Restaurants in München: Pfistermühle – Tradition mit Zukunft

Die Hofpfisterei ist die wohl bekannteste und beste Bäckereigruppe in München. Vom 16. Jahrhundert bis 1964 war die Bäckerei direkt im Herzen der Altstadt. Mittlerweile gehört der gesamte Block der Familie Inselkammer. Und diese hat in den letzten Jahren viel Geld investiert in die Modernisierung des Platzl Hotels und des Restaurants Pfistermühle. Wir haben das neue Konzept für Euch unter die Lupe genommen. In der Pfistermühle hat Tradition eine Zukunft.

Beeindruckend ist schon im Entrée die historische Eingangstür. Das Münchner Traditionsrestaurant eröffnete im vergangenen Jahr nach umfangreicher Renovierung und überrascht uns mit bester Küche. Bereits in dritter Generation verbinden Familie Inselkammer und ihr Team bayerische Gastlichkeit und traditionelle Stilelemente mit moderner Lebensart und neuester Technologie. Sanft und doch konsequent modernisierte die Familie zuerst die Lokale zum Platzl hin und schuf bereits im Jahr 2000 das Wirtshaus Ayinger. Dann folgte das Platzl Hotel und nun auch die Pfistermühle. Eine halbe Million Euro hat Peter Inselkammer in die Aufhübschung seiner Pfistermühle investiert. Heute steht am Platzl die Pfistermühle für gehobene bayerische Küche – Münchens einzig erhaltene Stadtmühle.

Und das Brot steht nach wie vor im Vordergrund in der Pfistermühle. Es gibt täglich frisch gebackenes Brot. Allerdings nicht mehr hausgebacken sondern von der Münchner Brotmanufaktur Schmidt. Und das ist richtig kross und köstlich! Und noch heute heißen die vier Stuben des Restaurants mit den alten Gewölbedecken deshalb „Raum Mühlstein“, „Raum Pfisterbach“, „Raum Erntekammer“ und „Raum Backstube“. Seit dem Umbau bezieht sich nun fast alles im Restaurant auf den Begriff Handwerk. Von der Inneneinrichtung und Dekoration bis hin zu den Lieferanten und der Arbeit in der Küche. 

Ein kleines Amuse Gueule zum Start in einen perfekten Abend.

Konfierte Lachsforelle aus Neuhofen von Frau Niederer 

Als Vorspeise genossen wir: Konfierte Lachsforelle aus Neuhofen von Frau Niederer | Zweierlei Schinken | geschrotetes Lieblingsbrot | Petersilien-Öl | Lauchkohle | Maldon Meersalz

Consommée vom bayerischen Ochsen | Ochsenschwanzpraline | Sherry | Sauerrahmbutter

Als Suppe kam eine Consommée vom bayerischen Ochsen | Ochsenschwanzpraline | Sherry | Sauerrahmbutter. 

Vollkornravioli mit Tomate und Frischkäse | Fünf Gewürze | Wildkräuter | Grand Padano

Wir bekamen als Pastagang Vollkornravioli mit Tomate und Frischkäse | Fünf Gewürze | Wildkräuter | Grand Padano. 

Brust vom bayerischen Freilandhuhn | Maismühlencrème |
geschwärzter Babymais | Rote-Beete-Popcorn | Portweinsauce

Als Hauptgang begeisterte uns Brust vom bayerischen Freilandhuhn | Maismühlencrème | geschwärzter Babymais | Rote-Beete-Popcorn | Portweinsauce. 

Pfistermühlen Joghurette | Erdbeeren | Schokolade | Joghurt

Wer erinnert sich noch an die Fernsehwerbung mit Joghurette? Die Pfistermühle hat ihre eigene Interpretation dieses Klassikers: Pfistermühlen Joghurette | Erdbeeren | Schokolade | Joghurt. 

Petit Fours

Bei der Auswahl aus der wirklich reichhaltigen und gar köstlichen Variation an Petit Fours war uns klar: Es entstand eine eine stimmige Symbiose aus Tradition und Zukunft, aus Altem und Neuem, aus echter Handwerkskunst, liebevoll gestaltete Details mit vielen Reminiszenzen an die vergangene Zeit als Getreide-Mühle. 

So wurde beispielsweise die ursprüngliche Wandvertäfelung aus alter Eiche erhalten, gelaugt und erstrahlt jetzt in neuem Glanz. In den vier Stuben geben die kleinen Details ihren individuellen Charme: Alte Mehlsäcke wurden für die Leuchtenschirme verwendet; die Weinkühler und die dazu gehörigen Ständer aus gedengeltem Stahl sind Sonderanfertigungen von bayerischen Handwerkern. Die Holzknöpfe der aus Büffelhaut-Anilinleder bezogenen Sitzbänke sind antik, die eigens entworfenen Leuchten sind mit einem Juteband von der Decke abgehängt, das extra angefertigt und mit passenden Riemen und Haken versehen wurde.

Ein imposantes Weinregal mit edlen Kreszenzen! So eine Wand hätte ich auch gerne… 🙂 

Das Besondere bei den Weinen: Wir bekommen die edlen Weine glasweise aus der Magnum für 7 Euro. Das ist ein exzellenter Service, denn Weine reifen grundsätzlich wesentlich besser in den grossen Flaschen, wie etwa einer Magnum, als in den kleinen Flaschen. Und so bekommen die Gäste wahrlich nur allerfeinste Weine für vergleichsweise wenig Geld. So einen Service bekommt man heutzutage selten geboten. 

Fazit:

Wir haben bei unserem Menü viel Vergnügen und erkennen, dass in dem neu gestalteten Restaurant Pfistermühle die Tradition mit Zukunft wunderbar vermählt ist.

Disclosure: Ganz herzlichen Dank an das Restaurant Pfistermühle für die Einladung! 

Service:

Was die Anderen schreiben:

Restaurants in München: Emiko – Der feine Edel-Japaner

Sushi-Bars gibt es in München wie Sand am Meer. Asia-Imbisse gibt es vor allem rund um den Hauptbahnhof en masse. Doch mit echter japanischer Küche haben diese Läden nicht viel zu tun. Eines der besten japanischen Restaurants finden wir am Viktualienmarkt: das Emiko

In der Münchner Gastronomie gibt es ein paar wenige große Player, die mehrere zum Teil sehr unterschiedliche Lokale haben. Die ganz grossen kennt man in ganz Deutschland: Käfer und Kufler. In der Reihe dahinter kommen Rudi Kull und Albert Weinzierl, denen u.a. der Brenner Grill, die Bar Centrale, das Cortiina Hotel, die zwei Riva Pizzerias und die Grapes Weinbar gehören. Seit etwa 10 Jahren gehört auch das Louis Hotel am Viktualienmarkt dazu. In der ersten Etage des Louis Hotels hat sich seit einer kleinen Weile das Emiko etabliert. Der größte Clou des Restaurants vorab: Der Blick vom Emiko auf das gesamte Ensemble des Viktualienmarktes ist großartig. 

Die Inneneinrichtung hingegen ist wenig typisch-asiatisch. Die Atmosphäre ist ruhig, angenehm, in aller Hochwertigkeit schlicht und zurückhaltend. Warmes Licht, handgefertigte Holzsessel mit weichen Polstern, gedeckte Farben, runde Holztische, wenig Chi-chi. 

Das Emiko lebt nach dem Motto „Sharing is Caring“. In der Tradition moderner japanischer Esskultur wird Wert gelegt auf besondere Geschmackserlebnisse, perfekte handwerkliche Zubereitung und das Zusammenspiel der verschiedensten Aromen. Die Gerichte werden – ganz im Sinne des Sharing-Gedankens – in die Mitte des Tisches gestellt. Jeder kann alles probieren, zusammen diskutieren und einfach einen tollen gemeinsamen Abend zusammen feiern. Wir entschieden uns für das „Waiters Choice Menu“ für 2 Personen mit 8 Gängen und hatten einen grandiosen Abend, an dem wir Euch gern teilhaben lassen. Was hier mit Blick auf die Marktstandl an japanischer Küche geboten wird, lässt ahnen, warum Tokio inzwischen die Stadt mit den meisten Michelinsternen ist.

Die Speisekarte gliedert sich in drei Kategorien – japanische Haute Cuisine, Sushi und Sashimi sowie Steaks. Wobei gerade die Steakkarte eine Marktlücke in München füllt, denn was das Emiko an Rindfleisch aus Japan, Schottland, Argentinien und Bayern auffährt, ist doch eine ganz besondere Dimension.

Gebratene Lotuswurzel mit Cashewkernen

Schon die Vorspeisen überzeugen uns: die gebratene Lotuswurzel mit den Cashewkernen überrascht uns mit seiner köstlichen Textur… 

Gesalzene Sojabohnen = Edamame

… und auch die salzigen Edamame sind köstlich. 

Duett vom Label Rouge Lachs mit Mango und japanischem Chili

Die Kombination des Label Rouge Lachs mit der Süße der Mango und Schärfe der Chili, dazu noch ein paar Seealgen… köstlich und abwechslungsreich. 

Gegrillter Lauch im Ganzen serviert mit Miso – schwarzer Sesamsauce

Der angekokelt gegrillte Lauch mit schwarzer Miso geht voll auf die Umami-Richtung. Dieses Gericht erinnert mich sehr an die Calcotada aus Barcelona. 

Beef Tatar mir Sesam und Shiso

Ich bin ein absoluter Tatar-Fan und dieses Beef Tatar mit Sesam und Shiso war eine hervorragende, exzellente Abwechslung. 

Softshell Crab Roll auf Wasabicreme

Die anschliessende Softshell Crab Roll auf Wasabicreme war eine interessante, spannende Kombination durch das Spiel mit der feinen Schärfe des Dips, die robuste Konsistenz des Krebstieres und dem knusprig gebratenen essbaren Panzer.

Schweinebauchwürfel glasiert mit crispy Rettich Kinuta

Für Deutsche, vor allem für die Bayern ist Schweinebauch etwas alltägliches. Doch auch die Japaner können das – nur ganz anders und mit viel mehr Klasse als in Bayern. Diese Schweinebauchwürfel oder vielmehr : gleißende Fettklötzchen von einer solch buttrigen Konsistenz in Kombination mit dem Rettich sind besonders spannend.  

In Miso geschmortes Wagyu mit Rettich und japanischem Chili

Das in Miso geschmorte Wagyu ist Umami pur, ein Feuerwerk an verschiedenen Aromen. Auch wenn die Portion an Wagyu relativ klein ist, so ist es doch ein absoluter Hochgenuss dieses in Europa nach wie vor seltene Fleisch zu geniessen. 

Argentinisches Entrecôte auf dem Salzstein gegrillt, mit Ponzu und Kizami Wasabi

Als definitiver Hauptgang folgt ein wunderschön grosses Stück Argentinisches Entrecôte, perfekt rosa gegrillt und bereits vorgeschnitten, so dass es – wie sonst alles andere natürlich auch – ideal mit den Stäbchen gegessen werden kann. 

Perfekt gegrilltes Entrecôte
Dark Chocolate Brownie | Weisser Schokoladenkuchen mit Yuzu

Das Emiko ist das einzige lizensierte Restaurant in München, welches Kobe-Rind je nach Verfügbarkeit anbieten kann. Wer gerade 89 Euro für 100g übrig hat, darf das gerne mal ausprobieren. 

Das Emiko ist mittlerweile nicht nur für seine exzellente japanische Küche berühmt. Hier gibt es ebenfalls köstlichste Cocktails, sowie ein umfangreiches Frühstücksbüffet. Hier kommen auch Vegetarier und sogar Veganer durch die zahlreichen, hausgemachten veganen Köstlichkeiten vollkommen auf ihre Kosten. An der Emiko Bar werden eigens entwickelte und handwerklich hochwertige Cocktailkreationen gemixt. Die Signature Cocktails gehen auf die Aromen der asiatischen Küche ein und so werden zum Mixen der köstlichen Drinks Pflaumenwein, Mandarine, Zitronengras, Sake, Thaibasilikum, Litschi, Ingwer und Co, sowie hochwertigste Spirituosen verwendet. Und zum Lunch gibt es Bento-Boxen.

Fazit: 

Soweit wir das bisher beurteilen können ist das Emiko der beste Asiate Münchens – und wahrscheinlich auch bis zum Tegernsee. Dort kann es sich mit dem MIZU messen. 

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Käfer-Schänke – Der Klassiker

Rindertatar mit Trüffelcrème und Kartoffelschnitte

Perfekter Imagewandel! Bei Käfer bekommt man alles, was aussergewöhnlich ist. So hiess es einst, so heisst es heute. Einst: Das waren alle möglichen exotischen Früchte wie Ananas, Papaya und Mango und andere Produkte von weit her. Heute: Das sind besonders gut handwerklich gemachte Lebensmittel rund um München, aus Bayern, aus dem Alpenraum. Einkaufen oder Essen – das war, ist und bleibt außergewöhnlich. 

Der Umbau? Gelungen! Seit Herbst 2013 präsentiert sich das Stammhaus des Käfer-Imperiums im zeitgeistigen Look: heller, frischer und moderner. Elegantes Grau als Leitfarbe, dazu dezente Akzente in Silbergrün und Käfer-Rot. Der Kamin und die offene Lounge schaffen eine angenehme Gemütlichkeit im grossen Restaurantraum. Moderne Kunst an den Wänden verleiht dem Traditionshaus eine urbane Note. Das Herzstück ist jedoch der offene Küchenbereich – eine appetitanregende Mischung aus heimischer Küche und dem Viktualienmarkt. In geflochtenen Körben sind Saisongemüse und frische Kräuter üppig dekoriert und animieren den Gast zum Dialog mit der Küche. Und diese Kräuter haben wir bei unserem vorigen Besuch auf der Terrasse im Innenhof gesehen. Käfer kauft nicht mehr von den Produzenten, die am Weitesten entfernt sind. Käfer kauft von denen, die gleich um die Ecke sind und ganz kleine Mengen produzieren. 

Vom Vater zum Sohn, von Gerd zu Michael, vom 20. zum 21. Jahrhundert: Ja, um weiter an der Spitze zu gehen muss man sich permanent verändern. Als ich noch – damals als Student für TST – Table Service Team – für Käfer Party Service gekellnert habe, da hat Gerd Käfer als Senior gesagt, was zu machen ist und sein Junior Michael stand daneben und hat wie ein Schulbub ausgeführt, was Papi gesagt hat. Ob das hinter den Kulissen immer so friedfertig abging, wage ich mal zu bestreiten. Sah nicht danach aus. Aber das war eben Alte Schule versus Moderne Zeiten. Und was der Papa sagt, das macht man dann eben… 

Michael Käfer hat das Imperium seines Vaters nun schon seit ein paar Jahren übernommen. Und er hat den Laden komplett umgekrempelt, seine eigene Linie entwickelt, die sehr gut zu den Modernen Zeiten passt. Früher war alles etwas Besonderes, das von ganz weit her gekommen ist und nicht wirklich alltäglich war. Heute? Da bekommen wir alles im Edeka, Rewe, Aldi, Lidl, whatever. Alles ist Massenware geworden. Was ist das ganz besondere Lebensmittel? Die Prioritäten haben sich geändert. Wir empfinden heute, dass genau die Lebensmittel, die aus der Umgebung kommen, die von ganz kleinen Bauernhöfen kommen, aus einer kleinen Produktion ganz speziell, ganz besonders, und besonders edel sind. Die kleine Münchner Bäckerei, der Freisinger Garnelen-Züchter – das sind die heutigen Top-Zulieferer. Mehr darüber erzähle ich Euch im Artikel über das Käfer-Food-Blogger-Meeting

Die Farben des Restaurants? Weg von Beige und Braun, hin zu Grau und Dunkelrot. Bei Käfer will man dem Zeitgeist voraus sein. Vor allem die berühmten Stuben, aber auch das Bistro und die Fleischabteilung im Laden erstrahlen in modernem Glanz… Selbst die Fassade ist frisch geweißelt (statt wie vorher in zartem Lachston) und das neue Lieblingsgrau taucht an Fenstern, Türen und Blumenkästen auf.

Die Menükarte des klassischen Restaurants Käfer-Schänke? Bauernente, Steaks aus dem Reifeschrank oder der berühmte Hummertopf: In der Käfer-Schänke mitten in der Münchener Innenstadt sorgen Mike Emmerz und André Wöhner in der Küche für die feine Qualität der internationalen Gerichte, für die das Haus bekannt und beliebt ist. Und doch ist es typisch Bayern: Die Käfer-Schänke ist Tradition und Moderne, die Käfer-Schänke ist Laptop und Lederhosen. Warum? Das seht Ihr bei unserem Menü. 

Rindertatar mit Trüffelcrème und Kartoffelschnitte

Der Klassiker schlechthin: Das Rindertatar. Das Moderne: Trüffelcrème und eine Kartoffelschnitte dazu. Für einen simplen Starter haben wir schon eine ordentliche Portion auf dem Teller. Geschmacklich einwandfrei. 

Hummereintopf mit ausgelöstem Hummerfleisch im Champagnersud,
Kräuter-Panaché und Blumenkohl

Der Hummereintopf war mal etwas anderes zum üblichen Hummer. Ein Töpfchen mit köstlichem Hummerfleisch in Champagnersud ist eine grossartige Kombination aus Fischgang und Süppchen. 

Gereiftes Kalbskarrée vom Limousine-Kalb, 350g

Gereiftes Kalbskarrée vom Limousine-Kalb, 350g, perfekt gereift und perfekt Medium-rare auf dem Lavastein-Grill zubereitet. Und auch sonst einwandfrei. Mit Beilagen, mit Saucen, mit allem drum und dran.. Wenn ich nicht sitzen würde, dann würden mir spätestens jetzt die Beine schwach werden… Dieses Kalbskarrée, diese Sauce, diese Qualität der Beilagen. Das Gemüse dazu ist köstlich und perfekt, aber hey, wir lieben das Fleisch! Saugut! 

Das Kalbskarrée ist nicht nur beim ersten optischen Anblick genau richtig. Der erste Schnitt: Das Fleisch ist perfekt rosa, saftig, genau à Point gebraten. 

Schokoladentraum von Valrhona

Göttlich leckeres Dessert: Der Schokoladentraum von Valrhona – Auf unserer Reise von Südfrankreich nach Deutschland sind wir eher durch Zufall durch den Heimatort von Valrhona gekommen. Hätten wir das vorher gewusst, dann hätten wir wohl einen oder gar zwei Tage rund um Valrhona und Hermitage zugebracht… Diese köstliche Mousse, diese herrlichen Petit Fours von Valrhona sind genau der göttlich süsse Abschluss nach einem wunderbaren Diner. Nun denn 🙂

Espresso und Petit Fours

Der edle Abschluss eines wunderbaren Abends in der Käfer-Schänke sind dann die Petit Fours und der Espresso. Alles kleine Häppchen, alles in der allerbesten Qualität, der höchsten Perfektion. Ein starker Espresso, süße Petit Fours – der perfekte Abschluss!

Die Käfer-Schänke ist nicht das moderne, hippe, coole Restaurant in München – aber es ist eines der klassischen, traditionellen und gut-münchnerischen Restaurants, die in dieser Stadt zum besseren Ton gehören. Die Käfer-Schänke ist mit Sicherheit kein Hidden Champion. Ganz im Gegenteil. Oder doch? Denn hier treffen sich die „Upper Tenthousand“ – doch in den 15  kleinen Séparées des Restaurants. Jede ist individuell dekoriert, trägt einen eigenen Namen und hat eine ganz besondere Geschichte zu erzählen. In den kleinen und größeren Stuben, in denen Familien oder Gesellschaften ihre privaten Dinérs haben können, bleibt vieles unbeobachtet und ungehört. Perfekt also für geheime Geschäftsgespräche.

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Shanes Restaurant – Überraschende Gute Laune Küche

Hidden Champion: Wenn dieser Begriff auf einen Münchner Koch zutrifft, dann auf Shane McMahon. Der gebürtige Ire lebt seit 25 Jahren in Deutschland, seit 2009, also bald 10 Jahren führt er sein eigenes Restaurant. Die Location ist elegant, stylish und traumhaft gelegen: Im DERAG Living Hotel Prinzessin Elisabeth, direkt an der Isar.  Die erste Überraschung: Die Speisekarte.

Warum Shane McMahon weder im Michelin noch im Gault Millau Spitzenwertungen bekommt, erschliesst sich mir nicht. Seine Küche ist grandios, seine Lebensmittel sind von höchster Qualität und überall wird der eigene Geschmack bestens hervorgehoben. Shane ist ein Schüler von Bobby Bräuer und Hans Haas. Für ihn stehen die perfekten Zutaten im Mittelpunkt, darum herum Saucen und Zutaten, die dessen Geschmack hervorheben und umspielen, aber nicht erschlagen. 

Der doppelte Shane McMahon

Wer bei Shane einen Tisch reserviert, sollte gleich – so vorhanden – Allergien, Unverträglichkeiten oder sonstige Wünsche bekannt geben. Denn bei Shane McMahon gibt es keine Speisekarte. Es gibt immer nur genau ein Menü. Natürlich gibt die Kühlkammer immer noch ein paar Ausweichmöglichkeiten her und ein exzellenter Koch, wie Shane einer ist, der hat auch immer ein paar Alternativen zur Verfügung. Aber es gibt eben keine große Speisekarte. Ein Überraschungsmenü steht also vor uns. 

Rote Beete Mousse, Sumak Cous Cous, Tapioka Chip

Schon das Amuse Gueule stimmt uns auf den Abend ein. Shane McMahon ist bekannt für seine europäisch-asiatische Fusionküche, seine Gerichte, die er mit Raffinesse und Passion umsetzt. Für seine kulinarischen Kreationen holt er sich die Inspiration bei den täglichen Einkäufen am Markt. Die Großmarkthalle und der Schlachthof – beide liegen in unmittelbarer Nähe zum Restaurant. So haben der Küchenchef und sein Team die Chance, spontan zu sein und immer wieder Neues auszuprobieren. Was es bei Shane nicht gibt: Tiefkühlware und Konserven. Was es bei Shane gibt: nur frische Produkte, beste Qualität. Alles nach dem Motto: Just cook it!

Gepoppte Langusten, Kürbissalat, Avocado, Radicchio

Ein Spiel mit Aromen und Texturen ist dann auch schon die Vorspeise. Gemoppte Languste – einfach genial! Dazu der herbstliche, süssliche Kürbis und die leicht bittere, knackige Radicchio. Wunderbarer Einstieg! Dazu korrespondiert perfekt ein 2015er Mariana, Herdade du Rocim aus dem Alentejo.

Seeteufel unter der Blutwurstkruste, Champagnerkraut, Selleriepüree, Champagnerschaum

Auch die Kombination des schön festen Seeteufels mit dem crunchigen Blutwurst-Chip war grossartig. Im Glas brilliert dazu der 2012er Saunt-Aubin La Fontenotte von Marc Colin et ses Fils. 

Granatapfel Hagebutte Sorbet

Eine feine säuerlich-knusprige Erfrischung ist dann dieses Granatapfel-Hagebutte-Sorbet. 

Flanksteak vom Grill, Artischocken & Bohnengemüse, Pastinakenpüree

Shane ist Ire – und da darf ein Gang mit einem irischen Rind nicht fehlen. Hier ist es ein Flanksteak vom Grill mit herbstlichen Gemüsen wie Artischocken, Bohnengemüse und Pastinakenpüree. Diesen Gang flankiert ein 2013er Cascina Luisin Maggiur Barbera d’Alba. 

Yuzu Zitronencreme, Basilikumsorbet, Weisse Schokolade, marinierte Nektarinen

Der frische, fruchtige und leichte Abschluss kommt mit diesem Dessert: Einer Yuzu Zitronencreme, Basilikumsorbet, weisse Schokolade und marinierte Nektarinen. Das flüssige Gold im Glas ist die 2006er Auslese von Martin Pasler aus dem Burgenland. 

Der Weinschrank enthält einige beeindruckende Preziosen und erfüllt die Wünsche der Gäste mit Leichtigkeit.

Das Restaurant ist modern und eher nüchtern eingerichtet. Alles fokussiert sich auf die grandiose Küchenleistung, die perfekte Zubereitung der Lebensmittel. Shane McMahon hat nicht nur bei Bräuer und Haas gelernt, er hat seitdem einen grossartigen eigenen Stil entwickelt. Seine Küche macht gute Laune, jeder Gang des Überraschungsmenüs überrascht aufs Neue. Wie bereits erwähnt, Shanes Restaurant ist der wohl beste der Hidden Champions in München. 

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Bapas – Bayerische Küche häppchenweise geniessen

Weltweit sind Häppchen angesagt. Oder Fingerfood. Oder Sushi. Oder Tapas. Doch die deutsche Küche, vor allem die Bayerische Wirtshausküche ist berühmt für ihre großen Portionen, die mächtigen, kalorienreichen Gerichte. Fernab jeder Light-Food- oder Low-Carb-Philosophie. Im Bapas an der Münchner Leopoldstrasse geht das jetzt anders: Hier werden Bayerische Tapas serviert: eben Bapas. Der Name ist Programm. Es gibt von allem „a bissl was“.

Die Jungs vom Bapas hätten den Laden ja auch Bashi nenne können, klingt aber nicht so gut. Und Bapas klingt irgendwie lustig. Wie ein Franke, der mehrere Väter anspricht… 

Wiener Schnitzel vom Kalb, Kartoffelsalat, Preiselbeeren

Selbst der norddeutsche Fernsehkoch Steffen Henssler hat erkannt, dass „die bayerische Küche einen höheren Stellenwert als die norddeutsche“ hat.  Im Bapas werden bayerische Appetithäppchen zu Münchner Craftbier von Isarbräu kredenzt. Doch obwohl hier Wirtshausklassiker über den Tisch gehen, erinnern Konzept und Einrichtung so gar nicht an die klassischen Brauhäuser in der Innenstadt.

Lachstatar, Olivenöl, Zitrone

Das Motto des Restaurants steht auf einer Tafel über der Bar: „Liebling, ich habe das Essen geschrumpft.“ Die Idee dazu hatten die Betreiber Nicolaus Doerr (33) und Oliver Grober: Die beiden Münchner haben das ehemalige „Café Mauerer“ übernommen.

Nicolaus Doerr, Sebastian Kubary, Oliver Grober

Mit ihrer Idee wollen sie auch die etwas eingeschlafene Leopoldstraße wiederbeleben – beide haben mal zusammen in Schwabing gewohnt und wissen, dass die „Leo“ schon bessere Zeiten erlebt hat. Die Lage ist genial. Das Bapas liegt zwischen Giselastraße und Münchner Freiheit. „Beim Tapasessen geht’s ums Teilen, Essen, Trinken, Reden und weil wir bayerisch am besten können, mussten es bayerische Tapas sein.“

Tafelspitzsalat, Kürbiskernöl, Mini-Brezn

„Das wichtigste am Tapas-Essen ist für uns das Kommunikative“, sagt Nicolaus. „Hier kommen Gruppen mit teilweise acht Leuten, sie teilen sich verschiedene Gerichte und reden bis zum späten Abend. Das ist schön zu sehen.“ Für das Küchenkonzept haben sich die Betreiber Unterstützung geholt: Daniel Schartner und Sebastian Kubary. Kubary bewies bereits im Berliner Hofbräuhaus sein Geschick für die bayerische Küche als er dort Küchenchef war. 

Lauwarmer Stremel-Lachs, Gurken-Spaghetti, Johannisbeer-Kren-Sahne

Sharing is Caring also. Je nach Lust, Appetit und Hunger bestellt sich jeder etwa 3 bis 8 Speisen, gleichzeitig oder nacheinander. Gerade mit Freunden zusammen ist der Tisch dann voll mit Töpfchen, Pfännchen und Schüsselchen. Und dann wird munter von allem etwas gegessen. 

Obatzter, Mini-Brezn

Das Konzept taugt nicht nur für eine Gruppe von Freunden, für verliebte Pärchen oder auch Business Meetings. Ich würde jederzeit mit ausländischen Touristen herkommen, die noch nichts von der bayerischen Küche wissen. Hier kann man mal locker eine kulinarische Rundreise durch Bayern machen. Von allem etwas und von allem nicht viel. Nach einem 8-Gänge-Menü ist man nicht vollgefressen – trotz der Kohlenhydrat-reichen bayerischen Küche. Und dann geht locker noch eine oder auch drei Portionen der Desserts rein. Meine weltbeste Mitesserin und ich teilten uns alle Gerichte partnerschaftlich – und kein einziges davon hat nicht geschmeckt, kein einziges war fehlerhaft. Im Gegenteil, sie waren alle perfekt, auf den Punkt und deutlich köstlicher als in so manchem traditionellen bayerischen Wirtshaus. 

Enten-Kroketten, rote Zwiebelmarmelade, Kerbel

Serviert wird nur beste lokale Qualität: Das Brot stammt von der Öko-Bäckerei Mauerer – die war zuvor drin, bzw. ist auch jetzt noch mit dem Bapas verbandelt – hochwertiges Fleisch von der Metzgerei Burr, die frischen Kuchen stammen von der Bäckerei Müller. Als Bier gibt es gezapftes Andechser vom Fass oder Tegernseer und Franziskaner sowie Isar Bier aus der Flasche. Dazu zahlreiche Gins und Fever Tree. 

Knusprig’s Wammerl, bayerisch Kraut, Mini-Semmelknödel

Das Bapas-Konzept kommt mit einem selbstbewussten Augenzwinkern daher. Innen gibt es in gemütlichem Ambiente 78 Plätze, auf der sonnigen Terrasse weitere 60 Außenplätze. Wer bayerisch-elegant speisen möchte, sollte hierher kommen. Schwarze Bar, bestückt mit teuer aussehenden Alkoholflaschen, dazu Designerlampen, schlichte Tische und weiche Stühle, an deren Lehnen die eine oder andere Designerhandtasche hängt. Ein Hauch von Münchner Schickeria liegt in der Luft. Allerdings nicht so, dass es unangenehm ist, nein, eher so, dass es Spaß macht.

Leberkas, Kartoffelsalat, Wachtelei

Einen kleinen Einblick gibt dies Video vom Kollegen Martin Schmitz / ganz-muenchen.de, der bei der Eröffnung dabei war – zu der wir zwar auch eingeladen, jedoch leider verhindert waren:

Bapas Salat
Daniels Buchteln …
… mit frischen Beeren
Schlosserbuam im Bierteigmantel in Rum eingelegt, Vanilleeis

Service:

Das schreiben die Anderen:

Equilaland: Das Pferde-Paradies in Fröttmaning

Mama und Tochter haben ein neues Ziel, während Papa und Sohn zum Fußball-Spiel in der Allianz-Arena weilen. Jetzt wird die Tour zum Fußballspiel ein kompletter Familienausflug nach Fröttmaning. Nicht nur für Fans des FC Bayern. Jetzt kann die ganze Familie zum Auswärtsspiel nach München fahren, die Fußballfreaks gehen in die Arena, die Pferdeliebhaber vergnügen sich derweil im Equilaland. 

Die neue Pferde-Erlebniswelt Equilaland hat in München-Fröttmaning eröffnet – gegenüber der Allianz Arena! Ein Disneyland für Pferde und Mädchen. Ein Parkplatz, eine U-Bahnstation, zwei Attraktionen. 

 Die Pferde-Erlebniswelt von Equila möchte lehrreichen Wissensspaß mit spannenden Freizeiterlebnissen rund ums Pferd vereinen. Verschiedene Themenpavillons und vielfältige Attraktionen garantieren Spaß und Entertainment.  Auf einer Fläche von 50.000 Quadratmeter können Kinder und Erwachsene auf Pferde-Entdeckungsreise gehen. Die Besucher erhalten Einblicke in die Kulissen der Show und in den Alltag der Stars. Man kann live erleben wie die Showpferde trainiert werden und der Auftritt vorbereitet wird oder wenn der Hufschmied Hand anlegt.

Mit den verschiedenen Themenpavillons und den vielfältigen Attraktionen sind Spaß und Entertainment garantiert. Die Besucher erhalten einmalige Einblicke hinter die Kulissen der Show und in den Alltag der Stars.

Einen kleinen Einblick gibt Euch unser Video:

Folgende Attraktionen bietet Equilaland:

Das Trojanische Pferd ist eigentlich ein großer Abenteuerspielplatz – versteckt in einem 13 Meter hohen Holzpferd. 

Im Pferde-Spa ist die erste Pferdewaschanlage der Welt.

Auf dem Paradeplatz finden die Ausbildung der Pferde und die Shows statt.

In der historischen Wagenburg zeigt der Hufschmied regelmässig, wie Pferde beschlagen werden und warum das für die Pferde gut ist.

Im Bereich Pferde der Welt lernen wir viel über die Vielfalt der Pferderassen.

Die Kinder-Universität ist ein kleiner Hörsaal verbunden mit einer Quizshow. 

Im Pferde-Museum finden wir eine Ausstellung rund ums Thema Pferd mit einigen historischen Exponaten. 

Das Pferde Kino bietet ein abwechslungsreiches Filmprogramm.

Im Longierzirkel können die Zuschauer das Training miterleben und bekommen dazu noch viel erklärt. 

Im Bereich Unsere Stars können die Equila-Showpferde hautnah erlebt werden. 

Für die ganz kleinen Racker ist die Bunte Ponyvilla ein besonderes Erlebnis:  Das kleine Häuschen ist ein Spielplatz zum Erklettern, Erkunden und Erleben.

Gleich daneben liegt die Ponyfarm, bei der Streicheln ausdrücklich erwünscht ist. 

In der Reithalle finden die Ausbildung und Shows der Reiter-Elite statt.

Und schliesslich dominiert der große Showpalast München das Gelände. Hier gibt es den Blick hinter die Kulissen der Show Equila.

 Über die Equila Show können wir Euch leider nichts erzählen, da wir lediglich das Equilaland um den Showpalast drumherum besucht haben. Die Equila Show findet nur zu bestimmten Tagen und Uhrzeiten statt, die Tickets müssen extra gekauft werden. Das Equilaland  jedoch steht die ganze Zeit den Besuchern offen. Über die genauen Öffnungszeiten und Preise von Equila und Equilaland informiert Euch bitte auf der Homepage. 

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Colette – Tim Raue interpretiert Frankreich asiatisch

Ein typisch französisches Bistro – auf den ersten Blick. Eine exzellente Pariser Brasserie – auf den zweiten Blick. Doch erst beim dritten Blick, beim genaueren Hinschauen und Kosten erkennen wir die großartige Kombination von Frankreich und Asien – kreiert von Tim Raue. Ein Besuch in der Brasserie Colette in München. 

Seit Dezember 2015 ist der Berliner Sternekoch Tim Raue auch in der bayerischen Landeshauptstadt mit einem Lokal vertreten. Im Glockenbachviertel befindet sich die Brasserie Colette Tim Raue, ein Restaurant-­Konzept, für das Raue von den Tertianum Premium Residences als kulinarischer Berater angeheuert wurde. Das Restaurant mit seinem französischen Charme hat sich mittlerweile etabliert und gilt vielen als ein gastronomischer Hotspot in der Stadt. Wir waren bereits zur Eröffnungsparty eingeladen. Alles, was in der Gastronomie Rang und Namen hat, war vor Ort und Tim Raue sprang locker auf den Tresen und hielt seine Eröffnungsrede von oben. Damals war das Lokal rappelvoll, leckere Häppchen wurden rumgereicht und ich verbrachte ein paar nette Stunden. Zeit also, die Brasserie Colette auch kulinarisch unter die Lupe zu nehmen.

Die operative Umsetzung liegt in der Hand von Raues langjährigem Begleiter Steve Karlsch. 

Tim Raue verrät uns seine Gründungsidee für die Brasserien: Für das Tertianum versieht er französische Cuisine mit seiner typischen Handschrift und etabliert eine Wohlfühlküche, die jung und alt gleichermaßen anspricht, traditionelle Elemente urban neuinterpretiert und kulinarisch einfach zu verstehen ist. Das Colette erfreut sich so gerade in den Wintermonaten einer großen Beliebtheit für Essen in familiären Runden. Tim Raue freut sich über sein Publikum: „Ich finde es schön, dass in den Brasserien verschiedenste Generationen aufeinandertreffen. Das spricht für unser ausgewogenes Konzept auf gehobenem Niveau.“

Für die Bewohnerrestaurants wird dieses Konzept leicht abgewandelt. Tim Raue und der kulinarische Direktor des Tertianums Steve Karlsch arbeiten in sehr enger Abstimmung miteinander, um den hohen kulinarischen Anspruch an die tägliche Küche zu gewährleisten. Gerade in der Weihnachtszeit legt Steve Karlsch besonderen Wert darauf, die Bewohner rundum zu verwöhnen. „Wir greifen traditionelle Themen auf und geben uns besondere Mühe, jeden Tag mit gesunden und hochwertigen Menüs kleine Highligts zu setzen.“

Entenleberterrine, Röstbrot, eingemachte Früchte, Frisée

Wer wie Gott in Frankreich speisen möchte, muss nicht zwingend nach Paris oder in die Provence fahren. Das klassische französisches Brasserie-Konzept wurde neu interpretiert und bietet eine echte Wohlfühl-Küche mit sowohl traditionellen Elementen als auch kulinarischer Leichtigkeit und ist somit der ideale Treffpunkt für all jene, die die französische Küche kennenlernen möchten. So ist es nicht verwunderlich, dass man auf der Colette-Karte nicht nur klassische französische Gerichte wie Coq au vin oder Thunfisch Niçoise findet, sondern auch tolle neue Kreationen wie Rote Beete mit Jalapeno. Aber auch regionale Klassiker wie Spanferkel findet man auf der Karte, jedoch mit einem Hauch Extravaganz und neuen und überraschenden Kompositionen.

Salat Nizza, Thunfischsashimi, grüne Bohnen und Sardellenmayo

Doch auch die französischen Klassiker hat Tim Raue modern asiatisch interpretiert. Statt Thunfisch aus der Dose gibt es Thunfisch-Sashimi von der allerbesten Güte, das hartgekochte Ei ist von der Wachtel, die Sardellen befinden in der hausgemachten Sardellenmayonnaise, die grünen Bohnen sind knickfrisch, die Kartoffeln sind knackige Chips und auch die Mini-Tomate überrascht mit ihrer Textur. 

Pot au Feu de la Mer, Safran, Koriander, Knoblauch

Kabeljau, Vinaigrette mit Kapern und Estragon

Apfeltarte Chasseur, Karamell, Vanilleeis

Crème Brulée

Dass die Brasserie-Küche von Tim Raue außergewöhnlich gut ist, haben auch die Gourmetguides entdeckt. So gibt der Gault Millau 2018 schöne 14 Punkte und der Guide Michelin verleiht den Bib Gourmand, ein Zeichen für exzellente, sorgfältig zubereitete und preiswerte Küche. 

Wer noch Zweifel haben sollte, wird spätestens beim Betreten der Räumlichkeiten überstimmt, denn das tolle und elegante Interior-Konzept der Berliner Architekten Ester Bruzkus und Patrick Batek spricht für sich und lässt den Brasserie-Gedanken vollends aufleben. Das Ambiente ist sehr intim mit viel Holz und gedeckten Farben. Man sitzt auf mit Leder bezogenen Bänken, traditionellen Bistro-Stühlen oder auf Holzsitzen, die vor langer Zeit in einem französischen Zugabteil montiert waren.

Und der Name Colette? „Das ist eine Hommage an Madame Colette“, erklärt Raue. „Die hatte einen Crêpe-Wagen am Strand von Biscarrosse bei Bordeaux. Dort habe ich den perfekten Crêpe gegessen: mit Banane, gesalzener Butter und Vanille-Eis. Süß, salzig und cremig zugleich, und für immer in meinem kulinarischen Gedächtnis.“ Ehrensache, dass ein solcher Crêpe Colette unter den Desserts eine Sonderstellung einnimmt.

Tim Raue expandiert. Derzeit gibt es die Brasserie Colette in Berlin, München und Konstanz – jeweils in den Häusern der Tertianum Residenzen. Doch sind Tim Raue, Steve Karlsch und das Team offen für neue Locations. Die kleine Gruppe soll also wachsen, aber langsam. 

Herzlichen Dank an die Brasserie Colette für diesen köstlichen und informativen Lunch! 

Service:

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Hotel Bayerischer Hof München: Dine Around für Münchner Blogger

Jochen Benz, Sommelier des Jahres 2018, reicht mir ein Glas Ruinart Champagner. Jan Hartwig, 3-Sterne-Koch sowie Koch des Jahres 2016, reicht mir das Amuse Gueule. Irgendetwas hab ich richtig gemacht. Das Hotel Bayerischer Hof München hat Münchner Journalisten und Blogger zum „Dine Around“ eingeladen. Wir begeben uns auf eine Kulinarische Rundreise in einem der allerbesten Hotels der bayerischen Landeshauptstadt.

Innegrit Volkhardt, Geschäftsführende Gesellschafterin des Hotels Bayerischer Hof München, empfängt uns an einer langen Tafel im Garden Restaurant. Dieses Restaurant, mit 15 Gault Millau Punkten ausgezeichnet, liegt direkt neben dem 3-Sterne-Restaurant Atelier von Küchenchef Jan Hartwig. So können Köche und Kellner je nach Bedarf flexibel eingesetzt werden. 

Der Familie Volkhardt gehört das Hotel seit vier Generationen. 1897 kaufte Hermann Volkhardt den Bayerischen Hof und machte es zu einem der führenden Häuser Europas.  Nachdem das Haus im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört war, wurde es vom Großvater und Vater von Innegrit Volkhardt wieder neu auf- und ausgebaut. In den letzten Jahren hat Innegrit Volkhardt wieder viel in Modernisierungen und Umbauten investiert. Die Kulinarische Rundreise führt uns durch die interessantesten Bereiche.

Als Amuse Gueule serviert uns 3-Sterne-Koch Jan Hartwig ein „Perlmutt“ Austernmousse mit Champagner und Algen. 

Diese Kreation ist schon sehr außergewöhnlich, schmeckt köstlich, hat eine interessante Textur, jedoch bevorzuge ich persönlich lieber Austern in ihrer natürlichen Art. Diese Austernperle schmeckt nicht so intensiv nach Austern, ist somit also durchaus ein Gang für diejenigen, die nicht so gern Austern essen. 

Das Garden Restaurant ist als Wintergarten mit offenem Kamin und mit einer Innenhof-Terrasse gestaltet. Hier werden wir mit einer gefüllten Zucchiniblüte mit Burrata, Kichererbse, Mini-Aubergine und Thymian-Vinaigrette als Vorspeise begrüßt. 

Unsere Kulinarische Reise führt uns ins Trader Vic’s. Dieses polynesischen Restaurant gehört zur weltweiten Trader Vic’s-Gruppe, die derzeit 19 Restaurants auf der ganzen Welt führt. Das Outlet im Bayerischen Hof wurde bereits 1971 eröffnet und gehört zu den Klassikern der Stadt.  Bianca Murthy, Annette Sandner und Franz Kotteder warten schon gespannt auf den nächsten Gang. 

Unser Hauptgang ist ein rosa gebratenes Rinderfilet mit hawaiiarischem Kartoffelgratin und Gemüse aus dem Wok. Dazu gibt es den original Mai Tai, der Trader Vic kreiert wurde. 

Besonders beeindruckend sind hier die chinesischen Öfen, in denen das Rinderfilet vor dem Braten geräuchert wird. Das Trader Vic’s Restaurant ist mit 13 Gault Millau Punkten ausgezeichnet. 

Unsere Tour führt uns anschliessend in einen komplett neu gestalteten Veranstaltungsraum. Die Bibliothek heisst nicht nur so: die vielen Bücher laden zum Lesen und Verweilen ein. 

Andere Veranstaltungsräume sind derzeit noch im Umbau.

Wir bekommen bei unserem Rundgang auch den Blick hinter die Kulissen. 

Ein eleganter und historischer Saal, der im Krieg nicht zerstört wurde, wird gerade mit sehr viel Liebe hergerichtet. 

Besondere Wertschätzung erhält hier das Parkett. Es lädt zum Tanzen ein, so ein Bodenbelag ist für Tanzbegeisterte geradezu ideal.

Weiter geht es in den Palais Keller, der einstmals ein Salzlager war. Heute ist es das rustikale bayerische Restaurant des Hotels. Allerdings ist dieses Restaurant selbst Kollegen, die sich bestens in der Münchner Gastronomie auskennen, komplett unbekannt. Hier unten, in die Katakomben des Bayerischen Hofes, verirrt sich selten ein Gast. Dieses Restaurant ist stark renovierungsbedürftig. 

Während wir uns an der Dessertvariation, bestehend aus Tiramisu von der Brombeere sowie Bayerisch Creme mit Zwetschgenkompott, laben, erfahren wir, dass der belgische Interieur Designer Axel Vervoordt diesem Restaurant im Jahr 2019 zu neuem Glanz verhelfen will. Der Designer hat bereits die Cinema Lounge und den neuen Eingangsbereich gestaltet und widmet sich derzeit den Konferenzräumen, die wir gesehen haben. So ein Hotel ist eben auch immer eine Baustelle. Und ein Grand Hotel wie der Bayerische Hof muss sich immer auch behutsam erneuern. 

Der Digestif wird in Falks Bar eingenommen. Zusammen mit feinsten Schokoladenkreationen geniessen wir verschiedene Portweine und Cognacs. 

Über den Dächern Münchens, in der Penthouse Garden Suite gönnen wir uns einen sommerlichen Sundowner, eine Sorbeitvariation mit Champagner. Der Ausblick von hier oben ist atemberaubend.

Diese Suite wurde ebenfalls von Axel Vervoordt gestaltet und bietet auf 350 Quadratmetern mehr als nur ein luxuriöses Zimmer.

Mit eigener Küche und Bar ist dem Designer eine spektakuläre Event-Location gelungen. 

Der Abschluss des Dine Around im Hotel Bayerischer Hof führt uns in den Jazzkeller des Hauses. Hier treten immer wieder weltberühmte Musiker auf. Wir lauschten den Klängen des Bluesmusikers Lucky Peterson & The Organization fest. Tamara Tramell.  Richtig schöne, coole Musik und ein perfekter Abschluss für einen abwechslungsreichen und interessanten Abend in einem der allerbesten Hotels der Stadt. So ein Kulinarischer Rundgang hat uns dieses Grandhotel in allen seinen Facetten deutlich näher gebracht. Herzlichen Dank an Innegrit Volkhardt und ihr Team vom Bayerischen Hof!

Service: 

Münchner Nachtkindlmarkt: Oh du Fröhliche!

Vom 23. November bis 23. Dezember öffnet zum ersten Mal der Münchner Nachtkindlmarkt im Innenhof des Lucky Who.


Nur wenige Minuten vom Odeonsplatz entfernt, in der Brienner Straße 14, gibt es erstmals einen Weihnachtsmarkt der etwas anderen Art. Ohne Kitsch und Tand und garantiert Jingle Bells frei, dafür mit entspannter Funky World Musik von den Local Heroes, wie The Pretty Boy oder DJ Hotsauce.


Ein kleiner, aber feiner Platz mit einladender Bar in der Mitte und gemütlichen Marktbuden. Dort backen coole Jungs mit ganz viel Liebe (Hauptzutat) fluffig frische Naan Pizza Varianten wie „Aubergine Royal 1001 Nacht“ mit Baba Ghamoush, Sesam, Joghurt, Rucola und Granatapfel.

Oder „The Jewish Naan“, eine koschere Variante mit Rote Bete Hummus, Bunte Bete, Kichererbsen, Sprossen und Vinaigrette. Eine Gaumen- und Augenweide. Zum Niederknien gut ist auch die Variante mit Lachs, roten Zwiebeln und Kaviar. Aus den Töpfen der „Cooking Mamas“ nebenan brodelt und duftet es nach original Brazilian Soul Food. Serviert mit soviel heiterer Lebensfreude, dass man sich direkt in Rio wähnt. Samba auf dem Teller. Man sollte allerdings unbedingt noch etwas Platz für Süßes lassen, denn auch die legendäre Giesinger Zimtschneckenfabrik gibt sich die Ehre. Ob Schnecke pur, oder mit Vanillesauce und Heidelbeeren, ein zimtiges Wintergedicht. Dazu schmecken Winzer-Glühweine aus biodynamischen Anbau, Hot Mules, Hot Aperol und „My Eier“, ein sahniger Eierlikör mit Suchtpotenzial.

Das Besondere: 

Der Weihnachtsmarkt im Innenhof des Lucky Who hat „open end“ geöffnet und wenn es draußen zu kalt wird, können die Gäste im Club weiterfeiern. Dort wird an den Wochenenden ab 22.00 Uhr die Musik aufgedreht.

Fazit:
Echt hyggelig, der weihnachtliche Neuzugang – jetzt fehlt nur der Schnee.

Service:

Münchner Tanzboden: Bayerisch Tanzen mit Tanzmeisterin Katharina Mayer

Wir drehen uns beschwingt über das Parkett im Hofbräuhaus München. In meinen Armen liegt eine meiner lieben Kolleginnen. Die Kommandos zu unseren Tanzschritten stammen von Katharina Mayer. Wir lernen bayerische Tänze. Walzer, Polka, Dreher und Zwiefacher stehen für die nächsten Stunden auf dem Lehrplan.

In der ersten Stunde steht uns, einer kleinen Gruppe von Journalisten, Katharina Mayer im Hofbräuhaus exklusiv zur Verfügung. Das Hofbräuhaus gehört zur bayerischen Kultur. Zu einer Institution dieser gelebten bayerischen Kultur gehört auch der Münchner Tanzboden, der mehrmals im Jahr im Hofbräuhaus stattfindet. Die Besonderheit: Zur Live- Musik erfahrener Tanzmusiker erklären versierte Tanzmeisterinnen und Tanzmeister typische Schritt- und Figurenfolgen, die auch ohne Vorkenntnisse leicht vom Bein gehen.

Während wir uns mit einer ordentlichen Brotzeitplatte stärken, erzählt uns Katharina Mayer wie sie zum Tanzen kam, was das mit ihrem Vater zu tun hat, welche Tanzkarriere sie bereits hinter sich hat und wie oft sie diese Volkstanzstunden im Hofbräuhaus anbietet. Mir wird klar, dass ich Katharina Mayer schon mehrfach gehört und gesehen habe und nach ihren Kommandos getanzt habe – allerdings ohne dies zu wissen: sie ist die Ansagerin auf dem Münchner Kocherlball. 

Anschliessend tanzen wir zu den Kommandos von Katharina Mayer und zu den Klängen einer kleinen Band Walzer, Polka, Dreher, Bayerischen und Zwiefacher. Dank des Damenüberschusses komme ich in den Genuss mit einigen meiner sehr lieben Kolleginnen über die Tanzfläche zu schwofen. 

Dies kleine Video von Bayern Tourismus gibt Euch einen schönen Einblick:

Im Anschluß an unsere kleine, exklusive Journalisten-Tanzstunde kommen viele Münchner jeden Alters, oft in Tracht gekleidet, aber nicht zwangsläufig. Ein Vorurteil von mir wird beseitigt: Ich hatte gedacht, dass fast nur alte Leute kommen würden. Weit gefehlt! Einige bezaubernd junge und hübsche Mädels sind dabei, einige junge Paare. Und Katharina Mayer macht gleich weiter. Gut, dass wir vorher die Tanzstunde hatten, so können wir gleich richtig gut mitmachen. Die nächsten Stunden drehen wir vergnügt auf dem Parkett unsere Runden. Es ist eine Riesen-Gaudi! 

Herzlichen Dank an Bayern Tourismus für die Einladung! 

Service:

Die Apokalypse naht! Oder: Wie wir mit Musik und Eis essen für den Frieden kämpfen können

Eiskalte Verführung! Köstliche kulinarische Kunst! Wenn die Apokalypse so schmeckt, dann kann sie gerne kommen! Gelber Safran, rosa Pfeffer, grüne Pistazien und Schokosplitter mit blauen Spirulina-Algen – so schmeckt die Apokalypse. 

Am 11.11.2018 kommt im Herkulessaal die eindrucksvolle Jazz-Kantate „Apokalypse“ des Münchner Komponisten und Umweltaktivisten Karl Feilitzsch zum ersten Mal seit den 50er Jahren zur Wiederaufführung. Das Musikstück und ein gleichnamiger Kunstfilm – beides seinerzeit als nachdrücklicher Appell für den Frieden eingesetzt – werden unter der Leitung des jungen Dirigenten Patrick Hahn in einer inhaltlich und visuell modernen Neuinszenierung im Herkulessaal zu erleben sein. 

Die Wiederaufführung der Werke am Gedenktag „100 Jahre Ende Erster Weltkrieg“ dient nicht nur der Erinnerung an Kalt Feilitzsch und sein außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement. Die Umweltorganisation Planet-for-the-Planet von Felix Finkbeiner steht zudem als Partner und Schirmherr zur Seite.

Den Geschmack der Apokalypse erleben wir an der Eisdiele Trampolin in der Kurfürstenstraße. Zumindest in Form einer Eiskreation namens Apo. Münchens Bio-Gelatier Stefano Santini hat Apo eigens für ein Musikereignis geschaffen: für Karl von Feilitzschs Jazz-Kantate Apokalypse, die am 11. November erstmals seit den 50er Jahren wiederaufgeführt wird. Zum 100. Jahrestag des Endes des ersten Weltkrieges.

Apokalypse ist das Hauptwerk des Komponisten und Umweltaktivisten Karl von Feilitzsch und eine eindringliche Warnung vor Krieg und Naturzerstörung. Bekannt ist Feilitzsch zum Beispiel für die (Trautonium-) Musik zum Münchner im Himmel. Ein Dachbodenfund seiner Tochter Angela Gräfin von Wallwitz gab den Anlass für die Idee, Apokalypse wieder auf die Bühne zu bringen: ein kurzer, avantgardistischer Kunstfilm zu der Komposition, der 1957 bei der Biennale in Venedig den dritten Platz gewann

Sie ließ den Film restaurieren, die Komposition in der Uraufführungsfassung von 1948 überarbeiten und aktivierte das Orchester KlangVerwaltung des Dirigenten Enoch zu Guttenberg, einem Schüler von Feilitzsch. Patrick Hahn wurde als musikalischer Leiter engagiert – der blutjunge Senkrechtstarter (*1995), der sein Operndebüt an der Staatsoper München mit der Neuproduktion von „Kannst du pfeifen, Johanna“ im Rahmen der Münchner Opernfestspiele 2017 gab und als Dirigent, Komponist und Pianist zahlreiche Wettbewerbe im In- und Ausland gewonnen hat. 

Sie kooperiert bei diesem Projekt mit der Bayerischen Landeskoordinierungsstelle Musik und der Landeszentrale für politische Bildung. Die „Apokalypse“ ist ein offizielles Schulprojekt, Schüler und Lehrer haben freien Eintritt.

Die Kantate mit stark rhythmisierenden Jazzelementen und Texten aus der Offenbarung des Johannes entstand aus Feilitzschs Erfahrungen im Russlandfeldzug des ersten Weltkrieges. Die Musik sei keine schwere Kost, sondern stehe dem amerikanischen Jazz der Dreißiger und Vierziger Jahre nahe.  Seit den 50er Jahren wurde das Werk nicht mehr aufgeführt. Feilitzsch hatte sich durch sein radikales Umweltengagement unbeliebt gemacht. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass der Hofoldinger Forst nicht dem Bau des Münchner Flughafens zum Opfer fiel.

Solche Zivilcourage fordert seine Musik ein. Feilitzsch drückt in seiner expressiven musikalischen Sprache die Dissonanzen der Welt aus.  Die Apokalypse thematisiert Tod, Gewalt, Vernichtung und ganz konkret zum Beispiel die Probleme Afrikas.  Angesichts der Dürre- und Migrationsthematik im Sommer 2018 könnte die Komposition kaum aktueller sein. Die Projekt-Verantwortlichen setzen diese Forderung mit dem Apo-Eis um: Wer eine Kugel schleckt, der spendet damit 50 Cent für Bäume. Das Geld geht an Plan-for-the-Planet. Diese Kinder- und Jugend-Initiative hat weltweit schon mehr als 70 000 jugendliche Klimabotschafter und hat sich zum Ziel gesetzt 1000 Milliarden Bäume als CO2 Speicher zu pflanzen.  Wer sich zwei Kugeln Eis gönnt, hat einen Baum gestiftet. Bis zum Konzert sollen es mindestens 750 Bäume werden.

Sebastian Draxlbauer, 13, Botschafter für Klimagerechtigkeit,  präsentiert das APO-Eis und die Apokalypse 

Vom Verkauf des Apo-Eis in der Eisdiele Trampolin in München-Schwabing fliessen 50 Cent pro Kugel an die Initiative Plan for the Planet. 

Die weltweite Kinder- und Jugendinitiative hat mittlerweile mehr als 70.000 jugendliche Mitglieder in 67 Ländern. Die Kinder wollen gemeinsam mit Menschen aus aller Welt1.000 Milliarden Bäume pflanzen, um CO2 zu binden und damit die Klimakrise abzuschwächen. 

Als Botschafter für Klimagerechtigkeit halten die Kinder und Jugendlichen, wie der 13-jährige Sebastian Draxlbauer, Vorträge vor Erwachsenen, fordern sie zum Handeln auf und kämpfen für ihre Zukunft. Karl Feilitzsch wäre begeistert von der Aktion, gehörte er doch ebenfalls in den 1960er Jahren zu den Mitgründern der ersten grünen Bürgerbewegung Deutschlands, „Die grüne Aktion“ in München. 

Termin

  • Sonntag, 11.11.2018, 18 Uhr

Programm

  • Kunstfilm „apocalypse“ (1955), Gisbert Hinke
  • Vortrag von Frithjof Finkbeiner (Vorstand „Plant-for-the-Planet“ Foundation) und Benedikt Eder (Botschafter bei „Plant-for-the-Planet“); Schirmherr: Felix Finkbeiner
  • Umbaupause mit Bewirtung im Foyer
  • Jazz-Kantate „Apokalypse“, Uraufführung der Neufassung (1972), Karl Feilitzsch

Besetzung

  • Musikalische Leitung: Patrick Hahn
  • Ensemble: Instrumentalisten des Orchesters KlangVerwaltung
  • Sprecher: Elna Lindgens, Christopher Robson, Stefan Wilkening
  • Tenor: Jürgen Sacher
  • Bariton: Christian Rieger
  • Chor: Mitglieder des Chors des Bayerischen Rundfunks
  • Dramaturgie: Margarete Adler-Koerber
  • Lichttechnik/-regie: Benedikt Zehm

Service:

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Restaurants in München: Izakaya – Die Fusion von Japan und Peru

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Münchens wohl beste Kneipe ist nunmehr schon ein halbes Jahr alt. Ein Lokal mit dem simplen Namen „Kneipe“ würde wohl kaum viele Gäste bekommen. Auf Japanisch hört es sich gleich viel eleganter und schöner an: Izakaya. Doch das Izakaya München ist nicht nur eine schnöde Eckkneipe, es ist die wohl edelste Fusion von japanischer und peruanischer Küche. Und es ist ein Erfolgskonzept aus Amsterdam. Der Mann dahinter: Yossi Eliyahoo. Das Izakaya Asian Kitchen & Bar bringt asiatische Küche und gänzlich neue Genüsse in die bayerische Hauptstadt … und einen neuen Hot Spot im Nachtleben noch dazu.

Die Lage ist nicht unbedingt in „Münchens bester Stube“. Die Landsberger Straße ist eine große, lange Ein- und Ausfallstrasse, die vom Westen kommend in Münchens Herz führt. Entlang der Bahnstrecke, sind viele neue Wohngebäude und Unternehmen sowie einige Hotels entstanden. Doch das Izakaya Asian Kitchen & Bar ist sind so cool, dass die Gäste extra dahin fahren.

In der Lobby des Roomers Hotels öffnet sich eine Tür zum Izakaya – Hotel und Restaurant sind quasi Nachbarn. Wir stehen vor einer gigantisch großen, elliptischen Bar, ein 360°-Barvergnügen. Rund um die Bar sind Barhocker verteilt, daneben laden bequeme, kuschlige Couchgarnituren ein, sich reinzulümmeln. Und dahinter schließt das Restaurant an. Überdimensional hängt an der Decke ein Koi aus Holz und dominiert das Restaurant. „How much is the Fish?“ schießt mir in den Kopf. Über die Philosophie, seine Restaurants und die verschiedenen Marken und das Restaurantkonzept hatten wir uns schon wenige Stunden vorher mit dem Macher, dem Investor, dem Schöpfer Yossi Eliyahoo unterhalten.

Unser Dinner ist wirklich umwerfend. Ein Genuss von Anfang bis Ende. Das anspruchsvolle Menü im Izakaya ist geprägt durch das Zusammenspiel von Kochkunst und -techniken aus alten Zeiten kombiniert mit innovativen und modernen Einflüssen – daraus resultieren unkonventionelle Gerichte auf höchstem kulinarischen Niveau. So wird jeder Gang zu einer Geschmacksexplosion am Gaumen. Hier sind ein paar optische Eindrücke für Euch, die Euch Appetit machen mögen.

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel

„Momori“ Toro Tatar mit Beluga Caviar in einer Eiskugel

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Sabas Sashimi mit Olivenöl und Miso

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Spinatsalat mit gegrillten Shrimps

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Mais Tempura

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Rinder Tataki mit Zwiebel-Ponzu und Knoblauchchips

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Auster „Filo“ mit cremiger Wasabi und Beluga Kaviar

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Wagyu und Foie gras Gyoza

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Seezunge aus Dover mit Chilli Shiso Salsa

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Beef Ribeye with Chimichurri, Anti-cucho und Teriyaki Sauce

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Gegrillter Kohl mit Trüffeln

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Hausgebackene Vanille-Yuzu-Madeleines mit Fruchtmarmelade und Sahne aus weißer Schokolade

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Schokoladenschnee mit in Honig gerösteten Macadamia-Nüssen und Vanilleeis

Wie in allen Izakaya-Locations liegt der traditionelle Robata-Grill im Herzen des Restaurants und bietet den Köchen die Möglichkeit, Gerichte wie Temari Sushi, Kombujime, Corn Tempura, langsam gekochte Short Ribs und Rabata Spezialitäten zu kreieren. Daneben bietet die Speisekarte kleine Sakana-Gerichte und Kreationen, die auf der der Hibachi-Feuerschale, einer japanischen Kochplatte, zubereitet werden, sowie Sushi und Sashimi, die mit exotischen peruanischen Gewürzen einzigartig verfeinert werden. Alle Gerichte sollen am Tisch gemeinsam geteilt und vor allem zusammen erlebt werden.

Und auch Freunde des Nachtlebens finden im Izakaya München ein neues Ziel. Die 360​​° schwarz gebeizte Bar mit ihrer Onyx-Marmor-Fläche ist der perfekte Ort, um ausgewählte Weine, erstklassige Cocktails sowie seltene Sake-Sorten zu genießen. Die Barchefs kreierten eine erlesene Karte mit Drinks basierend v.a. auf Wermut, Sake und Sherry. Neben diesen Drinks steuert Izakaya den ganz gewissen Twist bei: In großen Glasballons, für alle Gäste sichtbar, werden verschiedene Tonics auf Basis des japanischen Shōchū mit ausgesuchten Zutaten infundiert – die Izakayas Shōchū Wand umfasst insgesamt 12 verschiedene Geschmacksrichtungen.

Hinter Izakaya stehen die renommierten Gastronomie-Unternehmer Yossi Eliyahoo und Liran Wizman, Gründer und Eigentümer der Amsterdamer The Entourage Group, zusammen mit ihrer Geschäftsführerin, Stephanie Pearson. Ihre kulinarische Philosophie fürs Izakaya: Moderne japanische Küche mit südamerikanischen Einflüssen – kreiert auf einzigartige Art und Weise vom Küchenteam um Chefkoch Hariprasad Shetty. Izakaya München ist das vierte Izakaya Restaurant in Europa (neben Amsterdam, Hamburg und Ibiza, das gerade in die neue Saison gestartet ist) und hat seine passende Heimat In Nachbarschaft zum Roomers Hotel von Alex Urseanu und Micky Rosen der Frankfurter Gekko Gruppe gefunden.

Izakaya München – Innovation und Design

Bei Izakaya werden authentische Elemente durch den Einsatz von kreativen Techniken modern interpretiert. Dies gilt für die Speisekarte ebenso wie für das Gesamtkonzept. Das Wesen von Izakaya ist: Authentisch, aber niemals in Tradition gefangen. Im Izakaya München spiegelt sich das klar wieder.

Das Izakaya München wurde vom preisgekrönten Amsterdamer Architektenbüro „Concrete“ geplant und entworfen, das für seinen avantgardistischen Ansatz bekannt ist. Das Restaurant ist geprägt durch das Zusammenspiel von schwarzen Elementen und kontrastierenden hellen Eichenlamellen, die sich über Decke und Wände erstrecken. Natürliche Materialien wie Holz, Leder und Marmor dominieren und schaffen eine Atmosphäre warmer Sinnlichkeit. Dunkle, erdige Töne bilden das spannendes Gegenstück zu pointiert eingesetzten polierten Kupferelementen. Verschiedene Sitzbereiche, von der Bar an der offenen Küche bis hin zu intimen Sofa-Ecken, bieten Platz für bis zu 130 Gäste.

Aber es gibt im Izakaya München noch mehr, als auf den ersten Blick gesehen werden kann. Das „RED“, ein verborgener kleiner Privatclub, ganz in Rot und mit raffinierten Spiegeln und einer ausgefeilten Licht- und Soundanlage. Dieser versteckte Raum direkt neben der Bar bringt die Gäste direkt zurück in die 1960er-Party-Szene. Ausgehen und dabei Spaß haben wird kultiviert, geladene DJs veredeln das Partyerlebnis und die legendären IZAKAYA-Events kommen nun auch im Münchener Nachtleben an – jeden Freitag und Samstag legen DJs im RED auf und sorgen für den perfekten Ausklang eines Abends im Izakaya – vom Aperitif an der Bar über das Dinnererlebnis im Restaurant bis zum Clubbing im RED.

Service:

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Izakaya München

Izakaya Hamburg

Johanna Seiler ist Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Ein Jahr lang darf sie das Bayerische Bier weltweit repräsentieren: Johanna Seiler, 26 Jahre, aus Nördlingen (Schwaben) ist die neue Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019. Sie wurde in der vergangenen Nacht in der Alten Kongresshalle in München gewählt. Der Bayerische Brauerbund unter Leitung seines Präsidenten Georg Schneider und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband unter Leitung seiner Präsidentin Angela Inselkammer präsentierten die Wahl der Bayerischen Bierkönigin 2018 / 2019.

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Die bisherige Bayerische Bierkönigin 2017 / 2018 Lena Hochstraßer verabschiedet sich nach einem Jahr Regentschaft. Auf der gestrigen Gala-Veranstaltung berichtete sie von ihren Erlebnissen zwischen Bayern, Norddeutschland und Peking. Sie präsentierte das Bayerische Bier für ein Jahr auf der ganzen Welt.

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler
Für die Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019 standen als Kandidatinnen Johanna Seiler, Sandra Pichlmaier, Jana Neubert, Sarah Müller, Sabrina Mair, Barbara Berger zur Wahl. Sie hatten sich bereits gegen einen größeren Kreis an Mitbewerberinnen durchgesetzt. Aus der Runde der letzten sechs Damen durfte das Online-Publikum auf der Webseite abstimmen. Außerdem bekamen alle in der Alten Kongresshalle anwesenden Gäste ein TED-Wahlgerät und durften für ihren Favoriten stimmen. Und eine fachkundige Jury, bestehend aus Elisa Berzaghi-Freymann, Angela Inselkammer, Stephan Johannes Reinhold, Georg Schneider und Karin Schubert stellte vorab fachgebundene Fragen und stimmte mit ab.

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Steirisch Herbstln: Johann Lafer und die Steiermark zu Gast in München

Die Steiermarkt zu Gast in München auf dem Rindermarkt 4 #steiermark #rindermarkt #tourismus #urlaub #wein #weinhoheit #steiermark #graz #lafer #münchen #genuss

Steirisch Herbstln - Steiermark in München
München ist fest in steirischer Hand. Im wahrsten Wortsinne geschmackvoll eröffnet Steirisch Herbstln, der Steirische Herbstmarkt am Donnerstag, 31. August 2017, um 11 Uhr vom Genussbotschafter der Steiermark, Johann Lafer. Der Sterne- und Fernsehkoch schwingt beim Showkochen und zusammen mit dem Grazer Koch Christof Widakovich auf der großen Almbühne den Kochlöffel.

Steirisch Herbstln - Steiermark in München
Die steirisch-bayerische Delegation verköstigt unter dem Motto Steirisch Herbstln die Besucher auf dem Münchner Rindermarkt in der Ausseerland-Hütte mit Eierschwammerlsuppe, Kürbiskernbackhenderl und Apfelringen. Passend dazu präsentieren die Ausseer Narzissenkönigin und die aktuelle Weinkönigin die besten steirischen Weine aus dem Grünen Herz Österreichs. Noch bis Sonntag, 03. September 2017, können Münchner auf dem Rindermarkt steirisch herbst’ln und dabei echt steirisches Flair genießen.

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Restaurants in München: August und Maria im Brauereigasthof Hotel Aying

August und Maria
August und Maria
Gehoben – ja, überteuert – nein. So ziehen wir unser Fazit nach einem kleinen Abstecher nach Aying. Doch kündigt sich hier schon Grosses an. Die Familie Inselkammer investiert in die Zukunft, denkt dabei an neue Gäste mit einem deutlich größeren Budget – und verliert dabei die Nachbarn und Stammgäste keinesfalls aus den Augen. So findet hier jeder mit jedem Geldbeutel etwas. Der Brauereigasthof Aying mit der Kombination von beliebtem, rustikalem, klassisch-bayerischem Bräustüberl und das Hotel mit dem neuen Gourmet-Restaurant August und Maria sind die beiden starken gastronomischen Angebote der Brauerfamilie.

August und Maria
August und MariaKaum ein anderer Ort im Münchner Umland ist so stark geprägt vom Bier geprägt wie Aying. Seit fast 140 Jahren wird dort Bier gebraut und auch in München ist das Ayinger Bier in vielen Gaststätten vertreten. Das gesamte Anwesen mit Maibaum, Kirche, Brauerei, Bräustüberl, Brauereigasthof, Hotel und Biergarten kann ein Stück Bayern en miniature bieten, das Brauchtum und Tradition mit Komfort und höchsten Qualitätsansprüchen verbindet. Dazu gehören Heimatschätze wie eine historische Kegelbahn, ein denkmalgeschütztes Herrenhaus und ein alter Getreidespeicher. Doch noch Größeres kündigt sich an: Das alte und seit Ende der 1980er leerstehende Brauereigebäude soll künftig zu einem Resorthotel umgebaut werden. Das Potential wäre vorhanden, hier am Ostrand von München ein internationales Edelobjekt für eine gehobenere Klientel zu schaffen. Feine, bayerische Gastlichkeit lautet die Devise.

August und Maria
Geschäftsführerin Angela Inselkammer (58), die auch Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes ist, ist im Gespräch mit uns sehr zuversichtlich, dass das mittelfristig gelingen wird. Doch die derzeitigen Prioritäten sind klar: zuerst müssen die Nachbarn und Stammgäste glücklich sein, die die Basis des Erfolgs der Ayinger Brauerei sind. Mit dem neuen Gourmetrestaurant „August und Maria“, benannt nach den Großeltern des heutigen Senior-Bräu Franz Inselkammer, August und Maria Zehentmair, und den behutsam renovierten Zimmern im Hotel wird eine etwas betuchtere Kundschaft angesprochen, oder auch Stammgäste, die sich zur Hochzeit mal etwas ganz Besonderes gönnen wollen.

August und Maria
Das Hotel liegt im Vier-Sterne-plus-Bereich, könnte aber mit einem etwas erweiterten Angebot durchaus auch fünf Sterne erhalten, doch fehlt dafür noch etwas Hardware, wie etwa ein Wellnessbereich. Allerdings ist beispielsweise für die Suiten ein Butlerservice eine Option, die vom Hotelmanagement bereits für die Zukunft angedacht ist. Think Big – aber behutsam Schritt für Schritt vorgehen, gibt hier offensichtlich der gesunde deutsche Mittelstand den Takt vor.

August und Maria

Im offiziellen Hotelvideo schaut es so aus:

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Soulmade Hotel Garching: Die neue Dimension des Wohnen auf Zeit

Soulmade Hotel Garching
Beats & Burger im Wohnzimmer, das ist der coole Einstieg in ein neues Hotelkonzept. Fette Bässe aus den Boxen, gut gemachte Hamburger mit frischen Zutaten, dazu eine ordentliche Portion Pommes sowie selbstgemachte Saucen, garniert mit interessanten und unterhaltsamen Hotelgästen in einer Lobby-Bar, die eher wie ein Wunsch-Wohnzimmer aussieht, so empfängt uns das Soulmade Hotel Garching. Wir sind zum Kennenlernen eingeladen in einem Hotel, das das erste einer künftigen kleinen Kette sein soll. Ein Home away from Home.

Soulmade Hotel Garching

Im Münchner Vorort Garching gelegen, könnte man denken, dass der Gast hier etwas ab vom Schuss sei. Doch weit gefehlt. Das Soulmade Hotel liegt keine zehn Fußminuten von der U-Bahnlinie 6, die Garching mit der Münchner Innenstadt verbindet, in einem ruhigen Wohnviertel. Der Garchinger Ortskern hat sich in den letzten Jahren deutlich gemausert. Die Gebäude des Standortes Garching der Technischen Universität München sind nicht weit entfernt, ebenso die Münchner Standorte von General Electric, Apple, Microsoft und vielen anderen weltweiten Konzernen. Und Garching ist vom Flughafen München nur einen Katzensprung entfernt. Ein Einkaufszentrum stand hier zuvor, das nicht mehr genutzt wurde, in einer Gegend, in der ein Hotelbedarf bestand. Ein idealer Platz also. In unseren Augen mit grossem Erfolg. Einer weiteren Expansion in einem stark wachsenden Segment steht nunmehr nichts im Wege, zumal Hotelkonzerne wie Accor, Citadines & Co. jetzt in den deutschen Markt drängen.

Zuerst könnt Ihr Euch gern mein Zimmer im Soulmade Hotel Garching anschauen:

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Restaurants in München: La Bohème – Coole kulinarische Kreationen

La Boheme Schwabing Vote against Prohibition

Der Name ist nicht unbekannt in München: Bis vor etwa zehn Jahren gab es schon mal ein La Bohème in München. Allerdings ist diese Kneipe längst aus dem Stadtbild und der Erinnerung der meisten Münchner verschwunden, einem Italiener gewichen, wie der Münchenblogger über den Verfall der Türkenstrasse lamentierte. Wir scheuten keine Mühen und besuchten diesen Newcomer am Münchner Restaurant-Himmel gleich zweimal kurz hintereinander: einmal im Rahmen eines Blogger-Meetings, einmal privat. Wir wollen es hier schon verraten: Diese Location ist ein echter Gewinn für die Stadt und füllt eine kulinarische Lücke. Was uns besonders gut gefiel: Hier wird extrem grosser Wert auf exzellente Küchenqualität und auch Kochen am Tisch des Gastes gelegt. Perfektes Handwerk steht hier im Vordergrund. Eine Einstellung, die leider sehr selten geworden ist. Überzeugt Euch selbst mit den zwei Videos in diesem Artikel.

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Beim Bloggermeeting im La Bohème lernten wir das neue Restaurant und seine Umgebung kennen. Das gesamte Quartier wird gerade neu erschaffen. Bis vor wenigen Jahren noch stand hier eine Filiale der Metro, eine der günstigsten Tankstellen der Stadt, ein riesiger Parkplatz sowie das Holiday Inn Hotel, das auch zwischenzeitlich als Crown Plaza firmierte. Diese Gebäude sind längst Geschichte. Aus einer riesengrossen Baugrube sind mittlerweile neue Gebäude entstanden, die Tram-Linie 23 wurde durch das Gelände gelegt, der Nymphenburg-Biedersteiner Kanal wurde aus der Versenkung geholt und ein neues Stadtquartier geschaffen: Das Schwabinger Tor. Das Gebäude, in dem das La Bohème ist, soll eine Mischung aus hochmodernen, vernetzten Wohnungen, Büros, Geschäften und CoWorking-Offices werden. Schräg gegenüber will die Hotelkette Hyatt ein Haus der Boutique-Hotelmarke Andaz eröffnen. Die Jost Hurler Gruppe, der das gesamte Gelände gehört und die älteren Münchnern durch den damaligen Hurler-Markt, der später zur Metro-Filiale wurde, führte, schafft hier ein stimmiges und hochklassiges Ensemble. Während wir über das Neubaugebiet informiert werden, geniessen wir den Aperitif im La Bohème Schwabing: ein Crudino.

La Bohème Meet you at the bar! - #schwabingertor #laboheme #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @mucbook #munichlifestyle #muc #mucstagram #exklusivmuenchen #minga #ilovemunich #igersmunich #bavaria #muenchnerecken #instagood #pictureof
Nomen est Omen: Der Name La Bohème bezieht sich auf die Goldenen Zwanziger, auf die Bohème, die sich in München einst zusammenfand. Dieser Ort will Frühstücks-Restaurant, Business-Lunch-Treff, Cocktail-Bar, Nachbarschafts-Restaurant und Fine-Dining-Location in allem sein. Wir müssen sagen: es ist gelungen. Die Bar lädt zum Drink ein, kuschlige Sitzecken für kleine Gruppen erinnern an amerikanische Diners, an anderen Tischen lässt es sich sehr gut zu zweit gemeinsam dinieren und bei schönem Wetter lädt die Terrasse ein, die Münchner Abendluft zu geniessen. Am Schwabinger Tor ist echt was tolles entstanden.

Michael Urban La Boheme
Restaurantchef Michael Urban zufolge soll sich in seinem durchgehend von 9:30 – 00:00 Uhr geöffnetem Restaurant „La Bohème“ jeder zu jeder Tages- und Nachtzeit wohlfühlen. Er entstammt einer Münchner Gastronomenfamilie und ist Wirt durch und durch. Seine Kochausbildung erhielt er im Sölring Hof und im Münchner Königshof, zudem studierte er Betriebswirtschaft. Mit Chef de Cuisine Lilian Schumann verwirklicht er das Konzept, Lilian kommt ebenfalls aus der Sternegastronomie, wie dem Dresdner Bülow Palais, weiter führte sie der Weg ins Carpe Diem in Salzburg und in die Tantris Weinbar München. Chris Rieder ergänzt das Team als Barchef und kann in seiner Vita als Bartender Stationen in der Goldenen Bar und der Fantom Bar vorweisen.

La Bohème Schwabinger Tor: Co-Working, Carsharing, Talent Trust - cool new place to live. Will include a @hyatt @andaz hotel. And the @la_boheme_schwabing restaurant. - #schwabingertor #laboheme #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @muc
Die Hurler Gruppe will in dem Haus CoWorking und CarSharing Angebote integrieren. Wir sind gespannt, wie weit das inzwischen umgesetzt wurde. Natürlich sind auch Büros dort zu mieten, aber hier wird auch anders rangegangen: die Büros sind in allen Größen von Firmen auch für kürzere Zeitspannen zu haben, etwa für Projekte, die nur einige Monate dauern. Was normal nicht einfach ist, die meisten Büroräume werden mit 5 Jahresverträgen vermietet. Am Schwabinger Tor werden auch gemeinsam nutzbare Konferenzräume angeboten, was der Sharing-Idee des Projekts entspricht: es soll ein Carsharing mit Elektro-Ladestationen geben, Künstler-Ateliers, auf dem großen Platz könnte ein Wochenmarkt angesiedelt werden, ein 3D Drucker soll in irgendeiner Form nutzbar sein, es ist vieles am Entstehen. So kommt am Ende Bewegung ins Viertel und es findet ein Austausch statt.

Einen ersten Einblick, insbesondere in die Kunst, perfekte Crêpes Suzette am Tisch des Gastes zuzubereiten, gibt Euch dies Video:

Und um es schon vorwegzunehmen, könnt Ihr hier schon das Video unseres zweiten Besuches anschauen:

Und hier unsere Eindrücke der zwei Menüs: (mehr …)

Andechser Molkerei Scheitz: Warum ich ein Fan von Andechser Natur geworden bin

Besuch der Andechser Molkerei Scheitz. Milch, Joghurt, Käse und alles in Bio. Neu: Crème Brulée Joghurt.
Denk‘ ich an Andechs, denk‘ ich an Bier – und Milch. Denn das kleine, verträumte Dörfchen südlich von München, mit wunderschönem Blick auf den Ammersee steht zum einen für sein weltberühmtes Kloster Andechs, in dem exzellente Biere gebraut werden. Und es steht für die Andechser Molkerei Scheitz, die seit über 100 Jahren beste Milch- und Käseprodukte herstellt. Bei einem Ortsbesuch lernte ich Frau Scheitz und ihre Molkerei persönlich kennen. Bis dahin hatte ich extrem selten mal zu Produkten von Andechser Natur gegriffen. Seitdem bin ich Stammkunde und Fan. Warum dieser Unternehmensbesuch dazu führte, erzähle ich Euch hier.

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Andechs ist immer eine Wallfahrt wert. Doch sollten wir nicht nur des guten Bieres wegen zu den Mönchen pilgern. Da sind wir nicht wirklich alleine, die Wirtschaft des Kloster Andechs platzt an schönen Tagen aus allen Nähten. Nur ein wenig weiter, in Sichtweite des Klosters liegt ein beeindruckend schöner, von Friedensreich Hundertwasser inspirierter Bau. Hier sitzt die Andechser Molkerei Scheitz. Wer sich allerdings die Mühe macht, etwas zu guugeln, der stellt schnell fest, dass es in diesem kleinen, beschaulichen Dorf eine sinnlose Konkurrenz gibt: Das Kloster gegen die Molkerei. Mal geht es um den Begriff „Andechser“, mal um das Hundertwasser-Gebäude. Es entsteht der Eindruck, dass sich die Klosterbrüder mit allen erdenklichen juristischen Mitteln dagegen wehren, dass ein zweites Unternehmen in Andechs Erfolg hat. Während die Inhaberin der Molkerei, Barbara Scheitz, ein gutes nachbarschaftliches Miteinander bevorzugt und bereit ist, den Mönchen entgegen zu kommen, verhält sich das Kloster seit dem Abgang von Pater Anselm Bilgri alles andere als christlich. Von Nächstenliebe und Partnerschaft sind die Mönche seitdem meilenweit entfernt. Man könnte versucht sein zu denken, dass denen der Genuss des eigenen – zugegebenermassen exzellenten – Gerstensaftes wohl zu stark zu Kopf gestiegen ist. Dabei beschäftigen beide Unternehmen ähnlich viele Mitarbeiter. Laut Wirtschaftswoche beschäftigt die Andechser Molkerei Scheitz 190 Mitarbeiter, die Andechser Brauerei und Klostergastronomie 220 Mitarbeiter. (mehr …)

Kochkurs III: 4-Gang-Menü Thunfisch-Duo, Kürbissuppe, Confierte Gans, Lebkuchen-Pudding

Es gibt Kochkurse für Einsteiger. Und Kochkurse für Könner. Dieser Kochkurs erfordert nicht nur schon grundlegendes Wissen und handwerkliches Kochgeschick. Er bedarf ausserdem einiger Tage Vorbereitung. Denn das Flemings Hotel München Schwabing verwöhnte uns nicht nur mit einem grossartigen Menü sondern auch mit einem reichlich aufwändigen Kochspaß. Es war so gut, dass ich dieses Menü seitdem nicht vergessen habe. Und es war so arbeitsaufwändig, dass ich nicht zum Fotografieren gekommen bin. Daher müsst Ihr diesmal wohl doch Eure Phantasie anstrengen und einen Artikel ohne Bilder geniessen.

Mit Sicherheit passt hier jeder dieser Gänge zu meinen Festtagsrezepten. Dieser Kochkurs in der Adventszeit war für uns alle eine optimale Vorbereitung auf die Weihnachtszeit. Doch wie gesagt: Bei diesem Menü müsst Ihr ein paar Tage vorher anfangen und ein paar Freunde bzw. die liebe Familie einladen. Dieses Ganserlessen der Touristischen Runde München war mit Sicherheit ein grossartiges Erlebnis.

Unser Viergang-Menü bestand aus:

  • Duo vom Thunfisch, gebeizt und als Tatar, mit eingelegtem Ingwer und Wasabi
  • Kürbis-Suppe vom Butternut-Squash
  • Confierte Gans, Brust und Keule, Beifussjus, Apfelrotkohl, Kartoffelknödel, glasierte Maronen
  • Lebkuchen-Pudding mit Glühwein-Birnen

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachkochen! (mehr …)

Kochkurs II: 4-Gang-Menü mit Tatar, Currycapuccino, Gänsebrust, Apfel-Birnen-Crumble

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Kochkurse kitzeln kulinarische Kreativität aus uns heraus. Ein Kochkurs im Advent bewirkt da nahezu weihnachtliche Wunder. Wir bekommen Kenntnisse vermittelt und erhalten Inspirationen, die unsere künftigen Kochkünste verbessern kann. Bei diesem Weihnachtsmenü einer Runde Münchner Reisejournalisten im Flemings Hotel München Schwabing kochten wir ein exzellentes Vier-Gänge-Menü, das auch für einen Abend mit Freunden gut vorzubereiten und zu kochen ist.

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Dieses Weihnachtsmenü lässt sich alternativ natürlich auch mit einer Entenbrust zubereiten. Optisch macht jeder Gang etwas her, geschmacklich ist das Menü durchgängig richtig fein. Die Köche im Flemings Hotel München-Schwabing haben uns perfekt zur Seite gestanden und so manchen Trick verraten. Das gute „hands on“, das selbst machen, das anpacken ist in der Küche immer noch das Wichtigste. Und wer über Küche und Keller, über Kochen und Weine viel schreibt und es sich erlaubt Profis, die ihr Handwerk über viele Jahre hart erlernt und ihr Können erarbeitet haben, zu kritisieren, der sollte auch selbst immer wieder in der Küche stehen und die Hände an die Ware legen. Daher war dieser Kochkurs im Flemings Hotel München-Schwabing eine willkommene Erweiterung, Ergänzung und Auffrischung meiner Kenntnisse. Diese Gerichte gehören ab sofort auch zu meinen Festtagsrezepten.

Unser Viergang-Menü bestand aus:

  • Tatar-Variation vom Rinderfilet mit Mango, Avocado und Garnele
  • Capuccino von Curry und Kürbis mit pochierter Jakobsmuschel
  • Lackierte Gänsebrust mit Rosinen-Pfeffer-Sauce, gedünstetem Rosenkohl und bebrütetem Polenta-Baguette
  • Ofenfrischer Apfel-Birnen-Crumble mit Vanille-Zimt-Sauce

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Kochkurs I: 3-Gang-Menü mit Carpaccio, Skrei und Crème Brûlée

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Reisejournalisten kochen zusammen ein Neujahrsmenü: Dieser Kochkurs bringt uns auf ein paar neue, erfrischende Ideen, wie wir schnell, leicht und unkompliziert ein Drei-Gänge-Menü auch daheim für Freunde zaubern können. Wir trafen uns im Flemings Hotel München-Schwabing und kochten zusammen ein Diner aus: Rinder-Carpaccio, Gratiniertem Schrei und einer Creme Brûlée. Hier verrate ich Euch die Rezepte zu diesen drei edlen Gängen.

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Touristische_Runde_Neujahrsessen _Jan_2014_030Wie Ihr an den Bildern erkennt haben wir alle viel Spaß gemeinsam gehabt. Wir haben uns gleich am Anfang auf drei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe war für einen Gang zuständig. Innerhalb der Gruppen bekam jeder wiederum seine Teilaufgabe für den jeweiligen Gang. Ich war in der Gruppe für den Hauptgang. Es gab Fisch: Skrei. Wikipedia weiß zum Skrei: „Der (Atlantische) Kabeljau oder Dorsch (Gadus morhua) ist ein Meeresfisch, der in Teilen des Nordatlantiks und des Nordpolarmeers verbreitet ist. Als „Dorsch“ bezeichnet man junge Kabeljaue vor der Geschlechtsreife sowie die in der Ostsee lebenden, kleineren Kabeljaue.“ Für mich war der Skrei bislang eher unbekannt, daher hatte ich mich für diesen Gang gemeldet. Außerdem sind Carpaccio und Crème Brûlée eher gängige Gerichte. Eine Piccaata-Saltimbocca mit Fisch hingegen hatte ich bisher noch nicht gekocht.

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Hans-Werner Rodrian holt sich Tipps beim Küchenchef ab.

Unser Dreigang-Menü bestand aus:

  • Carpaccio vom Argentinischen Rinderfilet, Frühlingszwiebeln, Kichererbsen, Spinatsalat
  • Piccata-Saltimbocca vom Skrei mit Pistou-Risotto, glasierte Rote Beete
  • Vanille-Zitronen Crème Brûlée

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Restaurants in München: Fleischkonsum by Vincent Fricke

Fleischkonsum by Vincent Fricke Kiss me! Es ist Tag des Kusses! Im Stubaital sind auch die Kühe zum knutschen.

Steak oder Vegan – derzeit gibt es den Trend der Extreme. Je militanter die Veganer werden und jedem erbeten oder unerwünscht aufdrängen, dass sie Veganer sind und krampfhaft versuchen, ihr Umfeld zu missionieren, umso mehr Steak-Restaurants spriessen an allen Ecken. Die Wahrheit liegt wie immer in der goldenen Mitte. Ja, wir essen zuviel Fleisch. Und ja, die Massentierhaltung ist nicht gut für die Tiere und sie ist auch nicht gesund für uns Menschen. Umso wichtiger ist der aktuelle Trend, sich auf das zu besinnen, was schon unsere Großeltern und frühere Generationen getan haben: das ganze Tier essen. Von der Nase bis zum Schwanz – oder wie es auf Neusprech heißt: „nose to tail“. Das Münchner Pop-up Restaurant Fleischkonsum by Vincent Fricke setzt einige wichtige Akzente. Die Neuauflage von Fleischkonsum startet am 06.03.2017 im Holzkranich in der Maxvorstadt.

Bewusster Fleisch zu essen ist eine Frage der Vernunft und der Verantwortung. Der Koch Vincent Fricke besinnt sich auf die Rezepte unserer Vorfahren und interpretiert sie neu. Moderne Kochverfahren, Zubereitungsarten aus der ganzen Welt, wunderschön angerichtet und nichts übertrieben, so werden auch Innereien und andere Körperteile, die sich in den letzten Jahrzehnten keiner grossen Beliebtheit erfreuen konnten, auf den Tisch gebracht. In den Steakhäusern werden hauptsächlich die kurzgebratenen Fleischstücke serviert. Doch ein Rind besteht nicht nur aus Filet und Entrecôte. Und warum sollte der Rest des edlen Tieres nicht ebenso edel zubereitet auf unseren Tellern landen? Auch die Innereien haben ein Recht darauf, beachtet zu werden. Schliesslich verbergen diese von vielen fälschlicherweise und auf der Basis reiner Vorbehalte verschmähter Teile, kulinarische Köstlichkeiten. Außerdem sollten wir mehr auf die regionale Herkunft unserer Nahrung achten. Ein Tier, egal ob Rind, Schwein, Huhn, Schaf oder Ziege oder gern auch mal ein Pferd, sollte ein glückliches, gesundes und schönes Leben bis zu seiner Schlachtung führen dürfen.

Woher kommt eigentlich dieser Wahn, nur das möglichst Magere, kurzgebratene Fleisch eines Tieres zu essen? Es sind die Modernen Zeiten . Es ist die Wohlstandsgesellschaft, die sich den Luxus leisten kann, nur einen kleinen Teil zu essen und den Rest unbeachtet wegzuschmeissen. So eine Wegwerfgesellschaft ist zum wegwerfen. In anderen Küchen zählen die Innereien nach wie vor zu alltäglichen Küche. In Asien beispielsweise werden alle Teile eines Tieres nach wie vor zubereitet und gern gegessen. Während die chinesischen Restaurants in Deutschland hauptsächlich nach wie vor auf Schweinefleisch süß-sauer setzen, serviert in München seit Kurzem das Restaurant Sichuan-Küche seine regionalen Spezialitäten, bei denen die Innereien etwa die Hälfte der Speisekarte ausmachen. Bei meinem Besuch dort waren dementsprechend über 80% der anwesenden Gäste Asiaten. Unter Feinschmeckern gilt es allerdings bereits als Geheimtipp für wirklich authentisch chinesische Küche. Wir brauchen allerdings nicht so weit zu suchen, denn auch die italienische und französische Küche kennt viele Rezepte mit den aktuell unbeliebteren Fleischteilen. Warum also sind unsere deutschen Rezepturen fast in Vergessenheit geraten? Vincent Fricke will uns das gerne wieder in unser Bewusstsein bringen. Bewusster Fleischkonsum – das ist die Nachricht, die uns Fleischkonsum by Vincent Fricke auf den Weg gibt.

Fleischkonsum by Vincent Fricke Chef Vincent Fricke opens pop-up restaurant Fleischkonsum in August, 24th. - #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @mucbook #munichlifestyle #muc #mucstagram #exklusivmuenchen #minga #ilovemunich #igersmunich #bavaria #pictureo
Bei mir persönlich rennt Vincent Fricke damit eh offene Türen ein. Eines der traditionellen Weihnachtsessen bei meinen Eltern zuhause war und ist immer die Rinderzunge. Nicht dieses gepökelte Teil, das viele Metzger verkaufen. Sondern eine frische Zunge, die mein Vater sich beim Fleischer seines Vertrauens immer bestellt und dann daheim sehr köstlich zubereitet. Dieses zarte Fleisch ist einfach unübertroffen. Ein ganzes Tier zuzubereiten und alle Teile zu geniessen „bedarf ein wenig Know How, Offenheit für Alles und Altes und die Liebe zum Kochen und zum Produkt“, wie Vincent Fricke uns erklärt.

Einen kleinen Einblick in unseren Abend im Pop-up Restaurant Fleischkonsum by Vincent Fricke bekommt Ihr in diesem kleinen Video:

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Davidoff Chefs Edition: Die Cigarre der Sterneköche

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Der besondere Moment. Das grossartige Ereignis. Die wunderschöne Feier. Das lukullische Gala-Diner. Was fehlt: Genau: Der Digestif und die Zigarre. Oder Cigarre, wie die Conoisseurs auch gerne schreiben. In diesem Fall genügt nicht die berühmte „Zigarette danach“. Nein, viel stilvoller und eleganter ist nach wie vor die Zigarre danach. Der berühmte und weltbekannte Zigarrenkonzern Davidoff rief erstmalig sechs europäische Spitzenköche zusammen und kreierte mit ihnen zusammen eine „kulinarische Zigarre“: die Davidoff Chefs Edition. Diese ist für mich ab sofort die erste Wahl nach einem grossen Menü.

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Nebenbei: Ich bin absoluter Nichtraucher. Eine Cigarre ist für mich also grundsätzlich nur ein Genussmittel, das ich im absoluten Ausnahmefall, also eben dem ganz besonderen Moment geniesse. Das kann mal zwei- oder dreimal im Jahr sein. Oder auch überhaupt nicht, weil es sich nicht ergibt. Dass Ihr mich also mal mit einem Glimmstengel zwischen den Fingern seht ist eine extreme Seltenheit. Und wenn ich mal zu einer Cigarre greife, dann ist es meist eine Davidoff No. 2.

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Zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens haben also Davidoff Masterblender mit sechs der weltbesten Starköche zusammengearbeitet, um die Davidoff Chefs Edition zu kreieren. Keine alltägliche Routine! Die Zigarre wurde entworfen, um ein exquisites Gourmetgericht abzurunden und Gespräche anzuregen, die sich an erlesene Genusserlebnisse anschliessen. Peter Knogl, Maria Marte, Léa Linster, Ali Güngörmüs, Michel Trama und Renato Wüst unterstützten mit ihrem erfahrenen Gaumen die Masterblender beim Blenden dieser einzigartigen Zigarre. (mehr …)

Franziskaner: Ein genussreicher Abend mit einem Biersommelier

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Ganz schön anstrengend. Sechs Bier vor mir. Daneben ein Block und ein Stift. Ich sitze in einem Seminar. Harte Arbeit. Es geht um Bier. Wir verkosten in einer Blindprobe die verschiedensten Biersorten und müssen erraten, was es ist, obergäriges oder untergärig, Helles, Pils, Weissbier, Bock, alkoholfrei… Die Franziskaner Weissbierbrauerei in München hat zu einem Sommelierabend mit Arno Stockinger, Braumeister und Biersommelier, eingeladen.

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Franziskaner Weissbier ist eine der vielen Marken im Universum der weltgrössten Brauerei der Welt. AB InBev ist ein buntes Konglomerat, das durch die Übernahme der amerikanischen Anheuser-Busch Gruppe durch den brasilianisch-belgischen Konzerns InBev entstand. Im Oktober 2016 wurde ausserdem die südafrikanische Brauerei SABMiller übernommen. In Deutschland gehören die Marken Becks, Haake-Beck, Diebels, Spatenbräu, Löwenbräu, Franziskaner sowie Hasseröder zum Imperium. Die Münchner Franziskaner Brauerei konzentriert sich dabei als einzige ausschliesslich auf Weissbier. Der geneigte Leser mag sich nun fragen, was denn ein Verkostungsabend überhaupt bringt, wenn eine Brauerei nur eine einzige Biersorte, das bayerische Weißbier, produziert. Doch weit gefehlt. Denn Weißbier, im Norden Deutschlands als Weizenbier bezeichnet, hat viele Spielarten. Und auch wenn Franziskaner eine kleine Marke in einem weltweiten Konzern ist, so bekommen Geschäftsführung und Braumeister offenkundig den Spielraum, ein paar Spezialbiere aus dem Weißbier zu zaubern, die sich nicht nur in Bayern und Deutschland, sondern eben auch weltweit vertreiben lassen.

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Delikatessen in München: Feinkost Käfer lädt Foodblogger zum #meinkäfermoment

Delicious macaroons at @feinkostkaefer in Munich - #meinkäfermoment #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @mucbook #munichlifestyle #muc #mucstagram #exklusivmuenchen #minga #ilovemunich #igersmunich #bavaria #pictureoftheday
Trüffelschweine und Perlentaucher, Foodblogger, Gourmets und Gourmands werden hier ebenso glücklich wie Liebhaber gehobener Tischkultur und Kenner feiner Küche: Feinkost Käfer ist der Inbegriff für Lebensmittel allerbester Qualität. Der Ruf des Münchner Mittelständlers geht weit über die Stadtgrenzen hinaus, in ganz Deutschland ist das Delikatessgeschäft in der Prinzregentenstrasse bekannt. Inhaber Michael Käfer lud nun Münchens Foodblogger zum Kennenlernen in seine Räume unter dem Stichwort #meinkäfermoment. Es war ein grossartiger Tag. Ein Rückblick.

Michael Käfer begrüßt die Münchner Foodblogger - #meinkäfermoment #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @mucbook #munichlifestyle #muc #mucstagram #exklusivmuenchen #minga #ilovemunich #igersmunich #bavaria #pictureoftheday #p
Michael Käfer leitet bereits in dritter Generation das Geschäft. Seine Großeltern Paul und Elsa gründeten 1930 ein Kolonialwarengeschäft mit erlesenen Weinen, Likören und Flaschenbier und nannten es Feinkost Käfer. Deren Sohn Gerd führte das Unternehmen bereits zu deutschem Ruhm mit der Ausrichtung des Delikatessgeschäftes auf absolute Qualität, mit dem Gourmettempel Käfer Schänke in der ersten Etage des Hauses und er erfand den ersten Party-Cateringservice, der weltweit tätig ist. Michael Käfer verdiente seine ersten Sporen mit der Nobeldisco P1 und übernahm nach und nach das Imperium seines Vaters. Mittlerweile bewirtschaftet Käfer in München auch die Villa Stuck, den Genuss-Raum im Modehaus Ludwig Beck, die Messe München, den Audi Dome, die Galopprennbahn in Riem, mehrere Delikatessen Märkte und leitet die Gastronomie in der BMW Welt, in der Bobby Bräuer im Esszimmer zwei Michelin-Sterne erkocht hat. Seit kurzem gehört das Gut Kaltenbrunn im Geniesserland Tegernsee dazu. Und in Berlin speisen die Bundestagsabgeordneten im Dachgarten-Restaurant des Deutschen Bundestages feinste Käfer-Kost. Der Party-Service ist nicht nur an der Formel 1-Rennstrecke in Bahrein tätig sondern überall dort, wo die Kunden ihn wünschen. Und einmal im Jahr gehört das Wiesn-Zelt von Käfer zu den kultigsten Oktoberfestzelten der deutschen A-, B-, C- und Möchtegern-Promis.

#meinkäfermoment: Was Wilmersdorfer Witwen und Grünwalder Gören gemeinsam haben

Feinkost Käfer, das ist für mich als Berliner der Münchner Gegenentwurf zum KaDeWe am Tauentzien. In der siebten Etage des alt-ehrwürdigen Kaufhauses Des Westens liegt die Feinschmeckeretage. Hier ist alles auf einer grosszügigen hochmodernen, neu auf den Altbau aufgesetzten Etage versammelt, feinste Waren in rauen Mengen. Hier gehen die reichen Wilmersdorfer Witwen ihre Tomaten und Zitronen einkaufen. Der Berliner Otto Normalverbraucher leistet sich einen Besuch für Weihnachtsgeschenke oder zu besonderen Geburtstagen, wenn es mal etwas ganz Besonderes und Ausgefallenes sein darf. Oder er führt seinen Besuch dorthin aus. Ich erinnere mich, dass das KaDeWe früher auch besonders dazu taugte mit Besuch aus dem Osten dahinzugehen. Die DDR-Rentner waren dann immer extrem geschockt, wie sehr sie ihr ach so sozialer Arbeiter- und Bauernstaat betrügt und verar*.

Was also der Dahlemer Demoiselle das KaDeWe ist der Grünwalder Göre und Bogenhausener BussiBussi-Gesellschaft das Käfers. Die Schwabinger Schickeria shoppt in dem verwinkelten Altbau zwischen Keller und Erdgeschoss, treppauf, treppab ist der Laden eher ein Labyrinth und mit Sicherheit nicht behinderten- geschweige denn rollstuhlgerecht. Aber die hilfsbereiten Angestellten sind höchstwahrscheinlich jederzeit zur Stelle und erfüllen alle Wünsche, während die Berliner KaDeWe-Mitarbeitern mittlerweile den typischen Karstadt-Charme ausstrahlen… Doch auch der Münchner Otto Normalverbraucher geht zu Käfer wie zum örtlichen Wettbewerber Dallmeyer nur dann, wenn er für Geburtstage, Weihnachten oder als Mitbringsel das Besondere sucht. Die Hemmschwelle das teure Austern-, Champagner- und Kaviar-Paradies zu betreten ist in beiden Städten hoch.

#meinkäfermoment: Qualität aus Leidenschaft

Qualität aus Leidenschaft – so lautet der Leitspruch des Unternehmens. Das Stammhaus von Feinkost Käfer ist eine Art Deluxe-Supermarkt mit feinsten Produkten aus aller Welt mit 160 Mitarbeitern auf 1.400 qm. Bei nur 500 qm Lager führt das dazu, dass über 70% der 9.500 Produkte im Geschäft frisch sind.Die verwinkelte Struktur des ehemaligen Bürgerhauses schenkt jeder Abteilung ihr eigenes kleines Reich, in dem sich die Produktreihe wohl fühlt, wie es so schön blumig in einer Unternehmensdarstellung formuliert ist. Bei 350 Sorten Käse, 800 erlesenen Weinen und Spirituosen, 69 verschiedenen Mineralwasser, allein 10 Sorten Tomaten, 50 Sorten Fleisch oder 25 kostbaren Ölen fällt es sicherlich jedem schwer, sich zu entscheiden. Michael Käfer verbürgt, dass der Familienname für hochwertige Produkte und exklusive Dienstleistung steht: „Unsere fünf Unternehmenswerte einzigartig, hochwertig, überraschend, emotional und liebenswert müssen sich in jedem Produkt in in jeder Dienstleistung wiederfinden“, erklärt der Unternehmer.

Michael Käfer sucht nunmehr den Kontakt zu den Foodbloggern. Er kennt die Hemmschwelle und will diese abbauen. Jeder sei bei Käfer willkommen. So lud er zum gegenseitigen Kennenlernen in seine Heiligen Hallen in Bogenhausen. Nach einer persönlichen Begrüßung durch den Hausherren mit Aperitif inmitten des Kräutergartens auf der Dachterrasse des Hauses überliess er uns seinen Mitarbeitern. Michael Käfer erklärte uns, dass es eine Herausforderung sei, „sich als Unternehmen immer wieder neu zu erfinden, Feinkost Käfer aber den Ehrgeiz habe, sich immer weiterzuentwickeln“. Während früher ausgewählte Früchte von irgendwo her aus der Welt importiert wurden, gibt es heute beispielsweise eine Mango an jeder Obst- und Gemüsetheke. Unter anderem erfuhren wir dabei, dass zehn Prozent der Kräuter im Käfer-Stammhaus auf eben dieser Terrasse selbst angebaut sind. Wir erhielten eine sehr ausführliche und interessante Hausführung durch das Delikatessengeschäft sowie die Käfer Schänke mit Mario Stock, dem charmanten Leiter des Feinkostladens. Anschliessend wurden wir in eine Vorspeisen und eine Hauptgang-Gruppe geteilt. Ich schloss mich der Vorspeisengruppe an, da mich die Zubereitung für ein Saiblingstatar und die neue Züchtung einer bayerischen Garnele sehr interessierten. Die andere Gruppe bereitete das Dessert vor. Doch seht selbst im Video:

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Flughafen München: Surf & Style 2017 lädt Wellenreiter zur Surf-Gaudi

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Spätsommer, Sonne, Surfer-Feeling: Im Spätsommer 2017 verwandelt sich das München Airport Center (MAC) wieder zum Hotspot für Surfer aus der ganzen Welt. Surf & Style – eine der spektakulärsten Veranstaltungen, die der Münchner Airport zu bieten hat – geht in die siebte Runde.

Auch in diesem Jahr waren über 25.000 Zuschauer und mehr als 4.000 Surfer in drei Wochen im Flughafen München. Jeder, der Lust hatte, konnte sich ein Surfbrett schnappen und sein Können auf der 1,50 Meter hohen und 10 Meter breiten Welle beweisen. Unter fachkundiger Anleitung gab es Slots für Anfänger, die zum ersten Mal auf dem Brett standen. Und auch für die kleinen Wellenreiter war einiges geboten: Im Rahmen der Kid’s Trainings waren jeden Tag Spaß und Action für Kinder und Jugendliche garantiert.

Der Münchner Industriedesigner und Star der Riversurf-Szene Tao Schirrmacher schaffte es, sich gegen rund 130 Teilnehmern aus insgesamt zehn verschiedenen Nationen im Finale durchzusetzen. Er wurde zum neuen Europameister im Stationary Wave Riding gekürt. Den Titel des besten Riversurfers Europas holte er sich so nun schon zum dritten Mal.

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Restaurants in München: Les Cuisiniers pflegt die französische Tafelkunst

Les Cuisiniers
Les CuisiniersWir lieben die französische Küche, wir lieben Frankreich. Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin lehnt das Design nicht umsonst einer Schiefertafel an, die in französischen Restaurants fast überall zu finden ist. Als Reiseblogger sind wir gern in Frankreich unterwegs. Als Foodblogger haben wir bisher viel zu wenig über Restaurants in München geschrieben, die sich der französischen Küche widmen. Mit Les Cuisiniers wollen wir diese Lücke etwas schliessen. Küchenchef Jean Marc Ferrara führt sein Restaurant im Münchner Stadtteil Lehel bereits seit sieben Jahren. Zeit für ihn, etwas zu ändern. Unter dem Motto „L’Art Des Mets“ tischt er jetzt französische Klassiker modern interpretiert auf. Ein Ortsbesuch im Lehel.

Schon die Einrichtung des Les Cuisiniers versetzt uns in eine typische französische Brasserie. Eine grosse Schinkenaufschnittmaschine macht uns Appetit auf die typischen charcuteries, der jambon cru, der nicht nur in Italien, sondern auch in Frankreich sehr gern als Einstieg vorweg genossen wird. Auch die anderen Vorspeisen versetzen den Gast aus dem schönen München direkt nach Paris. Ein Salat mit gegrilltem Ziegenkäse und frischen Früchten? Oder eher ein Salat mit Gambas? Derzeit steht auch eine Hausgemachte Terrine vom Altöttinger Hirsch auf der Karte – regionale Spezialitäten auf französische Art dargeboten. Doch wir entscheiden uns für eine Auswahl von Klassikern.

Les Cuisiniers
„L’Art Des Mets“ bedeutet die Kunst der Telleranrichtung, doch übersetzen wir es auch gern etwas weiter als Tafelkunst. Noch ist nichts eingeschenkt – doch die Gläser laden ein, die edlen Kreszenzen zu geniessen, die der italienische Sommelier mit bester Sachkenntnis empfiehlt. Dieser ist stolzer Papa – und kümmert sich ganz nebenbei auch perfekt um freche Racker, die es im Restaurant kaum auf den Stühlen hält.

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Restaurants in München: Romans romantische Rom-Reise

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Das italienische Wohnzimmer in Nymphenburg: Wohl kaum ein Restaurant in München ist so wohnlich und gemütlich eingerichtet wie das Romans. In einem Jugendstilhaus im Münchner Nordwesten gelegen, geniessen die Gäste italienische Küche auf höchstem Niveau und können sich dabei fast wie daheim fühlen. Wir liessen uns gern von einem vorweihnachtlichen Menü verführen und liessen uns dabei die Panetonne-Interpretation des Chefkochs Riccardo Jannuzzi nicht entgehen.

Manchmal kann vornehme Zurückhaltung hinderlich sein. Nämlich dann, wenn ich in einem sehr schönen Restaurant zu Gast bin, die Einrichtung wirklich faszinierend gut gelungen ist, ich aber wegen der anderen Gäste nicht unbedingt als Fotograf unangenehm auffallen möchte. Im Romans war ein genialer Inneneinrichter am Werke. Sehr schöne Wandtapezierung, grosse Lampen an den hohen Decken des Altbaus. Eine sehr gelungene, romantische und leicht pompöse Gestaltung, die zur Umgebung und durchaus auch zum gut betuchten Zielpublikum passt, dass in München-Nymphenburg und Neuhausen in nächster Nähe wohnt. So müsst Ihr Euch mit dem Besuch der Homepage begnügen. Doch mein Diner möchte ich Euch nicht vorenthalten. Denn diese edlen italienischen Spezialitäten liessen uns geschmacklich gen Italien reisen. In die schönsten Restaurants Roms.

Schon die Vorspeise war ein wunderschöner Einstieg in die geschmackliche Italien-Reise.

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Das Adventsmenü im Romans:

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In die landschaftlich reizvollen Marken ging es mit dem Pasta-Gang. Hausgemachte Tagliolini mit Trüffel aus Marken liessen uns dahinschmelzen.

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Fast frisch aus dem Adria in die Pfanne und dann auf den Teller gehüpft kam das Steinbuttfilet, das von Kartoffelcarpaccio und Piccadilly-Tomaten sekundiert wurde.

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Kein italienisches Adventsmenü ohne Panettone! Die Interpretation von Chefkoch Riccardo Jannuzzi ist eine bayerisch-italienische Fusion und bringt uns somit wieder in die heimischen Gefilde zurück. Wir genossen Nockerln von Bauli-Panettone auf Marzipanschaum und Vanillesauce.

Romans img_1298 Riccardo Jannuzzi, der seine Hotelfachschule in der Campania absolviert hat, kocht bereits seit 2006 bei im Romans und verwöhnt nicht nur das Nymphenburger Publikum mit seinen Kreationen. Sein Credo ist dabei sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: hervorragende Qualität. Frischer Fisch, hervorragendes Fleisch und vor Ort von Hand produzierte Pasta fresca machen einen Großteil des Erfolges aus. Für Euch verriet er uns noch sein Dessertrezept:

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Nockerln von Bauli-Panettone auf Marzipanschaum und Vanillesauce
(für 4 Personen:)

Nockerln von Bauli-Panettone

  • Original italienische Panettone zerstückeln und im Hold-o-mat über Nacht bei 60 Grad trocknen lassen.
  • Das ganze abwiegen, etwa ca. 480 Gramm zerbröseln.
  • Dazu 120 Gramm Eiweiß einrühren und mit einem Schuss Liquore Strega abschmecken.
  • 1 Liter Wasser mit einer Prise Salz zum kochen bringen, mit zwei Löffeln die Nocken aus dem Teig herausstechen und Stück für Stück in das Wasser geben.
  • 3 Minuten kochen lassen
  • Auf Teller anrichten mit Vanille Sauce und Marzipanschaum.

Marzipanschaum:

  • 1/2 Liter Sahne mit 180 Gramm Marzipan langsam anrühren
  • Für 10 Minuten sieden lassen
  • Abkühlen lassen und servieren

Service:

Das schreiben die Anderen:


Disclosure:
Wir danken Bauli für die Einladung zu dem Adventsessen 2016.

Restaurants in München: Der italienische Advent im Brenner

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Des Deutschen Stollen ist des Italieners Panettone: Das Weihnachtsbrot. Süß, erquickend und labend. Ein Hefeteig voll mit Rosinen und Orangeat. Doch während der sächsische Stollen eine durchaus schwere Angelegenheit ist, kommt der italienische Panettone locker leicht daher. Die Italiener eben wieder: die Leichtigkeit des Südens. Gefühlt liegt München näher an Italien als an Sachsen, daher zog es uns in der Vorweihnachtszeit wieder in den Brenner Grill zu einem köstlichen Dinner.

Warum gerade ins „Brenners“? Nun, wir waren schon im Vorjahr dort und wurden bestens bewirtet, bedient, bekocht und wollten dies gern wiederholen. Für den Einstieg in einen perfekten Abend begannen wir gleich mit einem Glas Ruinart Rosé Brut. Die Weinkarte im Brenner ist exzellent sortiert. Doch Prosecco kann mir mittlerweile ziemlich gestohlen bleiben. Ich bin ein grosser Fan des TrentoDOC geworden. Doch leider finde ich auf der Weinkarte keinen exzellenten Ferrari oder ähnlich grossartigen Spumante aus dem Trentino, daher darf es dann gern ein Champagner sein. Mit seiner Hefigkeit erinnert er dezent schon an das, was als Dessert kommen könnte: Panettone. (mehr …)

Restaurants in München: DelikatEssen 2017 – Die besten Adressen zum Ausgehen in München

Delikatessen 2017
Ausgehen, essen gehen, das richtige Restaurant suchen und wählen: Nicht immer gestaltet sich das so einfach. Wir Genussmenschen, Reiseblogger, Foodblogger, Gourmets und Gourmands kennen diese Herausforderung immer wieder. Der Stammitaliener? Ist auf Dauer langweilig. Immer Sterne- und Haubenküche? Ist auf Dauer sehr kostspielig. Also gerne mal was Neues, was Anderes. Oder ein Restaurant, das wir längst vergessen haben, das aber wieder richtig spannend kocht. Jede größere deutsche Stadt hat ihre Restaurant- und Lokalführer. Das beste Magazin für München ist sicherlich DelikatEssen, das jetzt in der aktuellen Ausgabe für 2017 vor uns liegt. Wir haben einen Blick für Euch hineingeworfen.

Münchens Gastronomie unterliegt einem permanenten Wandel. Viele Restaurants kommen und gehen, manche Lokale sind nach noch nicht mal einem Jahr wieder geschlossen. Die Trends kommen und gehen und bringen ihre eigenen Restaurants. Vegan, Burger, Steaks, Confiserien und Spitzenbäcker oder die Craft-Bier-Welle… Alles ist da. Unter der Ägide von Jossi Loibl haben sich rund 30 Münchner Foodjournalisten für DelikatEssen 2017 durch über 200 Bars, Cafés und Restaurants durchgefuttert und durchgesoffen durchgewühlt und durchgearbeitet, haben sich die Nächte in Spelunken und anschliessend am Schreibtisch um die Ohren geschlagen, um dem geneigten Leser nun ihr Elaborat stolz präsentieren zu können.

Wir waren zwar nicht selbst bei der Präsentation der aktuellen Ausgabe vor Ort. Doch der liebe, hochgeschätzte Kollege Martin Schmitz hat ein schönes Video erstellt: (mehr …)