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Sind Social Media das Ende der Druckerpresse?

Gedanken zum Wochenende: Alles redet von Social Media. Blogs, Facebook, Twitter – die Buzzwords aus dem Web 2.0 fliegen einem mittlerweile überall um die Ohren. Die einen sind schon auf dem Zug und wissen, wie man die unterschiedlichen Tools bedient. Die anderen lehnen noch das neumodische Zeug ab und wollen davon nichts wissen. Und dann gibt es noch die Firmen, die sich der Werkzeuge im Social Media Marketing sehr wohl zu bedienen wissen, doch nur die positiven Seiten haben wollen. Doch – und darum geht es mir hier heute – sind Social Media das Ende der Druckerpresse? Gibt es bald gar keine Zeitungen mehr? Hat die Fachzeitschrift ausgedient? Sind Bücher obsolet?

Eine wunderschöne Antwort darauf hat Khaki Films im Auftrag von Dorling Kindersley Books gefunden. Bitte unbedingt das Video bis zum Ende sehen. Denn – soviel vorweg – in der Mitte kommt die überraschende Wende.

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Denn genau das ist es, worauf es heute ankommt: Unternehmen und ihre Marken müssen auf die Kunden hören. Zuhören war schon immer wichtig. Und ist es im Social Media Marketing noch viel mehr. Aktionismus kann das Gegenteil bewirken. Hierin liegt die Chance von Hoteliers und touristischen Dienstleistern: das Ohr am Markt haben, die Produkte auf die Bedürfnisse der Zielgruppen ausrichten und mit viel Liebe, Herzblut und Engagement sich um die Gäste kümmern. Also klassisch nichts anderes, was ein guter Hotelier, ein Gastwirt, eben ein Gastgeber schon immer getan hat. Wer seinen Beruf als Berufung sieht, wird durch die Mundpropaganda, die sich im Social Web via HolidayCheck, TripsbyTips, Qype, Tripadvisor & Co rasend schnell verbreitet, belohnt werden.

Allerdings gibt es auch die Firmen, die mit negativen Kommentaren, mit Gegenwind und Kritik nicht umgehen können. Die ihr Hotel am liebsten bei HolidayCheck gelöscht haben wollen. Oder Wehe! es erscheinen auf den Facebook-Fanpages negative Kommentare, beispielsweise zu Schoko-Riegeln. Dann werden negative Kommentare oder gar die komplette Seite gelöscht. Doch Zensur klappt im Social Web nicht. Jeder, der das Greenpeace-Video gesehen hat (nein, ich bringe es hier nicht), denkt künftig beim Anblick eines bestimmten Schoko-Riegels, er beiße in den Finger eines Orang-Utans. Mahlzeit!

BTW: Bei Cory Doctorow gab’s das Video schon vor drei Tagen.

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