Vive-le-Käse: Facebook App für französische Käsewerbung

Pünktlich zur Fußball WM 2010 in Südafrika starten diverse Anbieter jetzt kleine Spielchen. So auch die französische Vermarktungsgesellschaft Sopexa. Für französischen Käse haben die Marketender jetzt sogar eine Facebook-Applikation erstellt. Doch mir ist es gleich, ob es französischer oder ein feiner Schweizer Käse ist, die schmecken alle sehr lecker. Die Franzosen stellen allerdings die kühne Behauptung auf, dass der schönste Liebesbeweis ein Stück Käse sei, da Liebe bekanntlich durch den Magen ginge. So soll man also einen virtuellen Käsegruß senden.

Mehrere witzige Käseliebe-Motive stehen zur Auswahl und bei der Wahl zum Lieblingsmotiv, wird als Gewinn zusätzlich ein unvergesslicher Käsekochkurs verlost! (mehr …)

Dolce Frégate Hotel: Die Provence bei Bandol zwischen Wein, Oliven und Golf

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Bandol, Provence: Einst Zentrum des Jetset, heute nahezu vergessen. Doch die Franzosen feiern diesen Ort nach wie vor. Weinliebhaber pilgern hierher, zu den Winzern, zu den Restaurants, zu den Hotels. Zwischen der Provence und der Côte d’Azur liegt der kleine Küstenort Bandol. Der beliebte Ferienort ist nicht weit von Marseille und Toulon entfernt. Wir machen Station im Dolce Frégate Hotel und gönnen uns Wein, Oliven und eine Runde Golf.

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Bandol ist ein eleganter Ferienort. Knapp 8.000 Einwohner leben in dem Badeort. Neben noblen Villen mit gepflegten Gärten werden die Straßen und Gassen in Bandol von pastellfarbenen Häusern mit schmiedeeisernen Balkonen gesäumt. An der Uferpromenade stehen Palmen und Schirmpinien.

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Wie die Fußgängerzone im Zentrum lädt die Promenade zum Flanieren ein. In Bandol gibt es einen großen Jachthafen, in dem täglich Fährschiffe zur vorgelagerten Insel Ile de Bendor ablegen. Das Eiland befindet sich im Privatbesitz des Industriellen Paul Ricard. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte sich die Insel zu einem Treffpunkt des internationalen Jetsets.

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Wir flanieren über den Markt. Ich liebe die Märkte in Südeuropa. Diese sind immer so farbenfroh, voller frischer Früchte. Obst, Gemüse und Salate werden hier deutlich mehr als bei uns von der Sonne verwöhnt – und das sieht man in den knackigeren, kräftigeren Farben.

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Auch die reichhaltige Auswahl an Fischen und Meeresfrüchten lässt mir immer das Wasser im Munde zusammenlaufen.

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Köstliche Austern
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Appetit auf Seeigel?

Deutlich ruhiger und angenehmer geht es im Hinterland zu. Hier liegen schöne Hotels zwischen Weinbergen und Olivenhainen. Die typische provençalische Küche verwöhnt den Gaumen, die Weine sind perfekte Begleiter.

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Ausflug von Bandol nach Cassis

Eine halbe Stunde westlich von Bandol liegt das malerische Örtchen Cassis. Es bietet sich an, hier einen Zwischenstopp einzulegen, wenn man eh auf dem Weg von oder nach Marseille ist. Von hier aus empfehlen wir unbedingt mit den Ausflugsschiffen oder Fischerbooten eine Tour zu den berühmten Calanques zu unternehmen.

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Cassis hat eine malerische, typisch provençalische Altstadt. Im Mittelalter befand sich Cassis auf einer erhöhten Stelle, die heute Château (Burg) genannt wird. Die heutige Altstadt wurde im 18. Jahrhundert am Hafen erbaut und die befestigte Siedlung auf dem Hügel wurde allmählich aufgegeben. Die Château-Siedlung verfiel – und ist heute zu Luxusferienwohnungen ausgebaut und im Privatbesitz.

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Besichtigenswert sind das Rathaus sowie die dreischiffige Kirche Saint-Michel, die zwischen 1859 und 1867 im neoromanischen Stil errichtet wurde. Cassis lebt heutzutage hauptsächlich vom Tourismus, da keinerlei nennenswerte Gewerbe oder Industriebetriebe in der Stadt mehr vorhanden sind. Das merkt man dem Ort an. Aber an Overtourism leidet der Ort noch nicht.

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In der Altstadt dominieren kleine Kunsthandwerksläden mit den typischen Spezialitäten der Provence wie Wein, Oliven, Knoblauch, Zwiebeln, Marmeladen und viele andere köstliche Produkte. Außerdem Schmiedeeisernes oder bemaltes Steinzeug.

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Die Weine rund um Bandol

In Bandol treffen alle Bedingungen zusammen, um große und geschmacklich eigenständige Weine entstehen zu lassen. Diese herrlich sonnige Ecke im Südosten Frankreichs zwischen Toulon und Marseille ist mit ihren dem Meer zugewandten und gegen kalte Nordwinde geschützten Hängen geradezu ideal für den Weinbau. Mehr als 3.000 Sonnenstunden im Jahr, warme, aber nicht zu heiße Temperaturen aufgrund der Nähe zum Meer, lange, niederschlagsarme Herbste und die positiven Effekte des Mistral, der nach Regenfällen wie eine Schnelltrocknungsanlage wirkt und dadurch dem Fäulnisbefall vorbeugt, bieten selbst für den Anbau spätreifender Rebsorten außergewöhnlich günstige Voraussetzungen.

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Im Hinterland der Küste liegen die Weinberge von Bandol. Wie mit dem Lineal ausgerichtet ziehen sich die Reben schnurgerade an den Hängen einer Hügelkette entlang und sind in der Form eines natürlichen Amphitheaters angeordnet. Zu den Weinorten zählen weiterhin die Küstenstadt Sanary und im Inland die reizenden mittelalterlichen Bergstädtchen Le Castellet und La Cadière d’Azur sowie der Marktflecken Le Beausset. Tausende kleiner Parzellen ziehen sich entlang der Hügel auf durch Trockenmauern gestützten Terrassen. Restanques nennen sich diese dem steinigen Grund abgerungenen Flecken, auf denen außer Reben auch Olivenbäume, Aleppo-Kiefern, immergrüne Eichen und alle möglichen würzigen Kräuter gedeihen. Die Böden im Gebiet sind uneinheitlich, aber vor allem geprägt von Lehm, Kalk und Schotter. Die Südlage und die durchschnittliche Sonnenscheindauer von 3.000 Stunden im Jahr tragen zum Reifen exzellenter Rebsorten bei. Weine der Sorte Mourvèdre machen den Hauptanteil an der Rotweinproduktion aus. Auch der Rosé wird mehrheitlich aus der Mourvèdre-Traube hergestellt. Daneben sind noch die roten Sorten Grenache, Cinsault, Syrah und Carignan verbreitet. Vielfältiger ist das Traubenangebot für Weißwein. Hier gedeihen Bourboulenc, Clairette Blanche und Uni Blanc. In Bandol werden die Sorten Clairette Blanche, Bourboulenc und in geringem Umfang Sauvignon Blanc und Marsanne blanche angebaut.

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Keine andere französische Appellation hat dermaßen strenge Produktionsbestimmungen wie Bandol. Der maximale Ertrag ist auf 40 hl/ha begrenzt, das heißt nicht mehr als etwa zwei bis drei Trauben pro Stock. Beispiellos ist die Bestimmung, Trauben frisch gepflanzter Reben erst dann für den Bandol AOC zuzulassen, wenn die Stöcke ein Alter von acht Jahren erreicht haben. Die Pflanzdichte muss mindestens 5.000 Stöcke pro Hektar betragen und die Ernte ausschließlich per Hand erfolgen. Chaptalisierung, das heißt die Anreicherung des Mostes mit Zucker, um den Alkoholgehalt zu erhöhen, ist ebenso verboten wie alle Verfahren der Konzentration von Most und Wein. Für den Ausbau schreiben die Appellationsdisziplinarien eine Fasslagerung von mindestens achtzehn Monaten vor. Traditionell werden hierfür auch heute noch große Holzfuder verwendet. Doch einige Kellermeister haben – wie in anderen Gebieten auch – längst damit begonnen, Barriquefässer einzusetzen.

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Domaines Ott

Eines der bekanntesten Weingüter rund um Bandol ist mit Sicherheit die Domaines Ott. Insbesondere Liebhaber großer Roséweine werden die Flaschen mit der charakteristischen schlanken Amphoren-Form kennen. Die Geschichte des Weingutes und der Familie Ott geht bis auf das Jahr 1896 zurück, als Marcel Ott in Provence, in der schon seit der Antike Wein angebaut wird, Land erwarb. Heute gehören drei Lagen zum Weingut: Château de Selle, Clou Mireille und Château Romassan. Seit 2004 gehört das Weingut allerdings zum Champagnerhaus Louis Roederer, wird aber von den Cousins Christian et Jean-François Ott weiter betrieben.

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Wir besuchen das Château Romassan, das etwa 10 Kilometer vom Dolce Frégate Provence entfernt liegt und seit 1956 der Familie gehört. Wir bekommen eine Kellerführung und Degustation und sind sehr angetan von diesen Weinen, die das typische Terroir der Provence, des Bandol widerspiegeln.

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Die Familie Ott hat seit der Übernahme die alten Reben rausgerissen, die Weinberge mit besten Mourvèdre-Reben bepflanzt, außerdem einige Grenache, Cinsault und Syrah Weinstöcke gesetzt. Das alte Schloß aus dem 18. Jahrhundert wurde komplett restauriert.

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Die Weine der Domaines Ott, vor allem die aus der autochthonen Mourvèdre-Traube, präsentieren sich uns ganz typisch aus dieser Region, kraftvoll, robust, perfekt dem heissen Klima und trockenen Böden angepasst, wunderbar aromatisch – und mit einer tollen Länge sowohl am Gaumen wie auch im Keller zum lagern. Tolle Weine mit Charakter, die sensationell Spaß machen.

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Domaine de la Bégude

Vom Château Romassan aus geht es mit dem Jeep zur Domaine de la Bégude. Wir fahren eine halbe Stunde an Reben und Olivenbäumen vorbei in das Hinterland. Über 500 Hektar, davon 30 Hektar mit Reben bepflanzt, erstreckt sich diese Domaine. Hier streichelt der Mistral die Trauben. „Beguda“ ist provençalisch und bedeutet übersetzt „der Ort an dem man trinkt“. Und das tun wir sehr gern.

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Die Weine der Domaine de la Bégude sind etwas rustikaler, robuster, haben etwas weniger Eleganz als die Tropfen der Domaines Ott. Die Rosés präsentieren sich eher mit explosiven Aromen von Pfirsich, roten Früchten und Zitrusfrüchten und sind somit perfekte Begleiter zu typischen provenzalischen Gerichten. Die Weine der Domaine de la Bégude sind exzellente Weine für die Gastronomie und für sommerliche Atmosphäre.

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Bei einem Rundgang durch das Weingut sehen wir die für die Gegend typischen terrassierten Hänge, die zum Teil jahrhundertealten Weinbergmauern, deren Steine die Sonne am Tage speichern und über Nacht die Wärme an die Reben abgeben.

Dieses Weingut konzentriert alles, was für die Provence so typisch ist: Weine, Olivenöl, alte romanische Straßen, sensationelle Ausblicke auf das Mittelmeer, die spürbare Geschichte der Region und das typische „l’art de vivre provençal“.

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Die Weine der Domaine de la Bégude werden nachhaltig angebaut, ohne Einsatz von Herbiziden, Pestiziden oder sonstigen chemischen Einflüssen. Die Terrassen liegen bereits zwischen 350 und 420 m üNN und profitieren von den kälteren Winden. Im Keller werden einige Tropfen gezielt im Barriquefaß ausgebaut.

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Der größere Teil der Weine wird allerdings in den Edelstahltanks ausgebaut.

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Selbstverständlich verkosten wir die Weine sowie das Olivenöl.

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Und gönnen uns ein paar lokale Knabbereien dazu.

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Das Dolce Frégate Hotel

Das Dolce Frégate bietet seinen Gästen 133 Zimmer und Suiten, natürlich alle mit Klimaanlage. Alle Zimmer sind im Stil der Provence eingerichtet, fast alle bieten eine kleine Terrasse mit Blick aufs Meer. Es ist ein modernes, stylisches 4-Sterne-Plus-Hotel. Der Sprung zum fünften Stern wäre in so einer Lage, mit so einem Hotel und mit den Möglichkeiten nicht schwer. Doch angesichts der Ausrichtung des Hotels auf den MICE-Markt ist hier bestimmt der Blick auf die Corporate Governance Regeln entscheidend, die Unternehmen vorschreiben, nur in 4-Sterne-Hotels zu buchen.

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Dieser Blick auf Pool und Golfplatz zeigt sich mir erst am Morgen nach unserer Ankunft. Als wir am Vortag vom Flughafen Marseille aus das Hotel erreichen, ist bereits alles dunkel, so dass sich mein Zimmer nur mit künstlicher Beleuchtung etwas schummrig präsentiert:

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Blick auf den Pool bei Nacht

Am Abend geniessen wir im Restaurant des Dolce Frégate Provence ein Jakobsmuschel-Dinner. Der Küchenchef hat sich „La Noix de St. Jacques sous toutes ses formes“ auf die Fahnen geschrieben. Und so werden wir mit dieser kostbaren Muschel perfekt verwöhnt.

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Tartare de Saint Jacques mariné au citron vert
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Tartelette de Saint Jacques sur son lit de poireaux et coulis d’épinard
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Déclinaison de Saint Jacques d’Erquy, mousseline de potimarron et petits légumes du moment
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Pomme just caramélisée sur son fin sablé breton façon coquille Saint Jacques
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Wie für alle Dolce Hotels, so wendet sich auch das Dolce Frégate nicht nur an Urlauber sondern auch an den MICE-Markt. Insgesamt 13 Konferenzräume mit dem modernsten technischen Equipment geben Veranstaltern wie Unternehmen genügend Möglichkeiten hier auch im grossen Stil Events zu organisieren.

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Golf Dolce Frégate: Golf am Golf

Der spektakuläre Golfplatz hat 27 Löcher: Ein 18-Loch-Golfplatz und ein 9-Loch-Golfplatz bieten genügend Abwechslung für den Urlauber. Zumal eigentlich von fast überall der Blick auf den Golf, auf das Mittelmeer möglich ist. Wer noch etwas lernen möchte, der kann sich bei der Golf Akademie zum Unterricht anmelden.

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Und so probieren wir es ebenfalls und versuchen uns mal etwas beim Golf spielen. Wenn auch die wenigsten von uns schon mal vorher einen Golfschläger in der Hand gehalten haben. Aber mal so zwischendurch ein paar arme, kleine, weiße Bälle über eine schön gepflegte Rasenfläche zu prügeln macht schon Spaß.

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Disclosure: Herzlichen Dank an Dolce Hotels für die Einladung ins Dolce Frégate in die Provence. Unsere Meinung bleibst selbstverständlich davon unabhängig.

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Service:

5 Jahre Parc du Petit Prince: Finde die Seele Deiner Kindheit

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Freizeitparks gibt es wie Sand am Meer, aber dieser ist wirklich etwas Besonderes. Denn: Im Elsass schlug vor über 500 Jahren ein Meteorit ein, der in Fachkreisen als Météorit Ensisheim bekannt wurde. Historisch hat das große Bedeutung, denn dies war das erste Mal in der Geschichte des Abendlandes, dass ein Objekt, das vom Himmel fiel, beschrieben und analysiert wurde. Frühere Einschläge wird es sicher in Europa gegeben haben, nur sind sie seinerzeit nicht dokumentiert worden. Man kann ihn im Rathaus von Ensisheim sehen. Unweit davon hat man vor fünf Jahren einen Freizeitpark der etwas anderen Art aufgebaut, den Parc du Petit Prince.

Eigentlich gab es davor schon einmal einen Park, das anspruchsvolle Le Bioscope, das der neue Eigentümer Grévin & Cie (heute Teil der Compagnie des Alpes) am 1. Juni 2006 für berichtete 61 Mio Euro gebaut hatte. Dies war der erste Umwelt- und Gesundheitspark Frankreichs auf 12,5 Hektar. Wie in so vielen Gegenden, wollte man hier etwas ökologisch hoch Relevantes schaffen, etwas sehr Lehrreiches. Leider aber war der von den Architekten Frederic Jung und Ursula Kunz schön gestaltete Park kein Erfolg. Wahrscheinlich hatte man die allgemeine Akzeptanz für ökologische Themen überschätzt, vielleicht war der Park auch überfrachtet mit Lehren und Lernen, vielleicht war die Mischung der Themen nicht geglückt (Umweltverschmutzung, extreme Klimaverhältnisse, Ökosystem, aber auch Pflegen und Heilen), vielleicht hatte man die Zugkraft über die Landesgrenze hinaus überschätzt. Ziemlich sicher waren es jedoch die fehlenden typischen Erlebnisse, die man nun mal sucht, wenn man in einen Themenpark geht. 2012 stellte Grévin et Cie. daher den Betrieb ein. Seitdem versuchte man, für die Anlage eine andere und möglichst sinnvolle Verwendung zu finden. Ein Glücksfall war die schließliche Übernahme des Parks durch die erfolgreiche französische Ballonfirma Aerophile SAS – die 11 Mio. Euro in den Park investierte.

Für die thematische Neuausrichtung entschied man sich für das Leben und Werk des Fliegerdichters Antoine de Saint-Exupéry (eigentlich: Antoine Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte de Saint-Exupéry). Mehr als nur eine nationale Berühmtheit, schließlich sind seine Bücher weltweit bekannt geworden. Vor allem natürlich die Geschichte vom Kleinen Prinzen, die in viele Sprachen übersetzt worden ist und zur Standardlektüre an Schulen, aber auch an Universitäten zählt, nicht zuletzt wegen ihrer philosophischen Botschaften. (Einige Bemerkungen sind längst in die Allgemeinbildung eingegangen, wie das unendlich oft zitierte “Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!”)

Dieses 1943 erschienene Buch machte den Verfasser mit einem Schlag berühmt; dazu trug auch sein tragischer, geheimnisumwitterter Tod bei: Saint-Exupéry stand im Dienste der französischen Luftwaffe und war über viele Meere und in viele Kontinente geflogen, bei einem Routineflug stürzte er 1944 bei der Île de Riou nahe Marseille ab.

Die Ausstellung St.-Exupéry, Leben und Werk  – © Michel Caumes

Dichter, Abenteuer, Flieger, Philosoph – der Stoff, aus dem Helden gemacht werden. Und eine Geschichte, aus der man einen interessanten Themenpark machen kann. Am 1. Juli 2014 also öffnete der Ungersheimer Park mit einer völlig neuen Thematik – alles dreht sich hier um Saint-Exupérys Kleinen Prinz mit einer deutlichen ZielgruppenausrichtungFamilien mit Kindern zwischen 3 und 12 JahrenAlleinbesucher haben wenig von einem Besuch, in der Familie macht es am meisten Spaß, ein paar Stunden in diesem ungewöhnlichen Themenpark zu erleben. 

Dieser Park wendet sich an alle Menschen, die ein Faible für den Literaten Saint-Exupéry haben, dessen Lebensgeschichte hier unterhaltsam ausgebreitet wird. Oder die einfach die Prinzengeschichte mögen, und das dürften eine ziemliche Menge sein, denn von der gedruckten Version des Petit Prince sollen sich auch heute noch auf der ganzen Welt an die zwei Millionen Stück verkaufen. (Eine Auswahl der übersetzten Fassungen kann man natürlich im Park ausgestellt sehen.) Geschätzte 140 Millionen Exemplare sollen verkauft worden sein, die in beeindruckenden 270 Übersetzungen – Sprachen und viele Dialekte – erschienen sind. 

Eine Auswahl der Übersetzungen vom Kleinen Prinz – © Michel Caumes

Und gerade in den letzten Jahren gab es wieder neue Fernsehserien (2011 eine 78-teilige Animationsserie) und Filme (2015, The Little Prince), was die ungebrochene Aktualität des philosophischen Kinderromans belegt. Dem kommt auch zugute, dass die Autorenrechte 70 Jahre nach dem Tod des Verfassers nun frei sind und das Werk beliebig nachgedruckt werden kann.

Der neuartige Park, der von den Betreibern auch gerne als erster ‚parc aérien au monde’, also als Luftpark weltweit bezeichnet wird – was etwas missverständlich ist, schliesslich handelt es sich um das Thema Fliegen –, und Berichten nach rd. 50 Millionen Euro gekostet hatte, wurde 2014 von den Medien sehr wohlwollend aufgenommen. Dafür sorgte die besondere Mischung von Tieren, Kinos, Labyrinthen, Ballons u.v.a.m. auf 24 Hektar. 

Ikonische Figur am Eingang des Parks: Der kleine Prinz auf seinem Meteorit B612 © Michel Caumes
© Michel Caumes

Zu den ersten Attraktionen gehörten vor allem Dinge für Kinder ( – mit mehr oder weniger deutlichen Bezug zur Prinzen-geschichte): Klassische Kinderrides, wie das Aérousel (Karoussel mit kleinen Flugzeugen und Ballons),  Jahrmarkt-Attraktionen, wie ein Kettenkarussel oder Wellenflieger (Les chaises volantes), oder der kleine Bummelzug Le petit train. Spielplätze und –geräte, wie z.B. La grande balançoire (Die grosse Schaukel), die Kinder Zipline La tyrolienne, eine Schaf-Federwippe. Nicht zu vergessen ein schöner Spieleturm mit Hängebrücke – die Citadelle; und ein Indoor-Trampolin-Park, ein Labyrinthe de fontaine (Das Labyrinth des Brunnens), L’avion, ein begehbares altes Doppeldeckerflugzeug, und Wasserspielplätze und vieles mehr.

Der Wellenflieger
Spielplatz Citadelle
Eine echte Antiquität: Avion, die alte Antonov-2
Innen im Avion – © Michel Caumes
Kreatives Malen

Kinder können baden, hüpfen und tanzen, oder auch malen – wie z.B. bei Dessine-moi un mouton (Zeichne mir ein Schaf).

Es gibt audiovisuelle Highlights, wie 3-D, 4-D-Filme und interaktive Attraktionen wie Le Planète Sous-Marine-4D (Der Unterwasserplanet) und der Courier Sud (Südkurier), und stroboskopische Effekte im Vol de Nuit (Nachtflug).

Schwindelerregend.. der Nachtflug – © Michel Caumes

Und selbstverständlich kann man im Grand Cinéma die dreidimensionalen Abenteuer des kleinen Prinzen verfolgen.

Warteschlange beim Prinzenkino
Innen im grossen Kino (Le Grand Cinéma)

Aber die Höhepunkte waren und sind die Produkte von Aerophile. Zwei grosse beeindruckende feststehende Fesselballons, sie gelten als besonders robust und technisch ausgereift und so sicher und schwankungsarm, dass auch kleine und ängstliche Kinder ohne Probleme mitfahren können: Le Ballon du Roi (Der Ballon des Königs) und Le Ballon d’Allumeur de Réverbère (Der Ballon des Lichtanzünders). Die Aussicht ist aus 135 bzw. sogar 150 Metern definitiv prächtig. Falls das Wetter günstig ist, das heißt, der Wind nicht zu stark ist, steigt man so langsam nach oben, dass auch die Kleineren keine Angst zu haben brauchen. Und wenn der Wind zu stark ist, muss man sich eben gedulden. Dann geht Sicherheit vor Fun. 

Die Ballons
© Michel Caumes

Und das gibt es noch: ein luftiges Restaurant (für das es sich empfiehlt, besser nicht unter Höhenangst zu leiden) gibt es – die L’Aérobar du Buveur (Luftbar des Trinkers): man sitzt an einer großen runden Tafel, baumelt mit den Füßen in der Luft, während man von einer Plattform langsam in 35 m Höhe befördert wird. Allgemein loben die Besucher die hervorragende Aussicht von oben, auf die Berge der Vogesen, den Schwarzwald, die Städte Mülhausen und Colmar, während man einen Aperitif oder ein Glas Sekt geniesst. Dieses fliegende Foodtainment kommt gut an.

Die Aerobar – © Michel Caumes
Die Aerobar, Instruktionen vor dem Aufstieg – © Michel Caumes

Fünf Jahre später können die Betreiber durchaus zufrieden sein: Im ersten halben Jahr kamen 90.000 Gäste, 2015 waren es 120.000, 2016 150.000, 2017 200.000, also 35% Steigerung (– übrigens konnte man am 31.10.2017 mit 5.877 Gästen einen Tagesrekord verzeichnen). 2018 gab es auch wieder 200.000 Besucher (genau: 197.834). Fast jedes Jahr also ein neuer Rekord, das macht optimistisch für die Zukunft. 

Alle Erfahrungen international zeigen, dass die Gäste etwas Neues erwarten, wenn sie motiviert werden sollen, einen Park ein zweites Mal zu besuchen. Es braucht nunmal jedes Jahr neue Attraktionen. Das schaffte man auch im kleinen Prinzenpark, obwohl das Budget nicht besonders groß ist. Das ‚Erlebnispotenzial’, wenn man so sagen will, also wurde Jahr für Jahr vergrößert: 

Seit 2017 können sich die Besucher über die erste Achterbahn freuen, den gelben Family Coaster Le Serpent (die Schlange, die ja ein klassisches Motiv aus der Buchvorlage thematisiert). Er erreicht max. 39 km/h, fährt auf einer Länge von 222 m und einer Höhe von max. 9 m. Kinder müssen 100 cm groß sein, um mitfahren zu dürfen. Die Kapazität soll 400 Personen/ Stunde betragen.

Eingang zur neuen Attraktion Die Schlange
Spaß und Geschwindigkeit mit der Schlange
In und mit der Schlange

Zum anderen gibt es seit dem 25. Mai auch die erste Wildwasserbahn im Park: Atlantique Sud (Südatlantik). 

Das Interessante an diesem Flume Ride ist die Thematisierung. Sie bezieht sich nämlich auf einen guten Freund Exupérys, den wagemutigen Flieger Jean Mermoz (1901-1936), der für den französischen Luftpostdienst Aéropostale arbeitete und als erster die Verbindung Casablanca–Dakar flog. Er war auch der erste, der über den südlichen Atlantik Post von Toulouse nach Buenos Aires brachte. Wie den Schöpfer der Kleinen Prinzen ereilte auch Mermoz das Schicksal des plötzlichen Absturz im Nirgendwo des Ozeans. Und wie jener sind heute in Frankreich Schulen und Straßen nach ihm benannt. 

Abfahrt und Schussfahrt der Wildwasserbahn Atlantique Sud
Die Streckenführung des Wildwasserrides; zum Schluss fährt man gemütlich um die Antonov-2 herum

In dieser Attraktion stimmt schon der ganz nach der ehemaligen französischen Luftpostgesellschaft thematisierte Wartebereich mit dem Einstieg in die Boote, die aber hier anstelle der üblichen Baumstämme einem Flugzeugrumpf nachempfunden sind. Maximal fünf Personen pro Boot können in einem Kanal bis auf etwa zehn Meter Höhe fahren, den Ausblick auf den Park für ein, zwei Minuten genießen, bevor es mit der Schussfahrt ins kühle Nass geht; anschließend treibt man gemächlich über das Wasser des Kanals, und hat einen Blick auf einen ausrangierten Antonov-2 Doppeldecker der späten 1930er Jahre. Der Flume Ride hat eine Länge von 230 m und eine Höhe von 10 m; 8 Flugzeug-Baumstämme bieten 5 Menschen Platz; die Kapazität beträgt 650 Personen pro Stunde; mitfahren kann jeder über 95 cm Grösse.

Seit 2018 begeistert das Weltraum-Abenteuer Dans les yeux de Thomas Pesquet (Mit den Augen von Thomas Pesquet): Viele Kinder, die das Buch vom Prinzen gelesen haben, fragen danach, wie das nun wirklich so ist mit einer Reise durch den Weltraum. Da trifft es sich gut, dass ein französischer Raumfahrer oben gewesen ist, übrigens der jüngste Astronaut bisher. Ein beeindruckender Film im IMAX-Laser-4K-Format im Grand Cinéma zeigt die außergewöhnliche Mission des Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation. Die Zuschauer entdecken so die Erde aus einer Höhe von 400.000 Meter.

Der Kleine Prinz mit dem Astronauten im Weltraum

Auch im Prinzenpark hat man den Trend zu Virtual-Reality-Erlebnissen aufgegriffen. Das VR-Abenteuer Der virtuelle Flug schickt Klein und Groß auf einen abenteuerlichen Ballonflug mit dem Kleinen Prinzen. Der etwa fünfminütige VR-Film (kostet nichts extra) zeigt den Schwarzwald, das Elsass sowie die deutsch-schweizerische Grenzregion aus der Vogelperspektive. Die Zuschauer bekommen dank der 360 Grad-Aufnahmen den Eindruck, tatsächlich wie in einem Ballonkorb durch die Lüfte zu schweben.

In der Animations-Neuheit Le Petit Prince VR reisen die Zuschauer an der Seite des Kleinen Prinzen und des Fuchses von einem Planeten zum Nächsten. Diese Filme werden dann angeboten, wenn die Ballons wegen schlechter Wetterbedingungen nicht fliegen können.

Service:


Fotos: Park / Operaprince / © Michel Caumes / Dr. Jürgen Kagelmann / Götz A. Primke

Club Med Valmorel: Das luxuriöse Bergdorf

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All-Inklusiv-Urlaub mit Skipass, Wellness und Butler-Service: Das ist wohl das luxuriöseste Clubdorf in den Alpen. Der Club Med Valmorel empfängt seit bereits fünf Jahren seine Gäste und hat sich einen exzellenten Namen verdient. Der Ort Valmorel ist zwar nicht so weltbekannt und berühmt wie Val d’Isere, Meribel oder Courchevel, doch bietet das kleine Skiparadies Valmorel eine Menge für alpine Abenteurer, für Outdoor-Liebhaber und für Familien, die einfach perfekte Ferien verbringen wollen. Egal ob auf der Piste oder Freeride im Gelände, ob Winterferien oder Sommerurlaub, der Club Med Valmorel ist das siebte und wohl luxuriöseste Resort des französischen Clubanbieters in der Region des französischen Savoyen-Gebirges.

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Eiskalt ist es. Der Himmel tiefblau und die Bäume tragen weiße Mützen. Bei jedem Schritt knirscht der Schnee unter den Füßen. Wenn Frau Holle ihre Betten schüttelt, erstrahlt der Ort Valmorel in einem ganz besonderen Glanz und lässt die savoyardischen Alpen zum Winterwunderland werden. Das gemütliche Chalet-Dorf Valmorel auf 1.460 Metern gliedert sich harmonisch in die umgebende Berglandschaft ein. Die Gebäude im savoyardischen Baustil sind hier maximal vierstöckig und größtenteils mit Holz- oder Steinfassade versehen. Mit direktem Pistenzugang zum Skigebiet Grand Domaine rund um den Col de la Madeleine können sich Wintersportler auf rund 150 Kilometer Piste austoben. Das familienfreundliche All-Inclusive Resort bietet Sommer wie Winter ein umfassendes Angebot für Familien, Sportbegeisterte und Luxusliebhaber auf höchstem Niveau.
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Bordeaux für alle

Bordeaux CVIB Wine Makers Audrey Lauret Elsa_Menard Jean Jacques Dubourdieu

Eine Weinregion, drei junge Winzer, eine Mission: Audrey Lauret, Elsa Ménard und Jean-Jacques Dubourdieu sind aus Bordeaux nach München gekommen, um bei einem Mittagessen im Pageou sich und ihre Weine vorzustellen und dabei klarzumachen, dass das altehrwürdige Anbaugebiet, Heimat vieler der berühmtesten und teuersten Weine der Welt, durchaus fähig ist zur Erneuerung. Erstmals für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin nahm unsere Gast-Autorin Rozsika Farkas, eine allseits hochgeschätzte Wein-Journalistin, die Winzer, deren Weine und ihr Anliegen unter die Lupe.

Mehr Kommunikation untereinander, mehr Eingehen auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden sind Programm bei der neuen Winzer-Generation. Gern schließen sie sich zu Zirkeln zusammen, um von- und miteinander zu lernen und um sich besser zu vermarkten. Jean-Jacques Dubourdieu, 36, Herr über fünf Châteaux, macht bei der Jungwinzergruppe „Oxygène“ mit,


Audrey Pindefleurs hat zusammen mit anderen MitstreiterInnen „Arômes Jeunesses“ ins Leben gerufen.


Elsa Ménard, die den Betrieb, den sie von den Eltern übernommen hat, auf Biodynamie umstellt, ist zwar nicht vereinsmäßig organisiert, trifft sich aber regelmäßig mit Kolleginnen, den „Femmes du vin“ zum Austausch.

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Club Med: Präsentation der Jahresergebnisse 2011 im neuen Clubdorf Valmorel

Club Med Valmorel - Henri Giscard d'Estaing
Henri Giscard d’Estaing strotzt vor Stolz. Anläßlich der Neueröffnung des Club Med Valmorel präsentiert der CEO von Club Med starke Ergebnisse des Jahres 2011. Es konnten 130.000 Neukunden gewonnen werden, ein Anstieg um 19%. Das Village operating income stieg um 48% und das EBITDA der Dörfer stieg um 8,9% auf 126 Mio. Euro. Das net income stieg auf 33 Mio. Euro. Der RevPAR wuchs um 3,8% auf 135 Euro. Nach ein paar Jahren mit negativen Ergebnissen schreibt der Club Med wieder Gewinne, die Schulden konnten auf 165 Mio. Euro gesenkt werden, ein positiver Cash Flow von 38 Mio. Euro läßt die Clubdörfer erstarkt aus der Krise hervorgehen.

Selbstverständlich hat die weltweite Krise, der politische Frühling in den arabischen Ländern und die Katastrophe von Fukushima auch in den Büchern von Club Med seine Spuren hinterlassen. Doch heisst das nichts anderes, als dass die Zahlen dann noch besser wären. Außerhalb von Frankreich ist Deutschland der wichtigste Markt. Henri Giscard d’Estaing kann also sehr zufrieden auf die Veränderung des Geschäftsmodells sein. Die Clubdörfer wurden oder werden sukzessive umgebaut. Weg von den 3-4 Sterne Clubdörfer, hin zu einer deutlichen Aufwertung. Die Clubs sind jetzt fast alle auf einem 4-Sterne-Niveau, einige haben noch luxuriösere Bereiche im 5-Sterne-Bereich. Style, Design, Komfort sind im Vordergrund. Die sehr simplen Clubdörfer im 2-Sterne-Bereich sind längst Geschichte. Der Club Med ist mit seinen ersten Stammgästen älter, reifer, gesetzter und schicker geworden. Gleichzeitig hat Club Med es verstanden, die Yuppies, Dinks und Lohas in seine Clubdörfer zu holen.

Heute wird der Club Med Valmorel eröffnet, ein Skiclub in den französischen Alpen. Le Gourmand ist für Euch hier vor Ort. (mehr …)

Club Med: Neues Programm setzt voll auf Premium-All inclusive

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Club Med sagt Adieu zu Sparbrötchen. Mit der Eröffnung des Club Med Valmorel pflockt der Erfinder des Cluburlaubs und der All-inclusive Angebote neue Marken ein im hochpreisigen Segment. Auf der heutigen Sommer-Programm-Pressekonferenz stellte Club Med seine künftige Route vor. Während 3-Sterne Clubs geschlossen oder so renoviert werden, dass sie zu 4-Sterne Clubs werden, läßt sich hier vor Ort im Club Med Valmorel erkennen, wohin die Reise geht. Qualität, Design, Komfort, Großzügigkeit, Luxus. Und alles all-inclusive. Der einzige Unterschied ist, dass es auch hier noch teurer geht. Eine All-Suites-Etage und die angrenzenden Chalets sind für die Gäste, denen das Geld komplett egal ist und die jeglichen Luxus wünschen. Dabei stehen im Club Med Valmorel die Kinder komplett im Vordergrund.

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Von 9 Monaten Kleinkindern bis zu Jugendlichen: hier fühlt sich jeder wohl. Kindergarten mit voll ausgebildeten Kindergärtnerinnen, die auch Kinderkrankenschwestern sein müssen, Teenager-Club, in den Erwachsene keinen Eintritt haben, Kinderskischule, Kinder-Beauty-Salon im Wellness-Bereich – wer hier keinen Bock hat, seine „Alten“ zu sehen, kommt voll auf seine Kosten.

Premium-All inclusive ist die Philosophie, die Henri Giscard d’Estaing, PDG/CEO von Club Med International, und seine Mitarbeiter vorantreibt. Der Club Med Guilin in China ist als einziges Hotel gleichzeitig Mitglied der Relais & Châteaux Hotels. Dabei ist der Club die Eintrittskarte in den chinesischen Markt. (mehr …)

Dîner Goût de France 2017: Bewerbungsstart für Gastro-Event

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Goût de France

Vom Savoir-vivre über das Savoir-faire zur Savoir-savourer: Am 21. März 2017 findet zum dritten Mal das weltweite internationale Gastronomie-Event Goût de France / Good France statt. Mehr als 2.000 Köche auf fünf Kontinenten sind zum Frühlingsanfang dazu aufgerufen, zu einer Hommage an die französische Esskultur beizutragen.

Goût de France
Auch deutsche Restaurants jeder Preisklasse können sich mit einem Menüvorschlag, der dem hohen Qualitätsanspruch der französischen Küche gerecht wird, um eine Teilnahme bei Goût de France bewerben. Das Menü soll dabei für eine gesunde Küche stehen, die mit wenig Fett, Salz und Zucker auskommt und in der Gemüse und Getreideprodukte eine wichtige Rolle spielen. Die verwendeten Zutaten sollen dabei frisch und aus artgerechter Haltung sein, der Jahreszeit entsprechen und vorwiegend von regionalen Anbietern kommen.

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Hop Hop nach Frankreich: Hop! Air France übernimmt die Kurzstrecke von Air France

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Hop Air France ist die Germanwings der Air France. Was die Lufthansa bereits umsetzt, zieht jetzt auch der französische Wettbewerber durch: die Kurzstrecke wird an eine kleine Tochtergesellschaft ausgelagert. Voraussichtlich ab Anfang April 2015, also ab dem Start der Sommersaison, werden die Flüge aus Deutschland nach Frankreich von der kleinen HOP! bedient.

Air France hatte die kleine Billigtochter gegründet, um im Konkurrenzkampf gegen Billigflieger, Eisenbahnen und Fernbusse mithalten zu können. Dazu wurden die drei Regional-Fluglinien Brit Air, Regional und Airlinair zusammengelegt. HOP! bedient bereits jetzt zahlreiche vor allem innerfranzösische Kurzstrecken, wird allerdings von der Muttergesellschaft Air France-KLM noch deutlich stärker ausgebaut werden müssen.
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A-Rosa Stella: Kajüte oder Hotelzimmer? Das schwimmende 4-Sterne-Hotel empfängt auf der Rhône

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A-Rosa: Der Name ist Programm. Eine Rose am Bug. Jeder weibliche Gast bekommt eine Rose beim Betreten des Schiffes. Überall Rosen. Das schafft gleich ein warmes Ambiente. Dazu die persönliche Begrüßung durch den Hoteldirektor Andreas Reinelt höchstpersönlich. Ich fühle mich gleich bestens aufgehoben. Noch vor der Gangway zum Schiff bitten mich ich die eifrige Pagen, meinen Koffer dort stehen zu lassen, sie werden ihn gleich an Bord tragen, während ich an der Rezeption die notwendigen Anmeldeunterlagen unterschreibe und meinen Personalausweis vorlege. Na, das ist doch schon mal ein prima Start in eine Woche Kreuzfahrt. Nicht mit einem der grossen Hochseepötte. Nein, ich will die Lande um die Rhône kennenlernen. Ich befinde mich in Lyon am Ufer der Rhône und stehe kurz vor einer Flussschiffkreuzfahrt an Bord der A-Rosa Stella.

Vor etwa einer Stunde war ich am Flughafen Lyon Saint-Exupéry angekommen, wurde gleich von einem Chauffeur in Empfang genommen und hier direkt zum Anlegekai im Herzen von Lyon gebracht. Auf dem Schiff habe ich kein Gefühl, wirklich auf einem Schiff zu sein. Ja, ich bin eben über eine kleine Gangway an Bord gekommen. Doch die Rezeption, die kleine Boutique, der Lobbybereich, die Treppe zum Wellness-Bereich nach unten und die Treppen zu den Kajüten sehen eher nach Hotel aus. Und zwar einem sehr schönen Hotel auf 4-Sterne-Niveau. Nach den Anmeldeformalitäten gehe ich zu meiner Kajüte. Der Koffer steht bereits vor der Zimmertür.

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Ich öffne – und der Eindruck wird bestätigt: Das ist keine Kajüte. Das ist ein Hotelzimmer. Sicherlich, vielleicht etwas kleiner als ein normales Zimmer in einem 4-Sterne-Hotel. Doch war ich schon in so manchem Ibis oder Motel One mit deutlich kleineren Zimmern. In meinem Video bekommt Ihr einen Eindruck vom Zimmer:

In Fotos sieht das so aus: (mehr …)

A-Rosa Stella: Mit dem Schiff ins Herz von Lyon – und die Stadt mit dem Rad erobern

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Bienvenue chez Paul Bocuse et Antoine de Saint-Exupéry. Herzlich Willkommen in der wohl unterschätztesten Stadt Frankreichs: in Lyon. Während alle Welt immer nur von Paris redet, schwelgt Lyon in seinem Ruf als Stadt der Geniesser. Mag Marseille zwar mittlerweile die zweitgrößte Stadt Frankreichs sein, so ist die Agglomeration rund um Lyon nach Paris die zweitwichtigste und -größte im Land der Gallier. „La ville de gueule“, wie Lyon auch genannt wird, bezaubert und verführt dezent. Ich würde sagen: die Stadt ist ein „hidden Champion“. Ab hier ist die Rhône bis zum Mittelmeer schiffbar. Und hier fliesst die Saône in die Rhône hinein, die schon weitaus nördlicher schiffbar ist. Das ist der Grund, warum die A-Rosa Flussschiffe Stella und Luna in Lyon liegen: die Tour geht zuerst gen Norden die Saône flussaufwärts, dann zurück über Lyon die Rhône flussabwärts. Ich hatte etwas Zeit, bevor die Stella ablegte und schaute mich am Ufer der Rhône etwas um.

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Ich war gerade erst in Lyon angekommen, hatte auf der A-Rosa Stella eingecheckt, meine Kajüte Hotelzimmer inspiziert und wollte jetzt die Stadt etwas kennenlernen. Wo bin ich hier eigentlich? Der Quai Claude Bernard liegt mitten im Herzen von Lyon. Die Kreuzfahrer, die hier ankommen, können wirklich alle historischen Ecken zu Fuß erobern. (mehr …)

Venez à table! Die A-Rosa Stella bittet zum Dine & Wine auf der Rhône

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Frankreich ist Kulinarik. Genuss pur ist die Provence! Vive la Gourmandise! Die Gegend zwischen Lyon und dem Mittelmeer ist nicht nur von der Sonne verwöhnt. Die Böden und die Wetterverhältnisse sorgen in vielen Ecken der Gegend für optimale mikroklimatische Bedingungen für viele leckere Spezialitäten. Eine Kreuzfahrt durch Frankreichs Süden wäre also nicht perfekt, wenn es nicht auch ein Gourmet-Dîner geben würde. Die A-Rosa Stella begeistert mich auch in diesem Punkt. Das Schiff ist ein schwimmendes 4-Sterne-Hotel. Doch zum festlichen Menü zaubert die Chefköchin Silke Holz und ihre Küchenmannschaft Qualitäten hervor, die mit jedem 5-Sterne-Haus oder Sterne-Restaurant mithalten können. Dies Menü muss allerdings vorher reserviert werden, doch für mich war das keine Frage, das „Dine & Wine“ gehört zu meinem Programm.

Arosa_Stella_3_Cruise_Okt2012_007Wohlgemerkt: Das Dine & Wine-Menü ist zwar ein edles Menü und die Gäste ziehen sich auch dafür etwas eleganter an. Doch es ist kein Käptns-Dinner mit Smokingzwang. Auf der A-Rosa ist auch dies Dîner entspannt und ungezwungen. Das Dine & Wine-Menü hat, so erklärt uns die Service- und Küchencrew, den Anspruch, durch Gegensätze die Geschmacksnerven zu reizen. Die korrespondierenden Weine sollen gezielt im Spiel mit den Aromen und Gewürzen der Speisen etwas provozieren.

    Amuse Bouche:

  • Tartar von der Königskrabbe mit Pomello und Basilikum
  • Vorspeise:

  • Mediterraner Schwertfisch mariniert in nativem Olivenöl und Sojasauce mit Fenchel Confit
  • La Vieille Ferme Rosé 2011, Côtes du Ventoux
  • Fischgang:

  • Basilikum Zucchini mit Mandelmilch und gebratener Riesengarnele
  • Perrin Réserve blanc 2011, Côtes du Rhône
  • Hauptgang:

  • Lammrücken und -schulter mit Lorbeerblättern, Aubergine, und geschmorten Kartoffeln
  • Perrin „Peyre blanche“ 2010, Cayranne
  • Dessert:

  • Erdbeere an „Macalong“, kristallisierter Salbei
  • Perrin Muscat de Beaumes de Venise 2010

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Arosa Stella: Ein Nachtspaziergang durch Avignon

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Monumente laufen nicht weg. Die lassen sich auch nachts noch besuchen. Ja, die Museen sind zu. Die können warten. Mein nächster Besuch kommt bald. Schon allein deshalb, weil meine Flasche Pastis von Manguin bald leer ist. Das warme Spätsommerwetter hier in Avignon lädt gerade dazu ein, sich die Stadt mal nachts zu erobern. Zumal die A-Rosa Stella eine geführte Nachtwanderung durch Avignon anbietet. Am Tage war ich auf der Île de la Barthelasse radeln und hab nur am Ende der Radltour etwas von der Stadt gesehen. Jetzt also soll mir doch bitte ein lokaler Stadtbilderklärer die Schönheit der Stadt erschliessen.

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Wer nicht, wie wir, mit seinem persönlichen 4-Sterne-Hotel auf der Rhône hierher geschippert ist, braucht sich in einer touristischen Kleinstadt wie Avignon keine Sorgen zu machen. Hier sind genügend Hotels, kleine und größere, vorhanden. Direkt in der Innenstadt sind in bester Lage beispielsweise ein paar Mercure-Hotels, Lauffaule wohnen hier also direkt neben den historischen Gemäuern.

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Der mächtige Papst-Palast liegt nach wie vor trutzig am zentralen Platz. Es sind wesentlich weniger Touristen zu sehen, was diesen Ort wesentlich angenehmer macht. Ich geniesse die Ruhe. Der Mond erhellt den Platz, doch auch die Illuminierung der Stadt ist wunderschön. Avignon weiß mit seinem touristischen Pfund zu wuchern. Unser Stadtführer ist weit davon entfernt ein Eingeborener zu sein. Als flämischer Belgier ist er zum Studium hierher gekommen und hängen geblieben. Er verrät uns, dass die meisten Menschen in Avignon nicht in der Altstadt, sondern in den modernen Vororten drumherum leben. Die Stadt lebt sehr stark vom Tourismus. Wenn im Winter die Saison vorbei ist, dann kommt auch er mal dazu, Urlaub zu machen.

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Wer ein paar Euro mehr hat als andere, der findet natürlich auch in Avignon vom Michelin mit Sternen bekrönte Restaurants. So soll etwa dies Restaurant hoch oben zu den besseren Lokalen der Stadt gehören. Leider blieb keine Zeit, mal eben auf die Karte zu schauen, denn schon zog es unseren Belgier zu den verborgeneren Ecken der Stadt. Denn bis hierhin beschwerten sich einige Mitreisende, dass das Programm am Abend identisch sei mit der Stadtwanderung, die sie am Tage gemacht hätten. Tja, Leute, selbst schuld: wart ihr mal mit zum radwandern gekommen. Wer bucht denn bitte auch zwei Stadtführungen in so einer kleinen Stadt am gleichen Tag? Doch während die Führung am Tag dann die sonnige Zeit in kühlen, schattigen Papstmuseen verbrachte, zog es den netten Belgier in die hinteren Ecken von Avignon.

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Wie so manche südeuropäische Stadt lebt Avignon nachts auf den Plätzen. Restaurants, Crêperien, Cafés, Bars… Menschen jeden Alters treffen sich hier, essen, trinken, quatschen und haben eine schöne Zeit. So ein Flair wünsche ich mir oft auch in Deutschland. Doch selbst wenn wir schönes Wetter haben, dann gibt es leider viel zu oft ein paar Vollidioten, die es der Gastronomie und den Gästen schwer machen…

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Für mich sind diese Plätze jedenfalls ideal, um hier einen feinen Pastis als Apéritif zu geniessen, anschliessend ein kleines 3- oder 4-Gänge-Menü, dazu einen leichten Rotwein aus dem Rhônetal. Was will man mehr?

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Sogar auf dem Platz vor dem Rathaus sind die Restaurants noch offen, Gäste sitzen auf dem Platz und haben keine Eile. Im Gegenteil zu uns. Uns treibt unser Stadtführer durch die Gassen, damit wir auch ja rechtzeitig wieder auf unserem Dampfer landen. Denn dieser gibt uns leider eine Zeit vor, zu der wir wieder dort sein müssen. Nunja, aus dem Disco- und Kneipenalter bin ich ja schon lange raus, ich muss hier keine Nacht durch machen. Doch mit der richtigen Begleitung im richtigen Lokal würde ich es hier schon länger aushalten können.

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Für die Kunstbegeisterten hat Avignon übrigens auch ein kleines Theater. Es liegt direkt neben dem Rathaus. Wem also das Theater der Stadtoberen nicht genug ist, der kann dann hier noch etwas höhere Kunst und Kultur geniessen.

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Doch für uns ist es Zeit, wieder an Bord unseres Kußmund-Schiffes zu kommen. Doch auf welches? Mittlerweile liegt die A-Rosa Stella mit der A-Rosa Luna Seit‘ an Seit‘. Die Schwesterschiffe sind im Päckchen sicher miteinander vertäut. Und ich schließe erstmals nachts meine Jalousie, damit mir der Nachbar vom anderen Schiff nicht in meine Kajüte, äh mein Hotelzimmer schaut.

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Am nächsten Mittag heisst es dann Abschied nehmen von Avignon. Ich gönne mir noch einen schönen Stadtspaziergang, erkunde die Stadt auf eigene Faust, finde die Markthallen, die ich gleich leerfuttern könnte. Finde kleine, schnucklige Seitenstraßen, nette Straßencafés. Doch habe ich meine Kamera an Bord gelassen. Denn dieser Morgen fing total neblig, grau, diesig an. Das gibt keine schönen Fotos. Doch als ich zum Mittag hin, nur etwa eine Stunde bevor die A-Rosa Stella Avignon wieder verließ, auf die Pont d’Avignon ging, ich auf der Brücke ein paar Tanzschritte machte, da brannte sich die Sonne gerade durch den Hochnebel. Und ich ärgerte mich, dass ich die Kamera nicht dabei hatte. Mais j’étais sur le pont d’Avignon.

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Und während die Sonne sich mehr und mehr durch den Hochnebel kämpfte, installierten wir uns wieder auf dem Oberdeck. Die A-Rosa Luna legte als erste ab, Richtung Lyon. Und kurz darauf folgten auch wir, Richtung Arles. Auf in die Camargues!

Welche Smartphone-Apps und Social Media Anwendungen sind wichtig für den Urlaub im Elsass?

Mobile und Social sind in Frankreich selbstverständlich. Während auf der deutschen Seite des Rheins noch diskutiert wird, was alles negativ daran ist, jetzt überall verfügbar zu sein, und was schlimm daran ist, viele soziale Kontakte zu haben, wird jenseits von Gevatter Rhein einfach mal losgelegt. In Frankreich wird nicht nur beim Essen an die Gäste gedacht. Touristen, für die die Schlagwörter „sozial“, „lokal“ und „mobil“ zunehmend eine wichtige Rolle spielen, kommen im Elsass auf ihre Kosten. Das Angebot für Web 2.0 affine Besucher wird von zahlreichen Arbeitsgruppen und Initiativen beständig weiterentwickelt: mobile Webseiten, Apps, QR-Codes und GPS-Tracks zeigen Elsass-Reisenden die Region in einer „augmented reality“ – einer erweiterten Realität. Der sogenannte „M-Tourismus“ (mobile Dienste und Global Positioning Systeme) via Smartphone-Apps eröffnet dabei ganz neue Möglichkeiten. Touristen können lokalisiert und mit standortbezogenen Auskünften versorgt werden und sich so unterwegs unmittelbar Zugang zu personalisierten Informationen verschaffen.

Das einfachste Mittel für mobile Informationen sind Flashcodes, die auf Informationstafeln oder Gebäuden in Dörfern und Städten angebracht wurden. In Sélestat kann man zum Beispiel einer zwei Kilometer langen Strecke mit neun QR-Code-Stationen folgen. Smartphone-Nutzer sehen so über ihre Smartphone-Apps alle Highlights und erfahren viel Wissenswertes über das Städtchen im Zentralelsass, ohne an einer klassischen Führung teilzunehmen. Aber auch viele mobile Webseiten und Apps bereichern das touristische Angebot im Elsass: (mehr …)

Bordeaux: Herbeigeschriebene „Krise“

Rechtzeitig vor der ProWein meinte eine Journalistin der Welt Online unter der Überschrift „Bordeaux-Winzer kämpfen ums Überleben“ eine aktuelle Krise unter den Winzern im Bordelais herbeizuschreiben. Der anerkannte Weinjournalist und Blogger Mario Scheuermann nimmt den Artikel unter der Überschrift Schiefes WELT-Bild nach allen Regeln journalistischer Kunst auseinander.

So kann es kommen, wenn man offensichtlich schlecht recherchiert und den Süden Frankreichs mit dem Bordelais vermischt.

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Miesmuscheln in Roquefort-Weissweinsauce mit tollen Weissweinen von Johner Estate und Kiefer

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Muscheln in Käsesauce? Ja, richtig! Schmeckt sagenhaft gut! Während in diversen italienischen (und sicher auch anderen) Restaurants Miesmuscheln immer nur mit Tomatensauce oder einer Weißwein-Gemüse-Sauce serviert werden, sind unsere französischen Nachbarn etwas kreativer. Ich habe dies Gericht zum allerersten Mal bei einem Studenten-Austausch 1997 in Orléans gegessen. Die französischen Freunde schwärmten uns deutschen Studenten vor von den „Moules frîtes“. Fritierte Muscheln, verstand ich zuerst. Irrtum: Muscheln mit Pommes. Und die Stäbchenkartoffeln „à volonté“, also Nachschlag bis zum Abwinken. Auf der Speisekarte des Restaurants waren noch andere Saucen wie etwa Currysauce. Doch ich bin seitdem ein Fan der Roquefortsauce. Und die habe ich für Euch nachgekocht, dazu gab es zwei komplett verschiedene Weißweine, die beide hervorragend passten: ein 2010er Riesling von Johner Estate und ein 2010er „Mit den Wolken ziehen“ vom Weingut Kiefer.

Ein zweiter Besuch in Orléans im Sommer 2009 führte meine Schritte in ein absolutes Szeneviertel der jungen Studentenstadt. Mehrere Straßen sind hier umgebaut zu Fußgängerzonen, Kneipen, Restaurants, Clubs, diverse Läden reihen sich dicht an dicht. Wer hier essen gehen will, sollte vorher reserviert haben. Oder früher oder reichlich später essen. Wir entschieden uns für die Spätvariante, reservierten in einem typisch französischen Restaurant einen Tisch für 21 Uhr und genossen das Nachtleben. Warum wir uns genau für dies Restaurant entschieden? Ich hatte auf der Speisekarte die Muscheln in Roquefort-Sauce gelesen. Die wollte ich unbedingt wieder essen, diesmal auch unter dem Aspekt, sie mal nachzukochen. Der Abend endete nach einem leckeren, reichhaltigen und langen Essen damit, dass wir uns mit dem Wirt anfreundeten, wir als letzte Gäste gingen und er mit uns in seinen zweiten Laden ging: eine angesagte Disco mit toller Bar. On s’est bien amusé! (mehr …)

Monaco: Das Musikfestival Printemps des Arts de Monte-Carlo

Printemps des Arts
Printemps des ArtsIn diesen Tagen wird das neue, voluminöse Programm des Kulturfrühlings Monte Carlo 2016 versendet – und alle Musik- und Kulturtouristen sollten es sich unbedingt besorgen. Leider ist es hierzulande immer noch nicht so bekannt, wie es sein sollte – der Printemps des Arts de Monte-Carlo. Dabei findet es in diesem Jahr bereits zum 32. (!) Mal statt. Dies war Anlass genug für unseren Co-Autor Dr. Jürgen Kagelmann dieses Festival zu besuchen.

Im Jahr 1984 gefiel es der Königlichen Hoheit, Caroline, Prinzessin von Hannover, die schon immer viel für Musik übrig gehabt hatte, ein alljährliches Musik- und Tanzfestival zu organisieren, das den Ruf des Ministaates (mit 2,03 qm Fläche bekanntlich der zweitkleinste Staat nach dem Vatikan) künstlerisch und kulturell aufbessern und das Fürstentum für den Qualitäts- oder Kulturtourismus erschliessen sollte. Sie wurde Präsidentin des neu gegründeten Comitée d’Organisation du „Festival des Arts de Monte-Carlo“, woraus 1984 das „Printemps des Arts de Monte-Carlo” entstand, das jährlich und wie der Name schon sagt, in jedem Frühling durchgeführt wurde und wird. (mehr …)

Evian: So sieht das Team-Quartier von „La Mannschaft“ zur Fußball-Europameisterschaft aus

Lieblingsplatz im Evian Resort
Ein gute halbe Stunde vor den Toren Genfs am Lac Leman, wie die Franzosen ihren Teil des Genfer Sees nennen, liegt das zum Danone-Konzern gehörende Evian Report eingebettet in einen Golfkurs und einen englischen Park. Es ist der Ort wo Jogi Loew mit unserer Nationalelf während der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft 2016 Logis beziehen wird. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hat sich Hanka Paetow schon mal in den Betten von „La Mannschaft“ gewälzt.

Hôtel Royal Evian Resort Entrait

Wer an Evian denkt, denkt automatisch erst einmal an Mineralwasser. Man denkt an Elfen gleiche Size Zero Modells die unablässig an ihren Flaschen nippen und an schräge Pop-Diven wie Beyoncé Giselle Knowles, die Evian-Wasser aus ihrem häuslichen Sumatara-Shower über ihren göttlichen Körper rieseln lassen. So begründete das Mineralwasser den Ruhm des kleinen Ortes Evian am Ufer des Lac Leman. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts trafen sich Schöngeister wie Marcel Proust, gekrönte Häupter wie der Schah von Persien, der Sultan von Sansibar, der Maharadscha von Kapurthala oder die Königin Amelia von Portugal und was sich sonst noch zur Hautevolée zählte, um mit dem Quellwasser aus den Bergen der Auvergne zu kuren.

Sie alle stiegen im heutigen „Hôtel Royal“ ab und vielleicht wäre man bis heute unter sich geblieben, hätte nicht 1908 der findige Flaschenhersteller„BSN“ (heute Teil von Danone) das Potential dieses Wasser genutzt, um seine Flaschen nicht nur leer, sondern auch gefüllt unters Volk zu bringen. So kam es eben anders. Die ganzen Region wurde ein Place to be, das Hotel und Evian les Bains zum Tummelplatz für jeden, der es sich leisten konnte. (mehr …)

Avignon: Die Stadt der Päpste mit dem Rad erobern

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Sur le pont d’Avignon – oder war es doch sous le pont d’Avignon? Jeder kennt das Lied heute mit dem Wort „sur“, also auf der Brücke. Doch sorry, ich muss Euch leider mitteilen, dass diese Brücke viel zu schmal ist, um darauf zu tanzen. Schon gar keine Tänze, Rundtänze, wie sie vor hunderten von Jahren üblich waren. Heute ist die Brücke auch nur noch ein kleiner, schäbiger Rest vom ursprünglichen Bauwerk. Schon lange führt sie nicht mehr über die Rhône. Sie führt nirgendwohin. Von ursprünglich 22 Brückenbögen stehen nur noch vier! Damals war die Brücke etwa 800 Meter lang und würde auch heute so noch zu den längsten Brücken zählen. Doch die vielen Hochwasser der Rhône machten ihr zu Schaffen, sie wurde nicht gepflegt – und stürzte Bogen für Bogen ein. Getanzt wurde früher unter – also: sous – den Brückenbögen auf der Insel Île de la Barthelasse. Genau dort machen wir jetzt eine Radtour.

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Radtour? Ja, Ihr habt richtig gelesen. Ich bin mit der A-Rosa Stella von Lyon bis nach Avignon gefahren. Und werde jetzt nicht, wie die vielen anderen Mitreisenden, mich zu einer stundenlangen Führung durch den Papstpalast aufmachen. Ich will mich endlich richtig bewegen, will mir die Pfunde, die ich mir beim Dine & Wine angefuttert habe, wieder ausschwitzen. Die beiden Schwesterschiffe A-Rosa Stella und Luna sind nicht nur die einzigen Flusskreuzfahrtschiffe auf der Rhône, die eine eigene Wellness-Landschaft mit Finnischer Sauna, Dampfbad, Ruheraum, Fitnessraum und Massageräumen haben. Die beiden führen auch Fahrräder im Bauch mit sich. Die Landschaft bietet sich absolut ideal für Fahrradausflüge an. Kreuzfahrer werden hier zu Pedalrittern. Also, auf, Kameraden, aufs Pferd Rad! (mehr …)

Tricastin: Ein Land für Entdecker

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Immer seltener findet man zeitlose Orte. In Frankreich gibt es sie noch. Zum Beispiel das Departement Drôme, das an der „Route du soleil“ von Lyon nach Marseille liegt. Hier weht von der Provence her bereits ein südlicher Wind über das Land. Die Menschen haben noch Zeit, Entfernungen werden in Stunden angegeben – oder man hält seelenruhig an, um den Weg zu erklären. Unsere Co-Autorin Bettina Louise Haase ging auf Zeitreise in das Tricastin.

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Die Drôme ist ein stilles Departement für Genießer in Frankreich. Bei Valence reifen kraftvolle Weine. In der Mitte ist die Drôme lieblich und hügelig, hier schlängelt sich das Flüsschen Drôme durch die Landschaft. Auf der Anhöhe liegende Dörfer gibt es überall, uralte Steinhäuschen um ein Steinschloss und eine Steinkirche, umringt von einem Wall. Einige von diesen Dörfern erinnern nur noch an Steinhaufen, andere sind von Künstlern liebevoll restauriert. (mehr …)

Belfort: Das leise Lächeln des Löwen

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Das Tor zwischen Burgund und Elsass: Belfort ist eine stolze Stadt, eine unbesiegte Stadt. Nachdem der Ort geographisch eigentlich zum Elsass gehörte, zählt er heute zur Franche-Comté. Und das verdankt er Reichskanzler Otto von Bismarck. Der Ort ist nicht nur geschichtlich bedeutsam. Die Franche-Comté ist die Heimat exzellenter Käse, unbekannterer Weine und einiger französischer Industrieunternehmen. Das bekannteste davon ist sicherlich Peugeot im Städtchen Sochaux. Deutlich kleiner ist der Ort Fesches-le-Châtel. Dafür gehört der Topfproduzent Cristel zur Premiumklasse der Welt. Unsere Co-Autorin Sigrun Lüddecke war für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin vor Ort.

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Früher hatte die Festung Belfort eine große strategische Bedeutung, sie gehörte unter dem deutschen Namen Beffert bis zum Westfälischen Frieden 1648 zum habsburgischen Sundgau und zum Heiligen Römischen Reich und danach erst zu Frankreich.

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Von Berlin buchen wir den Flug bis Basel-Mulhouse-Freiburg, denn das Territoire Belfort befindet sich nur ca. 50 Kilometer südwestlich von Mülhausen und ist mit seinen 609 qm das kleinste Departement Frankreichs. Die Landschaft ist sehr reizvoll, die mit Bergen, Tälern, Gewässern und Wäldern sowie durch Tradition und fremde Einflüsse geprägt ist. Das Gebiet liegt sehr zentral am Fuß der Vogesen und vor den Toren der Schweiz, den Südelsässer Weinbergen und Deutschland und wirkt dennoch etwas verschlafen, was aber nicht negativ ist. Das Département Belfort wiederum gehört zur Region Bourgogne-Franche-Comté, die erst kürzlich aus dem Zusammenschluss der Franche Comte mit dem Burgund entstanden ist.

In den Jahren 1870/71 fand hier eine der wichtigsten und längsten Schlachten des Deutsch-Französischen Krieges statt, in dem die Truppen unter Oberst Denfert-Rochereau 103 Tage lang der preußischen Belagerung widerstanden. Dann aber kam der ausdrückliche Befehl der französischen Regierung, die Festung und Stadt am 16. Februar 1871 den feindlichen Truppen zu übergeben, die teilweise die Festung schleiften. Durch diesen langen, erfolgreichen Widerstand wurde Belfort und seine Zitadelle zum Symbol des französischen Freiheits- und Kampfeswillen. Seine Berühmtheit erlangte sie nach den Krieg, denn im Gegensatz zum Elsass, das an Deutschland abgetreten wurde, blieb Belfort französisch. Dank Otto von Bismarck. Denn Bismarck hatte Respekt vor dem Mut der starken Franzosen in ihrer Festung. Er genehmigte den Abzug der französischen Truppen mit ihren eigenen Waffen. Und beliess das bis dahin elsässische Belfort als Stadt bei Frankreich, während Elsaß-Lothringen heim ins Reich kam.

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Viking Cruises: Radkreuzfahrt durch Nordfrankreich

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Manche Reisen sind unwiederbringlich. Wie diese hier, doch dazu später. Doch sie ist vor allem eins: einmalig schön. Urlauber sagen in Umfragen immer wieder, dass die Touristen sich in ihrer Auszeit bestimmte Motive und Bedürfnisse erfüllen möchten. Sie wollen mehr vom Leben und damit auch mehr vom Urlaub. Die Wunschvorstellung, in eine Reise ganz besonders viel „rein zu packen“, nimmt zu: Man kombiniert gerne verschiedene Reisearten miteinander. Eine der interessantesten neuen Kombinationen ist die Flussschiffkreuzfahrt mit Radreiseausflügen. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin begab sich Dr. Jürgen Kagelmann auf große Fahrt mit Viking und Terranova Touristik.

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Zwei Reiseformen mit gleichermaßen stark ansteigenden Nutzerzahlen kommen hier zusammen. Flussschiffkreuzfahrten haben insgesamt ordentlich zugenommen; 462.000 deutsche Gäste waren es im Jahr 2011; 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr; 2001 hatten noch weniger als die Hälfte einen gemütlichen Wassertrip gebucht. Der Qualitätsaspekt ist dabei sehr wichtig, denn die Kunden von heute übertragen ihre Erwartungen von 4- und 5-Sterne Hotels auf das Schiff. Also keine Bullaugen mehr, sondern große Panoramafenster oder französische Balkone, Doppelbetten statt einzeln stehender oder gar Pullmann-Betten, Flatscreen-TV, WLAN und so weiter. (mehr …)

A-Rosa Stella: Eine Kreuzfahrt, die ist lustig! Doch welchen Nutzen bringen Kreuzfahrtschiffe der Region?

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Alle Mann an Bord! Frauen und Kinder natürlich auch, denn jetzt geht es endlich los! Von Lyon geht es ab heute gen Süden bis hinunter nach Arles. Ab dort fliesst die Rhône nur noch durch die Camargue und mündet dann ins Mittelmeer. Vor uns liegen etwa 300 Kilometer südwärts, die wir dann auch wieder zurück fahren. Wir werden in Avignon und Arles halten, ebenso wie in Viviers. Von dort aus wird es per Bus in die Schluchten und Grotten der faszinierend wilden Ardèche gehen. Doch das ist eine andere Geschichte. Jetzt fahren wir mit der A-Rosa Stella aus Lyon ab. Während dieser Fahrt bin ich auch einigen betriebswirtschaftlichen Details auf den Grund gegangen. Was bringt es der Region, einer Stadt, wenn sie Kreuzfahrtschiffe gastieren läßt?

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Das Schiff wurde in Lyon mit frischen Lebensmitteln versorgt. Ein LKW aus Nürnberg stand vor der A-Rosa Stella. Das hat mich schon etwas verwundert, gehe ich doch davon aus, dass es in Frankreich, in Lyon, der „ville de gueule“, doch genügend leckere Sachen zu Essen gibt. Hier sollte doch eine regionale Nahversorgung möglich sein. Ich bin der Meinung, dass die Orte, an denen Kreuzfahrtschiffe anlegen, auch von dem Verkehr profitieren sollten. Damit meine ich nicht nur speziell A-Rosa, sondern auch und besonders alle großen Hochsee-Kreuzfahrtschiffe. Ich weiß, die Realität ist eine andere: Die Schiffe kommen, spucken ihre Gäste aus, die in Bussen durch das fremde Land gekarrt werden, evtl. noch ein wenig überteuerte Billig-Souvenirs kaufen und dann wieder an Bord gehen. Das Schiff selbst hat dabei alle Nahrungsmittel an Bord, die für die gesamte Dauer der Reise gebraucht werden. Eine lokale Versorgung ist nicht eingeplant. Das Publikum soll möglichst mit Essen aus der Heimat versorgt werden: Wiener Schnitzel weltweit. In abgelegenen karibischen Ecken kann ich das ja noch etwas nachvollziehen, da hier die Logistik für so einen riesigen Pott sehr schnell an die Grenzen stößt. Doch innerhalb Europas? In Lyon, Wien, Budapest etc. gibt es doch auch alles. Deshalb habe ich während meiner eigenen Kreuzfahrt die PR-Managerin von A-Rosa, Christine Cubasch, ausgefragt. Meinen herzlichen Dank für die ausführlichen Antworten! Aus Sicht von A-Rosa stellt sich die Lage also so dar: (mehr …)

Festival Sud de France: In Düsseldorf und Köln wird vom 19.09. – 12.10. französisch geschlemmt

Festival Sud de  France SopexaWein statt Bier, Cassoulet statt Brathendl: Während in südlicheren Gefilden Deutschlands im Herbst zünftig gefeiert, deftig gegessen und ordentlich Bier gesoffen wird, geht es im Westen gediegen französisch zu. Vom 19.09. – 12.10.2011 lockt das Festival Sud de France in Köln und Düsseldorf bereits zum zweiten Mal die Liebhaber kulinarischer Produkte und Weine aus dem Languedoc-Roussillon.

Mit einer großen Fachverkostung im Restaurant Les Halles in Düsseldorf fällt am 12. September 2011 der Startschuss für das Festival Sud de France (Anmeldungen für Fachleute). Die Promotion-Kampagne der Region Languedoc-Roussillon motiviert bereits zum zweiten Mal Fachhändler, Gastronomen und Inhaber von Delikatessengeschäften Weine und Feinkostprodukte der Dachmarke Sud de France in Szene zu setzen. (mehr …)

Île de Ré: Das französische Sylt ist mehr als Sandstrände, Dünen und Seeluft

Insel Re La FlotteWeite Sandstrände, weiße Dünen, raue Brandung, würzige Seeluft, steile Klippen, Glamour, Stille… Sylt? Nein, Ré! An der französischen Atlantikküste, zwischen Saint-Nazaire und Bordeaux, gegenüber von La Rochelle liegt die 85 km² große Insel. Sie bietet wie ihre deutsche Schwester glamourösen Lifestyle und herrliche Ruhe. Im Sommer begegnet man hier unter anderem Caroline von Monaco und Sonia Rykiel.

Insel Re AusternHier kann man frische Austern genießen – am besten mit einem Glas Weißwein oder Rosé, der auf der Insel angebaut und gekeltert wird. Weiß getünchte Steinhäuser mit bunten Fensterläden und pittoreske Häfen mit schaukelnden Booten zieren die idyllischen Ortschaften, die durch über 100 Kilometer Radwege miteinander verbunden sind. In den vielen Restaurants und Cafés an den Yachthäfen tobt das pralle Leben.

Ihren Beinamen „Ré la Blanche“ – Ré, die Weiße – verdankt die Insel wahrscheinlich ihren weißen Sandstränden. Wenn man hier die Füße in den feinen Sand steckt und dem Kreischen der Möwen lauscht, scheint der Alltagsstress ganz weit weg. Das gesamte Eiland ist als Naturschutzgebiet klassifiziert und ideal für Sommerfrischler auf der Suche nach Sonne, guter Luft, Ruhe und zugleich einer Spur Glamour. (mehr …)

Colmarer Weinmesse: Die Beats von David Guetta im Ohr, Weine aus dem Elsaß im Glas

Alsace Colmar Foire aux Vins ColmarVom 3. bis 15. August lockt die „Foire aux Vins“ ins Elsaß. Seit 1948 gehört die Colmarer Weinmesse zu den Highlights des elsässischen Sommers. Was als regionale Messe für elsässischen Wein in der Colmarer Innenstadt begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer der größten Messen und Kulturveranstaltungen in ganz Frankreich entwickelt. Nicht nur für seine Weine, sondern auch für die erstklassigen Konzerte ist die „Foire aux Vins“ inzwischen über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Auf dem „Parc des Expositions“ stehen über 1.000 Weine zur Probe bereit und viele internationale Künstler aus der Pop- und Rockszene auf der Bühne.

Die Messe ist ein beliebter Treffpunkt für Weinliebhaber und Fachleute. 275.000 Besucher wurden im vorigen Jahr an nur elf Messetagen verzeichnet. Auch in diesem Jahr werden Weine von mehr als 500 Winzern neugierige Verkoster finden. Auf der technischen Fachausstellung werden 60 Aussteller mit land- und weinwirtschaftlichen Geräten sowie 280 Aussteller aus Handel und Handwerk vertreten sein. (mehr …)

TripAdvisor präsentiert die Travellers’ Choice Wein Destinationen

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Welche Wein-Region ist die Beliebteste weltweit? Wo wächst der schönste Wein? Wo sind die besten Winzer? Welche Region ist am bezauberndsten? Millionen Reisende aus der ganzen Welt wählten die beliebtesten Wein-Regionen. TripAdvisor gibt die Gewinner des Travellers‘ Choice Awards „Wein Destinationen“ bekannt. Auf Grundlage von Millionen von Bewertungen auf TripAdvisor erhalten 32 Regionen auf der ganzen Welt die Auszeichnung. Die Regionen wurden aufgrund ihrer Popularität als Weinanbaugebiete ausgewählt.

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In die Beurteilung flossen jeweils Bewertungen und Meinungen von Reisenden über lokale Weingüter, Restaurants, Attraktionen und Unterkünfte ein. Das Ergebnis zeigt, die Favoriten in Europa sind Italien und Frankreich mit jeweils drei beziehungsweise fünf Gebieten in den Top Ten. (mehr …)

Champagner her! – Wir sind Kreuzfahrer auf der Rhône!

„Was darf ich Ihnen zu trinken bringen?“ fragt mich höflich, doch mit kokettem Augenaufschlag, der knackige, blonde Stewart an Bord der LH 2248 von München (MUC) nach Lyon St. Exupéry (LYS). Sascha K., dies verrät sein Namensschild, wäre ein süßes Leckerlie für einige meiner Freunde. Zur Einstimmung auf Frankreich bestelle ich mir nicht nur den obligatorischen Tomatensaft, sondern frage auch nach Champagner. Schließlich verbringe ich die nächsten fünf Tage auf der Rhône. Mit dem A-rosa Flussschiff Stella fahre ich diesen tollen Strom gen Süden. Neben Lyon werde ich Avignon, Arles und die Ardèche besuchen.

„Wir haben leider nur Sekt“, antwortet er und fügt schnell an „aber das ist ein sehr guter“. Ok, ich willige gerne ein. „Das ist die perfekte Einstimmung auf die Destination Frankreich“, sage ich etwas entschuldigend, (mehr …)

Der Norden ist kalt…

Nordfrankreich 1_Lille_1730 Kalt ist es für jeden, der vom Süden in den Norden versetzt wird. Bis zu minus 40 Grad, so erfährt der gerade versetzte Postbeamte im neuen Film „Bienvenue chez les Ch’tis“ von Dany Boon, kann es in Nordfrankreich werden. Das Erlebnis ist für den Franzosen, der aus Südfrankreich in den Norden versetzt wird, genauso erschreckend, wie wenn ein Bayer, etwa aus dem Berchtesgadener Land, nach Friesland versetzt wird. "C’est le Nord!" Und weil ich gestern in mein 4. Lebensjahrzehnt eingetreten bin – DANKE! allen Gratulanten! – heute mal ein nicht ganz so ernster Beitrag. Und eine Filmwerbung für einen Film, den es in Deutschland noch nicht gibt.

Kürzlich war ich selbst im Norden. In Nordfrankreich. Nord-Pas de Calais und Picardie. Der Sommer ist dort schon fast angekommen und so waren die Temperaturen leicht über Null Grad (also knapp 20 Grad, aber das ist für einen Südfranzosen schon kalt). Ich war dort, wo die Ch’tis wohnen. Und ja, sie reden wirklich so, das Ch’timi. Wer noch nie da war, dem graut es bei der Vorstellung da hinzufahren. Wer dort war, der will immer wieder hin – oder dort bleiben. Bald werde ich hier ein paar Erlebnisse mitteilen.

Eine Liebeserklärung an die Gegend hat Regisseur Dany Boon gedreht. Und der Film schlägt alle Rekorde in Frankreich, der erfolgreichste Film aller Zeiten, beliebt im ganzen Land. Wirklich was zum Lachen. Leider soll der Film erst im Herbst in Deutschland erscheinen. Und dann auch noch synchronisiert! Diesen Film kann man nur mit Untertiteln bringen. Aber synchronisiert? Höchstens in einer Version bayerisch-plattdeutsch…

Hier ein paar Schnipsel von Youtube – dafür am besten links im last.fm-Widget die Musik ausklicken (auf das kleine Quadrat klicken): (mehr …)