Club Med Valmorel: Das luxuriöse Bergdorf

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All-Inklusiv-Urlaub mit Skipass, Wellness und Butler-Service: Das ist wohl das luxuriöseste Clubdorf in den Alpen. Der Club Med Valmorel empfängt seit bereits fünf Jahren seine Gäste und hat sich einen exzellenten Namen verdient. Der Ort Valmorel ist zwar nicht so weltbekannt und berühmt wie Val d’Isere, Meribel oder Courchevel, doch bietet das kleine Skiparadies Valmorel eine Menge für alpine Abenteurer, für Outdoor-Liebhaber und für Familien, die einfach perfekte Ferien verbringen wollen. Egal ob auf der Piste oder Freeride im Gelände, ob Winterferien oder Sommerurlaub, der Club Med Valmorel ist das siebte und wohl luxuriöseste Resort des französischen Clubanbieters in der Region des französischen Savoyen-Gebirges.

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Eiskalt ist es. Der Himmel tiefblau und die Bäume tragen weiße Mützen. Bei jedem Schritt knirscht der Schnee unter den Füßen. Wenn Frau Holle ihre Betten schüttelt, erstrahlt der Ort Valmorel in einem ganz besonderen Glanz und lässt die savoyardischen Alpen zum Winterwunderland werden. Das gemütliche Chalet-Dorf Valmorel auf 1.460 Metern gliedert sich harmonisch in die umgebende Berglandschaft ein. Die Gebäude im savoyardischen Baustil sind hier maximal vierstöckig und größtenteils mit Holz- oder Steinfassade versehen. Mit direktem Pistenzugang zum Skigebiet Grand Domaine rund um den Col de la Madeleine können sich Wintersportler auf rund 150 Kilometer Piste austoben. Das familienfreundliche All-Inclusive Resort bietet Sommer wie Winter ein umfassendes Angebot für Familien, Sportbegeisterte und Luxusliebhaber auf höchstem Niveau.
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Benasque: Winterurlaub in Spanien

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Regen in den Alpen, Schnee in den Pyrenäen. Der Klimawechsel beschert so manchem niedrig gelegenen Alpental, vor allem in Bayern, immer weniger Schnee. Dafür schneit es an anderer Stelle. Es wird Zeit, über Winterurlaub in Spanien nachzudenken. Der Aneto ist mit 3.404 Metern der höchste Berg der Pyrenäen, der dritthöchste Berg Spaniens. Und fast immer eine Garantie für genügend Schnee im Winter. Der Wintersportort Benasque und die Skistation Cerler liegen ihm zu Füßen und damit optimal für perfekte Skiferien.

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Es sei denn, man ist zu einer Pressereise Mitte Dezember eingeladen. Dann ist es noch reichlich früh, um dort Skifahren gehen zu wollen. Ein bisschen Schnee lag ja schon, aber auf den Pisten war es eben ausschliesslich künstlich beschneit. Doch die Abfahrt von Cerler kann von oben bis unten über acht Kilometer herunter gehen. Das Wintersportgebiet Aramón Cerler ist mit einer Pistenfläche von 35 km² und 246 km Pisten aller Schwierigkeitsgrade das drittgrößte Skigebiet der spanischen Pyrenäen. Schade, dass wir zu einem eher ungünstigen Zeitpunkt vor Ort waren. Empfehlenswert ist es auch Spanisch sprechen zu können. Deutsch spricht hier mit Sicherheit kaum jemand, und auch mit Englisch konnten wir uns kaum verständigen. Gut, dass wir eine deutsche Reiseleiterin dabei hatten, die in Barcelona lebt und sich in dieser Gegend bestens auskennt. Auch die meisten Webseiten bieten keine englische Übersetzung.
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Moët & Chandon: #moetmomente mit unbekannten Champagner-Schwestern

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Moet & Chandon kennt jeder. Auch wenn noch nicht jeder diesen Champagner getrunken haben mag, so ist doch die Markenbekanntheit weltweit sicherlich enorm hoch. Doch wer kennt schon die Schwester des Moët Imperial, den Moët Grand Vintage? Es ist schon etwas sehr besonderes, wenn die Marke des LVMH-Konzerns zu einem Dinner einlädt. Wir genossen ein paar sehr besondere #moetmomente in Holger Strombergs Kutchiin in München.

Gestern Abend hatte ich erst wieder einen kleinen #moetmoment: Ich schaute Midnight in Paris von Woody Allen auf Amazon Prime und stellte in einer Einstellung fest, dass in einer Einstellung Owen Wilson von seiner Filmpartnerin Rachel McAdams ein Glas Moët & Chandon eingeschenkt bekommt. Product Placement? Mit Sicherheit, doch ist dies nichts neues in französischen Filmen. Und dass in Frankreich viel Champagner getrunken wird, ist auch nichts neues. Warum also nicht den weltweit bekanntesten Champagner für diese Szene nehmen? Mit Sicherheit wird auch Woody Allen diesen guten Tropfen genossen haben.

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Eine Reihe ganz besonderer #moetmomente erlebte ich, als Moët & Chandon zum Dinner einlud. Es gab nicht nur den allseits bekannten Moët Impérial zu trinken, nein, ich hatte das Vergnügen erstmals den Moët Grand Vintage 2004 verkosten, geniessen, trinken zu dürfen. Im Kochstudio Kutchiin von Holger Stromberg schauten wir neugierig zu, wie ein Koch extra für uns ein perfekt abgestimmtes Champagner-Diner zubereitete. Leider konnten wir diesmal nicht selbst Hand mit anlegen. Ich liebe ja Kochkurse, bei denen ich noch etwas für daheim mitnehmen und selbst umsetzen kann. Das war leider bei diesem Mal nicht gegeben. Aber das stand ja auch nicht im Vordergrund des Abends. (mehr…)

Belfort: Das leise Lächeln des Löwen

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Das Tor zwischen Burgund und Elsass: Belfort ist eine stolze Stadt, eine unbesiegte Stadt. Nachdem der Ort geographisch eigentlich zum Elsass gehörte, zählt er heute zur Franche-Comté. Und das verdankt er Reichskanzler Otto von Bismarck. Der Ort ist nicht nur geschichtlich bedeutsam. Die Franche-Comté ist die Heimat exzellenter Käse, unbekannterer Weine und einiger französischer Industrieunternehmen. Das bekannteste davon ist sicherlich Peugeot im Städtchen Sochaux. Deutlich kleiner ist der Ort Fesches-le-Châtel. Dafür gehört der Topfproduzent Cristel zur Premiumklasse der Welt. Unsere Co-Autorin Sigrun Lüddecke war für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin vor Ort.

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Früher hatte die Festung Belfort eine große strategische Bedeutung, sie gehörte unter dem deutschen Namen Beffert bis zum Westfälischen Frieden 1648 zum habsburgischen Sundgau und zum Heiligen Römischen Reich und danach erst zu Frankreich.

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Von Berlin buchen wir den Flug bis Basel-Mulhouse-Freiburg, denn das Territoire Belfort befindet sich nur ca. 50 Kilometer südwestlich von Mülhausen und ist mit seinen 609 qm das kleinste Departement Frankreichs. Die Landschaft ist sehr reizvoll, die mit Bergen, Tälern, Gewässern und Wäldern sowie durch Tradition und fremde Einflüsse geprägt ist. Das Gebiet liegt sehr zentral am Fuß der Vogesen und vor den Toren der Schweiz, den Südelsässer Weinbergen und Deutschland und wirkt dennoch etwas verschlafen, was aber nicht negativ ist. Das Département Belfort wiederum gehört zur Region Bourgogne-Franche-Comté, die erst kürzlich aus dem Zusammenschluss der Franche Comte mit dem Burgund entstanden ist.

In den Jahren 1870/71 fand hier eine der wichtigsten und längsten Schlachten des Deutsch-Französischen Krieges statt, in dem die Truppen unter Oberst Denfert-Rochereau 103 Tage lang der preußischen Belagerung widerstanden. Dann aber kam der ausdrückliche Befehl der französischen Regierung, die Festung und Stadt am 16. Februar 1871 den feindlichen Truppen zu übergeben, die teilweise die Festung schleiften. Durch diesen langen, erfolgreichen Widerstand wurde Belfort und seine Zitadelle zum Symbol des französischen Freiheits- und Kampfeswillen. Seine Berühmtheit erlangte sie nach den Krieg, denn im Gegensatz zum Elsass, das an Deutschland abgetreten wurde, blieb Belfort französisch. Dank Otto von Bismarck. Denn Bismarck hatte Respekt vor dem Mut der starken Franzosen in ihrer Festung. Er genehmigte den Abzug der französischen Truppen mit ihren eigenen Waffen. Und beliess das bis dahin elsässische Belfort als Stadt bei Frankreich, während Elsaß-Lothringen heim ins Reich kam.

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Tricastin: Ein Land für Entdecker

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Immer seltener findet man zeitlose Orte. In Frankreich gibt es sie noch. Zum Beispiel das Departement Drôme, das an der „Route du soleil“ von Lyon nach Marseille liegt. Hier weht von der Provence her bereits ein südlicher Wind über das Land. Die Menschen haben noch Zeit, Entfernungen werden in Stunden angegeben – oder man hält seelenruhig an, um den Weg zu erklären. Unsere Co-Autorin Bettina Louise Haase ging auf Zeitreise in das Tricastin.

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Die Drôme ist ein stilles Departement für Genießer in Frankreich. Bei Valence reifen kraftvolle Weine. In der Mitte ist die Drôme lieblich und hügelig, hier schlängelt sich das Flüsschen Drôme durch die Landschaft. Auf der Anhöhe liegende Dörfer gibt es überall, uralte Steinhäuschen um ein Steinschloss und eine Steinkirche, umringt von einem Wall. Einige von diesen Dörfern erinnern nur noch an Steinhaufen, andere sind von Künstlern liebevoll restauriert. (mehr…)

Winzer Champagner: Verführerisch frisch

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Wer an Champagner denkt, dem fallen vorzugsweise große Klassiker ein. Namen wie: Ruinart, Bollinger, Taittinger, Moët & Chandon schwirren dann durch den Raum. Weich und rund sind diese Chatêau Giganten meist so mächtig, wie hefig – wie die Kellergewölbe, in denen sie lagern. Ähnlich erschlagend sind die Produktionsmengen dieser Riesen – allein von Moët & Chandon wechseln jährlich geschätzte 60 Millionen weltweit den Besitzer. Welche von diesen Champagner-Giganten zu den Besten der Welt zählen, kann man auf dem Food & Wine-Portal Gourmet Globe nachlesen. Ganz anders die Winzer Champagner. Hier liegt die Zahl der jährlich degorgierten Flaschen bei 30.000 bis 50.000 Stück. Zwölf Produzenten präsentierten ihre Vorstellung vom legendären Schaumwein unter dem Label „Die Welt der Winzer Champagner“ im Münchener Künstlerhaus.

Genau diese prickelnden Franzosen zeigen, wofür Champagner in der Lage ist auch zu stehen. Mit viel Feinsinn erzählen Winzer Champagner von der Kreide, dem Kalk, den Schiefer- und Schlemmböden, auf denen sie in den vier Hauptgebiete der Region – La Montagne de Reims, La Vallée de la Marne, La Côte des Blancs und La Côte des Bar – wachsen und was die Winzer in ihren Weingärten und -kellern daraus vinifizieren. (mehr…)


ITB

50 Jahre ITB Berlin: Versuch einer Messe-Nachlese und Reise-Vorschau

Die ITB Berlin freut sich auf viele Besucher. Dieses Jahr sind die #Maldives Partnerland. #ITB #itb2016 #berlin #visitberlin

Wohin reisen die Deutschen, die Touristen aus Europa und aller Welt im Jahr 2016? Es ist nicht einfacher geworden. Den Europäer fallen in diesem Jahr drei Länder weg, die mit ihrer Lage am Mittelmeer und Roten Meer viele Touristen in den letzten Jahrzehnten aufgenommen haben. Doch da mögen vor allem die Türkei und Ägypten in diesem Jahr noch so sehr mit übergrossen Werbeplakaten die Wege zum Berliner Messegelände, auf dem die ITB Berlin 2016 in der vergangenen Woche statt fand, zukleistern: Derzeit will keiner in die Krisenländer Ägypten, Türkei oder Tunesien. Wohin also geht die Reise? Wir versuchen uns an einer Messe-Nachlese und Reise-Vorschau.

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Das wichtigste Schlagwort ist die „gefühlte Sicherheit“. Es ist irrelevant, ob an einem bestimmten Ort wirklich etwas passieren könnte. Es ist wichtig, was der Urlauber fühlt. Keiner will im Urlaub mit Flüchtlingen oder schlimmstenfalls an den Strand geschwemmten Leichen zu tun haben. Das ist alles tragisch, schlimm, jeder hat Verständnis für den Überlebenskampf der Syrer. Gerade die zwei Länder, die mit am meisten unter den kriegerischen Auseinandersetzungen zu leiden haben, machten zur ITB Berlin 2016 am meisten Werbung: Ägypten und die Türkei. Doch in den paar Wochen Urlaub möchte jeder entspannen. Denn der Urlauber sucht im Jahr 2016 nach Sicherheit, nicht unbedingt nach Abenteuern. Bombenstimmung und Mordsgaudi sind nur im übertragenen Sinne das, was der Urlauber will. Egal ob junger Party-Urlauber oder gestresster Arbeitnehmer auf der Suche nach Entspannung und Erholung: abseits aller Empathie für die unterschiedlich leidenden Menschen, will man im Urlaub nicht auch noch damit konfrontiert werden. Was heisst das für die unterschiedlichen Destinationen?

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Denn selbst das diesjährige Partnerland Malediven muss sich der Kritik stellen. In Relation zur Gesamtbevölkerung dieses traumhaft schönen Inselparadieses kommen die meisten Daesh-Kämpfer von den Malediven. Arbeitslose, junge Männer, die im religiösen Fanatismus einen Weg suchen. Gleichzeitig gab es in dem muslimischen Land schon immer wieder Versuche, den Alkohol und andere westliche Einflüsse einzuschränken. Die Touristen sind wie ein scheues Reh: Wenn hier ein Regierungsvertreter einmal zu laut und zu weltweit vernehmlich an der falschen Stellschraube dreht, dann stehen schlagartig sehr viele traumhaft schöne Hotels leer, sind sehr viele Insulaner ohne Einkommen.

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Monaco: Das Musikfestival Printemps des Arts de Monte-Carlo

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Printemps des ArtsIn diesen Tagen wird das neue, voluminöse Programm des Kulturfrühlings Monte Carlo 2016 versendet – und alle Musik- und Kulturtouristen sollten es sich unbedingt besorgen. Leider ist es hierzulande immer noch nicht so bekannt, wie es sein sollte – der Printemps des Arts de Monte-Carlo. Dabei findet es in diesem Jahr bereits zum 32. (!) Mal statt. Dies war Anlass genug für unseren Co-Autor Dr. Jürgen Kagelmann dieses Festival zu besuchen.

Im Jahr 1984 gefiel es der Königlichen Hoheit, Caroline, Prinzessin von Hannover, die schon immer viel für Musik übrig gehabt hatte, ein alljährliches Musik- und Tanzfestival zu organisieren, das den Ruf des Ministaates (mit 2,03 qm Fläche bekanntlich der zweitkleinste Staat nach dem Vatikan) künstlerisch und kulturell aufbessern und das Fürstentum für den Qualitäts- oder Kulturtourismus erschliessen sollte. Sie wurde Präsidentin des neu gegründeten Comitée d’Organisation du „Festival des Arts de Monte-Carlo“, woraus 1984 das „Printemps des Arts de Monte-Carlo” entstand, das jährlich und wie der Name schon sagt, in jedem Frühling durchgeführt wurde und wird. (mehr…)

Advent in den Pyrenäen: Was macht das Scheisserchen in der Krippe?

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Der Zufall schreibt die schönsten Geschichten. Eigentlich wollten wir in den Pyrenäen Ski fahren. Doch Anfang Dezember wird es schon in den Alpen immer fraglicher, wie gut und sicher die Schneedecke bereits ist. Wie unsicher ist in diesem Zeitraum dann erst der Schnee in der Bergkette zwischen Frankreich und Spanien? So fahren wir durch die trockene und sonnige Landschaft, kehren mittags hungrig in eine Wirtschaft am Wegesrand ein – und entdecken im Hotel Casa Peix die wohl merkwürdigste Krippenlandschaft. Ein Rückblick.

Benasque_09_Casa_Peix_Serraduy_Dez2011_003Am Abend blickt José María Turmo über sein Werk und sieht, dass es gut ist: Klein-Jesus liegt in der Krippe, angestrahlt vom Licht versteckter Lämpchen. Maria und Josef stehen um die Wiege, Ochs und Esel schauen beseligt aufs Baby. Nur der Engel, der den ums Feuer versammelten Hirten die Frohe Botschaft verkündete, fällt aus dem Rahmen: Immer wieder kippt er in den Sand. José Maria nimmt ihn behutsam hoch, klebt etwas Leim unter die Füße, seitdem steht der Gottesbote fest und sicher.

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Alle Jahre wieder bastelt der 62-jährige José María Turmo aus dem Örtchen Serraduy in der spanischen Region Aragon an seiner ganz eigenen Schöpfung – einer Weihnachtskrippe. In vielen Teilen Spaniens, vor allem aber in Aragon und der benachbarten Region Katalonien, stehen ab dem 13. Dezember solche selbst gefertigten oder gekauften Krippen. Der Tag ist der Heiligen Luzia gewidmet. Wie ihr sinnbildlicher Lichterkranz erhellen die Kerzen der Krippen die winterliche Dunkelheit, sei es in Wohnzimmerecken, in Schaufenstern oder in den Buden der Weihnachtsmärkte. Auf Letzteren agieren oft auch lebendige Figuren. Zwischen Ständen mit Churros und Bratäpfeln spielen zumeist Laien die Weihnachtsgeschichte nach. Manche Krippen sind alte Familienerbstücke, einige zählen über hundert Jahre.

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Nicht weit von seinem Hotel erstreckt sich das Tal von Benasque. Hier liegt der Parque Natural Posets-Maladeta mit seinen rund hundert Seen, deren beeindruckendster Teil die Salzwasser-Lagunen sind. Der Umkreis des Städtchens Benasque punktet mit der höchsten Dichte an Dreitausendern in den Pyrenäen, auf den Hochgebirgsgletschern geben sich Auerhähne, Schneehühner oder Hermeline die Ehre. Zudem viele aus Frankreich eingewanderte Wildschweine oder aus Kroatien importierte Bären. Im kleinen, aber feinen Cerler-Skigebiet rasen die Touristen zu Tale. Ansonsten blieb dieses wunderbare Naturrefugium bislang verschont von allzu viel menschlichem Auflauf. (mehr…)

Viking Cruises: Radkreuzfahrt durch Nordfrankreich

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Manche Reisen sind unwiederbringlich. Wie diese hier, doch dazu später. Doch sie ist vor allem eins: einmalig schön. Urlauber sagen in Umfragen immer wieder, dass die Touristen sich in ihrer Auszeit bestimmte Motive und Bedürfnisse erfüllen möchten. Sie wollen mehr vom Leben und damit auch mehr vom Urlaub. Die Wunschvorstellung, in eine Reise ganz besonders viel „rein zu packen“, nimmt zu: Man kombiniert gerne verschiedene Reisearten miteinander. Eine der interessantesten neuen Kombinationen ist die Flussschiffkreuzfahrt mit Radreiseausflügen. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin begab sich Dr. Jürgen Kagelmann auf große Fahrt mit Viking und Terranova Touristik.

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Zwei Reiseformen mit gleichermaßen stark ansteigenden Nutzerzahlen kommen hier zusammen. Flussschiffkreuzfahrten haben insgesamt ordentlich zugenommen; 462.000 deutsche Gäste waren es im Jahr 2011; 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr; 2001 hatten noch weniger als die Hälfte einen gemütlichen Wassertrip gebucht. Der Qualitätsaspekt ist dabei sehr wichtig, denn die Kunden von heute übertragen ihre Erwartungen von 4- und 5-Sterne Hotels auf das Schiff. Also keine Bullaugen mehr, sondern große Panoramafenster oder französische Balkone, Doppelbetten statt einzeln stehender oder gar Pullmann-Betten, Flatscreen-TV, WLAN und so weiter. (mehr…)

Miesmuscheln in Roquefort-Weissweinsauce mit tollen Weissweinen von Johner Estate und Kiefer

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Muscheln in Käsesauce? Ja, richtig! Schmeckt sagenhaft gut! Während in diversen italienischen (und sicher auch anderen) Restaurants Miesmuscheln immer nur mit Tomatensauce oder einer Weißwein-Gemüse-Sauce serviert werden, sind unsere französischen Nachbarn etwas kreativer. Ich habe dies Gericht zum allerersten Mal bei einem Studenten-Austausch 1997 in Orléans gegessen. Die französischen Freunde schwärmten uns deutschen Studenten vor von den „Moules frîtes“. Fritierte Muscheln, verstand ich zuerst. Irrtum: Muscheln mit Pommes. Und die Stäbchenkartoffeln „à volonté“, also Nachschlag bis zum Abwinken. Auf der Speisekarte des Restaurants waren noch andere Saucen wie etwa Currysauce. Doch ich bin seitdem ein Fan der Roquefortsauce. Und die habe ich für Euch nachgekocht, dazu gab es zwei komplett verschiedene Weißweine, die beide hervorragend passten: ein 2010er Riesling von Johner Estate und ein 2010er „Mit den Wolken ziehen“ vom Weingut Kiefer.

Ein zweiter Besuch in Orléans im Sommer 2009 führte meine Schritte in ein absolutes Szeneviertel der jungen Studentenstadt. Mehrere Straßen sind hier umgebaut zu Fußgängerzonen, Kneipen, Restaurants, Clubs, diverse Läden reihen sich dicht an dicht. Wer hier essen gehen will, sollte vorher reserviert haben. Oder früher oder reichlich später essen. Wir entschieden uns für die Spätvariante, reservierten in einem typisch französischen Restaurant einen Tisch für 21 Uhr und genossen das Nachtleben. Warum wir uns genau für dies Restaurant entschieden? Ich hatte auf der Speisekarte die Muscheln in Roquefort-Sauce gelesen. Die wollte ich unbedingt wieder essen, diesmal auch unter dem Aspekt, sie mal nachzukochen. Der Abend endete nach einem leckeren, reichhaltigen und langen Essen damit, dass wir uns mit dem Wirt anfreundeten, wir als letzte Gäste gingen und er mit uns in seinen zweiten Laden ging: eine angesagte Disco mit toller Bar. On s’est bien amusé! (mehr…)

Venez à table! Die A-Rosa Stella bittet zum Dine & Wine auf der Rhône

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Frankreich ist Kulinarik. Genuss pur ist die Provence! Vive la Gourmandise! Die Gegend zwischen Lyon und dem Mittelmeer ist nicht nur von der Sonne verwöhnt. Die Böden und die Wetterverhältnisse sorgen in vielen Ecken der Gegend für optimale mikroklimatische Bedingungen für viele leckere Spezialitäten. Eine Kreuzfahrt durch Frankreichs Süden wäre also nicht perfekt, wenn es nicht auch ein Gourmet-Dîner geben würde. Die A-Rosa Stella begeistert mich auch in diesem Punkt. Das Schiff ist ein schwimmendes 4-Sterne-Hotel. Doch zum festlichen Menü zaubert die Chefköchin Silke Holz und ihre Küchenmannschaft Qualitäten hervor, die mit jedem 5-Sterne-Haus oder Sterne-Restaurant mithalten können. Dies Menü muss allerdings vorher reserviert werden, doch für mich war das keine Frage, das „Dine & Wine“ gehört zu meinem Programm.

Arosa_Stella_3_Cruise_Okt2012_007Wohlgemerkt: Das Dine & Wine-Menü ist zwar ein edles Menü und die Gäste ziehen sich auch dafür etwas eleganter an. Doch es ist kein Käptns-Dinner mit Smokingzwang. Auf der A-Rosa ist auch dies Dîner entspannt und ungezwungen. Das Dine & Wine-Menü hat, so erklärt uns die Service- und Küchencrew, den Anspruch, durch Gegensätze die Geschmacksnerven zu reizen. Die korrespondierenden Weine sollen gezielt im Spiel mit den Aromen und Gewürzen der Speisen etwas provozieren.

    Amuse Bouche:

  • Tartar von der Königskrabbe mit Pomello und Basilikum
  • Vorspeise:

  • Mediterraner Schwertfisch mariniert in nativem Olivenöl und Sojasauce mit Fenchel Confit
  • La Vieille Ferme Rosé 2011, Côtes du Ventoux
  • Fischgang:

  • Basilikum Zucchini mit Mandelmilch und gebratener Riesengarnele
  • Perrin Réserve blanc 2011, Côtes du Rhône
  • Hauptgang:

  • Lammrücken und -schulter mit Lorbeerblättern, Aubergine, und geschmorten Kartoffeln
  • Perrin „Peyre blanche“ 2010, Cayranne
  • Dessert:

  • Erdbeere an „Macalong“, kristallisierter Salbei
  • Perrin Muscat de Beaumes de Venise 2010

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A-Rosa Stella: Eine Kreuzfahrt, die ist lustig! Doch welchen Nutzen bringen Kreuzfahrtschiffe der Region?

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Alle Mann an Bord! Frauen und Kinder natürlich auch, denn jetzt geht es endlich los! Von Lyon geht es ab heute gen Süden bis hinunter nach Arles. Ab dort fliesst die Rhône nur noch durch die Camargue und mündet dann ins Mittelmeer. Vor uns liegen etwa 300 Kilometer südwärts, die wir dann auch wieder zurück fahren. Wir werden in Avignon und Arles halten, ebenso wie in Viviers. Von dort aus wird es per Bus in die Schluchten und Grotten der faszinierend wilden Ardèche gehen. Doch das ist eine andere Geschichte. Jetzt fahren wir mit der A-Rosa Stella aus Lyon ab. Während dieser Fahrt bin ich auch einigen betriebswirtschaftlichen Details auf den Grund gegangen. Was bringt es der Region, einer Stadt, wenn sie Kreuzfahrtschiffe gastieren läßt?

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Das Schiff wurde in Lyon mit frischen Lebensmitteln versorgt. Ein LKW aus Nürnberg stand vor der A-Rosa Stella. Das hat mich schon etwas verwundert, gehe ich doch davon aus, dass es in Frankreich, in Lyon, der „ville de gueule“, doch genügend leckere Sachen zu Essen gibt. Hier sollte doch eine regionale Nahversorgung möglich sein. Ich bin der Meinung, dass die Orte, an denen Kreuzfahrtschiffe anlegen, auch von dem Verkehr profitieren sollten. Damit meine ich nicht nur speziell A-Rosa, sondern auch und besonders alle großen Hochsee-Kreuzfahrtschiffe. Ich weiß, die Realität ist eine andere: Die Schiffe kommen, spucken ihre Gäste aus, die in Bussen durch das fremde Land gekarrt werden, evtl. noch ein wenig überteuerte Billig-Souvenirs kaufen und dann wieder an Bord gehen. Das Schiff selbst hat dabei alle Nahrungsmittel an Bord, die für die gesamte Dauer der Reise gebraucht werden. Eine lokale Versorgung ist nicht eingeplant. Das Publikum soll möglichst mit Essen aus der Heimat versorgt werden: Wiener Schnitzel weltweit. In abgelegenen karibischen Ecken kann ich das ja noch etwas nachvollziehen, da hier die Logistik für so einen riesigen Pott sehr schnell an die Grenzen stößt. Doch innerhalb Europas? In Lyon, Wien, Budapest etc. gibt es doch auch alles. Deshalb habe ich während meiner eigenen Kreuzfahrt die PR-Managerin von A-Rosa, Christine Cubasch, ausgefragt. Meinen herzlichen Dank für die ausführlichen Antworten! Aus Sicht von A-Rosa stellt sich die Lage also so dar: (mehr…)

A-Rosa Stella: Mit dem Schiff ins Herz von Lyon – und die Stadt mit dem Rad erobern

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Bienvenue chez Paul Bocuse et Antoine de Saint-Exupéry. Herzlich Willkommen in der wohl unterschätztesten Stadt Frankreichs: in Lyon. Während alle Welt immer nur von Paris redet, schwelgt Lyon in seinem Ruf als Stadt der Geniesser. Mag Marseille zwar mittlerweile die zweitgrößte Stadt Frankreichs sein, so ist die Agglomeration rund um Lyon nach Paris die zweitwichtigste und -größte im Land der Gallier. „La ville de gueule“, wie Lyon auch genannt wird, bezaubert und verführt dezent. Ich würde sagen: die Stadt ist ein „hidden Champion“. Ab hier ist die Rhône bis zum Mittelmeer schiffbar. Und hier fliesst die Saône in die Rhône hinein, die schon weitaus nördlicher schiffbar ist. Das ist der Grund, warum die A-Rosa Flussschiffe Stella und Luna in Lyon liegen: die Tour geht zuerst gen Norden die Saône flussaufwärts, dann zurück über Lyon die Rhône flussabwärts. Ich hatte etwas Zeit, bevor die Stella ablegte und schaute mich am Ufer der Rhône etwas um.

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Ich war gerade erst in Lyon angekommen, hatte auf der A-Rosa Stella eingecheckt, meine Kajüte Hotelzimmer inspiziert und wollte jetzt die Stadt etwas kennenlernen. Wo bin ich hier eigentlich? Der Quai Claude Bernard liegt mitten im Herzen von Lyon. Die Kreuzfahrer, die hier ankommen, können wirklich alle historischen Ecken zu Fuß erobern. (mehr…)

A-Rosa Stella: Kajüte oder Hotelzimmer? Das schwimmende 4-Sterne-Hotel empfängt auf der Rhône

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A-Rosa: Der Name ist Programm. Eine Rose am Bug. Jeder weibliche Gast bekommt eine Rose beim Betreten des Schiffes. Überall Rosen. Das schafft gleich ein warmes Ambiente. Dazu die persönliche Begrüßung durch den Hoteldirektor Andreas Reinelt höchstpersönlich. Ich fühle mich gleich bestens aufgehoben. Noch vor der Gangway zum Schiff bitten mich ich die eifrige Pagen, meinen Koffer dort stehen zu lassen, sie werden ihn gleich an Bord tragen, während ich an der Rezeption die notwendigen Anmeldeunterlagen unterschreibe und meinen Personalausweis vorlege. Na, das ist doch schon mal ein prima Start in eine Woche Kreuzfahrt. Nicht mit einem der grossen Hochseepötte. Nein, ich will die Lande um die Rhône kennenlernen. Ich befinde mich in Lyon am Ufer der Rhône und stehe kurz vor einer Flussschiffkreuzfahrt an Bord der A-Rosa Stella.

Vor etwa einer Stunde war ich am Flughafen Lyon Saint-Exupéry angekommen, wurde gleich von einem Chauffeur in Empfang genommen und hier direkt zum Anlegekai im Herzen von Lyon gebracht. Auf dem Schiff habe ich kein Gefühl, wirklich auf einem Schiff zu sein. Ja, ich bin eben über eine kleine Gangway an Bord gekommen. Doch die Rezeption, die kleine Boutique, der Lobbybereich, die Treppe zum Wellness-Bereich nach unten und die Treppen zu den Kajüten sehen eher nach Hotel aus. Und zwar einem sehr schönen Hotel auf 4-Sterne-Niveau. Nach den Anmeldeformalitäten gehe ich zu meiner Kajüte. Der Koffer steht bereits vor der Zimmertür.

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Ich öffne – und der Eindruck wird bestätigt: Das ist keine Kajüte. Das ist ein Hotelzimmer. Sicherlich, vielleicht etwas kleiner als ein normales Zimmer in einem 4-Sterne-Hotel. Doch war ich schon in so manchem Ibis oder Motel One mit deutlich kleineren Zimmern. In meinem Video bekommt Ihr einen Eindruck vom Zimmer:

In Fotos sieht das so aus: (mehr…)

Champagner her! – Wir sind Kreuzfahrer auf der Rhône!

„Was darf ich Ihnen zu trinken bringen?“ fragt mich höflich, doch mit kokettem Augenaufschlag, der knackige, blonde Stewart an Bord der LH 2248 von München (MUC) nach Lyon St. Exupéry (LYS). Sascha K., dies verrät sein Namensschild, wäre ein süßes Leckerlie für einige meiner Freunde. Zur Einstimmung auf Frankreich bestelle ich mir nicht nur den obligatorischen Tomatensaft, sondern frage auch nach Champagner. Schließlich verbringe ich die nächsten fünf Tage auf der Rhône. Mit dem A-rosa Flussschiff Stella fahre ich diesen tollen Strom gen Süden. Neben Lyon werde ich Avignon, Arles und die Ardèche besuchen.

„Wir haben leider nur Sekt“, antwortet er und fügt schnell an „aber das ist ein sehr guter“. Ok, ich willige gerne ein. „Das ist die perfekte Einstimmung auf die Destination Frankreich“, sage ich etwas entschuldigend, (mehr…)

TripAdvisor präsentiert die Travellers’ Choice Wein Destinationen

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Welche Wein-Region ist die Beliebteste weltweit? Wo wächst der schönste Wein? Wo sind die besten Winzer? Welche Region ist am bezauberndsten? Millionen Reisende aus der ganzen Welt wählten die beliebtesten Wein-Regionen. TripAdvisor gibt die Gewinner des Travellers‘ Choice Awards „Wein Destinationen“ bekannt. Auf Grundlage von Millionen von Bewertungen auf TripAdvisor erhalten 32 Regionen auf der ganzen Welt die Auszeichnung. Die Regionen wurden aufgrund ihrer Popularität als Weinanbaugebiete ausgewählt.

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In die Beurteilung flossen jeweils Bewertungen und Meinungen von Reisenden über lokale Weingüter, Restaurants, Attraktionen und Unterkünfte ein. Das Ergebnis zeigt, die Favoriten in Europa sind Italien und Frankreich mit jeweils drei beziehungsweise fünf Gebieten in den Top Ten. (mehr…)

Welche Smartphone-Apps und Social Media Anwendungen sind wichtig für den Urlaub im Elsass?

Mobile und Social sind in Frankreich selbstverständlich. Während auf der deutschen Seite des Rheins noch diskutiert wird, was alles negativ daran ist, jetzt überall verfügbar zu sein, und was schlimm daran ist, viele soziale Kontakte zu haben, wird jenseits von Gevatter Rhein einfach mal losgelegt. In Frankreich wird nicht nur beim Essen an die Gäste gedacht. Touristen, für die die Schlagwörter „sozial“, „lokal“ und „mobil“ zunehmend eine wichtige Rolle spielen, kommen im Elsass auf ihre Kosten. Das Angebot für Web 2.0 affine Besucher wird von zahlreichen Arbeitsgruppen und Initiativen beständig weiterentwickelt: mobile Webseiten, Apps, QR-Codes und GPS-Tracks zeigen Elsass-Reisenden die Region in einer „augmented reality“ – einer erweiterten Realität. Der sogenannte „M-Tourismus“ (mobile Dienste und Global Positioning Systeme) via Smartphone-Apps eröffnet dabei ganz neue Möglichkeiten. Touristen können lokalisiert und mit standortbezogenen Auskünften versorgt werden und sich so unterwegs unmittelbar Zugang zu personalisierten Informationen verschaffen.

Das einfachste Mittel für mobile Informationen sind Flashcodes, die auf Informationstafeln oder Gebäuden in Dörfern und Städten angebracht wurden. In Sélestat kann man zum Beispiel einer zwei Kilometer langen Strecke mit neun QR-Code-Stationen folgen. Smartphone-Nutzer sehen so über ihre Smartphone-Apps alle Highlights und erfahren viel Wissenswertes über das Städtchen im Zentralelsass, ohne an einer klassischen Führung teilzunehmen. Aber auch viele mobile Webseiten und Apps bereichern das touristische Angebot im Elsass: (mehr…)

Emmanuel Delaporte: Geschmorte Lammschulter à la Normande mit weissen Bohnen und 1996 Château Falfas

Geschmorte Lammschulter À La Normande Mit Weissen Bohnen  @ Le Gourmand, Private Home Fine DiningFranzösische Küche vom Land, regionale Spezialitäten – das hat nichts zu tun mit Nouvelle Cuisine oder Molekularküche. Das ist weit entfernt von Miniportiönchen auf Riesentellern. Und Kochen mit niedrigen Temperaturen ist keine Erfindung der letzten Jahre, auch ein „rückwärts kochen“ ist keine zeitgeistliche Erfindung. Nein, es war alles schon da. Schon vor Jahrhunderten. Dass gerade in Frankreich damit hervorragende Gerichte zubereitet wurden, lehrt uns ein neues Kochbuch. Emmanuel Delaporte fragt: „Haben Sie Zeit und Geduld?“ Der Gastronom führt uns ein in „Die Langsamkeit des Genusses“. Er verrät uns die Geheimnisse seiner Rezepte aus dem Restaurant „Beim Franzosen“ in Köln.

Emmanuel Delaporte Portrait Andreas Anhalt 2009
Etwas unfair ist dabei, dass es das französische Restaurant schon seit Ende 2002 nicht mehr gibt. Seither kocht Emmanuel Delaporte nur noch für Freunde und ist dem Vernehmen nach gen Südfrankreich gezogen. Doch zum Abschied hat er ein Buch geschrieben und uns seine Rezepte hinterlassen. Oder vielmehr die Rezepte seiner Eltern, Großeltern und der Tanten Louise, Odette und Jeanne. Wir erhalten Einblick in die Zubereitung von Rillettes de canard, Pâté de foie d’oie, Coq au vin, Confit de canard und Confit d’oie, Daube de boeuf provencale, Tripes à la mode de Caen und vielen weiteren Klassikern der französischen Küche. Damit wir so kochen können, wie es die Rezepte erfordern, müssen wir erstmal seine Philosophie und Kochkunst verstehen. Daher ist das Kochbuch anders aufgebaut, als die sonstigen Standardwerke. In einem 12-seitigen Vorwort, in dem Emmanuel Delaporte seine Küchenpraxis erklärt, lernen wir, dass wir erstmal – als Mindestausstattung – 2 Töpfe zum Ineinanderstellen und ein Gitternetz oder gleich ein professionelles Bain-Marie-Gerät bzw. einen Einkochautomaten benötigen. Praktisch: der Einkochautomat dient dann im Winter für den Glühwein. Außerdem brauchen wir ein Fleischthermometer. Soweit zur Hardware. Und wir brauchen Zeit, viel Zeit. Und Passion. Gut, die haben wir – hoffentlich – eh. (mehr…)

Club Med: Neues Programm setzt voll auf Premium-All inclusive

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Club Med sagt Adieu zu Sparbrötchen. Mit der Eröffnung des Club Med Valmorel pflockt der Erfinder des Cluburlaubs und der All-inclusive Angebote neue Marken ein im hochpreisigen Segment. Auf der heutigen Sommer-Programm-Pressekonferenz stellte Club Med seine künftige Route vor. Während 3-Sterne Clubs geschlossen oder so renoviert werden, dass sie zu 4-Sterne Clubs werden, läßt sich hier vor Ort im Club Med Valmorel erkennen, wohin die Reise geht. Qualität, Design, Komfort, Großzügigkeit, Luxus. Und alles all-inclusive. Der einzige Unterschied ist, dass es auch hier noch teurer geht. Eine All-Suites-Etage und die angrenzenden Chalets sind für die Gäste, denen das Geld komplett egal ist und die jeglichen Luxus wünschen. Dabei stehen im Club Med Valmorel die Kinder komplett im Vordergrund.

Club Med Valmorel 4_Appartments_Dez2011_009
Von 9 Monaten Kleinkindern bis zu Jugendlichen: hier fühlt sich jeder wohl. Kindergarten mit voll ausgebildeten Kindergärtnerinnen, die auch Kinderkrankenschwestern sein müssen, Teenager-Club, in den Erwachsene keinen Eintritt haben, Kinderskischule, Kinder-Beauty-Salon im Wellness-Bereich – wer hier keinen Bock hat, seine „Alten“ zu sehen, kommt voll auf seine Kosten.

Premium-All inclusive ist die Philosophie, die Henri Giscard d’Estaing, PDG/CEO von Club Med International, und seine Mitarbeiter vorantreibt. Der Club Med Guilin in China ist als einziges Hotel gleichzeitig Mitglied der Relais & Châteaux Hotels. Dabei ist der Club die Eintrittskarte in den chinesischen Markt. (mehr…)

Festival Sud de France: In Düsseldorf und Köln wird vom 19.09. – 12.10. französisch geschlemmt

Festival Sud de  France SopexaWein statt Bier, Cassoulet statt Brathendl: Während in südlicheren Gefilden Deutschlands im Herbst zünftig gefeiert, deftig gegessen und ordentlich Bier gesoffen wird, geht es im Westen gediegen französisch zu. Vom 19.09. – 12.10.2011 lockt das Festival Sud de France in Köln und Düsseldorf bereits zum zweiten Mal die Liebhaber kulinarischer Produkte und Weine aus dem Languedoc-Roussillon.

Mit einer großen Fachverkostung im Restaurant Les Halles in Düsseldorf fällt am 12. September 2011 der Startschuss für das Festival Sud de France (Anmeldungen für Fachleute). Die Promotion-Kampagne der Region Languedoc-Roussillon motiviert bereits zum zweiten Mal Fachhändler, Gastronomen und Inhaber von Delikatessengeschäften Weine und Feinkostprodukte der Dachmarke Sud de France in Szene zu setzen. (mehr…)

Île de Ré: Das französische Sylt ist mehr als Sandstrände, Dünen und Seeluft

Insel Re La FlotteWeite Sandstrände, weiße Dünen, raue Brandung, würzige Seeluft, steile Klippen, Glamour, Stille… Sylt? Nein, Ré! An der französischen Atlantikküste, zwischen Saint-Nazaire und Bordeaux, gegenüber von La Rochelle liegt die 85 km² große Insel. Sie bietet wie ihre deutsche Schwester glamourösen Lifestyle und herrliche Ruhe. Im Sommer begegnet man hier unter anderem Caroline von Monaco und Sonia Rykiel.

Insel Re AusternHier kann man frische Austern genießen – am besten mit einem Glas Weißwein oder Rosé, der auf der Insel angebaut und gekeltert wird. Weiß getünchte Steinhäuser mit bunten Fensterläden und pittoreske Häfen mit schaukelnden Booten zieren die idyllischen Ortschaften, die durch über 100 Kilometer Radwege miteinander verbunden sind. In den vielen Restaurants und Cafés an den Yachthäfen tobt das pralle Leben.

Ihren Beinamen „Ré la Blanche“ – Ré, die Weiße – verdankt die Insel wahrscheinlich ihren weißen Sandstränden. Wenn man hier die Füße in den feinen Sand steckt und dem Kreischen der Möwen lauscht, scheint der Alltagsstress ganz weit weg. Das gesamte Eiland ist als Naturschutzgebiet klassifiziert und ideal für Sommerfrischler auf der Suche nach Sonne, guter Luft, Ruhe und zugleich einer Spur Glamour. (mehr…)

Forum Vini: Weinwissen von Portugal nach Franken, vom Bordelais bis zum Libanon

Forum Vini 2010 Logo
Forum Vini 2010Welche Rebsorten wachsen im Libanon? Wie wird Wein im Bordelais kultiviert? Woran erkenne ich einen guten Tropfen? Diese und mehr Fragen beantwortet die Internationale Weinmesse Forum Vini vom 12. bis 14. November 2010 im Münchner M,O,C, Veranstaltungs-center. Denn traditionell sorgt ein umfangreiches – und kostenloses – Rahmenprogramm dafür, dass die knapp 10.000 Besucher an drei Tagen nicht nur an den Messeständen Wein verkosten, sondern in Workshops und Seminaren auch allerhand Wissenswertes über ihn lernen können.

Das Gebiet des Libanon gehört zu den ältesten Weinbauregionen der Welt. Mit Detlef Rick von Ars Gustandi können die Besucher die Tropfen aus der „uralten“ Weinwelt verkosten und erfahren alles über die dort wachsenden Rebsorten, Klima, Topographie und den Tourismus. Sommelier Peer F. Holm erklärt die Rebsortenvielfalt Portugals und entführt die Teilnehmer seines Seminars nach Lusitanien. Auch einheimische Schmankerl kommen nicht zu kurz: Der Gourmet und Weinkenner Prof. Klaus Wahl stellt Premiumspezialitäten aus Franken und dem restlichen Bayern sowie erlesene fränkische Weine vor – dabei steht Sinnenfreude pur auf dem Programm. (mehr…)


GAP

Wolfsbarsch mit Fenchelpüree, gebratenem Fenchel und Chinon Blanc

Wolfsbarsch_Fenchelpueree_2010_005Lesen bildet. Kochrezepte lesen regt an. Und sie nachkochen und variieren macht Spaß und gibt Freiraum für die Kreativität. Kochen ist für mich eh eine wunderbare kontemplative Tätigkeit. Ähnlich wie beim Golf spielen: der Streß des Tages ist verschwunden, die Lust am ausprobieren, variieren, an den kulinarischen Genüssen entspannt Geist, Seele und den Körper. Kürzlich las ich im Magazin der Süddeutschen etwas anregendes, das ich doch gern ausprobiert habe: Fisch mit Fenchelvariationen.

Beim Fischhändler fiel mir ein leckerer Wolfsbarsch auf. Den wollte ich gern ausprobieren. Fenchel sowie die meisten anderen Zutaten bekomme ich immer frisch auf meinem Bauernmarkt. Zum Fenchel erzählt Christian Jürgens, der Autor des SZ-Magazin Rezeptes und Chefkoch im Althoff Seehotel Überfahrt in Rottach-Egern: „Der Fenchel ist schon seit dem Altertum als wahre Energiebombe bekannt. Besonders amüsant ist, dass er auch gegen den Teufel und gegen Hexen helfen sollte. Der Fenchel soll die Hexen der Sage nach dazu gezwungen haben, seine zahllosen Blattspitzen zu zählen, ein Unterfangen, das dem Zählen von Wassertropfen im Bodensee gleicht.“ Na, dann gehen wir doch mal auf Hexenjagd: (mehr…)

BioFach 2010: Erster Internationaler Bio-Weinpreis MUNDUSvini BioFach

Logo Biofach 2010Biofach 1 International Wine Award 2009_030Vom 17. bis 20. Februar 2010 versammelt sich die Bio-Branche in ihrer ganzen Vielfalt – wie jedes Jahr – zur Weltleitmesse für Bio-Produkte, BioFach, und der parallel stattfindenden Vivaness, internationale Plattform für Naturkosmetik und Wellness, im Messezentrum Nürnberg. 2010 erwartet der Veranstalter, die NürnbergMesse, 2.400 – 2.500 Aussteller. Die reine B-to-B-Messe dient den Akteuren seit mehr als 20 Jahren als weltweit größtes Forum für die Marken-Positionierung sowie als Lobbyveranstaltung für den öko-modernen Markt der Zukunft.

2010 wird das Angebotssegment Wein der Weltleitmesse für Bio-Produkte um ein Highlight erweitert: BioFach und MUNDUSvini/Meininger Verlag führen erstmals den Internationalen Bio-Weinpreis MUNDUSvini BioFach durch. Mit 622 Bio-Weinen aus 19 Ländern weltweit ging die Erstauflage am 8. Dezember 2009 in Neustadt/Weinstraße an den Start. Damit hat der von MUNDUSvini und der Weltleitmesse für Bio-Produkte BioFach gemeinsam initiierte Weinwettbewerb die gesetzte Zielmarke erreicht. (mehr…)

Romantik Hotels: Neuer Guide 2010 mit 16 neuen Zielen

Romantik Hotels Guide„Lebe in Harmonie mit der Natur“ ist die Aufforderung des neuen Romantik Hotel & Restaurant Guide 2010. 205 Häuser in 10 Ländern Europas laden ein zum Entspannen, Erholen, Unterhalten, zum Feiern, Träumen und Genießen. Dabei begrüßt die Kooperation 16 neue Hotels und Restaurants in sechs Lndern unter dem Stern Romantik Hotel.

16 neue Punkte auf der Romantik Landkarte, das bedeutet 16 Hotels, die mit Innovationsgeist und Liebe zur Tradition gefhrt werden. In Deutschland, Italien, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz gibt es neue Romantik Hoteliers, die sich mit viel Persönlichkeit und Authentizität, zusammen mit ihren Mitarbeitern, um ihre anspruchsvollen Gäste kümmern und für die Zukunft ihrer Häuser ganz bewusst das Markendach der Romantik Hotels & Restaurants ausgewählt haben. (mehr…)

Ecotrophea 2008: Alpine Pearls erhält Umweltauszeichnung des DRV

Alpine PearlsDas Projekt „Alpine Pearls“ aus der Alpenregion erhält die Ecotrophea 2008, die Internationale Umweltauszeichnung des Deutschen ReiseVerbands (DRV). Im Rahmen der Preisverleihung auf der 58. DRV-Jahrestagung in Budapest erhielt Dr. Peter Brandauer, Präsident von Alpine Pearls und Bürgermeister des österreichischen Orts Werfenweng, die Ecotrophea-Skulptur überreicht.

Der Deutsche ReiseVerband (DRV) würdigt mit der Internationalen Umweltauszeichnung seit 22 Jahren Projekte für vorbildliches und nachahmenswertes Engagement im Umweltschutz und Tourismus – in diesem Jahr erstmals unter dem neuen Namen Ecotrophea. (mehr…)

Best of Riesling: Gewinner stehen fest

best of riesling Sieger Kategorie 1Bei der wahrscheinlich größten Riesling-Probe der Welt best of riesling auf dem Gelände des Landesgartenschau in Bingen hat eine fachkundige Jury die besten Rieslinge ermittelt. „Der Riesling ist der König der Weißweine und hat den Weltruf deutscher Weine maßgeblich mitbegründet. Riesling zählt zu den großen deutschen Rebsorten und steht für feine, rassige Weine, die je nach Standort und Kleinklima einzigartige Aromen ausbilden“, erklärte der rheinland-pfälzische Weinbauminister Hendrik Hering bei der Bekanntgabe der Sieger des Wettbewerbs.

Die knapp 2.000 Weine wurden von 160 international anerkannten Juroren verkostet, darunter 70 renommierte Masterjuroren u.a. aus Kanada, Großbritannien, Dubai, Österreich und den USA. Mit 1.937 Weinen wurde ein neuer Anstellungsrekord beim diesjährigen Wettbewerb erreicht. „Noch nie wurden seit Bestehen des Wettbewerbs so viele Weine angestellt“, zeigte sich Weinbauminister Hering erfreut. (mehr…)

USA: Dank ESTA Visumspflicht für EU-Bürger durch die Hintertür

Reisen in die USA werden immer teurer und umständlicher. Die US-Heimatschutzbehörde stellte jetzt das elektronische Programm zur Kontrolle von Flug- und Schiffspassagieren aus Ländern ohne Visumspflicht vor. Das Electronic System of Travel Authorisation (ESTA) erfasst und verarbeitet, wie der EUobserver meldet, u.a. persönliche Informationen zum Lebenslauf, zur Gesundheit, zu eventuellem Drogenmissbrauch und zur kriminellen Vergangenheit der Einreisewilligen. Die von ESTA erteilten Genehmigungen sollen zur mehrfachen Ein- und Ausreise innerhalb von zwei Jahren gelten.

Die US-Heimatschutzbehörde ist der Ansicht, dass auch EU-Bürger ein potenzielles Risiko für die nationale Sicherheit der USA darstellen können. Deshalb wird jetzt die Befreiung von der Visumspflicht für EU-Bürger ausgehebelt. Natürlich wird weiterhin kein Visum benötigt und „das ESTA ist kein Visum“, wie die Behörde betont. Aber eben die elektronische Anfrage um eine Reiseerlaubnis in die USA – spätestens 72 Stunden vor Abreise. Das System startet zwar schon ab 1. August, doch gilt es verpflichtend erst ab dem 12. Januar 2009 für EU-Bürger aus Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, Slowenien, Spanien, Schweden und Großbritannien sowie Bürger aus diversen anderen Staaten. So wollen die US-Behörden sogenannte Risikopassagiere möglichst schon vor Antritt der Reise erkennen und ihnen die Einreise verweigern. Ein spontaner Shopping-Flug nach New York wird so unmöglich. (mehr…)