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Die Zukunft des Reisens: Wie reisen wir im Jahr 2025?

Der Tourismus hat es schwer im letzten Jahrzehnt. Terroranschläge, Revolutionen, autokratische Regime und Naturkatastrophen können uns so manche frühere Lieblingsdestination madig machen. Früher zog es die Massen in Richtung Türkei und Ägypten, auch Tunesien war eine beliebte Destination. Mit dem Arabischen Frühling, der in Tunesien anfing und in Ägypten weiterging, war vieles passé. Die autokratische Führung der Türkei vermiest uns das gute Gefühl nach Kleinasien zu reisen. Oder ist das jetzt alles schon wieder vergessen? Füllen Schnäppchenpreise die türkischen Hotelbetten? Wird Hurgada und El Gouna schon nicht mehr als Ägypten angesehen? Wir fragen dazu Dr. Jürgen Kagelmann, Dozent für Tourismuspsychologie – und auch Co-Autor bei Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin. 

Wie sehen Sie den Tourismus im Jahr 2025? Was wird sich in den nächsten Jahren am nachhaltigsten verändern?

Dr. Jürgen Kagelmann: Vor allem das immer stärkere Auseinanderklaffen im Reiseverhalten zwischen einkommensstärkeren und einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen ändert sich. Die beiden Extreme Luxus und Masse werden am stärksten wachsen. Mittelfristig ist das Thema Preiserhöhungen allerdings schwer einzuschätzen.

Es kommt auf jeden Fall zu noch mehr Digitalisierung. Das bezieht sich auf das Buchungsverhalten, die Verkehrsmittel, die Suche der Unterkunft und die Unterhaltungsangebote. Dementsprechend kommt es höchstwahrscheinlich zu noch mehr „Dienstleistungswüste“ im unteren und mittleren Preissegment.

Außerdem werden wir eine anhaltende Zurückhaltung gegenüber als unsicher geltenden Zielen verbuchen.

Werden wir überhaupt noch reisen oder werden Augmented Reality und 3D uns den Urlaub nach Hause bringen?

Ach, das wird doch wahnsinnig überschätzt. Das sind doch Spielereien. 

Werden einige ihren Urlaub zu Hause verbringen infolge der Digitalisierung?

Das wird meines Erachtens völlig überschätzt. Auch viele von denen, die damit experimentieren, werden feststellen, dass ihnen wesentliches fehlt, wie etwa eine Aus-Zeit, ein zeitweiliger Abschied vom Alltag. Zumal sie die durch die neuen Möglichkeiten gebotenen Erfahrungen ja auch in der Tages- und Wochenfreizeit machen können.

Wohin führen uns Terrorismus und Naturkatastrophen?

Leider ist das nicht einfach zu beantworten. Es gibt keine generelle Antwort darauf. Jeder Anschlag, jede Katastrophe wird anders wahrgenommen, hat seine eigenen Hintergründe und trifft auf andere Ängste. Wenn überhaupt, gilt generell, dass Naturkatastrophen schneller „verarbeitet“ werden, weil hier fast immer klar ist, welches die Gründe dafür waren und was getan werden kann, um ähnliche Vorkommnisse zu vermeiden. Sie haben einen klaren Beginn und ein klares Ende. Bei terroristischen An­schlägen ist das nicht so; hier dominiert die Unsicherheit, ob und was als nächstes und wo und wie folgen wird. Und vor allem wie „weit entfernt“ der Ort des Geschehens ist. Je weiter weg, in regionaler wie kultureller Hinsicht, um so eher wird das Geschehen verarbeitet, verdrängt und vergessen. Das hat etwas mit der wahrgenommenen Bedeutung des Geschehens für einen selbst zu tun.

Wie nehmen die Touristen das Thema Terrorismus an bestimmten Zielorten auf?

Beim Terrorismus kommt es darauf an, welche Bedeutung ihm im jeweiligen Kontext zugesprochen wird. Terroristische Anschläge in London, Berlin oder Barcelona werden noch (!) als Einzelereignisse und als „nicht charakteristisch“ für diese Orte wahrgenommen. Bei Anschlägen im arabisch-islamischen Kulturkreis ist das anders; es wird relativ lange dauern, bis eine derartige Destination ihr negatives Image verliert.

Kann man in Länder wie Türkei, Ägypten, Tunesien überhaupt noch oder wieder reisen? 

Es sind ja zwei große Bereiche, die Sorgen machen: Zum einen die Angst vor terroristischen Anschlägen. Das scheint aktuell die Deutschen insofern weniger zu beschäftigen, als man sich daran in gewisser Weise gewöhnt hat. Zum anderen die Menschenrechtssituation in allen Facetten, und da scheiden sich allerdings die Geister. Viele „Reiselustige“ blenden etwa die Situation in Ägypten aus: Polizeiwillkür, Hinrichtungen, quasidiktatorische Verhältnisse… – Kann da ein preiswerter Urlaub „Spass“ machen? Ich persönlich kann das nicht verstehen, aber offenbar gibt es Leute, die die Verhältnisse 500 Meter von der eigenen Liegematratze entfernt total ausblenden können. In Bezug auf die Türkei haben wir ein ziemlich einzigartiges Problem, weil sich viele Deutsche dort aufgrund der derzeitigen Politik bzw. den Regierungamtlichen Polemiken nicht mehr willkommen fühlen. Das macht neben der Wahrnehmung von militärischen und terroristischen Unsicherheiten und einer fragilen Men­schen­rechtslage einen weiteren Faktor der Unsicherheit aus. Auch wenn es zu scheinbaren “Erholungen” der Buchungslage kommt – und ich bin da sehr skeptisch- , kann das schnell wieder umschlagen, wenn es dem Regierungschef gefällt, wieder ein paar neue Frechheiten gegenüber Deutschland loszulassen. Aktuell fällt es mir schwer, zu glauben, dass eine beträchtliche Anzahl Deutscher in die ach so billigen türkischen Destinationen fährt, wenn der er­wähnte Regierungschef sein Militär ein paar Hundert Kilometer weiter in den Krieg geschickt hat.

Tunesien und besonders Ägypten tun sich schwerer, weil sie als vergleichsweise exotischer und weniger stabil gelten.

Die westlichen Mittelmeerländer, vor allem Spanien, sind aufgrund der Un­sicher­heit in den islamischen Mittelmeerländern völlig überfüllt. Die Spanier können sich Sommerurlaub im eigenen Land kaum noch leisten, kommen dafür nach Deutschland. Wird dieser Trend langfristig anhalten, sich gar verstärken?

Ich kann mir kaum vorstellen, dass für Spanier Deutschland eine finanziell günstigere Region ist als das spanische Heimatland. Da gibt es Billigeres, zum Beispiel die Dominikanische Republik. Im übrigen gibt es innerhalb Spaniens nach wie vorpreiswerte Gebiete zum Urlaubmachen, es müssen ja nicht die Kanaren sein. 

Wie akut sehen Sie das Thame Overtourism, das in den Medien gerade hochgekocht wird? Was könnte dagegen helfen?

Eine „Umkehrung“ der Urlauberströme oder gar ein „gleichgewichtiger“ Austausch – also gleichviel Deutsche reisen nach Spanien wie Spanier nach

Deutschland reisen – ist kurzfristig schwer, aber unter Berücksichtigung der Auswirkungen des Klimawandels durchaus vorstellbar. Nach dem Wegfall islamisch geprägter Mittelmeerländer gibt es außer Spanien, Italien und Griechenland auch in Europa noch Kapazitäten für einen Badeurlaub, z. B. Portugal, Kroatien, Bulgarien, Rumänien oder – langfristig – Albanien.

Der Klimawandel macht Deutschland für Sonne- und Strandurlauber noch attraktiver. Hinzu kommen noch aufnahmefähige außereuropäische Ziele in Lateinamerika und Südostasien.

Welche Länder sind die künftigen Shooting Stars im Tourismus? 

Es gibt immer noch genügend außereuropäische Ziele in Lateinamerika und Südostasien.

Werden diese signifikant hohe Zuwächse haben?

Das ist schwer zu sagen aufgrund zahlreicher Faktoren und Einflüsse. U.a. spielen dabei die entsprechenden Bemühungen der Tourismuspolitik der jeweiligen Destinationen (Infrastruktur, Werbung) eine Rolle. Neben Ost- und Südosteuropa könnte Russland zulegen, bei den außereuropäischen Zielen Mittel- und Südamerika und China.

Welches Potential hat bspw. der Iran? 

Der Iran wird meines Erachtens stark überschätzt. Er ist stark abhängig von schnell wechselnden politischen Faktoren. Die Menschenrechtslage wird auf längere Zeit noch viele Menschen davon abhalten, dorthin zu fahren. Wollen wir jetzt alle dahin fahren, um uns die Religionspolizei anzusehen Außerdem sehe ich dort nur ein sehr begrenztes Potential aufgrund zahlreicher auch für Touristen geltender Restriktionen (Religionspolizei) insbesondere für Frauen. Der Iran bleibt also nur für Spezialisten interessant.

Gibt es Länder in Mittel- und Südamerika, Afrika, Asien, die noch Potential haben?

Selbstverständlich. Alle haben Potential. Aber man darf nicht unterschätzen, dass und wie intensiv sich die Deutschen über die Lage im Land informieren. In die Wahl zukünftiger Des­tinationen gehen so viele Faktoren – neben den landschaftlichen, kulturellen, historischen etc. –„Schönheiten“ ein, dass man es sich heute doch schon genau überlegt. In angebliche neue „Trend“ ziele in Lateinamerika zu fahren, bedeutet, dass man den Nachteil akzeptieren muß, 11-13 Flugstunden in engen Sitzen und mit vielen Menschen zu verbringen. Grundsätzlich haben politisch „ruhige“ (!) Länder mit sehr gutem Image und positiver Entwicklung der Menschenrechte ein Potential, wie z.B. Costa Rica, Uruguay in Lateinamerika, und mit Abstrichen Thailand in Asien. 

Der Klimawandel hat uns voll im Griff. Die Naturkatastrophen werden offensichtlich häufiger und intensiver. Worauf müssen wir uns in Deutschland, in Europa künftig im Tourismus einstellen? Was für eine Bedeutung hat das für die Destinationen, die Hoteliers? 

Wenn überhaupt, und ich halte nicht viel von solchen Vermutungen, dann ist zu berücksichtigen, dass „der“ Deutsche überdurchschnittlich ängstlich und sicherheitsorientiert ist, sich also im Zweifelsfall für die Nummer sicher der Destinationen entscheidet. Das sind so „gefühlte“ Überzeugungen…

Welche Auswirkungen wird der Klimawandel auf den Tourismus in der Zukunft haben?

Die steigenden Urlauberzahlen nicht nur aus dem Inland sondern auch aus dem Ausland dürften sich überproportional auf die deutschen Küstengebiete auswirken. Nordeuropa und auch Russland könnten davon profitieren.

Ein bayerisches Dorf beschliesst, auf die Alpenkonvention zu pfeifen und einen Lift durch ein Naturschutzgebiet zu bauen. Wie hoch schätzen Sie die Möglichkeit ein, dass sich dieser Bau jemals amortisiert? 

Grundsätzlich gilt, dass – wie immer man das auch bedauern mag – der Deutsche zwar viel davon redet, wie wichtig er Nachhaltigkeit, Ökologie und Sanften Tourismus findet, das sein konkretes Verhalten jedoch ein ganz anderes ist. Es gibt keine „Massen“, die ökologisch bewusst buchen.

Es kommt darauf an, ob der Lift (vornehmlich) im Sommer oder im Winter betrieben wird. Reine Ski-Lifte werden von der spürbaren Zurückhalten der Menschen für den Ski-Urlaub betroffen sein. 

Wo drückt Sie der Schuh in der digitalen Welt? 

Unter zuviel Gedöns und Blabla bei der Ankündigung ständig neuer Novitäten. Man muss nicht alles ernstnehmen oder nachmachen oder ankaufen, was die Industrie neu entwickelt und anbietet. Häufig wäre es schön, sich die Frage zu stellen: Was nutzt das wirklich den Menschen ..?

Herr Professor Dr. Kagelmann, wir bedanken uns für dieses Gespräch!

Der Interviewpartner Dr. Jürgen Kagelmann:

Dr. Jürgen Kagelmann ist Diplom-Psychologe, Tourismusforscher und Reisejournalist. Er ist derzeit Dozent für Tourismuswissenschaft an der Dualen Hochschule Ravensburg (Freizeit- u. Reisesoziologie; Gesundheitstourismus) sowie Verleger des Profil Verlags München Wien. Außerdem hat er als Co-Autor einige Artikel bei Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin veröffentlicht.

Bücher von Dr. Jürgen Kagelmann:

Chinesisches Wok-Huhn, Avocado-Gurken-Salat, Lisa Bunn Fleissiges Lieschen

Der Januar ist ein idealer Monat für leichte asiatische Kost. Viele Vitamine, Mineralien und Energie. Das Rezept ist etwas chinesisch, etwas lateinamerikanisch – und vor allem sehr köstlich. Zarte asiatische Nudeln, frisch sautiertes Gemüse, leichtes Huhn, eine Und es ist in 30 Minuten fertig.

Dieses Rezept hat das Zeug eines Deiner Lieblingsrezepte zu werden, wenn sich plötzlich und spontan Freunde zu Besuch ansagen und Du eigentlich nichts vorbereitet hast. Denn das Rezept ist supereinfach zu kochen und die meisten Zutaten haben wir eh fast immer im Kühlschrank. Und es lässt sich leicht interpretieren, variieren. Nudeln mögen fast alle Menschen auf der ganzen Welt. Wir entscheiden uns heute für asiatische Mie-Nudeln.

Der kleine Avocado-Gurken-Salat dazu bringt frische Aromen und stärkt noch den Vitamin-Haushalt. Und unsere Wein-Auswahl fiel heute auf den 2015er Riesling Fleissiges Lieschen von Lisa Bunn. Ein toller trockener Tropfen aus Rheinhessen, der genau den richtigen Charakter mitbringt.

Chinesisches Wok-Huhn

Zutaten:

  • Mie-Nudeln, ich habe Bio-Mie-Nudeln gefunden, die in Deutschland hergestellt sind, eine gute Wahl
  • Gemüse: Sellerie, Pak Choi/Chinakohl o.ä., Möhren, Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer – was der Kühlschrank an passenden Gemüsen hergibt
  • Sauce: Sojasauce, Austernsauce, Fischsauce, Öl, Zucker
  • Hühnerbrust – gewürfelt

Zubereitung:

  • Die Nudeln nach Anweisung auf der Packung kochen .
  • In einer kleinen Schüssel die Sojasauce, Austernsauce, Fischsauce, Zugar und Öl vermischen. Beiseite stellen.
  • In einem Wok Öl erhitzen.
  • gewürfelte Hühnerbrust hinzugeben und unter Rühren für 3-4 Minuten braten lassen. Auf einem Teller mit Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Die Hitze im Wok etwas reduzieren. Nochmal einen kleinen Schuss Öl hinzufügen.
  • Nun das Gemüse hinzufügen. Zuerst den Sellerie, anschliessend den Kohl oder Pak Choi, dann die Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer. Alles gut vermischen und anbraten.
  • Dann die Nudeln hinzufügen und unterrühren.
  • Zum Schluss noch die anfangs angerührte Sauce unterrühren und das ganze gut vermischen.
  • Warm servieren.

Das Gericht kann man natürlich auch mit Spaghetti oder anderen italienischen Nudeln machen. Außerdem lassen sich eigentlich alle möglichen Gemüse hier verarbeiten. Auch Sojabohnensprossen oder Muscheln passen hier dazu, ebenso wie Paprikaschoten, Bohnen, Erbsen oder sogar Maronen. Eben das, was man da hat. Und wer nicht alle Zutaten für diese Sauce dahat, der kann ggf. auch zur Fertigsauce, wie etwa einer Hoisin-Sauce greifen. Das schmeckt zwar anders, aber bestimmt auch sehr gut.

Avocado-Gurken-Salat

Zutaten:

  • 1 Gurke
  • 1 Avocado
  • frischer Koriander
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Zitronensaft, etwas Limettensaft
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  • Gurke der Länge nach halbieren und vierteln, dann die Viertel in Würfel schneiden.
  • Die Avocado halbieren, den Kern entfernen, mit Löffel aus der Schale holen. Die Avocado dann in Würfel schneiden.
  • In einer großen Schüssel die Gurkenwürfel, Avocadowürfel und Koriander vermengen.
  • Die gehackte Knoblauchzehe und den Saft von Limette und Zitrone über die Würfel geben und gut vermengen.
  • Etwa 30 Minuten ziehen lassen vor dem Servieren.

2015er Lisa Bunn Fleissiges Lieschen Riesling

Wer sich diesen 2015er Lisa Bunn Fleissiges Lieschen Riesling im Keller zurückgelegt hat, der erlebt jetzt einen Riesling mit richtig Power. Seine Lage: Rotliegendes Nierstein, der Weinanbau sind 26 Jahre alte Reben, 100 % Riesling. Der Weinausbau sind handgelese Trauben, Spontangärung im Edelstahltank, um seine Frische zu erhalten, und Vollhefelager bis Ende Januar. Sein wunderbar ausbalanciertes Süße-Säure-Verhältnis macht ihn recht trinkfreudig. Wir haben eine von Zitrusfrüchten dominierte Nase, geriebene Zitronenschale. Am Gaumen lebendige Säure, Zitrus und Granny Smith mit einer Note von getrockneter Aprikose und  weißem Pfirsich. Der 2015er hat jetzt auch ein paar Reifenoten, die ihn zu einem starken Begleiter aromatischer Speisen, insbesondere auch leicht scharfer asiatischer Gerichte machen.

Lisa Bunn war 2008/2009 Rheinhessische Weinkönigin. Nach ihrem Studium und Auslandsaufenthalt übernahm sie 2011 das Familien Weingut Bunn/Margarethenhof von ihren Eltern. Nun war sie die Kellermeisterin und zeigte ihr ganzes Können im Keller und in den Weinbergen.

Im Jahre 2013 erfolgte die  Umstellung bemerkenswert konsequent. Das 10 Hektar-Gut wurde von „Margarethenhof“ in „Weingut Lisa Bunn“ umbenannt, die Etiketten vollkommen neu gestaltet, sind nun modern und ganz witzig. Bis heute kann sie sich und mit ihrem Mann zusammen, mit tollen Erfolgen rühmen. Sie wurde nicht umsonst 2016 zur „Deutschlands beste Jungwinzerin“ ernannt.

Lisa Bunn hat ihre Weine auf mehrere Linien aufgeteilt. Die Einsteigerlinie wendet sich offensichtlich eher an ein junges Publikum mit kleinem Budget und Lust auf leichte Weine mit witzigen Namen. Diese Flaschen erkennen wir am blauen Drehkapselverschluss und an lustigen Namen auf weissem Etikett. Neben dem Fleißigen Lieschen können wir noch den Scheu und den Gewürzschlawiner empfehlen. Feine, leichte, unkomplizierte, gut trinkbare Weine, die harmonisch und trocken ausgebaut sind. Sie geben einen guten Eindruck von Riesling, Scheurebe und Gewürztraminer, man sollte aber nichts großes erwarten. Das ist bei dieser Linie ja auch nicht gedacht. Außerdem bietet das Weingut Lisa Bunn Gutsweine, Ortsweine, Lagenweine und Reserven an. Die feschen Wortspiele werden nur bei den Gutsweinen angewendet, bei den Orts- und Lagenweinen findet sich dann ganz klassisch Rebsorte und Lage auf dem Label. Ab den Ortsweinen sind die Flaschen mit klassischem Kork verschlossen. Orts- und Lagenweine sind mit hellblauem Etikett ausgestattet, Lagenweine haben ein lila Etikett mit goldener Umrandung, die Reserven verfügen über ein rein lila Etikett. Eine klare Differenzierung der Qualitäten. Und wer ein Fan von Hipping, Oelberg oder Orbel ist, sollte bei den Rieslings unbedingt zugreifen.

Lisa Bunn hat Power. Ihre Weine haben Power. Wer nach Weinen von einem exzellenten Weingut aus Rheinhessen sucht, der sollte hier unbedingt zugreifen. Zu meinem asiatischen Wok-Huhn und dem Avocado-Gurken-Salat war der Wein genial – doch merkte ich sehr wohl, dass er auch ganz andere Kaliber an Gerichten locker begleiten könnte. Zum Wohl!

Sasse Lagerkorn Bordeaux Finish: Wie schmeckt ein Korn aus Bordeaux-Fässern?

Korn – da denken wir zuerst an billigen Schnaps. An heruntergekommene Penner, die mit der leeren Pulle in der stinkenden Gosse liegen. Korn – das klingt so nach Spelunken. Korn klingt nach Herrengedeck: Herr Ober, ein Bier und ein Korn bitte! Korn hat den Mief der Vergangenheit. Die Feinbrennerei Sasse hebt das sonst so simple Destillat auf ein ganz neues Niveau: Der Lagerkorn Bordeaux Finish ist veredelt durch eine Lagerung in Fässern aus dem Hause Châteaux Latour. Noch Fragen?

Neulich kam ein recht schweres Paket: Eine edle Holzkiste verbarg sich darin. In der Holzkiste auf edlem Seidenpapier weich gelagert und von einem Holzrahmen umgeben steckte eine grosse Flasche, zur Hälfte gefüllt, eine kleine Probierflasche sowie ein Begleitbrief.

Die Sasse Feinbrennerei ist ein seit über 300 Jahren bestehender und in Familienbesitz befindlicher Brennereibetrieb im münsterländischen Schöppingen. Es ist eine der letzten noch verbliebenen voll integrierten Brennereien im Münsterland, einer früheren Hochburg der Kornbrennerei in Deutschland. Das Unternehmen führt neben der eigenen Roh- und Feinbrand-Destillation auch die Mazeration von Kräuterauszügen und die Destillation von heimischen Wacholderbeeren, sowie die Spirituosenherstellung und Abfüllung an einem Standort durch. Schwerpunkt ist die Herstellung von Aperitif- und Digestifprodukten. Hauptprodukt ist ein Kornbrand.

Der Sasse Lagerkorn Bordeaux Finish

 Die Feinbrennerei Sasse aus Schöppingen, im westlichen Münsterland, präsentiert mit dem Lagerkorn Bordeaux Finish, ein Lagerkorn der exklusivsten Art: Acht Jahre ruhte der edle Tropfen in ausgewählten Barriquefässern des Château Latour. In dieser Zeit nimmt er das Aroma besonderer Bordeaux-Jahrgänge in sich auf. Der Sasse Lagerkorn Bordeaux Finish ist von dunkelbrauner Farbe und vollendet veredelt in Geschmack wie Charakter für einzigartigen Genuss auf höchstem Niveau.

Es war dem Zufall geschuldet, dass eines Tages ein gutes Dutzend Limousin-Eichenbarriques aus Frankreich der Sasse Feinbrennerei angeboten wurden. Neugierig überlegte Sasse nicht lange und holte diese Barriques zu sich nach Schöppingen. Das Gefühl, einen außerordentlich aromatischen Schatz geborgen zu haben, wurde erst einige Jahre später bestätigt, als die erste Charge des acht Jahre alten Bordeaux-Finish das Licht der Welt erblickte.

Das Bouquet an der Nase ist besonders weich und aromatisch, keinerlei scharfe Töne mischen sich ein, die wir sonst von Kornbränden gewohnt sind. Uns überraschen Kopfnoten mit Vanille, Nougat und Kaffee sowie weitere Weinbrand-Assoziationen, die uns an feinste Cognac-Marken denken lassen. Tabak, grüne Banane und Liebstöckel-Reflexe runden dieses Bild ab.

Jede Flasche Lagerkorn Bordeaux Finish wird in einer exklusiven, von Hand angefertigten Holzschatulle aufbewahrt. Dort ist sie geschützt und auf viele Jahre hinaus bestens aufgehoben. Zusätzlich enthält jede Schatulle zusätzlich eine kleine Extraflasche.

Die Feinbrennerei Sasse aus Schöppingen im Münsterland kann auf eine lange Tradition zurückblicken. 1707 gegründet, destilliert Sasse seit über 300 Jahren Weizenbrand und ist immer noch im Familienbesitz. Die traditionellen Rezepte und Herstellungsverfahren, auf die man aus dieser Tradition heraus zurückgreifen kann, wurden dabei in die Moderne übertragen. 1976 übernahm nach dem Tod von Theo Sasse sein Sohn Ernst Sasse den Betrieb und richtete ihn neu aus. 1987 führte er die alte Technik des Barriqueausbaus versuchsweise für einen Edelkorn wieder ein. Nach zehnjähriger Entwicklungsphase wurde 1997 der „Münsterländer Lagerkorn V.S.O.P.“ nach altem Rezept herausgebracht.

Das heutige Sortiment spiegelt diese Entwicklung wieder. Neben den verschiedenen Kornbränden stellt die Feinbrennerei Sasse Obstbrände, Wacholder, Kräuterelixiere und Liköre her. Bei der Herstellung der Brände und Liköre setzt Sasse auf regionale Rohstoffe in bester Bio-Qualität, in Kombination mit weichem, klarem Wasser aus der eigenen Quelle am Schöppinger Berg.

Eine interessante Beschreibung gibt auch dieses Video:

Service:

Sasse Brände bei Amazon:

Der Schäfflertanz in München

Wir vertreiben die Pest! Wir bringen Tanz und Freude in die Stadt, die so stark von der Pest getroffen wurde. Die Schäffler tanzen wieder! Alle sieben Jahre wird der berühmte Tanz der Schäffler aufgeführt. Früher wollte man damit die Pest vertreiben oder zumindest von den tristen Zeiten ablenken. Seitdem will man an die Zeiten erinnern. Der Münchner Schäfflertanz ist eine schöne Tradition, die jetzt wieder an vielen Plätzen in München und Umgebung zu sehen ist. Wir haben heute vor dem Hofbräukeller München zugeschaut.

Der Schäfflertanz ist ein Zunfttanz der Schäffler, die zu Musik festgelegte Figuren tanzen. Der Schäfflertanz entstand ursprünglich in München. Ab 1830 verbreitete sich der Brauch durch wandernde Schäfflergesellen auch außerhalb Münchens und ist heute in vielen Orten im altbayerischen Raum üblich.

Der Münchner Schäfflertanz:

Die Wirtsfamilie um Günter und seinen Sohn Friedrich Steinberg vom Hofbräukeller und vom Hofbräuzelt auf dem Oktoberfest hatte die Schäffler nach Haidhausen eingeladen. Der Junior „Ricky“ hat vor wenigen Jahren das Wirtshaus von seinem Vater übernommen und zeigt sich ebenso traditionsbewusst wie sein Vater – obwohl er vor wenigen Jahren eher einen gestörten problematischen Umgang mit Traditionen an den Tag legte.

Vor zwei Jahren wurde das 500-jährige Jubiläum gefeiert. Wie alle sieben Jahre tanzen die Schäffler in diesem Jahr wieder von Heiligdreikönig bis Faschingsdienstag nach alter Überlieferung auf den Straßen und Plätzen der Stadt, in Schulen, Firmen, bei Faschingsveranstaltungen und zum Start auf dem Marienplatz.

Die Gruppe besteht aus 25 Mann. 20 Tänzern, zwei Reifenschwingern, zwei Kasperln und einem Fähnrich. Ingesamt nehmen in diesem Jahr 33 Schäffler an den Tänzen teil, so dass auch der eine oder andere Ausfall verkraftet werden kann.

Bis einschließlich 05. März 2019 wird die Münchner Bevölkerung nach siebenjähriger Pause abermals durch den Schäfflertanz an das schreckliche Pestjahr 1517 erinnert.

Mehr Infos:

Das schreiben die anderen:

Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau: Familienurlaub und Kinderskikurs im Galtenberg Family & Wellness Resort

Und dann bist Du in dem Alter, in dem Party und After-Ski unwichtig sind. Du kümmerst Dich viel lieber um blaue Pisten, die schwarze Buckelpiste kann warten. Familienurlaub statt Partypiste. Kinderbetreuung statt Clubbing. Du suchst das ruhige Seitental. Beispielsweise das Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau statt Party-Zone Ischgl. Um die Ecke von München, vier Berge, zwei Täler, ein Skierlebnis für die ganze Familie. Ein Familienhotel mit Kinderskischule: Das Galtenberg Family & Wellness Resort. Kurze Anreise, maximales Kinder-Skivergnügen. 

Das Tal erwacht: Frühmorgens liegt das Tal noch im Schatten.

Die Koffer fürs Wochenende sind schnell gepackt. Skier nehmen wir nicht mit, die leihen wir uns vor Ort aus. Und ein Auto brauchen wir auch nicht. Von München fahren wir mit dem Eurocity in Richtung Venedig bis nach Wörgl. Papa chillt. Denn die Anreise mit der Bahn ist total tiefenentspannt, ohne Stau auf der Autobahn, ohne Mautgebühr für das kleine Stück Autobahn zahlen zu müssen. Und kinderfreundlich, da der Nachwuchs im Zug genügend Bewegung, Auslauf hat. Wir steigen um in den lokalen Regionalexpress bis nach Brixlegg. Dort wartet ein Mitarbeiter vom Kinderhotel Galtenberg, er nimmt uns dienstbeflissen die Koffer ab, mit seinem Hotelshuttle fährt er uns bis zum Hotel.

Das imposanten Bergmassiv im blau-grauen Morgenlicht.

Das Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau

Das Alpbachtal ist ein Tal mit 10 kleinen Dörfern. Alpbach wurde zum schönsten Dorf Tirols gewählt sowie zum  „schönsten Blumendorf Europas“. Und auch der Spiegel empfiehlt es als eines der schönsten kleinen Skigebiete. Alle Häuser hier müssen im typischen Alpbachtaler Holzbaustil gebaut werden: ab dem ersten Stock mit Holz und Balkon, die Fenster müssen Sprossen haben und dürfen nicht groß sein. Die Dächer sind nicht grell sondern in anthrazit gedeckt, als Putz ist nur klassisches Weiß erlaubt. Die Hauptgemeinde Alpbach hat lediglich 2.700 Einwohner, im Alpbachtal insgesamt wohnen 25.000 Einwohner. Hinzu kommen etwa 8.000 Gästebetten. Das ist ein deutlich anderes, normaleres, vor allem aber gesunderes Verhältnis als in anderen touristischen Tälern.

Langsam, fast unmerklich, ändert sich das Licht im Tal.

Durch das Congress Centrum Alpbach ist das Tal zu einer Ganzjahresdestination auch für Businessgäste geworden. Im Sommer und Winter kommen die Touristen – und in der Nebensaison sind die Hotelbetten mit Geschäftsreisenden gefüllt, die zu Seminaren und Kongressen in das Alpbachtal kommen. Die Lage am Inntal zwischen München und Innsbruck ist dafür optimal. Bei der einzigartigen Kongress- und Tagungsdestination steht das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund. Durch die Einbettung des Gebäudes in den Berg blieb das einzigartige Ortsbild gänzlich unberührt. Die Green Meeting-Destination überzeugt mit einer mietbaren Gesamtfläche von 2.796m² und modernster Technik. Gestalterische Höhepunkte des hellen und freundlichen Gebäudes sind eine Spirale aus Glas, die die Foyers und Räume mit viel Tageslicht versorgt, sowie große Fensterfronten mit Blick auf die beeindruckende Alpbacher Bergwelt. 

Die Bauernhöfe und Wiesen liegen noch im Morgengrau.

Die Struktur des Tales ist noch sehr ursprünglich. Es gibt noch über 100 aktive Bauernhöfe, ein großer Teil davon sind noch Erbhöfe, die seit über 200 Jahren in Familienhand sind. Im Sommer sorgen drei große Campingplätze für Urlauber aus ganz Europa.

Plötzlich zeigt sich die Sonne, die Berggipfel erglühen im morgendlichen Rosa.

Doch die grandiosen Zeiten des Alpbachtales sind lange vorbei. Früher wurde hier richtig Geld gemacht. Die Familie Fugger hatte im Ort die Fuggerverwaltung und liess aus dem Gradlspitz nach Kupfererz schürfen. Die Geschichte dazu können die Touristen im Bergbau- und Hüttenerzmuseum in Brixlegg nachvollziehen. Und die einstige Fuggerstube gibt es heute immer noch: Sie ist integriert im Böglerhof.

Langsam wechselt das Rosa zu Weiß, das Sonnenlicht wird stärker.

Heute wird nicht mehr nach Gold, Silber oder Eisenerzen im Berg geschürft. Das Geld kommt hauptsächlich über die Touristen ins Tal. Die Zielgruppen sind Familien, Freunde und Paare ab 40 Jahren aufwärts. Das Alpbachtal bietet vieles – nur keinen Extremsport. Im Sommer bieten sich hier die besten Gelegenheiten zum Wandern, Sommerrodeln, Wildwasser-Rafting, Biking oder auch im Outdoor-Zentrum in Gramsach. Apropos Sommerrodeln: Der Alpbachtaler Lauser Sauser ist der neue Alpine Coaster am Wiedersbergerhorn. Beim nächsten Mal muss ich den unbedingt fahren!

Schließlich präsentiert sich der Berg im morgendlichen Schneeweiss.

Im Freilichtmuseum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach erwarten 37 wieder errichtete Originalbauten – Bauernhöfe und Nebengebäude aus verschiedenen Talschaften – die reizvoll ins Hügelland mit imposanter Bergkulisse eingebettet sind. 

Langsam erwachen auch die Almen, Bauernhöfe und Skipisten.

Und im Winter begeistert das Alpbachtal mit Abfahrtsski, Langlauf, Rodeln, Winterwandern und Schneeschuhwandern. Im Winter 2012/2013 schlossen sich das Nachbartal Wildschönau und das Alpbachtal zusammen zum Ski Juwel. Seitdem heisst es Ski Heil! auf 109 km Pisten, 326 ha Pistenfläche bei 85% beschneiten Pisten und 45 Liftanlagen. Der nötige Einkehrschwung macht in 25 Skihütten Spaß. Doch dazu später mehr. Für die Kids gibt es 2 Snowparks und 1 Familypark. Die höchsten Bergstationen sind auf dem Wiedersbergerhorn auf 2.025m und auf dem Schatzberg auf 1.903m. Dabei können die Gäste aus ganz Europa aufatmen: Es gibt gratis WiFi im gesamten Skigebiet. Und einen kostenlosen Skibusservice im gesamten Tal.

Blick aus der Schatzbergbahn.

Seit einem Jahr gibt es nun die neue Schatzbergbahn. 18 Millionen Euro wurden in diese hochmoderne 8er-Gondelbahn investiert, die von Auffach auf den Schatzberg führt. Es ist eine Einseilumlaufbahn mit Mittelstation. Die über 4km lange Bahn befördert 2.650 Personen pro Stunde auf den Berg. Zu den Annehmlichkeiten zählen ein komfortabler, barrierefreier Zugang, Indoor-Kassen sowie ein großer Sportshop.

Galtenberg Family & Wellness Resort

Wir wachen im Galtenberg Family & Wellness Resort in unserem Zimmer auf und fühlen uns gleich sauwohl! Der Blick aus dem Fenster zeigt uns diese traumhafte Bergwelt, die sich fast minütlich verändert. Hier hätte ich mir ein Stativ zur Hand gewünscht, um den Sonnenaufgang permanent festzuhalten. Doch die Bilder oben geben Euch hoffentlich einen guten Einblick.

Unser Familienzimmer im Galtenberg, einem Mitglied der Kinderhotels, lässt keine Wünsche offen. Es gibt ein extra Kinderzimmer für drei Kinder mit einem Stockbett und einem normalen Bett. Im Badezimmer steht für die Kinder ein eigenes Set mit Zahnpasta etc. zur Verfügung. Außerdem steht ein kleiner Tritt vor dem Waschbecken, so dass die lieben Kleinen problemlos ans Waschbecken kommen. Zu gemütlichen Spielstunden zusammen lädt eine Sitzecke ein. Der Tisch ist groß genug, dass man dort auch essen könnte. Für den Wellnessbereich liegen Bademäntel und Crocks-Schuhe bereit.

Im Skikeller des Hauses finde ich eine genügende Anzahl an Schlitten. Dort steht für jedes Zimmer ein eigener Skischrank zur Verfügung, so dass wir unsere Skier, Skischuhe und Stecken dort zum Trocknen einschliessen können.

Und im betreuten Kinderparadies können die Eltern ihre lieben Kleinen mit bestem Gewissen absetzen. Die Kinder können dort spielen, toben, basteln und Sport treiben unter erfahrener Anleitung. Eine Kletterwand lädt zum Kraxeln ein. Im Wellnessbereich habe ich natürlich Kamera und iPhone nicht mitgenommen. Doch auch hier finden Kinder und Eltern genau die richtige Mischung aus Plantschen, Wasserrutschen, Sauna und Ruhebereich.

Einen kleinen Einblick bekommt ihr hier in diesem Video:

Unsere Maus muss raus! Sie will zum Skikurs! Das erste Mal auf die Bretter, die den Winter bedeuten. Bis heute stand sie noch nicht auf Skiern, im Kindergarten ist der erste Skikurs schon angemeldet. Doch wir wollen sie gern etwas vorbereiten – und wenn es nur für ein paar Stunden ist. Ein Gefühl für die Latten und den Füßen entwickeln. Die Skier für die Maus und für mich haben wir in der Skischule schon am Vorabend reserviert und angepasst. Jetzt müssen wir sie nur abholen. Das geht schnell. Gleich nach dem erstklassigen Frühstück im Galtenberg schmeissen wir uns in die Skiklamotten und stapfen durch den Neuschnee hinüber zur Skischule, die gleich neben dem Hotel liegt – und auch zur Familie gehört. Rein in die Skischuhe, die Latten und Stecken nimmt der Papa und dann geht es gleich rüber zum Kinder-Skikurs.

Einen kleinen Einblick gibt Euch dieses Video:

Wie ihr sehen könnt, habe ich mich erst vergewissert, dass der erste Skikurs wirklich etwas bringt und sich die kleine Maus zumindest halbwegs auf den Skiern halten kann. Dann hat es sich der Papa nach einer kleinen Weile der Beobachtung nicht nehmen lassen, das Skigebiet zwischen Alpbachtal und Wildschönau selbst zu erobern. Zuerst bin ich so ziemlich jeden Lift auf der Alpbachseite gefahren, inklusive der langen Talabfahrt, auf der nur sehr wenige andere Skifahrer anzutreffen sind.

Anschliessend bin ich mit der Schatzbergbahn hoch in Richtung Wildschönau gegondelt. Am Schatzberg in Auffach geht es eher gemütlich zu. In dem offenen Gelände fühlen sich vor allem Genuss-Skifahrer sowie Snowboarder im Funpark wohl. Über der Waldgrenze liegen breite und sonnige Abfahrten, abseits davon gibt es die eine oder andere Buckelpiste und Tiefschneeabfahrt. Der Ausblick von dort oben ist genial. Durch neue Beschneiungsanlagen am Schatzberg / Wildschönau ist die Schneesicherheit im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau zu 85 % abgedeckt. Zum Mittag bin ich dort oben in die „Gipfö Hit„, die Gipfelhütte, eingekehrt. Die kulinarischen Spezialitäten sind von alten Zeiten geprägt, als die Knechte an den Höfen den ganzen Tag hart arbeiten mussten. Deftige Süßspeisen wie Kaiserschmarrn oder Melchermus sorgen dabei für die nötige Energie und sind ein süßer Hochgenuss.
 

Als Vorspeise empfehlen wir eine deftige, wärmende Leberknödelsuppe,

anschliessend bietet sich ein klassisches Tiroler Bauerngröstl an.

Und den süßen Abschluss bildet ein köstlicher Kaiserschmarren.

Mit der Schatzbergbahn am Nachmittag aus der Wildschönau zurück ins Alpbachtal.

Die tief verschneite Winterlandschaft könnte noch traumhafter sein, wenn der Himmel sich sonnig blau präsentieren würde. Doch damit es sich so schön weiss präsentiert, muss es auch schneien.

Am Nachmittag ist der Nebel zurück im Tal.

Die Pisten sind im besten Zustand und laden zu schönen Schwüngen ein. Das Ski Juwel ist einfach ein perfektes, kleines, feines und ruhiges Skigebiet. Wer die Pistengaudi sucht, der ist hier sicherlich total falsch. Wer aber Ruhe und einfach exzellente Pisten mit tollen Ausblicken liebt, der wird sich hier richtig wohl fühlen. In Österreich muss man sich in Sachen Kulinarik eh keine Sorgen machen. Ich habe – insbesondere in Tirol – noch kein einziges Mal schlecht gegessen. Und im Galtenberg Hotel fühlten wir uns als Familie richtig wohl.

Herzlichen Dank an das Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau und das Galtenberg Family & Wellness Resort für das Wochenende!

Service:

Gastronomie im Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau: