Bulette, Fleischpflanzerl, Frikadelle: 7 Schritte zum perfekten Ergebnis

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Diese köstlich kleinen Fleischklöpse sind die Grundlage für den richtig grossartigen Geschmack. Sie sind die Basis dafür, dass ein Hamburger richtig schmeckt. Ein Pattie aus dem Gefrierfach? Vergiss es! Eine echte Bulette – oder auch je nach Region Fleischpflanzerl oder Frikadelle genannt – muss die perfekte Zusammensetzung haben. Eine richtig gut schmeckende Bulette muss saftig sein, muss nicht nur gut schmecken sondern einfach: GEIL!

Hamburger, Cheeseburger, Whopper – oder egal was für ein Burger: Alle basieren auf einem Klops aus Hackfleisch. Dieses Hackfleisch kann in seiner Zusammensetzung ebenfalls variieren: Gemischtes Schweine- und Rinderhack ist die typisch deutsche Mischung. Reines Rinderhack ist die etwas teurere Variante, die auch noch koscher sein kann. Pures Schweinehack ist die billige Version. Und für uns richtig exotisch schmeckt die türkische Interpretation aus Lamm- und Rinderhackfleisch.

Bulette, Frikadelle oder Faschiertes?

Des deutschen liebstes Fleischbällchen hat dabei viele Namen. Wir Berliner sagen liebevoll B(o)ulette, in anderen Regionen wird das Kügelchen FrikadelleBratklopsFleischpflanzerlFleischlaberlFleischküchleFleischküchla, Fleischkiechele oder Faschiertes Laibchen genannt. In Thüringen ist der Begriff Huller üblich, die Schweizer sagen Fleischtätschli oder Hacktätschli.

Doch damit nicht genug. Der Ursprung und Kern des Hamburgers ist eigentlich auf der ganzen Welt bekannt und beliebt und trägt dabei sehr viele andere Namen.

  • Dank IKEA wissen wir, dass die Schweden Köttbullar dazu sagen.
  • In Frankreich gibt es boulette de viande.
  • In den Niederlanden werden Bitterballen, Frikkadellen oder Frikandel gegessen.
  • Im wallonischen Lüttich sind die Boulet à la liégeoise eine Spezialität.
  • In Rumänien gibt es chiftelute.
  • In der Türkei und anderen arabischen Ländern – und auch in deutschen Dönerläden – gibt es Köfte.
  • In Ungarn bestellt man sich am besten Fasírt.
  • In Italien steht polpette auf der Speisenkarte.
  • Im Roussilon gibt es die Boles de picolat.
  • Und in Spanien werden Albóndiga gebraten oder frittiert und dann in einer pikanten Tomatensauce serviert, die man in Katalonien allerdings als  Mandonguilles bezeichnet.
  • In Griechenland heißen die Fleischklopse Biftekia und als kleine runde Keftedakia. Meine Freundin Elisabeth hat hier ein köstliches Rezept für Euch. Ich selbst bin ja völlig in die Version Bifteki Feta vernarrt!
  • In Russland werden Frikadelki in einer Suppe als Einlage serviert.
  • Sogar in Asien sind Buletten beliebt. In China gibt es “Löwenköpfe” in verschiedenen Varianten.
  • In Indonesien und Malaysia werden bakso in einer Suppenschüssel serviert zusammen mit Nudeln, Tofu, Eiern und gekochtem Fleisch und anderem mehr.

Buletten und die Hygiene

Hackfleisch ist eines der empfindlichsten Lebensmittel. Insbesondere Schweinehackfleisch kann sehr schnell verderben. Schweinefleisch ist voll von Bakterien, die das Fleisch sehr schnell nicht nur ungeniessbar machen, sondern auch vergiften können. Es bietet durch seine lockere Oberflächenstruktur und den hohen Eiweißgehalt einen idealen Nährboden für die Vermehrung von Krankheitserregern wie Salmonellen. Nicht umsonst hat es in Deutschland über Jahrzehnte die Hackfleischverordnung gegeben, die ich in meiner Ausbildungszeit und später im Tourismus-BWL Studium auch noch lernen musste. Mittlerweile wurde diese durch diverse EU-Hygienevorschriften im Rahmen der HACCP (hazard analysis and critical control points) abgelöst.

Deshalb sollte Hackfleisch möglichst immer sofort am gleichen Tag verarbeitet werden oder im Kühlschrank für nur wenige Tage aufbewahrt werden.

Beim Einkauf gilt: Bitte achten Sie immer auf das Haltbarkeitsdatum. Normalerweise können Sie ein Mindesthaltbarkeitsdatum ruhig überschreiten, bei Hackfleisch nie. Da gilt das Datum als absolute “Deadline” – im Wortsinn. Wenn das Hackfleisch unter Schutzatmosphäre verpackt wurde, dann kann das Datum langfristiger sein, als nur zwei Tage. Im Idealfall haben Sie einen Fleischer oder einen Supermarkt, der Ihnen das Hackfleisch direkt erst dann zubereitet, wenn Sie es am Tresen bestellen.

Für Sie zu Hause gilt: Frisch zubereitetes Hackfleisch spätestens am Tag nach dem Kauf verarbeiten. Wenn Sie frisches Hackfleisch vakuumieren, können Sie es auch einfrieren, dann hält es sich rund zwei Monate. Achtung: Wenn Sie das Hackfleisch auftauen, verzehren Sie es bitte nicht roh wie bei einem Steak Tartare, sondern nur durchgegart. Kommen Sie auch nicht auf die Idee, aufgetautes Hackfleisch wieder einzufrieren, außer Sie haben es durchgegart. Denn Bakterien stoppen zwar ihr Wachstum in der Tiefkühltruhe, sie sterben aber nicht. Sobald die Temperatur wieder ansteigt, vermehren sich auch die Kleinstlebewesen wieder. Und im schlimmsten Fall auf ein Maß, dass Ihnen nicht mehr bekömmlich ist. Erst beim Garen werden die Keime abgetötet – ab 70 Grad beginnt das Massensterben.

Bulette solo oder im Brötchen?

Eine ganz persönliche Geschmacksfrage ist es, ob man die Buletten rund wie Bällchen oder platt als Hamburger haben möchte. Klar, zwischen zwei Schrippenhälften und zusammen mit Salat, Zwiebel, Essiggurke sowie Mayo und Ketchup passt eine flach geklatschte Frikadelle allemal besser rein.

Aber hey, wer will das? Ich jedenfalls liebe es, die Bulette für sich selbst sprechen zu lassen. Etwas Salat und Gemüse: Ja, sehr gern. Und als Beilage? Ein exzellenter Kartoffelsalatmit Mayo oder Essig und Öl bzw. Brühe – oder Bratkartoffeln oder auch etwas anderes. Aber bitte doch keine Schrippen drüber und drunter.

Was macht die perfekte Bulette aus?

Doch was macht die richtige Bulette nun eigentlich aus? In Berliner Eck-Kneipen habe ich immer mal wieder einen alten Spruch gelesen, den ich heute im Internet nur noch auf wenige Zeilen gekürzt wiederfinde. “An meene Bouletten jibts nischt zu tippen – wo keen Fleisch is, da sind Schrippen.” Der Spruch ging noch weiter, ich bekomme ihn aber nicht mehr zusammen. Eventuell kann ja einer meiner Leser ihn vervollständigen? Es ging etwa so weiter: “Wo keene Schrippen sind, da sind Zwiebeln. Wo keene Zwiebeln sind, da sind Grieben.” Ja, so könnte die perfekte Bulette sein. Aber dennoch macht das alles noch nicht die perfekte Bulette aus.

Auf der Suche nach dem perfekten Buletten-Rezept habe ich verschiedene Versionen ausprobiert. Die klassische Version, die man überall lesen kann, mit alter Schrippe und Wasser, gehört in die Geschichtsbücher. Aber nicht auf die Teller. Und Milch ist auch nicht unbedingt die optimale Wahl. Den Tipp, stattdessen Sahne zu verwenden, fand ich bei Tim Mälzer. Die Fleischklopse vor dem Braten nochmal in Paniermehl zu wenden, fand ich bei Alfons Schuhbeck.

Alfons Schuhbeck verrät uns in seinem Standardwerk Bayern – Das Kochbuch drei ganz wichtige Tipps für saftige Buletten: Zum einen darf der Fettgehalt des Hackfleischs nicht zu niedrig sein, daher sollte es etwa zur Hälfte aus Schweinefleisch bestehen. Zum anderen ist eingeweichtes Weißbrot im Fleischteig ein Muss! Zum dritten sollten die Buletten vor dem Braten in Semmelbröseln gewendet und bei mittlerer Hitze langsam, jedoch auf keinen Fall zu lange gebraten werden.

Und eine interessante Variante, die ich noch ausprobieren werde und dann hier gerne mit aufnehmen werde, wenn es gut schmeckt, finde ich in diesem Artikel in der Berliner Morgenpost:

In dieser Version finden vier Eier sowie eine Sardelle ihren Weg in die Toastbrotmasse und alles wird mit einem Mixer fein püriert. Und diese Mischung wird dann unter das Hack geknetet. Das hört sich verwegen an. Muss ich mal ausprobieren und dann bewerten, ob es zu einer noch saftigeren Bulette führt, als meine jetzige perfekte Bulette.

In diesem kurzen Video seht ihr die fertig geformten Buletten, die Semmelbrösel sowie die Buletten in der Pfanne brutzeln.

In 7 Schritten zur perfekten Bulette

Und das ist mein Rezept, wie ihr in sieben Schritten zur perfekten Bulette kommt:

Diese Buletten sind einfach großartig saftig! Sie zerfallen nicht und sind nicht so hart und durchgebraten wie diese leblosen Dinger, die man viel zu oft bekommt.

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Nicht vergessen, die Buletten direkt aus der Pfanne auf einen Teller mit Küchenkrepp zum abtropfen zu legen.

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So erhalten wir viele kleine köstliche Buletten, die außen kross schmecken und innen wunderbar weich und saftig sind.

Für den geliebten Nachwuchs bietet sich natürlich die Möglichkeit zu kreativen Tellergestaltungen an.

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Meine kleine Maus hat sich als Beilage ausschliesslich Würfel von roter Paprika gewünscht, die sie das erste Mal selbst geschnitten hat. Und dieses Bulettengesicht hat sie sich dann auf ihren Teller gezaubert.

Übrigens: Hier ist mein Tipp für das Kinderkochbuch “Der kleine Koch”.

Apropos: Das Fleischpflanzern-Rezept von Alfons Schuhbeck in seinem neuen Standardwerk Bayern – Das Kochbuch ist sehr ausführlich und lehrreich Schritt für Schritt erklärt und bebildert. Niemand sonst am Kochhimmel personifiziert die bayerische Koch- und Esskultur so authentisch wie er.



Guten Appetit!

Arm aber Bio Das Kochbuch: Rosas liebstes Fischfilet – und 114 andere Rezepte

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Feine Öko-Küche für wenig Geld: Geht das überhaupt? Es klingt fast unmöglich. Doch die Journalistin und Autorin Rosa Wolff hat den Selbstversuch gemacht und daraus bereits ein Buch über den Selbstversuch geschrieben. Bald darauf folgte sozusagen der zweite Band: Das Kochbuch. Wir haben Arm aber Bio Das Kochbuch unter die Lupe genommen. Denn egal ob Finanzkrise, Corona-Krise, Arbeitslosigkeit oder einfach nur Hartz IV: Es gibt genügend Gründe, wenig Geld zu haben. Aber es gibt keinen einzigen Grund, nicht gesund zu essen!

Geldmangel nötigt einen, günstig einzukaufen. Doch wer gesund essen möchte, wer möglichst Bio-Produkte einkaufen möchte, der sieht sich allzu oft gezwungen, wider Willen zu Aldi, Lidl, Penny, Norma oder anderen Billig-Discountern zu gehen. Ja, mittlerweile gibt es auch dort viele Bio-Produkte. Dennoch ist es deutlich sinnvoller, regionale Bio-Produkte zu kaufen, die von einheimischen Bauern stammen.

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Rosa Wolff radelte für ihr Buch Arm aber Bio! Das Kochbuch über die Münchner Bauernmärkte auf der Suche nach ausreichend Grundzutaten, die auch in Bio-Qualität für jeden erschwinglich sind und aus denen sich eine Fülle von ausgezeichneten Gerichten herstellen lässt.

Arm aber Bio Das Kochbuch: Rezepte für die Corona-Krise

Einzige Voraussetzung: Man muss bereit sein zu kochen. Jetzt aktuell, wo wir während der Corona-Krise im Frühjahr 2020 gezwungen sind, daheim zu bleiben, die Kindergärten, Schulen und Restaurants geschlossen sind und wir uns täglich fragen müssen, was wir den Kindern und uns mittags und abends auf den Esstisch bringen, gibt uns Rosa Wolff mit ihrem Buch perfekte Kochrezepte an die Hand, die uns helfen, den Geldbeutel zu schonen. Gute Zutaten, mit Liebe und Sorgfalt zubereitet verschönern uns den Tag und sind gesund für unseren Körper.

Denn die Gleichung “bio = teuer / konventionell = billig” stimmt so nicht. Konventionelle, also mit Hilfe von Chemie erzeugte Lebensmittel enthalten Schadstoffe, die sich auf unseren Körper und unsere Umwelt auswirken. Wenn nicht heute, dann eben später.

Arm aber Bio Das Kochbuch: Warum Thilo Sarrazin der Auslöser ist

Ja, richtig gelesen: Thilo Sarrazin, der ehemalige Berliner Senator, der mit seinem SPD-Parteibuch in der Tasche eher AfD-Positionen vertritt, ist der Auslöser für dieses Kochbuch – oder vielmehr das erste Buch von Rosa Wolff: “Arm aber Bio!” Wie kam es dazu? Als Rosa Wolff die Einnahmen aus Print-Medien wegbrachen, war auch ein großer Teil ihres Einkommens weg. Damals, im Jahr 2008 provozierte Thilo Sarrazin mit der These, dass man mit dem Regelsatz von Hartz IV gut essen könne. Daraufhin versuchte Rosa Wolff mit dem seinerzeit genehmigten Regelsatz nur noch Bio zu essen. Einen Monat im Frühjahr 2009 lebte sie in München nur von dem Geld, das bei Hartz IV für Essen vorgesehen ist: 132,71 Euro. Pro Monat! Das sind 4,35 Euro/Tag!

Gelingt das? Zumal in München, der teuersten Stadt Deutschlands? Und Rosa wohnt in Schwabing… – auch nicht für günstiges Leben bekannt.

Arm aber Bio Das Kochbuch: Umweltschutz ist Heimatschutz

Doch können wir alle von jetzt auf gleich und sofort nur noch Bio-Produkte einkaufen? Nein, mit Sicherheit nicht. Denn wenn 80 Millionen Deutsche ausschliesslich Bio-Lebensmittel einkaufen wollten, entstünde ein kleiner Engpass. Doch das Angebot wächst stetig, immer mehr Bio-Produkte mit Zertifikaten von Bioland, Naturland oder Demeter oder auch einfach nur mit dem europäischen Bio-Siegel kommen auf den Markt. Diese Entwicklung sollten wir alle unterstützen.

Um so zu denken muss man kein Anhänger der Grünen sein. Denn Umweltschutz ist doch eigentlich Heimatschutz. Und somit ein grundlegendes Anliegen jedes konservativ, also bewahrend denkenden Menschen. Der vernünftig denkende Mensch, egal wo auf der Welt, hat doch ein Interesse daran, seinen Körper nicht mit Giftstoffen zu verderben. Gesunde, nachhaltig produzierte Lebensmittel sind für uns alle wichtig. Der Genuss sollte dabei immer im Vordergrund stehen.

Das, was wir essen, wird ein Teil von uns. Das Eiweiß füttert unser Hirn und unsere Muskeln, Kohlenhydrate und Fett halten unseren Organismus am Laufen, setzen sich auch gern mal als Pölsterchen auf die Hüften. Daher sollten wir immer auf die Qualität unseres Essen achten.

Die Autorin ist ein Genussmensch. Das liegt schon allein in ihrem Geburtsdatum begründet: Rosa Wolff ist ein Stier – und hat am gleichen Tag Geburtstag wie ich. Sie ist Wein- und Foodjournalistin, das Weinmagazin Divino stammte aus ihrer Feder. Und sie verrät uns in ihrem Buch das Geheimnis guter Küche: Wenige Zutaten, die von bester Qualität und passend kombiniert mit einer möglichst unkomplizierten Zubereitung ein tolles Gericht ergeben.

Arm aber Bio Das Kochbuch: Warenkunde und Einkaufstipps

Rosa Wolff gibt uns in ihrem Buch Arm aber Bio Das Kochbuch noch etwas Warenkunde mit auf den Weg. Tipps zu Fisch und Fleisch, zu den Preisen sowie zu den wichtigsten Gewürzen, die wir im Schrank haben sollten, sind bestimmt für Einsteiger wichtig. Ein ganz besonderer Tipp von ihr lautet: Seien Sie anspruchsvoll! Das ist natürlich ein schwierig, wenn man das nur auf das Geld bezieht. Nein, verdeutlicht uns Rosa Wolff: Wir sollten keinesfalls von unseren Qualitätsansprüchen abrücken. Eher sollten wir auf etwas verzichten, dafür aber nur die besten Zutaten für unser Essen zusammenstellen. Denn dann haben wir den vollkommenen Genuss. Ja, Rosa Wolff ist eine wahre Gourmande.

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Arm aber Bio Das Kochbuch: Rosas liebstes Fischfilet

Als Beispiel für ihr Kochbuch haben wir uns ein sehr einfaches, sehr schnelles und absolut wohlschmeckendes Rezept herausgefischt: Rosas liebstes Fischfilet. Es ist beispielhaft für ihre Tipps: wenige Zutaten, kurze Vorbereitungszeit, kurze Garzeit – und echt köstlich!

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Feine Öko-Küche für wenig Geld ist also durchaus machbar. Das hat Rosa Wolff in ihrem Eigenversuch über mehrere Monate bewiesen. Und das zeigt sie uns anhand eines reichhaltigen Kochbuches mit köstlichen Rezepten. Ja, es klappt, aber nur, wenn man möglichst alles selbst zubereitet und die Zutaten den Jahreszeiten entsprechend auswählt. In Arm aber Bio Das Kochbuch lernen wir mit 115 Rezepten für alle Tages- und Jahreszeiten und für jeden Anlass, wie wir jede Krise mit schmalem Geldbeutel genussvoll überstehen – immer köstlich und immer äußerst preiswert.

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Nicole Stich: Reisehunger auf Mango-Avocado Salat und 86 andere Rezepte

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Reisejournalisten und Foodblogger sind gerne unterwegs. Auf der ganzen Welt. Und natürlich essen wir dabei die unterschiedlichsten Spezialitäten. Bei all dem Reisehunger bleiben einige dieser Spezialitäten dann auch in unserer Erinnerung haften. Manche Länder identifizieren wir mit dem einen oder anderen Rezept. Die Foodbloggerin Nicole Stich hat einige ihrer liebsten Rezepte von ihren Reisen zwischen den USA und Singapur in einem Kochbuch zusammengefasst.

Vor langer Zeit schon habe ich das erste Kochbuch von Nicole Stich hier und hier rezensiert. Als ich mit dem Bloggen anfing, da war Nicoles Foodblog Delicious Days eines der allerbesten Foodblogs der Welt. Privat und beruflich reiste sie viel durch die Welt, sammelte Rezepte, postete sie auf ihrem Blog und machte uns Reisehunger.

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Reisehunger: Kulinarisch Reisen will geplant sein

Nicole Stich ist auf ihren Reisen nicht ohne Plan unterwegs. Essen macht die Autorin glücklich und sie verbindet Reiseerlebnisse und Urlaubserinnerungen mit Essen. Während andere Reisende irgendwelche Souvenirs mitbringen, so bringt Nicole Stich Rezepte mit. Vor Ort macht sie sich Notizen zu Mutante und der Zubereitung, zu Hause recherchiert sie dann weiter zur jeweiligen Länderküche und feilt am Rezept, bis er ihren Vorstellungen und Erinnerungen entspricht.

Für den Leser gibt Nicole Stich noch ein paar sehr gute Tipps mit auf den Weg, wie wir ebenfalls kulinarisch Reisen können, um unseren Reisehunger zu stillen. Ihre Tipps für uns sind:

  • Antizyklische Reiseplanung
  • Sich über Landessprache und Gepflogenheiten informieren
  • Blogs als Reiseführer
  • Mit den Einheimischen reden
  • Touristenfallen vermeiden
  • Seinen kulinarischen Horizont erweitern
  • Planlos sein
  • Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Reisehunger: Für ein Kochbuch um die ganze Welt

Für die Inspirationen und Rezepte reiste Nicole Stich fast um die ganze Welt und brachte einige köstliche Rezepte mit aus den USA, Portugal, Frankreich, Italien, Griechenland, der Türkei, Dubai sowie Singapur.

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Reisehunger: Tipps für Reiselustige

Zwischen den Rezepten macht uns Nicole Stich in ihrem Buch “Reisehunger” Appetit noch mehr zu erkunden. Dafür gibt sie uns Tipps, wie wir auf die richtige Spurensuche gehen können. Nicole Stich gibt uns dabei Tipps für die perfekten gegrillten Käse-Toasts, sie geht mit uns auf einen Road-Trip in den USA zwischen Neuengland, New Mexico, Colorado und Kalifornien, sie gibt uns Kofferpack-Tipps und vor allem warum wir Platz lassen sollten im Koffer für Lebensmittel, Weine oder Keramik und sie erinnert uns, Traditionen zu respektieren und für die Länder entsprechende Playlists einzurichten, die wir während des Urlaubs oder des Kochens hören können.

Außerdem erklärt sie dem Leser noch ein paar köstliche Nudelrezepte und gibt ein paar exzellente Tipps für Spezialitäten aus Frankreich, Italien, Griechenland , der Türkei sowie vieles mehr, was ich Euch jetzt hier nicht verraten möchte. Lest es doch einfach selbst!

Reisehunger: Reisen macht hungrig

Ich habe mich für ein Rezept zum Nachkochen entschieden, das absolut einfach zu machen ist – und für einen warmen Tag absolut perfekt. Nicole Stich hat diesen Salat offensichtlich in Singapur kennengelernt. Mich erinnert er an einen extrem köstlichen Salat in Kenia. Auf jeden Fall ist er großartig, erfrischend, gesund und macht total Spaß. Der Mango-Avocado-Salat ist so ganz anders als das, was wir hier unter Salaten verstehen. Es ist vielmehr eine Obst-Gemüse-Salat-Variation. Tropische Früchte in Verbindung mit einem Dressing aus Fischsauce, Limettensaft, Sesamöl und Chili sowie den typischen frischen Kräutern.

Reisehunger: Mein Fazit

Spannend und interessant ist die Seite über die Gewürze aus 1001 Nacht – doch hier hätte Nicole Stich ruhig viel ausführlicher sein können. Denn Gewürze sind nicht nur in Arabien eine wichtige Zutat. Doch wer in Sachen Gewürzen und Aromen noch mehr wissen möchte, der wird mit Sicherheit von Alfons Schuhbeck noch besser bedient. Dass der Asien-Teil allerdings lediglich Singapur umfasst, ist dann doch etwas dünn. Hier hätte ich mir deutlich mehr erwünscht. Klar, Singapur ist ein Schmelztiegel der Einwanderer aus allen Ecken Asiens und ihrer Küchen. Doch gerade hier hätte Nicole Stich noch etwas mehr umher reisen können und ins Detail gehen können.

Das Buch ist noch voller 86 weiterer, sehr köstlicher Rezepte. Die sind absolut nachahmenswert. Außerdem ist dieses Kochbuch sehr cool und köstlich aufgemacht. Viele Bilder machen Appetit auf die Gerichte. Und auch die Graphiker des Verlages haben ganze Arbeit geleistet.

Viel Spaß beim Nachkochen! Guten Appetit!



Mehr Infos:

Küssen auf Reisen und andere verbotene Früchte in 20 Ländern

A kiss of a student for the love of his life. In ancient times people had no #tinder, they gave each other some chocolate - #heidelberg #heidelberg4you #romanticheidelberg #romanticcities #visitheidelberg #beautifuldestinations #chocolate #happy #romantic

Schon Die Prinzen wussten es: “Küssen verboten, streng verboten!” Prince wiederum bettelte seine Liebste an: “I just want your extra time and your Kiss!” Als Deutsche können wir glücklich sein in einem sehr liberalen, freien Land zu leben. In der Bundesrepublik gibt es kaum “verbotene Früchte”. Insbesondere in der Bundeshauptstadt, da die Berliner die preussische Einstellung vom Alten Fritz übernommen haben. König Friedrich II. von Preussen hat das Prinzip des “Chacun à son goût” in die DNA der Berliner gepflanzt. Heute wird das allerdings eher gelebt in der totalen Ignoranz des Nächsten im Sinne von “Ditt is mir doch ejal wie die Flitzpiepe rumlooft.”

Aber wie ist das, wenn wir auf Reisen sind? Wie können wir uns dort benehmen? Was geht – oder vielmehr: Was geht überhaupt nicht? Was sind die verbotenen Früchte in unseren beliebtesten Reiseländern? Wo darf man sich ungestraft küssen – oder was gibt es noch für Fettnäpfchen, die schnell viel Geld oder gar die Freiheit kosten könnten? Einen offiziellen Reise-Knigge gibt es nicht. Überall gelten grundsätzlich die normalen Benimmregeln. Doch diese können in den vielen Ländern dieser Erde sehr unterschiedlich sein. Wir gingen auf Spurensuche nach den verbotenen Früchten, den kuriosesten Vorschriften aus beliebten Reiseländern die nicht nur zum Lachen sind, sondern Urlaubern eine Menge Ärger bescheren können.

Osterspaziergang. Im Grunewald ist Holzauktion. - Ick gloob ick koof mir mal nen Leierkasten. Find ick dufte. #berlin #ostern

Verbotene Früchte: Deutschland

Das Bauen von Strandburgen macht zwar Spaß, ist aber an vielen Stränden Deutschlands verboten. In Binz auf Rügen oder auf Fehmarn sind zumindest kleine Burgen erlaubt, die abends wieder zugeschüttet werden, damit nachts keine Menschen in Löcher oder über Sandberge stolpern. Gänzlich verboten ist Burgenbauen auf Sylt – angeblich, um Rettungsfahrzeuge nicht zu behindern.

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Verbotene Früchte: Frankreich

Bereits seit dem Jahr 1910 ist es in Frankreich nicht mehr erlaubt, Abschiedsküsse auf dem Bahnsteig auszutauschen. Damit reagierte der Gesetzgeber einst auf Zugverspätungen, weil sich Paare vor der Abfahrt nicht trennen konnten und dadurch immer wieder Verzögerungen hervorriefen.

Verbotene Früchte: England

Wer eine Postkarte nach Hause schreibt, der sollte beim Frankieren aufpassen. Aus Respekt vor der Queen ist es nicht nur unschicklich, sondern verboten, eine Briefmarke mit ihrem Konterfei falsch herum aufzukleben. Und im Nordwesten Englands wurde der Bereich vor dem Bahnhof Warrington Bank Quay zur kussfreien Zone erklärt. Damit sollen lange Abschiedsszenen und damit eine ständig zugeparkte Haltebucht vermieden werden. Ein Warnschild mit einem durchgestrichenen küssenden Paar weist wenig dezent auf das Verbot hin. Im Bahnhof selbst ist Küssen allerdings erlaubt.

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Verbotene Früchte: Italien

Im kleinen Örtchen Eboli (Kampanien) etwa heißt es per Gesetz: „Es ist ist verboten, im Auto Küsse und Zärtlichkeiten auszutauschen.“ Wer trotzdem erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe zwischen 50 und 500 Euro rechnen. Im Bergdorf Monreale in Sizilien darf in öffentlichen Parks nicht geknutscht werden.

Die Stadtväter in Italiens Altstädten wünschen sich, dass die Touristen ihr Geld im Restaurant ausgeben und nicht beim illegalen Hütchenspieler. Wer in Rom am Rand des Trevibrunnens picknickt, der wird von Polizisten mit Trillerpfeifen verscheucht. In Florenz und auf Capri werden die Freitreppen vor den Kirchen um die Mittagszeit nass gespritzt, damit sich niemand hinsetzt. Und Einkaufen bei illegalen Straßenhändlern kostet bis zu 7.000 Euro Strafe.

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Verbotene Früchte: Griechenland

Steine von antiken Stätten mitzunehmen, ist in Griechenland bei strenger Strafe verboten. Dies gilt nicht nur für Teile der Akropolis, sondern auch für unverfängliche Kieselsteine. Wer erwischt wird, kann leicht die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen und muss hinterher auch das archäologische Gutachten bezahlen.

Verbotene Früchte: Russland

Das ordentliche Erscheinungsbild von Pkw genießt in Russland oberste Priorität. Ist nämlich der (Miet-)Wagen zu schmutzig, droht ein Bußgeld von bis zu 200 Euro. In Moskau kontrollieren Polizisten penibel, ob Nummernschild und Windschutzscheibe sauber genug sind.

Verbotene Früchte: USA

In Eureka (Nevada) sollten sich Männer vorsorglich immer rasieren: Schnurrbart-Trägern ist es nämlich untersagt, eine Frau zu küssen. Das Gesetz gibt es bis heute. Im Bundesstaat Michigan darf ein Mann laut Gesetz seine Frau nicht am Sonntag küssen. In Boston (Massachusetts) ist das Küssen vor einer Kirche offiziell verboten. Der Hochzeitskuss fürs Foto entfällt also. In Wisconsin besteht ein Kussverbot in allen Zügen. In Florida dürfen Männer generell nicht die Brüste ihrer Ehefrau küssen. In Iowa sind Küsse in der Öffentlichkeit zwar erlaubt, sie dürfen aber nicht länger als fünf Minuten dauern. In Halethrope (Maryland) darf ein Kuss sogar nicht länger als eine Sekunde dauern. In Riverside (Kalifornien) dürfen sich zwei Personen nur küssen, wenn sie vorher ihre Lippen mit Rosenwasser betupft haben.

Im Land von Al Capone ist Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit weiter tabu. Das gilt auch für Strände, Parks und Flaniermeilen. Schon das sichtbare Tragen alkoholischer Getränke kann strafbar sein. Und wenn der Kassierer an der Kasse unter 21 ist, dann muss man in New York den Alkohol selber scannen und in die Tüte packen – wirklich.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wird jeder beim Vornamen angesprochen und sofort nach Hause eingeladen – das ist freilich nur selten ernst gemeint. Auf “How are you” antwortet man selbstverständlich nie anders als “great”. Bei Tisch ist das Naseputzen verpönt, der wohlerzogene Gast verschwindet dazu in den “powder Room”. Beim Betreten eines Restaurants wartet er außerdem, bis ihm ein Platz zugewiesen wird. Noch wichtiger ist das angemessene Trinkgeld: Der Kellner erwartet 15 Prozent des Rechnungsbetrages, weil der “tip” ein wesentlicher Teil seines Lohnes ist. Am Strand gilt oben ohne – selbst nur kurz beim Umziehen – als völlig unmöglich.

Verbotene Früchte: Thailand

Das freundliche Streicheln über das Haar eines Kindes gilt im Land des Lächelns als echter Fauxpas: Der Kopf ist dem Buddhisten ein heiliges Körperteil. Noch schlimmer wäre es, mit den Fingern auf andere Menschen zu zeigen oder mit dem Fuß auf andere zu zeigen. Fußsohlen dürfen auch nie auf Buddha-Statuen gerichtet sein. Empfindlich reagieren Thailänder auf das Zerknüllen von Geldscheinen – das gilt als Majestätsbeleidigung, denn der Monarch ist darauf abgebildet. Thais legen großen Wert auf gepflegte Kleidung – mit T-Shirt und kurzer Hose gilt man als bettelarm.

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Verbotene Früchte: Indien

Verkehrte Gestikwelt: Wer am Ganges freundlich den Kopf schüttelt, der zeigt damit seine Zustimmung. Dazu sagt der Inder gern noch “aha”, was wiederum keineswegs für Verwunderung steht. Ein Nein signalisiert man in Indien dagegen, indem man kurz mit dem Kopf zuckt und dazu mit der Zunge schnalzt. Traditionell geht man bei der Begrüßung vor. Besser als Handgeben ist der klassische indische Gruß: Handflächen wie zum Gebet vor der Brust zusammenlegen, den Kopf leicht neigen und “Namaste” sagen – guten Tag. Das funktioniert übrigens zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Verbotene Früchte: Brasilien

Die heißen Rhythmen beim Karneval von Rio können nicht darüber hinweg täuschen: In vielerlei Hinsicht ist man in Brasilien sehr konservativ. Homosexuelle Paare zum Beispiel haben es sehr schwer. Bei Einladungen gilt eine halbe Stunde Verspätung als früheste Eintreffzeit. Bei der Begrüßung nehmen sich auch wildfremde Menschen in den Arm und deuten einen Kuss auf jede Wange an. Frauen dürfen ruhig sehr sexy Kleidung tragen – aber nur mit perfekt epilierten Beinen und Achseln. Körperhygiene ist extrem wichtig – Brasilianer duschen mehrmals täglich und nehmen ins Restaurant die Zahnbürste mit. Komplimente dürfen gern direkt und sehr persönlich sein. Rote Blumen schenkt man aber nur zu Begräbnissen.

Verbotene Früchte: Dominikanische Republik

In der Dominikanischen Republik begegnen Menschen einem meist freundlich, lebhaft und temperamentvoll. Wer sich dadurch selbst zu forschem Auftreten verleiten lässt, der kommt bei den Dominikanern schnell als aggressiv und respektlos an. Und ohne gezeigten Respekt ist man auf den Inseln schnell unten durch. Taktgefühl beweist, wer Einheimische grundsätzlich um Erlaubnis bittet, bevor er sie ablichtet. Das gebietet die Achtung vor dem anderen Menschen und kann darüber hinaus auch nicht schaden, wenn man wieder daheim ist.

Verbotene Früchte: Islamische Länder

Herumgeknutsche in der Öffentlichkeit ist etwa in Indonesien, Indien, Dubai und Malaysia verboten. Für Schlagzeilen sorgte 2010 ein Fall in Dubai, wo sich zwei Briten in einem Restaurant auf den Mund geküsst haben sollen. Die Folge: Das Paar wurde zu einem Monat Haft verurteilt. Ob das Gesetz auch hinter den Gefängnismauern gilt?

Verbotene Früchte: Ägypten

An den Stränden von Hurghada und Sharm el Sheikh geht es zu wie auf Mallorca, und doch ist Ägypten ein muslimisches Land. Den Dorfspaziergang oder gar den Besuch einer Moschee unternimmt man deshalb unbedingt in angemessener Kleidung, also mit bedeckten Schultern und langen Hosen. Ägypter sind sehr herzlich und meinen das auch wirklich so. Zum Abschied ist ein Küsschen auf beide Wangen normal – unter Frauen und durchaus auch unter Männern. Zärtlichkeiten zwischen den Geschlechtern sind dagegen in der Öffentlichkeit ein No-go.

Verbotene Früchte: Vereinigte Arabische Emirate

In Stadthotels in Abu Dhabi wird man als Mann bereits ermahnt, wenn man seine Frau einfach nur spielerisch durch den Hotelpool trägt oder sie umarmt. Dies gilt als zu viel Nähe. Demgegenüber ist es in Jordanien nach Auskunft des Fremdenverkehrsamtes kein Problem, Händchen zu halten oder einen Kuss auf die Wange zu geben.

Nicht ins Reisegepäck gehören E-Zigaretten für Urlauber, die in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen. Ob Dubai, Abu Dhabi oder Ras-al-Khaimah: Überall werden E-Zigaretten bei der Einfuhr beschlagnahmt.

Verbotene Früchte: Jordanien

Allzu freizügig sollte man sich nicht kleiden, sprich Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Allerdings wird man auch nicht angesprochen, wenn man einmal kürzere Hosen oder Röcke beziehungsweise schulterfreie Oberteile trägt. In den Strandhotels am Roten und Toten Meer sind Bikinis und legere Strandbekleidung überhaupt kein Problem.

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Verbotene Früchte: Sri Lanka

Das Spiel mit religiösen Symbolen ist überall auf der Welt gefährlich. Eine britische Touristin reiste jüngst mit ihrer Buddha-Tätowierung auf dem Arm nach Sri Lanka. Erboste Mönche meldeten dies der Polizei als unangemessen – die Frau wurde des Landes verwiesen. Es empfiehlt sich deshalb, Tätowierungen zu bedecken.

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Außerdem sollte man sich auch nie auf einen der steinernen Löwen setzen. Schon gar nicht in der Hauptstadt Colombo an der Independence Memorial Hall. Damit beleidigt man ein nationales Heiligtum. You don’t ride the Sri Lankan lion!

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Verbotene Früchte: Malaysia

Natürlich gibt es muslimischere Gebiete in Malaysia, unter anderem Kelantan und Terengganu, jedoch ist der Tourist in der Hauptstadt Kuala Lumpur sowie in ganz Malaysia in keiner Weise eingeschränkt. Hier kann es lediglich sein, dass gewisse Hotels keine alkoholischen Getränke in der Minibar haben oder die Hotels separate Pools für muslimische Gäste haben. Natürlich ist es nicht gerne gesehen – wie in europäischen Ländern auch – wenn man mit dem Bikini oder der Badehose durch die Stadt spaziert. Wenn man Gebetshäuser besuchen möchte, darf man natürlich nicht freizügig gekleidet sein.

Verbotene Früchte: Tunesien

Die Touristen können ganz normal ihren Urlaub verbringen. Es gibt kein Bikiniverbot am Strand. Beim Besuch einer Moschee sollte man kurze Hosen und freie Arme mit einem Tuch bedecken. Beim Fotografieren von Menschen sollte man diese um ihre Einwilligung bitten.

Verbotene Früchte: Singapur

Die als besonders reinlich bekannte Stadt hat seit 1992 Herstellung und Verkauf von Kaugummis verboten, um Straßen, Busse und U-Bahnen sauber zu halten. Laut Auswärtigem Amt ist sogar die private Einfuhr untersagt. Zuwiderhandlungen können auch für Touristen zu Geldstrafen von mehr als 150 Euro führen.

Verbotene Früchte: Malediven

In den Resorts auf den Malediven kann man sich genauso frei und unbesorgt bewegen wie in jeder anderen Urlaubsdestination. Absolute Privatsphäre ist jedoch nur in abgeschirmten Villen garantiert. Außerhalb der Villen erwartet man die gleichen Verhaltensweisen wie von jedem, der sich in der Öffentlichkeit befindet – wie zum Beispiel angemessene Bekleidung und Umgangsformen.