Bachmair Weissach: Bayerisches Designhotel im Geniesserland Tegernsee

Bachmair Weissach Geniesserland Tegernsee

Das doppelte Bachmair: Ein Hotelname, zwei Hotels. Im Geniesserland Tegernsee stehen zwei Hotels mit fast identischem Namen. Allerdings in fußläufiger Nähe zueinander. Doch repräsentieren sie nicht nur zwei unterschiedliche Hotelstile, sie entstammen aus unterschiedlichen Jahrzehnten, ja fast Jahrtausenden. Hier das Bachmair Weissach, dort das Bachmair am See. Jenes befindet sich in Rottach-Egern und liegt direkt am See. Einst war es der Treffpunkt der Stars und Sternchen in den 80ern und 90ern, doch ist es heute leider völlig verstaubt, lange nicht mehr renoviert und in keinem der führenden Hotelführer mehr zu finden. Die Touristen bevorzugen heute das Haus im Ortsteil Weissach.

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Bachmair Weissach: Die Anreise ins Geniesserland Tegernsee

Die Münchner zieht es am Wochenende immer gern raus aufs Land. Den größten Teil davon an den Tegernsee. Das ist kein Wunder, denn die Landschaft ist zauberhaft schön. Doch leider ist die Autobahn zwischen München und der Abfahrt Holzkirchen immer heillos verstopft, die Bundesstraße ins Geniesserland Tegernsee ist in Stoßzeiten ein Dauerstau.

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Darum ist es sehr ratsam, mit der Bayerischen Regiobahn BRB (bisher: Bayerische Oberlandbahn BOB) aus München anzureisen und am See zu übernachten. Mich zieht es dann gern in ein Hotel, das Genuss auf allen Ebenen bietet.

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Beispielsweise in das Bachmair Weissach. Da sind wir weg vom Trubel und können die Ruhe und den kleinen Bach genießen, der durch das große Grundstück fließt. Auch kulinarisch hat das Bachmair Weissach einiges zu bieten. Beispielsweise das elegante japanische Restaurant MIZU und den Gasthof zur Weissach, mit feiner bayerischer Küche, oder auch die Kreuther Stuben, das wohl einzige Fondue-Restaurant in Bayern. Das Bachmair Weissach verbindet einige Ansprüche auf höchstem Niveau: Es ist ein Familienhotel, ein Geniesserhotel, ein Wellnesshotel und auch ein Businesshotel. Ja, Firmen und Familien kommen sich hier nicht in die Quere.

Insgesamt besteht das Hotel aus vier Komplexen und einer riesigen Eventarena. Das Hauptgebäude und drei Gästehäuser bieten wunderschöne Hotelzimmer. Die Gästehäuser sind alle miteinander verbunden (Glück gehabt bei Kälte und Regen). Die Komplexe sind alle nach den Söhnen des Hoteleigentümers benannt und umgeben von einer grünen Hotelanlage mit einem kleinen Bach und sogar einer eigenen Kapelle.

Mit diesem Video erhaltet ihr einen kleinen Einblick:

Bachmair Weissach: Die Zimmer

Die Zimmer im Bachmair Weissach sind wirklich außerordentlich schön und einfallsreich. Eine moderne bayerische Interpretation:

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Mein Zimmer – oder besser: meine Suite besteht aus drei Räumen: dem Schlafzimmer, dem Wohnbereich sowie dem Bad und Anziehzimmer, die so gross geschnitten sind wie bei anderen Leuten ein normales Zimmer. Allein das ist schon Luxus und trägt zur Entspannung bei.

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Alle Räume sind aus einer Synapse von Moderne und urig bayrischem Stil. Sprich der Inhaber Korbinian Kohler hat viele Holzelemente und traditionelle Möbelstücke aber auch moderne Farben und Möbel in seinen Hotelzimmern integriert. Natürlich darf man die eingerahmten Lederhosenbilder nicht vergessen, diese findet man in jedem Zimmer im Bachmair-Weissach. Hintergrund: Korbinian Kohler sammelt Lederhosen.

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Besonders sticht die Minibar in einem urigen mit Blumen verzierten Schrank ins Auge (übrigens: die Minibar ist inklusive).

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Hinter den Türen dieses modernen Bauernschrankes verstecken sich der Flachbildschirmfernseher, der Tresor, die Minibar sowie der Wasserkocher, Tassen und Gläser.

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Diese elegante Art, nützliche, aber nicht immer schöne Hotelzimmermöbel verschwinden zu lassen, finde ich einfallsreich und praktisch.

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Und noch ein weiteres praktisches Detail finden wir im Zimmer: Unter dem grossen Schreibtisch ist eine extra Streckdose mit USB-Anschluss angebracht.

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Das sieht zwar irgendwie aus, als ob es den Technikern in Verbindung mit dem Schreibtisch nachträglich eingefallen wäre. Doch diese Lösung ist unauffällig, elegant und praktisch zugleich. Man sieht die Steckdose nicht, sie ist aber in Griffweite da, wo man sie braucht: unter dem Schreibtisch. Nur möchte man nicht allzu lange an diesem Schreibtisch sitzen und arbeiten. Denn dafür ist die Holzbank ohne Lehne doch etwas zu unbequem.

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Umso bequemer sind die Couch und die Sessel. Ja, hier mag man sehr gern länger drin verweilen, lesen, TV schauen oder einfach nur entspannen.

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Auf einem kleineren Beistelltisch neben der Tür zum Schlafzimmer steht das Telefon sowie ein Hotel-Tablett. Hier kann der Gast die wichtigsten Informationen über das Hotel lesen. Gästemappe adé, so sollte es mittlerweile in jedem Hotel aussehen.

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Im Schlafzimmer steht ein extrem gemütliches Bett, aus dem man überhaupt nicht mehr aufstehen möchte. Wer kurz vor dem Einschlafen noch in die Glotze schauen möchte, der muss nicht im Wohnzimmer auf der Couch einschlafen. Gleich an der Wand gegenüber des Bettes hängt ein Flatscreen an der Wand. Die Betten sind allerdings so bequem, dass man am nächsten Morgen eigentlich nicht wirklich aufstehen möchte. Doch dann würde man einiges im Hotel verpassen.

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Allerdings wacht man in diesem schönen Bad sehr schnell auf.

Bachmair Weissach: Das Frühstücksrestaurant

Beim Frühstücksbuffet beeindruckt es mich, dass es eine Tafel im Frühstückspavillon gibt, auf der die Bauernhöfe, Bäckereien etc. draufstehen, die das Hotel beliefern. Dabei bemerkt man, dass man hier Qualität aus der Region rund um das Geniesserland Tegernsee erhält. Das schmeckt man auch! Da macht doch das morgendliche Aufstehen gleich viel mehr Spaß.

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Zum Frühstück geht es in dieses Restaurant – in das wir am Abend zuvor einen Blick zum Fotografieren geworfen haben.

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Für Familien mit kleinen Kindern stehen wirklich genügend Kinderstühle zur Verfügung.

Bachmair Weissach: Die Bachmair Weissach Arena

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Wenn im Bachmair Weissach keine grossen Events geplant sind, dann steht die grosse Bachmair Weissach Arena auch den Kindern zur Verfügung. Die Bachmair Weissach Arena ist die größte Veranstaltungshalle im Voralpenland. Sie bietet für Events, Messen oder Produktpräsentationen eine Fläche von 2.700 Quadratmetern und Kapazitäten für bis zu 1.100 Personen. Die Arena ist dabei aufgeteilt in zwei Hallen mit 900 und 1.300 Quadratmetern.

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Bachmair Weissach: Die Kinderbetreuung

Doch wenn kein Event ansteht, dann ist die Bachmair Weissach Arena ein grossartiger, grosszügiger Kinderspielplatz.

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Für die Kinder ist eh grossartig und liebevoll gesorgt. Das Bachmair Weissach beschäftigt Kindergärtnerinnen, die professionell sich um die kleinen Racker kümmern.

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Auch für die größeren Kinder ist bestens gesorgt. Spielkonsolen, Billardtische und genügend Platz zum Abhängen ohne Eltern.

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Und zum Austoben steht eine Tischtennisplatte zur Verfügung.

Bachmair Weissach: Die Tages- & MIZU-Bar

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Für große Kinder gibt es andere Spielplätze: Die Tages- & Mizu-Bar beispielsweise, in der die Hotelgäste einen Aperitif vor oder Digestif nach dem Essen geniessen können.

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Die Bar ist rund um die Uhr von 9 Uhr früh bis 1 Uhr früh geöffnet und daher auch ein Platz für den Kuchen am Nachmittag oder ein Tässchen Tee oder Kaffee zwischendurch. Freitags und Samstags legt der DJ ab 21.00 Uhr auf.

Kulinarisch kann das Bachmair Weissach unheimlich reizvoll und abwechslungsreich aufspielen:

Bachmair Weissach: Die Kreuther Fondue-Stuben

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Die Kreuther Fondue-Stuben sind im Winter unschlagbar. Wenn die Temperaturen sinken und eine weiße Schneedecke über dem Land liegt, gibt es nichts Besseres, als einen Abend im Fondue-Restaurant in Rottach-Egern zu verbringen. Die Gäste nehmen von Ende November bis Ende Februar Platz am offenen Kamin der Kreuther Fondue Stube, die mit tiefen Decken und hellen Holz-Vertäfelungen eine heimelige alpenländische Gemütlichkeit versprüht. Das Angebot reicht dabei von Fisch- über Fleisch- bis hin zu klassischem Käse-Fondue – in jedem Fall eine Winterverführung vom Feinsten!

Bachmair Weissach: MIZU – Sternewürdige japanische Küche

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Bei unserem Besuch gab es zwar kein Fondue – dafür aber genossen wir einen perfekten Abend im MIZU – ein unvergesslicher, grossartiger Genuss!

Bachmair Weissach: Der Gasthof zur Weissach

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Der Gasthof zur Weissach ist sozusagen der historische Nukleus dieses Hotels. Er ist das traditionsreiche Restaurant in Rottach-Egern am Tegernsee. Hier serviert das Hotel eine gehobene bayerische Küche, insbesondere für die Hausgäste mit Halbpension, aber auch für die Feinschmecker aus der Umgebung.

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Am zweiten Abend suchen wir uns einen ruhigen Platz in einer Ecke neben dem Serviceschrank, der für jedes Restaurant ein Schmuckstück wäre. Hier findet wohl jedes Mise-en-place seinen Platz. Wir geniessen hier ein köstliches bayerisches Menü.

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Roastbeef | Kapernäpfel | Remouladensauce

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Kartoffelcremesuppe | Thymiancroûtons

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Lackierte Entenbrust | Blaukraut | kleine Kartoffelknödel

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Apfelstrudel | Kirschkompott

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Bachmair Weissach: Das MIZU Onsen Spa

Das MIZU Onsen Spa setzt neue Maßstäbe in Sachen Wellness im Geniesserland Tegernsee. Ein Olsen Becken mit 42 Grad, heiße Quellen, Kaltwasserbecken, Ruheräume, Körperpeelings mit Salz, ein Dampfraum… hier wird japanisches Entspannen zelebriert.

Zeitgleich mit mir waren einige Beauty-Influenza-Girlies im Bachmair Weissach. Nur wenige Minuten vor mir hat das Ex-GNTM-Model Darya Strelnikova am Pool posiert und innerhalb kürzester Zeit hunderte von Likes generiert. Ich habe mal ausprobiert, ob ich das auch schaffe: in dämlichen Posen halb bekleidet irgendwo zu sitzen und in die Gegend zu schauen… ok, ich gebe zu, mein Ergebnis auf Instagram war nicht ganz so erfolgreich wie das der Schickse. Aber hey, ich hab’s versucht.

Service:

Das schreiben die Anderen:


Disclosure: Herzlichen Dank an das Bachmair Weissach und an Herrn Korbinian Kohler für die Einladung in dieses außergewöhnlich schöne Hotel im Geniesserland Tegernsee. Meine persönliche Meinung bleibt davon unabhängig.


Meininger Hotel Frankfurt/Main Flughafen: Die Lay-over-Nacht vor dem Abflug

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Top-Lage, Top-Ausblick, Top-Schallschutz: So kann man die wichtigsten Vorteile des neu eröffneten Meininger Hotel Frankfurt Airport zusammenfassen. Hinzu kommen noch: günstige Preislage, gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel und Zimmer, die zwar spartanisch sind, aber keinen Wunsch offen lassen.

Das Meininger Hotel Frankfurt/Main Flughafen ist das perfekte Hotel für das Lay-over, die Nacht vor dem Abflug, die Nacht nach der Ankunft oder auch als verkehrsgünstige Location für einen Stadtbesuch in der Bankenstadt am Main. Wir waren zur Eröffnung des Hotels zu Gast- als das Viertel rund um das Hotel noch aus lauter Baulücken bestand. Das hat sich mittlerweile stark verändert: Im Neubaugebiet zwischen dem Airport Frankfurt und dem Steigenberger Airport Hotel Frankfurt im Ortsteil Unterschweinstiege sind einige Airport-Hotels hinzugekommen, die dem langjährigen Platzhirsch Sheraton Frankfurt Airport Paroli bieten. Dieses Haus war angeblich lange Zeit das wohl einzige Hotel, das an manchen Tagen eine Belegungsrate von 120% geschafft hat – Lay-over und Day-use sei Dank.

Von allen diesen Häusern dürfte das Meininger Hotel Frankfurt/Main Flughafen wohl das preislich attraktivste Haus sein. Hier unser Einblick in unser Hotelzimmer:

Meininger Hotel Frankfurt/Main Flughafen: Die Roomtour

Das Hotel bietet noch einige andere Annehmlichkeiten, die einen Aufenthalt hier sehr attraktiv machen.

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Das Bett garantiert einen wunderbaren Schlaf, zumal die Zimmer so exzellent schallisoliert sind, dass keinerlei Lärm von Autobahn oder Flughafen in das Zimmer dringt.

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Auf einem Tischchen hatte Meininger Hotels mir einiges bereit gestellt, das den Aufenthalt perfekt machte. Für den Abend hatten wir ein Rezept aus dem Kochhaus mitsamt den Zutaten zur Verfügung. Ausserdem die Frankfurt Card sowie Tickets für den Ebbelwoi Express. Ganz herzlichen Dank dafür!

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Die Badezimmer sind groß genug und bieten alles, was man für ein oder zwei Nächte braucht.

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Nicht die Hotelzimmer laden dazu ein, dort länger zu verweilen. Wohl aber der Lobbybereich. Hier steht unter anderem ein Billardtisch bereit, um zusammen mit anderen Gästen ein paar schöne Runden zu spielen.

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In der Küche können sich die Hotelgäste ihr Essen zubereiten. Allein oder gemeinsam. Wir haben hier unser Abendessen aus den Kochhaus-Zutaten wunderbar zubereiten können und haben dabei nichts vermisst. Wir waren allerdings die einzigen Gäste. Mit Sicherheit können hier einige nette, wenn auch kurzzeitige, Gemeinschaften entstehen, die zusammen kochen und essen.

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Wer seine Wäsche waschen will oder muss, der kann das in der bereit stehenden Waschmaschine und im Trockner auch jederzeit tun.

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Eine Fernseh-Ecke steht ebenfalls bereit für gemeinsame Fernsehabende.

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Ein kleiner Konferenzraum steht für Meetings oder auch gemeinsame Essen zur Verfügung.

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Und das Buffet ist perfekt hergerichtet für ein gemeinsames Frühstück mit Freunden oder Reisebekanntschaften.

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Im Frühstücksrestaurant finden alle Gäste genügend Platz.

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Automaten bieten 24/7 genügend Essen und Getränke an.

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Das Meininger Hotel Frankfurt/Main Flughafen ist nicht ein komplettes 3-Sterne-Hotel, es bietet auch einige Hostel-Zimmer mit mehreren Doppelstockbetten an.

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Auch spät abends können die Gäste noch an der Bar Platz finden und über die Reisen reden, über Geheimtipps in Frankfurt oder die nächsten Flugzeiten diskutieren.

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Noch ein Drink?

Meininger Hotel Frankfurt/Main Flughafen: Bankfurt Mainhattan – oder ein Ausblick auf die Skyline

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Wer die Möglichkeit hat, ein paar Stunden in Frankfurt zu sein, sollte auch unbedingt in die Innenstadt fahren. Ein Blick auf diese gigantische und beeindruckende Skyline ist immer wieder großartig.

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Auch der Blick auf die St. Katharinenkirche an der Frankfurter Hauptwache ist erhebend.

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Ein Besuch beim wohl berühmtesten Bildnis Goethes – das mit den zwei linken Füßen in der Campagna von Tischbein – sollte natürlich auch im Programm sein. Und natürlich sind im Städelmuseum noch einige andere großartige Bilder zu bestaunen.

Meininger Hotel Frankfurt/Main Flughafen: Frankfurter Spezialitäten

Viele deutsche Regionen sind deutlich bekannter für exzellente kulinarische Genüsse als gerade Hessen oder vor allem Frankfurt. Doch das ist ein Irrtum. Die Frankfurter können nicht nur gut wirtschaften und wissen in Banken zu arbeiten. Sie wissen auch, ihr hart erarbeitetes Geld gut auszugeben. Das beweisen die exzellenten Michelin-Stern gekrönten Restaurants ebenso wie die grossartigen Hotels und Winzer rund um Frankfurt und das Rheingau.

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Und da sind die rustikalen Frankfurter Spezialitäten. Dazu gehört vor allem der Apfelwein. Entschuldigung, natürlich der Ebbelwoi. Für Touristen und Einsteiger als süß gespritzter mit Limo. Für Einheimische und Eingeweihte als sauer gespritzter mit Mineralwasser.

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Typische Frankfurter Spezialitäten aus der Küche gibt es ebenfalls. Und diese sind absolut köstlich. Zuallererst denke ich da an das Frankfurter Schnitzel. Ok, Wiener Schnitzel kennen wir alle. Aber was bitte ist das Frankfurter Schnitzel? Ganz einfach: Ein Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln und der für diese Stadt so typischen und köstlichen Frankfurter Grünen Sauce.

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Außerdem ist das Kassler mit Sauerkraut ebenso herzhaft, rustikal und köstlich für die hessische Küche – und ist von hier in allen Regionen Deutschlands beliebt geworden.

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Und wer nur eine Kleinigkeit in Frankfurt essen mag, der gönnt sich eine Portion Frankfurter Grüne Sauce mit Ei und Brot. Noch kleiner geht nur noch der typische Handkäs mit Musik.

Fazit: Rund um den Frankfurter Flughafen stehen mittlerweile einige Hotels, die Fast-Monopolstellung von Sheraton Frankfurt und Steigenberger Frankfurt Airport ist lange schon aufgehoben. Wer eher etwas preissensibler ist oder einfach nur ein gutes und günstiges Bett braucht in der Nähe des Frankfurter Flughafens, der trifft mit dem Meininger Frankfurt/Main Flughafen sicherlich eine sehr gute Wahl.

Mehr Infos:


Disclosure: Herzlichen Dank an Meininger Hotels für die Einladung in das Meininger Hotel Frankfurt/Main Airport. Meine Meinung bleibt davon unabhängig.

Kinderhotel Harrys Home Hotel München: Erstes Kinderhotel in Innenstadtlage

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Das Hotel wird zum Lifestyle-Shoppingcenter: Am Knotenpunkt eines barrierefreien U-Bahn- und S-Bahnhofs, der Straßenbahn und dem Einkaufszentrum Meile Moosach liegt strategisch optimal das Harrys Home Hotel München. Die Lage ist genial: Nicht wirklich im Zentrum, aber gleichzeitig so gut angeschlossen, dass die Hotelgäste sehr zügig in der Stadtmitte sind. Diese Lage ist nicht nur für Businessgäste attraktiv. Sondern insbesondere auch für Familien, die einen Städtetrip nach München machen. Daher hat sich das Harrys Home Hotel München Moosach der Kooperation der Kinderhotels angeschlossen.

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Das Harrys Home Hotel München Moosach wurde vor fünf Jahren eröffnet und ist somit das erste Kinderhotel in der Innenstadt im deutschsprachigen Raum. Die Kooperation der Kinderhotels ist mit 42 Mitgliedern in Deutschland, Österreich, Italien, Portugal und Kroatien in Europa eine der stärksten Premiummarken im Familiensegment.

Harrys Home Hotel München: Studios, Spielzimmer und Kinderecken

Was ein Kinderhotel von einem normalen Hotel unterscheidet? Familienfreundliche Studios mit 25 bis 28 Quadratmeter stehen in dem Haus mit insgesamt 123 Zimmern ebenso zur Verfügung wie ein extra Spielzimmer, in dem die Kleinen malen, bauen, basteln und kochen können und ein Spielhaus sowie Büchern, die für alle Gäste zur Verfügung stehen. Für Familien mit älteren oder mehreren Kindern empfiehlt sich die Buchung von einem der fünf Superior Studios mit 45 Quadratmetern oder einem der 16 Apartments mit bis zu 75 Quadratmetern inklusive einem Wohn- und bis zu zwei Schlafräumen. Im 45 Quadratmeter großen Spielzimmer kann der Nachwuchs ab drei Jahren Malen, Basteln, Kochen und im eigenen Spielhaus die Zeit verbringen.

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Darüber hinaus gibt es beim Frühstück eine extra Kinderecke mit frischem Obst, großer Müsli-Auswahl, Saftbar zum Selbstzapfen, kindgerechtem Besteck und Geschirr. Und es können Buggys, Hochstühle und Babybetten ausgeliehen werden.

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Wer mal ohne Kinder kommt, sollte ein Apartment mit integrierter Fitness-Möglichkeit buchen.

Und wenn Mama und Papa mal einen Abend alleine verbringen möchten, organisiert das Hotel auf Anfrage eine zuverlässige Kinderbetreuung.

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Dass sich Städtetrip und Familienurlaub nicht ausschließen, beweisen seit kurzem die “Kinderhotels City”, die als “ideale Basis für Ausflüge in und um Metropolen” fungieren sollen. So lautet das Konzept der österreichischen Kooperation. Ihr Debüt feierte die Idee im Martinhal Cascais Family Hotel in Lissabon; Harry’s Home München Moosach ist das zweite Hotel, das sich jetzt entsprechend positioniert hat.

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Harrys Home Hotel München: Das Unternehmen

Das Harrys Home Hotel München gehört zu einem familiengeführten Hotelunternehmen mit Sitz in Innsbruck. Gründer und Inhaber ist Harald Ultsch. Derzeit gehören sechs Hotels in München, Wien, Graz, Linz, Dornbirn und Zürich dazu, doch die Gruppe beabsichtigt in naher Zukunft auf vierzehn Standorte in der DACH-Region zu wachsen. Die Zielgruppe sind preisbewusste Städtereisende, wie Geschäftsreisende und Familien. Die Hotels befinden sich in attraktiven City- oder Randlangen mit idealer Anbindung. Außerdem gehören der Familie Ultsch noch das Schwarzer Adler Boutique Hotel Innsbruck sowie das aDLERS Design Hotel Innsbruck.

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Service:


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Restaurants in München: Schwarzreiter im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München – Jung, Bayerisch, Stylish

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Münchens mondänste Meile Maximilianstraße hat wider Erwarten wenig Sterne zu bieten. Nur einer glänzt, und der strahlt über dem Restaurant Schwarzreiter im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München. Schon seit einem halben Jahr ist der luxuriöse Umbau des Gourmetrestaurants vollendet. Das Schwarzreiter wird mit Maike Menzel von einer Küchenchefin geführt. Leider in Deutschland immer noch etwas Besonderes. Es ist für uns an der Zeit, dort vorbeizuschauen.

Die Konkurrenz schläft nicht. Die Top-Hotels in München putzen sich mehr und mehr heraus. Während die Familie Geisel kurzerhand den Königshof abgerissen hat und komplett neu baut, entkernt die Familie Schörghuber nur einen Häuserblock vom Hotel Bayerischer Hof entfernt ein ehemaliges Bankgebäude und wird dort im Jahr 2023 ein 5-Sterne-Plus Hotel unter der Marke Rosewood eröffnen. Und wie Innegrit Volkhardt ihr Juwel am Promenadeplatz renoviert und modernisiert hat, so investierte die Kempinski Gruppe 20 Millionen Euro in das HVJK, das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München, für umfassende Renovierungsarbeiten für die Restaurants und die Bar. Die Gastronomieflächen wurden architektonisch umgestaltet und mit einem neuen, zeitgemäßen Einrichtungs- und Lichtkonzept ausgestattet. Schliesslich feierte diese „alte Dame“ unter den Grand Hotels in der bayerischen Landeshauptstadt erst kürzlich ihren 160. Geburtstag.

Der Anspruch war einen Ort des Erlebens zu schaffen, der Eleganz, Kreativität und Wohlbefinden vereint. Kempinski spricht von einem räumlichen Kaleidoskop für die Sinne. Jung, saisonal und frisch, weg vom klassisch bayerischen Image, aber trotzdem inspiriert von traditionellen Gerichten. Denn an gleicher Stelle, an der sich heute das Schwarzreiter befindet, logierte das legendäre Restaurant Walterspiel, das 1966 zu den 66 Restaurants zählte, die in der ersten deutschen Ausgabe des Guide Michelin vertreten waren.

So präsentiert sich die Young Bavarian Cuisine in der Schwarzreiter Tagesbar und dem Schwarzreiter Restaurant. Purer unverfälschter Geschmack, leicht, schmackhaft und überraschend – abseits dessen, was man kennt und erwartet – sollen hier im Mittelpunkt stehen.

Jung und Bayerisch ist nicht nur das Motto der Küche. Jung und bayerisch ist auch die Küchenchefin. Maike Menzel, Deutschlands jüngste Sterneköchin, ist ein durch und durch bayerisches, ja eigentlich Münchner Gewächs. Küche und Kochleben haben ihr schon ihr Großvater und ihr Vater vorgelebt. Sie genoss eine ganz offensichtlich herausragende Ausbildung bei einem der besten bayerischen Köche Münchens, Hans-Jörg Bachmeier. Weitere Sporen verdiente sie sich im Restaurant Emiko im Louis Hotel, im Hotel Bachmair Weissach am Tegernsee sowie bei Ali Güngörmüs im Pageou. Im November 2016 wechselte sie in das Schwarzreiter, übernahm dort 2017 bereits die Souschef-Positon und erkochte unter Küchenchef Anton Pozeg mit dem Team den ersten Stern im Januar 2018. Seit dem August 2018 ist sie Küchenchefin, bestätigte den Stern im Februar 2019 und hält 15 Punkte im Gault Millau. Doch nicht nur das: Maike Menzel wurde vom Guide Michelin als jüngste Sterneköchin Deutschlands ausgezeichnet.  Maike Menzel legt höchstes Augenmerk auf eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern und heimischen Herstellern, die die Frische und Saisonalität der Erzeugnisse garantiert. 

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Aber wer oder was ist eigentlich der Schwarzreiter? Der „Schwarzreiter“ (Salvelinus evasius), ein Tiefseesaibling, lebt in Wassertiefen von mehr als 40 Metern in Alpen- und Voralpenseen, z.B. dem Königsee. Er ist  sozusagen der  “Urfisch“ des Königsees und blieb Jahrhunderte von jeglichen Züchtungen unbeeinflusst. Der Schwarzreiter gehörte zu den Lieblingsfischen des Bayerischen Märchenkönigs Ludwig II., der als Feinschmecker bekannt war. 

Bei der Renovierung wurden nicht nur die publikumswirksamen Räume im Erdgeschoss renoviert, sondern auch gleich die Küche im Untergeschoß. So hat die Küchenchefin im Rahmen des Umbaus eine nigelnagelneue Küche bekommen, aus der nicht nur die Michelin-besternten Menüs kommen, sondern auch die Fleischpflanzerl für die Tagesbar.

Das Servicepersonal freut sich, dass sie für den Weg von der Küche zum Gast mit den schweren Tellern in den Händen eine Rolltreppe benutzen können. Auch hier wurde das 32 Jahre alte Vorgängermodell ausgetauscht. Die jetzige Rolltreppe ist so rasend schnell, dass dem Servicepersonal die Münchner Kaufhaus- und U-Bahn-Rolltreppen viel zu langsam vorkommen.

Verantwortlich für das edle Interieur, das einem Grandhotel durchaus gerecht wird, zeichnet Designer Colin Finnegan. Er ließ sich auch von der beeindruckenden Umgebung des Hotels, der bekannten Münchner Maximilianstraße mit ihren luxuriösen Einkaufsmöglichkeiten inspirieren. Er hat ein Faible für edle Oberflächen und helle Töne. Die Gäste sitzen zwischen verspiegelten und rautenförmigen Wandelementen sowie einem aufwändigen Fries an edlen runden Tischen, in welche extra angefertigte Bronze-Zweige mit filigranen und frühlingshaften Porzellan-Blüten eingelassen wurden. Die Reliefs aus den 1950er-Jahren, die aufpoliert wurden, sowie die neuen Deko-Elemente (käuflich zu erwerben pro Ast ab 1.500 Euro) hat die Nymphenburger Porzellan Manufaktur entworfen. 

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Ebenfalls von Nymphenburger stammen die kleinen Messerbänkchen in Form von Schwarzreiter-Fischchen aus mattweißem Biskuitporzellan (Kaufpreis: 150 Euro pro Stück) .

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Bei unserem Besuch im Schwarzreiter an einem Dienstag Mitte Januar 2020 ist das Restaurant eher schwach besetzt. Das liegt mit Sicherheit an dem Tag am Wochenanfang, mit größter Sicherheit auch an der Zeit kurz nach Jahresanfang, wenn viele potentielle Gäste noch von den festlichen Tagen zum Jahresende abnehmen wollen und das Geld sparen. Doch mit Sicherheit sollte im Restaurant Schwarzreiter immer gut im voraus reserviert werden.

Wir entschieden uns für das fischlastige Vier-Gänge-Menü, das sich nicht nur extrem köstlich liest, sondern auch für einen Tag unter der Woche leicht genug ist, so dass der Start am nächsten Morgen nicht zu schwer fällt. Wir starteten mit zwei kleinen Grüßen aus der Küche.

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Gebackener Kalbskopf mit Estragon Creme

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Schwarzreiter Fisch Macaron | Apfel Gelee | Saiblings Tatar |SaiblingskaviarRote Bete Macaron | Holunderbeer Gelee | Ziegenfrischkäse Creme | Leinsamen Chip

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Hausgebackenes Brot | Butter | Petersilienöl

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Geräucherter Aal | Weiße Bohnen Creme | glasierte breite Bohnen | Kräuter Beurre Blanc

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Forelle | Kaviar | Petersilienwurzel | Roggen | Quitte | Fenchel

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Zur Forelle mit Forellenkaviar, Forellenrogen, einem crunchy Fenchel und starker Säure durch die Quitte entspricht am besten ein 2016 Grüner Veltliner Federspiel „Im Weingebirge“ vom Nikolaihof in der Wachau. Der Nikolaihof rühmt sich das älteste Weingut Österreichs zu sein mit fast 2.000-jähirger Geschichte. Die Reben werden nach strengen biodynamischen Demeter-Richtlinien kultiviert. Ein starker GV: Seine Power verleiht ihm ein halbes Jahr im grossen Tonneau. Der dezente Holzton ist sofort zu erkennen – und damit hebt er sich angenehm ab von der Masse der Grünen Veltliner. Dieser Tropfen ist mehr als nur ein dezenter Begleiter, er kann auch aromatischere Speisen begleiten.

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Bayerische Garnele | Garnelen-Fumet | Hirse | Karotte | Kumquat – Die beliebten bayerischen Garnelen werden in Freising von Crusta Nova gezüchtet. Wir kennen sie seit einem Foodblogger-Event bei Käfer. Dadurch, dass sie hier in Bayern gezüchtet werden, können Garnelen in Deutschland endlich auch roh verzehrt werden. Das Tatar von der rohen Garnele entsprach geschmacklich genau dem, das ich selbst seinerzeit zubereiten durfte. Ein zartes, leicht süssliches Fleisch und ein sagenhaft feiner Schmelz auf der Zunge. Das Heu von der Karotte, die hauchdünnen Karottenscheiben und das Karottenmousse waren knackige sowie sanfte Partner, der Tapiokachip gab den crispy Partner. Die Krustentieressenz dazu war der Hammer, für diese habe ich mir gerne extra noch einen Gourmetlöffel reichen lassen.

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Der 2012 Silvaner Alte Reben trocken vom Weingut Max Müller I aus dem schönen Volkach in Franken wird gekeltert aus den besten Lagen der Mainschleife. Auch dieser ist kein typischer Silvaner. Starke mineralische Noten, die Kraft der Tiefe aus den Wurzeln der Alten Reben verleihen diesem Silvaner ein ganz besonders intensives Aroma, so dass er hervorragend mit der intensiven Krustentieressenz und auch der Garnele korrespondiert.

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Lugeder Ente | Blaukraut | schwarzer Knoblauch | Maronen – Die Ente vom Geflügelhof Lugeder in Pleiskirchen bei Neuerding hat uns begeistert. Sie war in Ceviche-Sud gebeizt, kurz angebraten und genau auf den Punkt im Ofen gegart. So präsentierte sich die Entenbrust wunderbar rosa. Das Blaukraut als Crème und Kraut bestach durch die unterschiedliche Textur und hervorragendes intensives Aroma. Ein schöner Kontrapunkt war der schwarze Knoblauch. Die Sauce war dicht und intensiv.

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Ein wunderbarer Wein: 2015 Blaufränkisch „Am Berg“ vom Weingut Heinrich aus dem Burgenland. Ein tiefes Violett verspricht eigentlich einen kräftigeren Wein, dieser aber hält sich zurück und harmonisiert perfekt zur Ente. Der Wein besticht durch andere Werte als ein kraftstrotzender Bursche. Er überzeugt uns mit Länge und Tiefe, mit anregender Säure und fruchtiger Eleganz.

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Münchner Kaffee | Piemonteser Haselnuss | Tonkabohne | Milchschokolade | Zwetschge – Eine grossartige Kombination, die nicht wirklich viel mit Kaffee zu tun hatte. Aber mit den Aromen aus Haselnuss, Schokolade, Zwetschge und Tonkabohne spielte. Am intensivsten war das Tonkamousse. Das Zusammenspiel war perfekt. Der 2007 Rivesaltes Ambré „Chez Jau“ vom Château de Jau aus dem Langedoc-Roussillon ist ein spannender Dessertwein dazu, der locker noch weitere 10 Jahre liegen kann. Die getrockneten Rosinen dieses Naturweins verleihen ihm ein sehr intensives Aroma. Robert Parker gibt ihm 92/100 Punkten.

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Die abschliessenden Pralinen zum Espresso waren nochmal ein sehr schöner Hochgenuss.

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Herzlichen Dank an das Team des Restaurant Schwarzreiter und das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München für das unfassbar grossartige Menü sowie die exzellente Gastfreundschaft!

Mehr Infos:

Das schreiben die Anderen:


Fotos: (c) Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München, Götz A. Primke

Hotel Victory Therme Erding: Ein Schiffshotel feiert 5. Geburtstag

Ein Hotelschiff oder ein Schiffshotel? Ein Hotelschiff ist ein Schiff und liegt auf dem Wasser. Doch das Hotel Victory ist ein Hotel und Bestandteil der Therme Erding. Der nächste Hafen ist weit entfernt. Und dennoch: Dieses Hotel ist so gebaut, dass es wie ein Schiffskörper aussieht. Unser Hotelzimmer ist einer Yacht-Kabine nachempfunden. Hier sieht alles aus wie auf einem Schiff. Genau genommen: Das alte Schlachtschiff von Kapitän Nelson, die HMS Victory stand Pate. Wir sind eingeladen zur Geburtstagsparty anlässlich des 5. Geburtstags des Hotel Victory Therme Erding.

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Die Therme Erding ist nicht weit von meinem Wohnung. In der weiteren Umgebung meiner zweite Heimat, München, gibt es kein schöneres Spaßbad oder keinen besseren Erlebnisbad als die Therme Erding. Und dennoch war ich schon seit mehreren Jahren nicht mehr hier. Genau genommen war ich das letzte Mal hier, als das Dach auf den Neubau von Hotel Victory und Wellenbad gesetzt wurde. Die Einladung war also nicht nur ein willkommener Anlass endlich meine schon lange gehegte Absicht, wieder mal in die Therme Erding zu gehen, umzusetzen.

Hotel Victory Therme Erding: Der Neubau

Der Dachhub über dem Wellenbad im Jahr 2014 war eine architektonische und bauingenieurmässige Meisterleistung. Zwei extra grosse Kräne von Liebherr wurden dafür organisiert. Schaut Euch diesen Event in meinem Video an:

Die Therme Erding ist im Jahr 2014, dem 15. Jubiläumsjahr, dem Ruf ihrer damals 1,65 Millionen Gäste pro Jahr gefolgt. Sie hat die Thermenwelt um ein außergewöhnliches Hotel-Ensemble erweitert. Schon bei der Anfahrt zum Urlaubsparadies wird klar, dass hier der vor wenigen Jahren verstorbene Eigentümer und Architekt Josef Wund eine großartige Vision hatte. Neben einem venezianischen Palazzo setzte er den Nachbau von Admiral Lord Nelsons legendärem Flaggschiff, der HMS Victory, an einen tropischen Palmenstrand.

Vor einem halben Jahrzehnt also, im Oktober 2014 legte die HMS Victory, das legendäre Schiff des britischen Admirals Lord Nelson, vor den venezianischen Palazzi einer palmungesäumten Lagune an. Das visionäre Hotel-Ensemble machte die Therme Erding endgültig zur erfolgreichsten Urlaubsdestination Bayerns.

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Hotel Victory Therme Erding: Der 5. Hotelgeburtstag

Das Jubiläum anlässlich der ersten „Jungfernfahrt“ feierten Geschäftsführer Jörg Wund und Kapitän und Hoteldirektor Jens Bernitzky ausgiebig mit über 200 Gästen aus Politik, Medien und Wirtschaft sowie zahlreichen Stammgästen und Partnern am 21. Oktober 2019 im Hafenrestaurant des Victory Hotels.

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In diesem festlichen Rahmen wurden auch 20 Mitarbeiter geehrt, die seit der Kiellegung der Victory mit an Bord sind. Denn auch das ist etwas besonderes: In der Hotellerie gilt so eine lange Betriebszugehörigkeit als extrem ungewöhnlich.

In den 128 thematisierten Zimmern des Hotelschiffes oder eher Schiffshotels und des eleganten venezianischen Palazzo logierten seit der Eröffnung bereits über 575.000 Gäste. Aus gepflegten Yacht-Kabinen, rustikalen Kajüten oder den Zimmern mit venezianischer Grandezza geht es zum Frühstück unter Palmen. Ziel der meisten Gäste ist dann der Wellenbad, die 35 Saunen und Dampfbäder.

Eine dieser hocheleganten und luxuriösen Yacht-Kabinen war mein Domizil für die Nacht nach der Party. Hier habt Ihr einen kleinen Einblick in dieses echt edle Zimmer:

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Hotel Victory Therme Erding: Die Hotelzimmer

Das Hotel Victory Therme Erding befindet sich unter dem auffahrbahren Cabrio-Glasdach des 2.300 qm großen Wellenbades. Die 102 komfortablen Kabinen auf dem Schiff bieten Platz für bis zu sechs Personen und sind, dank kreativer Raumkonzepte, äußerst wandelbar. So wird durch eine praktische Trennwand aus einem Familienzimmer mit liebevoll gezimmerten Boots-Jollen an der Wand im Handumdrehen ein Business-Zimmer mit Office-Ausstattung.

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Wie auf einer eigenen Luxus-Yacht fühlen sich die Gäste in den modernen Yacht-Kabinen mit Palisander, hochwertigen Textilien, extra hohen Traumbetten und Balkonen in Schiffbugsform.

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Der Palazzo beherbergt 26 venezianisch elegante Zimmer, 21 davon mit Balkon. Dank kostenlosem Highspeed WLAN und LAN sowie sechs Veranstaltungsräumen lässt es sich im Hotel Victory Therme Erding zudem effizient und unkompliziert arbeiten, tagen und rund um die Welle präsentieren. Über das Wellenbad erreichen die Gäste die Bereiche Rutschen, Therme, VitalOase und VitalTherme & Saunen. Die Therme Erding ist heute die größte Therme der Welt und der Ursprung einer großen Thermenfamilie mit fünf Thermen- und Badewelten in Deutschland.

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Die langen Hotelflure sind eine beliebte Rennstrecke für Kinder. Die Flure wechseln je nach Tageszeit das Licht und geben einem ein bisschen das Gefühl, im Bauch eines riesigen Kreuzfahrtschiffes herumzulaufen.

Das Victory Gästehaus – das kleine Beiboot der großen Victory – wurde im Sommer 2016 unmittelbar gegenüber der Thermenwelt eröffnet. Hier sind 88 Appartements und 6 Studios für bis zu 5 Personen buchbar. die modernen funktionalen Zimmer verfügen alle über Balkon und Kitchenette.

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Die Auslastung des Thermenhotels von 92% im Jahr 2019 macht deutlich, wie erfolgreich das Urlaubskonzept ist. Aus Sicht von Geschäftsführer Jörg Wund, dem Sohn und Nachfolger des Gründers, trifft das Angebot den Zeitgeist: „Ohne lange Flugreise und Jetlag einen Urlaub in anspruchsvollem Anbiete mit Schönwettergarantie unter Palmen zu verbringen ist eine ideale Kombination“, ist sich der Inhaber sicher. Dazu dürfte für viele der Nachhaltigkeits-Aspekt kommen, denn neben dem gesparten Kerosin ist die Thermenwelt auch die Keimzelle der Geothermie in Erding, bezieht ihre Wärme also aus der Energie des direkt vor Ort geförderten, über 60°C warmen Thermal-Heilwassers.

Hotel Victory Therme Erding: Das beste Luxus-Thermenhotel in Europa

Für die vielen gelungene Urlaubstage haben sich die Gäste des Hotel Victory Therme Erding kurz vor dem 5. Geburtstag ganz besonders bedankt: Sie kürten es zum besten Luxus-Thermenhotel in Europa! Die World Luxury Awards werden seit 2006 jedes Jahr vergeben und zeichnen die höchsten Qualitätsstandards und herausragende Leistungen der Hotelbranche aus. Über 300.000 internationale Gäste und Reisende bewerten Luxushotels in verschiedenen Kategorien. Das diese Auszeichnung rein auf der Stimmabgabe von Gästen basiert, freut Kapitän und Hoteldirektor Jens Bernitzky ganz besonders: „Die Auszeichnung bei den World Luxury Awards ist für meine Crew und mich das schönste Geschenk zum fünften Hotelgeburtstag. Ich sehe diesen Preis als großen Verdienst und Bestätigung für das richtige Hotelkonzept sowie für unsere täglichen Anstrengungen, dem Gast jeden Tag den besten Service- und einen rundum gelungene Aufenthalt zu bieten.“

Hotel Victory Therme Erding: Die Erfolgsgeschichte

Die Zahlen der Erfolgsgeschichte sind spannend: Lag die Investitionssumme zur Eröffnung bei 25 Millionen Euro wurden daraus bis 2019 schwindelerregende 225 Millionen. Dazu kommen 32 Millionen Euro Revisionskosten, mit denen die Urlaubsparadiese instandgehalten werden.

Gestartet mit gut 700.000 Gästen kommen heute mit über 1,8 Millionen Besuchern im Jahr deutlich mehr Gäste als die Landeshauptstadt München Einwohner hat. 25 Millionen Gäste waren es im September 2019 insgesamt seit der Eröffnung 1999 und die blieben auch gerne länger. Die Gäste im Victory Hotel Therme Erding fehlen den anderen Gastgebern der Umgebung nicht, im Gegenteil: die Übernachtungszahlen der Stadt Erding steigen seit 1998 um über 680% von 75.102 auf 515.135. Natürlich ist der Flughafen München dabei ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Der Gewinn für das Land und die Region ist enorm: In Bayerns Hauptattraktion sind 1.000 Arbeitsplätze entstanden. Diese Mitarbeiter sind mit ihrer Kaufkraft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die Geothermische Nutzung des 65°C warmen Heilwassers spart ebenso CO2, wie die zu öffnenden Glaskuppeln, die an sonnigen Tagen Heiz- und an warmen Sommertagen Lüftungsenergie sparen.

Therme Erding: Urlaubsresort mit Sommergarantie

Hier gebe ich Euch einen Überblick über alle Bereiche der Therme Erding:

Die Therme mit staatlich anerkanntem Heilwasser aus fluoridhaltiger Schwefelquelle bietet viel Abwechslung. Wer sich in den Wellen ordentlich ausgepowert und die Rutschen ausgiebig erobert hat, kann dort in verschiedenen großen Pools entspannen und an der Toolbar einen exotischen Cocktail genießen. Die Kraft der Natur ist in Gesundheitsbecken mit Rohwasser direkt aus der Quelle oder versetzt mit Himalaya-Salz zu spüren. Dampfbad und Warmluftraum gehören genauso dazu wie pflegende Gesichtsmasken, belebende Körperpeelings und Aqua-Kurse.

Wer das Abenteuer sucht, findet es auf den 27 galaktischen Rutschen im Galaxy Erding. Hier gibt es das Rutschvergnügen für jede Alters- und Leistungsstufe. Der Fokus wurde bbei der Rutschenauswahl hier besonders auf spannende Hightech-Bahnen für Große und Kleine gelegt. Neun Rutschen – darunter die neue The Big Wave – locken bei warmen Temperaturen in den großen Thermengarten.

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Zu einem richtigen Urlaub gehören Wellen, Strand und Palmen? Mehr als 300 Großpalmen umrahmen im Wellenbad die türkisfarbene Wellenlagune mit seicht auslaufendem Ufer. Mit fünf verschiedene Stärken, von sanften Wogen für Kinder und Familien bis zu zwei Meter hohen Wellen für Actionsfans, setzt die Therme Erding neue Maßstäbe. Auch die Kulisse ist eindrucksvoll: Das Victory Hotel und der venezianische Palazzo grenzen das Urlaubsbadevergnügen ab. Ein Fluss führt zum riesigen Open-Air-Pool mit Poolbar und den beliebten Sprudelliegen.

TE_VitalOase_Vitalpool

Wohltuende Ruhe und textiles Saunieren erwartet die Gäste in der VitalOase. Zu entspanntem Baden lädt der Vitalpool mit Sprudelliegen und Toolbar ein. Besondere Gesundheitsbecken, die Vital-Quellen mit Calcium-Bad, Selen-Jod-Bad sowie dem Mineralien-Bad, werden ergänzt von der mit Rohwasser gespeisten Schwefelquelle im Außenbereich. Warmluftbäder sowie ein Dampfbad, täglich über 40 Gesundheitsangebote, die Bambusbar mit wohltuenden Gratis-Masken, Infrarot Wärmeliegen und der idyllische Bali-Garden machen jeden Besuch zur Erholung für Körper und Geist.

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Nur wenige Schritte weiter beginnt die textilfreie eigene Welt der VitalTherme & Saunen. Die weitläufige Anlage mit der weltweit größten Vielfalt ist ein Paradies für Individualisten. Die eindrucksvollen Orte lassen sich hier im wahrsten Sinne des Wortes erleben. Orientalisches Flair in der Alhambra, Saunieren im Originalnachbau von Stonehenge, Unterwassermusik min der Römischen Villa oder Ausflüge nach hVenedig, Finnland und Asien – lassen jeden Aufenthalt zum Erlebnis werden. Aus 28 Saunavarianten sowie ca. 100 kostenlosen Gesundheits- und Wellnessangeboten lassen sich ganz persönliche Wohlfühlangebote zusammenstellen.

Wer in diesem Paradies seine ganz private Komfortliege, ein Himmelbett oder eine exklusive Suite mit traumhafter Ruhe, wunderbaren Ausblicken und besonderem Service genießen möchte, findet im Royal Day Spa „Lounge & Dreams“ das passende Arrangement.

Übrigens: Mit der „Langen Themenwelt-Nacht“ begeistert das vielseitige Eventprogramm in VitalTherme & Saunen, VitalOase und Therme die Gäste jeden 1. Samstag im Monat bis 1 Uhr nachts (im Winter auch jeden 3. Samstag).

Wer für den Valentinstag noch etwas für seinen Lieblingsmenschen sucht, dem bietet die Therme Erding ein romantisches Wohlfühlprogramm. Liebevoll thematisierte Aufgüsse, traumhafte Wellness-Specials und kleine Überraschungen lassen die Herzen der verliebten Gäste noch höher schlagen. Zusätzlich sorgen herzige Geschichten und musikalische Untermalung für kuscheliges Wohlfühlambiente am Valentinstag.

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Disclosure: Ganz herzlichen Dank an das Hotel Victory Therme Erding und die Therme Erding für die Einladung zur Party und die kurze Auszeit vom Alltag.

Service:

Hotel Bayerischer Hof München: Dine Around für Münchner Blogger

Jochen Benz, Sommelier des Jahres 2018, reicht mir ein Glas Ruinart Champagner. Jan Hartwig, 3-Sterne-Koch sowie Koch des Jahres 2016, reicht mir das Amuse Gueule. Irgendetwas hab ich richtig gemacht. Das Hotel Bayerischer Hof München hat Münchner Journalisten und Blogger zum „Dine Around“ eingeladen. Wir begeben uns auf eine Kulinarische Rundreise in einem der allerbesten Hotels der bayerischen Landeshauptstadt.

Innegrit Volkhardt, Geschäftsführende Gesellschafterin des Hotels Bayerischer Hof München, empfängt uns an einer langen Tafel im Garden Restaurant. Dieses Restaurant, mit 15 Gault Millau Punkten ausgezeichnet, liegt direkt neben dem 3-Sterne-Restaurant Atelier von Küchenchef Jan Hartwig. So können Köche und Kellner je nach Bedarf flexibel eingesetzt werden. 

Der Familie Volkhardt gehört das Hotel seit vier Generationen. 1897 kaufte Hermann Volkhardt den Bayerischen Hof und machte es zu einem der führenden Häuser Europas.  Nachdem das Haus im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört war, wurde es vom Großvater und Vater von Innegrit Volkhardt wieder neu auf- und ausgebaut. In den letzten Jahren hat Innegrit Volkhardt wieder viel in Modernisierungen und Umbauten investiert. Die Kulinarische Rundreise führt uns durch die interessantesten Bereiche.

Amuse Bouche: „Perlmutt“ Austermousse, Champagner, Algen von Jan Hartwig

Als Amuse Gueule serviert uns 3-Sterne-Koch Jan Hartwig ein „Perlmutt“ Austernmousse mit Champagner und Algen. 

Diese Kreation ist schon sehr außergewöhnlich, schmeckt köstlich, hat eine interessante Textur, jedoch bevorzuge ich persönlich lieber Austern in ihrer natürlichen Art. Diese Austernperle schmeckt nicht so intensiv nach Austern, ist somit also durchaus ein Gang für diejenigen, die nicht so gern Austern essen. 

Entrée: Gefüllte Zucchiniblüte mit Burrata, Kichererbse, Mini Aubergine, Thymian Vinaigrette

Das Garden Restaurant ist als Wintergarten mit offenem Kamin und mit einer Innenhof-Terrasse gestaltet. Hier werden wir mit einer gefüllten Zucchiniblüte mit Burrata, Kichererbse, Mini-Aubergine und Thymian-Vinaigrette als Vorspeise begrüßt. 

Unsere Kulinarische Reise führt uns ins Trader Vic’s. Dieses polynesischen Restaurant gehört zur weltweiten Trader Vic’s-Gruppe, die derzeit 19 Restaurants auf der ganzen Welt führt. Das Outlet im Bayerischen Hof wurde bereits 1971 eröffnet und gehört zu den Klassikern der Stadt.  Bianca Murthy, Annette Sandner und Franz Kotteder warten schon gespannt auf den nächsten Gang. 

Main Course: Rosa gebratenes Rinderfilet mit Hawaiianischem Kartoffelgratin, Gemüse aus dem Wok

Unser Hauptgang ist ein rosa gebratenes Rinderfilet mit hawaiiarischem Kartoffelgratin und Gemüse aus dem Wok. Dazu gibt es den original Mai Tai, der Trader Vic kreiert wurde. 

Besonders beeindruckend sind hier die chinesischen Öfen, in denen das Rinderfilet vor dem Braten geräuchert wird. Das Trader Vic’s Restaurant ist mit 13 Gault Millau Punkten ausgezeichnet. 

Unsere Tour führt uns anschliessend in einen komplett neu gestalteten Veranstaltungsraum. Die Bibliothek heisst nicht nur so: die vielen Bücher laden zum Lesen und Verweilen ein. 

Andere Veranstaltungsräume sind derzeit noch im Umbau.

Wir bekommen bei unserem Rundgang auch den Blick hinter die Kulissen. 

Ein eleganter und historischer Saal, der im Krieg nicht zerstört wurde, wird gerade mit sehr viel Liebe hergerichtet. 

Besondere Wertschätzung erhält hier das Parkett. Es lädt zum Tanzen ein, so ein Bodenbelag ist für Tanzbegeisterte geradezu ideal.

Weiter geht es in den Palais Keller, der einstmals ein Salzlager war. Heute ist es das rustikale bayerische Restaurant des Hotels. Allerdings ist dieses Restaurant selbst Kollegen, die sich bestens in der Münchner Gastronomie auskennen, komplett unbekannt. Hier unten, in die Katakomben des Bayerischen Hofes, verirrt sich selten ein Gast. Dieses Restaurant ist stark renovierungsbedürftig. 

Dessertvariation: Tiramisu von der Brombeere, Bayrisch Crème mit Zwetschgen Kompott

Während wir uns an der Dessertvariation, bestehend aus Tiramisu von der Brombeere sowie Bayerisch Creme mit Zwetschgenkompott, laben, erfahren wir, dass der belgische Interieur Designer Axel Vervoordt diesem Restaurant im Jahr 2019 zu neuem Glanz verhelfen will. Der Designer hat bereits die Cinema Lounge und den neuen Eingangsbereich gestaltet und widmet sich derzeit den Konferenzräumen, die wir gesehen haben. So ein Hotel ist eben auch immer eine Baustelle. Und ein Grand Hotel wie der Bayerische Hof muss sich immer auch behutsam erneuern. 

Churchills Dry White Port, Rotes 10 Years Infanta Isabel, Courvoisier VSOP, Hennesy XO

Der Digestif wird in Falks Bar eingenommen. Zusammen mit feinsten Schokoladenkreationen geniessen wir verschiedene Portweine und Cognacs. 

Über den Dächern Münchens, in der Penthouse Garden Suite gönnen wir uns einen sommerlichen Sundowner, eine Sorbeitvariation mit Champagner. Der Ausblick von hier oben ist atemberaubend.

Diese Suite wurde ebenfalls von Axel Vervoordt gestaltet und bietet auf 350 Quadratmetern mehr als nur ein luxuriöses Zimmer.

Mit eigener Küche und Bar ist dem Designer eine spektakuläre Event-Location gelungen. 

Der Abschluss des Dine Around im Hotel Bayerischer Hof führt uns in den Jazzkeller des Hauses. Hier treten immer wieder weltberühmte Musiker auf. Wir lauschten den Klängen des Bluesmusikers Lucky Peterson & The Organization fest. Tamara Tramell.  Richtig schöne, coole Musik und ein perfekter Abschluss für einen abwechslungsreichen und interessanten Abend in einem der allerbesten Hotels der Stadt. So ein Kulinarischer Rundgang hat uns dieses Grandhotel in allen seinen Facetten deutlich näher gebracht. Herzlichen Dank an Innegrit Volkhardt und ihr Team vom Bayerischen Hof!

Service: 

NYX Hotel München: Zu Gast bei der Göttin der Nacht

Und wieder eine neue Hotelmarke in Deutschland: Mit dem NYX Hotel München hat kürzlich das erste Haus einer neuen Hotelmarke eröffnet. Die NYX Hotels sind die neue Lifestyle Marke der Leonardo Hotels. Die Hotelgruppe von David Fattal expandiert in neue Märkte.  Wir waren bei der Hoteleröffnung dabei.

Der Stadtteil Obersendling ist mit Sicherheit nicht Münchens erste Adresse. Doch sollte die Location des neuen NYX Hotel München nicht täuschen. Genau gegenüber steht das Schwesterhotel Leonardo Hotel Munich City South. Außerdem stehen allein an dieser Straßenecke Hofmannstr./Zielstattstr. noch ein paar andere Hotels. Die Zielgruppe ist hier nicht in erster Linie der Urlauber. Rund um die Hofmannstrasse war bis vor wenigen Jahren noch ein grosses Siemens-Betriebsgelände. Mittlerweile sind dort viele andere Unternehmen entstanden, außerdem wurden neue Wohnviertel hochgezogen. Und auch die Nähe zur Innenstadt täuscht. Die Verkehrsanbindung an Bus und U-Bahn ist sehr gut. Doch warum sollte ein Gast in das NYX und nicht etwa in das Leonardo Hotel gegenüber? Was macht das Haus so speziell?

Daniel Roger,  Managing Director Fattal Hotels Europe & UK, führte uns zur Begrüßung kurz in die Geschichte der israelischen Hotelgruppe ein. Das NYX Hotel Munich ist bereits das 50. Hotel der Gruppe in Deutschland. Erst 2003 hatte David Fattal 20 Häuser der Queens Gruppe übernommen und diese Gruppe nach einem einzelnen Hotel in Nürnberg benannt. Mittlerweile haben die Leonardo Hotels schon 32.000 Zimmer weltweit. Das Ziel der Gruppe ist es, bald 200 Häuser zu betreiben.

Die Lifestyle-Marke NYX entwickeln die Leonardo Hotels zusammen mit Künstlern und Designern. In Tel Aviv, Prag und Madrid stehen bereits die ersten NYX Hotels. 

Yoram Biton, Managing Director Central Europe, führt aus, dass die Leonardo Hotels in München langsam gewachsen seien. Das erste Hotel habe die Gruppe kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in der Nähe vom Hauptbahnhof eröffnet. Dabei habe das Management das Potential der Stadt München erkannt. Allerdings sei es derzeit schwer, in München fähige und gute Mitarbeiter zu finden. Auch weil in den letzten Jahren etwa 20 – 30 andere Hotels in der bayerischen Landeshauptstadt eröffnet hätten. 

Jan Heringa, Pre-Opening Manager und Brand Manager der NYX Hotels, spricht anschliessend für das Hotel selbst. Er hat 2016 bereits das Leonardo Hotel gegenüber eröffnet. Jetzt hat die Gruppe elf Häuser in der Stadt. Damit die Münchner nicht durcheinander kommen bei so vielen Leonardo Hotels, habe man sich entschieden jetzt die Marke NYX an dieser Stelle zu positionieren. 

NYX steht dabei für die Göttin der Nacht. Das Hans im Glück, das Restaurant der Münchner Burger-Kette, das sich ebenfalls im Haus befindet, dient zur Stärkung vor der Nacht. Das NYX Hotel Munich soll Leute mit Interesse an Nightlife und Lifestyle ansprechen. Die Marke soll für Wohlfühlen stehen, für ein angenehmes Erlebnis. Das nächste Projekt ist die Umwandlung des Wyndham Hotels Mannheim zum NYX Mannheim.

Das Hans im Glück Burger-Restaurant erklärt uns Johannes Bühler, Geschäftsführer Franchise. Das Restaurant ist jetzt das 15. Hans im Glück-Lokal in München und Umgebung. Hans im Glück ist ein Münchner Unternehmen, das mittlerweile auch schon in Singapur vertreten ist. Die zwei Marken NYX und Hans im Glück passen nach Ansicht der Unternehmen sehr gut zusammen. 

Der Innenarchitekt Andreas Neudahm verdeutlicht schliesslich sein Konzept. „Wir wollten eine Atmosphäre mit einem Open Lobby Erlebnis schaffen. Der Gast soll denken, dass alles eins ist. Die Lobby ist as Wohnzimmer des Hotels. Wir haben uns deshalb mit Design im Inneren des Hotels etwas zurückgehalten. Dafür haben wir eine starke Kunst an der Fassade.“ Andreas Neudahm hat dafür ein besonderes Ambiente entwickelt, das auf gemusterte Tapeten, Street Art Werke und zeitgenössische Kunst aus der Umgebung setzt. So haben die international bekannten Street-Art-Künstler SatOne (Rafael Gerlach) und Daniel Man die Fassade in ein 600 Quadratmeter großes, abstraktes Wandgemälde verwandelt. 

Die Marke NYX muss nach Unternehmensangaben nicht immer in der Innenstadt sein. Es sei erstaunlich, wieiviel Menschen durch die Zielstattstrasse und die Hofmannstrasse laufen würden. Allerdings sind die NYX Hotels in anderen Städten sehr zentral in den Innenstädten gelegen. 

Das Thema Lifestyle und Nightlife spielt das NYX Hotel Munich nicht nur im Design und dem Burger-Restaurant durch. Das Hotel verfügt über einen sehr schön gestalteten Kinoraum, in dem auch ein DJ auflegen wird. Außerdem sollen Bands live vor Ort auftreten. 

Die Leonardo Hotels wollen bis zum Jahr 2022 noch 20 NYX Hotels eröffnen. 

Das NYX Hotel Munich verfügt über 210 Zimmer, 15 Suiten und eine große Terrasse mit 120 Plätzen. 

Besonders die Suiten sind interessant für Longstay-Gäste: Die Zimmer sind sehr großzügig und freundlich gestaltet und verfügen über eine Kitchenette. Man muss also nicht täglich Burger essen, sondern kann auch selbst kochen… 

Service:

MIZU Sushi-Bar: Das edle japanische Restaurant am Tegernsee

MIZU Sushi-Bar Bachmair Weissach Geniesserland Tegernsee
Bemerkt Ihr den Trend zum Edeljapaner? Hinter dem Namen MIZU Sushi-Bar steckt nicht etwa ein asiatischer Schnellimbiss, wie er beispielsweise in der Umgebung des Münchner Hauptbahnhofes en masse vorkommt. Das Gourmet-Restaurant des Bachmair Weissach betreibt dezentes Understatement und fasziniert uns mit einer hochklassigen japanischen Küche, die keinen Wunsch übrig lässt. Und eines war längst überfällig: Es ist das erste japanische Restaurant im Geniesserland Tegernsee.

Restaurants kommen und gehen. Manche Konzepte verschwinden schneller als das Restaurant für den Umbau brauchte. Mancher Hotelier entscheidet sich bereits nach kurzer Zeit für ein neues Thema für sein Restaurant. Vom Gourmet-Tempel zum Restaurant für Jedermann. Vom Lokal mit regionalen Spezialitäten zum Michelin-Stern gekrönten Geheimtipp. Oder der Chefkoch wechselt und damit das ganze Thema des Restaurants. Bestimmt war es eine Mischung mehrerer Gründe, warum Hotelinhaber Korbinian Kohler seinem einstmals Michelin-gekrönten Gourmetrestaurant Laulenzi schon bald nach unserem Besuch den Stecker zog. Nach einem behutsamen Umbau erfolgte die Eröffnung der Mizu Sushi-Bar.

MIZU Sushi-Bar Bachmair Weissach Geniesserland Tegernsee

Das MIZU ist eine perfekte Verbindung von puristisch-japanisch und bodenständig-bayerisch, zudem bringt es internationales Flair an den Tegernsee. Handschmeichelnde Tische aus Pflaumenholz bilden im Restaurant eine einladende Bühne für die raffinierten Speisen, edle sand- bzw. ochsenblutfarbene Stoffe aus Schilfleinen und die handgefertigten Lampenschirme aus Wiener Geflecht, die teils in sanftem Orange schimmern, schaffen eine Atmosphäre zum Wohlfühlen und Genießen.

Als Chefkoch Mizu Sushi-Bar gewann Hotelinhaber Korbinian Kohler den renommierten japanischen Koch Mitsutoshi Sugiyama, der im ersten japanischen Restaurant der Geniesserlandregion Tegernsee seit 2015 die Vielfalt moderner japanischer Küche live im neuen Show-Cooking Bereich präsentiert.

Zum gastronomischen und gestalterischen Gesamtkonzept gehört die Verbindung fernöstlichen Einflüsse mit traditionellen Materialien und kosmopolitischem ‚Lifestyle‘ des Tegernsees: leichte, gesunde Küche mit heimischem Fisch, Schilfleinen und edlen Hölzer sowie Asian-Infused Signature Drinks von Bachmair Weissach Ambassador David Barth an der restauranteigenen MIZU-Bar. (mehr …)

Vila Vita Marburg: Kulinarische Landpartie mit Spitzenköchen

Vila Vita Marburg Hofgut Dagobertshausen Kulinarische Landpartie Jörg Bornmann Gabi Voegele

Bereits zum fünften Mal fand in diesem Sommer auf dem Hofgut Dagobertshausen in der Nähe von Marburg an der Lahn die Landpartie statt. Dem Vila Vita Marburg, Veranstalter dieses kulinarischen Stelldichein, ist es wieder einmal gelungen das Who-is-Who der bundesweiten Kulinarik für den Event zu gewinnen. Bereits seit 2013 schwingen zahlreiche berühmte Köche und Pâtissiers wie Steffen Henssler, Stefan Marquard, Frank Rosin, Tim Raue, Christian Hümbs oder Juan Amador in Dagobertshausen die Koch- und Rührlöffel und verwandeln den kleinen Ort bei Marburg im oberhessischen Bergland in eine kulinarische Metropole, in eine lukullische Hochburg. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin fuhr unser Co-Autor Jörg Bornmann in seine Geburtsstadt – nicht nur zum Durstlöschen.

Vila Vita Marburg Hofgut Dagobertshausen Kulinarische Landpartie Jörg Bornmann Gabi Voegele
Auch in diesem Jahr war das Line-Up mit Roland Trettl, Nelson Müller, Horst Lichter, Alfons Schuhbeck, Kolja Kleeberg und Hans Neuner als Kochtopfzauberer, Volker Raumland mit seinem Spitzensekt, die italienische Weinmacher-Legende Carlo Ferrini, Elisabetta Geppetti vom Weingut Fattoria Le Pupille aus der Toskana,

Vila Vita Marburg Hofgut Dagobertshausen Kulinarische Landpartie Jörg Bornmann Gabi Voegele
Trüffelkönig Bos, Otto Gourmet, der Initiator des neuen, deutschen Fleischtrends, dem portugiesische Winzer und Visionär Dirk Niepoort und dem österreichische Meister und Vizeweltmeister im Grillen Tom Heinzle wieder top besetzt. (mehr …)

Restaurants in München: August und Maria im Brauereigasthof Hotel Aying

August und Maria
August und Maria
Gehoben – ja, überteuert – nein. So ziehen wir unser Fazit nach einem kleinen Abstecher nach Aying. Doch kündigt sich hier schon Grosses an. Die Familie Inselkammer investiert in die Zukunft, denkt dabei an neue Gäste mit einem deutlich größeren Budget – und verliert dabei die Nachbarn und Stammgäste keinesfalls aus den Augen. So findet hier jeder mit jedem Geldbeutel etwas. Der Brauereigasthof Aying mit der Kombination von beliebtem, rustikalem, klassisch-bayerischem Bräustüberl und das Hotel mit dem neuen Gourmet-Restaurant August und Maria sind die beiden starken gastronomischen Angebote der Brauerfamilie.

August und Maria
August und MariaKaum ein anderer Ort im Münchner Umland ist so stark geprägt vom Bier geprägt wie Aying. Seit fast 140 Jahren wird dort Bier gebraut und auch in München ist das Ayinger Bier in vielen Gaststätten vertreten. Das gesamte Anwesen mit Maibaum, Kirche, Brauerei, Bräustüberl, Brauereigasthof, Hotel und Biergarten kann ein Stück Bayern en miniature bieten, das Brauchtum und Tradition mit Komfort und höchsten Qualitätsansprüchen verbindet. Dazu gehören Heimatschätze wie eine historische Kegelbahn, ein denkmalgeschütztes Herrenhaus und ein alter Getreidespeicher. Doch noch Größeres kündigt sich an: Das alte und seit Ende der 1980er leerstehende Brauereigebäude soll künftig zu einem Resorthotel umgebaut werden. Das Potential wäre vorhanden, hier am Ostrand von München ein internationales Edelobjekt für eine gehobenere Klientel zu schaffen. Feine, bayerische Gastlichkeit lautet die Devise.

August und Maria
Geschäftsführerin Angela Inselkammer (58), die auch Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes ist, ist im Gespräch mit uns sehr zuversichtlich, dass das mittelfristig gelingen wird. Doch die derzeitigen Prioritäten sind klar: zuerst müssen die Nachbarn und Stammgäste glücklich sein, die die Basis des Erfolgs der Ayinger Brauerei sind. Mit dem neuen Gourmetrestaurant „August und Maria“, benannt nach den Großeltern des heutigen Senior-Bräu Franz Inselkammer, August und Maria Zehentmair, und den behutsam renovierten Zimmern im Hotel wird eine etwas betuchtere Kundschaft angesprochen, oder auch Stammgäste, die sich zur Hochzeit mal etwas ganz Besonderes gönnen wollen.

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Das Hotel liegt im Vier-Sterne-plus-Bereich, könnte aber mit einem etwas erweiterten Angebot durchaus auch fünf Sterne erhalten, doch fehlt dafür noch etwas Hardware, wie etwa ein Wellnessbereich. Allerdings ist beispielsweise für die Suiten ein Butlerservice eine Option, die vom Hotelmanagement bereits für die Zukunft angedacht ist. Think Big – aber behutsam Schritt für Schritt vorgehen, gibt hier offensichtlich der gesunde deutsche Mittelstand den Takt vor.

August und Maria

Im offiziellen Hotelvideo schaut es so aus:

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Das Kranzbach: Das wirklich wahre Wellness-Wohlfühl-Hotel – very british

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Als Mary Isabel Portman vor 140 Jahren geboren wurde, ahnte keiner, dass sie eines Tages ein bedeutendes Kulturdenkmal in den bayerischen Alpen hinterlassen würde, weit von ihrer Heimat in London entfernt. Doch Zufall und Weltgeschichte wollten es, dass sie ihr Traumschloss nie bewohnen konnte. Dafür können wir heutzutage in einem historischen Schloss und gleichzeitig hochmodernen Hotel großartig ausspannen und das britischen Flair geniessen. Wir gönnen uns ein paar Tage im alpinen Hideaway Das Kranzbach in den bayerischen Alpen, unweit von Garmisch-Partenkirchen entfernt.

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Das_Kranzbach_Hotel_Juli_2014_024Mary Portman wird als hübsche, feingliedrige junge Frau mit ernstem, beinahe ein wenig trotzigem Blick von Zeitzeugen und Bildern beschrieben. Doch muss die Dame auch ein wenig mehr als trotzig-störrisch gewesen sein. Die Nähe zu Persönlichkeiten wie Emmeline Pankhurst und Virginia Woolf legen nahe, dass sie frauenrechtlerische und eventuell sogar radikalfeministische Theorien vertrat. Ob sie gar lesbisch war…? Und das war damals im konservativen England ein Frevel. Also wurde sie von der Familie finanziell reichlich abgefunden, so dass sie wohl keinerlei Geldmangel litt, aber enterbt und rausgeworfen wurde. Selbst heute noch ist sie auf der Wikipedia-Seite ihres Vaters Henry Berkeley Portman, 2nd Viscount Portman, nicht namentlich erwähnt. Dort steht, er habe nur acht Kinder gehabt, sie war aber sein zehntes Kind. Eine eigene Wikipedia-Seite hat ihr noch keiner gegönnt. So zog Mary Portman über Berlin und Dresden bis sie nach Krün kam.

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In Garmisch erwarb sie 1913 die Kranzbachwiese im romantischen Bergtal 15 km von Garmisch-Partenkirchen entfernt. Sie war zu dem Zeitpunkt 36 Jahre jung und zweifellos mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet. Noch im gleichen Jahr lieferten ihr die englischen Architekten Detmar Blow und Fernand Billerey die Pläne für ihr „Wohnhaus in Krün“. Sie erbauten das „Englische Schloss“ mit seinen typischen Treppengiebeln ganz im Geiste der britischen „Arts and Crafts“-Bewegung, deren Mitglieder eine Renaissance der mittelalterlichen Handwerkskünste anstrebten. Kranzbachs märchenhaften Äußeres erinnert an schottische oder irische natursteingemauerte Country Houses.

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Vom Bahnhof Klais aus, Deutschlands höchstgelegenen Bahnhof auf 933m üNN, an dem sogar der ICE nach Innsbruck hält, führt eine Privatstrasse den Berg hinauf ins Elmauer Tal. Keine Nachbarn, keine Straßen – sondern rundum geschützte Buckelwiesen, Wälder der Bayerischen Staatsforste und die imposante Bergwelt mit Zugspitze, Wetterstein- und Karwendelgebirge. Die Lage kann kaum traumhafter sein.

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Im südlichen Nebengebäude ließ die künstlerisch begabte Schlossherrin eine hohe holzgetäfelte Konzerthalle einrichten, in der die besten Musiker Europas auftreten sollten. Mary Portman, Schülerin von August Wilhelm, dem Konzertmeister von Richard Wagner, war selbst eine hervorragende Geigerin, eine der besten im Europa ihrer Zeit.

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Ihre kostbare, 1735 vom Italiener Guiseppe Guarneri del Gesu erbaute Violine, befindet sich heute im Besitz der Stradivari-Gesellschaft und trägt den Namen „Mary Portman“. Gespielt wird das mittlerweile über 2 Millionen Dollar teure Instrument derzeit von der in Australien geborenen Violine-Solistin Adele Anthony.

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Das_Kranzbach_Hotel_Juli_2014_028Mary, die auch ein Haus in Berlin-Charlottenburg besaß, unterhielt enge Beziehungen zur deutschen und europäischen Musikszene und zu allerhand illustren Persönlichkeiten in Künstlerkreisen und der Frauenbewegung. Der Beginn des ersten Weltkrieges machte Mary Portmans Pläne zunichte. Ihr „Englisches Schloss“ wurde zwar im Großen und Ganzen fertig gestellt, aber wegen des Krieges konnte seine Erbauerin vermutlich nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Da Mary das Geld für den Bau aus England bekam, der Krieg die Auslandszahlungen stoppte und die Bauunternehmen ihr zustehendes Geld forderten, wanderte die junge Multimillionärin sogar für einige Tage ins Gefängnis. Für ihr Verhältnis des Kulturfans zum Land der Dichter und Denker war dies wenig förderlich. Nach dem Krieg kam sie nicht mehr zurück und starb 1931 im schweizerischen Montreux – ohne je ihr Traumhaus gesehen, geschweige denn ausgestattet zu haben. Dies Traumschloss wurde Filmkulisse für die Ganghofer-Verfilmung „Das Schweigen im Walde“, Bildungsstätte, Erholungsheim, Lazarett oder stand einfach leer. Nach seiner wechselvollen Geschichte kaufte 2003 der österreichische Hotelier Jakob Edinger das Hotel und liess umwandeln und eröffnete es wieder 2007 als Vier-Sterne-Superior Hotel & Wellness-Refugium Das Kranzbach nach umsichtiger Sanierung der Bestandsbauten sowie architektonischer Neukonzeption mit 131 Zimmern. Die 31 Zimmer im Haupthaus, dem steinernen Mary Portman Haus, erinnern aber von der Einrichtung her noch an ein englisches Landhaus aus dem vorigen Jahrhundert.

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In memoriam Mary Portman, die als ebenso kunstsinnig wie unkonventionell galt, wurde dabei im historischen Stammhaus ein englisch-exzentrischer Stil verfolgt, dem Stil der „Arts-and-Crafts Bewegung“ nachempfunden.

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Dafür wählte die Londoner Interieur Designerin Ilse Crawford Möbeldesign-Klassiker aus den letzten 100 Jahren, die sie mit kräftigen Farben und Mustern kombinierte.

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Das_Kranzbach_Hotel_Juli_2014_126Den Großteil der Einrichtungen (wie Tapeten, Teppiche, Lampen, Böden) ließ sie extra anfertigen und mixte sie dann mit Klassikern aus verschiedensten Epochen: Wie z.B. Egg Chairs von Arne Jacobsen, Chaiselongues aus den 30ern von Poltrona Frau, Thonet-Tischen und Stühlen aus den 60ern, die Midgard-Nachttischlampen aus den 80ern und Bad-Keramik von Aston Matthews von 1890. Der Rosen-Wandteppich ist ein ganz besonderes handgeknöpftes Einzelexemplar. Die Zimmer im »Mary Portman House« sind alle individuell eingerichtet – teilweise mit Hummel- oder Schmetterlingstapeten.

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Wer mag, kann im Games Room eine Runde Schach, Mühle oder Backgammon spielen.

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Die Zielgruppe dieses außergewöhnlich schönen und sehr besonderen Wellnesshotels: Mindestalter 16 Jahre, Kinder sind also unerwünscht. Was nicht gegen die Kinder geht, sondern für diese absolute Ruhe sorgt, die in dem Haus vorherrscht. Als wirklich wahres Wellnesshotel wird hier Wert gelegt auf Ruhe, Entspannung, Entschleunigung. Es gibt keinen Verkehrslärm, keine Straße führt in der Nähe vorbei, kein Flugzeug überfliegt das Tal. Das Kranzbach hat auch kein Problem, seine Gäste, die mit Kindern kommen möchten, an ein perfektes Familienhotel in der Nähe weiterzuleiten: Das Leading Family Hotel Alpenrose in Lermoos. Laut Hoteldirektor Klaus King sind Pärchen die Hauptkundschaft, dabei hat das Haus eine sehr hohe Stammkundschaft. Die Besonderheit: Das Hotel wird hauptsächlich von Frauen gebucht. Zuerst kommen die Frauen mit ihrer Mutter auf ein Mutter-Tochter-Wochenende, anschliessend kommen sie mit der besten Freundin zu einem Wellnesswochenende und erst beim dritten Mal nehmen sie den Partner mit. Von so einer aufschlussreichen Zielgruppe hatte ich bisher noch nicht gehört.

Einen kleinen Eindruck gibt Euch mein Zimmervideo:

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Soulmade Hotel Garching: Die neue Dimension des Wohnen auf Zeit

Soulmade Hotel Garching
Beats & Burger im Wohnzimmer, das ist der coole Einstieg in ein neues Hotelkonzept. Fette Bässe aus den Boxen, gut gemachte Hamburger mit frischen Zutaten, dazu eine ordentliche Portion Pommes sowie selbstgemachte Saucen, garniert mit interessanten und unterhaltsamen Hotelgästen in einer Lobby-Bar, die eher wie ein Wunsch-Wohnzimmer aussieht, so empfängt uns das Soulmade Hotel Garching. Wir sind zum Kennenlernen eingeladen in einem Hotel, das das erste einer künftigen kleinen Kette sein soll. Ein Home away from Home.

Soulmade Hotel Garching

Im Münchner Vorort Garching gelegen, könnte man denken, dass der Gast hier etwas ab vom Schuss sei. Doch weit gefehlt. Das Soulmade Hotel liegt keine zehn Fußminuten von der U-Bahnlinie 6, die Garching mit der Münchner Innenstadt verbindet, in einem ruhigen Wohnviertel. Der Garchinger Ortskern hat sich in den letzten Jahren deutlich gemausert. Die Gebäude des Standortes Garching der Technischen Universität München sind nicht weit entfernt, ebenso die Münchner Standorte von General Electric, Apple, Microsoft und vielen anderen weltweiten Konzernen. Und Garching ist vom Flughafen München nur einen Katzensprung entfernt. Ein Einkaufszentrum stand hier zuvor, das nicht mehr genutzt wurde, in einer Gegend, in der ein Hotelbedarf bestand. Ein idealer Platz also. In unseren Augen mit grossem Erfolg. Einer weiteren Expansion in einem stark wachsenden Segment steht nunmehr nichts im Wege, zumal Hotelkonzerne wie Accor, Citadines & Co. jetzt in den deutschen Markt drängen.

Zuerst könnt Ihr Euch gern mein Zimmer im Soulmade Hotel Garching anschauen:

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Crêpes Suzette flambieren: Kochen am Tisch des Gastes

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Eine Kunst verkommt: Das Kochen am Tisch des Gastes. Welcher Kellner kann heute noch eine Crêpes Suzette vor den Augen des Gastes richtig zubereiten und flambieren? Wer lernt heute noch einen Hummer-Cocktail im Restaurant anzurichten? Welcher Kellner kann heute noch ohne weiteres eine Seezunge filettieren? Oder ein Zürcher Geschnetzeltes oder Boeuf Stroganoff kochen oder gar einen Obstsalat vor dem Gast schneiden? In einer Zeit, in der immer mehr ungelernte Hilfskräfte zum Hungerlohn in Hotellerie und Gastronomie an den Herd und auf den Gast gehetzt werden, geraten klassische Zubereitungen und Künste in Vergessenheit. Dabei ist es ein Trugschluss zu denken, der Gast lege keinen Wert mehr darauf. Im Gegenteil, er ist bereit, mehr Geld dafür auszugeben, wenn er erstklassig beraten und bewirtet wird. Wir liessen uns im Alpenhof Murnau eine Crêpes Suzette am Tisch zubereiten. Sie war perfekt.

Und ja, das ist ein Plädoyer für meinen Berufsstand. Ich bin gelernter Restaurantfachmann und auch wenn ich schon seit einigen Jahren nicht mehr in diesem Beruf arbeite, so fühle ich doch nach wie vor so etwas wie eine Kellnerehre. Ich persönlich habe in meiner Ausbildungszeit an der Steigenberger Hotelberufsfachschule Bad Reichenhall und im Steigenberger Berlin gelernt, wie Tatar oder Hummercocktail anrichten, Seezunge filettieren, Zürcher Geschnetzeltes kochen, Crêpes Suzette flambieren oder auch einen Irish Coffee zubereiten geht. Und mit mir alle anderen Azubis in diesen Berufen. Jahr für Jahr mühen sich viele Auszubildende in den Ausbildungsberufen der Hotellerie und Gastronomie ab. Sie lernen viele Sachen, die sie dann später kaum oder gar nicht mehr brauchen. Akademikern kommt das bekannt vor, denn auch im Studium lernt man viele Dinge, die später überhaupt nicht mehr relevant sind. So könnte man achselzuckend darüber hinweg gehen und sagen: „Tja, das ist halt so.“ Doch in diesem Fall, in der Hotellerie und Gastronomie, im Service am Gast und in der Küche, führt es zu immer weniger Qualität, zu immer weniger Dienstleistungsbereitschaft, zu immer weniger Selbstbewusstsein des Kellners und des Wirtes. Die Servicekraft wird zur Tellerschleuder, zum Tellertaxi und braucht dementsprechend keine Ausbildung mehr. Also wird sie auch geringer entlohnt – und die innere Kündigung des Angestellten ist perfekt. Schleuderservice für den Gast, der eh nicht bereit ist, gutes Geld für gute, ehrliche und auch körperlich harte Arbeit zu entrichten.

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Doch ist es nach wie vor ein Trugschluss der zahlengeilen und auf „cost-cutting“ fixierten Geschäftsführer, die keine Wirtsehre im Herzen haben, wenn sie denken, dass das Kochen am Tisch des Gastes nichts bringen würde. Im Gegenteil: Der Gast ist bereit, für die Show, die er persönlich am Tisch bekommt, mehr Geld auszugeben. Ja natürlich, Crêpes Suzette am Tisch des Gastes zuzubereiten kostet Zeit. Der Kellner braucht die entsprechende Ausbildung und kostet entsprechend mehr Gehalt als ein Student, der nebenbei etwas jobbt. Der Kellner steht die ganze Zeit an dem einen Tisch und kann sich nicht um die anderen Gäste kümmern. Es müssen also weitere Kellner im Restaurant arbeiten. In einem kleinen Restaurant mit nur einer Servicekraft geht das nicht. Außerdem muss bei vielen Gerichten, die vor dem Gast zubereitet werden, ein Commis parat stehen, der zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Zutaten aus der Küche abruft und seinem Kollegen, der gerade das Essen zubereitet, bringt. Ja, das ist alles zeit- und kostenintensiv.

Doch auf der anderen Seite möchte jeder von uns ein wenig verwöhnt werden. Ein wenig Bauchmiezelei. Ein wenig Angeberei mag es auch sein. Es ist die kleine, private Show, die im Restaurant für genau nur den einen Gast oder den einen Tisch gemacht wird. Es ist das Gefühl des individuellen Gastes, den anderen zu zeigen: „Seht her, ich kann mir das leisten“ oder auch „Schaut, was ich für ein geiler Typ bin“ – und ja, von dieser Sorte gibt es viele Gäste. Und ein bisschen davon mag in jedem von uns stecken. Es ist durchaus ein interessantes Gefühl, wenn plötzlich alle Augen der anderen Restaurantgäste auf einen selbst gerichtet sind. Dabei sind sie es nicht, die anderen Gäste schauen den Gast, der das Gericht bestellt hat, nicht an, sie schauen auf den Kellner und seine Show vor dem Gast. Sie schauen auf das Essen. Und dann, und dieses ist empirisch bestätigt, bestellen fast automatisch weitere zwei oder drei Tische an dem Abend genau dieses Gericht oder ein anderes, das vor dem Gast zubereitet wird. Es ist ein kleines Gesetz der Serie: entweder an dem Abend bestellt kein einziger das Flambée-Gericht – oder es wird drei- oder viermal flambiert. Und mit Fug und Recht kostet jedes Gericht, das vor dem Gast flambiert, gekocht oder zubereitet wird, mehr Geld als das andere Essen. Die Gäste zahlen auch sehr gern etwas mehr für das bisschen Privatshow, das sie bekommen. Denn das köstliche Ergebnis ist genau nur für sie. Und jeder wird gern verwöhnt.

Da ich im Rahmen meiner Restaurantrezensionen auch hin und wieder gern die Qualität der Servicekräfte auf die Probe stelle, habe ich mir im Alpenhof Murnau sehr gerne eine Crêpes Suzette zum Dessert bestellt. Die Zubereitung, die Show war perfekt, der Teller erstklassig angerichtet, es war ein Gedicht! Herzlichen Dank daher nochmal an Küche und Service, es war alles absolut perfekt. Daher möchte ich es Euch nicht vorenthalten und bringe hiermit als Nachtrag für Euch das Video und das Rezept für die Crêpes Suzette am Tisch des Gastes flambiert.

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Alpenhof Murnau: Winterromantik am Staffelsee

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Wohlfühlzeit im Werdenfelser Land: Ein perfektes Refugium versteckt sich in Murnau am Staffelsee. Der Alpenhof Murnau ist ein Fünf-Sterne-Hotel, das mit seinem individuellen Charme uns zu verzaubern weiss. Das Hotel ist Mitglied der Vereinigung Small Luxury Hotels of the World und bestätigt diese Mitgliedschaft mit dezentem Luxus auch in den kleinsten Dingen.

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Wir hatten bereits zweimal das Vergnügen im Alpenhof Murnau logieren zu dürfen. Daher bekommt Ihr auch den Einblick in zwei unterschiedliche Zimmerarten: Eine Maisonette-Suite und ein Doppelzimmer. Das Hotel bietet einige wunderschöne und große Zimmern und Suiten. Zu den Zeitpunkten unserer Besuche allerdings waren insbesondere die öffentlichen Bereiche zumindest in unseren sehr kritischen Augen renovierungsbedürftig. Der Investitionsstau des Fünf-Sterne-Hotels lag, wie wir sehr offen vom Hotelmanagement erfuhren, an den Eigentümern. Der Alpenhof Murnau gehört der Familie Erivan Haub, seinem Sohn Karl-Erivan W. Haub und der Kaisers-Tengelmann-Gruppe. Die einstigen unterschiedlichen Auffassungen zwischen der Hotelführung und dem Konzernmanagement sind wohl mittlerweile beigelegt. Denn inzwischen wurden große Teile der öffentlichen Bereiche, wie etwa die Lobby und die Rezeption komplett renoviert. Daher bringen wir unseren Einblick in dieses schöne Luxushotel erst jetzt.

Alpenhof Murnau: Zimmer #418 – Maisonette-Suite

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Kochkurs I: 3-Gang-Menü mit Carpaccio, Skrei und Crème Brûlée

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Reisejournalisten kochen zusammen ein Neujahrsmenü: Dieser Kochkurs bringt uns auf ein paar neue, erfrischende Ideen, wie wir schnell, leicht und unkompliziert ein Drei-Gänge-Menü auch daheim für Freunde zaubern können. Wir trafen uns im Flemings Hotel München-Schwabing und kochten zusammen ein Diner aus: Rinder-Carpaccio, Gratiniertem Schrei und einer Creme Brûlée. Hier verrate ich Euch die Rezepte zu diesen drei edlen Gängen.

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Touristische_Runde_Neujahrsessen _Jan_2014_030Wie Ihr an den Bildern erkennt haben wir alle viel Spaß gemeinsam gehabt. Wir haben uns gleich am Anfang auf drei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe war für einen Gang zuständig. Innerhalb der Gruppen bekam jeder wiederum seine Teilaufgabe für den jeweiligen Gang. Ich war in der Gruppe für den Hauptgang. Es gab Fisch: Skrei. Wikipedia weiß zum Skrei: „Der (Atlantische) Kabeljau oder Dorsch (Gadus morhua) ist ein Meeresfisch, der in Teilen des Nordatlantiks und des Nordpolarmeers verbreitet ist. Als „Dorsch“ bezeichnet man junge Kabeljaue vor der Geschlechtsreife sowie die in der Ostsee lebenden, kleineren Kabeljaue.“ Für mich war der Skrei bislang eher unbekannt, daher hatte ich mich für diesen Gang gemeldet. Außerdem sind Carpaccio und Crème Brûlée eher gängige Gerichte. Eine Piccaata-Saltimbocca mit Fisch hingegen hatte ich bisher noch nicht gekocht.

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Hans-Werner Rodrian holt sich Tipps beim Küchenchef ab.

Unser Dreigang-Menü bestand aus:

  • Carpaccio vom Argentinischen Rinderfilet, Frühlingszwiebeln, Kichererbsen, Spinatsalat
  • Piccata-Saltimbocca vom Skrei mit Pistou-Risotto, glasierte Rote Beete
  • Vanille-Zitronen Crème Brûlée

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachkochen! (mehr …)

Restaurants in München: Délice – La Brasserie: Grossartige genussvolle Gourmandise

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Das besondere Essen für den ganz speziellen Tag: Manchmal möchte man seine traute Zweisamkeit in einem exzellenten Rahmen geniessen, bei grossartigen Speisen, erstklassigen Weinen und einer kleinen, eher privateren Atmosphäre. Wer in München das Gegenteil einer der klassischen Bierschwemmen sucht, dem empfehlen wir Délice – la Brasserie im Sofitel Munich Bayerpost. Hier passt einfach alles: Küche, Koch, Service und das Ambiente sind nahezu eine Garantie für ein grossartiges Erlebnis.

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Das liegt zu allererst an dem Koch: Anton Gschwendtner ist in unseren Augen schon seit einer kleinen Weile ein Kandidat auf einen Michelin-Stern. Seine Küche ist klassisch und kreativ, sie ist konstant auf einem Top-Niveau. Und er scheut es nicht, sich immer wieder mit absoluten Grossmeistern der Branche zu messen – und wohl auch von ihnen zu lernen. In der Reihe „The Link“, die in unregelmässigen Abständen im Sofitel Bayerpost München stattfindet, stehen immer wieder internationale renommierte Köche mit dem „resident chef“ zusammen am Herd. Ein paar Wochen zuvor jedoch „lernte“ Anton Gschwendtner schon deren Handschrift in den jeweiligen anderen Küchen.

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Doch mitnichten ist das „Délice – la Brasserie“ eine Brasserie im herkömmlichen Sinne. Denn ursprünglich bedeutet dieser Name nichts anderes als ein Bräustüberl einer Brauerei. Der Name steht im extrem designorientierten Luxushotel am Münchner Hauptbahnhof vielmehr für die Ungezwungenheit, die Leichtigkeit und die Jugend des Teams in Küche und Service. Sicher soll der Name auch jüngere Gäste anlocken, die sich vielleicht noch nicht in die anderen Gourmettempel der Stadt trauen. Nicht zuletzt sind in München in jüngster Zeit einige so genannten Brasserien entstanden, wie Jossi Loibl hier so schön konstatiert.

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Das Konzept der Délice – la Brasserie ist so simpel wie genial. Die Speisekarte teilt sich auf in „Délice individuelle“ und „Délice classique & rôtisserie“. Bei den individuellen Gerichten kostet jeder Gang 17 Euro. Egal, ob man diesen als Vorspeise oder Hauptgang nehmen möchte. Die Klassiker sind etwas teurer, insbesondere die hervorragenden Steaks. Die Speisekarte ist selbstredend immer frisch, so kann unser Besuch nur einen kleinen Einblick geben in das reichhaltige Repertoire und heute sieht das Menu schon wieder ganz anders aus als bei unserem Besuch. Doch das zeigt die Vielfalt und begründet, warum es sich immer wieder lohnt, zu Anton Gschwendtner zu gehen: Es wird nie langweilig, die Karte bietet immer etwas Neues. Doch die übersichtliche Preisgestaltung macht es eben sehr simpel, sich sein eigenes Menü zu kreieren. Nur ein schneller Business-Lunch? Oder ein aufwändiges Abendmenü mit 7 Gängen? Alles kein Problem, die Küchencrew geht auf alle Wünsche ein. Allergien, Unverträglichkeiten? Das Team versteht es, für die Gäste das Optimum zu zaubern. Sommelier Markus Hirschler tut zudem das seinige, um die besten korrespondierenden Weine aus seinem Weinkeller hervorzuzaubern. Und natürlich ist die Brasserie so flexibel aufgestellt, das viele Weine auch nur glasweise pro Gang erhältlich sind. So wird ein Dinner zum Genuss und nicht zum Zwang ganze Flaschen austrinken zu müssen. (mehr …)

Oktoberfest München: So zünftig feiern Münchens Top-Hotels

Münchens Top-Hotels mandarin oriental oktoberfest bei nacht foto tommy loesch

Viel Holz vor der Hütt’n: Das Mandarin Oriental Hotel München glänzte in den vergangenen Wintern mit einer zünftigen Almhütte oben auf dem Dach des Hotels, direkt neben dem Outdoor-Pool. Das würde auch zur Wiesn passen. So wie sich jeder für das Oktoberfest in Tracht und Schale wirft, putzen sich Münchens Top-Hotels extra fein für die letzten zwei Wochen im September eines jeden Jahres heraus. Münchens Top-Hotels, so denken wir, werden sich doch erst etwas luxuriöses einfallen lassen. Wir haben nachgefragt.

Wenn selbst die Lufthansa sich extra für das Oktoberfest im letzten Jahr herausputzte und das Bordpersonal in Angermaier-Dirndln fliegen liess, dann dürften sich Münchens Top-Hotels doch erst recht besonders fein machen. Unsere Auswahl beschränkten wir auf die folgenden Münchner Fünf-Sterne-Hotels: Bayerischer Hof, Kempinski Hotel Vier Jahreszeiten, Königshof, Le Méridien, Mandarin Oriental, Hotel Palace, Sofitel Bayerpost, The Charles, Westin.

Münchens Top-Hotels mandarin oriental lebkuchenherzenstand foto christian kasper

Die besten und wichtigsten Tipps für die Münchner Wiesn haben wir bereits in unserem Wiesn-Guide zusammengefasst. Dass im Jahr 2016 aus diversen leider notwendigen Sicherheitsaspekten einige Umstände den Besuch des Oktoberfestes nicht gerade erleichtern, können wir verstehen, finden es aber nicht schön. Auch Münchens Top-Hotels haben nicht mehr alle Veranstaltungen am Start, die in den letzten Jahren Tradition geworden sein mögen.

Mit dem Auto kommen Besucher des Oktoberfestes nicht mehr wirklich in die Nähe des Festgeländes auf der Theresienwiese. Die U- und S-Bahnen zu den Haltestellen Theresienwiese und Goetheplatz sind verstopft, genauso wie die Züge nach München. Wir können mittlerweile auch keinem mehr empfehlen, mit dem Fahrrad zur Wiesn zu fahren. Die Polizei führt Alkoholkontrollen durch und zieht zur Wiesn-Zeit konsequent Radler aus dem Verkehr. Mit ein paar Mass Wiesn-Bier liegt man schnell über den erlaubten 0,5 oder 1,6 Promille. Die Folge sind schlimmstenfalls Führerscheinentzug und MPU, landläufig auch als Idiotentest diffamiert. Von Münchens Top-Hotels aus ist mit Sicherheit eine Fahrrad-Rikscha die spektakulärste An- und Abreisemöglichkeit.

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Auch Rucksäcke sollen wir dies Jahr nicht auf die Wiesn mitbringen. Was ist aber, wenn ich mittags einen Termin dort habe und aus dem Büro mit dem Laptop in der Aktentasche bzw. im modernen Rucksack dahin will? Kein Eintritt ins Zelt? Was ist, wenn ich beispielsweise sonntags mittags mit der Familie auf das Oktoberfest möchte und Windeln, Fläschchen etc. für den Nachwuchs in einem bequemen Rucksack tragen möchte? Oder ist die Wickeltasche erlaubt? Kann man da keinen Sprengsatz einbauen? Sind bald auch Kinderwägen verboten? Der Herbst 1977 hat gezeigt, dass auch ein Kinderwagen zu einer tödlichen Falle werden kann…

Schlimmstenfalls gibt es bald für das gesamte Oktoberfestgelände Eintrittskarten, Eintrittsbändchen, wie sie im Hippodrom üblich waren, Sicherheitskontrollen mit Nacktscanner… Nein, das hoffen wir nicht. Das wollen wir nicht. Allerdings kooperieren die meisten von Münchens Top-Hotels mit den Zeltbetreibern, so dass in so manchem Arrangement schon die Bierzelt-Plätze reserviert sind.

Doch je umständlicher der Besuch der Wiesn wird, umso mehr wird in der ganzen Stadt an anderen Orten gefeiert. Warum also nicht mal in die Münchner Hotels reinschauen? Das Oktoberfest schlägt sich auch in diesen Wochen dort nieder. Alles wird bayerisch weiss-blau geschmückt. Der Schweinsbraten ist längst in den Gourmetküchen angekommen. Wie also machen sich Münchens Top-Hotels für das Grossereignis schön? Was ist an Events im Hause geplant?
Oder sucht Ihr lieber einen Ort der Stille in München für ein lauschigeres Tête-à-tête?
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Harrys Home Hotel München: Ein UFO in Moosach

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Münchens Meile Moosach mit Harrys Home Hotel: Manche Manager mögen Alliterationen. Wir auch. Harry heisst eigentlich Harald Ultsch und kommt aus Österreich. Der Unternehmer führt bereits vier Hotels in Österreich und expandiert mit seiner Hoteleröffnung im Herbst 2015 nach Deutschland. In Münchens Außenbezirk Moosach hat er ein futuristisches Design-Konzept verwirklicht. Wir waren zur Eröffnungsgala geladen.

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In München kann eine Randlage in einem Außenbezirk ein strategischer Vorteil sein. Vorgemacht hat dies bereits vor einigen Jahren das Dolce München Unterschleissheim: Draussen in Unterschleissheim, direkt an der Autobahn gelegen, ist man sehr schnell an der Allianz Arena (was auch die Spieler des FC Bayern vor Heimspielen zu schätzen wissen) sowie am Münchner Flughafen. Harrys Home Hotel macht es für Gäste, die München besuchen möchten, noch etwas komfortabler. Das neu eröffnete Einkaufszentrum „Meile Moosach“ mit einem Kaufland-Supermarkt ist direkt nebenan, der S-Bahnhof Moosach mit direkter Anbindung an den Flughafen liegt ebenfalls vor der Tür, die U-Bahn Richtung Innenstadt ebenso. Damit verfügt das futuristische Gebäude über eine optimale Verkehrsanbindung, zentral gelegen zwischen Airport und City.

Harrys_Home_Hotel_Opening_Ceremony_Munich_Sep_2015_050Liebe Kollegen, die man so trifft bei Hotel-Neueröffnungen: Sabine Emmerich, Markus Mensch, Harrys Home Hotel #Harrys #München #hotel #opening #HOFA
Die Innsbrucker Hoteliersfamilie Ultsch hatte geladen – und etwa 200 Gäste sind zur Eröffnungsparty ihres neuen Harry´s Home Hotel nach München gekommen. Ein spektakulärer Höhepunkt der „Harry’s Home“-Eröffnungsparty am 3. September 2015 in München war Österreichs erfolgreichste Travestie-Revue the „Manne“-quins sowie die Fassadenläufer, die das futuristisch anmutende Gebäude erkletterten. Der liebe Kollege und Blog-Nachbar Markus Mensch hat ein sehr schönes Video von der Eröffnungsveranstaltung erstellt. Im Interview steht Inhaber Harald Ultsch Rede und Antwort.

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Restaurants in München: Sofitel München Bayerpost: Dinner mit Anton

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Ein Bloggerevent als Einstand: Diese moderne Version, sich in einer Stadt bekannt zu machen, seine Qualität zu zeigen, seine Visitenkarte abzugeben ist kreativ, neu und sehr sympathisch. Anton Gschwendtner hat vor mittlerweile bald schon einem Jahr den Posten als Chef de Cuisine im Restaurant Délice La Brasserie im Sofitel München Bayerpost übernommen und gleich ein paar Blogger zum mitkochen eingeladen. Wir waren dabei und nehmen Euch gern auf diese Genussreise mit.

Warum erst jetzt so spät? Weil ich im letzten Jahr im April, Mai und Juni fast unentwegt auf Recherchereisen für Euch war. Und ich all‘ diese Themen, die ich da so angesammelt habe, Euch noch berichten möchte. Schliesslich war jede Reise, jedes Essen davon ein sehr spezielles Erlebnis. Und ist es wert, hier erzählt zu werden. Insbesondere dieses „Dinner mit Anton“ in der Délice La Brasserie im Sofitel München Bayerpost mit Anton Gschwendner. (mehr …)

Seehotel Überfahrt Rottach-Egern: Kochkurs mit Christian Jürgens im Geniesserland Tegernsee

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Kochen mit 3-Sterne-Koch Christian Jürgens. Kochen mit dem besten Koch Bayerns. Einem von lediglich elf Drei-Sterne-Köchen laut Guide Michelin 2015. In idyllischer Lage direkt am Tegernsee. Im Pavillon des Seehotel Überfahrt der Althoff Hotel Gruppe. Hier bekommt der Begriff Geniesserland Tegernsee Hand und Fuß. Oder vielmehr Fisch und Fleisch. Es ist heiß, hochsommerliche Temperaturen bringen uns zum Schwitzen. Gönnen wir uns also einen Kochkurs „Leichtes in der Hitze: Fisch, Fleisch, Dessert – alles, nur nicht schwer“.

So ein Kochkurs bei Christian Jürgens ist keine exklusive Veranstaltung. Jeder kann sie über die Webseite des Hotels direkt buchen. Einmalig sind nur die Themen. Denn hier denkt sich der kreative Küchenkünstler immer neue Schwerpunkte aus. Mal richtet er sich nach der Jahreszeit, mal geht er auf die Küche einer Region ein, ein anderes Mal vertieft er das Wissen seiner Gäste in puncto Federvieh oder Fisch. Eine muntere Runde von etwa 10 Teilnehmern ist an diesem Morgen zusammengekommen.

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Das Seehotel Überfahrt ist sehr idyllisch zu erreichen: Von Bahnhof Tegernsee ist es nicht weit bis zum Anleger der Tegernsee-Schifffahrt, die Fähre bringt den Gast sicher über den See direkt vor das Hotel. UntitledAlternativ hat das Hotel auch die richtigen Fahrzeuge zur Verfügung, um die Gäste vom Bahnhof Tegernsee, Hauptbahnhof München oder den Flughäfen München oder Salzburg abzuholen. Natürlich könnte man auch mit dem Auto zum Tegernsee fahren. Aber an manchen Tagen wollen das alle – und das verlängert die Anreise etwas. Da die Kochkurse bei Christian Jürgens um 10.30 Uhr beginnen, ist genügend Zeit, aus München umweltfreundlich anzureisen – oder gleich im Hotel zu übernachten.

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Der Pavillon ist eine schwebend-leichte Konstruktion aus Stahl und Glas und steht etwas abseits vom Hotel. Eine grosszügige Terrasse umgibt ihn. Kochkurse oder andere Veranstaltungen können hier ungestört stattfinden. Standesgemäß werden die Kochkurs-Teilnehmer von den dienstbaren Geistern des Seehotel Überfahrt mit einem Glas Champagner in der Genusswerkstatt, so der Name des Pavillons, begrüßt.

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Leeberghof: Auf der Jagd im Geniesserland Tegernsee

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Ein krachender Schuß zerreisst die Stille – und das Herz des jungen Rehbocks, der eben noch hundert Meter entfernt von uns äste. Vor Schreck verreisse ich meine Kamera und suche schnell wieder die zwei Rehe, die wir beobachten. Die junge Geiss steht starr vor Schreck, verwundert, warum sich ihr Freund hingelegt hat. Es dauert einige Sekunden, bis sie realisiert, dass er nicht wieder aufstehen wird, dass er kein guter Vater ihrer Kitze sein wird. Dann springt sie davon in den Wald. Helmuth Huber, Wirt vom Leeberghof im Geniesserland Tegernsee hat wieder für Nachschub für seine Speisekarte gesorgt. Er sitzt neben mir, schultert sein Gewehr und sagt: „Na, dann wollen wir uns den jungen Burschen mal ansehen.“

Ich bin das erste Mal in meinem Leben bei einer Jagd dabei. Jagen, um zu essen. Töten, um zu leben. Der archaische Ansatz hat mich schon immer fasziniert. Wem ist heute noch bewusst, wie viele Tiere täglich gezüchtet werden und sterben müssen, nur um unseren unstillbaren Hunger zu befriedigen? Massentierhaltung, Tierquälerei für billiges Supermarktfleisch stehen auf der einen Seite. Der ursprüngliche, archaische Ansatz des Menschen steht auf der anderen Seite: Töte nur so viel, wie Du selbst zum Leben brauchst. Der Wirt vom Leeberghof jagt heute genau einen Rehbock. Nach drei Tagen in der Reifekammer wird er diesen aus seiner Decke schlagen, also aus dem Fell befreien und dann schön filetiert in verschiedenen Gerichten auf seiner Speisekarte anbieten. Kein Teil des Tieres bleibt ungenutzt. Dieses Reh lebte und genoss bis eben seine Freiheit, sein gesundes Wildtierleben.

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Wir sind auf der persönlichen Jagd von Helmuth Huber. Der Wirt hat mehrere Hektar Wald bei Oberaudorf gepachtet. Der Ort liegt an der Grenze zu Österreich, nicht weit von Kufstein entfernt und ist in den letzten Jahren insbesondere durch seinen berühmten Sohn Bastian Schweinsteiger bekannt geworden. Von Oberaudorf aus geht ein kleiner Weg hoch zum Bichlsee. Dieser Bergsee ist bei Wanderern und Ausflüglern beliebt für sein warmes Wasser, ideal für eine Erfrischung vor oder auch nach einer Wanderung. In den Nadelwäldern und auf den Lichtungen in diesen Höhenlagen ist genug gesunder Lebensraum für viel Rotwild, Rehe und Hirsche. Doch auch Auerhähne, Marder, Füchse und viele andere Tiere leben hier mit- und nebeneinander. Wildschweine gibt es noch nicht – „zum Glück“, wie mir der Wirt sagt. „Kürzlich hatten wir hier zwar schon einen Schwarzkittel, doch denen ist das hier wohl zu hoch.“ Wildschweine schmecken zwar lecker, doch finden sie nicht allzuviele Freunde unter den Bauern, da eine Rotte Schwarzwild innerhalb einer Nacht ein ganzes Maisfeld vernichten kann.

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Michael Fell: Wenn das Hotel in der Geniesserregion Tegernsee zur Heimat wird

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Er ist kein Zugvogel. Er ist die Konstante. Michael Fell ist bereits seit über 20 Jahren der Küchenchef der Dichterstub’n im Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe in Rottach-Egern. Während andere Küchenstars von Hotel zu Hotel, von Land zu Land, von Kontinent zu Kontinent wandern, hat ihn das Leben aus Württemberg an den Tegernsee getragen. Und seitdem nicht mehr losgelassen. Im Mai 2015 erhielt seine Dichterstub’n ein komplett neues G’wand. Ein Portrait.

Park Hotel Egerner Hoefe Michael Fell 07Auch er ist einer von ihnen. Ein Eckart Witzigmann-Schüler. Doch genauso ein Otto Koch-Schüler. Bei beiden, so sagt Michael Fell, habe er viel gelernt. Alle beide seien Köche, die ihrer Zeit weit voraus waren und es immer noch sind, sowohl fachlich als auch menschlich. Nach seiner Ausbildung zum Koch im heimischen Fellbach war er für anderthalb Jahre bei Eckart Witzigmann, anschliesssend bei Otto Koch für knappe zwei Jahre, zwei weitere Jahre im Königshof München. Dann wurde er zur Bundeswehr eingezogen, jedoch nicht als Koch, noch nicht mal an der Gulaschkanone. Zur Feldartillerie wurde er gezogen, hat in der Zeit sehr viel Sport gemacht. Und nun ist er schon seit über 20 Jahren in Bayern. In der Geniesserlandregion Tegernsee. In Rottach-Egern. Im Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe. Im Restaurant Dichterstub’n. Ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern. Das ist Konstanz! Es wird Zeit, diesen genialen Kochkünstler näher kennenzulernen. Denn Michael Fell gehört nicht zu den Lautsprechern seines Berufsstandes. Er ist kein Fernsehkoch, er tritt nicht in irgendwelchen Shows auf. Irgendwie ist er ein „hidden champion“, den nur wenige wirkliche Geniesser kennen. (mehr …)

Restaurants in München: Sofitel München Bayerpost: 3-Sterne-Koch Christophe Muller eröffnet „The Link“

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Ein 3-Sterne-Menü: Für viele ein Traum. Denn allzu oft ist ein Menü in einem Restaurant, das vom Guide Michelin mit drei Sternen ausgezeichnet wurde, nahezu unerschwinglich. Zudem gibt es nicht allzuviele Restaurants, die mit der höchsten Ehre der Feinschmeckerbibel ausgezeichnet sind. Keine deutsche Großstadt verfügt über einen derartig edlen Gourmet-Tempel; die elf Restaurants, die der Michelin Deutschland für das Jahr 2015 mit drei Sternen krönte, sind fast alle in Kleinstädten zu finden. Und bis zu Paul Bocuse schaffen es extrem wenige. Doch das Sofitel München Bayerpost bringt die exzellenteste Küche in die bayerische Landeshauptstadt: Bocuse-Nachfolger Christophe Muller kochte bis zum 19. Juli im Restaurant Délice La Brasserie zusammen mit Küchenchef Anton Gschwendtner. Das sechsgängige 3-Sterne-Menü kostete dabei nur 129 Euro, die Weinbegleitung zusätzlich 79 Euro. So wird auch diese geniale Küche erschwinglich. Wir durften das Menü geniessen – dazu gehörte auch die berühmte V.G.E. Suppe.

Sofitel_Muenchen_Delice_Juli_2015_004Der Franzose Christophe Muller leitet seit Oktober 2011 als Executive Chef das Restaurant von Paul BocuseL’Auberge du Pont de Collonges“ bei Lyon. Anton Gschwendtner, seit April 2015 Chef de cuisine im Restaurant Délice La Brasserie im Sofitel München Bayerpost, hat sich einen Herzenswunsch erfüllt. Er kochte gemeinsam mit Christophe Muller vom 13.-19. Juli ein 7-Gänge-Menü. Dies ist der Grundstein einer künftigen Kulinarikserie im Sofitel München. Unter dem Titel „The Link“ werden weitere, international bekannte Spitzenköche zusammen mit Anton Gschwender in München am Herd stehen. Somit kommen wieder ein paar hervorragende Sterneköche zu Gast nach München. Denn seit Otto Koch nicht mehr im Restaurant 181 First kocht, gibt es dort auch die Kulinarikserie „Gourmet Towers of the World“ nicht mehr. Nach dem Motto „Beginne mit einem Erdbeben und dann steigere Dich langsam“ ist Mitte Juli also gleich kein Geringerer als 3-Sterne-Koch und Bocuse-Nachfolger Christophe Muller zu Gast. So durften wir am gestrigen Tage folgende Köstlichkeiten geniessen: (mehr …)

Laulenzi: Lustvoll geniessen im Hotel Bachmair Weissach in der Geniesserlandregion Tegernsee

Geniesserlandregion_Tegernseer_Tal_Bachmair_Weissach_Juni_2013_001Wenn’s nicht wahr ist, so ist’s doch schön erfunden: So denken wir gerne, wenn wir so manche Geschichte hören, bei der wir nicht wissen, ob sie nun wahr ist oder nicht. So geht es mir auch, als ich bei einem Hugo erfahre, wie dieses Gourmet-Restaurant im Geniesserland Tegernsee zu seinem Namen kam. Das Laulenzi spielt die euro-asiatische Karte – und das liegt in der Fabel der Namensentstehung begründet. Korbinian Kohler, der Hausherr des Bachmair Weissach, erzählt mir, dass es einst einen Jungkoch dieses Hotels, der Laurentius geheissen haben soll, in die Ferne zog. Die Karriere brachte ihn dabei über Paris nach Asien. Als er nach vielen Jahren der Wanderschaft seine letzte Station Hongkong mit dem Schiff zurück nach Europa verliess, standen angeblich einige Chinesinnen am Kai und riefen ihm sehnsüchtig und traurig „Laulenzi, Laulenzi“ hinterher. So verbindet das Restaurant Laulenzi auf köstlichste Art die Einflüsse von bayerischer und asiatischer Küche.

Das Restaurant Laulenzi im Hotel Bachmair Weissach öffnete im August 2012 – und ist nun schon wieder Geschichte. Nichtsdestotrotz möchten wir Euch gern mitnehmen auf unsere kulinarisch gar köstliche Kreuzfahrt zwischen Bayern und Asien. Das Restaurant schaffte es in kürzester Zeit im Meyers Guide auf Platz 2 der besten Restaurants in der Geniesserlandregion Tegernsee. Und das sagt schon viel aus bei der extrem starken Konkurrenz in diesem traumhaft schönen Tal. Dieser Erfolg hängt sehr stark zusammen mit dem bisherigen Chefkoch des Laulenzi: Frank Mollenhauer. Er vereint auf grandiose Art und Weise die Einflüsse der regionalen Spezialitäten rund um den Tegernsee mit asiatischer Zubereitung. Doch Köche sind wie Zugvögel. Kürzlich verkündete er seinen Wechsel hin zu den Ostiner Stuben und dem Hotel Kistlerwirt, das er wohl später auch als Eigentümer übernehmen möchte. Sein Nachfolger, Frank Pollak, wird dem Restaurant unter neuem Namen seinen eigenen Stempel aufdrücken. Es ist nicht der erste Wandel: Das Laulenzi war früher ein Kuhstall. Dieser wurde umgebaut zum Laurentikeller und war neben dem Bräustüberl das renommierte Restaurant des Hotels. Hier feierte die feinen Bürgen von Rottach-Egern Hochzeiten und Geburtstage. Allerdings wurde dieser schöne Teil des Hotel 80er Jahren des letzten Jahrhunderts kaputt renoviert. Erst mit dem jetzigen Inhaber Korbinian Kohler, Sproß der Inhaberfamilie der Papierfabrik in Gmund, kam frischer Wind und Aufschwung in das Hotel. Wir nehmen uns die Zeit und erinnern uns nochmal an unser grandioses und genial genussvolles Menü im Laulenzi zurück. Eine Art Nachruf. (mehr …)

Kauft künftiger Konkurrent Kempinski das Atlantic Hotel Hamburg weg?

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Verliert Kempinski drei Hotels an einen künftigen Wettbewerber? Oder gewinnt das deutsch-thailändische Hotelunternehmen einen verlässlichen Partner? Gestern übernahmen die Dr. Broermann Hotels & Residences GmbH sowie die Asklepios Kliniken GmbH das Hotel Atlantic Kempinski. Bisher gehörte das Haus zu Octavian Hotel Holding GmbH, der Immobiliengesellschaft des vor vier Jahren verstorbenen schillernden Unternehmers Dieter Bock. Der Standort Hamburg und die besondere Tradition des Atlantic machen die Akquisition für beide Käufer attraktiv. Eine Schwestergesellschaft des Klinik-Konzerns, die sich im Besitz des Asklepios-Alleingesellschafters Dr. Bernard große Broermann befindet, führt zudem mit der Königsteiner Villa Rothschild Kempinski und mit dem Falkenstein Grand Kempinski zwei weitere 5-Sterne-Superior Häuser. Beide Hotels verfügen über eine international angesehene Küche, so etwa die Villa Rothschild mit zwei Michelin-Sternen. Jetzt stellt sich die Frage: Verliert Kempinski drei Häuser in den attraktiven Märkten Hamburg und Frankfurt?

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Vor allem der Verlust des Atlantic am Standort Hamburg würde Kempinski schwer treffen. Zuletzt hatte die Kempinski-Gruppe 25 Millionen Euro in die Sanierung des Atlantic gesteckt, nachdem das Hotel im Jahr 2009 wegen mangelnder Qualitätsstandards aus dem Marketing-Verband „The Leading Hotels of the World“ ausgeschlossen worden war. Nun wurde das Haus zwar für einen unteren (Morgenpost Hamburg) oder höheren (Abendblatt, Manager Magazin) zweistelligen Millionenbetrag verkauft, doch soll sich nach bisherigen Angaben erstmal nicht viel ändern. Der Vertrag mit Kempinski läuft noch bis 2020. (mehr …)

Ist das Canis Resort München auf den Hund gekommen?

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„Wir sind erstes Haus einer Kette“ – Ich kann den Satz nicht mehr hören. In den letzten Jahren war ich bei mehreren Eröffnungen von Hotels und Restaurants. Und bei einigen stellten sich die Inhaber breitbeinig hin und verkündeten grossspurig, dass sie schnellstmöglich expandieren wollen. Nur, um wenig später mehr oder weniger spur- und vor allem sprachlos zu verschwinden. Allerdings lesen wir bei den Kollegen der Printpresse selten vom Abgang. Wohl aber vorher von der lauten Eröffnung. Zeit wird’s also hier mal nachzufragen. Sozusagen eine Mini-Rubrik unter dem Motto „Was wurde eigentlich aus …?“. Das erste Mal, dass ich die „Konzerneröffnung“ hörte, war im Dezember 2008. Da eröffnete Deutschlands erstes Hunde-Hotel, das Canis Resort in Freising bei München. Und kündigte für das Frühjahr 2009 den Ableger für den Münchner Süden an. Denkste Puppe, nischt is‘ – wie der Berliner sagt.

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Im Vorfeld hatten wir bereits hier über das neue Hundehotel berichtet. Bei klirrender Kälte eröffneten die Gründer das Canis Resort, das Geschwisterpaar Sabine und Dr. Thomas Gerteis, mit richtig viel TamTam und B-Promis wie etwa Lisa Fitz. Doch für die Paparazzi war letztlich nicht Lisa Fitz der Hingucker – sondern der wunderbare Bernhardiner Nemo, der sich die Kabarettistin gerade als Streichelopfer ausgesucht hatte. Kaum hatte sich die Ulknudel zu dem kuschligen Wollknäuel hinuntergebeugt und mit Streicheln angefangen, riefen alle Fotografen „Lisa, schau mal hierher“ und das Blitzlichtgewitter ging los. (mehr …)

Kulinarik, Kur & Golf: Ein Quervergleich zwischen Allgäu und Sizilien

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Kann man Fasten & Genießen unter einen Hut bringen? Und dann noch mit seinem Lieblingssport verbinden? Ja, man kann. Unsere Gastautorin Elsa-Maria Honecker hat es in einem Selbstversuch getestet. Schon bei dieser Ankündigung gäbe es normalerweise gleich drei Fragezeichen: Lecker Kur? Kur & Golf? Und last, but not least: auch Lecker Kur & Golf?

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Dass alles wider Erwarten gut zusammenpasst, habe ich selbst getestet, am eigenen Leib verspürt und für richtig gut empfunden – gerade jetzt im Frühjahr wo Frau ja an ihrer „Bikinifigur“ für den Sommer arbeitet. Dass auch Golf dazu passt, versteht sich von selbst, weil die folgenden Beispiele geradezu prädestiniert dafür sind:

Die Detox-Kur im Verdura Golf & Spa Resort auf Sizilien – eines der besten Frühjahrs-Golfdestinationen mit luxuriösem Touch und als Pendant dazu die Schroth-Kur im Lindner Golf & Spa Hotel in Oberstaufen, wo die Allgäuerluft allein schon Wellness-pur bedeutet. Mehr Kontrast kann man fast nicht hinkriegen, auch was die Anwendungen der beiden Kuren betrifft: Einerseits die modern ausgerichtete Detox-Kur zum Entgiften andererseits die altbewährte und typisch Oberstaufener Schroth-Kur – ein bereits 65-jähriges „Relikt“ aus dem Naturheilverfahren des Johann Schroth. (mehr …)

Der Chiemsee ruft: Formidables Frühlingserwachen bei Golf & Fine Dining

Chiemsee Golf Elsa Honecker Fraueninsel von oben
Kleine unschuldige weisse Bälle prügeln: Die Sonnenstrahlen wärmen wieder die Erde, der Schnee schmilzt, die Greenkeeper bringen die Plätze wieder in einen Top-Zustand. Jetzt ist die richtige Zeit, wieder den Schläger zu schwingen, endlich wieder Golf zu spielen. Der Chiemsee ist dafür ein perfekter Ort. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin testete Gastautorin Elsa Honecker die Vielseitigkeit der Restaurants und Golfplätze im Chiemgau – schließlich lebt sie dort.

„Königlich Golfen rund ums Bayerische Meer“
Das Bayerische Meer als Eldorado für Wassersportler jeglichen Genres ist nichts Neues. Dass es nebenbei aber auch 162 Golflöcher für jede Spielstärke und einen Jubiläums-Sternekoch gibt, der mit seiner Cuisine Vital verwöhnt – das ist schon etwas, das Aufhorchen lässt.
Damit hätte auch der bayerische „Kini“ Ludwig II., wie ihn die Bayern hier liebevoll nennen, seine Freude gehabt: geballte Sommerlaune im Wasser des bayerischen Meeres, schattiges Golf unter prallen Obstbäumen und feines Gourmet-Essen an Land. (mehr …)

25 Jahre Vienna International Hotels: Zügiges Wachstum im MICE-Markt

PK der Vienna International Hotels #vihotel #itbberlin @vi_hotels @itb_berlin
Deutschland ist der wichtigste Markt und ein Wachstumsmarkt, so lautet der Grundtenor auf der Pressekonferenz der Vienna International Hotels anlässlich der ITB. Die VI Hotels waren bis vor kurzem in Deutschland noch nicht vertreten. Doch seit kurzem geben sie Vollgas. Dabei ist die Hotelgruppe, die gerade ihren 25. Geburtstag feiert, bereits seit langem schon in Osteuropa sehr aktiv. Das anders Hotel Berlin generiert wahrscheinlich in 2014 24 Mio. Euro Umsatz. Das Haus lebt vom MICE Geschäft, ist damit etwas unabhängig von der allgemeinen Entwicklung Berlins. Am heutigen Vorabend der ITB feiert das Haus seinen fünften Geburtstag mit über 1.500 Gästen.

Vergangenen Samstag wurde das Schlosshotel Goldschmieding übernommen und wird als Arkadia Hotel in der Vienna International Gruppe geführt. 2016 wird das angelo Hotel München Leuchtenbergring um 160 Zimmer erweitert, ein weiteres Haus eröffnet in Günzburg, ein anderes neues Hotel in Shelkovo wird als Leading Hotel of the World geführt. Die Mehrmarkenstrategie mit u.a. andel’s, angelo und Arkadia wird sukzessive ausgebaut. Dabei soll jede Hotelmarke ihre eigene Philosophie und ihr Gesicht haben. Schwerpunkt bleibt allerdings die 3- und 4-Stern-Hotellerie, auch wenn es einzelne 5-Sterne Hotels gibt. Ein Schelm, der sich an die Multimarkenstrategie von Accor erinnert fühlt.

Im Rahmen der ITB Berlin 2014 feiert Vienna International Hotelmanagement AG (VI) gleich zwei Jubiläen: ihr 25-jähriges Bestehen und den 5. Geburtstag des andel’s Hotel Berlin. Ein guter Zeitpunkt, die Highlights der Vergangenheit Revue passieren zu lassen und in eine vielversprechende Zukunft mit weiteren Expansionsplänen zu blicken. Der treibende Motor der Gesellschaft ist dabei das MICE-Geschäft. Die klassische Ferienhotellerie spielt keine große Rolle, auch wenn die Hotels in Disneyland und Bad Leukersdorf weiter im Portfolio gehalten werden. (mehr …)

L’Art de Vivre: Gastro-Nachwuchs auf dem Weg in die Service-Oase

Preis Grosse Gastlichkeit Preistraeger 2012 Fotocopyright: L'Art de Vivre/ Dorett Auerswald
Service-Oase statt Service-Wüste: dafür setzt sich die internationale Vereinigung L’Art de Vivre ein. Zum dritten Mal fand der deutschlandweite Wettbewerb Preis für grosse Gastlichkeit statt. Es nahmen zwölf ausgewählte Teilnehmer aus den acht Bundesländern Hamburg, Berlin, Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein am ganztägigen Service-Wettbewerb teil. Vor den Augen der Fachjury zeigten die jungen Restaurant- und Hotelfachleute in diesem Jahr im Schlosshotel Hugenpoet in Essen-Kettwig ihr Können. Da ich selbst Restaurantfachmann bin, finde ich das Engagement der Vereinigung und der Teilnehmer absolut toll. Der Service am Gast sollte wieder mehr in den Vordergrund rücken.

In jedem gut geführten Restaurant sind die Mitarbeiter im Service das unverzichtbare Bindeglied zwischen Koch und Gast sowie wichtige Schnittstelle aller Leistungen eines Teams. Dennoch werden dieses Berufsbild und seine Berufschancen immer noch unterschätzt. Mit dem Wettbewerb erhalten Servicemitarbeiter eine der wenigen Möglichkeiten, ihr Können zu zeigen und sich zu qualifizieren.

Den Sieg sicherte sich am Abend des anspruchsvollen Wettbewerbstages Lisa Eckardt aus dem Louis C. Jacob in Hamburg. Den zweiten Platz belegte Barbara Englbrecht aus dem Dallmayr in München und den dritten Platz sicherte sich Tommy Hergenhan aus dem Landhaus Eggert in Münster. (mehr …)