Le Gourmand Gewinnspiel: 2 Piper-Heidsieck Lipsticks zu gewinnen

Jung, stark, weiblich – und Witwe. Die Geschichte der großen Champagnerhäuser ist fast auch immer eine Geschichte der Witwen. Und auch der Erfolg von Piper-Heidsieck fußt auf der Geschichte einer jungen Witwe – und der Liebesgeschichte mit ihrem zweiten Mann. Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hat zwei Lipstick-Editionen mit Cuvée Brut für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt bekommen, die wir hiermit zum ersten Adventswochenende sehr gern verlosen möchten. Alles was Ihr tun müsst: Bis spätestens Montag, 03.12.2018, 14 Uhr, eine Frage beantworten.

Schon immer wurde die Champagne geprägt von der Tatkraft, dem Mut und dem Erfindungsgeist der Champagnerwitwen – den so genannten „Veuves“. Zu Zeiten, wo normalerweise nur Männer das Sagen hatten, waren sie nicht nur verantwortlich für ein Heer von Angestellten und deren Familien, sondern sie förderten maßgeblich den weltweiten Ruf des berühmtesten Getränks aller Zeiten.

Wer hat nicht schon von Madame Clicquot Ponsardin, der Veuve Bollinger und der Witwe Louise Pommery gehört? Weitere berühmte Witwen waren Madame Roederer und die Veuve Perrier. Hinter jedem Namen steht nicht nur eine aufregende Frau, sondern auch eine ebenso dramatische Geschichte.

Die ruhmreiche Geschichte des Champagner-Hauses Piper-Heidsieck beginnt im Jahre 1785 mit der kühnen Vision eines gebürtigen protestantischen Westfalen. Florenz-Ludwig Heidsieck hatte nichts weniger im Sinn als einen Champagner zu keltern, der einer Königin würdig wäre. Nach Jahren unermüdlicher Arbeit hatte er sein Ziel erreicht: Frankreichs Regentin Marie-Antoinette war seiner Premium-Cuvée voll und ganz verfallen.

Als der Firmengründer Florenz-Ludwig Heidsieck 1828 starb, baute sein Neffe Christian Heidsieck gemeinsam mit Henri-Guillaume Piper, einem talentierten Mann mit enormem Geschäftssinn, die Champagner- Produktion gewaltig aus.

Christian Heidsieck verstarb unerwartet im Jahr 1835, was das Ende dieser Firma bedeutet hätte. Doch seine Witwe verliebte sich erneut – und zwar ganz unsterblich in den Geschäftspartner ihres verstorbenen Mannes Henri-Guillaume Piper. Und als Zeichen der Liebe vereinten sie ihre beiden Namen zu Piper-Heidsieck.

Der Strich zwischen den beiden Namen ist dabei nicht trennend sondern eben bindend. Im Französischen wird er „trait de séduction“, im Englischen „dash of seduction“ genannt. Die Franzosen lieben ja Wortspiele. Ein Bindestrich ist eigentlich ein „trait d’union“, hier wird er zum „Verführungsstrich“. Und im Englischen gibt es ein doppeltes Wortspiel, denn „dash“ kann nicht nur Strich sondern auch Spritzer bedeuten. So steht der Piper-Heidsieck im Marketingsprech also auch für den „Verführungs-Spritzer“.  Leider funktioniert diese Wortspielerei nicht im Deutschen. 

Dieses Jahr sorgt das Champagnerhaus Piper-Heidsieck zu den Feiertagen für eine Extraportion Sinnlichkeit: Die Geschenkbox in Form eines überdimensionierten Lippenstifts ist ein absoluter Eyecatcher und bringt zugleich als Champagnerkühler besonderen Glanz auf jede Dinnerparty. Die limitierte Lipstick-Edition ist in Deutschland seit Oktober im ausgesuchten Fachhandel erhältlich.

Der Lippenstift ist das ultimative Symbol für Weiblichkeit und Verführung. Ein Luxusartikel, der die Schönheit der Trägerin betont und ihre Stimmung und Persönlichkeit unterstreicht. Dieser Symbolik bedient sich das Champagnerhaus Piper-Heidsieck in diesem Jahr für einen ganz besonderen Hingucker: eine Geschenkbox in glänzender Lipstick-Optik, erhältlich in Gold und Scharlachrot oder in Gold und Pink. Der knallrote XXL-Lippenstift enthält eine Flasche Cuvée Brut, die pinkfarbene Variante eine Flasche Rosé Sauvage. Der Clou: Beide Lipsticks fungieren gleichzeitig als Kühler, die den Champagner bei bester Trinktemperatur halten! Der Lippenstift ist also nicht nur eine billige Geschenkverpackung, die anschliessend in den Müll fliegt. Sie kann beliebig oft – natürlich am besten immer mit Piper-Heidsieck – befüllt werden. So findet dieser coole Kühler bestimmt in so mancher Wohnung seinen Lieblingsplatz. 

Die Cuvée Brut, der Kern der außergewöhnlichen Champagnerhülle in Rot, ist die erfolgreiche Signature Cuvée von Piper-Heidsieck, die mit ihrer Mischung aus 100 Crus perfekt die facettenreiche Aromenvielfalt der Champagne repräsentiert. Der Rosé Sauvage, Star des pinkfarbenen Lipsticks, ist eine strukturierte Cuvée, die durch den ungewöhnlich hohen Rotwein-Anteil an großartiger Persönlichkeit gewinnt. Eine Assemblage aus mindestens fünf ausgewählten Lagen, die repräsentativ für die reiche Vielfalt der Champagne stehen.

Die Frage zum Gewinnspiel lautet:
In welchem Jahr haben die Witwe Heidsieck und Henri-Guillaume Piper geheiratet?

Mein Tipp: Auf der Webseite von Pieper-Heidsieck werdet Ihr mit Sicherheit unter dem Link zur Geschichte schnell fündig!

Bitte sendet die Antwort auf diese E-Mail-Adresse. Bitte teilt mir dabei Eure Anschrift und E-Mail mit, sonst können Euch die Lipsticks nicht zugesandt werden.  Achja, nach DSGVO-Regeln erklärt Ihr Euch mit der Teilnahme natürlich einverstanden, dass im Gewinnfall Eure E-Mail und Anschrift an die Partneragentur weitergeleitet wird. Alle anderen Daten verbleiben bei mir. Als Fan meiner Facebook-Fanpage könnte sich Deine Gewinnchance erhöhen… 

Und jetzt gilt: Viel Erfolg! Meine Glyxfee wird die 2 Gewinner aus allen Einsendungen ziehen.
Einsendeschluß ist Montag, 03.12.2018, 14 Uhr mittags. Rechts- und Linkswege sind ausgeschlossen.
Falls ihr dann leider nicht gewonnen habt, könnt Ihr natürlich dennoch gern Euch eine schöne Flasche Piper-Heidsieck gönnen. 

Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin und Piper-Heidsieck sagen „Prost!“.

Equilaland: Das Pferde-Paradies in Fröttmaning

Mama und Tochter haben ein neues Ziel, während Papa und Sohn zum Fußball-Spiel in der Allianz-Arena weilen. Jetzt wird die Tour zum Fußballspiel ein kompletter Familienausflug nach Fröttmaning. Nicht nur für Fans des FC Bayern. Jetzt kann die ganze Familie zum Auswärtsspiel nach München fahren, die Fußballfreaks gehen in die Arena, die Pferdeliebhaber vergnügen sich derweil im Equilaland. 

Die neue Pferde-Erlebniswelt Equilaland hat in München-Fröttmaning eröffnet – gegenüber der Allianz Arena! Ein Disneyland für Pferde und Mädchen. Ein Parkplatz, eine U-Bahnstation, zwei Attraktionen. 

 Die Pferde-Erlebniswelt von Equila möchte lehrreichen Wissensspaß mit spannenden Freizeiterlebnissen rund ums Pferd vereinen. Verschiedene Themenpavillons und vielfältige Attraktionen garantieren Spaß und Entertainment.  Auf einer Fläche von 50.000 Quadratmeter können Kinder und Erwachsene auf Pferde-Entdeckungsreise gehen. Die Besucher erhalten Einblicke in die Kulissen der Show und in den Alltag der Stars. Man kann live erleben wie die Showpferde trainiert werden und der Auftritt vorbereitet wird oder wenn der Hufschmied Hand anlegt.

Mit den verschiedenen Themenpavillons und den vielfältigen Attraktionen sind Spaß und Entertainment garantiert. Die Besucher erhalten einmalige Einblicke hinter die Kulissen der Show und in den Alltag der Stars.

Einen kleinen Einblick gibt Euch unser Video:

Folgende Attraktionen bietet Equilaland:

Das Trojanische Pferd ist eigentlich ein großer Abenteuerspielplatz – versteckt in einem 13 Meter hohen Holzpferd. 

Im Pferde-Spa ist die erste Pferdewaschanlage der Welt.

Auf dem Paradeplatz finden die Ausbildung der Pferde und die Shows statt.

In der historischen Wagenburg zeigt der Hufschmied regelmässig, wie Pferde beschlagen werden und warum das für die Pferde gut ist.

Im Bereich Pferde der Welt lernen wir viel über die Vielfalt der Pferderassen.

Die Kinder-Universität ist ein kleiner Hörsaal verbunden mit einer Quizshow. 

Im Pferde-Museum finden wir eine Ausstellung rund ums Thema Pferd mit einigen historischen Exponaten. 

Das Pferde Kino bietet ein abwechslungsreiches Filmprogramm.

Im Longierzirkel können die Zuschauer das Training miterleben und bekommen dazu noch viel erklärt. 

Im Bereich Unsere Stars können die Equila-Showpferde hautnah erlebt werden. 

Für die ganz kleinen Racker ist die Bunte Ponyvilla ein besonderes Erlebnis:  Das kleine Häuschen ist ein Spielplatz zum Erklettern, Erkunden und Erleben.

Gleich daneben liegt die Ponyfarm, bei der Streicheln ausdrücklich erwünscht ist. 

In der Reithalle finden die Ausbildung und Shows der Reiter-Elite statt.

Und schliesslich dominiert der große Showpalast München das Gelände. Hier gibt es den Blick hinter die Kulissen der Show Equila.

 Über die Equila Show können wir Euch leider nichts erzählen, da wir lediglich das Equilaland um den Showpalast drumherum besucht haben. Die Equila Show findet nur zu bestimmten Tagen und Uhrzeiten statt, die Tickets müssen extra gekauft werden. Das Equilaland  jedoch steht die ganze Zeit den Besuchern offen. Über die genauen Öffnungszeiten und Preise von Equila und Equilaland informiert Euch bitte auf der Homepage. 

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Colette – Tim Raue interpretiert Frankreich asiatisch

Ein typisch französisches Bistro – auf den ersten Blick. Eine exzellente Pariser Brasserie – auf den zweiten Blick. Doch erst beim dritten Blick, beim genaueren Hinschauen und Kosten erkennen wir die großartige Kombination von Frankreich und Asien – kreiert von Tim Raue. Ein Besuch in der Brasserie Colette in München. 

Seit Dezember 2015 ist der Berliner Sternekoch Tim Raue auch in der bayerischen Landeshauptstadt mit einem Lokal vertreten. Im Glockenbachviertel befindet sich die Brasserie Colette Tim Raue, ein Restaurant-­Konzept, für das Raue von den Tertianum Premium Residences als kulinarischer Berater angeheuert wurde. Das Restaurant mit seinem französischen Charme hat sich mittlerweile etabliert und gilt vielen als ein gastronomischer Hotspot in der Stadt. Wir waren bereits zur Eröffnungsparty eingeladen. Alles, was in der Gastronomie Rang und Namen hat, war vor Ort und Tim Raue sprang locker auf den Tresen und hielt seine Eröffnungsrede von oben. Damals war das Lokal rappelvoll, leckere Häppchen wurden rumgereicht und ich verbrachte ein paar nette Stunden. Zeit also, die Brasserie Colette auch kulinarisch unter die Lupe zu nehmen.

Die operative Umsetzung liegt in der Hand von Raues langjährigem Begleiter Steve Karlsch. 

Tim Raue verrät uns seine Gründungsidee für die Brasserien: Für das Tertianum versieht er französische Cuisine mit seiner typischen Handschrift und etabliert eine Wohlfühlküche, die jung und alt gleichermaßen anspricht, traditionelle Elemente urban neuinterpretiert und kulinarisch einfach zu verstehen ist. Das Colette erfreut sich so gerade in den Wintermonaten einer großen Beliebtheit für Essen in familiären Runden. Tim Raue freut sich über sein Publikum: „Ich finde es schön, dass in den Brasserien verschiedenste Generationen aufeinandertreffen. Das spricht für unser ausgewogenes Konzept auf gehobenem Niveau.“

Für die Bewohnerrestaurants wird dieses Konzept leicht abgewandelt. Tim Raue und der kulinarische Direktor des Tertianums Steve Karlsch arbeiten in sehr enger Abstimmung miteinander, um den hohen kulinarischen Anspruch an die tägliche Küche zu gewährleisten. Gerade in der Weihnachtszeit legt Steve Karlsch besonderen Wert darauf, die Bewohner rundum zu verwöhnen. „Wir greifen traditionelle Themen auf und geben uns besondere Mühe, jeden Tag mit gesunden und hochwertigen Menüs kleine Highligts zu setzen.“

Entenleberterrine, Röstbrot, eingemachte Früchte, Frisée

Wer wie Gott in Frankreich speisen möchte, muss nicht zwingend nach Paris oder in die Provence fahren. Das klassische französisches Brasserie-Konzept wurde neu interpretiert und bietet eine echte Wohlfühl-Küche mit sowohl traditionellen Elementen als auch kulinarischer Leichtigkeit und ist somit der ideale Treffpunkt für all jene, die die französische Küche kennenlernen möchten. So ist es nicht verwunderlich, dass man auf der Colette-Karte nicht nur klassische französische Gerichte wie Coq au vin oder Thunfisch Niçoise findet, sondern auch tolle neue Kreationen wie Rote Beete mit Jalapeno. Aber auch regionale Klassiker wie Spanferkel findet man auf der Karte, jedoch mit einem Hauch Extravaganz und neuen und überraschenden Kompositionen.

Salat Nizza, Thunfischsashimi, grüne Bohnen und Sardellenmayo

Doch auch die französischen Klassiker hat Tim Raue modern asiatisch interpretiert. Statt Thunfisch aus der Dose gibt es Thunfisch-Sashimi von der allerbesten Güte, das hartgekochte Ei ist von der Wachtel, die Sardellen befinden in der hausgemachten Sardellenmayonnaise, die grünen Bohnen sind knickfrisch, die Kartoffeln sind knackige Chips und auch die Mini-Tomate überrascht mit ihrer Textur. 

Pot au Feu de la Mer, Safran, Koriander, Knoblauch

Kabeljau, Vinaigrette mit Kapern und Estragon

Apfeltarte Chasseur, Karamell, Vanilleeis

Crème Brulée

Dass die Brasserie-Küche von Tim Raue außergewöhnlich gut ist, haben auch die Gourmetguides entdeckt. So gibt der Gault Millau 2018 schöne 14 Punkte und der Guide Michelin verleiht den Bib Gourmand, ein Zeichen für exzellente, sorgfältig zubereitete und preiswerte Küche. 

Wer noch Zweifel haben sollte, wird spätestens beim Betreten der Räumlichkeiten überstimmt, denn das tolle und elegante Interior-Konzept der Berliner Architekten Ester Bruzkus und Patrick Batek spricht für sich und lässt den Brasserie-Gedanken vollends aufleben. Das Ambiente ist sehr intim mit viel Holz und gedeckten Farben. Man sitzt auf mit Leder bezogenen Bänken, traditionellen Bistro-Stühlen oder auf Holzsitzen, die vor langer Zeit in einem französischen Zugabteil montiert waren.

Und der Name Colette? „Das ist eine Hommage an Madame Colette“, erklärt Raue. „Die hatte einen Crêpe-Wagen am Strand von Biscarrosse bei Bordeaux. Dort habe ich den perfekten Crêpe gegessen: mit Banane, gesalzener Butter und Vanille-Eis. Süß, salzig und cremig zugleich, und für immer in meinem kulinarischen Gedächtnis.“ Ehrensache, dass ein solcher Crêpe Colette unter den Desserts eine Sonderstellung einnimmt.

Tim Raue expandiert. Derzeit gibt es die Brasserie Colette in Berlin, München und Konstanz – jeweils in den Häusern der Tertianum Residenzen. Doch sind Tim Raue, Steve Karlsch und das Team offen für neue Locations. Die kleine Gruppe soll also wachsen, aber langsam. 

Herzlichen Dank an die Brasserie Colette für diesen köstlichen und informativen Lunch! 

Service:

Das schreiben die Anderen:

Hotel Bayerischer Hof München: Dine Around für Münchner Blogger

Jochen Benz, Sommelier des Jahres 2018, reicht mir ein Glas Ruinart Champagner. Jan Hartwig, 3-Sterne-Koch sowie Koch des Jahres 2016, reicht mir das Amuse Gueule. Irgendetwas hab ich richtig gemacht. Das Hotel Bayerischer Hof München hat Münchner Journalisten und Blogger zum „Dine Around“ eingeladen. Wir begeben uns auf eine Kulinarische Rundreise in einem der allerbesten Hotels der bayerischen Landeshauptstadt.

Innegrit Volkhardt, Geschäftsführende Gesellschafterin des Hotels Bayerischer Hof München, empfängt uns an einer langen Tafel im Garden Restaurant. Dieses Restaurant, mit 15 Gault Millau Punkten ausgezeichnet, liegt direkt neben dem 3-Sterne-Restaurant Atelier von Küchenchef Jan Hartwig. So können Köche und Kellner je nach Bedarf flexibel eingesetzt werden. 

Der Familie Volkhardt gehört das Hotel seit vier Generationen. 1897 kaufte Hermann Volkhardt den Bayerischen Hof und machte es zu einem der führenden Häuser Europas.  Nachdem das Haus im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört war, wurde es vom Großvater und Vater von Innegrit Volkhardt wieder neu auf- und ausgebaut. In den letzten Jahren hat Innegrit Volkhardt wieder viel in Modernisierungen und Umbauten investiert. Die Kulinarische Rundreise führt uns durch die interessantesten Bereiche.

Als Amuse Gueule serviert uns 3-Sterne-Koch Jan Hartwig ein „Perlmutt“ Austernmousse mit Champagner und Algen. 

Diese Kreation ist schon sehr außergewöhnlich, schmeckt köstlich, hat eine interessante Textur, jedoch bevorzuge ich persönlich lieber Austern in ihrer natürlichen Art. Diese Austernperle schmeckt nicht so intensiv nach Austern, ist somit also durchaus ein Gang für diejenigen, die nicht so gern Austern essen. 

Das Garden Restaurant ist als Wintergarten mit offenem Kamin und mit einer Innenhof-Terrasse gestaltet. Hier werden wir mit einer gefüllten Zucchiniblüte mit Burrata, Kichererbse, Mini-Aubergine und Thymian-Vinaigrette als Vorspeise begrüßt. 

Unsere Kulinarische Reise führt uns ins Trader Vic’s. Dieses polynesischen Restaurant gehört zur weltweiten Trader Vic’s-Gruppe, die derzeit 19 Restaurants auf der ganzen Welt führt. Das Outlet im Bayerischen Hof wurde bereits 1971 eröffnet und gehört zu den Klassikern der Stadt.  Bianca Murthy, Annette Sandner und Franz Kotteder warten schon gespannt auf den nächsten Gang. 

Unser Hauptgang ist ein rosa gebratenes Rinderfilet mit hawaiiarischem Kartoffelgratin und Gemüse aus dem Wok. Dazu gibt es den original Mai Tai, der Trader Vic kreiert wurde. 

Besonders beeindruckend sind hier die chinesischen Öfen, in denen das Rinderfilet vor dem Braten geräuchert wird. Das Trader Vic’s Restaurant ist mit 13 Gault Millau Punkten ausgezeichnet. 

Unsere Tour führt uns anschliessend in einen komplett neu gestalteten Veranstaltungsraum. Die Bibliothek heisst nicht nur so: die vielen Bücher laden zum Lesen und Verweilen ein. 

Andere Veranstaltungsräume sind derzeit noch im Umbau.

Wir bekommen bei unserem Rundgang auch den Blick hinter die Kulissen. 

Ein eleganter und historischer Saal, der im Krieg nicht zerstört wurde, wird gerade mit sehr viel Liebe hergerichtet. 

Besondere Wertschätzung erhält hier das Parkett. Es lädt zum Tanzen ein, so ein Bodenbelag ist für Tanzbegeisterte geradezu ideal.

Weiter geht es in den Palais Keller, der einstmals ein Salzlager war. Heute ist es das rustikale bayerische Restaurant des Hotels. Allerdings ist dieses Restaurant selbst Kollegen, die sich bestens in der Münchner Gastronomie auskennen, komplett unbekannt. Hier unten, in die Katakomben des Bayerischen Hofes, verirrt sich selten ein Gast. Dieses Restaurant ist stark renovierungsbedürftig. 

Während wir uns an der Dessertvariation, bestehend aus Tiramisu von der Brombeere sowie Bayerisch Creme mit Zwetschgenkompott, laben, erfahren wir, dass der belgische Interieur Designer Axel Vervoordt diesem Restaurant im Jahr 2019 zu neuem Glanz verhelfen will. Der Designer hat bereits die Cinema Lounge und den neuen Eingangsbereich gestaltet und widmet sich derzeit den Konferenzräumen, die wir gesehen haben. So ein Hotel ist eben auch immer eine Baustelle. Und ein Grand Hotel wie der Bayerische Hof muss sich immer auch behutsam erneuern. 

Der Digestif wird in Falks Bar eingenommen. Zusammen mit feinsten Schokoladenkreationen geniessen wir verschiedene Portweine und Cognacs. 

Über den Dächern Münchens, in der Penthouse Garden Suite gönnen wir uns einen sommerlichen Sundowner, eine Sorbeitvariation mit Champagner. Der Ausblick von hier oben ist atemberaubend.

Diese Suite wurde ebenfalls von Axel Vervoordt gestaltet und bietet auf 350 Quadratmetern mehr als nur ein luxuriöses Zimmer.

Mit eigener Küche und Bar ist dem Designer eine spektakuläre Event-Location gelungen. 

Der Abschluss des Dine Around im Hotel Bayerischer Hof führt uns in den Jazzkeller des Hauses. Hier treten immer wieder weltberühmte Musiker auf. Wir lauschten den Klängen des Bluesmusikers Lucky Peterson & The Organization fest. Tamara Tramell.  Richtig schöne, coole Musik und ein perfekter Abschluss für einen abwechslungsreichen und interessanten Abend in einem der allerbesten Hotels der Stadt. So ein Kulinarischer Rundgang hat uns dieses Grandhotel in allen seinen Facetten deutlich näher gebracht. Herzlichen Dank an Innegrit Volkhardt und ihr Team vom Bayerischen Hof!

Service: 

Bayerischer Kartoffelkalender 2019: Die Bayerische kARToffel

Die tolle Knolle wird zum Kunstobjekt. Und zum Kalender. Zum Kartoffelkalender. Denn statt halbnackten Mädchen in aufreizenden Posen, statt des schon fast traditionellen Pin-up-Kalenders „Heiße Kartoffel“ gibt es jetzt den Kunstkalender 2019. Nach fünf Jahren „Sex Sells“ geht die Marketing-Initiative „Bayerische Kartoffel“ neue Wege. 

Der Launch des Kalenders 2019 wurde bereits mit Spannung erwartet. Während die Kalenderedition „Heiße Kartoffel“ bislang auf nackte Haut und Augenzwinkernde Erotik am Arbeitsplatz setzte, bekommen die Darsteller in der Neuauflage 2019 ein kunstvolles Gewand.

Die Marketing-Initiative hebt den Kalender mit „bayerische kARToffel“ in eine neue künstlerische Dimension. Mit Hilfe des kunstsinnigen Profi-Fotografen Dominik Parzinger und eines Beamers verschmelzen die jungen Damen und Herren förmlich mit einem Motiv aus der Kartoffelszene. Das Ergebnis, 13 künstlerisch verfremdete Bilder, lässt sich sehen. Die Models tragen mit den Motiven aus der Kartoffelbranche ihre Heimat gewissermaßen auf der Haut – und machen aus der„Heißen Kartoffel“ einen coolen Kalender mit künstlerischem Anspruch. Mit dem revolutionären Refresh „bayerische kARToffel“ beweist die Marketing-Initiative Mut zur Veränderung und zeigt, dass eine große Stärke der Knolle in ihrer Vielseitigkeit liegt.

Johann Graf, Geschäftsführer der Bayerischen Kartoffel, zeigt sich sehr zufrieden: „Wir wollten einfach mal nach fünf Jahren neue Wege gehen und das Produkt neu, moderner aufziehen. Wichtig war uns bei dem Relaunch, das wir unserer Philosophie treu bleiben. Alle haben einen direkten Bezug zur Knolle oder stammen sogar von einem Hof mit Kartoffelerzeugung.“

In einem dunklen Raum werden mittels eines Beamers Fotos von Kartoffelpflanzen, von Knollen oder von einem Kartoffelacker direkt auf den Körper des Models und auf die Leinwand dahinter projiziert. Das Ziel sei „ein cooler Kalender mit künstlerischem Anspruch“, wie es in der Ankündigung heißt. Passend dazu hat die Aktion den Namen „Heiße Kartoffel“ abgelegt und firmiert nun als „bayerische kARToffel“.

Dies Video von unseren Kollegen von ganz-muenchen.de gibt einen kleinen Einblick in die Veranstaltung:

Den Spaß können wir Journalisten uns natürlich nicht nehmen lassen und haben ebenfalls die Gelegenheit, Bilder von uns zu machen, auf denen Kartoffelmotive auf uns projiziert werden. 

Die Models 2019 im Überblick:

  • Titelbild: Annika Flamensbeck (Habertshausen)
  • Januar: Ramona Glöckl (Karlshuld)
  • Februar: Roman Huber (Raum Aichbach)
  • März:  Johannes Westner (Kühbach/Haslangkreit)
  • April: Martina Maurer (Pömbach)
  • Mai: Christine Karrer (Erding)
  • Juni: Christina Lanzl (Weichering)
  • Juli: Julia Feigl (Hagenhill)
  • August: Freddy Killensberger (Wortelstetten)
  • September: Roman Huber (Raum Aichbach)
  • Oktober: Anna Weigelt (Pflugdorf)
  • November: Philip Killensberger (Wortelstetten)
  • Dezember: Annika Flamensbeck (Habertshausen)

Das Kunstwerk ist mit hochwertiger Spiralbindung im Format DIN A 3 zum Preis von 15 Euro erhältlich. Die „kARToffel“ ist ein Projekt der Bayerischen Kartoffelanbauer und ihrer Vermarkter.

Buchtipp:

Service:

Münchner Nachtkindlmarkt: Oh du Fröhliche!

Vom 23. November bis 23. Dezember öffnet zum ersten Mal der Münchner Nachtkindlmarkt im Innenhof des Lucky Who.


Nur wenige Minuten vom Odeonsplatz entfernt, in der Brienner Straße 14, gibt es erstmals einen Weihnachtsmarkt der etwas anderen Art. Ohne Kitsch und Tand und garantiert Jingle Bells frei, dafür mit entspannter Funky World Musik von den Local Heroes, wie The Pretty Boy oder DJ Hotsauce.


Ein kleiner, aber feiner Platz mit einladender Bar in der Mitte und gemütlichen Marktbuden. Dort backen coole Jungs mit ganz viel Liebe (Hauptzutat) fluffig frische Naan Pizza Varianten wie „Aubergine Royal 1001 Nacht“ mit Baba Ghamoush, Sesam, Joghurt, Rucola und Granatapfel.

Oder „The Jewish Naan“, eine koschere Variante mit Rote Bete Hummus, Bunte Bete, Kichererbsen, Sprossen und Vinaigrette. Eine Gaumen- und Augenweide. Zum Niederknien gut ist auch die Variante mit Lachs, roten Zwiebeln und Kaviar. Aus den Töpfen der „Cooking Mamas“ nebenan brodelt und duftet es nach original Brazilian Soul Food. Serviert mit soviel heiterer Lebensfreude, dass man sich direkt in Rio wähnt. Samba auf dem Teller. Man sollte allerdings unbedingt noch etwas Platz für Süßes lassen, denn auch die legendäre Giesinger Zimtschneckenfabrik gibt sich die Ehre. Ob Schnecke pur, oder mit Vanillesauce und Heidelbeeren, ein zimtiges Wintergedicht. Dazu schmecken Winzer-Glühweine aus biodynamischen Anbau, Hot Mules, Hot Aperol und „My Eier“, ein sahniger Eierlikör mit Suchtpotenzial.

Das Besondere: 

Der Weihnachtsmarkt im Innenhof des Lucky Who hat „open end“ geöffnet und wenn es draußen zu kalt wird, können die Gäste im Club weiterfeiern. Dort wird an den Wochenenden ab 22.00 Uhr die Musik aufgedreht.

Fazit:
Echt hyggelig, der weihnachtliche Neuzugang – jetzt fehlt nur der Schnee.

Service:

Münchner Tanzboden: Bayerisch Tanzen mit Tanzmeisterin Katharina Mayer

Wir drehen uns beschwingt über das Parkett im Hofbräuhaus München. In meinen Armen liegt eine meiner lieben Kolleginnen. Die Kommandos zu unseren Tanzschritten stammen von Katharina Mayer. Wir lernen bayerische Tänze. Walzer, Polka, Dreher und Zwiefacher stehen für die nächsten Stunden auf dem Lehrplan.

In der ersten Stunde steht uns, einer kleinen Gruppe von Journalisten, Katharina Mayer im Hofbräuhaus exklusiv zur Verfügung. Das Hofbräuhaus gehört zur bayerischen Kultur. Zu einer Institution dieser gelebten bayerischen Kultur gehört auch der Münchner Tanzboden, der mehrmals im Jahr im Hofbräuhaus stattfindet. Die Besonderheit: Zur Live- Musik erfahrener Tanzmusiker erklären versierte Tanzmeisterinnen und Tanzmeister typische Schritt- und Figurenfolgen, die auch ohne Vorkenntnisse leicht vom Bein gehen.

Während wir uns mit einer ordentlichen Brotzeitplatte stärken, erzählt uns Katharina Mayer wie sie zum Tanzen kam, was das mit ihrem Vater zu tun hat, welche Tanzkarriere sie bereits hinter sich hat und wie oft sie diese Volkstanzstunden im Hofbräuhaus anbietet. Mir wird klar, dass ich Katharina Mayer schon mehrfach gehört und gesehen habe und nach ihren Kommandos getanzt habe – allerdings ohne dies zu wissen: sie ist die Ansagerin auf dem Münchner Kocherlball. 

Anschliessend tanzen wir zu den Kommandos von Katharina Mayer und zu den Klängen einer kleinen Band Walzer, Polka, Dreher, Bayerischen und Zwiefacher. Dank des Damenüberschusses komme ich in den Genuss mit einigen meiner sehr lieben Kolleginnen über die Tanzfläche zu schwofen. 

Dies kleine Video von Bayern Tourismus gibt Euch einen schönen Einblick:

Im Anschluß an unsere kleine, exklusive Journalisten-Tanzstunde kommen viele Münchner jeden Alters, oft in Tracht gekleidet, aber nicht zwangsläufig. Ein Vorurteil von mir wird beseitigt: Ich hatte gedacht, dass fast nur alte Leute kommen würden. Weit gefehlt! Einige bezaubernd junge und hübsche Mädels sind dabei, einige junge Paare. Und Katharina Mayer macht gleich weiter. Gut, dass wir vorher die Tanzstunde hatten, so können wir gleich richtig gut mitmachen. Die nächsten Stunden drehen wir vergnügt auf dem Parkett unsere Runden. Es ist eine Riesen-Gaudi! 

Herzlichen Dank an Bayern Tourismus für die Einladung! 

Service:

Le Gourmand Gewinnspiel: 5×2 Freikarten zur Food & Life München 2018 zu gewinnen

Vom angesagten Independent Label über Designklassiker und Top-Marken bis hin zu individuell gefertigten Möbeln aus der Meisterwerkstatt –Besucher der Heim+Handwerk bekommen vom 28.11. bis 02.12.2018 auf dem Messegelände München bei über 1.000 Ausstellern alles was das Herz begehrt, um das eigene Zuhause nach den persönlichen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Parallel dazu bietet die FOOD & LIFE ein Genusserlebnis mit Köstlichkeiten aus handwerklicher Herstellung. Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin hat fünfmal je zwei Freikarten für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt bekommen, die wir hiermit sehr gern verlosen möchten. Alles was Ihr tun müsst: Bis spätestens Montag, 26.11.2018, 14 Uhr, eine Frage beantworten.

Treffpunkt für Genießer auf der Food & Life

Wer dabei auf den Geschmack gekommen ist, sollte die parallel stattfindende FOOD & LIFE besuchen. In Halle C3 bieten mehr als handwerklich Spezialitäten. Manufakturen, Winzer, Brauer, Baristas, Starköche und Food-Experten laden ein, ihre kulinarischen Schätze mit allen Sinnen zu genießen. 

Die Ausstellungsfläche für Food-Start-ups ist in diesem Jahr noch größer und vielfältiger: Hier präsentieren handwerkliche Betriebe aus ganz Deutschland ihre frischen Ideen auf einer zentralen Fläche. Zu den weiteren Themen- und Aktionsflächen gehören „Bayern – Das Land der Genüsse“, die die Genussorte der Region und deren Spezialitäten präsentiert. Auf dem „MEAT Point“ erfahren Fleisch-Affine Wissenswertes über gutes Fleisch und bewussten Genuss. Im „Kaffeehaus München“ laden erfahrene Baristas zum Coffee Cupping ein, wobei der Geschmack von hochwertigem Kaffee bei unterschiedlichen Röstungen unter fachkundiger Anleitung verglichen werden kann. Abgerundet wird das Genusserlebnis durch ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Vorführungen, Workshops und Tastings.

Himmlische Rezeptideen aus dem Backstudio der Heim+Handwerk

Ein besonderer Anziehungspunkt wird das neue Backstudio der Heim+Handwerk in Halle B3. Für kleine und große Hobbybäcker ist die Showküche mit täglich neun Vorführungen ein wahres Schlaraffenland. Backprofis verraten den Besuchern ihre besonderen Tricks und Lieblingsrezepte: von einfachen Rührteigen über raffinierte Brotrezepte bis zu himmlischen Weihnachtsplätzchen. Stephanie Juliette Rinner von Mein Keksdesign zaubert zum Beispiel Lebkuchensterne mit Royal Icing Verzierung zum Aufhängen, die nicht nur lecker schmecken, sondern auch am Weihnachtsbaum als dekorativer Schmuck toll aussehen. Bloggerin Doris Paesen sorgt für einen schokoladigen Backspaß für die ganze Familie und begeistert die Besucher mit ihrem Guglhupf.

Die Frage zum Gewinnspiel lautet:
Welche 20 Star- und Sterne-Köche sowie Food-Blogger erwarten Euch auf der Kochbühne in Halle C3?

Mein Tipp: Auf der Homepage der Food & Life werdet Ihr mit Sicherheit unter dem Link zur Kochbühne schnell fündig!

Bitte sendet die Antwort auf diese E-Mail-Adresse. Bitte teilt mir dabei Eure Anschrift und E-Mail mit, sonst können  Euch die Tickets nicht zugesandt werden. Als Fan meiner Facebook-Fanpage könnte sich Deine Gewinnchance erhöhen…

Und jetzt gilt: Viel Erfolg! Meine Glyxfee wird die 5 Gewinner aus allen Einsendungen ziehen.
Einsendeschluß ist Montag, 26.11.2018, 14 Uhr mittags. Rechts- und Linkswege sind ausgeschlossen.
Falls ihr dann leider nicht gewonnen habt, könnt Ihr natürlich dennoch gern zur Messe gehen. 

Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin und die Food & Life sagen „Prost!“ und viel Vergnügen auf der Messe!

Mehr Infos:

Die Heim+Handwerk und FOOD & LIFE haben vom 28.11. bis 2.12. 2018 täglich von 9:30 bis 19:00 Uhr geöffnet. Tickets sind auf der Messe erhältlich oder vergünstigt im Internet (13,- EUR). Kinder bis 12 Jahren haben freien Eintritt. Für ihre kostenfreie, professionelle Betreuung ist ebenfalls gesorgt. 

Service:

Winterurlaub in Verona

Weihnachten in Verona? Warum denn nicht? Die meisten Deutschen verbringen den Sommer gern am Gardasee. Die Arena di Verona ist nicht nur Kunstliebhabern ein Begriff. Doch im Winter? Die Region Verona lud Münchens Reisejournalisten zum Lunch ins Hofbräuhaus.

Verona hat sich selbst zur „Weihnachtshauptstadt“ Norditaliens erkoren. Der Veranstaltungskalender von Verona und Umgebung sind für dieses Jahr ganz besonders abwechslungsreich gestaltet. 

Einen kleinen Einblick gibt das Video der Pressekonferenz:

In Verona können die Touristen einen der größten Weihnachtsmärkte Italiens besuchen. Außerdem können die Besucher Gardaland, einen der berühmtesten Vergnügungsparks Italiens, besuchen. Er ist nur eine halbe Autostunde entfernt. Das Weihnachtsdorf Flover in Bussolengo ist ebenfalls in der Nähe. 

Ein besonderer Ausflugstipp ist der Park Natura Viva, ein wichtiges Schutzzentrum für Tierarten. 

Ganz besonders traumhafte Ausblicke haben die Gäste von Malcesine: Dort fährt die Seilbahn mit neuesten Kabinen auf den Gipfel des Monte Baldo, von dem man einen atemberaubenden Panoramablick geniessen kann. 

Der Gardasee und sein Hinterland präsentieren eine ganze Reihe von Aktionen wie Weihnachtsmärkte, Eislaufbahnen, Straßenshows und beleuchtete Schlösser. Das Weihnachtsfest unter den Olivenbäumen des Gardasees zwischen Lazise, Bardolino und Malcesine ist mit Sicherheit für deutsche Augen komplett ungewohnt und bietet ein unvergessliches Erlebnis. 

Service:

Qube Heidelberg: Fusion-Küche zum Verlieben

Eine großartige Location für Verliebte, Verlobte, Verheiratete oder auch First Dates. Und auch für Geniesser wie uns. Natürlich auch für Geschäftsleute, denn das Qube Hotel ist für Stadturlaub wie für Businessgäste gedacht. 

Die Küche bietet eine spannende Fusion von regionalen Genüssen – bei unserem Besuch zur Spargelzeit – in Verbindung mit französischen, italienischen, spanischen und asiatischen Einflüssen. 

Wir entschieden uns für:

Bunter Spargelsalat mit Erdbeeren in Orangendressing und gegrilltem Ziegenkäse

Sous Vide gegarter Lachs, Kokos-Orangen-Chili-Salsa mit schwarzem Reis

Sorbetvariation mit Urkarotte-Guave in Ginger Beer, Erdbeer-Minz in Lavendellimonade und Zitrone in Basilikumlimonade

Der Spargelsalat mit dem warmen Ziegenkäse war ein Gedicht. Der Lachs war auf den Punkt gegart, innen noch gerade angenehm rosa – für mich persönlich hätte die Garzeit auch ein wenig kürzer sein können, aber das ist Geschmacksache. Und die Sorbetvariation war eine spannende neue Erfahrung – mal was neues. Vor allem ein Sorbet aus Urkarotte ist schon sehr speziell. 

Die Speisekarte bietet bei unserem Besuch noch einige andere köstliche Verführungen auf. Allein schon beim nachträglichen Lesen der Gerichte wie Gebratenem Oktopus, Zweierlei von der Entenleber bei den Vorspeisen oder Hummer und Jakobsmuscheln auf Krustentierbéarnaise sowie einem rosa gegrillten Lammkarree fliesst uns wieder das Wasser im Munde zusammen. 

Ein sehr schönes Restaurant, ein perfekter, zuvorkommender und sehr informativer, gut geschulter Service. Herzlichen Dank für alles, wir hatten eine wunderschöne Zeit in diesem Restaurant! Wir kommen sehr gern wieder! Das Restaurant sieht auf unserem Foto leer aus – das liegt aber an meiner bewusst gewählten Perspektive und an der späten Uhrzeit des Bildes.  

Service: 

Gault&Millau Deutschland 2019: Das sind die Gewinner

Die Feinschmecker, die Köche und Kellner, die Hoteldirektoren und auch die Investoren – denn ohne die geht es ja nicht mehr – warten auf die Sterne, Kochmützen und Punkte. In diesem Jahr liegt der Vorteil klar beim Gault & Millau, der seine Kochmützen und Punkte nächste Woche bekannt gibt. Der Guide Michelin hat seine Sternepräsentation auf den Anfang nächsten Jahres verlegt. Wir verraten Euch heute und hier exklusiv Deutschlands beste Restaurants!

Und ja, das Bild oben ist erstmal ein Platzhalter. Denn mir liegt die Ausgabe noch nicht direkt gedruckt vor und auf der Webseite von Gault&Millau gibt es auch noch keine aktuellen Bilder… Das Bild oben ist aus der BMW Welt von der Pressekonferenz des Gault&Millau Deutschland 2018. Mit Sicherheit haben die Kollegen beim Bobby Bräuer exzellent gespeist. Ich war leider nicht dabei. 

Bester Deutscher Koch im Ausland: 

  • Peter Knogl, Cheval Blanc, Basel, 19 Punkte

Gault & Millau Koch des Jahres: 

  • Johannes King und Jan Philipp Berner, Söl’ring Hof, Rantum auf Sylt, 18 Punkte

Gault & Millau Gastgeber des Jahres:

  • Nils Blümke,  Francais, Frankfurt

Gault & Millau Aufsteiger des Jahres:

  • Daniel Schimkowitsch,  L.A. Jordan, Deidesheim

Gault & Millau Sommelière 2019

  • Stephanie Hehn,  Lakeside, Hamburg

Gault & Millau Pâtissier des Jahres

  • Tatsuya Shimizu, Steinheuers, Bad Neuenahr-Ahrweiler

Gault & Millau 19,5 Punkte

  • Schwarzwaldstube, Baiersbronn
  • Vendôme, Bergisch Gladbach
  •  Restaurant Tim Raue, Berlin
  •  Victor’s Fine Dining by Christian Bau, Perl
  •  Althoff Seehotel Überfahrt, Rottach-Egern
  •  GästeHaus Klaus Erfort, Saarbrücken
  •  Waldhotel Sonnora, Wittlich
  •  Aqua Restaurant, Wolfsburg

Gault & Millau 19 Punkte

  •  Hotel Bareiss im Schwarzwald, Baiersbronn
  • Restaurant Haerlin,  Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg 
  • Falco, Leipzig
  • Steinheuers Restaurant „Zur Alten Post“, Bad Neuenahr-Ahrweiler 

Gault & Millau 18 Punkte

  • Gourmet Restaurant Friedrich Franz, Bad Doberan
  • Restaurant FACIL, Berlin
  • Restaurant HORVÁTH, Berlin
  • Lorenz Adlon Esszimmer, Berlin
  • Restaurant reinstoff, Berlin
  • Hotel & Restaurant Ole Deele, Burgwedel
  • L.A. Jordan, Deidesheim
  • Luce d’Oro im Schloss Elmau
  • Restaurant Lafleur, Frankfurt/Main
  • Restaurant Schwarzenstein, Geisenheim
  • Meierei Dirk Luther, Glücksburg
  • The Table Kevin Fehling, Hamburg
  • Le Moissonnier, Köln
  • Restaurant Ophelia, Konstanz
  • Restaurant OPUS V, Mannheim
  • Jan Hartwig – Restaurant Atelier, München
  • EssZimmer, München
  • Hotel Königshof München by Geisel, München
  • Restaurant Tantris, München
  • Werneckhof by Geisel, München
  • Rüssels Landhaus, Naurath/Wald
  • Essigbrätlein In Nürnberg
  • hotel.restaurant.weinhaus.schanz, Piesport
  • Bodendorf’s restaurant, Sylt
  • Söl’ring Hof, Sylt
  • BECKERS Hotel & Restaurant Trier
  • Courtier Restaurant, Wangels

Gault & Millau 17 Punkte

  • La Becasse, Aachen- Gourmet, Aachen
  •  Residenz Heinz Winkler in Aschau
  • PURS Restaurant, Andernach
  • St. Andreas, Aue- Keilings, Bad Bentheim
  • Schlossberg, Baiersbronn
  • Restaurant einsunternull Berlin Mitte
  • Sonja Frühsammer, Berlin
  • Hugos Restaurant, Berlin
  • Rutz, Berlin
  • VOLT Restaurant, Berlin
  • Halbedels gasthaus, Bonn
  • Yunico, Bonn
  • Ostseelounge, Dierhagen/Darß
  • Bean & Beluga, Dresden
  • Caroussel, Dresden
  • Nagaya, Düsseldorf
  • Landhaus Feckl, Ehingen
  • Merkles, Endingen
  • Klassenzimmer, Feldberges Seenlandschaft
  • Francais, Frankfurt/Main
  • Tiger Gourmetrestaurant, Frankfurt/Main
  • Schillingshof, Friedland
  • Jacobs, Hamburg
  • Lakeside, Hamburg- Piment, Hamburg
  • Seven Seas, Hamburg
  • Die Insel, Hannover
  • Titus, Hannover
  • Le Gourmet, Heidelberg
  • Sosein, Heroldsberg
  • Kilian Stuba, Kleinwalsertal
  • Maitre, Köln
  • Maximilian Lorenz, Köln
  • Adler, Lahr
  • Stadtpfeiffer, Leipzig
  • 360°, Limburg
  • Casala, Meersburg
  • Alois, München
  • Les Deux, München
  • Restaurant Pageou, München
  • Schuhbeck Fine Dining, München
  • Obendorfers Restaurant Eisvogel, Neuburg vorm Wald
  • Zur Post, Odenthal
  • Falconera, Öhningen
  • Le Cerf, Öhringen
  • Balthasar, Paderborn
  • Gut Lärchenhof, Pulheim
  • Der Butt, Rostock
  • Ammolite, Rust
  • Eisenbahn, Schwäbisch Hall
  • Jungborn, Bad Sobernheim
  • Die Zirbelstube, Stuttgart
  • Hirschen, Sulzburg
  • Berlins Krone, Bad Teinach
  • Orangerie, Timmendorf Strand
  • Haus Stemberg anno 1864, Velbert
  • Schwarzer Adler, Vogtsburg
  • Landhaus Köpp, Xanten
  • Restaurant Apicius, Bad Zwischenahn

Gault & Millau 16 Punkte

  • Le Jardin de France, Baden-Baden
  • Bauernstube, Baiersbronn
  • Kaminstube, Baiersbronn
  • Köhlerstube, Baiersbronn
  • Le Ciel, Berchtesgaden
  • Am Steinplatz, Berlin
  • Bandol sur Mer, Berlin
  • Cookies Cream, Berlin
  • Ernst, Berlin
  • Golvet, Berlin
  • Nobelhart & Schmutzig, Berlin
  • Pauly Saal, Berlin
  • Richard, Berlin
  • Skykitchen, Berlin
  • Speiselokal „tulus lotrek“, Berlin
  • Maerz, Bietigheim-Bissingen
  • Wild X Berg, Birkenau
  • Barrique, Blieskastel
  • Kaspars, Bonn
  • Das Alte Haus, Braunschweig
  • Das kleine Lokal, Bremen
  • Landhaus Rössle, Bretzfeld
  • 17Fuffzig, Burg/Spreewald
  • Gasthaus Lege, Burgwedel
  • Navigare NSBhotel N° 4, Buxtehude
  • Palio, Celle- Sterneck, Cuxhaven
  • Schwarzer Hahn, Deidesheim
  • Rebstock Stube, Denzlingen
  • Rosin, Dorsten
  • Palmgarden, Dortmund
  • Akazienhof, Duisburg
  • Wilder Ritter, Durbach
  • Berens am Kai, Düsseldorf
  • Fritze Frau Franz, Düsseldorf
  • Im Schiffchen bei Enzo, Düsseldorf
  • Nenio, Düsseldorf
  • Tafelspitz 1876, Düsseldorf
  • Hannappel, Düsseldorf
  • La Grappa, Essen
  • Erbprinz, Ettlingen
  • Bembergs Häuschen, Euskirchen
  • Oettingers, Fellbach
  • Goldener Hahn, Finsterwalde
  • Philipp Soldan, Frankenberg
  • Carmelo Greco, Franfurt/Main
  • Ernos Bistro, Frankfurt/Main
  • Gustav, Frankfurt/Main
  • Lohninger, Frankfurt/Main
  • Villa Merton, Frankfurt/Main
  • Wolfshöhle, Freiburg
  • Genießer Stube, Friedland
  • Eckert, Grenzach-Wyhlen
  • Anna Sgroi, Hamburg
  • Bianc, Hamburg
  • Landhaus Scherrer, Hamburg
  • Trüffelschwein, Hamburg
  • Weinbasis, Hannover
  • Scharffs Schlossweinstube Im Heidelberger Schloss, Heidelberg
  • Gourmetrestaurant Dirk Maus, Heidesheim
  • St. Jacques, Heinsberg
  • L’étable, Bad Hersfeld
  • Schellers, Bad Homburg
  • Rabenstube, Horben
  • Scala, Jena
  • Helbigs Gasthaus, Johannesberg
  • Intense, Kallstadt
  • Sein, Karlsruhe
  • Christians, Kirchdorf
  • Laudensacks Parkhotel, Bad Kissingen
  • Da Vinci, Koblenz
  • Schillers, Koblenz
  • Alfredo, Köln
  • La Société, Köln
  • Ox & Klee, Köln
  • Pure White, Köln
  • Taku, Köln
  • San Martino Gourmet, Konstanz
  • Storchen, Bad Krozingen
  • Raubs Landgasthof, Kuppenheim
  • Gasthof zum Bad, Langenau
  • Keidenzeller Hof, Langenzenn
  • Buddenbrooks, Lübeck
  • Atable, Ludwigshafen
  • Favorite, Mainz
  • Dobler’s, Mannheim
  • Emma Wolf Since 1920, Mannheim
  • Le Corange, Mannheim
  • Marly, Mannheim
  • Kurlbaum, Moers
  • Amtskeller, Mulfingen
  • Am Kamin, Mühlheim an der Ruhr
  • Acetaia München
  • Restaurant Huber, München
  • JIN Restaurant, München
  • Tian München
  • experience taste
  • Landgasthof Poststuben, Bad Neuenahr-Ahrweiler
  • Le Temple, Neuhütten
  • Moro, Neustadt an der Weinstraße
  • Urgestein, Neustadt an der Weinstraße
  • Klostermanns Le Gourmet, Niederkassel
  • Novalis, Nörten-Hardenberg
  • Wonka, Nürnberg
  • Würzhaus, Nürnberg
  • Schlössl, Oberotterbach
  • Das Maximilians, Oberstdorf
  • Ess Atelier Strauss, Oberstdorf
  • Schaumahl, Offenbach
  • Silberdistel, Ofterschwang
  • Le Pavillon, Bad Petersthal
  • Zehners Stube, Pfaffenweiler
  • Villa Hammerschmiede, Pfinztal
  • Falkenstein, Pfronten- Huberwirt, Pleiskirchen
  • Friedrich Wilhelm, Potsdam
  • Kochzimmer, Potsdam
  • Atelier Sanssouci, Radebeul
  • Storstad, Regensburg
  • Ballebäuschen, Reichshof
  • Heldmann, Remscheid
  • Reuter, Rheda-Wiedenbrück
  • Gourmetrestaurant Dichterstub’n, Rottach-Egern
  • Freustil, Rügen
  • Louis, Saarlouis
  • Genuss-Apotheke, Bad Säckingen
  • Fallert, Sasbachwalden
  • Juwel, Schirgiswalde-Kirschgau
  • Hofstube, Schmallenberg
  • Rebers Pflug, Schwäbisch Hall
  • Weinhaus Uhle, Schwerin
  • Kaspers im Kapellenhof, Selzen
  • Philipp, Sommerhausen
  • Gourmet, St. Wendel
  • Torschreiberhaus, Stadthagen
  • Le Val d’Or, Stromberg
  • Délice, Stuttgart
  • Olivo restaurant, Stuttgart
  • Top Air, Stuttgart
  • Wielandshöhe, Stuttgart
  • Yosh, Stuttgart
  • Hardy’s, Sylt
  • JM, Sylt
  • Wein- und Tafelhaus, Trittenheim
  • Seehalde, Uhldingen-Mühlhofen
  • Siedepunkt, Ulm
  • O’Room, Usedom
  • Lamm Rosswag, Vaihingen an der Enz
  • Schwitzers, Waldbronn
  • Restaurant Johanns, Waldkirchen
  • Landwerk, Wallerfangen
  • Laurentius, Weikersheim
  • Gourmetrestaurant im Walk’schen Haus, Weingarten
  • Ente, Wiesbaden
  • Gourmetrestaurant Alexander Herrmann, Wirsberg
  • La Fontaine, Wolfsburg

Wir gratulieren allen Köchen und Kellnern, allen Beteiligen an diesem jeweils individuell großartigen Erfolg! 

Und wir wünschen allen Gastronomen und Hoteliers gut belegte Tische und gut gefüllte Zimmer, auf dass sich diese exzellente Arbeit auch lohnt!

Wir freuen uns, wenn Ihr hier gleich den Gault & Millau kauft. Das ist für Euch nicht teurer. Aber über den Amazon-Affiliate-Link verdiene ich ein paar Cent zur Finanzierung dieser Seite mit. Danke!

Service:

Die Apokalypse naht! Oder: Wie wir mit Musik und Eis essen für den Frieden kämpfen können

Eiskalte Verführung! Köstliche kulinarische Kunst! Wenn die Apokalypse so schmeckt, dann kann sie gerne kommen! Gelber Safran, rosa Pfeffer, grüne Pistazien und Schokosplitter mit blauen Spirulina-Algen – so schmeckt die Apokalypse. 

Am 11.11.2018 kommt im Herkulessaal die eindrucksvolle Jazz-Kantate „Apokalypse“ des Münchner Komponisten und Umweltaktivisten Karl Feilitzsch zum ersten Mal seit den 50er Jahren zur Wiederaufführung. Das Musikstück und ein gleichnamiger Kunstfilm – beides seinerzeit als nachdrücklicher Appell für den Frieden eingesetzt – werden unter der Leitung des jungen Dirigenten Patrick Hahn in einer inhaltlich und visuell modernen Neuinszenierung im Herkulessaal zu erleben sein. 

Die Wiederaufführung der Werke am Gedenktag „100 Jahre Ende Erster Weltkrieg“ dient nicht nur der Erinnerung an Kalt Feilitzsch und sein außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement. Die Umweltorganisation Planet-for-the-Planet von Felix Finkbeiner steht zudem als Partner und Schirmherr zur Seite.

Den Geschmack der Apokalypse erleben wir an der Eisdiele Trampolin in der Kurfürstenstraße. Zumindest in Form einer Eiskreation namens Apo. Münchens Bio-Gelatier Stefano Santini hat Apo eigens für ein Musikereignis geschaffen: für Karl von Feilitzschs Jazz-Kantate Apokalypse, die am 11. November erstmals seit den 50er Jahren wiederaufgeführt wird. Zum 100. Jahrestag des Endes des ersten Weltkrieges.

Apokalypse ist das Hauptwerk des Komponisten und Umweltaktivisten Karl von Feilitzsch und eine eindringliche Warnung vor Krieg und Naturzerstörung. Bekannt ist Feilitzsch zum Beispiel für die (Trautonium-) Musik zum Münchner im Himmel. Ein Dachbodenfund seiner Tochter Angela Gräfin von Wallwitz gab den Anlass für die Idee, Apokalypse wieder auf die Bühne zu bringen: ein kurzer, avantgardistischer Kunstfilm zu der Komposition, der 1957 bei der Biennale in Venedig den dritten Platz gewann

Sie ließ den Film restaurieren, die Komposition in der Uraufführungsfassung von 1948 überarbeiten und aktivierte das Orchester KlangVerwaltung des Dirigenten Enoch zu Guttenberg, einem Schüler von Feilitzsch. Patrick Hahn wurde als musikalischer Leiter engagiert – der blutjunge Senkrechtstarter (*1995), der sein Operndebüt an der Staatsoper München mit der Neuproduktion von „Kannst du pfeifen, Johanna“ im Rahmen der Münchner Opernfestspiele 2017 gab und als Dirigent, Komponist und Pianist zahlreiche Wettbewerbe im In- und Ausland gewonnen hat. 

Sie kooperiert bei diesem Projekt mit der Bayerischen Landeskoordinierungsstelle Musik und der Landeszentrale für politische Bildung. Die „Apokalypse“ ist ein offizielles Schulprojekt, Schüler und Lehrer haben freien Eintritt.

Die Kantate mit stark rhythmisierenden Jazzelementen und Texten aus der Offenbarung des Johannes entstand aus Feilitzschs Erfahrungen im Russlandfeldzug des ersten Weltkrieges. Die Musik sei keine schwere Kost, sondern stehe dem amerikanischen Jazz der Dreißiger und Vierziger Jahre nahe.  Seit den 50er Jahren wurde das Werk nicht mehr aufgeführt. Feilitzsch hatte sich durch sein radikales Umweltengagement unbeliebt gemacht. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass der Hofoldinger Forst nicht dem Bau des Münchner Flughafens zum Opfer fiel.

Solche Zivilcourage fordert seine Musik ein. Feilitzsch drückt in seiner expressiven musikalischen Sprache die Dissonanzen der Welt aus.  Die Apokalypse thematisiert Tod, Gewalt, Vernichtung und ganz konkret zum Beispiel die Probleme Afrikas.  Angesichts der Dürre- und Migrationsthematik im Sommer 2018 könnte die Komposition kaum aktueller sein. Die Projekt-Verantwortlichen setzen diese Forderung mit dem Apo-Eis um: Wer eine Kugel schleckt, der spendet damit 50 Cent für Bäume. Das Geld geht an Plan-for-the-Planet. Diese Kinder- und Jugend-Initiative hat weltweit schon mehr als 70 000 jugendliche Klimabotschafter und hat sich zum Ziel gesetzt 1000 Milliarden Bäume als CO2 Speicher zu pflanzen.  Wer sich zwei Kugeln Eis gönnt, hat einen Baum gestiftet. Bis zum Konzert sollen es mindestens 750 Bäume werden.

Sebastian Draxlbauer, 13, Botschafter für Klimagerechtigkeit,  präsentiert das APO-Eis und die Apokalypse 

Vom Verkauf des Apo-Eis in der Eisdiele Trampolin in München-Schwabing fliessen 50 Cent pro Kugel an die Initiative Plan for the Planet. 

Die weltweite Kinder- und Jugendinitiative hat mittlerweile mehr als 70.000 jugendliche Mitglieder in 67 Ländern. Die Kinder wollen gemeinsam mit Menschen aus aller Welt1.000 Milliarden Bäume pflanzen, um CO2 zu binden und damit die Klimakrise abzuschwächen. 

Als Botschafter für Klimagerechtigkeit halten die Kinder und Jugendlichen, wie der 13-jährige Sebastian Draxlbauer, Vorträge vor Erwachsenen, fordern sie zum Handeln auf und kämpfen für ihre Zukunft. Karl Feilitzsch wäre begeistert von der Aktion, gehörte er doch ebenfalls in den 1960er Jahren zu den Mitgründern der ersten grünen Bürgerbewegung Deutschlands, „Die grüne Aktion“ in München. 

Termin

  • Sonntag, 11.11.2018, 18 Uhr

Programm

  • Kunstfilm „apocalypse“ (1955), Gisbert Hinke
  • Vortrag von Frithjof Finkbeiner (Vorstand „Plant-for-the-Planet“ Foundation) und Benedikt Eder (Botschafter bei „Plant-for-the-Planet“); Schirmherr: Felix Finkbeiner
  • Umbaupause mit Bewirtung im Foyer
  • Jazz-Kantate „Apokalypse“, Uraufführung der Neufassung (1972), Karl Feilitzsch

Besetzung

  • Musikalische Leitung: Patrick Hahn
  • Ensemble: Instrumentalisten des Orchesters KlangVerwaltung
  • Sprecher: Elna Lindgens, Christopher Robson, Stefan Wilkening
  • Tenor: Jürgen Sacher
  • Bariton: Christian Rieger
  • Chor: Mitglieder des Chors des Bayerischen Rundfunks
  • Dramaturgie: Margarete Adler-Koerber
  • Lichttechnik/-regie: Benedikt Zehm

Service:

Das schreiben die Anderen:

NYX Hotel München: Zu Gast bei der Göttin der Nacht

Und wieder eine neue Hotelmarke in Deutschland: Mit dem NYX Hotel München hat kürzlich das erste Haus einer neuen Hotelmarke eröffnet. Die NYX Hotels sind die neue Lifestyle Marke der Leonardo Hotels. Die Hotelgruppe von David Fattal expandiert in neue Märkte.  Wir waren bei der Hoteleröffnung dabei.

Der Stadtteil Obersendling ist mit Sicherheit nicht Münchens erste Adresse. Doch sollte die Location des neuen NYX Hotel München nicht täuschen. Genau gegenüber steht das Schwesterhotel Leonardo Hotel Munich City South. Außerdem stehen allein an dieser Straßenecke Hofmannstr./Zielstattstr. noch ein paar andere Hotels. Die Zielgruppe ist hier nicht in erster Linie der Urlauber. Rund um die Hofmannstrasse war bis vor wenigen Jahren noch ein grosses Siemens-Betriebsgelände. Mittlerweile sind dort viele andere Unternehmen entstanden, außerdem wurden neue Wohnviertel hochgezogen. Und auch die Nähe zur Innenstadt täuscht. Die Verkehrsanbindung an Bus und U-Bahn ist sehr gut. Doch warum sollte ein Gast in das NYX und nicht etwa in das Leonardo Hotel gegenüber? Was macht das Haus so speziell?

Daniel Roger,  Managing Director Fattal Hotels Europe & UK, führte uns zur Begrüßung kurz in die Geschichte der israelischen Hotelgruppe ein. Das NYX Hotel Munich ist bereits das 50. Hotel der Gruppe in Deutschland. Erst 2003 hatte David Fattal 20 Häuser der Queens Gruppe übernommen und diese Gruppe nach einem einzelnen Hotel in Nürnberg benannt. Mittlerweile haben die Leonardo Hotels schon 32.000 Zimmer weltweit. Das Ziel der Gruppe ist es, bald 200 Häuser zu betreiben.

Die Lifestyle-Marke NYX entwickeln die Leonardo Hotels zusammen mit Künstlern und Designern. In Tel Aviv, Prag und Madrid stehen bereits die ersten NYX Hotels. 

Yoram Biton, Managing Director Central Europe, führt aus, dass die Leonardo Hotels in München langsam gewachsen seien. Das erste Hotel habe die Gruppe kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in der Nähe vom Hauptbahnhof eröffnet. Dabei habe das Management das Potential der Stadt München erkannt. Allerdings sei es derzeit schwer, in München fähige und gute Mitarbeiter zu finden. Auch weil in den letzten Jahren etwa 20 – 30 andere Hotels in der bayerischen Landeshauptstadt eröffnet hätten. 

Jan Heringa, Pre-Opening Manager und Brand Manager der NYX Hotels, spricht anschliessend für das Hotel selbst. Er hat 2016 bereits das Leonardo Hotel gegenüber eröffnet. Jetzt hat die Gruppe elf Häuser in der Stadt. Damit die Münchner nicht durcheinander kommen bei so vielen Leonardo Hotels, habe man sich entschieden jetzt die Marke NYX an dieser Stelle zu positionieren. 

NYX steht dabei für die Göttin der Nacht. Das Hans im Glück, das Restaurant der Münchner Burger-Kette, das sich ebenfalls im Haus befindet, dient zur Stärkung vor der Nacht. Das NYX Hotel Munich soll Leute mit Interesse an Nightlife und Lifestyle ansprechen. Die Marke soll für Wohlfühlen stehen, für ein angenehmes Erlebnis. Das nächste Projekt ist die Umwandlung des Wyndham Hotels Mannheim zum NYX Mannheim.

Das Hans im Glück Burger-Restaurant erklärt uns Johannes Bühler, Geschäftsführer Franchise. Das Restaurant ist jetzt das 15. Hans im Glück-Lokal in München und Umgebung. Hans im Glück ist ein Münchner Unternehmen, das mittlerweile auch schon in Singapur vertreten ist. Die zwei Marken NYX und Hans im Glück passen nach Ansicht der Unternehmen sehr gut zusammen. 

Der Innenarchitekt Andreas Neudahm verdeutlicht schliesslich sein Konzept. „Wir wollten eine Atmosphäre mit einem Open Lobby Erlebnis schaffen. Der Gast soll denken, dass alles eins ist. Die Lobby ist as Wohnzimmer des Hotels. Wir haben uns deshalb mit Design im Inneren des Hotels etwas zurückgehalten. Dafür haben wir eine starke Kunst an der Fassade.“ Andreas Neudahm hat dafür ein besonderes Ambiente entwickelt, das auf gemusterte Tapeten, Street Art Werke und zeitgenössische Kunst aus der Umgebung setzt. So haben die international bekannten Street-Art-Künstler SatOne (Rafael Gerlach) und Daniel Man die Fassade in ein 600 Quadratmeter großes, abstraktes Wandgemälde verwandelt. 

Die Marke NYX muss nach Unternehmensangaben nicht immer in der Innenstadt sein. Es sei erstaunlich, wieiviel Menschen durch die Zielstattstrasse und die Hofmannstrasse laufen würden. Allerdings sind die NYX Hotels in anderen Städten sehr zentral in den Innenstädten gelegen. 

Das Thema Lifestyle und Nightlife spielt das NYX Hotel Munich nicht nur im Design und dem Burger-Restaurant durch. Das Hotel verfügt über einen sehr schön gestalteten Kinoraum, in dem auch ein DJ auflegen wird. Außerdem sollen Bands live vor Ort auftreten. 

Die Leonardo Hotels wollen bis zum Jahr 2022 noch 20 NYX Hotels eröffnen. 

Das NYX Hotel Munich verfügt über 210 Zimmer, 15 Suiten und eine große Terrasse mit 120 Plätzen. 

Besonders die Suiten sind interessant für Longstay-Gäste: Die Zimmer sind sehr großzügig und freundlich gestaltet und verfügen über eine Kitchenette. Man muss also nicht täglich Burger essen, sondern kann auch selbst kochen… 

Service:

Restaurants in München: Shimai – Moderne Tradition aus Asien

Was haben Jean-Paul Gaultier, München und die vietnamesische Küche gemeinsam? Alle kombinieren sich zum Shimai, dem derzeit wohl modernsten asiatischen Restaurant in München. 

Pan-Asiatisch heisst das wohl heute, wenn ein Restaurant eröffnet, dass die besten Gerichte aus ganz Asien zusammenstellt und mit modernen europäischen Einflüssen auf den Teller zaubert. Chinesische, Japanische, Vietnamesische und Thailändische Spezialitäten werden im Shimai modern mit europäischem Touch interpretiert und mit viel Liebe und Sorgfalt zubereitet. Das Shimai in der Theresienstraße ist eine bunte, fröhliche Welt mit modern asiatischem Design: Ein bisschen Streetfood, ein bisschen Diner und ein bisschen Bar. 

Zur Eröffnung gibt es einen roten Teppich, ein weißes Eventzelt vor dem Eingang, an dem eine große Schale voller Eis mit frischen Austern auf den Gast warten, dazu prickelnde Getränke und Cocktails. Vorne findet man einen loungeartig ausgebreiteten, roten Salon mit Bar und kleinen Tischen, eher was für die kleinen Mahlzeiten zwischendurch.

Ein Gang führt dann an der Küche vorbei zum Hinterzimmer, dem eigentlichen Restaurant. Dezente Buntheit auf den Sitzbänken, kleine Zweier- und Vierertische, eine offenbar handgeschnitzte Decke.

Auf der Speisekarte finden sich Gemüse-Tempura mit Miso-Dip, gefüllte La-Lot-Blätter, vietnamesische Ravioli und

japanische Teigtaschen, Currys, Reisnudelschalen mit frischen asiatischen Kräutern und Fleisch oder Tofu, Wok-Gerichte

und die berühmte Pho, eine über viele Stunden gekochte Rinderbrühe. Außerdem Simmentaler Entrecote mit Zitronengras, Chili
und knackigem Gemüse oder Altdorfer Bio-Schweinebauch mit Tamarindenglasur. Neben asiatischen Cocktails gibt es hausgemachte Limonaden, die Weinkarte enthält gute Tropfen aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Spanien und Südafrika.

Nicht nur die Küche ist eine überraschende Kombination aus Tradition und Moderne. Das Interieur des Shimai ist ebenso anders als andere asiatische Restaurants. Es nennt sich Chinoiserie 2.0, das  die in Münchner Gastronomiekreisen bekannte Interior-Designerin Natalie Nygen-Ton entworfen hat. Warmes Licht, bequeme Sitzmöbel, ein Mix aus natürlichen Materialien, eine aufwendig geschnitzte Holzdecke, kräftige Farben und asiatische Dekoelemente, im Shimai wird der klassische Chinoiserie-Stil modern und reduziert interpretiert.

Der Stil der Chinoiserie wurde übrigens in Europa geboren. Um die Sehnsucht nach fernen Ländern zu stillen findet man Elemente dieses Stils bereits am Chinesischen Turm in München und auch in Teilen der Ausstattung von Schloss Nymphenburg mit wertvollen asiatischen Vasen, Geschirr, Tapeten und Stoffen.

Highlights sind die schwarz-weiße Tapete im Tattoo-Look mit Kois, Drachen und Vögeln,

die unter Jean Paul Gaultiers Federführung von Lelière für das Shimai gefertigt wurde. Das den hinteren Speiseraum prägende, imposante Wandgemälde des Münchner Künstlers Zoltan Maar ist ein Unikat (Acryl auf Plexiglas) und bedient sich traditioneller japanischer Motive, die Dank der illustrativen Note des Künstlers einen modernen Touch bekommen und mit intensiv leuchtenden Farben den Raum erwärmen. Neben Tiger, Rosen und Tattoo-Motiven steht die Background-Story des Shimai im Fokus.

Das Shimai ist aber auch nicht irgendein Asiate. Und auch nicht nur ein vietnamesisches Restaurant der gehobenen Sorte, sondern eines, das auch japanische und mitteleuropäische Einflüsse zulässt. Darin ist es vergleichbar mit seinem älteren Bruder, dem Shami in der Schwabinger Marktstraße, das als eines der besten asiatischen Restaurants der Stadt gilt. In der Tat sind die beiden eng verbunden. Mitinhaber ist jeweils Viet Hai Pham, ein begnadeter Koch und Gastgeber. 

Fazit:

Das Essen im Shimai ist sehr authentisch. Am liebsten hätten wir uns einmal quer durch die Speisekarte probiert. Der Service ist freundlich und unaufdringlich. Das Shimai gilt derzeit noch als Geheimtipp und ist jetzt schon eines der besten asiatischen Restaurants in München. 

Service:


Restaurants in München: Tian – Der Griff nach den Sternen

Das Tian startet den Großangriff auf die Michelin-Sterne. Was in Wien bereits geklappt hat, soll nun auch in München funktionieren. Der Namensvetter in der österreichischen Hauptstadt ist bereits mit einem Michelin-Stern und drei Hauben gekrönt, das Tian am Münchner Viktualienmarkt erst mit einer Gault-Millau Kochmütze. Damit das klappt haben jetzt Paul Ivic, Christian Schagerl sowie Robert Stohs die Führung übernommen. Wir konnten uns bei einem Mittagessen von der Tauglichkeit für den Sternenhimmel überzeugen.  

Der Ehrgeiz kann München gut tun. Ende des Jahres 2018 wird München mindestens ein Sterne-Restaurant verlieren: Martin Fauster muss seinen Arbeitsplatz im Königshof räumen, da das Hotel abgerissen wird. Aus bisher nicht veröffentlichten Gründen hat die Geisel Gruppe bisher in keinem der zur Gruppe gehörenden Hotels oder Restaurants einen Platz für Martin Fauster finden können. 

Das Tian in München ist schon bereits seit 2014 geöffnet. Die Location im DERAG Living Hotel Das Viktualienmarkt ist exzellent, sehr zentral und bietet hochklassige, sehr schöne, moderne und großzügige Zimmer. Ein geniales Hotel für Longstay-Gäste, also Geschäftsleute oder Urlauber, die ein paar Tage mehr als sonst üblich in der Stadt weilen möchten. Doch während das Tian in Wien unter der Verantwortung von Paul Ivic bereits einen Michelin-Stern erkocht hat, lief das Tian in München unter „ferner liefen“.

Nun also die Kampfansage, die verschärfte Strategie zu einem Stern: Paul Ivic übernimmt die kulinarische Oberhoheit und die Geschäftsführung auch für das Münchner Restaurant. Da er nicht in Wien und München gleichzeitig am Herd stehen kann, hat er den Niederösterreicher Christian Schagerl als Küchenchef gewinnen können.

Wir überzeugten uns im Rahmen eines Mittagessens von der Sternetauglichkeit. Im schönen Innenhof, den sich das Tian mit dem Living Hotel Das Viktualienmarkt teilt, war die Tafel extra für uns gedeckt. Im Sommer die perfekte Location! 

Gekocht wird ausschließlich mit Bio-Produkten, die überwiegend aus dem unmittelbaren regionalen Umfeld des Restaurants stammen. Diese hochwertigen Zutaten werden so komplett wie möglich verwendet. Schließlich lebt die vegetarische Küche nicht zuletzt auch von der Qualität ihrer Produkte, die lange gereift und frisch verarbeitet nun mal am besten sind. Gastgeber Robert Stohs und Sommelier Matthias Götz sowie das komplette Serviceteam kümmern sich um die 65 Gäste, die gleichzeitig in den Genuss von Schagerls Speisen kommen können – der Gastraum ist dabei schlicht aber elegant gehalten und lässt so den farbenfrohen Speisen galant den optischen Vortritt. Die Köche verstehen vegetarische Küche als unerschöpfliche Möglichkeit kreativ zu kochen. um die Gäste Genuss erleben zu lassen. Da ist nichts dogmatisch, verkopft oder verkrampft. Es geht um Geschmack und es geht um Freude an gutem Essen. Dazu beigetragen hat auch die gut abgestimmte Weinbegleitung von Matthias Götz.

Amuse Bouche: Fingerfood

Tomatillosalat, Paprikaaufstrich, Olivenöl, Butter

Gurkengazpacho

Distel, Poverade, Estragon: Junge Artischockenherzen, die mit Estragon aromatisiert werden.

Sonnenblume, Johannisbeere, Belugalinsen: Alles Sonnenblume heißt es im zweiten Gang: Von der Wurzel über den Sprössling bis zur Saat sind beinahe alle Komponenten verarbeitet und unter einem Johannisbeergelee versteckt, das die Topinambur-Aromen der Sonnenblume abrundet.

Breite Bohnen, Knoblauch, Pepperoncini: Gang drei hält breite Bohnen bereit, die optisch ansprechend zu Spaghetti geschnitten, auf den Punkt gegart, mit einer moussierten Mandel-Sauce und reichlich Knoblauch-Bukett auf den Tisch kommen.

Ratatouille, Tomate, Aubergine, Paprika: Das vegetarische Vorzeigegericht Ratatouille, hier aus Tomate, Aubergine und Paprika zubereitet und unter einer geheimnisvollen Bronzehaube versteckt, bildet den vorläufigen Höhepunkt in diesem Menü.

Zucchiniblüte, Pfifferlinge, Petersilie

Melonenkaltschale 

Yuzu-Granite mit Kokosschaum

Weinbergpfirsich, Basilikum, Mascarpone

Der neue Chefkoch Christian Schagerl arbeitete zuvor im Restaurant Richard in Berlin und erkochte sich dort einen Michelin-Stern. Der gebürtige Niederösterreicher war unter anderem als Junior-Souschef im Gourmetrestaurant Überfahrt am Tegernsee und als Souschef bei Heinz Winkler in Aschau tätig. 

Der neue Gastgeber Robert Stohs war zuvor General Manager im Art Hotel Moskau, Food & Beverage Director im Radisson Blu in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie bei Korston Hotels & Malls und Food & Beverage Manager im Maritim Hotel Riga.

Fazit: Das TIAN München hat uns absolut davon überzeugt, dass es berechtigt nach den Sternen greift. Noch ist es ein Geheimtipp, ein hidden champion inmitten der Münchner Restaurants. Viele Gäste mögen auch immer noch abgeschreckt sein und denken: „Vegetarisch? Kann ich denn davon satt werden? Fehlt mit denn da nicht etwas?“ Unsere Antwort: Nein, es fehlt nichts und Ja, man ist glücklich gesättigt, aber ohne ein Völlegefühl. Die Produkte, die Speisen, die Zubereitungen sind perfekt und von allerhöchster Qualität. Jedes einzelne Gericht konnte für sich selbst uns überzeugen. Also unbedingt jetzt hingehen, bevor der erste Stern die Preise steigen lässt. 

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Tantris – Lunch mit Ferran Adrià

Hans Haas und Ferran Adrià vor dem Tantris, München

Warum hat Hans Haas noch keine drei Sterne? – Eine berechtigte Frage, doch stammt sie nicht von mir. Sie stammt aus dem Munde eines viel berufeneren Kenners der Materie: Kein Geringerer als Ferran Adrià fragte dies in die Runde bei unserem Mittagessen im Tantris.

Ferran Adrià

Und ja, der Gourmet-Tempel der Familie Eichbauer in Münchens Norden ist für seine exzellente Küche von Anfang an bekannt. Zuerst brachte Eckard Witzigmann die Nouvelle Cuisine an dieser Stelle nach Deutschland. Nicht umsonst wurde er vom Gault Millau als Koch des Jahrhunderts ausgezeichnet. Doch warum hat ihm die Bundesrepublik Deutschland noch kein Bundesverdienstkreuz verliehen? Nach Witzigmann übernahm Heinz Winkler. Hans Haas ist erst der dritte Koch im Tantris – eine Konstanz, die in der Gastronomie unüblich geworden ist. Von Anfang an wird hier täglich auf allerhöchstem Niveau gekocht. Hut ab vor dieser Leistung. Aber Hans Haas hat „nur“ zwei Sterne.

Heutzutage strahlen deutlich mehr Sterne über München als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Doch die Vergabekriterien der Tester des Guide Michelin sind zwar angeblich objektiv. Doch Geschmack ist immer subjektiv. München hat mittlerweile mit dem Atelier im Bayerischen Hof ein Drei-Sterne-Restaurant. Mit zwei Sternen hat der Guide Michelin inzwischen das Esszimmer von Bobby Bräuer in der BMW Welt, Dallmayr, Geisels Werneckhof und eben das Tantris ausgezeichnet. Doch gerade Hans Haas hätte auch den dritten Stern verdient. Bekommt er ihn nicht, weil er eher ein Vertreter der klassischen Küche ist?

Eine kleine Runde von Journalisten und Bloggern war eingeladen zum Mittagessen mit Ferran Adrià. Zuvor hatte uns dieser geniale Küchenmeister auf einer Pressekonferenz von seinen aktuellen Projekten erzählt, uns den Unterschied erklärt, warum zwar das Restaurant el Bulli geschlossen ist, nicht aber das el Bulli. Denn das el Bulli lebt weiter in der el Bulli Foundation. El Bulli ist und war mehr als nur ein Restaurant. Und er machte uns Appetit auf mehr Geschichte und Aktuelles zu seinem Restaurant und seinen Projekten mit Amazon Prime Video.

Als Beweis seiner exzellenten Küchenkunst verwöhnte uns Hans Haas mit einem exzellenten, leichten und perfekten Mittagsmenü. 

Gefüllte Sepiotine mit Eigelb und Kaviar gefüllt / 2007 Bollinger Grande Année Magnum

Gefüllte Sepiotine mit Eigelb und Kaviar gefüllt / 2007 Bollinger Grande Année Magnum

Lauwarme Forelle mit Apfel, Sellerie und Holunderblütenfond

Lauwarme Forelle mit Apfel, Sellerie und Holunderblütenfond

Medaillon vom Rehrücken mit Kaiserlichen, Pfifferlingen und Briochenockerl

Topfensoufflé mit Miere Schindler Erdbeeren und Sauerrahmeis

Topfensoufflé mit Miere Schindler Erdbeeren und Sauerrahmeis

Natürlich konnte ich es mir nicht entgehen lassen, ein Selfie zusammen mit einem der größten Küchenkünstler unserer Zeit zu machen. Leider habe ich  persönlich es nicht geschafft mal im el Bulli essen zu gehen. Doch natürlich wäre es eine sehr große Ehre mal bei Ferran und Albert Adrià in Barcelona zu speisen.

Herzlichen Dank an Hans Haas und das Team vom Tantris für dieses perfekte Mittagessen mit diesem ganz besonderen Gast!

Peru: Südamerikanisches Schlaraffenland

Peru kommt mir wie ein Gottes Garten Eden vor. Tischlein Deck Dich überall, wo wir hinkommen. Die Buffets biegen sich unter Avocados und Artischocken, unter Kartoffeln und Mais, Papayas und Tomaten, Maniokwurzeln und Paranüssen. Le Gourmand-Autorin Karin Lochner reist nach Peru. Neben den Inka-Kultstätten wie Machu Picchu erkundet sie die kulinarische Welt des Andenstaates. Unter Dingen, die ich nicht kenne und die ich genussvoll probiere – und von denen ich hinterher weiß, dass es Fladen aus Quinoa, Amaranth und einem weiteren südamerikanischem Getreide mit Zungenbrecher-Namen sind. 

Gastronomen haben es hier leichter als anderswo. An manchen Orten gibt es drei Ernten im Jahr. Auf diesem fruchtbaren Nährboden ist eine Küche entstanden, die ihresgleichen sucht. Zu verdanken hat sie das der Topographie des Landes, die nahezu alle Klimazonen der Erde umfasst: Der kalte Humboldt-Strom sorgt für endlose Fischgründe, im Anden-Hochland gedeihen allein 3000 verschiedene Kartoffelsorten – und der Amazonas steuert nicht nur wundersame Dschungelfrüchte, sondern auch Süsswasserfische bei, von denen man andernorts nicht mal den Namen kennt. Auch optisch stechen die Nahrungsmittel heraus: Gemüse ist viel größer als in Deutschland und reich an Geschmack.

Wenn ich die leuchtend grünen Avocados sehe, groß wie Fußbälle, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Bei anderen Zutaten nicht. Mitunter sitzen wuschelige Meerschweinchen in einem Verschlag, bereit für den Verkauf zum Festtagsessen. Das peruanische Wort für die Tiere lernt man schnell: „Cuy“ sind eine allgegenwärtige Delikatesse. „Schmeckt wunderbar zart.

Alles bio“, schwärmt der 34-jährige Ruben. In Perus Hauptstadt Lima begleitet er uns zwei Tage lang durch seine Heimat – als kulinarischer Führer. Ruben bietet er Kochkurse und kulinarische Streifzüge durch sein Land an. Mit patriotischer Feierlichkeit lotst er uns durch das Labyrinth des Marktes und in die Lokale, in denen die Einheimischen zusammensitzen. „Wollt ihr Cuy probieren?“ Ich schlage das Angebot aus – mein Haustier aus Kindertagen war ein Meerschweinchen. Die anderen aus meiner Reisegruppe wagen sich an das gegrillte Nagetier am Spieß heran. Zufrieden lächelnd sieht Ruben ihnen beim Knuspern zu.

In vorkolumbianischer Zeit – bevor die Spanier sich in Südamerika breit machten – erfüllte das Kochen vor allem den Zweck, die Sippe ordentlich satt zu machen. Die Inka-Männer brauchten Energie für ihre kräftezehrende Arbeit: Machu Picchu bauen. Terrassenkulturen anlegen, hier ein Tempel, dort ein Bewässerungssystem oder ein anderes architektonisches Meisterwerk. Die Frauen kochten mit dem, was der kleine Garten, das Meer und der Amazonas hergab – oder eben der Meerschweinchenstall hinterm Haus. Von jeher waren Nahrungsmittel im Überfuß vorhanden und begründeten die enorme Vielfalt, die heute selbst in Europa nicht mehr wegzudenken ist: Bohnen, Kakao, Kartoffeln, Chilis, Erdnüsse, Kürbisse, Avocados, Tomaten, Mais. All das wurde einst in Südamerika kultiviert und eroberte von hier aus weltweit die Küchen und Restaurants. 

Kulinarisch gesehen ist Peru Südamerikas Klassenprimus und bietet die beste Küche des Halbkontinents. Ein Grund dafür ist auch die kulinarische Vermischung in Peru selbst, die in den letzten 500 Jahren stattfand. Damals ließen sich viele Immigranten in Peru nieder; sie kamen aus Japan, China, Afrika, Spanien, Italien und der arabischen Welt. Die Neuen brachten ihre Rezepte und kulinarischen Bräuche mit. Einflüsse, die die peruanische Küche bis heute prägen. 

Ich sehe viel unbekanntes Gemüse an den Marktständen aufgeschichtet – zwischen den allgegenwärtigen Christus- und Marienstatuen. Stolz verkündet Ruben mit ausgebreiteten Armen: „Peruaner kannten Fusion Food schon lange bevor der Begriff bekannt wurde!“ Vor uns liegen Austern, Mies-, Jakobs- und Venusmuscheln, Seeigel, Tintenfische, Garnelen und Langusten. Hinter uns hängen mumifizierte Lama-Föten. Allerdings nicht zum Essen, sondern als Glücksbringer. 

Migranten sind in der Menschheitsgeschichte schon immer Träger von Veränderung gewesen, auch und gerade kulinarisch. Rubens arabische Familie ist vor Generationen aus dem Nahen Osten eingewandert. Aber schon längst peruanisiert: „Spanisch durch und durch!“ Dennoch ist er überzeugt: „Unsere Vielfalt hat unsere Speisekarte kreiert“, sagt er. „Tiere, Pflanzen, Gewürze, Kulturen, Völker und Landschaften vom Urwald über die Gipfel bis ans Meer!“ Die Speisen haben sich ergänzt und vermischt wie die Nachfahren der Inkas – Spanier, Italiener, Chinesen, Japaner, Mestizen. 

Diese Mix-Kultur hat zur neuen peruanischen Küche geführt, die in den 80er Jahren international bekannt wurde: Cocina Novoandina. Restaurantführer weltweit listen seit zwei Jahrzehnten verlässlich Gourmettempel aus Peru. Lima, die peruanische Hauptstadt mauserte sich zu einem Pilgerziel für internationale Feinschmecker. Genussvoll zu schmausen ist in Peru Mittelpunkt des Lebens und der Stolz der Nation.

Die Nationalgerichte Perus sind Ceviche (roh marinierter Fisch), Cuy (gegrilltes Meerschweinchen) und Causa (gefülltes Kartoffeltörtchen). Dazu den Cocktail Pisco Sour zu trinken, ist geradezu eine patriotische Pflicht

„Kartoffeln sind die Zutaten, die in Peru wahrscheinlich niemals ausgehen werden“, sagt Ruben und schmunzelt. „Die brauchen wir für Causa“, einem Törtchen aus kalten Kartoffeln und Püree. Wir machen unter Rubens wachsamen Augen einen Kochkurs. Peru hat Auswahl: Es gibt Tausende Kartoffelarten – „und in Lima sogar ein internationales Kartoffelinstitut!“ Wir füllen das Törtchen mit einem Püree aus Shrimps, Avocado und Ei: eine frische, wolkenleichte Delikatesse. Mit Causa versorgten die Frauen ihre Männer in den peruanischen Freiheitskämpfen. „Für die Sache!“ (Spanisch: Causa) war ihr verklausulierter Schlacht- und Essensruf, ebenso ihr Verschwörungsflüstern. Manchmal steckten in den Kartoffeltörtchen nämlich auch Geheimbotschaften für die Kämpfer.


Der nächste Gang ist Ceviche, kalt gegarter Wolfsbarsch. Der gewürfelte Fisch wird fünf bis zehn Minuten in Limettensaft mit Chili und Knoblauch mariniert – der sogenannten Tigermilch. Der Begriff Ceviche steht nicht nur für das Gericht, sondern allgemein für die Art der Zubereitung. Das Geheimnis ist, den Fisch für den Garprozess nicht zu erhitzen. Die Säure der Zitrusfrucht, so Rubens Erklärung, wirkt auf das Eiweiß fast wie Kochen. Auf den Teller kommt der roh gebeizte Fisch anschließend mit jeder Menge Chili, Knoblauch, Koriander und Mais.


Zum Abschluss greifen wir zum Pisco, einem Branntwein aus Traubenmost. Er gilt als peruanischer Grappa und ist seit dem 17. Jahrhundert beliebt. Wir befolgen Rubens Anweisungen und pressen Limetten aus für Pisco Sour, dem Nationalgetränk. „Zuckersirup, Limetten und Pisco schön rühren und das Eiweiß im Extrabecher schütteln.“ Ruben erzählt, dass sich Peru und Chile seit er denken kann juristisch in den Haaren liegen, in welchem Land der Cocktail seinen Ursprung hat. Ein echter Pisco Sour ist immer vom charakteristischen Eiweiß-Schäumchen gekrönt. Ich freue mich, wie gut ich genau das schon beim ersten Mal hinbekomme.


Ruckzuck bin ich beschwipst. Auch meine handgemachte Ceviche und die kunstvoll gestopfte Causa führen dazu, dass ich mich erhaben über das touristische Fußvolk fühle, das alle Köstlichkeiten nur aus überteuerten Restaurants kennt – Ruben rümpft über diese „Touristenfallen“ die Nasen. „Den Pisco Sour muss man einmal selbst geschüttelt haben!“ proklamiert er. Leicht lallend kommentiere ich: „Die Touristen ohne Kochkurs sind einfach die letzten in der Fresskette!“ Dummerweise kann ich den Wortwitz in meinem Zustand nicht ins Englische übersetzen, geschweige denn ins Spanische. Stattdessen stoßen wir mit einem weiteren Pisco Sour an, selbstverständlich selbst gerührt und selbst geschüttelt.

Ferran Adrià: Die wahre Geschichte von El Bulli

Ferran Adria - Story of a Dream - Amazon Prime Video
Wenn Paul Bocuse Gott war oder ist, dann ist Eckard Witzigmann sein persönlicher Kardinal. Doch der beste Koch der Welt sagt: „Witzigmann ist für mich ein Gott“. Dann wären Paul Bocuse und Escoffier was? Diese Frage – neben vielen anderen – lies Ferran Adrià, der derzeit wohl beste Koch der Welt, offen. Dafür aber gab er Einblick in sein Schaffen. Warum hat er El Bulli geschlossen? Und was macht El Bulli jetzt? Was macht Ferran Adrià jetzt? Für alle, die mehr wissen wollen über die Geschichte des einstmals besten Restaurants der Welt und des wohl innovativsten Kochs gibt es ein ganz besonderes Schmankerl: Amazon Prime Video veröffentlicht die 15-teilige Serie Die Geschichte eines Traums.

„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“, soll der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt gesagt haben. Ferran Adrià hingegen sagt: „Visionen sind ja auch etwas Gutes, wenn man kein Depp ist.“ Diese zwei Zitate verdeutlichen, warum in Deutschland ein Gourmet-Tempel wie das La Vie von Thomas Bühner in Osnabrück schliessen muss, weil der Investor sich plötzlich und unvermittelt „auf seine Kernbereiche konzentriert“ oder das Gourmetrestaurant „Himmel un Äd“ im Kölner Hotel im Wasserturm von den neuen Hoteleigentümern geschlossen wird und in Deutschland Top-Gastronomie nur mit Investoren im Hintergrund zu finanzieren ist. In anderen Ländern aber, wie etwa Frankreich und Spanien werden ganz andere Preise für Menüs in erstklassigen Restaurants aufgerufen, die Gäste kommen und die Gastronomie floriert. Das hat alles mit der Einstellung der jeweiligen Bevölkerung zu gutem Essen zu tun und auch mit den Steuern, Gehältern und anderen Abgaben, die die Wirte zu zahlen haben.

Im Juli 2011 schloss das Restaurant El Bulli seine Türen. Für immer? Jein! Das Restaurant ist geschlossen. El Bulli aber lebt. Was macht Ferran Adrià seitdem? Ferran Adrià ist mehr als ein Koch. Er ist mehr als ein Küchenmeister. Er ist ein Genie. Er hat die Avantgarde-Küche erfunden – den Begriff Molekularküche mag er nicht. Denn seine Erfindungen sind mehr als nur „molekular“. Er spricht selbst von der Avantgarde-Küche oder auf spanisch: La Vanguardia. Dieser Begriff stammt (wie so vieles in unseren Sprachen) aus dem Militär. Die Avantgarde waren die Soldaten, die als erstes dem Feind entgegen schritten – und meist auch als erstes fielen. Die Vorhut also, die zuerst Feindberührung hat. Ferran Adrià ist mehr als ein Künstler, er ist ein Schöpfer. Er versucht seitdem, die DNA der Lebensmittel und des Essens zu entschlüsseln. Er hat das Restaurant El Bulli in die elBulli Foundation, eine Stiftung, überführt.

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Das El Bulli ist jetzt ein Laboratorium. Wissenschaftler, Köche, Biologen, Philosophen, Soziologen und Historiker erforschen unsere Nahrung. Was ist eine Tomate? Verstehen wir die Tomate? Wo kommt sie her? Wieviele Sorten gibt es? Wie wird sie produziert? Wie verstehen wir die Tomate? Wir erschaffen wir eine neue Sorte? Wie verkaufen wir sie: auf Märkten oder per Internet? Wenn wir das Wissen haben, dann kochen wir auch besser. Es gibt mehr als 3.000 Sorten von Tomaten auf der Welt, wir können also nicht alles wissen. Aber wir können uns annähern. Der kreative Küchenkünstler, ehemalige Sternekoch und Erfinder der Molekularküche forscht im Bullilab und führt mit seinem Bruder Albert ein kleines Gastro-Imperium von sechs Restaurants in Barcelona.

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Ferran Adrià geht mit seiner Forschung zurück bis in die Anfänge des Menschen. Diese kaum zu erfassende Menge an Daten stellt er allen zur Verfügung. Er stellt alles online auf die Seite BulliPedia. Es soll einmal die größte Ansammlung an Wissen über Nahrung und Kochen sein, eine Enzyklopädie der Küche. Sein Ziel ist es, das ganze Wissen mit der ganzen Welt zu teilen. Er hofft dadurch, neue Gerichte zu erschaffen, neue Ideen zu erhalten und neue Generationen von Köchen zu inspirieren. Auch wenn Ferran Adrià kein Restaurant mehr führt, so ist sein Einfluss auf die Köche und das Essen enorm. Er ist der „Einstein of Food“.

Wie können deutsche Köche von Adriàs Forschung profitieren? „Alle können partizipieren“, sagt er und verweist auf die von seiner Stiftung entwickelte Methodik namens „Sapiens“, die man im Internet einsehen könne, sowie auf seine zahlreichen auch auf Deutsch erschienen Bücher. 

Haben denn auch deutsche Köche Einfluss auf Adrià? „Nur Eckart Witzigmann, für mich ein Gott“, schwärmt er vom Großmeister der deutschen Küche. Was er an Deutschland zudem schätze, sie die Ernsthaftigkeit und die Professionalität bei der Arbeit. Und welches deutsche Gericht hat seiner Meinung nach Potential bis an die Spitze, wenn es gut zubereitet ist? „Sauerkraut“, sagt Adrià ohne viel Nachdenken. „Es ist etwas Geniales, weil es anders ist. Das Fermentieren des Kohls verleiht dem Kohl seine Komplexität.“ Die kulinarische Kunst der Franzosen hingegen war sehr wichtig und vielseitig, doch nicht nur für Frankreich alleine sondern für die gesamte Welt. Die Nouvelle Cuisine begann 1965, erläutert Adrià. Doch ist diese Küche nicht ausschliesslich die Küche des 20. Jahrhunderts. Die Küche ist über 2 Millionen Jahre alt. Essen zubereiten ist die erste menschliche Tätigkeit. 1903 setzte Auguste Escoffier den Grundstein für die heutige Küche. In seiner Tradition sieht sich der katalanische Küchenkünstler. Ferran Adrià hinterfragt jetzt alles in Küche und Gastronomie. 

Und wann öffnet wieder ein Restaurant mit dem Namen el Bulli? Angeblich soll es ab September 2019 auf dem Montjuic soweit sein. 

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El Bulli: Die Geschichte eines Traums

Während also das Restaurant geschlossen war, blieb das elBulli nicht untätig.

Alle Episoden der Dokuserie El Bulli: Die Geschichte eines Traums gibt es exklusiv bei Amazons Video-Streaming-Service. Adrià gilt als einer der renommiertesten Köche weltweit, sein Restaurant El Bulli wurde fünfmal als bestes Restaurant der Welt ausgezeichnet. Die Dokumentation umfasst 15 Episoden mit Filmaufnahmen aus 13 Jahren und über 200 Beteiligten. Neben den zwölf bereits vorhandenen Episoden, feiern auch drei brandneue Folgen exklusive Premiere bei Prime Video. Alle 15 Episoden werden weltweit für Prime-Mitglieder in über 200 Ländern und Territorien zur Verfügung stehen. Die Serie zeigt die letzten Momente des Restaurants El Bulli und die neuen Projekte, die Ferran Adrià mit seiner Stiftung elBullifoundation ins Leben ruft.

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El Bulli: Die Geschichte eines Traums erzählt die Geschichte von Ferran Adrià, seinem Partner Juli Soler und seinem Bruder Albert, angefangen bei ihren ersten Schritten und der Gründung von El Bulli. Das Restaurant gilt als der Ort, an dem die Kombination aus Gastronomie, Kunst, Design und Wissenschaft ihren Anfang fand. Im Juli 2011 hat es seine Tore geschlossen. Mit über 30 Jahren Filmmaterial und einem einzigartigen Zugang hinter die Kulissen von El Bulli, gibt diese Dokuserie nie dagewesene Einblicke in die persönliche und berufliche Erfolgsgeschichte von Ferran Adrià. Als Produzent der Serie fungiert David Pujol.

In den letzten Episoden wird eine der bedeutendsten Errungenschaften der Koch-Legende vorgestellt: Die elBullifoundation, eine gemeinnützige Stiftung, die Ferran Adrià gemeinsam mit Juli Soler gegründet hat. Ziel der Stiftung ist es, die Grenzen der Kreativität und Innovationen in der Haute Cuisine und darüber hinaus auszudehnen. Damit möchten der Starkoch und sein Team Unternehmen, Start-Ups und anderen kreativen Köpfen helfen, ihre Projekte zu verwirklichen.

Wer noch etwas vom Esprit von Ferran Adrià schmecken will, dem empfehlen wir übrigens, in eines der Restaurants von Albert Adrià in Barcelona einzukehren. „Kreativität ist 20% Inspiration, 20% Wissen und 60% Intensität“ – unter diesem Motto kocht Albert Adrià seine moderne Küche auf Steroiden. Er ist ebenso wie sein Bruder am Erforschen und Ausprobieren neuer Küchentechniken, versucht neue Texturen und Geschmacksexplosionen zu erschaffen. Und viele seiner Gerichte basieren auf den Ideen seines älteren Bruders Ferran Adrià.

Service:

Mehr Infos:

Das schreiben die Anderen:
AHGZ: Was mit El Bulli passiert ist
SZ: „Witzigmann ist für mich ein Gott“


GAP

Robert Basic: Abschied vom Blogger-Urgestein

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Mensch Robert. Was machst Du für Sachen? Letzte Woche hast Du uns alle geschockt mit Deinem Bericht über Deinen Herzinfarkt. Jeden Tag hast Du uns dann wissen lassen, wie es Dir geht. Auf Facebook wurden wir fast minutiös über Deinen Stent, Deine Probleme mit den Medikamenten, aber auch über Deine Genesung informiert. Dein letzter Post auf Deinem Facebook-Profil besagt, dass Du raus kommst aus dem Krankenhaus. Und jetzt? Hört Dein Herz auf zu schlagen. Gute Reise, mach’s gut! Und DANKE für alles!

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Unser erstes Treffen hast Du noch nicht mal bemerkt und ich fand Dich ziemlich arrogant. Genau 10 Jahre ist es her: Beim Barcamp München 2008 (BerichtFotos ) warst Du der grosse deutsche A-Blogger, der Zampano, der absolute King. Jeder kannte Dein Blog Basic Thinking. Jeder wollte in Deinem Sonnenschein etwas von Deiner Erleuchtung abhaben. Ich hingegen hatte erst zwei Jahre zuvor mit Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin angefangen, dies Blog steckte noch in den Kinderschuhen. Doch das war es nicht. Am Abend nach den Sessions ging es noch in eine Münchner Kneipe. Und dort wollte der Zufall, dass wir nebeneinander sassen, wenn auch in unterschiedlichen Gruppen. Du warst links von mir, zu der Gruppe links gewandt und hast mir Deine Kippe permanent vors Gesicht gehalten. Für mich als absoluter Nichtraucher war das nicht so prall. Ich wollte Dich nicht anquatschen, so wie alle anderen. Ich hab das ganze als etwas arrogant und affektiert abgehakt und mich lieber mit den Leuten zu meiner rechten Seite unterhalten. Doch: So kann man sich irren.

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Drei Jahre später waren wir gemeinsam auf Reisen. Eine Bloggerreise – lange bevor alle Destinationen, Hotels und PR-Agenturen mit Bloggerreisen anfingen. Vielleicht nicht DIE allererste Bloggerreise, so doch aber bestimmt eine der allerersten deutschen Bloggerreisen für eine touristische Destination. Bis dahin war ich immer mit anderen Journalisten, vornehmlich Print-Kollegen verreist. Wir verbrachten ein paar wunderschöne Tage in Athen und auf Santorini. Organisiert war die Cycladia-Tour von Karlos, einem Wiener Griechen und Inhaber der Agentur Mozaik, und Oliver Gassner. Ausserdem waren dabei u.a. eben Robert BasicJan Theofel, Chris Heil, Nicole J. Männl Jodeleit und Thang Dai. Achja, und das Schaf Paul.

Cycladia_7_Katamaran_Sailing_Mai_2011_007

Ich habe Dich in diesen Tagen so richtig kennengelernt. Ein sympathischer, intelligenter, hilfsbereiter Kerl, der schon einiges erlebt hatte und der auch ganz offensichtlich noch eine spannende Zukunft vor sich hatte. Ein Technik-Freak, der überall kritisch alle Möglichkeiten der modernen Medien ausprobierte. Ich habe Dich als Visionär, als Evangelist, als echt coolen Typen kennengelernt. 

Danach haben wir uns nochmal beim Castlecamp 2012 auf der Burg Kaprun getroffen, als Du mehr oder weniger zufällig zu diesem touristischen Barcamp gekommen bist. Auch da war Deine Anwesenheit, waren Deine Beiträge ein Gewinn. Du hast deutschlandweite Berühmtheit erlangt, als Du Dein Blog Basic Thinking über eBay verkauft hast. Du hast Buzzriders gestartet. Du hast exzellente Beiträge auf Twitter und Facebook geschrieben, zu den verschiedensten Themen. E-Mobility, Autonomes Fahren, eigentlich alles rund ums Auto, der Dieselskandal und die Lösungsversuche der Autohersteller, all‘ das lag Dir in den letzten Jahren sehr am Herzen. Du hast umfangreiche Berechnungen erstellt und Deine Leser wissen lassen, dass so manches Versprechen der deutschen Automobilhersteller nicht ganz realistisch sind. Für mich gefühlt warst Du ein grosser Freund von Mercedes-Benz, was ich auch absolut nachvollziehen kann. Außerdem hast Du Deine Artikel auf Deinem eigenen Blog robertbasic.de gebracht. Vor wenigen Wochen erst hast Du die Plattform mobilegeeks verstärkt. 

Seit unserer Santorini-Reise hatten wir einen guten Kontakt, wenn auch nur via Chat. Du hast sehr gute Tipps, gute Kommentare gegeben. Ich habe es sehr geschätzt, mit Dir über manche Dinge mich auszutauschen. Du warst, nein Du bist weiterhin das deutsche Blogger-Urgestein, ein Dinosaurier. Einer, dem viele zugehört haben. Letzte Woche hast Du einen Herzinfarkt knapp überlebt. Wir haben uns alle gefreut, dass es Dir langsam besser ging. Und dann bleibt Dein Herz einfach so stehen. Deine Stimme wird uns allen nun fehlen. 

Cycladia_7_Katamaran_Sailing_Mai_2011_112

Tschüß Robert! Ich wünsche Dir eine schöne, letzte Reise! Ruhe in Frieden!

Food & Life 2018: Weinseminare für Liebhaber

Der Herbst steht in München ganz im Zeichen der Genussmessen. So startet am 28. November auf dem Messegelände München die Food & Life 2018. Bis zum 2. Dezember kann man sich über aktuelle Trends in und für die Küche informieren, Lebensmittelproduzenten treffen, verkosten und auf den zahlreichen Workshops sein Wissen erweitern.

Nach dem Erfolg ihrer Weinseminare auf der ‚Food & Life 2017‘  vermitteln Andrea Vestri und Jean Jacques Marcel, Inhaber und Dozenten der European Wine Education bereits zum zweiten Mal mit Spaß den Zugang zum Weinprobieren mit System. Mehrere 45minütige Seminare finden täglich an den fünf Messetagen statt.

‚Sensorik – die Kunst der Weinverkostung‘ zeigt dem Teilnehmer einen Weg mit allen Sinnen Wein zu erfahren. Sehen, riechen, schmecken – wie sie es richtig machen zeigen die beiden anhand verschiedener Beispiele.

Italien liegt nah, nicht ohne Grund wird München oft als ‚nördlichste Stadt Italiens‘ bezeichnet. Es verwundert die meisten Münchner Weinliebhaber daher nicht, dass sich das Seminar ‚Rosso! Die Vielfalt der italienischen Rotweine‘ ausführlich mit den Rotweinen vom Stiefel beschäftigt.

Ebenso ein italienischer Klassiker ist Lambrusco. Im Seminar ‚Lambrusco – die Vielfalt des italienischen Klassikers‘ erfahren die Teilnehmer Spannendes und Überraschendes über den oft verkannten Wein aus der Emilia-Romagna. Als Aperitif oder überraschenden Speisebegleiter können hochwertige Lambruscos überzeugen.

International wird es bei ‚Weißwein international‘. In 45 Minuten treten Sie eine Reise durch die Welt der Weißweine an. Der Vergleich der wichtigsten weißen Rebsorten entführt auf eine außergewöhnliche Sinnesreise.

Wie wichtig die richtige Glaswahl ist, erfährt man bei ‚Wenn das Glas vom Wein erzählt‘. Auch ungeübte Nasen und Gaumen erkennen bei der Gegenüberstellung verschiedener Gläser die gewaltigen Unterschiede. Tom Rinser, Entwickler der Sensis Plus Gläser der Firma Eisch, zeigt mit Andrea Vestri welchen Unterschied Gläser bei der Verkostung machen. Bei einer Kostprobe von tollen Weinen zeigt es sich, wie ein Spitzenglas die Aromen vollkommen zur Geltung bringen lässt. Vorsicht! – Macht Lust die Weingläser im heimischen Schrank sofort auszutauschen.

Blubberndes ist im Glas, wenn es heißt‚ Champagner & Co. – feinste Perlen im Glas‘. Die Teilnehmer werden entführt die Welt des Champagners mit dem Rest der Schaumweinwelt zu vergleichen. Das Seminar verspricht tolle Entdeckungen.

‚Wein trifft Schokolade‘ entführt alle Süßmäulchen in die Weinwelt. Eine spannende Erfahrung erwartet den Seminarteilnehmer, wenn Andrea Vestri und Jean Jacques Marcel die unterschiedlichen Aromen von Schokolade und Wein kombinieren.

Die Plätze für die Seminare sind begrenzt. Es empfiehlt sich daher bereits jetzt für die Seminare anzumelden

Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten