünstler, der einst bei Sternekoch Winkler in der „Residenz“ in Aschau gelernt und gearbeitet hatte, bisher lediglich Küchenchef im Münchner Dukatz war, nimmt er jetzt den ganzen Laden.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hören die bisherigen Inhaber, Michel Dupius und Hans Zürrlein, auf. Küchenchef Johann Rappenglück will zusammen mit seinem früheren Kollegen Fabrice Kieffer, den er aus gemeinsamen Zeiten in Winklers „ Residenz “ kennt, das Dukatz zu neuen Ufern führen. (mehr …)

Restaurants in München: Görreshof München: Gemütliches Gasthaus mit guten Gerichten

1/2 Ente Mit Kartoffelknödel Und Rotkraut @ Wirtshaus Görreshof
Österreicher in München? Gibt es genug! Österreichische Restaurants? Ebenso. Doch fast alle kochen auf einem relativ hohen Niveau. Ob Bröding, Blaue Donau oder Ö1: Bei den meisten muss man vorher reservieren. Doch ein normales, klassisches Gasthaus mit Küche aus der Donaurepublik? Da kann nur der Görreshof mithalten. Vor wenigen Jahren komplett renoviert, empfängt das Restaurant in der Schleißheimer Strasse heute in einem warmen, klassischen und stilvollen Gasthof-Ambiente. Selbstverständlich sind die Klassiker der Alpenküche auf der Karte versammelt – und noch ein paar Münchner Spezialitäten dazu.

Einen Tag vor Silvester (ja, dieser Artikel lag eine Weile angefangen in meinen Entwürfen rum, jetzt schreibe ich ihn endlich fertig) war ich zu faul, mich noch in die Küche zu stellen. Spontan stand der Entschluss fest, in den Görreshof zu gehen. Das Lokal war sehr gut gefüllt, die Bedienung fragte gleich, ob wir uns zu einem anderen Pärchen setzen möchten. Klar, in München ist das gute Gasthauskultur. (mehr …)

Restaurant Hellwegers: Ein cooles Restaurant in Meran

Restaurant Hellwegers Partyband Barcamp Südtirol #bcs12
Entspannt chillen und essen in Meran: Das Restaurant Hellwegers ist dafür ein kleiner Geheimtipp. Meran hat viele schöne, doch wenig coole Restaurants, die sich an ein eher junges Publikum wenden. Etwas abseits in einem Innenhof liegt das Bistro-Restaurant versteckt. Ich finde: das Lokal ist auch ein ganz heißer Tipp für Touristen, Geschäftsleute und Gäste, die leckere Südtiroler Spezialitäten und Pizza geniessen wollen. Gerade in der Innenstadt von Meran schließt das Hellwegers eine Lücke im Gastro-Angebot. Cocktail-Bar, Disco, Restaurant, Pizzeria – alles in einem. Kein Wunder, dass sich hier auch Südtirols Barcamper trafen.

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Gelegen in der malerischen, historischen Altstadt von Meran hat dieses Restaurant das Zeug, zum neuen In-Treffpunkt für jung und alt zu werden. Es liegt am Anfang der berühmten Laubengasse – eine absolute Top-Location. Die italienisch-südtirolerische Küche ist auf einem sehr guten Niveau, bleibt aber dabei auf dem Boden und ist finanzierbar. Bei meinem Besuch in Meran erklärte mir Paul Hellweger das neue Konzept seines Restaurants so:

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Restaurant Wolkenstein: Entspannter Genussurlaub im Hotel Therme Meran in Südtirol

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Ich versinke in einem knallrot gepolstertem Holzstuhl. Auf der breiten Sitzfläche ist auch für Menschen, die ein deutlich größeres Hinterteil als ich haben, genug vorgesorgt. Die Armlehnen laden meine Unterarme ein, sich auszuruhen. Edle weiße Tischdecken und Stoffservietten, Silberbesteck und Kristallgläser versprechen Feinstes aus Küche und Keller des Restaurants Wolkenstein.

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Zu einem entspannenden Wochenende bin ich im Hotel Therme Meran abgestiegen. Neben der großen Thermenlandschaft wartet das Hotel mit dem exzellenten Restaurant Wolkenstein auf. Für die Innenarchitektur zeichnet sich der Südtiroler Stararchitekt Matteo Thun verantwortlich.

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Wie bereits nebenan bei der Therme Meran verwendete Matteo Thun zum Einrichten des Hotels Materialien und Rohstoffe aus Südtirol. Raffiniert kombinierte er farbenfrohe Accessoires mit edlen, natürlichen Baustoffen wie Holz und Stein. Der Architekt und Designer verband traditionelle Details mit modernen Elementen und setzte sie in ungewohnter Weise in Szene. (mehr …)

Landgasthof zur krummen Linde: Dorflokal mit Luxus-Gehabe

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Brandenburg: Kulinarische Ödnis? Oder unterschätzte Gastrogenüsse? Dieser Besuch eines brandenburgischen Lokals spiegelt den Widerstreit zwischen genau diesen beiden Extremen. Ein entspanntes Essen nach der ITB kann auch mal zum Geschmacks-Flop werden. Der Landgasthof zur krummen Linde war eine Empfehlung. Angeblich soll es hier gutes Wiener Schnitzel geben. Da ich als in München lebender Berliner oft und gern bei unseren österreichischen Freunden bin bzw. in alpenländischen Restaurants esse, weiß ich, wie ein richtig gutes Wiener Schnitzel aussehen und schmecken sollte. Das Gegenteil davon serviert der Landgasthof zur krummen Linde in Hohen-Neuendorf bei Stolpe.

Ich war gern bereit, mal wieder ein Restaurant im brandenburgischen Umland meiner Spandauer Heimat zu testen. Stolpe liegt nordwestlich von Berlin. Doch sorry, das Wiener Schnitzel, das ich hier bekam, war einfach nur trocken, ziemlich geschmacksneutral – und preislich eine totale Unverschämtheit. Für 20,80 Euro steht hier das Original Wiener Schnitzel vom Kalb mit Märkischem Kartoffel-Gurken-Salat auf der Karte. Wo ist der Gasthof? Auf dem Ku’damm? Auf den Champs-Elysées? Am Stephansdom? Nein, zur Erinnerung: in Hohen-Neuendorf bei Stolpe. Auch die anderen Gerichte haben eher gesalzene Preise. Liegt das an einer Feinschmecker-Empfehlung (bei der ich mich frage, wie sie zustande kam), oder am Golfclub Stolper Heide, der in der Nähe liegt? Am zahlungskräftigen Publikum aus Frohnau, Heiligensee und Spandau?

Wenn selbst bei der Nußbaumerin, einem feinen österreichischen Restaurant am Ku’damm, ein wirklich sehr gutes Wiener Schnitzel 15,90 Euro kostet, was bitte haben die Wirte der krummen Linde bei der Kalkulation ihrer Speisekarte geraucht? Sogar im Ö1 im teuren München-Schwabing kostet das Wiener Schnitzel 16,90 Euro. (mehr …)

Die Nussbaumerin: Salzburger Enklave ist Austrias Aushängeschild in Berlin

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Sei hungrig – sei durstig – sei willkommen! So begrüßt die Nussbaumerin ihre Gäste. Nicht nur auf der Webseite läuft einem das Wasser schon im Munde zusammen. Das kleine Lokal in Berlin-Charlottenburg versetzt einen sofort nach Österreich. Genauer: ins Salzburger Land. Denn die Spezialitäten, die in der Leibnizstraße, nur wenige Meter vom Ku’damm entfernt, aufgetafelt werden, sind beste Salzburger Küche. „Griaß Di, i bin die Nußbaumerin“, so stellte sich mir bei meinem ersten Besuch Johanna Nußbaumer vor. Die rustikale Herzlichkeit ihrer Persönlichkeit spiegelt sich auch in der Einrichtung wieder – und passt perfekt zu Berlin. In einem typischen Altbau mit hohen stuckverzierten Decken bilden zwei Räume das Lokal. Große, gold gerandete Spiegel auf grün gestrichenen Wänden vergrößern das Lokal optisch. Die in dunklem Holz gehaltene Bar besticht vor allem durch die vielen Weinflaschen, die hier offen zur Auswahl stehen.

Die Nussbaumerin ist Lichtjahre vom Massenangebot österreichischer Skihütten entfernt. Hier wird echte Salzburger Küche serviert, alles ist frisch und selbstgemacht. Die Tafelspitzbrühe, wahlweise mit Frittaten oder Grießnockerln, schmeckt lecker kräftig, die Frittaten sind hauchdünn wie Crêpesstreifen. Das Original Wiener Schnitzel mit lauwarmem Erdäpfel-Gurkensalat war eines der besten, das ich seit langem gegessen habe, mit einer richtig fluffigen Panade und feinem Preisselbeergelee. Selbstverständlich gibt es auch Vogerlsalat mit steirischem Kernöl wahlweise mit ausgelöstem Backhendl oder Entenbrust auf der Karte. Für den großen Hunger lässt das deftige Fiakergulasch mit Spiegelei, Essiggurkerl, Würstel und Semmelknödel keine Wünsche offen. Und der feine Gaumen wird bei Zanderfilet und Lammhüfte glücklich. Kein Wunder, dass hier schon so manche Polit-Prominenz aus dem Bundestag gesichtet wurde.

Berühmt sind unsere österreichischen Nachbarn für ihre Mehl- und Süßspeisen. Die Nussbaumerin steht dem in nichts nach. Der Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster war ein Gedicht. Außerdem gehören Eispalatschinken, Apfelstrudel, Mohr im Hemd sowie Germknödel zu den Standards. Doch nur wenn Zeit ist – also weniger Gäste – dann sollte man es sich nicht entgehen lassen, die frisch und selbstgemachten Salzburger Nockerln zu geniessen. Denn selbst in der Speisekarte steht „N.W.G. = N=nur W=wann’s G=geht“ und ohne Preis. Aber wenn die Nußbaumerin mal Zeit hat, dann werden diese Salzburger Nockerln luftig, leicht, lecker und einfach leiwand.

Die Chefin selbst hat u.a. im Schloß Fuschl, einem der besten Hotels Österreichs, gearbeitet. Seit einigen Jahren schon ist ihr Restaurant „Die Nußbaumerin“ in Berlin ein kleiner Geheimtipp für Liebhaber guter regionaler österreichischer Küche. Weiße Tischdecken, Silberbesteck und schöne Weingläser ergänzen den stilvollen Auftritt des Lokals.

Doch lassen wir Johanna Nußbaumer selbst sprechen:

Fangen wir also mit einer kleinen Vitalcremesuppe von der Gelben Rübe mit Orange und frischem Ingwer an. Frisches Gemüse ist gesund für den Körper und der Ingwer bringt das Blut noch etwas mehr in Wallung. Und wie geht’s jetzt weiter? (mehr …)

Restaurants in München: Ö1: Der kulinarische Geheimtipp der Österreicher in München

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Einfach leiwand. Münchens Nähe zu Österreich determiniert die Vielzahl der österreichischen Restaurants in der bayerischen Landeshauptstadt. Ein ganz besonders feiner Vertreter dieser lukullischen Gattung ist das Ö1. Das kleine Lokal gehört nicht zu den Gourmettempeln, ist aber auch keine billige Kaschemme. Die Klassiker der österreichischen Küche werden hier zelebriert, umrahmt von österreichischen Prominenten. Natürlich zentral in Schwabing gelegen und doch abseits der ganz großen Verkehrsströme ist hier eine kleine alpenländische Persönlichkeit zu finden.

Eng geht es hier zu, doch auch sehr gemütlich. Es ist hin und wieder schon mal so voll, dass Gäste, so wie wir beim letzten Besuch, an den Katzentisch direkt an der Bar gebeten werden. Den erreicht der Gast nur, indem er hinter der Bar entlang geht. Von hier aus hat man allerdings einen sehr guten Überblick über das gesamte Restaurant und das Treiben der Kellner hinter der Bar. Doch keine Angst, selbst hier ist der Service immer zur Stelle. Das Personal ist sehr aufmerksam, stets freundlich und herzlich. Gerade aufgrund des nicht gerade grossen Restaurants ist die Atmosphäre ganz heimelig. Doch nun zum Essen: (mehr …)