Eine kulinarische Reise zu 100 Genussorten in Bayern

Bayern feiert sich selbst. Der Freistaat Bayern feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Dabei darf natürlich das Thema Genuss nicht zu kurz kommen. Jetzt gibt es die ganze Vielfalt des Genusslandes Bayern zusammengefasst in einem Buch: Mit „100 Genussorte in Bayern“ präsentiert die Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift essen & trinken einen Reiseführer für Genießer. 

Die Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaliber stellte den kulinarischen Reiseführer 100 Genussorte in Bayern: Ein kulinarischer Reiseführer vergangenen Freitag in München vor. „Mit unserem Genussführer wollen wir Appetit machen auf eine Entdeckungsreise zu den kulinarischen Schätzen der verschiedenen Regionen Bayern“, sagte die Ministerin bei der Buchpräsentation. 

Das Buch entführt die Leser in die Regionen Franken, Schwaben, Ober- und Niederbayern sowie in die Oberpfalz. Dort wurden anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Freistaates Bayern Genussorte ausgezeichnet, die sich durch ihre besonders hochwertigen regionalen Spezialitäten hervortun. Die Erläuterungen zur geografischen Lage werden durch historische Fakten und zahlreiche großformatige Fotografien ergänzt.

Von Alzenau in Unterfranken ins oberbayerische Waging, vom Allgäu bis ins Oberpfälzer Waldsassen. „Jede Region hat ihre charakteristischen Spezialitäten, die es zu entdecken lohnt“, so Kaniber. Auf rund 270 Seiten gibt es interessante Geschichten und eindrucksvolle Bilder rund um die Schmankerl, die Menschen, die sie mit viel Liebe herstellen, und die Landschaften, die davon geprägt werden.

Die 100 Genussorte wurden in einem Wettbewerb des Landwirtschaftsministeriums von einer unabhängigen Jury ermittelt. Ziel des Wettbewerbs war es nach den Worten der Ministerin, „das Bewusstsein der Verbraucher für die Genussvielfalt der Regionen und die Einzigartigkeit unserer Spezialitäten zu schärfen.“ Das Buch ist – wie auch der Wettbewerb – Baustein der bayerischen Premiumstrategie für Lebensmittel. Im Vordergrund des Reiseführers stehen jedoch die Menschen – Winzer, Bauern, Senner oder Brauer – die sich in den Gemeinden für die Qualität und Nachhaltigkeit ihrer Lebensmittel engagieren. Sie kommen in Kurzinterviews zu Wort und geben Einblicke in die Produktion verschiedener Köstlichkeiten. Neben dem bekannten Nürnberger Lebkuchen bietet das Genussland Bayern nämlich noch vieles mehr. Zum Beispiel Weißwein aus Iphofen, Whiskey aus dem Spessart oder „Goldene Landpomeranzen“ aus Passau. 

Der kulinarische Reiseführer erscheint im Landwirtschaftsverlag und kostet 24 Euro. 

Service:

St. Leonhardshof: Stuten, Stutenmilch und Pferdekäse

Stuten werden gemolken? Stutenmilch und Käse aus Stutenmilch – gibt es sowas überhaupt? Milch und Käse von Kühen, Schafen und Ziegen kennen wir. Im wunderschönen Chiemgau liegt ein Gestüt, auf dem Pferde vor allem zur Stutenmilch-Produktion gezüchtet werden. Der St. Leonhardshof widmet sich dabei vollkommen der Zucht der namensgebenden Pferderasse: den Leonhardern.  Bei einem Tag der Offenen Tür schauen wir uns die Vorstellung der Pferde, das Melken der Stuten und Ponyreiten an und verkosten die Naturprodukte. Ein Tag für die ganze Familie.

Der gelernte Landwirt und Wasserpionier Johann Abfalter begann hier im Jahr 2008 mit der Zucht dieser neuen Rasse, deren Charaktereigenschaften außergewöhnlich sind. Und die das Züchterherz genauso erfreuen, wie viele ernährungsbewusste Menschen. Denn aus der Stutenmilch werden sehr geschmackvolle und gesundheitsfördernde Naturprodukte hergestellt.

Bei einem Tag der Offenen Tür lernten wir das Gestüt im wunderschönen Chiemgau kennen. Hier, östlich des bayerischen Meeres, haben die Pferde köstliche Wiesen unter den Hufen und die Alpen vor den Augen. Was für ein herrliches Pferdeleben. 

Einen kleinen Einblick gibt Euch unser Video:

Die Entstehung des Leonharders geht auf die Zuchtbemühungen des Landwirts und Züchters Johann Abfalter, dem auch die St. Leonhards Quellen gehören, zurück, der auf seinem St. Leonhards Hof im bayerischen Grabenstätt/Chiemgau im Jahr 2008 mit der Zucht dieser neuen Pferderasse begann. Zuvor hatte die Inhaberfamilie die Idee, aus Stutenmilch in der hofeigenen Naturkäserei naturbelassene und schmackhafte Produkte für ernährungsbewusste Kunden herzustellen. Vor dem Hintergrund, Tier, Mensch und Natur in Einklang bringen zu wollen und der Verantwortung gegenüber den Stuten gerecht zu werden, stellte sich daher die Frage, was mit den “überschüssigen” Fohlen geschehen soll. Um Stutenmilch zu gewinnen, muss die Stute nun einmal ein Fohlen austragen – mit der Folge, dass sich der Pferdebestand schnell erhöhen würde. Schnell war klar, dass kein Verkauf an Metzger oder Händler erfolgen sollte. Stattdessen entschied sich Johann Abfalter dafür, eine neue Pferderasse zu züchten, bei der es sich um ein auch für Kinder geeignetes Freizeitpferd handeln sollte. Für die Kombinationszüchtung wurden die drei Ausgangsrassen Pura Raza Espanol, Welsh Cob und Haflinger ausgewählt, wobei Letztere auch mit guten Melkeigenschaften überzeugte. Im Jahr 2011 wurde der Leonharder als eigenständige Pferderasse anerkannt, amtlich zugelassen und nach seinem Heimatgestüt benannt. Seither sind viele der Fohlen vom St. Leonhards Hof durch den offiziellen Zuchtverband, den Bayerischen Zuchtverband für Kleinpferde und Spezialpferderassen e.V., bewertet und prämiert worden. Zugleich ist der Bestand des Gestüts durch die kontinuierliche Pferdezucht inzwischen auf rund 140 Leonharder angewachsen, die sich in allen Farben, von Weiß über Rotbraun bis zum Rappen, präsentieren. 

Die Herde aus Stuten und Fohlen wird auf dem St. Leonhards Hof mit viel Auslauf gehalten und ausschließlich biologisch ernährt. Gefüttert wird Heu aus Bioland-zertifizierter Landwirtschaft. Die Stutenmilch kommt zum größten Teil den Fohlen zugute, die in den ersten sechs Lebenswochen ohne Ersatznahrung ausschließlich mit der Milch ihrer Mutterstute versorgt werden. Erst danach wird ein Teil der etwa 15 bis 20 Liter, die eine Stute täglich gibt, für die Produktion von verschiedenen Käsesorten aus Stuten- und Ziegenmilch verwendet.  

Der Leonharder ist nach Unternehmensangaben ein vielseitig einsetzbares Reitpferd. Es eignet sich hervorragend als zuverlässiges und umgängliches Freizeitpferd, das sowohl von Erwachsenen als auch Kindern geritten werden kann.

St. Leonhards hat in Ruhpolding unter dem Namen St. Georg eine eigene Naturkäserei eröffnet. In dem Betrieb werden Stuten- und Ziegenmilchprodukte hergestellt. Die Stutenmilch wird unmittelbar nach dem Melken tiefgefroren und in Ruhpolding mit Ziegenmilch vermischt (40 Prozent Stutenmilch und 60 Prozent Ziegenmilch). Die Ziegenmilch wird gebraucht, weil Stutenmilch nicht genügend Kasein hat. Dies wird jedoch zum Käsen benötigt. Die Ziegenmilch wird von den Bioland-Bauernhöfen der Familie Bauer aus Surberg bei Traunstein und Attl’s Bio-Ziegenhof in Muttering bei Fridolfing zugekauft. Die Stutenmilch stammt vom St. Leonhards Hof. In der Käserei entstehen Frischkäse, Weichkäse, Camembert und Molke in Handarbeit. Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker haben keinen Platz in den Produkten aus der eigenen Naturkäserei.

Die Produkte wie naturreine Molke, Camembert, Frisch- und Weichkäse bestehen aus Stuten- und Ziegenmilch. Diese innovative Mischung spricht nicht nur gesundheitsbewusste Menschen an, sondern auch Feinschmecker und Liebhaber des Besonderen. 

Stutenmilch verfügt über einen hohen Gehalt an Immunglobulinen, Glykoproteinen und Vitamin C. Deshalb schwören viele auf die Stuten-/Ziegenmilch-Produkte, weil sie ein geschwächtes Immunsystem stabilisieren und Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Laut Martin Abfalter ist die Molke beispielsweise für die Darmgesundheit oder nach einer Chemotherapie hilfreich. Stutenmilch hat nur etwa ein Prozent Fett, das jedoch sehr reich an ungesättigten Fettsäuren ist.

Mir persönlich hat die Stutenmilch extrem gut geschmeckt. Ich habe mir gleich noch ein Sixpack an kleinen Stutenmilch-Fläschchen vor Ort gekauft und in den folgenden Tagen die Portion Extra-Energie genossen. Und auch der Camembert sowie der Weichkäse in Öl waren ein schöner Genuss. Sehr empfehlenswert. 

Service:

Restaurants in München: Käfer-Schänke – Der Klassiker

Rindertatar mit Trüffelcrème und Kartoffelschnitte

Perfekter Imagewandel! Bei Käfer bekommt man alles, was aussergewöhnlich ist. So hiess es einst, so heisst es heute. Einst: Das waren alle möglichen exotischen Früchte wie Ananas, Papaya und Mango und andere Produkte von weit her. Heute: Das sind besonders gut handwerklich gemachte Lebensmittel rund um München, aus Bayern, aus dem Alpenraum. Einkaufen oder Essen – das war, ist und bleibt außergewöhnlich. 

Der Umbau? Gelungen! Seit Herbst 2013 präsentiert sich das Stammhaus des Käfer-Imperiums im zeitgeistigen Look: heller, frischer und moderner. Elegantes Grau als Leitfarbe, dazu dezente Akzente in Silbergrün und Käfer-Rot. Der Kamin und die offene Lounge schaffen eine angenehme Gemütlichkeit im grossen Restaurantraum. Moderne Kunst an den Wänden verleiht dem Traditionshaus eine urbane Note. Das Herzstück ist jedoch der offene Küchenbereich – eine appetitanregende Mischung aus heimischer Küche und dem Viktualienmarkt. In geflochtenen Körben sind Saisongemüse und frische Kräuter üppig dekoriert und animieren den Gast zum Dialog mit der Küche. Und diese Kräuter haben wir bei unserem vorigen Besuch auf der Terrasse im Innenhof gesehen. Käfer kauft nicht mehr von den Produzenten, die am Weitesten entfernt sind. Käfer kauft von denen, die gleich um die Ecke sind und ganz kleine Mengen produzieren. 

Vom Vater zum Sohn, von Gerd zu Michael, vom 20. zum 21. Jahrhundert: Ja, um weiter an der Spitze zu gehen muss man sich permanent verändern. Als ich noch – damals als Student für TST – Table Service Team – für Käfer Party Service gekellnert habe, da hat Gerd Käfer als Senior gesagt, was zu machen ist und sein Junior Michael stand daneben und hat wie ein Schulbub ausgeführt, was Papi gesagt hat. Ob das hinter den Kulissen immer so friedfertig abging, wage ich mal zu bestreiten. Sah nicht danach aus. Aber das war eben Alte Schule versus Moderne Zeiten. Und was der Papa sagt, das macht man dann eben… 

Michael Käfer hat das Imperium seines Vaters nun schon seit ein paar Jahren übernommen. Und er hat den Laden komplett umgekrempelt, seine eigene Linie entwickelt, die sehr gut zu den Modernen Zeiten passt. Früher war alles etwas Besonderes, das von ganz weit her gekommen ist und nicht wirklich alltäglich war. Heute? Da bekommen wir alles im Edeka, Rewe, Aldi, Lidl, whatever. Alles ist Massenware geworden. Was ist das ganz besondere Lebensmittel? Die Prioritäten haben sich geändert. Wir empfinden heute, dass genau die Lebensmittel, die aus der Umgebung kommen, die von ganz kleinen Bauernhöfen kommen, aus einer kleinen Produktion ganz speziell, ganz besonders, und besonders edel sind. Die kleine Münchner Bäckerei, der Freisinger Garnelen-Züchter – das sind die heutigen Top-Zulieferer. Mehr darüber erzähle ich Euch im Artikel über das Käfer-Food-Blogger-Meeting

Die Farben des Restaurants? Weg von Beige und Braun, hin zu Grau und Dunkelrot. Bei Käfer will man dem Zeitgeist voraus sein. Vor allem die berühmten Stuben, aber auch das Bistro und die Fleischabteilung im Laden erstrahlen in modernem Glanz… Selbst die Fassade ist frisch geweißelt (statt wie vorher in zartem Lachston) und das neue Lieblingsgrau taucht an Fenstern, Türen und Blumenkästen auf.

Die Menükarte des klassischen Restaurants Käfer-Schänke? Bauernente, Steaks aus dem Reifeschrank oder der berühmte Hummertopf: In der Käfer-Schänke mitten in der Münchener Innenstadt sorgen Mike Emmerz und André Wöhner in der Küche für die feine Qualität der internationalen Gerichte, für die das Haus bekannt und beliebt ist. Und doch ist es typisch Bayern: Die Käfer-Schänke ist Tradition und Moderne, die Käfer-Schänke ist Laptop und Lederhosen. Warum? Das seht Ihr bei unserem Menü. 

Rindertatar mit Trüffelcrème und Kartoffelschnitte

Der Klassiker schlechthin: Das Rindertatar. Das Moderne: Trüffelcrème und eine Kartoffelschnitte dazu. Für einen simplen Starter haben wir schon eine ordentliche Portion auf dem Teller. Geschmacklich einwandfrei. 

Hummereintopf mit ausgelöstem Hummerfleisch im Champagnersud,
Kräuter-Panaché und Blumenkohl

Der Hummereintopf war mal etwas anderes zum üblichen Hummer. Ein Töpfchen mit köstlichem Hummerfleisch in Champagnersud ist eine grossartige Kombination aus Fischgang und Süppchen. 

Gereiftes Kalbskarrée vom Limousine-Kalb, 350g

Gereiftes Kalbskarrée vom Limousine-Kalb, 350g, perfekt gereift und perfekt Medium-rare auf dem Lavastein-Grill zubereitet. Und auch sonst einwandfrei. Mit Beilagen, mit Saucen, mit allem drum und dran.. Wenn ich nicht sitzen würde, dann würden mir spätestens jetzt die Beine schwach werden… Dieses Kalbskarrée, diese Sauce, diese Qualität der Beilagen. Das Gemüse dazu ist köstlich und perfekt, aber hey, wir lieben das Fleisch! Saugut! 

Das Kalbskarrée ist nicht nur beim ersten optischen Anblick genau richtig. Der erste Schnitt: Das Fleisch ist perfekt rosa, saftig, genau à Point gebraten. 

Schokoladentraum von Valrhona

Göttlich leckeres Dessert: Der Schokoladentraum von Valrhona – Auf unserer Reise von Südfrankreich nach Deutschland sind wir eher durch Zufall durch den Heimatort von Valrhona gekommen. Hätten wir das vorher gewusst, dann hätten wir wohl einen oder gar zwei Tage rund um Valrhona und Hermitage zugebracht… Diese köstliche Mousse, diese herrlichen Petit Fours von Valrhona sind genau der göttlich süsse Abschluss nach einem wunderbaren Diner. Nun denn 🙂

Espresso und Petit Fours

Der edle Abschluss eines wunderbaren Abends in der Käfer-Schänke sind dann die Petit Fours und der Espresso. Alles kleine Häppchen, alles in der allerbesten Qualität, der höchsten Perfektion. Ein starker Espresso, süße Petit Fours – der perfekte Abschluss!

Die Käfer-Schänke ist nicht das moderne, hippe, coole Restaurant in München – aber es ist eines der klassischen, traditionellen und gut-münchnerischen Restaurants, die in dieser Stadt zum besseren Ton gehören. Die Käfer-Schänke ist mit Sicherheit kein Hidden Champion. Ganz im Gegenteil. Oder doch? Denn hier treffen sich die „Upper Tenthousand“ – doch in den 15  kleinen Séparées des Restaurants. Jede ist individuell dekoriert, trägt einen eigenen Namen und hat eine ganz besondere Geschichte zu erzählen. In den kleinen und größeren Stuben, in denen Familien oder Gesellschaften ihre privaten Dinérs haben können, bleibt vieles unbeobachtet und ungehört. Perfekt also für geheime Geschäftsgespräche.

Service:

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Restaurants in München: Shanes Restaurant – Überraschende Gute Laune Küche

Hidden Champion: Wenn dieser Begriff auf einen Münchner Koch zutrifft, dann auf Shane McMahon. Der gebürtige Ire lebt seit 25 Jahren in Deutschland, seit 2009, also bald 10 Jahren führt er sein eigenes Restaurant. Die Location ist elegant, stylish und traumhaft gelegen: Im DERAG Living Hotel Prinzessin Elisabeth, direkt an der Isar.  Die erste Überraschung: Die Speisekarte.

Warum Shane McMahon weder im Michelin noch im Gault Millau Spitzenwertungen bekommt, erschliesst sich mir nicht. Seine Küche ist grandios, seine Lebensmittel sind von höchster Qualität und überall wird der eigene Geschmack bestens hervorgehoben. Shane ist ein Schüler von Bobby Bräuer und Hans Haas. Für ihn stehen die perfekten Zutaten im Mittelpunkt, darum herum Saucen und Zutaten, die dessen Geschmack hervorheben und umspielen, aber nicht erschlagen. 

Der doppelte Shane McMahon

Wer bei Shane einen Tisch reserviert, sollte gleich – so vorhanden – Allergien, Unverträglichkeiten oder sonstige Wünsche bekannt geben. Denn bei Shane McMahon gibt es keine Speisekarte. Es gibt immer nur genau ein Menü. Natürlich gibt die Kühlkammer immer noch ein paar Ausweichmöglichkeiten her und ein exzellenter Koch, wie Shane einer ist, der hat auch immer ein paar Alternativen zur Verfügung. Aber es gibt eben keine große Speisekarte. Ein Überraschungsmenü steht also vor uns. 

Rote Beete Mousse, Sumak Cous Cous, Tapioka Chip

Schon das Amuse Gueule stimmt uns auf den Abend ein. Shane McMahon ist bekannt für seine europäisch-asiatische Fusionküche, seine Gerichte, die er mit Raffinesse und Passion umsetzt. Für seine kulinarischen Kreationen holt er sich die Inspiration bei den täglichen Einkäufen am Markt. Die Großmarkthalle und der Schlachthof – beide liegen in unmittelbarer Nähe zum Restaurant. So haben der Küchenchef und sein Team die Chance, spontan zu sein und immer wieder Neues auszuprobieren. Was es bei Shane nicht gibt: Tiefkühlware und Konserven. Was es bei Shane gibt: nur frische Produkte, beste Qualität. Alles nach dem Motto: Just cook it!

Gepoppte Langusten, Kürbissalat, Avocado, Radicchio

Ein Spiel mit Aromen und Texturen ist dann auch schon die Vorspeise. Gemoppte Languste – einfach genial! Dazu der herbstliche, süssliche Kürbis und die leicht bittere, knackige Radicchio. Wunderbarer Einstieg! Dazu korrespondiert perfekt ein 2015er Mariana, Herdade du Rocim aus dem Alentejo.

Seeteufel unter der Blutwurstkruste, Champagnerkraut, Selleriepüree, Champagnerschaum

Auch die Kombination des schön festen Seeteufels mit dem crunchigen Blutwurst-Chip war grossartig. Im Glas brilliert dazu der 2012er Saunt-Aubin La Fontenotte von Marc Colin et ses Fils. 

Granatapfel Hagebutte Sorbet

Eine feine säuerlich-knusprige Erfrischung ist dann dieses Granatapfel-Hagebutte-Sorbet. 

Flanksteak vom Grill, Artischocken & Bohnengemüse, Pastinakenpüree

Shane ist Ire – und da darf ein Gang mit einem irischen Rind nicht fehlen. Hier ist es ein Flanksteak vom Grill mit herbstlichen Gemüsen wie Artischocken, Bohnengemüse und Pastinakenpüree. Diesen Gang flankiert ein 2013er Cascina Luisin Maggiur Barbera d’Alba. 

Yuzu Zitronencreme, Basilikumsorbet, Weisse Schokolade, marinierte Nektarinen

Der frische, fruchtige und leichte Abschluss kommt mit diesem Dessert: Einer Yuzu Zitronencreme, Basilikumsorbet, weisse Schokolade und marinierte Nektarinen. Das flüssige Gold im Glas ist die 2006er Auslese von Martin Pasler aus dem Burgenland. 

Der Weinschrank enthält einige beeindruckende Preziosen und erfüllt die Wünsche der Gäste mit Leichtigkeit.

Das Restaurant ist modern und eher nüchtern eingerichtet. Alles fokussiert sich auf die grandiose Küchenleistung, die perfekte Zubereitung der Lebensmittel. Shane McMahon hat nicht nur bei Bräuer und Haas gelernt, er hat seitdem einen grossartigen eigenen Stil entwickelt. Seine Küche macht gute Laune, jeder Gang des Überraschungsmenüs überrascht aufs Neue. Wie bereits erwähnt, Shanes Restaurant ist der wohl beste der Hidden Champions in München. 

Service:

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Equilaland: Das Pferde-Paradies in Fröttmaning

Mama und Tochter haben ein neues Ziel, während Papa und Sohn zum Fußball-Spiel in der Allianz-Arena weilen. Jetzt wird die Tour zum Fußballspiel ein kompletter Familienausflug nach Fröttmaning. Nicht nur für Fans des FC Bayern. Jetzt kann die ganze Familie zum Auswärtsspiel nach München fahren, die Fußballfreaks gehen in die Arena, die Pferdeliebhaber vergnügen sich derweil im Equilaland. 

Die neue Pferde-Erlebniswelt Equilaland hat in München-Fröttmaning eröffnet – gegenüber der Allianz Arena! Ein Disneyland für Pferde und Mädchen. Ein Parkplatz, eine U-Bahnstation, zwei Attraktionen. 

 Die Pferde-Erlebniswelt von Equila möchte lehrreichen Wissensspaß mit spannenden Freizeiterlebnissen rund ums Pferd vereinen. Verschiedene Themenpavillons und vielfältige Attraktionen garantieren Spaß und Entertainment.  Auf einer Fläche von 50.000 Quadratmeter können Kinder und Erwachsene auf Pferde-Entdeckungsreise gehen. Die Besucher erhalten Einblicke in die Kulissen der Show und in den Alltag der Stars. Man kann live erleben wie die Showpferde trainiert werden und der Auftritt vorbereitet wird oder wenn der Hufschmied Hand anlegt.

Mit den verschiedenen Themenpavillons und den vielfältigen Attraktionen sind Spaß und Entertainment garantiert. Die Besucher erhalten einmalige Einblicke hinter die Kulissen der Show und in den Alltag der Stars.

Einen kleinen Einblick gibt Euch unser Video:

Folgende Attraktionen bietet Equilaland:

Das Trojanische Pferd ist eigentlich ein großer Abenteuerspielplatz – versteckt in einem 13 Meter hohen Holzpferd. 

Im Pferde-Spa ist die erste Pferdewaschanlage der Welt.

Auf dem Paradeplatz finden die Ausbildung der Pferde und die Shows statt.

In der historischen Wagenburg zeigt der Hufschmied regelmässig, wie Pferde beschlagen werden und warum das für die Pferde gut ist.

Im Bereich Pferde der Welt lernen wir viel über die Vielfalt der Pferderassen.

Die Kinder-Universität ist ein kleiner Hörsaal verbunden mit einer Quizshow. 

Im Pferde-Museum finden wir eine Ausstellung rund ums Thema Pferd mit einigen historischen Exponaten. 

Das Pferde Kino bietet ein abwechslungsreiches Filmprogramm.

Im Longierzirkel können die Zuschauer das Training miterleben und bekommen dazu noch viel erklärt. 

Im Bereich Unsere Stars können die Equila-Showpferde hautnah erlebt werden. 

Für die ganz kleinen Racker ist die Bunte Ponyvilla ein besonderes Erlebnis:  Das kleine Häuschen ist ein Spielplatz zum Erklettern, Erkunden und Erleben.

Gleich daneben liegt die Ponyfarm, bei der Streicheln ausdrücklich erwünscht ist. 

In der Reithalle finden die Ausbildung und Shows der Reiter-Elite statt.

Und schliesslich dominiert der große Showpalast München das Gelände. Hier gibt es den Blick hinter die Kulissen der Show Equila.

 Über die Equila Show können wir Euch leider nichts erzählen, da wir lediglich das Equilaland um den Showpalast drumherum besucht haben. Die Equila Show findet nur zu bestimmten Tagen und Uhrzeiten statt, die Tickets müssen extra gekauft werden. Das Equilaland  jedoch steht die ganze Zeit den Besuchern offen. Über die genauen Öffnungszeiten und Preise von Equila und Equilaland informiert Euch bitte auf der Homepage. 

Service:

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Restaurants in München: Colette – Tim Raue interpretiert Frankreich asiatisch

Ein typisch französisches Bistro – auf den ersten Blick. Eine exzellente Pariser Brasserie – auf den zweiten Blick. Doch erst beim dritten Blick, beim genaueren Hinschauen und Kosten erkennen wir die großartige Kombination von Frankreich und Asien – kreiert von Tim Raue. Ein Besuch in der Brasserie Colette in München. 

Seit Dezember 2015 ist der Berliner Sternekoch Tim Raue auch in der bayerischen Landeshauptstadt mit einem Lokal vertreten. Im Glockenbachviertel befindet sich die Brasserie Colette Tim Raue, ein Restaurant-­Konzept, für das Raue von den Tertianum Premium Residences als kulinarischer Berater angeheuert wurde. Das Restaurant mit seinem französischen Charme hat sich mittlerweile etabliert und gilt vielen als ein gastronomischer Hotspot in der Stadt. Wir waren bereits zur Eröffnungsparty eingeladen. Alles, was in der Gastronomie Rang und Namen hat, war vor Ort und Tim Raue sprang locker auf den Tresen und hielt seine Eröffnungsrede von oben. Damals war das Lokal rappelvoll, leckere Häppchen wurden rumgereicht und ich verbrachte ein paar nette Stunden. Zeit also, die Brasserie Colette auch kulinarisch unter die Lupe zu nehmen.

Die operative Umsetzung liegt in der Hand von Raues langjährigem Begleiter Steve Karlsch. 

Tim Raue verrät uns seine Gründungsidee für die Brasserien: Für das Tertianum versieht er französische Cuisine mit seiner typischen Handschrift und etabliert eine Wohlfühlküche, die jung und alt gleichermaßen anspricht, traditionelle Elemente urban neuinterpretiert und kulinarisch einfach zu verstehen ist. Das Colette erfreut sich so gerade in den Wintermonaten einer großen Beliebtheit für Essen in familiären Runden. Tim Raue freut sich über sein Publikum: „Ich finde es schön, dass in den Brasserien verschiedenste Generationen aufeinandertreffen. Das spricht für unser ausgewogenes Konzept auf gehobenem Niveau.“

Für die Bewohnerrestaurants wird dieses Konzept leicht abgewandelt. Tim Raue und der kulinarische Direktor des Tertianums Steve Karlsch arbeiten in sehr enger Abstimmung miteinander, um den hohen kulinarischen Anspruch an die tägliche Küche zu gewährleisten. Gerade in der Weihnachtszeit legt Steve Karlsch besonderen Wert darauf, die Bewohner rundum zu verwöhnen. „Wir greifen traditionelle Themen auf und geben uns besondere Mühe, jeden Tag mit gesunden und hochwertigen Menüs kleine Highligts zu setzen.“

Entenleberterrine, Röstbrot, eingemachte Früchte, Frisée

Wer wie Gott in Frankreich speisen möchte, muss nicht zwingend nach Paris oder in die Provence fahren. Das klassische französisches Brasserie-Konzept wurde neu interpretiert und bietet eine echte Wohlfühl-Küche mit sowohl traditionellen Elementen als auch kulinarischer Leichtigkeit und ist somit der ideale Treffpunkt für all jene, die die französische Küche kennenlernen möchten. So ist es nicht verwunderlich, dass man auf der Colette-Karte nicht nur klassische französische Gerichte wie Coq au vin oder Thunfisch Niçoise findet, sondern auch tolle neue Kreationen wie Rote Beete mit Jalapeno. Aber auch regionale Klassiker wie Spanferkel findet man auf der Karte, jedoch mit einem Hauch Extravaganz und neuen und überraschenden Kompositionen.

Salat Nizza, Thunfischsashimi, grüne Bohnen und Sardellenmayo

Doch auch die französischen Klassiker hat Tim Raue modern asiatisch interpretiert. Statt Thunfisch aus der Dose gibt es Thunfisch-Sashimi von der allerbesten Güte, das hartgekochte Ei ist von der Wachtel, die Sardellen befinden in der hausgemachten Sardellenmayonnaise, die grünen Bohnen sind knickfrisch, die Kartoffeln sind knackige Chips und auch die Mini-Tomate überrascht mit ihrer Textur. 

Pot au Feu de la Mer, Safran, Koriander, Knoblauch

Kabeljau, Vinaigrette mit Kapern und Estragon

Apfeltarte Chasseur, Karamell, Vanilleeis

Crème Brulée

Dass die Brasserie-Küche von Tim Raue außergewöhnlich gut ist, haben auch die Gourmetguides entdeckt. So gibt der Gault Millau 2018 schöne 14 Punkte und der Guide Michelin verleiht den Bib Gourmand, ein Zeichen für exzellente, sorgfältig zubereitete und preiswerte Küche. 

Wer noch Zweifel haben sollte, wird spätestens beim Betreten der Räumlichkeiten überstimmt, denn das tolle und elegante Interior-Konzept der Berliner Architekten Ester Bruzkus und Patrick Batek spricht für sich und lässt den Brasserie-Gedanken vollends aufleben. Das Ambiente ist sehr intim mit viel Holz und gedeckten Farben. Man sitzt auf mit Leder bezogenen Bänken, traditionellen Bistro-Stühlen oder auf Holzsitzen, die vor langer Zeit in einem französischen Zugabteil montiert waren.

Und der Name Colette? „Das ist eine Hommage an Madame Colette“, erklärt Raue. „Die hatte einen Crêpe-Wagen am Strand von Biscarrosse bei Bordeaux. Dort habe ich den perfekten Crêpe gegessen: mit Banane, gesalzener Butter und Vanille-Eis. Süß, salzig und cremig zugleich, und für immer in meinem kulinarischen Gedächtnis.“ Ehrensache, dass ein solcher Crêpe Colette unter den Desserts eine Sonderstellung einnimmt.

Tim Raue expandiert. Derzeit gibt es die Brasserie Colette in Berlin, München und Konstanz – jeweils in den Häusern der Tertianum Residenzen. Doch sind Tim Raue, Steve Karlsch und das Team offen für neue Locations. Die kleine Gruppe soll also wachsen, aber langsam. 

Herzlichen Dank an die Brasserie Colette für diesen köstlichen und informativen Lunch! 

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Bayerischer Kartoffelkalender 2019: Die Bayerische kARToffel

Die tolle Knolle wird zum Kunstobjekt. Und zum Kalender. Zum Kartoffelkalender. Denn statt halbnackten Mädchen in aufreizenden Posen, statt des schon fast traditionellen Pin-up-Kalenders „Heiße Kartoffel“ gibt es jetzt den Kunstkalender 2019. Nach fünf Jahren „Sex Sells“ geht die Marketing-Initiative „Bayerische Kartoffel“ neue Wege. 

Der Launch des Kalenders 2019 wurde bereits mit Spannung erwartet. Während die Kalenderedition „Heiße Kartoffel“ bislang auf nackte Haut und Augenzwinkernde Erotik am Arbeitsplatz setzte, bekommen die Darsteller in der Neuauflage 2019 ein kunstvolles Gewand.

Die Marketing-Initiative hebt den Kalender mit „bayerische kARToffel“ in eine neue künstlerische Dimension. Mit Hilfe des kunstsinnigen Profi-Fotografen Dominik Parzinger und eines Beamers verschmelzen die jungen Damen und Herren förmlich mit einem Motiv aus der Kartoffelszene. Das Ergebnis, 13 künstlerisch verfremdete Bilder, lässt sich sehen. Die Models tragen mit den Motiven aus der Kartoffelbranche ihre Heimat gewissermaßen auf der Haut – und machen aus der„Heißen Kartoffel“ einen coolen Kalender mit künstlerischem Anspruch. Mit dem revolutionären Refresh „bayerische kARToffel“ beweist die Marketing-Initiative Mut zur Veränderung und zeigt, dass eine große Stärke der Knolle in ihrer Vielseitigkeit liegt.

Johann Graf, Geschäftsführer der Bayerischen Kartoffel, zeigt sich sehr zufrieden: „Wir wollten einfach mal nach fünf Jahren neue Wege gehen und das Produkt neu, moderner aufziehen. Wichtig war uns bei dem Relaunch, das wir unserer Philosophie treu bleiben. Alle haben einen direkten Bezug zur Knolle oder stammen sogar von einem Hof mit Kartoffelerzeugung.“

In einem dunklen Raum werden mittels eines Beamers Fotos von Kartoffelpflanzen, von Knollen oder von einem Kartoffelacker direkt auf den Körper des Models und auf die Leinwand dahinter projiziert. Das Ziel sei „ein cooler Kalender mit künstlerischem Anspruch“, wie es in der Ankündigung heißt. Passend dazu hat die Aktion den Namen „Heiße Kartoffel“ abgelegt und firmiert nun als „bayerische kARToffel“.

Dies Video von unseren Kollegen von ganz-muenchen.de gibt einen kleinen Einblick in die Veranstaltung:

Den Spaß können wir Journalisten uns natürlich nicht nehmen lassen und haben ebenfalls die Gelegenheit, Bilder von uns zu machen, auf denen Kartoffelmotive auf uns projiziert werden. 

Die Models 2019 im Überblick:

  • Titelbild: Annika Flamensbeck (Habertshausen)
  • Januar: Ramona Glöckl (Karlshuld)
  • Februar: Roman Huber (Raum Aichbach)
  • März:  Johannes Westner (Kühbach/Haslangkreit)
  • April: Martina Maurer (Pömbach)
  • Mai: Christine Karrer (Erding)
  • Juni: Christina Lanzl (Weichering)
  • Juli: Julia Feigl (Hagenhill)
  • August: Freddy Killensberger (Wortelstetten)
  • September: Roman Huber (Raum Aichbach)
  • Oktober: Anna Weigelt (Pflugdorf)
  • November: Philip Killensberger (Wortelstetten)
  • Dezember: Annika Flamensbeck (Habertshausen)

Das Kunstwerk ist mit hochwertiger Spiralbindung im Format DIN A 3 zum Preis von 15 Euro erhältlich. Die „kARToffel“ ist ein Projekt der Bayerischen Kartoffelanbauer und ihrer Vermarkter.

Buchtipp:

Service:

Buchtipp: Wenn das Leben auf der Alm zur Endstadtion Sehnsucht wird

Sehnsucht Alm Karin Lochner Peter von Felbert 01
Wer durch die Berge wandert, der rastet gern an einem Wirtshaus oder einer Alm. Bei den Wirtshäusern steht die Gastronomie im Vordergrund, auf den Almen hingegen ist es das lebende Vieh. Auf den Almen leben Kühe, Ziegen, Schweine, Pferde zusammen mit den Menschen. Und der Wanderer bekommt gern ein Glas Milch, eine Käsestulle oder etwas hausgemachten Speck. Die Münchner Journalistin Karin Lochner verbrachte drei Sommer auf oberbayerischen Almen. Ihr Buch zeigt die romantischen und auch die harten Seiten des Lebens auf einer Alm. Die Fotos von Peter von Felbert erheben das Buch vom simplen Wanderführer zum großartigen Bildband. Ein absoluter Lesetipp!

Allgaeu_Balderschwang_Deuter_Leki_Meindl_Wanderung_Okt_2015_040
Die Autorin Karin Lochner stammt aus einem bayerischen Dorf am Rande der bayerischen Alpen. Reisen und Wandern ist sie schon seit Kindheit gewohnt. Zum Wandern gehört eine gute Brotzeit, denn Pausen sind beim Wandern immer wichtig. So manche Alm ist für den Wanderer nicht nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zum Gipfel. Oft genug ist sie auch das Ziel an sich. Denn dort gibt es eine hervorragende Brotzeit und oft genug einen grossartigen Ausblick über die Berge.

Sehnsucht Alm Karin Lochner Peter von Felbert 02
Aus über 700 oberbayerischen Almen wählte Karin Lochner 20 Hütten stellvertretend aus. Mit diesen zeigt sie Einblicke in das harte Almleben, in das entbehrungsreiche Leben und Arbeiten in einfachen Hütten, die oft ohne Strom und Warmwasser ausgerüstet sind. Das Leben auf den Almen ist geprägt vom frühen Aufstehen, vom Melken der Kühe und Ziegen, vom Käsemachen, Marmeladen einkochen, Brot backen und Wiesen schneiden zum Heu machen. Für die Wanderer, die vor allem am Wochenende in die Berge einfallen wie Heuschrecken, bereiten sie köstliche Kaiserschmarren, Käsebrote, Topfenstrudel und andere Leckereien zu. Einen besonders guten Einstieg in das Leben auf den Almen erhalten wir im Freilichtmuseum Glentleiten. Hier stehen 60 historische Gebäude: Bauernhäuser, Werkstätten und Almen.

Sehnsucht Alm Karin Lochner Peter von Felbert 03
Die harte Arbeit auf der Alm ist zwar entbehrungsreich, aber zugleich erfüllend. Und eines ist sicher: Auf der Alm gewinnt jeder Abstand zum Alltagsleben und findet sich in einer Zeit wieder, die eine längst vergangene scheint. Die Sennerinnen und Almerer in diesem Buch lehren uns, wie selbstverständlich und respektvoll man mit Tieren umgehen kann. Wie man vorwitzige Ziegen in den Griff bekommt und wie gern sich Milchkühe melken lassen, wenn auch mal mit ihnen geschmust wird.

All die Erlebnisse, die Karin Lochner und Peter von Felbert in diesem Buch gesammelt haben, waren kraftzehrende Wanderungen und jeden Schweißtropfen wert.

Karin Lochner war in der Sendung Sonntagsspaziergang vom Deutschlandfunk zu Gast und erzählte über ihr Buch Sehnsucht Alm.

Mehr Infos:

Johanna Seiler ist Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Ein Jahr lang darf sie das Bayerische Bier weltweit repräsentieren: Johanna Seiler, 26 Jahre, aus Nördlingen (Schwaben) ist die neue Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019. Sie wurde in der vergangenen Nacht in der Alten Kongresshalle in München gewählt. Der Bayerische Brauerbund unter Leitung seines Präsidenten Georg Schneider und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband unter Leitung seiner Präsidentin Angela Inselkammer präsentierten die Wahl der Bayerischen Bierkönigin 2018 / 2019.

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Die bisherige Bayerische Bierkönigin 2017 / 2018 Lena Hochstraßer verabschiedet sich nach einem Jahr Regentschaft. Auf der gestrigen Gala-Veranstaltung berichtete sie von ihren Erlebnissen zwischen Bayern, Norddeutschland und Peking. Sie präsentierte das Bayerische Bier für ein Jahr auf der ganzen Welt.

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler
Für die Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019 standen als Kandidatinnen Johanna Seiler, Sandra Pichlmaier, Jana Neubert, Sarah Müller, Sabrina Mair, Barbara Berger zur Wahl. Sie hatten sich bereits gegen einen größeren Kreis an Mitbewerberinnen durchgesetzt. Aus der Runde der letzten sechs Damen durfte das Online-Publikum auf der Webseite abstimmen. Außerdem bekamen alle in der Alten Kongresshalle anwesenden Gäste ein TED-Wahlgerät und durften für ihren Favoriten stimmen. Und eine fachkundige Jury, bestehend aus Elisa Berzaghi-Freymann, Angela Inselkammer, Stephan Johannes Reinhold, Georg Schneider und Karin Schubert stellte vorab fachgebundene Fragen und stimmte mit ab.

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MIZU Sushi-Bar: Das edle japanische Restaurant am Tegernsee

MIZU Sushi-Bar Bachmair Weissach Geniesserland Tegernsee
Bemerkt Ihr den Trend zum Edeljapaner? Hinter dem Namen MIZU Sushi-Bar steckt nicht etwa ein asiatischer Schnellimbiss, wie er beispielsweise in der Umgebung des Münchner Hauptbahnhofes en masse vorkommt. Das Gourmet-Restaurant des Bachmair Weissach betreibt dezentes Understatement und fasziniert uns mit einer hochklassigen japanischen Küche, die keinen Wunsch übrig lässt. Und eines war längst überfällig: Es ist das erste japanische Restaurant im Geniesserland Tegernsee.

Restaurants kommen und gehen. Manche Konzepte verschwinden schneller als das Restaurant für den Umbau brauchte. Mancher Hotelier entscheidet sich bereits nach kurzer Zeit für ein neues Thema für sein Restaurant. Vom Gourmet-Tempel zum Restaurant für Jedermann. Vom Lokal mit regionalen Spezialitäten zum Michelin-Stern gekrönten Geheimtipp. Oder der Chefkoch wechselt und damit das ganze Thema des Restaurants. Bestimmt war es eine Mischung mehrerer Gründe, warum Hotelinhaber Korbinian Kohler seinem einstmals Michelin-gekrönten Gourmetrestaurant Laulenzi schon bald nach unserem Besuch den Stecker zog. Nach einem behutsamen Umbau erfolgte die Eröffnung der Mizu Sushi-Bar.

MIZU Sushi-Bar Bachmair Weissach Geniesserland Tegernsee

Das MIZU ist eine perfekte Verbindung von puristisch-japanisch und bodenständig-bayerisch, zudem bringt es internationales Flair an den Tegernsee. Handschmeichelnde Tische aus Pflaumenholz bilden im Restaurant eine einladende Bühne für die raffinierten Speisen, edle sand- bzw. ochsenblutfarbene Stoffe aus Schilfleinen und die handgefertigten Lampenschirme aus Wiener Geflecht, die teils in sanftem Orange schimmern, schaffen eine Atmosphäre zum Wohlfühlen und Genießen.

Als Chefkoch Mizu Sushi-Bar gewann Hotelinhaber Korbinian Kohler den renommierten japanischen Koch Mitsutoshi Sugiyama, der im ersten japanischen Restaurant der Geniesserlandregion Tegernsee seit 2015 die Vielfalt moderner japanischer Küche live im neuen Show-Cooking Bereich präsentiert.

Zum gastronomischen und gestalterischen Gesamtkonzept gehört die Verbindung fernöstlichen Einflüsse mit traditionellen Materialien und kosmopolitischem ‚Lifestyle‘ des Tegernsees: leichte, gesunde Küche mit heimischem Fisch, Schilfleinen und edlen Hölzer sowie Asian-Infused Signature Drinks von Bachmair Weissach Ambassador David Barth an der restauranteigenen MIZU-Bar. (mehr …)

Steirisch Herbstln: Johann Lafer und die Steiermark zu Gast in München

Die Steiermarkt zu Gast in München auf dem Rindermarkt 4 #steiermark #rindermarkt #tourismus #urlaub #wein #weinhoheit #steiermark #graz #lafer #münchen #genuss

Steirisch Herbstln - Steiermark in München
München ist fest in steirischer Hand. Im wahrsten Wortsinne geschmackvoll eröffnet Steirisch Herbstln, der Steirische Herbstmarkt am Donnerstag, 31. August 2017, um 11 Uhr vom Genussbotschafter der Steiermark, Johann Lafer. Der Sterne- und Fernsehkoch schwingt beim Showkochen und zusammen mit dem Grazer Koch Christof Widakovich auf der großen Almbühne den Kochlöffel.

Steirisch Herbstln - Steiermark in München
Die steirisch-bayerische Delegation verköstigt unter dem Motto Steirisch Herbstln die Besucher auf dem Münchner Rindermarkt in der Ausseerland-Hütte mit Eierschwammerlsuppe, Kürbiskernbackhenderl und Apfelringen. Passend dazu präsentieren die Ausseer Narzissenkönigin und die aktuelle Weinkönigin die besten steirischen Weine aus dem Grünen Herz Österreichs. Noch bis Sonntag, 03. September 2017, können Münchner auf dem Rindermarkt steirisch herbst’ln und dabei echt steirisches Flair genießen.

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Restaurants in München: August und Maria im Brauereigasthof Hotel Aying

August und Maria
August und Maria
Gehoben – ja, überteuert – nein. So ziehen wir unser Fazit nach einem kleinen Abstecher nach Aying. Doch kündigt sich hier schon Grosses an. Die Familie Inselkammer investiert in die Zukunft, denkt dabei an neue Gäste mit einem deutlich größeren Budget – und verliert dabei die Nachbarn und Stammgäste keinesfalls aus den Augen. So findet hier jeder mit jedem Geldbeutel etwas. Der Brauereigasthof Aying mit der Kombination von beliebtem, rustikalem, klassisch-bayerischem Bräustüberl und das Hotel mit dem neuen Gourmet-Restaurant August und Maria sind die beiden starken gastronomischen Angebote der Brauerfamilie.

August und Maria
August und MariaKaum ein anderer Ort im Münchner Umland ist so stark geprägt vom Bier geprägt wie Aying. Seit fast 140 Jahren wird dort Bier gebraut und auch in München ist das Ayinger Bier in vielen Gaststätten vertreten. Das gesamte Anwesen mit Maibaum, Kirche, Brauerei, Bräustüberl, Brauereigasthof, Hotel und Biergarten kann ein Stück Bayern en miniature bieten, das Brauchtum und Tradition mit Komfort und höchsten Qualitätsansprüchen verbindet. Dazu gehören Heimatschätze wie eine historische Kegelbahn, ein denkmalgeschütztes Herrenhaus und ein alter Getreidespeicher. Doch noch Größeres kündigt sich an: Das alte und seit Ende der 1980er leerstehende Brauereigebäude soll künftig zu einem Resorthotel umgebaut werden. Das Potential wäre vorhanden, hier am Ostrand von München ein internationales Edelobjekt für eine gehobenere Klientel zu schaffen. Feine, bayerische Gastlichkeit lautet die Devise.

August und Maria
Geschäftsführerin Angela Inselkammer (58), die auch Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes ist, ist im Gespräch mit uns sehr zuversichtlich, dass das mittelfristig gelingen wird. Doch die derzeitigen Prioritäten sind klar: zuerst müssen die Nachbarn und Stammgäste glücklich sein, die die Basis des Erfolgs der Ayinger Brauerei sind. Mit dem neuen Gourmetrestaurant „August und Maria“, benannt nach den Großeltern des heutigen Senior-Bräu Franz Inselkammer, August und Maria Zehentmair, und den behutsam renovierten Zimmern im Hotel wird eine etwas betuchtere Kundschaft angesprochen, oder auch Stammgäste, die sich zur Hochzeit mal etwas ganz Besonderes gönnen wollen.

August und Maria
Das Hotel liegt im Vier-Sterne-plus-Bereich, könnte aber mit einem etwas erweiterten Angebot durchaus auch fünf Sterne erhalten, doch fehlt dafür noch etwas Hardware, wie etwa ein Wellnessbereich. Allerdings ist beispielsweise für die Suiten ein Butlerservice eine Option, die vom Hotelmanagement bereits für die Zukunft angedacht ist. Think Big – aber behutsam Schritt für Schritt vorgehen, gibt hier offensichtlich der gesunde deutsche Mittelstand den Takt vor.

August und Maria

Im offiziellen Hotelvideo schaut es so aus:

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Das Kranzbach: Das wirklich wahre Wellness-Wohlfühl-Hotel – very british

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Als Mary Isabel Portman vor 140 Jahren geboren wurde, ahnte keiner, dass sie eines Tages ein bedeutendes Kulturdenkmal in den bayerischen Alpen hinterlassen würde, weit von ihrer Heimat in London entfernt. Doch Zufall und Weltgeschichte wollten es, dass sie ihr Traumschloss nie bewohnen konnte. Dafür können wir heutzutage in einem historischen Schloss und gleichzeitig hochmodernen Hotel großartig ausspannen und das britischen Flair geniessen. Wir gönnen uns ein paar Tage im alpinen Hideaway Das Kranzbach in den bayerischen Alpen, unweit von Garmisch-Partenkirchen entfernt.

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Das_Kranzbach_Hotel_Juli_2014_024Mary Portman wird als hübsche, feingliedrige junge Frau mit ernstem, beinahe ein wenig trotzigem Blick von Zeitzeugen und Bildern beschrieben. Doch muss die Dame auch ein wenig mehr als trotzig-störrisch gewesen sein. Die Nähe zu Persönlichkeiten wie Emmeline Pankhurst und Virginia Woolf legen nahe, dass sie frauenrechtlerische und eventuell sogar radikalfeministische Theorien vertrat. Ob sie gar lesbisch war…? Und das war damals im konservativen England ein Frevel. Also wurde sie von der Familie finanziell reichlich abgefunden, so dass sie wohl keinerlei Geldmangel litt, aber enterbt und rausgeworfen wurde. Selbst heute noch ist sie auf der Wikipedia-Seite ihres Vaters Henry Berkeley Portman, 2nd Viscount Portman, nicht namentlich erwähnt. Dort steht, er habe nur acht Kinder gehabt, sie war aber sein zehntes Kind. Eine eigene Wikipedia-Seite hat ihr noch keiner gegönnt. So zog Mary Portman über Berlin und Dresden bis sie nach Krün kam.

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In Garmisch erwarb sie 1913 die Kranzbachwiese im romantischen Bergtal 15 km von Garmisch-Partenkirchen entfernt. Sie war zu dem Zeitpunkt 36 Jahre jung und zweifellos mit dem nötigen Kleingeld ausgestattet. Noch im gleichen Jahr lieferten ihr die englischen Architekten Detmar Blow und Fernand Billerey die Pläne für ihr „Wohnhaus in Krün“. Sie erbauten das „Englische Schloss“ mit seinen typischen Treppengiebeln ganz im Geiste der britischen „Arts and Crafts“-Bewegung, deren Mitglieder eine Renaissance der mittelalterlichen Handwerkskünste anstrebten. Kranzbachs märchenhaften Äußeres erinnert an schottische oder irische natursteingemauerte Country Houses.

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Vom Bahnhof Klais aus, Deutschlands höchstgelegenen Bahnhof auf 933m üNN, an dem sogar der ICE nach Innsbruck hält, führt eine Privatstrasse den Berg hinauf ins Elmauer Tal. Keine Nachbarn, keine Straßen – sondern rundum geschützte Buckelwiesen, Wälder der Bayerischen Staatsforste und die imposante Bergwelt mit Zugspitze, Wetterstein- und Karwendelgebirge. Die Lage kann kaum traumhafter sein.

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Im südlichen Nebengebäude ließ die künstlerisch begabte Schlossherrin eine hohe holzgetäfelte Konzerthalle einrichten, in der die besten Musiker Europas auftreten sollten. Mary Portman, Schülerin von August Wilhelm, dem Konzertmeister von Richard Wagner, war selbst eine hervorragende Geigerin, eine der besten im Europa ihrer Zeit.

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Ihre kostbare, 1735 vom Italiener Guiseppe Guarneri del Gesu erbaute Violine, befindet sich heute im Besitz der Stradivari-Gesellschaft und trägt den Namen „Mary Portman“. Gespielt wird das mittlerweile über 2 Millionen Dollar teure Instrument derzeit von der in Australien geborenen Violine-Solistin Adele Anthony.

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Das_Kranzbach_Hotel_Juli_2014_028Mary, die auch ein Haus in Berlin-Charlottenburg besaß, unterhielt enge Beziehungen zur deutschen und europäischen Musikszene und zu allerhand illustren Persönlichkeiten in Künstlerkreisen und der Frauenbewegung. Der Beginn des ersten Weltkrieges machte Mary Portmans Pläne zunichte. Ihr „Englisches Schloss“ wurde zwar im Großen und Ganzen fertig gestellt, aber wegen des Krieges konnte seine Erbauerin vermutlich nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Da Mary das Geld für den Bau aus England bekam, der Krieg die Auslandszahlungen stoppte und die Bauunternehmen ihr zustehendes Geld forderten, wanderte die junge Multimillionärin sogar für einige Tage ins Gefängnis. Für ihr Verhältnis des Kulturfans zum Land der Dichter und Denker war dies wenig förderlich. Nach dem Krieg kam sie nicht mehr zurück und starb 1931 im schweizerischen Montreux – ohne je ihr Traumhaus gesehen, geschweige denn ausgestattet zu haben. Dies Traumschloss wurde Filmkulisse für die Ganghofer-Verfilmung „Das Schweigen im Walde“, Bildungsstätte, Erholungsheim, Lazarett oder stand einfach leer. Nach seiner wechselvollen Geschichte kaufte 2003 der österreichische Hotelier Jakob Edinger das Hotel und liess umwandeln und eröffnete es wieder 2007 als Vier-Sterne-Superior Hotel & Wellness-Refugium Das Kranzbach nach umsichtiger Sanierung der Bestandsbauten sowie architektonischer Neukonzeption mit 131 Zimmern. Die 31 Zimmer im Haupthaus, dem steinernen Mary Portman Haus, erinnern aber von der Einrichtung her noch an ein englisches Landhaus aus dem vorigen Jahrhundert.

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In memoriam Mary Portman, die als ebenso kunstsinnig wie unkonventionell galt, wurde dabei im historischen Stammhaus ein englisch-exzentrischer Stil verfolgt, dem Stil der „Arts-and-Crafts Bewegung“ nachempfunden.

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Dafür wählte die Londoner Interieur Designerin Ilse Crawford Möbeldesign-Klassiker aus den letzten 100 Jahren, die sie mit kräftigen Farben und Mustern kombinierte.

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Das_Kranzbach_Hotel_Juli_2014_126Den Großteil der Einrichtungen (wie Tapeten, Teppiche, Lampen, Böden) ließ sie extra anfertigen und mixte sie dann mit Klassikern aus verschiedensten Epochen: Wie z.B. Egg Chairs von Arne Jacobsen, Chaiselongues aus den 30ern von Poltrona Frau, Thonet-Tischen und Stühlen aus den 60ern, die Midgard-Nachttischlampen aus den 80ern und Bad-Keramik von Aston Matthews von 1890. Der Rosen-Wandteppich ist ein ganz besonderes handgeknöpftes Einzelexemplar. Die Zimmer im »Mary Portman House« sind alle individuell eingerichtet – teilweise mit Hummel- oder Schmetterlingstapeten.

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Wer mag, kann im Games Room eine Runde Schach, Mühle oder Backgammon spielen.

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Die Zielgruppe dieses außergewöhnlich schönen und sehr besonderen Wellnesshotels: Mindestalter 16 Jahre, Kinder sind also unerwünscht. Was nicht gegen die Kinder geht, sondern für diese absolute Ruhe sorgt, die in dem Haus vorherrscht. Als wirklich wahres Wellnesshotel wird hier Wert gelegt auf Ruhe, Entspannung, Entschleunigung. Es gibt keinen Verkehrslärm, keine Straße führt in der Nähe vorbei, kein Flugzeug überfliegt das Tal. Das Kranzbach hat auch kein Problem, seine Gäste, die mit Kindern kommen möchten, an ein perfektes Familienhotel in der Nähe weiterzuleiten: Das Leading Family Hotel Alpenrose in Lermoos. Laut Hoteldirektor Klaus King sind Pärchen die Hauptkundschaft, dabei hat das Haus eine sehr hohe Stammkundschaft. Die Besonderheit: Das Hotel wird hauptsächlich von Frauen gebucht. Zuerst kommen die Frauen mit ihrer Mutter auf ein Mutter-Tochter-Wochenende, anschliessend kommen sie mit der besten Freundin zu einem Wellnesswochenende und erst beim dritten Mal nehmen sie den Partner mit. Von so einer aufschlussreichen Zielgruppe hatte ich bisher noch nicht gehört.

Einen kleinen Eindruck gibt Euch mein Zimmervideo:

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Soulmade Hotel Garching: Die neue Dimension des Wohnen auf Zeit

Soulmade Hotel Garching
Beats & Burger im Wohnzimmer, das ist der coole Einstieg in ein neues Hotelkonzept. Fette Bässe aus den Boxen, gut gemachte Hamburger mit frischen Zutaten, dazu eine ordentliche Portion Pommes sowie selbstgemachte Saucen, garniert mit interessanten und unterhaltsamen Hotelgästen in einer Lobby-Bar, die eher wie ein Wunsch-Wohnzimmer aussieht, so empfängt uns das Soulmade Hotel Garching. Wir sind zum Kennenlernen eingeladen in einem Hotel, das das erste einer künftigen kleinen Kette sein soll. Ein Home away from Home.

Soulmade Hotel Garching

Im Münchner Vorort Garching gelegen, könnte man denken, dass der Gast hier etwas ab vom Schuss sei. Doch weit gefehlt. Das Soulmade Hotel liegt keine zehn Fußminuten von der U-Bahnlinie 6, die Garching mit der Münchner Innenstadt verbindet, in einem ruhigen Wohnviertel. Der Garchinger Ortskern hat sich in den letzten Jahren deutlich gemausert. Die Gebäude des Standortes Garching der Technischen Universität München sind nicht weit entfernt, ebenso die Münchner Standorte von General Electric, Apple, Microsoft und vielen anderen weltweiten Konzernen. Und Garching ist vom Flughafen München nur einen Katzensprung entfernt. Ein Einkaufszentrum stand hier zuvor, das nicht mehr genutzt wurde, in einer Gegend, in der ein Hotelbedarf bestand. Ein idealer Platz also. In unseren Augen mit grossem Erfolg. Einer weiteren Expansion in einem stark wachsenden Segment steht nunmehr nichts im Wege, zumal Hotelkonzerne wie Accor, Citadines & Co. jetzt in den deutschen Markt drängen.

Zuerst könnt Ihr Euch gern mein Zimmer im Soulmade Hotel Garching anschauen:

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Restaurants in München: La Bohème – Coole kulinarische Kreationen

La Boheme Schwabing Vote against Prohibition

Der Name ist nicht unbekannt in München: Bis vor etwa zehn Jahren gab es schon mal ein La Bohème in München. Allerdings ist diese Kneipe längst aus dem Stadtbild und der Erinnerung der meisten Münchner verschwunden, einem Italiener gewichen, wie der Münchenblogger über den Verfall der Türkenstrasse lamentierte. Wir scheuten keine Mühen und besuchten diesen Newcomer am Münchner Restaurant-Himmel gleich zweimal kurz hintereinander: einmal im Rahmen eines Blogger-Meetings, einmal privat. Wir wollen es hier schon verraten: Diese Location ist ein echter Gewinn für die Stadt und füllt eine kulinarische Lücke. Was uns besonders gut gefiel: Hier wird extrem grosser Wert auf exzellente Küchenqualität und auch Kochen am Tisch des Gastes gelegt. Perfektes Handwerk steht hier im Vordergrund. Eine Einstellung, die leider sehr selten geworden ist. Überzeugt Euch selbst mit den zwei Videos in diesem Artikel.

La Bohème Aperitif im @la_boheme_schwabing : ein Crudino. - einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @mucbook #munichlifestyle #muc #mucstagram #exklusivmuenchen #minga #ilovemunich #igersmunich #bavaria #muenchnerecken #instagood #pictureof
Beim Bloggermeeting im La Bohème lernten wir das neue Restaurant und seine Umgebung kennen. Das gesamte Quartier wird gerade neu erschaffen. Bis vor wenigen Jahren noch stand hier eine Filiale der Metro, eine der günstigsten Tankstellen der Stadt, ein riesiger Parkplatz sowie das Holiday Inn Hotel, das auch zwischenzeitlich als Crown Plaza firmierte. Diese Gebäude sind längst Geschichte. Aus einer riesengrossen Baugrube sind mittlerweile neue Gebäude entstanden, die Tram-Linie 23 wurde durch das Gelände gelegt, der Nymphenburg-Biedersteiner Kanal wurde aus der Versenkung geholt und ein neues Stadtquartier geschaffen: Das Schwabinger Tor. Das Gebäude, in dem das La Bohème ist, soll eine Mischung aus hochmodernen, vernetzten Wohnungen, Büros, Geschäften und CoWorking-Offices werden. Schräg gegenüber will die Hotelkette Hyatt ein Haus der Boutique-Hotelmarke Andaz eröffnen. Die Jost Hurler Gruppe, der das gesamte Gelände gehört und die älteren Münchnern durch den damaligen Hurler-Markt, der später zur Metro-Filiale wurde, führte, schafft hier ein stimmiges und hochklassiges Ensemble. Während wir über das Neubaugebiet informiert werden, geniessen wir den Aperitif im La Bohème Schwabing: ein Crudino.

La Bohème Meet you at the bar! - #schwabingertor #laboheme #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @mucbook #munichlifestyle #muc #mucstagram #exklusivmuenchen #minga #ilovemunich #igersmunich #bavaria #muenchnerecken #instagood #pictureof
Nomen est Omen: Der Name La Bohème bezieht sich auf die Goldenen Zwanziger, auf die Bohème, die sich in München einst zusammenfand. Dieser Ort will Frühstücks-Restaurant, Business-Lunch-Treff, Cocktail-Bar, Nachbarschafts-Restaurant und Fine-Dining-Location in allem sein. Wir müssen sagen: es ist gelungen. Die Bar lädt zum Drink ein, kuschlige Sitzecken für kleine Gruppen erinnern an amerikanische Diners, an anderen Tischen lässt es sich sehr gut zu zweit gemeinsam dinieren und bei schönem Wetter lädt die Terrasse ein, die Münchner Abendluft zu geniessen. Am Schwabinger Tor ist echt was tolles entstanden.

Michael Urban La Boheme
Restaurantchef Michael Urban zufolge soll sich in seinem durchgehend von 9:30 – 00:00 Uhr geöffnetem Restaurant „La Bohème“ jeder zu jeder Tages- und Nachtzeit wohlfühlen. Er entstammt einer Münchner Gastronomenfamilie und ist Wirt durch und durch. Seine Kochausbildung erhielt er im Sölring Hof und im Münchner Königshof, zudem studierte er Betriebswirtschaft. Mit Chef de Cuisine Lilian Schumann verwirklicht er das Konzept, Lilian kommt ebenfalls aus der Sternegastronomie, wie dem Dresdner Bülow Palais, weiter führte sie der Weg ins Carpe Diem in Salzburg und in die Tantris Weinbar München. Chris Rieder ergänzt das Team als Barchef und kann in seiner Vita als Bartender Stationen in der Goldenen Bar und der Fantom Bar vorweisen.

La Bohème Schwabinger Tor: Co-Working, Carsharing, Talent Trust - cool new place to live. Will include a @hyatt @andaz hotel. And the @la_boheme_schwabing restaurant. - #schwabingertor #laboheme #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @muc
Die Hurler Gruppe will in dem Haus CoWorking und CarSharing Angebote integrieren. Wir sind gespannt, wie weit das inzwischen umgesetzt wurde. Natürlich sind auch Büros dort zu mieten, aber hier wird auch anders rangegangen: die Büros sind in allen Größen von Firmen auch für kürzere Zeitspannen zu haben, etwa für Projekte, die nur einige Monate dauern. Was normal nicht einfach ist, die meisten Büroräume werden mit 5 Jahresverträgen vermietet. Am Schwabinger Tor werden auch gemeinsam nutzbare Konferenzräume angeboten, was der Sharing-Idee des Projekts entspricht: es soll ein Carsharing mit Elektro-Ladestationen geben, Künstler-Ateliers, auf dem großen Platz könnte ein Wochenmarkt angesiedelt werden, ein 3D Drucker soll in irgendeiner Form nutzbar sein, es ist vieles am Entstehen. So kommt am Ende Bewegung ins Viertel und es findet ein Austausch statt.

Einen ersten Einblick, insbesondere in die Kunst, perfekte Crêpes Suzette am Tisch des Gastes zuzubereiten, gibt Euch dies Video:

Und um es schon vorwegzunehmen, könnt Ihr hier schon das Video unseres zweiten Besuches anschauen:

Und hier unsere Eindrücke der zwei Menüs: (mehr …)

Crêpes Suzette flambieren: Kochen am Tisch des Gastes

Crêpes Suzette Alpenhof Murnau 3 Hofmanns Juni_2011_12
Eine Kunst verkommt: Das Kochen am Tisch des Gastes. Welcher Kellner kann heute noch eine Crêpes Suzette vor den Augen des Gastes richtig zubereiten und flambieren? Wer lernt heute noch einen Hummer-Cocktail im Restaurant anzurichten? Welcher Kellner kann heute noch ohne weiteres eine Seezunge filettieren? Oder ein Zürcher Geschnetzeltes oder Boeuf Stroganoff kochen oder gar einen Obstsalat vor dem Gast schneiden? In einer Zeit, in der immer mehr ungelernte Hilfskräfte zum Hungerlohn in Hotellerie und Gastronomie an den Herd und auf den Gast gehetzt werden, geraten klassische Zubereitungen und Künste in Vergessenheit. Dabei ist es ein Trugschluss zu denken, der Gast lege keinen Wert mehr darauf. Im Gegenteil, er ist bereit, mehr Geld dafür auszugeben, wenn er erstklassig beraten und bewirtet wird. Wir liessen uns im Alpenhof Murnau eine Crêpes Suzette am Tisch zubereiten. Sie war perfekt.

Und ja, das ist ein Plädoyer für meinen Berufsstand. Ich bin gelernter Restaurantfachmann und auch wenn ich schon seit einigen Jahren nicht mehr in diesem Beruf arbeite, so fühle ich doch nach wie vor so etwas wie eine Kellnerehre. Ich persönlich habe in meiner Ausbildungszeit an der Steigenberger Hotelberufsfachschule Bad Reichenhall und im Steigenberger Berlin gelernt, wie Tatar oder Hummercocktail anrichten, Seezunge filettieren, Zürcher Geschnetzeltes kochen, Crêpes Suzette flambieren oder auch einen Irish Coffee zubereiten geht. Und mit mir alle anderen Azubis in diesen Berufen. Jahr für Jahr mühen sich viele Auszubildende in den Ausbildungsberufen der Hotellerie und Gastronomie ab. Sie lernen viele Sachen, die sie dann später kaum oder gar nicht mehr brauchen. Akademikern kommt das bekannt vor, denn auch im Studium lernt man viele Dinge, die später überhaupt nicht mehr relevant sind. So könnte man achselzuckend darüber hinweg gehen und sagen: „Tja, das ist halt so.“ Doch in diesem Fall, in der Hotellerie und Gastronomie, im Service am Gast und in der Küche, führt es zu immer weniger Qualität, zu immer weniger Dienstleistungsbereitschaft, zu immer weniger Selbstbewusstsein des Kellners und des Wirtes. Die Servicekraft wird zur Tellerschleuder, zum Tellertaxi und braucht dementsprechend keine Ausbildung mehr. Also wird sie auch geringer entlohnt – und die innere Kündigung des Angestellten ist perfekt. Schleuderservice für den Gast, der eh nicht bereit ist, gutes Geld für gute, ehrliche und auch körperlich harte Arbeit zu entrichten.

Crêpes Suzette Alpenhof Murnau 3 Hofmanns 2011_09
Doch ist es nach wie vor ein Trugschluss der zahlengeilen und auf „cost-cutting“ fixierten Geschäftsführer, die keine Wirtsehre im Herzen haben, wenn sie denken, dass das Kochen am Tisch des Gastes nichts bringen würde. Im Gegenteil: Der Gast ist bereit, für die Show, die er persönlich am Tisch bekommt, mehr Geld auszugeben. Ja natürlich, Crêpes Suzette am Tisch des Gastes zuzubereiten kostet Zeit. Der Kellner braucht die entsprechende Ausbildung und kostet entsprechend mehr Gehalt als ein Student, der nebenbei etwas jobbt. Der Kellner steht die ganze Zeit an dem einen Tisch und kann sich nicht um die anderen Gäste kümmern. Es müssen also weitere Kellner im Restaurant arbeiten. In einem kleinen Restaurant mit nur einer Servicekraft geht das nicht. Außerdem muss bei vielen Gerichten, die vor dem Gast zubereitet werden, ein Commis parat stehen, der zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Zutaten aus der Küche abruft und seinem Kollegen, der gerade das Essen zubereitet, bringt. Ja, das ist alles zeit- und kostenintensiv.

Doch auf der anderen Seite möchte jeder von uns ein wenig verwöhnt werden. Ein wenig Bauchmiezelei. Ein wenig Angeberei mag es auch sein. Es ist die kleine, private Show, die im Restaurant für genau nur den einen Gast oder den einen Tisch gemacht wird. Es ist das Gefühl des individuellen Gastes, den anderen zu zeigen: „Seht her, ich kann mir das leisten“ oder auch „Schaut, was ich für ein geiler Typ bin“ – und ja, von dieser Sorte gibt es viele Gäste. Und ein bisschen davon mag in jedem von uns stecken. Es ist durchaus ein interessantes Gefühl, wenn plötzlich alle Augen der anderen Restaurantgäste auf einen selbst gerichtet sind. Dabei sind sie es nicht, die anderen Gäste schauen den Gast, der das Gericht bestellt hat, nicht an, sie schauen auf den Kellner und seine Show vor dem Gast. Sie schauen auf das Essen. Und dann, und dieses ist empirisch bestätigt, bestellen fast automatisch weitere zwei oder drei Tische an dem Abend genau dieses Gericht oder ein anderes, das vor dem Gast zubereitet wird. Es ist ein kleines Gesetz der Serie: entweder an dem Abend bestellt kein einziger das Flambée-Gericht – oder es wird drei- oder viermal flambiert. Und mit Fug und Recht kostet jedes Gericht, das vor dem Gast flambiert, gekocht oder zubereitet wird, mehr Geld als das andere Essen. Die Gäste zahlen auch sehr gern etwas mehr für das bisschen Privatshow, das sie bekommen. Denn das köstliche Ergebnis ist genau nur für sie. Und jeder wird gern verwöhnt.

Da ich im Rahmen meiner Restaurantrezensionen auch hin und wieder gern die Qualität der Servicekräfte auf die Probe stelle, habe ich mir im Alpenhof Murnau sehr gerne eine Crêpes Suzette zum Dessert bestellt. Die Zubereitung, die Show war perfekt, der Teller erstklassig angerichtet, es war ein Gedicht! Herzlichen Dank daher nochmal an Küche und Service, es war alles absolut perfekt. Daher möchte ich es Euch nicht vorenthalten und bringe hiermit als Nachtrag für Euch das Video und das Rezept für die Crêpes Suzette am Tisch des Gastes flambiert.

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Kandinsky, Münter und Marc in Murnau: Auf den Spuren des Blauen Reiters

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Von Ahrenshoop über Dangast, Worpswede und Willingshausen bis nach Murnau am Staffelsee, so manches früher unbedeutende Dorf und Städtchen ist heutzutage berühmt und geehrt, weil Künstler es zum Refugium erwählten. Oft waren sie zu Lebzeiten eher unbekannt, unbedeutend oder unbeliebt. In ihrem Refugium erschufen die Künstler Großes. Sie dachten neu, dachten anders, waren in höchstem Maße kreativ. Niemand von uns weiss heute, von wem die Zeitgeschichte in 100 Jahren reden wird, der heute als Künstler tätig ist. Als Gabriele Münter und Wassily Kandinsky mit ihren Künstlerfreunden bis hin zum Dramatiker Ödön von Horváth sich in Murnau niederliessen, waren sie unbekannt. Heute werden ihre Bilder weltweit bewundert. Und alles begann hier: im Gabriele-Münter-Haus. Die Heimat des Blauen Reiters.

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Es ist ein nahezu unscheinbares Haus. Es ist keine großartige Villa. Es ist ein schlichtes Walmdachhaus, wie es Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts häufig in Deutschland gebaut wurde. Diesen Typ kenne ich aus meiner Heimatstadt Berlin, ähnliche Häuser stehen in und um München, dieses Haus wurde 1908 als Landhaus außerhalb von Murnau erbaut. In diesem Jahr verlebten Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin ihren Sommer und malten in Murnau, was bei Münter und Kandinsky die Hinwendung zu expressionistischer Malerei zur Folge hatte – aufgrund der Einflüsse von Jawlensky und Werefkin.

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Es war wahrscheinlich das Licht. Dieses warme, fließende Licht, das die Landschaft einhüllt und sie immer wieder in anderen Schattierungen schimmern lässt. Das blassblau aus dem weißen Nebel aufsteigt, der sich am frühen Morgen wie ein Schleier über das Murnauer Moos legt. Das mittags die Berge am Horizont so klar und deutlich in den Himmel zeichnet, dass jeder Felsgrat des Karwendelgebirges und der Zugspitze wie im Okular eines Fernglases heranrückt. Und das am Nachmittag das Alpenpanorama zu einem einzigen Bergmassiv zusammenschmelzen lässt – zu einem schwarz-blauen Scherenschnitt jenseits der endlosen Schilfwiesen der Murnauer Moorweiden, die in der Abendsonne rostrot aufleuchten. Es müssen diese Farben gewesen sein, die Wassily Kandinsky und Gabriele Münter so faszinierten. 1909 von Gabriele Münter erworben, wohnte sie dort dauerhaft mit ihrem Lebensgefährten Wassily Kandinsky bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 – wenn sie nicht gerade auf Reisen waren oder sich in München aufhielten. Damals kamen oft Malerfreunde, Sammler oder Kritiker zu Besuch nach Murnau, wie Franz Marc, Alexej von Jawlensky, Marianne von Werefkin, August Macke, Heinrich Campendonk, Paul Klee oder der Komponist Arnold Schönberg. So entstanden hier Ideen und wichtige Kunstwerke, die heute als Kunst des „Blauen Reiter“ berühmt sind. (mehr …)

Alpenhof Murnau: Winterromantik am Staffelsee

Alpenhof Murnau Feb 2013 013
Wohlfühlzeit im Werdenfelser Land: Ein perfektes Refugium versteckt sich in Murnau am Staffelsee. Der Alpenhof Murnau ist ein Fünf-Sterne-Hotel, das mit seinem individuellen Charme uns zu verzaubern weiss. Das Hotel ist Mitglied der Vereinigung Small Luxury Hotels of the World und bestätigt diese Mitgliedschaft mit dezentem Luxus auch in den kleinsten Dingen.

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Wir hatten bereits zweimal das Vergnügen im Alpenhof Murnau logieren zu dürfen. Daher bekommt Ihr auch den Einblick in zwei unterschiedliche Zimmerarten: Eine Maisonette-Suite und ein Doppelzimmer. Das Hotel bietet einige wunderschöne und große Zimmern und Suiten. Zu den Zeitpunkten unserer Besuche allerdings waren insbesondere die öffentlichen Bereiche zumindest in unseren sehr kritischen Augen renovierungsbedürftig. Der Investitionsstau des Fünf-Sterne-Hotels lag, wie wir sehr offen vom Hotelmanagement erfuhren, an den Eigentümern. Der Alpenhof Murnau gehört der Familie Erivan Haub, seinem Sohn Karl-Erivan W. Haub und der Kaisers-Tengelmann-Gruppe. Die einstigen unterschiedlichen Auffassungen zwischen der Hotelführung und dem Konzernmanagement sind wohl mittlerweile beigelegt. Denn inzwischen wurden große Teile der öffentlichen Bereiche, wie etwa die Lobby und die Rezeption komplett renoviert. Daher bringen wir unseren Einblick in dieses schöne Luxushotel erst jetzt.

Alpenhof Murnau: Zimmer #418 – Maisonette-Suite

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Andechser Molkerei Scheitz: Warum ich ein Fan von Andechser Natur geworden bin

Besuch der Andechser Molkerei Scheitz. Milch, Joghurt, Käse und alles in Bio. Neu: Crème Brulée Joghurt.
Denk‘ ich an Andechs, denk‘ ich an Bier – und Milch. Denn das kleine, verträumte Dörfchen südlich von München, mit wunderschönem Blick auf den Ammersee steht zum einen für sein weltberühmtes Kloster Andechs, in dem exzellente Biere gebraut werden. Und es steht für die Andechser Molkerei Scheitz, die seit über 100 Jahren beste Milch- und Käseprodukte herstellt. Bei einem Ortsbesuch lernte ich Frau Scheitz und ihre Molkerei persönlich kennen. Bis dahin hatte ich extrem selten mal zu Produkten von Andechser Natur gegriffen. Seitdem bin ich Stammkunde und Fan. Warum dieser Unternehmensbesuch dazu führte, erzähle ich Euch hier.

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Andechs ist immer eine Wallfahrt wert. Doch sollten wir nicht nur des guten Bieres wegen zu den Mönchen pilgern. Da sind wir nicht wirklich alleine, die Wirtschaft des Kloster Andechs platzt an schönen Tagen aus allen Nähten. Nur ein wenig weiter, in Sichtweite des Klosters liegt ein beeindruckend schöner, von Friedensreich Hundertwasser inspirierter Bau. Hier sitzt die Andechser Molkerei Scheitz. Wer sich allerdings die Mühe macht, etwas zu guugeln, der stellt schnell fest, dass es in diesem kleinen, beschaulichen Dorf eine sinnlose Konkurrenz gibt: Das Kloster gegen die Molkerei. Mal geht es um den Begriff „Andechser“, mal um das Hundertwasser-Gebäude. Es entsteht der Eindruck, dass sich die Klosterbrüder mit allen erdenklichen juristischen Mitteln dagegen wehren, dass ein zweites Unternehmen in Andechs Erfolg hat. Während die Inhaberin der Molkerei, Barbara Scheitz, ein gutes nachbarschaftliches Miteinander bevorzugt und bereit ist, den Mönchen entgegen zu kommen, verhält sich das Kloster seit dem Abgang von Pater Anselm Bilgri alles andere als christlich. Von Nächstenliebe und Partnerschaft sind die Mönche seitdem meilenweit entfernt. Man könnte versucht sein zu denken, dass denen der Genuss des eigenen – zugegebenermassen exzellenten – Gerstensaftes wohl zu stark zu Kopf gestiegen ist. Dabei beschäftigen beide Unternehmen ähnlich viele Mitarbeiter. Laut Wirtschaftswoche beschäftigt die Andechser Molkerei Scheitz 190 Mitarbeiter, die Andechser Brauerei und Klostergastronomie 220 Mitarbeiter. (mehr …)

Kochkurs I: 3-Gang-Menü mit Carpaccio, Skrei und Crème Brûlée

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Reisejournalisten kochen zusammen ein Neujahrsmenü: Dieser Kochkurs bringt uns auf ein paar neue, erfrischende Ideen, wie wir schnell, leicht und unkompliziert ein Drei-Gänge-Menü auch daheim für Freunde zaubern können. Wir trafen uns im Flemings Hotel München-Schwabing und kochten zusammen ein Diner aus: Rinder-Carpaccio, Gratiniertem Schrei und einer Creme Brûlée. Hier verrate ich Euch die Rezepte zu diesen drei edlen Gängen.

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Touristische_Runde_Neujahrsessen _Jan_2014_030Wie Ihr an den Bildern erkennt haben wir alle viel Spaß gemeinsam gehabt. Wir haben uns gleich am Anfang auf drei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe war für einen Gang zuständig. Innerhalb der Gruppen bekam jeder wiederum seine Teilaufgabe für den jeweiligen Gang. Ich war in der Gruppe für den Hauptgang. Es gab Fisch: Skrei. Wikipedia weiß zum Skrei: „Der (Atlantische) Kabeljau oder Dorsch (Gadus morhua) ist ein Meeresfisch, der in Teilen des Nordatlantiks und des Nordpolarmeers verbreitet ist. Als „Dorsch“ bezeichnet man junge Kabeljaue vor der Geschlechtsreife sowie die in der Ostsee lebenden, kleineren Kabeljaue.“ Für mich war der Skrei bislang eher unbekannt, daher hatte ich mich für diesen Gang gemeldet. Außerdem sind Carpaccio und Crème Brûlée eher gängige Gerichte. Eine Piccaata-Saltimbocca mit Fisch hingegen hatte ich bisher noch nicht gekocht.

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Hans-Werner Rodrian holt sich Tipps beim Küchenchef ab.

Unser Dreigang-Menü bestand aus:

  • Carpaccio vom Argentinischen Rinderfilet, Frühlingszwiebeln, Kichererbsen, Spinatsalat
  • Piccata-Saltimbocca vom Skrei mit Pistou-Risotto, glasierte Rote Beete
  • Vanille-Zitronen Crème Brûlée

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachkochen! (mehr …)

Restaurants in München: Fleischkonsum by Vincent Fricke

Fleischkonsum by Vincent Fricke Kiss me! Es ist Tag des Kusses! Im Stubaital sind auch die Kühe zum knutschen.

Steak oder Vegan – derzeit gibt es den Trend der Extreme. Je militanter die Veganer werden und jedem erbeten oder unerwünscht aufdrängen, dass sie Veganer sind und krampfhaft versuchen, ihr Umfeld zu missionieren, umso mehr Steak-Restaurants spriessen an allen Ecken. Die Wahrheit liegt wie immer in der goldenen Mitte. Ja, wir essen zuviel Fleisch. Und ja, die Massentierhaltung ist nicht gut für die Tiere und sie ist auch nicht gesund für uns Menschen. Umso wichtiger ist der aktuelle Trend, sich auf das zu besinnen, was schon unsere Großeltern und frühere Generationen getan haben: das ganze Tier essen. Von der Nase bis zum Schwanz – oder wie es auf Neusprech heißt: „nose to tail“. Das Münchner Pop-up Restaurant Fleischkonsum by Vincent Fricke setzt einige wichtige Akzente. Die Neuauflage von Fleischkonsum startet am 06.03.2017 im Holzkranich in der Maxvorstadt.

Bewusster Fleisch zu essen ist eine Frage der Vernunft und der Verantwortung. Der Koch Vincent Fricke besinnt sich auf die Rezepte unserer Vorfahren und interpretiert sie neu. Moderne Kochverfahren, Zubereitungsarten aus der ganzen Welt, wunderschön angerichtet und nichts übertrieben, so werden auch Innereien und andere Körperteile, die sich in den letzten Jahrzehnten keiner grossen Beliebtheit erfreuen konnten, auf den Tisch gebracht. In den Steakhäusern werden hauptsächlich die kurzgebratenen Fleischstücke serviert. Doch ein Rind besteht nicht nur aus Filet und Entrecôte. Und warum sollte der Rest des edlen Tieres nicht ebenso edel zubereitet auf unseren Tellern landen? Auch die Innereien haben ein Recht darauf, beachtet zu werden. Schliesslich verbergen diese von vielen fälschlicherweise und auf der Basis reiner Vorbehalte verschmähter Teile, kulinarische Köstlichkeiten. Außerdem sollten wir mehr auf die regionale Herkunft unserer Nahrung achten. Ein Tier, egal ob Rind, Schwein, Huhn, Schaf oder Ziege oder gern auch mal ein Pferd, sollte ein glückliches, gesundes und schönes Leben bis zu seiner Schlachtung führen dürfen.

Woher kommt eigentlich dieser Wahn, nur das möglichst Magere, kurzgebratene Fleisch eines Tieres zu essen? Es sind die Modernen Zeiten . Es ist die Wohlstandsgesellschaft, die sich den Luxus leisten kann, nur einen kleinen Teil zu essen und den Rest unbeachtet wegzuschmeissen. So eine Wegwerfgesellschaft ist zum wegwerfen. In anderen Küchen zählen die Innereien nach wie vor zu alltäglichen Küche. In Asien beispielsweise werden alle Teile eines Tieres nach wie vor zubereitet und gern gegessen. Während die chinesischen Restaurants in Deutschland hauptsächlich nach wie vor auf Schweinefleisch süß-sauer setzen, serviert in München seit Kurzem das Restaurant Sichuan-Küche seine regionalen Spezialitäten, bei denen die Innereien etwa die Hälfte der Speisekarte ausmachen. Bei meinem Besuch dort waren dementsprechend über 80% der anwesenden Gäste Asiaten. Unter Feinschmeckern gilt es allerdings bereits als Geheimtipp für wirklich authentisch chinesische Küche. Wir brauchen allerdings nicht so weit zu suchen, denn auch die italienische und französische Küche kennt viele Rezepte mit den aktuell unbeliebteren Fleischteilen. Warum also sind unsere deutschen Rezepturen fast in Vergessenheit geraten? Vincent Fricke will uns das gerne wieder in unser Bewusstsein bringen. Bewusster Fleischkonsum – das ist die Nachricht, die uns Fleischkonsum by Vincent Fricke auf den Weg gibt.

Fleischkonsum by Vincent Fricke Chef Vincent Fricke opens pop-up restaurant Fleischkonsum in August, 24th. - #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @mucbook #munichlifestyle #muc #mucstagram #exklusivmuenchen #minga #ilovemunich #igersmunich #bavaria #pictureo
Bei mir persönlich rennt Vincent Fricke damit eh offene Türen ein. Eines der traditionellen Weihnachtsessen bei meinen Eltern zuhause war und ist immer die Rinderzunge. Nicht dieses gepökelte Teil, das viele Metzger verkaufen. Sondern eine frische Zunge, die mein Vater sich beim Fleischer seines Vertrauens immer bestellt und dann daheim sehr köstlich zubereitet. Dieses zarte Fleisch ist einfach unübertroffen. Ein ganzes Tier zuzubereiten und alle Teile zu geniessen „bedarf ein wenig Know How, Offenheit für Alles und Altes und die Liebe zum Kochen und zum Produkt“, wie Vincent Fricke uns erklärt.

Einen kleinen Einblick in unseren Abend im Pop-up Restaurant Fleischkonsum by Vincent Fricke bekommt Ihr in diesem kleinen Video:

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Franziskaner: Ein genussreicher Abend mit einem Biersommelier

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Ganz schön anstrengend. Sechs Bier vor mir. Daneben ein Block und ein Stift. Ich sitze in einem Seminar. Harte Arbeit. Es geht um Bier. Wir verkosten in einer Blindprobe die verschiedensten Biersorten und müssen erraten, was es ist, obergäriges oder untergärig, Helles, Pils, Weissbier, Bock, alkoholfrei… Die Franziskaner Weissbierbrauerei in München hat zu einem Sommelierabend mit Arno Stockinger, Braumeister und Biersommelier, eingeladen.

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Franziskaner Weissbier ist eine der vielen Marken im Universum der weltgrössten Brauerei der Welt. AB InBev ist ein buntes Konglomerat, das durch die Übernahme der amerikanischen Anheuser-Busch Gruppe durch den brasilianisch-belgischen Konzerns InBev entstand. Im Oktober 2016 wurde ausserdem die südafrikanische Brauerei SABMiller übernommen. In Deutschland gehören die Marken Becks, Haake-Beck, Diebels, Spatenbräu, Löwenbräu, Franziskaner sowie Hasseröder zum Imperium. Die Münchner Franziskaner Brauerei konzentriert sich dabei als einzige ausschliesslich auf Weissbier. Der geneigte Leser mag sich nun fragen, was denn ein Verkostungsabend überhaupt bringt, wenn eine Brauerei nur eine einzige Biersorte, das bayerische Weißbier, produziert. Doch weit gefehlt. Denn Weißbier, im Norden Deutschlands als Weizenbier bezeichnet, hat viele Spielarten. Und auch wenn Franziskaner eine kleine Marke in einem weltweiten Konzern ist, so bekommen Geschäftsführung und Braumeister offenkundig den Spielraum, ein paar Spezialbiere aus dem Weißbier zu zaubern, die sich nicht nur in Bayern und Deutschland, sondern eben auch weltweit vertreiben lassen.

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Delikatessen in München: Feinkost Käfer lädt Foodblogger zum #meinkäfermoment

Delicious macaroons at @feinkostkaefer in Munich - #meinkäfermoment #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @mucbook #munichlifestyle #muc #mucstagram #exklusivmuenchen #minga #ilovemunich #igersmunich #bavaria #pictureoftheday
Trüffelschweine und Perlentaucher, Foodblogger, Gourmets und Gourmands werden hier ebenso glücklich wie Liebhaber gehobener Tischkultur und Kenner feiner Küche: Feinkost Käfer ist der Inbegriff für Lebensmittel allerbester Qualität. Der Ruf des Münchner Mittelständlers geht weit über die Stadtgrenzen hinaus, in ganz Deutschland ist das Delikatessgeschäft in der Prinzregentenstrasse bekannt. Inhaber Michael Käfer lud nun Münchens Foodblogger zum Kennenlernen in seine Räume unter dem Stichwort #meinkäfermoment. Es war ein grossartiger Tag. Ein Rückblick.

Michael Käfer begrüßt die Münchner Foodblogger - #meinkäfermoment #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @mucbook #munichlifestyle #muc #mucstagram #exklusivmuenchen #minga #ilovemunich #igersmunich #bavaria #pictureoftheday #p
Michael Käfer leitet bereits in dritter Generation das Geschäft. Seine Großeltern Paul und Elsa gründeten 1930 ein Kolonialwarengeschäft mit erlesenen Weinen, Likören und Flaschenbier und nannten es Feinkost Käfer. Deren Sohn Gerd führte das Unternehmen bereits zu deutschem Ruhm mit der Ausrichtung des Delikatessgeschäftes auf absolute Qualität, mit dem Gourmettempel Käfer Schänke in der ersten Etage des Hauses und er erfand den ersten Party-Cateringservice, der weltweit tätig ist. Michael Käfer verdiente seine ersten Sporen mit der Nobeldisco P1 und übernahm nach und nach das Imperium seines Vaters. Mittlerweile bewirtschaftet Käfer in München auch die Villa Stuck, den Genuss-Raum im Modehaus Ludwig Beck, die Messe München, den Audi Dome, die Galopprennbahn in Riem, mehrere Delikatessen Märkte und leitet die Gastronomie in der BMW Welt, in der Bobby Bräuer im Esszimmer zwei Michelin-Sterne erkocht hat. Seit kurzem gehört das Gut Kaltenbrunn im Geniesserland Tegernsee dazu. Und in Berlin speisen die Bundestagsabgeordneten im Dachgarten-Restaurant des Deutschen Bundestages feinste Käfer-Kost. Der Party-Service ist nicht nur an der Formel 1-Rennstrecke in Bahrein tätig sondern überall dort, wo die Kunden ihn wünschen. Und einmal im Jahr gehört das Wiesn-Zelt von Käfer zu den kultigsten Oktoberfestzelten der deutschen A-, B-, C- und Möchtegern-Promis.

#meinkäfermoment: Was Wilmersdorfer Witwen und Grünwalder Gören gemeinsam haben

Feinkost Käfer, das ist für mich als Berliner der Münchner Gegenentwurf zum KaDeWe am Tauentzien. In der siebten Etage des alt-ehrwürdigen Kaufhauses Des Westens liegt die Feinschmeckeretage. Hier ist alles auf einer grosszügigen hochmodernen, neu auf den Altbau aufgesetzten Etage versammelt, feinste Waren in rauen Mengen. Hier gehen die reichen Wilmersdorfer Witwen ihre Tomaten und Zitronen einkaufen. Der Berliner Otto Normalverbraucher leistet sich einen Besuch für Weihnachtsgeschenke oder zu besonderen Geburtstagen, wenn es mal etwas ganz Besonderes und Ausgefallenes sein darf. Oder er führt seinen Besuch dorthin aus. Ich erinnere mich, dass das KaDeWe früher auch besonders dazu taugte mit Besuch aus dem Osten dahinzugehen. Die DDR-Rentner waren dann immer extrem geschockt, wie sehr sie ihr ach so sozialer Arbeiter- und Bauernstaat betrügt und verar*.

Was also der Dahlemer Demoiselle das KaDeWe ist der Grünwalder Göre und Bogenhausener BussiBussi-Gesellschaft das Käfers. Die Schwabinger Schickeria shoppt in dem verwinkelten Altbau zwischen Keller und Erdgeschoss, treppauf, treppab ist der Laden eher ein Labyrinth und mit Sicherheit nicht behinderten- geschweige denn rollstuhlgerecht. Aber die hilfsbereiten Angestellten sind höchstwahrscheinlich jederzeit zur Stelle und erfüllen alle Wünsche, während die Berliner KaDeWe-Mitarbeitern mittlerweile den typischen Karstadt-Charme ausstrahlen… Doch auch der Münchner Otto Normalverbraucher geht zu Käfer wie zum örtlichen Wettbewerber Dallmeyer nur dann, wenn er für Geburtstage, Weihnachten oder als Mitbringsel das Besondere sucht. Die Hemmschwelle das teure Austern-, Champagner- und Kaviar-Paradies zu betreten ist in beiden Städten hoch.

#meinkäfermoment: Qualität aus Leidenschaft

Qualität aus Leidenschaft – so lautet der Leitspruch des Unternehmens. Das Stammhaus von Feinkost Käfer ist eine Art Deluxe-Supermarkt mit feinsten Produkten aus aller Welt mit 160 Mitarbeitern auf 1.400 qm. Bei nur 500 qm Lager führt das dazu, dass über 70% der 9.500 Produkte im Geschäft frisch sind.Die verwinkelte Struktur des ehemaligen Bürgerhauses schenkt jeder Abteilung ihr eigenes kleines Reich, in dem sich die Produktreihe wohl fühlt, wie es so schön blumig in einer Unternehmensdarstellung formuliert ist. Bei 350 Sorten Käse, 800 erlesenen Weinen und Spirituosen, 69 verschiedenen Mineralwasser, allein 10 Sorten Tomaten, 50 Sorten Fleisch oder 25 kostbaren Ölen fällt es sicherlich jedem schwer, sich zu entscheiden. Michael Käfer verbürgt, dass der Familienname für hochwertige Produkte und exklusive Dienstleistung steht: „Unsere fünf Unternehmenswerte einzigartig, hochwertig, überraschend, emotional und liebenswert müssen sich in jedem Produkt in in jeder Dienstleistung wiederfinden“, erklärt der Unternehmer.

Michael Käfer sucht nunmehr den Kontakt zu den Foodbloggern. Er kennt die Hemmschwelle und will diese abbauen. Jeder sei bei Käfer willkommen. So lud er zum gegenseitigen Kennenlernen in seine Heiligen Hallen in Bogenhausen. Nach einer persönlichen Begrüßung durch den Hausherren mit Aperitif inmitten des Kräutergartens auf der Dachterrasse des Hauses überliess er uns seinen Mitarbeitern. Michael Käfer erklärte uns, dass es eine Herausforderung sei, „sich als Unternehmen immer wieder neu zu erfinden, Feinkost Käfer aber den Ehrgeiz habe, sich immer weiterzuentwickeln“. Während früher ausgewählte Früchte von irgendwo her aus der Welt importiert wurden, gibt es heute beispielsweise eine Mango an jeder Obst- und Gemüsetheke. Unter anderem erfuhren wir dabei, dass zehn Prozent der Kräuter im Käfer-Stammhaus auf eben dieser Terrasse selbst angebaut sind. Wir erhielten eine sehr ausführliche und interessante Hausführung durch das Delikatessengeschäft sowie die Käfer Schänke mit Mario Stock, dem charmanten Leiter des Feinkostladens. Anschliessend wurden wir in eine Vorspeisen und eine Hauptgang-Gruppe geteilt. Ich schloss mich der Vorspeisengruppe an, da mich die Zubereitung für ein Saiblingstatar und die neue Züchtung einer bayerischen Garnele sehr interessierten. Die andere Gruppe bereitete das Dessert vor. Doch seht selbst im Video:

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Flughafen München: Surf & Style 2017 lädt Wellenreiter zur Surf-Gaudi

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Spätsommer, Sonne, Surfer-Feeling: Im Spätsommer 2017 verwandelt sich das München Airport Center (MAC) wieder zum Hotspot für Surfer aus der ganzen Welt. Surf & Style – eine der spektakulärsten Veranstaltungen, die der Münchner Airport zu bieten hat – geht in die siebte Runde.

Auch in diesem Jahr waren über 25.000 Zuschauer und mehr als 4.000 Surfer in drei Wochen im Flughafen München. Jeder, der Lust hatte, konnte sich ein Surfbrett schnappen und sein Können auf der 1,50 Meter hohen und 10 Meter breiten Welle beweisen. Unter fachkundiger Anleitung gab es Slots für Anfänger, die zum ersten Mal auf dem Brett standen. Und auch für die kleinen Wellenreiter war einiges geboten: Im Rahmen der Kid’s Trainings waren jeden Tag Spaß und Action für Kinder und Jugendliche garantiert.

Der Münchner Industriedesigner und Star der Riversurf-Szene Tao Schirrmacher schaffte es, sich gegen rund 130 Teilnehmern aus insgesamt zehn verschiedenen Nationen im Finale durchzusetzen. Er wurde zum neuen Europameister im Stationary Wave Riding gekürt. Den Titel des besten Riversurfers Europas holte er sich so nun schon zum dritten Mal.

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Geniesserland Tegernsee: Die vermutlich traumhaftesten Wanderwege in Bayern

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Egal ob Berlin oder München: Tegernseer Hell gehört derzeit zu den angesagtesten Szene-Bieren in Deutschland. Das dazugehörige Herzogliche Bräustüberl Tegernsee ist wiederum eine der beliebtesten Adressen für einen Münchner Wochenendausflug zu den wohl schönsten Wanderwegen in Bayern. Wir setzen uns in die Bayerische Oberlandbahn, kurz: BOB, und fahren raus an den schönsten See Oberbayerns, den Tegernsee. Doch wir wollen uns die Mass auch verdienen. Also schnüren wir die Wanderstiefel, packen den Wanderrucksack, greifen die Wanderstöcke und erobern die wohl schönste Wanderregion Bayerns. Ein Ortsbesuch.

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Mit der Fahrt in der BOB vom Münchner Hauptbahnhof hin zum Tegernsee haben wir uns bereits das erste Bier verdient. Denn das BOB-Ticket ist ein Wertcoupon für eine halbe Mass Tegernseer Hell. Da schmeckt die erste und die zweite Halbe doch gleich doppelt so lecker. Dabei ist es übrigens egal, in welcher Jahreszeit wir uns zum Tegernsee aufmachen. Einige Wanderwege in Bayern sind auch im Winter begehbar. Für andere Strecken sind Schneeschuhe, Schlitten oder Langlaufskier eher geeignet.

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Für Bahnenthusiasten gibt es übrigens zeitweise auch Sonderfahrten in historischen Zügen.

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Jeder erliegt dem Zauber der Wanderwege in Bayern. Die Alpenregion Tegernsee-Schliersee bietet unzählig schöne Wanderwege, die auch hinüber zum Schliersee führen. Für jeden ist etwas dabei. Ob mit dem Kinderwagen, dem Touren- oder Mountainbike bis hin zum extremen Kletterer. (mehr …)

Restaurants in München: Les Cuisiniers pflegt die französische Tafelkunst

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Les CuisiniersWir lieben die französische Küche, wir lieben Frankreich. Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin lehnt das Design nicht umsonst einer Schiefertafel an, die in französischen Restaurants fast überall zu finden ist. Als Reiseblogger sind wir gern in Frankreich unterwegs. Als Foodblogger haben wir bisher viel zu wenig über Restaurants in München geschrieben, die sich der französischen Küche widmen. Mit Les Cuisiniers wollen wir diese Lücke etwas schliessen. Küchenchef Jean Marc Ferrara führt sein Restaurant im Münchner Stadtteil Lehel bereits seit sieben Jahren. Zeit für ihn, etwas zu ändern. Unter dem Motto „L’Art Des Mets“ tischt er jetzt französische Klassiker modern interpretiert auf. Ein Ortsbesuch im Lehel.

Schon die Einrichtung des Les Cuisiniers versetzt uns in eine typische französische Brasserie. Eine grosse Schinkenaufschnittmaschine macht uns Appetit auf die typischen charcuteries, der jambon cru, der nicht nur in Italien, sondern auch in Frankreich sehr gern als Einstieg vorweg genossen wird. Auch die anderen Vorspeisen versetzen den Gast aus dem schönen München direkt nach Paris. Ein Salat mit gegrilltem Ziegenkäse und frischen Früchten? Oder eher ein Salat mit Gambas? Derzeit steht auch eine Hausgemachte Terrine vom Altöttinger Hirsch auf der Karte – regionale Spezialitäten auf französische Art dargeboten. Doch wir entscheiden uns für eine Auswahl von Klassikern.

Les Cuisiniers
„L’Art Des Mets“ bedeutet die Kunst der Telleranrichtung, doch übersetzen wir es auch gern etwas weiter als Tafelkunst. Noch ist nichts eingeschenkt – doch die Gläser laden ein, die edlen Kreszenzen zu geniessen, die der italienische Sommelier mit bester Sachkenntnis empfiehlt. Dieser ist stolzer Papa – und kümmert sich ganz nebenbei auch perfekt um freche Racker, die es im Restaurant kaum auf den Stühlen hält.

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Restaurants in München: Romans romantische Rom-Reise

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Das italienische Wohnzimmer in Nymphenburg: Wohl kaum ein Restaurant in München ist so wohnlich und gemütlich eingerichtet wie das Romans. In einem Jugendstilhaus im Münchner Nordwesten gelegen, geniessen die Gäste italienische Küche auf höchstem Niveau und können sich dabei fast wie daheim fühlen. Wir liessen uns gern von einem vorweihnachtlichen Menü verführen und liessen uns dabei die Panetonne-Interpretation des Chefkochs Riccardo Jannuzzi nicht entgehen.

Manchmal kann vornehme Zurückhaltung hinderlich sein. Nämlich dann, wenn ich in einem sehr schönen Restaurant zu Gast bin, die Einrichtung wirklich faszinierend gut gelungen ist, ich aber wegen der anderen Gäste nicht unbedingt als Fotograf unangenehm auffallen möchte. Im Romans war ein genialer Inneneinrichter am Werke. Sehr schöne Wandtapezierung, grosse Lampen an den hohen Decken des Altbaus. Eine sehr gelungene, romantische und leicht pompöse Gestaltung, die zur Umgebung und durchaus auch zum gut betuchten Zielpublikum passt, dass in München-Nymphenburg und Neuhausen in nächster Nähe wohnt. So müsst Ihr Euch mit dem Besuch der Homepage begnügen. Doch mein Diner möchte ich Euch nicht vorenthalten. Denn diese edlen italienischen Spezialitäten liessen uns geschmacklich gen Italien reisen. In die schönsten Restaurants Roms.

Schon die Vorspeise war ein wunderschöner Einstieg in die geschmackliche Italien-Reise.

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Das Adventsmenü im Romans:

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In die landschaftlich reizvollen Marken ging es mit dem Pasta-Gang. Hausgemachte Tagliolini mit Trüffel aus Marken liessen uns dahinschmelzen.

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Fast frisch aus dem Adria in die Pfanne und dann auf den Teller gehüpft kam das Steinbuttfilet, das von Kartoffelcarpaccio und Piccadilly-Tomaten sekundiert wurde.

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Kein italienisches Adventsmenü ohne Panettone! Die Interpretation von Chefkoch Riccardo Jannuzzi ist eine bayerisch-italienische Fusion und bringt uns somit wieder in die heimischen Gefilde zurück. Wir genossen Nockerln von Bauli-Panettone auf Marzipanschaum und Vanillesauce.

Romans img_1298 Riccardo Jannuzzi, der seine Hotelfachschule in der Campania absolviert hat, kocht bereits seit 2006 bei im Romans und verwöhnt nicht nur das Nymphenburger Publikum mit seinen Kreationen. Sein Credo ist dabei sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: hervorragende Qualität. Frischer Fisch, hervorragendes Fleisch und vor Ort von Hand produzierte Pasta fresca machen einen Großteil des Erfolges aus. Für Euch verriet er uns noch sein Dessertrezept:

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Nockerln von Bauli-Panettone auf Marzipanschaum und Vanillesauce
(für 4 Personen:)

Nockerln von Bauli-Panettone

  • Original italienische Panettone zerstückeln und im Hold-o-mat über Nacht bei 60 Grad trocknen lassen.
  • Das ganze abwiegen, etwa ca. 480 Gramm zerbröseln.
  • Dazu 120 Gramm Eiweiß einrühren und mit einem Schuss Liquore Strega abschmecken.
  • 1 Liter Wasser mit einer Prise Salz zum kochen bringen, mit zwei Löffeln die Nocken aus dem Teig herausstechen und Stück für Stück in das Wasser geben.
  • 3 Minuten kochen lassen
  • Auf Teller anrichten mit Vanille Sauce und Marzipanschaum.

Marzipanschaum:

  • 1/2 Liter Sahne mit 180 Gramm Marzipan langsam anrühren
  • Für 10 Minuten sieden lassen
  • Abkühlen lassen und servieren

Service:

Das schreiben die Anderen:


Disclosure:
Wir danken Bauli für die Einladung zu dem Adventsessen 2016.

Restaurants in München: Der italienische Advent im Brenner

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Des Deutschen Stollen ist des Italieners Panettone: Das Weihnachtsbrot. Süß, erquickend und labend. Ein Hefeteig voll mit Rosinen und Orangeat. Doch während der sächsische Stollen eine durchaus schwere Angelegenheit ist, kommt der italienische Panettone locker leicht daher. Die Italiener eben wieder: die Leichtigkeit des Südens. Gefühlt liegt München näher an Italien als an Sachsen, daher zog es uns in der Vorweihnachtszeit wieder in den Brenner Grill zu einem köstlichen Dinner.

Warum gerade ins „Brenners“? Nun, wir waren schon im Vorjahr dort und wurden bestens bewirtet, bedient, bekocht und wollten dies gern wiederholen. Für den Einstieg in einen perfekten Abend begannen wir gleich mit einem Glas Ruinart Rosé Brut. Die Weinkarte im Brenner ist exzellent sortiert. Doch Prosecco kann mir mittlerweile ziemlich gestohlen bleiben. Ich bin ein grosser Fan des TrentoDOC geworden. Doch leider finde ich auf der Weinkarte keinen exzellenten Ferrari oder ähnlich grossartigen Spumante aus dem Trentino, daher darf es dann gern ein Champagner sein. Mit seiner Hefigkeit erinnert er dezent schon an das, was als Dessert kommen könnte: Panettone. (mehr …)

Ludwig II: Mythos und Musical im Festspielhaus Füssen

Ludwig II
Ein Déja-vu mit Untoten. Die Bayern können nicht loslassen. Insbesondere nicht am pompösen König Ludwig II. Dieser war zwar daran schuld, dass Bayern fast pleite war und mit Bismarck paktieren musste gegen die Franzosen. Doch spülen seine Schlösser heute, 100 Jahre nach dem „Märchenkini“ soviel Gelder ins Staatssäckel, dass keiner dem damaligen Größenwahn böse ist. Nur das Musical über ihn geht immer wieder pleite. Am 17. August hatte eine neue Version des Märchenkönigs im Festspielhaus Füssen Premiere. Je nachdem, wie man zählt, ist es die dritte oder vierte. Und die Premiere war ein großer Erfolg, das anwesende Publikum begeistert, teils euphorisch, wie unser Co-Autor Dr. Jürgen Kagelmann berichtet.

Ludwig II
Regisseur Benjamin Sahler © Big DimensionAn den künstlerischen Leistungen gab es nichts zu mäkeln, sowohl die Darsteller des Ludwig, als auch der Elisabeth (Anna Hofbauer, übrigens gebürtig aus dem nahen Marktoberdorf) und Dr. Guddens (Uwe Kröger, den man nun wirklich nicht mehr vorstellen muß), waren einfach phantastisch gut. Letztlich ist der Musicalort einfach ideal – unmittelbar am Forggensee gelegen, mit einem traumhaften Blick auf die Berge und natürlich das Schloss Neuschwanstein, und dann herrschte noch hervorragend sonniges Wetter. Es wäre außerordentlich schade, wenn, wie in Füssen umlaufende Gerüchte berichten, tatsächlich aus betriebswirtschaftlichen Erwägungen an einen Abriß gedacht wird. (mehr …)

Mit Auto oder Bahn: Wie fahre ich in das Geniesserland Tegernsee?

Geniesserlandregion Tegernsee - Wanderweg zum Bauer in der Au
Auto oder Bahn? In das Geniesserland Tegernsee ist es von München aus nicht allzu weit. Und daher stellen sich die meisten Ausflügler die Frage, wie sie von München zum Tegernsee fahren wollen. Fahre ich mit dem Auto über die Autobahn und bin vor Ort flexibel? Oder fahre ich umweltfreundlich mit der Bayerischen Oberlandbahn (BOB)? Das Fazit kann nur so lauten, wie es die Juristen immer sagen: „Es kommt drauf an.“ Ja, auf was denn? Wir versuchen für Euch das optimale Verkehrsmittel zum Geniesserland Tegernsee zu finden.

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Schauen wir zuerst einmal auf die Karte. Denn daraus können wir schon sehr viel lesen und ableiten, ob sich das Auto oder die Bahn für eine Fahrt an den Tegernsee eignen.

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Die Bayerische Oberlandbahn (BOB) trifft zuerst am Ort Gmund auf den Tegernsee. Dies ist die nördlichste Gemeinde. Der nächste Halt und gleichzeitig die Endstation ist die Gemeinde Tegernsee. Von hier aus gehen einige Buslinien ab, die um den Tegernsee herum oder in andere Gemeinden fahren. Doch aufgepasst, diese Busse fahren nicht oft, nicht immer und selten dann, wenn man sie braucht. (mehr …)