Churfranken: Die 17 genussvollsten Orte rund um Wein, Bier, Brot und Whisky

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Wohlauf, die Luft geht frisch und rein, wer lange sitzt muss rosten. Wer mit dem ICE bis Aschaffenburg fährt, dort die Regionalbahn bis Miltenberg nimmt, kommt im Land der Franken in die ominöse Region Churfranken. Klar, das Frankenland kennt jeder. Auch Ober-, Mittel- und Unterfranken sind uns geläufig. Aber Churfranken? Wo soll das bitte sein? Wir begeben uns auf die Spurensuche und finden eine genussreiche Region. In Churfranken gibt es Wein, Bier, Brot und Whisky. Doch der Reihenfolge nach.

Churfranken: Das Dreiländereck am Untermain

Was und wo ist Churfranken eigentlich? Die nordwestlichste Ecke Frankens, im Dreiländereck von Bayern, Baden-Württemberg und Hessen gelegen, im landschaftlich überaus reizvollen Maintal zwischen Odenwald und Spessart ist ein Landstrich, der früher zum Kurfürstentum Mainz gehörte. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 kam Bürgstadt zum Fürstentum Leiningen, mit dem es 1806 dem Großherzogtum Baden einverleibt wurde. Nachdem die Stadt ab 1810 zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt gehörte, wurde sie schließlich 1816 an Bayern verkauft. Nur 60 Kilometer lang und 20 Kilometer breit erstreckt sich Churfranken zu beiden Seiten des Untermains zwischen Frankfurt und Würzburg. Von Großostheim bis Faulbach finden wir eine Szenerie aus traditionellen Weinbaudörfern, historischen Fachwerkstädtchen, Wander- und Treidelpfaden und ländliche bis hochklassige gastronomische Betriebe mit fränkischer Spezialitätenküche.

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Den allerschönsten Sonnenschein lässt uns der Herrgott kosten. Es sind über 30° Celsius in diesen Tagen, in denen wir das schöne Churfranken bereisen. Die Region präsentiert sich von ihrer allerschönsten Seite. Vom Bahnhof bis nach Bürgstadt bringt uns ein Taxi und wir können einen ersten Blick auf die malerische Gegend mit den mittelalterlichen Gebäuden und den Fachwerkhäusern erhaschen.

Churfranken: Landhotel Adler Bürgstadt

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Wir beziehen unser Zimmer im Landhotel Adler in Bürgstadt und lassen erstmal sämtliche Jalousien geschlossen. Draussen ist es so heiss, dass wir das kühle Zimmer sehr geniessen. Dieses schnucklige Hotel ist wunderbar modern eingerichtet und bietet auch eine exzellente Küche. Die Küche des Hotels ist nach der Philosophie von Slow Food ausgerichtet. Außerdem stehen natürlich Weine aus der Region auf der Karte, die sollte man auf jeden Fall degustieren. Einen kleinen Einblick in unser Zimmer und einen Spaziergang durch das Dorf sowie das Mittagessen in der Häckerwirtschaft des Weingut Neuberger gibt Euch unser kleines Video:

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Übrigens: Diesen Kuhfellhocker finde ich extrem cool. Den würde ich sehr gern selbst kaufen. Echt ein cooles Element in dem Hotelzimmer. Hat in meiner Bude nur leider keinen Platz.

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Churfranken: Bürgstadt

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Die erste urkundliche Erwähnung von Bürgstadt erfolgte im Jahr 1181. Bis ins 18. Jahrhundert war Bürgstadt Centgrafensitz, verlor jedoch schon im Mittelalter viel von seiner Bedeutung an das unmittelbar benachbarte Miltenberg, das strategisch günstiger lag und durch eine Burg geschützt wurde.

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Im ganzen Ort stehen wunderschöne Baudenkmäler – also eigentlich normale Wohnhäuser. Aber so schön alt, wunderbar erhalten in der typischen schönen Fachwerkbauweise, dass es ein Vergnügen ist, durch den Ort zu spazieren.

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Besonders schön ist das historische Rathaus im Renaissancestil, das mit einer Rundbogen-Durchfahrt gebaut wurde.

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Als Bewohner müsste man sich eigentlich fühlen, wie wenn man in einem UNESCO-Welterbe-Museumsdorf wohnen würde.

Churfranken: Häckerwirtschaft Weingut Neuberger

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Wir kehren ein im Weingut Neuberger. Was in anderen Weinregionen Besenwirtschaft heisst, sind hier die Häckerwirtschaften. Der Begriff Häckerwirtschaft kommt von Häcker oder Hacken, weil das früher die einzige Möglichkeit der Bodenbearbeitung in den steilen Weinbergen war. Die Winzer waren nur mit ihren Hacken unterwegs, um den Boden vom Bewuchs freizuhalten. Hier stehen die eigenen Weine und die Weine der Nachbarn, des Ortes im Vordergrund. Dazu gibt es regionale Spezialitäten für wenig Geld. Die Gäste sitzen im Innenhof auf Bierbänken unter Sonnenschirmen, das Ambiente ist wunderbar rustikal und charmant.

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Die regionalen Spezialitäten sind hier die Saumaise und der Spessart-Beißer. Die Saumaise ist ein aus fein gehacktem Pökelfleisch geformtes Laibchen. Der Spessart-Beißer ist eine Wurst, die erst im Jahre 2005 von lokalen Metzgern erfunden wurde. Leider gibt es für beide Spezialitäten noch keine Rezepte online. Zusammen mit Sauerkraut und/oder Kartoffelsalat schmeckt es uns alles exzellent gut. Dazu geniessen wir eine kleine Weinprobe der Weine des Weingutes Neuberger.

Churfranken: Der Centgrafenberg

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Der Wald steht grün, die Jagd geht gut. Wir treffen uns mit Marianne Krommer. Sie ist die Gästeführerin Weinerlebnis Franken und zeigt uns einen der bekanntesten Orte für Weinliebhaber: Die Centgrafenkapelle ist Namensgeber für einen der besten Rotweine Deutschlands. So erhielt ein Jahrgang des Spätburgunder Centgrafenberg Großes Gewächs trocken vom Weingut Rudolf Fürst einmal beim Weinguide Gault Millau die Höchstwertung von 100 Punkten.

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Der Centgraf war ein Beamter des Mainzer Erzbischofs als Landesherren. Er stand dem Gerichtsbezirk (Cent) Bürgstadt vor und organisierte auch die Landesverteidigung. Der Centgraf Leonhard Gackstatt begann 1629 mit dem Bau einer Kapelle an dieser Stelle und konnte sie bis zur Dachhöhe fertigstellen. Der Einfall der Schweden ein Jahr später machte dem Bau aber ein Ende und blieb bis heute unvollendet. Die eindrucksvolle Ruine steht am Beginn des „Historischen Wanderwegs“, der zu zahlreichen Steindenkmälern, wie etwa Heunesäulen, Sarkophag- und Mühlsteinfragmenten) führt.

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Die Lage der Centgrafenkapelle könnte nicht besser sein. Von hier aus haben wir einen atemberaubenden Ausblick auf Bürgstadt, Miltenberg und das ganze Maintal. Direkt zu unseren Füßen blühen, wachsen und gedeihen die Reben von Rudolf Fürst und anderen Bürgstadter Winzern. So geniessen wir von hier aus den 2017er Bürstadter Weissburgunder trocken vom Weingut Neuberger, bei dem wir kurz zuvor einkehrten.

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Anschliessend schenkt uns Marianne Krommer einen guten Schluck vom 2016er Silvaner Sandsturm vom Weingut Sturm aus Bürgstadt aus.

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Sie können auf des Maines Flut die Schiffe kaum verladen. Auf der anderen Mainseite sehen wir zwischen den Weinhängen die „Mainhölle„. Hier wurde früher Buntsandstein abgebaut, der u.a. für die Bauten des Frankfurter Domes sowie der kurfürstlichen Martinsburg in Mainz eingesetzt wurde.

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Churfranken ist eine ganz offensichtlich sehr gut organisierte Region. Denn überall stehen Informationstafeln für Touristen und Einheimische.

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Für Touristen und Einheimische gibt es hier auch viele Möglichkeiten zum Einstieg in Wander- oder Radwege. Die gesamte Umgebung ist erstklassig ausgeschildert.

Churfranken: Die Martinskapelle Bürgstadt

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Die Martinskapelle in Bürgstadt wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts errichtet. Sie gilt als eine der ältesten Kirchen in Franken. Im Jahre 1247 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Das Langhaus und der Chor wurden um 1200 auf die heutige Höhe gebaut, während um 1490 an der westlichen Giebelseite das aufwändige gotische Hauptportal eingebaut wurde. Das reich profilierte Portal zeigt im Tympanon den Heiligen Martin.

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Die glücklicherweise vollständig erhaltenen Wand- und Deckenmalereien stammen vom Maler Andreas Herneisen aus dem 16. Jahrhundert. In der sogenannten Bilderbibel werden in 40 Medaillons Begebenheiten aus dem Alten und Neuen Testament dargestellt und in Merkversen kommentiert. Die vollständige Erhaltung der Ausmalung der Martikskapelle ist von überregionaler kunsthistorischer Bedeutung. Die Malereien wurden in Sacco-Technik ausgeführt und waren bis 1907 übertüncht.

Churfranken: Ein Rundflug

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Zum heil’gen Veit von Mainbullau bin ich emporgestiegen und seh die Lande um den Main zu meinen Füßen liegen. Durch einen dichten Wald geht es hoch auf ein Hochplateau. Auf dem Flugplatz Mainbullau warten bereits Peter Duffeck und seine Diamond DA 40 auf uns. In der einmotorigen Sportmaschine ist nur Platz für den Piloten und uns zwei Journalisten. Ich bin schon in einigen Flugzeugen geflogen. Aber bisher noch nicht in so einer kleinen Maschine, das war bisher immer nur ein Traum.

Hier umrahmen Berg und Hügel die weite stromdurchglänzte Au, ich wollt‘ mir wüchsen Flügel. Peter Duffeck ist ein erfahrener Pilot – er beherrscht nicht nur sein Leichtflugzeug perfekt, sondern vermittelt seinen Passagieren in der engen Maschine sofort ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit. Das Fliegen ist auf einmal so ganz anders als gewohnt: du spürst den Wind, nimmst jede Bewegung intensiv wahr und die Glaskanzel erlaubt einen grandiosen Rundumblick.

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Nachdem die kleine Propellermaschine die Startbahn von Mainbullau verlassen hat, sehen wir die wunderschöne Landschaft von Odenwald und Spessart, die hier vom Main durchzogen ist, zu unseren Füßen. Hier Franken, dort Baden-Württemberg und da hinten Hessen – mit dem Flugzeug ist das alles nur einen Katzensprung entfernt. Streuobstwiesen, bunte Felder, Wälder, Weinberge, dazwischen geheimnisvolle Gemäuer romantischer Burgen und Schlösser. Auch massive Festungen, Klöster, Kirchen und altehrwürdige Fachwerkbauten, kontrastvoll eingerahmt vom üppigen Grün der Reben und dem Rot des Buntsandsteins, sind zu sehen. Mittendrin schlängelt sich das blaue Band des Mains.

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Churfranken: Landhotel Der Schafhof

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Am Abend geht der Weg in den Odenwald. Hinter der Barockstadt Amorbach mit ihrer Abteikirche führt eine verschlungene Straße in ein Talende zum Amorbacher Schafhof. Hier befand sich einstmals die Schäferei der Benediktiner. Heute ist das Klostergut Landhotel und Restaurant.

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Der Schafhof beherbergt heute ein stilvoll restauriertes Hotel der gehobenen  Kategorie. Serviert wird in der Abt- und Schäferstube mit ihren jahrhundertealten Eichendecken. Küchenchef Achim Krutsch  kreiert mit seiner Brigade täglich wechselnde Gourmetmenüs der traditionellen französischen Hochküche. Zu unserem Besuch war sein Restaurant noch mit einem Stern des Guide Michelin gekrönt. Im Jahr 2020 verlor das Restaurant allerdings seinen Stern.

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Terrine von Landser Gänseleber im Sauternes Gelee mit Aprikosenkompott und hausgebackener Brioche
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Medaillon vom Kabeljau auf Creme von geschmortem Fenchel, Safransauce und Chorizo-Öl
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Schaumsüppchen von heimischen Steinpilzen
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Lammrücken auf Couscous, Tomaten und Auberginenekompott, Just mit Raz el Hanout
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Rohmilchkäse-Auswahl
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Gâteau von der Valrhonaschokolade mit Dreierlei von Kirschen
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Im Nebenhaus, der ehemaligen Remise, werden  in der Benediktinerstube ländlich – mediterrane Gerichte angeboten.

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Das Privatmuseum: Hier stehen noch ein paar schöne, alte Kutschen.

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Die Streuobstwiesen vor der Tür laden dazu ein, die im Obst enthaltenen Vitamine dauerhaft einzufangen. Dazu verhilft eine hauseigene Destille.

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Wir verkosten die hauseigenen Brände, wie etwa Apfel- oder Williams-Birnen-Brand oder Kräuter von der Schafsweide. Das sind Vitamine pur. Exzellente Qualität.

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Der Kräutergarten könnte noch von den Mönchen stammen. Jedoch sind es die Küchenkräuter der Sterneküche des Küchenchefs. Direkter und frischer geht es nicht mehr.

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Die Gäste haben im Hotel die Möglichkeit im Souvenirshop ein paar Kleinigkeiten einzukaufen.

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Mehrere Gastro-Outlets geben den Gästen die Möglichkeit zwischen rustikal, mediterran und Gourmet-Tempel auszuwählen.

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In diesem Saal können beispielsweise Hochzeiten ausgerichtet werden.

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Der Weinkeller ist exzellent ausgestattet. Insgesamt ist der Abend sehr vinophil und köstlich.

Churfranken: Der Fränkische Rotweinwanderweg

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Bald hebt sich auch das Herbsten an, die Kelter harrt des Weines. Nach einer sehr kurzen Nacht wandern wir ein Stück auf dem längsten Wanderweg Deutschlands entlang: Der Fränkische Rotwein Wanderweg durchstreift auf einer Gesamtstrecke von 72 Kilometern Länge Churfranken durch das Terroir des churfränkischen Spätburgunders. Der Rebaustrieb im Mai hat seine Reize, ebenso der Juni, wenn die Rebblüten, auch Gescheine genannt, die Rebstöcke zieren. Das üppige Grün der Rebflächen prägt den Hochsommer der Monate Juli und August. Ab späterem August beginnen die „Roten“ in ihr Herbstlaub umzufärben, bis in den September, an dessen Ende die Lese beginnt. Dunkelrotes Herbstlaub prägt den Weinberg dann im Oktober. Das ganze Jahr über ist also perfekt, um durch Churfranken zu wandern.

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Der Winzerschutzherr Kilian beschert uns etwas Feines. Das Teilstück über der alten Fachwerk- und Rotweinstadt Klingenberg am Main zeichnet sich durch seine Steillagen aus, die nur von Hand bearbeitet werden können. Entsprechend ist die Lage in unterschiedliche Parzellen aufgeteilt, die leider nicht mehr alle bewirtschaftet werden. Wer sich also gerne etwas Weinlage kaufen möchte, hier gäbe es etwas Arbeit für engagierte Nebenerwerbswinzer. Anhand der Böden können wir leicht erkennen, welche Winzer konventionell arbeiten und welche Winzer bereits voll auf nachhaltigen Weinanbau umgestellt haben.

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Churfranken: Bio-Weinbau Anja Stritzinger in Klingenberg

Wir treffen die Winzerin Anja Stritzinger in ihrem Weinhang in der Lage Schlossberg. Für sie hat der nachhaltige Weinanbau und der liebevolle Ausbau ihrer Weine eine deutlich höhere Priorität als der Aufbau einer eigenen Webseite (zu diesem Zeitpunkt, an dem ich diesen Artikel schreibe, ist zwar eine Domain reserviert, aber keine Webseite vorhanden).

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Anja Stritzinger zeigt uns anhand der Spätburgundertrauben, die direkt am Wein hängen und fast auf den Buntsandsteinmauern aufliegen, im extrem heissen Sommer 2019 fast verbrennen. Sie erklärt uns, dass der Klimawandel für die Winzer auch bedeutet, dass sie von Winzern aus Südeuropa lernen muss. Im eigentlich eher kühlen Franken haben die Winzer bisher immer die Reben von Blättern befreit, die Trauben somit frei gelegt, damit sie genügend Sonne tanken. Mittlerweile werden die Sommer auch bei uns in Mitteleuropa so heiss, dass die Winzer umdenken müssen. Die Blätter sollten doch eher dran bleiben und die Trauben schützen. Sonst verbrennen die Beeren noch bevor sie wirklich reif sind.

Seit mehr als 40 Jahren bewirtschaftet die Familie Stritzinger bereits die Weinberge an den steilen Hängen des Maintals. Die besondere Atmosphäre in den denkmalgeschützten Terrassen und die alten, tief wurzelnden Rebstöcke beflügeln die Familie ihre Weine nach Bioland-Zertifikation auszubauen. Die Buntsandsteinmauern speichern am Tage die Wärme der Sonne und geben sie nachts wieder ab – perfekt für die Wärme liebenden Rotweintrauben. Doch manchmal kann es zuviel Wärme sein.

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Die Weinbaugermarkung Schloßberg gehört zum Ökosystem „Alter Weinberg„. Diese landschaftliche Nische, die durch die Flurbereinigung nicht betroffen war, beherbergt einige Reben, die noch älter sind als 50 Jahre. Also wirklich alte Reben, deren Wurzeln tief im Weinberg verankert sind und richtig gute Mineralik hervorbringen. Innerhalb des Klingenberger Museumsweinbergs gibt es sogar einen Wein, den sogar Weinkenner eher nur mit Wien verbinden: den „Gemischten Satz„. Das heisst, dass in dieser Lage nicht etwa ausschliesslich sortenreine Trauben wachsen. Sondern hier wurde über die Jahrzehnte, Jahrhunderte alles mögliche angepflanzt, ausprobiert, egal ob weiß oder rot. Der sortenreichsten „Rote Gemischte SatzDeutschlands im Klingenberger Museumsweinberg besteht aus 16 verschiedene Rebsorten – Achtung, tief einatmen: Portugieser, Spätburgunder, Roter Franke, Blauer Urban, Tauberschwarz, Cabernet Sauvignon, St. Laurent, Schwarzer Trollinger, Blauer Kölner, Roter Gutedel, Bouquetrebe, Ortlieber, Weißer Honigler, Alter Silvaner, Roter Elbling, Traminer, Muskateller. Kennst Du alle diese Reben? Ich nicht.

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Aber wir sind ja in Franken. Neben dem für den Rotweinwanderweg typischen Spätburgunder gedeihen hier natürlich auch noch Riesling und – wie könnte es ander sein? – Silvaner.

Der Riesling wurde bis nach dem Zweiten Weltkrieg ausschliesslich im Gemischten Satz angebaut. Erst in jüngerer Zeit auch wieder sortenrein. Auf dem Klingenberger Schloßberg ist er allerdings mit weniger als 1 Hektar Rebfläche vertreten. Der Grund: Er benötigt die gleichen exzellenten Bodenqualitäten wie der Spätburgunder. Der Riesling, der von hier kommt, ist meist rassig, säurebetont, mit feinem Muskatbukett. Der Silvaner hingegen hat in Klingenberg kaum Tradition, auch er nimmt nur weniger als 1 Hektar Rebfläche in Anspruch. Der Silvaner vom Buntsandstein ist leichter, dafür etwas rassiger als die bekannteren Tropfen aus den Lagen um Würzburg.

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Der Müller-Thurgau ist hingegen mit 6 Hektar Rebfläche die dominierende Weißwein-Sorte am Klingenberger Schloßberg. Fast verschwunden mit nur noch weniger als einem Hektar Rebfläche ist die Müllerrebe, auch Schwarzriesling genannt. Um 1830 war diese Traube rund um Klingenberg allerdings sehr stark vertreten und als Wein sehr beliebt.

Neben dem Spätburgunder dominiert der Blaue Portugieser mit einer Rebfläche von 9 Hektar neben dem Spätburgunder die Lagen von Klingenberg. Er ist die „Brot-und-Butter“-Sorte der Winzer und bringt auch in weniger guten Weinjahren zarte, milde, dunkelrubinfarbige Rotweine.

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Churfranken: Das Terroir f

Kraftorte. Orte, die wir im Gedächtnis behalten. Besondere Orte, die die Vielschichtigkeit der Region ausstrahlen. Orte, die uns den Atem rauben. Orte, die uns in der Landschaft lesen lassen wie in einem offenen Buch. Orte, an denen wir das Gefühl haben, mit der Landschaft befreundet zu sein. Orte, an denen wir am liebsten wohnen möchten: Diese Orte sind im Weinland Franken als Terroir f gekennzeichnet. Wer zu einem Terroir f hinaufsteigt, geniesst einen herrlichen Blick über die faszinierende Landschaft des Fränkischen Weinlandes. Doch ein Terroir f ist mehr als nur ein Aussichtspunkt. Hier verschmilzt die Natur mit Landschaftsarchitektur, Kunst und Weinkultur. Das Terroir f in Klingenberg am Main ist noch so neu, dass es immer noch nicht auf der Webseite vom Weinland Franken verzeichnet ist, wohl aber auf der Webseite der Stadt Klingenberg.

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Von hier oben geniessen wir wirklich einen sensationell schönen Ausblick auf die liebliche churfränkische Weinlandschaft.

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Bis vor kurzem stand hier noch ein in die Jahre gekommener Holzpavillon. Dieser wurde mittlerweile durch einen hochmodernen kubusförmigen Neubau ersetzt. Hier erfahren wir etwas über die Wein-Terrassen rund um Klingenberg am Main, über die Steillagen, den Buntsandstein und wie die Sonne auf die Reben wirkt. Steil- und Terrassenlagen zählen zu den faszinierendsten Kulturlandschaften, die der Mensch in der Geschichte der Landwirtschaft geschaffen hat. Die Erzeugung des Weines in diesen Flächen wird jedoch durch den nach wie vor hohen Anteil an Handarbeit immer kostenintensiver. So beträgt der Arbeitszeitbedarf für die Traubenerzeugung in einer voll mechanisierbaren Hanglage ca. 250 Stunden. Dagegen sind in Steillagen mit Mauern bis zu 800 Stunden in Terrassenlagen bis zu 1.600 Stunden erforderlich. 

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Weil alles nur graue Theorie wäre, wenn wir es nicht schmecken könnten, lässt uns Anja Stritzinger von ihren feinen Tropfen kosten. Wir probieren den 2016er Klingenberger Schlossberg Spätburgunder, ein herrlicher Wein, der in der Sonne am späten Vormittag einen perfekten Aperitif gibt.

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Da man möglichst nicht Alkohol trinken sollte ohne etwas zu essen, serviert uns die Bio-Winzerin noch köstlichen Bio-Käse aus der Region.

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Insbesondere, da wir anschliessend noch einen ganz besonders edlen Tropfen degustieren: den Alter Satz Vinum Franconium Purpureum 20 vom Weingut Stritzinger. Den Alten Satz prägen Spätburgunder- und Portugieserreben. Sie liefern Tiefe, Struktur, billigten Frucht und einen kräutrig-mineralischen Abgang. Ein extrem dichter, toller Tropfen, der uns begeistert. Ein sehr typischer Klingenberger im durchscheinenden Rubinrot, eher leichtgewichtig, aber keineswegs dünn, angenehme Dunkelfrucht mit einem Hauch kantigen Tannin, ein Wein, der Spaß macht.

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Wir werfen noch einen schnellen Blick in den Keller des Weingutes Stritzinger. Ein paar alte, grosse Tonneaus für die Rotweine finden wir hier ebenso,

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wie kleine Barrique-Fässer sowie Edelstahl für die Weißweine. Wirklich ein kleines, feines Weingut, das mit sehr viel Liebe edle Tropfen erzeugt.

Churfranken: Gasthaus Zum Riesen Miltenberg

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Nach dem Wein als Aperitif fahren wir ins Herz der mittelalterlichen Stadt Miltenberg. Wir kehren in das Gasthaus Zum Riesen ein, der ältesten Fürstenherberge Deutschlands. Das Haus war schon Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich bekannt. 1314, kurz nach seiner Königswahl, habe sich Ludwig der Bayer im „Riesen“ zu Miltenberg aufgehalten und Karl IV. habe im Februar 1368 acht Tage lang hier Quartier genommen. Das heutige imposante Renaissancegebäude allerdings stammt von 1590. Wer Rang und Namen hatte, kehrte hier ein, diverse Kaiser, etwa Kaiser Friedrich I., Kaiser Friedrich III., Kaiserin Maria Theresia, Kaiser Karl IV., Martin Luther, Albrecht Dürer, Elvis Presley  oder auch Königin Christine von Schweden. Sogar ein Bordell soll hier angeblich betrieben worden sein.

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Im 19. Jahrhundert hatte der „Riesen“ auch ein Braurecht. Davon zeugt heute noch der Braustern am Wirtshausschild.

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Im April 2001 fand nach einer grundlegenden zweijährigen Renovierung der Innenräume durch das Brauhaus Faust zu Miltenberg, die Neueröffnung des Gasthaus “Zum Riesen“ statt. Bei den Renovierungsarbeiten wurde der historischen Bedeutung dieses Hauses in besonderem Maße Rechnung getragen. Heute befindet sich hier wieder ein traditionelles Wirtshaus auf gutbürgerlichem Niveau.

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Ich gönne mir eine typische Spezialität: Original Miltenberger Rossäpfel, das sind Leberknödel mit einer Dunkelbiersauce, Speck, Sauerkraut und Bratkartoffeln.

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Dazu probiere ich das helle Hefe-Weißbier und ein Dunkles Bier von der Brauerei Faust. Sehr köstlich, exzellent, empfehlenswert. Die Brauerei Faust bietet immer eine Vielzahl an frischen und selbst gebrauten Bieren an. Ein absoluter Geheimtipp!

Churfranken: Miltenberg

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Die Zwillingstürme der Stadtpfarrkirche St. Jakobus weisen den Weg in Miltenbergs „gute Stube“, den Marktplatz am Schnatterloch

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Der Marktbrunnen von 1583 wird von hübschen Fachwerkbauten umrahmt, wie die gesamte Altstadt zwischen dem Mainzer und dem Würzburger Tor aus alten Fachwerkgassen besteht. Das romantische Ensemble von Marktbrunnen und Fachwerkhäusern wird auch Schnatterloch genannt und ging mit Lilo Pulver und dem „Wirtshaus im Spessart“ in die Filmgeschichte ein.

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Miltenberg, 1237 erstmals urkundlich erwähnt, dürfte der bekannteste Ort in Churfranken sein, zumal er 2012 775-jähriges Jubiläum feierte. Die Altstadt, die sich zwischen Würzburger und Mainzer Tor auf weniger als zwei Kilometern erstreckt, zeigt sich in schönstem Fachwerk, gekrönt von der Mildenburg.

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Warum gab es überhaupt so viel Fachwerk? Weil es das billigste Material für den Hausbau war. Den Stein, den besonders harten Miltenberger Buntsandstein, den man hier abbaute, exportierte man lieber, etwa zur Errichtung der Frankfurter Paulskirche, ebenso wie Holz und Wein. Lediglich die Stadtmauer entstand aus Buntsandstein.

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Am Schnatterloch durchschreiten wir den Durchschlupf in der Stadtmauer. dahinter befindet sich ein weiteres Loch, das eigentliche Schnatterloch. Hier fließt bei starkem Regen das Wasser durch die Stadtmauer und über eine Entwässerungsrinne bis zum Marktplatz. Der Name Schnatter leitet sich aus dem alten Begriff „Snade“ ab, mit dem eine Grenze bezeichnet wurde, denn der Regenwassergraben war ursprünglich einmal die Stadtgrenze. Der Name hat also nichts mit frieren oder viel reden zu tun.

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Vom Marktplatz und dem Schnatterloch erreicht man auch die Mildenburg hoch über der Stadt. Doch für diese haben wir heute keine Zeit. Schliesslich muss es ja immer noch ein paar Gründe geben, wiederzukommen.

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Viele Städte und Gemeinden haben Spott- und Spitznamen, die heutzutage vor allem im Karneval verwendet werden. Die Miltenberger sind die „Staffelbrunser“ und diesem Spottnamen wird mit dem „Staffelbrunserbrunnen“ gedacht. Auch wenn sich um die Herkunft dieses Spitznamens verschiedene Legenden ranken, ist die plausibelste Erklärung, dass diejenigen, die in früherer Zeit ihr Wasser am Staffelbrunnen holten, als „Staffelbrünnler“ bezeichnet wurden. Irgendwann wurde diese Bezeichnung auf alle Miltenberger ausgeweitet und zum „Staffelbrunser“ verballhornt. – „Brunsen“ ist das hiesige Wort für „urinieren“. Die Figuren stellen unterschiedliche Charaktere dar: der „Glee“ („Kleine“), der „Gross“ (Große) und der „Angeber“. 

Churfranken: Die Brauerei Faust

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Stattdessen treffen wir uns mit Cornelius Faust, Inhaber der Brauerei Faust. Die einstige Miltenberger Löwenbrauerei stammt von 1654. Heute ist das Brauhaus Faust die älteste Brauerei im Rhein-Main-Gebiet. Im Schatzkeller der Brauerei Faust in Miltenberg lernen wir alles Wissenswerte über den Gerstensaft. Auch der prämierte Eisbock aus dem Holzfass lagert hier unten.

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Churfranken: Mayer’s Bäck Miltenberg

Im Stammhaus der Miltenberger Traditionsbäckerei Mayer’s Bäck unterhalten wir uns mit Brotsommelier Volker Mayer. Er ist der Bäckermeister und Inhaber von Mayer’s Bäck. Seine Herzensangelegenheit ist es, besonders schmackhaftes, traditionelles Brot herzustellen. Erst seit 2015 gibt es Brotsommeliers. Volker Mayer ist einer der ersten Brotsommeliers weltweit. Er lässt uns verschiedene Brotsorten probieren, wir diskutieren nicht nur über die verschiedenen Arten von Korn, sondern auch über die Art der Mahlgrades, über die Kruste, die verschiedene Beschaffenheit der Brote und vieles mehr.

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Die Backstube, die sich im hinteren Teil des Stammhauses befand, ist seit Juni 2012 eine kleine gemütliche „Kaffeeschenke“. Hier haben die Eltern von Volker Mayer vor über 50 Jahren die Bäckerei gegründet. Nachdem der Junior 1993 den elterlichen Betrieb übernommen hatte, fing er an, das Unternehmen zu einer modernen Bäckerei mit mehreren Filialen umzubauen. Denn mittlerweile kommen die Kunden nicht mehr zu den guten Bäckereien. Doch er will nicht den Platz den Billig-Aufbackläden überlassen. Daher hat er moderne Filialen in Gewerbegebieten aufgemacht. Die neugebaute Backstube mit großem Laden und einem „Bäck Drive“ Schalter befindet sich jetzt in Großheubach. Wer das Brot probieren möchte, kann es sich über den Onlineshop bestellen.

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Churfranken: St. Kilian Distillers

Nach so viel festem Getreide widmen wir uns wieder der flüssigen Verarbeitung von Körnern zu. Den gebrannten, destillierten Körnern. Deutschlands größte Whisky-Destillerie liegt nur einen Autostunde von Frankfurt am Main entfernt am Rande von Rüdenau in Unterfranken. Wenn man das Ende der Welt sucht, dann hat man es hier zwar noch nicht erreicht. Man ist ihm aber schon sehr nah. Rüdenau ist ein sehr kleines Kaff am Ende eines Tales. Wunderschön gelegen, doch ausser den Einheimischen verirrt sich sonst kein Normalsterblicher hierher. Hier steht die Industrieruine eines Pleite gegangen Unternehmens. 20010 lernte der Investmentbanker Andreas Thümmler den irischen Master Distiller David F. Hynes in Irland kennen. Sie legten beide den Grundstein für eine Zukunft als Gründer der St. Kilian Destillerie.

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Im Heimatort von Andreas Thümmler fanden sie das leerstehende Fabrikgebäude am Ortseingang des Dorfes. Die echt schottischen Brennblasen aus Kupfer liessen die beiden in Handarbeit bei Forsythe Pot Stills fertigen. Zwei Jahre später kamen die 6.000 Liter-Kessel in der Destillerie an. Die beiden Tüftler einigten sich schliesslich auf zwei verschiedene Whisky-Stile: einen eher weichen und einen rauchig-torfigen Whisky, der sehr an Ardbeg erinnert.

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Für die Lagerung der Whiskys haben die zwei bereits reichlich Holzfässer eingekauft. Auch hier spielen sie mit verschiedenen Charakteristika: Fässer aus Eiche oder Kastanie, neue und alte Fässer, die bereits für bspw. Portweine gebraucht wurden.

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In den bereits gut gefüllten Sudkesseln köchelt der Whisky vor sich hin.

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Den ersten Whisky präsentierte St. Kilian Distillers kurz vor unserem Besuch im Mai 2019. Die limierten, bereits vor dem Start ausverkauften Erstabfüllungen „First Kilian“ und „One“ bilden die Signatur Edition.

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Jetzt lagern die Whiskys in den Fässern der Lagerhallen der ehemaligen Fabrik. Wer jetzt schon sich etwas ganz besonderes leisten möchte, kann hier auch ein ganzes Faß kaufen. Einige Fässer sind bereits reserviert.

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Churfranken: Gasthof Metzgerei Zum Stern Rüdenau

Zu guter Letzt fahren wir noch weiter in Richtung Ende der Welt, bis in den Dorfkern von Rüdenau hinein. Hier betreten wir den Gasthof Metzgerei Zum Stern Rüdenau. Der Gasthof ist seit etwa mehreren Jahrzehnten nicht mehr renoviert worden. Uns empfängt eine Einrichtung, wie man sie wirklich nur noch in urigen, alten Dorfkneipen findet. Doch dann begrüßt uns Dieter Baumann, ein junger, engagierter Koch und Gastwirt. Ein Blick auf die Speisekarte beweist, dass man sich vom ersten Eindruck nicht täuschen lassen sollte. Die Holzbanktäfelung aus den 40er Jahren kombiniert mit aktueller Tischkultur bietet ein unverwechselbares Ambiente. Die Einrichtung ist total unwichtig, wenn die Küche frisch, köstlich, regional und innovativ ist. Ein Gasthof kann nicht schlecht sein, wenn er seine eigene Metzgerei dabei hat.

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Als Vorspeise gönne ich mir ein richtig frisches Tatar, das eben erst gewolft wurde. Richtig schön klassisch angerichtet, zum selbst anrichten.

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Zum gebackenen Schnitzel wird Wirsingrahmgemüse serviert.

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Der große Salatteller mit Lachsstreifen sieht auch großartig aus.

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Die Metzgerei nebenan bietet laute frische, köstliche Spezialitäten an. Der Gasthof hat außerdem noch mehrere Räume für Feierlichkeiten.

Fazit: Churfranken ist eine wunderschöne Region. Etwas abseits vom Schuss, nicht direkt an der Autobahn, nicht direkt an einer ICE-Strecke gelegen, aber dennoch nicht weit von Frankfurt und Würzburg entfernt, bietet sich diese Destination optimal an für Wochenendausflüge oder Urlaube für gestresste Frankfurter – aber auch aus anderen Ecken des Landes. Insbesondere Genussmenschen, Wein- und Bierliebhaber, wie auch Wanderer und Radfahrer kommen hier voll auf ihre Kosten.

Service:

Das schreiben die Anderen:

Literatur:


Disclosure: Herzlichen Dank an Churfranken Tourismus für die Einladung zu dieser Pressereise. Dennoch bleibt meine Meinung unabhängig.

Dolce Frégate Hotel: Die Provence bei Bandol zwischen Wein, Oliven und Golf

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Bandol, Provence: Einst Zentrum des Jetset, heute nahezu vergessen. Doch die Franzosen feiern diesen Ort nach wie vor. Weinliebhaber pilgern hierher, zu den Winzern, zu den Restaurants, zu den Hotels. Zwischen der Provence und der Côte d’Azur liegt der kleine Küstenort Bandol. Der beliebte Ferienort ist nicht weit von Marseille und Toulon entfernt. Wir machen Station im Dolce Frégate Hotel und gönnen uns Wein, Oliven und eine Runde Golf.

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Bandol ist ein eleganter Ferienort. Knapp 8.000 Einwohner leben in dem Badeort. Neben noblen Villen mit gepflegten Gärten werden die Straßen und Gassen in Bandol von pastellfarbenen Häusern mit schmiedeeisernen Balkonen gesäumt. An der Uferpromenade stehen Palmen und Schirmpinien.

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Wie die Fußgängerzone im Zentrum lädt die Promenade zum Flanieren ein. In Bandol gibt es einen großen Jachthafen, in dem täglich Fährschiffe zur vorgelagerten Insel Ile de Bendor ablegen. Das Eiland befindet sich im Privatbesitz des Industriellen Paul Ricard. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte sich die Insel zu einem Treffpunkt des internationalen Jetsets.

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Wir flanieren über den Markt. Ich liebe die Märkte in Südeuropa. Diese sind immer so farbenfroh, voller frischer Früchte. Obst, Gemüse und Salate werden hier deutlich mehr als bei uns von der Sonne verwöhnt – und das sieht man in den knackigeren, kräftigeren Farben.

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Auch die reichhaltige Auswahl an Fischen und Meeresfrüchten lässt mir immer das Wasser im Munde zusammenlaufen.

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Köstliche Austern
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Appetit auf Seeigel?

Deutlich ruhiger und angenehmer geht es im Hinterland zu. Hier liegen schöne Hotels zwischen Weinbergen und Olivenhainen. Die typische provençalische Küche verwöhnt den Gaumen, die Weine sind perfekte Begleiter.

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Ausflug von Bandol nach Cassis

Eine halbe Stunde westlich von Bandol liegt das malerische Örtchen Cassis. Es bietet sich an, hier einen Zwischenstopp einzulegen, wenn man eh auf dem Weg von oder nach Marseille ist. Von hier aus empfehlen wir unbedingt mit den Ausflugsschiffen oder Fischerbooten eine Tour zu den berühmten Calanques zu unternehmen.

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Cassis hat eine malerische, typisch provençalische Altstadt. Im Mittelalter befand sich Cassis auf einer erhöhten Stelle, die heute Château (Burg) genannt wird. Die heutige Altstadt wurde im 18. Jahrhundert am Hafen erbaut und die befestigte Siedlung auf dem Hügel wurde allmählich aufgegeben. Die Château-Siedlung verfiel – und ist heute zu Luxusferienwohnungen ausgebaut und im Privatbesitz.

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Besichtigenswert sind das Rathaus sowie die dreischiffige Kirche Saint-Michel, die zwischen 1859 und 1867 im neoromanischen Stil errichtet wurde. Cassis lebt heutzutage hauptsächlich vom Tourismus, da keinerlei nennenswerte Gewerbe oder Industriebetriebe in der Stadt mehr vorhanden sind. Das merkt man dem Ort an. Aber an Overtourism leidet der Ort noch nicht.

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In der Altstadt dominieren kleine Kunsthandwerksläden mit den typischen Spezialitäten der Provence wie Wein, Oliven, Knoblauch, Zwiebeln, Marmeladen und viele andere köstliche Produkte. Außerdem Schmiedeeisernes oder bemaltes Steinzeug.

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Die Weine rund um Bandol

In Bandol treffen alle Bedingungen zusammen, um große und geschmacklich eigenständige Weine entstehen zu lassen. Diese herrlich sonnige Ecke im Südosten Frankreichs zwischen Toulon und Marseille ist mit ihren dem Meer zugewandten und gegen kalte Nordwinde geschützten Hängen geradezu ideal für den Weinbau. Mehr als 3.000 Sonnenstunden im Jahr, warme, aber nicht zu heiße Temperaturen aufgrund der Nähe zum Meer, lange, niederschlagsarme Herbste und die positiven Effekte des Mistral, der nach Regenfällen wie eine Schnelltrocknungsanlage wirkt und dadurch dem Fäulnisbefall vorbeugt, bieten selbst für den Anbau spätreifender Rebsorten außergewöhnlich günstige Voraussetzungen.

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Im Hinterland der Küste liegen die Weinberge von Bandol. Wie mit dem Lineal ausgerichtet ziehen sich die Reben schnurgerade an den Hängen einer Hügelkette entlang und sind in der Form eines natürlichen Amphitheaters angeordnet. Zu den Weinorten zählen weiterhin die Küstenstadt Sanary und im Inland die reizenden mittelalterlichen Bergstädtchen Le Castellet und La Cadière d’Azur sowie der Marktflecken Le Beausset. Tausende kleiner Parzellen ziehen sich entlang der Hügel auf durch Trockenmauern gestützten Terrassen. Restanques nennen sich diese dem steinigen Grund abgerungenen Flecken, auf denen außer Reben auch Olivenbäume, Aleppo-Kiefern, immergrüne Eichen und alle möglichen würzigen Kräuter gedeihen. Die Böden im Gebiet sind uneinheitlich, aber vor allem geprägt von Lehm, Kalk und Schotter. Die Südlage und die durchschnittliche Sonnenscheindauer von 3.000 Stunden im Jahr tragen zum Reifen exzellenter Rebsorten bei. Weine der Sorte Mourvèdre machen den Hauptanteil an der Rotweinproduktion aus. Auch der Rosé wird mehrheitlich aus der Mourvèdre-Traube hergestellt. Daneben sind noch die roten Sorten Grenache, Cinsault, Syrah und Carignan verbreitet. Vielfältiger ist das Traubenangebot für Weißwein. Hier gedeihen Bourboulenc, Clairette Blanche und Uni Blanc. In Bandol werden die Sorten Clairette Blanche, Bourboulenc und in geringem Umfang Sauvignon Blanc und Marsanne blanche angebaut.

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Keine andere französische Appellation hat dermaßen strenge Produktionsbestimmungen wie Bandol. Der maximale Ertrag ist auf 40 hl/ha begrenzt, das heißt nicht mehr als etwa zwei bis drei Trauben pro Stock. Beispiellos ist die Bestimmung, Trauben frisch gepflanzter Reben erst dann für den Bandol AOC zuzulassen, wenn die Stöcke ein Alter von acht Jahren erreicht haben. Die Pflanzdichte muss mindestens 5.000 Stöcke pro Hektar betragen und die Ernte ausschließlich per Hand erfolgen. Chaptalisierung, das heißt die Anreicherung des Mostes mit Zucker, um den Alkoholgehalt zu erhöhen, ist ebenso verboten wie alle Verfahren der Konzentration von Most und Wein. Für den Ausbau schreiben die Appellationsdisziplinarien eine Fasslagerung von mindestens achtzehn Monaten vor. Traditionell werden hierfür auch heute noch große Holzfuder verwendet. Doch einige Kellermeister haben – wie in anderen Gebieten auch – längst damit begonnen, Barriquefässer einzusetzen.

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Domaines Ott

Eines der bekanntesten Weingüter rund um Bandol ist mit Sicherheit die Domaines Ott. Insbesondere Liebhaber großer Roséweine werden die Flaschen mit der charakteristischen schlanken Amphoren-Form kennen. Die Geschichte des Weingutes und der Familie Ott geht bis auf das Jahr 1896 zurück, als Marcel Ott in Provence, in der schon seit der Antike Wein angebaut wird, Land erwarb. Heute gehören drei Lagen zum Weingut: Château de Selle, Clou Mireille und Château Romassan. Seit 2004 gehört das Weingut allerdings zum Champagnerhaus Louis Roederer, wird aber von den Cousins Christian et Jean-François Ott weiter betrieben.

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Wir besuchen das Château Romassan, das etwa 10 Kilometer vom Dolce Frégate Provence entfernt liegt und seit 1956 der Familie gehört. Wir bekommen eine Kellerführung und Degustation und sind sehr angetan von diesen Weinen, die das typische Terroir der Provence, des Bandol widerspiegeln.

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Die Familie Ott hat seit der Übernahme die alten Reben rausgerissen, die Weinberge mit besten Mourvèdre-Reben bepflanzt, außerdem einige Grenache, Cinsault und Syrah Weinstöcke gesetzt. Das alte Schloß aus dem 18. Jahrhundert wurde komplett restauriert.

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Die Weine der Domaines Ott, vor allem die aus der autochthonen Mourvèdre-Traube, präsentieren sich uns ganz typisch aus dieser Region, kraftvoll, robust, perfekt dem heissen Klima und trockenen Böden angepasst, wunderbar aromatisch – und mit einer tollen Länge sowohl am Gaumen wie auch im Keller zum lagern. Tolle Weine mit Charakter, die sensationell Spaß machen.

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Domaine de la Bégude

Vom Château Romassan aus geht es mit dem Jeep zur Domaine de la Bégude. Wir fahren eine halbe Stunde an Reben und Olivenbäumen vorbei in das Hinterland. Über 500 Hektar, davon 30 Hektar mit Reben bepflanzt, erstreckt sich diese Domaine. Hier streichelt der Mistral die Trauben. „Beguda“ ist provençalisch und bedeutet übersetzt „der Ort an dem man trinkt“. Und das tun wir sehr gern.

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Die Weine der Domaine de la Bégude sind etwas rustikaler, robuster, haben etwas weniger Eleganz als die Tropfen der Domaines Ott. Die Rosés präsentieren sich eher mit explosiven Aromen von Pfirsich, roten Früchten und Zitrusfrüchten und sind somit perfekte Begleiter zu typischen provenzalischen Gerichten. Die Weine der Domaine de la Bégude sind exzellente Weine für die Gastronomie und für sommerliche Atmosphäre.

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Bei einem Rundgang durch das Weingut sehen wir die für die Gegend typischen terrassierten Hänge, die zum Teil jahrhundertealten Weinbergmauern, deren Steine die Sonne am Tage speichern und über Nacht die Wärme an die Reben abgeben.

Dieses Weingut konzentriert alles, was für die Provence so typisch ist: Weine, Olivenöl, alte romanische Straßen, sensationelle Ausblicke auf das Mittelmeer, die spürbare Geschichte der Region und das typische „l’art de vivre provençal“.

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Die Weine der Domaine de la Bégude werden nachhaltig angebaut, ohne Einsatz von Herbiziden, Pestiziden oder sonstigen chemischen Einflüssen. Die Terrassen liegen bereits zwischen 350 und 420 m üNN und profitieren von den kälteren Winden. Im Keller werden einige Tropfen gezielt im Barriquefaß ausgebaut.

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Der größere Teil der Weine wird allerdings in den Edelstahltanks ausgebaut.

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Selbstverständlich verkosten wir die Weine sowie das Olivenöl.

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Und gönnen uns ein paar lokale Knabbereien dazu.

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Das Dolce Frégate Hotel

Das Dolce Frégate bietet seinen Gästen 133 Zimmer und Suiten, natürlich alle mit Klimaanlage. Alle Zimmer sind im Stil der Provence eingerichtet, fast alle bieten eine kleine Terrasse mit Blick aufs Meer. Es ist ein modernes, stylisches 4-Sterne-Plus-Hotel. Der Sprung zum fünften Stern wäre in so einer Lage, mit so einem Hotel und mit den Möglichkeiten nicht schwer. Doch angesichts der Ausrichtung des Hotels auf den MICE-Markt ist hier bestimmt der Blick auf die Corporate Governance Regeln entscheidend, die Unternehmen vorschreiben, nur in 4-Sterne-Hotels zu buchen.

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Dieser Blick auf Pool und Golfplatz zeigt sich mir erst am Morgen nach unserer Ankunft. Als wir am Vortag vom Flughafen Marseille aus das Hotel erreichen, ist bereits alles dunkel, so dass sich mein Zimmer nur mit künstlicher Beleuchtung etwas schummrig präsentiert:

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Blick auf den Pool bei Nacht

Am Abend geniessen wir im Restaurant des Dolce Frégate Provence ein Jakobsmuschel-Dinner. Der Küchenchef hat sich „La Noix de St. Jacques sous toutes ses formes“ auf die Fahnen geschrieben. Und so werden wir mit dieser kostbaren Muschel perfekt verwöhnt.

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Tartare de Saint Jacques mariné au citron vert
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Tartelette de Saint Jacques sur son lit de poireaux et coulis d’épinard
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Déclinaison de Saint Jacques d’Erquy, mousseline de potimarron et petits légumes du moment
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Pomme just caramélisée sur son fin sablé breton façon coquille Saint Jacques
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Wie für alle Dolce Hotels, so wendet sich auch das Dolce Frégate nicht nur an Urlauber sondern auch an den MICE-Markt. Insgesamt 13 Konferenzräume mit dem modernsten technischen Equipment geben Veranstaltern wie Unternehmen genügend Möglichkeiten hier auch im grossen Stil Events zu organisieren.

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Golf Dolce Frégate: Golf am Golf

Der spektakuläre Golfplatz hat 27 Löcher: Ein 18-Loch-Golfplatz und ein 9-Loch-Golfplatz bieten genügend Abwechslung für den Urlauber. Zumal eigentlich von fast überall der Blick auf den Golf, auf das Mittelmeer möglich ist. Wer noch etwas lernen möchte, der kann sich bei der Golf Akademie zum Unterricht anmelden.

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Und so probieren wir es ebenfalls und versuchen uns mal etwas beim Golf spielen. Wenn auch die wenigsten von uns schon mal vorher einen Golfschläger in der Hand gehalten haben. Aber mal so zwischendurch ein paar arme, kleine, weiße Bälle über eine schön gepflegte Rasenfläche zu prügeln macht schon Spaß.

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Disclosure: Herzlichen Dank an Dolce Hotels für die Einladung ins Dolce Frégate in die Provence. Unsere Meinung bleibst selbstverständlich davon unabhängig.

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Service:

FC Bayern München: Tourismusregion Istrien ist neuer Partner

Zwei starke und bekannte Marken wollen gemeinsam wachsen: Der FC Bayern München hat sich als strategischen Partner die kroatische Tourismusregion Istrien ins Boot geholt. Der Fußballclub aus der bayerischen Landeshauptstadt erhofft sich davon noch mehr Bekanntheit durch das sympathische und genussreiche Land am Mittelmeer. Der Verein freut sich auf perfekte Trainingsplätze in mediterraner Landschaft, die Spieler träumen bereits von Wein, Weib und Gesang mit Trüffeln, Wein, Olivenöl aus Istrien. Vor dem Fußballspiel FC Bayern – FSV Mainz 05 am vergangenen Sonntag stellte  Denis Ivošević, der Direktor des Tourismusverbandes in Istrien, die neue Partnerschaft vor.

“Deutschland ist unser wichtigster Markt und innerhalb dieses Marktes hat Bayern den größten Anteil. Auf der anderen Seite ist Istrien eine Tourismusdestination, die sich dynamisch verändert und schnell ihre Qualität erhöht”, führte Denis Ivošević gegenüber Vertretern der Presse in der Allianz Arena aus.

Der FC Bayern München trifft nicht auf einen unerfahrenen Partner, die Kroaten haben bereits mehrere strategische Partnerschaften. So will nicht nur der FC Bayern von der Halbinsel in der Adria profitieren, sondern bereits BMW, Cube, Bosch, Turkish Airlines, Hering Berlin sowie Mastercard.

Zusammen mit diesen Partnern will Istrien mehrere Zielgruppen noch besser erschliessen. Mit Mastercard und Turkish Airlines wird das Lifestyle-Segment erschlossen, mit BMW, Cube Bikes und Bosch wird Istrien als „Bike-Destination“ vermarktet, egal ob motorisiert oder per Muskelkraft – und auch die Cabrio- und Elektroauto-Fahrer. Bosch hat in Istrien 40 Aufladestationen für eBikes und 17 Charger für Elektroautos aufgestellt. Und Hering Berlin ist ein profilierter Partner für das Istria Gourmet Festival.

Und warum jetzt der FC Bayern München? Der Verein ist mit über 290.000 Mitgliedern der größte Sportverein der Welt, außerdem gibt es über 340.000 Fanclub-Mitglieder. FC Bayern ist eine weltweit starke Marke. Wenn die Bayern in Istrien trainieren, dann werden höchstwahrscheinlich auch ein paar Bayern-Fans vor Ort einkehren und die Schönheit der Halbinsel erkunden.

Istriens Schönheit ist vielfach ausgezeichnet. Von 2010 bis 2018 ist Istrien beim ADAC als „favourite holiday region for German car drivers“ ausgezeichnet. Und der Gourmetguide für Olivenöl Flos Olei zeichnet Istrien seit 2016 bis 2019 als die „Worlds Best Olive Oil Region“ aus.

Istrien möchte den Gourmet Tourismus ankurbeln. Mit über 800 Restaurants und Konobas, mit Kochkursen und Weintourismus, mit sieben Weinstraßen und über 140 Winzern sowie etwa 600 Sommeliers zieht Istrien derzeit etwa 235.000 Weinbesucher pro Jahr an.

Außerdem punktet die Region mit Trüffeltourismus. Istrien ist weltweit die einzige Region die sowohl weiße Trüffel – die sonst vor allem im italienischen Alba wachsen – und schwarze Trüffel – die vor allem aus dem französischen Perigord stammen – bieten kann. In Istrien werden von etwa 2.500 Trüffeljägern und 160 Trüffelsommeliers pro Jahr etwa 10 Tonnen Trüffelpilze gefunden. 1999 wurde hier der größte weiße Trüffel der Welt gefunden.

Das alles sind also schon alleine viele Gründe nach Istrien zu reisen. Und das werden auch die Spieler des FC Bayern erkennen. Nachdem sie in den letzten drei Jahren schon die großartigen Vorzüge des Trentino kennenlernen konnten – und mit Sicherheit einige Flaschen vom TrentoDOC dabei vernichtet haben – können sie jetzt also Wein, Olivenöl, Trüffel und die vielen anderen Vorzüge in Istrien geniessen.

Achja, Fußball wurde am Sonntag auch noch gespielt. Es war eine ganz knappe Kiste. Der FSV Mainz 05 hätte zu jedem Zeitpunkt das Spiel drehen können. Also dann, wenn die Mainzer ihre Offensive dabei gehabt hätten und den Willen, etwas mehr vom Spiel zu haben. Hatten sie aber nicht. Oder anders ausgedrückt – Ironie off: Der FSV Mainz 05 wurde mit 6:0 (3:0) vom Platz gefegt. Der individuelle Klassenunterschied zwischen den verschiedenen Spielern war sehr deutlich. Der FC Bayern, derzeit punktgleich mit BVB Dortmund, baut in den letzten drei Spieltagen extrem sein Torverhältnis aus. Der Ball zirkulierte hauptsächlich zwischen den Bayern-Spielern. Ein Zeichen, dass die Mainzer noch im Karneval oder schon in der Fastenzeit/Ramadan oder bereits in den Osterferien waren.

Nur das wundert einen ja eh nicht mehr. Doch frage ich mich schon, wie viel besser die Spieler des FC Bayern München denn noch spielen werden, wenn sie erstmal mit den Genüssen Istriens gestärkt sind. Und die jetzige Partnerschaft ist erst der Anfang. Istrien ist jetzt „lediglich“ strategischer Partner, der FC Bayern hat mehrere Partnerschaftsmodelle. Nach Aussagen von Tourismusdirektor Denis Ivošević wollen die Kroaten das Partnerschaft intensivieren und so auch auf den Banden im Stadion stehen. Nun denn, Glück auf!

Tenuta Perano: Das neue Weingut im Herzen des Chianti Classico

Ein einzigartiges Weingut mit tollen Weinen: Die Familie Frescobaldi hat sich ein weiteres Weingut zugelegt und präsentiert jetzt die ersten Weine. Bei einer Degustation in München erklärte Lamberto Frescobaldi den versammelten Journalisten, Sommeliers und Gastronomen was die Familie mit dem Weingut vor hat.

Zum Imperium des toskanischen Weinproduzenten Frescobaldi, mit seiner 700 jährigen Familiengeschichte, zählen sieben Weingüter. Die 250 Hektar Weinberge der Tenuta Perano befinden sich vorwiegend in der Gemeinde Gaiole im Chianti, ein Gebiet das geschaffen ist für die Rebsorte Sangiovese. Zwei Weine seines neuesten Weinguts Tenuta Perano stellte Marchese Lamberto Frescobaldi am 19. November in München, gemeinsam mit Romana Echensperger, Master of Wine, vor. 

Hier ein Einblick auf das Herz der Toskana:

Von großem Vorteil für die Rebsorte Sangiovese sind die günstige Süd-West Ausrichtung, die einem Amphitheater gleichende Form der Weinlagen, die 500 Meter Höhenlagen und die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, insbesondere im September. Der steinige Boden und das steile Gefälle begünstigen zudem positiv die Entwässerungskapazität. Alles zusammen helfen diese natürlichen Vorgaben dem verantwortlichen Önologen Nicolò d’Afflitto um gut strukturierte Rotweine, reich an intensiven, fruchtigen Aromen zu vinifizieren. 

Den Löwenanteil des Verdienstes für den großartigen ersten Jahrgang 2015 muss der Witterung zugesprochen werden. Es war ein extrem warmer Sommer, mit lediglich zwei Regenfällen im August, und die außergewöhnlich gesunden und qualitativ hochwertigen Trauben konnten im September trocken eingebracht werden. Ein wahrlich optimaler Start für die neue Tenuta Perano, der Familie Frescobaldi. 

In traumhafter Lage, inmitten der Weinberge, wurde eine neue, große Kellerei gebaut die sowohl für die Vinifizierung, wie auch für die Reifung der Weine, ausgerichtet ist. Seit kurzer Zeit ist die Tenuta auch für Besucher geöffnet. 

Marchese Lamberto, der Präsident des Unternehmens Frescobaldi, erzählte: „Wir haben im März 2014 dieses wunderbaren Fleckchen Erde erworben, und ein Jahr benötigt um seine Besonderheiten und die besten Möglichkeiten zu erforschen. Deshalb entschieden wir uns nicht die Ernte 2014 auf den Markt zu bringen, sondern erst den Jahrgang 2015. Unserer Meinung nach ist es ein äußerst hochwertiger Jahrgang mit Komplexität, der Langlebigkeit verspricht. Unser Wunsch war es, im Herzen des Chianti Classico, einen Wein zu produzieren, der den Charakter des Terroirs widerspiegelt.“

Romana Echensperger, Master of Wine, stellte die zwei Rotweine vor, einen Chianti Classico Annata und einen Chianti Classico Riserva – beide Jahrgang 2015.

Hauptsächlich Sangiovese wurde für die beiden Weine vinifiziert, der 24monatige Ausbau erfolgte teils in Edelstahl und in Barrique. In der Nase verlockte bei beim Annata ein zarter Blütenduft vereint mit fruchtigen Noten, die an Brombeere, Himbeere und Kirsche erinnern. Balsamische Aromen, würzige, pfeffrige Noten und eine angenehme Tanninstruktur machen die Weine zu angenehmen Begleitern von Fleischgerichten, allen voran natürlich zu einer Fiorentina. Aber auch zu einer perfekt rosa gebratenen Entenbrust mit Rosmarin und Reis.

Le Gourmand Gewinnspiel: 6 Weinpakete von Domaines Barons de Rothschild (Lafite) zu gewinnen

Hawesko, das Hanseatische Wein & Sekt Kontor, ist Deutschlands führender Versandhändler für hochwertige Weine und Champagner. Seit der Gründung 1964 hat sich das Unternehmen zu einem der bedeutendsten deutschen Importeure von Weinen aus aller Welt entwickelt. Fast ebenso lange besteht schon die Partnerschaft zwischen Hawesko und den Domaines Barons de Rothschild (Lafite). Für den 4. Advent hat Hawesko in Verbindung mit der Domaines Barons de Rothschild (Lafite) für Euch ein ganz besonderes Paket geschnürt: Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hat sechsmal je drei Flaschen für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt bekommen, die wir hiermit zum Advent sehr gern verlosen möchten. Alles was Ihr tun müsst: Bis spätestens Montag, 24.12.2018, 14 Uhr, eine Frage beantworten.

Zum vierten Advent, mithin also zu Weihnachten 2018 könnt Ihr drei grossartige Tropfen, die ich selbst neulich genießen konnte, gewinnen. Allerdings halt: Es geht nicht um einen großen Bordeaux aus dem Hause Lafite. Aus Frankreich ist gar nur eine Flasche Champagner in dem Gewinn dabei. Viel spannender und interessanter sind die zwei Bouteillen vom Weingut Los Vascos aus Chile. Sechs Gewinner können also je ein Paket gewinnen bestehend aus:

  • Champagne Barons de Rothschild Brut
  • 2017 Los Vascos Sauvignon Blanc
  • 2016 Los Vascos El Aniversario Gran Selección

Chile, die Basken, die Rothschilds und der Wein

„Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, ein Pionier in Chile zu sein, und mein Team vor diese Herausforderung zu stellen.“ So erklärt es Baron Eric de Rothschild. Er war der erste aus der Familie Rothschild, der die Winzerfamilie aus dem Bordelais in die weite Welt hinausführte. Das Weingut, das er in Chile kaufte, hat eine lange Geschichte. Die Familie Echeñique kam aus dem Baskenland und pflanzte um 1750 im Colchagua Valley die ersten Rebstöcke auf dem heutigen Weingut Los Vascos. Damit legte sie den Grundstein für den chilenischen Weinbau. Überaus erfolgreich produzierte Familie Echeñique im Laufe der Jahrhunderte chilenische Weine mit französischem Akzent. Mit der chilenischen Agrarreform im Jahr 1970 wurden alle Großgrundbesitzer enteignet. Familie Echeñique kaufte aber Ende der 1970er Jahre das Weingut zurück. Als Andenken an die ersten Besitzer nannten sie das Weingut Los Vascos, was übersetzt „Die Basken“ bedeutet.

Nach der Übernahme durch Éric de Rothschild wurde umfangreich investiert, Ziel war es Spitzenweine mit der Qualität der eigenen Bordeaux zu produzieren. Die bestehenden Rebflächen wurden umstrukturiert, neue Flächen bepflanzt, die Bewässerung perfektioniert und eine eigene Wetterstation eingerichtet. Die reichhaltigen Terroirs um Los Vascos und das immense Know-how der Produzenten bringen jedes Jahr Spitzenweine hervor. Hier schmeckt man förmlich die Leidenschaft der Winzer, die einzigartige Qualität des Bodens und der Reben.

Champagne Barons de Rothschild

Nur wenigen ist bekannt, dass die Familie Rothschild auch Champagner im Programm hat.  Die Wurzeln des neuen Champagnerhauses liegen in Vertus an der Côte des Blancs, wo der Chardonnay die wichtigste Rebsorte ist. Die Böden sind dort sehr kreidehaltig, was dem Wein eine spritzige Säure verleiht. Weitere Weinberge der Rothschilds finden sich im Montagne de Reims. Hier dominiert Pinot Noir und die Weine sind sanfter und anschmiegsamer. Die Cuvée daraus macht die Rothschild Champagner einzigartige. Genau diese Eigenart ist es, die den großen Champagnerhäusern ihren Ruhm beschert. Klassischer Champagner zeigt ist frisch und fein im Geschmack. Bei Barons de Rothschild hat man das verstanden. Anstatt unzähligen Stilistiken hinterherzurennen sind alle Weine vom Chardonnay geprägt, recht säurehaltig, schlank und grazil. Die Dosage ist niedrig gehalten, um das Terroir so deutlich wie möglich zu zeigen. Denn die Weinberge der Rothschilds gehören zu den besten der Champagne. Das Haus besitzt Lagen in berühmten Orten wie Mesnil-sur-Oger, Oger oder Avize. Vollernter wird man bei Barons de Rothschild nicht finden. Dafür aber kilometerlange Kellergewölbe in denen die Flaschen sur lattes, auf der Hefe, lagern. Mindestens 15 Monate bleiben die Weine in Kontakt mit der Hefe, was zu besonders feiner Perlage führt.

Die Frage zum Gewinnspiel lautet:

In welchem Jahr kaufte die Familie Domaines Barons de Rothschild (Lafite) das Weingut Viña Los Vascos – und wurde somit Pionier in Chile?

Mein Tipp: Auf der Webseite von Hawesko wirst Du mit Sicherheit unter dem Link zu Winzer schnell fündig!

Bitte sende die Antwort auf diese E-Mail-Adresse. Bitte teile uns dabei Deine Anschrift und E-Mail mit, sonst können wir Dir Dein Weinpaket der Domaines Barons de Rothschild (Lafite) nicht zusenden.  Achja, nach DSGVO-Regeln erklärst Du dich mit der Teilnahme natürlich einverstanden, dass im Gewinnfall Deine E-Mail und Anschrift zum Versand gespeichert werden. Alle anderen Daten verbleiben bei uns. 

Und so erhöhst Du Deine Gewinnchance:  

  • Werde Fan unser Facebook-Fanpage.
  • Like den Post zu diesem Gewinnspiel.
  • Verlinke unter dem Post jemanden, mit dem Du diesen Gewinn gern zusammen geniessen möchtest.
  • Beantworte unsere Gewinnspielfrage. 

Und jetzt gilt: Viel Erfolg! Meine Glyxfee wird die 6 Gewinner aus allen Einsendungen ziehen.
Einsendeschluß ist Montag, 24.12.2018, 14 Uhr mittags. Rechts- und Linkswege sind ausgeschlossen.
Falls Du dann leider nicht gewonnen hast, kannst Du Dir natürlich dennoch gern noch die Weine der Domaines Barons de Rothschild (Lafite) gönnen. 

Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin und die Domaines Barons de Rothschild (Lafite) in Kooperation mit Hawesko sagen Prost!

Service:

Südtirol: Die Heimat von Speck, Käse, Apfel und Wein

Roland Trettl ist landesweit bekannt als Fernsehmoderator und Fernsehkoch. Mit den Shows The Taste, Kitchen Impossible, Grill den Profi  und First Dates – Ein Tisch für zwei ist er einem Millionenpublikum bekannt geworden. Doch sein Vorleben ist viel interessanter: Roland Trettl stammt aus Südtirol und war vom Guide Michelin mit einem Stern gekrönt – bevor er sich dem schnöden Mammon zuwandte. 

Roland Trettl ging durch die exzellente Schule von Küchengott Eckart Witzigmann, er kochte im Aubergine, im Tantris, war für Witzigmann im Restaurant Ca’s Puers auf Mallorca und führte das Restaurant Ikarus in Salzburg. Die exzellente Kochkunst liegt dem Südtiroler also im Blut. Die Liebe zu den Produkten vor allem – oder besser: zu den Lebensmitteln. Denn darauf legt er selbst allergrößten Wert: Wir leben von Lebensmitteln, wir kochen und essen, damit unser Körper funktioniert, damit wir gut leben können. Das Wort „Produkt“ hört sich künstlich an, eher wie ein maschinell hergestelltes Teil. Wir essen jedoch natürliche Dinge, die auf bzw. in unserer Erde wachsen. 

Vor wenigen Tagen präsentierte Roland Trettl einige der besten Lebensmittel aus seiner Heimat: Speck, Käse, Äpfel und Wein. Genau diese Lebensmittel spiegeln die traditionelle Lebensweise und Geschichte Südtirols. 

Roland Trettl ist ein waschechter Südtiroler. Er ist in Bozen geboren und aufgewachsen. So ist er perfekt geeignet, um Südtiroler Lebensmittel vorzustellen. Mit 16 Jahren hat er eine Kochlehre begonnen, da es zum Eishockey-Profi nicht gereicht hat. Mit 21 Jahren hat er Südtirol verlassen, und zu Eckart Witzigmann gegangen. Jetzt ist Roland Trettl das Gesicht der Kampagne zu EU-Gütesiegeln „Europa, wo Qualität zu Hause ist“. 

Das Förderprogramm informiert drei Jahre lang über die Qualitätsversprechen, die mit den europäischen Gütesiegeln geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) und geschützte geografische Angabe (g.g.A.) sowie der Auszeichnung DOC (Italienisch: „Denominazione di origine controllata“ für kontrollierte Herkunftsbezeichnung) verbunden sind.

Von 2018 bis 2020 klärt die Kampagne mit dem Untertitel „Authentischer Geschmack mitgarantierter Herkunft“ am Beispiel von Südtirol DOC Wein, Südtiroler Apfel g.g.A.,Südtiroler Speck g.g.A. und Stilfser g.U. Käse Fachleute aus Handel und Gastronomie sowie Verbraucher darüber auf, welche Garantien die EU-Gütesiegel geben und welchen Mehrwert sie für Konsumenten und Produzenten bergen. Initiatoren der Kampagne sind das Südtiroler Apfelkonsortium, das Konsortium Stilfser Käse, das Südtiroler Speck Konsortium und das Konsortium Südtirol Wein. Das von der Europäischen Union geförderte Programm umfasst Aktionen im Heimatmarkt Italien und in den Exportmärkten Deutschland, den Niederlanden und Schweden.

Für den Handel sind insgesamt 540 Verkostungstage mit Südtiroler Apfel, Südtiroler Speck und Stilfser Käse geplant. Dabei sollen Endverbraucher sich davon überzeugen können, dass Produkte mit geschützter Herkunftsbezeichnung auch geschmacklich den Unterschied machen. Zudem sind 12 Seminare zur Schulung von angehenden Wein-Profis vorgesehen. Darüber hinaus setzt die Kampagne auch auf die Zusammenarbeit mit Influencern. So erhalten mehrere Food- und Weinblogger die Gelegenheit, die vier Produkte mit EU-Gütesiegel kennenzulernen und sich bei Studienreisen nach Südtirol von den traditionellen und kontrollierten Herstellungsmethoden zu überzeugen.

EU-Gütesiegel stehen für garantierte Herkunft und Qualität

Die Gütesiegel der Europäischen Union zeichnen landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel aus, die eng mit ihrer Herkunftsregion, handwerklichen Traditionen und den Menschen, die sie herstellen, verbunden sind. Sie geben Verbrauchern die Sicherheit, ein authentisches und kontrolliertes Qualitätsprodukt zu kaufen. So garantiert die geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.), dass alle Produktionsschritte nach traditionellen Methoden in der Herkunftsregion erfolgt sind. Die geschützte geografische Angabe (g.g.A.) dokumentiert, dass mindestens ein Produktionsschritt nach festgelegten Kriterien in der Herkunftsregion stattgefunden hat. Damit sind die Erzeugnisse rückverfolgbar – ein Aspekt, der für Konsumenten immer wichtiger wird. Das gilt auch für den Südtirol DOC Wein, den Südtiroler Apfel g.g.A., den Südtiroler Speck g.g.A. und den Stilfser g.U. Käse. Mit EU-Gütesiegel ausgezeichnet, stehen diese Produkte mit geschützter Herkunftsbezeichnung für Qualität aus der Region Südtirol und beispielhaft für Qualität aus Europa.

Qualitätsprodukte Wein, Apfel, Speck und Käse

Die DOC-Herkunftsbezeichnung für Südtiroler Weine existiert seit 1971. Heute sind mehr als 98 Prozent der gesamten Rebfläche Südtirols DOC-klassifiziert. Alle Weine aus dem DOC-Gebiet unterliegen strengen Qualitätskontrollen – beispielsweise mit einer Begrenzung des Höchstertrags, Mindestwerten für Alkohol- und Säuregehalt und vieles mehr. Dank seiner geografischen Lage und dem milden, alpin-kontinentalen Klima stellt Südtirol auf 5.400 Hektar Rebfläche ein überaus facettenreiches Weinanbaugebiet dar. Hier wachsen 20 verschiedene Rebsorten – etwa 60 Prozent davon sind weiß, 40 Prozent davon sind rot.

Der Südtiroler Apfel g.g.A. ist seit 2005 von der EU als geschützte geografische Angabe anerkannt. Mit 300 Sonnentagen im Jahr, viel Regen im Frühling, einem in der Regel milden Sommer und Herbst bietet die Region ideale Bedingungen für den Apfelanbau auf bis zu 1.000 m Höhe. Dieses einzigartige Klima, gepaart mit einem kontrollierten, naturnahen und ökologischen Anbau, verleiht dem Südtiroler Apfel seine typische saftige und knackige Qualität. Aktuell tragen 13 Sorten das g.g.A.-Siegel: Braeburn, Elstar, Fuji, Gala, Golden Delicious, Granny Smith, Idared, Morgenduft, Jonagold, Pinova, Red Delicious, Topaz, Winesap.

Der Südtiroler Speck g.g.A. trägt seit 1996 die geschützte geografische Angabe. Die sorgfältige Auswahl des Schweinefleischs sowie klare Leitlinien und Kontrollen bei der Produktion machen den Südtiroler Speck unverwechselbar. Der Leitsatz der Hersteller„Wenig Salz, wenig Rauch und viel frische Luft“ ist Teil der gelebten Handwerkstradition,die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Typisch für den Südtiroler Speck sind sein würziger und leicht rauchiger Geschmack – nur der beste Speck bekommt das historische Brandsiegel.

Der Stilfser g.U. Käse ist seit 2007 von der EU als einziger Käse Südtirols mit geschützter Ursprungsbezeichnung anerkannt. Das spricht für traditionelle Qualität und den historischen Bezug zum Ursprungsgebiet: Die Herstellung des „Stilfser“ lässt sich bis ins Jahr 1914 zurückverfolgen. Es handelt sich um einen für die Region typischen Käse, der mindestens 60 Tage gereift ist. Hierfür wird frische Kuhmilch von Südtiroler Bergbauernhöfen, die größtenteils oberhalb von 1.000 Metern Höhe liegen, innerhalb von 48 Stunden verarbeitet. Derzeit wird der Stilfser von Mila im Werk Bruneck und in der Sennerei Burgeis produziert.

Service:



Food & Life 2018: Weinseminare für Liebhaber

Der Herbst steht in München ganz im Zeichen der Genussmessen. So startet am 28. November auf dem Messegelände München die Food & Life 2018. Bis zum 2. Dezember kann man sich über aktuelle Trends in und für die Küche informieren, Lebensmittelproduzenten treffen, verkosten und auf den zahlreichen Workshops sein Wissen erweitern.

Nach dem Erfolg ihrer Weinseminare auf der ‚Food & Life 2017‘  vermitteln Andrea Vestri und Jean Jacques Marcel, Inhaber und Dozenten der European Wine Education bereits zum zweiten Mal mit Spaß den Zugang zum Weinprobieren mit System. Mehrere 45minütige Seminare finden täglich an den fünf Messetagen statt.

‚Sensorik – die Kunst der Weinverkostung‘ zeigt dem Teilnehmer einen Weg mit allen Sinnen Wein zu erfahren. Sehen, riechen, schmecken – wie sie es richtig machen zeigen die beiden anhand verschiedener Beispiele.

Italien liegt nah, nicht ohne Grund wird München oft als ‚nördlichste Stadt Italiens‘ bezeichnet. Es verwundert die meisten Münchner Weinliebhaber daher nicht, dass sich das Seminar ‚Rosso! Die Vielfalt der italienischen Rotweine‘ ausführlich mit den Rotweinen vom Stiefel beschäftigt.

Ebenso ein italienischer Klassiker ist Lambrusco. Im Seminar ‚Lambrusco – die Vielfalt des italienischen Klassikers‘ erfahren die Teilnehmer Spannendes und Überraschendes über den oft verkannten Wein aus der Emilia-Romagna. Als Aperitif oder überraschenden Speisebegleiter können hochwertige Lambruscos überzeugen.

International wird es bei ‚Weißwein international‘. In 45 Minuten treten Sie eine Reise durch die Welt der Weißweine an. Der Vergleich der wichtigsten weißen Rebsorten entführt auf eine außergewöhnliche Sinnesreise.

Wie wichtig die richtige Glaswahl ist, erfährt man bei ‚Wenn das Glas vom Wein erzählt‘. Auch ungeübte Nasen und Gaumen erkennen bei der Gegenüberstellung verschiedener Gläser die gewaltigen Unterschiede. Tom Rinser, Entwickler der Sensis Plus Gläser der Firma Eisch, zeigt mit Andrea Vestri welchen Unterschied Gläser bei der Verkostung machen. Bei einer Kostprobe von tollen Weinen zeigt es sich, wie ein Spitzenglas die Aromen vollkommen zur Geltung bringen lässt. Vorsicht! – Macht Lust die Weingläser im heimischen Schrank sofort auszutauschen.

Blubberndes ist im Glas, wenn es heißt‚ Champagner & Co. – feinste Perlen im Glas‘. Die Teilnehmer werden entführt die Welt des Champagners mit dem Rest der Schaumweinwelt zu vergleichen. Das Seminar verspricht tolle Entdeckungen.

‚Wein trifft Schokolade‘ entführt alle Süßmäulchen in die Weinwelt. Eine spannende Erfahrung erwartet den Seminarteilnehmer, wenn Andrea Vestri und Jean Jacques Marcel die unterschiedlichen Aromen von Schokolade und Wein kombinieren.

Die Plätze für die Seminare sind begrenzt. Es empfiehlt sich daher bereits jetzt für die Seminare anzumelden

Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten

Jungwinzerinnen Kalender 2018: Die 12 schärfsten Winzerinnen Österreichs

Jungwinzerinnen Kalender 2018
Es wird sehr heiß! Wenn da mal nicht der Funke überspringt und das eine oder andere Männerherz in Flammen steht… Es heisst nicht umsonst in dem bei Kindern beliebten – und vor allem bei Eltern gefürchteten – Schlauchgymnastik-Lied: „Schlauch nach rechts, Schlauch nach links, nach oben und nach unten…“ Für die 15. Auflage des Jugendprojektes Jungwinzerinnen Kalender haben es wiederum zwölf Weingüter in den Kalender geschafft, deren Nachwuchs sich bei einer Kalendergala beim Weingut Feuerwehr Wagner in Wien-Grinzing präsentierte. Die hatten wahrscheinlich auch gleich die richtigen Schläuche zur Hand, um jeden Funken zu löschen. Oder zumindest zum Wein abfüllen.

Jungwinzerinnen Kalender 2018

Dieser Winzerkalender, erklärt Dr. Ellen Ledermüller-Reiner, Herausgeberin des Jungwinzerinnen Kalenders, „soll burgenländische, niederösterreichische, steirische und Wiener Betriebe einem breiten Publikum bekannt machen und möchte auf moderne, sympathische Weise das Vermarkten der gehaltvollen Weine unterstützen. Wer wäre da besser geeignet als der eigene Winzerinnen Nachwuchs. Weinwerbung und Tourismuswerbung sind das Ziel dieser Maßnahme.“ Die Weinbotschafter im In- und Ausland sind bereits ab Anfang September erhältlich. Als „Kalender-Pate“ fungierte diesmal Richard Lugner. Die Weinkellerei Lenz Moser AG ist Premium-Sponsor. (mehr …)

Trado: Italienische Spezialitäten aus exklusiven Manufakturen

Trado Italienische Spezialitäten
img_7997Italienische Spezialitäten für Deutschland: Wieder bestätigt sich, dass München die nördlichste Stadt Italiens ist. Denn Trado , der Händler für erstklassige italienische Lebensmittel, hat sich in der schönen Stadt am Isarstrande niedergelassen. Des Bayernlandes schönste Zier ist nicht nur bekannt für sein schönes Bier. Von hier werden auch Käse, Wein, Wurst, Foie gras und vieles mehr via Trado in Deutschland durch Marco Zamarco repräsentiert.

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Das Ziel der Firma ist es, italienische Spezialitäten und deren Typizität und zugleich die Unterschiede, die jeder auch noch so kleine Landstrich in Italien aufzuweisen hat, hervorzuheben. Sie möchte die Kenntnisse und das Verständnis der verschiedenen nationalen Gewohnheiten anhand der italienischen Spezialitäten und Weine zeigen, die ein Ausdruck von Tradition und Usancen, aber vor allem ein Zeugnis der Geschichte der Personen und der Landschaften darstellen. (mehr …)

Belfort: Das leise Lächeln des Löwen

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Das Tor zwischen Burgund und Elsass: Belfort ist eine stolze Stadt, eine unbesiegte Stadt. Nachdem der Ort geographisch eigentlich zum Elsass gehörte, zählt er heute zur Franche-Comté. Und das verdankt er Reichskanzler Otto von Bismarck. Der Ort ist nicht nur geschichtlich bedeutsam. Die Franche-Comté ist die Heimat exzellenter Käse, unbekannterer Weine und einiger französischer Industrieunternehmen. Das bekannteste davon ist sicherlich Peugeot im Städtchen Sochaux. Deutlich kleiner ist der Ort Fesches-le-Châtel. Dafür gehört der Topfproduzent Cristel zur Premiumklasse der Welt. Unsere Co-Autorin Sigrun Lüddecke war für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin vor Ort.

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Früher hatte die Festung Belfort eine große strategische Bedeutung, sie gehörte unter dem deutschen Namen Beffert bis zum Westfälischen Frieden 1648 zum habsburgischen Sundgau und zum Heiligen Römischen Reich und danach erst zu Frankreich.

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Von Berlin buchen wir den Flug bis Basel-Mulhouse-Freiburg, denn das Territoire Belfort befindet sich nur ca. 50 Kilometer südwestlich von Mülhausen und ist mit seinen 609 qm das kleinste Departement Frankreichs. Die Landschaft ist sehr reizvoll, die mit Bergen, Tälern, Gewässern und Wäldern sowie durch Tradition und fremde Einflüsse geprägt ist. Das Gebiet liegt sehr zentral am Fuß der Vogesen und vor den Toren der Schweiz, den Südelsässer Weinbergen und Deutschland und wirkt dennoch etwas verschlafen, was aber nicht negativ ist. Das Département Belfort wiederum gehört zur Region Bourgogne-Franche-Comté, die erst kürzlich aus dem Zusammenschluss der Franche Comte mit dem Burgund entstanden ist.

In den Jahren 1870/71 fand hier eine der wichtigsten und längsten Schlachten des Deutsch-Französischen Krieges statt, in dem die Truppen unter Oberst Denfert-Rochereau 103 Tage lang der preußischen Belagerung widerstanden. Dann aber kam der ausdrückliche Befehl der französischen Regierung, die Festung und Stadt am 16. Februar 1871 den feindlichen Truppen zu übergeben, die teilweise die Festung schleiften. Durch diesen langen, erfolgreichen Widerstand wurde Belfort und seine Zitadelle zum Symbol des französischen Freiheits- und Kampfeswillen. Seine Berühmtheit erlangte sie nach den Krieg, denn im Gegensatz zum Elsass, das an Deutschland abgetreten wurde, blieb Belfort französisch. Dank Otto von Bismarck. Denn Bismarck hatte Respekt vor dem Mut der starken Franzosen in ihrer Festung. Er genehmigte den Abzug der französischen Truppen mit ihren eigenen Waffen. Und beliess das bis dahin elsässische Belfort als Stadt bei Frankreich, während Elsaß-Lothringen heim ins Reich kam.

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Wein aus Uruguay: Vier Bodegas im Vergleich

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Uruguay ist nicht so sehr das zentrale Land für kulinarische Touristen, oder wie es in Neusprech heißt: für Foodies. Noch nicht. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass es das nur zweitkleinste Land in Südamerika ist und gerne übersehen wird, neben Brasilien und Argentinien, oder auch, weil man es nur nach einem mehrstündigen, etwas beschwerlichen Flug erreichen kann. Zumal Economy auf dieser Langstrecke nicht bequem ist. Uruguay und insbesondere der Wein aus Uruguay könnte aber der Geheimtip für die Foodies werden, wenn nur erst mehr bekannt wird über die interessanten gastronomischen Angebote dieses Landes. Unser Co-Autor Dr. Jürgen Kagelmann scheute keine Mühen sich durch die Kreszenzen von Uruguay durchzutrinken.

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Wein aus Uruguay: Holzfässer mit Rotwein im Keller der Bodega Juanicó-Deicas

Dazu zählt an erster Stelle der Wein. Ja, Uruguay ist ein bemerkenswertes Weinland! Angebaut werden hier erstaunlich viele Sorten – Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Syrah bei den Rotweinen und Chardonnay, Sauvignon Blanc, Gewürztraminer, Muscatel und Grauburgunder bei den Weißweinen.

Eine besonders wichtige Gegend, in der Wein hoher Qualität produziert wird, sind die Hügel im Departement Canelones. Dort existieren 270 große, mittlere – und immer mehr kleinere Winzereien, die auch viel ausprobieren und experimentieren. Dem expliziten Kenner südamerikanischer Weise ist die älteste Rebsorte „Tannat“ ein Begriff – in Mitteleuropa ist sie leider immer noch viel zu wenig bekannt und hat den Gout des Geheimnisvollen. 1870 oder 1875 soll sie von baskischen Einwanderen eingeführt worden sein, denn ursprünglich stammt sie aus dem französischen Baskenland. Man pflegt sie in Uruguay für einen wirklich hervorragenden Rotwein und auch einen Rosé-Wein und sie ist schlicht die erfolgreichste Rebsorte im südlichen Südamerika.

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Tai’an: Die unterirdische Attraktion – The Great Rift Valley of the Taishan

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Die Stadt Tai’an im Nordosten Chinas, in der Provinz Shandong, ist für so manche einzigartige Sehenswürdigkeiten bekannt, vor allem solche mit philosophischer Bedeutung. Schliesslich lebte und starb hier der grosse Konfuzius. Aber die zunehmende touristische Entwicklung hat zu einigen originellen Neuigkeiten geführt, die die Unbedenklichkeit demonstrieren, mit der man die Aufhübschung, also die Inszenierung von Natur betreibt. Im Great Rift Valley of the Taishan (泰山地下大裂谷/) lernt unser Co-Autor Dr. Jürgen Kagelmann eine etwas andere unterirdische Attraktion kennen.

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Was das bedeutet, lässt sich am besten anhand der Attraktion The Great Rift Valley of the Taishan (泰山地下大裂谷) demonstrieren. Dahinter verbirgt sich eine riesige unterirdische Höhle mit Tausenden von Stalagmiten und Stalagtiten, sowie einem unterirdischen Fluss. Die begehbare Höhle ist Teil eines sehr großen Freizeitresorts, das kontinuierlich ausgebaut werden soll.

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Die unterirdische Tropfsteinwelt hat man durch Hunderte von Strahlern optisch “aufbereitet”, durch sehr bunte Strahler, was deutschen Touristen etwas überreichlich und übertrieben vorkommen kann. Chinesen sind davon begeistert. – Geschmäcker sind eben verschieden… erst recht in verschiedenen Kulturen. (mehr …)

Le Gourmand Gewinnspiel mit Ökoweingut Schütte: 3 Flaschen „prickelnde Elise“ zu gewinnen

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Ökoweingut Schütte
Es gibt etwas zu feiern: Lasst uns anstossen! Fast immer, wenn wir etwas feiern wollen, stossen wir mit Sekt, Champagner, Prosecco, selten auch mal mit einem TrentoDOC oder Franciacorta an. Diese Getränke eint: Sie sind aus Wein und sie prickeln. Bei den besseren spricht der deutsche Gesetzgeber von Schaumwein, bei den billigsten Vertretern von Perlwein. Beim Schaumwein ist die prickelnde Kohlensäure durch natürliche Gärung im Weinkeller entstanden, beim Perlwein durch künstlich zugesetzte Kohlensäure. Denn Kohlensäure entsteht bei der alkoholischen Gärung. Doch wenn man einem einfachen Wein Kohlensäure zusetzt, dann prickelt er auch. Aber: Womit stossen alle die unter uns an, die keinen Alkohol trinken möchten oder dürfen? Bisher heisst die Alternative allzu oft: Wasser oder Saft. Das Ökoweingut Schütte aus Rheinhessen zeigt, dass es auch anders geht. Die „prickelnde Elise“ ist der Ersatz-Sekt für alle Schwangeren, Veganer, gläubigen Muslimen, trockenen Alkoholiker, MPU-Kandidaten und allen anderen, die aus welchem Grund auch immer, auf Alkohol verzichten mögen. Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hat drei Flaschen „prickelnde Elise“ für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt bekommen, die wir hiermit sehr gern verlosen möchten. Alles was Ihr tun müsst: Bis spätestens Montag, 06.06.2015, 14 Uhr, eine Frage beantworten.

Ökoweingut Schütte
Ökoweingut Schütte
Wer sich mit Wein und Schaumweinen auskennt, der lässt grundsätzlich von Perlwein die Finger. Oft genug werden hier einfache, billige Weine nachträglich gesüsst, mit Kohlensäure versetzt und als billiges Massenprodukt auf den Markt gebracht. Das beschert dann die Kopfschmerzen nach der Feier. Bei qualitativ hochwertigen Schaumweinen sollte das nicht passieren. Das Ökoweingut Schütte aus Rheinland-Pfalz nimmt einen anderen Weg, um eine vegane und alkoholfreie Variante für Sekt anzubieten: Hochwertige, erstklassige und reinsortige Traubensäfte werden mit Kohlensäure versetzt. Diese Traubensäfte sind nicht vergoren, somit ist keinerlei Alkohol enthalten. Im Gegensatz zu „alkoholfreien“ Weinen oder Sekten. Denn diese haben die alkoholische Gärung durchgemacht und anschliessend wurde der Alkohol entzogen. Doch Spuren von Alkohol sind immer noch vorhanden. Und wer aus gesundheitlichen, religiösen oder gesetzlichen Gründen keinen Alkohol trinken darf oder will, sollte die Finger auch von „alkoholfreien“ Getränken lassen, die Alkohol enthielten. Das gilt für Wein ebenso wie für alkoholfreies Bier. (mehr …)

Winzer Champagner: Verführerisch frisch

Winzer_Champagner_Hanka_Paetow_2016_07_Kuenstlerhaus

Wer an Champagner denkt, dem fallen vorzugsweise große Klassiker ein. Namen wie: Ruinart, Bollinger, Taittinger, Moët & Chandon schwirren dann durch den Raum. Weich und rund sind diese Chatêau Giganten meist so mächtig, wie hefig – wie die Kellergewölbe, in denen sie lagern. Ähnlich erschlagend sind die Produktionsmengen dieser Riesen – allein von Moët & Chandon wechseln jährlich geschätzte 60 Millionen weltweit den Besitzer. Welche von diesen Champagner-Giganten zu den Besten der Welt zählen, kann man auf dem Food & Wine-Portal Gourmet Globe nachlesen. Ganz anders die Winzer Champagner. Hier liegt die Zahl der jährlich degorgierten Flaschen bei 30.000 bis 50.000 Stück. Zwölf Produzenten präsentierten ihre Vorstellung vom legendären Schaumwein unter dem Label „Die Welt der Winzer Champagner“ im Münchener Künstlerhaus.

Genau diese prickelnden Franzosen zeigen, wofür Champagner in der Lage ist auch zu stehen. Mit viel Feinsinn erzählen Winzer Champagner von der Kreide, dem Kalk, den Schiefer- und Schlemmböden, auf denen sie in den vier Hauptgebiete der Region – La Montagne de Reims, La Vallée de la Marne, La Côte des Blancs und La Côte des Bar – wachsen und was die Winzer in ihren Weingärten und -kellern daraus vinifizieren. (mehr …)

Basilikum-Spargel und 2012 Rheinhessen Silvaner trocken Weingut Steigerhof

Spargel mit Basilikum Rheinhessen Silvaner 2014_07
Basilikum-Spargel Rheinhessen Silvaner 2014_06
Spargel und Silvaner sind ein unschlagbares Team. Wir wollten wissen, wie sich dieses Team schlägt, wenn wir den Spargel in Alufolie zubereiten, mit frischem Basilikum aromatisieren und Fisch dazugeben. Der Silvaner kam diesmal nicht aus Franken, sondern vom Weingut Steigerhof in Rheinhessen.

Basilikum-Spargel Rheinhessen Silvaner 2014_02Wir sind viel zu selten in Rheinland-Pfalz! Dabei bietet dieses Bundesland ganz im Westen unseres Landes eine Vielfalt an Weinen, an Weinanbaugebieten sowie prachtvolle Natur und spannende Ausflugsziele. Als Preusse fühle ich mich in Koblenz und auf der Feste Ehrenbreitstein unter dem Preussenadler Friedrichs des Grossen und am Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. schnell sehr heimisch. Die romantisch verschlungenen Flüsse, die vielen kleinen Weingüter, die faszinierenden Steillagen… – dieser irre Reichtum macht dieses Bundesland extrem spannend. Rheinhessen stand lange Zeit nicht wirklich für spannende Weine. Die Winzer haben zu sehr auf Masse statt Klasse gesetzt. Doch der Wandel hat schon längst eingesetzt. Der Rheingau stand und steht schon immer für extrem viel Spaß im Glas. Rheinhessen folgt. Der Rheinhessen Silvaner ist mittlerweile ein Herkunftswein mit geschützter Ursprungsbezeichnung – ein moderner Klassiker mit typischer, wiedererkennbarer Stilistik, aber mit der individuellen Handschrift des jeweiligen Winzers. Wenn Ihr mehr erfahren wollt über das „Weinreich Rheinland-Pfalz“ folgt diesem Link. Spargel und Silvaner sind das beliebte Traumpaar. Doch statt des Franken darf es diesmal ein Rheinhesse sein.

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Spargel-Bärlauch-Duett: Spargel in Alufolie mit Bärlauch-Pesto

Spargel-Bärlauch-Duett  Alufolie_Wuerzburger_Pfaffenberg_Mai_2014_007
Spargel und Bärlauch haben im Frühjahr Saison, der Bärlauch etwas früher, der Spargel später und länger. Doch deren beste Zeit überschneidet sich um einige Wochen. Bärlauchgerichte finden sich ebenso auf allen Speisekarten wie Spargelgerichte. Bisher aber haben wir noch nirgendwo ein Gericht gesehen, bei dem Bärlauch und Spargel zusammen auftreten. Aus gutem Grund? Wie stark ist Spargel? Wie funktioniert das extreme Knoblauch-Aroma des Barlauchs mit dem Spargel? Wir stellen uns dem Test. Dazu kombinieren wir einen 2009 Würzburger Pfaffenberg Silvaner Spätlese vom Staatlichen Hofkeller Würzburg.

Wer im Netz die Paarung von Bärlauch und Spargel sucht, wird schnell fündig. Doch sind auf den ersten Blick die vielen Spargel-Bärlauch-Rezepte etwa bei Chefkoch.de hauptsächlich mit grünem Spargel gemacht. Bei Küchengötter.de zieht der Spargel in einer Bärlauch-Marinade. Wir haben es uns allerdings einfach gemacht. Zum Testen, ob die Geschmäcker, die Aromen gut miteinander zusammenpassen, haben wir den Spargel in unserer Lieblingsvariante zubereitet: in Alufolie im Ofen. Den Bärlauch haben wir zu einem klassischen Pesto à la Genovese verarbeitet und dies dann zum Spargel auf dem Teller hinzugegeben. Das eigentliche Pesto Genovese wird mit Basilikum gemacht, doch die Variation mit Bärlauch oder auch Radieschen-Grün ist genial. Wie wird das jetzt gemacht? (mehr …)

Frisotto: Spargel-Risotto mit Fenchel, Karotten und Hühnerbrust und 2007 Randersackerer Pfülben Riesling GG

Kochen Frisotto Spargel-Risotto mit Fenchel, Karotten und Hühnerbrust Randersacker Pfuelben Mai 2014_003
Frisotto – unsere Eigenkreation aus Frikassee und Risotto. Die leichte Alternative zum Frikassee, die etwas opulentere Erweiterung des klassischen Risotto. Mit diesem Gericht stellten wir uns der Frage, wie stark der Spargel eigentlich ist. Hält er starke Begleiter aus? Besteht er auch neben dem Weißwein, der ebenfalls ein gewichtiger Bursche ist? Der 2007 Randersacker Pfülben Riesling Grosses Gewächs vom Staatlichen Hofkeller Würzburg war ein extrem starker Begleiter. Probiert es mal aus!

Frisotto Spargel-Risotto mit Fenchel, Karotten und Hühnerbrust Randersacker Pfuelben. - Test: wie stark ist Spargel? Bestanden! Tolle Kombination. #food #foodspotting
Das klassische Risotto ist für den Italiener, ebenso wie alle Pasta-Gerichte, ein Zwischengang zwischen der Vorspeise und dem Hauptgericht. Pasta und Reisgerichte sind sehr simpel gehalten, sie kommen nur mit wenigen Zutaten aus. Oft sind es lediglich drei Hauptingredienzien, die ein tolles Nudel- oder Reisgericht ausmachen. Das klassische Risotto besteht aus Reis, Zwiebel, Wein, Brühe, Parmesan und kann noch leicht verfeinert werden, mit Safran etwa. Außerdem sind die Portionen eher klein, so dass der Fisch- oder Fleischgang noch Platz im Magen findet. Schon die Variation mit Prosecco ist etwas ambitionierter, die rote Variante mit Radicchio und Rotwein schon sehr aussergewöhlich. Als Deutscher übertreiben wir es ja gern immer mal etwas. Und wir lieben unser klassisches deutsches Frikassee. Probieren wir also mal aus, wie die Fusion von Frikassee und Risotto gelingt: das Frisotto. (mehr …)

Delikatessen in München: Eilles: Die Verwandlung vom Traditionshaus zum Flagship Store

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Eilles Flagshipstore Opening Muenchen  Sep_2015_034Aus der Tradition in die Moderne. Ein Quantensprung für das Eilles Spezialitätengeschäft in München. Tempus fugit. Das 1873 von Joseph Eilles eröffnete Geschäft war zu klein geworden – der Umzug in die größeren Räume des ehemaligen Schuhgeschäftes von Ed. Meier nötig. Zurückgelassen werden in dem alten Traditionsgeschäft die handbemalten Delfter Kacheln. Albert Darboven, Inhaber von J.J. Darboven und der Marke Eilles eröffnete den neuen „Flagship-Store“.

Warum muss immer alles einen englischen Begriff aufgestülpt bekommen? Ja, das bisherige Stammhaus von Eilles war zu klein geworden. Und der Sitz des Unternehmens Eilles ist mittlerweile eh in Nürnberg, die Konzernzentrale bei Darboven in Hamburg. Warum also noch an dem alten festhalten. Aus dem früheren Kolonialwarengeschäft ist mittlerweile eine große Feinkost- und Delikatessenmarke geworden.

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Das neue Spezialitätenhaus in der Münchner Residenzstrasse ist entsprechend repräsentativ und großzügig gestaltet, dass alle Produkte des Unternehmens bestmöglich präsentiert werden können. Der Laden ist eine gelungene Symbiose aus altem Kolonialwarenladen, Feinkosthändler und Souvenirgeschäft. Und der ehem. königlich bayerische Hoflieferant hat seinen Eingang genau gegenüber der Residenz der bayerischen Könige. Standesgemäß. Aber ob Ludwig II. das Wort „Flagship-Store“ zugelassen hätte? (mehr …)

Piper-Heidsieck, Monsieur Claude und der Winterchampagner

Piper-Heidsieck Monsieur Claude und seine Töchter © Neue Visionen Filmverleih
Piper-Heidsieck
Champagner im Winter: Das passt hervorragend. Weihnachten, Silvester und auch der Valentinstag fallen in die kalte Jahreszeit. Champagner passt auch hervorragend zum Film, ins Kino, zu Filmfestivals. Das Champagner-Haus Piper-Heidsieck unterstützt schon seit mehr als 30 Jahren die Filmfestspiele von Cannes. In so manchem Film, wie etwa Monsieur Claude und seine Töchter, wird oft und gern dem Piper-Heidsieck zugesprochen. Und passend zum Winter enthüllte Piper-Heidsieck seine Winteredition: eine Cuvée Brut im roten Ice Jacket. Doch was führt diese drei Themen zusammen?

Champagne_Piper_Heidsieck_Degustation_Okt_2015 _002Ein Abend im Oktober, Treffpunkt Falks Bar im Bayerischen Hof in München: eine kleine Runde von Champagner-Freunden trifft sich auf Einladung von Piper-Heidsieck zum Filmabend. Ein Gläschen Champagner zur Einstimmung und ein paar kleine Happen für den abendlichen Appetit serviert. Zum klassischen Brut gab es Tatar, Sardinenröllchen und Fetakäse.

Und dann ging es ins Kino. Moment: Bayerischer Hof und Kino? Ja, gleich neben Falks Bar versteckt sich hinter einer kleinen Tür ein wunderschöner Kinosaal. Es ist die Astor Cinema Lounge. Diese Sessel! Dieser Platz zwischen den Sitzreihen! Diese kleine, intime Atmosphäre! Piper-Heidsieck präsentierte uns den Film Monsieur Claude und seine Töchter. (mehr …)

Restaurants in München: Sofitel München Bayerpost: Dinner mit Anton

Restaurant La Delice Sofitel München Bayerpost Dinner Mit Anton_Apr_2015_027
Ein Bloggerevent als Einstand: Diese moderne Version, sich in einer Stadt bekannt zu machen, seine Qualität zu zeigen, seine Visitenkarte abzugeben ist kreativ, neu und sehr sympathisch. Anton Gschwendtner hat vor mittlerweile bald schon einem Jahr den Posten als Chef de Cuisine im Restaurant Délice La Brasserie im Sofitel München Bayerpost übernommen und gleich ein paar Blogger zum mitkochen eingeladen. Wir waren dabei und nehmen Euch gern auf diese Genussreise mit.

Warum erst jetzt so spät? Weil ich im letzten Jahr im April, Mai und Juni fast unentwegt auf Recherchereisen für Euch war. Und ich all‘ diese Themen, die ich da so angesammelt habe, Euch noch berichten möchte. Schliesslich war jede Reise, jedes Essen davon ein sehr spezielles Erlebnis. Und ist es wert, hier erzählt zu werden. Insbesondere dieses „Dinner mit Anton“ in der Délice La Brasserie im Sofitel München Bayerpost mit Anton Gschwendner. (mehr …)

Jungwinzerinnen Kalender 2016: Österreichs Winzertöchter sind sexy, selbstbewusst und selbstständig

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„Heimat großer Töchter und Söhne, Volk, begnadet für das Schöne“

– so schwärmen die Österreicher bereits in ihrer Hymne. Der Jungwinzerinnenkalender zeigt uns auch in seiner aktuellen Ausgabe für 2016 wieder auf, welche schönen Töchter die Winzer des Donaulandes haben. Nicht umsonst heisst es in einer Ergänzungsstrophe der Hymne „Land der Berge, Land der Seen, Land, wo Korn und Traube reift“. Die Trauben und die Töchter, beide kommen kaum schöner zur Geltung als in dem Jungwinzerinnen Kalender 2016. Schön, sexy, attraktiv, ansprechend, interessant, intelligent – eben so wie die perfekte Frau und der perfekte Wein sein sollte. Der Jungwinzerinnen Kalender ist sozusagen die Cuvée aus beiden. Best of both worlds.

Für die 13. Auflage des Jugendprojektes Jungwinzerinnen Kalender wurden die besten zwölf Bilder der letzten 12 Jahre von einer Jury ausgewählt – drei aus dem Burgenland, sechs aus Niederösterreich, zwei aus der Steiermark und ein Wiener Weingut. Dieser Winzerkalender, erklärt Dr. Ellen Ledermüller-Reiner, Herausgeberin des Jungwinzerinnen Kalenders, „soll burgenländische., niederösterreichische, steirische und Wiener Betriebe einem breiten Publikum bekannt machen und möchte auf moderne, sympathische Weise das Vermarkten der gehaltvollen Weine unterstützen. Wer wäre da besser geeignet als der eigene Winzerinnen-Nachwuchs. Weinwerbung und Tourismuswerbung sind das Ziel dieser Maßnahme.“ Für 2016 werden ca. 4.000 Exemplare dieses Kalenders (Stückpreis 25 Euro) aufgelegt. (mehr …)

Gambero Rosso: Lambrusco kann auch anders!

Gambero Rosso 2016
Gambero Rosso 2016
Die Jubiläumstournee „Tre Bicchieri“ war Ende Januar zu Gast im BMW Museum in München. Der Gambero Rosso feiert dieses Jahr sein 30jähriges Bestehen und präsentierte die deutsche Ausgabe des italienischen Weinführers „Vini d’Italia“. „Tre Biccherie“, also drei Gläser, sind die höchste Auszeichnung des Weinführers, aktuell gibt 421 italienische Weine dieser Kategorie. Gastautor Jörg Hohenfeld übernahm die anstrengende Aufgabe der Degustation beizuwohnen.

Gambero Rosso 2016 Viele italienische Winzer konnten ihre Weinqualität deutlich steigern. In den Anfängen waren es lediglich um die 50 Weine. Davon profitieren auch die deutschen Weinliebhaber. Denn 20% der italienischen Weinimporte gehen nach Deutschland. Orientierung ist also durchaus hilfreich. (mehr …)

„Alter Fränkischer Satz“ in die „Arche des Geschmacks“ aufgenommen

Adelfraenkisch historische fränkische Rebsorte Foto Josef Engelhaft LWG

Besonderer Schutz für historische Weinberge von Franken: Der „Alte Fränkische Satz“ mit teilweise 100-jährigen, gemischt angepflanzten Weinbergen ist ein wertvolles Stück fränkischer Weinbaugeschichte. Am 4. Januar 2016 wurde er in die Slow Food „Arche des Geschmacks“ aufgenommen.

Alter fränkischer Satz ist ein alter fränkischer Schatz!
Die Weine vom „Alten fränkischen Satz“ sind einzigartig! Sehr individuell, authentisch, vielschichtig, körperreich, mineralisch und sehr gute Terroir-Anzeiger. Der gemischte Anbau verschiedener Rebsorten in einem Weinberg bildet zusammen mit den Wildkräutern eine wertvolle Biodiversität. Jeder einzelne der alten Weinberge von Churfranken bis zum Steigerwald hat eine individuelle Rebsortenzusammensetzung. Kurz: Die Weine vom „Alten Fränkischen Satz“ bilden einen „Alten Fränkischen Schatz“. (mehr …)

Restaurants in München: Eataly: Bella Italia in Münchens Schranne

Eataly Muenchen Schrannenhalle Hanka Paetow 2015 010
Seit Ende November 2015 spricht man in der einstigen Kornmarkthalle der bayerischen Hauptstadt München mit der Eröffnung der ersten deutschen Filiale des Turiner Genusssupermarkt-Unternehmens „Eataly“ italienisch. Schon seiner Lage wegen ist München im Herzen auch ein bisschen ein Ausläufer des Stiefels. Kurfürstin Henriette Adelaide aus Savoyen holte die italienische Oper hierher und große italienische Adelsfamilien wie die Maffeis, die Spretis und die Arcos fassten in Bayern Fuß. Residenz und Feldherrnhalle finden ihre Vorbilder in Florenz und seit ca. 20 Jahren hält Deutschlands lange Zeit einziger und erster Sterne Italiener, Mario Gamba, im Aquarello in Bogenhausen, Hof.

Eataly Muenchen Schrannenhalle Hanka Paetow 2015 001
Da ist es eine stilvolle italienische Einkaufsoase mit allem was Bella Italia vor allem lukullisch zu bieten im Zentrum Münchens schon fast überfällig. Seit dem 23. November 2015 schließt nun die weltweit operierende, 2004 in Turin gegründete Supermarktkette „Eataly“ diese Lücke. (mehr …)

Teroldego Rotaliano: Der starke Rote aus Italiens Norden

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Mezzacorona Nuova Teroldego Rotaliano Dort, wo der Nonsbach in die Etsch fliesst, hat sich fruchtbarer Boden abgelagert. Von den Gletschern der Dolomiten bringt er Kalk und Mergel mit, ideal für den Weinbau in der Rotaliana-Ebene. Zwischen Kronmetz und Mezzolombardo setzt sich auf fruchtbarstem Boden das fort, wofür das nur wenige Kilometer nördlich angrenzende Südtirol berühmt ist. Hier im Trentino ist eine Rebe heimisch, die nur noch an ganz wenigen anderen Ecken der Welt Fuß fassen konnte: der Teroldego Rotaliano. Ein Weingut hat sowohl Marktgröße als auch die Weinqualitäten, diesen Wein bei uns bekannter zu machen. Dabei trägt es den italienischen Namen seines Ursprungsortes Kronmetz: Mezzacorona.

Der Teroldego Rotaliano DOC findet in diesem Mikroklima die günstigsten Bedingungen. Die Felsen speichern die Wärme der Sonne am Tage und geben diese nachts ab. Schon seit dem 14. Jahrhundert wird der Teroldego in dieser Ebene kultiviert. Dennoch ist er nur Liebhabern des Trentino sowie ausgewiesenen Fachleuten bekannt. Zu Unrecht, wie wir finden. Rubinrot präsentiert er sich uns, mit schönen Waldfrucht-Aromen und einem samtenen Mundgefühl, nicht umsonst wird er der „Prinz der Trentiner Weine“ genannt. Der Teroldego Rotaliano DOC der Cantina Mezzacorona gedeiht zwischen den Schlössern und Burgen, die in der wechselvollen Geschichte des Tales zwischen Brenner und Po-Ebene jeglichen Stürmen trutzen.

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Der Wein konzentriert die Aromen der Umgebung: die Kraft der Flusssteine, der Duft der Waldheidelbeeren und die Tiefgründigkeit der Trentiner Bevölkerung. Er ist ein perfekter Begleiter zur Braten, gegrilltem Fleisch, rotem Risotto und reifem Käse. (mehr …)

Rakomelo: Der Heiltrunk der griechischen Götter

Aber nur einen ganz winzigen Schluck! Feiner selbstgemachter #Rakomelo aus dem @apollonia_beach_hotel daheim genossen.
Rakí ist nicht gleich Rakī. Oder anders ausgedrückt: Der türkische Raki heisst bei den Griechen Ouzo. Und der griechische Rakí entspricht eher dem italienischen Grappa. Unser Grundprodukt heute ist also der griechische Tresterbrand, nicht der Anisschnaps. Und wir möchten uns einer feinen Variation widmen: dem Rakomelo, der Kombination also von Rakí mit Honig. Dies ist ein traditionelles Getränk auf Kreta. Eigentlich wird es besonders gern zur Weihnachtszeit getrunken. Doch da die Touristen hauptsächlich im Sommer auf Kreta sind, gibt es Rakomelo mittlerweile das ganze Jahr über. Vielleicht sollten Tsipras, Merkel & Co. einfach etwas davon bei den Verhandlungen trinken? Wir wollen Euch verraten, wie Ihr Euch diesen leckeren Trunk auch selbst ansetzen könnt.

Ein genau definiertes Rezept gibt es nicht. Wie so oft bei traditionellen Gerichten und Getränken, so macht auch auf Kreta jede Familie ihren Rakomelo auf ihre ganz eigene Art und Weise. Am simpelsten ist es Rakí und Honig zu vermengen. Aber wer es so billig mag, der kann auch gleich einfach Wodka als Basis nehmen. Und Industriehonig. Als Genussmenschen lehnen wir dies ab. Und stellen Euch den Rakomelo vor, den wir in der vergangenen Woche im Apollonia Beach Hotel & Spa bei Heraklion auf Kreta erhalten haben. Ob die TUI bei ihrer heutigen Katalogpräsentation auf Kreta den Journalisten auch diese Spezialität angeboten hat? Doch wie wird der jetzt genau hergestellt?
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10 typische Ernährungsfehler: Was machen wir beim Kochen und Essen falsch?

Achtung! Absolute Suchtgefahr! Marzipankuchen mit Marzipanfüllung. Im Marzipanmuseum zu Keszthely. Extrem genial lecker!  #Heviz  #Ungarn  #Plattensee  #Balaton   #EuropaFit  #HotelEuropaFit   #UngarnTourismus  #VisitHungary #SunnyCars  #Hertz #Familienur
Ich esse, was mir schmeckt. Und das ist auch gut so. Doch essen wir immer alles, was gut für unseren Körper ist? Werden wir zu dick? Oder erliegen wir einem Schlankheitswahn? Was braucht unser Körper? Wenn wir jung sind, denken wir nur ans Ausgehen, ans Feiern, an den Spaß. Später auch an die Familie und die Arbeit. Doch irgendwann denken wir auch an das Essen. Spätestens, wenn wir alleine leben und uns selbst versorgen müssen. Doch kochen und essen wir dann immer das Richtige. Wir haben uns überlegt, welche typischen Fehler junge Erwachsene bei ihrer Ernährung begehen. Wo vernachlässigen wir unseren Körper? Was können wir uns selbst gutes tun? Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin zeigt Euch die 10 beliebtesten Fehler, die wir beim Kochen und Essen machen – und wie wir sie vermeiden.

Delicious street food in #Chinatown. Want some fruits? How about a Som Tam? #streetfood
Wir haben unsere Top Ten mal ganz unspektakulär und unwissenschaftlich nach eigener Methodik und eigenen Präferenzen geordnet. Wir sind gespannt, wie Ihr das seht. Wie sind Eure Erfahrungen? Wie habt Ihr damals im Studentenwohnheim, in der Azubi-Bude, in der ersten eigenen Wohnung, mit der ersten Beziehung gekocht und gegessen? Was habt Ihr eingekauft? Tütensuppen und Pizza-Taxi? Der Imbiss um die Ecke? Oder habt Ihr die Tupperdosen von Muttern am Wochenende bekommen und unter der Woche leer gefuttert? Oder habt Ihr in der Firmenkantine soviel gegessen, dass Ihr abends nur noch eine Kleinigkeit vor der Glotze genascht habt? Folgende zehn Ernährungsfehler haben wir für Euch aufgeschlüsselt:

Oysters - how could a day be better? #LoveCroatia #VisitCroatia #Croatia #dalmatia #Dubrovnik #Mljet #ston #MaliSton #Salzseen #Familienurlaub #wine #wein #travel #travelblog #travelingram #travelphotography #instapassport #travelgram #mytravelgram #trave

  • Getreide
  • Eisen
  • Herz
  • Ballaststoffe
  • Kalorien
  • „Freie“ Mode-Trends
  • Zu wenig Zeit
  • Vitamin D
  • Getränke
  • Google

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Primavera del Prosecco: 5 Jahre DOCG sind ein Grund zum feiern

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Blubberwasser in Dosen, blaue Flaschen mit Paketband verschnürt: Der Prosecco-Boom des letzten Jahrzehnts hat absonderliche Abscheulichkeiten produziert. Paris Hilton, die wahrscheinlich von Wein oder gar Prosecco ebensowenig Ahnung hat wie von Hotelmanagement, als Testimonial für Prosecco in Dosen, die diesen dann auch noch in einem knallgelben Dirndl auf dem Münchner Oktoberfest präsentierte: das war wahrscheinlich die absolute Spitze der Perversion. Ich vermute, dass sich spätestens zu diesem Zeitpunkt die Winzer in der Prosecco-Region zwischen Conegliano und Valdobbiadene zusammensetzten und beschlossen, etwas zu tun. Seit nunmehr fünf Jahren sind die Spielregeln geändert. Beim alljährlichen Prosecco-Frühling, dem Primavera del Prosecco, kann jetzt gefeiert werden. Ein Hoch auf die Qualität!

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Wir bekommen Einblick in die Welt des Prosecco bei einem Besuch vor Ort: Das Festival „Primavera del Prosecco DOCG“, der Prosecco-Frühling, ist jedes Jahr das weingastronomische Ereignis im nördlichen Veneto. Im traditionellen Anbaugebiet der ProseccoGlera-Traube, auf den Hügeln zwischen Valdobbiadene und Conegliano, lautet das Motto dann: Probieren, Plaudern und Prämieren. In diesem Jahr vom 14. März bis 14. Juni 2015 präsentieren rund 400 größere und kleinere Winzerbetriebe in 16 Ausstellungen ihre „Schätze“. Dieses Festival ist ein „Fest des Weins“ bei dem von Ort zu Ort, von Valdobbiadene bis Conegliano, das „offizielle“ Debüt der Weine der letzten Weinlese gefeiert wird. Wein- und Proseccogenießer können dabei die „Proseccostraße“ entdecken: eine Weingegend, die teils zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Eine sanfte Hügellandschaft, die stellenweise von antiken Abteien, jahrhundertealten Bäumen und Gehöften unterbrochen wird. Neben Degustationen des Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore werden auch die “Nischenprodukte” des Cartizze DOCG, des Refrontolo Passito DOC, des Torchiato di Fregona DOC, des roten und weißen Colli di Conegliano DOCG und des Verdiso näher vorgestellt. Des Weiteren können die Touristen die passend zu jeder Ausstellung vorgeschlagenen Routen entlangfahren, die Gipsoteca von Canova (Possagno) und andere wunderbare Sehenswürdigkeiten dieser Hügellandschaft besuchen. Eine weitere Besonderheit der Gegend sind die alten herrschaftlichen Villen. Reiche Venezianer bauten sich auf dem Festland in Treviso prächtige Häuser – die Serenissima ist gerade mal 30 Kilometer entfernt. Inzwischen wurden viele von diesen Prachtbauten liebevoll restauriert und etliche in Hotels oder Restaurants umgewandelt.

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Prosecco_2_Conegliano_2010_001Wir übernachten im Best Western Hotel Canon d’Oro und gehen mal stark davon aus, dass das Hotel auch andere, modernere Zimmer hat. Zumindest laut Webseite ist dem so. Vielleicht wurde dieses Zimmer ja mittlerweile auch schon renoviert. Jedenfalls ist das Vier-Sterne-Hotel mit allem eingerichtet, was der Gast so braucht und für eine kleine Entdeckungsreise in zwischen Conegliano und Valdobbiadene reicht es völlig aus. Der renovierte, fresken-geschmückte Palazzo aus dem 15. Jahrhundert liegt wunderbar ruhig. Die Altstadt von Conegliano ist auf jeden Fall an sich schon einen Besuch wert.
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Aqualux Hotel & Spa Bardolino: Wellness- und Konferenzhotel am Gardasee

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Größter See Italiens, Mittelmeerlandschaft, Alpenpanorama: So präsentiert sich uns der Gardasee. Erst hier fühlen wir uns, aus Deutschland kommend, so richtig in Italien. Südtirol ist gefühlt ja nicht so richtig Italien. Dort mischen sich auf wunderbare Weise die besten Eigenschaften Deutschlands, Österreichs und Italiens, dort haben wir keine Sprachprobleme und eine Grenze fühlen wir dort nicht. Erst am Gardasee merken wir, dass wir so richtig in Italien sind. Es wird wärmer, wir sehen Zypressen, Palmen und Olivenhaine. Willkommen im Belpaese. Willkommen im Aqualux Hotel & Spa Bardolino am Gardasee.

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Das ganze Jahr über strömen die Touristen an den Gardasee. Zeitweilig auch zuviel, insbesondere zwischen Ostern und Oktober. Doch das milde Klima sorgt dafür, dass es eigentlich fast immer schön ist, sogar wenn es regnet. Sonne, Strand, Entspannung, dazu die Schönheit der lieblichen Landschaft, die majestätischen Berge – all das macht den Zauber des Gardasees aus. Hier lockt das Land der Zitronen. Auch Aktivurlaub wird groß geschrieben, sei es mit Wasserport wie Segeln und Surfen oder Mountainbiken und Wandern. In dieser Umgebung lockt das Aqualux Hotel & Spa mit einem aussergewöhnlichen Wellnessangebot sowie einem grossen Konferenzbereich. Ein schöner Ausgangspunkt also sowohl für den privaten Urlaub wie auch den MICE-Sektor.

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In letzter Zeit hat das weingastronomische Angebot einen starken Aufschwung erlebt. Die Fish & Chef-Woche am Gardasee, bei der sich alle Sternerestaurants sowie Winzer, Olivenölproduzenten und andere zusammen geschlossen haben, ist ein köstlicher Programmpunkt, der den Gardasee kulinarisch aufwertet.

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Das umweltfreundliche, moderne und geradlinige Design des Aqualux Hotels, das zwischen den Bergen und Bardolino liegt, bietet mit dem AquaExperience einen großen Wellnessbereich mit acht Indoor- und Outdoor-Schwimmbädern. Leider war unser Aufenthalt in dem Hotel viel zu kurz, so dass uns dieser Bereich verborgen blieb.

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Das Hotel bietet 113 Zimmer, von denen 33 Suiten sind. Die meisten Zimmer haben einen wunderschönen Blick in den Innenhof.

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Die Zimmer sind mit allem zeitgemäßen Komfort eingerichtet. Flatscreen-TV, Mini-Bar, Kaffee- und Wasserkocher sowie Teebeutel, ein wunderschönes, großes Bett und ein Schrank, der für einen schönen Urlaub ausreicht. Ideal also für Paare und Familien, die zum wandern, schwimmen, radfahren oder zum Kultururlaub an den Gardasee kommen.

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Die Badezimmer verfügen über Rasierspiegel und Fön, WC und Bidet, Dusche sowie die üblichen kleinen Badezimmerartikel, die das Mitnehmen eines Waschbeutels fast – aber auch nur fast – überflüssig machen.

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Das Hotel bietet zwei Restaurants und zwei Bars. Das Frühstück bietet alles, was das Herz begehrt, natürlich gibt es ein reichhaltiges Angebot an süßen Teilchen, die die Italiener so sehr zum Frühstück lieben. Der Wellnessbereich ist 1.000 Quadratmeter groß. Das Kongreßzentrum lockt den MICE-Markt mit 1.200 Quadratmetern. Es würde nicht wundern, wenn Kongreßteilnehmer sich für ein paar Stunden in eine der vielen Saunen verlaufen oder im Pool planschen.

Ausflugstipps:

  • Die Restaurants, die sich bei Fish & Chef beteiligen, sind sicherlich alle empfehlenswert
  • Frisches Olivenöl mit Verkostung gibt es bei Paolo Bonomelli in der Ca’Rainene
  • Eine ganze Menge Wein und eine geführte Verkostung gibt es bei Monte del Fra‘
  • Ein kleines feines Weingut ist Le Vigne di San Pietro
  • Eine Wanderung zum Kloster San Giorgio wird mit besten Spezialitäten aus dem Klosterladen gekrönt

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Anreise:

  • Zum Gardasee geht es von Deutschland aus am einfachsten per Auto über München und die Brennerautobahn via Südtirol bis zum Gardasee immer nur gen Süden.
  • Oder per Flugzeug mit Air Dolomiti direkt nach Verona. Von dort holen die meisten Hotels ihre Gäste gerne ab.
  • Außerdem per Bahn.

Mehr Infos über das Hotel gibts hier.
Und unter diesem Link könnt Ihr das Aqualux Hotel Spa Suite & Terme, Bardolino buchen.

Le Vigne di San Pietro: Wein mit der Kraft der zwei Herzen

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Klein und fein – das ist die Devise des Weingutes „Le Vigne di San Pietro„. Der Wein vom Heiligen Petrus also. Der Lieblingswein vom ersten Papst? Nunja, weit hergeholt. Auf jeden Fall wird in diesem Weingut mit Herz und Seele gearbeitet. Im Rahmen unserer Fish & Chef-Rundreise um den Gardasee besuchen wir den Winzer Carlo Nerozzi zuhause – und werden mit bester hausgemachter Pasta bewirtet.

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Carlo Nerozzi heisst uns in seinem Privathaus sehr herzlich willkommen. Wir machen es uns in seinem Wohnzimmer bequem und lauschen zuerst bei kleinen Vorspeisen und einem leichten Bardolino Chiaretto Roséwein seiner Präsentation. (mehr …)