Genuss aus dem Tessin: Risotto del Nostro Orto von Mattias Roock

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Vor einem Jahr traf ich Mattias Roock im Relais & Châteaux Hotel Castello del Sole in Ascona. Ein Jahr her – und „dank“ des Corona-Virus fühlt es sich an wie eine Ewigkeit. Und so weit weg. Derzeit sind wir alle getrennt durch Grenzen, die wir alle schon seit Jahren nicht mehr kannten. Und jetzt sind sie wieder da – trennen Mattias Roock und mich so wie damals die Mauer zwischen Deutschland-West und Deutschland-Ost. Nun sitzen wir alle daheim, kochen für unsere Kinder, für die Familie. Und jedem gehen irgendwann die Rezepte aus. Es wird Zeit, wieder etwas Abwechslung an unseren Esstisch zu bringen. Daher präsentiert Euch Mattias Roock sein „Risotto del Nostro Orto“. Das Geheimnis: Das Hotel baut den nördlichsten Reis Europas an. Ja genau: Nicht Italien ist das nördlichste Reis-Anbaugebiet, sondern das Tessin.

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Vor wenigen Jahrzehnten noch lebten Mattias Roock und ich nicht allzu weit voneinander entfernt. Doch uns trennten Welten, uns trennte eine Mauer, uns trennten zwei Systeme: West und Ost. Er in Mecklenburg-Vorpommern, ich in Berlin-Spandau. Im letzten Jahr trennten uns zwar viel mehr Kilometer, doch keine Grenze – zumindest keine spürbare, da zwischen Deutschland und der Schweiz dank des Schengener Vertrages keine Grenzen mehr existieren. Und jetzt zerstört dieses Corona-Virus und die Krankheit COVID-19 viele vor noch kurzer Zeit für selbstverständlich gehaltene Freiheiten. Und baut Mauern und Grenzen wieder auf.

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Mattias Roock: Neue Heimat im Tessin

Also träumen wir uns mit dem Risotto del Nostro Orto von Mattias Roock wieder in die Schweiz, in das wunderschöne Tessin. Das Castello del Sole liegt direkt am Lago Maggiore. Der Sternekoch war bereits in einigen der besten Häuser auf der Welt, insbesondere bei der Kempinski Gruppe. Direkt nach seiner Ausbildung im Hotel Atlantic Kempinski Hamburg war er 2001 Olympiasieger mit der deutschen Jugend-Nationalmannschaft und im selben Jahr Kochweltmeister. Es fügten sich Stationen im Giardina Ascona, Clardige London von Gordon Ramsay, Steigenberger Hotel Frankfurter Hof Frankfurt, Kempinski Grand Hotel des Bains St. Moritz und Marsa Malaz Kempinski The Pearl Doha in seine Vita ein. Sein Posten im Castello del Sole Ascona ist quasi eine Rückkehr an den Lago Maggiore. Das Tessin wurde ihm zur zweiten Heimat.

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Zum Hotel gehören einige Felder, auf denen Obst, Gemüse, Kräuter und eben auch Risotto-Reis angebaut werden. Und Wein natürlich, köstlicher Wein. Das 5-Sterne-Hotel ist Mitglied der Relais & Châteaux Hotels und ein wahrhaft grossartiges Hotel.

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Mattias Roock steht seit 2017 als Küchenchef am Herd des Tessiner Fünfsternehotels Castello del Sole Beach Resort & Spa in Ascona und überzeugt mit seiner Küche nicht nur die Gäste. So wurde er innerhalb kurzer Zeit mit einem Michelin-Stern und 18 Gault-Millau-Punkten im Gourmetrestaurant «Locanda Barbarossa» ausgezeichnet.

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Mattias Roock: Mister Farm to Table in den Terreni alla Maggia

Das Castello del Sole ist umgeben von dem zum gleichen Besitz gehörenden, 150 Hektar grossen Landwirtschaftsbetrieb Terreni alla Maggia. In der Locanda Barbarossa von Mattias Roock kommt auf den Tisch, was im eigenen Garten oder auf dem eigenen Landwirtschaftsbetrieb „Terreni alla Maggia“ wächst. Neben der Produktion von Wein und Getreide widmet sich dieser auch dem Reisanbau.

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In den Terreni wächst der nördlichste Reis der Welt, natürlich kommt dieser Loto in sämtlichen Restaurants des Castellos auf den Tisch. Einschränken lässt sich Mattias Roock nicht. Alles, was zugekauft wird, hat ebenfalls allerhöchste Qualität. Dank der Begrenzung des Transports von Lebensmitteln gelingt es dem Hotel, den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

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Loto heisst die kleinkörnige Risottosorte, die hier, auf dem nördlichsten Reisfeld in Europa und gleichzeitig weltweit, wächst. Hier werden in direkter Nachbarschaft auf den fruchtbaren Ausläufern des Maggia-Deltas unter anderem Wein, Mehl für die Teigwaren sowie weisser, gelber und schwarzer Mais für die Polenta, Spargel, Mais, Grüntee und eben der Loto Risotto Reis angebaut. Rund ums Hotel wachsen mehr als hundert Kräuter und selbst Yuzu-Bäumchen wachsen in diesem milden Klima. Es gibt über 25 verschiedene Tomatensorten und die Beeren werden kurz vor dem Service frisch gepflückt. Was fehlt, lässt Mattias Roock anpflanzen. 

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Von diesen Qualitätsprodukten profitiert Mattias Roock auch in seiner Küche. Für zu Hause empfiehlt er deshalb ein Rezept mit Risotto Loto, frischem Spargel und Tessiner Merlot.

Mattias Roock: Sapori del Nostro Orto – Aus dem Garten auf den Tisch

Der Chef ist stolz auf sein Konzept „Sapori del nostro orto“ = „Aromen aus unserem Garten“. Der Gault Millau Schweiz nennt ihn „Mister Farm to Table“. Gerichte, deren Zutaten fast komplett aus dem eigenen Garten, der eigenen Landwirtschaft stammen – das können die wenigsten Hotels von sich behaupten.

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Heute präsentiert uns Chef Roock sein berühmtes Spargelrisotto: Olivenöl, Zwiebeln, Weißwein, der hoteleigene Loto-Risottoreis, Spargel. Während der Küchenchef uns das Rezept erklärt und aus seiner Vita sowie seinem Garten, seinem Schaffen im Hotel erzählt, ist seine Mitarbeiterin Susanna Caneja bereits fleissig dabei, das Risotto zu kochen.

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Die Teller bestehen aus einheimischen Tessiner Steinen, die der Küchenchef im nahen Fluss Maggia im Alleingang gesammelt hat.

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Roock erinnert sich: „Einmal wollte ein Gast einen Teller kaufen und so musste ich zum Flussbett zurückkehren, um einen neuen Stein zu finden …“

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Selbstverständlich sieht die Zubereitung eines Risottos für eine Gruppe hungriger Journalisten bzw. für ein Restaurant etwas anders aus, als wenn wir im Privathaushalt das Gericht anrühren. Doch der Unterschied liegt nur in den Mengenverhältnissen, nie aber in der Qualität der Produkte und schon gar nicht in der Liebe, die der Koch im Restaurant und wir am heimischen Herd für die Zubereitung aufwenden sollten.

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Risotto, das bedeutet auch immer: Etwa 20 Minuten am Topf stehen und rühren, rühren, rühren. Reis, Brühe, Spargel müssen solange gerührt werden, bis sich die gewünschte Cremigkeit ergibt.

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Anschliessend wird mit einer kleinen Portion Butter…

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… sowie etwas Käse abgebunden.

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Gegebenenfalls kann ein kleiner Schuss Brühe die Konsistenz nochmal etwas verlängern.

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Zum Schluß mit etwas frischen Kräutern abschmecken.

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Während der Küchenchef das Risotto verkostet und überprüft hat die Köchin Zeit, die beiseite gelegten grünen Spargelspitzen in etwas Butter anzuschwitzen.

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Abschliessend ist es Zeit, das Risotto auf die wunderschönen Steinschalen zu geben und mit den Spargelspitzen zu garnieren. Ein purer Genuss! Guten Appetit!

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Service:

Risotto und Wein können übrigens entweder im Hotel-Shop direkt vor Ort gekauft oder im Hotel-Onlineshop  bestellt werden. So zaubern wir uns ein Stück Tessin in unsere Wohnung.

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Mehr Infos:

Was macht die Barbarie-Ente so besonders wertvoll?

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Was ist die Barbarie-Besonderheit? Warum legen Köche so viel wert auf die Barbarie-Ente? Was macht sie für Feinschmecker so begehrenswert? Fragen, denen eine Runde von Journalisten im Rahmen eines Enten-Menüs bei Alfons Schubeck auf den Grund ging. Der im voraus groß angekündigte Maître höchstselbst allerdings war verhindert, was der Qualität des Essens in den Südtiroler Stuben jedoch keinen Abbruch tat. Schließlich ist der Sternekoch eh fast immer und überall gleichzeitig – nur fast so gut wie nicht mehr hinter seinem eigenen Herd. Die Sterne erkochen längst seine bestens ausgebildeten Köche für ihn. Bei aller Verehrung für den von mir hoch geschätzten Alfons Schuhbeck und seinen Leistungen, doch empfinde ich seine ubiquitäre Verfügbarkeit mittlerweile als etwas zuviel…

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Barbarie-Ente: Welche Entensorten gibt es?

Doch ad rem: Wir waren eingeladen von CICAR, das ist keine Cigarren-Rauchervereinigung, auch hat es nichts mit Zykaden zu tun. Es ist die „berufsübergreifende Vereinigung der Barbarie-Ente„. Also eine Art Vermarktungskonsortium. Dieses hatte in die das Sternerestaurant Südtiroler Stuben am Münchner Platzl eingeladen. Wir erfuhren, dass die Barbarie-Ente nur wenig mit unserer Hausente zu tun hat. Die Stammform der Hausente ist die Stockente, sie ist für fast alle europäischen und asiatischen Entenarten die Basis.

Daneben wird auch die aus Südamerika stammende Warzenente, eine Zuchtform der Moschusente, als Haustier gehalten, sowie Hybriden aus beiden, sogenannte Mulardenten. In Frankreich werden die südamerikanischen Warzenenten allerdings Barbarie-Enten genannt. Sie kommt somit aus einer ganz anderen Gegend und unterscheidet sich durch zahlreiche anatomisch Eigenschaften von den gewöhnlichen Enten.

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Espresso einer Entenreduktion

Barbarie-Ente: Warum ist die Qualität des Fleisches so besonders gut?

Derweil wir den Espresso einer Entenreduktion als kleinen Gruß aus der Küche geniessen, erfahren wir, dass das Fleisch der Barbarie-Ente wird wegen des geringeren Fettanteils geschätzt wird. Die Weibchen sind doppelt so leicht wie die Männchen. Die Qualität des Fleisches ist deutlich besser als bei anderen Entenarten. Die weibliche Barbarie-Ente stellte früher mit einem Gewicht von 2,5 Kilogramm ein familiäres Festgesessen für vier bis fünf Personen dar. Doch heutzutage sind auch Teilstücke wie etwa Filets, Keulen und Flügel sehr geschätzt, da sie sich besser in Menüs einbringen lassen.

Insbesondere in Frankreich wird für eine gebratene Ente nur die Barbarie-Ente genommen. Schließlich sind ihre Nährwerte so optimal, dass sie zur ausgewogenen Ernährung des Menschen beiträgt. Sie verfügt über einen Reichtum an Nährstoffen, Vitaminen, Eisen, Phosphor, Selen, Kupfer und ungesättigten Fettsäuren, dabei bleibt der Energiewert durch den Fettgehalt von 10g/100g relativ niedrig. Die ungesättigten Fettsäuren gelten der Prävention von Herz-Kreislaufbeschwerden.

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Allerhand von der Barbarie-Ente auf Currylinsen

Barbarie-Ente: Wo lebt sie, wo kommt sie her?

Die Crew von Sternekoch Alfons Schuhbeck tischt mittlerweile ein „Allerhand von der Barbarie-Ente auf Currylinsen“ auf. Die Barbarie-Ente, so lernen wir, stammt allerdings nicht ausschliesslich aus Frankreich. Es ist keine Herkunftsbezeichnung, sondern eine Art. In ganz Europa, auch in Deutschland, werden Barbarie-Enten gezüchtet. Gerade für Bauernhöfe ist es nicht schwierig, diese Enten zu züchten, da sie beim Verbraucher sehr beliebt sind, für wundervolle rustikale, deutsche Traditionsgerichte stehen und in puncto Umweltverträglichkeit eine der anspruchslosesten Geflügelarten sind.

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Bauernente mit Blaukraut und Brezenknödel

Barbarie-Ente: Der Klassiker von Alfons Schuhbeck

Rustikal geht es auch in den Südtiroler Stuben weiter – doch mit der erwarteten Eleganz des genius loci. Die Bauernente mit Blaukraut und Brezenknödel ist ein typischer Schuhbeck-Klassiker: Ein bayrisches Traditionsgericht elegant und edel interpretiert. Hier kommt nicht der ganze Breznknödel auf den Teller, so dass dieser Gang alleine schon satt macht. Eine schöne Scheibe davon reicht vollkommen, die Ente spielt die Hauptrolle mit je einem Stück Schenkel und Brust. Die grünen Rosenkohlblätter geben noch einen optischen Kontrapunkt.

Das Filet der Barbarie-Ente ist praktisch und einfach zuzubereiten und hat ein festes, dichtes und geschmackvolles Fleisch. Die Keule wird durch ihre Zartheit und den feinen Geschmack geschätzt.

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Geeister Kaiserschmarren mit marinierten Früchten

Barbarie-Ente: Der berühmte Geeiste Kaiserschmarrn von Alfons Schuhbeck

Wir erfuhren noch so einiges mehr über die Barbarie-Ente, doch will ich Euch hier nicht mit nackten Zahlen zu Produktion und Verzehr langweilen, die sich eh über die Jahre auch mal ändern können. Zum süßen Abschluss, zum Dessert taugt dann auch eine so feine und sehr leckere Ente nicht. Da gibt es einen absoluten Schuhbeck-Klassiker, für den der Meister auch schon oft geehrt wurde: Ein Geeister Kaiserschmarren mit marinierten Früchten. Dazu habe ich dieses leckere Rezept aus Schubecks Kochschule gefunden. Diese Interpretation hat natürlich nichts mit einem richtigen Kaiserschmarrn zu tun. Es sieht nur so aus. Und ist absolut lecker.

Natürlich lassen sich auch noch viele andere Entengerichte mit einer Barbarie-Ente zaubern:

Mehr Informationen zur Barbarie-Ente gibt’s hier.

Restaurants in München: Tantris – 49 Jahre Fröhlich, Freudig, Feurig

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Die Zeit steht still. Zumindest kommt es mir so vor. Das Tantris in München-Schwabing ist ein Ort, an dem uns vieles zeitversetzt vorkommt. Und dennoch nicht ewiggestrig ist. Sondern im Gegenteil: modern und klassisch, stylish und elegant, althergebracht und doch top-aktuell. Das Tantris ist eine Legende. Es gibt kein Restaurant, das mehr Einfluss auf die deutsche Gastronomie und Gastronomiegeschichte hatte. Allerdings wird demnächst viel investiert und umgebaut. Nach 49 Jahren permanentem Restaurantbetrieb sei das dem ältesten und lange Zeit besten Gourmet-Tempel Deutschlands gegönnt. Hans Haas geht in den verdienten Ruhestand. Und die Familie Eichbauer investiert viele Millionen Euro in eine Total-Sanierung.

Das Tantris ist ein Lebensgefühl: Klassisch und doch modern. Das zeigt sich nicht nur an der Auswahl der Limousinen, die vor der Tür des Tantris stehen. Der Fiat 500 gehört dem Vernehmen nach Hans Haas privat und ist ein Liebhaber-Objekt. Viele Jahre aber standen immer Edelkarossen einer Münchner Autoschmiede als Limousinen vor der Tür.

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Doch das Tantris geht mit der Zeit: nachhaltig soll nicht nur unser Essen sein. Unser gesamtes Verhalten soll unsere Natur schützen. Dazu gehören auch umweltfreundliche Autos. Und so werden die Gäste jetzt von einem Tesla chauffiert.

Das Tantris war schon immer modern. Es war und ist immer seiner Zeit voraus. Die Architektur, das Design vom Schweizer Architekten Prof. Dr. Justus Dahinden ist farbenprächtig, fröhlich, pompös, elegant auf eine ganz neue, ungesehene Art und überforderte die Münchner.  Mit seiner damals scharf kritisierten und markanten Architektur mit viel rohem Beton und tiefroten Farben wurde es seinerzeit als „hübschestes Feuerwehrhaus“ oder „teuerste Autobahnraststätte“ Deutschlands diffamiert. Tantris bedeutet die Suche nach der Vollkommenheit und die Farbe Orange gilt als Farbe der Geselligkeit, der Lebensfreude und des Vergnügens. Die rot-schwarze Inneneinrichtung symbolisiert Hummer und Trüffel – damals Inbegriff der französischen Küche. Vor der Tür stehen vom Schweizer Künstler Bruno Weber entworfene Fabelwesen aus Beton – im Kleinformat stehen sie auch auf den Tischen. Die Schwebewesen hingegen sind die dienstbaren Geister im Restaurant. Küche und Service arbeiten so perfekt, so nahezu unsichtbar und doch jederzeit am richtigen Platz. Der moderne, französische Stil von Inhaber und Bauunternehmer Fritz Eichbauer war in Deutschland sehr unbekannt – und das Wagnis den jungen, doch schon zu diesem Zeitpunkt sehr erfahrenen – Eckart Witzigmann als Chefkoch zu engagieren, war sehr mutig. Der Einfluss, den die Küche dieses Genusstempels auf deutsche Essgewohnheiten genommen hat, ist einmalig. Es ist „der Weg von der Pickelhaube über die Gulaschkanone bis zur Nouvelle Cuisine„, wie Wolfram Siebeck es so treffend formuliert hat.

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Der Stil von Bauunternehmer Fritz Eichbauer war zur Eröffnung 1971 extrem ungewohnt in der deutschen Gastronomie. Keine steife Stille. Er baute das Tantris, „weil ich zuhause, in München gut essen wollte!“ und mit dem Vorsatz: „Hier darf gelacht werden!“. Damals startete das Team das wohl wichtigste Kapitel der deutschen Gastronomiegeschichte. Wer im Tantris unter den drei Küchenchefs Eckart Witzigmann, Heinz Winkler und jetzt Hans Haas arbeitete, bekam das nötige Rüstzeug für eine Karriere in der internationalen Top-Gastronomie.

Erstaunlich und faszinierend ist, dass die Küche des Tantris von Anbeginn an nicht von einem Deutschen geführt wurde. Eckart Witzigmann stammt aus Bad Gastein im Salzburger Land, Heinz Winkler ist in Brixen in Südtirol geboren und Hans Haas wiederum ist ebenfalls Österreicher, allerdings kommt er aus der beschaulich-schönen Wildschönau in Tirol. Eckart Witzigmann ist noch jede Woche auf den Großmarkt nach Paris gefahren, um einzukaufen. Denn vieles, was er so frisch wie möglich für seine Küche brauchte, gab es damals nicht in Deutschland. Nicht auf dem Viktualienmarkt und auch nicht beim Käfer oder Dallmayr. Damals von vielen ausgelacht, hat er damit die deutsche Küche revolutioniert. Witzigmann wollte allerdings verständlicherweise irgendwann sein eigenes Restaurant führen, kehrte dem Tantris Ende der 70er-Jahre den Rücken und hob am Münchner Maximiliansplatz 1980 sein legendäres Restaurant Aubergine aus der Taufe.

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Die Fabelwesen stehen vor der Tür und in Miniatur auf den Tischen

Hans Haas, einst selbst Schüler und Souschef von Eckart Witzigmann in dessen Aubergine und vorher als Chef de partie bei Paul Haeberlin, übernahm das Tantris 1991 und hält seitdem konstant zwei Michelin-Sterne. Die Speisekarte ist von Hans Haas handgeschrieben und signiert. Eine individuelle, sehr persönliche Karte, die auch gleichzeitig eine Erinnerung an den Besuch im Tantris ist. Das Menü ist eine Offenbarung, eine schnörkellose, handwerklich extrem exakte Küche. Sie zieht ihre Meisterschaft aus der Kombination der Aromen bezieht, eine schmeckbare Rückbesinnung auf die Klassiker, die hier umsichtig modernisiert wieder erstrahlen – und damit die Klassik zur Moderne werden lassen. In der Küche von Hans Haas stehen die Aromen im Vordergrund. Auf Komposition, Geschmack und Handwerk liegt das Hauptaugenmerk auf dem Teller. Es ist alles wunderschön anzusehen, ohne jegliche Zauberei aus geringelten Gemüsestreifen, Schaumwölkchen, salzigen Macaron oder Geleewürfel-Landschaften. Hans Haas lässt das jeweilige Produkt im Zentrum stehen. Diese großartige Klasse seiner Kochkunst lässt die Frage aufkommen, warum ein Meister seiner Klasse nicht längst mit drei Michelin-Sternen gekrönt wurde. Übrigens hat auch Ferran Adria diese Frage gestellt bei seinem Besuch im Tantris.

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Gruß aus der Küche

Die Grüße aus der Küche stimmen mich schon mal auf ein großartiges Menü ein.

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Variation von Krustentieren mit mariniertem Spargel

Wer, wie ich, selbst einmal in der Gastronomie gearbeitet hat, selbst eine Ausbildung genossen hat, der kennt sicherlich noch diese klassischen geriffelten Glasteller. Der Service freut sich immer ganz besonders darauf, denn diese Teller haben mitunter die Eigenschaft, dass sich das subjektive Gewicht auf dem Weg vom Küchenpaß zum Gast locker verdoppelt.

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Forelle mit Apfel, Sellerie und Holunderblütenfond

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Die Forelle hat noch Sashimi-Qualität als der Service den Hollerblütenfond angiesst. Diese extrem kurze Garzeit reicht, um den Fisch optimal auf den Punkt zu bringen.

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Konfierte Sepioline mit Eigelb und Kaviar gefüllt

Ein Gang, der extrem köstlich ist. Zu der Sepioline bringt die ordentliche Nocke Kaviar die perfekte Portion Salzigkeit.

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Seeteufel im Ganzen mit Sepiagnocchi und Zitronengrasfond

Der im Ganzen gebratene Seeteufel war ein Gedicht. Ganz besonders köstlich war der Zitronengrasfond, für den extra ein Gourmetlöffel eingedeckt wurde.

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Ochsenschwanz Ravioli mit Entenleber und Périgord-Trüffel

Die mit zart zubereitetem Ochsenschwanz gefüllten Ravioli bilden einen köstlichen Kontrapunkt zu der kurz angebratenen Entenleber. Der Jus mit schwarzem Trüffel gibt einen perfekten Rahmen.

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Lammkotelette im Artischockenboden

Genau richtig auf den Punkt kommt das kleine Lammkotelette auf einem Boden einer Artischocke.

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Karamellsoufflée mit Rhabarber und Bananen-Vanilleeis

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Petit Fours

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Das Tantris verabschiedet im Dezember 2020 seinen Chef de Cuisine Hans Haas nach neunundzwanzig Jahren in den Ruhestand und schließt für den großen Umbau. Denn der Herd, die gesamte Kücheneinrichtung ist noch original aus dem Jahr 1971 und muss dringend ausgewechselt werden. Zum fünfzigsten Jubiläum wird das Restaurant im Frühjahr 2021 neu eröffnen, um in der Tradition des Hauses als kulinarische Avantgarde Akzente zu setzen. So jedenfalls plant es das Eigentümerpaar Sabine und Felix Eichbauer. Wir sind gespannt! Wer dann der neue Chefkoch sein wird, ist eine der am heißesten und meistdiskutierten Fragen der Gastro-Szene. Und gerne nutzen wir die Gelegenheit in diesem Jahr noch einmal bei Hans Haas essen zu gehen.

Disclosure: Herzlichen Dank an Hans Haas und sein Team für dieses grossartige, reichhaltige Mittagessen! Es war ein unvergessliches Erlebnis. Selbstverständlich bleibt meine eigene, persönliche Meinung von der Einladung zu dem Essen unbeeinflusst. Mindestens einmal sollte sich jeder so ein Essen gönnen, auch wenn es im Geldbeutel kurzfristig weh tun mag. Die langfristige Erinnerung an dieses vielleicht auch nur einmalige Erlebnis auf diesem hohen Niveau so exzellente, perfekte und sensationell gute Küchenleistungen zu erhalten, gleicht den bezahlten Preis mehr als aus.

Service:

Bücher über das Tantris*:


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Restaurant Johanns Waldkirchen: Das wohl beste Kaufhausrestaurant Deutschlands

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Kindheitserinnerungen an unser Ferienhaus im Bayerischen Wald werden wach. An unser kuschliges, kleines Nurdachhaus direkt am Waldrand. Der Bach säuselte uns nachts in den Schlaf. Am Tage spielte ich Indianer – oder so etwas ähnliches – auf der Pirsch im Wald. Mit meinem Freund Sebastian staute ich Waldbäche auf, leitete sie etwas um und lernte die Kräfte der Wasserphysik kennen. An anderen Tagen musste ich meine Eltern in das Städtchen Waldkirchen begleiten. Zum Einkaufen. Oh Gott, wie öde! Das Modehaus Garhammer war allerdings der Hammer! Besser als alle Kaufhäuser, die ich in Berlin kannte. Seit wenigen Jahren ist das Modehausrestaurant Johanns in Waldkirchen mit einem Stern vom Guide Michelin gekrönt. Der Oberhammer! Ein Besuch zum Mittagessen.

Wer das Johanns in Waldkirchen sozusagen „mal auf die Schnelle“ kennenlernen will, dem kann ich besten Gewissens empfehlen, zur Mittagszeit auf eine ausgiebige Shopping-Tour nach Waldkirchen ins Garhammer Modehaus zu geniessen und anschliessend den erstklassigen Service und das Michelin-gekrönte Essen von Küchenchef Michael Simon Reis zu geniessen.

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Waldkirchen ist ein 10.800 Einwohner Provinzstädtchen plus Erlebnisbad mit 100-Meter-Rutsche mitten im Bayerischen Wald – und die Heimat von Chefkoch Michael Simon Reis. Der Ort liegt ca 200 Kilometer von München entfernt im Dreiländereck zwischen Bayern, Österreich und Tschechien. Prag ist zwei Stunden entfernt, genau wie München und Salzburg. Man fragt sich bei der Anreise kurz, wer sich hierher eigentlich zum Essen verirrt. Oder was man hier überhaupt macht. Wohnungen gibt’s genug. Mietpreise: im Schnitt vier bis sechs Euro der Quadratmeter. Bierpreis: 2,70 Euro für die Halbe im Wirtshaus. Die Schnapsbrennerei Penninger zieht bald hierher. Sie machen hier dann Essig, Gin, Bärwurz, Blutwurz. Waldkirchen, eine Schnapsidee mit goldener Zukunft. 

Restaurant Johanns: Kaufhausrestaurant im Dachgeschoß

In diesem Örtchen mit noch mehr Traditionen als Lederhosen an Männerhintern, hat Reis es 2013 gewagt sein modernes Spitzen-Restaurant „Johanns“ zu eröffnen. Es liegt in der fünften Etage des für die Region auch außergewöhnlichen Modehauses, das Johann Garhammer im Jahr 1896 als Kolonialwarenhandlung gestartet hat. Johannes Huber, 38, der Chef in vierter Generation des traditionsreichen Modehauses Garhammer, des größten in Ostbayern, das 500 Mitarbeiter beschäftigt, hatte die Idee zum Restaurant. Er überzeugte Reis, den Menschen vor Ort zu zeigen, dass es noch eine lohnenswerte andere Küche gibt als Schweinsbraten mit Knödeln.

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Als ich in den 2000er Jahren das letzte Mal auf einem Abstecher in Waldkirchen war, sah das Modehaus Garhammer noch etwa so aus, wie ich es auch schon aus den 80ern her kannte. Während eines Umbaus 1987 gab es mal eine Art „warmen Abriß“. Der Um- und Neubau vergrößerte bereits die Verkaufsfläche gewaltig. Doch 2013 investierte die Inhaberfamilie 15 Millionen Euro in die Erweiterung des Modehauses. Das Architekturbüro Blocher Partners entwarf einen modernen Bau mit Einbindung in die denkmalgeschützte Ringmauer und in die unter Ensembleschutz stehende Altstadt. Die Verkaufsfläche vergrößerte sich von 3.000 auf 9.000 Quadratmeter. Rein flächenmäßig ist Garhammer größer als Lodenfrey in München oder Galeries Lafayette in Berlin. Unter den zahlreichen Auszeichnungen befinden sich der Titel „Store of the Year“ und eine Nominierung für den World Retail Award. Durch diesen Umbau entstand unter anderem auch das Restaurant Johanns. Seit 2014 krönt der Michelin-Stern die Küchenleistung.

Das Restaurant ist auf 250 Quadratmetern puristisch und schick durchgestylt. Der Laden, hoch oben im vierten Stock des rund 2.000 Quadratmeter großen Neubaus platziert, ist meilenweit von einem Dinea oder LeBuffet bei Kaufhof und Karstadt entfernt. Die Terrasse ein Traum, nicht nur beim Blick auf den Sonnenuntergang. Geschmackvolles Interieur mit Lounge-Charakter in erdigen Tönen. Sehr klare Linien. Die offene blitzblanke Küche erlaubt diskrete Blicke. Edel, aber zwanglos. Wer hier sitzt, kann in die einsehbare Küche schauen oder hat an der Fensterfront eine fantastische Aussicht über die Landschaft. Der Blick auf Teller und Küchenkunst nach dem Motto „Innovation & Tradition“ ist allerdings vergleichbar fantastisch.

Das Image-Video des Restaurant Johanns gibt einen kleinen Einblick:

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Dort, wo ich mit meinen Eltern nach einer Wanderung durch das Tierfreigelände im Nationalpark Bayerischer Wald anschliessend gern zu Kaffee und Kuchen einkehrte, machte Michael Simon Reis seine Ausbildung: im gutbürgerlichen Romantikhotel „Die Bierhütte“ bei Freyung. Also ich hab wohl eher eine heiße Schokolade getrunken. Anschließend ging er in das Ein-Stern-Restaurant „Brandstätter“ in Salzburg. Es folgte das zwei Sterne Restaurant von Johanna Maier in Filzmoos und das Steierereck in Wien, später das drei Stern-Restaurant „Arzak“ im spanischen San Sebastian. Seine letzte Etappe auf dem Weg nach „dahoam“ war als Mitglied des Kreativteams des Wiener Steirerecks. Nebenbei schloss er in Wien ein Pädagogikstudium ab.

Wir sind bei Freunden in Waldkirchen zu Besuch, übernachten in deren wunderschönem Haus am Rande des Ortes. Und gemeinsam besichtigen wir die Stadt, die ich in den 70er und 80er Jahren jährlich besucht habe. Die Umgebung unser Ferienhauses in Erlauzwiesel bei Waldkirchen war mein Abenteuerspielplatz. Jetzt, als Erwachsener und Familienvater, bin ich wieder zurück und staune darüber, was sich alles verändert hat. Wir gehen zum Garhammer shoppen und natürlich kehren wir zum Mittagessen gemeinsam ins Johanns ein. Zu der Tageszeit ist eine Tischreservierung unnötig. Ich entscheide mich für das 3-gängige Mittagsmenü. Die Kinder werden auf einer extra Kinderkarte sehr schnell fündig. Auch hier ist Reis ein Freund der guten Küche: Die Nachwuchsgeniesser haben beispielsweise die Auswahl zwischen einer Rindssuppe mit Wurzeln und Kräuterfrittaten, kleinem Salat, gebackenem Schnitzel vom Landschwein oder Süßwasserfisch in Knusperpanade (Fischstäbchen aus der Packung wird es hier bestimmt nicht geben). Und alles zu vertretbaren Preisen. Denn die kleinen Racker essen ja eh keine riesigen Portionen. Aber auch die Gerichte für die „Großen“ haben vertretbare Preise.

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Räucherfisch: Mousse von geräucherten Süßwasserfischen mit eingelegter Gurke, „Gerolltem Salat“ & grünem Meerrettich

Die Vorspeise ist frisch, leicht und ein herrliches Beispiel, wie der Klassiker „geräucherter Fisch“ als Vorspeise heute modern und locker interpretiert sein kann.

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Forelle: In Gewürzbutter gegarte Regenbogenforelle mit bunter Tomatenvielfalt, Avocado & Frischkäse-Tascherl

Forelle mit Avocado habe ich bisher so noch nicht gegessen, eine ungewohnte, doch sehr köstliche Kombination, die durch die bayerische Interpretation der Ricotta-Ravioli eine perfekte Beilage findet.

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Kaffee heiß/kalt: Mokka-Topfen-Soufflée mit eingelegten Herzkirschen, Tahiti Vanille, Pistazien & weißem Kaffee

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Piña Colada: Maracujabiskuit mit weißer Schokolade, Ananasmarmelade, geeister Kokosnuss & Mango Lassi

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Frozen Joghurt: Griechischer Joghurt, cremig und gefroren, mit Blaubeeren, Rübenrohkost & karamellisiertem Getreide

Die Desserts überzeugen uns allesamt, wunderbare köstliche Abschlüsse des „schnellen“ Mittagessens. An so einen Lunch in einer Kaufhauskantine könnte ich mich gewöhnen.

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Landschwein: Kleines gebackenes Schnitzel vom niederbayerischen Schweinerücken

Auch das Wiener Schnitzel für die Kleinen ist perfekt ausgebacken, genau richtig fluffig, wie es sich für ein Schnitzel gehört.

Wir haben uns fest vorgenommen: Beim nächsten Besuch in Waldkirchen bleiben wir auf jeden Fall länger und reservieren rechtzeitig einen Tisch für ein Abendessen im Johanns. Vielleicht werden wir dann auch die Kreditkarte im Modehaus Garhammer zum Glühen bringen, so wie es meine Eltern damals getan haben. Die haben dafür allerdings kein einziges Mal in Berlin Klamotten eingekauft. Denn in noch keinem einzigen Kaufhaus oder Modegeschäft, in dem ich bisher war, ist die Bedienung, der Service, die persönliche Betreuung des Kunden so umfassend, so exzellent, so freundlich. An Garhammer können sich alle Kaufhäuser locker ein Beispiel nehmen. Allein dieses Shoppingerlebnis lohnt die Fahrt nach Waldkirchen.

Service:

Davidoff Tour Gastronomique: Finale furioso in München mit Cigarre und Cognac

Davidoff Tour Gastronomique Kutchiin Muenchen Stromberg Harald Scholl 097
Davidoff Tour Gastronomique Kutchiin Muenchen Stromberg Harald Scholl 037
Spiele von Panem oder Brot und Spiele? Oder in diesem Fall: Koch und Schauspieler. Das Kutchiin in München bot Sternekoch Holger Stromberg und Schauspieler Fritz Karl die adäquate Bühne für die letzte Station der Davidoff Tour Gastronomique des Jahres 2014, die als Entdeckungsreise für Genießer Spitzengastronomie, prominente Gastgeber und edle Zigarren zusammenführt. Zum siebten Mal gingen die Marken Davidoff und Jaguar Land Rover Deutschland mit ihren Gästen auf eine kulinarische und kulturelle Entdeckungsreise durch Deutschland. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin mischte sich unser Gastautor und Tellerschubser Harald Scholl unter die Gäste.

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Davidoff Tour Gastronomique Kutchiin Muenchen Stromberg Harald Scholl 069
Der Mann ist ja irgendwie auch Weltmeister. Wer unsere Jungs in Brasilien Tag für Tag mit kohlehydratreicher Kost zum WM-Titel gefüttert hat, dürfte sich mit Fug und Recht den vierten Stern aufs Hemd sticken lassen. Macht Holger Stromberg aber nicht. Der Michelin-Stern, den er mit 23 als damals jüngster deutscher Küchenchef erkocht hatte, reicht ihm völlig. Aber wer weiss, vielleicht kommt da noch eine Möglichkeit sich ein Sternchen zu erobern dazu. Der österreichische Schauspieler Fritz Karl dreht aktuell die Komödie „Das beste Stück vom Braten“, und – logo – er spielt darin einen schrägen Sternekoch. (mehr …)

S. Pellegrino World’s 50 Best Restaurants: Vendôme und Aqua unter den Top 25, Schwarzwaldstube stürzt ab

Worlds 50 Best Restaurants LogoDie mit Spannung erwartete Veröffentlichung der gastronomischen Weltrangliste „S. Pellegrino World’s 50 Best Restaurants“ gibt gleich doppelten Anlass zu großer Freude: Die besten beiden deutschen Restaurants konnten sich in der Spitze nicht nur festsetzen, sondern haben sich beide verbessert. Das Restaurant Vendôme im Althoff Grandhotel Schloss Bensberg, Bergisch-Gladbach, stieg um einen Rang auf Platz 21, das Restaurant Aqua im The Ritz-Carlton, Wolfsburg, verbesserte sich sogar um neun Ränge auf Platz 25. Leider finden sich keine weiteren deutschen Restaurants in dieser Liste. Das Restaurant Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach, Baiersbronn, das 2010 noch auf Rang 47 stand – nachdem es im Vergleich zu 2009 schon um ganze 24 Plätze abgestürzt war – ist aus den Top 50 ausgeschieden und findet sich nunmehr nur noch auf Rang 73 wieder.

Als bestes Restaurant der Welt wurde das Noma in Kopenhagen im zweiten Jahr in Folge bestätigt. Noma-Küchenchef René Redzepi gilt als Vorreiter der skandinavischen Avantgarde und kochte bereits beim alljährlichen „International Festival of Food & Wine“ im Wolfsburger Ritz-Carlton.

Bereits im Vorjahr konnte sich das mit drei Michelin Sternen ausgezeichnete Restaurant Aqua in der Wolfsburger Autostadt den hohen Neueinstieg auf Platz 34 sichern. Die gut gewahrten Platzierungen der internationalen Spitzenköche wurden in der soeben erschienenen Mai-Ausgabe der renommierten britischen Fachzeitschrift „Restaurant Magazine“ preisgegeben. Um die vielbeachtete Ehrung persönlich entgegen zu nehmen, kamen die besten Köche der Welt zu einer feierlichen Zeremonie in London zusammen. Das Ereignis wird gern als „Oscar-Verleihung“ der weltweiten Gastronomieszene bezeichnet und findet internationale Beachtung. (mehr …)

Restaurants in München: 35 Jahre Tantris in München

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Anlässlich des 35-jährigen Tantris-Jubiläums kochten erstmals Hans Haas und 17 seiner ehemaligen Schüler gemeinsam in Münchens Top-Adresse

Zehn Michelin-Sterne vereint im Münchner Spitzen-Restaurant Tantris: Das gab es noch nie! Anlässlich des 35-jährigen Bestehens des besten Restaurants der Stadt kehrten am Sonntag 17 Haas-Schüler zu ihrer einstigen Wirkungsstätte zurück und kochten gemeinsam mit ihrem Meister groß auf. Seit nunmehr 15 Jahren verleiht Zwei-Sterne-Koch Hans Haas Münchens Gourmet-Tempel Nummer Eins seine ganz besondere Note. Der gebürtige Österreicher folgte im legendären Tantris auf keine Geringeren als „Koch des Jahrhunderts“ Eckart Witzigmann (1978-1991) und dem damals jüngsten Drei-Sterne-Koch aller Zeiten Heinz Winkler (1971-1978). Kein Wunder, dass das Tantris heute Kult und im Jahr seines 35. Jubiläums mehr denn je zum Gesamtkunstwerk avanciert ist. Der Tempel der Genüsse, der Restaurantgeschichte schrieb, ist dabei stets auf der Höhe der Zeit und schafft es immer wieder aufs Neue, sein anspruchsvolles Klientel zu überraschen.

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Ferran Adrià: Die wahre Geschichte von El Bulli

Ferran Adria - Story of a Dream - Amazon Prime Video
Wenn Paul Bocuse Gott war oder ist, dann ist Eckard Witzigmann sein persönlicher Kardinal. Doch der beste Koch der Welt sagt: „Witzigmann ist für mich ein Gott“. Dann wären Paul Bocuse und Escoffier was? Diese Frage – neben vielen anderen – lies Ferran Adrià, der derzeit wohl beste Koch der Welt, offen. Dafür aber gab er Einblick in sein Schaffen. Warum hat er El Bulli geschlossen? Und was macht El Bulli jetzt? Was macht Ferran Adrià jetzt? Für alle, die mehr wissen wollen über die Geschichte des einstmals besten Restaurants der Welt und des wohl innovativsten Kochs gibt es ein ganz besonderes Schmankerl: Amazon Prime Video veröffentlicht die 15-teilige Serie Die Geschichte eines Traums.

„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“, soll der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt gesagt haben. Ferran Adrià hingegen sagt: „Visionen sind ja auch etwas Gutes, wenn man kein Depp ist.“ Diese zwei Zitate verdeutlichen, warum in Deutschland ein Gourmet-Tempel wie das La Vie von Thomas Bühner in Osnabrück schliessen muss, weil der Investor sich plötzlich und unvermittelt „auf seine Kernbereiche konzentriert“ oder das Gourmetrestaurant „Himmel un Äd“ im Kölner Hotel im Wasserturm von den neuen Hoteleigentümern geschlossen wird und in Deutschland Top-Gastronomie nur mit Investoren im Hintergrund zu finanzieren ist. In anderen Ländern aber, wie etwa Frankreich und Spanien werden ganz andere Preise für Menüs in erstklassigen Restaurants aufgerufen, die Gäste kommen und die Gastronomie floriert. Das hat alles mit der Einstellung der jeweiligen Bevölkerung zu gutem Essen zu tun und auch mit den Steuern, Gehältern und anderen Abgaben, die die Wirte zu zahlen haben.

Im Juli 2011 schloss das Restaurant El Bulli seine Türen. Für immer? Jein! Das Restaurant ist geschlossen. El Bulli aber lebt. Was macht Ferran Adrià seitdem? Ferran Adrià ist mehr als ein Koch. Er ist mehr als ein Küchenmeister. Er ist ein Genie. Er hat die Avantgarde-Küche erfunden – den Begriff Molekularküche mag er nicht. Denn seine Erfindungen sind mehr als nur „molekular“. Er spricht selbst von der Avantgarde-Küche oder auf spanisch: La Vanguardia. Dieser Begriff stammt (wie so vieles in unseren Sprachen) aus dem Militär. Die Avantgarde waren die Soldaten, die als erstes dem Feind entgegen schritten – und meist auch als erstes fielen. Die Vorhut also, die zuerst Feindberührung hat. Ferran Adrià ist mehr als ein Künstler, er ist ein Schöpfer. Er versucht seitdem, die DNA der Lebensmittel und des Essens zu entschlüsseln. Er hat das Restaurant El Bulli in die elBulli Foundation, eine Stiftung, überführt.

Das El Bulli ist jetzt ein Laboratorium. Wissenschaftler, Köche, Biologen, Philosophen, Soziologen und Historiker erforschen unsere Nahrung. Was ist eine Tomate? Verstehen wir die Tomate? Wo kommt sie her? Wieviele Sorten gibt es? Wie wird sie produziert? Wie verstehen wir die Tomate? Wir erschaffen wir eine neue Sorte? Wie verkaufen wir sie: auf Märkten oder per Internet? Wenn wir das Wissen haben, dann kochen wir auch besser. Es gibt mehr als 3.000 Sorten von Tomaten auf der Welt, wir können also nicht alles wissen. Aber wir können uns annähern. Der kreative Küchenkünstler, ehemalige Sternekoch und Erfinder der Molekularküche forscht im Bullilab und führt mit seinem Bruder Albert ein kleines Gastro-Imperium von sechs Restaurants in Barcelona.

Ferran Adrià geht mit seiner Forschung zurück bis in die Anfänge des Menschen. Diese kaum zu erfassende Menge an Daten stellt er allen zur Verfügung. Er stellt alles online auf die Seite BulliPedia. Es soll einmal die größte Ansammlung an Wissen über Nahrung und Kochen sein, eine Enzyklopädie der Küche. Sein Ziel ist es, das ganze Wissen mit der ganzen Welt zu teilen. Er hofft dadurch, neue Gerichte zu erschaffen, neue Ideen zu erhalten und neue Generationen von Köchen zu inspirieren. Auch wenn Ferran Adrià kein Restaurant mehr führt, so ist sein Einfluss auf die Köche und das Essen enorm. Er ist der „Einstein of Food“.

Wie können deutsche Köche von Adriàs Forschung profitieren? „Alle können partizipieren“, sagt er und verweist auf die von seiner Stiftung entwickelte Methodik namens „Sapiens“, die man im Internet einsehen könne, sowie auf seine zahlreichen auch auf Deutsch erschienen Bücher. 

Haben denn auch deutsche Köche Einfluss auf Adrià? „Nur Eckart Witzigmann, für mich ein Gott“, schwärmt er vom Großmeister der deutschen Küche. Was er an Deutschland zudem schätze, sie die Ernsthaftigkeit und die Professionalität bei der Arbeit. Und welches deutsche Gericht hat seiner Meinung nach Potential bis an die Spitze, wenn es gut zubereitet ist? „Sauerkraut“, sagt Adrià ohne viel Nachdenken. „Es ist etwas Geniales, weil es anders ist. Das Fermentieren des Kohls verleiht dem Kohl seine Komplexität.“ Die kulinarische Kunst der Franzosen hingegen war sehr wichtig und vielseitig, doch nicht nur für Frankreich alleine sondern für die gesamte Welt. Die Nouvelle Cuisine begann 1965, erläutert Adrià. Doch ist diese Küche nicht ausschliesslich die Küche des 20. Jahrhunderts. Die Küche ist über 2 Millionen Jahre alt. Essen zubereiten ist die erste menschliche Tätigkeit. 1903 setzte Auguste Escoffier den Grundstein für die heutige Küche. In seiner Tradition sieht sich der katalanische Küchenkünstler. Ferran Adrià hinterfragt jetzt alles in Küche und Gastronomie. 

Und wann öffnet wieder ein Restaurant mit dem Namen el Bulli? Angeblich soll es ab September 2019 auf dem Montjuic soweit sein. 

El Bulli: Die Geschichte eines Traums

Während also das Restaurant geschlossen war, blieb das elBulli nicht untätig.

Alle Episoden der Dokuserie El Bulli: Die Geschichte eines Traums gibt es exklusiv bei Amazons Video-Streaming-Service. Adrià gilt als einer der renommiertesten Köche weltweit, sein Restaurant El Bulli wurde fünfmal als bestes Restaurant der Welt ausgezeichnet. Die Dokumentation umfasst 15 Episoden mit Filmaufnahmen aus 13 Jahren und über 200 Beteiligten. Neben den zwölf bereits vorhandenen Episoden, feiern auch drei brandneue Folgen exklusive Premiere bei Prime Video. Alle 15 Episoden werden weltweit für Prime-Mitglieder in über 200 Ländern und Territorien zur Verfügung stehen. Die Serie zeigt die letzten Momente des Restaurants El Bulli und die neuen Projekte, die Ferran Adrià mit seiner Stiftung elBullifoundation ins Leben ruft.

El Bulli: Die Geschichte eines Traums erzählt die Geschichte von Ferran Adrià, seinem Partner Juli Soler und seinem Bruder Albert, angefangen bei ihren ersten Schritten und der Gründung von El Bulli. Das Restaurant gilt als der Ort, an dem die Kombination aus Gastronomie, Kunst, Design und Wissenschaft ihren Anfang fand. Im Juli 2011 hat es seine Tore geschlossen. Mit über 30 Jahren Filmmaterial und einem einzigartigen Zugang hinter die Kulissen von El Bulli, gibt diese Dokuserie nie dagewesene Einblicke in die persönliche und berufliche Erfolgsgeschichte von Ferran Adrià. Als Produzent der Serie fungiert David Pujol.

In den letzten Episoden wird eine der bedeutendsten Errungenschaften der Koch-Legende vorgestellt: Die elBullifoundation, eine gemeinnützige Stiftung, die Ferran Adrià gemeinsam mit Juli Soler gegründet hat. Ziel der Stiftung ist es, die Grenzen der Kreativität und Innovationen in der Haute Cuisine und darüber hinaus auszudehnen. Damit möchten der Starkoch und sein Team Unternehmen, Start-Ups und anderen kreativen Köpfen helfen, ihre Projekte zu verwirklichen.

Wer noch etwas vom Esprit von Ferran Adrià schmecken will, dem empfehlen wir übrigens, in eines der Restaurants von Albert Adrià in Barcelona einzukehren. „Kreativität ist 20% Inspiration, 20% Wissen und 60% Intensität“ – unter diesem Motto kocht Albert Adrià seine moderne Küche auf Steroiden. Er ist ebenso wie sein Bruder am Erforschen und Ausprobieren neuer Küchentechniken, versucht neue Texturen und Geschmacksexplosionen zu erschaffen. Und viele seiner Gerichte basieren auf den Ideen seines älteren Bruders Ferran Adrià.

Service:

Mehr Infos:

Das schreiben die Anderen:
AHGZ: Was mit El Bulli passiert ist
SZ: „Witzigmann ist für mich ein Gott“

Restaurants in Berlin: Kin Dee – Erstes deutsches Thai-Restaurant mit Michelin-Stern

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Ein Michelin-Stern für ein Thai-Restaurant: Das hat es bisher in Deutschland noch nicht gegeben. Dem Kin Dee ist dieses Kunststück gelungen. Dabei war Küchenchefin Dalad Kambhu die Karriere als Sterneköchin nicht in die Wiege gelegt worden. Und dass ihr Restaurant direkt an Berlins berüchtigtem Drogen-Straßenstrich liegt, lässt die Geschichte noch etwas kurioser werden.

Nutten Sex-Arbeiter:Innen vor der Tür, Thailändische Hochküche drinnen: Wer in das erste mit einem Michelin-Stern gekrönte Thai-Restaurant in Deutschland gehen möchte, muss sich erstmal in eine Gegend begeben, die schon seit Jahren ihren ambivalenten Ruf hat. Nicht weit entfernt liegt die alte pulsierende Mitte Berlins: Potsdamer Platz und Potsdamer Straße. Hier ist das Französische Gymnasium, eines der besten Gymnasien Berlins, in dem u.a. Reinhard Mey zur Schule ging. Hier ist das Sheraton Berlin Grand Hotel Esplanade, das einst die Berliner Heimat von Harrys New York Bar war. Als Neubau war es in seiner Architektur und Farbgebung Ende der 80er Jahre stilbildend in der geteilten Frontstadt. Hier waren früher viele Berliner Möbelhändler, davon ist nur noch Möbel Hübner übrig geblieben. Hier war das berühmt-berüchtigte Sound, damals die angeblich „modernste Diskothek Europas“, die vor allem durch Christiane F. traurige Berühmtheit erlang. Und hier war und ist nach wie vor Berlins Straßenstrich und ein Drogen-Umschlagplatz. Dies ist eigentlich nicht das typische Umfeld für Sternerestaurants. Und dennoch: Der Guide Michelin krönte im Februar 2019 das thailändische Restaurant Kin Dee mit einem Stern.

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Wir trafen die Sterneköchin Dalad Kambhu bei der Sterne-Gala des Guide Michelin und vereinbarten einen Besuch vor Ort. Auf Thai bedeutet Kin Dee „Gut essen“. Dalad Kambhu serviert die Geschmäcker, mit denen sie in Bangkok aufgewachsen ist. Die Pasten und Saucen sind alle hausgemacht. Dalad Kambhu nutzt am liebsten saisonale und regionale Produkte. Das Besondere an ihrer Küche: typische thailändische Zutaten, die sich nicht vor Ort herstellen lassen, ersetzt sie durch typische brandenburgische Produkte. Sie möchte in ihrer Küche die grundlegenden Aromen, die für sie Kindheit bedeuten, in die Hauptstadt bringen. Zitronengras, Kaffir-Limette, Wild-Ingwer, Chili, Koriander, Kurkuma. Ihre Philosophie in Sachen Genuss ist es, so viele Zutaten wie möglich regional zu beziehen. Deshalb mischen sich auf der Karte typische Thai-Aromen mit deutschen oder zumindest europäischen Ingredienzien. Statt Mango serviert sie Apfel, und statt Papaya gibt es eben Gurke. Und danach schmeckt auch das, was in dem Fünf-Gang-Menü serviert wird. Natürlich schmeckt hier nichts nach Glutamat, nie ist etwas zu süß oder zu scharf. Sie will die Tiefe und Fülle verschiedenster Geschmackskombinationen kreieren, alles stets ausbalanciert, anders als man es von den typischen Berliner Thai-Restaurants gewohnt ist. Kambhu mag keine Klischees. Und genau das ergibt den ganz speziellen Typus ihrer Thai-Küche.

Dabei ist Dalad Kambhu die Karriere als Köchin nicht in die Wiege gelegt worden. Das Kochen lernte sie von ihrer Mama und von den Garküchen der thailändischen Metropole. Außerdem schaute sie sich von ihrer Mutter ab, wie man frische Pasten macht – das Geheimnis ihrer Küche. In Bangkok geboren und aufgewachsen zog die hochgewachsene Thailänderin als junge Frau nach New York, studierte dort Marketing und arbeite als Model u.a. für Nike – doch als echte Thailänderin brannte ihre Leidenschaft weiter für das Essen. Nach etwa einem Jahrzehnt in New York wechselte sie 2015 nach Berlin und traf die lokalen Gastro-Größen Moritz Estermann, Stefan Landwehr und Bors Radczun, in Berlin durch Grill-Royal und Pauly Saal bekannt. Als das Thai-Lokal „Edd’s“ schloss, zog Dalad Kambhu ein und eröffnete das „Kin Dee“.

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Bei Kin Dee gibt es kein Pad Thai und keine gebratenen Nudeln. Stattdessen setzt Dalad Kambhu auf innovative zeitgenössische Gerichte. Sie setzt auf höchste Qualität an Fisch, Fleisch und Gemüse aus der Region, die mit thailändischen Kräutern, Gewürzen, Pasten und Saucen zubereitet werden. Die Zutaten sind alle aus der Region, das Hauptaroma ist immer thailändisch. Einen Papaya- oder Mangosalat sucht man bei ihr vergeblich, stattdessen nimmt sie brandenburgische Äpfel und Kohlrabi und zaubert daraus einen thailändischen Salat.

Exzellente Restaurants sind in Berlin – verglichen mit der Größe und Bedeutung der Stadt – leider immer noch Mangelware. Das Kin Dee ist kein klassischer Gourmet-Tempel. Statt schwerer weißer Damasttischdecken sitzen wir an schlanken Holztischen. Die Mitarbeiter laufen in Turnschuhen und die Gäste werden geduzt. Kambhu versteckt sich nicht hinter dem Herd, sie geht aus der Küche raus zum Gast, serviert ihre Gerichte selbst und unterhält sich mit den Gästen.

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Das Kin Dee ist noch ein Ort für die besser informierten Freunde der guten Küche. Doch sicher bringt der Michelin-Stern noch mehr Gäste. Für die Innenausstattung arbeitete Kambhu mit dem schwedischen Künstler Karl Holmqvist zusammen.

Im Kin Dee werden die Speisen als Acht- bis Zehn-Gänge Sharing Menu Dishes serviert, zum Teilen mit Freunden oder Familie. Das Menü ist dabei eine köstliche Reise durch Currys, Suppen, etwas zum Dippen, immer perfekt abgestimmt mit süßen, salzigen, sauren und scharfen Noten. Auch wenn es nur ein Menü gibt, so gibt es dennoch genügend Ausweichmöglichkeiten, wenn der Gast wegen irgendwelcher Unverträglichkeiten oder Präferenzen das eine oder andere nicht mag oder darf.

Wie in allen guten Restaurants wechselt auch im Kin Dee die Karte regelmässig. Bei unserem Besuch genossen wir:

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Duo Pla – Thai-style Ceviche mit Fjordforelle, Jokobsmischel mit Thai-Kräuter Dressing
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Pilze Sommerrolle – Austernpilze, Shiitake, Champignons, Austernsauce
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Gang Jeud Brühe, Daikon
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Kin Dee Kaprao Oktopus – Oktopus-Confit, Kaprao-Sauce
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Gurkensalat
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Als Mittelgang geniessen wir einen außerordentlich sensationellen Oktopus mit einer scharfen Kaprao Sauce. Dazu wird Reis, eine Kohlsuppe und Gurkensalat gereicht. Dieser Gang ist einfach unfassbar köstlich – der Oktopus ist wunderbar zart und schmeckt zusammen mit der Sauce genial. Die Suppe und der für uns außergewöhnliche Gurkensalat passen perfekt dazu. Ein extrem gutes Spiel zwischen Röstaromen, Säure, Schärfe und dem löschenden Reis.

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Spring Un-Rolled: Geschmortes Rind, Gurke, Peperoni-Chili
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Wolfsbarsch
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Gebratener Fenchel

Der Wolfsbarsch wird mit einer köstlichen Sauce bereits filetiert geliefert. Der gebratene Fenchel kommt in einer köstlichen Marinade.

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Sangkaya: Thai-Kokos Pudding, Kürbis
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Glanz und Elend liegen oft beieinander. Nach diesem sensationell guten Dinner verlassen wir das gut gefüllte Restaurant. Auf dem Weg zum Auto passieren wir einige Bordsteinschwalben, die mittlerweile auf ihre Kundschaft warten.

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Fazit: Kin Dee – Aroy Mak Mak! Authentische thailändische Rezepte mit regionalen Zutaten – das ist zum einen typisch Thai – zum anderen so ganz anders. Das Restaurant ist modern, edel, stylish, aber nicht überzogen. Die Umgebung erdet jeden Gast.

Bemerkenswert: Die enge Treppe in den Keller zu den Toiletten runter ist mit einem Treppenlift so ausgestattet, dass auch Rollstuhlfahrer hier essen gehen können. Sieht man leider immer noch nicht häufig genug.

Dieses Restaurant ist der perfekte Platz, um mit seinem Lieblingsmenschen hinzugehen und zu sagen: Chan rak khun mak mak teerak!

Service:

Hotel Bayerischer Hof München: Dine Around für Münchner Blogger

Jochen Benz, Sommelier des Jahres 2018, reicht mir ein Glas Ruinart Champagner. Jan Hartwig, 3-Sterne-Koch sowie Koch des Jahres 2016, reicht mir das Amuse Gueule. Irgendetwas hab ich richtig gemacht. Das Hotel Bayerischer Hof München hat Münchner Journalisten und Blogger zum „Dine Around“ eingeladen. Wir begeben uns auf eine Kulinarische Rundreise in einem der allerbesten Hotels der bayerischen Landeshauptstadt.

Innegrit Volkhardt, Geschäftsführende Gesellschafterin des Hotels Bayerischer Hof München, empfängt uns an einer langen Tafel im Garden Restaurant. Dieses Restaurant, mit 15 Gault Millau Punkten ausgezeichnet, liegt direkt neben dem 3-Sterne-Restaurant Atelier von Küchenchef Jan Hartwig. So können Köche und Kellner je nach Bedarf flexibel eingesetzt werden. 

Der Familie Volkhardt gehört das Hotel seit vier Generationen. 1897 kaufte Hermann Volkhardt den Bayerischen Hof und machte es zu einem der führenden Häuser Europas.  Nachdem das Haus im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört war, wurde es vom Großvater und Vater von Innegrit Volkhardt wieder neu auf- und ausgebaut. In den letzten Jahren hat Innegrit Volkhardt wieder viel in Modernisierungen und Umbauten investiert. Die Kulinarische Rundreise führt uns durch die interessantesten Bereiche.

Amuse Bouche: „Perlmutt“ Austermousse, Champagner, Algen von Jan Hartwig

Als Amuse Gueule serviert uns 3-Sterne-Koch Jan Hartwig ein „Perlmutt“ Austernmousse mit Champagner und Algen. 

Diese Kreation ist schon sehr außergewöhnlich, schmeckt köstlich, hat eine interessante Textur, jedoch bevorzuge ich persönlich lieber Austern in ihrer natürlichen Art. Diese Austernperle schmeckt nicht so intensiv nach Austern, ist somit also durchaus ein Gang für diejenigen, die nicht so gern Austern essen. 

Entrée: Gefüllte Zucchiniblüte mit Burrata, Kichererbse, Mini Aubergine, Thymian Vinaigrette

Das Garden Restaurant ist als Wintergarten mit offenem Kamin und mit einer Innenhof-Terrasse gestaltet. Hier werden wir mit einer gefüllten Zucchiniblüte mit Burrata, Kichererbse, Mini-Aubergine und Thymian-Vinaigrette als Vorspeise begrüßt. 

Unsere Kulinarische Reise führt uns ins Trader Vic’s. Dieses polynesischen Restaurant gehört zur weltweiten Trader Vic’s-Gruppe, die derzeit 19 Restaurants auf der ganzen Welt führt. Das Outlet im Bayerischen Hof wurde bereits 1971 eröffnet und gehört zu den Klassikern der Stadt.  Bianca Murthy, Annette Sandner und Franz Kotteder warten schon gespannt auf den nächsten Gang. 

Main Course: Rosa gebratenes Rinderfilet mit Hawaiianischem Kartoffelgratin, Gemüse aus dem Wok

Unser Hauptgang ist ein rosa gebratenes Rinderfilet mit hawaiiarischem Kartoffelgratin und Gemüse aus dem Wok. Dazu gibt es den original Mai Tai, der Trader Vic kreiert wurde. 

Besonders beeindruckend sind hier die chinesischen Öfen, in denen das Rinderfilet vor dem Braten geräuchert wird. Das Trader Vic’s Restaurant ist mit 13 Gault Millau Punkten ausgezeichnet. 

Unsere Tour führt uns anschliessend in einen komplett neu gestalteten Veranstaltungsraum. Die Bibliothek heisst nicht nur so: die vielen Bücher laden zum Lesen und Verweilen ein. 

Andere Veranstaltungsräume sind derzeit noch im Umbau.

Wir bekommen bei unserem Rundgang auch den Blick hinter die Kulissen. 

Ein eleganter und historischer Saal, der im Krieg nicht zerstört wurde, wird gerade mit sehr viel Liebe hergerichtet. 

Besondere Wertschätzung erhält hier das Parkett. Es lädt zum Tanzen ein, so ein Bodenbelag ist für Tanzbegeisterte geradezu ideal.

Weiter geht es in den Palais Keller, der einstmals ein Salzlager war. Heute ist es das rustikale bayerische Restaurant des Hotels. Allerdings ist dieses Restaurant selbst Kollegen, die sich bestens in der Münchner Gastronomie auskennen, komplett unbekannt. Hier unten, in die Katakomben des Bayerischen Hofes, verirrt sich selten ein Gast. Dieses Restaurant ist stark renovierungsbedürftig. 

Dessertvariation: Tiramisu von der Brombeere, Bayrisch Crème mit Zwetschgen Kompott

Während wir uns an der Dessertvariation, bestehend aus Tiramisu von der Brombeere sowie Bayerisch Creme mit Zwetschgenkompott, laben, erfahren wir, dass der belgische Interieur Designer Axel Vervoordt diesem Restaurant im Jahr 2019 zu neuem Glanz verhelfen will. Der Designer hat bereits die Cinema Lounge und den neuen Eingangsbereich gestaltet und widmet sich derzeit den Konferenzräumen, die wir gesehen haben. So ein Hotel ist eben auch immer eine Baustelle. Und ein Grand Hotel wie der Bayerische Hof muss sich immer auch behutsam erneuern. 

Churchills Dry White Port, Rotes 10 Years Infanta Isabel, Courvoisier VSOP, Hennesy XO

Der Digestif wird in Falks Bar eingenommen. Zusammen mit feinsten Schokoladenkreationen geniessen wir verschiedene Portweine und Cognacs. 

Über den Dächern Münchens, in der Penthouse Garden Suite gönnen wir uns einen sommerlichen Sundowner, eine Sorbeitvariation mit Champagner. Der Ausblick von hier oben ist atemberaubend.

Diese Suite wurde ebenfalls von Axel Vervoordt gestaltet und bietet auf 350 Quadratmetern mehr als nur ein luxuriöses Zimmer.

Mit eigener Küche und Bar ist dem Designer eine spektakuläre Event-Location gelungen. 

Der Abschluss des Dine Around im Hotel Bayerischer Hof führt uns in den Jazzkeller des Hauses. Hier treten immer wieder weltberühmte Musiker auf. Wir lauschten den Klängen des Bluesmusikers Lucky Peterson & The Organization fest. Tamara Tramell.  Richtig schöne, coole Musik und ein perfekter Abschluss für einen abwechslungsreichen und interessanten Abend in einem der allerbesten Hotels der Stadt. So ein Kulinarischer Rundgang hat uns dieses Grandhotel in allen seinen Facetten deutlich näher gebracht. Herzlichen Dank an Innegrit Volkhardt und ihr Team vom Bayerischen Hof!

Service: 

Guide Michelin 2019: Die neuen Sterne

Der Guide Michelin wurde geleakt. Die neuen Sternerestaurants für 2019 sind heute mittag bereits veröffentlicht worden. Nein, uns ist der Coup – wie beim Gault Millau – diesmal nicht gelungen. Die Rollende Stecknadel war es. Also veröffentlichen wir hier jetzt auch bereits die bis jetzt bekannten neuen Sternerestaurants. Demnach gibt es kein neues 3-Sterne-Restaurant. Dafür aber fünf neue 2-Sterne-Restaurants und 37 neue 1-Stern-Restaurants.

Der Guide Michelin deckt mit seinen Restaurantführern mittlerweile 32 Länder ab, zuletzt kam bspw. Thailand hinzu. Einheitliche Kriterien sichern eine gleiche Bewertung über die ganze Welt ab.

Der Bib Gourmand 2019, der durch das „Bibendum“-Reifenmännchen repräsentiert wird, bietet 39 neue Restaurants. Für bis zu 37 Euro kann man in 424 Restaurants gut und günstig essen.

Der Guide Michelin Deutschland 2019 deckt mittlerweile 1.864 Restaurants und 1.560 Hotels ab. Die Preisrange ist bei diesen Häusern natürlich nach oben offen.

Die Trends in der Gastronomie werden bestimmt durch eine junge Generation, die neue Impulse setzt. Vegetarische und vegan Speisen sind mittlerweile fast überall zu finden. Nachhaltigkeit und Casual Fine Dining sind immer wichtiger. Das Tier wird also konsequent von der Nase bis zum Schwanz gegessen, dabei sind die Restaurants und ihre Gäste deutlich weniger formal. Der aktuelle Guide bietet 309 Sterne-Adressen, davon 42 neue Sterne-Restaurants.

Neue 2 Sterne Guide Michelin Restaurants:

Purs – Andernach

Sosein – Heroldsberg

Ox & Klee – Köln

Luce d’Oro – Krün

Alexander Herrmann by Tobias Bätz – Wirsberg 

Neue 1 Stern Guide Michelin Restaurants:

Steigenberger Drei Mohren – Sartory – Augsburg

Traube Tonbach – Köhlerstube – Baiersbronn

CODA Dessert Dining – Berlin

Ernst – Berlin

Kin Dee – Berlin

SAVU – Berlin

Genuss-Atelier – Dresden

Tiger-Gourmetrestaurant – Frankfurt am Main

Weinsinn – Frankfurt am Main

100/200 – Hamburg

blanc – Hamburg

Lakeside – Hamburg

Oben – Heidelberg

La Vailee Verte – Herleshausen

sein – Karlsruhe

Weinschänke Schloss Groenesteyn – Kiedrich

maximilian lorenz – Köln

NeoBiota – Köln

Alte Vogtei – Köngen

Ursprung – Königsbronn

Tian – München

Gabelspiel – München

Zur Krone – Neupotz

Coquille St. Jacques im Parkrestaurant Nodhausen – Neuwied

Burg Nideggen – Brockel Schlimbach – Nideggen

Clostermanns Le Gourmet – Niederkassel

Koch und Kellner – Nürnberg

Der schwarze Adler – Nürnberg

WAIDWERK – Nürnberg

kochZIMMER in der Gaststätte zur Ratswaage – Potsdam

Atelier Sanssouci – Radebeul

Esplanade – Saarbrücken

LA MAISON – LOUIS – Saarlouis

Gams & Gloria – Schwangau

Hupperts – Stuttgart

Der Zauberlehrling – Stuttgart

Landwerk – Wallerfangen

Soweit der derzeitige Stand. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Restaurants in München: Tian – Der Griff nach den Sternen

Das Tian startet den Großangriff auf die Michelin-Sterne. Was in Wien bereits geklappt hat, soll nun auch in München funktionieren. Der Namensvetter in der österreichischen Hauptstadt ist bereits mit einem Michelin-Stern und drei Hauben gekrönt, das Tian am Münchner Viktualienmarkt erst mit einer Gault-Millau Kochmütze. Damit das klappt haben jetzt Paul Ivic, Christian Schagerl sowie Robert Stohs die Führung übernommen. Wir konnten uns bei einem Mittagessen von der Tauglichkeit für den Sternenhimmel überzeugen.  

Der Ehrgeiz kann München gut tun. Ende des Jahres 2018 wird München mindestens ein Sterne-Restaurant verlieren: Martin Fauster muss seinen Arbeitsplatz im Königshof räumen, da das Hotel abgerissen wird. Aus bisher nicht veröffentlichten Gründen hat die Geisel Gruppe bisher in keinem der zur Gruppe gehörenden Hotels oder Restaurants einen Platz für Martin Fauster finden können. 

Das Tian in München ist schon bereits seit 2014 geöffnet. Die Location im DERAG Living Hotel Das Viktualienmarkt ist exzellent, sehr zentral und bietet hochklassige, sehr schöne, moderne und großzügige Zimmer. Ein geniales Hotel für Longstay-Gäste, also Geschäftsleute oder Urlauber, die ein paar Tage mehr als sonst üblich in der Stadt weilen möchten. Doch während das Tian in Wien unter der Verantwortung von Paul Ivic bereits einen Michelin-Stern erkocht hat, lief das Tian in München unter „ferner liefen“.

Nun also die Kampfansage, die verschärfte Strategie zu einem Stern: Paul Ivic übernimmt die kulinarische Oberhoheit und die Geschäftsführung auch für das Münchner Restaurant. Da er nicht in Wien und München gleichzeitig am Herd stehen kann, hat er den Niederösterreicher Christian Schagerl als Küchenchef gewinnen können.

Wir überzeugten uns im Rahmen eines Mittagessens von der Sternetauglichkeit. Im schönen Innenhof, den sich das Tian mit dem Living Hotel Das Viktualienmarkt teilt, war die Tafel extra für uns gedeckt. Im Sommer die perfekte Location! 

Gekocht wird ausschließlich mit Bio-Produkten, die überwiegend aus dem unmittelbaren regionalen Umfeld des Restaurants stammen. Diese hochwertigen Zutaten werden so komplett wie möglich verwendet. Schließlich lebt die vegetarische Küche nicht zuletzt auch von der Qualität ihrer Produkte, die lange gereift und frisch verarbeitet nun mal am besten sind. Gastgeber Robert Stohs und Sommelier Matthias Götz sowie das komplette Serviceteam kümmern sich um die 65 Gäste, die gleichzeitig in den Genuss von Schagerls Speisen kommen können – der Gastraum ist dabei schlicht aber elegant gehalten und lässt so den farbenfrohen Speisen galant den optischen Vortritt. Die Köche verstehen vegetarische Küche als unerschöpfliche Möglichkeit kreativ zu kochen. um die Gäste Genuss erleben zu lassen. Da ist nichts dogmatisch, verkopft oder verkrampft. Es geht um Geschmack und es geht um Freude an gutem Essen. Dazu beigetragen hat auch die gut abgestimmte Weinbegleitung von Matthias Götz.

Amuse Bouche: Fingerfood

Tomatillosalat, Paprikaaufstrich, Olivenöl, Butter

Gurkengazpacho

Distel, Poverade, Estragon: Junge Artischockenherzen, die mit Estragon aromatisiert werden.

Sonnenblume, Johannisbeere, Belugalinsen: Alles Sonnenblume heißt es im zweiten Gang: Von der Wurzel über den Sprössling bis zur Saat sind beinahe alle Komponenten verarbeitet und unter einem Johannisbeergelee versteckt, das die Topinambur-Aromen der Sonnenblume abrundet.

Breite Bohnen, Knoblauch, Pepperoncini: Gang drei hält breite Bohnen bereit, die optisch ansprechend zu Spaghetti geschnitten, auf den Punkt gegart, mit einer moussierten Mandel-Sauce und reichlich Knoblauch-Bukett auf den Tisch kommen.

Ratatouille, Tomate, Aubergine, Paprika: Das vegetarische Vorzeigegericht Ratatouille, hier aus Tomate, Aubergine und Paprika zubereitet und unter einer geheimnisvollen Bronzehaube versteckt, bildet den vorläufigen Höhepunkt in diesem Menü.

Zucchiniblüte, Pfifferlinge, Petersilie

Melonenkaltschale 

Yuzu-Granite mit Kokosschaum

Weinbergpfirsich, Basilikum, Mascarpone

Der neue Chefkoch Christian Schagerl arbeitete zuvor im Restaurant Richard in Berlin und erkochte sich dort einen Michelin-Stern. Der gebürtige Niederösterreicher war unter anderem als Junior-Souschef im Gourmetrestaurant Überfahrt am Tegernsee und als Souschef bei Heinz Winkler in Aschau tätig. 

Der neue Gastgeber Robert Stohs war zuvor General Manager im Art Hotel Moskau, Food & Beverage Director im Radisson Blu in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie bei Korston Hotels & Malls und Food & Beverage Manager im Maritim Hotel Riga.

Fazit: Das TIAN München hat uns absolut davon überzeugt, dass es berechtigt nach den Sternen greift. Noch ist es ein Geheimtipp, ein hidden champion inmitten der Münchner Restaurants. Viele Gäste mögen auch immer noch abgeschreckt sein und denken: „Vegetarisch? Kann ich denn davon satt werden? Fehlt mit denn da nicht etwas?“ Unsere Antwort: Nein, es fehlt nichts und Ja, man ist glücklich gesättigt, aber ohne ein Völlegefühl. Die Produkte, die Speisen, die Zubereitungen sind perfekt und von allerhöchster Qualität. Jedes einzelne Gericht konnte für sich selbst uns überzeugen. Also unbedingt jetzt hingehen, bevor der erste Stern die Preise steigen lässt. 

Service:

Das schreiben die Anderen:

Guía Peñín 2012: Führer durch Spaniens Weinwelten erschienen

penin spanien weinfuehrer 2012Was der Michelin-Führer für die Gastronomie und der US-Weinkritiker Robert Parker für die internationale Weinwelt, das ist für spanische Weine der Guía Peñín. Jetzt ist das über 1.000 Seiten starke Werk von José Peñín im Heel-Verlag erschienen und im Online-Shop vinogusta.com erhältlich. Die Neuauflage zeigt die wachsende Bedeutung der spanischen Weine und beeindruckt durch die durchschnittlich erzielte hohe Punktzahl. Miguel Martín, Gründer von vinogusta.com, hat den renommierten Weinführer als Erster übersetzt und 2005 in Deutschland eingeführt. Als anerkannter Weinexperte gehört er dem erweiterten Peñín-Verkostungsteam der 90+-Weine an.

9.800 verkostete Weine – das ist eine Rekordzahl in der Geschichte des Guía Peñín. „Die Entwicklung in der spanischen Weinwelt mit den vielen unterschiedlichen Weinbaugebieten und qualitativ hochwertigen Weinen war während der letzten 20 Jahre einfach rasant“, erklärt Miguel Martín die wachsende Bedeutung spanischer Weine. Das zeigt sich auch am Punkteranking: Die durchschnittlichen Punktzahl stieg in den letzten fünf Jahren von 83,6 Punkte auf 87,3 Punkte. Für einen negativen Beigeschmack sorgte allerdings der deutliche Rückgang des Durchschnittspreises bei exportierten Weinen. (mehr …)

Palais Coburg Wien: Gourmetrestaurant von Silvio Nickol mit fünf Sternen ausgezeichnet

Palais Coburg Wien Silvio Nickol5 Sterne glänzen jetzt über dem Palais Coburg in Wien. Der A la carte Restaurantführer zeichnete Silvio Nickol und sein junges Team kürzlich aus und läßt Österreichs Hauptstadt um eine kulinarische Institution reicher werden. Das Gourmetrestaurant wurde erst im April 2011 neu eröffnet.

Silvio Nickol begeistert im gleichnamigen Gourmetrestaurant im Palais Coburg österreichische wie internationale Feinschmecker und Genießer mit einer Mischung aus klassischer Kochkunst, Kreativität und Moderne. Inspiriert von der französischen Küche, kredenzt Silvio Nickol aromenreiche Kunstwerke, die mit Liebe zum Detail zubereitet werden. Die Kompositionen des 36-jährigen Koch-Shooting Stars, der in seiner letzten Wirkungsstätte mit zwei Michelin Sternen und drei Hauben von Gault Millau ausgezeichnet wurde, entführen die Gäste auf eine kulinarische Entdeckungsreise für alle Sinne. (mehr …)

Die Top-Restaurants in München für delikate Gespräche

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Top-Restaurants in München Tantris Piccolino

Geheime Absprachen in dezenter Atmosphäre, unbemerkt von Paparazzi und weiterem unerwünschtem Publikum: Das wünscht sich so mancher Politiker und Lobbyist, wenn er zur Sicherheitskonferenz nach München kommt. Delikate Gespräche bei delikatem Essen. Dezent und deliziös. Gerade bei diesen Veranstaltungen werden die interessantesten Gespräche hinter dicht verschlossenen Türen geführt. Und insbesondere beim Essen kommen sich die Menschen näher. Egal ob Politiker oder Lobbyist, normaler Arbeiter, Angestellter oder gar Attac-Mitglied: Jeder hat mal Hunger, jeder möchte gern etwas gutes essen. Wir haben für alle Gäste und Einheimischen der Stadt mal die unserer Meinung nach Top-Restaurants in München zusammengestellt. Einige davon sind Michelin-Stern gekrönte Restaurants, andere sind einfach cool und angesagt. Und sicherlich nicht nur zur Münchner Sicherheitskonferenz beliebte Restaurants.

Top-Restaurants in München Muenchen Herbst 2016
Mit größter anzunehmender Sicherheit sind die bekannten Top-Restaurants der Münchner Top-Hotels eh schon alle bekannt und ausgebucht. Allen voran sämtliche gastronomischen Bereiche im Bayerischen Hof. Denn dieser ist das Konferenzhotel. Da dürfte das beliebte Atelier im Bayerischen Hof gut besucht sein. Doch sitzt der Teilnehmer der Münchner Sicherheitskonferenz mit Sicherheit hier auf dem Präsentierteller.

Top-Restaurants in München Muenchen Herbst 2016

Das gleiche kann man annehmen, wenn man in das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski oder auch das Westin Grand Hotel München geht. Eigentlich gehört das Mandarin Oriental Hotel hier ebenfalls dazu, doch hat sich schon herum gesprochen, dass hier ein neues Restaurant, ein exzellenter Japaner, aufgemacht hat? Hier nun also unsere sehr subjektive Auswahl: (mehr …)

Arosa Stella: Ein Nachtspaziergang durch Avignon

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Monumente laufen nicht weg. Die lassen sich auch nachts noch besuchen. Ja, die Museen sind zu. Die können warten. Mein nächster Besuch kommt bald. Schon allein deshalb, weil meine Flasche Pastis von Manguin bald leer ist. Das warme Spätsommerwetter hier in Avignon lädt gerade dazu ein, sich die Stadt mal nachts zu erobern. Zumal die A-Rosa Stella eine geführte Nachtwanderung durch Avignon anbietet. Am Tage war ich auf der Île de la Barthelasse radeln und hab nur am Ende der Radltour etwas von der Stadt gesehen. Jetzt also soll mir doch bitte ein lokaler Stadtbilderklärer die Schönheit der Stadt erschliessen.

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Wer nicht, wie wir, mit seinem persönlichen 4-Sterne-Hotel auf der Rhône hierher geschippert ist, braucht sich in einer touristischen Kleinstadt wie Avignon keine Sorgen zu machen. Hier sind genügend Hotels, kleine und größere, vorhanden. Direkt in der Innenstadt sind in bester Lage beispielsweise ein paar Mercure-Hotels, Lauffaule wohnen hier also direkt neben den historischen Gemäuern.

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Der mächtige Papst-Palast liegt nach wie vor trutzig am zentralen Platz. Es sind wesentlich weniger Touristen zu sehen, was diesen Ort wesentlich angenehmer macht. Ich geniesse die Ruhe. Der Mond erhellt den Platz, doch auch die Illuminierung der Stadt ist wunderschön. Avignon weiß mit seinem touristischen Pfund zu wuchern. Unser Stadtführer ist weit davon entfernt ein Eingeborener zu sein. Als flämischer Belgier ist er zum Studium hierher gekommen und hängen geblieben. Er verrät uns, dass die meisten Menschen in Avignon nicht in der Altstadt, sondern in den modernen Vororten drumherum leben. Die Stadt lebt sehr stark vom Tourismus. Wenn im Winter die Saison vorbei ist, dann kommt auch er mal dazu, Urlaub zu machen.

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Wer ein paar Euro mehr hat als andere, der findet natürlich auch in Avignon vom Michelin mit Sternen bekrönte Restaurants. So soll etwa dies Restaurant hoch oben zu den besseren Lokalen der Stadt gehören. Leider blieb keine Zeit, mal eben auf die Karte zu schauen, denn schon zog es unseren Belgier zu den verborgeneren Ecken der Stadt. Denn bis hierhin beschwerten sich einige Mitreisende, dass das Programm am Abend identisch sei mit der Stadtwanderung, die sie am Tage gemacht hätten. Tja, Leute, selbst schuld: wart ihr mal mit zum radwandern gekommen. Wer bucht denn bitte auch zwei Stadtführungen in so einer kleinen Stadt am gleichen Tag? Doch während die Führung am Tag dann die sonnige Zeit in kühlen, schattigen Papstmuseen verbrachte, zog es den netten Belgier in die hinteren Ecken von Avignon.

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Wie so manche südeuropäische Stadt lebt Avignon nachts auf den Plätzen. Restaurants, Crêperien, Cafés, Bars… Menschen jeden Alters treffen sich hier, essen, trinken, quatschen und haben eine schöne Zeit. So ein Flair wünsche ich mir oft auch in Deutschland. Doch selbst wenn wir schönes Wetter haben, dann gibt es leider viel zu oft ein paar Vollidioten, die es der Gastronomie und den Gästen schwer machen…

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Für mich sind diese Plätze jedenfalls ideal, um hier einen feinen Pastis als Apéritif zu geniessen, anschliessend ein kleines 3- oder 4-Gänge-Menü, dazu einen leichten Rotwein aus dem Rhônetal. Was will man mehr?

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Sogar auf dem Platz vor dem Rathaus sind die Restaurants noch offen, Gäste sitzen auf dem Platz und haben keine Eile. Im Gegenteil zu uns. Uns treibt unser Stadtführer durch die Gassen, damit wir auch ja rechtzeitig wieder auf unserem Dampfer landen. Denn dieser gibt uns leider eine Zeit vor, zu der wir wieder dort sein müssen. Nunja, aus dem Disco- und Kneipenalter bin ich ja schon lange raus, ich muss hier keine Nacht durch machen. Doch mit der richtigen Begleitung im richtigen Lokal würde ich es hier schon länger aushalten können.

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Für die Kunstbegeisterten hat Avignon übrigens auch ein kleines Theater. Es liegt direkt neben dem Rathaus. Wem also das Theater der Stadtoberen nicht genug ist, der kann dann hier noch etwas höhere Kunst und Kultur geniessen.

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Doch für uns ist es Zeit, wieder an Bord unseres Kußmund-Schiffes zu kommen. Doch auf welches? Mittlerweile liegt die A-Rosa Stella mit der A-Rosa Luna Seit‘ an Seit‘. Die Schwesterschiffe sind im Päckchen sicher miteinander vertäut. Und ich schließe erstmals nachts meine Jalousie, damit mir der Nachbar vom anderen Schiff nicht in meine Kajüte, äh mein Hotelzimmer schaut.

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Am nächsten Mittag heisst es dann Abschied nehmen von Avignon. Ich gönne mir noch einen schönen Stadtspaziergang, erkunde die Stadt auf eigene Faust, finde die Markthallen, die ich gleich leerfuttern könnte. Finde kleine, schnucklige Seitenstraßen, nette Straßencafés. Doch habe ich meine Kamera an Bord gelassen. Denn dieser Morgen fing total neblig, grau, diesig an. Das gibt keine schönen Fotos. Doch als ich zum Mittag hin, nur etwa eine Stunde bevor die A-Rosa Stella Avignon wieder verließ, auf die Pont d’Avignon ging, ich auf der Brücke ein paar Tanzschritte machte, da brannte sich die Sonne gerade durch den Hochnebel. Und ich ärgerte mich, dass ich die Kamera nicht dabei hatte. Mais j’étais sur le pont d’Avignon.

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Und während die Sonne sich mehr und mehr durch den Hochnebel kämpfte, installierten wir uns wieder auf dem Oberdeck. Die A-Rosa Luna legte als erste ab, Richtung Lyon. Und kurz darauf folgten auch wir, Richtung Arles. Auf in die Camargues!

Deutschlands Gourmet-Tempel: Die Besten der Besten in einem Restaurant-Führer

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Michelin, Gault Millau, Feinschmecker, Varta & Co.: Wir kennen sie alle. Wir lesen den einen oder anderen. In der grossen Linie sind sie sich ziemlich ähnlich. Doch so manche Bewertung ist unterschiedlich. Beim Michelin sehen wir nur die Sterne. Der Gault Millau brilliert mit seinen mitunter sehr süffisanten Kommentaren… – doch wie ist denn das gesamte Bild? Welche Restaurant-Chefs sind die Besten? Welche Restaurants sind Deutschlands wahre Elite? Diese Zusammenfassung gibt uns seit nunmehr vier Jahren die Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste. Fast schon selbstverständlich sind die ersten drei Plätze, dahinter gibt es kleinere Verschiebungen. Die großen Überraschungen folgen erst hinter Platz 20. Natürlich: Die Schwarzwaldstube Baiersbronn führt vor dem Vendôme in Bergisch Gladbach und dem Bareiss in Baiersbronn. Die Top-Gastronomie Deutschlands sitzt hauptsächlich in Baden-Württemberg und Bayern. Berlin ist die Genuss-Hauptstadt, gefolgt von München und Hamburg.

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Die Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste bietet einen Überblick über die gesamte deutsche Spitzengastronomie. Sie ermittelt nicht allein die Top-Positionen, sondern ein Ranking aller etwa 4.600 Restaurants, die von einem oder mehreren der sieben nationalen Restaurantführer des Jahres 2014 empfohlen wurden. Wer gerne einen Quervergleich anstellen möchte, dem empfehlen wir allerdings auch einen Blick hinüber zum Wettbewerber, dem Hornstein-Ranking, das es mittlerweile schon seit 23 Jahren gibt und auch die Restaurants unserer Nachbarn in Österreich, der Schweiz und Südtirol aufführt.

Neben den Noten für die Küche gehen auch die Service- und Ambiente-Beurteilungen der Restaurantführer in die Berechnung ein. Der unterschiedliche Stellenwert der verschiedenen Auszeichnungen wird ebenfalls berücksichtigt. Grundlage für die Gewichtung ist eine jährlich durchgeführte Befragung der prämierten Spitzengastronomen. Das breite Spektrum an Top-Restaurants, das präzise Ranking sowie die mit der aktuellen Ausgabe 2014 eingeführten Regionalkarten machen diese Restaurant-Bestenliste zu einer Orientierungshilfe im Dschungel der vielen Gourmet-Tempel und Gastro-Führer. (mehr …)

Forte Village Sardinien: Sterneküche mit Alfons Schuhbeck

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Alfons_Schuhbeck_ForteVillage_Sardinien_2014_09Schuhbeck im Urlaub geniessen: Der ubiquitäre Koch kann in diesem Jahr auch in Eurem Hotel am Herd stehen. Vorausgesetzt, Ihr bucht den Urlaub im Forte Village Hotel auf Sardinien. Und das im Zeitraum vom 23. bis 25. Juni 2014. Denn dann kocht einer der bekanntesten deutschen Sterneköche als Gastkoch für die Gäste des Fünf-Sterne-Resorts. Der deutsche Sternekoch wird im Sternerestaurant La Cantina seine berühmte Küche präsentieren.

Zu diesem Anlass luden kürzlich das Hotel und Alfons Schubeck in die Südtiroler Stuben am Platzl in München. „Wir freuen uns außerordentlich mit Alfons Schuhbeck einen Partner gefunden zu haben, der nicht nur ein Meiste rseines Fachs ist sondern zudem eine Leidenschaft ausstrahlt, die Gäste einfach überzeugt“, erklärte Lorenzo Giannuzi, General Manager des Forte Village der versammelten Münchner Gastro-Presse. „Mit Alfons Schuhbeck haben wir eine Partnerschaft auf Augenhöhe geschaffen, die dem Gast das Beste aus beiden Welten präsentiert.“ (mehr …)

Restaurants in München: Restaurant Huber: Münchens verstecktes kulinarisches Kleinod

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„Perfektion ist die Einfachheit“, so begrüßt uns bereits die Speisekarte des Restaurant Huber in München. Diese Philosophie spiegelt sich im wunderschön-schlichten Lokal wie auch in der Präsentation und Zubereitung der Speisen nieder. Michael Huber will hochwertige Rohprodukte in harmonischen Geschmacksverbindungen leicht und liebevoll kochen und schnörkellos präsentieren. Dabei überrascht er mit vielen kulinarischen Details und einer weltoffenen Produkt- und Aromenvielfalt. Wir begaben uns kürzlich zu einer Genussreise in dies kulinarische Kleinod, das sich bereits seit Oktober 2008 im Stadtteil Bogenhausen in einer kleinen Seitenstraße versteckt. Hinter der langen Fensterfront entdecken wir rote Sofas, helle Wände, hübsch eingedeckte Tische und weiße Blumen. In der Mitte steht die Bar, mit dunklen Fliesen und Holz verkleidet. Das anspruchsvolle Klientel Münchens liebt das sympathische unprätentiöse Restaurant mit seiner liebevoll ausgewählten Weinkarte.

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Restaurant_Huber_Muenchen_DanielSchvarcz_20120910_268Die Grundlage für sein Können erlernte Michael Huber bei seiner Ausbildung im Hotel Bayerischer Hof in München. Weitere klangvolle Stationen folgten: das Restaurant Dallmayr, die Konditorei Kreutzkamm, das Bistro Terrine und das Restaurant Kleinschmidtz. Doch erst im eigenen Restaurant gelang es ihm, die einzelnen Bausteine aus Kenntnis, Erfahrung und Phantasie mit Feinheit, Begeisterung und Leidenschaft zu verbinden – und so das Geheimnis seiner Küche zum Leben zu erwecken: Die Magie Bekanntes neu zu interpretieren und zu etwas Großartigem zu machen. Seine Küche bewegt sich auf sehr hohem Niveau. Die Weinkarte entspricht dem hohen Qualitätsanspruch der Küche nach dem Motto „Ein guter Wein hat Körper – Ein grosser Wein hat Seele“. Auf der Karte des Restaurant Huber im Münchener Stadtteil Bogenhausen stehen französisch-mediterrane Gerichte, doch durch die Kreativität des Küchenchefs und Restaurantinhabers entstehen aus traditionellen Zutaten immer wieder neue Kompositionen. Das einzig Konstante ist, dass sich die Speisekarte permanent ändert. Wählen kann der Gast hier à la carte oder zwischen einem Vier- und einem Sieben-Gänge-Menü. (mehr …)

Fish & Chef Woche: So schmeckt der Gardasee im April

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Limonen und Oliven, Bougainvillea und Forsythie, Weinreben und Streuobstwiesen: Der Gardasee besticht durch seine opulente Pracht, den Reichtum der Natur. Das Füllhorn war hier großzügig mit kulinarischen Köstlichkeiten. So entstand eine wahre Genießerlandregion rund um den Gardasee. Es gibt also kaum eine schönere Umgebung für ein Genussfestival. Am Fuß der Alpen, doch mit dem Blick in das weite Land, dahin, wo der warme Wind von der Adria herkommt, gedeihen neben vielen Früchten auch wunderbare Fische sowie mancherlei Vieh wie Rinder und Schweine. Die „Fish & Chef“ Woche vom 22.-29. April 2015 findet dies Jahr zum sechsten Mal rund um den Gardasee statt. Dieser Event wird zum Stell-dich-ein von Spitzenköchen und zur Präsentation lokaler Spitzenprodukte wie Wein und Olivenöl.

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Gardasee_Fish_Chef_3_Trattoria_dal_Moscal_Jan_2015_031Vor sechs Jahren lud Sternekoch Leandro Luppi seine Kollegen aus der Umgebung ein, das typischste aller regionalen Produkte, den Fisch, modern zu interpretieren. Immer mehr regionale Spezialitäten kamen hinzu, ebenso wie immer mehr Gäste und immer mehr Köche zu dem Event rund um den Gardasee kamen. 2014 kochten bereits 11 italienische Kochgrößen für rund 1.000 Gäste. In diesem Jahr wird Sternekoch Dirk Hoberg vom Restaurant Ophelia im Hotel Riva Konstanz die deutschen Spitzenköche bei Fish & Chef vertreten. Außerdem kommen Marco Sacco vom Piccolo Lago in Verbania, Alessandro Gavagna vom Restaurant Al Cacciatore de La Subida in Cormons, Moreno Cedroni vom La Madonnina del Pescatore in Senigallia und Elio Sironi vom Ceresio 7 in Mailand. (mehr …)

Laulenzi: Lustvoll geniessen im Hotel Bachmair Weissach in der Geniesserlandregion Tegernsee

Geniesserlandregion_Tegernseer_Tal_Bachmair_Weissach_Juni_2013_001Wenn’s nicht wahr ist, so ist’s doch schön erfunden: So denken wir gerne, wenn wir so manche Geschichte hören, bei der wir nicht wissen, ob sie nun wahr ist oder nicht. So geht es mir auch, als ich bei einem Hugo erfahre, wie dieses Gourmet-Restaurant im Geniesserland Tegernsee zu seinem Namen kam. Das Laulenzi spielt die euro-asiatische Karte – und das liegt in der Fabel der Namensentstehung begründet. Korbinian Kohler, der Hausherr des Bachmair Weissach, erzählt mir, dass es einst einen Jungkoch dieses Hotels, der Laurentius geheissen haben soll, in die Ferne zog. Die Karriere brachte ihn dabei über Paris nach Asien. Als er nach vielen Jahren der Wanderschaft seine letzte Station Hongkong mit dem Schiff zurück nach Europa verliess, standen angeblich einige Chinesinnen am Kai und riefen ihm sehnsüchtig und traurig „Laulenzi, Laulenzi“ hinterher. So verbindet das Restaurant Laulenzi auf köstlichste Art die Einflüsse von bayerischer und asiatischer Küche.

Das Restaurant Laulenzi im Hotel Bachmair Weissach öffnete im August 2012 – und ist nun schon wieder Geschichte. Nichtsdestotrotz möchten wir Euch gern mitnehmen auf unsere kulinarisch gar köstliche Kreuzfahrt zwischen Bayern und Asien. Das Restaurant schaffte es in kürzester Zeit im Meyers Guide auf Platz 2 der besten Restaurants in der Geniesserlandregion Tegernsee. Und das sagt schon viel aus bei der extrem starken Konkurrenz in diesem traumhaft schönen Tal. Dieser Erfolg hängt sehr stark zusammen mit dem bisherigen Chefkoch des Laulenzi: Frank Mollenhauer. Er vereint auf grandiose Art und Weise die Einflüsse der regionalen Spezialitäten rund um den Tegernsee mit asiatischer Zubereitung. Doch Köche sind wie Zugvögel. Kürzlich verkündete er seinen Wechsel hin zu den Ostiner Stuben und dem Hotel Kistlerwirt, das er wohl später auch als Eigentümer übernehmen möchte. Sein Nachfolger, Frank Pollak, wird dem Restaurant unter neuem Namen seinen eigenen Stempel aufdrücken. Es ist nicht der erste Wandel: Das Laulenzi war früher ein Kuhstall. Dieser wurde umgebaut zum Laurentikeller und war neben dem Bräustüberl das renommierte Restaurant des Hotels. Hier feierte die feinen Bürgen von Rottach-Egern Hochzeiten und Geburtstage. Allerdings wurde dieser schöne Teil des Hotel 80er Jahren des letzten Jahrhunderts kaputt renoviert. Erst mit dem jetzigen Inhaber Korbinian Kohler, Sproß der Inhaberfamilie der Papierfabrik in Gmund, kam frischer Wind und Aufschwung in das Hotel. Wir nehmen uns die Zeit und erinnern uns nochmal an unser grandioses und genial genussvolles Menü im Laulenzi zurück. Eine Art Nachruf. (mehr …)

Restaurants in München: Sofitel München Bayerpost: Dinner mit Anton

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Ein Bloggerevent als Einstand: Diese moderne Version, sich in einer Stadt bekannt zu machen, seine Qualität zu zeigen, seine Visitenkarte abzugeben ist kreativ, neu und sehr sympathisch. Anton Gschwendtner hat vor mittlerweile bald schon einem Jahr den Posten als Chef de Cuisine im Restaurant Délice La Brasserie im Sofitel München Bayerpost übernommen und gleich ein paar Blogger zum mitkochen eingeladen. Wir waren dabei und nehmen Euch gern auf diese Genussreise mit.

Warum erst jetzt so spät? Weil ich im letzten Jahr im April, Mai und Juni fast unentwegt auf Recherchereisen für Euch war. Und ich all‘ diese Themen, die ich da so angesammelt habe, Euch noch berichten möchte. Schliesslich war jede Reise, jedes Essen davon ein sehr spezielles Erlebnis. Und ist es wert, hier erzählt zu werden. Insbesondere dieses „Dinner mit Anton“ in der Délice La Brasserie im Sofitel München Bayerpost mit Anton Gschwendner. (mehr …)

Hoch-Genuss: Wie die Destinationen in den Alpen kulinarisch aufrüsten

Hoch-Genuss: Diskussion der Touristischen Runde zu Genuss am Berg mit Spitzenköchen aus Österreich und Südtirol
Ski und Genuss: Das ist lange schon kein Fremdwort mehr. Die Kilometerfresser, die stundenlang die Pisten runtergejagt sind, um anschließend möglichst schnell wieder hochzuliften, nur um die nächste Piste runterzuflitzen: sie sind Geschichte. Vielleicht nicht ganz, doch sind sie in der Minderheit. Die Skifahrer, die Wintertouristen wollen heute mehr. Sie suchen die Abwechslung. Heute Abfahrtsski, morgen Langlauf. Dazu Kultur, Natur und nicht zuletzt: Genuss. Feine Spezialitäten am Berg sind gefragt. Bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Touristischen Runde unter wie immer hervorragender Leitung von Lilo Solcher präsentierten mehrere Anbieter ihre kulinarische Aufrüstung.

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Die höchste Konditorei auf dem Pitztaler Gletscher, der höchste Weinkeller auf dem Stubaier Gletscher, das höchst gelegene Iglu-Dorf im Allgäu und ein weiteres in Adelboden, das höchst gelegene Gourmet-Restaurant in den Dolomiten sowie Slopefood, die winterliche Variante von Fingerfood, kleine Imbisse entlang der Piste – ebenfalls in den Dolomiten. Vertreten wurden diese außergewöhnlichen Anbieter von Haubenkoch David Kostner (Restaurant Schaufelspitz, Stubaier Gletscher), Marcus Herovitsch (Pitztaler Gletscher), Matthias Lenz (IgluLodge). Aus den Dolomiten kamen vom Gourmetrestaurant Viel de Pan und von Slopefood. Der Abend bewies, dass Skifahren heutzutage auch viel mit Genuss zu tun hat. (mehr …)

Küchengötter unter sich: Harald Wohlfahrt kocht bei Eckart Witzigmann im Hangar 7

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„Besser als ich gedacht habe“, so zieht Harald Wohlfahrt sein Fazit. Und das ist aus dem Mund dieses besten aller besten Drei-Sterne-Köche Deutschlands wohl eine Art Ritterschlag. Denn kein Geringerer als Harald Wohlfahrt, der Küchengott aus der Schwarzwaldstube des Hotel Traube Tonbach, kocht im Monat April im Restaurant Ikarus im Hangar 7 am Salzburger Flughafen. Patron dieses Restaurants, das zum Red Bull Imperium gehört, ist kein Geringerer als Eckart Witzigmann. Einem von nur vier Jahrhundertköchen des letzten Jahrtausends. Eckart Witzigmann implementierte die Nouvelle Cuisine in Deutschland und schuf mit dem Tantris Deutschlands besten Gourmettempel. Der, dem dieser Ritterschlag aus berufenem Munde gilt, ist Martin Klein, der Chefkoch vom Ikarus.

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Dem Elsässer Martin Klein war es gelungen, sich bei einem mehrtägigen Aufenthalt in der Traube Tonbach in die Küche, die Philosophie, das Verständnis und den Umgang mit den Grundprodukten von Harald Wohlfahrt hineinzuarbeiten. Das von Harald Wohlfahrt entworfene Rezept für das Ikarus erlernte er so gut, dass die Umsetzung vor Ort in Salzburg mehr als gelungen geriet. Unser Fazit vorweg: Wir empfehlen jedem, jetzt noch im April 2015 nach Salzburg zu fahren und bei Martin Klein die Küche von Harald Wohlfahrt zu geniessen. Mit etwas Glück lässt sich im Ikarus noch ein Tisch reservieren. In der Schwarzwaldstube der Traube Tonbach im schnuckeligen Schwarzwaldort Baiersbronn sollten die Plätze bereits um Monate im voraus reserviert werden. Selten jedoch wird einem diese Ehre zuteil: dass Martin Klein auch serviert.

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Ikarus_Hangar7_Salzburg_Witzigmann_Wohlfahrt_April_2015_130Anfang April hatten wir die Ehre, Zeuge zu sein bei einem extrem seltenen Aufeinandertreffen: Eckart Witzigmann und Harald Wohlfahrt kochten zusammen mit Martin Klein das Gastmenü von Harald Wohlfahrt. Eckart Witzigmann und Harald Wohlfahrt gemeinsam hinter dem Herd? Wann hat es das überhaupt oder zuletzt gegeben? Eckart Witzigmann verrät es uns: „Kurz bevor Harald Wohlfahrt in die Traube Tonbach ging, erhielt er bei mir den letzten Schliff.“ Das muss also etwa 40 Jahre her sein, denn genauso lange ist der Großmeister der Küchenkunst bereits in Baiersbronn. Jener verrät uns hingegen schmunzelnd, Eckart habe sich nicht getraut ihn anzusprechen, ob er mal als Gastkoch im Hangar 7 kochen möchte. Wobei Harald Wohlfahrt selten genug seinen Schwarzwälder Herd verlässt. Dafür aber umso mehr ehemalige Eleven von ihm in ganz Deutschland und auf der restlichen Welt Michelin-Sterne, Gault Millau Kochmützen, Ruhm und Ehre erkocht haben. Wieviele Sterneköche haben die beiden zusammen ausgebildet? Die Milchstrasse käme dem wohl gleich. (mehr …)

Seehotel Überfahrt Rottach-Egern: Kochkurs mit Christian Jürgens im Geniesserland Tegernsee

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Kochen mit 3-Sterne-Koch Christian Jürgens. Kochen mit dem besten Koch Bayerns. Einem von lediglich elf Drei-Sterne-Köchen laut Guide Michelin 2015. In idyllischer Lage direkt am Tegernsee. Im Pavillon des Seehotel Überfahrt der Althoff Hotel Gruppe. Hier bekommt der Begriff Geniesserland Tegernsee Hand und Fuß. Oder vielmehr Fisch und Fleisch. Es ist heiß, hochsommerliche Temperaturen bringen uns zum Schwitzen. Gönnen wir uns also einen Kochkurs „Leichtes in der Hitze: Fisch, Fleisch, Dessert – alles, nur nicht schwer“.

So ein Kochkurs bei Christian Jürgens ist keine exklusive Veranstaltung. Jeder kann sie über die Webseite des Hotels direkt buchen. Einmalig sind nur die Themen. Denn hier denkt sich der kreative Küchenkünstler immer neue Schwerpunkte aus. Mal richtet er sich nach der Jahreszeit, mal geht er auf die Küche einer Region ein, ein anderes Mal vertieft er das Wissen seiner Gäste in puncto Federvieh oder Fisch. Eine muntere Runde von etwa 10 Teilnehmern ist an diesem Morgen zusammengekommen.

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Das Seehotel Überfahrt ist sehr idyllisch zu erreichen: Von Bahnhof Tegernsee ist es nicht weit bis zum Anleger der Tegernsee-Schifffahrt, die Fähre bringt den Gast sicher über den See direkt vor das Hotel. UntitledAlternativ hat das Hotel auch die richtigen Fahrzeuge zur Verfügung, um die Gäste vom Bahnhof Tegernsee, Hauptbahnhof München oder den Flughäfen München oder Salzburg abzuholen. Natürlich könnte man auch mit dem Auto zum Tegernsee fahren. Aber an manchen Tagen wollen das alle – und das verlängert die Anreise etwas. Da die Kochkurse bei Christian Jürgens um 10.30 Uhr beginnen, ist genügend Zeit, aus München umweltfreundlich anzureisen – oder gleich im Hotel zu übernachten.

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Der Pavillon ist eine schwebend-leichte Konstruktion aus Stahl und Glas und steht etwas abseits vom Hotel. Eine grosszügige Terrasse umgibt ihn. Kochkurse oder andere Veranstaltungen können hier ungestört stattfinden. Standesgemäß werden die Kochkurs-Teilnehmer von den dienstbaren Geistern des Seehotel Überfahrt mit einem Glas Champagner in der Genusswerkstatt, so der Name des Pavillons, begrüßt.

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Mit Auto oder Bahn: Wie fahre ich in das Geniesserland Tegernsee?

Geniesserlandregion Tegernsee - Wanderweg zum Bauer in der Au
Auto oder Bahn? In das Geniesserland Tegernsee ist es von München aus nicht allzu weit. Und daher stellen sich die meisten Ausflügler die Frage, wie sie von München zum Tegernsee fahren wollen. Fahre ich mit dem Auto über die Autobahn und bin vor Ort flexibel? Oder fahre ich umweltfreundlich mit der Bayerischen Oberlandbahn (BOB)? Das Fazit kann nur so lauten, wie es die Juristen immer sagen: „Es kommt drauf an.“ Ja, auf was denn? Wir versuchen für Euch das optimale Verkehrsmittel zum Geniesserland Tegernsee zu finden.

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Schauen wir zuerst einmal auf die Karte. Denn daraus können wir schon sehr viel lesen und ableiten, ob sich das Auto oder die Bahn für eine Fahrt an den Tegernsee eignen.

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Die Bayerische Oberlandbahn (BOB) trifft zuerst am Ort Gmund auf den Tegernsee. Dies ist die nördlichste Gemeinde. Der nächste Halt und gleichzeitig die Endstation ist die Gemeinde Tegernsee. Von hier aus gehen einige Buslinien ab, die um den Tegernsee herum oder in andere Gemeinden fahren. Doch aufgepasst, diese Busse fahren nicht oft, nicht immer und selten dann, wenn man sie braucht. (mehr …)

Restaurants in München: Gourmet Towers of the World: Lee Bennett vom Equinox Restaurant Singapur zu Gast bei Otto Koch im Restaurant 181

Restaurant_181_Business_Equinox_Restaurant_Chef_de_Cuisine_Lee_BennettAuf höchster Ebene für höchste Genüsse sorgen: Das ist nicht nur das Motto von Otto Koch im Restaurant 181 im Münchner Olympiaturm. Weltweit sind Gourmet-Restaurants in Türmen und Hochhäusern untergebracht. Dies nimmt der Münchner Sternekoch zum Anlass und lädt sich die Kollegen aus aller Welt nach Hause ein. Und besucht sie in deren Restaurants. Im April 2011 war ich zum Auftakt der Serie schon als Gast dabei und hatte hier darüber berichtet. Jetzt ist es wieder Zeit für eine Fortsetzung: Am 20. November 2012 empfängt Otto Koch den Küchenchef des „Equinox Restaurants“ in Singapur, Lee Bennett. Gemeinsam werden sie im Rahmen der von Otto Koch ins Leben gerufenen „The Gourmet Towers of the World series“ im Restaurant 181 hinter dem Herd stehen und ihre Gäste mit erlesenen Speisen einen Abend lang verwöhnen.

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Lee Bennett, der bereits für Gordon Ramsay in dessen Restaurants in London und Dubai arbeitete, freut sich auf den Besuch in München. Er ist der jüngste Gewinner des angesehenen „Restaurant Chef of the Year“ Awards und hat sich in der internationalen Kochszene mit seiner modernen aber schlichten Küche einen Namen gemacht. „Ich bin durch meinen Beruf schon viel rumgekommen, in München war ich allerdings noch nicht. Durch diese einzigartige Aktion von Otto habe ich nun die Möglichkeit nicht nur in München zu kochen, sondern die Stadt währenddessen auch von ihrem höchsten Punkt zu betrachten.“ (mehr …)

Hotel Villa Padierna: Magische Momente in Marbella mit Butlerservice

Ritz Carlton Marbella 7externalMit eigener Yacht nach Tanger in Marokko, ein individuell zusammengestelltes und zubereitetes Menü von Chefkoch Victor Taborda, dazu eine Auswahl spanischer Weine, die ihresgeichen sucht – auf die Gäste des Hotel Villa Padierna, Marbella, das mit seinem Arrangement „Pure Luxury Experience“ drei Tage Luxus der Extraklasse verspricht, wartet ein unvergesslicher Aufenthalt der Extraklasse.

Ritz Carlton Marbella 2villaWer die “Pure Luxury Experience“ für 10.800 Euro bucht, kann mit seiner Begleitung drei Tage jeden Traum wahr werden lassen und ganz besondere Erinnerungen kreieren. Privater Rolls-Royce Corniche Transfer und die Begrüßung und Betreuung durch einen 24-Stunden-Butler in den neuen Villen mit eigenem Pool sind nur der Auftakt eines unvergesslichen Aufenthalts, der eine unendliche Auswahl einzigartiger Erlebnisse bietet, um diesen besonders schönen Teil Spaniens kennenzulernen. (mehr …)

Castel Fragsburg: Wein Festivals und Wandern im goldenen Herbst in Meran

Hotel Castel FragsburgWenn die Sonne das bunte Laub der Blätter in ein goldenes Licht taucht, der Duft von Kastanien in der Luft liegt und die Trauben auf den Reben so reif sind, dass sie nur mehr auf die Weinlese warten, dann ist eine der schönsten Jahreszeiten, der Herbst, in die Südtiroler Berge eingekehrt. Hier, wo die Natur noch ursprünglich und rein ist, wo die malerische Aussicht auf die Dolomiten und die Obst und Weinberge der Südtiroler Weinstraße zum Träumen einlädt, liegt in einzigartiger Lage, auf einem Felsvorsprung, hoch über dem Meraner Talkessel, das Castel Fragsburg.

Das traditionsreiche Jagdschloss ist Mitglied von Relais & Châteaux und gehört zu den schönsten Häusern der Welt. Es erwartet seine Gäste mit höchstem 4-Sterne-Superior-Komfort, einer erst heuer mit einem Michelin Stern ausgezeichneten Kulinarik, einem exklusiven Spa mit der wohl spektakulärsten Aussicht in den Alpen, sowie mit viel individuellem Charme und Raum für Privatsphäre. (mehr …)

Südtirol im Winter: Aktive Erholung für Gipfelstürmer und Knödelmarathoniken

International Mountain Summit SuedtirolDank der 300 Sonnentage im Jahr weckt Südtirol auch im Winterurlaub alpin-mediterrane Lebensfreude, stets verbunden mit einem respektvollen Umgang mit der Natur. Die Bergwelt ist auch Thema des International Mountain Summit, des Gipfeltreffens der Bergsportelite. Sportliche Aktivitäten am Berg werden bei Angeboten wie „Sciare con gusto“ (Genuss-Skifahren) oder dem Gsieser Knödelmarathon mit kulinarischen Genüssen vereint. Zudem bietet Südtirol weitere neue Wintersportangebote für Groß und Klein.

Treffen der Spitzensportler
Bereits zum zweiten Mal treffen sich vom 30. Oktober bis 7. November 2010 Spitzensportler auf dem International Mountain Summit in Brixen. In Vorträgen, Filmvorführungen, Diskussionen, Workshops, Wanderungen und Kletterkursen wird der Lebensraum Berg in all seinen Facetten beleuchtet. Topbergsteiger wie Kurt Albert aus Deutschland, Andy Holzer aus Österreich oder Hans Kammerlander und Reinhold Messner aus Südtirol treffen auf Bergsportbegeisterte. Und auch die Liste der angemeldeten Kletterprofis verheißt spannende Tage: Kilian Fischhuber aus Niederösterreich oder das Südtiroler Nachwuchstalent Alexandra Ladurner und viele mehr. (mehr …)