Paradies für Cinderellas: liebes Roth-Flüh im Tannheimer Tal

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Wenn es Hotels gibt, von denen der Gast noch Jahre danach schwärmt und sich an eine schöne Zeit erinnert, dann gehört das Hotel „…liebes Rot-Flüh“ mit Sicherheit dazu. Allein schon der Name ist ungewöhnlich. Doch das ist erst der Anfang. Das gesamte Luxus-Hideaway liebes Rot-Flüh ist ein Fünf-Sterne-Hotel-Traum, das keine Wünsche offen lässt. Im Gegenteil: Für unseren ganz persönlichen Geschmack war es stellenweise etwas zu viel.
Wer hier zu Gast ist, der kann beruhigt für die Zeit seines Urlaubs seinen Mercedes, BMW, Porsche oder Jaguar neben den entsprechenden anderen Edelkarossen in der Tiefgarage abstellen. Unser Durschnitts-Mittelklassewagen von Stattauto München fühlte sich daneben etwas deplatziert, aber das war uns egal. Denn im Wellnessbereich oder in Wanderklamotten sieht jeder gleich aus. Und das ist auch ein Teil des Konzeptes des warmherzigen und wunderbaren Wohlfühlhotels im Tannheimer Tal. Dass es hier so ruhig ist, liegt am Tal selbst. Es ist etwas versteckt, es gehört nicht zu den Halligalli-Destinationen der Alpen. Das Tannheimer Tal ist von Deutschland her besser zu erreichen als von Österreich. Das Allgäu mit Bad Hingelang ist näher als die nächsten grösseren Orte in Österreich. Die Skipisten und Wanderwege machen das Tannheimer Tal zur perfekten Destination für Familienurlaub. Das liebes Rot-Flüh ist die selbsternannte Königin der Traumhotels. Und das mit Recht. Und es ist Ausgangspunkt für unzählige Erholungsuchende, sei es der Wanderer, Skiläufer, Surfer, Tennisspieler, Golfer, Ruderer, Drachenflieger oder Rodler.

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Der Hausberg stand Pate bei der Namensgebung Rot-Flüh. Die 2.100 Meter hohe Rote Flüh thront über dem Tal. Weil der einstige Traditionsgasthof seit jeher für ganz außergewöhnliche Urlaubsatmosphäre stand, wurde der Hotelname in „liebes Rot-Flüh“ umbenannt. So bemerkenswert wie der Name ist auch die Geschichte dieses Fünfsterne-Deluxe-Hotels im idyllischen Mannheimer Tal in Tirol, circa 50 Kilometer von der Zugspitze entfernt. Seit dem 17. Jahrhundert kehrten Reisende in dem einstigen Bauernhof ein, der sich als Gasthaus einen guten Namen gemacht hatte. Besser gesagt, es stand ein Häuschen, ein winziger Bauernhof, in dem schon damals ein Raum als Gaststube genutzt wurde. Furhwerksleute waren seine Gästen, denn sie durchquerten das Tannheimertal auf der „Salzstraße“, beladen mit ihren kostbaren Transportgütern, die aus Salz bestanden. 1964 übernahmen Renate und Bruno Huber den Betrieb auf Leibrente. Dies war der Start für eine rasante Entwicklung vom kleinen Gasthaus zum außergewöhnlichen Luxushotel, zu einem Luxus-Hideaway. Nach dem Neubau profilierte sich das liebes Rot-Flüh als eines der besten und innovativsten Ferien- und Wellnesshotels. Vor allem die Kombination von höchstem Wohnkomfort, erstklassiger Küche und dem einzigartigen Wellnessangebot sowie der Ruhe und die Idylle nahe am romantischen Haldensee macht das liebes Rot-Flüh zu einem Urlaubsdomizil.

liebes Rot-Flüh Juni2009_015Dem einen oder anderen mag das eine oder andere durchaus etwas zu übertrieben, zu verspielt, zu viel sein. Doch das ist gewollt. Meines Erachtens trifft das liebes Rot-Flüh eher einen barocken, verspielten US-amerikanischen Geschmack. Das fängt bei den vielen kleinen Türmchen an, die das Hotel schon optisch von weitem nach Cinderella Castle ausschauen lassen. Das setzt sich fort im Restaurant im Keller, in dem eine italienische Piazza nachempfunden ist und während des Abendessens ein akustischer Wolkenbruch loslegt, verstärkt durch den Wasserfall, der im Erdgeschoss an der Rezeption als kleiner Springbrunnen aus der Wand kommt – eine Etage weiter tiefer aber tösend ins Tal trifft.

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Ischgl: 20. Jubiläum des Sterne-Cup der Köche

Sterne-Cup der Köche

Sterne-Cup der KöcheDer Traum für Sternefresser, Gourmands, Gourmets, Gastrofreaks, Foodies und andere Liebhaber exzellenter Küche: Die besten Küchenchefs aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol kamen zur großen Jubiläumsveranstaltung, dem 20. Sterne-Cup der Köche Anfang April auf die Idalp. Das Kultevent von Ischgl und Champagne Laurent-Perrier lockte diesmal 64 Kochgrößen mit mehr als 50 Michelin-Sternen und über 600 Gault-Millau Punkten an. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin war Co-Autorin Adelheid Wanninger vor Ort.

Sterne-Cup der Köche Ralf Jakumeit
Einmal im Jahr glänzen daher in Ischgl „etwas mehr“ Sterne als anderswo. Das hat einen guten Grund: Denn im berühmten Szene-Hotspot in dem ein Event den anderen jagt, treffen sich alljährlich prominente Küchenchefs beim Sterne-Cup der Köche von Champagne Laurent-Perrier – einer Veranstaltung, die bereits Kultcharakter hat.

Sterne-Cup der Köche Gerhard Wieser
Hier dürfen die Köche zeigen, dass sie nicht nur in der Küche schnell sein müssen – hier geht es um die Schnelligkeit auf der Piste und somit um die Ehre. Weg mit dem Kochlöffel und ran an die Slalomstangen ist dann das Motto. Zum bereits 20. Mal trafen sich die besten Küchenchefs zum Riesenslalom auf der Idjoch-Piste. Und die zeigte sich auch Anfang April bei strahlendem Frühlingswetter noch so, wie es für die Paznauner selbstverständlich ist: von ihrer bestgepflegtesten Seite! (mehr…)

Franziskaner: Ein genussreicher Abend mit einem Biersommelier

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Ganz schön anstrengend. Sechs Bier vor mir. Daneben ein Block und ein Stift. Ich sitze in einem Seminar. Harte Arbeit. Es geht um Bier. Wir verkosten in einer Blindprobe die verschiedensten Biersorten und müssen erraten, was es ist, obergäriges oder untergärig, Helles, Pils, Weissbier, Bock, alkoholfrei… Die Franziskaner Weissbierbrauerei in München hat zu einem Sommelierabend mit Arno Stockinger, Braumeister und Biersommelier, eingeladen.

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Franziskaner Weissbier ist eine der vielen Marken im Universum der weltgrössten Brauerei der Welt. AB InBev ist ein buntes Konglomerat, das durch die Übernahme der amerikanischen Anheuser-Busch Gruppe durch den brasilianisch-belgischen Konzerns InBev entstand. Im Oktober 2016 wurde ausserdem die südafrikanische Brauerei SABMiller übernommen. In Deutschland gehören die Marken Becks, Haake-Beck, Diebels, Spatenbräu, Löwenbräu, Franziskaner sowie Hasseröder zum Imperium. Die Münchner Franziskaner Brauerei konzentriert sich dabei als einzige ausschliesslich auf Weissbier. Der geneigte Leser mag sich nun fragen, was denn ein Verkostungsabend überhaupt bringt, wenn eine Brauerei nur eine einzige Biersorte, das bayerische Weißbier, produziert. Doch weit gefehlt. Denn Weißbier, im Norden Deutschlands als Weizenbier bezeichnet, hat viele Spielarten. Und auch wenn Franziskaner eine kleine Marke in einem weltweiten Konzern ist, so bekommen Geschäftsführung und Braumeister offenkundig den Spielraum, ein paar Spezialbiere aus dem Weißbier zu zaubern, die sich nicht nur in Bayern und Deutschland, sondern eben auch weltweit vertreiben lassen.

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Ludwig II: Mythos und Musical im Festspielhaus Füssen

Ludwig II
Ein Déja-vu mit Untoten. Die Bayern können nicht loslassen. Insbesondere nicht am pompösen König Ludwig II. Dieser war zwar daran schuld, dass Bayern fast pleite war und mit Bismarck paktieren musste gegen die Franzosen. Doch spülen seine Schlösser heute, 100 Jahre nach dem „Märchenkini“ soviel Gelder ins Staatssäckel, dass keiner dem damaligen Größenwahn böse ist. Nur das Musical über ihn geht immer wieder pleite. Am 17. August hatte eine neue Version des Märchenkönigs im Festspielhaus Füssen Premiere. Je nachdem, wie man zählt, ist es die dritte oder vierte. Und die Premiere war ein großer Erfolg, das anwesende Publikum begeistert, teils euphorisch, wie unser Co-Autor Dr. Jürgen Kagelmann berichtet.

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Regisseur Benjamin Sahler © Big DimensionAn den künstlerischen Leistungen gab es nichts zu mäkeln, sowohl die Darsteller des Ludwig, als auch der Elisabeth (Anna Hofbauer, übrigens gebürtig aus dem nahen Marktoberdorf) und Dr. Guddens (Uwe Kröger, den man nun wirklich nicht mehr vorstellen muß), waren einfach phantastisch gut. Letztlich ist der Musicalort einfach ideal – unmittelbar am Forggensee gelegen, mit einem traumhaften Blick auf die Berge und natürlich das Schloss Neuschwanstein, und dann herrschte noch hervorragend sonniges Wetter. Es wäre außerordentlich schade, wenn, wie in Füssen umlaufende Gerüchte berichten, tatsächlich aus betriebswirtschaftlichen Erwägungen an einen Abriß gedacht wird. (mehr…)

Belfort: Das leise Lächeln des Löwen

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Das Tor zwischen Burgund und Elsass: Belfort ist eine stolze Stadt, eine unbesiegte Stadt. Nachdem der Ort geographisch eigentlich zum Elsass gehörte, zählt er heute zur Franche-Comté. Und das verdankt er Reichskanzler Otto von Bismarck. Der Ort ist nicht nur geschichtlich bedeutsam. Die Franche-Comté ist die Heimat exzellenter Käse, unbekannterer Weine und einiger französischer Industrieunternehmen. Das bekannteste davon ist sicherlich Peugeot im Städtchen Sochaux. Deutlich kleiner ist der Ort Fesches-le-Châtel. Dafür gehört der Topfproduzent Cristel zur Premiumklasse der Welt. Unsere Co-Autorin Sigrun Lüddecke war für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin vor Ort.

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Früher hatte die Festung Belfort eine große strategische Bedeutung, sie gehörte unter dem deutschen Namen Beffert bis zum Westfälischen Frieden 1648 zum habsburgischen Sundgau und zum Heiligen Römischen Reich und danach erst zu Frankreich.

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Von Berlin buchen wir den Flug bis Basel-Mulhouse-Freiburg, denn das Territoire Belfort befindet sich nur ca. 50 Kilometer südwestlich von Mülhausen und ist mit seinen 609 qm das kleinste Departement Frankreichs. Die Landschaft ist sehr reizvoll, die mit Bergen, Tälern, Gewässern und Wäldern sowie durch Tradition und fremde Einflüsse geprägt ist. Das Gebiet liegt sehr zentral am Fuß der Vogesen und vor den Toren der Schweiz, den Südelsässer Weinbergen und Deutschland und wirkt dennoch etwas verschlafen, was aber nicht negativ ist. Das Département Belfort wiederum gehört zur Region Bourgogne-Franche-Comté, die erst kürzlich aus dem Zusammenschluss der Franche Comte mit dem Burgund entstanden ist.

In den Jahren 1870/71 fand hier eine der wichtigsten und längsten Schlachten des Deutsch-Französischen Krieges statt, in dem die Truppen unter Oberst Denfert-Rochereau 103 Tage lang der preußischen Belagerung widerstanden. Dann aber kam der ausdrückliche Befehl der französischen Regierung, die Festung und Stadt am 16. Februar 1871 den feindlichen Truppen zu übergeben, die teilweise die Festung schleiften. Durch diesen langen, erfolgreichen Widerstand wurde Belfort und seine Zitadelle zum Symbol des französischen Freiheits- und Kampfeswillen. Seine Berühmtheit erlangte sie nach den Krieg, denn im Gegensatz zum Elsass, das an Deutschland abgetreten wurde, blieb Belfort französisch. Dank Otto von Bismarck. Denn Bismarck hatte Respekt vor dem Mut der starken Franzosen in ihrer Festung. Er genehmigte den Abzug der französischen Truppen mit ihren eigenen Waffen. Und beliess das bis dahin elsässische Belfort als Stadt bei Frankreich, während Elsaß-Lothringen heim ins Reich kam.

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Mit Auto oder Bahn: Wie fahre ich in das Geniesserland Tegernsee?

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Auto oder Bahn? In das Geniesserland Tegernsee ist es von München aus nicht allzu weit. Und daher stellen sich die meisten Ausflügler die Frage, wie sie von München zum Tegernsee fahren wollen. Fahre ich mit dem Auto über die Autobahn und bin vor Ort flexibel? Oder fahre ich umweltfreundlich mit der Bayerischen Oberlandbahn (BOB)? Das Fazit kann nur so lauten, wie es die Juristen immer sagen: „Es kommt drauf an.“ Ja, auf was denn? Wir versuchen für Euch das optimale Verkehrsmittel zum Geniesserland Tegernsee zu finden.

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Schauen wir zuerst einmal auf die Karte. Denn daraus können wir schon sehr viel lesen und ableiten, ob sich das Auto oder die Bahn für eine Fahrt an den Tegernsee eignen.

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Die Bayerische Oberlandbahn (BOB) trifft zuerst am Ort Gmund auf den Tegernsee. Dies ist die nördlichste Gemeinde. Der nächste Halt und gleichzeitig die Endstation ist die Gemeinde Tegernsee. Von hier aus gehen einige Buslinien ab, die um den Tegernsee herum oder in andere Gemeinden fahren. Doch aufgepasst, diese Busse fahren nicht oft, nicht immer und selten dann, wenn man sie braucht. (mehr…)

Wein aus Uruguay: Vier Bodegas im Vergleich

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Uruguay ist nicht so sehr das zentrale Land für kulinarische Touristen, oder wie es in Neusprech heißt: für Foodies. Noch nicht. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass es das nur zweitkleinste Land in Südamerika ist und gerne übersehen wird, neben Brasilien und Argentinien, oder auch, weil man es nur nach einem mehrstündigen, etwas beschwerlichen Flug erreichen kann. Zumal Economy auf dieser Langstrecke nicht bequem ist. Uruguay und insbesondere der Wein aus Uruguay könnte aber der Geheimtip für die Foodies werden, wenn nur erst mehr bekannt wird über die interessanten gastronomischen Angebote dieses Landes. Unser Co-Autor Dr. Jürgen Kagelmann scheute keine Mühen sich durch die Kreszenzen von Uruguay durchzutrinken.

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Wein aus Uruguay: Holzfässer mit Rotwein im Keller der Bodega Juanicó-Deicas

Dazu zählt an erster Stelle der Wein. Ja, Uruguay ist ein bemerkenswertes Weinland! Angebaut werden hier erstaunlich viele Sorten – Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Syrah bei den Rotweinen und Chardonnay, Sauvignon Blanc, Gewürztraminer, Muscatel und Grauburgunder bei den Weißweinen.

Eine besonders wichtige Gegend, in der Wein hoher Qualität produziert wird, sind die Hügel im Departement Canelones. Dort existieren 270 große, mittlere – und immer mehr kleinere Winzereien, die auch viel ausprobieren und experimentieren. Dem expliziten Kenner südamerikanischer Weise ist die älteste Rebsorte „Tannat“ ein Begriff – in Mitteleuropa ist sie leider immer noch viel zu wenig bekannt und hat den Gout des Geheimnisvollen. 1870 oder 1875 soll sie von baskischen Einwanderen eingeführt worden sein, denn ursprünglich stammt sie aus dem französischen Baskenland. Man pflegt sie in Uruguay für einen wirklich hervorragenden Rotwein und auch einen Rosé-Wein und sie ist schlicht die erfolgreichste Rebsorte im südlichen Südamerika.

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ITB

50 Jahre ITB: Von der Reisemesse zur globalen Tourismus-Leitmesse

Die ITB 2016 freut sich auf viele Besucher. Dieses Jahr sind die #Maldives Partnerland. #ITB #itb2016 #berlin #visitberlin

Die ITB 2016 freut sich auf viele Besucher. Dieses Jahr sind die #Maldives Partnerland. #ITB #itb2016 #berlin #visitberlin

Ein von Götz A. Primke (@gap089) gepostetes Foto am


Die ITB feiert. Die Messe Berlin feiert. Berlin feiert. Seit 50 Jahren besteht die ITB. Die weltweit größte Tourismusmesse sieht sich auch als weltweit wichtigster Inspirator der Branche. Die Welt kommt nach Berlin. Die Welt ist in Berlin zu Gast – und lernt die „andere“ Welt kennen, die vielen anderen Länder des Globus, die sich auf dem Messegelände präsentieren. Vom 9. – 13. März 2016 präsentiert sich auch in diesem Jahr die Tourismusindustrie dem Fachpublikum sowie interessierten Besuchern. In diesem Jahr sind die Malediven das offizielle Partnerland. Als einziger Teilnehmer, der schon seit 50 Jahren regelmässig die ITB begleitet, war der hochgeschätzte Herr von Torklus auf der Eröffnungspressekonferenz anwesend.

In diesem Jahr steht die Digitalisierung der Branche im Vordergrund. Industrie 4.0 wird zu Travel 4.0. Digitalisierungsprojekte im Unternehmen sind ein Decision Making by Doing. Change Management wird heute in den Unternehmen neu definiert. Die Reisebranche ist – mal wieder – in einem starken Umbruch. Artificial Intelligence, Roboterwesen, Virtuelle Realität und vieles mehr werden im „Think Tank“ der ITB diskutiert. (mehr…)

Harrys Home Hotel München: Ein UFO in Moosach

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Münchens Meile Moosach mit Harrys Home Hotel: Manche Manager mögen Alliterationen. Wir auch. Harry heisst eigentlich Harald Ultsch und kommt aus Österreich. Der Unternehmer führt bereits vier Hotels in Österreich und expandiert mit seiner Hoteleröffnung im Herbst 2015 nach Deutschland. In Münchens Außenbezirk Moosach hat er ein futuristisches Design-Konzept verwirklicht. Wir waren zur Eröffnungsgala geladen.

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In München kann eine Randlage in einem Außenbezirk ein strategischer Vorteil sein. Vorgemacht hat dies bereits vor einigen Jahren das Dolce München Unterschleissheim: Draussen in Unterschleissheim, direkt an der Autobahn gelegen, ist man sehr schnell an der Allianz Arena (was auch die Spieler des FC Bayern vor Heimspielen zu schätzen wissen) sowie am Münchner Flughafen. Harrys Home Hotel macht es für Gäste, die München besuchen möchten, noch etwas komfortabler. Das neu eröffnete Einkaufszentrum „Meile Moosach“ mit einem Kaufland-Supermarkt ist direkt nebenan, der S-Bahnhof Moosach mit direkter Anbindung an den Flughafen liegt ebenfalls vor der Tür, die U-Bahn Richtung Innenstadt ebenso. Damit verfügt das futuristische Gebäude über eine optimale Verkehrsanbindung, zentral gelegen zwischen Airport und City.

Harrys_Home_Hotel_Opening_Ceremony_Munich_Sep_2015_050Liebe Kollegen, die man so trifft bei Hotel-Neueröffnungen: Sabine Emmerich, Markus Mensch, Harrys Home Hotel #Harrys #München #hotel #opening #HOFA
Die Innsbrucker Hoteliersfamilie Ultsch hatte geladen – und etwa 200 Gäste sind zur Eröffnungsparty ihres neuen Harry´s Home Hotel nach München gekommen. Ein spektakulärer Höhepunkt der „Harry’s Home“-Eröffnungsparty am 3. September 2015 in München war Österreichs erfolgreichste Travestie-Revue the „Manne“-quins sowie die Fassadenläufer, die das futuristisch anmutende Gebäude erkletterten. Der liebe Kollege und Blog-Nachbar Markus Mensch hat ein sehr schönes Video von der Eröffnungsveranstaltung erstellt. Im Interview steht Inhaber Harald Ultsch Rede und Antwort.

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Bad Reichenhall: Mit der ältesten Seilbahn der Welt auf den Predigtstuhl

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Wir waren jung. Wir waren leichtsinnig. Und wir waren immer noch nicht nüchtern. Doch der Berg rief! Wir hatten es uns schon tagelang für das Wochenende vorgenommen: Wir wandern auf den 1.614 Meter hohen Predigtstuhl. Dass Tina, Sven und ich uns in der Nacht zuvor mit Bier und Tequila die Kante gegeben hatten, war nicht vorhersehbar. Allerdings standen wir zu unserem Vorhaben: ab, rauf, ausschwitzen. Der Restalkohol im Blut sollte raus. Wir wollten das grandiose Panorama vom Predigtstuhl geniessen, dem Hausberg von Bad Reichenhall. Viele Jahre später nun trieb es mich wieder auf den Predigtstuhl. Doch diesmal schneller und bequemer: Mit der ältesten Seilbahn der Welt, der Predigtstuhlbahn.

Wir waren damals Schüler der Steigenberger Hotelberufsfachschule in Bad Reichenhall. Das Wetter war optimal, wir gingen früh genug los und hatten ein unvergessliches Wandererlebnis. Was wohl auch daran lag, dass wir für den sehr bequemen Wanderweg, der auch für die Generation 60+, also der typischen Gästeklientel der Kurstadt, bequem zu wandern ist, statt der auf den Wegweisern veranschlagten 2,45 Stunden ganze dreieinhalb Stunden brauchten. Wir zollten dem Suff der Nacht zuvor Tribut und legten ordentlich viel Pausen ein, gingen sehr gemächlich. Normalerweise sind diese Zeitangaben ja für den ganz langsamen Wanderer gedacht. Wer fit und gut zu Fuß ist, kann diese Zeit unterbieten. Wir hingegen brauchten deutlich länger. Nun, der Aufstieg hat sich gelohnt. Dass wir Deutschlands älteste Bergbahn zur Seite hatten, ignorierten wir. Wir wollten ja etwas erreichen. Die Ehre und so…

Jetzt also, über zwei Jahrzehnte später, wollte ich wieder das grandiose Panorama geniessen. Der Wanderherbst lockt. Die Schönheit Bayerns, gerade mit dem Blick von oben in das Voralpenland, ist hier besonders intensiv erlebbar. Doch reichte die Zeit nicht für eine Wanderung. Aber schnell mal rauf, den Ausblick geniessen und wieder runter – das passte. Das Schuhwerk stimmte eh. Wobei schnell relativ ist. Allerdings liegt das an der Bergbahn, die zum Predigtstuhl hinauf führt. Denn diese ist ein Relikt aus einer anderen Zeit. Sie ist Deutschlands älteste Seilbahn. Ein Industriedenkmal. Und sie zählt zu den 10 spektakulärsten Seilbahnen der Welt (zumindest behaupten das die Betreiber).

Doch genug der Worte, geniesst die Auffahrt – am Ende der beiden Videos werdet Ihr mit einer schönen bayerischen Musikeinlage erfreut:

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Südtirols Weinwelt: Alpin-frisch bis kraftvoll-elegante Entdeckungen

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Deutsche Perfektion, italienische Nonchalance: Südtirols Weine sind die sympathische Symbiose aus den typischen Charaktereigenschaften oder auch Vorurteilen über uns Deutsche und unsere italienischen Freunde. Wunderbare Weine wachsen in den Höhenlagen der Alpen und in den sanft gewellten Ebenen von Südtirols Süden. In Südtirol werden exzellente Weine in hoher Dichte produziert. Le Gourmand hatte schon vor langer Zeit eine eigene Seite dafür eingerichtet, mit der wir auf ein paar besondere Weingüter aufmerksam machen wollten. Nun haben wir diese Seite aktualisiert und möchten Eure Augen, Nase und Geschmacksnerven darauf richten.

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Unter der Vielzahl hochklassiger Weine Südtirols überrascht die Region besonders mit der hohen Qualität und Vielalt ihrer kraftvollen und eleganten Weißweine. Wurde Südtiroler Wein früher in erster Linie mit roten Rebsorten, allen voran Vernatsch, in Verbindung gebracht, so sind dort inzwischen die Weißweine auf der Überholspur. Schon seit einiger Zeit genießen Südtirols fruchtig-mineralische Weißweine einen hervorragenden Ruf und erfreuen sich reger Nachfrage. Unsere Seite über Südtirols Weinwelt nennt Euch einige exzellente Weingüter, deren Kreszenzen es unbedingt zu verkosten gilt. (mehr…)

Wanderungen zu Köstlichkeiten: Der kulinarische Jakobsweg verbindet Sterneküche mit Almhütten

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Der Weg ist das Ziel? Nicht ganz. Für Feinschmecker ist das Ziel entscheidend, um sich auf den Weg zu machen. Ab sofort lockt das Paznaun den ganzen Sommer lang auf den Kulinarischen Jakobsweg. Hier gibt es Gipfel, die anzusteuern sich lukullisch lohnen. Zu Fuß, mit dem Rad oder einem E-Bike. Bis einschließlich 21.9.2014 nämlich bringen vier Sterneköche aus Deutschland, Italien, Belgien und England ihre eigens entworfenen Gerichte aus regionalen Produkten in Tiroler Berghütten. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin erwanderte sich Karin Lochner die Gaumenfreuden.

Das Konzept ist bereits das sechste Jahr erfolgreich. Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin war vor drei Jahren bereits zur Präsentation dabei. Internationale Sterneköche kreieren jeweils ein Sommergericht für Alpenvereinshütten zu einem moderaten Preis. Das Besondere: die Spezialitäten aus der Region Paznaun werden in die Menüs eingebaut. Wie Wildkräuter, Schinkenspeck, Pasta, Kartoffeln; allesamt Zutaten, die auf die Speisekarte einer Berghütte passen. Also rein in die Bergstiefel, hochgewandert und gekostet, was sich Dieter Müller aus Deutschland, Giovani Oosters aus Belgien, Russell Brown aus England sowie Alfio Ghezzi aus Italien für die hungrigen Wanderer haben einfallen lassen. (mehr…)

Deutschlands Gourmet-Tempel: Die Besten der Besten in einem Restaurant-Führer

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Michelin, Gault Millau, Feinschmecker, Varta & Co.: Wir kennen sie alle. Wir lesen den einen oder anderen. In der grossen Linie sind sie sich ziemlich ähnlich. Doch so manche Bewertung ist unterschiedlich. Beim Michelin sehen wir nur die Sterne. Der Gault Millau brilliert mit seinen mitunter sehr süffisanten Kommentaren… – doch wie ist denn das gesamte Bild? Welche Restaurant-Chefs sind die Besten? Welche Restaurants sind Deutschlands wahre Elite? Diese Zusammenfassung gibt uns seit nunmehr vier Jahren die Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste. Fast schon selbstverständlich sind die ersten drei Plätze, dahinter gibt es kleinere Verschiebungen. Die großen Überraschungen folgen erst hinter Platz 20. Natürlich: Die Schwarzwaldstube Baiersbronn führt vor dem Vendôme in Bergisch Gladbach und dem Bareiss in Baiersbronn. Die Top-Gastronomie Deutschlands sitzt hauptsächlich in Baden-Württemberg und Bayern. Berlin ist die Genuss-Hauptstadt, gefolgt von München und Hamburg.

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Die Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste bietet einen Überblick über die gesamte deutsche Spitzengastronomie. Sie ermittelt nicht allein die Top-Positionen, sondern ein Ranking aller etwa 4.600 Restaurants, die von einem oder mehreren der sieben nationalen Restaurantführer des Jahres 2014 empfohlen wurden. Wer gerne einen Quervergleich anstellen möchte, dem empfehlen wir allerdings auch einen Blick hinüber zum Wettbewerber, dem Hornstein-Ranking, das es mittlerweile schon seit 23 Jahren gibt und auch die Restaurants unserer Nachbarn in Österreich, der Schweiz und Südtirol aufführt.

Neben den Noten für die Küche gehen auch die Service- und Ambiente-Beurteilungen der Restaurantführer in die Berechnung ein. Der unterschiedliche Stellenwert der verschiedenen Auszeichnungen wird ebenfalls berücksichtigt. Grundlage für die Gewichtung ist eine jährlich durchgeführte Befragung der prämierten Spitzengastronomen. Das breite Spektrum an Top-Restaurants, das präzise Ranking sowie die mit der aktuellen Ausgabe 2014 eingeführten Regionalkarten machen diese Restaurant-Bestenliste zu einer Orientierungshilfe im Dschungel der vielen Gourmet-Tempel und Gastro-Führer. (mehr…)

Kulinarisches Franken: Eine Schmankerlreise durch Schweinfurt und Bamberg

Franken_kulinarisch_Andrea_Gerum_Schweinfurt_005_2013 Weinberg Weingut Dahms
Wer den Spruch: „ Man muss Gott für alles danken, auch für Ober-, Unter– und Mittelfranken“ erfunden hat, war mit Sicherheit selbst nie in Franken unterwegs, sonst würde statt „auch“ ein „ganz besonders“ im Satz stehen. Weine, die in der Spitzenliga zuhause sind, die höchste Brauereidichte Europas, edle Brände und köstliche regionaltypische Speisen: Franken ist DAS kulinarische Schlaraffenland Bayerns. Und auch der Kulturkalender ist das ganze Jahr über prall gefüllt. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin war Andrea Gerum vor Ort und brachte ein 48-Stunden-Genuss-Protokoll mit. Wenn das nicht ein leckere Anregung zum Nachfahren ist…

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1.Tag

14:00 Check-In im Panorama Hotel Schweinfurt. Unsere Zimmer im 9. Stock bieten einen herrlichen Ausblick auf die Stadt, die Hassberge und den Steigerwald. Erster Eindruck: Die Stadt ist viel schöner als ihr Ruf. Im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört, dauerte es lange, bis sich die drittgrößte Stadt Unterfrankens wieder neu definieren konnte. Noch viele Jahre nach dem Krieg bestimmten Zerstörung und Armut das Stadtbild. Bekannt als Industrie– und Arbeiterstadt wandelte sich das Image in den letzten 30 Jahren hin zu einer modernen, lebendigen Stadt, die ihre Wurzeln pflegt. Unter dem Motto: „Industrie und Kunst“ kreierte sich Schweinfurt neu mit spannenden Kontrasten aus Bauwerken vergangener Jahrhunderte und moderner Architektur.

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15:00 Wir besuchen das Weingut Dahms. Gelegen an der Peterstirn, der Burganlage des Markgrafen Berthold aus dem 10. Jahrhundert ist sie ein Wahrzeichen der Stadt Schweinfurt und seit 1994 in Besitz der Winzerfamilie Jürgen Dahms.

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Schweinfurt und Wein? Zugegeben, diese Verbindung kommt einem nicht gleich in den Sinn. Denkt man doch zuerst an Kugellagerfabriken und nicht an edle Tropfen. Aber Schweinfurt hat eine lange Weinbautradition und war bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein bekanntes Weinstädtchen.

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In den ersten Jahrzehnten nach 1900 aber zerstörte die Reblausplage fast alle Weinberge. Von ehemals 320 ha Rebfläche blieben nur noch 10 ha übrig, die seit 1980 von Familie Dahms mit großem Einsatz und Erfolg bewirtschaftet werden. (mehr…)


GAP

Wahlen 2013: Was wollen wir wählen?

Bayern wählt. Deutschland wählt. Ich habe bereits gewählt. Briefwahl – denn da habe ich die Ruhe und Zeit, die ich brauche, um diese langen Wahlzettel zu lesen, durchzuschauen, ob ich vielleicht jemanden persönlich kenne. Irgendwo, auf den hinteren Rängen fand ich sogar jemanden. In den letzten Monaten haben wir viel lesen können, sehen können, sind auf allen möglichen Medienkanälen von den Parteien mit ihren Inhalten zugeschüttet worden. Zum grossen Teil allerdings war das in diesem Jahr sehr inhaltsleer. Doch manche Zeitschriften haben sich die Mühe gemacht, die Wahlprogramme durchzulesen, durchzuarbeiten und den Parteien Fragen zu stellen. Mein Fazit aus diesen Artikeln: FDP wählen!

Wer die Artikel-Serie in der AHGZ oder auch in der SuperiorHotel durchgelesen hat, kann eigentlich nur diese eine Partei wählen. Mit wenigen Abstrichen auch die CDU. Doch schon alle anderen Parteien sind für jemanden, der freiberuflich, selbstständig oder als Unternehmer arbeitet, nicht mehr wählbar. Insbesondere in der oder den Branchen Tourismus, Hotellerie, Gastronomie, in der gesamten Reisebranche ist das Fazit aus allen diesen Artikeln und auch aus allen Aussagen der einzelnen Politiker, dass die FDP die bestmögliche Partei ist. Warum? (mehr…)

Castlecamp Kaprun 2013: „Das Leben ist hart in die Berge“

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Castlecamp LogoEine etwas abgefahrene Pension: Abends zum Check-In ist der Wirt nicht da, der Schlüssel steckt in der Tür. Morgens um 7 Uhr ist das Frühstück noch nicht aufgebaut, eine Angestellte kommt gerade zur Tür rein und baut das Buffet auf. Der Wirt schaut kurz rein – total verpennt, in Unterhose. Er entschuldigt sich, dass er noch vom Vorabend stark angetrunken sei. Seine Begründung: „Das Leben ist hart in die Berge“. Dafür erklärt er mir in seinem harten Pinzgauer Dialekt: Er ist Handwerker. Der Frühstücksraum ist niegelnagelneu, gestern erst eröffnet, alles von ihm selbst gemacht. Während er das erzählt, knöpft er sich vor mir stehend und schwer atmend seine Lederhosn zu. Und er sagt mir: „Der Wirt ist voll, die Mitarbeiterin arbeitet.“

Alle anderen Gäste dieser Frühstückspension seien genauso voll wie er, die waren mit ihm am Vorabend zum Schafabtrieb. Und er wiederholt: „Das Leben ist hart in die Berge.“ Jetzt warte ich darauf, dass der Gregor Kreuzer zum Frühstück runterkommt. In der Zwischenzeit ist mein Tee und mein Frühstücksei gemacht. Jetzt also erstmal frühstücken. Dann gehts zum Castlecamp.

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Ausschiffung am Hamburger Hafen – Ein MS Deutschland Kurztrip #8

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Auch Traumreisen finden mal ein Ende. Ein traumhaftes Ende gibt es selten, eher ist es traumatisch. Unserer Gastautorin Stephanie Freienstein geht es zwar nicht ganz so schlimm, doch zum Schluss wird es nochmal etwas nervig: Abschied ist das Gebot der Stunde. Bereits am Vorabend haben wir die Koffer gepackt, damit sie rechtzeitig in der Nacht eingesammelt und von Bord gebracht werden konnten, schön sortiert, damit keine Zeit mit lästigem Koffersuchen vergeht und man womöglich Bus, Taxi oder Bahn verpasst. Letzter Teil der achtteiligen Kurzserie.

Dass die Abreise dann doch nicht so glatt verläuft, wie wir hoffen, hat letztlich andere Gründe.
Doch noch bleiben wenige Stunden an Bord. Nachdem wir die letzten Tage immer im zwangloseren Lido Gourmet gefrühstückt haben, testen wir heute doch noch den Frühstücksservice vom Restaurant Berlin. Es ist nicht die reine Neugier, das auch noch zu erleben, vielmehr sind es die großen Tische, an denen wir mitsamt unseres Handgepäcks Platz finden und auch noch bequem essen können. Mit der Aussicht, gleich das Schiff verlassen zu müssen, ist es allerdings nicht mehr das gleiche Vergnügen wie in den vergangenen Tagen. (mehr…)

Traumhafte Hamburg Cruise Days – Ein MS Deutschland Kurztrip #7

Technische Schiffsaufbauten1Hamburg Cruise Days Deilmann-LogoNach dem perfekten Ausklang des vergangenen Tages, freut sich unsere Gastautorin Stephanie Freienstein auf einen herrlich entspannten Bordtag auf der MS Deutschland, dem ZDF-Traumschiff: Nachts hat Kapitän Jungblut die MS Deutschland an ihren vorläufigen Liegeplatz zum O‘Swaldkai im Hamburger Hafen gesteuert. Hier werden wir den Abend abwarten, uns in die Parade der Kreuzfahrtschiffe einreihen und anschließend für eine letzte Nacht an Bord zurückkehren. Doch soweit ist es noch nicht.

Hamburg Cruise Days Lidodeck Pool2
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Der Tag verspricht herrlich zu werden: Die Sonne scheint, die Temperaturen klettern schon am frühen Morgen in erfreuliche Höhen. Mit seinen 32° C ist der Pool nun wirklich keine Erfrischung mehr. Zum Frühstück, das wir eigentlich gerne auf dem Lido Deck im Freien genossen hätten, flüchten wir uns jedoch schnell ins Lido Gourmet Restaurant. Allerdings es ist nicht die Wärme, die uns hineintreibt. Wir haben wieder Land um uns herum und damit die lästigen Wespen, die auf See so erfreulich abwesend waren. Und da direkt unter uns auch noch Obst und Gemüse in den Schiffsbauch verladen werden, fühlen sich die Tierchen zahlreich und herzlich eingeladen.

Hamburg Cruise Days Parade1
Wir kennen Hamburg gut und haben auch keine besondere Lust auf den Trubel des großen Hafenfestes. Deshalb ist schon vor Antritt der Reise die Entscheidung gefallen, auf einen Ausflug zu verzichten und den Tag an Bord zu verbringen.

Hamburg Cruise Days Lidodeck
So ziehe ich den Badeanzug an, packe Sonnencreme und Sonnenbrille ein, sowie das gute Buch, das zu lesen ich mir schon die ganze Zeit vergeblich vorgenommen habe. Und dann geht es ab zum zum Pool. Die Temperaturen klettern auf ein Rekordhoch. Später wird es heißen, es sei das heißeste Wochenende des Jahres gewesen. Allmählich bedauern wir, nicht mehr auf See zu sein. Kein Lüftchen, das sich bewegt, keine leichte Brise, die es sonst so angenehm macht, auf einem Schiff zu sein. Irgendwann ist es auf den Liegen vor Hitze kaum noch auszuhalten. Da hilft nur ablenken. Und womit könnte man sich auf einer Kreuzfahrt besser ablenken, als mit Essen? Im Lido Gourmet füllen sich bereits wieder die Plätze: auch andere Gäste suchen Abwechslung von der Hitze oder wollen einfach nur die Köstlichkeiten des Mittagsbuffets ein letztes Mal genießen. Todesmutig wollen wir uns sogar den Wespen stellen, doch ein anderes Problem tut sich auf, das uns letztlich wieder zum Rückzug nach drinnen zwingt:

Hamburg Cruise Days BordsonnenschirmeSo hervorragend der Service im Restaurant Berlin war, so nachlässig ist er an Deck. Bereits an den ersten Tagen waren wir enttäuscht von mitunter mangelnder Freundlichkeit, langen Wartezeiten oder gar patzigen Vertröstungen und Ausreden. Heute ist es dem Deckpersonal schlicht unmöglich, die Sonnenschirme aufzuspannen mit der Begründung, es sei zu windig. Der Hinweis, dass subjektiv nicht ein Hauch spürbar sei und so gesehen Sonnenschirme auf einem Schiff wohl unnötiger Ballast seien, ist kein Argument und führt nicht zum gewünschten Erfolg, zumindest nicht mehr für uns. Kurze Zeit später sind die Schirme doch aufgespannt. Aber da sind wir schon fertig.

Geburtstagsfeier1Erfreulich hilfsbereit war die Traumschiff-Crew indessen bei unserer kleinen Geburtstagsfeier. Bereits zu Beginn der Reise hatten wir angefragt, ob wir einen Raum mit Klavier für eine persönliche musikalische Darbietung mit privater Kaffeetafel für ca. 1 ½ Stunden nutzen können. Wir durften: Die Bar Lili Marleen steht uns an diesem Nachmittag zur Verfügung, mit persönlichem Service, einer mit den besten Empfehlungen des Schiffes überreichten Flasche Sekt sowie einer phantastischen Schokoladentorte.

Cruise Days Parade3
Irgendwann neigt sich auch dieser heiße Tag einem lauen Abend entgegen und damit einem der Höhepunkte der Reise: Auf uns wartet die Hamburg Cruise Days Parade der Kreuzfahrtschiffe. Den ganzen Tag über häuften sich die Zeichen, dass hier heute etwas passiert. Bereits seit den frühen Morgenstunden ist die Deutschland eine der Attraktionen für Ausflugsschiffe. In immer dichterer Abfolge, paradieren die Boote am Traumschiff vorbei. Und es sind spürbar mehr als die üblichen Hamburger Ausflugsboote. Sogar Gäste aus dem Ausland haben sich zu den Hamburg Cruise Days mit ihren Booten eingefunden. Gegenseitig beäugen wir uns, winken, grüßen, rufen. Die Stimmung steigt im Laufe des Tages immer mehr.

Aufzug mit Kreuzfahrtdirektor Frank
Nun am Abend trudeln auch Gäste auf unserem Schiff ein: ein NDR-Team aus Reportern und Bild- und Tontechnik, das die Parade auf dem Traumschiff begleiten will und in einer Liveschaltung im Fernsehen von der Brücke berichtet. Nicht pünktlich wieder an Bord zurück kommt allerdings Kreuzfahrtdirektor Wolfgang Frank, der zum Talk auf dem Roten Sofa der NDR-Sendung DAS! eingeladen war. Als er die Deutschland wieder erreicht, ist die Gangway bereits eingeholt. Mit einem etwas abenteuerlichen Kran-Aufzug wird Frank an Bord gehievt. Die Gäste amüsiert es.

Cruise Days Parade2
Im Hafen kommen im Laufe des Tages weitere Kreuzfahrtschiffe an. Mit von der Partie werden sein MS Aida Mar, MS Astor, MSC Lirica, MS Columbus2 und natürlich die MS Deutschland. Das Treiben auf dem Wasser zu den Hamburg Cruise Days wird immer bunter. Mit einsetzender Dämmerung glimmen auch die blauen Lichter der Hamburg Blue Port Installation wieder auf und immer mehr Lichter gesellen sich dazu. Der Hafen ist ein einziges Meer aus blau, grün und rot funkelnden Schiffen, Bötchen, Barkassen, Seglern, Ausflugsdampfern, Jollen. Was schwimmen kann, ist auf dem Wasser unterwegs.

Das Traumschiff
Es ist überwältigend, als wir uns in die Parade der Hamburg Cruise Days einreihen. Die Kais und Ufer sind voll von Menschen. Wie ein Märchen zieht alles vorbei – ziehen wir an allem vorbei. Es ist ein einziges Gejohle, Gerufe, Gewinke. Musik schallt zu uns herüber, manchmal erklingt bei uns oder vom Land her James Lasts bekannte Traumschiffmelodie. Andere Schiffe grüßen, die MS Deutschland grüßt zurück. In der Luft liegt ein Klang von Schiffshörnern, mit dem sich in den Kreuzfahrtluxus ein ganz ursprünglicher Hauch maritimen Fernwehs mischt, wie es wohl schon immer Seeleute empfunden haben, wenn die scheidenden Schiffe ihren Gruß in die Nacht tuten.

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Auf Höhe des Stage Theaters wird jedes Kreuzfahrtschiff persönlich mit Leuchtschriftbändern begrüßt. Das Feuerwerk, in den Farben des jeweiligen Schiffes abgefeuert, ist gigantisch und steigert die Hochstimmung nur noch. Vom Ufer her immer wieder jubelnde, winkende Menschen, weiter draußen, in Blankenese noch kleine Feuerwerke; die Terrassen, die Stege, die Anleger, die Strände – alles ist immer noch voller Menschen. Es will kein Ende nehmen. Und auf dem Wasser schaukeln tausende kleiner, bunter Glühwürmchen.
In Höhe der Airbuswerke muss die Deutschland wenden. Unsere Reise geht leider nicht weiter hinaus in die Welt, sondern führt uns heimwärts, zur letzten Nacht auf unserem Traumschiff, diesmal am Kreuzfahrtterminal am Grasbrookkai. Aber welch ein Abschied! Unvergessen werden die Bilder der Hamburg Cruise Days bleiben, die Lichter, die Stimmung dieser besonderen Nacht!

Captain’s Cocktail und Gala Dinner – Ein MS Deutschland Kurztrip #6

Auslaufen Sylt1
Auch wenn die Zeit auf Sylt etwas kurz war, Gelegenheit zur Melancholie bleibt für Gastautorin Stephanie Freienstein kaum. Mit Kurs auf Hamburg begibt sich die MS Deutschland zwar schon wieder auf den Rückweg zu unserem Ausgangshafen zurück. Aber welch ein Panorama begleitet uns dabei: ganz nah an der Küste mit Blick auf die herrlichen Dünen und Strände nimmt das Traumschiff von List aus um den Sylter Ellenbogen Fahrt auf. Überall an den Stränden stehen Menschen und winken und rufen. Wir sind so nah, dass wir es hören können. Vom Schiff wird reichlich zurückgewunken. Auch am Weststrand ziehen wir noch einmal vorbei. Ach, denke ich, gerade noch im Wasser und am Strand, jetzt wieder hier. Abwechslungsreich ist eine Kreuzfahrt in jedem Falle.

Auslaufen Sylt3
Für ein zusätzliches Spektakel sorgt außerdem der Seenotrettungskreuzer „Minden“, der uns lange mit seinen Wasserspielen begleitet, vom immer wieder erklingenden Signalhorn der MS Deutschland beantwortet. (mehr…)

Traumhaftes Sylt – Ein MS Deutschland Kurztrip #5

Lidodeck Pool2
Kaisersaal1
Man gewöhnt sich schnell an den Luxus einer Kreuzfahrt. Und das Traumschiff MS Deutschland macht seinem Namen alle dabei alle Ehre. Gastautorin Stephanie Freienstein sucht die gelungene Mischung zwischen Kulinarik und Kultur auf dem Kreuzer und Bewegung auf der Insel: Nach dem wundervollen Helgolandbesuch erwartet uns abends wieder ein 7- Gang Menü von hervorragender Qualität, gefolgt von einem Kulturprogramm mit einem kleinen Salonensemble auf hohem Niveau, im stilvollem Ambiente des Kaisersaals und anschließend eine angeregte Unterhaltung in der Bar Zum Alten Fritz. Es ist wirklich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Entspannung, Erleben und Genießen, zwischen anregender Gesellschaft, ansprechendem Kulturprogramm und dem einsamen Blick über die unendliche Weite des Meeres. Viel mehr kann man von einem gelungenen Urlaub kaum erwarten.

Mit der MS Deutschland vor den Toren Hamburgs - Sylt
Lidodeck Pool1Der nächste Tag beginnt mit herrlichstem Sonnenschein. Wir liegen bereits vor Anker und vor uns liegt Sylt. Doch bevor ein neuer Landgang ansteht, will die schnell zur Normalität werdende Bordroutine absolviert werden. Für mich gehört ein frühes Bad im Swimmingpool auf dem Lidodeck unbedingt dazu, natürlich in netter Gesellschaft. Wir sind bereits verabredet. Die Suche nach dem Frühstückstisch für sechs Personen gestaltet sich etwas einfacher. Wir kennen die Gegebenheiten nun schon besser und wissen, wo wir uns passend setzen können. Außerdem haben wir eine Vorhut geschickt, die rechtzeitig Platz nimmt und sich einen ersten Tee genehmigt und das geschäftige Urlaubstreiben der Gäste in sich aufnimmt.

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Traumhaftes Helgoland – Ein MS Deutschland Kurztrip #4

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Für einen Kreuzfahrtneuling ist ja alles das erste Mal. So auch das Tendern. Gastautorin Stephanie Freienstein berichtet von ihrer Traumreise mit der MS Deutschland: Nachdem wir nun schon eine ganze Weile den Blick von unserem Traumschiff auf Helgoland werfen konnten, drängt nun doch die Neugier auf die von der Geschichte gebeutelte Insel. Wenig charmant liegt sie da, felsig, platt, aus der Ferne wirkt sie fast wie ein riesiges Tankschiff. Ich bin gespannt. Das bisschen, das ich weiß, ist eigentlich gar nicht so verlockend: Helgoland lebt überwiegend vom Tagestourismus. Von vielen Häfen der deutschen Nordsee und aus Hamburg fahren täglich Schiffe, spucken ihre Gäste aus, die einen Tag lang über die Insel herfallen, dort zollfrei Alkohol und überflüssige Souvenirs einkaufen, schlecht essen und sie abends wieder verlassen.

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Doch bevor ich das persönlich in Augenschein nehmen kann, kommt, wie gesagt, das Tendern. Die Tenderboote sind geschlossene Boote, die im Ernstfall der Rettung dienen, aber auch eingesetzt werden, wenn das Schiff auf Reede liegt, weil es nicht in den Hafen einfahren kann. Über einen etwas wackeligen Ausstieg betritt man das Boot. Helgoland und damit auch die MS Deutschland liegen auf dem offenen Meer. Was auf dem Traumschiff kaum zu spüren war, macht sich jetzt umso deutlicher bemerkbar: Seegang. Das kleine orangefarbene Boot schaukelt kräftig auf und ab und während der eigentlich nicht sehr langen Überfahrt wird doch das ein oder andere Gesicht etwas grün.

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Doch dann ist das kleine Hafenbecken von Helgoland erreicht und nach einem Tag auf dem Traumschiff haben wir wieder festen Boden unter den Füßen.
Mein erster Eindruck ist vor allem Erstaunen: Zunächst ist so gar nichts von der Kargheit aus der Ferne zu spüren. Das Unterland ist viel lieblicher, als erwartet, doch es ist nicht groß. Die eigentliche Inselfläche befindet sich auf den typischen roten Felsen, die steil in die Höhe ragen und die es zu erklimmen gilt. Aber wer nicht nur nach oben schaut, sondern sich gelegentlich umdreht, wird belohnt mit einem Panorama, das seinesgleichen sucht: Mit jedem Höhenmeter weitet sich der Blick zum Unterland, zur Düne, Helgolands Badeinsel, über das Meer und erinnert – zumal bei den sommerlichen Temperaturen – an deutlich südlichere Gefilde, etwa Madeira.

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Vom Hamburger Hafen nach Helgoland – Ein MS Deutschland Kurztrip #3

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Es ist Abend. Die MS Deutschland bereitet sich langsam zum Auslaufen vor. Gastautorin Stephanie Freienstein freut sich auf einen traumhaften Abend im Hamburger Hafen. Auf den Außendecks sind bald die besten Plätze belegt. Sie garantieren eine einmalige Aussicht mit einem phantastischen Rundumblick.  Der Hamburger Hafen mit Hafencity und Speicherstadt, dem Containerterminal und den Landungsbrücken ist allemal einen Besuch wert und zieht viele Gäste, Touristen und Einheimische immer wieder magisch an. Schiffe beobachten, Shipspotting  ist ein beliebtes Hobby und nicht nur mancher Hamburger hat seinen Stammplatz, um zu fotografieren oder auch einfach nur zu schauen: die überwältigende Größe der Schiffe lässt den Gast am Kai ehrfürchtig aufsehen zu den gigantischen Ozeanriesen.

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An Deck eines solchen Schiffes ändert sich indessen die Perspektive. Die Welt außen wird klein. Man blickt man auf das ameisengleiche Treiben herunter: Die Arbeiter am Kai, die Menschen, die Autos, alles schrumpft. Geschäftig schippern die Kähne der Hafenrundfahrten um die Deutschland. Ganz klar ist das ZDF-Taumschiff eine Attraktion für Hafentouristen zu Wasser und zu Lande. Immer mehr Menschen sammeln sich an den Kais, um die Ausfahrt der Deutschland zu beobachten. Die Stimmung steigt, sowohl an Bord als auch an Land. (mehr…)

Ein Morgen an Bord des Traumschiffs – Ein MS Deutschland Kurztrip #2

Die Deutschland vor Helogland auf Reede
Eine traumhafte Traumreise auf dem Traumschiff: Gastautorin Stephanie Freienstein war auf der MS Deutschland unterwegs. In einer kleinen Serie berichtet sie von ihrer Reise: Ich habe meine erste Nacht auf der Deutschland verbracht! Und in der Tat hat sie sich als wahres Traumschiff erwiesen, denn ich habe geschlafen wie in Morpheus Armen. Das sanfte Brummen der Motoren, der Klimaanlage und ein leichtes Schaukeln haben dabei das Ihre getan. Ich brauche dann auch einen Moment, ehe ich wieder weiß, wo ich eigentlich bin. Richtig: Kreuzfahrt, Traumschiff, die MS Deutschland und vor dem Kabinenfenster liegt Helgoland. Ich bin begeistert.

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Lidodeck Pool1Einzig der graue Himmel wirft einen kleinen Schatten auf meine unbedingte Urlaubsstimmung. Das Kabinentelefon klingelt: Meine Verabredung zum morgendlichen Bad auf dem Lido Deck. Also ziehe ich schnell meinen Badeanzug an, werfe den Bademantel über und begebe mich nach draußen. Es ist wärmer, als der Himmel vermuten lässt und am Horizont zeigt sich schon ein blauer Streifen. Das verheißt ja doch noch einen schönen Tag.

Der Swimmingpool wird mit gereinigtem Meerwasser betrieben, also ist es salzig. Das mag ich gerne. Die Temperatur ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Mit 32° C könnte ich ebenso gut ein Bad in der Wanne nehmen. Trotzdem macht es Spaß, auch wenn der Pool mit drei Personen schon gut gefüllt ist und somit eher zum Planschen, als zum Schwimmen geeignet ist. Allerdings verirren sich auch nicht allzu viele Gäste um 8.00 Uhr an und in den Pool.

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Eine Traumreise mit dem Traumschiff: Erste Eindrücke an Bord – Ein MS Deutschland Kurztrip #1

Das Traumschiff
Kreuzfahrten werden immer beliebter. Die AIDA führt den deutschen Markt an, die TUI versucht mit „Mein Schiff“ zu folgen und auch die anderen Veranstalter wie MSC bzw. die Schwestermarken der AIDA wie Costa wollen ein Stück vom deutschen Marktkuchen abbekommen. Doch wie ist es an Bord des deutschen Traumschiffes schlechthin? Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin ging Gastautorin Stefanie Freienstein für eine Kurzreise durch die deutsche Nordsee auf die MS Deutschland. Von Hamburg über Helgoland und Sylt führt die Reise wieder zurück nach Hamburg, rechtzeitig zu den Hamburg Cruise Days. Allein das Wetter garantiert eine Traumreise. Schöner konnte es gar nicht sein. Auftakt zu einer achtteiligen Kurzserie.

Die Marvin Jones Band
Ist erst einmal die Herausforderung der Straßenführung in der Dauerbaustelle Hamburger Hafencity genommen, beginnt am Kreuzfahrtterminal sofort der Urlaub: Das Gepäck wird von dienstbaren Geistern schon aus dem Kofferraum geholt, um direkt auf die Kabinen verteilt zu werden.
Das Bordorchester Marvin Jones mit einem schier endlosen Potpourri aus Seemannsliedern und ein Glas Sekt zur Begrüßung tun das ihre für eine gelungene Einstimmung. (mehr…)

Top-Weine aus aller Welt: 2009er Spätburgunder Tradition vom Weingut Kiefer

2009_Spaetburgunder_Tradition_Weingut_KieferVon der Sonne verwöhnt – bei dem Spruch denken bestimmt viele an den Werbeslogan vom Badischen Wein. Derzeit sind wir in Deutschland eher vom Winter verwöhnt verkühlt, wissen kaum noch, wie der hellgelbe Stern am Firmament eigentlich aussieht. Doch wir hoffen auf den Frühling. Da wird es Zeit, sich die Sonne zumindest ins Glas einzuschenken. Für Le Gourmand hat sich Sommelier Markus A. Dilger diesmal einen Tropfen vom Weingut Kiefer gegönnt.

Dieser 2009er Spätburgunder „Tradition“ vom Weingut Kiefer aus Eichstetten hat alles, was man sich von einem roten „Kaiserstühler“ wünscht: eine glänzende rubinrote Farbe, ein Aroma von reifen Wildkirschen und roten Waldbeeren, einen saftig-frischen und samtigen Charakter am Gaumen, sowie einen würzigen, langen Nachhall. (mehr…)

San Daniele Pop Up Store: An der Klaue sollt Ihr sie erkennen!

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Leicht und luftgetrocknet. Weich und würzig. Wer denkt bei diesen Attributen an Schinken? Nein, nicht der kräftige, fette, geräucherte Schinken, wie wir ihn in aus dem Schwarzwald her kennen. Wie so vieles, so verstehen die Italiener auch den Schinken elegant herzustellen. Er braucht halt etwas mehr Zeit. Und davon haben die Italiener ja bekanntlich genügend. Zumindest für das Reifen von Lebensmitteln, sei es Fleisch, Wurst oder Käse. Südlich der Alpen, südlich von Österreich, östlich vom Trentino und westlich von Slowenien liegt die Region Friaul-Julisch-Venetien. Sie besticht durch ihre Mischung aus ungestümen, unwegsamen, ja fast ungastlichen Gebirgen im Norden und der sanften, weichen, welligen Landschaft am warmen Mittelmeer. Friuli Venezia Giulia ist nicht so touristisch wie Südtirol, ist nicht so bekannt wie Venetien, ist aber auch nicht über Jahrzehnte in der Entwicklung gebremst wurden wie Slowenien. Von hier kommen tolle Weißweine wie der Friulano. Und der berühmte San Daniele Schinken. Diese leckeren Spezereien präsentierte die Region in einem Pop-Up-Store in München.

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Ok, was ist ein Pop-Up-Store? Nichts anderes als ein Laden, der nur eine kurze Zeit offen ist. Der extra nur für einen ganz bestimmten Zweck für ein paar Wochen oder Monate existiert. Wir kennen das ja schon von irgendwelchen Sonderangebots-Rabatts-1Euro-Läden. Eben noch war hier ein Drogerie-Markt, heute ist es ein Trachten-Shop, weil es kurz vor dem Oktoberfest sein mag, morgen ist es ein Matratzen-Outlet.

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Diese Masche hat die Region Friaul-Julisch-Venetien aufgegriffen und unterstützt ihre Produkte mit Pop-Up-Stores. Eben noch gab es diesen Laden in Mailand, dann in London, jetzt in einer ehemaligen Eisdiele in München und morgen in irgendeiner anderen Stadt in Europa. Oder vielleicht in Japan? Man weiss es noch nicht.

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Ich besuchte kürzlich den San Daniele Pop Up Store in München. Das Consorzio del Prosciutto die San Daniele präsentiert zusammen mit dem Consorzio delle DOC del Friuli Venezia Guilia die bekanntesten Spezialitäten der Region Friaul-Julisch Venetien. In bester Lage, direkt am Gärtnerplatz im Glockenbachviertel, lockt der Laden mit frischem Schinken und Weinen aus Friaul. Wer will, der kann hier auch zum Master ausgebildet werden, im Hinterzimmer gibt es Kurse über die Besonderheiten von Schinken und Weinen. Ich liess es mir nicht nehmen, an so einer Masterclass teilzunehmen. Und ich habe eine Menge über diesen leckeren Schinken gelernt. (mehr…)

Mein Gruß an die Österreichische Küche: Schnitzel Wiener Art mit Vogerlsalat und Paradeisern

Schnitzel Wiener Art Mit Vogerlsalat Und Paradeisern @ Le Gourmand, Private Home Fine Dining
Wiener Schnitzel oder Schnitzel Wiener Art – kennt Ihr den Unterschied? In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, was auf der Karte stehen darf. Wiener Schnitzel ist immer (!) vom Kalb. Schnitzel Wiener Art ist vom Schwein. Das eine ist also das teurere Fleisch, das andere deutlich billiger. In anderen Ländern ist das nicht so genau geregelt. Da liest der Gast auf der Speisekarte des Restaurants auch mal „Wiener Schnitzel“ – und in deutlich kleinerer Schriftgröße darunter „vom Schwein“. Ok, ist ja nicht so ganz falsch. Doch es muss ja nicht immer Kalb sein, so ein Schweineschnitzel kann auch zu einer richtig leckeren Speise zelebriert werden. Ich hatte kürzlich Appetit auf so eine typisch österreichische Spezialität: Schnitzel Wiener Art mit Vogerlsalat und Paradeisern.

Bitte was? Ihr seid Deutsche und versteht mich nicht? Ihr seid definitiv zu selten in Österreich. Unsere lieben Nachbarn haben nicht nur tolle Alpen zum skifahren, radeln, wandern und manches mehr. Sie haben auch lustige, witzige Worte in ihrem Dialekt, die für uns so total anders klingen. Also zur Aufklärung: Vogerlsalat ist in Deutschland Feldsalat. Und Paradeiser sind nix anderes als Tomaten. Schaut aufs Bild, da ist alles drauf. Das einzige, was ich gerade nicht da hatte, war Steirisches Kernöl für den Vogerlsalat. Das ist eigentlich ein Muss!

Was ist das Besondere an einem Wiener Schnitzel? Was macht es so speziell lecker? Es muss fluffig sein! Die Panade darf nicht am Fleisch kleben, sie muss Wellen schlagen und leicht abheben, leichte Blasen schlagen. Dies hinzubekommen ist keine Kunst, wird nur leider von den wenigsten richtig gemacht. Ich habe einmal den großartigen, genialen Eckart Witzigmann höchstpersönlich gefragt, wie ein richtiges Wiener Schnitzel geht. Und hier habe ich seinen Rat für Euch umgesetzt. (mehr…)

Castlecamp: Experten rund um Tourismus und Social Media treffen sich auf Burg Kaprun

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Castlecamp LogoFast ist es wie ein Familientreffen: Schon zum fünften Mal treffen sich am 8. und 9. September 2012 rund 130 Experten aus Deutschland, Österreich und Südtirol und diskutieren die aktuellen Entwicklungen rund um Social Media und die professionellen Anwendungsbereiche in Tourismus und Hotellerie. Das Castlecamp auf Burg Kaprun findet dabei in idyllischer Landschaft statt. Im Winter tobt hier der Bär, im Sommer ist fast tote Hose.

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Die paar Wanderer, Radler, Camper, Gleitschirmflieger & Co. können einfach das große Bettenangebot, das in Zell am See und Kaprun für den Winter bestimmt mehr sein könnte, nicht vollständig auffüllen. Vor fünf Jahren hat sich einer, der von hier kommt, etwas Besonderes einfallen lassen: Rainer Edlinger. Ihm gebührt der Dank, dass wir uns hier im Salzburger Land immer so wohl fühlen.

Wie kam es dazu: (mehr…)


GAP

Bundesregierung behindert Tourismus durch Luftverkehrssteuer

Aegan A320 Munich Airport
Ramsauer und FDP fordern Abschaffung der Luftverkehrssteuer. Eine Studie, die dem Handelsblatt vorliegt, belegt, dass die 2011 eingeführte Ticketsteuer für Fluggäste den Luftverkehr in Deutschland signifikant belastet. „Ohne Einführung der Luftverkehrssteuer wären rund zwei Millionen Passagiere mehr ab und nach Deutschland geflogen“, heißt es in einem Gutachten über die Auswirkungen der umstrittenen Steuer, das das Bundesfinanzministerium in Auftrag gegeben hat. Bundesverkehrsminister Ramsauer zieht daraus einen Erkenntnisgewinn: „Die Luftverkehrsabgabe müsste eigentlich weg“, sagte Ramsauer am vergangenen Freitag am Rande einer Fachkonferenz in Hamburg.

Gegenwärtig sind vier verschiedene Ministerien im Gespräch um eine Bewertung der Luftverkehrsabgabe beteiligt, neben dem Verkehrsministerium auch das Finanzministerium sowie das Umwelt- und das Wirtschaftsministerium.
Auch die FDP, die ja letztendlich angetreten ist, die Steuerlast für uns Bürger zu reduzieren, will die Luftverkehrssteuer abschaffen: FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle plädiert für eine Überprüfung der Steuer. „Sollten die Auswirkungen der Luftverkehrsabgabe volkswirtschaftlich negativ sein, müssen wir über den Fortbestand der Steuer nochmals reden“, sagte er dem Handelsblatt. Die FDP-Initiative „Liberale Mittelstand Deutschland“ gibt eine deutliche Empfehlung: „Diese Abgabe gehört endlich abgeschafft, die Ergebnisse der aktuellen Studie geben eine klare Empfehlung in diese Richtung“, kommentiert deren Bundesvorsitzender Thomas L. Kemmerich. (mehr…)

DIHK: Tourismus in Deutschland boomt – Azubi-Mangel droht

Das Gastgewerbe profitiert vom anhaltenden Aufwärtstrend im Deutschlandtourismus, und auch das Geschäft der Reisebüros und -veranstalter brummt. Das zeigt der aktuelle Tourismusreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). „Gegenüber der Vorsaison konnten alle Sparten deutlich zulegen“, freut sich DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. „Damit haben die Unternehmen beste Chancen auf einen Rekordsommer 2011.“

Mit den guten Erwartungen geht auch mehr Beschäftigung einher. Allein im Gastgewerbe ist mit 10.000 neuen Arbeitsplätzen zu rechnen. „Aufgrund des demografischen Wandels werden jedoch die Azubis knapp“, warnt Wansleben. So konnte schon etwa jeder zweite Gastronomiebetrieb im vergangenen Jahr nicht mehr alle Ausbildungsplätze besetzen. Somit droht ein erheblicher Fachkräftemangel, der vor allem in den neuen Ländern und in tourismusintensiven Regionen zu Qualitätsproblemen führen wird. Den DIHK Tourismusreport Frühjahr 2011 gibt es hier als pdf zum herunterladen. (mehr…)