225 Liter: Handverlesene Winzer präsentieren ihre aktuellsten Tropfen

225 Liter Handverlesene Weine - Konzentration zur Degustation
225 Liter – Der Name ist Programm. Genau diese Menge passt in ein schönes Barrique-Faß. Nicht mehr, nicht weniger. Die Weinfachhändler Katrin Kohl und Stefan Grote haben sich nicht nur diese Menge, sondern auch die Qualität eines edlen im Barrique-Faß ausgebauten Weines zum Motto genommen. Wein ist Poesie in Flaschen – Emotionen, Bilder im Kopf, hunderte unterschiedlicher Aromen in der Nase und im Mund. Damit Kunden und ausgewählte Fachjournalisten die neuesten Kreszenzen ausgesuchter Winzer verkosten können, hatte „225 Liter Handverlesene Weine“ am gestrigen Donnerstag in die Räume des Europäischen Patentamtes in München gebeten. Le Gourmand war für Euch dabei und hat sich durch die folgenden Kreationen durchprobiert.

„Weine, die Spaß machen, deren komplexe Aromen man mit jedem Schluck neu erschmeckt, deren Charakter geprägt ist von dem Boden, auf dem sie gedeihen, von den Rebsorten und der Handschrift des Winzers, der sie geschaffen hat“ – so lyrisch und lecker schildert es der Weinfachhändler selbst auf seiner Seite. Abseits der ausgetretenen Pfade und industrieller Massenproduktion suchen sie kleine Winzer, die mit absoluten Top-Qualitäten zu überzeugen wissen. Gestern also war es wieder soweit: Wir hatten die Möglichkeit nicht nur den Weinhändler kennenzulernen, sondern eben auch den persönlichen Kontakt zum Winzer, konnten uns mit ihm unterhalten, können so einen persönlichen Bezug zu der Flasche vor uns bekommen, zu dem Wein, der sich in unserem Glase befindet.

Wir verkosteten folgende Weine:

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Restaurants in München: Mayers Bar & Restaurant: Wegweisend im Westend

Mayers_Bar_Restaurant_2008_0021Manuel Mayer kann sich Vorreiter rühmen. Er war einer der ersten, die es wagten, im Münchner Westend mit seinem Mayers Bar & Restaurant eine stylische Location zu eröffnen. In München existierte immer schon das eine oder andere Glasscherbenviertel. Doch welcher Bezirk diese nicht gerade rühmliche Bezeichnung trägt, das ändert sich fliessend. Das Münchner Westend, insbesondere die Gegend um die Schwanthalerhöhe, gehörte lange dazu. Doch ebenso wie das Glockenbachviertel schon längst ein Yuppieviertel ist, so wandelt sich langsam die Schwanthalerhöhe. Das alte Messegelände beherbergt mittlerweile hochmoderne Depencancen großer Konzerne und Unternehmensberatungen. Doch das Umfeld ist gastronomisch noch relativ unterversorgt.

Mayers_Bar_Restaurant_2008_0012Manuel Mayer wollte das ändern, er gehört zu den Urgewächsen aus dem Westend. Schon sein Vater war hier Wirt. Der 31jährige Junior eröffnete also daraufhin vor nunmehr zweieinhalb Jahren mit Mayers Bar & Restaurant einen kleinen kulinarischen Geheimtipp. Hier soll sich jeder wohl fühlen können: vom schnellen Business-Lunch über den kleinen Cocktail zwischendurch bis hin zum ausgiebigen Mehrgänge-Menü.

Mayers_Bar_Restaurant_2008_0014In einem Eckhaus in der Gollierstraße präsentiert der Küchenchef abwechslungsreiche Interpretationen der modernen bayerischen, mediterranen und asiatischen Küche. Dabei legt Manuel Mayer Wert auf frische und regionale Produkte. Das Restaurant selbst ist frisch und stylish eingerichtet, die Farben Cremeweiß, Braun und Magenta dominieren dabei vom Logo über die Inneneinrichtung bis hin zu den Blumen. Obwohl das Restaurant selbst nicht groß ist, so sind doch deutlich drei Bereiche voneinander getrennt. Die kommunikative Bar mit ein paar Hockern für den Aperitif, das Restaurant zum dezenten dinieren und die kleine Lounge mit Sofa und Hockern zum chillen nach dem Essen oder einfach nur für den Cocktail. (mehr …)

Sebastianihof Johannesbrunn: Hier schießt der Chef noch selbst

Sebastianihof InnenhofWer Niederbayern immer noch mit Daniel Kübelböck, dem verhinderten RTL-Superstar, in Verbindung bringt, der unterschätzt, wie groß die Region ist – und wie unterschiedlich und vielfältig. Niederbayern ist nicht nur der Bayerische Wald mit seinen dunklen Wäldern und windumtosten Höhen. Im sanft gewellten Teil Niederbayerns versteckt sich im Sebastianihof im Ort Johannesbrunn ein Koch, der in jeder Stadt zu den Besten zählen würde. Reh, Wildschwein, Hase, Fasan, Ente – was Chef Manfred Eckmaier vor die Flinte läuft, landet äußerst schmackhaft auf der Speisekarte.

Manfred Eckmaier und Iris Häglsperger haben im denkmalgeschützten Vierseithof-Ensemble seit 1999 die ehemalige Scheune und seit 2003 den ehemaligen Kuhstall in ein kulinarisches und romantisches Refugium verwandelt. Der Genießertreff ist noch ein absoluter Geheimtipp. Gerade Hochzeiten werden speziell hier geplant, da das Restaurant dafür den richtigen romantischen Rahmen dafür hergibt. Der Stadl zeichnet sich aus durch seinen schönen Fußboden aus Lärchenholz sowie freiliegendes, altes Gebälk. Im Kuhstall empfängt das Paar die Gäste mit intimem, betont puristischem Chic aus Holz und Stahl. Ein sehr beliebter Platz im Sommer ist der Hofgarten. (mehr …)

Restaurant Herrenhaus: Hier ist Wasserburg noch unter sich

Herrenhaus Wasserburg_106Den Traum von der Selbstständigkeit haben viele. Vor einem Jahr erfüllten sich vier junge Gastronomen aus München diesen Traum. Im ebenso malerisch schönen wie verschlafenen Städtchen Wasserburg am Inn fanden Matthias Schmid, Maria Schmid, Anne Schatzl und Maik Oehlke (hier mit Sommelier Alfons Wimmer) einen leer stehenden Gasthof. Mit viel Liebe zum Detail und großzügiger räumlicher Übersicht renovierten sie das alte Gemäuer. Ergebnis: eine Symbiose aus moderner, dezenter Eleganz mit historischen Elementen des Baus und viel Behaglichkeit. Das Restaurant Herrenhaus ist ein kulinarischer Lichtblick im Outback östlich von München.

In den kuschligen Nischen und dem behaglichen, mit Lederbänken ausgestatteten Gastraum servieren die vier Traumerfüller kulinarische Raffinesse. Hier findet ebenfalls eine Symbiose statt: bayerische, deutsche traditionelle Küche mit internationalem Einschlag. So offerierte die aktuelle Wochenkarte gebratene Gambas mit Zucchini, Frischkäse und Sauce Vierge. Die reichhaltige Weinkarte enthält exzellente Tropfen, Degustationsabende unter Leitung erfahrener Sommeliers runden das Angebot ab. Die Preise sind übrigens günstig: München ist eine Stunde mit dem Auto entfernt, die Schickeria der bayerischen Hauptstadt hat das Restaurant noch nicht entdeckt. So sind die Wasserburger Einheimischen „unter sich“. Für den Preis des Mittagsmenüs bekommen Hungrige in München gerade mal ein Hauptgericht beim Italiener. (mehr …)

Duftbräu Samerberg: Dufte Küche, dufte Lage, find’ ick dufte!

Duftbraeu Samerberg_023Einst stand hier Deutschlands höchstgelegene Brauerei. Doch das endete jäh, als 1908 ein Brand das Duftbräu zerstörte. Matthäus und Anna Wallner kauften das Grundstück hoch über dem Inntal Dreieck im Rosenheimer Land und bauten das erste Gasthaus. Die anmutige Duftbräu-Kapelle neben dem Wirtshaus wurde ebenfalls von ihnen erbaut. Gebaut wurde das „Heisl” aus dem in der Nähe gewonnenen „Duftstoa” (Tuffstein), dem das Anwesen bis heute seinen Namen verdankt. Vor kurzem hätte fast wieder ein Brand das Duftbräu zerstört. Ende 2007 verrußte ein Schwelbrand das Haus. Seit Sommer 2008 empfangen in vierter Generation Markus und Irmi Wallner in ihrem modernen Gasthaus im historischen Stil. Stumme Zeugen des letzten Unglücks sind eine „schwarze Madonna“ sowie einzelne schwarze Steine im alten Mauerwerk. Überall wird hier Geschichte lebendig: An vielen Stellen finden sich Sichtmauerwerk mit Backsteinen und den einstmals beliebten „Bachkugeln“ (großen runden Natursteinen), sowie alte tragende Deckenbalken.

Duftbraeu Samerberg_093Der erst 32 Jahre alte Markus Wallner verbindet Tradition und Moderne nicht nur in der Küche. Die Renner sind die Klassiker der bayerischen Küche wie der ofenfrische Schweinsbraten, samstags gibt’s Schweinshaxn vom Grill mit richtig rescher Kruste. Und vor allem die Forellen sind ein Genuß, die à la minute aus dem Becken in den Topf oder die Pfanne wandern. Ich war hier zu Ostern bereits zum zweiten Mal, ein erster Besuch führte mich im Sommer letzten Jahres hoch auf den Samerberg. Das Wirtshaus ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen, Wanderradler und Mountainbiker und im Winter auch für die Langläufer, die in der Umgebung viele Loipen finden. Die Aussicht auf das Chiemgau ist einfach grandios. Wer keine Lust hat auf den allsonntäglichen abendlichen Stau auf der A8 nach München rein, der sollte hier unbedingt einkehren und erst später, wenn der Stau vorbei ist, heimfahren. (mehr …)