Kinderhotel Harrys Home Hotel München: Erstes Kinderhotel in Innenstadtlage

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Das Hotel wird zum Lifestyle-Shoppingcenter: Am Knotenpunkt eines barrierefreien U-Bahn- und S-Bahnhofs, der Straßenbahn und dem Einkaufszentrum Meile Moosach liegt strategisch optimal das Harrys Home Hotel München. Die Lage ist genial: Nicht wirklich im Zentrum, aber gleichzeitig so gut angeschlossen, dass die Hotelgäste sehr zügig in der Stadtmitte sind. Diese Lage ist nicht nur für Businessgäste attraktiv. Sondern insbesondere auch für Familien, die einen Städtetrip nach München machen. Daher hat sich das Harrys Home Hotel München Moosach der Kooperation der Kinderhotels angeschlossen.

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Das Harrys Home Hotel München Moosach wurde vor fünf Jahren eröffnet und ist somit das erste Kinderhotel in der Innenstadt im deutschsprachigen Raum. Die Kooperation der Kinderhotels ist mit 42 Mitgliedern in Deutschland, Österreich, Italien, Portugal und Kroatien in Europa eine der stärksten Premiummarken im Familiensegment.

Harrys Home Hotel München: Studios, Spielzimmer und Kinderecken

Was ein Kinderhotel von einem normalen Hotel unterscheidet? Familienfreundliche Studios mit 25 bis 28 Quadratmeter stehen in dem Haus mit insgesamt 123 Zimmern ebenso zur Verfügung wie ein extra Spielzimmer, in dem die Kleinen malen, bauen, basteln und kochen können und ein Spielhaus sowie Büchern, die für alle Gäste zur Verfügung stehen. Für Familien mit älteren oder mehreren Kindern empfiehlt sich die Buchung von einem der fünf Superior Studios mit 45 Quadratmetern oder einem der 16 Apartments mit bis zu 75 Quadratmetern inklusive einem Wohn- und bis zu zwei Schlafräumen. Im 45 Quadratmeter großen Spielzimmer kann der Nachwuchs ab drei Jahren Malen, Basteln, Kochen und im eigenen Spielhaus die Zeit verbringen.

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Darüber hinaus gibt es beim Frühstück eine extra Kinderecke mit frischem Obst, großer Müsli-Auswahl, Saftbar zum Selbstzapfen, kindgerechtem Besteck und Geschirr. Und es können Buggys, Hochstühle und Babybetten ausgeliehen werden.

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Wer mal ohne Kinder kommt, sollte ein Apartment mit integrierter Fitness-Möglichkeit buchen.

Und wenn Mama und Papa mal einen Abend alleine verbringen möchten, organisiert das Hotel auf Anfrage eine zuverlässige Kinderbetreuung.

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Dass sich Städtetrip und Familienurlaub nicht ausschließen, beweisen seit kurzem die “Kinderhotels City”, die als “ideale Basis für Ausflüge in und um Metropolen” fungieren sollen. So lautet das Konzept der österreichischen Kooperation. Ihr Debüt feierte die Idee im Martinhal Cascais Family Hotel in Lissabon; Harry’s Home München Moosach ist das zweite Hotel, das sich jetzt entsprechend positioniert hat.

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Harrys Home Hotel München: Das Unternehmen

Das Harrys Home Hotel München gehört zu einem familiengeführten Hotelunternehmen mit Sitz in Innsbruck. Gründer und Inhaber ist Harald Ultsch. Derzeit gehören sechs Hotels in München, Wien, Graz, Linz, Dornbirn und Zürich dazu, doch die Gruppe beabsichtigt in naher Zukunft auf vierzehn Standorte in der DACH-Region zu wachsen. Die Zielgruppe sind preisbewusste Städtereisende, wie Geschäftsreisende und Familien. Die Hotels befinden sich in attraktiven City- oder Randlangen mit idealer Anbindung. Außerdem gehören der Familie Ultsch noch das Schwarzer Adler Boutique Hotel Innsbruck sowie das aDLERS Design Hotel Innsbruck.

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Service:


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Restaurants in München: Jaadin Grillhouse – Vietnamesisches Foodsharing und Teppanyaki Tischgrills

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Das Schwabinger Tor wächst. Das Quartier nördlich der Münchner Freiheit entwickelt sich zu einem richtig stylischen Wohnviertel mit schönen Appartments, einem Hotel – und nun endlich auch immer mehr Restaurants für Anwohner und Gäste. Mit dem Jaadin Grillhouse ist der Trend zum Edel-Vietnamesen im Norden der Stadt angekommen. Wir besuchten das Jaadin zu einem kleinen Dinner.

Wer Jaadin sagt, sollte allerdings das Chaadin Teahouse daneben nicht verschweigen. Über zweihundert Sitzplätze auf rund fünfhundert Quadratmetern bietet das Jaadin Restaurant & Grillhouse und das Chaadin Teahouse in Räumen mit knapp sieben Metern Deckenhöhe. Hinter der neuen Mega-Location steckt Tan Loc Nguyen. Im Gespräch erfahre ich, dass seine Eltern sowie er zusammen mit seinen Geschwistern bereits die Restaurants Koriander, Koriander Too, Charlie sowie Enter The Dragon in München betreibt bzw. betrieben hat.

Jaadin Grillhouse: Das neue Quartier Schwabinger Tor

Jetzt also ist das neue Quartier Schwabinger Tor noch etwas vielfältiger geworden. Als allererstes Restaurant hatte dort das La Bohème eröffnet, das wir bereits mehrfach besucht haben und von dem wir schwer begeistert sind von der sensationell exzellenten Küche sowie dem vielfältigen Angebot von Tagescafé bis zu großartigen Menüs, deren Qualität an Sterneküche reicht. Die perfekte Kundschaft für das La Bohème sind nicht nur die Münchner, sondern vor allem die Hotelgäste aus dem Andaz, das aber erst mindestens ein Jahr später als beabsichtigt eröffnet wurde. Die Durststrecke für Michael Urban und sein Team vom La Bohème war entsprechend hart und ich freue mich, dass das Restaurant so lange Durchhaltevermögen bewiesen hat. Andere hätten da schon längst früher aufgegeben. Nachdem weitere Bauten am Schwabinger Tor fertig waren, folgte auch das Marta – ein cooler Nachbarschaftsitaliener. Die typische Pizzeria eben. Der Edel-Vietnamese Jaadin und das coole Teehaus Chaadin bringen jetzt mehr Vielfalt und Abwechslung in das Neubauviertel.

In der Nachkriegszeit entstand hier das bunte Schwabylon mit dem legendären Nachtclub Yellow Submarine. Den hab ich als Student noch kennengelernt – bzw vielmehr einen seiner Nachfolger. Da waren diese Betonbunker mitsamt dem Holiday Inn Hotel schon sehr verkommen. Und daneben der gigantische Flachbau der Metro mit dem riesigen Parkplatz. Und das alles mitten in Schwabing, nur 10 Fußminuten nördlich der Münchner Freiheit. Und um die Ecke vom Tantris. Die Familie Hurler, die an dieser Stelle schon seit Jahrzehnten einen Großmarkt betrieb, hat sich vom Lebensmittelhändler zum Immobilienunternehmer gewandelt und ein komplett neues Stadtviertel aus dem Boden gestampft. Schicke Wohnungen, Büros und ein 5-Sterne-Hotel mit einer coolen Marke aus der Hyatt Hotelkette bilden nun das Schwabinger Tor.

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Jaadin Grillhouse: Das Familienrestaurant

Jaadin heißt übersetzt „Familie“. Nicht umsonst hängen überall im Restaurant Fotos von der Familie Nguyen. die 70er Jahre in Schwabing, die Eltern frisch aus Vietnam in München, ein gerahmtes Bild von der Oma, über allem thront ein grosses Porträt von der jungen Mama. Die ist auch heute noch ständig im Laden und inoffizielle Küchenchefin. Dazu ist das Restaurant wunderschön eingerichtet mit Leuchtschildern, Marmorbar und Samtsofas und präsentiert sich absolut „instagrammable“.

Dem Team um Architekt Hartmuth Janke (u. a. Bamberger Haus, Chez Fritz, Zum Goldenen Kalb und Enter the Dragon) ist es gelungen, das charakteristische Look and Feel Asiens mit seinen vielseitigen Facetten harmonisch in die das Schwabinger Tor prägende Modernität und den Innovationscharakter dieses neuen Stadtviertels zu integrieren.

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Und so wie die Familie das Restaurant betreibt, so mögen sich auch die Gäste fühlen: bei Freunden daheim. Kräftig leuchtende Wandfarben und Neon-Botschaften, Sitzpolster aus boardeauxrotem Samt, dunkle Blumentapeten und ein imposanter Bartresen aus grünem Granit – dies sind nur einige von zahlreichen Hinguckern, die dem Jaadin Grillhouse seinen einzigartigen Charakter verleihen. Dazu bilden ruhige Böden aus grauem Beton und Eichenholzparkett, stilvolle Collagen aus Bambuslampen sowie schlichte, handverarbeitete Holztische einen ruhigen Kontrast.

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Große Tische mit Teppanyaki-Grillplatten in der Mitte laden die Gäste ein, mit Familie und Freunden zahlreich zu kommen und sich das Essen nach dem Sharing-Prinzip zu teilen. „Sharing is caring“ – die gute alte südostasiatische Art, das Essen zu teilen, ist in Deutschland endlich etwas populärer geworden.

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Wir kennen es ja schon aus den China-Restaurants der 70er Jahre des letzten Jahrtausends, als mindestens ein grosser runder Tisch im Restaurant stand, der eine drehbare Platte in der Mitte hatte. In vielen asiatischen Ländern ist das Alltag: man bestellt zusammen die Speisekarte rauf und runter, stellt alles in die Mitte auf den Tisch und bedient sich mal hier, mal dort. Großartig, gesellig, familiär.

„Unsere Eltern kamen als Flüchtlinge nach Deutschland und haben mit ihren Lokalen ein Stück vietnamesische Kultur nach Deutschland gebracht. Als mittlerweile Münchner Großfamilie haben wir im Schwabinger Tor den perfekten Raum für unser Sharing-Konzept gefunden“, so Thi Loan Strasser, der weibliche Part der drei Geschwister, die das Restaurant betreiben.

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Jaadin Grillhouse: Traditionelle Grillkultur trifft europäische Leichtigkeit

Wir treffen uns im Jaadin und geniessen ein Vier-Gänge-Menü. Die Speisekarte ist geprägt von Kindheitserinnerungen: Ob vegetarische und vegane Empfehlungen von Thi Loan, die moderne Barbecue-Variante von Viet Dúc oder doch die traditionell vietnamesische Grillkultur nach dem Geschmack von Tan Loc – dank dem konsequent umgesetzten Sharing-Prinzip kann alles probiert werden. Für die große Teppanyaki-Grill-Aktion werden wir ein anderes Mal mit Freunden wiederkommen. Jetzt also „nur“ ein köstliches Menü von der Karte.

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Als Vorspeise gibt es die vietnamesische Variation des Mangosalates. In der thailändischen Küche liebe ich ja den Som Tam, den Papayasalat. Die Vietnamesen nehmen Mango statt der Papaya und kreieren eine extrem köstliche Version.

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Anschliessend folgt ein Bum gefüllt mit Ente, Frühlingszwiebeln, Gurke und frischen Kräutern, dazu wird eine würzige Sauce gereicht.

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Der Hauptgang kommt direkt vom Grill und ist erfrischend leicht. Garnelen, Tintenfisch und fisch zusammen mit Aubergine, Zucchini, Babymais und Kräutersaitling. Ein perfekter Gang, der Appetit macht auf Südostasien, auf Vietnam und auf Meer.

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Ein Dessert krönt immer einen wunderbaren Abend. Da schaut man doch gerne auch mal nicht auf die Kalorien. Bei saftig-fruchtiger Mango zusammen mit Sticky Rice macht schlemmen einfach Spaß. 

Abschließend geniessen wir eine Tasse köstlichen vietnamesischen Tees. Die Tees, die auch nebenan im Chaadin Teahouse serviert werden, sind Bio-zertifizierte Tees.

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Der Tee wird in sehr schönen Glaskaraffen serviert. Das Besondere ist die Tee-Blume, die mit heißem Wasser aufgegossen wird.

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Mit etwas Zeit öffnet sich die Teeblume, sieht wunderschön aus in der Kanne. Und der fertige Tee schmeckt köstlich leicht, blumig

Fazit:

Das Jaadin ist ein exzellentes, edles vietnamesisches Restaurant in Münchens Norden. Zu den Zeiten, als ich noch dort gleich um die Ecke in der Berliner Straße wohnte, so vor etwa 15 Jahren, war hier fast kulinarisches Ödland. Das Tantris war finanziell für mich als Studenten leider ausserhalb der Erreichbarkeit. Und zwischen dem Grissini und dem Le Gaulois gab es nichts adäquates. Und diese beiden Restaurants sind Geschichte. Die Entscheidung der Familie Hurler das gesamte Gelände komplett neu zu gestalten war ein Glücksgriff für Münchens Norden. Und das Jaadin passt sich hier sehr gut ein und bereichert die Stadt. Wir kommen gern wieder.

Service:

Restaurants in München: Shimai – Revisited

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Mein Geheimtipp für Gourmetfreunde asiatischer Kochkunst in München: Das Shimai in der Maxvorstadt. Nachdem wir zur Eröffnung bereits in dem vietnamesischen Restaurant eingeladen waren, gehen wir privat hier öfter essen. Zeit, Euch von unserem Lieblings-Vietnamesen in der Nachbarschaft zu berichten.

Die asiatischen Restaurantwellen der letzten Jahrzehnte haben so manches Restaurant und somit so manche gastronomische Neuheit nach Deutschland gebracht. Nach der indonesischen Bami Goreng Welle der 70er Jahre folgte die chinesische Restaurantschwemme, darauf die indischen Restaurants, bald darauf, so in den 80er Jahren, zogen die japanischen Restaurants mit ihren Sushi-Bars hinterher, die Thai-Restaurant-Welle kam in den 90er Jahren – und seit den 00er Jahren sehen wir immer mehr vietnamesische Restaurants folgen. Jetzt in den 10er Jahren dieses Jahrtausends folgen die gehobenen vietnamesischen Restaurants. Ich persönlich liebe ja die thailändische Küche, sie ist so wunderbar frisch und scharf, säuerlich, umami und crispy – also immer in allen Bereichen ausgewogen. Vietnamesische Küche hingegen ist ähnlich frisch, aber deutlich weniger scharf – jedenfalls die Küche, die ich bisher kenne. Und leider war ich bisher noch nicht in Vietnam. Was jetzt noch fehlt? Philippinen und Malaysia?! Mein Favorit: Malaysia! Eindeutig, denn seit ich auf dem KL Big Kitchen Festival in Kuala Lumpur war, liebe ich die malaysische Küche. In München gibt es bisher nur ein malaysisches Restaurant – in dem ich leider immer noch nicht war. Welche malaysischen Restaurants in Deutschland kennt ihr noch?

Jetzt also erstmal die edlen Vietnamesen. Seit Herbst 2018 gibt es im Stadtsteil Maxvorstadt in München eine Neuentdeckung. Die Augustenstraße in der Maxvorstadt hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Art kulinarischem Hotspot entwickelt. Zahlreiche Cafés und Lokale locken; darunter viel Exotisches und Neues, aber auch Klassiker wie das Café Jasmin. Seit einiger Zeit lohnt von der Augustenstraße ein Abstecher in die Theresienstraße, Hausnummer 87. Bis noch vor wenigen Jahren war an dieser Stelle ein indonesisches Restaurant, das schon von außen den Stil der 70er Jahre ausstrahlte und nicht wirklich zum Besuch einlud. Seit einem totalen Umbau locken im Shimai Asia Food Fans authentische Speisen aus Süd-Vietnam mit den besten Komponenten der asiatischen Nachbarn – und einem Hauch von Europa. Köstlich, kreativ und zu 100% hausgemacht – von der Sauce bis zum Dumpling-Teig. Dank Hai Pham und seiner Frau My, die die besten Komponenten aus fernöstlichen Ländern in ihren Gerichten kreativ neuinterpretieren. Eine Erfolgsstory, die vor 32 Jahren in Vietnam begann.

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Der „kleine Hai“ wuchs dort mit Eltern auf, die selbst gerne kochten und bekochten. Auch die Oma und Mutter von Ehefrau My sind Kochkünstler, vor allem im Mixen von Gewürzen. Hai verfeinerte diese Leidenschaft, sagt aber: „Unser Gewürz-Mix bleibt eine geheime Familien-Rezeptur!“

Und nach dem Motto „life is too short to drink bad cocktails“ verwöhnt das Shimai mit kreativen Cocktails. Neben Klassikern wie Mai Tai oder Munich Mule mixt das Shimai-Team verfeinerte Drinks wie die „Geisha Queen“ oder den „Ho Chi Minh Sling“. Und wer nicht aufs Bier verzichten möchte, kann zwischen bayerischem und vietnamesischem wählen.

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Das stylische Shimai-Interior kontrastiert zunächst zum unscheinbaren „urban look“ von außen. Es steht unter dem Motto Chinoiserie 2.0, gestaltet von Natalie Nygyen-Ton, einer in Münchner Gastronomiekreisen längst bekannten und geschätzten Interior-Designerin. Warmes Licht, bequeme Sitzmöbel, ein Mix aus natürlichen Materialien, eine aufwendig geschnitzte Holzdecke, kräftige Farben und asiatische Dekoelemente.

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Anders als der Name vermuten lässt, entstand die Chinoiserie in Europa, geboren aus der Sehnsucht nach fernen Ländern. Ihre exotischen Elemente finden sich bis heute nicht nur in der Architektur wie dem Chinesischen Turm in München, sondern unter anderem auch in der Ausstattung von Schloss Nymphenburg mit wertvollen asiatischen Vasen, Geschirr, Tapeten und Stoffen. Im Shimai wird der klassische Chinoiserie-Stil neu interpretiert – moderner, reduzierter.

Aufgeteilt in einen vorderen und durch einen schmalen Gang abgetrennten hinteren Sitzbereich, fielen mir sofort die zahlreichen Details, der asiatische Touch, die prunkvolle Holzdecke mit asiatischen Verzierungen, die asiatischen Vasen und Tapeten sowie all die stimmigen Details auf, welche dem shimai eine angenehme Atmosphäre verleihen.

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Highlights sind die schwarz-weiße Tapete im Tattoo-Look mit Kois, Drachen und Vögeln, die unter Jean-Paul Gaultiers Federführung von Lelièvre für das Shimai gefertigt wurde, und das imposante Wandgemälde des Münchner Künstlers Zoltan Maar an der Stirnseite des Restaurants. Das Unikat (Acryl auf Plexiglas) lehnt sich im Stil an traditionelle japanische Motive an, die dank der illustrativen Note des Künstlers einen modernen Touch bekamen – transparent und dennoch in intensiv leuchtenden Farben. Neben Tiger, Rosen und Tattoo-Motiven steht die Background-Story des Shimai im Fokus: Schwestern, wie der japanische Name besagt. So eine heile Welt findet man im neuen Shimai in der Theresienstraße: Eine bunte, fröhliche Welt mit modernem asiatischen Design.

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Das kulinarische Konzept ähnelt dem des bekannten Schwester-Restaurants Shami an der Münchner Freiheit: Spezialitäten aus Vietnam und Japan mit europäischem Touch – eine Mischung aus Streetkitchen, Restaurant und Bar. Auf der Speisekarte finden sich Gemüse-Tempura mit Miso-Dip, gefüllte La-Lot-Blätter, vietnamesische Ravioli und japanische Teigtaschen, Currys, Reisnudelschalen mit frischen asiatischen Kräutern und Fleisch oder Tofu, Wok-Gerichte und die berühmte Pho, eine über viele Stunden gekochte Rinderbrühe. Außerdem Simmentaler Entrecote mit Zitronengras, Chili und knackigem Gemüse oder Altdorfer Bio-Schweinebauch mit Tamarindenglasur. Neben asiatischen Cocktails gibt es hausgemachte Limonaden, die Weinkarte enthält gute Tropfen aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Spanien und Südafrika.

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Küchenchef Hai Pham erklärt: „Die gesamte asiatische Küche ist ja nicht nur bei jüngeren Leuten sehr beliebt. Doch die vietnamesische ist mit ihren chinesischen und französischen Einflüssen multi-kulturell, noch feiner und daher sehr bekömmlich. Das schätzen besonders die, die auf die moderne asiatische Küche setzen, die sich dem angesagten Ernährungsbewusstsein anpasste.“ Dabei helfen ihm fünf Köche. Und trockene, säure-arme Edelweine, aber auch köstliche Cocktails!

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Jakobsmuscheln | Shimeji | Frühlingszwiebel | Pfefferkraut | Ingwer-Zitronengras-Limettensauce

Bei den Vorspeisen findet man Klassiker wie Edamame und Tempura Gemüse , aber auch vietnamesische Frühlingsrollen. Die vielen Vorspeisen begeistern uns. Bei einem Blogger-Dinner lassen wir es uns alle gut gehen und fahren die reichhaltige Menükarte nach dem Motto „sharing is caring“ und „share your love“ von vorne bis hinten auf. Rinderspieß, Jakobsmuscheln, gerösteter Butterkrebs, Maishähnchen Wings oder die klassischen vietnamesischen Reisteigrollen gefüllt mit z.B. Lachs und Avocado, Krabbe, Fisch oder Beef? Ach ja, die Dumplings wollen wir nicht vergessen. Alles ist hier hausgemacht.

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Variation von Dumplings
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Grüner Papaya Shrimps Salat

Sehr fein war der Mango & Papaya Salat mit einem würzigen Dressing aus Fischsauce. Ich liebe ja den thailändischen Som Tam-Salat, diese vietnamesische Variation ist allerdings auch sehr fein. Allerdings hätte ich persönlich mir etwas mehr Power durch die Chili-Schoten gewünscht, doch wahrscheinlich ist mein Geschmack hier zu sehr durch die exzellente Thai-Küche beeinflusst und sehnt sich nach der scharfen Komponente der Chili-Schote. Die Chilis hier sind eher dezent und kitzeln nur leicht am Gaumen.

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Surf & Turf: Angus Rinderfilet | Jumbo Garnelen | Kurkuma Kartoffeln | Zwiebeln | Karamell

Der Klassiker Surf & Turf wird ganz klassisch interpretiert mit Filet und Garnelen. Die Beilagen sind asiatisch angehaucht. An dieser Stelle hätte ich mir etwas mehr Asien, etwas weniger USA gewünscht. Geschmacklich und qualitativ allerdings ist dieser Gang ein Hammer und macht richtig Spaß.

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Pandan Crème Brulée

Übernehmt euch bei den Vor- und Hauptspeisen bitte nicht, denn es muss unbedingt noch ein Dessert Platz haben. Die Pandan Creme Brulée sind einfach ein Traum und natürlich gibt es auch gebackene Banane im herrliche knusprigen Teigmantel. Vom Ingwer-Eis brauche ich gar nicht erst anzufangen. Am besten ihr nehmt von allem etwas und teilt ein bisschen.

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Dreierlei Sorbet & Eiscreme
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Fazit:

Wer im Shimai in der Theresienstraße in München einfach nur eine Kleinigkeit essen will, dem empfehlen wir eines der günstigen und schnellen Mittagsmenüs. Oder auch die exzellente und wirklich stundenlang eingekochte Pho Bo. Wer hingegen mit Freunden und/oder Familie am Abend einkehrt, der sollte auf jeden Fall rechtzeitig einen Tisch reservieren. Die Küche kocht exzellent und auf einem hohen Niveau mit frischen, lokalen Spezialitäten und einer köstlichen Assemblage aus vietnamesischen und europäischen Einflüssen. Sicherlich ist dies kein Aspirant für einen Michelin-Stern wie etwa Deutschlands erstes thailändisches Restaurant mit dieser Auszeichnung, das Kin Dee in Berlin. Für mich persönlich ist es ein exzellentes Restaurant in der Nachbarschaft, in das ich sehr gern einfach mal so mit Familie einkehre. Vielleicht sehen wir uns ja mal hier.

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Disclosure: Herzlichen Dank an Hai Pham und seine Frau My für die exzellente Gastfreundschaft und großartige Küchenkunst. Wir waren zur Eröffnung und zum Blogger-Event eingeladen. Doch waren wir bereits mehrfach auf eigene Rechnung hier im Shimai, da wir von der Küche absolut überzeugt sind und es jedes Mal wieder Spaß macht.

Service:

Restaurants in München: Tantris – 49 Jahre Fröhlich, Freudig, Feurig

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Die Zeit steht still. Zumindest kommt es mir so vor. Das Tantris in München-Schwabing ist ein Ort, an dem uns vieles zeitversetzt vorkommt. Und dennoch nicht ewiggestrig ist. Sondern im Gegenteil: modern und klassisch, stylish und elegant, althergebracht und doch top-aktuell. Das Tantris ist eine Legende. Es gibt kein Restaurant, das mehr Einfluss auf die deutsche Gastronomie und Gastronomiegeschichte hatte. Allerdings wird demnächst viel investiert und umgebaut. Nach 49 Jahren permanentem Restaurantbetrieb sei das dem ältesten und lange Zeit besten Gourmet-Tempel Deutschlands gegönnt. Hans Haas geht in den verdienten Ruhestand. Und die Familie Eichbauer investiert viele Millionen Euro in eine Total-Sanierung.

Das Tantris ist ein Lebensgefühl: Klassisch und doch modern. Das zeigt sich nicht nur an der Auswahl der Limousinen, die vor der Tür des Tantris stehen. Der Fiat 500 gehört dem Vernehmen nach Hans Haas privat und ist ein Liebhaber-Objekt. Viele Jahre aber standen immer Edelkarossen einer Münchner Autoschmiede als Limousinen vor der Tür.

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Doch das Tantris geht mit der Zeit: nachhaltig soll nicht nur unser Essen sein. Unser gesamtes Verhalten soll unsere Natur schützen. Dazu gehören auch umweltfreundliche Autos. Und so werden die Gäste jetzt von einem Tesla chauffiert.

Das Tantris war schon immer modern. Es war und ist immer seiner Zeit voraus. Die Architektur, das Design vom Schweizer Architekten Prof. Dr. Justus Dahinden ist farbenprächtig, fröhlich, pompös, elegant auf eine ganz neue, ungesehene Art und überforderte die Münchner.  Mit seiner damals scharf kritisierten und markanten Architektur mit viel rohem Beton und tiefroten Farben wurde es seinerzeit als „hübschestes Feuerwehrhaus“ oder „teuerste Autobahnraststätte“ Deutschlands diffamiert. Tantris bedeutet die Suche nach der Vollkommenheit und die Farbe Orange gilt als Farbe der Geselligkeit, der Lebensfreude und des Vergnügens. Die rot-schwarze Inneneinrichtung symbolisiert Hummer und Trüffel – damals Inbegriff der französischen Küche. Vor der Tür stehen vom Schweizer Künstler Bruno Weber entworfene Fabelwesen aus Beton – im Kleinformat stehen sie auch auf den Tischen. Die Schwebewesen hingegen sind die dienstbaren Geister im Restaurant. Küche und Service arbeiten so perfekt, so nahezu unsichtbar und doch jederzeit am richtigen Platz. Der moderne, französische Stil von Inhaber und Bauunternehmer Fritz Eichbauer war in Deutschland sehr unbekannt – und das Wagnis den jungen, doch schon zu diesem Zeitpunkt sehr erfahrenen – Eckart Witzigmann als Chefkoch zu engagieren, war sehr mutig. Der Einfluss, den die Küche dieses Genusstempels auf deutsche Essgewohnheiten genommen hat, ist einmalig. Es ist „der Weg von der Pickelhaube über die Gulaschkanone bis zur Nouvelle Cuisine„, wie Wolfram Siebeck es so treffend formuliert hat.

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Der Stil von Bauunternehmer Fritz Eichbauer war zur Eröffnung 1971 extrem ungewohnt in der deutschen Gastronomie. Keine steife Stille. Er baute das Tantris, „weil ich zuhause, in München gut essen wollte!“ und mit dem Vorsatz: „Hier darf gelacht werden!“. Damals startete das Team das wohl wichtigste Kapitel der deutschen Gastronomiegeschichte. Wer im Tantris unter den drei Küchenchefs Eckart Witzigmann, Heinz Winkler und jetzt Hans Haas arbeitete, bekam das nötige Rüstzeug für eine Karriere in der internationalen Top-Gastronomie.

Erstaunlich und faszinierend ist, dass die Küche des Tantris von Anbeginn an nicht von einem Deutschen geführt wurde. Eckart Witzigmann stammt aus Bad Gastein im Salzburger Land, Heinz Winkler ist in Brixen in Südtirol geboren und Hans Haas wiederum ist ebenfalls Österreicher, allerdings kommt er aus der beschaulich-schönen Wildschönau in Tirol. Eckart Witzigmann ist noch jede Woche auf den Großmarkt nach Paris gefahren, um einzukaufen. Denn vieles, was er so frisch wie möglich für seine Küche brauchte, gab es damals nicht in Deutschland. Nicht auf dem Viktualienmarkt und auch nicht beim Käfer oder Dallmayr. Damals von vielen ausgelacht, hat er damit die deutsche Küche revolutioniert. Witzigmann wollte allerdings verständlicherweise irgendwann sein eigenes Restaurant führen, kehrte dem Tantris Ende der 70er-Jahre den Rücken und hob am Münchner Maximiliansplatz 1980 sein legendäres Restaurant Aubergine aus der Taufe.

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Die Fabelwesen stehen vor der Tür und in Miniatur auf den Tischen

Hans Haas, einst selbst Schüler und Souschef von Eckart Witzigmann in dessen Aubergine und vorher als Chef de partie bei Paul Haeberlin, übernahm das Tantris 1991 und hält seitdem konstant zwei Michelin-Sterne. Die Speisekarte ist von Hans Haas handgeschrieben und signiert. Eine individuelle, sehr persönliche Karte, die auch gleichzeitig eine Erinnerung an den Besuch im Tantris ist. Das Menü ist eine Offenbarung, eine schnörkellose, handwerklich extrem exakte Küche. Sie zieht ihre Meisterschaft aus der Kombination der Aromen bezieht, eine schmeckbare Rückbesinnung auf die Klassiker, die hier umsichtig modernisiert wieder erstrahlen – und damit die Klassik zur Moderne werden lassen. In der Küche von Hans Haas stehen die Aromen im Vordergrund. Auf Komposition, Geschmack und Handwerk liegt das Hauptaugenmerk auf dem Teller. Es ist alles wunderschön anzusehen, ohne jegliche Zauberei aus geringelten Gemüsestreifen, Schaumwölkchen, salzigen Macaron oder Geleewürfel-Landschaften. Hans Haas lässt das jeweilige Produkt im Zentrum stehen. Diese großartige Klasse seiner Kochkunst lässt die Frage aufkommen, warum ein Meister seiner Klasse nicht längst mit drei Michelin-Sternen gekrönt wurde. Übrigens hat auch Ferran Adria diese Frage gestellt bei seinem Besuch im Tantris.

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Gruß aus der Küche

Die Grüße aus der Küche stimmen mich schon mal auf ein großartiges Menü ein.

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Variation von Krustentieren mit mariniertem Spargel

Wer, wie ich, selbst einmal in der Gastronomie gearbeitet hat, selbst eine Ausbildung genossen hat, der kennt sicherlich noch diese klassischen geriffelten Glasteller. Der Service freut sich immer ganz besonders darauf, denn diese Teller haben mitunter die Eigenschaft, dass sich das subjektive Gewicht auf dem Weg vom Küchenpaß zum Gast locker verdoppelt.

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Forelle mit Apfel, Sellerie und Holunderblütenfond

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Die Forelle hat noch Sashimi-Qualität als der Service den Hollerblütenfond angiesst. Diese extrem kurze Garzeit reicht, um den Fisch optimal auf den Punkt zu bringen.

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Konfierte Sepioline mit Eigelb und Kaviar gefüllt

Ein Gang, der extrem köstlich ist. Zu der Sepioline bringt die ordentliche Nocke Kaviar die perfekte Portion Salzigkeit.

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Seeteufel im Ganzen mit Sepiagnocchi und Zitronengrasfond

Der im Ganzen gebratene Seeteufel war ein Gedicht. Ganz besonders köstlich war der Zitronengrasfond, für den extra ein Gourmetlöffel eingedeckt wurde.

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Ochsenschwanz Ravioli mit Entenleber und Périgord-Trüffel

Die mit zart zubereitetem Ochsenschwanz gefüllten Ravioli bilden einen köstlichen Kontrapunkt zu der kurz angebratenen Entenleber. Der Jus mit schwarzem Trüffel gibt einen perfekten Rahmen.

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Lammkotelette im Artischockenboden

Genau richtig auf den Punkt kommt das kleine Lammkotelette auf einem Boden einer Artischocke.

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Karamellsoufflée mit Rhabarber und Bananen-Vanilleeis

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Petit Fours

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Das Tantris verabschiedet im Dezember 2020 seinen Chef de Cuisine Hans Haas nach neunundzwanzig Jahren in den Ruhestand und schließt für den großen Umbau. Denn der Herd, die gesamte Kücheneinrichtung ist noch original aus dem Jahr 1971 und muss dringend ausgewechselt werden. Zum fünfzigsten Jubiläum wird das Restaurant im Frühjahr 2021 neu eröffnen, um in der Tradition des Hauses als kulinarische Avantgarde Akzente zu setzen. So jedenfalls plant es das Eigentümerpaar Sabine und Felix Eichbauer. Wir sind gespannt! Wer dann der neue Chefkoch sein wird, ist eine der am heißesten und meistdiskutierten Fragen der Gastro-Szene. Und gerne nutzen wir die Gelegenheit in diesem Jahr noch einmal bei Hans Haas essen zu gehen.

Disclosure: Herzlichen Dank an Hans Haas und sein Team für dieses grossartige, reichhaltige Mittagessen! Es war ein unvergessliches Erlebnis. Selbstverständlich bleibt meine eigene, persönliche Meinung von der Einladung zu dem Essen unbeeinflusst. Mindestens einmal sollte sich jeder so ein Essen gönnen, auch wenn es im Geldbeutel kurzfristig weh tun mag. Die langfristige Erinnerung an dieses vielleicht auch nur einmalige Erlebnis auf diesem hohen Niveau so exzellente, perfekte und sensationell gute Küchenleistungen zu erhalten, gleicht den bezahlten Preis mehr als aus.

Service:

Bücher über das Tantris*:


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Restaurants in München: Käsestulle und Erdbeereis im wohl edelsten Esszimmer

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Käsestulle auf Pumpernickel: Das ist die bisher beste Interpretation eines Klassikers auf Zwei-Sterne-Niveau. Während unten im Erdgeschoss die edelsten Schlitten von Mini, BMW und Rolls-Royce stehen, erwartet uns oben im dritten Obergeschoss ein privater Salon: Im „EssZimmer“ empfängt uns Bobby Bräuer in der BMW-Welt in München. Eines von nur vier 2-Sterne-Restaurants in München.

Das „EssZimmer by Bobby Bräuer“ ist der HotSpot für Gourmets und Gourmands in München. BMW als Inhaber der BMW-Welt hat die Räume im Obergeschoss an die Käfer-Gruppe verpachtet. Michael Käfer, Geschäftsführer der Käfer GmbH & Co KG, gewann Bobby Bräuer für diese neue Location. Bis dahin kochte der ehemalige Schüler von Eckart Witzigmann und André Jaeger im Restaurant „Petit Tirolia“ in Kitzbühel. Bobby Bräuer wurde zum Berliner Meisterkoch und zum Koch des Jahres in Österreich gekürt. Seit 2013 kocht Bobby Bräuer nun in München, sein Restaurant wurde vom Guide Michelin 2014 mit einem Stern und 18 Punkten im Gault Millau ausgezeichnet. Im November 2014 erkochte er den zweiten Stern für das EssZimmer.

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Wie ein Adlerhorst klebt das EssZimmer hinter bodentiefem Glas unter dem Dach der BMW Welt: spektakulär, majestätisch und entrückt vom irdischen Alltag. Die BMW Welt gehört zu den meistbesuchten Touristenattraktionen in Bayern. Sie wurde gebaut, um den Käufern von fabrikneuen Autos die Abholung in einem passenden Rahmen zu ermöglichen und dies somit als tolles Erlebnis zu gestalten. Der Besuch lohnt sich aber auch für Nicht-BMW-Fahrer aus vielerlei Gründen. Das Gebäude am Rand des Münchner Olympiaparks ist ein architektonisches Kleinod und beherbergt wechselnde Ausstellungen rund um Autos aus dem BMW-Konzern. Der Besuch ist kostenfrei. Für BMW gehört es zum Prestige seinen Kunden hier ein Sternerestaurant zu bieten. Bis vor wenigen Jahren war Bobby Bräuer hier draussen, zwischen BMW Fabrik und Münchner Olympiapark, nicht der einzige Sternekoch: Sein ehemaliger Lehrmeister Otto Koch betrieb das Restaurant „181 First“ mit einem Michelin-Stern hoch oben im Olympiaturm.

Das EssZimmer empfängt uns mit lediglich 45 Plätzen. Bobby Bräuer arbeitet für seine Gäste mit einem großartigen Team in einem Ambiente, das den Wunsch nach authentischer, entspannter Hochwertigkeit erfüllt, einem exklusiven Service in einer Location, in der von einigen Plätzen aus der Blick auf die edlen Limousinen unten offen steht. Das Ambiente ist elegant-exklusiv: an den Wänden hellbrauner Marmor, dunkle Holzböden und flauschige Teppiche in warmen Brauntönen, dunkles Leder auf Charles Eames Lounge Chairs, Vitra-Möbel und Steh- und Pendellampen im Retro-Design schaffen eine Wohnzimmeratmosphäre. Ein bis ins Detail als stilvolle Wohnstube durchdesignter Tempel der Edelkulinarik mit ironisch-tiefstapelndem Namen, in der das Essen beziehungsweise seine Zubereitung zur höchsten Kunst erhoben wird. Ein offener Kamin und Regale mit Kunst- und Dekorationsgegenständen verstärken diesen Eindruck. Im vorderen Bereich befindet sich eine Lounge sowie eine Art Stammtisch – ein großer Holztisch, an dem bis zu zehn Personen Platz finden. Dahinter ist ein hoher Weinkühlschrank in der Wand eingelassen. Im hinteren Teil laden Tische mit halbrunden Lederbänken und -sesseln ein. Dazwischen schiebt sich wie ein teilverglaster Würfel der Küchenteil der Patisserie. Wer hier genau hinhört, stellt fest, dass er beinahe gar nichts hört: Die angenehme Ruhe macht das Fine Dining-Restaurant auch akustisch zum Hochgenuss.

Unten stehen dafür die Nobelkarossen der Bayerischen Autoschmiede. Die Deutschen geben im Allgemeinen ja lieber deutlich mehr Geld aus für ihren fahrbaren Untersatz und das Benzin, während eine Flasche Wein im Durchschnitt kaum mehr kostet als ein Liter Sprit. Doch hoch oben bietet Bobby Bräuer Freude am Essen, nicht Freude am Fahren.

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Zeremonienmeister Bobby Brauerei kombiniert Regionales mit seinem speziellen Französisch-mediterranem Stil und einem Spritzer Asien. Bei unserem Besuch begleitet mich mein Lieblingsmensch zu einem ganz besonderen Tag und wir wissen das Ambiente ebenso wie das Menü sehr zu geniessen. Im Gegensatz zu manch anderem seiner Kollegen steht Bobby Bräuer wirklich noch fast jeden Tag hinter dem Paß und kocht zusammen mit seinem Team. Das ist seine Passion. Er fühlt die Verpflichtung als Vorbild gegenüber seinen Mitarbeitern und will mit seiner Präsenz dem Kunden als Gastronomieinen Wohlfühlaspekt bieten. Der Tisch ist liebevoll eingedeckt mit feinen Tischtüchern und passenden Servietten, das Buttermesser steht außergewöhnlich stylisch oberhalb des Brottellers und die Menükarte in edlem Bronzeton liegt bereits auf der Serviette.

Bobby Bräuer verantwortet alle acht Restaurants des BMW-Kosmos. Nur so finanziert sich der Gourmet-Tempel oben, denn die anderen Restaurants, wie etwa „Bikers Lodge“, das „Coopers“ und die „Bavarie“, die wiederum mit 15 Punkten im Gault-Millau ausgezeichnet ist, sind deutlich günstiger, für den Publikumsverkehr jederzeit offen und haben naturgemäß mehr Umsatz und eine deutlich höhere Gewinnspanne. Die Cash-Cow seines kleinen Gastro-Imperiums ist der Eventbereich, der angeblich 40 Prozent seines Umsatzes ausmacht. Dennoch schafft er es, das jedes seiner Outlets wirtschaftlich erfolgreich ist.

Übrigens: Bobby Bräuer ist einer der – noch sehr wenigen – Gastronomen, die eine No-Show-Stornogebühr erheben. No-Shows sind Gäste, die reservieren und sehr spontan absagen oder gar nicht erscheinen. Die Verluste der  letzten Jahre  durch No-Shows waren so groß, dass Bobby Bräuer im Esszimmer eine Storno-Gebühr für Reservierungen ab 24 Stunden vorher eingeführt hat. Es ist bei Unternehmen und einer bestimmten Gruppe von „dreisten“ Menschen mittlerweile zur „Mode“ geworden, für einen Abend im voraus gleichzeitig in mehreren Restaurants Plätze zu reservieren. Dann wird kurzfristig entschieden, wo heute und jetzt hingegangen wird. Und die anderen Tische werden nicht mal abgesagt. Für Gastronomen in der Sternegastronomie, wie Bobby Bräuer, die oft einen Tisch am Abend nur einmal belegen können, bleibt ein wirtschaftlicher Schaden übrig. Durch die Einführung der Stornogebühr von 100 € sind die kurzfristigen Absagen rückläufig. Diese Stornogebühr ist mittlerweile in Top-Restaurants auf der ganzen Welt üblich. Da wird dann auch gerne mal der gesamte Menü-Preis erhoben. So gesehen sind die 100 Euro noch günstig.

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Spanferkel | Pulpo | Chorizo | Perlzwiebel
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Waldpilze | Aprikose | Ziegenkäse | Chawanmushi
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Rochenflügel | Junger Lauch | Safran | Yuzu
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Salzwiesenlamm | Bries | Zunge | Pak Choi

Das Trio vom Salzwiesenlamm mit Zunge und Bries überzeugt sowohl durch beste Qualität, wie perfekte Zubereitungsart. Das Pak Choi Gemüse ist leicht bitterer Kontrapunkt mit senfartigem Geschmack. 

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Emmentaler Urtyp | Apfel | Senfkörner

Dieser Gang hat uns total überrascht: Eine Käsestulle im Esszimmer? Anstelle einer Käsevariation vom Käsewagen serviert uns Bobby Bräuer ein kleines Experiment. Er hat das Pumpernickel selbst gebacken und zu Schaum verarbeitet. In der Schweiz hat er einen kleinen Produzenten gefunden, der einen Emmentaler herstellt, wie er ursprünglich einmal war. Herzhaft, würzig und bissfest der Käse, fruchtige Süße und Säure vom Apfel, leichte Schärfe von den Radieserln und dem Senf, dazu das Pumpernickel, dass seinen Umami-Geschmack gab und eben als Schaum nicht bissfest sondern wider Erwarten beim Wort Pumpernickel als weiche Mousse sich präsentierte: dieser kleine Käsegang allein spiegelt soviel wieder warum Bobby Bräuer zwei Sterne hat – und den dritten Stern verdient hat. Ja, für so eine Käsestulle gehen wir gern zu Bobby Bräuer!

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Wilde Erdbeere | Pistazie | Rose | Fromage Blanc
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Petit Fours
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Fazit: Für uns ist Bobby Bräuer ein ganz heißer Kandidat für den dritten Stern. Dieses Menü war überragend und wer sich fragt, was eigentlich den Unterschied zwischen einem Zwei- und einem Drei-Stern-Restaurant ausmacht, der kommt hier ins Grübeln. Qualität, Perfektion und Kreativität gehen hier Hand in Hand und bringen den Gast zum Schwärmen. Keinen dieser Gänge könnte sich ein Gast daheim zubereiten, auch der geübte Hobbykoch nicht. Höchstwahrscheinlich isst man in keinem Autohaus auf der Welt besser. Für dieses Genusserlebenis gehen wir gern ins EssZimmer.

Über einen besondern Service dürfen sich die Gäste freuen: Nach dem Essen bietet BMW einen Chauffeur-Service für die kostenlose Heimfahrt im Stadtgebiet. Für Gäste, die mit dem eigenen Auto unterwegs sind, gib es Valet Parkingmeter. Doch für einen perfekten Abend mit ausreichendem Weingenuss empfehlen wir, mit Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen und dann den BMW-Shuttle zu geniessen.

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Disclosure: Herzlichen Dank an das EssZimmer by Bobby Bräuer für diesen wunderschönen Abend mit meinem Lieblingsmenschen und dieses phantastische Menü. Es war ein wahrer Genuss. Die Überraschung mit der „Käsestulle“ war natürlich nachhaltig und durchaus etwas sehr Besonderes. Doch insgesamt war jeder Gang für sich seine zwei Sterne wert.

Service:

Restaurants in München: Schwarzreiter im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München – Jung, Bayerisch, Stylish

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Münchens mondänste Meile Maximilianstraße hat wider Erwarten wenig Sterne zu bieten. Nur einer glänzt, und der strahlt über dem Restaurant Schwarzreiter im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München. Schon seit einem halben Jahr ist der luxuriöse Umbau des Gourmetrestaurants vollendet. Das Schwarzreiter wird mit Maike Menzel von einer Küchenchefin geführt. Leider in Deutschland immer noch etwas Besonderes. Es ist für uns an der Zeit, dort vorbeizuschauen.

Die Konkurrenz schläft nicht. Die Top-Hotels in München putzen sich mehr und mehr heraus. Während die Familie Geisel kurzerhand den Königshof abgerissen hat und komplett neu baut, entkernt die Familie Schörghuber nur einen Häuserblock vom Hotel Bayerischer Hof entfernt ein ehemaliges Bankgebäude und wird dort im Jahr 2023 ein 5-Sterne-Plus Hotel unter der Marke Rosewood eröffnen. Und wie Innegrit Volkhardt ihr Juwel am Promenadeplatz renoviert und modernisiert hat, so investierte die Kempinski Gruppe 20 Millionen Euro in das HVJK, das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München, für umfassende Renovierungsarbeiten für die Restaurants und die Bar. Die Gastronomieflächen wurden architektonisch umgestaltet und mit einem neuen, zeitgemäßen Einrichtungs- und Lichtkonzept ausgestattet. Schliesslich feierte diese „alte Dame“ unter den Grand Hotels in der bayerischen Landeshauptstadt erst kürzlich ihren 160. Geburtstag.

Der Anspruch war einen Ort des Erlebens zu schaffen, der Eleganz, Kreativität und Wohlbefinden vereint. Kempinski spricht von einem räumlichen Kaleidoskop für die Sinne. Jung, saisonal und frisch, weg vom klassisch bayerischen Image, aber trotzdem inspiriert von traditionellen Gerichten. Denn an gleicher Stelle, an der sich heute das Schwarzreiter befindet, logierte das legendäre Restaurant Walterspiel, das 1966 zu den 66 Restaurants zählte, die in der ersten deutschen Ausgabe des Guide Michelin vertreten waren.

So präsentiert sich die Young Bavarian Cuisine in der Schwarzreiter Tagesbar und dem Schwarzreiter Restaurant. Purer unverfälschter Geschmack, leicht, schmackhaft und überraschend – abseits dessen, was man kennt und erwartet – sollen hier im Mittelpunkt stehen.

Jung und Bayerisch ist nicht nur das Motto der Küche. Jung und bayerisch ist auch die Küchenchefin. Maike Menzel, Deutschlands jüngste Sterneköchin, ist ein durch und durch bayerisches, ja eigentlich Münchner Gewächs. Küche und Kochleben haben ihr schon ihr Großvater und ihr Vater vorgelebt. Sie genoss eine ganz offensichtlich herausragende Ausbildung bei einem der besten bayerischen Köche Münchens, Hans-Jörg Bachmeier. Weitere Sporen verdiente sie sich im Restaurant Emiko im Louis Hotel, im Hotel Bachmair Weissach am Tegernsee sowie bei Ali Güngörmüs im Pageou. Im November 2016 wechselte sie in das Schwarzreiter, übernahm dort 2017 bereits die Souschef-Positon und erkochte unter Küchenchef Anton Pozeg mit dem Team den ersten Stern im Januar 2018. Seit dem August 2018 ist sie Küchenchefin, bestätigte den Stern im Februar 2019 und hält 15 Punkte im Gault Millau. Doch nicht nur das: Maike Menzel wurde vom Guide Michelin als jüngste Sterneköchin Deutschlands ausgezeichnet.  Maike Menzel legt höchstes Augenmerk auf eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern und heimischen Herstellern, die die Frische und Saisonalität der Erzeugnisse garantiert. 

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Aber wer oder was ist eigentlich der Schwarzreiter? Der „Schwarzreiter“ (Salvelinus evasius), ein Tiefseesaibling, lebt in Wassertiefen von mehr als 40 Metern in Alpen- und Voralpenseen, z.B. dem Königsee. Er ist  sozusagen der  “Urfisch“ des Königsees und blieb Jahrhunderte von jeglichen Züchtungen unbeeinflusst. Der Schwarzreiter gehörte zu den Lieblingsfischen des Bayerischen Märchenkönigs Ludwig II., der als Feinschmecker bekannt war. 

Bei der Renovierung wurden nicht nur die publikumswirksamen Räume im Erdgeschoss renoviert, sondern auch gleich die Küche im Untergeschoß. So hat die Küchenchefin im Rahmen des Umbaus eine nigelnagelneue Küche bekommen, aus der nicht nur die Michelin-besternten Menüs kommen, sondern auch die Fleischpflanzerl für die Tagesbar.

Das Servicepersonal freut sich, dass sie für den Weg von der Küche zum Gast mit den schweren Tellern in den Händen eine Rolltreppe benutzen können. Auch hier wurde das 32 Jahre alte Vorgängermodell ausgetauscht. Die jetzige Rolltreppe ist so rasend schnell, dass dem Servicepersonal die Münchner Kaufhaus- und U-Bahn-Rolltreppen viel zu langsam vorkommen.

Verantwortlich für das edle Interieur, das einem Grandhotel durchaus gerecht wird, zeichnet Designer Colin Finnegan. Er ließ sich auch von der beeindruckenden Umgebung des Hotels, der bekannten Münchner Maximilianstraße mit ihren luxuriösen Einkaufsmöglichkeiten inspirieren. Er hat ein Faible für edle Oberflächen und helle Töne. Die Gäste sitzen zwischen verspiegelten und rautenförmigen Wandelementen sowie einem aufwändigen Fries an edlen runden Tischen, in welche extra angefertigte Bronze-Zweige mit filigranen und frühlingshaften Porzellan-Blüten eingelassen wurden. Die Reliefs aus den 1950er-Jahren, die aufpoliert wurden, sowie die neuen Deko-Elemente (käuflich zu erwerben pro Ast ab 1.500 Euro) hat die Nymphenburger Porzellan Manufaktur entworfen. 

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Ebenfalls von Nymphenburger stammen die kleinen Messerbänkchen in Form von Schwarzreiter-Fischchen aus mattweißem Biskuitporzellan (Kaufpreis: 150 Euro pro Stück) .

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Bei unserem Besuch im Schwarzreiter an einem Dienstag Mitte Januar 2020 ist das Restaurant eher schwach besetzt. Das liegt mit Sicherheit an dem Tag am Wochenanfang, mit größter Sicherheit auch an der Zeit kurz nach Jahresanfang, wenn viele potentielle Gäste noch von den festlichen Tagen zum Jahresende abnehmen wollen und das Geld sparen. Doch mit Sicherheit sollte im Restaurant Schwarzreiter immer gut im voraus reserviert werden.

Wir entschieden uns für das fischlastige Vier-Gänge-Menü, das sich nicht nur extrem köstlich liest, sondern auch für einen Tag unter der Woche leicht genug ist, so dass der Start am nächsten Morgen nicht zu schwer fällt. Wir starteten mit zwei kleinen Grüßen aus der Küche.

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Gebackener Kalbskopf mit Estragon Creme

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Schwarzreiter Fisch Macaron | Apfel Gelee | Saiblings Tatar |SaiblingskaviarRote Bete Macaron | Holunderbeer Gelee | Ziegenfrischkäse Creme | Leinsamen Chip

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Hausgebackenes Brot | Butter | Petersilienöl

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Geräucherter Aal | Weiße Bohnen Creme | glasierte breite Bohnen | Kräuter Beurre Blanc

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Forelle | Kaviar | Petersilienwurzel | Roggen | Quitte | Fenchel

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Zur Forelle mit Forellenkaviar, Forellenrogen, einem crunchy Fenchel und starker Säure durch die Quitte entspricht am besten ein 2016 Grüner Veltliner Federspiel „Im Weingebirge“ vom Nikolaihof in der Wachau. Der Nikolaihof rühmt sich das älteste Weingut Österreichs zu sein mit fast 2.000-jähirger Geschichte. Die Reben werden nach strengen biodynamischen Demeter-Richtlinien kultiviert. Ein starker GV: Seine Power verleiht ihm ein halbes Jahr im grossen Tonneau. Der dezente Holzton ist sofort zu erkennen – und damit hebt er sich angenehm ab von der Masse der Grünen Veltliner. Dieser Tropfen ist mehr als nur ein dezenter Begleiter, er kann auch aromatischere Speisen begleiten.

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Bayerische Garnele | Garnelen-Fumet | Hirse | Karotte | Kumquat – Die beliebten bayerischen Garnelen werden in Freising von Crusta Nova gezüchtet. Wir kennen sie seit einem Foodblogger-Event bei Käfer. Dadurch, dass sie hier in Bayern gezüchtet werden, können Garnelen in Deutschland endlich auch roh verzehrt werden. Das Tatar von der rohen Garnele entsprach geschmacklich genau dem, das ich selbst seinerzeit zubereiten durfte. Ein zartes, leicht süssliches Fleisch und ein sagenhaft feiner Schmelz auf der Zunge. Das Heu von der Karotte, die hauchdünnen Karottenscheiben und das Karottenmousse waren knackige sowie sanfte Partner, der Tapiokachip gab den crispy Partner. Die Krustentieressenz dazu war der Hammer, für diese habe ich mir gerne extra noch einen Gourmetlöffel reichen lassen.

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Der 2012 Silvaner Alte Reben trocken vom Weingut Max Müller I aus dem schönen Volkach in Franken wird gekeltert aus den besten Lagen der Mainschleife. Auch dieser ist kein typischer Silvaner. Starke mineralische Noten, die Kraft der Tiefe aus den Wurzeln der Alten Reben verleihen diesem Silvaner ein ganz besonders intensives Aroma, so dass er hervorragend mit der intensiven Krustentieressenz und auch der Garnele korrespondiert.

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Lugeder Ente | Blaukraut | schwarzer Knoblauch | Maronen – Die Ente vom Geflügelhof Lugeder in Pleiskirchen bei Neuerding hat uns begeistert. Sie war in Ceviche-Sud gebeizt, kurz angebraten und genau auf den Punkt im Ofen gegart. So präsentierte sich die Entenbrust wunderbar rosa. Das Blaukraut als Crème und Kraut bestach durch die unterschiedliche Textur und hervorragendes intensives Aroma. Ein schöner Kontrapunkt war der schwarze Knoblauch. Die Sauce war dicht und intensiv.

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Ein wunderbarer Wein: 2015 Blaufränkisch „Am Berg“ vom Weingut Heinrich aus dem Burgenland. Ein tiefes Violett verspricht eigentlich einen kräftigeren Wein, dieser aber hält sich zurück und harmonisiert perfekt zur Ente. Der Wein besticht durch andere Werte als ein kraftstrotzender Bursche. Er überzeugt uns mit Länge und Tiefe, mit anregender Säure und fruchtiger Eleganz.

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Münchner Kaffee | Piemonteser Haselnuss | Tonkabohne | Milchschokolade | Zwetschge – Eine grossartige Kombination, die nicht wirklich viel mit Kaffee zu tun hatte. Aber mit den Aromen aus Haselnuss, Schokolade, Zwetschge und Tonkabohne spielte. Am intensivsten war das Tonkamousse. Das Zusammenspiel war perfekt. Der 2007 Rivesaltes Ambré „Chez Jau“ vom Château de Jau aus dem Langedoc-Roussillon ist ein spannender Dessertwein dazu, der locker noch weitere 10 Jahre liegen kann. Die getrockneten Rosinen dieses Naturweins verleihen ihm ein sehr intensives Aroma. Robert Parker gibt ihm 92/100 Punkten.

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Die abschliessenden Pralinen zum Espresso waren nochmal ein sehr schöner Hochgenuss.

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Herzlichen Dank an das Team des Restaurant Schwarzreiter und das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München für das unfassbar grossartige Menü sowie die exzellente Gastfreundschaft!

Mehr Infos:

Das schreiben die Anderen:


Fotos: (c) Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München, Götz A. Primke

Hotel Victory Therme Erding: Ein Schiffshotel feiert 5. Geburtstag

Ein Hotelschiff oder ein Schiffshotel? Ein Hotelschiff ist ein Schiff und liegt auf dem Wasser. Doch das Hotel Victory ist ein Hotel und Bestandteil der Therme Erding. Der nächste Hafen ist weit entfernt. Und dennoch: Dieses Hotel ist so gebaut, dass es wie ein Schiffskörper aussieht. Unser Hotelzimmer ist einer Yacht-Kabine nachempfunden. Hier sieht alles aus wie auf einem Schiff. Genau genommen: Das alte Schlachtschiff von Kapitän Nelson, die HMS Victory stand Pate. Wir sind eingeladen zur Geburtstagsparty anlässlich des 5. Geburtstags des Hotel Victory Therme Erding.

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Die Therme Erding ist nicht weit von meinem Wohnung. In der weiteren Umgebung meiner zweite Heimat, München, gibt es kein schöneres Spaßbad oder keinen besseren Erlebnisbad als die Therme Erding. Und dennoch war ich schon seit mehreren Jahren nicht mehr hier. Genau genommen war ich das letzte Mal hier, als das Dach auf den Neubau von Hotel Victory und Wellenbad gesetzt wurde. Die Einladung war also nicht nur ein willkommener Anlass endlich meine schon lange gehegte Absicht, wieder mal in die Therme Erding zu gehen, umzusetzen.

Hotel Victory Therme Erding: Der Neubau

Der Dachhub über dem Wellenbad im Jahr 2014 war eine architektonische und bauingenieurmässige Meisterleistung. Zwei extra grosse Kräne von Liebherr wurden dafür organisiert. Schaut Euch diesen Event in meinem Video an:

Die Therme Erding ist im Jahr 2014, dem 15. Jubiläumsjahr, dem Ruf ihrer damals 1,65 Millionen Gäste pro Jahr gefolgt. Sie hat die Thermenwelt um ein außergewöhnliches Hotel-Ensemble erweitert. Schon bei der Anfahrt zum Urlaubsparadies wird klar, dass hier der vor wenigen Jahren verstorbene Eigentümer und Architekt Josef Wund eine großartige Vision hatte. Neben einem venezianischen Palazzo setzte er den Nachbau von Admiral Lord Nelsons legendärem Flaggschiff, der HMS Victory, an einen tropischen Palmenstrand.

Vor einem halben Jahrzehnt also, im Oktober 2014 legte die HMS Victory, das legendäre Schiff des britischen Admirals Lord Nelson, vor den venezianischen Palazzi einer palmungesäumten Lagune an. Das visionäre Hotel-Ensemble machte die Therme Erding endgültig zur erfolgreichsten Urlaubsdestination Bayerns.

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Hotel Victory Therme Erding: Der 5. Hotelgeburtstag

Das Jubiläum anlässlich der ersten „Jungfernfahrt“ feierten Geschäftsführer Jörg Wund und Kapitän und Hoteldirektor Jens Bernitzky ausgiebig mit über 200 Gästen aus Politik, Medien und Wirtschaft sowie zahlreichen Stammgästen und Partnern am 21. Oktober 2019 im Hafenrestaurant des Victory Hotels.

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In diesem festlichen Rahmen wurden auch 20 Mitarbeiter geehrt, die seit der Kiellegung der Victory mit an Bord sind. Denn auch das ist etwas besonderes: In der Hotellerie gilt so eine lange Betriebszugehörigkeit als extrem ungewöhnlich.

In den 128 thematisierten Zimmern des Hotelschiffes oder eher Schiffshotels und des eleganten venezianischen Palazzo logierten seit der Eröffnung bereits über 575.000 Gäste. Aus gepflegten Yacht-Kabinen, rustikalen Kajüten oder den Zimmern mit venezianischer Grandezza geht es zum Frühstück unter Palmen. Ziel der meisten Gäste ist dann der Wellenbad, die 35 Saunen und Dampfbäder.

Eine dieser hocheleganten und luxuriösen Yacht-Kabinen war mein Domizil für die Nacht nach der Party. Hier habt Ihr einen kleinen Einblick in dieses echt edle Zimmer:

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Hotel Victory Therme Erding: Die Hotelzimmer

Das Hotel Victory Therme Erding befindet sich unter dem auffahrbahren Cabrio-Glasdach des 2.300 qm großen Wellenbades. Die 102 komfortablen Kabinen auf dem Schiff bieten Platz für bis zu sechs Personen und sind, dank kreativer Raumkonzepte, äußerst wandelbar. So wird durch eine praktische Trennwand aus einem Familienzimmer mit liebevoll gezimmerten Boots-Jollen an der Wand im Handumdrehen ein Business-Zimmer mit Office-Ausstattung.

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Wie auf einer eigenen Luxus-Yacht fühlen sich die Gäste in den modernen Yacht-Kabinen mit Palisander, hochwertigen Textilien, extra hohen Traumbetten und Balkonen in Schiffbugsform.

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Der Palazzo beherbergt 26 venezianisch elegante Zimmer, 21 davon mit Balkon. Dank kostenlosem Highspeed WLAN und LAN sowie sechs Veranstaltungsräumen lässt es sich im Hotel Victory Therme Erding zudem effizient und unkompliziert arbeiten, tagen und rund um die Welle präsentieren. Über das Wellenbad erreichen die Gäste die Bereiche Rutschen, Therme, VitalOase und VitalTherme & Saunen. Die Therme Erding ist heute die größte Therme der Welt und der Ursprung einer großen Thermenfamilie mit fünf Thermen- und Badewelten in Deutschland.

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Die langen Hotelflure sind eine beliebte Rennstrecke für Kinder. Die Flure wechseln je nach Tageszeit das Licht und geben einem ein bisschen das Gefühl, im Bauch eines riesigen Kreuzfahrtschiffes herumzulaufen.

Das Victory Gästehaus – das kleine Beiboot der großen Victory – wurde im Sommer 2016 unmittelbar gegenüber der Thermenwelt eröffnet. Hier sind 88 Appartements und 6 Studios für bis zu 5 Personen buchbar. die modernen funktionalen Zimmer verfügen alle über Balkon und Kitchenette.

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Die Auslastung des Thermenhotels von 92% im Jahr 2019 macht deutlich, wie erfolgreich das Urlaubskonzept ist. Aus Sicht von Geschäftsführer Jörg Wund, dem Sohn und Nachfolger des Gründers, trifft das Angebot den Zeitgeist: „Ohne lange Flugreise und Jetlag einen Urlaub in anspruchsvollem Anbiete mit Schönwettergarantie unter Palmen zu verbringen ist eine ideale Kombination“, ist sich der Inhaber sicher. Dazu dürfte für viele der Nachhaltigkeits-Aspekt kommen, denn neben dem gesparten Kerosin ist die Thermenwelt auch die Keimzelle der Geothermie in Erding, bezieht ihre Wärme also aus der Energie des direkt vor Ort geförderten, über 60°C warmen Thermal-Heilwassers.

Hotel Victory Therme Erding: Das beste Luxus-Thermenhotel in Europa

Für die vielen gelungene Urlaubstage haben sich die Gäste des Hotel Victory Therme Erding kurz vor dem 5. Geburtstag ganz besonders bedankt: Sie kürten es zum besten Luxus-Thermenhotel in Europa! Die World Luxury Awards werden seit 2006 jedes Jahr vergeben und zeichnen die höchsten Qualitätsstandards und herausragende Leistungen der Hotelbranche aus. Über 300.000 internationale Gäste und Reisende bewerten Luxushotels in verschiedenen Kategorien. Das diese Auszeichnung rein auf der Stimmabgabe von Gästen basiert, freut Kapitän und Hoteldirektor Jens Bernitzky ganz besonders: „Die Auszeichnung bei den World Luxury Awards ist für meine Crew und mich das schönste Geschenk zum fünften Hotelgeburtstag. Ich sehe diesen Preis als großen Verdienst und Bestätigung für das richtige Hotelkonzept sowie für unsere täglichen Anstrengungen, dem Gast jeden Tag den besten Service- und einen rundum gelungene Aufenthalt zu bieten.“

Hotel Victory Therme Erding: Die Erfolgsgeschichte

Die Zahlen der Erfolgsgeschichte sind spannend: Lag die Investitionssumme zur Eröffnung bei 25 Millionen Euro wurden daraus bis 2019 schwindelerregende 225 Millionen. Dazu kommen 32 Millionen Euro Revisionskosten, mit denen die Urlaubsparadiese instandgehalten werden.

Gestartet mit gut 700.000 Gästen kommen heute mit über 1,8 Millionen Besuchern im Jahr deutlich mehr Gäste als die Landeshauptstadt München Einwohner hat. 25 Millionen Gäste waren es im September 2019 insgesamt seit der Eröffnung 1999 und die blieben auch gerne länger. Die Gäste im Victory Hotel Therme Erding fehlen den anderen Gastgebern der Umgebung nicht, im Gegenteil: die Übernachtungszahlen der Stadt Erding steigen seit 1998 um über 680% von 75.102 auf 515.135. Natürlich ist der Flughafen München dabei ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Der Gewinn für das Land und die Region ist enorm: In Bayerns Hauptattraktion sind 1.000 Arbeitsplätze entstanden. Diese Mitarbeiter sind mit ihrer Kaufkraft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die Geothermische Nutzung des 65°C warmen Heilwassers spart ebenso CO2, wie die zu öffnenden Glaskuppeln, die an sonnigen Tagen Heiz- und an warmen Sommertagen Lüftungsenergie sparen.

Therme Erding: Urlaubsresort mit Sommergarantie

Hier gebe ich Euch einen Überblick über alle Bereiche der Therme Erding:

Die Therme mit staatlich anerkanntem Heilwasser aus fluoridhaltiger Schwefelquelle bietet viel Abwechslung. Wer sich in den Wellen ordentlich ausgepowert und die Rutschen ausgiebig erobert hat, kann dort in verschiedenen großen Pools entspannen und an der Toolbar einen exotischen Cocktail genießen. Die Kraft der Natur ist in Gesundheitsbecken mit Rohwasser direkt aus der Quelle oder versetzt mit Himalaya-Salz zu spüren. Dampfbad und Warmluftraum gehören genauso dazu wie pflegende Gesichtsmasken, belebende Körperpeelings und Aqua-Kurse.

Wer das Abenteuer sucht, findet es auf den 27 galaktischen Rutschen im Galaxy Erding. Hier gibt es das Rutschvergnügen für jede Alters- und Leistungsstufe. Der Fokus wurde bbei der Rutschenauswahl hier besonders auf spannende Hightech-Bahnen für Große und Kleine gelegt. Neun Rutschen – darunter die neue The Big Wave – locken bei warmen Temperaturen in den großen Thermengarten.

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Zu einem richtigen Urlaub gehören Wellen, Strand und Palmen? Mehr als 300 Großpalmen umrahmen im Wellenbad die türkisfarbene Wellenlagune mit seicht auslaufendem Ufer. Mit fünf verschiedene Stärken, von sanften Wogen für Kinder und Familien bis zu zwei Meter hohen Wellen für Actionsfans, setzt die Therme Erding neue Maßstäbe. Auch die Kulisse ist eindrucksvoll: Das Victory Hotel und der venezianische Palazzo grenzen das Urlaubsbadevergnügen ab. Ein Fluss führt zum riesigen Open-Air-Pool mit Poolbar und den beliebten Sprudelliegen.

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Wohltuende Ruhe und textiles Saunieren erwartet die Gäste in der VitalOase. Zu entspanntem Baden lädt der Vitalpool mit Sprudelliegen und Toolbar ein. Besondere Gesundheitsbecken, die Vital-Quellen mit Calcium-Bad, Selen-Jod-Bad sowie dem Mineralien-Bad, werden ergänzt von der mit Rohwasser gespeisten Schwefelquelle im Außenbereich. Warmluftbäder sowie ein Dampfbad, täglich über 40 Gesundheitsangebote, die Bambusbar mit wohltuenden Gratis-Masken, Infrarot Wärmeliegen und der idyllische Bali-Garden machen jeden Besuch zur Erholung für Körper und Geist.

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Nur wenige Schritte weiter beginnt die textilfreie eigene Welt der VitalTherme & Saunen. Die weitläufige Anlage mit der weltweit größten Vielfalt ist ein Paradies für Individualisten. Die eindrucksvollen Orte lassen sich hier im wahrsten Sinne des Wortes erleben. Orientalisches Flair in der Alhambra, Saunieren im Originalnachbau von Stonehenge, Unterwassermusik min der Römischen Villa oder Ausflüge nach hVenedig, Finnland und Asien – lassen jeden Aufenthalt zum Erlebnis werden. Aus 28 Saunavarianten sowie ca. 100 kostenlosen Gesundheits- und Wellnessangeboten lassen sich ganz persönliche Wohlfühlangebote zusammenstellen.

Wer in diesem Paradies seine ganz private Komfortliege, ein Himmelbett oder eine exklusive Suite mit traumhafter Ruhe, wunderbaren Ausblicken und besonderem Service genießen möchte, findet im Royal Day Spa „Lounge & Dreams“ das passende Arrangement.

Übrigens: Mit der „Langen Themenwelt-Nacht“ begeistert das vielseitige Eventprogramm in VitalTherme & Saunen, VitalOase und Therme die Gäste jeden 1. Samstag im Monat bis 1 Uhr nachts (im Winter auch jeden 3. Samstag).

Wer für den Valentinstag noch etwas für seinen Lieblingsmenschen sucht, dem bietet die Therme Erding ein romantisches Wohlfühlprogramm. Liebevoll thematisierte Aufgüsse, traumhafte Wellness-Specials und kleine Überraschungen lassen die Herzen der verliebten Gäste noch höher schlagen. Zusätzlich sorgen herzige Geschichten und musikalische Untermalung für kuscheliges Wohlfühlambiente am Valentinstag.

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Disclosure: Ganz herzlichen Dank an das Hotel Victory Therme Erding und die Therme Erding für die Einladung zur Party und die kurze Auszeit vom Alltag.

Service:

Restaurants in München: Bei Holger Stromberg zum Valentinstag mit dem Lieblingsmenschen

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Zum Valentinstag mit dem Lieblingsmenschen essen gehen: Das macht so ziemlich jeder. Abgesehen von den Ausnahmen, die von diesem speziellen Tag nichts halten – oder die aus verschiedenen Gründen gerade an diesem Tag nicht an einem Ort mit dem Lieblingsmenschen sein können. Achja, und die Singles… Aber man muss ja nicht ewig Single bleiben. Ich war mit meinem absoluten Lieblingsmenschen am Valentinstag bei Holger Stromberg essen. Der ehemals jüngste Sternekoch Deutschlands und Koch der deutschen Fußball-Weltmeistermannschaft servierte ein unvergleichlich köstliches Menü.

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Wir kommen am Valentinstag in das Restaurant von Holger Stromberg – und die gesamte Location ist liebevoll geschmückt mit Valentinstags- und Liebesmotiven. An der Eingangstür empfängt ein Tisch mit riesigen rosa Lutschern. Gleich daneben werden an einer Wand Pärchenfotos gemacht. So bleibt der Tag auch auf Foto für das Pärchen gebannt. Rote Luftballons in Herzform hängen im gesamten Restaurant. Auf dem für uns reservierten Tisch werden wir mit Namen Willkommen geheissen. In die Serviette ist eine Vorlage für einen Liebesbrief sowie ein Bleistift eingesteckt. Dies verkürzt die Wartezeit zwischen den Gängen und verführt uns zu kreativen Liebesschwüren, die nicht nur das Essen sondern höchstwahrscheinlich auch die anschliessende Nacht zu zweit unvergesslich wunderschön werden lassen. Und vor uns liegt die Karte mit dem Lieblingsmensch-Menü.

Nach Prosecco zum Aperitif und Brot und Butter sowie Amuse Bouche geniessen wir einen wunderbaren Abend mit einem wirklich köstlichen Menü. Holger Stromberg hat die Gänge mit wunderschönen Namen benannt, die vielversprechend klingen: „Pheromone“, „Love is in the Air“, „Count on Me“ und „Kiss from a Rose“. Jeder Gang ist dabei perfekt abgeschmeckt, regt die Geschmacksnerven an, ist exzellent balanciert zwischen Süße, Säure und Schärfe, zwischen weicheren, festeren und crunchy Bestandteilen.

Holger Stromberg hat sich und seiner Arbeit fünf Leitlinien für grundlegend mehr Durchblick in der Ernährung von uns allen gegeben, die nicht nur seine Menüs und Menükreationen sondern auch seine Kochbücher, Kochkurse und seine Beratungen und Vorträge für Unternehmen kennzeichnen. So hat er bspw. für die Unternehmensgruppe, die hinter den Cotidiano Restaurants steckt, das Foodkonzept geschrieben.

Das Lieblingsmensch-Menü von Holger Stromberg

1.Nimm besser natürlich – Bevorzuge pure Lebensmittel, die so natürlich wie möglich gewachsen, angebaut, gehalten oder produziert worden sind. Wähle so oft es geht, ökologisch hergestellte Lebensmittel und achte dabei auf saisonal als auch regional vor global.

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Pheromone: Langustino | Samosa | Granatapfel | Portulak | Topinambur

Pheromone: Langustino | Samosa | Granatapfel | Portulak | Topinambur – Côtes de Gascogne IGP Sauvignon 2015, Château du Tariquet, Gascogne

2.Achte Deinen Darm – Integriere regelmäßig präbiotische und faserreiche Lebensmittel in Deinen Speiseplan. Dies sind z. B. Vollkornprodukte; Gemüse wie Topinambur, Chicorée, Fermentiertes wie Sauerkraut, Kombucha, Miso oder Tamari Soja Sauce, aber auch lebendiger Joghurt und Buttermilch von Weidekühen, Weideschafen oder Ziegen. – Diese Lebensmittel schützen und stärken Dich auf zauberhafte Weise. 

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Love is in the Air: Wachtelbrust | Sellerie | Aprikose | Wirsing | Szechuan-Pfeffer

Love is in the Air: Wachtelbrust | Sellerie | Aprikose | Wirsing | Szechuan-Pfeffer – Hattenheimer Riesling Gutswein trocken 2015, Langwerth von Simmen, Rheingau

3.Versorge Deinen Flüssigkeitshaushalt – Nimm ausreichend Flüssigkeit zu Dir, trinke zwischen den Mahlzeiten und am besten stets Wasser oder alternativ leichte Kräutertees. Überprüfe, optimiere und organisiere Deine Versorgung von Zeit zu Zeit, bleibe anschließend Deinem Konzept treu und profitiere auf Dauer. Kombiniere auch Deinen Speiseplan mit wasserhaltigen Zutaten und Gerichten. 

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Count on Me: Kalbs-Entrecôte | Kakao-Chili-Knusper | Petersielienwurzelmousseline | Kartoffelmosaik

Count on Me: Kalbs-Entrecôte | Kakao-Chili-Knusper | Petersielienwurzelmousseline | Kartoffelmosaik – Nero d’avila Natura Terre Siciliane IGP 2015 Maggio Vini, Sizilien

4.Finde Balance – Kombiniere naturbelassene Lebensmittel, die Dich ausreichend mit Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten und Vitalstoffen versorgen. Reduziere Nahrungs- und Genussmittel auf ein gesundes Maß. Bleibe stets auf der Suche nach natürlicheren, besseren Lebensmittel-Alternativen die Dir mindestens genauso viel Freude und darüber hinaus wahre Glückshormone schenken.

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Kiss from a Rose: Rosenblütensorbet | Kafir-Limetten-Sponge | Mandelhumus | Basilikumkristalle | Torf

Kiss from a Rose: Rosenblütensorbet | Kafir-Limetten-Sponge | Mandelhumus | Basilikumkristalle | Torf

5.Sei bewusst anders Du – Übe Deine Nahrung zu spüren. Entdecke dabei Deine ganz individuelle Ernährungsformel. Denn niemand weiß es besser als Dein Körper und Du, was Dir wirklich gut tut. Beginne und begebe Dich auf die spannendste kulinarische Reise Deines Ich’s und setze damit eine ungeahnte Energie frei. 

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Holger Stromberg und Mannschaft
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Selfie mit einem Fußball-Weltmeister!

Wer oder wieviele ist Holger Stromberg?

Holger Stromberg, Unternehmer, Gastronom, Consultant und 10 Jahre lang Koch der Deutschen Fußballnationalmannschaft, begann seine Laufbahn im elterlichen Betrieb. Nach seiner Ausbildung in der Sterne-Gastronomie erkochte er sich mit 23 Jahren als jüngster deutscher Koch seinen ersten Stern, ging dann nach München ins Hotel Rafael als jüngster Küchenchef eines Leading Hotel of the World. Mit seiner Firma f.e.b. GmbH baute Stromberg ein europaweit agierendes Unternehmen in den Feldern Catering & Gastronomie auf und berät gastronomische Firmen bis hin zu DAX- Unternehmen. Durch sein Engagement bei der Deutschen Fußballnationalmannschaft und mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 erlangte er als einziger „4 Sterne Koch“ sein Alleinstellungsmerkmal. Stromberg gilt als Multitalent, visionärer Querdenker, Ernährungsbotschafter. Seinem Publikum vermittelt er, warum Ernährung unsere zweitwichtigste Energiequelle ist und wie Lebensmittel auf unsere geistige und körperliche Leistungsfähigkeit wirken – Faktoren, die im 21. Jahrhundert unabdingbar sind, um in der heutigen Leistungsgesellschaft oben mitzuspielen. 

Wer zum Valentinstag – oder auch jedem anderen Tag – mit seinem Lieblingsmenschen sich von Holger Stromberg bekochen lassen möchte, sollte unbedingt bei ihm einen der Kochkurse besuchen oder sich das Catering nach Hause bestellen.

Leider hat sich Holger Stromberg kurz nach unserem Valentinstagsbesuch aus dem täglichen Restaurantbusiness zurückgezogen – und den Schwerpunkt auf Catering, Beratung und Kochbücher gelegt. Aus verständlichen Gründen: aus Liebe zu seiner Frau Nikita, Söhnchen Mick und sich selbst, schliesslich sollten auch Top-Köche eine glückliche Familie haben. Der BILD-Zeitung sagte Holger Stromberg: „Ich möchte deutlich mehr Zeit für meine Familie und mich selbst haben“, sagt Stromberg. Und er wolle seine Gesundheit schützen. Die Wirbelsäule bereitet ihm seit Längerem Kummer und Schmerzen – die Prognose für die Zukunft sei „zunehmend alarmierend“.

Mein Lieblingsmensch und ich bedanken uns ganz herzlich bei Holger Stromberg für die Einladung und das exzellente Essen.

Mehr Infos:

Restaurants in München: Marta bringt italienisches Lebensgefühl ans Schwabinger Tor

Essen wie bei Mama, wie bei der Nonna – nichts anderes als ein lockeres italienisches Lebensgefühl wollen die Gastronomen Daniel Peitzner, Thomas Antesberger und Fabio Spagna mit ihrer neuen Trattoria und Bar in das neue Viertel an der Leopoldstraße in München bringen. Familienfreundlich, günstig, dennoch eine echt neapolitanische Küche mit den besten Zutaten. Einfach, naturbelassen, frisch und alles handgemacht.

Dabei wenden sich die drei Gastronomen, die bereits das Restaurant The Italian Shot in der Theresienstraße betreiben, sowohl an die Touristen, die etwa im gegenüber gelegenen Andaz Hotel nächtigen, wie auch an die Bewohner des neuen Quartiers „Schwabinger Tor“ und an die Bewohner in der Berliner Straße, die rund um den wunderschön gelegenen Schwabinger See wohnen. Ich habe selbst etwa 10 Jahre dort in der Berliner Straße gewohnt – und da habe ich mir so manches Mal gewünscht, dass nicht dieses riesige und öde Gelände des Metro-Marktes mit Parkplatz den Durchgang zur Leopoldstraße erschwert. Und so manches Mal wünschte ich, dass eine italienische Trattoria oder Pizzeria in der Nähe gewesen wäre. Doch zwischen Grissini und Le Gaulois gab es damals nichts relevantes.

Das hat sich jetzt komplett geändert. Die Familie Hurler hat ihr Gelände behalten, doch die Strategie komplett geändert. Der alte Metro-Markt, bei alten Münchnern auch bekannt als Hurler Markt, mitsamt der einstmals günstigsten Tankstelle Münchens und dem Holiday Inn Hotel sowie der Disco Yellow Submarine wurden abgerissen. In den 70er Jahren haben sich in diesem Beatschuppen mit lebendigen Haien im Aquarium die VIPs die Klinke in die Hand gegeben. Alles Vergangenheit, alles abgerissen.

Stattdessen hat die Jost Hurler Unternehmensgruppe ein komplettes Stadtquartier mit neun Häusern auf dem Grundstück erschaffen. Ich behaupte mal die steile These, dass das Return on Investment, dass der Ertrag pro Quadratmeter jetzt deutlich höher ist als zu Zeiten, als nur Metro und Holiday Inn hier standen. Das Besondere: es ist ein absolut modernes, cooles Wohnquartier mit ausreichend Stellplätzen auf 2 Etagen im Untergrund, mit Carsharing und Coworking Offices, mit Sportstudios und einem reichhaltigen gastronomischen Angebot. Ein neuer Ort zum Wohnen, Arbeiten, Erleben und Einkaufen. Das erste Restaurant am Schwabinger Tor ist nach wie vor das allerbeste: Das La Bohème ist nach wie vor mein Geheimtipp für exzellentes Essen in München bei einem exzellenten Preis-Leistungsverhältnis. Das hat auch der Guide Michelin bemerkt und das La Bohème mit einem Bib Gourmand geadelt. Mit dem Chaadin bietet ein vietnamesisches Teehaus ein gutes Angebot für den Nachmittag an, das Jaadin Grillhouse ist ein vietnamesisches Restaurant, das das Shared-Food-Prinzip konsequent umsetzt. Das Jaadin / Chaadin ist eine vietnamesische Familiengeschichte, die sich dem Münchner Trend zu hochklassigen vietnamesischen Restaurants anschliesst.

Nun also eröffnet das Marta. Wir betreten das Restaurant am Tage des Soft Opening und stehen vor einem massiven zwölf Meter langen Marmortresen. Die Bar ist bis zur Decke hoch bestückt mit allen wichtigen Spirituosen, die man heute für eine moderne Bar braucht. Das Marta lädt ein von Aperitivo bis zum Absacker mit eigenen Cocktail-Kreationen.

Der Halbitaliener Fabio Spagna möchte im Restaurant den Gästen „sein“ Italien möglichst authentisch nahebringen. Mit diesem Konzept will Marta den Zeitgeist der Münchner, aber auch des internationalen Publikums treffen. „Italien verbinde ich mit vielen schönen Erinnerungen: Ausflüge mit der ganzen Familie, mediterranes Essen und dieses unbeschreibliche, entspannte Lebensgefühl. Mit der Rückkehr zum Authentischen wollen wir unseren Gästen wieder den puren Geschmack und den Wunsch nach Entschleunigung und Besinnung, auf das was wirklich zählt im Leben: Gutes Essen, Freunde und Familie, näherbringen.“ schwärmt Spagna.

Marta ist eine modern interpretierte Trattoria und bietet alles, wofür die mediterrane Küche zurzeit gefeiert wird: Traditionell zubereitet mit hochwertigen Produkten aber ohne Gedöns und Chichi, sondern frisch und authentisch. Wie auch bei guten Freunden zu Hause werden die Gäste in der Marta miteinbezogen – im Barbereich findet man eine große Vitrine in der täglich frisch zubereitete Affettati und Antipasti präsentiert werden.

Ein Besuch in der Marta ist wie eine Entdeckungsreise durch die verschiedenen Regionen Italiens. Auf der Karte stehen Klassiker wie beispielsweise handgemachte Pasta, aber auch Speisen von denen der Gast wahrscheinlich noch nichts gehört hat, dazu frische neapolitanische Pizza. Dabei werden die Pizzen in einem original neapolitanischen Schamottofen gebacken, der eigens in Neapel hergestellt wurde und noch als das Marta im Rohbau war durch ein grosses Fenster hindurchgehoben werden musste. Hier werden die Pizzen in nur 1 Minute fertig gebacken. Eben klassisch italienisch.

Die Lieferanten sind mit größter Sorgfalt ausgewählt und kommen aus dem Süden Italiens, vorwiegend aus Kalabrien. Marta bleibt dem Konzept „Essen wie bei italienischen Freunden zu Hause“ treu und hat auch bei der Zubereitung keine Geheimnisse vor dem Gast. Vom Restaurant aus kann man den Köchen bei der Zubereitung der handgemachten Pasta über die Schulter schauen, oder seine eigene Pizza im Ofen beim Fertigbacken beobachten.

Die kleine aber feine Auswahl an klassischen und modern interpretierten Desserts kommt ganz ohne Konservierungsstoffe oder künstliche Aromen aus und rundet das italienische Menü ab.

Und für Vegetarier gibt es Purzle Rain Burratina – Rote Beete mit Burratina und Pistazien-Pesto (11 Euro). Laut Aussage der drei Betreiber bietet das Marta genügend Möglichkeiten für Vegetarier und Veganer. Nur eben nicht für Zöliakie-Kranke. Denn ein guter Pizzateig braucht eben Gluten, denn das ist schliesslich der Kleber im Teig.

Beim Soft-Opening für Journalisten, Blogger und ausgewählte Freunde konnten wir einige exzellente Klassiker der italienischen Küche probieren, wie etwa Vitello Tonato Piemontese (11 Euro).

Besonders gut schmeckte mir persönlich die Babykraken in Tomatensauce, Moscardini genannt (8 Euro als Vorspeise).

Norcia: Salsiccia Piccante, Tomate, Steinpilze, Mozzarella di Bufala, Petersilie, Olio di Tartufo, frisch gehobelter Trüffel (17 Euro).

La Bufala: Mozzarella di Bufala, Tomate, Mozzarella fior die Latte / Basilikum (12,50 Euro).

Regina Royal: Prosciutto Cotto, Steinpilze, Tomate, Mozzarella fior di Latte, Olio di Tartufo (16,50 Euro).

Bei der Raumgestaltung fällt das Marta durch sein stilvolles Ambiente mit ungezwungenem italienischen Flair auf. Die imposante Raumhöhe erlangt nach einem modernen Interieur-Konzept, welches vom Innenarchitekturbüro Newman Zieglmeier aus London umgesetzt wurde. Gleichzeitig liess sich Fabio Spagna jedoch beim Design vom Wohnzimmer seiner italienischen Großmutter inspirieren. Für die Inszenierung des Raumes würden Stühle, Barhocker und Lampen mit hochwertigen Stoffen bezogen. Der gemütlich Eichendielenboden, die mit Samtstoffen bezogenen Sitzbänke, riesige Parmesanräder in den Regalen, die bunt gemusterten Stühle und die freie Sicht auf den Pizzaofen verpassen der Location eine coole Stimmung mit italienischer Lässigkeit. Überdimensionale Leuchten, die zum Soft Opening noch umständlich montiert wurden, und verkleidete Wände strahlen einen Hauch Luxus aus und spielen mit den Dimensionen. Die massive Marmorbar rundet das Raumkonzept ab.

Das Marta lädt dazu ein, in entspannt lockerer Atmosphäre einen Abend mit der Familie oder Freunden zu verbringen, ein Dinner zu zweit, ein lockerer Business-Lunch oder eine einsame Pizza für Business-Reisende, die in einem der Hotels in der Umgebung übernachten.

Herzlichen Dank an das Marta-Team für die Einladung und die exzellente Bewirtung! Wir wünschen einen guten Start!

Info:

FC Bayern München: Tourismusregion Istrien ist neuer Partner

Zwei starke und bekannte Marken wollen gemeinsam wachsen: Der FC Bayern München hat sich als strategischen Partner die kroatische Tourismusregion Istrien ins Boot geholt. Der Fußballclub aus der bayerischen Landeshauptstadt erhofft sich davon noch mehr Bekanntheit durch das sympathische und genussreiche Land am Mittelmeer. Der Verein freut sich auf perfekte Trainingsplätze in mediterraner Landschaft, die Spieler träumen bereits von Wein, Weib und Gesang mit Trüffeln, Wein, Olivenöl aus Istrien. Vor dem Fußballspiel FC Bayern – FSV Mainz 05 am vergangenen Sonntag stellte  Denis Ivošević, der Direktor des Tourismusverbandes in Istrien, die neue Partnerschaft vor.

“Deutschland ist unser wichtigster Markt und innerhalb dieses Marktes hat Bayern den größten Anteil. Auf der anderen Seite ist Istrien eine Tourismusdestination, die sich dynamisch verändert und schnell ihre Qualität erhöht”, führte Denis Ivošević gegenüber Vertretern der Presse in der Allianz Arena aus.

Der FC Bayern München trifft nicht auf einen unerfahrenen Partner, die Kroaten haben bereits mehrere strategische Partnerschaften. So will nicht nur der FC Bayern von der Halbinsel in der Adria profitieren, sondern bereits BMW, Cube, Bosch, Turkish Airlines, Hering Berlin sowie Mastercard.

Zusammen mit diesen Partnern will Istrien mehrere Zielgruppen noch besser erschliessen. Mit Mastercard und Turkish Airlines wird das Lifestyle-Segment erschlossen, mit BMW, Cube Bikes und Bosch wird Istrien als „Bike-Destination“ vermarktet, egal ob motorisiert oder per Muskelkraft – und auch die Cabrio- und Elektroauto-Fahrer. Bosch hat in Istrien 40 Aufladestationen für eBikes und 17 Charger für Elektroautos aufgestellt. Und Hering Berlin ist ein profilierter Partner für das Istria Gourmet Festival.

Und warum jetzt der FC Bayern München? Der Verein ist mit über 290.000 Mitgliedern der größte Sportverein der Welt, außerdem gibt es über 340.000 Fanclub-Mitglieder. FC Bayern ist eine weltweit starke Marke. Wenn die Bayern in Istrien trainieren, dann werden höchstwahrscheinlich auch ein paar Bayern-Fans vor Ort einkehren und die Schönheit der Halbinsel erkunden.

Istriens Schönheit ist vielfach ausgezeichnet. Von 2010 bis 2018 ist Istrien beim ADAC als „favourite holiday region for German car drivers“ ausgezeichnet. Und der Gourmetguide für Olivenöl Flos Olei zeichnet Istrien seit 2016 bis 2019 als die „Worlds Best Olive Oil Region“ aus.

Istrien möchte den Gourmet Tourismus ankurbeln. Mit über 800 Restaurants und Konobas, mit Kochkursen und Weintourismus, mit sieben Weinstraßen und über 140 Winzern sowie etwa 600 Sommeliers zieht Istrien derzeit etwa 235.000 Weinbesucher pro Jahr an.

Außerdem punktet die Region mit Trüffeltourismus. Istrien ist weltweit die einzige Region die sowohl weiße Trüffel – die sonst vor allem im italienischen Alba wachsen – und schwarze Trüffel – die vor allem aus dem französischen Perigord stammen – bieten kann. In Istrien werden von etwa 2.500 Trüffeljägern und 160 Trüffelsommeliers pro Jahr etwa 10 Tonnen Trüffelpilze gefunden. 1999 wurde hier der größte weiße Trüffel der Welt gefunden.

Das alles sind also schon alleine viele Gründe nach Istrien zu reisen. Und das werden auch die Spieler des FC Bayern erkennen. Nachdem sie in den letzten drei Jahren schon die großartigen Vorzüge des Trentino kennenlernen konnten – und mit Sicherheit einige Flaschen vom TrentoDOC dabei vernichtet haben – können sie jetzt also Wein, Olivenöl, Trüffel und die vielen anderen Vorzüge in Istrien geniessen.

Achja, Fußball wurde am Sonntag auch noch gespielt. Es war eine ganz knappe Kiste. Der FSV Mainz 05 hätte zu jedem Zeitpunkt das Spiel drehen können. Also dann, wenn die Mainzer ihre Offensive dabei gehabt hätten und den Willen, etwas mehr vom Spiel zu haben. Hatten sie aber nicht. Oder anders ausgedrückt – Ironie off: Der FSV Mainz 05 wurde mit 6:0 (3:0) vom Platz gefegt. Der individuelle Klassenunterschied zwischen den verschiedenen Spielern war sehr deutlich. Der FC Bayern, derzeit punktgleich mit BVB Dortmund, baut in den letzten drei Spieltagen extrem sein Torverhältnis aus. Der Ball zirkulierte hauptsächlich zwischen den Bayern-Spielern. Ein Zeichen, dass die Mainzer noch im Karneval oder schon in der Fastenzeit/Ramadan oder bereits in den Osterferien waren.

Nur das wundert einen ja eh nicht mehr. Doch frage ich mich schon, wie viel besser die Spieler des FC Bayern München denn noch spielen werden, wenn sie erstmal mit den Genüssen Istriens gestärkt sind. Und die jetzige Partnerschaft ist erst der Anfang. Istrien ist jetzt „lediglich“ strategischer Partner, der FC Bayern hat mehrere Partnerschaftsmodelle. Nach Aussagen von Tourismusdirektor Denis Ivošević wollen die Kroaten das Partnerschaft intensivieren und so auch auf den Banden im Stadion stehen. Nun denn, Glück auf!

Der Schäfflertanz in München

Wir vertreiben die Pest! Wir bringen Tanz und Freude in die Stadt, die so stark von der Pest getroffen wurde. Die Schäffler tanzen wieder! Alle sieben Jahre wird der berühmte Tanz der Schäffler aufgeführt. Früher wollte man damit die Pest vertreiben oder zumindest von den tristen Zeiten ablenken. Seitdem will man an die Zeiten erinnern. Der Münchner Schäfflertanz ist eine schöne Tradition, die jetzt wieder an vielen Plätzen in München und Umgebung zu sehen ist. Wir haben heute vor dem Hofbräukeller München zugeschaut.

Der Schäfflertanz ist ein Zunfttanz der Schäffler, die zu Musik festgelegte Figuren tanzen. Der Schäfflertanz entstand ursprünglich in München. Ab 1830 verbreitete sich der Brauch durch wandernde Schäfflergesellen auch außerhalb Münchens und ist heute in vielen Orten im altbayerischen Raum üblich.

Der Münchner Schäfflertanz:

Die Wirtsfamilie um Günter und seinen Sohn Friedrich Steinberg vom Hofbräukeller und vom Hofbräuzelt auf dem Oktoberfest hatte die Schäffler nach Haidhausen eingeladen. Der Junior „Ricky“ hat vor wenigen Jahren das Wirtshaus von seinem Vater übernommen und zeigt sich ebenso traditionsbewusst wie sein Vater – obwohl er vor wenigen Jahren eher einen gestörten problematischen Umgang mit Traditionen an den Tag legte.

Vor zwei Jahren wurde das 500-jährige Jubiläum gefeiert. Wie alle sieben Jahre tanzen die Schäffler in diesem Jahr wieder von Heiligdreikönig bis Faschingsdienstag nach alter Überlieferung auf den Straßen und Plätzen der Stadt, in Schulen, Firmen, bei Faschingsveranstaltungen und zum Start auf dem Marienplatz.

Die Gruppe besteht aus 25 Mann. 20 Tänzern, zwei Reifenschwingern, zwei Kasperln und einem Fähnrich. Ingesamt nehmen in diesem Jahr 33 Schäffler an den Tänzen teil, so dass auch der eine oder andere Ausfall verkraftet werden kann.

Bis einschließlich 05. März 2019 wird die Münchner Bevölkerung nach siebenjähriger Pause abermals durch den Schäfflertanz an das schreckliche Pestjahr 1517 erinnert.

Mehr Infos:

Das schreiben die anderen:

Sai Spa: Die wohl beste tiefenentspannende Thai-Massage in München

Thai-Massage ist die ultimative Entspannung. Verspannte Muskeln, verrenkte Wirbel, ultra-harte Muskulatur im Rücken, knallharte Waden… was immer es auch ist, mein Tipp lautet: Thai-Massage. Seit meinem allerersten Thailand-Urlaub bin ich ein Fan der Thai-Massage. Und zwar der Richtigen. In München empfehle ich Euch das Sai Spa am Ostbahnhof.

Na klar, jeder kennt die üblichen Vorurteile – oder auch eigenen Erfahrungen – von „Thai-Massage„, von Happy Ending, von Sex-Arbeiterinnen. Nein Leute, das ist nicht seriös und das hat NICHTS mit ehrlicher, richtig guter Thai-Massage zu tun. 

Aktuell heisst der eine Trend „Sharing„. Nein, eine Massage will ich nicht teilen. Der andere Trend heisst „on Demand„. Videos gibt es on Demand und das Essen kommt mittlerweile auch zu ziemlich jeder Uhrzeit nach Hause über diverse Lieferservices. Jetzt gibt es auch die seriöse, exzellente Thai-Massage on demand. Das Sai Spa am Ostbahnhof ist dafür genau richtig. Denn hier stehen fünf Thailänderinnen parat, die bestens ausgebildet sind, um die verschiedensten gewünschten Massage-Techniken anzuwenden. Hier in Haidhausen, genau gegenüber vom Ostbahnhof ist eines der besten Münchner Thai-Massage-Studios. Doch wie alle exzellenten Läden kommt auch dieses von aussen eher schlicht daher. Das Sai Spa versteckt sich hinter einer unscheinbare Außenfassade. 

Und das setzt sich auch im Inneren fort: Understatement. Hier überwiegt kein Thailand-Kitsch. Neben der Aromaöl- und Thai-Massage sollte man sich auf keinen Fall das Signature-Treatment mit der Sai Classical-Massage entgehen lassen. Der Gast kann zwischen vier ganz unterschiedlich gestalteten Behandlungsräumen wählen – in ein Meer an Blau eintauchen oder unter dem Flügel einer Libelle entspannen. Ich ziehe meine Schuhe aus und schlüpfe in bequeme Schlappen. Meine Masseurin begrüßt mich sehr freundlich mit einem „Sawasdee kha“, bittet mich, Platz zu nehmen, meine Schuhe und Socken auszuziehen und fängt an, mir die Füße zu waschen. Die Fußwaschung erinnert irgendwie an die Bibel, doch ist sie wesentlich traditioneller und heiliger. Die junge Masseurin bittet mich in das Behandlungszimmer und dort entledige ich mich meiner Klamotten bis auf die Unterhose. 

Ich lege mich auf die Massageliege, die Masseurin kommt in den Behandlungsraum, bedeckt die Teile meines Körpers, die sie nicht als erstes malträtieren will, mit Handtüchern, ölt sich die Hände ein und fängt an. Ganz klassisch fängt sie an, meine Füße zu malträtieren. In den folgenden 60 Minuten folgt eine klassische, traditionelle Thai Massage. Volle Punktzahl also fürs Treatment. 

Man fühlt sich wie in einem der schönsten Wellnesshotels, nur mitten in München und ohne Übernachtungskosten. In Zeiten der Finanzkrise stellt das SAI SPA den idealen und kostengünstigen Weg dar, Massagen ohne weitere Verpflichtung zu genießen. Neben Sport- , Aromaöl- und Kräuterstempelmassagen wird im SAI SPA vor allem die Thai Massage zelebriert, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
Meine thailändische Therapeutin entspannt meine Muskulatur mit geschulten Griffen und dehnenden „Winkelzügen“, wie man sie wohl nur in Thailand erlernen kann. Nach der 60-minütigen Thai Massage ist mein Körper rundum entspannt und ich fühle mich wohl.

Das Ritual „Massage“ gehört in Asien zum Alltag. In der westlichen Welt erfreut sich die traditionelle Thai Massage seit den 90er Jahren immer größerer Beliebtheit. Dazu trägt auch die Popularität Siams als Reiseziel bei. Dem Sai-Spa-Team, dessen Therapeutinnen alle aus Thailand stammen, und die perfekt in der Heimat sowie in Deutschland ausgebildet wurden, ist es deshalb besonders wichtig, ein authentisch-asiatisches Gefühl zu vermitteln – aus Verbundenheit und Liebe zur Heimat. Ohne Hektik, ohne Lärm. 

Es sind die Rücken-, die Fuß-Massage und die „Sai Classical Massage“, die zur besseren Bewältigung des (Büro)-Alltags beitragen und nach körperlicher Anstrengung neuen Schwung verleihen. Die traditionelle Thai-Massage dient „eher“ der Regeneration und Relaxation. 

Entspannende Massagen, authentisches Ambiente und asiatische Gastfreundschaft – mit diesem harmonischen „Dreiklang“ möchte Sai Spa den perfekten Rahmen für ein besonderes Erlebnis schaffen – in einer traditionellen Thai Massage und einem Asia Day Spa. Irgendwie vergeht die Zeit dann ganz schön schnell und der ganze Spaß ist auch schon wieder vorbei. Denn immer dann, wenn ich total tiefenentspannt bin, falle ich in ein Speed Napping. Wenn ich dann aufwache bin ich total locker, tiefenentspannt und optimal massiert. War irgendwas unangenehm? Nein. Habe ich irgendwas vermisst? Nein. Es war alles optimal.  

Ich verlasse das Sai Spa also nicht nur tiefenentspannt, sondern auch mit einem guten Gefühl und rufe aus diesem Grund hiermit offiziell zum Nachmachen auf! Das Spa Menü findet ihr hier. Bei allem Verständnis für kurze Lunch-Break-Massagen: eine richtige Thai-Massage wirkt erst ab 60, möglichst ab 90 Minuten. Das Geld sollte Euch Eure Gesundheit schon Wert sein. Denn: ihr erspart Euch damit den ganzen Mist und Aufwand, mit der deutschen Krankenkasse, mit irgendwelchen Pseudo-Fango  oder gar nur Wärme-Packungen, irgendwelche auf 20 Minuten beschränkten Behandlungen. Das ist alles nur Quatsch. Sorry, aber meines Erachtens verar***en die deutschen Krankenkassen hier ihre Mitglieder. Das deutsche System der Massage fängt oben am Rücken, an der Schulter an und arbeitet sich dann runter. Die Therapeutinnen, die Thai-Massage gelernt haben, fangen an den Füßen an und merken aufgrund der Verspannungen in den Füßen bereits, wo der Patient an welchen Stellen im Rücken, in den Beinen etc. es am meisten nötig hat. 

Vor einigen Jahren war ich schon mal im Sai Spa – damals noch an alter Stelle am Max-Weber-Platz. Die neuen Räumlichkeiten sind zwar deutlich anspannender doch deutlich besser. Denn hier sind die Behandlungsräume echte Räume. Die erste Location war gebaut wie die richtigen Thai Spas – nur mit Vorhängen zwischen den Behandlungsmatratzen. Doch in der ersten Location zog es wie Hechtsuppe. Während ich da zur Massage lag, hatte ich einen permanenten kühlen Luftzug am Körper – etwas, das in Thailand sehr angenehm sein mag, in München jedoch nicht wirklich. Vorbei. Jetzt ist alles echt bestens, die jeweils eigenen Behandlungszimmer geben wesentlich mehr Individualität und Intimität. 

Nach dem Treatment bekomme ich noch einen Becher mit heißem Kräutertee angeboten, bevor ich zahle, mir wieder meine Schuhe anziehe und gehe. Ich erwache nun aus meinem thailändischen Traum und befinde mich nun wieder im Alltag, mitten in München. Total tiefenentspannt schwinge ich mich auf mein Radl und gehe den Rückweg ganz locker an. Ich weiss es genau, ab morgen werden die Rückenschmerzen der letzten Wochen verschwunden sein. 

Service:

Das sagen die Anderen:

Disclosure:

  • Herzlichen Dank an Sai Spa für die Einladung. Dies hat jedoch keinerlei Einfluss auf meinen Artikel, meine Meinung gehabt. 

Restaurants in München: Pfistermühle – Tradition mit Zukunft

Die Hofpfisterei ist die wohl bekannteste und beste Bäckereigruppe in München. Vom 16. Jahrhundert bis 1964 war die Bäckerei direkt im Herzen der Altstadt. Mittlerweile gehört der gesamte Block der Familie Inselkammer. Und diese hat in den letzten Jahren viel Geld investiert in die Modernisierung des Platzl Hotels und des Restaurants Pfistermühle. Wir haben das neue Konzept für Euch unter die Lupe genommen. In der Pfistermühle hat Tradition eine Zukunft.

Beeindruckend ist schon im Entrée die historische Eingangstür. Das Münchner Traditionsrestaurant eröffnete im vergangenen Jahr nach umfangreicher Renovierung und überrascht uns mit bester Küche. Bereits in dritter Generation verbinden Familie Inselkammer und ihr Team bayerische Gastlichkeit und traditionelle Stilelemente mit moderner Lebensart und neuester Technologie. Sanft und doch konsequent modernisierte die Familie zuerst die Lokale zum Platzl hin und schuf bereits im Jahr 2000 das Wirtshaus Ayinger. Dann folgte das Platzl Hotel und nun auch die Pfistermühle. Eine halbe Million Euro hat Peter Inselkammer in die Aufhübschung seiner Pfistermühle investiert. Heute steht am Platzl die Pfistermühle für gehobene bayerische Küche – Münchens einzig erhaltene Stadtmühle.

Und das Brot steht nach wie vor im Vordergrund in der Pfistermühle. Es gibt täglich frisch gebackenes Brot. Allerdings nicht mehr hausgebacken sondern von der Münchner Brotmanufaktur Schmidt. Und das ist richtig kross und köstlich! Und noch heute heißen die vier Stuben des Restaurants mit den alten Gewölbedecken deshalb „Raum Mühlstein“, „Raum Pfisterbach“, „Raum Erntekammer“ und „Raum Backstube“. Seit dem Umbau bezieht sich nun fast alles im Restaurant auf den Begriff Handwerk. Von der Inneneinrichtung und Dekoration bis hin zu den Lieferanten und der Arbeit in der Küche. 

Ein kleines Amuse Gueule zum Start in einen perfekten Abend.

Konfierte Lachsforelle aus Neuhofen von Frau Niederer 

Als Vorspeise genossen wir: Konfierte Lachsforelle aus Neuhofen von Frau Niederer | Zweierlei Schinken | geschrotetes Lieblingsbrot | Petersilien-Öl | Lauchkohle | Maldon Meersalz

Consommée vom bayerischen Ochsen | Ochsenschwanzpraline | Sherry | Sauerrahmbutter

Als Suppe kam eine Consommée vom bayerischen Ochsen | Ochsenschwanzpraline | Sherry | Sauerrahmbutter. 

Vollkornravioli mit Tomate und Frischkäse | Fünf Gewürze | Wildkräuter | Grand Padano

Wir bekamen als Pastagang Vollkornravioli mit Tomate und Frischkäse | Fünf Gewürze | Wildkräuter | Grand Padano. 

Brust vom bayerischen Freilandhuhn | Maismühlencrème |
geschwärzter Babymais | Rote-Beete-Popcorn | Portweinsauce

Als Hauptgang begeisterte uns Brust vom bayerischen Freilandhuhn | Maismühlencrème | geschwärzter Babymais | Rote-Beete-Popcorn | Portweinsauce. 

Pfistermühlen Joghurette | Erdbeeren | Schokolade | Joghurt

Wer erinnert sich noch an die Fernsehwerbung mit Joghurette? Die Pfistermühle hat ihre eigene Interpretation dieses Klassikers: Pfistermühlen Joghurette | Erdbeeren | Schokolade | Joghurt. 

Petit Fours

Bei der Auswahl aus der wirklich reichhaltigen und gar köstlichen Variation an Petit Fours war uns klar: Es entstand eine eine stimmige Symbiose aus Tradition und Zukunft, aus Altem und Neuem, aus echter Handwerkskunst, liebevoll gestaltete Details mit vielen Reminiszenzen an die vergangene Zeit als Getreide-Mühle. 

So wurde beispielsweise die ursprüngliche Wandvertäfelung aus alter Eiche erhalten, gelaugt und erstrahlt jetzt in neuem Glanz. In den vier Stuben geben die kleinen Details ihren individuellen Charme: Alte Mehlsäcke wurden für die Leuchtenschirme verwendet; die Weinkühler und die dazu gehörigen Ständer aus gedengeltem Stahl sind Sonderanfertigungen von bayerischen Handwerkern. Die Holzknöpfe der aus Büffelhaut-Anilinleder bezogenen Sitzbänke sind antik, die eigens entworfenen Leuchten sind mit einem Juteband von der Decke abgehängt, das extra angefertigt und mit passenden Riemen und Haken versehen wurde.

Ein imposantes Weinregal mit edlen Kreszenzen! So eine Wand hätte ich auch gerne… 🙂 

Das Besondere bei den Weinen: Wir bekommen die edlen Weine glasweise aus der Magnum für 7 Euro. Das ist ein exzellenter Service, denn Weine reifen grundsätzlich wesentlich besser in den grossen Flaschen, wie etwa einer Magnum, als in den kleinen Flaschen. Und so bekommen die Gäste wahrlich nur allerfeinste Weine für vergleichsweise wenig Geld. So einen Service bekommt man heutzutage selten geboten. 

Fazit:

Wir haben bei unserem Menü viel Vergnügen und erkennen, dass in dem neu gestalteten Restaurant Pfistermühle die Tradition mit Zukunft wunderbar vermählt ist.

Disclosure: Ganz herzlichen Dank an das Restaurant Pfistermühle für die Einladung! 

Service:

Was die Anderen schreiben:

Restaurants in München: Emiko – Der feine Edel-Japaner

Sushi-Bars gibt es in München wie Sand am Meer. Asia-Imbisse gibt es vor allem rund um den Hauptbahnhof en masse. Doch mit echter japanischer Küche haben diese Läden nicht viel zu tun. Eines der besten japanischen Restaurants finden wir am Viktualienmarkt: das Emiko

In der Münchner Gastronomie gibt es ein paar wenige große Player, die mehrere zum Teil sehr unterschiedliche Lokale haben. Die ganz grossen kennt man in ganz Deutschland: Käfer und Kufler. In der Reihe dahinter kommen Rudi Kull und Albert Weinzierl, denen u.a. der Brenner Grill, die Bar Centrale, das Cortiina Hotel, die zwei Riva Pizzerias und die Grapes Weinbar gehören. Seit etwa 10 Jahren gehört auch das Louis Hotel am Viktualienmarkt dazu. In der ersten Etage des Louis Hotels hat sich seit einer kleinen Weile das Emiko etabliert. Der größte Clou des Restaurants vorab: Der Blick vom Emiko auf das gesamte Ensemble des Viktualienmarktes ist großartig. 

Die Inneneinrichtung hingegen ist wenig typisch-asiatisch. Die Atmosphäre ist ruhig, angenehm, in aller Hochwertigkeit schlicht und zurückhaltend. Warmes Licht, handgefertigte Holzsessel mit weichen Polstern, gedeckte Farben, runde Holztische, wenig Chi-chi. 

Das Emiko lebt nach dem Motto „Sharing is Caring“. In der Tradition moderner japanischer Esskultur wird Wert gelegt auf besondere Geschmackserlebnisse, perfekte handwerkliche Zubereitung und das Zusammenspiel der verschiedensten Aromen. Die Gerichte werden – ganz im Sinne des Sharing-Gedankens – in die Mitte des Tisches gestellt. Jeder kann alles probieren, zusammen diskutieren und einfach einen tollen gemeinsamen Abend zusammen feiern. Wir entschieden uns für das „Waiters Choice Menu“ für 2 Personen mit 8 Gängen und hatten einen grandiosen Abend, an dem wir Euch gern teilhaben lassen. Was hier mit Blick auf die Marktstandl an japanischer Küche geboten wird, lässt ahnen, warum Tokio inzwischen die Stadt mit den meisten Michelinsternen ist.

Die Speisekarte gliedert sich in drei Kategorien – japanische Haute Cuisine, Sushi und Sashimi sowie Steaks. Wobei gerade die Steakkarte eine Marktlücke in München füllt, denn was das Emiko an Rindfleisch aus Japan, Schottland, Argentinien und Bayern auffährt, ist doch eine ganz besondere Dimension.

Gebratene Lotuswurzel mit Cashewkernen

Schon die Vorspeisen überzeugen uns: die gebratene Lotuswurzel mit den Cashewkernen überrascht uns mit seiner köstlichen Textur… 

Gesalzene Sojabohnen = Edamame

… und auch die salzigen Edamame sind köstlich. 

Duett vom Label Rouge Lachs mit Mango und japanischem Chili

Die Kombination des Label Rouge Lachs mit der Süße der Mango und Schärfe der Chili, dazu noch ein paar Seealgen… köstlich und abwechslungsreich. 

Gegrillter Lauch im Ganzen serviert mit Miso – schwarzer Sesamsauce

Der angekokelt gegrillte Lauch mit schwarzer Miso geht voll auf die Umami-Richtung. Dieses Gericht erinnert mich sehr an die Calcotada aus Barcelona. 

Beef Tatar mir Sesam und Shiso

Ich bin ein absoluter Tatar-Fan und dieses Beef Tatar mit Sesam und Shiso war eine hervorragende, exzellente Abwechslung. 

Softshell Crab Roll auf Wasabicreme

Die anschliessende Softshell Crab Roll auf Wasabicreme war eine interessante, spannende Kombination durch das Spiel mit der feinen Schärfe des Dips, die robuste Konsistenz des Krebstieres und dem knusprig gebratenen essbaren Panzer.

Schweinebauchwürfel glasiert mit crispy Rettich Kinuta

Für Deutsche, vor allem für die Bayern ist Schweinebauch etwas alltägliches. Doch auch die Japaner können das – nur ganz anders und mit viel mehr Klasse als in Bayern. Diese Schweinebauchwürfel oder vielmehr : gleißende Fettklötzchen von einer solch buttrigen Konsistenz in Kombination mit dem Rettich sind besonders spannend.  

In Miso geschmortes Wagyu mit Rettich und japanischem Chili

Das in Miso geschmorte Wagyu ist Umami pur, ein Feuerwerk an verschiedenen Aromen. Auch wenn die Portion an Wagyu relativ klein ist, so ist es doch ein absoluter Hochgenuss dieses in Europa nach wie vor seltene Fleisch zu geniessen. 

Argentinisches Entrecôte auf dem Salzstein gegrillt, mit Ponzu und Kizami Wasabi

Als definitiver Hauptgang folgt ein wunderschön grosses Stück Argentinisches Entrecôte, perfekt rosa gegrillt und bereits vorgeschnitten, so dass es – wie sonst alles andere natürlich auch – ideal mit den Stäbchen gegessen werden kann. 

Perfekt gegrilltes Entrecôte
Dark Chocolate Brownie | Weisser Schokoladenkuchen mit Yuzu

Das Emiko ist das einzige lizensierte Restaurant in München, welches Kobe-Rind je nach Verfügbarkeit anbieten kann. Wer gerade 89 Euro für 100g übrig hat, darf das gerne mal ausprobieren. 

Das Emiko ist mittlerweile nicht nur für seine exzellente japanische Küche berühmt. Hier gibt es ebenfalls köstlichste Cocktails, sowie ein umfangreiches Frühstücksbüffet. Hier kommen auch Vegetarier und sogar Veganer durch die zahlreichen, hausgemachten veganen Köstlichkeiten vollkommen auf ihre Kosten. An der Emiko Bar werden eigens entwickelte und handwerklich hochwertige Cocktailkreationen gemixt. Die Signature Cocktails gehen auf die Aromen der asiatischen Küche ein und so werden zum Mixen der köstlichen Drinks Pflaumenwein, Mandarine, Zitronengras, Sake, Thaibasilikum, Litschi, Ingwer und Co, sowie hochwertigste Spirituosen verwendet. Und zum Lunch gibt es Bento-Boxen.

Fazit: 

Soweit wir das bisher beurteilen können ist das Emiko der beste Asiate Münchens – und wahrscheinlich auch bis zum Tegernsee. Dort kann es sich mit dem MIZU messen. 

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Käfer-Schänke – Der Klassiker

Rindertatar mit Trüffelcrème und Kartoffelschnitte

Perfekter Imagewandel! Bei Käfer bekommt man alles, was aussergewöhnlich ist. So hiess es einst, so heisst es heute. Einst: Das waren alle möglichen exotischen Früchte wie Ananas, Papaya und Mango und andere Produkte von weit her. Heute: Das sind besonders gut handwerklich gemachte Lebensmittel rund um München, aus Bayern, aus dem Alpenraum. Einkaufen oder Essen – das war, ist und bleibt außergewöhnlich. 

Der Umbau? Gelungen! Seit Herbst 2013 präsentiert sich das Stammhaus des Käfer-Imperiums im zeitgeistigen Look: heller, frischer und moderner. Elegantes Grau als Leitfarbe, dazu dezente Akzente in Silbergrün und Käfer-Rot. Der Kamin und die offene Lounge schaffen eine angenehme Gemütlichkeit im grossen Restaurantraum. Moderne Kunst an den Wänden verleiht dem Traditionshaus eine urbane Note. Das Herzstück ist jedoch der offene Küchenbereich – eine appetitanregende Mischung aus heimischer Küche und dem Viktualienmarkt. In geflochtenen Körben sind Saisongemüse und frische Kräuter üppig dekoriert und animieren den Gast zum Dialog mit der Küche. Und diese Kräuter haben wir bei unserem vorigen Besuch auf der Terrasse im Innenhof gesehen. Käfer kauft nicht mehr von den Produzenten, die am Weitesten entfernt sind. Käfer kauft von denen, die gleich um die Ecke sind und ganz kleine Mengen produzieren. 

Vom Vater zum Sohn, von Gerd zu Michael, vom 20. zum 21. Jahrhundert: Ja, um weiter an der Spitze zu gehen muss man sich permanent verändern. Als ich noch – damals als Student für TST – Table Service Team – für Käfer Party Service gekellnert habe, da hat Gerd Käfer als Senior gesagt, was zu machen ist und sein Junior Michael stand daneben und hat wie ein Schulbub ausgeführt, was Papi gesagt hat. Ob das hinter den Kulissen immer so friedfertig abging, wage ich mal zu bestreiten. Sah nicht danach aus. Aber das war eben Alte Schule versus Moderne Zeiten. Und was der Papa sagt, das macht man dann eben… 

Michael Käfer hat das Imperium seines Vaters nun schon seit ein paar Jahren übernommen. Und er hat den Laden komplett umgekrempelt, seine eigene Linie entwickelt, die sehr gut zu den Modernen Zeiten passt. Früher war alles etwas Besonderes, das von ganz weit her gekommen ist und nicht wirklich alltäglich war. Heute? Da bekommen wir alles im Edeka, Rewe, Aldi, Lidl, whatever. Alles ist Massenware geworden. Was ist das ganz besondere Lebensmittel? Die Prioritäten haben sich geändert. Wir empfinden heute, dass genau die Lebensmittel, die aus der Umgebung kommen, die von ganz kleinen Bauernhöfen kommen, aus einer kleinen Produktion ganz speziell, ganz besonders, und besonders edel sind. Die kleine Münchner Bäckerei, der Freisinger Garnelen-Züchter – das sind die heutigen Top-Zulieferer. Mehr darüber erzähle ich Euch im Artikel über das Käfer-Food-Blogger-Meeting

Die Farben des Restaurants? Weg von Beige und Braun, hin zu Grau und Dunkelrot. Bei Käfer will man dem Zeitgeist voraus sein. Vor allem die berühmten Stuben, aber auch das Bistro und die Fleischabteilung im Laden erstrahlen in modernem Glanz… Selbst die Fassade ist frisch geweißelt (statt wie vorher in zartem Lachston) und das neue Lieblingsgrau taucht an Fenstern, Türen und Blumenkästen auf.

Die Menükarte des klassischen Restaurants Käfer-Schänke? Bauernente, Steaks aus dem Reifeschrank oder der berühmte Hummertopf: In der Käfer-Schänke mitten in der Münchener Innenstadt sorgen Mike Emmerz und André Wöhner in der Küche für die feine Qualität der internationalen Gerichte, für die das Haus bekannt und beliebt ist. Und doch ist es typisch Bayern: Die Käfer-Schänke ist Tradition und Moderne, die Käfer-Schänke ist Laptop und Lederhosen. Warum? Das seht Ihr bei unserem Menü. 

Rindertatar mit Trüffelcrème und Kartoffelschnitte

Der Klassiker schlechthin: Das Rindertatar. Das Moderne: Trüffelcrème und eine Kartoffelschnitte dazu. Für einen simplen Starter haben wir schon eine ordentliche Portion auf dem Teller. Geschmacklich einwandfrei. 

Hummereintopf mit ausgelöstem Hummerfleisch im Champagnersud,
Kräuter-Panaché und Blumenkohl

Der Hummereintopf war mal etwas anderes zum üblichen Hummer. Ein Töpfchen mit köstlichem Hummerfleisch in Champagnersud ist eine grossartige Kombination aus Fischgang und Süppchen. 

Gereiftes Kalbskarrée vom Limousine-Kalb, 350g

Gereiftes Kalbskarrée vom Limousine-Kalb, 350g, perfekt gereift und perfekt Medium-rare auf dem Lavastein-Grill zubereitet. Und auch sonst einwandfrei. Mit Beilagen, mit Saucen, mit allem drum und dran.. Wenn ich nicht sitzen würde, dann würden mir spätestens jetzt die Beine schwach werden… Dieses Kalbskarrée, diese Sauce, diese Qualität der Beilagen. Das Gemüse dazu ist köstlich und perfekt, aber hey, wir lieben das Fleisch! Saugut! 

Das Kalbskarrée ist nicht nur beim ersten optischen Anblick genau richtig. Der erste Schnitt: Das Fleisch ist perfekt rosa, saftig, genau à Point gebraten. 

Schokoladentraum von Valrhona

Göttlich leckeres Dessert: Der Schokoladentraum von Valrhona – Auf unserer Reise von Südfrankreich nach Deutschland sind wir eher durch Zufall durch den Heimatort von Valrhona gekommen. Hätten wir das vorher gewusst, dann hätten wir wohl einen oder gar zwei Tage rund um Valrhona und Hermitage zugebracht… Diese köstliche Mousse, diese herrlichen Petit Fours von Valrhona sind genau der göttlich süsse Abschluss nach einem wunderbaren Diner. Nun denn 🙂

Espresso und Petit Fours

Der edle Abschluss eines wunderbaren Abends in der Käfer-Schänke sind dann die Petit Fours und der Espresso. Alles kleine Häppchen, alles in der allerbesten Qualität, der höchsten Perfektion. Ein starker Espresso, süße Petit Fours – der perfekte Abschluss!

Die Käfer-Schänke ist nicht das moderne, hippe, coole Restaurant in München – aber es ist eines der klassischen, traditionellen und gut-münchnerischen Restaurants, die in dieser Stadt zum besseren Ton gehören. Die Käfer-Schänke ist mit Sicherheit kein Hidden Champion. Ganz im Gegenteil. Oder doch? Denn hier treffen sich die „Upper Tenthousand“ – doch in den 15  kleinen Séparées des Restaurants. Jede ist individuell dekoriert, trägt einen eigenen Namen und hat eine ganz besondere Geschichte zu erzählen. In den kleinen und größeren Stuben, in denen Familien oder Gesellschaften ihre privaten Dinérs haben können, bleibt vieles unbeobachtet und ungehört. Perfekt also für geheime Geschäftsgespräche.

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Shanes Restaurant – Überraschende Gute Laune Küche

Hidden Champion: Wenn dieser Begriff auf einen Münchner Koch zutrifft, dann auf Shane McMahon. Der gebürtige Ire lebt seit 25 Jahren in Deutschland, seit 2009, also bald 10 Jahren führt er sein eigenes Restaurant. Die Location ist elegant, stylish und traumhaft gelegen: Im DERAG Living Hotel Prinzessin Elisabeth, direkt an der Isar.  Die erste Überraschung: Die Speisekarte.

Warum Shane McMahon weder im Michelin noch im Gault Millau Spitzenwertungen bekommt, erschliesst sich mir nicht. Seine Küche ist grandios, seine Lebensmittel sind von höchster Qualität und überall wird der eigene Geschmack bestens hervorgehoben. Shane ist ein Schüler von Bobby Bräuer und Hans Haas. Für ihn stehen die perfekten Zutaten im Mittelpunkt, darum herum Saucen und Zutaten, die dessen Geschmack hervorheben und umspielen, aber nicht erschlagen. 

Der doppelte Shane McMahon

Wer bei Shane einen Tisch reserviert, sollte gleich – so vorhanden – Allergien, Unverträglichkeiten oder sonstige Wünsche bekannt geben. Denn bei Shane McMahon gibt es keine Speisekarte. Es gibt immer nur genau ein Menü. Natürlich gibt die Kühlkammer immer noch ein paar Ausweichmöglichkeiten her und ein exzellenter Koch, wie Shane einer ist, der hat auch immer ein paar Alternativen zur Verfügung. Aber es gibt eben keine große Speisekarte. Ein Überraschungsmenü steht also vor uns. 

Rote Beete Mousse, Sumak Cous Cous, Tapioka Chip

Schon das Amuse Gueule stimmt uns auf den Abend ein. Shane McMahon ist bekannt für seine europäisch-asiatische Fusionküche, seine Gerichte, die er mit Raffinesse und Passion umsetzt. Für seine kulinarischen Kreationen holt er sich die Inspiration bei den täglichen Einkäufen am Markt. Die Großmarkthalle und der Schlachthof – beide liegen in unmittelbarer Nähe zum Restaurant. So haben der Küchenchef und sein Team die Chance, spontan zu sein und immer wieder Neues auszuprobieren. Was es bei Shane nicht gibt: Tiefkühlware und Konserven. Was es bei Shane gibt: nur frische Produkte, beste Qualität. Alles nach dem Motto: Just cook it!

Gepoppte Langusten, Kürbissalat, Avocado, Radicchio

Ein Spiel mit Aromen und Texturen ist dann auch schon die Vorspeise. Gemoppte Languste – einfach genial! Dazu der herbstliche, süssliche Kürbis und die leicht bittere, knackige Radicchio. Wunderbarer Einstieg! Dazu korrespondiert perfekt ein 2015er Mariana, Herdade du Rocim aus dem Alentejo.

Seeteufel unter der Blutwurstkruste, Champagnerkraut, Selleriepüree, Champagnerschaum

Auch die Kombination des schön festen Seeteufels mit dem crunchigen Blutwurst-Chip war grossartig. Im Glas brilliert dazu der 2012er Saunt-Aubin La Fontenotte von Marc Colin et ses Fils. 

Granatapfel Hagebutte Sorbet

Eine feine säuerlich-knusprige Erfrischung ist dann dieses Granatapfel-Hagebutte-Sorbet. 

Flanksteak vom Grill, Artischocken & Bohnengemüse, Pastinakenpüree

Shane ist Ire – und da darf ein Gang mit einem irischen Rind nicht fehlen. Hier ist es ein Flanksteak vom Grill mit herbstlichen Gemüsen wie Artischocken, Bohnengemüse und Pastinakenpüree. Diesen Gang flankiert ein 2013er Cascina Luisin Maggiur Barbera d’Alba. 

Yuzu Zitronencreme, Basilikumsorbet, Weisse Schokolade, marinierte Nektarinen

Der frische, fruchtige und leichte Abschluss kommt mit diesem Dessert: Einer Yuzu Zitronencreme, Basilikumsorbet, weisse Schokolade und marinierte Nektarinen. Das flüssige Gold im Glas ist die 2006er Auslese von Martin Pasler aus dem Burgenland. 

Der Weinschrank enthält einige beeindruckende Preziosen und erfüllt die Wünsche der Gäste mit Leichtigkeit.

Das Restaurant ist modern und eher nüchtern eingerichtet. Alles fokussiert sich auf die grandiose Küchenleistung, die perfekte Zubereitung der Lebensmittel. Shane McMahon hat nicht nur bei Bräuer und Haas gelernt, er hat seitdem einen grossartigen eigenen Stil entwickelt. Seine Küche macht gute Laune, jeder Gang des Überraschungsmenüs überrascht aufs Neue. Wie bereits erwähnt, Shanes Restaurant ist der wohl beste der Hidden Champions in München. 

Service:

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Restaurants in München: Bapas – Bayerische Küche häppchenweise geniessen

Weltweit sind Häppchen angesagt. Oder Fingerfood. Oder Sushi. Oder Tapas. Doch die deutsche Küche, vor allem die Bayerische Wirtshausküche ist berühmt für ihre großen Portionen, die mächtigen, kalorienreichen Gerichte. Fernab jeder Light-Food- oder Low-Carb-Philosophie. Im Bapas an der Münchner Leopoldstrasse geht das jetzt anders: Hier werden Bayerische Tapas serviert: eben Bapas. Der Name ist Programm. Es gibt von allem „a bissl was“.

Die Jungs vom Bapas hätten den Laden ja auch Bashi nenne können, klingt aber nicht so gut. Und Bapas klingt irgendwie lustig. Wie ein Franke, der mehrere Väter anspricht… 

Wiener Schnitzel vom Kalb, Kartoffelsalat, Preiselbeeren

Selbst der norddeutsche Fernsehkoch Steffen Henssler hat erkannt, dass „die bayerische Küche einen höheren Stellenwert als die norddeutsche“ hat.  Im Bapas werden bayerische Appetithäppchen zu Münchner Craftbier von Isarbräu kredenzt. Doch obwohl hier Wirtshausklassiker über den Tisch gehen, erinnern Konzept und Einrichtung so gar nicht an die klassischen Brauhäuser in der Innenstadt.

Lachstatar, Olivenöl, Zitrone

Das Motto des Restaurants steht auf einer Tafel über der Bar: „Liebling, ich habe das Essen geschrumpft.“ Die Idee dazu hatten die Betreiber Nicolaus Doerr (33) und Oliver Grober: Die beiden Münchner haben das ehemalige „Café Mauerer“ übernommen.

Nicolaus Doerr, Sebastian Kubary, Oliver Grober

Mit ihrer Idee wollen sie auch die etwas eingeschlafene Leopoldstraße wiederbeleben – beide haben mal zusammen in Schwabing gewohnt und wissen, dass die „Leo“ schon bessere Zeiten erlebt hat. Die Lage ist genial. Das Bapas liegt zwischen Giselastraße und Münchner Freiheit. „Beim Tapasessen geht’s ums Teilen, Essen, Trinken, Reden und weil wir bayerisch am besten können, mussten es bayerische Tapas sein.“

Tafelspitzsalat, Kürbiskernöl, Mini-Brezn

„Das wichtigste am Tapas-Essen ist für uns das Kommunikative“, sagt Nicolaus. „Hier kommen Gruppen mit teilweise acht Leuten, sie teilen sich verschiedene Gerichte und reden bis zum späten Abend. Das ist schön zu sehen.“ Für das Küchenkonzept haben sich die Betreiber Unterstützung geholt: Daniel Schartner und Sebastian Kubary. Kubary bewies bereits im Berliner Hofbräuhaus sein Geschick für die bayerische Küche als er dort Küchenchef war. 

Lauwarmer Stremel-Lachs, Gurken-Spaghetti, Johannisbeer-Kren-Sahne

Sharing is Caring also. Je nach Lust, Appetit und Hunger bestellt sich jeder etwa 3 bis 8 Speisen, gleichzeitig oder nacheinander. Gerade mit Freunden zusammen ist der Tisch dann voll mit Töpfchen, Pfännchen und Schüsselchen. Und dann wird munter von allem etwas gegessen. 

Obatzter, Mini-Brezn

Das Konzept taugt nicht nur für eine Gruppe von Freunden, für verliebte Pärchen oder auch Business Meetings. Ich würde jederzeit mit ausländischen Touristen herkommen, die noch nichts von der bayerischen Küche wissen. Hier kann man mal locker eine kulinarische Rundreise durch Bayern machen. Von allem etwas und von allem nicht viel. Nach einem 8-Gänge-Menü ist man nicht vollgefressen – trotz der Kohlenhydrat-reichen bayerischen Küche. Und dann geht locker noch eine oder auch drei Portionen der Desserts rein. Meine weltbeste Mitesserin und ich teilten uns alle Gerichte partnerschaftlich – und kein einziges davon hat nicht geschmeckt, kein einziges war fehlerhaft. Im Gegenteil, sie waren alle perfekt, auf den Punkt und deutlich köstlicher als in so manchem traditionellen bayerischen Wirtshaus. 

Enten-Kroketten, rote Zwiebelmarmelade, Kerbel

Serviert wird nur beste lokale Qualität: Das Brot stammt von der Öko-Bäckerei Mauerer – die war zuvor drin, bzw. ist auch jetzt noch mit dem Bapas verbandelt – hochwertiges Fleisch von der Metzgerei Burr, die frischen Kuchen stammen von der Bäckerei Müller. Als Bier gibt es gezapftes Andechser vom Fass oder Tegernseer und Franziskaner sowie Isar Bier aus der Flasche. Dazu zahlreiche Gins und Fever Tree. 

Knusprig’s Wammerl, bayerisch Kraut, Mini-Semmelknödel

Das Bapas-Konzept kommt mit einem selbstbewussten Augenzwinkern daher. Innen gibt es in gemütlichem Ambiente 78 Plätze, auf der sonnigen Terrasse weitere 60 Außenplätze. Wer bayerisch-elegant speisen möchte, sollte hierher kommen. Schwarze Bar, bestückt mit teuer aussehenden Alkoholflaschen, dazu Designerlampen, schlichte Tische und weiche Stühle, an deren Lehnen die eine oder andere Designerhandtasche hängt. Ein Hauch von Münchner Schickeria liegt in der Luft. Allerdings nicht so, dass es unangenehm ist, nein, eher so, dass es Spaß macht.

Leberkas, Kartoffelsalat, Wachtelei

Einen kleinen Einblick gibt dies Video vom Kollegen Martin Schmitz / ganz-muenchen.de, der bei der Eröffnung dabei war – zu der wir zwar auch eingeladen, jedoch leider verhindert waren:

Bapas Salat
Daniels Buchteln …
… mit frischen Beeren
Schlosserbuam im Bierteigmantel in Rum eingelegt, Vanilleeis

Service:

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Equilaland: Das Pferde-Paradies in Fröttmaning

Mama und Tochter haben ein neues Ziel, während Papa und Sohn zum Fußball-Spiel in der Allianz-Arena weilen. Jetzt wird die Tour zum Fußballspiel ein kompletter Familienausflug nach Fröttmaning. Nicht nur für Fans des FC Bayern. Jetzt kann die ganze Familie zum Auswärtsspiel nach München fahren, die Fußballfreaks gehen in die Arena, die Pferdeliebhaber vergnügen sich derweil im Equilaland. 

Die neue Pferde-Erlebniswelt Equilaland hat in München-Fröttmaning eröffnet – gegenüber der Allianz Arena! Ein Disneyland für Pferde und Mädchen. Ein Parkplatz, eine U-Bahnstation, zwei Attraktionen. 

 Die Pferde-Erlebniswelt von Equila möchte lehrreichen Wissensspaß mit spannenden Freizeiterlebnissen rund ums Pferd vereinen. Verschiedene Themenpavillons und vielfältige Attraktionen garantieren Spaß und Entertainment.  Auf einer Fläche von 50.000 Quadratmeter können Kinder und Erwachsene auf Pferde-Entdeckungsreise gehen. Die Besucher erhalten Einblicke in die Kulissen der Show und in den Alltag der Stars. Man kann live erleben wie die Showpferde trainiert werden und der Auftritt vorbereitet wird oder wenn der Hufschmied Hand anlegt.

Mit den verschiedenen Themenpavillons und den vielfältigen Attraktionen sind Spaß und Entertainment garantiert. Die Besucher erhalten einmalige Einblicke hinter die Kulissen der Show und in den Alltag der Stars.

Einen kleinen Einblick gibt Euch unser Video:

Folgende Attraktionen bietet Equilaland:

Das Trojanische Pferd ist eigentlich ein großer Abenteuerspielplatz – versteckt in einem 13 Meter hohen Holzpferd. 

Im Pferde-Spa ist die erste Pferdewaschanlage der Welt.

Auf dem Paradeplatz finden die Ausbildung der Pferde und die Shows statt.

In der historischen Wagenburg zeigt der Hufschmied regelmässig, wie Pferde beschlagen werden und warum das für die Pferde gut ist.

Im Bereich Pferde der Welt lernen wir viel über die Vielfalt der Pferderassen.

Die Kinder-Universität ist ein kleiner Hörsaal verbunden mit einer Quizshow. 

Im Pferde-Museum finden wir eine Ausstellung rund ums Thema Pferd mit einigen historischen Exponaten. 

Das Pferde Kino bietet ein abwechslungsreiches Filmprogramm.

Im Longierzirkel können die Zuschauer das Training miterleben und bekommen dazu noch viel erklärt. 

Im Bereich Unsere Stars können die Equila-Showpferde hautnah erlebt werden. 

Für die ganz kleinen Racker ist die Bunte Ponyvilla ein besonderes Erlebnis:  Das kleine Häuschen ist ein Spielplatz zum Erklettern, Erkunden und Erleben.

Gleich daneben liegt die Ponyfarm, bei der Streicheln ausdrücklich erwünscht ist. 

In der Reithalle finden die Ausbildung und Shows der Reiter-Elite statt.

Und schliesslich dominiert der große Showpalast München das Gelände. Hier gibt es den Blick hinter die Kulissen der Show Equila.

 Über die Equila Show können wir Euch leider nichts erzählen, da wir lediglich das Equilaland um den Showpalast drumherum besucht haben. Die Equila Show findet nur zu bestimmten Tagen und Uhrzeiten statt, die Tickets müssen extra gekauft werden. Das Equilaland  jedoch steht die ganze Zeit den Besuchern offen. Über die genauen Öffnungszeiten und Preise von Equila und Equilaland informiert Euch bitte auf der Homepage. 

Service:

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Restaurants in München: Colette – Tim Raue interpretiert Frankreich asiatisch

Ein typisch französisches Bistro – auf den ersten Blick. Eine exzellente Pariser Brasserie – auf den zweiten Blick. Doch erst beim dritten Blick, beim genaueren Hinschauen und Kosten erkennen wir die großartige Kombination von Frankreich und Asien – kreiert von Tim Raue. Ein Besuch in der Brasserie Colette in München. 

Seit Dezember 2015 ist der Berliner Sternekoch Tim Raue auch in der bayerischen Landeshauptstadt mit einem Lokal vertreten. Im Glockenbachviertel befindet sich die Brasserie Colette Tim Raue, ein Restaurant-­Konzept, für das Raue von den Tertianum Premium Residences als kulinarischer Berater angeheuert wurde. Das Restaurant mit seinem französischen Charme hat sich mittlerweile etabliert und gilt vielen als ein gastronomischer Hotspot in der Stadt. Wir waren bereits zur Eröffnungsparty eingeladen. Alles, was in der Gastronomie Rang und Namen hat, war vor Ort und Tim Raue sprang locker auf den Tresen und hielt seine Eröffnungsrede von oben. Damals war das Lokal rappelvoll, leckere Häppchen wurden rumgereicht und ich verbrachte ein paar nette Stunden. Zeit also, die Brasserie Colette auch kulinarisch unter die Lupe zu nehmen.

Die operative Umsetzung liegt in der Hand von Raues langjährigem Begleiter Steve Karlsch. 

Tim Raue verrät uns seine Gründungsidee für die Brasserien: Für das Tertianum versieht er französische Cuisine mit seiner typischen Handschrift und etabliert eine Wohlfühlküche, die jung und alt gleichermaßen anspricht, traditionelle Elemente urban neuinterpretiert und kulinarisch einfach zu verstehen ist. Das Colette erfreut sich so gerade in den Wintermonaten einer großen Beliebtheit für Essen in familiären Runden. Tim Raue freut sich über sein Publikum: „Ich finde es schön, dass in den Brasserien verschiedenste Generationen aufeinandertreffen. Das spricht für unser ausgewogenes Konzept auf gehobenem Niveau.“

Für die Bewohnerrestaurants wird dieses Konzept leicht abgewandelt. Tim Raue und der kulinarische Direktor des Tertianums Steve Karlsch arbeiten in sehr enger Abstimmung miteinander, um den hohen kulinarischen Anspruch an die tägliche Küche zu gewährleisten. Gerade in der Weihnachtszeit legt Steve Karlsch besonderen Wert darauf, die Bewohner rundum zu verwöhnen. „Wir greifen traditionelle Themen auf und geben uns besondere Mühe, jeden Tag mit gesunden und hochwertigen Menüs kleine Highligts zu setzen.“

Entenleberterrine, Röstbrot, eingemachte Früchte, Frisée

Wer wie Gott in Frankreich speisen möchte, muss nicht zwingend nach Paris oder in die Provence fahren. Das klassische französisches Brasserie-Konzept wurde neu interpretiert und bietet eine echte Wohlfühl-Küche mit sowohl traditionellen Elementen als auch kulinarischer Leichtigkeit und ist somit der ideale Treffpunkt für all jene, die die französische Küche kennenlernen möchten. So ist es nicht verwunderlich, dass man auf der Colette-Karte nicht nur klassische französische Gerichte wie Coq au vin oder Thunfisch Niçoise findet, sondern auch tolle neue Kreationen wie Rote Beete mit Jalapeno. Aber auch regionale Klassiker wie Spanferkel findet man auf der Karte, jedoch mit einem Hauch Extravaganz und neuen und überraschenden Kompositionen.

Salat Nizza, Thunfischsashimi, grüne Bohnen und Sardellenmayo

Doch auch die französischen Klassiker hat Tim Raue modern asiatisch interpretiert. Statt Thunfisch aus der Dose gibt es Thunfisch-Sashimi von der allerbesten Güte, das hartgekochte Ei ist von der Wachtel, die Sardellen befinden in der hausgemachten Sardellenmayonnaise, die grünen Bohnen sind knickfrisch, die Kartoffeln sind knackige Chips und auch die Mini-Tomate überrascht mit ihrer Textur. 

Pot au Feu de la Mer, Safran, Koriander, Knoblauch

Kabeljau, Vinaigrette mit Kapern und Estragon

Apfeltarte Chasseur, Karamell, Vanilleeis

Crème Brulée

Dass die Brasserie-Küche von Tim Raue außergewöhnlich gut ist, haben auch die Gourmetguides entdeckt. So gibt der Gault Millau 2018 schöne 14 Punkte und der Guide Michelin verleiht den Bib Gourmand, ein Zeichen für exzellente, sorgfältig zubereitete und preiswerte Küche. 

Wer noch Zweifel haben sollte, wird spätestens beim Betreten der Räumlichkeiten überstimmt, denn das tolle und elegante Interior-Konzept der Berliner Architekten Ester Bruzkus und Patrick Batek spricht für sich und lässt den Brasserie-Gedanken vollends aufleben. Das Ambiente ist sehr intim mit viel Holz und gedeckten Farben. Man sitzt auf mit Leder bezogenen Bänken, traditionellen Bistro-Stühlen oder auf Holzsitzen, die vor langer Zeit in einem französischen Zugabteil montiert waren.

Und der Name Colette? „Das ist eine Hommage an Madame Colette“, erklärt Raue. „Die hatte einen Crêpe-Wagen am Strand von Biscarrosse bei Bordeaux. Dort habe ich den perfekten Crêpe gegessen: mit Banane, gesalzener Butter und Vanille-Eis. Süß, salzig und cremig zugleich, und für immer in meinem kulinarischen Gedächtnis.“ Ehrensache, dass ein solcher Crêpe Colette unter den Desserts eine Sonderstellung einnimmt.

Tim Raue expandiert. Derzeit gibt es die Brasserie Colette in Berlin, München und Konstanz – jeweils in den Häusern der Tertianum Residenzen. Doch sind Tim Raue, Steve Karlsch und das Team offen für neue Locations. Die kleine Gruppe soll also wachsen, aber langsam. 

Herzlichen Dank an die Brasserie Colette für diesen köstlichen und informativen Lunch! 

Service:

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Hotel Bayerischer Hof München: Dine Around für Münchner Blogger

Jochen Benz, Sommelier des Jahres 2018, reicht mir ein Glas Ruinart Champagner. Jan Hartwig, 3-Sterne-Koch sowie Koch des Jahres 2016, reicht mir das Amuse Gueule. Irgendetwas hab ich richtig gemacht. Das Hotel Bayerischer Hof München hat Münchner Journalisten und Blogger zum „Dine Around“ eingeladen. Wir begeben uns auf eine Kulinarische Rundreise in einem der allerbesten Hotels der bayerischen Landeshauptstadt.

Innegrit Volkhardt, Geschäftsführende Gesellschafterin des Hotels Bayerischer Hof München, empfängt uns an einer langen Tafel im Garden Restaurant. Dieses Restaurant, mit 15 Gault Millau Punkten ausgezeichnet, liegt direkt neben dem 3-Sterne-Restaurant Atelier von Küchenchef Jan Hartwig. So können Köche und Kellner je nach Bedarf flexibel eingesetzt werden. 

Der Familie Volkhardt gehört das Hotel seit vier Generationen. 1897 kaufte Hermann Volkhardt den Bayerischen Hof und machte es zu einem der führenden Häuser Europas.  Nachdem das Haus im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört war, wurde es vom Großvater und Vater von Innegrit Volkhardt wieder neu auf- und ausgebaut. In den letzten Jahren hat Innegrit Volkhardt wieder viel in Modernisierungen und Umbauten investiert. Die Kulinarische Rundreise führt uns durch die interessantesten Bereiche.

Amuse Bouche: „Perlmutt“ Austermousse, Champagner, Algen von Jan Hartwig

Als Amuse Gueule serviert uns 3-Sterne-Koch Jan Hartwig ein „Perlmutt“ Austernmousse mit Champagner und Algen. 

Diese Kreation ist schon sehr außergewöhnlich, schmeckt köstlich, hat eine interessante Textur, jedoch bevorzuge ich persönlich lieber Austern in ihrer natürlichen Art. Diese Austernperle schmeckt nicht so intensiv nach Austern, ist somit also durchaus ein Gang für diejenigen, die nicht so gern Austern essen. 

Entrée: Gefüllte Zucchiniblüte mit Burrata, Kichererbse, Mini Aubergine, Thymian Vinaigrette

Das Garden Restaurant ist als Wintergarten mit offenem Kamin und mit einer Innenhof-Terrasse gestaltet. Hier werden wir mit einer gefüllten Zucchiniblüte mit Burrata, Kichererbse, Mini-Aubergine und Thymian-Vinaigrette als Vorspeise begrüßt. 

Unsere Kulinarische Reise führt uns ins Trader Vic’s. Dieses polynesischen Restaurant gehört zur weltweiten Trader Vic’s-Gruppe, die derzeit 19 Restaurants auf der ganzen Welt führt. Das Outlet im Bayerischen Hof wurde bereits 1971 eröffnet und gehört zu den Klassikern der Stadt.  Bianca Murthy, Annette Sandner und Franz Kotteder warten schon gespannt auf den nächsten Gang. 

Main Course: Rosa gebratenes Rinderfilet mit Hawaiianischem Kartoffelgratin, Gemüse aus dem Wok

Unser Hauptgang ist ein rosa gebratenes Rinderfilet mit hawaiiarischem Kartoffelgratin und Gemüse aus dem Wok. Dazu gibt es den original Mai Tai, der Trader Vic kreiert wurde. 

Besonders beeindruckend sind hier die chinesischen Öfen, in denen das Rinderfilet vor dem Braten geräuchert wird. Das Trader Vic’s Restaurant ist mit 13 Gault Millau Punkten ausgezeichnet. 

Unsere Tour führt uns anschliessend in einen komplett neu gestalteten Veranstaltungsraum. Die Bibliothek heisst nicht nur so: die vielen Bücher laden zum Lesen und Verweilen ein. 

Andere Veranstaltungsräume sind derzeit noch im Umbau.

Wir bekommen bei unserem Rundgang auch den Blick hinter die Kulissen. 

Ein eleganter und historischer Saal, der im Krieg nicht zerstört wurde, wird gerade mit sehr viel Liebe hergerichtet. 

Besondere Wertschätzung erhält hier das Parkett. Es lädt zum Tanzen ein, so ein Bodenbelag ist für Tanzbegeisterte geradezu ideal.

Weiter geht es in den Palais Keller, der einstmals ein Salzlager war. Heute ist es das rustikale bayerische Restaurant des Hotels. Allerdings ist dieses Restaurant selbst Kollegen, die sich bestens in der Münchner Gastronomie auskennen, komplett unbekannt. Hier unten, in die Katakomben des Bayerischen Hofes, verirrt sich selten ein Gast. Dieses Restaurant ist stark renovierungsbedürftig. 

Dessertvariation: Tiramisu von der Brombeere, Bayrisch Crème mit Zwetschgen Kompott

Während wir uns an der Dessertvariation, bestehend aus Tiramisu von der Brombeere sowie Bayerisch Creme mit Zwetschgenkompott, laben, erfahren wir, dass der belgische Interieur Designer Axel Vervoordt diesem Restaurant im Jahr 2019 zu neuem Glanz verhelfen will. Der Designer hat bereits die Cinema Lounge und den neuen Eingangsbereich gestaltet und widmet sich derzeit den Konferenzräumen, die wir gesehen haben. So ein Hotel ist eben auch immer eine Baustelle. Und ein Grand Hotel wie der Bayerische Hof muss sich immer auch behutsam erneuern. 

Churchills Dry White Port, Rotes 10 Years Infanta Isabel, Courvoisier VSOP, Hennesy XO

Der Digestif wird in Falks Bar eingenommen. Zusammen mit feinsten Schokoladenkreationen geniessen wir verschiedene Portweine und Cognacs. 

Über den Dächern Münchens, in der Penthouse Garden Suite gönnen wir uns einen sommerlichen Sundowner, eine Sorbeitvariation mit Champagner. Der Ausblick von hier oben ist atemberaubend.

Diese Suite wurde ebenfalls von Axel Vervoordt gestaltet und bietet auf 350 Quadratmetern mehr als nur ein luxuriöses Zimmer.

Mit eigener Küche und Bar ist dem Designer eine spektakuläre Event-Location gelungen. 

Der Abschluss des Dine Around im Hotel Bayerischer Hof führt uns in den Jazzkeller des Hauses. Hier treten immer wieder weltberühmte Musiker auf. Wir lauschten den Klängen des Bluesmusikers Lucky Peterson & The Organization fest. Tamara Tramell.  Richtig schöne, coole Musik und ein perfekter Abschluss für einen abwechslungsreichen und interessanten Abend in einem der allerbesten Hotels der Stadt. So ein Kulinarischer Rundgang hat uns dieses Grandhotel in allen seinen Facetten deutlich näher gebracht. Herzlichen Dank an Innegrit Volkhardt und ihr Team vom Bayerischen Hof!

Service: 

Münchner Nachtkindlmarkt: Oh du Fröhliche!

Vom 23. November bis 23. Dezember öffnet zum ersten Mal der Münchner Nachtkindlmarkt im Innenhof des Lucky Who.


Nur wenige Minuten vom Odeonsplatz entfernt, in der Brienner Straße 14, gibt es erstmals einen Weihnachtsmarkt der etwas anderen Art. Ohne Kitsch und Tand und garantiert Jingle Bells frei, dafür mit entspannter Funky World Musik von den Local Heroes, wie The Pretty Boy oder DJ Hotsauce.


Ein kleiner, aber feiner Platz mit einladender Bar in der Mitte und gemütlichen Marktbuden. Dort backen coole Jungs mit ganz viel Liebe (Hauptzutat) fluffig frische Naan Pizza Varianten wie „Aubergine Royal 1001 Nacht“ mit Baba Ghamoush, Sesam, Joghurt, Rucola und Granatapfel.

Oder „The Jewish Naan“, eine koschere Variante mit Rote Bete Hummus, Bunte Bete, Kichererbsen, Sprossen und Vinaigrette. Eine Gaumen- und Augenweide. Zum Niederknien gut ist auch die Variante mit Lachs, roten Zwiebeln und Kaviar. Aus den Töpfen der „Cooking Mamas“ nebenan brodelt und duftet es nach original Brazilian Soul Food. Serviert mit soviel heiterer Lebensfreude, dass man sich direkt in Rio wähnt. Samba auf dem Teller. Man sollte allerdings unbedingt noch etwas Platz für Süßes lassen, denn auch die legendäre Giesinger Zimtschneckenfabrik gibt sich die Ehre. Ob Schnecke pur, oder mit Vanillesauce und Heidelbeeren, ein zimtiges Wintergedicht. Dazu schmecken Winzer-Glühweine aus biodynamischen Anbau, Hot Mules, Hot Aperol und „My Eier“, ein sahniger Eierlikör mit Suchtpotenzial.

Das Besondere: 

Der Weihnachtsmarkt im Innenhof des Lucky Who hat „open end“ geöffnet und wenn es draußen zu kalt wird, können die Gäste im Club weiterfeiern. Dort wird an den Wochenenden ab 22.00 Uhr die Musik aufgedreht.

Fazit:
Echt hyggelig, der weihnachtliche Neuzugang – jetzt fehlt nur der Schnee.

Service:

Münchner Tanzboden: Bayerisch Tanzen mit Tanzmeisterin Katharina Mayer

Wir drehen uns beschwingt über das Parkett im Hofbräuhaus München. In meinen Armen liegt eine meiner lieben Kolleginnen. Die Kommandos zu unseren Tanzschritten stammen von Katharina Mayer. Wir lernen bayerische Tänze. Walzer, Polka, Dreher und Zwiefacher stehen für die nächsten Stunden auf dem Lehrplan.

In der ersten Stunde steht uns, einer kleinen Gruppe von Journalisten, Katharina Mayer im Hofbräuhaus exklusiv zur Verfügung. Das Hofbräuhaus gehört zur bayerischen Kultur. Zu einer Institution dieser gelebten bayerischen Kultur gehört auch der Münchner Tanzboden, der mehrmals im Jahr im Hofbräuhaus stattfindet. Die Besonderheit: Zur Live- Musik erfahrener Tanzmusiker erklären versierte Tanzmeisterinnen und Tanzmeister typische Schritt- und Figurenfolgen, die auch ohne Vorkenntnisse leicht vom Bein gehen.

Während wir uns mit einer ordentlichen Brotzeitplatte stärken, erzählt uns Katharina Mayer wie sie zum Tanzen kam, was das mit ihrem Vater zu tun hat, welche Tanzkarriere sie bereits hinter sich hat und wie oft sie diese Volkstanzstunden im Hofbräuhaus anbietet. Mir wird klar, dass ich Katharina Mayer schon mehrfach gehört und gesehen habe und nach ihren Kommandos getanzt habe – allerdings ohne dies zu wissen: sie ist die Ansagerin auf dem Münchner Kocherlball. 

Anschliessend tanzen wir zu den Kommandos von Katharina Mayer und zu den Klängen einer kleinen Band Walzer, Polka, Dreher, Bayerischen und Zwiefacher. Dank des Damenüberschusses komme ich in den Genuss mit einigen meiner sehr lieben Kolleginnen über die Tanzfläche zu schwofen. 

Dies kleine Video von Bayern Tourismus gibt Euch einen schönen Einblick:

Im Anschluß an unsere kleine, exklusive Journalisten-Tanzstunde kommen viele Münchner jeden Alters, oft in Tracht gekleidet, aber nicht zwangsläufig. Ein Vorurteil von mir wird beseitigt: Ich hatte gedacht, dass fast nur alte Leute kommen würden. Weit gefehlt! Einige bezaubernd junge und hübsche Mädels sind dabei, einige junge Paare. Und Katharina Mayer macht gleich weiter. Gut, dass wir vorher die Tanzstunde hatten, so können wir gleich richtig gut mitmachen. Die nächsten Stunden drehen wir vergnügt auf dem Parkett unsere Runden. Es ist eine Riesen-Gaudi! 

Herzlichen Dank an Bayern Tourismus für die Einladung! 

Service:

Die Apokalypse naht! Oder: Wie wir mit Musik und Eis essen für den Frieden kämpfen können

Eiskalte Verführung! Köstliche kulinarische Kunst! Wenn die Apokalypse so schmeckt, dann kann sie gerne kommen! Gelber Safran, rosa Pfeffer, grüne Pistazien und Schokosplitter mit blauen Spirulina-Algen – so schmeckt die Apokalypse. 

Am 11.11.2018 kommt im Herkulessaal die eindrucksvolle Jazz-Kantate „Apokalypse“ des Münchner Komponisten und Umweltaktivisten Karl Feilitzsch zum ersten Mal seit den 50er Jahren zur Wiederaufführung. Das Musikstück und ein gleichnamiger Kunstfilm – beides seinerzeit als nachdrücklicher Appell für den Frieden eingesetzt – werden unter der Leitung des jungen Dirigenten Patrick Hahn in einer inhaltlich und visuell modernen Neuinszenierung im Herkulessaal zu erleben sein. 

Die Wiederaufführung der Werke am Gedenktag „100 Jahre Ende Erster Weltkrieg“ dient nicht nur der Erinnerung an Kalt Feilitzsch und sein außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement. Die Umweltorganisation Planet-for-the-Planet von Felix Finkbeiner steht zudem als Partner und Schirmherr zur Seite.

Den Geschmack der Apokalypse erleben wir an der Eisdiele Trampolin in der Kurfürstenstraße. Zumindest in Form einer Eiskreation namens Apo. Münchens Bio-Gelatier Stefano Santini hat Apo eigens für ein Musikereignis geschaffen: für Karl von Feilitzschs Jazz-Kantate Apokalypse, die am 11. November erstmals seit den 50er Jahren wiederaufgeführt wird. Zum 100. Jahrestag des Endes des ersten Weltkrieges.

Apokalypse ist das Hauptwerk des Komponisten und Umweltaktivisten Karl von Feilitzsch und eine eindringliche Warnung vor Krieg und Naturzerstörung. Bekannt ist Feilitzsch zum Beispiel für die (Trautonium-) Musik zum Münchner im Himmel. Ein Dachbodenfund seiner Tochter Angela Gräfin von Wallwitz gab den Anlass für die Idee, Apokalypse wieder auf die Bühne zu bringen: ein kurzer, avantgardistischer Kunstfilm zu der Komposition, der 1957 bei der Biennale in Venedig den dritten Platz gewann

Sie ließ den Film restaurieren, die Komposition in der Uraufführungsfassung von 1948 überarbeiten und aktivierte das Orchester KlangVerwaltung des Dirigenten Enoch zu Guttenberg, einem Schüler von Feilitzsch. Patrick Hahn wurde als musikalischer Leiter engagiert – der blutjunge Senkrechtstarter (*1995), der sein Operndebüt an der Staatsoper München mit der Neuproduktion von „Kannst du pfeifen, Johanna“ im Rahmen der Münchner Opernfestspiele 2017 gab und als Dirigent, Komponist und Pianist zahlreiche Wettbewerbe im In- und Ausland gewonnen hat. 

Sie kooperiert bei diesem Projekt mit der Bayerischen Landeskoordinierungsstelle Musik und der Landeszentrale für politische Bildung. Die „Apokalypse“ ist ein offizielles Schulprojekt, Schüler und Lehrer haben freien Eintritt.

Die Kantate mit stark rhythmisierenden Jazzelementen und Texten aus der Offenbarung des Johannes entstand aus Feilitzschs Erfahrungen im Russlandfeldzug des ersten Weltkrieges. Die Musik sei keine schwere Kost, sondern stehe dem amerikanischen Jazz der Dreißiger und Vierziger Jahre nahe.  Seit den 50er Jahren wurde das Werk nicht mehr aufgeführt. Feilitzsch hatte sich durch sein radikales Umweltengagement unbeliebt gemacht. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass der Hofoldinger Forst nicht dem Bau des Münchner Flughafens zum Opfer fiel.

Solche Zivilcourage fordert seine Musik ein. Feilitzsch drückt in seiner expressiven musikalischen Sprache die Dissonanzen der Welt aus.  Die Apokalypse thematisiert Tod, Gewalt, Vernichtung und ganz konkret zum Beispiel die Probleme Afrikas.  Angesichts der Dürre- und Migrationsthematik im Sommer 2018 könnte die Komposition kaum aktueller sein. Die Projekt-Verantwortlichen setzen diese Forderung mit dem Apo-Eis um: Wer eine Kugel schleckt, der spendet damit 50 Cent für Bäume. Das Geld geht an Plan-for-the-Planet. Diese Kinder- und Jugend-Initiative hat weltweit schon mehr als 70 000 jugendliche Klimabotschafter und hat sich zum Ziel gesetzt 1000 Milliarden Bäume als CO2 Speicher zu pflanzen.  Wer sich zwei Kugeln Eis gönnt, hat einen Baum gestiftet. Bis zum Konzert sollen es mindestens 750 Bäume werden.

Sebastian Draxlbauer, 13, Botschafter für Klimagerechtigkeit,  präsentiert das APO-Eis und die Apokalypse 

Vom Verkauf des Apo-Eis in der Eisdiele Trampolin in München-Schwabing fliessen 50 Cent pro Kugel an die Initiative Plan for the Planet. 

Die weltweite Kinder- und Jugendinitiative hat mittlerweile mehr als 70.000 jugendliche Mitglieder in 67 Ländern. Die Kinder wollen gemeinsam mit Menschen aus aller Welt1.000 Milliarden Bäume pflanzen, um CO2 zu binden und damit die Klimakrise abzuschwächen. 

Als Botschafter für Klimagerechtigkeit halten die Kinder und Jugendlichen, wie der 13-jährige Sebastian Draxlbauer, Vorträge vor Erwachsenen, fordern sie zum Handeln auf und kämpfen für ihre Zukunft. Karl Feilitzsch wäre begeistert von der Aktion, gehörte er doch ebenfalls in den 1960er Jahren zu den Mitgründern der ersten grünen Bürgerbewegung Deutschlands, „Die grüne Aktion“ in München. 

Termin

  • Sonntag, 11.11.2018, 18 Uhr

Programm

  • Kunstfilm „apocalypse“ (1955), Gisbert Hinke
  • Vortrag von Frithjof Finkbeiner (Vorstand „Plant-for-the-Planet“ Foundation) und Benedikt Eder (Botschafter bei „Plant-for-the-Planet“); Schirmherr: Felix Finkbeiner
  • Umbaupause mit Bewirtung im Foyer
  • Jazz-Kantate „Apokalypse“, Uraufführung der Neufassung (1972), Karl Feilitzsch

Besetzung

  • Musikalische Leitung: Patrick Hahn
  • Ensemble: Instrumentalisten des Orchesters KlangVerwaltung
  • Sprecher: Elna Lindgens, Christopher Robson, Stefan Wilkening
  • Tenor: Jürgen Sacher
  • Bariton: Christian Rieger
  • Chor: Mitglieder des Chors des Bayerischen Rundfunks
  • Dramaturgie: Margarete Adler-Koerber
  • Lichttechnik/-regie: Benedikt Zehm

Service:

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Restaurants in München: Izakaya – Die Fusion von Japan und Peru

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Münchens wohl beste Kneipe ist nunmehr schon ein halbes Jahr alt. Ein Lokal mit dem simplen Namen „Kneipe“ würde wohl kaum viele Gäste bekommen. Auf Japanisch hört es sich gleich viel eleganter und schöner an: Izakaya. Doch das Izakaya München ist nicht nur eine schnöde Eckkneipe, es ist die wohl edelste Fusion von japanischer und peruanischer Küche. Und es ist ein Erfolgskonzept aus Amsterdam. Der Mann dahinter: Yossi Eliyahoo. Das Izakaya Asian Kitchen & Bar bringt asiatische Küche und gänzlich neue Genüsse in die bayerische Hauptstadt … und einen neuen Hot Spot im Nachtleben noch dazu.

Die Lage ist nicht unbedingt in „Münchens bester Stube“. Die Landsberger Straße ist eine große, lange Ein- und Ausfallstrasse, die vom Westen kommend in Münchens Herz führt. Entlang der Bahnstrecke, sind viele neue Wohngebäude und Unternehmen sowie einige Hotels entstanden. Doch das Izakaya Asian Kitchen & Bar ist sind so cool, dass die Gäste extra dahin fahren.

In der Lobby des Roomers Hotels öffnet sich eine Tür zum Izakaya – Hotel und Restaurant sind quasi Nachbarn. Wir stehen vor einer gigantisch großen, elliptischen Bar, ein 360°-Barvergnügen. Rund um die Bar sind Barhocker verteilt, daneben laden bequeme, kuschlige Couchgarnituren ein, sich reinzulümmeln. Und dahinter schließt das Restaurant an. Überdimensional hängt an der Decke ein Koi aus Holz und dominiert das Restaurant. „How much is the Fish?“ schießt mir in den Kopf. Über die Philosophie, seine Restaurants und die verschiedenen Marken und das Restaurantkonzept hatten wir uns schon wenige Stunden vorher mit dem Macher, dem Investor, dem Schöpfer Yossi Eliyahoo unterhalten.

Unser Dinner ist wirklich umwerfend. Ein Genuss von Anfang bis Ende. Das anspruchsvolle Menü im Izakaya ist geprägt durch das Zusammenspiel von Kochkunst und -techniken aus alten Zeiten kombiniert mit innovativen und modernen Einflüssen – daraus resultieren unkonventionelle Gerichte auf höchstem kulinarischen Niveau. So wird jeder Gang zu einer Geschmacksexplosion am Gaumen. Hier sind ein paar optische Eindrücke für Euch, die Euch Appetit machen mögen.

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel

„Momori“ Toro Tatar mit Beluga Caviar in einer Eiskugel

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Sabas Sashimi mit Olivenöl und Miso

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Spinatsalat mit gegrillten Shrimps

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Mais Tempura

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Rinder Tataki mit Zwiebel-Ponzu und Knoblauchchips

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Auster „Filo“ mit cremiger Wasabi und Beluga Kaviar

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Wagyu und Foie gras Gyoza

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Seezunge aus Dover mit Chilli Shiso Salsa

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Beef Ribeye with Chimichurri, Anti-cucho und Teriyaki Sauce

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Gegrillter Kohl mit Trüffeln

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Hausgebackene Vanille-Yuzu-Madeleines mit Fruchtmarmelade und Sahne aus weißer Schokolade

Restaurants in München Izakaya Muenchen Roomers Hotel
Schokoladenschnee mit in Honig gerösteten Macadamia-Nüssen und Vanilleeis

Wie in allen Izakaya-Locations liegt der traditionelle Robata-Grill im Herzen des Restaurants und bietet den Köchen die Möglichkeit, Gerichte wie Temari Sushi, Kombujime, Corn Tempura, langsam gekochte Short Ribs und Rabata Spezialitäten zu kreieren. Daneben bietet die Speisekarte kleine Sakana-Gerichte und Kreationen, die auf der der Hibachi-Feuerschale, einer japanischen Kochplatte, zubereitet werden, sowie Sushi und Sashimi, die mit exotischen peruanischen Gewürzen einzigartig verfeinert werden. Alle Gerichte sollen am Tisch gemeinsam geteilt und vor allem zusammen erlebt werden.

Und auch Freunde des Nachtlebens finden im Izakaya München ein neues Ziel. Die 360​​° schwarz gebeizte Bar mit ihrer Onyx-Marmor-Fläche ist der perfekte Ort, um ausgewählte Weine, erstklassige Cocktails sowie seltene Sake-Sorten zu genießen. Die Barchefs kreierten eine erlesene Karte mit Drinks basierend v.a. auf Wermut, Sake und Sherry. Neben diesen Drinks steuert Izakaya den ganz gewissen Twist bei: In großen Glasballons, für alle Gäste sichtbar, werden verschiedene Tonics auf Basis des japanischen Shōchū mit ausgesuchten Zutaten infundiert – die Izakayas Shōchū Wand umfasst insgesamt 12 verschiedene Geschmacksrichtungen.

Hinter Izakaya stehen die renommierten Gastronomie-Unternehmer Yossi Eliyahoo und Liran Wizman, Gründer und Eigentümer der Amsterdamer The Entourage Group, zusammen mit ihrer Geschäftsführerin, Stephanie Pearson. Ihre kulinarische Philosophie fürs Izakaya: Moderne japanische Küche mit südamerikanischen Einflüssen – kreiert auf einzigartige Art und Weise vom Küchenteam um Chefkoch Hariprasad Shetty. Izakaya München ist das vierte Izakaya Restaurant in Europa (neben Amsterdam, Hamburg und Ibiza, das gerade in die neue Saison gestartet ist) und hat seine passende Heimat In Nachbarschaft zum Roomers Hotel von Alex Urseanu und Micky Rosen der Frankfurter Gekko Gruppe gefunden.

Izakaya München – Innovation und Design

Bei Izakaya werden authentische Elemente durch den Einsatz von kreativen Techniken modern interpretiert. Dies gilt für die Speisekarte ebenso wie für das Gesamtkonzept. Das Wesen von Izakaya ist: Authentisch, aber niemals in Tradition gefangen. Im Izakaya München spiegelt sich das klar wieder.

Das Izakaya München wurde vom preisgekrönten Amsterdamer Architektenbüro „Concrete“ geplant und entworfen, das für seinen avantgardistischen Ansatz bekannt ist. Das Restaurant ist geprägt durch das Zusammenspiel von schwarzen Elementen und kontrastierenden hellen Eichenlamellen, die sich über Decke und Wände erstrecken. Natürliche Materialien wie Holz, Leder und Marmor dominieren und schaffen eine Atmosphäre warmer Sinnlichkeit. Dunkle, erdige Töne bilden das spannendes Gegenstück zu pointiert eingesetzten polierten Kupferelementen. Verschiedene Sitzbereiche, von der Bar an der offenen Küche bis hin zu intimen Sofa-Ecken, bieten Platz für bis zu 130 Gäste.

Aber es gibt im Izakaya München noch mehr, als auf den ersten Blick gesehen werden kann. Das „RED“, ein verborgener kleiner Privatclub, ganz in Rot und mit raffinierten Spiegeln und einer ausgefeilten Licht- und Soundanlage. Dieser versteckte Raum direkt neben der Bar bringt die Gäste direkt zurück in die 1960er-Party-Szene. Ausgehen und dabei Spaß haben wird kultiviert, geladene DJs veredeln das Partyerlebnis und die legendären IZAKAYA-Events kommen nun auch im Münchener Nachtleben an – jeden Freitag und Samstag legen DJs im RED auf und sorgen für den perfekten Ausklang eines Abends im Izakaya – vom Aperitif an der Bar über das Dinnererlebnis im Restaurant bis zum Clubbing im RED.

Service:

Das schreiben die Anderen:

Izakaya München

Izakaya Hamburg

Johanna Seiler ist Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Ein Jahr lang darf sie das Bayerische Bier weltweit repräsentieren: Johanna Seiler, 26 Jahre, aus Nördlingen (Schwaben) ist die neue Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019. Sie wurde in der vergangenen Nacht in der Alten Kongresshalle in München gewählt. Der Bayerische Brauerbund unter Leitung seines Präsidenten Georg Schneider und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband unter Leitung seiner Präsidentin Angela Inselkammer präsentierten die Wahl der Bayerischen Bierkönigin 2018 / 2019.

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler

Die bisherige Bayerische Bierkönigin 2017 / 2018 Lena Hochstraßer verabschiedet sich nach einem Jahr Regentschaft. Auf der gestrigen Gala-Veranstaltung berichtete sie von ihren Erlebnissen zwischen Bayern, Norddeutschland und Peking. Sie präsentierte das Bayerische Bier für ein Jahr auf der ganzen Welt.

Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler
Für die Bayerische Bierkönigin 2018 / 2019 standen als Kandidatinnen Johanna Seiler, Sandra Pichlmaier, Jana Neubert, Sarah Müller, Sabrina Mair, Barbara Berger zur Wahl. Sie hatten sich bereits gegen einen größeren Kreis an Mitbewerberinnen durchgesetzt. Aus der Runde der letzten sechs Damen durfte das Online-Publikum auf der Webseite abstimmen. Außerdem bekamen alle in der Alten Kongresshalle anwesenden Gäste ein TED-Wahlgerät und durften für ihren Favoriten stimmen. Und eine fachkundige Jury, bestehend aus Elisa Berzaghi-Freymann, Angela Inselkammer, Stephan Johannes Reinhold, Georg Schneider und Karin Schubert stellte vorab fachgebundene Fragen und stimmte mit ab.

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Steirisch Herbstln: Johann Lafer und die Steiermark zu Gast in München

Die Steiermarkt zu Gast in München auf dem Rindermarkt 4 #steiermark #rindermarkt #tourismus #urlaub #wein #weinhoheit #steiermark #graz #lafer #münchen #genuss

Steirisch Herbstln - Steiermark in München
München ist fest in steirischer Hand. Im wahrsten Wortsinne geschmackvoll eröffnet Steirisch Herbstln, der Steirische Herbstmarkt am Donnerstag, 31. August 2017, um 11 Uhr vom Genussbotschafter der Steiermark, Johann Lafer. Der Sterne- und Fernsehkoch schwingt beim Showkochen und zusammen mit dem Grazer Koch Christof Widakovich auf der großen Almbühne den Kochlöffel.

Steirisch Herbstln - Steiermark in München
Die steirisch-bayerische Delegation verköstigt unter dem Motto Steirisch Herbstln die Besucher auf dem Münchner Rindermarkt in der Ausseerland-Hütte mit Eierschwammerlsuppe, Kürbiskernbackhenderl und Apfelringen. Passend dazu präsentieren die Ausseer Narzissenkönigin und die aktuelle Weinkönigin die besten steirischen Weine aus dem Grünen Herz Österreichs. Noch bis Sonntag, 03. September 2017, können Münchner auf dem Rindermarkt steirisch herbst’ln und dabei echt steirisches Flair genießen.

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Restaurants in München: August und Maria im Brauereigasthof Hotel Aying

August und Maria
August und Maria
Gehoben – ja, überteuert – nein. So ziehen wir unser Fazit nach einem kleinen Abstecher nach Aying. Doch kündigt sich hier schon Grosses an. Die Familie Inselkammer investiert in die Zukunft, denkt dabei an neue Gäste mit einem deutlich größeren Budget – und verliert dabei die Nachbarn und Stammgäste keinesfalls aus den Augen. So findet hier jeder mit jedem Geldbeutel etwas. Der Brauereigasthof Aying mit der Kombination von beliebtem, rustikalem, klassisch-bayerischem Bräustüberl und das Hotel mit dem neuen Gourmet-Restaurant August und Maria sind die beiden starken gastronomischen Angebote der Brauerfamilie.

August und Maria
August und MariaKaum ein anderer Ort im Münchner Umland ist so stark geprägt vom Bier geprägt wie Aying. Seit fast 140 Jahren wird dort Bier gebraut und auch in München ist das Ayinger Bier in vielen Gaststätten vertreten. Das gesamte Anwesen mit Maibaum, Kirche, Brauerei, Bräustüberl, Brauereigasthof, Hotel und Biergarten kann ein Stück Bayern en miniature bieten, das Brauchtum und Tradition mit Komfort und höchsten Qualitätsansprüchen verbindet. Dazu gehören Heimatschätze wie eine historische Kegelbahn, ein denkmalgeschütztes Herrenhaus und ein alter Getreidespeicher. Doch noch Größeres kündigt sich an: Das alte und seit Ende der 1980er leerstehende Brauereigebäude soll künftig zu einem Resorthotel umgebaut werden. Das Potential wäre vorhanden, hier am Ostrand von München ein internationales Edelobjekt für eine gehobenere Klientel zu schaffen. Feine, bayerische Gastlichkeit lautet die Devise.

August und Maria
Geschäftsführerin Angela Inselkammer (58), die auch Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes ist, ist im Gespräch mit uns sehr zuversichtlich, dass das mittelfristig gelingen wird. Doch die derzeitigen Prioritäten sind klar: zuerst müssen die Nachbarn und Stammgäste glücklich sein, die die Basis des Erfolgs der Ayinger Brauerei sind. Mit dem neuen Gourmetrestaurant „August und Maria“, benannt nach den Großeltern des heutigen Senior-Bräu Franz Inselkammer, August und Maria Zehentmair, und den behutsam renovierten Zimmern im Hotel wird eine etwas betuchtere Kundschaft angesprochen, oder auch Stammgäste, die sich zur Hochzeit mal etwas ganz Besonderes gönnen wollen.

August und Maria
Das Hotel liegt im Vier-Sterne-plus-Bereich, könnte aber mit einem etwas erweiterten Angebot durchaus auch fünf Sterne erhalten, doch fehlt dafür noch etwas Hardware, wie etwa ein Wellnessbereich. Allerdings ist beispielsweise für die Suiten ein Butlerservice eine Option, die vom Hotelmanagement bereits für die Zukunft angedacht ist. Think Big – aber behutsam Schritt für Schritt vorgehen, gibt hier offensichtlich der gesunde deutsche Mittelstand den Takt vor.

August und Maria

Im offiziellen Hotelvideo schaut es so aus:

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Soulmade Hotel Garching: Die neue Dimension des Wohnen auf Zeit

Soulmade Hotel Garching
Beats & Burger im Wohnzimmer, das ist der coole Einstieg in ein neues Hotelkonzept. Fette Bässe aus den Boxen, gut gemachte Hamburger mit frischen Zutaten, dazu eine ordentliche Portion Pommes sowie selbstgemachte Saucen, garniert mit interessanten und unterhaltsamen Hotelgästen in einer Lobby-Bar, die eher wie ein Wunsch-Wohnzimmer aussieht, so empfängt uns das Soulmade Hotel Garching. Wir sind zum Kennenlernen eingeladen in einem Hotel, das das erste einer künftigen kleinen Kette sein soll. Ein Home away from Home.

Soulmade Hotel Garching

Im Münchner Vorort Garching gelegen, könnte man denken, dass der Gast hier etwas ab vom Schuss sei. Doch weit gefehlt. Das Soulmade Hotel liegt keine zehn Fußminuten von der U-Bahnlinie 6, die Garching mit der Münchner Innenstadt verbindet, in einem ruhigen Wohnviertel. Der Garchinger Ortskern hat sich in den letzten Jahren deutlich gemausert. Die Gebäude des Standortes Garching der Technischen Universität München sind nicht weit entfernt, ebenso die Münchner Standorte von General Electric, Apple, Microsoft und vielen anderen weltweiten Konzernen. Und Garching ist vom Flughafen München nur einen Katzensprung entfernt. Ein Einkaufszentrum stand hier zuvor, das nicht mehr genutzt wurde, in einer Gegend, in der ein Hotelbedarf bestand. Ein idealer Platz also. In unseren Augen mit grossem Erfolg. Einer weiteren Expansion in einem stark wachsenden Segment steht nunmehr nichts im Wege, zumal Hotelkonzerne wie Accor, Citadines & Co. jetzt in den deutschen Markt drängen.

Zuerst könnt Ihr Euch gern mein Zimmer im Soulmade Hotel Garching anschauen:

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Restaurants in München: La Bohème – Coole kulinarische Kreationen

La Boheme Schwabing Vote against Prohibition

Der Name ist nicht unbekannt in München: Bis vor etwa zehn Jahren gab es schon mal ein La Bohème in München. Allerdings ist diese Kneipe längst aus dem Stadtbild und der Erinnerung der meisten Münchner verschwunden, einem Italiener gewichen, wie der Münchenblogger über den Verfall der Türkenstrasse lamentierte. Wir scheuten keine Mühen und besuchten diesen Newcomer am Münchner Restaurant-Himmel gleich zweimal kurz hintereinander: einmal im Rahmen eines Blogger-Meetings, einmal privat. Wir wollen es hier schon verraten: Diese Location ist ein echter Gewinn für die Stadt und füllt eine kulinarische Lücke. Was uns besonders gut gefiel: Hier wird extrem grosser Wert auf exzellente Küchenqualität und auch Kochen am Tisch des Gastes gelegt. Perfektes Handwerk steht hier im Vordergrund. Eine Einstellung, die leider sehr selten geworden ist. Überzeugt Euch selbst mit den zwei Videos in diesem Artikel.

La Bohème Aperitif im @la_boheme_schwabing : ein Crudino. - einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @mucbook #munichlifestyle #muc #mucstagram #exklusivmuenchen #minga #ilovemunich #igersmunich #bavaria #muenchnerecken #instagood #pictureof
Beim Bloggermeeting im La Bohème lernten wir das neue Restaurant und seine Umgebung kennen. Das gesamte Quartier wird gerade neu erschaffen. Bis vor wenigen Jahren noch stand hier eine Filiale der Metro, eine der günstigsten Tankstellen der Stadt, ein riesiger Parkplatz sowie das Holiday Inn Hotel, das auch zwischenzeitlich als Crown Plaza firmierte. Diese Gebäude sind längst Geschichte. Aus einer riesengrossen Baugrube sind mittlerweile neue Gebäude entstanden, die Tram-Linie 23 wurde durch das Gelände gelegt, der Nymphenburg-Biedersteiner Kanal wurde aus der Versenkung geholt und ein neues Stadtquartier geschaffen: Das Schwabinger Tor. Das Gebäude, in dem das La Bohème ist, soll eine Mischung aus hochmodernen, vernetzten Wohnungen, Büros, Geschäften und CoWorking-Offices werden. Schräg gegenüber will die Hotelkette Hyatt ein Haus der Boutique-Hotelmarke Andaz eröffnen. Die Jost Hurler Gruppe, der das gesamte Gelände gehört und die älteren Münchnern durch den damaligen Hurler-Markt, der später zur Metro-Filiale wurde, führte, schafft hier ein stimmiges und hochklassiges Ensemble. Während wir über das Neubaugebiet informiert werden, geniessen wir den Aperitif im La Bohème Schwabing: ein Crudino.

La Bohème Meet you at the bar! - #schwabingertor #laboheme #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @mucbook #munichlifestyle #muc #mucstagram #exklusivmuenchen #minga #ilovemunich #igersmunich #bavaria #muenchnerecken #instagood #pictureof
Nomen est Omen: Der Name La Bohème bezieht sich auf die Goldenen Zwanziger, auf die Bohème, die sich in München einst zusammenfand. Dieser Ort will Frühstücks-Restaurant, Business-Lunch-Treff, Cocktail-Bar, Nachbarschafts-Restaurant und Fine-Dining-Location in allem sein. Wir müssen sagen: es ist gelungen. Die Bar lädt zum Drink ein, kuschlige Sitzecken für kleine Gruppen erinnern an amerikanische Diners, an anderen Tischen lässt es sich sehr gut zu zweit gemeinsam dinieren und bei schönem Wetter lädt die Terrasse ein, die Münchner Abendluft zu geniessen. Am Schwabinger Tor ist echt was tolles entstanden.

Michael Urban La Boheme
Restaurantchef Michael Urban zufolge soll sich in seinem durchgehend von 9:30 – 00:00 Uhr geöffnetem Restaurant „La Bohème“ jeder zu jeder Tages- und Nachtzeit wohlfühlen. Er entstammt einer Münchner Gastronomenfamilie und ist Wirt durch und durch. Seine Kochausbildung erhielt er im Sölring Hof und im Münchner Königshof, zudem studierte er Betriebswirtschaft. Mit Chef de Cuisine Lilian Schumann verwirklicht er das Konzept, Lilian kommt ebenfalls aus der Sternegastronomie, wie dem Dresdner Bülow Palais, weiter führte sie der Weg ins Carpe Diem in Salzburg und in die Tantris Weinbar München. Chris Rieder ergänzt das Team als Barchef und kann in seiner Vita als Bartender Stationen in der Goldenen Bar und der Fantom Bar vorweisen.

La Bohème Schwabinger Tor: Co-Working, Carsharing, Talent Trust - cool new place to live. Will include a @hyatt @andaz hotel. And the @la_boheme_schwabing restaurant. - #schwabingertor #laboheme #einfachmuenchen #simplymunich #Munich #Muenchen #streetsofmunich @muc
Die Hurler Gruppe will in dem Haus CoWorking und CarSharing Angebote integrieren. Wir sind gespannt, wie weit das inzwischen umgesetzt wurde. Natürlich sind auch Büros dort zu mieten, aber hier wird auch anders rangegangen: die Büros sind in allen Größen von Firmen auch für kürzere Zeitspannen zu haben, etwa für Projekte, die nur einige Monate dauern. Was normal nicht einfach ist, die meisten Büroräume werden mit 5 Jahresverträgen vermietet. Am Schwabinger Tor werden auch gemeinsam nutzbare Konferenzräume angeboten, was der Sharing-Idee des Projekts entspricht: es soll ein Carsharing mit Elektro-Ladestationen geben, Künstler-Ateliers, auf dem großen Platz könnte ein Wochenmarkt angesiedelt werden, ein 3D Drucker soll in irgendeiner Form nutzbar sein, es ist vieles am Entstehen. So kommt am Ende Bewegung ins Viertel und es findet ein Austausch statt.

Einen ersten Einblick, insbesondere in die Kunst, perfekte Crêpes Suzette am Tisch des Gastes zuzubereiten, gibt Euch dies Video:

Und um es schon vorwegzunehmen, könnt Ihr hier schon das Video unseres zweiten Besuches anschauen:

Und hier unsere Eindrücke der zwei Menüs: (mehr …)

Andechser Molkerei Scheitz: Warum ich ein Fan von Andechser Natur geworden bin

Besuch der Andechser Molkerei Scheitz. Milch, Joghurt, Käse und alles in Bio. Neu: Crème Brulée Joghurt.
Denk‘ ich an Andechs, denk‘ ich an Bier – und Milch. Denn das kleine, verträumte Dörfchen südlich von München, mit wunderschönem Blick auf den Ammersee steht zum einen für sein weltberühmtes Kloster Andechs, in dem exzellente Biere gebraut werden. Und es steht für die Andechser Molkerei Scheitz, die seit über 100 Jahren beste Milch- und Käseprodukte herstellt. Bei einem Ortsbesuch lernte ich Frau Scheitz und ihre Molkerei persönlich kennen. Bis dahin hatte ich extrem selten mal zu Produkten von Andechser Natur gegriffen. Seitdem bin ich Stammkunde und Fan. Warum dieser Unternehmensbesuch dazu führte, erzähle ich Euch hier.

Andechser_Molkerei_Scheitz_Muenchen_Sep_2014_001
Andechs ist immer eine Wallfahrt wert. Doch sollten wir nicht nur des guten Bieres wegen zu den Mönchen pilgern. Da sind wir nicht wirklich alleine, die Wirtschaft des Kloster Andechs platzt an schönen Tagen aus allen Nähten. Nur ein wenig weiter, in Sichtweite des Klosters liegt ein beeindruckend schöner, von Friedensreich Hundertwasser inspirierter Bau. Hier sitzt die Andechser Molkerei Scheitz. Wer sich allerdings die Mühe macht, etwas zu guugeln, der stellt schnell fest, dass es in diesem kleinen, beschaulichen Dorf eine sinnlose Konkurrenz gibt: Das Kloster gegen die Molkerei. Mal geht es um den Begriff „Andechser“, mal um das Hundertwasser-Gebäude. Es entsteht der Eindruck, dass sich die Klosterbrüder mit allen erdenklichen juristischen Mitteln dagegen wehren, dass ein zweites Unternehmen in Andechs Erfolg hat. Während die Inhaberin der Molkerei, Barbara Scheitz, ein gutes nachbarschaftliches Miteinander bevorzugt und bereit ist, den Mönchen entgegen zu kommen, verhält sich das Kloster seit dem Abgang von Pater Anselm Bilgri alles andere als christlich. Von Nächstenliebe und Partnerschaft sind die Mönche seitdem meilenweit entfernt. Man könnte versucht sein zu denken, dass denen der Genuss des eigenen – zugegebenermassen exzellenten – Gerstensaftes wohl zu stark zu Kopf gestiegen ist. Dabei beschäftigen beide Unternehmen ähnlich viele Mitarbeiter. Laut Wirtschaftswoche beschäftigt die Andechser Molkerei Scheitz 190 Mitarbeiter, die Andechser Brauerei und Klostergastronomie 220 Mitarbeiter. (mehr …)