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Masters Of Malaysian Cuisine: Wie lerne ich in 7 Tagen malaysisches Streetfood kochen?

Malaysia – das ist für viele Deutsche noch eine Art Terra Incognita südlich von Thailand. Malaysische Küche ist für uns noch sehr unbekannt. Kein Wunder, bei insgesamt sieben malaysischen Restaurants in ganz Deutschland – wie eine schnelle Google-Suche ergab. Die Masters Of Malaysian Cuisine wollen das ändern. Denn malaysisches Streetfood ist großartig, köstlich, gesund und oft auch vegan. Also wie lernen wir malaysisches Streetfood zu kochen? Die Antwort auf die Frage ist ganz klar: Durch die Teilnahme an einer der Masters of Malaysian Cuisine Cooking Demo.

Masters Of Malaysian Cuisine: Schmelztiegel-Streetfood

Malaysia liegt zwischen Thailand, China und Indonesien. Malaysia ist als Schmelztiegel der Kulturen auch für seine herausragende Küche bekannt. Exotische Früchte, feine Aromen und Gewürze sowie ausgetüftelte Zubereitungsarten verleihen malaysischen Gerichten stets einen Hauch von Extraklasse.

Essen bringt Menschen zusammen und insbesondere die malaysische Küche mit ihren zahlreichen Einflüssen aus verschiedensten ethnischen Gruppen ist dafür ein beispielloses Vorbild.

Dabei ist die Küche Malaysias weniger von Thailand beeinflusst als vor allem von China, Indien, Arabien und Indonesien. Die Staatsreligion ist der Islam, daher finden wir weniger Schwein auf der Speisekarte, dafür wunderbar zubereitetes Rind oder Lamm. Was, nebenbei bemerkt, die Chinesen in Kuala Lumpur nicht davon abhält in den Gassen von Chinatown feinste Schweinshaxen zu verkaufen, bei deren Anblick mir sofort der Appetit auf Eisbein, Schäufele oder Grillhaxn kommt.

Masters Of Malaysian Cuisine
Jackie M.

Masters Of Malaysian Cuisine: Virtuelle Kochshows für Jedermann

In Zusammenarbeit mit Tourism Malaysia veranstalten aktuell acht malaysische Chefköche, verteilt auf der gesamten Welt, von Sydney bis Rom, die Masters of Malaysian Cuisine Live Cooking Demos. Vom 25. Juli 2020 bis zum 31. Juli 2020 kocht jeweils einer von ihnen ein typisches malaysisches Gericht live und bringt die Gastronomie Malaysias damit in die heimischen Küchen weltweit.

Masters Of Malaysian Cuisine
Norman Musa

Organisiert werden die Live Cooking Demos von den in Malaysia sehr berühmten Köchen Jackie M. aus Sydney und Norman Musa, der sein Restaurant in Den Haag betreibt. Co-Moderiert werden die Veranstaltungen jeweils von einem einheimischen Food-Journalisten.

Masters Of Malaysian Cuisine
Zaleha Olpin, Bristol / UK

Masters Of Malaysian Cuisine: Koch-Session mit Zaleha Olpin und Foodblogger Götz A. Primke

Auch ein Vertreter aus Deutschland ist dabei: Am 30. Juli bereitet Zaleha Olpin aus Bristol/UK den Street-Food-Klassiker Tauhu Begedil zu, eine Kreation aus Tofu, Hühnchen, Kartoffeln, frischen Kräutern und Chili-Sauce. Live aus München begleitet Götz A. Primke von „Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin“ die Kochstunde. Also ja, ich habe die Ehre diese Veranstaltung zu begleiten.

Vor wenigen Tagen fragte mich mein Freund Norman Musa, den ich vor fünf Jahren auf der ITB Berlin und dann beim KL Big Kitchen Food Festival in Kuala Lumpur kennengelernt habe, ob ich diese Kochsession begleiten wolle. Und wie ich das möchte!

Ich habe also die Ehre am kommenden Donnerstag die Präsentation von Zaleha Olpin zu begleiten. Ihr Gericht nennt sich Tauhu Begedil und ist, soviel möchte ich Euch schon mal verraten, eine sehr spannende Kreation aus Tofu-Bällchen, die mit Tofu sowie mariniertem Hühner-Hackfleisch und Bratkartoffeln gefüllt werden.

Masters Of Malaysian Cuisine
Tauhu Begedil: Gefüllte Tofu Bällchen mit Huhn und Kartoffeln

Masters Of Malaysian Cuisine: Zaleha Olpin bei den MasterChefs UK 2018

Zaleha Olpin ist eine faszinierende Persönlichkeit, die ein eigenes Porträt verdient. Sie war bereits als Managerin für ein Öl- und Gasunternehmen in vielen Staaten tätig, wie etwa Jordanien und Süd-Korea, bevor sie mit ihrem Mann nach England kam und sich in Bristol niederliess. Dort hat sie im Jahre 2018 an der Fernseh-Kochshow Masterchefs UK teilgenommen. In den ersten Folgen begeisterte sie die Juroren mit ihren authentischen und köstlichen malaysischen Kreationen.

Doch dann schmiss sie ein Juror aus der Sendung, weil ihr Rendang nicht knusprig sei. Er erwartete, dass die Haut des Hühnchens im Chicken Rendang knusprig sein sollte. Nur deshalb flog sie aus der Sendung. Was folgte war ein Shitstorm – aber nicht auf Zaleha Olpin, sondern auf die Sendung und die Juroren. Denn ein Rendang ist genauso wenig knusprig wie das berühmte englische Nationalgericht Fish & Chips in einer Suppe serviert wird.

Diese englischen Juroren sind also ganz offensichtlich von tiefstem Rassismus und Chauvinismus geprägt und sind ähnlich ignorant wie die derzeitige englische Regierung. Und Zaleha Olpin wurde sekundiert durch die damalige malaysische Regierung, durch viele Malaysier, die sie auf allen Kanälen in den sozialen Medien unterstützen.

Ihre Reaktion war noch cooler: Zaleha Olpin veröffentlichte ein Kochbuch mit dem Titel „My Rendang isn’t crispy“, ihr Instagram-Account lautet auf den Namen „That Rendang Lady“. Sie ist ein wunderbares Beispiel für den Satz: „When life gives you lemons, turn them to lemonade“. Oder auch Caipirinha.

Masters Of Malaysian Cuisine

Masters Of Malaysian Cuisine: Das Programm

Samstag: 25.07.2020: Chef Johari Edrus, Kuala Lumpur/Malaysia / Co-host: Jackie M.: Kacang Ful – Famous street food from Johor with Arab cuisine influence. this stewed beans dish is cooked with herbs and spices. Food blogger: Dion Woo, Sydney / Australia

Sonntag, 26.07.2020: Nora Haron, San Francisco/USA / Co-host: Jackie M.: Roti Cana & Dhal Curry – Ultimate Malaysian favourite sweet food dish and typically served with vegetarian dhal curry. Food blogger: Tracey Friley, San Francisco / USA

Sonntag, 26.07.2020: Chef Dave Murugaya, Kuala Lumpur/Malaysia / Co-host: Jackie M.: Satay & Peanut Sauce – A vegan twist of satay with hericium mushroom, peanut sauce, onion relish and rice cakes. Food blogger: Robin Soraya, Den Haag / Niederlande

Montag, 27.07.2020: Pearly Kee, Penang/Malaysia / Co-host: Chef Dave Murugaya: Kerabu Bihun Nyonya – Cold vermicelli noodle salad with prawns, chili and fresh aromatic herbs. Food blogger: Helena Smit, Rotterdam / Niederlande

Dienstag, 28.07.2020: Chef Rene Juefri, Dubai/UAE / Co-host: Zaleha Olpin: Seafood Otak Otak – A blend of fish, spices and herbs, wrapped in banana leaf and grilled to perfection. Food blogger: Thanis Lim, Bandar Seri Bagawan / Brunei.

Mittwoch, 29.07.2020: Jackie M., Sydney/Australia / Co-host: Nora Haron: Char Kway Teow – A wok-fried fresh rice noodle dish with seafood, chives and bean sprouts. Food blogger: Adahlia Cole, San Francisco / USA.

Donnerstag, 30.07.2020: Zaleha Olpin, Bristol/UK / Co-host: Norman Musa: Tauhu Begedil – Crispy fried puff tofu with a chicken, potato and spice filling, service with sweet chili sauce. Food blogger: Götz A. Primke, München / Deutschland

Freitag, 31.07.2020: Chef Norman Musa, Den Haag/Niederlande / Co-host: Jackie M.: Ayam Percik Pasar Malam – Oven baked chicken marinated in chili, herbs and spices. Food blogger: Cecilia De Cruz, Rom / Italien.

Masters Of Malaysian Cuisine: Technische Hinweise

Alle Kochstunden finden um 10.00 Uhr deutscher Zeit statt. Jeder kann sich auf der Webseite direkt anmelden. Noch mehr Informationen und Anmeldung gibts hier. Und dann per Youtube live zuschauen. Die Zuschauer sind auch eingeladen, während der Sendung Fragen zu stellen, die dann im Laufe der Show beantwortet werden.

Mehr Infos:

Bachmair Weissach: Bayerisches Designhotel im Geniesserland Tegernsee

Bachmair Weissach Geniesserland Tegernsee

Das doppelte Bachmair: Ein Hotelname, zwei Hotels. Im Geniesserland Tegernsee stehen zwei Hotels mit fast identischem Namen. Allerdings in fußläufiger Nähe zueinander. Doch repräsentieren sie nicht nur zwei unterschiedliche Hotelstile, sie entstammen aus unterschiedlichen Jahrzehnten, ja fast Jahrtausenden. Hier das Bachmair Weissach, dort das Bachmair am See. Jenes befindet sich in Rottach-Egern und liegt direkt am See. Einst war es der Treffpunkt der Stars und Sternchen in den 80ern und 90ern, doch ist es heute leider völlig verstaubt, lange nicht mehr renoviert und in keinem der führenden Hotelführer mehr zu finden. Die Touristen bevorzugen heute das Haus im Ortsteil Weissach.

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Bachmair Weissach: Die Anreise ins Geniesserland Tegernsee

Die Münchner zieht es am Wochenende immer gern raus aufs Land. Den größten Teil davon an den Tegernsee. Das ist kein Wunder, denn die Landschaft ist zauberhaft schön. Doch leider ist die Autobahn zwischen München und der Abfahrt Holzkirchen immer heillos verstopft, die Bundesstraße ins Geniesserland Tegernsee ist in Stoßzeiten ein Dauerstau.

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Darum ist es sehr ratsam, mit der Bayerischen Regiobahn BRB (bisher: Bayerische Oberlandbahn BOB) aus München anzureisen und am See zu übernachten. Mich zieht es dann gern in ein Hotel, das Genuss auf allen Ebenen bietet.

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Beispielsweise in das Bachmair Weissach. Da sind wir weg vom Trubel und können die Ruhe und den kleinen Bach genießen, der durch das große Grundstück fließt. Auch kulinarisch hat das Bachmair Weissach einiges zu bieten. Beispielsweise das elegante japanische Restaurant MIZU und den Gasthof zur Weissach, mit feiner bayerischer Küche, oder auch die Kreuther Stuben, das wohl einzige Fondue-Restaurant in Bayern. Das Bachmair Weissach verbindet einige Ansprüche auf höchstem Niveau: Es ist ein Familienhotel, ein Geniesserhotel, ein Wellnesshotel und auch ein Businesshotel. Ja, Firmen und Familien kommen sich hier nicht in die Quere.

Insgesamt besteht das Hotel aus vier Komplexen und einer riesigen Eventarena. Das Hauptgebäude und drei Gästehäuser bieten wunderschöne Hotelzimmer. Die Gästehäuser sind alle miteinander verbunden (Glück gehabt bei Kälte und Regen). Die Komplexe sind alle nach den Söhnen des Hoteleigentümers benannt und umgeben von einer grünen Hotelanlage mit einem kleinen Bach und sogar einer eigenen Kapelle.

Mit diesem Video erhaltet ihr einen kleinen Einblick:

Bachmair Weissach: Die Zimmer

Die Zimmer im Bachmair Weissach sind wirklich außerordentlich schön und einfallsreich. Eine moderne bayerische Interpretation:

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Mein Zimmer – oder besser: meine Suite besteht aus drei Räumen: dem Schlafzimmer, dem Wohnbereich sowie dem Bad und Anziehzimmer, die so gross geschnitten sind wie bei anderen Leuten ein normales Zimmer. Allein das ist schon Luxus und trägt zur Entspannung bei.

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Alle Räume sind aus einer Synapse von Moderne und urig bayrischem Stil. Sprich der Inhaber Korbinian Kohler hat viele Holzelemente und traditionelle Möbelstücke aber auch moderne Farben und Möbel in seinen Hotelzimmern integriert. Natürlich darf man die eingerahmten Lederhosenbilder nicht vergessen, diese findet man in jedem Zimmer im Bachmair-Weissach. Hintergrund: Korbinian Kohler sammelt Lederhosen.

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Besonders sticht die Minibar in einem urigen mit Blumen verzierten Schrank ins Auge (übrigens: die Minibar ist inklusive).

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Hinter den Türen dieses modernen Bauernschrankes verstecken sich der Flachbildschirmfernseher, der Tresor, die Minibar sowie der Wasserkocher, Tassen und Gläser.

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Diese elegante Art, nützliche, aber nicht immer schöne Hotelzimmermöbel verschwinden zu lassen, finde ich einfallsreich und praktisch.

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Und noch ein weiteres praktisches Detail finden wir im Zimmer: Unter dem grossen Schreibtisch ist eine extra Streckdose mit USB-Anschluss angebracht.

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Das sieht zwar irgendwie aus, als ob es den Technikern in Verbindung mit dem Schreibtisch nachträglich eingefallen wäre. Doch diese Lösung ist unauffällig, elegant und praktisch zugleich. Man sieht die Steckdose nicht, sie ist aber in Griffweite da, wo man sie braucht: unter dem Schreibtisch. Nur möchte man nicht allzu lange an diesem Schreibtisch sitzen und arbeiten. Denn dafür ist die Holzbank ohne Lehne doch etwas zu unbequem.

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Umso bequemer sind die Couch und die Sessel. Ja, hier mag man sehr gern länger drin verweilen, lesen, TV schauen oder einfach nur entspannen.

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Auf einem kleineren Beistelltisch neben der Tür zum Schlafzimmer steht das Telefon sowie ein Hotel-Tablett. Hier kann der Gast die wichtigsten Informationen über das Hotel lesen. Gästemappe adé, so sollte es mittlerweile in jedem Hotel aussehen.

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Im Schlafzimmer steht ein extrem gemütliches Bett, aus dem man überhaupt nicht mehr aufstehen möchte. Wer kurz vor dem Einschlafen noch in die Glotze schauen möchte, der muss nicht im Wohnzimmer auf der Couch einschlafen. Gleich an der Wand gegenüber des Bettes hängt ein Flatscreen an der Wand. Die Betten sind allerdings so bequem, dass man am nächsten Morgen eigentlich nicht wirklich aufstehen möchte. Doch dann würde man einiges im Hotel verpassen.

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Allerdings wacht man in diesem schönen Bad sehr schnell auf.

Bachmair Weissach: Das Frühstücksrestaurant

Beim Frühstücksbuffet beeindruckt es mich, dass es eine Tafel im Frühstückspavillon gibt, auf der die Bauernhöfe, Bäckereien etc. draufstehen, die das Hotel beliefern. Dabei bemerkt man, dass man hier Qualität aus der Region rund um das Geniesserland Tegernsee erhält. Das schmeckt man auch! Da macht doch das morgendliche Aufstehen gleich viel mehr Spaß.

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Zum Frühstück geht es in dieses Restaurant – in das wir am Abend zuvor einen Blick zum Fotografieren geworfen haben.

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Für Familien mit kleinen Kindern stehen wirklich genügend Kinderstühle zur Verfügung.

Bachmair Weissach: Die Bachmair Weissach Arena

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Wenn im Bachmair Weissach keine grossen Events geplant sind, dann steht die grosse Bachmair Weissach Arena auch den Kindern zur Verfügung. Die Bachmair Weissach Arena ist die größte Veranstaltungshalle im Voralpenland. Sie bietet für Events, Messen oder Produktpräsentationen eine Fläche von 2.700 Quadratmetern und Kapazitäten für bis zu 1.100 Personen. Die Arena ist dabei aufgeteilt in zwei Hallen mit 900 und 1.300 Quadratmetern.

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Bachmair Weissach: Die Kinderbetreuung

Doch wenn kein Event ansteht, dann ist die Bachmair Weissach Arena ein grossartiger, grosszügiger Kinderspielplatz.

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Für die Kinder ist eh grossartig und liebevoll gesorgt. Das Bachmair Weissach beschäftigt Kindergärtnerinnen, die professionell sich um die kleinen Racker kümmern.

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Auch für die größeren Kinder ist bestens gesorgt. Spielkonsolen, Billardtische und genügend Platz zum Abhängen ohne Eltern.

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Und zum Austoben steht eine Tischtennisplatte zur Verfügung.

Bachmair Weissach: Die Tages- & MIZU-Bar

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Für große Kinder gibt es andere Spielplätze: Die Tages- & Mizu-Bar beispielsweise, in der die Hotelgäste einen Aperitif vor oder Digestif nach dem Essen geniessen können.

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Die Bar ist rund um die Uhr von 9 Uhr früh bis 1 Uhr früh geöffnet und daher auch ein Platz für den Kuchen am Nachmittag oder ein Tässchen Tee oder Kaffee zwischendurch. Freitags und Samstags legt der DJ ab 21.00 Uhr auf.

Kulinarisch kann das Bachmair Weissach unheimlich reizvoll und abwechslungsreich aufspielen:

Bachmair Weissach: Die Kreuther Fondue-Stuben

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Die Kreuther Fondue-Stuben sind im Winter unschlagbar. Wenn die Temperaturen sinken und eine weiße Schneedecke über dem Land liegt, gibt es nichts Besseres, als einen Abend im Fondue-Restaurant in Rottach-Egern zu verbringen. Die Gäste nehmen von Ende November bis Ende Februar Platz am offenen Kamin der Kreuther Fondue Stube, die mit tiefen Decken und hellen Holz-Vertäfelungen eine heimelige alpenländische Gemütlichkeit versprüht. Das Angebot reicht dabei von Fisch- über Fleisch- bis hin zu klassischem Käse-Fondue – in jedem Fall eine Winterverführung vom Feinsten!

Bachmair Weissach: MIZU – Sternewürdige japanische Küche

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Bei unserem Besuch gab es zwar kein Fondue – dafür aber genossen wir einen perfekten Abend im MIZU – ein unvergesslicher, grossartiger Genuss!

Bachmair Weissach: Der Gasthof zur Weissach

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Der Gasthof zur Weissach ist sozusagen der historische Nukleus dieses Hotels. Er ist das traditionsreiche Restaurant in Rottach-Egern am Tegernsee. Hier serviert das Hotel eine gehobene bayerische Küche, insbesondere für die Hausgäste mit Halbpension, aber auch für die Feinschmecker aus der Umgebung.

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Am zweiten Abend suchen wir uns einen ruhigen Platz in einer Ecke neben dem Serviceschrank, der für jedes Restaurant ein Schmuckstück wäre. Hier findet wohl jedes Mise-en-place seinen Platz. Wir geniessen hier ein köstliches bayerisches Menü.

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Roastbeef | Kapernäpfel | Remouladensauce

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Kartoffelcremesuppe | Thymiancroûtons

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Lackierte Entenbrust | Blaukraut | kleine Kartoffelknödel

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Apfelstrudel | Kirschkompott

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Bachmair Weissach: Das MIZU Onsen Spa

Das MIZU Onsen Spa setzt neue Maßstäbe in Sachen Wellness im Geniesserland Tegernsee. Ein Olsen Becken mit 42 Grad, heiße Quellen, Kaltwasserbecken, Ruheräume, Körperpeelings mit Salz, ein Dampfraum… hier wird japanisches Entspannen zelebriert.

Zeitgleich mit mir waren einige Beauty-Influenza-Girlies im Bachmair Weissach. Nur wenige Minuten vor mir hat das Ex-GNTM-Model Darya Strelnikova am Pool posiert und innerhalb kürzester Zeit hunderte von Likes generiert. Ich habe mal ausprobiert, ob ich das auch schaffe: in dämlichen Posen halb bekleidet irgendwo zu sitzen und in die Gegend zu schauen… ok, ich gebe zu, mein Ergebnis auf Instagram war nicht ganz so erfolgreich wie das der Schickse. Aber hey, ich hab’s versucht.

Service:

Das schreiben die Anderen:


Disclosure: Herzlichen Dank an das Bachmair Weissach und an Herrn Korbinian Kohler für die Einladung in dieses außergewöhnlich schöne Hotel im Geniesserland Tegernsee. Meine persönliche Meinung bleibt davon unabhängig.


Was macht die Barbarie-Ente so besonders wertvoll?

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Was ist die Barbarie-Besonderheit? Warum legen Köche so viel wert auf die Barbarie-Ente? Was macht sie für Feinschmecker so begehrenswert? Fragen, denen eine Runde von Journalisten im Rahmen eines Enten-Menüs bei Alfons Schubeck auf den Grund ging. Der im voraus groß angekündigte Maître höchstselbst allerdings war verhindert, was der Qualität des Essens in den Südtiroler Stuben jedoch keinen Abbruch tat. Schließlich ist der Sternekoch eh fast immer und überall gleichzeitig – nur fast so gut wie nicht mehr hinter seinem eigenen Herd. Die Sterne erkochen längst seine bestens ausgebildeten Köche für ihn. Bei aller Verehrung für den von mir hoch geschätzten Alfons Schuhbeck und seinen Leistungen, doch empfinde ich seine ubiquitäre Verfügbarkeit mittlerweile als etwas zuviel…

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Barbarie-Ente: Welche Entensorten gibt es?

Doch ad rem: Wir waren eingeladen von CICAR, das ist keine Cigarren-Rauchervereinigung, auch hat es nichts mit Zykaden zu tun. Es ist die „berufsübergreifende Vereinigung der Barbarie-Ente„. Also eine Art Vermarktungskonsortium. Dieses hatte in die das Sternerestaurant Südtiroler Stuben am Münchner Platzl eingeladen. Wir erfuhren, dass die Barbarie-Ente nur wenig mit unserer Hausente zu tun hat. Die Stammform der Hausente ist die Stockente, sie ist für fast alle europäischen und asiatischen Entenarten die Basis.

Daneben wird auch die aus Südamerika stammende Warzenente, eine Zuchtform der Moschusente, als Haustier gehalten, sowie Hybriden aus beiden, sogenannte Mulardenten. In Frankreich werden die südamerikanischen Warzenenten allerdings Barbarie-Enten genannt. Sie kommt somit aus einer ganz anderen Gegend und unterscheidet sich durch zahlreiche anatomisch Eigenschaften von den gewöhnlichen Enten.

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Espresso einer Entenreduktion

Barbarie-Ente: Warum ist die Qualität des Fleisches so besonders gut?

Derweil wir den Espresso einer Entenreduktion als kleinen Gruß aus der Küche geniessen, erfahren wir, dass das Fleisch der Barbarie-Ente wird wegen des geringeren Fettanteils geschätzt wird. Die Weibchen sind doppelt so leicht wie die Männchen. Die Qualität des Fleisches ist deutlich besser als bei anderen Entenarten. Die weibliche Barbarie-Ente stellte früher mit einem Gewicht von 2,5 Kilogramm ein familiäres Festgesessen für vier bis fünf Personen dar. Doch heutzutage sind auch Teilstücke wie etwa Filets, Keulen und Flügel sehr geschätzt, da sie sich besser in Menüs einbringen lassen.

Insbesondere in Frankreich wird für eine gebratene Ente nur die Barbarie-Ente genommen. Schließlich sind ihre Nährwerte so optimal, dass sie zur ausgewogenen Ernährung des Menschen beiträgt. Sie verfügt über einen Reichtum an Nährstoffen, Vitaminen, Eisen, Phosphor, Selen, Kupfer und ungesättigten Fettsäuren, dabei bleibt der Energiewert durch den Fettgehalt von 10g/100g relativ niedrig. Die ungesättigten Fettsäuren gelten der Prävention von Herz-Kreislaufbeschwerden.

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Allerhand von der Barbarie-Ente auf Currylinsen

Barbarie-Ente: Wo lebt sie, wo kommt sie her?

Die Crew von Sternekoch Alfons Schuhbeck tischt mittlerweile ein „Allerhand von der Barbarie-Ente auf Currylinsen“ auf. Die Barbarie-Ente, so lernen wir, stammt allerdings nicht ausschliesslich aus Frankreich. Es ist keine Herkunftsbezeichnung, sondern eine Art. In ganz Europa, auch in Deutschland, werden Barbarie-Enten gezüchtet. Gerade für Bauernhöfe ist es nicht schwierig, diese Enten zu züchten, da sie beim Verbraucher sehr beliebt sind, für wundervolle rustikale, deutsche Traditionsgerichte stehen und in puncto Umweltverträglichkeit eine der anspruchslosesten Geflügelarten sind.

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Bauernente mit Blaukraut und Brezenknödel

Barbarie-Ente: Der Klassiker von Alfons Schuhbeck

Rustikal geht es auch in den Südtiroler Stuben weiter – doch mit der erwarteten Eleganz des genius loci. Die Bauernente mit Blaukraut und Brezenknödel ist ein typischer Schuhbeck-Klassiker: Ein bayrisches Traditionsgericht elegant und edel interpretiert. Hier kommt nicht der ganze Breznknödel auf den Teller, so dass dieser Gang alleine schon satt macht. Eine schöne Scheibe davon reicht vollkommen, die Ente spielt die Hauptrolle mit je einem Stück Schenkel und Brust. Die grünen Rosenkohlblätter geben noch einen optischen Kontrapunkt.

Das Filet der Barbarie-Ente ist praktisch und einfach zuzubereiten und hat ein festes, dichtes und geschmackvolles Fleisch. Die Keule wird durch ihre Zartheit und den feinen Geschmack geschätzt.

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Geeister Kaiserschmarren mit marinierten Früchten

Barbarie-Ente: Der berühmte Geeiste Kaiserschmarrn von Alfons Schuhbeck

Wir erfuhren noch so einiges mehr über die Barbarie-Ente, doch will ich Euch hier nicht mit nackten Zahlen zu Produktion und Verzehr langweilen, die sich eh über die Jahre auch mal ändern können. Zum süßen Abschluss, zum Dessert taugt dann auch eine so feine und sehr leckere Ente nicht. Da gibt es einen absoluten Schuhbeck-Klassiker, für den der Meister auch schon oft geehrt wurde: Ein Geeister Kaiserschmarren mit marinierten Früchten. Dazu habe ich dieses leckere Rezept aus Schubecks Kochschule gefunden. Diese Interpretation hat natürlich nichts mit einem richtigen Kaiserschmarrn zu tun. Es sieht nur so aus. Und ist absolut lecker.

Natürlich lassen sich auch noch viele andere Entengerichte mit einer Barbarie-Ente zaubern:

Mehr Informationen zur Barbarie-Ente gibt’s hier.

Osterferien in München: 10 Tipps für den entspannten Kurzurlaub mit Kindern

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Herausforderung verlängertes Osterwochenende: Wohin mit den lieben kleinen Rackern? Wo lassen sich ein paar entspannte Osterfeiertage oder gar die Osterferien in München mit einem schönen Städteurlaub verbinden? Wie lassen sich die Interessen von Paaren mit Kindern und Paaren ohne Kindern optimal kombinieren? Wir schlagen vor, die Osterferien in München zu verbringen. Ob per Flugzeug über den Flughafen München, per Bahn oder Auto, nach München kommt jeder sehr schnell. Und von München aus dauert es nur etwa eine Stunde bis zu den Alpen, bis zur Geniesserlandregion Tegernsee, nach Kufstein oder Garmisch-Partenkirchen.

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Doch auch die Möglichkeiten in und um München sind so vielfältig und reichhaltig, dass ein paar Tage schnell vorüber gehen. Wir haben für Euch ein paar schöne Ausflugsmöglichkeiten in und um München zusammengestellt. Bei dieser Auswahl ist für grosse und kleine Kinder mit Sicherheit etwas dabei.

Museen, Schwimmbäder und Tierparks – wir wollen Euch vom Deutschen Museum über die Therme Erding, die Therme Bad Aibling, das Olympiaschwimmbad mitnehmen bis hin zum Tierpark Hellabrunn, dem Wildpark Poing und Sea Life. Und abends geht es dann zum Essen oder in das Deutsche Theater.

Osterferien in München: Ausflugstipps

Osterferien in München Auftakt zur #TransAlpina München - Venedig per Rad. Treffpunkt Deutsches Museum. Warten auf die Kollegen #earlybird

Osterferien in München: Deutsches Museum München

Im Deutschen Museum werden auch die Eltern wieder zu Kindern. Oder zumindest die Väter werden wieder wie kleine Jungs. Ingenieurherzen schlagen schneller, die jungen Burschen möchten etwas technisches erlernen, Studenten erforschen hier die technischen Ursprünge. Das Deutsche Museum in München ist das größte naturwissenschaftlich-technische Museum der Welt. Es werden rund 28.000 Objekte aus etwa 50 Bereichen der Naturwissenschaften und der Technik ausgestellt, die jährlich von etwa 1,5 Millionen Menschen besucht werden.

Am Osterwochenende, 26. bis 28. März, ist das Museum wie gewohnt von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Nicht verunsichern lassen: Das Deutsche Museum baut in den nächsten Jahren viel um. So einige Bereiche sind gesperrt, ein paar Umwege sind zu laufen. Doch für ein modernes, lebendiges Museum, das sich immer wieder neuen Herausforderungen stellt, gehört das dazu. Das Museum an sich ist ein grosser Kinderspielplatz. Es gibt viel zum Mitmachen. Doch das Paradies für die kleinen Rabauken ist dann im Keller das Kinderreich. Hier gibt es viel zum bauen, rumspielen, rumrennen und auch zum planschen. Eltern sei geraten, Buddelhosen oder Ersatzklamotten dabei zu haben…

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In der Schiffsabteilung steht übrigens ein Modell des legendären Kriegsschiffes von Admiral Lord Nelson, die MS Victory. Das bringt uns zu unserem nächsten Vorschlag, etwas vor den Toren der Stadt:

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Osterferien in München: Therme Erding

Schwimmen in der Therme Erding ist für jeden ein grossartiges Vergnügen. Der klassische Zentralbereich bietet die üblichen Angebote eines Freizeitbades. Zur rechten davon liegt die Vitaltherme mit umfangreichem Saunenparadies.

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Insbesondere für Kinder ist das Rutschenparadies Galaxy ein gigantisch schöner Zeitvertreib. Das Wirrwarr aus Rutschenröhren, das Angebot der schnellsten und längsten Rutschen ist beeindruckend und macht jedem viel Spaß.

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Vor einem Jahr, pünktlich zum Gedenktag der Schlacht von Trafalgar feierte das Hotel Victory Therme Erding seinen ersten Geburtstag. Und mit ihm das neue Wellenbad der Therme Erding. Das Hotel Victory ist dem legendären Schiff nachempfunden, dabei gehen die Zimmer, äh die eher rustikalen Kajüten für Familien mit Blick in das Innere des Wellenbades.

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Die luxuriös gestalteten Kapitänszimmer hingegen gehen mit Blick nach draussen, in die ländliche Umgebung von Erding.

Einen Eindruck des gigantischen Glasdaches der Therme Erding gibt dieses Video:

Die wunderschön gelungenen Kapitänskajüten des Victory Hotel Therme Erding haben wir für Euch ebenfalls schon besucht:

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Osterferien in München: Therme Bad Aibling

Wer es eher etwas ruhiger mag, der fährt zum schwimmen in die Therme Bad Aibling. Hier geht es deutlich ruhiger, entspannter und lokaler zu. Während die Therme Erding mit ihren Superlativen Besucher aus ganz Europa empfängt, hat die Therme Bad Aibling deutlich mehr Lokalkolorit. Und das tut auch gut.

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Osterferien in München: Wildpark Poing

Bleiben wir noch etwas im Osten von München. Der Wildpark Poing beeindruckt mit seinem Artenreichtum heimischer Wildtiere. Einige davon sind leider nicht mehr so sehr heimisch in unseren Wäldern. Das mag angesichts des Wolfsrudels mit dem kleinen Jungtier etwas beruhigend sein.

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Doch auch die Luchse fühlen sich hier sehr wohl, lauern, lagern, schlafen im hohen Gras.

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Dazwischen laufen den Besuchern viele Rehe über den Weg, sie wissen, dass die Besucher am Eingang Futter kaufen können und fordern es nun ein. Vor diesen niedlichen Begleitern braucht sich kein Kind zu ängstigen. Die Rehe schauen neugierig in den Kinderwagen und freuen sich über das Menschenkind.

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Etwas weniger zutraulich ist naturgemäß Meister Petz. Der Braunbär ist in Bayern ja leider eher ein Problembär. Doch hier im Wildpark Poing hat er sein grosses Gehege.

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Wer jetzt bei soviel Schwimmen und Tierreichtum, soviel süßen Jungtieren Lust auf Besuch von Meister Adebar bekommen hat, dem empfehlen wir für romantische, kuschlige Stunden Lindners Romantik Hotel in Bad Aibling.

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Verlassen wir nun die Peripherie der Bayerischen Landeshauptstadt, dringen wir in ihr Herz ein. Die vielen bekannten Wirtshäuser, Brauereien, Biergärten und anderen Gaststätten wollen wir hier nicht extra aufzählen. Oft genug weiss München mit seinem strahlend weiss-blauen Himmel zu becircen. Doch gibt es oft genug im Frühjahr und Herbst auch mal Tage, an denen alles grau in grau erscheint. Wer die Osterferien in München mit Kindern verbringt, der sucht nach Alternativen zwischen drinnen und draussen. Die Kinder wollen ihren Bewegungsdrang ausleben, sie wollen rennen, springen, klettern und vieles mehr. Da bietet sich der Zoo in München-Thalkirchen an.

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Osterferien in München: Tierpark Hellabrunn

Auch im Tierpark Hellabrunn gibt es immer wieder Jungtiere zu bewundern. Doch sind diese beiden Eisbärenbabys kürzlich dem Münchner Zoo entwachsen und sind umgezogen, der eine Eisbär nach England, der andere Eisbär ist in den Niederlanden.

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Dafür gibt es jetzt ein Nashornbaby. Naja, Baby… Das Jungtier ist schon ein paar Monate alt und läuft seiner Mutter ganz brav hinterher.

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Während also der Eisbärenpapa seine Kinder sucht und sich überlegt, was er jetzt mit seinem Weibchen anfangen soll,

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und die Seelöwen mit reichlich frischem Fisch verwöhnt werden, wird für die Osterferien in München im Tierpark viel geboten: Zum ersten Mal gibt es ein tolles Bastelprogramm, bei dem interessierte kleine und große Gäste zusammen mit den Tierpflegern Tierbeschäftigungsmaterial basteln können. Am Ostersonntag und –montag werden gebastelte Tierüberraschungen auf verschiedenen Anlagen versteckt. Denn neue Herausforderungen und Animation zum Spiel sind wichtige Bestandteile in der Tierbeschäftigung.

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Anders als in der freien Wildbahn müssen sich Tiere im Zoo nicht mühevoll stundenlang auf Nahrungssuche begeben. Auch die Partnersuche und die Verteidigung des Reviers fallen weg. Deshalb gibt es für Zootiere alternative Beschäftigungsangebote: Beispielsweise verstecken und verpacken Tierpfleger das Futter, um die Nahrungsaufnahme zu einer spannenden Suche zu machen. Kisten, Papierschnitzel, Kartons und Bettlaken sorgen als Spielgeräte für Abwechslung. Da ist Ostern ein perfekter Termin, um für die Hellabrunner Tiere ganz besondere Überraschungen zu verstecken.

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Für Kinder besteht am Ostersonntag und –montag außerdem die Möglichkeit, sich an verschiedenen Stationen zu starken Bären, wilden Tigern oder bunten Schmetterlingen schminken zu lassen. Beim Geschichtenzirkus können die kleinsten Gäste bei lustigen und spannenden Mitmach-Geschichten dabei sein. Das gesamte Gelände des Tierpark Hellabrunn ist voll von Spielplätzen aller Art. Hier ist für die ganz Kleinen wie auch die großen Abenteurer ausreichend gesorgt.

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Osterferien in München: Sea Life München

Weiter tierisch geht es dann ins Sea Life München. Diese US-amerikanische Aquariumkette ist bereits seit 10 Jahren im Olympiapark mit seinem Unterwasserkonzept vertreten. Über 33 naturgetreu gestaltete Becken mit insgesamt 700.000 Liter Wasser und unzähligen Bewohnern einer einzigartigen Unterwasserwelt verzaubern nicht nur die Kinder. Unter der Woche werden hier die Schulklassen durchgeschleust. Die faszinierende Fischwelt bietet sich vor allem bei schlechtem Wetter an, da alles komplett überdacht ist. Besonders spannend ist mit Sicherheit die Fütterung der Rochen und Haie. Das Programm während der Osterferien in München: Am 2. und 3. April feiert Sea Life München seinen zehnten Geburtstag. Bis zum 3. April gibt es die Abenteuer der Dinosaurier zu bestaunen. Noch bis Dezember 2016 ist die Sonderausstellung „Dinosaurier der Meere“ zu Gast.

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Osterferien in München: Olympiapark München

Immer noch nicht genug vom Wasser? Dann ab in die Olympia-Schwimmhalle. Das ist für die sportlich besonders ambitionierten Wasserratten. Wettkampfbahnen, grosser Springturm, genügend Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen. Wer seinen Kindern bei schönem Wetter etwas zum austoben bieten will, dem sei der Olympiapark, insbesondere das Olympiastadion empfohlen. Hier spielten bis vor wenigen Jahren noch die Münchner Bundesligavereine – bis zu ihrem Umzug in die Allianz Arena. Hier findet während der Osterferien in München ein Osterfest statt. Und es gibt einen großen Kinderspielplatz auf dem Olympiaberg.

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Osterferien in München: Pinakothek der Moderne

Immer noch nicht genug? Immer noch nicht müde? Noch immer Lust auf Museen? Dann sind die Pinakotheken während der Osterferien in München ein Muss. Vor allem die Pinakothek der Moderne mit ihren immer wechselnden Ausstellungen. Und für Liebhaber der Klassiker die Alte Pinakothek und die Neue Pinakothek.

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Osterferien in München: Deutsches Theater

Derzeit gastiert im Deutschen Theater die Original-Broadway-Inszenierung von Chicago. Nur noch bis zum 10. April habt Ihr die Möglichkeit, Euch das Musical anzuschauen. Wir haben es uns schon in Berlin angeschaut. Unsere Empfehlung: Unbedingt hingehen! Das kurzweilige Knastsingspiel begeistert von der ersten bis zur letzten Sekunde. „Ein messerscharfes Showspektakel, so perfekt kühl wie die Damen töten“, urteilt die Münchner Abendzeitung. Mord, Habgier, Korruption, Gewalt, Ausbeutung, Ehebruch und Untreue geben den perfekten Hintergrund für eine schaurig-schöne Geschichte aus dem Chicago der Zwanziger Jahre. Es gibt einige Höhepunkte in dieser formidablen Nummernrevue, sei es Isabel Dörfler mit „Bist Du gut zu Mama“, seien es die Klassiker wie „All that Jazz“ oder der „Cell Block Tango“.

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Osterferien in München: Restaurants in München

So, jetzt habt Ihr bis hierhin gelesen und habt Hunger? Die kleinen Racker schlafen? Wie wäre es mit einem gepflegten Dîner in edlem, eleganten, romantischem Ambiente? Passend zu den Osterferien in München haben wir hier ein paar Top-Restaurants in München vor Euch zusammengestellt. Mit Sicherheit ist nicht jedes davon geeignet, mit Kleinkindern dahin zu gehen. Aber wer so ein Mega-Programm mit seinen Kindern in den Osterferien durchzieht, der hat sich auch den ganz besonderen Abend verdient.

Küssen auf Reisen und andere verbotene Früchte in 20 Ländern

A kiss of a student for the love of his life. In ancient times people had no #tinder, they gave each other some chocolate - #heidelberg #heidelberg4you #romanticheidelberg #romanticcities #visitheidelberg #beautifuldestinations #chocolate #happy #romantic

Schon Die Prinzen wussten es: „Küssen verboten, streng verboten!“ Prince wiederum bettelte seine Liebste an: „I just want your extra time and your Kiss!“ Als Deutsche können wir glücklich sein in einem sehr liberalen, freien Land zu leben. In der Bundesrepublik gibt es kaum „verbotene Früchte“. Insbesondere in der Bundeshauptstadt, da die Berliner die preussische Einstellung vom Alten Fritz übernommen haben. König Friedrich II. von Preussen hat das Prinzip des „Chacun à son goût“ in die DNA der Berliner gepflanzt. Heute wird das allerdings eher gelebt in der totalen Ignoranz des Nächsten im Sinne von „Ditt is mir doch ejal wie die Flitzpiepe rumlooft.“

Aber wie ist das, wenn wir auf Reisen sind? Wie können wir uns dort benehmen? Was geht – oder vielmehr: Was geht überhaupt nicht? Was sind die verbotenen Früchte in unseren beliebtesten Reiseländern? Wo darf man sich ungestraft küssen – oder was gibt es noch für Fettnäpfchen, die schnell viel Geld oder gar die Freiheit kosten könnten? Einen offiziellen Reise-Knigge gibt es nicht. Überall gelten grundsätzlich die normalen Benimmregeln. Doch diese können in den vielen Ländern dieser Erde sehr unterschiedlich sein. Wir gingen auf Spurensuche nach den verbotenen Früchten, den kuriosesten Vorschriften aus beliebten Reiseländern die nicht nur zum Lachen sind, sondern Urlaubern eine Menge Ärger bescheren können.

Osterspaziergang. Im Grunewald ist Holzauktion. - Ick gloob ick koof mir mal nen Leierkasten. Find ick dufte. #berlin #ostern

Verbotene Früchte: Deutschland

Das Bauen von Strandburgen macht zwar Spaß, ist aber an vielen Stränden Deutschlands verboten. In Binz auf Rügen oder auf Fehmarn sind zumindest kleine Burgen erlaubt, die abends wieder zugeschüttet werden, damit nachts keine Menschen in Löcher oder über Sandberge stolpern. Gänzlich verboten ist Burgenbauen auf Sylt – angeblich, um Rettungsfahrzeuge nicht zu behindern.

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Verbotene Früchte: Frankreich

Bereits seit dem Jahr 1910 ist es in Frankreich nicht mehr erlaubt, Abschiedsküsse auf dem Bahnsteig auszutauschen. Damit reagierte der Gesetzgeber einst auf Zugverspätungen, weil sich Paare vor der Abfahrt nicht trennen konnten und dadurch immer wieder Verzögerungen hervorriefen.

Verbotene Früchte: England

Wer eine Postkarte nach Hause schreibt, der sollte beim Frankieren aufpassen. Aus Respekt vor der Queen ist es nicht nur unschicklich, sondern verboten, eine Briefmarke mit ihrem Konterfei falsch herum aufzukleben. Und im Nordwesten Englands wurde der Bereich vor dem Bahnhof Warrington Bank Quay zur kussfreien Zone erklärt. Damit sollen lange Abschiedsszenen und damit eine ständig zugeparkte Haltebucht vermieden werden. Ein Warnschild mit einem durchgestrichenen küssenden Paar weist wenig dezent auf das Verbot hin. Im Bahnhof selbst ist Küssen allerdings erlaubt.

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Verbotene Früchte: Italien

Im kleinen Örtchen Eboli (Kampanien) etwa heißt es per Gesetz: „Es ist ist verboten, im Auto Küsse und Zärtlichkeiten auszutauschen.“ Wer trotzdem erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe zwischen 50 und 500 Euro rechnen. Im Bergdorf Monreale in Sizilien darf in öffentlichen Parks nicht geknutscht werden.

Die Stadtväter in Italiens Altstädten wünschen sich, dass die Touristen ihr Geld im Restaurant ausgeben und nicht beim illegalen Hütchenspieler. Wer in Rom am Rand des Trevibrunnens picknickt, der wird von Polizisten mit Trillerpfeifen verscheucht. In Florenz und auf Capri werden die Freitreppen vor den Kirchen um die Mittagszeit nass gespritzt, damit sich niemand hinsetzt. Und Einkaufen bei illegalen Straßenhändlern kostet bis zu 7.000 Euro Strafe.

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Verbotene Früchte: Griechenland

Steine von antiken Stätten mitzunehmen, ist in Griechenland bei strenger Strafe verboten. Dies gilt nicht nur für Teile der Akropolis, sondern auch für unverfängliche Kieselsteine. Wer erwischt wird, kann leicht die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen und muss hinterher auch das archäologische Gutachten bezahlen.

Verbotene Früchte: Russland

Das ordentliche Erscheinungsbild von Pkw genießt in Russland oberste Priorität. Ist nämlich der (Miet-)Wagen zu schmutzig, droht ein Bußgeld von bis zu 200 Euro. In Moskau kontrollieren Polizisten penibel, ob Nummernschild und Windschutzscheibe sauber genug sind.

Verbotene Früchte: USA

In Eureka (Nevada) sollten sich Männer vorsorglich immer rasieren: Schnurrbart-Trägern ist es nämlich untersagt, eine Frau zu küssen. Das Gesetz gibt es bis heute. Im Bundesstaat Michigan darf ein Mann laut Gesetz seine Frau nicht am Sonntag küssen. In Boston (Massachusetts) ist das Küssen vor einer Kirche offiziell verboten. Der Hochzeitskuss fürs Foto entfällt also. In Wisconsin besteht ein Kussverbot in allen Zügen. In Florida dürfen Männer generell nicht die Brüste ihrer Ehefrau küssen. In Iowa sind Küsse in der Öffentlichkeit zwar erlaubt, sie dürfen aber nicht länger als fünf Minuten dauern. In Halethrope (Maryland) darf ein Kuss sogar nicht länger als eine Sekunde dauern. In Riverside (Kalifornien) dürfen sich zwei Personen nur küssen, wenn sie vorher ihre Lippen mit Rosenwasser betupft haben.

Im Land von Al Capone ist Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit weiter tabu. Das gilt auch für Strände, Parks und Flaniermeilen. Schon das sichtbare Tragen alkoholischer Getränke kann strafbar sein. Und wenn der Kassierer an der Kasse unter 21 ist, dann muss man in New York den Alkohol selber scannen und in die Tüte packen – wirklich.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wird jeder beim Vornamen angesprochen und sofort nach Hause eingeladen – das ist freilich nur selten ernst gemeint. Auf „How are you“ antwortet man selbstverständlich nie anders als „great“. Bei Tisch ist das Naseputzen verpönt, der wohlerzogene Gast verschwindet dazu in den „powder Room“. Beim Betreten eines Restaurants wartet er außerdem, bis ihm ein Platz zugewiesen wird. Noch wichtiger ist das angemessene Trinkgeld: Der Kellner erwartet 15 Prozent des Rechnungsbetrages, weil der „tip“ ein wesentlicher Teil seines Lohnes ist. Am Strand gilt oben ohne – selbst nur kurz beim Umziehen – als völlig unmöglich.

Verbotene Früchte: Thailand

Das freundliche Streicheln über das Haar eines Kindes gilt im Land des Lächelns als echter Fauxpas: Der Kopf ist dem Buddhisten ein heiliges Körperteil. Noch schlimmer wäre es, mit den Fingern auf andere Menschen zu zeigen oder mit dem Fuß auf andere zu zeigen. Fußsohlen dürfen auch nie auf Buddha-Statuen gerichtet sein. Empfindlich reagieren Thailänder auf das Zerknüllen von Geldscheinen – das gilt als Majestätsbeleidigung, denn der Monarch ist darauf abgebildet. Thais legen großen Wert auf gepflegte Kleidung – mit T-Shirt und kurzer Hose gilt man als bettelarm.

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Verbotene Früchte: Indien

Verkehrte Gestikwelt: Wer am Ganges freundlich den Kopf schüttelt, der zeigt damit seine Zustimmung. Dazu sagt der Inder gern noch „aha“, was wiederum keineswegs für Verwunderung steht. Ein Nein signalisiert man in Indien dagegen, indem man kurz mit dem Kopf zuckt und dazu mit der Zunge schnalzt. Traditionell geht man bei der Begrüßung vor. Besser als Handgeben ist der klassische indische Gruß: Handflächen wie zum Gebet vor der Brust zusammenlegen, den Kopf leicht neigen und „Namaste“ sagen – guten Tag. Das funktioniert übrigens zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Verbotene Früchte: Brasilien

Die heißen Rhythmen beim Karneval von Rio können nicht darüber hinweg täuschen: In vielerlei Hinsicht ist man in Brasilien sehr konservativ. Homosexuelle Paare zum Beispiel haben es sehr schwer. Bei Einladungen gilt eine halbe Stunde Verspätung als früheste Eintreffzeit. Bei der Begrüßung nehmen sich auch wildfremde Menschen in den Arm und deuten einen Kuss auf jede Wange an. Frauen dürfen ruhig sehr sexy Kleidung tragen – aber nur mit perfekt epilierten Beinen und Achseln. Körperhygiene ist extrem wichtig – Brasilianer duschen mehrmals täglich und nehmen ins Restaurant die Zahnbürste mit. Komplimente dürfen gern direkt und sehr persönlich sein. Rote Blumen schenkt man aber nur zu Begräbnissen.

Verbotene Früchte: Dominikanische Republik

In der Dominikanischen Republik begegnen Menschen einem meist freundlich, lebhaft und temperamentvoll. Wer sich dadurch selbst zu forschem Auftreten verleiten lässt, der kommt bei den Dominikanern schnell als aggressiv und respektlos an. Und ohne gezeigten Respekt ist man auf den Inseln schnell unten durch. Taktgefühl beweist, wer Einheimische grundsätzlich um Erlaubnis bittet, bevor er sie ablichtet. Das gebietet die Achtung vor dem anderen Menschen und kann darüber hinaus auch nicht schaden, wenn man wieder daheim ist.

Verbotene Früchte: Islamische Länder

Herumgeknutsche in der Öffentlichkeit ist etwa in Indonesien, Indien, Dubai und Malaysia verboten. Für Schlagzeilen sorgte 2010 ein Fall in Dubai, wo sich zwei Briten in einem Restaurant auf den Mund geküsst haben sollen. Die Folge: Das Paar wurde zu einem Monat Haft verurteilt. Ob das Gesetz auch hinter den Gefängnismauern gilt?

Verbotene Früchte: Ägypten

An den Stränden von Hurghada und Sharm el Sheikh geht es zu wie auf Mallorca, und doch ist Ägypten ein muslimisches Land. Den Dorfspaziergang oder gar den Besuch einer Moschee unternimmt man deshalb unbedingt in angemessener Kleidung, also mit bedeckten Schultern und langen Hosen. Ägypter sind sehr herzlich und meinen das auch wirklich so. Zum Abschied ist ein Küsschen auf beide Wangen normal – unter Frauen und durchaus auch unter Männern. Zärtlichkeiten zwischen den Geschlechtern sind dagegen in der Öffentlichkeit ein No-go.

Verbotene Früchte: Vereinigte Arabische Emirate

In Stadthotels in Abu Dhabi wird man als Mann bereits ermahnt, wenn man seine Frau einfach nur spielerisch durch den Hotelpool trägt oder sie umarmt. Dies gilt als zu viel Nähe. Demgegenüber ist es in Jordanien nach Auskunft des Fremdenverkehrsamtes kein Problem, Händchen zu halten oder einen Kuss auf die Wange zu geben.

Nicht ins Reisegepäck gehören E-Zigaretten für Urlauber, die in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen. Ob Dubai, Abu Dhabi oder Ras-al-Khaimah: Überall werden E-Zigaretten bei der Einfuhr beschlagnahmt.

Verbotene Früchte: Jordanien

Allzu freizügig sollte man sich nicht kleiden, sprich Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Allerdings wird man auch nicht angesprochen, wenn man einmal kürzere Hosen oder Röcke beziehungsweise schulterfreie Oberteile trägt. In den Strandhotels am Roten und Toten Meer sind Bikinis und legere Strandbekleidung überhaupt kein Problem.

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Verbotene Früchte: Sri Lanka

Das Spiel mit religiösen Symbolen ist überall auf der Welt gefährlich. Eine britische Touristin reiste jüngst mit ihrer Buddha-Tätowierung auf dem Arm nach Sri Lanka. Erboste Mönche meldeten dies der Polizei als unangemessen – die Frau wurde des Landes verwiesen. Es empfiehlt sich deshalb, Tätowierungen zu bedecken.

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Außerdem sollte man sich auch nie auf einen der steinernen Löwen setzen. Schon gar nicht in der Hauptstadt Colombo an der Independence Memorial Hall. Damit beleidigt man ein nationales Heiligtum. You don’t ride the Sri Lankan lion!

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Verbotene Früchte: Malaysia

Natürlich gibt es muslimischere Gebiete in Malaysia, unter anderem Kelantan und Terengganu, jedoch ist der Tourist in der Hauptstadt Kuala Lumpur sowie in ganz Malaysia in keiner Weise eingeschränkt. Hier kann es lediglich sein, dass gewisse Hotels keine alkoholischen Getränke in der Minibar haben oder die Hotels separate Pools für muslimische Gäste haben. Natürlich ist es nicht gerne gesehen – wie in europäischen Ländern auch – wenn man mit dem Bikini oder der Badehose durch die Stadt spaziert. Wenn man Gebetshäuser besuchen möchte, darf man natürlich nicht freizügig gekleidet sein.

Verbotene Früchte: Tunesien

Die Touristen können ganz normal ihren Urlaub verbringen. Es gibt kein Bikiniverbot am Strand. Beim Besuch einer Moschee sollte man kurze Hosen und freie Arme mit einem Tuch bedecken. Beim Fotografieren von Menschen sollte man diese um ihre Einwilligung bitten.

Verbotene Früchte: Singapur

Die als besonders reinlich bekannte Stadt hat seit 1992 Herstellung und Verkauf von Kaugummis verboten, um Straßen, Busse und U-Bahnen sauber zu halten. Laut Auswärtigem Amt ist sogar die private Einfuhr untersagt. Zuwiderhandlungen können auch für Touristen zu Geldstrafen von mehr als 150 Euro führen.

Verbotene Früchte: Malediven

In den Resorts auf den Malediven kann man sich genauso frei und unbesorgt bewegen wie in jeder anderen Urlaubsdestination. Absolute Privatsphäre ist jedoch nur in abgeschirmten Villen garantiert. Außerhalb der Villen erwartet man die gleichen Verhaltensweisen wie von jedem, der sich in der Öffentlichkeit befindet – wie zum Beispiel angemessene Bekleidung und Umgangsformen.

Der Schäfflertanz in München

Wir vertreiben die Pest! Wir bringen Tanz und Freude in die Stadt, die so stark von der Pest getroffen wurde. Die Schäffler tanzen wieder! Alle sieben Jahre wird der berühmte Tanz der Schäffler aufgeführt. Früher wollte man damit die Pest vertreiben oder zumindest von den tristen Zeiten ablenken. Seitdem will man an die Zeiten erinnern. Der Münchner Schäfflertanz ist eine schöne Tradition, die jetzt wieder an vielen Plätzen in München und Umgebung zu sehen ist. Wir haben heute vor dem Hofbräukeller München zugeschaut.

Der Schäfflertanz ist ein Zunfttanz der Schäffler, die zu Musik festgelegte Figuren tanzen. Der Schäfflertanz entstand ursprünglich in München. Ab 1830 verbreitete sich der Brauch durch wandernde Schäfflergesellen auch außerhalb Münchens und ist heute in vielen Orten im altbayerischen Raum üblich.

Der Münchner Schäfflertanz:

Die Wirtsfamilie um Günter und seinen Sohn Friedrich Steinberg vom Hofbräukeller und vom Hofbräuzelt auf dem Oktoberfest hatte die Schäffler nach Haidhausen eingeladen. Der Junior „Ricky“ hat vor wenigen Jahren das Wirtshaus von seinem Vater übernommen und zeigt sich ebenso traditionsbewusst wie sein Vater – obwohl er vor wenigen Jahren eher einen gestörten problematischen Umgang mit Traditionen an den Tag legte.

Vor zwei Jahren wurde das 500-jährige Jubiläum gefeiert. Wie alle sieben Jahre tanzen die Schäffler in diesem Jahr wieder von Heiligdreikönig bis Faschingsdienstag nach alter Überlieferung auf den Straßen und Plätzen der Stadt, in Schulen, Firmen, bei Faschingsveranstaltungen und zum Start auf dem Marienplatz.

Die Gruppe besteht aus 25 Mann. 20 Tänzern, zwei Reifenschwingern, zwei Kasperln und einem Fähnrich. Ingesamt nehmen in diesem Jahr 33 Schäffler an den Tänzen teil, so dass auch der eine oder andere Ausfall verkraftet werden kann.

Bis einschließlich 05. März 2019 wird die Münchner Bevölkerung nach siebenjähriger Pause abermals durch den Schäfflertanz an das schreckliche Pestjahr 1517 erinnert.

Mehr Infos:

Das schreiben die anderen:

Trentino: Diese 7 Bio-Produzenten machen den Unterschied für nachhaltige Ernährung

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Kuhglocken bimmeln, Ziegen laufen meckernd über saftig grüne Weiden. Hier duftet es nach Kräutern, dort prangen Äpfel dicht an dicht an den Bäumen, Weintrauben leuchten unter den Reben hervor, dort erstreckt sich ein riesiger Olivenhain. Trentino ist ein Meisterwerk der Natur: Von den Dolomiten bis an den Gardasee könnte die Landschaft nicht vielfältiger sein.

Das Trentino hat nicht nur legendäre Felsspitzen, sondern auch jede Menge kulinarische Gipfel zu bieten. Die saftigen Täler gleichen einem riesigen Garten, der köstliche Produkte hervorbringt: allen voran Trauben für edle Weine, wie den Spumante TRENTODOC, und Trester für Grappa. Oliven, Milch, Mais, Obst und Gemüse sowie Fleisch repräsentieren eine Vielfalt an Qualitätserzeugnissen, die sich weltweit durch ihren einzigartigen Geschmack auszeichnen. Und das Beste: Im Trentino verschmelzen alpine nachhaltige Gourmetprodukte mit dem Esprit der mediterranen Küche.

Ein exponentieller Zuwachs an Bio-Landwirten und -bewirtschafteter Fläche verzeichnet Italiens Norden. Im Trentino stieg die Anzahl der Bio-Landwirte innerhalb der letzten zehn Jahre auf 1.309 Bauern, das entspricht einem dreifachen Zuwachs. Im gleichen Zeitraum stieg die Gesamtfläche an Bio-Landwirtschaft ebenfalls um das Vierfache. Das norditalienische Trentino ist nicht nur geprägt von seinen spannenden Kontrasten, wie den schneebedeckten Berggipfeln der Dolomiten einerseits und den Palmen am Ufer des Gardasees andererseits. Es besticht auch durch seine exzellenten landwirtschaftlichen Bedingungen und das Bewusstsein der Bevölkerung für hochwertige, nachhaltige Bio-Produkte.

Hat man die Landschaft des Trentino vor Augen, sind immer Rohstoffe mit im Bild, die irgendwann in Restaurants und Trattorien auf den Tellern landen und den Gästen ein verzücktes Strahlen ins Gesicht zaubern. Typische Landesprodukte stellen ein köstliches Kapital des Trentino dar und sind Botschafter für Gaumenfreuden und Gesundheit. Jedes Tal hegt und pflegt traditionelle, von einer Generation auf die andere überlieferte Kochrezepte.

Trentino: Einzigartiger Geschmack

Oliven für Olivenöl, Milch für köstliche Käsesorten, Mais für Polenta, Obst und Gemüse als Beilagen, für Suppen, Eintöpfe, Desserts und Obstbrände, Fleisch für köstliche Wurstwaren, Trauben für Wein – kurzum: Das Trentino bietet eine Vielfalt an Rohmaterialien und Qualitätserzeugnissen, die sich weltweit durch ihren einzigartigen Geschmack auszeichnen. Traditionelle Sennereitechniken und althergebrachte Rezepte geben den Produkten eine ganz besondere Note.

Qualität statt Quantität. Auch wenn im Trentino nur rund zwei Prozent der italienischen Weine produziert werden, so ist man doch mit Recht stolz auf seine edlen und autochthonen Tropfen: der weiße Nosiola sowie die beiden roten Sorten Teroldego und Marzemino. Die Reben wachsen im Trentino zwischen 70 und 800 Metern über dem Meeresspiegel und werden von den unterschiedlichsten Mikroklimaten beeinflusst. Die kalten Winde aus den Bergen, die warmen Winde von der Adria bringen eine faszinierende Charakteristik in die Trauben. Denn ganze 85 Prozent der Trentiner Weine tragen die Ursprungsbezeichnung DOC, die für besondere Qualität steht. Das ist einer der höchsten Prozentsätze in ganz Italien. Prickelndes Aushängeschild der Provinz ist der Spumante TRENTODOC, der im Flaschengärungsverfahren „Metodo Classico“ erzeugt wird. Nach dem Champagner hat er als erster Schaumwein den DOC-Status erlangt. Auch beim Grappa sind die Trentiner konsequent qualitätsbewusst. In den heimischen Brennereien werden nur aus dem Trentino stammende Trester destilliert. Der echte TRENTINO GRAPPA ist an dem Gütesiegel „Marchio del Tridente“ zu erkennen, das vom „Istituto Tutela Grappa“ erst nach strengen Kontrollen vergeben wird.

Trentino: Qualität im Einklang mit der Natur

Die Frucht des Trentino schlechthin ist der Apfel. Mit jährlich rund 4,5 Millionen Doppelzentnern Ertrag – das sind 20 Prozent der nationalen Produktion – ist er das führende Exportprodukt der Provinz. Das Trentino ist in Europa das weitläufigste Obstanbaugebiet in Hochlage, drei Sorten von Äpfeln im Val di Non – Golden Delicious, Renetta und Red Delicious – wurden gar von der EU mit der geschützten Ursprungsbezeichnung D.O.P. ausgezeichnet. Die Trentiner Unternehmen AD ChiniLucia Maria Melchiori und Melinda präsentieren ihre Bio-Äpfel-Spezialitäten.

Ebenso unabdingbar für die Trentiner Küche und ein Muss zu fast allen Gerichten ist das Native Olivenöl extra vom Gardasee. Auf den Hügeln rund um Riva del Garda, Arco, Nago, Torbole, Tenno und Dro wachsen die uralten Olivenbäume, deren Früchte von Hand gelesen und anschließend bei 30 Grad Celsius gepresst werden. Charakteristisch für das Öl sind seine goldene Farbe mit leichten Grünreflexen und der leicht scharfe Geschmack. OlioCRU hat kürzlich erst eine neue Ölmühle eröffnet. 

Zwei Winzereien, die ihr Handwerk im Einklang mit der Natur und der Trentiner Tradition verstehen: Die Reben von Pojer e Sandri wachsen auf den Weinbergen des Cembra– und des Etschtals im idealen mediterranen Klima. Die Hänge von Marco und Stefano Pisoni liegen im Valle dei Laghi im Norden des Gardasees. TrentoDOC oder Teroldego Rotaliano kommen hier aus den besten Händen.

Die Firma Bauer ist auf Brühe und Gewürze verschiedener Geschmacksrichtungen spezialisiert. Bauer legt besonderen Wert auf ihre Trentiner Wurzeln und steht als Synonym für Natur und Nachhaltigkeit. Alle Produkte werden aus zertifizierten Rohstoffen und biologischem Anbau hergestellt. Strenge Kontrollen garantieren dabei höchste Qualität.

Auf der Messe Biofach 2020 in Nürnberg treffe ich am Stand des Konsortiums Trentino Sviluppo einige Vertreter dieser Produzenten. In den Gesprächen erfahre ich mehr über die Unternehmen, ihre Philosophie, den hohen Anspruch an die Qualität der Bio-Produkte, die teilweise erstaunlich große Vielfalt der Variationen (Oliven) oder auch die exzellente Qualität des Italien-weit bekannten Verkaufsschlagers (Apfelmus).

Unterhaltsam und interessant war das Unterhaltungsprogramm für den Messestand. Ein italienischer Foodblogger, der durch durchschnittliche Kochkünste und eher unterdurchschnittliche Englischkenntnisse bestach, verwöhnte die Gäste am Messestand mit Pasta con Pesto sowie gebackenen Apfelringen mit Blaubeermarmelade.

Trentino: OlioCru

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Bei OlioCru verriet mir Anna Zotta, was das besondere an den Bio-Olivenölen des Unternehmens sei. Das Besondere bei OlioCru sind die „Abfallprodukte“, die bei anderen Produzenten längst im Müll landen: die Oliven werden erst entsteint, dann gepresst. Somit sind die „Pressabfälle“ pure Oliven. Nachdem diese getrocknet sind, werden sie bei OlioCru zu Pellets verarbeitet und können als kleine Tabletten, als Körnchen oder in jeder anderen Form noch pur oder beispielsweise im Müsli eine Portion Gesundheit rein zaubern.

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Das offizielle Video von OlioCru zur BioFach 2020:

Trentino: Melinda

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Wie ich auf der Messe erfahre, kennt jeder Italiener die Produkte von Melinda. Das Unternehmen gehört angeblich zu den Marktführern in Sachen Äpfeln in Italien. Nun will Melinda gern nach Deutschland expandieren und möchte mit den Bio-Äpfeln hier Fuß fassen. Wie ich von Stefan Mittermair, Export Manager von Melinda, erfahre, ist eines der Erfolgsrezepte des Unternehmens, die Äpfel in einem ehemaligen Bergbunker bei niedrigen Temperaturen zu lagern. Somit spart sich Melinda teure Lagerhallen, die künstlich gekühlt werden müssen. Der Berg ist von Natur aus kühl, hier herrscht automatisch Feuchtigkeit. Die Äpfel werden also in sehr natürlicher Umgebung gelagert.

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Das offizielle Video von Melinda zur BioFach 2020:

Trentino: A.D. Chini

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Melinda macht offensichtlich nicht nur soviel Äpfel, dass sie gar nicht von allen Italienern gegessen werden können. Das Unternehmen A. D. Chini kauft von Melinda einige Äpfel ab und – wie mir Francesco Paolazzi erklärt – verarbeitet diese zu Apfelmus. Und nicht nur zu reinem Apfelmus. Sondern in immer mehr köstlichen Kombinationen zu wunderbaren Desserts. Was an diesen Plastikverpackungen nachhaltig sein soll, muss mir bitte nochmal jemand erklären. Auf jeden Fall ist der Inhalt nachhaltig angebaut und schmeckt verdammt lecker! Die Packungen sind dabei so klein, dass sie in einer Mittagspause oder am Nachmittag oder wann und wo auch immer wunderbar nebenbei gelöffelt werden könne.

Das offizielle Video von A. D,. Chini zur BioFach 2020:

Trentino: Bauer

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Ein typisch deutscher bzw. österreichischer Name in Italien – und dennoch spricht Massimo Di Filippo ausser Italienisch nur Englisch und auch die Webseite des Unternehmens bietet nur Italienisch an. Bauer bietet ein ganz besonders Produkt: Brühwürfel. Bio-Brühwürfel. Wenn jetzt jeder an Chemie-Produkte von Maggi oder Knorr denkt: weit gefehlt. Egal ob Curry, Kurkuma oder Ingwer, Bauer produziert körnige Brühe und Brühwürfel in verschiedenen Geschmacksversionen in bester Bio-Qualität.

Das offizielle Video von Bauer zur BioFach 2020:

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Trentino: Luca Maria Melchiori

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Säfte und Essige: Melchiori hat die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen im Angebot. Egal ob Apfel, Karotte oder Ingwer, oder gar Blaubeere oder Rote Beete: Die Säfte und Essige sind wirklich exzellent und machen geschmacklich sehr viel Spaß, wie mir Matteo Corazzolla mit ein paar Geschmacksproben aufzeigt. Allein schon von dem Apfelsaft könnte ich täglich eine große Flasche vertragen.

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Das offizielle Video von Lucia Maria Melchiori zur BioFach 2020:

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Trentino: Pisoni

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Wenn es um Bio-Wein aus dem Trentino geht, dann geht kein Weg an Pisoni vorbei. Marco Pisoni präsentiert mir eine seiner besten Qualitäten, die perfekt zu roten Fleisch, zu Braten, zu exzellentem italienischem Rindfleisch passt. Nicht umsonst kostet eine Flasche des 2014er Pisoni Reboro IGT um die 40 Euro. Meine Empfehlung: von diesem Wein gleich mal ein paar Kisten in den Keller stellen und für 5-10 Jahre vergessen. Schönes Potential!

Das offizielle Video von Pisoni zur BioFach 2020:

Trentino: Pojer e Sandri

Federico Sandri überzeugt mich mit nur wenigen Degustationsmöglichkeiten seiner Weine und seines Grappas über die Qualitäten seiner Produkte. Ein schöner Beweis der vielseitigen Verwendung des Grappa ist der frittierte Apfel, den es zum Abschluss gibt. Ein guter Schuss Grappa im Teig gibt einen tollen Geschmack.

Das offizielle Video von Pojer Sandri zur BioFach 2020:

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Der italienische Foodblogger kocht für uns alle ein schönes klassisches Pesto. Dabei hat er Brühwürfel von Bauer in das Nudelwasser gegeben. Ausserdem hat er etwas Brühe ins Pesto gegeben.

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Und – wie oben bereits erwähnt – hat der Foodblogger einen schönen Schuß Grappa in den Teig für die Apfelringe gegeben. Extrem feiner Geschmack. Tolle Idee, die ich so bisher noch nicht gehabt habe.

Das Konsortium Trentino Sviluppo versammelt wirklich ein paar sehr gute nachhaltige Produzenten, die sehr köstliche Produkte herstellen. Herzlichen Dank für die vielen aufschlussreichen Gespräche und das gute Essen am Stand!

Service:

Churfranken: Die 17 genussvollsten Orte rund um Wein, Bier, Brot und Whisky

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Wohlauf, die Luft geht frisch und rein, wer lange sitzt muss rosten. Wer mit dem ICE bis Aschaffenburg fährt, dort die Regionalbahn bis Miltenberg nimmt, kommt im Land der Franken in die ominöse Region Churfranken. Klar, das Frankenland kennt jeder. Auch Ober-, Mittel- und Unterfranken sind uns geläufig. Aber Churfranken? Wo soll das bitte sein? Wir begeben uns auf die Spurensuche und finden eine genussreiche Region. In Churfranken gibt es Wein, Bier, Brot und Whisky. Doch der Reihenfolge nach.

Churfranken: Das Dreiländereck am Untermain

Was und wo ist Churfranken eigentlich? Die nordwestlichste Ecke Frankens, im Dreiländereck von Bayern, Baden-Württemberg und Hessen gelegen, im landschaftlich überaus reizvollen Maintal zwischen Odenwald und Spessart ist ein Landstrich, der früher zum Kurfürstentum Mainz gehörte. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 kam Bürgstadt zum Fürstentum Leiningen, mit dem es 1806 dem Großherzogtum Baden einverleibt wurde. Nachdem die Stadt ab 1810 zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt gehörte, wurde sie schließlich 1816 an Bayern verkauft. Nur 60 Kilometer lang und 20 Kilometer breit erstreckt sich Churfranken zu beiden Seiten des Untermains zwischen Frankfurt und Würzburg. Von Großostheim bis Faulbach finden wir eine Szenerie aus traditionellen Weinbaudörfern, historischen Fachwerkstädtchen, Wander- und Treidelpfaden und ländliche bis hochklassige gastronomische Betriebe mit fränkischer Spezialitätenküche.

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Den allerschönsten Sonnenschein lässt uns der Herrgott kosten. Es sind über 30° Celsius in diesen Tagen, in denen wir das schöne Churfranken bereisen. Die Region präsentiert sich von ihrer allerschönsten Seite. Vom Bahnhof bis nach Bürgstadt bringt uns ein Taxi und wir können einen ersten Blick auf die malerische Gegend mit den mittelalterlichen Gebäuden und den Fachwerkhäusern erhaschen.

Churfranken: Landhotel Adler Bürgstadt

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Wir beziehen unser Zimmer im Landhotel Adler in Bürgstadt und lassen erstmal sämtliche Jalousien geschlossen. Draussen ist es so heiss, dass wir das kühle Zimmer sehr geniessen. Dieses schnucklige Hotel ist wunderbar modern eingerichtet und bietet auch eine exzellente Küche. Die Küche des Hotels ist nach der Philosophie von Slow Food ausgerichtet. Außerdem stehen natürlich Weine aus der Region auf der Karte, die sollte man auf jeden Fall degustieren. Einen kleinen Einblick in unser Zimmer und einen Spaziergang durch das Dorf sowie das Mittagessen in der Häckerwirtschaft des Weingut Neuberger gibt Euch unser kleines Video:

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Übrigens: Diesen Kuhfellhocker finde ich extrem cool. Den würde ich sehr gern selbst kaufen. Echt ein cooles Element in dem Hotelzimmer. Hat in meiner Bude nur leider keinen Platz.

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Churfranken: Bürgstadt

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Die erste urkundliche Erwähnung von Bürgstadt erfolgte im Jahr 1181. Bis ins 18. Jahrhundert war Bürgstadt Centgrafensitz, verlor jedoch schon im Mittelalter viel von seiner Bedeutung an das unmittelbar benachbarte Miltenberg, das strategisch günstiger lag und durch eine Burg geschützt wurde.

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Im ganzen Ort stehen wunderschöne Baudenkmäler – also eigentlich normale Wohnhäuser. Aber so schön alt, wunderbar erhalten in der typischen schönen Fachwerkbauweise, dass es ein Vergnügen ist, durch den Ort zu spazieren.

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Besonders schön ist das historische Rathaus im Renaissancestil, das mit einer Rundbogen-Durchfahrt gebaut wurde.

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Als Bewohner müsste man sich eigentlich fühlen, wie wenn man in einem UNESCO-Welterbe-Museumsdorf wohnen würde.

Churfranken: Häckerwirtschaft Weingut Neuberger

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Wir kehren ein im Weingut Neuberger. Was in anderen Weinregionen Besenwirtschaft heisst, sind hier die Häckerwirtschaften. Der Begriff Häckerwirtschaft kommt von Häcker oder Hacken, weil das früher die einzige Möglichkeit der Bodenbearbeitung in den steilen Weinbergen war. Die Winzer waren nur mit ihren Hacken unterwegs, um den Boden vom Bewuchs freizuhalten. Hier stehen die eigenen Weine und die Weine der Nachbarn, des Ortes im Vordergrund. Dazu gibt es regionale Spezialitäten für wenig Geld. Die Gäste sitzen im Innenhof auf Bierbänken unter Sonnenschirmen, das Ambiente ist wunderbar rustikal und charmant.

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Die regionalen Spezialitäten sind hier die Saumaise und der Spessart-Beißer. Die Saumaise ist ein aus fein gehacktem Pökelfleisch geformtes Laibchen. Der Spessart-Beißer ist eine Wurst, die erst im Jahre 2005 von lokalen Metzgern erfunden wurde. Leider gibt es für beide Spezialitäten noch keine Rezepte online. Zusammen mit Sauerkraut und/oder Kartoffelsalat schmeckt es uns alles exzellent gut. Dazu geniessen wir eine kleine Weinprobe der Weine des Weingutes Neuberger.

Churfranken: Der Centgrafenberg

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Der Wald steht grün, die Jagd geht gut. Wir treffen uns mit Marianne Krommer. Sie ist die Gästeführerin Weinerlebnis Franken und zeigt uns einen der bekanntesten Orte für Weinliebhaber: Die Centgrafenkapelle ist Namensgeber für einen der besten Rotweine Deutschlands. So erhielt ein Jahrgang des Spätburgunder Centgrafenberg Großes Gewächs trocken vom Weingut Rudolf Fürst einmal beim Weinguide Gault Millau die Höchstwertung von 100 Punkten.

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Der Centgraf war ein Beamter des Mainzer Erzbischofs als Landesherren. Er stand dem Gerichtsbezirk (Cent) Bürgstadt vor und organisierte auch die Landesverteidigung. Der Centgraf Leonhard Gackstatt begann 1629 mit dem Bau einer Kapelle an dieser Stelle und konnte sie bis zur Dachhöhe fertigstellen. Der Einfall der Schweden ein Jahr später machte dem Bau aber ein Ende und blieb bis heute unvollendet. Die eindrucksvolle Ruine steht am Beginn des „Historischen Wanderwegs“, der zu zahlreichen Steindenkmälern, wie etwa Heunesäulen, Sarkophag- und Mühlsteinfragmenten) führt.

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Die Lage der Centgrafenkapelle könnte nicht besser sein. Von hier aus haben wir einen atemberaubenden Ausblick auf Bürgstadt, Miltenberg und das ganze Maintal. Direkt zu unseren Füßen blühen, wachsen und gedeihen die Reben von Rudolf Fürst und anderen Bürgstadter Winzern. So geniessen wir von hier aus den 2017er Bürstadter Weissburgunder trocken vom Weingut Neuberger, bei dem wir kurz zuvor einkehrten.

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Anschliessend schenkt uns Marianne Krommer einen guten Schluck vom 2016er Silvaner Sandsturm vom Weingut Sturm aus Bürgstadt aus.

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Sie können auf des Maines Flut die Schiffe kaum verladen. Auf der anderen Mainseite sehen wir zwischen den Weinhängen die „Mainhölle„. Hier wurde früher Buntsandstein abgebaut, der u.a. für die Bauten des Frankfurter Domes sowie der kurfürstlichen Martinsburg in Mainz eingesetzt wurde.

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Churfranken ist eine ganz offensichtlich sehr gut organisierte Region. Denn überall stehen Informationstafeln für Touristen und Einheimische.

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Für Touristen und Einheimische gibt es hier auch viele Möglichkeiten zum Einstieg in Wander- oder Radwege. Die gesamte Umgebung ist erstklassig ausgeschildert.

Churfranken: Die Martinskapelle Bürgstadt

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Die Martinskapelle in Bürgstadt wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts errichtet. Sie gilt als eine der ältesten Kirchen in Franken. Im Jahre 1247 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Das Langhaus und der Chor wurden um 1200 auf die heutige Höhe gebaut, während um 1490 an der westlichen Giebelseite das aufwändige gotische Hauptportal eingebaut wurde. Das reich profilierte Portal zeigt im Tympanon den Heiligen Martin.

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Die glücklicherweise vollständig erhaltenen Wand- und Deckenmalereien stammen vom Maler Andreas Herneisen aus dem 16. Jahrhundert. In der sogenannten Bilderbibel werden in 40 Medaillons Begebenheiten aus dem Alten und Neuen Testament dargestellt und in Merkversen kommentiert. Die vollständige Erhaltung der Ausmalung der Martikskapelle ist von überregionaler kunsthistorischer Bedeutung. Die Malereien wurden in Sacco-Technik ausgeführt und waren bis 1907 übertüncht.

Churfranken: Ein Rundflug

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Zum heil’gen Veit von Mainbullau bin ich emporgestiegen und seh die Lande um den Main zu meinen Füßen liegen. Durch einen dichten Wald geht es hoch auf ein Hochplateau. Auf dem Flugplatz Mainbullau warten bereits Peter Duffeck und seine Diamond DA 40 auf uns. In der einmotorigen Sportmaschine ist nur Platz für den Piloten und uns zwei Journalisten. Ich bin schon in einigen Flugzeugen geflogen. Aber bisher noch nicht in so einer kleinen Maschine, das war bisher immer nur ein Traum.

Hier umrahmen Berg und Hügel die weite stromdurchglänzte Au, ich wollt‘ mir wüchsen Flügel. Peter Duffeck ist ein erfahrener Pilot – er beherrscht nicht nur sein Leichtflugzeug perfekt, sondern vermittelt seinen Passagieren in der engen Maschine sofort ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit. Das Fliegen ist auf einmal so ganz anders als gewohnt: du spürst den Wind, nimmst jede Bewegung intensiv wahr und die Glaskanzel erlaubt einen grandiosen Rundumblick.

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Nachdem die kleine Propellermaschine die Startbahn von Mainbullau verlassen hat, sehen wir die wunderschöne Landschaft von Odenwald und Spessart, die hier vom Main durchzogen ist, zu unseren Füßen. Hier Franken, dort Baden-Württemberg und da hinten Hessen – mit dem Flugzeug ist das alles nur einen Katzensprung entfernt. Streuobstwiesen, bunte Felder, Wälder, Weinberge, dazwischen geheimnisvolle Gemäuer romantischer Burgen und Schlösser. Auch massive Festungen, Klöster, Kirchen und altehrwürdige Fachwerkbauten, kontrastvoll eingerahmt vom üppigen Grün der Reben und dem Rot des Buntsandsteins, sind zu sehen. Mittendrin schlängelt sich das blaue Band des Mains.

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Churfranken: Landhotel Der Schafhof

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Am Abend geht der Weg in den Odenwald. Hinter der Barockstadt Amorbach mit ihrer Abteikirche führt eine verschlungene Straße in ein Talende zum Amorbacher Schafhof. Hier befand sich einstmals die Schäferei der Benediktiner. Heute ist das Klostergut Landhotel und Restaurant.

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Der Schafhof beherbergt heute ein stilvoll restauriertes Hotel der gehobenen  Kategorie. Serviert wird in der Abt- und Schäferstube mit ihren jahrhundertealten Eichendecken. Küchenchef Achim Krutsch  kreiert mit seiner Brigade täglich wechselnde Gourmetmenüs der traditionellen französischen Hochküche. Zu unserem Besuch war sein Restaurant noch mit einem Stern des Guide Michelin gekrönt. Im Jahr 2020 verlor das Restaurant allerdings seinen Stern.

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Terrine von Landser Gänseleber im Sauternes Gelee mit Aprikosenkompott und hausgebackener Brioche
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Medaillon vom Kabeljau auf Creme von geschmortem Fenchel, Safransauce und Chorizo-Öl
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Schaumsüppchen von heimischen Steinpilzen
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Lammrücken auf Couscous, Tomaten und Auberginenekompott, Just mit Raz el Hanout
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Rohmilchkäse-Auswahl
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Gâteau von der Valrhonaschokolade mit Dreierlei von Kirschen
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Im Nebenhaus, der ehemaligen Remise, werden  in der Benediktinerstube ländlich – mediterrane Gerichte angeboten.

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Das Privatmuseum: Hier stehen noch ein paar schöne, alte Kutschen.

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Die Streuobstwiesen vor der Tür laden dazu ein, die im Obst enthaltenen Vitamine dauerhaft einzufangen. Dazu verhilft eine hauseigene Destille.

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Wir verkosten die hauseigenen Brände, wie etwa Apfel- oder Williams-Birnen-Brand oder Kräuter von der Schafsweide. Das sind Vitamine pur. Exzellente Qualität.

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Der Kräutergarten könnte noch von den Mönchen stammen. Jedoch sind es die Küchenkräuter der Sterneküche des Küchenchefs. Direkter und frischer geht es nicht mehr.

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Die Gäste haben im Hotel die Möglichkeit im Souvenirshop ein paar Kleinigkeiten einzukaufen.

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Mehrere Gastro-Outlets geben den Gästen die Möglichkeit zwischen rustikal, mediterran und Gourmet-Tempel auszuwählen.

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In diesem Saal können beispielsweise Hochzeiten ausgerichtet werden.

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Der Weinkeller ist exzellent ausgestattet. Insgesamt ist der Abend sehr vinophil und köstlich.

Churfranken: Der Fränkische Rotweinwanderweg

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Bald hebt sich auch das Herbsten an, die Kelter harrt des Weines. Nach einer sehr kurzen Nacht wandern wir ein Stück auf dem längsten Wanderweg Deutschlands entlang: Der Fränkische Rotwein Wanderweg durchstreift auf einer Gesamtstrecke von 72 Kilometern Länge Churfranken durch das Terroir des churfränkischen Spätburgunders. Der Rebaustrieb im Mai hat seine Reize, ebenso der Juni, wenn die Rebblüten, auch Gescheine genannt, die Rebstöcke zieren. Das üppige Grün der Rebflächen prägt den Hochsommer der Monate Juli und August. Ab späterem August beginnen die „Roten“ in ihr Herbstlaub umzufärben, bis in den September, an dessen Ende die Lese beginnt. Dunkelrotes Herbstlaub prägt den Weinberg dann im Oktober. Das ganze Jahr über ist also perfekt, um durch Churfranken zu wandern.

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Der Winzerschutzherr Kilian beschert uns etwas Feines. Das Teilstück über der alten Fachwerk- und Rotweinstadt Klingenberg am Main zeichnet sich durch seine Steillagen aus, die nur von Hand bearbeitet werden können. Entsprechend ist die Lage in unterschiedliche Parzellen aufgeteilt, die leider nicht mehr alle bewirtschaftet werden. Wer sich also gerne etwas Weinlage kaufen möchte, hier gäbe es etwas Arbeit für engagierte Nebenerwerbswinzer. Anhand der Böden können wir leicht erkennen, welche Winzer konventionell arbeiten und welche Winzer bereits voll auf nachhaltigen Weinanbau umgestellt haben.

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Churfranken: Bio-Weinbau Anja Stritzinger in Klingenberg

Wir treffen die Winzerin Anja Stritzinger in ihrem Weinhang in der Lage Schlossberg. Für sie hat der nachhaltige Weinanbau und der liebevolle Ausbau ihrer Weine eine deutlich höhere Priorität als der Aufbau einer eigenen Webseite (zu diesem Zeitpunkt, an dem ich diesen Artikel schreibe, ist zwar eine Domain reserviert, aber keine Webseite vorhanden).

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Anja Stritzinger zeigt uns anhand der Spätburgundertrauben, die direkt am Wein hängen und fast auf den Buntsandsteinmauern aufliegen, im extrem heissen Sommer 2019 fast verbrennen. Sie erklärt uns, dass der Klimawandel für die Winzer auch bedeutet, dass sie von Winzern aus Südeuropa lernen muss. Im eigentlich eher kühlen Franken haben die Winzer bisher immer die Reben von Blättern befreit, die Trauben somit frei gelegt, damit sie genügend Sonne tanken. Mittlerweile werden die Sommer auch bei uns in Mitteleuropa so heiss, dass die Winzer umdenken müssen. Die Blätter sollten doch eher dran bleiben und die Trauben schützen. Sonst verbrennen die Beeren noch bevor sie wirklich reif sind.

Seit mehr als 40 Jahren bewirtschaftet die Familie Stritzinger bereits die Weinberge an den steilen Hängen des Maintals. Die besondere Atmosphäre in den denkmalgeschützten Terrassen und die alten, tief wurzelnden Rebstöcke beflügeln die Familie ihre Weine nach Bioland-Zertifikation auszubauen. Die Buntsandsteinmauern speichern am Tage die Wärme der Sonne und geben sie nachts wieder ab – perfekt für die Wärme liebenden Rotweintrauben. Doch manchmal kann es zuviel Wärme sein.

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Die Weinbaugermarkung Schloßberg gehört zum Ökosystem „Alter Weinberg„. Diese landschaftliche Nische, die durch die Flurbereinigung nicht betroffen war, beherbergt einige Reben, die noch älter sind als 50 Jahre. Also wirklich alte Reben, deren Wurzeln tief im Weinberg verankert sind und richtig gute Mineralik hervorbringen. Innerhalb des Klingenberger Museumsweinbergs gibt es sogar einen Wein, den sogar Weinkenner eher nur mit Wien verbinden: den „Gemischten Satz„. Das heisst, dass in dieser Lage nicht etwa ausschliesslich sortenreine Trauben wachsen. Sondern hier wurde über die Jahrzehnte, Jahrhunderte alles mögliche angepflanzt, ausprobiert, egal ob weiß oder rot. Der sortenreichsten „Rote Gemischte SatzDeutschlands im Klingenberger Museumsweinberg besteht aus 16 verschiedene Rebsorten – Achtung, tief einatmen: Portugieser, Spätburgunder, Roter Franke, Blauer Urban, Tauberschwarz, Cabernet Sauvignon, St. Laurent, Schwarzer Trollinger, Blauer Kölner, Roter Gutedel, Bouquetrebe, Ortlieber, Weißer Honigler, Alter Silvaner, Roter Elbling, Traminer, Muskateller. Kennst Du alle diese Reben? Ich nicht.

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Aber wir sind ja in Franken. Neben dem für den Rotweinwanderweg typischen Spätburgunder gedeihen hier natürlich auch noch Riesling und – wie könnte es ander sein? – Silvaner.

Der Riesling wurde bis nach dem Zweiten Weltkrieg ausschliesslich im Gemischten Satz angebaut. Erst in jüngerer Zeit auch wieder sortenrein. Auf dem Klingenberger Schloßberg ist er allerdings mit weniger als 1 Hektar Rebfläche vertreten. Der Grund: Er benötigt die gleichen exzellenten Bodenqualitäten wie der Spätburgunder. Der Riesling, der von hier kommt, ist meist rassig, säurebetont, mit feinem Muskatbukett. Der Silvaner hingegen hat in Klingenberg kaum Tradition, auch er nimmt nur weniger als 1 Hektar Rebfläche in Anspruch. Der Silvaner vom Buntsandstein ist leichter, dafür etwas rassiger als die bekannteren Tropfen aus den Lagen um Würzburg.

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Der Müller-Thurgau ist hingegen mit 6 Hektar Rebfläche die dominierende Weißwein-Sorte am Klingenberger Schloßberg. Fast verschwunden mit nur noch weniger als einem Hektar Rebfläche ist die Müllerrebe, auch Schwarzriesling genannt. Um 1830 war diese Traube rund um Klingenberg allerdings sehr stark vertreten und als Wein sehr beliebt.

Neben dem Spätburgunder dominiert der Blaue Portugieser mit einer Rebfläche von 9 Hektar neben dem Spätburgunder die Lagen von Klingenberg. Er ist die „Brot-und-Butter“-Sorte der Winzer und bringt auch in weniger guten Weinjahren zarte, milde, dunkelrubinfarbige Rotweine.

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Churfranken: Das Terroir f

Kraftorte. Orte, die wir im Gedächtnis behalten. Besondere Orte, die die Vielschichtigkeit der Region ausstrahlen. Orte, die uns den Atem rauben. Orte, die uns in der Landschaft lesen lassen wie in einem offenen Buch. Orte, an denen wir das Gefühl haben, mit der Landschaft befreundet zu sein. Orte, an denen wir am liebsten wohnen möchten: Diese Orte sind im Weinland Franken als Terroir f gekennzeichnet. Wer zu einem Terroir f hinaufsteigt, geniesst einen herrlichen Blick über die faszinierende Landschaft des Fränkischen Weinlandes. Doch ein Terroir f ist mehr als nur ein Aussichtspunkt. Hier verschmilzt die Natur mit Landschaftsarchitektur, Kunst und Weinkultur. Das Terroir f in Klingenberg am Main ist noch so neu, dass es immer noch nicht auf der Webseite vom Weinland Franken verzeichnet ist, wohl aber auf der Webseite der Stadt Klingenberg.

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Von hier oben geniessen wir wirklich einen sensationell schönen Ausblick auf die liebliche churfränkische Weinlandschaft.

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Bis vor kurzem stand hier noch ein in die Jahre gekommener Holzpavillon. Dieser wurde mittlerweile durch einen hochmodernen kubusförmigen Neubau ersetzt. Hier erfahren wir etwas über die Wein-Terrassen rund um Klingenberg am Main, über die Steillagen, den Buntsandstein und wie die Sonne auf die Reben wirkt. Steil- und Terrassenlagen zählen zu den faszinierendsten Kulturlandschaften, die der Mensch in der Geschichte der Landwirtschaft geschaffen hat. Die Erzeugung des Weines in diesen Flächen wird jedoch durch den nach wie vor hohen Anteil an Handarbeit immer kostenintensiver. So beträgt der Arbeitszeitbedarf für die Traubenerzeugung in einer voll mechanisierbaren Hanglage ca. 250 Stunden. Dagegen sind in Steillagen mit Mauern bis zu 800 Stunden in Terrassenlagen bis zu 1.600 Stunden erforderlich. 

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Weil alles nur graue Theorie wäre, wenn wir es nicht schmecken könnten, lässt uns Anja Stritzinger von ihren feinen Tropfen kosten. Wir probieren den 2016er Klingenberger Schlossberg Spätburgunder, ein herrlicher Wein, der in der Sonne am späten Vormittag einen perfekten Aperitif gibt.

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Da man möglichst nicht Alkohol trinken sollte ohne etwas zu essen, serviert uns die Bio-Winzerin noch köstlichen Bio-Käse aus der Region.

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Insbesondere, da wir anschliessend noch einen ganz besonders edlen Tropfen degustieren: den Alter Satz Vinum Franconium Purpureum 20 vom Weingut Stritzinger. Den Alten Satz prägen Spätburgunder- und Portugieserreben. Sie liefern Tiefe, Struktur, billigten Frucht und einen kräutrig-mineralischen Abgang. Ein extrem dichter, toller Tropfen, der uns begeistert. Ein sehr typischer Klingenberger im durchscheinenden Rubinrot, eher leichtgewichtig, aber keineswegs dünn, angenehme Dunkelfrucht mit einem Hauch kantigen Tannin, ein Wein, der Spaß macht.

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Wir werfen noch einen schnellen Blick in den Keller des Weingutes Stritzinger. Ein paar alte, grosse Tonneaus für die Rotweine finden wir hier ebenso,

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wie kleine Barrique-Fässer sowie Edelstahl für die Weißweine. Wirklich ein kleines, feines Weingut, das mit sehr viel Liebe edle Tropfen erzeugt.

Churfranken: Gasthaus Zum Riesen Miltenberg

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Nach dem Wein als Aperitif fahren wir ins Herz der mittelalterlichen Stadt Miltenberg. Wir kehren in das Gasthaus Zum Riesen ein, der ältesten Fürstenherberge Deutschlands. Das Haus war schon Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich bekannt. 1314, kurz nach seiner Königswahl, habe sich Ludwig der Bayer im „Riesen“ zu Miltenberg aufgehalten und Karl IV. habe im Februar 1368 acht Tage lang hier Quartier genommen. Das heutige imposante Renaissancegebäude allerdings stammt von 1590. Wer Rang und Namen hatte, kehrte hier ein, diverse Kaiser, etwa Kaiser Friedrich I., Kaiser Friedrich III., Kaiserin Maria Theresia, Kaiser Karl IV., Martin Luther, Albrecht Dürer, Elvis Presley  oder auch Königin Christine von Schweden. Sogar ein Bordell soll hier angeblich betrieben worden sein.

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Im 19. Jahrhundert hatte der „Riesen“ auch ein Braurecht. Davon zeugt heute noch der Braustern am Wirtshausschild.

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Im April 2001 fand nach einer grundlegenden zweijährigen Renovierung der Innenräume durch das Brauhaus Faust zu Miltenberg, die Neueröffnung des Gasthaus “Zum Riesen“ statt. Bei den Renovierungsarbeiten wurde der historischen Bedeutung dieses Hauses in besonderem Maße Rechnung getragen. Heute befindet sich hier wieder ein traditionelles Wirtshaus auf gutbürgerlichem Niveau.

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Ich gönne mir eine typische Spezialität: Original Miltenberger Rossäpfel, das sind Leberknödel mit einer Dunkelbiersauce, Speck, Sauerkraut und Bratkartoffeln.

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Dazu probiere ich das helle Hefe-Weißbier und ein Dunkles Bier von der Brauerei Faust. Sehr köstlich, exzellent, empfehlenswert. Die Brauerei Faust bietet immer eine Vielzahl an frischen und selbst gebrauten Bieren an. Ein absoluter Geheimtipp!

Churfranken: Miltenberg

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Die Zwillingstürme der Stadtpfarrkirche St. Jakobus weisen den Weg in Miltenbergs „gute Stube“, den Marktplatz am Schnatterloch

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Der Marktbrunnen von 1583 wird von hübschen Fachwerkbauten umrahmt, wie die gesamte Altstadt zwischen dem Mainzer und dem Würzburger Tor aus alten Fachwerkgassen besteht. Das romantische Ensemble von Marktbrunnen und Fachwerkhäusern wird auch Schnatterloch genannt und ging mit Lilo Pulver und dem „Wirtshaus im Spessart“ in die Filmgeschichte ein.

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Miltenberg, 1237 erstmals urkundlich erwähnt, dürfte der bekannteste Ort in Churfranken sein, zumal er 2012 775-jähriges Jubiläum feierte. Die Altstadt, die sich zwischen Würzburger und Mainzer Tor auf weniger als zwei Kilometern erstreckt, zeigt sich in schönstem Fachwerk, gekrönt von der Mildenburg.

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Warum gab es überhaupt so viel Fachwerk? Weil es das billigste Material für den Hausbau war. Den Stein, den besonders harten Miltenberger Buntsandstein, den man hier abbaute, exportierte man lieber, etwa zur Errichtung der Frankfurter Paulskirche, ebenso wie Holz und Wein. Lediglich die Stadtmauer entstand aus Buntsandstein.

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Am Schnatterloch durchschreiten wir den Durchschlupf in der Stadtmauer. dahinter befindet sich ein weiteres Loch, das eigentliche Schnatterloch. Hier fließt bei starkem Regen das Wasser durch die Stadtmauer und über eine Entwässerungsrinne bis zum Marktplatz. Der Name Schnatter leitet sich aus dem alten Begriff „Snade“ ab, mit dem eine Grenze bezeichnet wurde, denn der Regenwassergraben war ursprünglich einmal die Stadtgrenze. Der Name hat also nichts mit frieren oder viel reden zu tun.

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Vom Marktplatz und dem Schnatterloch erreicht man auch die Mildenburg hoch über der Stadt. Doch für diese haben wir heute keine Zeit. Schliesslich muss es ja immer noch ein paar Gründe geben, wiederzukommen.

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Viele Städte und Gemeinden haben Spott- und Spitznamen, die heutzutage vor allem im Karneval verwendet werden. Die Miltenberger sind die „Staffelbrunser“ und diesem Spottnamen wird mit dem „Staffelbrunserbrunnen“ gedacht. Auch wenn sich um die Herkunft dieses Spitznamens verschiedene Legenden ranken, ist die plausibelste Erklärung, dass diejenigen, die in früherer Zeit ihr Wasser am Staffelbrunnen holten, als „Staffelbrünnler“ bezeichnet wurden. Irgendwann wurde diese Bezeichnung auf alle Miltenberger ausgeweitet und zum „Staffelbrunser“ verballhornt. – „Brunsen“ ist das hiesige Wort für „urinieren“. Die Figuren stellen unterschiedliche Charaktere dar: der „Glee“ („Kleine“), der „Gross“ (Große) und der „Angeber“. 

Churfranken: Die Brauerei Faust

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Stattdessen treffen wir uns mit Cornelius Faust, Inhaber der Brauerei Faust. Die einstige Miltenberger Löwenbrauerei stammt von 1654. Heute ist das Brauhaus Faust die älteste Brauerei im Rhein-Main-Gebiet. Im Schatzkeller der Brauerei Faust in Miltenberg lernen wir alles Wissenswerte über den Gerstensaft. Auch der prämierte Eisbock aus dem Holzfass lagert hier unten.

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Churfranken: Mayer’s Bäck Miltenberg

Im Stammhaus der Miltenberger Traditionsbäckerei Mayer’s Bäck unterhalten wir uns mit Brotsommelier Volker Mayer. Er ist der Bäckermeister und Inhaber von Mayer’s Bäck. Seine Herzensangelegenheit ist es, besonders schmackhaftes, traditionelles Brot herzustellen. Erst seit 2015 gibt es Brotsommeliers. Volker Mayer ist einer der ersten Brotsommeliers weltweit. Er lässt uns verschiedene Brotsorten probieren, wir diskutieren nicht nur über die verschiedenen Arten von Korn, sondern auch über die Art der Mahlgrades, über die Kruste, die verschiedene Beschaffenheit der Brote und vieles mehr.

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Die Backstube, die sich im hinteren Teil des Stammhauses befand, ist seit Juni 2012 eine kleine gemütliche „Kaffeeschenke“. Hier haben die Eltern von Volker Mayer vor über 50 Jahren die Bäckerei gegründet. Nachdem der Junior 1993 den elterlichen Betrieb übernommen hatte, fing er an, das Unternehmen zu einer modernen Bäckerei mit mehreren Filialen umzubauen. Denn mittlerweile kommen die Kunden nicht mehr zu den guten Bäckereien. Doch er will nicht den Platz den Billig-Aufbackläden überlassen. Daher hat er moderne Filialen in Gewerbegebieten aufgemacht. Die neugebaute Backstube mit großem Laden und einem „Bäck Drive“ Schalter befindet sich jetzt in Großheubach. Wer das Brot probieren möchte, kann es sich über den Onlineshop bestellen.

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Churfranken: St. Kilian Distillers

Nach so viel festem Getreide widmen wir uns wieder der flüssigen Verarbeitung von Körnern zu. Den gebrannten, destillierten Körnern. Deutschlands größte Whisky-Destillerie liegt nur einen Autostunde von Frankfurt am Main entfernt am Rande von Rüdenau in Unterfranken. Wenn man das Ende der Welt sucht, dann hat man es hier zwar noch nicht erreicht. Man ist ihm aber schon sehr nah. Rüdenau ist ein sehr kleines Kaff am Ende eines Tales. Wunderschön gelegen, doch ausser den Einheimischen verirrt sich sonst kein Normalsterblicher hierher. Hier steht die Industrieruine eines Pleite gegangen Unternehmens. 20010 lernte der Investmentbanker Andreas Thümmler den irischen Master Distiller David F. Hynes in Irland kennen. Sie legten beide den Grundstein für eine Zukunft als Gründer der St. Kilian Destillerie.

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Im Heimatort von Andreas Thümmler fanden sie das leerstehende Fabrikgebäude am Ortseingang des Dorfes. Die echt schottischen Brennblasen aus Kupfer liessen die beiden in Handarbeit bei Forsythe Pot Stills fertigen. Zwei Jahre später kamen die 6.000 Liter-Kessel in der Destillerie an. Die beiden Tüftler einigten sich schliesslich auf zwei verschiedene Whisky-Stile: einen eher weichen und einen rauchig-torfigen Whisky, der sehr an Ardbeg erinnert.

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Für die Lagerung der Whiskys haben die zwei bereits reichlich Holzfässer eingekauft. Auch hier spielen sie mit verschiedenen Charakteristika: Fässer aus Eiche oder Kastanie, neue und alte Fässer, die bereits für bspw. Portweine gebraucht wurden.

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In den bereits gut gefüllten Sudkesseln köchelt der Whisky vor sich hin.

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Den ersten Whisky präsentierte St. Kilian Distillers kurz vor unserem Besuch im Mai 2019. Die limierten, bereits vor dem Start ausverkauften Erstabfüllungen „First Kilian“ und „One“ bilden die Signatur Edition.

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Jetzt lagern die Whiskys in den Fässern der Lagerhallen der ehemaligen Fabrik. Wer jetzt schon sich etwas ganz besonderes leisten möchte, kann hier auch ein ganzes Faß kaufen. Einige Fässer sind bereits reserviert.

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Churfranken: Gasthof Metzgerei Zum Stern Rüdenau

Zu guter Letzt fahren wir noch weiter in Richtung Ende der Welt, bis in den Dorfkern von Rüdenau hinein. Hier betreten wir den Gasthof Metzgerei Zum Stern Rüdenau. Der Gasthof ist seit etwa mehreren Jahrzehnten nicht mehr renoviert worden. Uns empfängt eine Einrichtung, wie man sie wirklich nur noch in urigen, alten Dorfkneipen findet. Doch dann begrüßt uns Dieter Baumann, ein junger, engagierter Koch und Gastwirt. Ein Blick auf die Speisekarte beweist, dass man sich vom ersten Eindruck nicht täuschen lassen sollte. Die Holzbanktäfelung aus den 40er Jahren kombiniert mit aktueller Tischkultur bietet ein unverwechselbares Ambiente. Die Einrichtung ist total unwichtig, wenn die Küche frisch, köstlich, regional und innovativ ist. Ein Gasthof kann nicht schlecht sein, wenn er seine eigene Metzgerei dabei hat.

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Als Vorspeise gönne ich mir ein richtig frisches Tatar, das eben erst gewolft wurde. Richtig schön klassisch angerichtet, zum selbst anrichten.

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Zum gebackenen Schnitzel wird Wirsingrahmgemüse serviert.

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Der große Salatteller mit Lachsstreifen sieht auch großartig aus.

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Die Metzgerei nebenan bietet laute frische, köstliche Spezialitäten an. Der Gasthof hat außerdem noch mehrere Räume für Feierlichkeiten.

Fazit: Churfranken ist eine wunderschöne Region. Etwas abseits vom Schuss, nicht direkt an der Autobahn, nicht direkt an einer ICE-Strecke gelegen, aber dennoch nicht weit von Frankfurt und Würzburg entfernt, bietet sich diese Destination optimal an für Wochenendausflüge oder Urlaube für gestresste Frankfurter – aber auch aus anderen Ecken des Landes. Insbesondere Genussmenschen, Wein- und Bierliebhaber, wie auch Wanderer und Radfahrer kommen hier voll auf ihre Kosten.

Service:

Das schreiben die Anderen:

Literatur:


Disclosure: Herzlichen Dank an Churfranken Tourismus für die Einladung zu dieser Pressereise. Dennoch bleibt meine Meinung unabhängig.

Stubaital: Warum werden Stiefel mit Gras bedeckt?

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Das Gras geilt gen Himmel. Ist es erst einmal lang genug gewachsen, wartet es auf den Schnitter. Heutzutage fährt der Bauer mit seinem Trecker drüber und das Gras wird automatisch in Ballen verpackt, fertig zum Abtransport in die Scheune. Im Stubaital wird noch die traditionelle Weise des Heutrocknens bewahrt: das Stiefeln. Am Omesbergerhof lernen wir, was es mit den Holzstecken auf der Wiese auf sich hat.

Traditional hay making in #Stubai: this is a "stiefel ", now put the fresh cut gras on it to dry in the sun. - @stubai_tirol @stubai_glacier @stubaital_tirol #stubai #stubaital #stubaiergletscher #tirol #tyrol #österreich #austria #tourismus #reisen #reis

Stubaital: Warum werden die Stiefel in den Boden gerammt?

Mühsam rammt Bauer Peter Gröber die Eisenstange in die feuchte Wiese. Er ruckelt etwas, damit er sie wieder heraus ziehen kann, rammt sie wieder und wieder in den Boden. Seine gekonnten Stösse zeigen, dass er diesen Bewegungslauf tausendfach jährlich macht. Mit jedem Mal rammt sich die Stange tiefer in den Boden. Um ihn herum liegt frisch gemähtes Gras. Es duftet nach Blumen, nach Kräutern, nach Gras. Wir hören die Vögel zwitschern, der satte Klang der Kuhglocken ist ständiger Begleiter.

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Einen kleinen Einblick gibt Euch auch dieses Video:

Traditional hay making in #stubai is called "stiefeln" - @stubai_tirol @stubai_glacier @stubaital_tirol #stubai #stubaital #stubaiergletscher #tirol #tyrol #österreich #austria #tourismus #reisen #reiseblogger #LiveTravelChannel #travelingtheworld #travel

Stubaital: Warum ist Heumachen für Tiere lebensnotwendig?

Doch diese bezaubernde Bergwelt ist hier Alltag. Genauso wie das Heumachen zum Alltag des Bauern gehört. Gras ist Geld. Eine Weisheit, die in anderen sozialen Schichten und vor allem Großstädten eher andere Assoziationen hervorruft, gehört hier zum normalen Leben. Durch das Trocknen wird das Gras zu Heu. Das Heu ist Futter für die Tiere, vor allem in der Zeit, wenn die Natur nicht mehr so verschwenderisch ihr Füllhorn mit Nahrungsmitteln ausschüttet. Kühe, Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen, Hühner, Esel – sie und noch mehr Tiere freuen sich über das trockene Futter, das noch über eine ganze Zeit seine Energien, seine Kraft in sich speichert. Heu ist natürliches Kraftfutter.

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Stubaital: Was sind Stiefel?

Das Gras will getrocknet werden. Dafür liegen rings um uns verteilt „Stiefel“. Doch weit gefehlt, wir reden nicht von Schuhen. Im Stubaital sind Stiefel lange mannshohe Stangen mit zwei Querstäben. Peter Gröber nimmt einen Stiefel auf und rammt diesen in eines der soeben vorbereiteten Löcher hinein. Mit voller Kraft, so dass er tief im Boden fest stecken bleibt.

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Die Stiefel sind Holzgestelle, auf denen schon lange vor dem Aufkommen der maschinenunterstützten Landwirtschaft das frisch getrocknete Gras zum vollständigen Trocknen aufgehängt worden ist. Sie kamen vor allem bei lang anhaltender feuchter Witterung zum Einsatz, vergleichbar mit dem Frühsommer 2016. Wikipedia weiss, dass diese Heureiter auch Reuter genannt werden, im bayerischen Alpenraum sind sie auch als Heumandl oder Heumadl bekannt. Wikipedia klärt uns weiterhin auf, dass diese Gestelle auch Heinze, Huanza oder Hoinze heissen, im Nordtiroler Unterland auch als Stanker oder Stangger bekannt sind, und der Name Stiefel wohl aus dem Südtiroler Pustertal in das Stubaital gewandert ist, denn dort würde man Stiffla sagen.

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Stubaital: Warum muss das Gras gut geschichtet werden?

Glücklicherweise werden Nachbarschaft und Freundschaft im Stubaital gross geschrieben. So sind zum „stiefeln“ Bäuerinnen von anderen Bio-Bauernhöfen zum Helfen angekommen. Außerdem dürfen die Hotelgäste und auch andere Touristen im Stubaital gerne mit anpacken. So erlernen wir schnell, wie körperlich anstrengend diese Arbeit sein kann. Das Gras muss möglichst schnell vom Boden aufgehoben werden, muss möglichst gut geschichtet, ähnlich wie Dachziegel und fest auf dem Stiefel liegen, doch gleichzeitig locker genug, damit es trocknen kann.

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Stubaital: Wie wird die Kappe geschichtet?

Das Wichtigste beim Stiefeln ist die „Kappe“ oder auch der „Hut“, wie uns Bauer Gröber erklärt: Diese letzte oberste Grasschicht, wird etwas breiter, etwas kompakter aufgesetzt. Denn diese Abdeckung schützt das Gras darunter vor Regen. So wird das Gras nicht schlecht, es verfault nicht bei neuerlichem Regen.

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Stubaital: Warum wir beim Stiefeln schnell ins Schwitzen kommen?

Zuerst stehen wir nur etwas staunend und schauend daneben. Der erste Gedanke ist: Mensch, das ist doch nicht so schwer. Doch schnell begreifen wir, dass diese gute alte traditionelle Handarbeit am Berg zwar nicht schwer, so doch aber körperlich anstrengend ist. Denn wir sind die gute, frische Höhenluft nicht gewöhnt. Und das permanente Bücken ist für die paarmal, die wir hier jetzt zupacken, nicht wirklich schwierig. Doch begreifen wir schnell, dass es auf Dauer eine sehr mühsame Arbeit ist. Zumal wir jetzt nur ein kleines Wiesenstück vor uns haben, in früheren Zeiten musste in viel kürzerer Zeit viel mehr erledigt werden.

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Nach des Tages Qual und Hitze schauen wir zufrieden, glücklich und auch etwas erledigt auf die Wiese, die nun voll mit grünen Stiefeln vor uns liegt. Herrlich. Und es ging alles viel schneller, als wir dachten. Das lag mit Sicherheit an den vielen geübten Händen, die tatkräftig mitgeholfen haben. Weniger an meiner ungeübten Großstädterkondition. Der interessante Einblick in diese Stubaier Tradition wird belohnt mit Kaffee und Kuchen am Omesbergerhof sowie einer kleinen Führung durch die sehr schönen Gästezimmer, die dieser Bauernhof bietet. Wir kommen gern wieder!

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Authentic Italian Table: Was ist authentisch italienisch?

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Woran erkennen wir echte, exzellente italienische Lebensmittel und Gerichte? Was macht den Unterschied zu Produkten, die nicht original sind? Das italienische Wirtschaftsministerium hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf die Qualität originaler italienischer Lebensmittel hinzuweisen. Dafür wurde die Initiative „Authentic Italian TableTrue Italian Taste“ ins Leben gerufen und seit Jahren verschiedene kulinarische Veranstaltungen abgehalten. 

Keine deutsche Stadt repräsentiert den italienischen Lebensstil authentischer als München, wo besonders die traditionelle italienische Küche wertgeschätzt wird. Das Eataly München bot seinen Gästen die einzigartige Gelegenheit an einer exklusiven Eventreihe bestehend aus vielseitigen Seminaren sowie einem Show-Cooking-Wettbewerb teilzunehmen, um die Authentizität italienischer Qualitätsprodukte zu würdigen.

Authentic Italian Table: Ivan Bombieri kocht zum Auftakt

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Risotto mit Tomaten und Prosecco, mediterranes Pesto, Zitrone, Majoran

Bereits bei der Auftaktveranstaltung mittags präsentierten Ivan Bombieri Chefkoch aus dem mit einem Michelin-Stern gekrönten Ristorante La Taverna, Udine, und der General-Konsul in München, Enrico de Agostini, wie italienischen Köstlichkeiten serviert werden können. Sie bereiteten ein wundervolles Risotto mit Tomaten und Prosecco sowie mediterranem Pesto zu. Dabei wurden, wie während der gesamten Veranstaltung, Zutaten verwendet, die eine geschützte Ursprungsbezeichnung haben. Dieser „Markenschutz“ der EU dient dem Verbraucher um sicher sein zu können, dass typische regionale Spezialitäten auch aus dieser Region stammen und nicht woanders „kopiert“ werden kann. Die deutsche Abkürzung „g. U.“ hat sich kaum durchgesetzt. Bei italienischen Lebensmitteln sollte man auf die Kürzel IGP und AOP achten. Nur so kann man sich sicher sein, dass z. B. der Parmesan auch aus einer der zugelassenen italienischen Regionen stammt.

Authentic Italian Table: Die Ziele dieser internationalen italienischen Aktionen:

  • Die Bekanntheit der authentischen italienischen Produkte, die bereits auf den Märkten präsent sind, zu festigen, insbesondere Produkte mit zertifizierten Herkunftsbezeichnungen DOP und IGP.
  • Neugierig machen auf neue italienische Produkte.
  • Verstärkt die Aufmerksamkeit lenken auf die ureigene Charakteristik authentischer italienischer Lebensmittel, die ganz wesentlich mit der jeweiligen Region verwurzelt ist.
  • Der Gastronomie, die eng mit der italienischen Tradition verbunden ist, immer wieder aufs Neue zu motivieren, nur beste italienische Lebensmittel mit Herkunftsbezeichnung zu verwenden.

Authentic Italian Table: Die hochkarätig besetzte Jury

Im Rahmen der Eventreihe fand im Juni 2019 ein Show-Cooking-Wettbewerb in der Kochschule des Eataly statt. Vier Köche renommierter italienischer Restaurants in München (Ristornate Galleria – Ristorante Puro – Ristorante Katzlmacher – Ristorante La vecchia Lanterna) traten vor einer Jury, bestehend aus Journalisten und Food-Bloggern  (Dorothea Beil / Jörg Bornmann / Franz Kotteder / Götz A. Primke / Harald Scholl), gegeneinander an und konkurrierten um die Kreation des kreativsten Gerichts aus authentischen italienischen Spezialitäten.

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Vitello tonnato e viceversa

Authentic Italian Table: Andrea Pomiato Colesso, Ristorante Galleria

Andrea Pomiato Colesso vom Ristorante Galleria startete mit dem „Vitelli Tonnato e viceversa“, einer Interpretation von Vitelli Tonnato mit Schichten von Kalbfleisch-Filet, Thunfisch-Carpaccio und leicht geröstetem Pan Carasau.

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Lucania 19

Authentic Italian Table: Angelo Monaco, Euro Bar e Cecina

Angelo Monaco von der Euro Bar e Cecina folgte mit seinem „Lucania 19“. Darunter versteht er Strascinati Pasta mit Brotkrume, Peperoni Cruschi (geröstete und krokante Paprika) in Caciocavallo-Sauce.

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Fassona-Rindertatar mit Burrata, Mousse aus kalabrischer ‚Nduja, Grüner Spargel, Polenta-Chips

Authentic Italian Table: Antonino Denali, Vecchia Lanterna

Als dritter Kandidat folgte Antonino Denali von der Vecchia Lanterna mit einem Rassona-Rindertatar mit Burrata, Mousse aus kalabrischer ‚Nduja, grünem Spargel und Polenta-Chips.

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Karamellisierte Renke mit Honigessig, Pfirsich aus Verona, Olivenöl vom Gardasee, Melisse, Prosecco DOCG

Authentic Italian Table: Gianluca Polo, Osteria Der Katzlmacher

Abschließend startete Gianluca Polo von der Osteria „Der Katzlmacher“ mit einer karamellisierten Renke mit Honigessig, Pfirsich aus Verona, nativem Olivenöl aus Garda, Melisse und Prosecco DOCG.

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Gewonnen hat Angelo Monaco mit seinem schlichten, aber sehr raffinierten Gericht.

Authentic Italian Table: Die Workshops

Parallel zum Kochwettbewerb wurden verschiedene Workshops und Seminare angeboten. Aus zeitlichen Gründen konnte ich leider nur die Veranstaltung zum Prosecco besuchen. Die beiden anderen Themen Olivenöl und Espresso hätten mich auch sehr interessiert. Einer der Sponsoren der Veranstaltung ist die Vereinigung der Prosecco DOC-Produzenten. Leider ist die DOC-Qualität deutlich profaner und simpler, charakterloser gestrickt als der DOCG – und der ist schon deutlich weniger spannend als Champagner, TrentoDOC oder ein guter deutscher Winzersekt.

Authentic Italian Table: Das Abschlussdinner

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Prosciutto Veneto Montagna DOP, Melone Mantovana IGP, Grana Padano DOP, dreierlei Radicchio Treviso IGP

Die Abendveranstaltung stand ganz unter dem Zeichen des Lieblingssees der Münchner. Köche und Winzer sind vom Gardasee gekommen, um ein schönes Menü zu servieren und ihre Weine vorzustellen. Auch hier standen natürlich die authentischen italienischen Lebensmittel im Fokus, wie Melone Mantovana IGP oder Prosciutto Veneto di Montagna DOP.

Wir starteten mit Antipasto mit Prosciutto, Melone, Grana Padana, dreierlei Radicchio Treviso und Olivenöl.

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Tortelli mit Oliva d’Oliva extra vergine Garda DOP

Anschließend genossen wir Überraschungs-Tortelli in den Farben der italienischen Flagge mit Olivenöl von Nadia Pasquali aus dem Ristorante Alla Borsa in Valeggio sul Mincio am Gardasee.

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Alpensaibling mit Gemüse, Kirschen von Marostica IGP, Apfel Val di Non IGP, Aceto tradizionale di Modena DOP, Speck aus Südtirol IGP

Als Hauptgang genossen wir Alpensaibling mit pulverisiertem Speck, Gemüse, mariniert in Olivenöl, Kirschen und Apfel mit Aceto tradizionale von Andrea Costantini, Küchenchef im Regio Patio des 4-Sterne Hotels Regina Adelaide in Garda.

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Gestürzter Plan aus Risotto Vialone Nano IGP, Pfirsichspalten aus Verona, Mürbeteig

Den Abend beendete ein gestürzter Flan aus Riso Vialone, umhüllt mit Pfirsichspalten aus Verona auf knusprigem Mürbeteig von Giancarlo Moranduzzo, Chef Patissier im „Regio Patio“ des 4-Sterne Hotels Regina Adelaide.

Begleitet wurden das feine Menü von authentischen DOC Weinen vom Lago di Garda:

  • Nosiola Trentino DOC und Vino Santo Presidio Slowfood vom Weingut Pisoni in Sarche
  • Bardolino Chiaretto DOC und Bardolino classico DOC vom Weingut Zeni in Bardolino
  • Custoza DOC und Ca´del Magro DOC (superiore) vom Weingut Monte del Fra in Sommacompagna
  • Lugana DOC zwei verschiedener Weinlagen vom Weingut Citari in Sirmione
  • Groppello Chiaretto DOC und Groppello DOC aus dem Valtenesi vom Weingut Cantrina in Bedizzole.

Disclosure:

Es war meine erste Teilnahme an einer Veranstaltung als Jurymitglied. Herzlichen Dank an die Organisatoren für diese Einladung. Selbstverständlich bleiben meine Meinung, mein Geschmack und meine Artikel völlig unabhängig und unbestechlich.

Kinderhotel Harrys Home Hotel München: Erstes Kinderhotel in Innenstadtlage

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Das Hotel wird zum Lifestyle-Shoppingcenter: Am Knotenpunkt eines barrierefreien U-Bahn- und S-Bahnhofs, der Straßenbahn und dem Einkaufszentrum Meile Moosach liegt strategisch optimal das Harrys Home Hotel München. Die Lage ist genial: Nicht wirklich im Zentrum, aber gleichzeitig so gut angeschlossen, dass die Hotelgäste sehr zügig in der Stadtmitte sind. Diese Lage ist nicht nur für Businessgäste attraktiv. Sondern insbesondere auch für Familien, die einen Städtetrip nach München machen. Daher hat sich das Harrys Home Hotel München Moosach der Kooperation der Kinderhotels angeschlossen.

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Das Harrys Home Hotel München Moosach wurde vor fünf Jahren eröffnet und ist somit das erste Kinderhotel in der Innenstadt im deutschsprachigen Raum. Die Kooperation der Kinderhotels ist mit 42 Mitgliedern in Deutschland, Österreich, Italien, Portugal und Kroatien in Europa eine der stärksten Premiummarken im Familiensegment.

Harrys Home Hotel München: Studios, Spielzimmer und Kinderecken

Was ein Kinderhotel von einem normalen Hotel unterscheidet? Familienfreundliche Studios mit 25 bis 28 Quadratmeter stehen in dem Haus mit insgesamt 123 Zimmern ebenso zur Verfügung wie ein extra Spielzimmer, in dem die Kleinen malen, bauen, basteln und kochen können und ein Spielhaus sowie Büchern, die für alle Gäste zur Verfügung stehen. Für Familien mit älteren oder mehreren Kindern empfiehlt sich die Buchung von einem der fünf Superior Studios mit 45 Quadratmetern oder einem der 16 Apartments mit bis zu 75 Quadratmetern inklusive einem Wohn- und bis zu zwei Schlafräumen. Im 45 Quadratmeter großen Spielzimmer kann der Nachwuchs ab drei Jahren Malen, Basteln, Kochen und im eigenen Spielhaus die Zeit verbringen.

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Darüber hinaus gibt es beim Frühstück eine extra Kinderecke mit frischem Obst, großer Müsli-Auswahl, Saftbar zum Selbstzapfen, kindgerechtem Besteck und Geschirr. Und es können Buggys, Hochstühle und Babybetten ausgeliehen werden.

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Wer mal ohne Kinder kommt, sollte ein Apartment mit integrierter Fitness-Möglichkeit buchen.

Und wenn Mama und Papa mal einen Abend alleine verbringen möchten, organisiert das Hotel auf Anfrage eine zuverlässige Kinderbetreuung.

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Dass sich Städtetrip und Familienurlaub nicht ausschließen, beweisen seit kurzem die “Kinderhotels City”, die als “ideale Basis für Ausflüge in und um Metropolen” fungieren sollen. So lautet das Konzept der österreichischen Kooperation. Ihr Debüt feierte die Idee im Martinhal Cascais Family Hotel in Lissabon; Harry’s Home München Moosach ist das zweite Hotel, das sich jetzt entsprechend positioniert hat.

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Harrys Home Hotel München: Das Unternehmen

Das Harrys Home Hotel München gehört zu einem familiengeführten Hotelunternehmen mit Sitz in Innsbruck. Gründer und Inhaber ist Harald Ultsch. Derzeit gehören sechs Hotels in München, Wien, Graz, Linz, Dornbirn und Zürich dazu, doch die Gruppe beabsichtigt in naher Zukunft auf vierzehn Standorte in der DACH-Region zu wachsen. Die Zielgruppe sind preisbewusste Städtereisende, wie Geschäftsreisende und Familien. Die Hotels befinden sich in attraktiven City- oder Randlangen mit idealer Anbindung. Außerdem gehören der Familie Ultsch noch das Schwarzer Adler Boutique Hotel Innsbruck sowie das aDLERS Design Hotel Innsbruck.

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Ritz-Carlton Budapest: Eleganter Luxus im Herzen der Donaumetropole

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Vom Versicherungsgebäude zum Luxushotel: Das Ritz-Carlton Budapest hat schon einige Metamorphosen durchgemacht. Im Herzen der ungarischen Hauptstadt, im Herzen des Kultur- und Shopping-Viertels und in Sichtweite der St. Stephans-Basilika gelegen, präsentiert sich dieses Haus als perfekte Symbiose aus zeitgemäßem Luxus und dezenter Interpretation des Jugendstils. Den romantischen Aspekt verleiht das Budapest Eye, das grosse Riesenrad auf dem Elisabethplatz.

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Im Jahr 1914, kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges, baute ein italienischer Versicherungskonzern hier sein ungarisches Verwaltungsgebäude. Die Irrungen und Wirkungen der Weltgeschichte haben in der Zwischenzeit viele Nutzer und Umbauten in das Haus gebracht. Zuletzt war es ein Hotel der Le Meridien Gruppe. Im April 2017 eröffnete das Haus als luxuriös umgebauter jüngster Sproß der Ritz-Carlton Hotels, der Luxusmarke des Marriott Konzerns, mit 170 Zimmer und 30 Suiten. Das Hotel versprüht den Charme der Vergangenheit ebenso wie zeitgenössisches Flair. So sind einige architektonische Details erhalten geblieben, wie etwa die Statuen an den Außenmauern.

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Meine Junior-Suite im achten Stockwerk lässt keinen Wunsch übrig. Der Ausblick auf die Stadt ist großartig. Das Zimmer mit seinem dezenten Luxus ist traumhaft schön, der Schrank mit der Minibar, Krups-Espressomaschine und allem möglichen ist schlicht sensationell. So ein schöner Schrank ist ein perfektes „Versteck“ für die sonst so schlichte, langweilige Minibar. Mein Video zeigt Euch meine Junior-Suite im Ritz-Carlton Budapest:

Ritz-Carlton Budapest: Vom Elisabethplatz zum Burgpalast

Vom Hotel aus sind es nur wenige Fußminuten bis zur Donau. Dabei schlendern wir durch die Fußgängerzone, das Einkaufsviertel, an dem sich das Hotel direkt befindet. Der Bus hinüber zur Burg auf die andere Donauseite ist direkt am Elisabethplatz, ebenso wie die U-Bahnstation. Und der Flughafenbus hält ganz in der Nähe des Hotels.

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Als Berliner bin ich ein Fan der Achse Berlin – Dresden – Prag – Wien – Budapest. Warum? Wahrscheinlich weil mir diese Städte, die nicht so stark vom Krieg zerstört wurden wie Berlin und Dresden, zeigen, wie Berlin noch aussehen könnte. Die imperiale Pracht, das KuK-Flair, der Stolz dieser Hauptstädte, das Zusammenspiel von Alt und Neu, von Historisch und Modern, von Tradition und Zukunft: das ist in Berlin zerstört, verloren und wird erst ganz langsam wieder aufgebaut. In Prag, Wien und Budapest spürt man diese Vibrationen noch immer. Es gibt wohl kaum eine Stadt, die soviel Geschichte in sich trägt und so schöne, majestätische Gebäude hat. Budapest gehört eindeutig zu den schönsten Städten Europas.

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Bei dem grandiosen Ausblick vom Fenster aus könnte ich noch eine ganze Weile hier oben stehen und einfach nur hinausschauen. Die Stadt ist jedoch viel zu spannend und schön, also erobern wir alles zu Fuß. Nur wenige Städte auf der Welt können es mit Budapest in Sachen Lage, Geschichte und Kultur aufnehmen. Bis 1873 waren Buda und Pest zwei getrennte Städte, und bis heute hat sich jeder Teil von Ungarns Hauptstadt eine eigene Atmosphäre und Identität bewahrt. Ob beim Flanieren durch die verschlungenen Kopfsteinpflastergassen des im Welterbe gelisteten Budaer Burgviertels; beim Entspannen in einer der vielen Thermalquellen, oder beim Genießen der hervorragenden ungarischen Küche und Weine – Budapest ist und bleibt eine der reizvollsten Städte Europas.

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Obwohl das Ritz-Carlton Budapest eigentlich ein Kettenhotel ist, ist das Design des Hauses im Allgemeinen und der einzelnen Zimmer sehr schön der Umgebung angepasst. Die blaue Donau findet sich wieder im blau-weiß gemusterten Teppich. An den Wänden hängen Werbeplakate aus den goldenen Zeiten von Budapest, eingerahmte Fotos mit historischen Straßenszenen und einige architektonische Erinnerungen an die 20er Jahre des letzten Jahrtausends.

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Meine Juniorsuite im Ritz-Carlton Budapest ist unheimlich großzügig, der kleine Kamin unter dem Flatscreen-TV sieht ziemlich echt aus – ausprobiert hab ich ihn aber nicht.

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Das Bett ist auf jeden Fall ein Traum, ich habe perfekt geschlafen. Durch meine Junior-Suite im achten Stock hatte ich außerdem Zugang zur exklusiven Club Lounge. Hier stehen jederzeit Snacks und Getränke kostenfrei zur Verfügung. Die Club Lounge ist außerdem ein perfekter Platz zum Arbeiten in Ruhe und für kleine Meetings. Es ist ein zusätzliches Refugiums, in dem sie tagsüber mit aufmerksamem Concierge-Service und einem kostenfreien kulinarischen Angebot verwöhnt werden.

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Das neue Hotel will auch die Budapester Szene um zwei neue Restaurants und eine Bar bereichern. Im Deak Street Kitchen sollen Gerichte serviert werden, die von der ungarischen Küche mit regionalen Zutaten der Saison inspiriert sind. Auf der Karte stehen zudem frisch gegrilltes Fleisch und Fisch, begleitet von einer Auswahl an einheimischen Weinen und Bieren. Seine elegante Terrasse mit Blick auf die lebhafte Geschäftsstraße mit ihren Designer-Shops und dem bunten Markt ist der perfekte Ort, um bei hervorragenden Speisen zu sehen und gesehen zu werden.

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Weitere gastronomische Einrichtungen sind die Kupola Lounge, die sich unter der bunten Glaskuppel mit einem großen Kristallleuchter befindet, und die Kupula Bar.

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In der Kupola Lounge wird das Frühstück serviert, auch dieses ist sehr empfehlenswert. Leider kann ich nichts zu der Qualität der anderen gastronomischen Outlets sagen, da ich auf Einladung von Guide Michelin in Budapest zur Präsentation des Guide „Main Cities of Europe“ eingeladen war und wir immer woanders gegessen haben. Die modern-elegante Ausstattung komplettiert die originale Säulenarchitektur und schafft ein weltstädtisches und kultiviertes Ambiente, in dem innovative Cocktails serviert werden.

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In der Lobby Bar können die Gäste auch sehr entspannt sitzen und beobachten, wie die anderen Hotelgäste kommen und gehen. Die Architektur, die Einrichtung sind zeitlos elegant.

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Abgerundet wird das Angebot des Hotels durch Spa und Fitness Center.   Seit 1934 ist Budapest als „Stadt der Spas“ bekannt und diese Bäder-Kultur reicht viele Jahrhunderte zurück bis in die römische Antike. Heutzutage bietet die Donaumetropole eine große Auswahl an SpaAngeboten, die sie zur idealen Destination für Reisende machen, die auf der Suche nach einem entspannenden Kurzurlaub sind. Mit Eröffnung des neuen Spas im The Ritz-Carlton, Budapest erreicht die Welt der Luxus-Spas in Ungarn ein neues Level.

Das The Ritz-Carlton Spa and Fitness Center befindet sich auf dem Dach des Gebäudes, ganz von natürlichem Licht durchflutet, und bietet den Gästen eine Zufluchtsstätte zum Entspannen, Auftanken oder einfach nur Abschalten. Dieser urbane Spa mit einem Innenpool und drei Behandlungsräumen offeriert die gesamte Palette an Schönheits- und Körpertherapien inklusive der typischen The Ritz-Carlton-Behandlungen, ergänzt durch ein professionell ausgestattetes Fitness-Center, das rund um die Uhr geöffnet hat.

Fazit:

The Ritz-Carlton Budapest ist ein perfektes Hotel für einen luxuriösen Aufenthalt in der ungarischen Hauptstadt. Der moderne, zeitlose Luxus lässt nicht das Gefühl aufkommen, in einem US-amerikanischen Kettenhotel zu sein. Allein die Location ist schon traumhaft, direkt gegenüber der St. Stephans-Basilika und vor dem Budapest Eye. Wer kommt mit auf eine Riesenradfahrt?

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Kempinski Hotel Corvinus Budapest: Ungarns bestes Spa Hotel

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Budapest – stolze Donaumetropole. Die alte Regierungsstadt der Magyaren hat sich prächtig entwickelt. Zum einen unter der KuK-Monarchie. Und zum anderen seit dem Fall der Mauer. Die Jahrzehnte dazwischen waren für die Architektur der ungarischen Hauptstadt leider nicht gewinnbringend. Seit den 90er Jahren des letzten Jahrtausends steht das Kempinski Hotel Corvinus Budapest an einem der zentralsten Plätze der Stadt. Wir waren zu Gast.

Gleich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs baute Kempinski als erste westliche Hotelgruppe ein komplett neues und modernes Hotel und brachte den Duft der großen weiten Welt, die deutsche Luxushotellerie nach Budapest. Der Ort war offensichtlich mit Bedacht gewählt: die Shoppingmeile der Stadt auf der einen Seite, der Elisabethplatz auf der anderen Seite, in Sichtweite der St. Stephans-Basilika.

Das Haus ist somit intelligent gebaut: mit zwei Vorderseiten. Der Gast, der anreist, findet seinen Zugang per Auto oder per Bus/U-Bahn vom Elisabethplatz aus. Der flanierende Fußgänger in der Einkaufsstraße hat direkten Zugang zum Restaurant És und somit auch zum gesamten Hotel. Das Hotel umfasst 351 elegante Zimmer inklusive 35 schicke Suiten mit geräumigen Bädern und kostenfreiem Wi-Fi.

Einen kleinen Einblick gibt Euch mein Video:

Kempinski Hotel Corvinus Budapest: Ein König als Namenspatron

Übrigens: Namenspate Matthias Corvinus war ungarischer König von 1458 bis zu seinem Tod im Jahr 1490. Einer Sage nach wurde Matthias während einer Jagd sein Ring von einem Raben geraubt, den er geistesgegenwärtig abschoss und so seinen Ring wiedererlangte. Eine weitere Sage berichtet, dass ihm seine Mutter, als er als Geisel in Prag war, durch einen Raben Nachrichten schickte. Matthias kaufte die Heilige Stephanskrone für 80.000 Goldforint zurück, die vorher in den Besitz der Habsburger geraten war und in Wien aufbewahrt wurde. Um Matthias Corvinus ranken sich zahlreiche Sagen. So soll er sich oft inkognito bewegt und sich unter anderem als Bettler oder Student verkleidet haben, um mehr über die Sorgen und Anliegen des Volkes zu erfahren. Diese Informationen soll er später als Gerichtsherr für eine gerechte Beurteilung verwendet haben. In Ungarn wird er heute noch Mátyás, az igazságos („Matthias, der Gerechte“) genannt (Quelle: Wikipedia).

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Natürlich muss sich jedes Hotel nach ein paar Jahren neu erfinden. Und so hatte ich die Ehre und das große Vergnügen im Kempinski Hotel Corvinus Budapest in einem Zimmer zu übernachten, das gerade ganz neu renoviert war. Ich war also der allererste Gast in dem Zimmer (angeblich, ich glaube es einfach mal). Und dieses moderne, luxuriöse Zimmer fühlte sich richtig gut an. Übrigens: Noch bis Mitte März 2020 werden die Zimmer im Hotel Etage für Etage umgebaut. Mit etwas Lärm durch Renovierungsarbeiten müsste man also tagsüber rechnen. Aber in dieser Zeit sind die meisten Gäste ja eh in der Stadt unterwegs.

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Die Betten sind super bequem und laden dazu ein, den Tag zu verkuscheln. Allerdings war ich ja auf Budapest-Entdeckungstour. Also raus aus den Federn, so schwer es auch fällt.

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Der Flatscreen-TV ist in einer Art moderner Bücherwand untergebracht. Die Fächer laden dazu ein, dort noch ein paar Bücher reinzustellen.

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Der extra Schreibtisch lädt dazu ein, hier zu arbeiten. Wer also länger und beruflich in der Stadt ist, der ist in so einem Zimmer bestens untergebracht.

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Und die Couch ist auch superbequem. Der kleine Obstteller war nicht übertrieben üppig, so dass ich das Obst auch wirklich vor Ort essen konnte. Mir tut es manchmal leid, wenn ich nicht alles von den Obsttellern essen kann, die mir ins Zimmer gestellt werden. Ich kann nicht immer die Reste mitnehmen und das, was ich stehen lasse, muss ja leider weggeworfen werden.

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Die großzügig geschnittenen Premium Grand Deluxe Zimmer und Premium Junior Suiten wurden nach den Plänen des britischen Innenarchitekten Alex Kravetz rundum neu gestaltet und bieten nun Platz für einen gemütlichen Sitzbereich. Geprägt wird das Design von einem weichen Farbenspiel aus Gold, Platin und abgeschwächtem Grau sowie warmem, dunkelbraunem Holz, während eine klug durchdachte Beleuchtung den Raum geschickt in seine Funktionsbereiche unterteilt. Die Wände zieren Werke der hoteleigenen Kunstsammlung.

Die vier weitläufigen Executive Suiten punkten zusätzlich mit einem beeindruckenden Blick auf den Erzsébet Park und das Riesenrad „Budapest Eye“. Für größere Familien können die beiden Corvinus Collection Suiten mit den benachbarten Junior Suiten verbunden werden. Insgesamt werden in die Renovierung des Kempinski Hotel Corvinus Budapest 8,5 Millionen Euro investiert.

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Wenn der Hotelgast von der Straße aus das Kempinski Hotel Corvinus Budapest betritt, dann begrüsst ihn erstmal diese üppige Blumen-Armada.

Der Wellness-Bereich des Hotels, Kempinski The Spa, für den ich leider keine Zeit hatte, hat im Jahre 2019 den Preis als bestes ungarisches Spa Hotel gewonnen. Der Preis wird ermittelt durch die Stimmen der Hotelgäste und Wellnesskunden aus aller Welt. Ungarn hat viele Thermenhotels und Heilwasserquellen – so gesehen ist dieser Preis wirklich hoch einzuschätzen.

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Kempinski Hotel Corvinus Budapest: Gastronomisches Viertel als Hotspot der Donaumetropole

Küchendirektor Roland Holzer ist der Herr über die gastronomischen Outlets des Kempinski Hotel Corvinus Budapest. Das Haus nennt seine zwei Restaurants, zwei Bars, ein Kaffeehaus und eine Deli-Bar selbst „gastronomisches Viertel“. Architektonisch elegant gelöst befinden sich diese fast alle rund um den ringförmigen Umgang, der von einem Hoteleingang zum anderen führt: És Bisztró, Nobu, Blue Fox The Bar, The Living Room und És Deli.

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És Deli
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The Living Room
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És Bisztro

Im És Bisztro geniesse ich ein Abendessen – übrigens wird hier auch das Frühstück serviert. Ein äußerst köstliches und feines Frühstück, das sehr empfehlenswert ist. Das Bistro selbst hat ein legeres Ambiente, das sich über sein innovativ-kreatives Design definiert. Im És Bisztro stehen österreichische und ungarische Spezialitäten im Mittelpunkt. Und natürlich je nach Saison. Neben den ungarisch-wienerischen Leckereien stehen auf Tafeln an der Wand Spezialitäten, die sich alle 14 Tage ändern und mit frischen, saisonalen Zutaten zubereitet werden.

Auf dem Hoteldach ist ein eigener Kräutergarten angelegt, um so für das Restaurant immer frisches Gemüse und Kräuter direkt vor Ort zur Verfügung zu haben. Dieser Minigarten ist mit seiner eigenen Bewässerungsanlage und einen Sonnen- und Vogelschutz ausgestattet. Hier werden unterschiedliche Pflanzen wie Tomaten, Chili, Babyzucchini, Curry, Liebstöckel, Thymian, Estragon und mehrere Minzsorten angebaut.

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Entenleber | Apfel | Brioche

Leber von Geflügel wie Ente oder Gans ist nicht nur eine französische Spezialität. Die Ungarn kennen und lieben diese besondere Vorspeise ebenfalls.

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Bärlauchsuppe mit Entenbrust

Die saisonal-frische Bärlauchsuppe schmeckt grossartig, eine angenehme Schärfe passt ideal zur Entenbrust.

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Gulasch | Knödel | Salat

Der Klassiker, der in Ungarn sein muss: Gulasch mit Knödeln.

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Topfenknödel | Rhabarber

Ist das jetzt ungarisch oder österreichisch? Egal, es ist köstlich: Topfenknödel mit Rhabarber schmecken einfach genial.

Fazit: Das Kempinski Hotel Corvinus Budapest präsentiert die europäische Version des Luxus. Das Gebäude ist direkt neben dem Ritz-Carlton Hotel Budapest. Bei großen Veranstaltungen helfen sich die beiden Wettbewerber auch gern und selbstverständlich untereinander aus – so wie man das eben unter Kollegen macht. Der Nachbar strahlt mehr die amerikanische Version von Luxus aus, das Kempi ist eben der europäische Vertreter. Beide Häuser lassen nichts zu wünschen übrig. Beide Hotels sind exzellente 5-Sterne-Hotels. Die Lage am Elisabethplatz ist perfekt, um die Stadt zu Fuß zu erobern. Die U-Bahn und Bushaltestelle sind gleich vor der Tür, der Flughafenbus hält in unmittelbarer Nähe. Eine Fahrt mit dem Budapest Eye ist das Tüpfelchen auf dem i für die Romantik.

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The 14 Best Things To Do In Budapest

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Budapest, Ungarn, die KuK-Donaumonarchie, der Fall des Eisernen Vorhanges – viele Bilder steigen in unseren Köpfen auf, wenn wir an die Hauptstadt dieses südosteuropäischen Landes denken. Budapest steht für mich in einer Reihe mit Berlin, Dresden, Prag und Wien. Große Städte, die unter den Kaisern und Königen der letzten Jahrhunderte wunderschöne Bauten geschenkt bekommen haben. The 14 Best Things To Do In Budapest: Wir haben für Euch die wichtigsten Orte für einen kurzen Stadtbesuch erobert.

Glücklicherweise ist das Stadtzentrum mit den allerwichtigsten Gebäuden nicht sonderlich groß. Viele Gebäude des UNESCO Kulturdenkmals können wir uns zu Fuß erobern. Und sind unsere Füße mal müde, so verfügt Budapest über ein exzellentes Netz von Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen, die uns überall hinbringen.

Wir haben unsere Vorschläge in diesem Video zusammengefasst:

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The 14 Best Things To Do In Budapest: Die Fußgängerzone

Im Herzen der Stadt liegt der Ferenc Deák Platz, an dem die Ferenc Deák Straße beginnt. Hier liegen auch die beiden prachtvollen Luxushotels Ritz-Carlton Budapest und das Kempinski Hotel Corvinus Budapest. Die Straße wird auch „Fashion Street“ genannt, denn hier hat sich eine Vielzahl großer Modemarken angesiedelt, von Boss und Prada bis Tommy Hilfiger und Dolce & Gabbana. Nach nur wenigen Metern, am Vörösmarty Platz, zweigt die Váci Straße ab. An diesem Platz sind diverse Marktbuden mit lokalen ungarischen Spezialitäten. Für Foodies ist ein Testen hier unbedingt Pflicht!

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Die ganzjährig belebte Fußgängerzone ist gleichermaßen ein Paradies für Schnäppchenjäger und Freunde exklusiver Luxusartikel, da neben namhaften internationalen Markengeschäften auch viele ungarische Läden gefunden werden können, die verschiedenste Produkte anbieten. Direkt in der Innenstadt gelegen ist die Váci Utca einer der beliebtesten Ausflugsziele der östlichen Stadtseite Pest, sei es für einen luxuriösen Einkauf oder für den Genuss der ungarischen Küche.

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Ab dem 18. Jahrhundert wurde mit dem Bau jener Gebäude begonnen, die heute entlang der Straße stehen, wobei die Váci Utca ihren heutigen Namen erst im Jahr 1899 erhielt, nur wenige Jahre nachdem Budapest als zusammenhängende Stadt deklariert wurde. Die Fußgängerzone verläuft von Nord nach Süd parallel zur Donau und erstreckt sich auf einer Länge von über 1100 Meter bis zum Fövám Platz, der direkt gegenüber der Budapester Markthalle, eine der großen Sehenswürdigkeiten, liegt.

Während im Norden der Straße hauptsächlich Modegeschäfte, Juweliere und weitere vornehme Geschäfte zu finden sind, ist der südliche Abschnitt hauptsächlich für Restaurants und kleine Souvenirläden bekannt. Auch in den zahlreichen Nebenstraßen befinden sich vielseitige Geschäfte, die sowohl heimische als auch internationale Produkte anbieten. 

The 14 Best Things To Do In Budapest: Das Parlamentsgebäude Országház

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Der Reichstag bzw. Landeshaus – denn nichts anderes heisst das Wort Országház ist der Sitz des ungarischen Parlamentes. Wer das Gefühl hat, das Gebäude von irgendwoher zu kennen, liegt nicht falsch: Der Palace of Westminster in London stand dem Architekten Imre Steindl Pate.

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Das Innere des Gebäudes ist im Stil des Neoklassizismus gehalten. Es ist mit Fresken und Wandbildern geschmückt, die die Geschichte Ungarns darstellen.

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Überall im Parlament sind reiche, in Gold gehaltene Verzierungen zu finden. In einem Vorraum des Sitzungssaales ist der mit 7 mal 21 Metern größte geknüpfte Teppich Europas verlegt.

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Das Parlamentsgebäude besteht aus drei Bereichen. Mittig angeordnet ist der beeindruckende Kuppelsaal, in dem die Stephanskrone mit den ungarischen Reichsinsignien aufbewahrt werden. Leider darf – aus Sicherheitsgründen – die Krone nicht fotografiert werden. Unser Pro-Tipp: Ein Duplikat ist in der Matthiaskirche ausgestellt.

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Nördlich und südlich davon befinden sich die Sitzungssäle und Räume für repräsentative Zwecke, sowie knapp 700 weitere Räume. Dazu gehören auch die Amtszimmer des Präsidenten der Republik, des Ministerpräsidenten und der Nationalversammlung. Der andere Teil steht Besuchern zur Verfügung.

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The 14 Best Things To Do In Budapest: Bootsfahrt auf der Donau

Budapest gehört zu den Zielen vieler Donaukreuzfahrtschiffe wie etwa A-rosa. Diese fahren tagelang von Passau über Wien bis nach Budapest. Oder teilweise auch noch viel weiter. Doch so weit muss ja keiner fahren, der schon hier ist.

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In Budapest liegen viele Schiffe vor Anker. Einige sind offensichtlich auch Restaurantschiffe, auf denen man abends bestimmt perfekt romantisch dinieren kann.

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Doch mit einigen kann man Fahrten rund um Budapest auf der Donau machen und dabei die Stadt vom Wasser aus betrachten. Und auch zur anderen Donauseite übersetzen, hinüber zum Burgpalast.

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The 14 Best Things To Do In Budapest: Die St. Stephans-Basilika

Stephansdom heissen einige Kirchen, so etwa in Wien, Passau und Metz. Und die St. Stephans-Basilika in Budapest. Die erst im Jahre 1905 eingeweihte größte Kirche bietet bis zu 8.500 Menschen Platz.

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Das Kirchengebäude hat eine beeindruckende Länge von ca. 92 m, und eine Breite von ca. 62 m. Seit 1931 trägt sie den Titel einer Basilika minor. In der Kirche ist u.a. die einbalsamierte rechte Hand König Stephans als Reliquie aufbewahrt.

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Die beeindruckenden Maße der Basilika werden besonders deutlich, wenn man das Innere der Kirche betritt und zur mächtigen 96 Meter hohen Kuppel hinauf schaut, wo man ein imposantes Mosaik mit einer Darstellung von Gott, Jesus und verschiedenen Engeln vorfindet.

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The 14 Best Things To Do In Budapest: Ein Fahrt mit der Straßenbahn

Das Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln ist in Budapest sehr gut ausgebaut. Mit Bus, Tram und U-Bahn kommt man überall sehr schnell hin. Eine der Straßenbahnlinien fährt direkt an der Donau entlang, von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Stadt.

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Und mit etwas Glück trifft man Straßenmusiker, die auf Alltagsgegenständen richtig gute Musik machen.

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The 14 Best Things To Do In Budapest: Budapest Eye

Seit März 2017 hat Budapest eine neue Attraktion. Das Riesenrad auf dem Elisabethplatz bzw. Erzsébet ter führt den treffenden Namen Budapest Eye und hat eine Höhe von 65 Metern und ist somit eines der höchsten Riesenräder in Europa. Für romantische Ausflüge ist eine Tour im Riesenrad perfekt. Nur die St. Stephans-Basilika ist höher.

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The 14 Best Things To Do In Budapest: Szimpla Kertmozi

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Berlin kurz nach dem Mauerfall: Bars eröffnen in den abgeranzten Ecken der Hauptstadt, Ruinengrundstücke werden zu Kult-Clubs. Diese Zeiten sind lange her. Doch hier in Budapest, im jüdischen Viertel aus dem 7. Jahrhundert, hat sich eine interessante Szene entwickelt. Hier gibt es Clubs, Cafés, Kneipen, Bars. Hier sind Einheimische und Touristen aus aller Welt. Und hier ist Szimpla Kermozi, zu deutsch: „simpler Garten“. Seit 2002 hat sich dieses ehemaligen Ofenfabrik aus dem 19. Jahrhundert zu einem Meilenstein des alternativen Lebens in Budapest entwickelt. Hier gibt es ein Freiluftkino, einen einzigartigen Rahmen für Konzerte, Theater sowie viele andere kulturelle Veranstaltungen.

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In Deutschland wäre das Grundstück längst abgerissen worden, keine einzige deutsche Behörde würde diese Subkultur zulassen. Schade eigentlich. Denn diese Ruinenkneipe im Judenviertel ist längst zum festen Bestandteil des Nachtlebens der ungarischen Hauptstadt geworden. Mittlerweile steht das Gelände unter Denkmalschutz.

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Heute gibt es in Budapest viele Ruinenbars. Doch das Szimpla Kert ist der Vorreiter. Angeblich ist die maximale Kapazität des Clubs bei 500 Personen, doch sollen sogar bis zu 5.000 Personen hier feiern. Das Szimpla Kert wurde vom Lonely Planet Magazin als beste Bar der Welt ausgezeichnet.

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The 14 Best Things To Do In Budapest: Der Burgpalast

Der Burgpalast ist unumstritten eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Budapest, wenn nicht sogar von ganz Ungarn. Das massive Gebäude thront oben auf einer Anhöhe und überblickt die ganze Stadt. Wie eine alte Burg eben. die ehemalige königliche Burg überragt die Millionenmetropole als das höchstgelegne Gebäude und ist von allen Richtungen gut zu erkennen. Die Geschichte des Burgpalastes reicht bis in die Anfänge des 13. Jahrhunderts zurück, als der damalige König Bela IV. hier eine Burg errichten liess. Ab dieser Zeit war die Burg der Residenz der ungarischen Könige, von denen jeder in seiner Epoche Spuren an dem Gebäudekomplex hinterliess.

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Die Residenz wurde bei der Schlacht um Budapest 1944 schwer beschädigt. Der Wiederaufbau unter den kommunistischen Machthabern erfolgte nur bedingt. Teile wurden wieder hergerichtet, andere Teile wurden absichtlich zerstört wie die Habsburger-Stiege, die Figurengruppe am Tympanon sowie Stuckaturen an den Fenstern.

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Der Matthiasbrunnen wurde 1904 von Alajos Stróbl errichtet und soll die Geschichte von König Matthias Corvinus und des Mädchens Ilona erzählen. Der Brunnen lehnt sich an die Nordwand des C-Flügels auf der südlichen Seite des westlichen Vorhofes des Burgpalastes an. Eingefasst wird der in römischer Barockbauart errichtete Brunnen von korinthischen Säulenpaaren. An der Wand über dem Brunnen ist Matthias Corvinus als stehende Bronzefigur dargestellt. Alajos Stróbl hat als Motiv den jugendlichen König auf der Jagd versucht darzustellen. Unterhalb der Statue findet man eine sitzende Mädchengestalt, welche die Beliebtheit des Königs beim ungarischen Volk dokumentieren soll. Einer Legende zufolge soll sich das dargestellte Bauernmädchen Ilona in Matthias Corvinus verliebt haben, als dieser inkognito auf die Jagd ging. Kurz darauf soll sie erkannt haben, dass ihre große Liebe ihr König war, und sie fiel darauf in tiefe Trauer.

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Das Löwentor wurde 1904 vom ungarischen Bildhauer János Fadrusz errichtet. Geht man hindurch gelangt man in den Innenhof der Palastanlage. Seinen Namen bekam das Tor von den vier brüllenden Löwenstatuen, welche das Tor und den Innenhof bewachen. Zwei von ihnen findet man am Toreingang, die anderen beiden im Innenhof.

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Am nordöstlichen Ende des Palastkomplexes findet man am Sankt-Georgs-Platz (ungarisch: Szent György tér) eine Plastik des Vogels Turul. Die am Palast aufgestellte Vogelfigur sitzt auf einem Stein mit weit geöffneten Flügeln und trägt in ihren Krallen ein Schwert. Das Fabelwesen hat sowohl Ähnlichkeit mit einem Adler wie auch mit einem Falken. Der Name stammt aus dem Türkischen. In der Geschichte der Ungarn spielt diese Gestalt eine große Rolle. Laut einer Sage soll ein Turul im Jahr 819 Emese im Schlaf geschwängert und ihr im Traum prophezeit haben, dass sie einen Sohn zur Welt bringen würde, der der Urahn vieler Könige sein würde.

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Direkt neben dem Burgpalast, auf dem Sankt-Georgs-Platz (ungarisch: Szent György tér), befinden sich das Palais Sándor, welches seit 2003 Sitz des ungarischen Staatspräsidenten ist. Das Palais war die Budaer Stadtresidenz der adeligen Familie Sándor. Es wurde 1806 errichtet. Ministerpräsident Graf Gyula Andrássy machte es 1867 zum Sitz seiner Regierungskanzlei. Am 3. April 1941 erschoss sich hier Ministerpräsident Graf Pál Teleki aus Verzweiflung über seine gescheiterte Außenpolitik gegenüber dem nationalsozialistischen Deutschland. Das Palais wurde bei der Schlacht um Budapest im Winter 1944/45 schwer beschädigt und 1945 von sowjetischen Soldaten geplündert. Nach dem Zerfall des Ostblocks wurde es wiederaufgebaut; die Innenräume wurden 2002 rekonstruiert.

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The 14 Best Things To Do In Budapest: Fischerbastei und Matthiaskirche

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Die Fischerbastei (Halászbástya) ist ein von Frigyes Schulek von 1895 bis 1902 errichtetes, neoromanisches Monument in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Es erhebt sich auf dem Burgberg an der Stelle des mittelalterlichen Fischmarkts von Buda. Der Name stammt von einer Fischergilde, für die das Monument errichtet wurde. Diese Gilde hatte im Mittelalter diesen Abschnitt der Stadtmauer zu verteidigen. Das skurrile Bauwerk, das mit seinen konischen Türmen an die Zelte der Magyaren erinnern soll, wird als Aussichtsterrasse auf Donau und Pest genutzt.

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Die Matthiaskirche (Mátyás templom) war die erste Kirche auf dem Schlossberg. Sie ist als Teil des UNESCO-Welterbes eingetragen. Hier fanden die Krönungszeremonien von drei ungarischen Königen statt. Deshalb ist sie auch als „Krönungskirche“ bekannt. Die Matthiaskirche zeichnet sich durch die beiden völlig ungleichen Türme aus. Der Turm links des Kirchenschiffs, der so genannte Bélaturm, ist gedrungen und mit bunten Ziegeln verziert, die ein Mosaik bilden. Rechts des Kirchenschiffs steht der 80 Meter hohe, achteckige, gotische Matthiasturm mit Majolikakacheln auf dem Kirchendach.

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Angeblich erbaute bereits König Stephan I. (1000 – 1038) hier bereits im Jahre 1015 eine Kirche. Die heutige Kirche allerdings wurde zwischen 1255 und 1269 von König Béla IV. (1235 – 1270) als romanische Basilika erbaut. Sie wurde als Kirche für die deutsche Bürgerschaft von Buda erbaut. Die Grundform der heutigen Kirche geht noch auf diese Basilika zurück, und wir finden noch einige Kapitelle innerhalb der Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Um 1370 wurde die Matthiaskirche von König Ludwig dem Großen (1342–1382) in eine gotische Hallenkirche mit drei Schiffen umgebaut. 

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Am 25. August 1541 eroberten die Türken die Stadt Buda und wandelten die Kirche in ihre Hauptmoschee um. Nun war die Matthiaskirche fast 150 Jahre als Büyük Camii, Große Moschee, bekannt. Fast die komplette Einrichtung der Kirche wurde in der Folge zerstört, die Wände weiß übermalt und sämtliche Heiligenfiguren geköpft, was noch heute am Marientor sichtbar ist. Sultan Süleyman dankte hier Allah für die Eroberung der Stadt und Gül Baba, ein islamischer Heiliger, dessen Türbe bis heute in Buda eine Pilgerstätte ist, soll hier gestorben sein.

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Bei der Eroberung Budas am 2. September 1686 durch die Heilige Liga wurde die Kirche fast völlig zerstört und im Anschluss daran den Jesuiten übergeben. Sie richteten hier ihre Zentrale in Ungarn ein und erweiterten das Gebäude. So ging der mittelalterliche, freistehende Charakter der Kirche verloren. Sowohl außen als auch innen wurde die Kirche barock umgestaltet. Als der Jesuitenorden 1773 aufgelöst wurde, übergab man die Kirche dem Rat der Stadt Buda.

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1867 fand in der Matthiaskirche die Krönung des ungarischen Königspaares Franz Joseph I. und Elisabeth (Sisi) statt. Viele Hinweise darauf gibt es bis heute in der Kirche: Die Fahnen an den Säulen, ihre Wappen auf dem Elisabeth-Fenster und natürlich das große Krönungsfresko im Oratorium des Malteserordens.

Zwischen 1873 und 1896 wurden an der Matthiaskirche Umbauten und Erweiterungen nach Plänen von Frigyes Schulek vorgenommen. Er hat der Matthiaskirche ihre heutige neugotische Gestaltung verliehen. Die Grundstruktur des Gebäudes ist allerdings aus dem Mittelalter erhalten geblieben, dazu einige Details wie etwa das Marientor. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Matthiaskirche schwer beschädigt, jedoch 1950–1960 nach den Originalplänen von Schulek wieder aufgebaut.

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Im Königlichen Oratorium befinden sich die erste katholische Bibelübersetzung in ungarischer Sprache und eine Statue der Königin Elisabeth aus weißem Marmor sowie die Inthronisationsstühle von Karl IV. und seiner Frau Zita von Bourbon-Parma aus dem Jahre 1916 ausgestellt, dazwischen findet man eine Kopie der „Heiligen Krone von Ungarn“.

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Das Original ist in der Kuppelhalle des Gebäudes des Ungarischen Parlaments.

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The 14 Best Things To Do In Budapest: Das Kaffeehaus

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Unweit der St. Stephans-Basilika besuchen wir das erste Strudelhaus in der Geschichte von Pest. Die Tradition des Strudels in Ungarn reicht zurück bis in das 15. Jahrhundert. Die Strudel im Reteshaz Strudelhaus basieren auf einem Originalrezept und werden nur aus den besten Zutaten hergestellt.

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Wir suchen uns einen traditionellen köstlichen Apfelstrudel mit Vanilleeis und Vanillesauce aus. Sehr köstlich. Am liebsten hätten wir noch mehr Hunger, aber bei der insgesamt exzellenten und reichhaltigen Küche in Budapest können wir leider nur eine Portion essen. Doch wir kommen bestimmt wieder.

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The 14 Best Things To Do In Budapest: Die Margareteninsel

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Die Margareteninsel ist die bekannteste Donauinsel in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Sie befindet sich im Stadtzentrum, zwischen den beiden Stadthälften Buda und Pest und ist durch die Margaretenbrücke im Süden und durch die Árádbrücke im Norden mit ihnen verbunden.

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Im Falle eines Sieges über die Tataren versprach König Béla IV. von Ungarn, seine Tochter Margarete als Nonne in das dortige Dominikanerinnenkloster zu schicken, dem der Großteil der Insel gehörte. Nach dem Sieg der Ungarn löste er sein Versprechen ein. Im Kloster starb seine Tochter schon im Alter von 28 Jahren und wurde im Jahr 1276 seliggesprochen. Durch zahlreiche Legenden um die Königstochter Margarete erlangte die Insel schließlich ihren Namen.

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Ende des 18. Jahrhunderts fiel die Insel den österreichischen Verwaltern zu, welche diesen Ort zu einem Erholungs- und Kurort umbauen ließen. Die Erschließung von Thermalquellen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts betonte den Erholungszweck noch stärker. 

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Der markanteste Punkt im Süden der Margareteninsel ist das Zentenariumsdenkmal (ungarisch: Centenáriumi emlékmű) von István Kiss, welches an die Vereinigung der drei Städte Buda, Pest und Óbuda zur neuen Stadt Budapest im Jahre 1873 erinnert. In der Mitte der Insel befinden sich weite Parkflächen, die im englischen Stil angelegt worden sind. An der Ostseite stehen die Überreste eines Franziskanerklosters aus dem 13. Jahrhundert. Nördlich der Klosterruinen ist ein zentraler Rosengarten mit über 2500 verschiedenen Rosenarten angelegt. In dessen Nähe lädt ein kleiner Tierpark zum Besuch.

The 14 Best Things To Do In Budapest: Costes

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Für ein köstliches Dinner empfehlen wir die Schritte in die Raday Strasse zu lenken. Hier liegt das Costes Restaurant. Dieses exzellente Restaurant öffnete im Sommer 2008. Mit dem portugiesischen Küchenchef Miguel Rocha Vieira kam die Gourmetküche in das Haus. Seine Küche ist gekrönt von einem Michelin-Stern. Wir haben hier in grossartiger Atmosphäre hervorragend gegessen.

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Pork Jelly „Kocsonya“ | Horseradish | Quail Egg

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Lillafüred – Smoken Trout | Parsnip | Radish | Trout Caviar

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Kunság – Glazed Duck Breast | Slow Cooked Leg | Pear | Red Cabbage

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Costes Somlói „Galuska“ | Nógrádi Walnut | Raisins | Rum & Chocolate Ice Cream

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Rubik’s Cube

The 14 Best Things To Do In Budapest: Onyx

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Im März 2007 eröffnete das Restaurant Onyx in der Innenstadt von Budapest, nur wenige Fußminuten entfernt vom Elisabethplatz und den beiden Hotels Ritz-Carlton Budapest und Kempinski Hotel Corvinus Budapest. Die Küche von Küchenchef Adam Mészáros verbindet Tradition mit Innovation. Seit 2018 ist seine Küche – als erste in Ungarn – mit 2 Sternen gekrönt.

The 14 Best Things To Do In Budapest: Die Markthalle

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Die Große Markthalle (Nagy Vásárcsarnok) wurde von 1894 bis 1897 nach Plänen von Samuel Petz errichtet. Das basilikaartige Gebäude mit einem Langhaus und zwei Querschiffen basiert auf einer Stahlkonstruktion, die an der Fassade mit bunten, glasierten Ziegeln eingekleidet ist. An den Ecken des Gebäudes stehen breite, schwere Türme. Der Eingang am Kleinen Ring ist mit Säulen und Figuren geschmückt. 

Auf drei Geschossen befinden sich über 180 Marktstände und Geschäfte, dazu zwei Supermärkte. Das Obergeschoss nehmen Souvenirläden, Imbissbuden und ein Bistro ein.

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Bis 1932 war die Markthalle der größte und wichtigste Marktplatz in Budapest. Noch heute ist die Halle von ihrer Architektur her einer der zentralen Einkaufsplätze der Stadt und wird entsprechend von Einheimischen und Touristen besucht. Die Räume werden auch für Veranstaltungen vermietet. Im Kellergeschoss befinden sich Fischstände und Aquarien.

The 14 Best Things To Do In Budapest: Café New York

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Das Café New York ist ein prunkvolles Kaffeehaus der Gründerzeit. Die New York Life Insurance Company ließ zu Beginn der 1890er Jahre ein prunkvolles Gebäude errichten. Im Erdgeschoss und Tiefgeschoss befand sich und befindet sich noch heute das genannte Café (ungarisch New York kávéház). Es wurde am 23. Oktober 1894 eröffnet und überdauerte Kriege und Regimewechsel weitgehend unbeschädigt. Nach einer jahrelangen Renovierungspause ab 2001 wurde das Café am 5. Mai 2006 wieder eröffnet

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Das Café wurde über Jahrzehnte zu einem beliebten Budapester Intellektuellen- und Literatentreff. 

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Das Innere des Cafés mit seinen gedrehten Säulen erinnert zum Teil an die Ausgestaltung barocker Kirchenräume. In der Zeit des Kommunismus hieß es „Hungaria“.

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Nach der Wende und einer längeren Phase der Ungewissheit wurde das Gebäude von einer italienischen Hotelgruppe im Februar 2001 übernommen und zum Luxushotel mit 107 Zimmern umgestaltet. Im Zusammenhang mit der Schaffung des New York Palace Boscolo, Budapest wurde auch das Café wieder reaktiviert.

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The 14 Best Things To Do In Budapest: Die Thermalbäder

Budapest ist weltberühmt für seine exzellenten Thermalbäder. Leider habe ich in den vier Tagen, die ich hier vor Ort war, es zeitlich nicht geschafft, einen Ausflug dahin zu machen. Man sollte sich auf jeden Fall einen ganzen Tag pro Bad nehmen. Die Preise für einen Besuch entsprechen durchaus den Preisen, die wir auch in Deutschland für ein Bad dieser Größe zahlen.

Die schönsten Thermalbäder in Budapest:

Fazit: Budapest ist eine wunderschöne Stadt. In nur wenigen Tagen kann man natürlich nicht alles besuchen. Doch die wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten liegen alle in Laufnähe voneinander entfernt in der Innenstadt. Alle weiteren Orte sind auch sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Wir haben zwar nicht alles gesehen. Doch wir kommen sehr gern wieder.

Service:

Das sind die 11 größten Irrtümer über die Guide Michelin Sterne

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309 Sterne-Restaurants in Deutschland, davon 10 Restaurants mit 3 Sternen, 38 Restaurants mit 2 Sternen und 261 Restaurants mit 1 Stern: Das ist eine grandiose Leistung für die deutsche Spitzengastronomie. Deutschland hat damit gleich nach Frankreich die meisten Sterne in Europa. Die Guide Michelin Sterne sind die größtmögliche Auszeichnung für die Köchinnen und Köche, die täglich hinter dem Paß stehen und ihre beste Leistung geben. Doch nach wie vor ranken sich zahlreiche Gerüchte, Irrtümer und Halbwahrheiten um den roten Führer. Kann ein Koch seine Sterne zurückgeben? Wir haben für Euch die größten „urban legends“ und fehlerhaften Mythen, die auch immer wieder in anderen Medien zu lesen sind, zusammengefasst.

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Guide Michelin Sterne Mythos 1: Nur Luxus-Restaurants erhalten einen Stern

Falsch. Formvollendete Oberkellner, gestärkte Tischdecken oder poliertes Silberbesteck fließen – leider – nicht in die Sterne-Vergabe ein. Auch wenn ich persönlich, als Absolvent der Steigenberger Akademie und gelernter Restaurantfachmann, das viel besser fände, wenn der Service am Tisch des Gastes besser gewürdigt werden würde: Nein, die Kellner werden vom Guide Michelin fast vollständig ignoriert. Nur der Sommelier, der Weinkellner, ist etwas wert. Doch die „schwarze Garde“, der Service wird zum Tellertaxi degradiert. Die alte „hohe Schule“ der Kellner, wie etwa das Kochen am Tisch des Gastes, sind nicht mehr gefragt.

Auch Hummer, Kaviar oder japanisches Kobe-Rind sind keine Voraussetzung und die Weinkarte brauch kein enzyklopädisches Format. Was zählt, ist ausschließlich eine überdurchschnittlich gute Küchenleistung, egal ob mit regionalen Produkten oder den genannten Luxusprodukten gearbeitet wird. So kocht Hans Haas im 2-Sterne-Restaurant Tantris in München auf der Basis der französischen Hochküche mit vielen Produkten aus dem bayerischen und Tiroler Umland.

Die Kriterien, nach denen die Michelin Tester urteilen, ob und wie viele Sterne ein Restaurant erhält, sind die hohe Qualität und Frische der Zutaten, die persönliche Note und die Kreativität der Küche sowie die fachgerechte Zubereitung. Auch die Beständigkeit der Küchenleistung über die Dauer und die gesamte Karte hinweg sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis müssen stimmen.

Demzufolge finden sich auf der Liste der Sterne-Adressen Bistros, Landgasthäuser und trendige Gastrokonzepte ebenso wie Gourmet-Restaurants klassischen Zuschnitts. In Großbritannien hat der Guide Michelin schon wiederholt Pubs mit Sternen ausgezeichnet und in Hongkong gibt es ein Dim-Sum-Restaurant, das trotz Michelin Stern nur Preise wie ein Straßenimbiss nimmt und ganz einfachen Komfort bietet.

Für Ambiente, Servicequalität und Komfort gibt es im Guide Michelin eine eigene Kategorie, dargestellt durch das Symbol gekreuzter Bestecke. Die Wertung reicht von „Standard-Komfort“ (ein Besteck) bis hin zu „Großer Luxus und Komfort“ (fünf Bestecke). Sternen und Bestecken liegen völlig unabhängige Bewertungskriterien zugrunde. So kann ein Restaurant durchaus mit drei Sternen für seine herausragende Küche ausgezeichnet sein, aber lediglich ein Bestecksymbol für Ausstattung und Service haben.

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Le Gourmand | Hans Haas

Guide Michelin Sterne Mythos 2: Der Sternekoch

Mit den Kochshows hat sich der Begriff des „Sterne-Kochs“ in der Umgangssprache stark verbreitet, doch gibt es überhaupt so etwas wie „Sterne-Köche“? Klares Nein! Michelin zeichnet nicht einzelne Köche aus, sondern Restaurants, denn Kochen auf Sterne-Niveau ist ein Mannschaftssport. Dennoch spielt der Küchenchef als Kapitän der Mannschaft eine besondere Rolle. Wenn ein Küchenchef also von einer Sterne-Adresse in ein anderes Haus wechselt, kann er die Auszeichnung nicht mitnehmen. Ein Küchenchef ist also nur ein Sternekoch, solange er in einem Restaurant mit einem, zwei oder drei Michelin Sternen tätig ist.

Manche TV-Köche, die in den Medien als Star- oder Sterne-Köche bezeichnet werden, haben bisher keinen Michelin-Stern gehabt, wie etwa Tim Mälzer. Aber der hätte auf jeden Fall das Zeug auf dieser Qualitätsstufe zu kochen.

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Bobby Brauerei | Le Gourmand | Dirk Luther

Und manche Restaurants großartiger Küchenchefs sind mit 2 Michelin-Sternen gekrönt, wie etwa das Esszimmer von Bobby Bräuer in der BMW Welt in München und die „Meierei“ im Vitalhotel Alter Meierhof, Glücksburg, von Dirk Luther. Und beide Sterneköche stehen lieber selbst täglicham Herd und zaubern ihre kunstvollen Menüs. Allerdings sind die beiden außerhalb der deutschen Gourmet- und Gastro-Szene ziemlich unbekannt. Zu Unrecht.

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Alexander Herrmann

Andere wiederum geben nur noch die große Richtung vor und kochen kaum noch selbst, wie etwa Alexander Herrmann, der seinen Küchenchef Tobias Bätz sogar in den Namen des mit 2 Michelin-Sternen gekrönten Restaurants mit aufgenommen hat:  „Restaurant Alexander Herrmann by Tobias Bätz“. Dafür ist Alexander Herrmann mittlerweile in ganz Deutschland sehr bekannt dank diverser Kochsendungen im Fernsehen.

Guide Michelin Sterne Mythos 3: Sterne werden verliehen

Nein, die Vergabe der Sterne erfolgt nicht im Rahmen einer feierlichen Zeremonie, sondern in der Regel ganz formlos und unspektakulär mit der Veröffentlichung der jeweils neuesten Guide Michelin Ausgabe. Allenfalls erhalten neu ausgezeichnete oder in eine höhere Sterne-Kategorie hochgestufte Restaurants einen Anruf vom Chefredakteur des Guide Michelin. Eine Urkunde, Plakette oder ein sonstiges Dokument gibt es aber nicht. Dies hängt auch damit zusammen, dass hinter den Sternen kein Branchenverband und keine Behörde stehen, sondern die Auszeichnung lediglich die Bewertung der anonym arbeitenden Michelin Tester wiedergibt.

Keine Regel ohne Ausnahme: In den letzten Jahren hat der Guide Michelin die neuen Sternerestaurants gerne im Rahmen einer mehr oder weniger grossen Gala bekannt gegeben.

So erfolgte die Präsentation des Guide Michelin Main Cities of Europe 2018 im Rahmen einer großartigen Gala in Budapest. Ein paar Eindrücke davon erhaltet ihr hier in meinem Video:

Im vergangenen Jahr allerdings erfolgte die Präsentation des Guide Michelin Main Cities of Europe 2019 in Wien angeblich nur in einer kurzen Veranstaltung, zu der nicht viele Journalisten eingeladen waren.

Die Präsentation des Guide Michelin Deutschland 2019 wiederum fand erst in Form einer Pressekonferenz statt mit anschliessender grosser Gala:

Der #Michelin verteilt heute die Sterne - und Le Gourmand ist mit dabei. Tim Raue 3 Sterne? Bobby Bräuer 2 Sterne?
Le Gourmand | Bibendum

2016 hingegen gab es nur eine kleine Pressekonferenz in der Ruine einer alten Teppichfabrik in Berlin-Alt-Stralau:

Für 2020 ist eine Pressekonferenz mit anschliessender Gala in Hamburg geplant – einen Tag vor der ITB Berlin. Blöder könnte diese Planung für Gastro-, Hotel- und Reisejournalisten nicht sein. Und angesichts der immer akuteren Bedrohung durch den Coronavirus stehen diese Großveranstaltungen eh gerade auf dem Spiel.

Edit: Wegen des Corona-Virus ist sowohl die ITB Berlin als auch die Pressekonferenz und Gala des Guide Michelin in Hamburg abgesagt. Die Sterne werden für das Jahr 2020 digital „verliehen“.

Guide Michelin Sterne Mythos 4: Die „Rückgabe von Sternen“

Immer wieder kolportiert und immer wieder falsch: Ein Restaurant kann seine Sterne nicht zurückgeben. Da die Sterne ausschließlich als Empfehlung im Guide Michelin abgedruckt sind und nicht als offizielles Zertifikat oder Urkunde vorliegen, gibt es auch keine Rückgabemöglichkeit. Veröffentlicht ist veröffentlicht – und zwar so lange, bis eine neue Ausgabe auf den Markt kommt.

Wenn ein Restaurant schließt, erlischt der Stern, und sollte ein Restaurant sein Konzept verändern, wird es für die nächste Ausgabe erneut überprüft und neu bewertet. So hat etwa das Kempinski Hotel Berchtesgaden das bisherige Gourmetrestaurant Le Ciel, das mit einem Stern gekrönt war, komplett umgebaut und mit einem komplett neuen Konzept unter dem Namen PUR neu eröffnet. Der Stern für das alte Restaurant dürfte jetzt wohl futsch

sein, das neue Restaurant bekommt aber mit größter Sicherheit einen Stern neu verliehen. Und das bei komplett gleichgebliebener Küchenmannschaft.

Guide Michelin Sterne Mythos 5: Sterne-Restaurants sind teuer

Keine Frage, Essen im Sterne-Restaurant kostet mehr als ein Besuch in der Pizzeria an der Ecke, in der Schnitzelschmiede oder beim Asia-Imbiss. Dafür bietet es ein einmaliges Genusserlebnis, ganz abgesehen von der Qualität der Speisen. Zum Preis von einmal Volltanken können sich die Gäste in der Sterne-Gastronomie ein Bild davon machen, wie sich Essen im Idealfall zubereiten lässt. Jeder, der Freude an gutem Essen hat, sollte sich diese Investition von Zeit zu Zeit gönnen. Mit Verschwendung hat dies nichts zu tun, denn die großartigen Momente, die sich beim Genuss einstellen, sind oft unvergesslich.

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Onyx **, Budapest

Zudem haben die Michelin Inspektoren in den letzten Jahren immer mehr Restaurants entdeckt, die auf Sterne-Niveau kochen und dabei alles andere als teuer sind.

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Adam Mészáros | Michael Ellis

Wer beispielsweise für unsere deutschen respektive westeuropäischen Verhältnisse verhältnismässig günstig auf Zwei-Sterne-Niveau essen gehen möchte, dem sei das Restaurant „Onyx“ von Adam Mészáros in Budapest empfohlen.

Guide Michelin Sterne Mythos 6: In Sterne-Restaurants geht es steif und formell zu

Über die Sterne-Gastronomie geistern die seltsamsten Gerüchte durch die Medien. Die schlimmsten „urban legends“ handeln von Oberkellnern, die den korrekten Umgang mit Messer und Gabel überwachen, von Chefs, die fürs Probieren vom Teller des Tischnachbarn blaue Briefe verteilen und, und und. Davon kann keine Rede sein. Spitzengastronomie hat mit Genuss zu tun und seine Gäste zu maßregeln, ist hochgradig genussfeindlich und megapeinlich. Auch im Top-Restaurant sollen sich die Gäste wohlfühlen und kein Hochamt voller Einschüchterungsrituale über sich ergehen lassen. Das wissen die selbst genussfreudig veranlagten Küchen- und Restaurantchefs am besten.

Im übrigen gibt es nicht das Sterne-Restaurant per se. Jede Art von Gasthaus kann mit Michelin-Sternen ausgezeichnet werden, sofern die Qualität der Küche stimmt. Dabei ist es völlig gleich, ob es sich um ein klassisches Restaurant mit viel Tradition oder um ein cooles Bistro handelt. Dieser Trend des sogenannten Casual Fine Dinings hält bereits seit einigen Jahren an und zeigt: Essen im Sterne-Restaurant ist alles andere als eine verkrampfte Angelegenheit.

Guide Michelin Sterne Mythos 7: Sterne-Restaurants müssen französisch kochen

Ebenfalls nicht mehr als ein Gerücht. Die Michelin Inspektoren sind offen für alle Küchenstile. Ob klassisch, innovativ, ob regional, mediterran, asiatisch oder orientalisch geprägt – alle Stilrichtungen werden nach denselben Grundkriterien bewertet.

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Dalad Kambhu

Mittlerweile hält das von den Berliner Zwillingen Sühring geführte gleichnamige Restaurant in Bangkok zwei Sterne, im Restaurant Kin Dee in Berlin kocht Dalad Kambhu (Foto) mit ihrer exzellenten Thai-Küche mit Brandenburger Produkten einen Michelin-Stern.

Guide Michelin Sterne Mythos 8: Die Michelin Tester lassen sich gratis durchfüttern

Komplett falsch. Die Michelin Inspektoren, wie die Tester offiziell heißen, sind für Gastronomen Gäste wie jeder andere. Um ihre Unabhängigkeit zu wahren, zahlen sie alle Übernachtungen, Speisen und Getränke selbst. Sie sind fest angestellte Mitarbeiter und arbeiten anonym.

Außerdem steckt hinter dem Guide Michelin einer der weltgrößten Reifenhersteller. Die Straßenkarten in Frankreich sind alle aus dem Michelin-Verlag, vergleichbar zu den Falk-Plänen in Deutschland. Die Guide Michelin Bücher sind zusätzlich voll mit Werbung, die Gala-Veranstaltungen werden zusammen mit Sponsor-Partnern veranstaltet. Die Tester sind also nicht auf Einladungen angewiesen wie beispielsweise freie Journalisten oder Blogger.

Guide Michelin Sterne Mythos 9: Ein einziger Fehler kann den Stern kosten

Auf gar keinen Fall. Wenn es um die Sterne geht, fällen die Inspektoren ihr Urteil nie auf Basis eines einzigen Restaurantbesuchs, sondern erst nachdem sich mehrere Inspektoren oder der Chefredakteur einen Eindruck verschafft haben. Schließlich ist eines der Kernkriterien bei der Vergabe der Sterne die gleichbleibende Qualität – sowohl über die Zeit als auch über die komplette Speisekarte hinweg. Für Objektivität sorgt auch die Praxis bei der Vergabe und Aberkennung von Sternen. Solche für die betroffenen Gastronomen wegweisenden Entscheidungen treffen die Tester im Team gemeinsam mit dem Chefredakteur der jeweiligen Länderausgabe und dem Direktor aller Guides Michelin.

Guide Michelin Sterne Mythos 10: Die Tester bewerten von Land zu Land unterschiedlich

Stimmt nicht. Die Leser des Guide Michelin können davon ausgehen, dass ein 1-Stern-Restaurant in München oder Berlin das gleiche Qualitätsniveau bietet wie ein Haus derselben Kategorie in London, Rom, Tokio oder New York. Dafür sorgen die überall gleichen, strengen Bewertungskriterien.

Außerdem gibt es zwischen den Ländern einen regen internationalen Austausch. So unternehmen zum Beispiel Inspektoren aus Deutschland regelmäßig Testtouren in verschiedenen Ländern Europas oder auch in Asien und Amerika. Ebenso kommen Tester aus dem Ausland nach Deutschland. Die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg gewährleistet einen einheitlichen Standard beim Guide Michelin.

Guide Michelin Sterne Mythos 11: Der Guide Michelin empfiehlt nur Sterne-Restaurants

Ganz im Gegenteil. Die überwiegende Zahl der Restaurants sind Empfehlungen für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Nur ein Bruchteil der empfohlenen Häuser ist mit einem oder mehreren Michelin Sternen ausgezeichnet.

Seit 20 Jahren zeichnet der Guide Michelin exzellente, preiswerte Restaurants auch mit dem Bib Gourmand aus, der durch die Figur des Michelin-Maskottchens gekennzeichnet wird. Diese Restaurants sind sozusagen für die „kleineren Budgets“. Manchmal verstecken sich hierbei aber auch neue Restaurants, die sozusagen als Newcomer im Jahr drauf einen Stern erhalten könnten. Wenn man so will: die Restaurants mit Bib Gourmand könnten noch Geheimtipps sein.

Service:


Verfasst mit Unterlagen des Guide Michelin.

Restaurants in München: Jaadin Grillhouse – Vietnamesisches Foodsharing und Teppanyaki Tischgrills

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Das Schwabinger Tor wächst. Das Quartier nördlich der Münchner Freiheit entwickelt sich zu einem richtig stylischen Wohnviertel mit schönen Appartments, einem Hotel – und nun endlich auch immer mehr Restaurants für Anwohner und Gäste. Mit dem Jaadin Grillhouse ist der Trend zum Edel-Vietnamesen im Norden der Stadt angekommen. Wir besuchten das Jaadin zu einem kleinen Dinner.

Wer Jaadin sagt, sollte allerdings das Chaadin Teahouse daneben nicht verschweigen. Über zweihundert Sitzplätze auf rund fünfhundert Quadratmetern bietet das Jaadin Restaurant & Grillhouse und das Chaadin Teahouse in Räumen mit knapp sieben Metern Deckenhöhe. Hinter der neuen Mega-Location steckt Tan Loc Nguyen. Im Gespräch erfahre ich, dass seine Eltern sowie er zusammen mit seinen Geschwistern bereits die Restaurants Koriander, Koriander Too, Charlie sowie Enter The Dragon in München betreibt bzw. betrieben hat.

Jaadin Grillhouse: Das neue Quartier Schwabinger Tor

Jetzt also ist das neue Quartier Schwabinger Tor noch etwas vielfältiger geworden. Als allererstes Restaurant hatte dort das La Bohème eröffnet, das wir bereits mehrfach besucht haben und von dem wir schwer begeistert sind von der sensationell exzellenten Küche sowie dem vielfältigen Angebot von Tagescafé bis zu großartigen Menüs, deren Qualität an Sterneküche reicht. Die perfekte Kundschaft für das La Bohème sind nicht nur die Münchner, sondern vor allem die Hotelgäste aus dem Andaz, das aber erst mindestens ein Jahr später als beabsichtigt eröffnet wurde. Die Durststrecke für Michael Urban und sein Team vom La Bohème war entsprechend hart und ich freue mich, dass das Restaurant so lange Durchhaltevermögen bewiesen hat. Andere hätten da schon längst früher aufgegeben. Nachdem weitere Bauten am Schwabinger Tor fertig waren, folgte auch das Marta – ein cooler Nachbarschaftsitaliener. Die typische Pizzeria eben. Der Edel-Vietnamese Jaadin und das coole Teehaus Chaadin bringen jetzt mehr Vielfalt und Abwechslung in das Neubauviertel.

In der Nachkriegszeit entstand hier das bunte Schwabylon mit dem legendären Nachtclub Yellow Submarine. Den hab ich als Student noch kennengelernt – bzw vielmehr einen seiner Nachfolger. Da waren diese Betonbunker mitsamt dem Holiday Inn Hotel schon sehr verkommen. Und daneben der gigantische Flachbau der Metro mit dem riesigen Parkplatz. Und das alles mitten in Schwabing, nur 10 Fußminuten nördlich der Münchner Freiheit. Und um die Ecke vom Tantris. Die Familie Hurler, die an dieser Stelle schon seit Jahrzehnten einen Großmarkt betrieb, hat sich vom Lebensmittelhändler zum Immobilienunternehmer gewandelt und ein komplett neues Stadtviertel aus dem Boden gestampft. Schicke Wohnungen, Büros und ein 5-Sterne-Hotel mit einer coolen Marke aus der Hyatt Hotelkette bilden nun das Schwabinger Tor.

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Jaadin Grillhouse: Das Familienrestaurant

Jaadin heißt übersetzt „Familie“. Nicht umsonst hängen überall im Restaurant Fotos von der Familie Nguyen. die 70er Jahre in Schwabing, die Eltern frisch aus Vietnam in München, ein gerahmtes Bild von der Oma, über allem thront ein grosses Porträt von der jungen Mama. Die ist auch heute noch ständig im Laden und inoffizielle Küchenchefin. Dazu ist das Restaurant wunderschön eingerichtet mit Leuchtschildern, Marmorbar und Samtsofas und präsentiert sich absolut „instagrammable“.

Dem Team um Architekt Hartmuth Janke (u. a. Bamberger Haus, Chez Fritz, Zum Goldenen Kalb und Enter the Dragon) ist es gelungen, das charakteristische Look and Feel Asiens mit seinen vielseitigen Facetten harmonisch in die das Schwabinger Tor prägende Modernität und den Innovationscharakter dieses neuen Stadtviertels zu integrieren.

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Und so wie die Familie das Restaurant betreibt, so mögen sich auch die Gäste fühlen: bei Freunden daheim. Kräftig leuchtende Wandfarben und Neon-Botschaften, Sitzpolster aus boardeauxrotem Samt, dunkle Blumentapeten und ein imposanter Bartresen aus grünem Granit – dies sind nur einige von zahlreichen Hinguckern, die dem Jaadin Grillhouse seinen einzigartigen Charakter verleihen. Dazu bilden ruhige Böden aus grauem Beton und Eichenholzparkett, stilvolle Collagen aus Bambuslampen sowie schlichte, handverarbeitete Holztische einen ruhigen Kontrast.

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Große Tische mit Teppanyaki-Grillplatten in der Mitte laden die Gäste ein, mit Familie und Freunden zahlreich zu kommen und sich das Essen nach dem Sharing-Prinzip zu teilen. „Sharing is caring“ – die gute alte südostasiatische Art, das Essen zu teilen, ist in Deutschland endlich etwas populärer geworden.

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Wir kennen es ja schon aus den China-Restaurants der 70er Jahre des letzten Jahrtausends, als mindestens ein grosser runder Tisch im Restaurant stand, der eine drehbare Platte in der Mitte hatte. In vielen asiatischen Ländern ist das Alltag: man bestellt zusammen die Speisekarte rauf und runter, stellt alles in die Mitte auf den Tisch und bedient sich mal hier, mal dort. Großartig, gesellig, familiär.

„Unsere Eltern kamen als Flüchtlinge nach Deutschland und haben mit ihren Lokalen ein Stück vietnamesische Kultur nach Deutschland gebracht. Als mittlerweile Münchner Großfamilie haben wir im Schwabinger Tor den perfekten Raum für unser Sharing-Konzept gefunden“, so Thi Loan Strasser, der weibliche Part der drei Geschwister, die das Restaurant betreiben.

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Jaadin Grillhouse: Traditionelle Grillkultur trifft europäische Leichtigkeit

Wir treffen uns im Jaadin und geniessen ein Vier-Gänge-Menü. Die Speisekarte ist geprägt von Kindheitserinnerungen: Ob vegetarische und vegane Empfehlungen von Thi Loan, die moderne Barbecue-Variante von Viet Dúc oder doch die traditionell vietnamesische Grillkultur nach dem Geschmack von Tan Loc – dank dem konsequent umgesetzten Sharing-Prinzip kann alles probiert werden. Für die große Teppanyaki-Grill-Aktion werden wir ein anderes Mal mit Freunden wiederkommen. Jetzt also „nur“ ein köstliches Menü von der Karte.

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Als Vorspeise gibt es die vietnamesische Variation des Mangosalates. In der thailändischen Küche liebe ich ja den Som Tam, den Papayasalat. Die Vietnamesen nehmen Mango statt der Papaya und kreieren eine extrem köstliche Version.

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Anschliessend folgt ein Bum gefüllt mit Ente, Frühlingszwiebeln, Gurke und frischen Kräutern, dazu wird eine würzige Sauce gereicht.

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Der Hauptgang kommt direkt vom Grill und ist erfrischend leicht. Garnelen, Tintenfisch und fisch zusammen mit Aubergine, Zucchini, Babymais und Kräutersaitling. Ein perfekter Gang, der Appetit macht auf Südostasien, auf Vietnam und auf Meer.

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Ein Dessert krönt immer einen wunderbaren Abend. Da schaut man doch gerne auch mal nicht auf die Kalorien. Bei saftig-fruchtiger Mango zusammen mit Sticky Rice macht schlemmen einfach Spaß. 

Abschließend geniessen wir eine Tasse köstlichen vietnamesischen Tees. Die Tees, die auch nebenan im Chaadin Teahouse serviert werden, sind Bio-zertifizierte Tees.

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Der Tee wird in sehr schönen Glaskaraffen serviert. Das Besondere ist die Tee-Blume, die mit heißem Wasser aufgegossen wird.

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Mit etwas Zeit öffnet sich die Teeblume, sieht wunderschön aus in der Kanne. Und der fertige Tee schmeckt köstlich leicht, blumig

Fazit:

Das Jaadin ist ein exzellentes, edles vietnamesisches Restaurant in Münchens Norden. Zu den Zeiten, als ich noch dort gleich um die Ecke in der Berliner Straße wohnte, so vor etwa 15 Jahren, war hier fast kulinarisches Ödland. Das Tantris war finanziell für mich als Studenten leider ausserhalb der Erreichbarkeit. Und zwischen dem Grissini und dem Le Gaulois gab es nichts adäquates. Und diese beiden Restaurants sind Geschichte. Die Entscheidung der Familie Hurler das gesamte Gelände komplett neu zu gestalten war ein Glücksgriff für Münchens Norden. Und das Jaadin passt sich hier sehr gut ein und bereichert die Stadt. Wir kommen gern wieder.

Service:

Restaurants in München: Tantris – 49 Jahre Fröhlich, Freudig, Feurig

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Die Zeit steht still. Zumindest kommt es mir so vor. Das Tantris in München-Schwabing ist ein Ort, an dem uns vieles zeitversetzt vorkommt. Und dennoch nicht ewiggestrig ist. Sondern im Gegenteil: modern und klassisch, stylish und elegant, althergebracht und doch top-aktuell. Das Tantris ist eine Legende. Es gibt kein Restaurant, das mehr Einfluss auf die deutsche Gastronomie und Gastronomiegeschichte hatte. Allerdings wird demnächst viel investiert und umgebaut. Nach 49 Jahren permanentem Restaurantbetrieb sei das dem ältesten und lange Zeit besten Gourmet-Tempel Deutschlands gegönnt. Hans Haas geht in den verdienten Ruhestand. Und die Familie Eichbauer investiert viele Millionen Euro in eine Total-Sanierung.

Das Tantris ist ein Lebensgefühl: Klassisch und doch modern. Das zeigt sich nicht nur an der Auswahl der Limousinen, die vor der Tür des Tantris stehen. Der Fiat 500 gehört dem Vernehmen nach Hans Haas privat und ist ein Liebhaber-Objekt. Viele Jahre aber standen immer Edelkarossen einer Münchner Autoschmiede als Limousinen vor der Tür.

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Doch das Tantris geht mit der Zeit: nachhaltig soll nicht nur unser Essen sein. Unser gesamtes Verhalten soll unsere Natur schützen. Dazu gehören auch umweltfreundliche Autos. Und so werden die Gäste jetzt von einem Tesla chauffiert.

Das Tantris war schon immer modern. Es war und ist immer seiner Zeit voraus. Die Architektur, das Design vom Schweizer Architekten Prof. Dr. Justus Dahinden ist farbenprächtig, fröhlich, pompös, elegant auf eine ganz neue, ungesehene Art und überforderte die Münchner.  Mit seiner damals scharf kritisierten und markanten Architektur mit viel rohem Beton und tiefroten Farben wurde es seinerzeit als „hübschestes Feuerwehrhaus“ oder „teuerste Autobahnraststätte“ Deutschlands diffamiert. Tantris bedeutet die Suche nach der Vollkommenheit und die Farbe Orange gilt als Farbe der Geselligkeit, der Lebensfreude und des Vergnügens. Die rot-schwarze Inneneinrichtung symbolisiert Hummer und Trüffel – damals Inbegriff der französischen Küche. Vor der Tür stehen vom Schweizer Künstler Bruno Weber entworfene Fabelwesen aus Beton – im Kleinformat stehen sie auch auf den Tischen. Die Schwebewesen hingegen sind die dienstbaren Geister im Restaurant. Küche und Service arbeiten so perfekt, so nahezu unsichtbar und doch jederzeit am richtigen Platz. Der moderne, französische Stil von Inhaber und Bauunternehmer Fritz Eichbauer war in Deutschland sehr unbekannt – und das Wagnis den jungen, doch schon zu diesem Zeitpunkt sehr erfahrenen – Eckart Witzigmann als Chefkoch zu engagieren, war sehr mutig. Der Einfluss, den die Küche dieses Genusstempels auf deutsche Essgewohnheiten genommen hat, ist einmalig. Es ist „der Weg von der Pickelhaube über die Gulaschkanone bis zur Nouvelle Cuisine„, wie Wolfram Siebeck es so treffend formuliert hat.

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Der Stil von Bauunternehmer Fritz Eichbauer war zur Eröffnung 1971 extrem ungewohnt in der deutschen Gastronomie. Keine steife Stille. Er baute das Tantris, „weil ich zuhause, in München gut essen wollte!“ und mit dem Vorsatz: „Hier darf gelacht werden!“. Damals startete das Team das wohl wichtigste Kapitel der deutschen Gastronomiegeschichte. Wer im Tantris unter den drei Küchenchefs Eckart Witzigmann, Heinz Winkler und jetzt Hans Haas arbeitete, bekam das nötige Rüstzeug für eine Karriere in der internationalen Top-Gastronomie.

Erstaunlich und faszinierend ist, dass die Küche des Tantris von Anbeginn an nicht von einem Deutschen geführt wurde. Eckart Witzigmann stammt aus Bad Gastein im Salzburger Land, Heinz Winkler ist in Brixen in Südtirol geboren und Hans Haas wiederum ist ebenfalls Österreicher, allerdings kommt er aus der beschaulich-schönen Wildschönau in Tirol. Eckart Witzigmann ist noch jede Woche auf den Großmarkt nach Paris gefahren, um einzukaufen. Denn vieles, was er so frisch wie möglich für seine Küche brauchte, gab es damals nicht in Deutschland. Nicht auf dem Viktualienmarkt und auch nicht beim Käfer oder Dallmayr. Damals von vielen ausgelacht, hat er damit die deutsche Küche revolutioniert. Witzigmann wollte allerdings verständlicherweise irgendwann sein eigenes Restaurant führen, kehrte dem Tantris Ende der 70er-Jahre den Rücken und hob am Münchner Maximiliansplatz 1980 sein legendäres Restaurant Aubergine aus der Taufe.

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Die Fabelwesen stehen vor der Tür und in Miniatur auf den Tischen

Hans Haas, einst selbst Schüler und Souschef von Eckart Witzigmann in dessen Aubergine und vorher als Chef de partie bei Paul Haeberlin, übernahm das Tantris 1991 und hält seitdem konstant zwei Michelin-Sterne. Die Speisekarte ist von Hans Haas handgeschrieben und signiert. Eine individuelle, sehr persönliche Karte, die auch gleichzeitig eine Erinnerung an den Besuch im Tantris ist. Das Menü ist eine Offenbarung, eine schnörkellose, handwerklich extrem exakte Küche. Sie zieht ihre Meisterschaft aus der Kombination der Aromen bezieht, eine schmeckbare Rückbesinnung auf die Klassiker, die hier umsichtig modernisiert wieder erstrahlen – und damit die Klassik zur Moderne werden lassen. In der Küche von Hans Haas stehen die Aromen im Vordergrund. Auf Komposition, Geschmack und Handwerk liegt das Hauptaugenmerk auf dem Teller. Es ist alles wunderschön anzusehen, ohne jegliche Zauberei aus geringelten Gemüsestreifen, Schaumwölkchen, salzigen Macaron oder Geleewürfel-Landschaften. Hans Haas lässt das jeweilige Produkt im Zentrum stehen. Diese großartige Klasse seiner Kochkunst lässt die Frage aufkommen, warum ein Meister seiner Klasse nicht längst mit drei Michelin-Sternen gekrönt wurde. Übrigens hat auch Ferran Adria diese Frage gestellt bei seinem Besuch im Tantris.

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Gruß aus der Küche

Die Grüße aus der Küche stimmen mich schon mal auf ein großartiges Menü ein.

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Variation von Krustentieren mit mariniertem Spargel

Wer, wie ich, selbst einmal in der Gastronomie gearbeitet hat, selbst eine Ausbildung genossen hat, der kennt sicherlich noch diese klassischen geriffelten Glasteller. Der Service freut sich immer ganz besonders darauf, denn diese Teller haben mitunter die Eigenschaft, dass sich das subjektive Gewicht auf dem Weg vom Küchenpaß zum Gast locker verdoppelt.

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Forelle mit Apfel, Sellerie und Holunderblütenfond

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Die Forelle hat noch Sashimi-Qualität als der Service den Hollerblütenfond angiesst. Diese extrem kurze Garzeit reicht, um den Fisch optimal auf den Punkt zu bringen.

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Konfierte Sepioline mit Eigelb und Kaviar gefüllt

Ein Gang, der extrem köstlich ist. Zu der Sepioline bringt die ordentliche Nocke Kaviar die perfekte Portion Salzigkeit.

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Seeteufel im Ganzen mit Sepiagnocchi und Zitronengrasfond

Der im Ganzen gebratene Seeteufel war ein Gedicht. Ganz besonders köstlich war der Zitronengrasfond, für den extra ein Gourmetlöffel eingedeckt wurde.

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Ochsenschwanz Ravioli mit Entenleber und Périgord-Trüffel

Die mit zart zubereitetem Ochsenschwanz gefüllten Ravioli bilden einen köstlichen Kontrapunkt zu der kurz angebratenen Entenleber. Der Jus mit schwarzem Trüffel gibt einen perfekten Rahmen.

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Lammkotelette im Artischockenboden

Genau richtig auf den Punkt kommt das kleine Lammkotelette auf einem Boden einer Artischocke.

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Karamellsoufflée mit Rhabarber und Bananen-Vanilleeis

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Petit Fours

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Das Tantris verabschiedet im Dezember 2020 seinen Chef de Cuisine Hans Haas nach neunundzwanzig Jahren in den Ruhestand und schließt für den großen Umbau. Denn der Herd, die gesamte Kücheneinrichtung ist noch original aus dem Jahr 1971 und muss dringend ausgewechselt werden. Zum fünfzigsten Jubiläum wird das Restaurant im Frühjahr 2021 neu eröffnen, um in der Tradition des Hauses als kulinarische Avantgarde Akzente zu setzen. So jedenfalls plant es das Eigentümerpaar Sabine und Felix Eichbauer. Wir sind gespannt! Wer dann der neue Chefkoch sein wird, ist eine der am heißesten und meistdiskutierten Fragen der Gastro-Szene. Und gerne nutzen wir die Gelegenheit in diesem Jahr noch einmal bei Hans Haas essen zu gehen.

Disclosure: Herzlichen Dank an Hans Haas und sein Team für dieses grossartige, reichhaltige Mittagessen! Es war ein unvergessliches Erlebnis. Selbstverständlich bleibt meine eigene, persönliche Meinung von der Einladung zu dem Essen unbeeinflusst. Mindestens einmal sollte sich jeder so ein Essen gönnen, auch wenn es im Geldbeutel kurzfristig weh tun mag. Die langfristige Erinnerung an dieses vielleicht auch nur einmalige Erlebnis auf diesem hohen Niveau so exzellente, perfekte und sensationell gute Küchenleistungen zu erhalten, gleicht den bezahlten Preis mehr als aus.

Service:

Bücher über das Tantris*:


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Pitztal Wein & Genuss: Eine Kulinarik-Reise am Dach Tirols

Hier gibt es noch echte Naturburschen und -mädels. Wie unser Skilehrer Marco, der keinen anderen Platz dieser Welt gegen die Berge eintauschen würde, „weil es im Pitztal noch friedlich zugeht. Hier kann ich auch mein Kind noch alleine vor die Tür schicken, ohne mir Sorgen machen zu müssen“, sagt er über seine beschauliche 1.400-Seelen Gemeinde St. Leonhard. Oder Nathalie vom Tourismusverband Pitztal – unsere Begleiterin beim bevorstehenden kulinarischen Ausflug zum höchsten Skigebiet Österreichs. 

Mit Nathalie Zuch beim „Firn, Wein & Genuss“-Event 2019

Die sympathische Einheimische ist nicht nur auf der Piste ein sportlicher Hingucker, sondern übt zudem ein außergewöhnliches Hobby aus: Sie stellt ihren eigenen Zirbenschnaps her, und den trägt sie auf dem Gipfel immer in ihrem Skistock griffbereit mit. Denn der Hochprozentige wärmt nicht nur von innen, wenn die Temperaturen mal in den zweistelligen Minusbereich fallen, sondern ist, laut Nathalie, „nach einer üppigen Jause auch sehr gut für die Verdauung.“ 

Pitztal Wein & Genuss: In der Heimat der Schnapsbrenner

Das Traditionshandwerk des Schnapsbrennens ist in dieser Gegend auch nichts Ungewöhnliches. Das raue Klima prägt die Menschen.

Schon Nathalies Schwiegervater erlernte diese Kunst und besitzt eine eigene Brennerei; auch viele Pitztaler stellen ihren eigenen „Kurzen“ für den Hausgebrauch her. Denn gerade für die Produktion des Zirbenschnapses bietet das Hochzeiger-Wandergebiet ideale Bedingungen. Der wertvolle Nadelbaum gedeiht am besten in Höhenlagen von 1.500 bis 2.000 Metern, und die Region hat den größten zusammenhängenden Zirbenwald-Bestand. 

Besuch in der Schnaps-Brennerei

Pitztal Wein & Genuss: Höchste Weinverkostung Österreichs

Doch das Dach Tirols, mit sage und schreibe über 70 Bergen in schwindelerregender Höhe von über 3.000 Metern, wo die (Wintersport-) Aussichten auch dann noch hervorragend sind, wenn anderswo schon die Blümchen blühen, bietet weitaus mehr an kulinarischen Spezialitäten. Das hervorragende großzügige und wenig überlaufene Skigebiet am Pitztaler Gletscher ermöglicht mit seinen breiten Carving-Hängen nicht nur entspannten Sonnenskilauf vom Feinsten. Auch Gäste, die neben idealen Pisten besondere Gaumenfreuden genießen wollen, kommen hier beim alljährlichen „Wein & Genuss“-Event – einem Wochenende mit zahlreichen Höhepunkten, wie der höchsten Weinverkostung Österreichs, Champagnertrinken in der Gletscherhöhle und dem Verwöhnprogramm der Pitztaler Spitzenköche auf der Sunna Alm – voll auf ihre Kosten.

Faszinierende Bergwelt: Blick von der „Café 3.440“-Terrasse

Pitztal Wein & Genuss: Auf höchster Stufe

2020 findet das außergewöhnliche Event bereits zum 11. Mal statt. Vom 17. bis 18. April steht das Pitztal wieder ganz im Zeichen des kulinarischen Genusses, und das Motto lautet: Genuss auf „höchster“ Stufe beim exklusiven Pitztaler Weinevent am Dach Tirols

Beim exklusiven Event 2019 hatte Promi-Winzer Leo Hillinger nicht nur Weine mit im Gepäck, sondern auch seine Schokolade HILL 1 und sein autobiographisches Werk „Konsequenz, Konsequenz, Konsequenz!“

Auch an diesem Wochenende erwarten den Gast regionale kulinarische Highlights, zwölf (jährlich wechselnde) Top-Winzer aus Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland sowie ein außergewöhnliches Rahmen-Programm.

Viel Spaß bei der Weinverkostung 2019 hatten u.a. (v.l.n.r.) Christoph Neururer (Chefsommelier Hotel Wildspitze), Leo Hillinger, Othmar Walser (Hotel Vier Jahreszeiten) und Sepp Eiter (Wirt Café 3.440)

Gemäß der Tradition wird die Eventreihe mit einem besonderen Highlight eröffnet: der „höchsten Weinverkostung Österreichs“ im Café 3.440 – Österreichs höchstgelegenem Café – an der Bergstation der Wildspitzbahn am Pitztaler Gletscher. Hier können Besucher von 12:00 bis 15:00 Uhr vor der beeindruckenden Berg-Kulisse mit einer atemberaubenden Aussicht von der Zugspitze bis zu den Stubaier Alpen edle Tropfen von ausgesuchten Winzern inkl. ein Schmankerl-Buffet von „Handl Tyrol“ genießen, bevor sie wieder in das Tal abschwingen oder besser mit der Gondel hinunterfahren. Denn die Höhenluft ist nicht zu unterschätzen. Auch der Alkohol wirkt auf dem Gipfel deutlich stärker als im Tal. Deshalb ist es, nicht nur für Kreislaufgeschwächte, ratsam, vor jeder Auffahrt viel Wasser zu trinken. 

Immer gut gelaunt: Sepp Eiter – Wirt vom Café 3.440

„Elf Jahre – das ist schon eine besondere Zahl für uns. Wir haben klein angefangen und die Veranstaltung behutsam weiterentwickelt“, konstatiert Bernhard Füruter, Marketingleiter der Pitztaler Gletscherbahn. „Wir sind stolz, dass wir heute auch viele internationale Gäste begrüßen dürfen. Das Café 3.440 verleiht dem Event ein einzigartiges Ambiente, das es in dieser Form in Österreich nirgendwo sonst gibt.“ 

Bernhard Füruter (Marketingleiter Pitztaler Gletscherbahn), mit Othmar Walser (Hotel Vier Jahreszeiten) und Gerd Winkler (Sommelier Weinkellerei Meraner)

Am Freitag Abend findet um 18:30 Uhr die Pitztaler Wein-Rallye in Mandarfen mit vier Genuss-Stationen statt: Pitztaler Alm – Piz Hotel, Siglu-Bar – Hotel Vier Jahreszeiten, Hotel Mittagskogel, Schwalbennest – Hotel Wildspitze. Bei jeder der vier Genuss-Stationen erwarten Sie jeweils drei Winzer und leckere Pitztaler Schmankerl zum Verkosten.

Den krönenden Abschluss macht am Samstag ein ganz besonderes Event: Die „Pitztaler Wein- & Gourmetnacht“ auf der Sunna Alm am Rifflsee.

Außergewöhnliche Location: Das Bergrestaurant Sunna Alm

Pitztal Wein & Genuss: Spitzenköche und Top-Winzer

Nach dem Auftakt um 19:00 Uhr wird ein Flying Buffet von Pitztaler Spitzenköchen serviert. Dazu erwartet den Gourmet eine Weinverkostung mit zwölf österreichischen Top-Winzern sowie eine Verkostung von Edelbränden. Die außergewöhnliche Location über den Gipfeln und den Genuss der edlen Tropfen und Häppchen sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Denn die blaue Stunde mit diesem sensationellen Blick über den Wolken zu erleben und dabei ein gutes Glas Wein zu genießen, ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art. 

Atemberaubende Aussicht zur blauen Stunde
Das Hotel Vier Jahreszeiten bietet eine perfekte Lage und Wellness auf 1.400 Quadratmetern

Die Zirbe 

Die Zirbelkiefer fühlt sich in Höhen ab 1.500 Meter am wohlsten

Sie riecht gut. Und sie tut gut. Beruhigt den Herzschlag, fördert Entspannung und tiefen Schlaf. Die Zirbe, das hochalpine Gewächs, das als „Königin der Alpen“ bezeichnet wird. Einen der schönsten Zirbenwälder Tirols gibt es am Hochzeiger im Pitztal. Einfach durchspazieren und einatmen! 

Die Zirbe – auch „Königin der Alpen“ genannt

Rezept für die Herstellung von Zirbenschnaps

  • 1 Liter gemackloser Schnaps (wie Korn, Obstler, weißer Rum oder Wodka)
  • 4 geviertelte Zapfen von der Zirbelkiefer – am besten im Juli geerntet (im Sommer auf Almhütten erhältlich) – in dünne Scheiben schneiden. Wenn man sie durchschneidet, sollten sie noch weich sein und sich rot färben. Vorsicht beim Schneiden! Wegen der Harzigkeit und Verletzungsgefahr unbedingt Handschuhe tragen!
Vielseitig verwendbar: Der Zirbenzapfen.  
  • Die Zirbenscheiben gibt man mit 55-150 Gramm braunem, weißem oder Kandis-Zucker (die Menge und Art des Zuckers ist Geschmackssache) schichtweise in ein großes Glas (z.B. Gurkenglas), übergießt sie mit dem Alkohol, schließt den Deckel und lässt das Glas ca. 4-5 Wochen, bis der rote Zirbensaft ausgetreten ist und sie ihr unverwechselbares Aroma entfaltet hat, an einem sonnigen Ort ruhen. 
  • Wer möchte, kann auch eine Zimtstange, Vanille oder Gewürznelken hinzugeben. 
  • Danach durch ein Tuch seihen und in Flaschen füllen.

Sehr zum Wohle! Oder wie der Lateiner sagt: „Sane cum cembra!“(„Gesund mit Zirbe!“)


Weitere Informationen unter:


© Fotos:

  • Anke Sieker
  • Pitztaler Gletscherbahn
  • Tourismusverband Pitztal
  • Kunz PR
  • C. Walcher
  • Edwin Gapp

Restaurants in München: Shimai – Revisited

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Mein Geheimtipp für Gourmetfreunde asiatischer Kochkunst in München: Das Shimai in der Maxvorstadt. Nachdem wir zur Eröffnung bereits in dem vietnamesischen Restaurant eingeladen waren, gehen wir privat hier öfter essen. Zeit, Euch von unserem Lieblings-Vietnamesen in der Nachbarschaft zu berichten.

Die asiatischen Restaurantwellen der letzten Jahrzehnte haben so manches Restaurant und somit so manche gastronomische Neuheit nach Deutschland gebracht. Nach der indonesischen Bami Goreng Welle der 70er Jahre folgte die chinesische Restaurantschwemme, darauf die indischen Restaurants, bald darauf, so in den 80er Jahren, zogen die japanischen Restaurants mit ihren Sushi-Bars hinterher, die Thai-Restaurant-Welle kam in den 90er Jahren – und seit den 00er Jahren sehen wir immer mehr vietnamesische Restaurants folgen. Jetzt in den 10er Jahren dieses Jahrtausends folgen die gehobenen vietnamesischen Restaurants. Ich persönlich liebe ja die thailändische Küche, sie ist so wunderbar frisch und scharf, säuerlich, umami und crispy – also immer in allen Bereichen ausgewogen. Vietnamesische Küche hingegen ist ähnlich frisch, aber deutlich weniger scharf – jedenfalls die Küche, die ich bisher kenne. Und leider war ich bisher noch nicht in Vietnam. Was jetzt noch fehlt? Philippinen und Malaysia?! Mein Favorit: Malaysia! Eindeutig, denn seit ich auf dem KL Big Kitchen Festival in Kuala Lumpur war, liebe ich die malaysische Küche. In München gibt es bisher nur ein malaysisches Restaurant – in dem ich leider immer noch nicht war. Welche malaysischen Restaurants in Deutschland kennt ihr noch?

Jetzt also erstmal die edlen Vietnamesen. Seit Herbst 2018 gibt es im Stadtsteil Maxvorstadt in München eine Neuentdeckung. Die Augustenstraße in der Maxvorstadt hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Art kulinarischem Hotspot entwickelt. Zahlreiche Cafés und Lokale locken; darunter viel Exotisches und Neues, aber auch Klassiker wie das Café Jasmin. Seit einiger Zeit lohnt von der Augustenstraße ein Abstecher in die Theresienstraße, Hausnummer 87. Bis noch vor wenigen Jahren war an dieser Stelle ein indonesisches Restaurant, das schon von außen den Stil der 70er Jahre ausstrahlte und nicht wirklich zum Besuch einlud. Seit einem totalen Umbau locken im Shimai Asia Food Fans authentische Speisen aus Süd-Vietnam mit den besten Komponenten der asiatischen Nachbarn – und einem Hauch von Europa. Köstlich, kreativ und zu 100% hausgemacht – von der Sauce bis zum Dumpling-Teig. Dank Hai Pham und seiner Frau My, die die besten Komponenten aus fernöstlichen Ländern in ihren Gerichten kreativ neuinterpretieren. Eine Erfolgsstory, die vor 32 Jahren in Vietnam begann.

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Der „kleine Hai“ wuchs dort mit Eltern auf, die selbst gerne kochten und bekochten. Auch die Oma und Mutter von Ehefrau My sind Kochkünstler, vor allem im Mixen von Gewürzen. Hai verfeinerte diese Leidenschaft, sagt aber: „Unser Gewürz-Mix bleibt eine geheime Familien-Rezeptur!“

Und nach dem Motto „life is too short to drink bad cocktails“ verwöhnt das Shimai mit kreativen Cocktails. Neben Klassikern wie Mai Tai oder Munich Mule mixt das Shimai-Team verfeinerte Drinks wie die „Geisha Queen“ oder den „Ho Chi Minh Sling“. Und wer nicht aufs Bier verzichten möchte, kann zwischen bayerischem und vietnamesischem wählen.

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Das stylische Shimai-Interior kontrastiert zunächst zum unscheinbaren „urban look“ von außen. Es steht unter dem Motto Chinoiserie 2.0, gestaltet von Natalie Nygyen-Ton, einer in Münchner Gastronomiekreisen längst bekannten und geschätzten Interior-Designerin. Warmes Licht, bequeme Sitzmöbel, ein Mix aus natürlichen Materialien, eine aufwendig geschnitzte Holzdecke, kräftige Farben und asiatische Dekoelemente.

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Anders als der Name vermuten lässt, entstand die Chinoiserie in Europa, geboren aus der Sehnsucht nach fernen Ländern. Ihre exotischen Elemente finden sich bis heute nicht nur in der Architektur wie dem Chinesischen Turm in München, sondern unter anderem auch in der Ausstattung von Schloss Nymphenburg mit wertvollen asiatischen Vasen, Geschirr, Tapeten und Stoffen. Im Shimai wird der klassische Chinoiserie-Stil neu interpretiert – moderner, reduzierter.

Aufgeteilt in einen vorderen und durch einen schmalen Gang abgetrennten hinteren Sitzbereich, fielen mir sofort die zahlreichen Details, der asiatische Touch, die prunkvolle Holzdecke mit asiatischen Verzierungen, die asiatischen Vasen und Tapeten sowie all die stimmigen Details auf, welche dem shimai eine angenehme Atmosphäre verleihen.

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Highlights sind die schwarz-weiße Tapete im Tattoo-Look mit Kois, Drachen und Vögeln, die unter Jean-Paul Gaultiers Federführung von Lelièvre für das Shimai gefertigt wurde, und das imposante Wandgemälde des Münchner Künstlers Zoltan Maar an der Stirnseite des Restaurants. Das Unikat (Acryl auf Plexiglas) lehnt sich im Stil an traditionelle japanische Motive an, die dank der illustrativen Note des Künstlers einen modernen Touch bekamen – transparent und dennoch in intensiv leuchtenden Farben. Neben Tiger, Rosen und Tattoo-Motiven steht die Background-Story des Shimai im Fokus: Schwestern, wie der japanische Name besagt. So eine heile Welt findet man im neuen Shimai in der Theresienstraße: Eine bunte, fröhliche Welt mit modernem asiatischen Design.

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Das kulinarische Konzept ähnelt dem des bekannten Schwester-Restaurants Shami an der Münchner Freiheit: Spezialitäten aus Vietnam und Japan mit europäischem Touch – eine Mischung aus Streetkitchen, Restaurant und Bar. Auf der Speisekarte finden sich Gemüse-Tempura mit Miso-Dip, gefüllte La-Lot-Blätter, vietnamesische Ravioli und japanische Teigtaschen, Currys, Reisnudelschalen mit frischen asiatischen Kräutern und Fleisch oder Tofu, Wok-Gerichte und die berühmte Pho, eine über viele Stunden gekochte Rinderbrühe. Außerdem Simmentaler Entrecote mit Zitronengras, Chili und knackigem Gemüse oder Altdorfer Bio-Schweinebauch mit Tamarindenglasur. Neben asiatischen Cocktails gibt es hausgemachte Limonaden, die Weinkarte enthält gute Tropfen aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Spanien und Südafrika.

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Küchenchef Hai Pham erklärt: „Die gesamte asiatische Küche ist ja nicht nur bei jüngeren Leuten sehr beliebt. Doch die vietnamesische ist mit ihren chinesischen und französischen Einflüssen multi-kulturell, noch feiner und daher sehr bekömmlich. Das schätzen besonders die, die auf die moderne asiatische Küche setzen, die sich dem angesagten Ernährungsbewusstsein anpasste.“ Dabei helfen ihm fünf Köche. Und trockene, säure-arme Edelweine, aber auch köstliche Cocktails!

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Jakobsmuscheln | Shimeji | Frühlingszwiebel | Pfefferkraut | Ingwer-Zitronengras-Limettensauce

Bei den Vorspeisen findet man Klassiker wie Edamame und Tempura Gemüse , aber auch vietnamesische Frühlingsrollen. Die vielen Vorspeisen begeistern uns. Bei einem Blogger-Dinner lassen wir es uns alle gut gehen und fahren die reichhaltige Menükarte nach dem Motto „sharing is caring“ und „share your love“ von vorne bis hinten auf. Rinderspieß, Jakobsmuscheln, gerösteter Butterkrebs, Maishähnchen Wings oder die klassischen vietnamesischen Reisteigrollen gefüllt mit z.B. Lachs und Avocado, Krabbe, Fisch oder Beef? Ach ja, die Dumplings wollen wir nicht vergessen. Alles ist hier hausgemacht.

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Variation von Dumplings
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Grüner Papaya Shrimps Salat

Sehr fein war der Mango & Papaya Salat mit einem würzigen Dressing aus Fischsauce. Ich liebe ja den thailändischen Som Tam-Salat, diese vietnamesische Variation ist allerdings auch sehr fein. Allerdings hätte ich persönlich mir etwas mehr Power durch die Chili-Schoten gewünscht, doch wahrscheinlich ist mein Geschmack hier zu sehr durch die exzellente Thai-Küche beeinflusst und sehnt sich nach der scharfen Komponente der Chili-Schote. Die Chilis hier sind eher dezent und kitzeln nur leicht am Gaumen.

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Surf & Turf: Angus Rinderfilet | Jumbo Garnelen | Kurkuma Kartoffeln | Zwiebeln | Karamell

Der Klassiker Surf & Turf wird ganz klassisch interpretiert mit Filet und Garnelen. Die Beilagen sind asiatisch angehaucht. An dieser Stelle hätte ich mir etwas mehr Asien, etwas weniger USA gewünscht. Geschmacklich und qualitativ allerdings ist dieser Gang ein Hammer und macht richtig Spaß.

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Pandan Crème Brulée

Übernehmt euch bei den Vor- und Hauptspeisen bitte nicht, denn es muss unbedingt noch ein Dessert Platz haben. Die Pandan Creme Brulée sind einfach ein Traum und natürlich gibt es auch gebackene Banane im herrliche knusprigen Teigmantel. Vom Ingwer-Eis brauche ich gar nicht erst anzufangen. Am besten ihr nehmt von allem etwas und teilt ein bisschen.

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Dreierlei Sorbet & Eiscreme
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Fazit:

Wer im Shimai in der Theresienstraße in München einfach nur eine Kleinigkeit essen will, dem empfehlen wir eines der günstigen und schnellen Mittagsmenüs. Oder auch die exzellente und wirklich stundenlang eingekochte Pho Bo. Wer hingegen mit Freunden und/oder Familie am Abend einkehrt, der sollte auf jeden Fall rechtzeitig einen Tisch reservieren. Die Küche kocht exzellent und auf einem hohen Niveau mit frischen, lokalen Spezialitäten und einer köstlichen Assemblage aus vietnamesischen und europäischen Einflüssen. Sicherlich ist dies kein Aspirant für einen Michelin-Stern wie etwa Deutschlands erstes thailändisches Restaurant mit dieser Auszeichnung, das Kin Dee in Berlin. Für mich persönlich ist es ein exzellentes Restaurant in der Nachbarschaft, in das ich sehr gern einfach mal so mit Familie einkehre. Vielleicht sehen wir uns ja mal hier.

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Disclosure: Herzlichen Dank an Hai Pham und seine Frau My für die exzellente Gastfreundschaft und großartige Küchenkunst. Wir waren zur Eröffnung und zum Blogger-Event eingeladen. Doch waren wir bereits mehrfach auf eigene Rechnung hier im Shimai, da wir von der Küche absolut überzeugt sind und es jedes Mal wieder Spaß macht.

Service:

Kroatien: Eine „Kultour“ über die Insel Krk auf zwei Rädern

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Kroatien auf zwei Rädern entdecken? Das geht auf der Insel Krk. Neben unzähligen Bademöglichkeiten inmitten traumhaft schroffer Küstenabschnitte, finden sich auf Krk auch viele Tourmöglichkeiten. Sowohl zu Fuß als auch per Rad. Zahlreiche herausfordernde Radkilometer schlängeln sich durch herrlich duftende Pinienwälder auf knapp 500m hinauf. Unsere Gast-Autorin Petra Sobinger erkämpfte und erschwitzte sich dieses Urlaubsparadies.

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Baška-Tal

Die zweitgrößte Gemeinde der kroatischen Insel Krk liegt am südlichen Ende des Baška-Tals, direkt an der Mündung des Flusses Vela Rika, der am Hlam-Berg entspringt. Baška hat über dreißig Kieselstrände. Der größte Strand ist der „Vela plaža“, ein 1.800 m langer natürlicher Kieselstrand. Nicht nur Badetouristen kommen in Baška auf ihre Kosten, auch Mountainbiker und Wanderer dürfen sich hier auf die ein oder andere schöne Tour freuen. Eine besonders schöne Tour, die sich sowohl zum Wandern wie auch Mountainbiken eignet, hat ihren Ausgangspunkt direkt im Ortszentrum von Baška.

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Der Mondweg von Krk

Der „Mondweg“ (Put ka mjesecu) führt auf den Gipfel des Hlam (485m), von dem aus man eine tolle Aussicht in die Umgebung hat. Wer diesen Weg mit dem Mountainbike erklimmen möchte, der freut sich über die Radverleiher, wie zum Beispiel Zen Adventures, der direkt am Weg zum Hlam-Berg liegt. Zen Adventures stattet Radfreunde mit Rädern und Karten aus, auf Wunsch begleitet auch ein Ortskundiger die Gruppen(n). (mehr …)

Bikini Beach Beauties: 20 coole Designer bringen Farbe in den Sommer

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Schluss mit dem monochromen Bade-Einerlei! Jetzt kommt mal Farbe in den Sommer! Der Sommer 2016 ist eh schon viel zu trist, grau und verregnet, da sollten die sonnigen Tage so richtig genossen werden. Gönn! Dir! Farbe! Egal ob Badehose für die Männer oder Badeanzug oder Bikini für die Damen: einige Designer nehmen sich die frohen, prächtigen, vielfältigen karibischen und afrikanischen Traditionen und Muster zum Vorbild und zaubern ein Lächeln in unsere Gesichter. Wir stellen Euch 20 coole Designer vor, die jeder auf seine Art mit ihren Badeklamotten die Bikini Beach Beauties glamourös garnieren. So bunt kann der Sommer sein!

Egal, ob im privaten Pool, im Schwimmbad, im Freibad, am Kiesteich oder am Strand. Egal, ob Nordsee, Ostsee, Bodensee, Mittelmeer oder an einem der anderen vielen schönen Strände rund um die Welt: Diese Badeanzüge und Bikinis sind dann auch richtige Hingucker. Und zwar auf die Badeklamotten, nicht auf den Körper an sich, so kaschiert die Trägerin gekonnt, stylish und bezaubernd ihren vielleicht nicht ganz so perfekten Körper. Aber Schönheitsideale werden ja eh nur von den Modekonzernen gemacht, also pfeift drauf! Seid stolz auf Euren Body und feiert den Sommer so hart wie möglich. Auch für die Männer gibt es richtig krass farbige Badehosen mit Motiven drauf. Da ist nichts übertrieben bunt, die hässlichen Muster von der 5 Euro-Boxer vom letzten Mallorca-Urlaub sind hoffentlich Vergangenheit. Also Leute, gönnt Eurem Body den Luxus etwas Farbe in’s Spiel zu bringen.

Koko D. Swimwear

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Nightlife in Nairobi, Kenia: Top Restaurants, Bars and Clubs you have to go to

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The hottest place in town: Nairobi durchlebt einen Wandel. Leergefegte Straßen prägten vor wenigen Jahren noch das Stadtbild. Die Angst vor Kriminalität bremste das Nightlife in Nairobi, die Wirtschaft, den Rhythmus im Herzen der Kenianer. Das ist Geschichte. Nairobi kann mittlerweile als dreifache Hauptstadt angesehen werden: zum einen ist Nairobi die Hauptstadt von Kenia. Der Sitz vieler internationaler Organisationen, vieler NGO’s, beispielsweise des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, lassen es zur inoffiziellen Hauptstadt Ostafrikas, ja sogar zur Drehscheibe für ganz Afrika werden. Kenia hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, die kürzlich stark veränderte Verfassung hat den Staat zu einer föderalen Republik wie etwa Deutschland oder die USA werden lassen. Plötzlich lebt das ganze Land auf. Das spiegelt sich auch in der Hauptstadt wieder. Nairobi ist wieder eine der beliebtesten Destinationen in Afrika, die Stadt ist abwechslungsreich, vielfältig – bei Tag wie auch bei Nacht. Zu schade, hier nur einen kurzen Stop-over einzulegen auf dem Weg zur Safari oder zum Strand. Wir empfehlen, mindestens zwei Nächte zu bleiben und den Rhythmus der Stadt einzuatmen.

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Nightlife in Nairobi Afrika_Kenia_03_Nairobi_Hemingways_Hotel_Dez_2015 _045Ich hatte ein Hotelzimmer in Afrika am Fuße der Ngong-Berge. Der Einstieg kommt bekannt vor? Ja, Karen Blixen lebte hier. „Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuße der Ngong-Berge …“ – so beginnt auch der Film „Jenseits von Afrika“. Also ja, wir sehen von Karen Brixens Farm die Ngong-Berge. Doch die Alpen sehen wir auch von München aus, sie sind vergleichbar weit weg und dennoch schreiben wir nicht, dass München am Fuße der Alpen liegt. Oder doch? Egal, der Einstieg hat sich bei vielen eingeprägt. Karen Blixens Wohnhaus ist heute ein Museum, der grosszügige Garten lädt zum Flanieren ein – oder zu Festen aller Art. Was früher weit vor den Toren der Stadt war, ist heute ein Stadtbezirk von Nairobi. Kenia weiss, was es der Farmerin und Autorin zu verdanken hat, der Bezirk der Hauptstadt trägt ihren Namen: Karen. Es ist ein sehr reicher Vorort, grosszügige Villen liegen hinter hohen Hecken, Luxushotels, wie etwa das Hemingways Hotel, sind nahezu fußläufig.

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Für Tagesausflüge hat Nairobi noch sehr viel mehr zu bieten. In der Elephant Orphanage werden kleine Waisenelefanten liebevoll großgezogen. Es ist ein sehr kleines Waisenhaus, die Elefanten werden von den Hütern (werden sie hier auch Mahut genannt?) liebevoll betreut. Der Besuch des Waisenhauses ist nur zu ganz bestimmten Uhrzeiten gestattet. Dann werden die Elefantenbabys mit Milch gefüttert, suhlen sich in Schlammpfützen und lassen sich von den Menschen auch anfassen, streicheln. Doch dann ist es wieder gut, die Karawane zieht zurück ins Dickicht, die Besuchsstunde ist vorbei. Nachhaltigkeit geht hier vor Massentourismus.

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Ähnlich verhält es sich im Giraffe Center. Hier wachsen ein paar junge Rothschild-Giraffen auf. Eine Art Hochstand bringt die Besucher nahezu auf Augenhöhe, Kraftfutter-Pellets werden am Eingang ausgegeben. Damit lassen sich die Langhälse gerne füttern. Wer mag, der steckt sich so ein Pellet zwischen die Lippen, die 50cm lange Giraffenzunge schleckt den Pellet gekonnt vom Menschenmund. Giraffenzungen sind antiseptisch, der nasse Schlabberkuß also ungefährlich. Ein Betreuer erklärt in einem Besucherraum exzellent, was es für Giraffenarten gibt, warum gerade diese Rothschild-Giraffen extrem gefährdet sind, wo sie wieder ausgewildert werden.

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Einen Abstecher wert ist das Nairobi National Museum. Hier steht ein ausgestopftes Modell und das Skelett des Elefanten mit den wohl größten Zähnen, die ein Elefant je hatte. Nahezu ein Wunder, dass der nicht darüber gestolpert ist. Außerdem ist so ziemlich jedes Tier der kenianischen Tierwelt als ausgestopftes Exemplar vorhanden. Schade um die Tiere, sicherlich kann man über die Darstellung geteilter Meinung sein. Doch wie sonst will man die Vielfalt zeigen, erklären, aufmerksam darauf machen, was wir alles verlieren können? Ganz besonders wertvoll ist die Abteilung mit unseren Vorfahren. Die ersten Menschen entstammen ja der Gegend von Äthiopien, Eritrea und Kenia. Hier sind die wohl ältesten je gefundenen Knochen, Skelette, Schädel der Urzeit-Menschen ausgestellt. Sagt also schön „Hallo“ zu unseren Verwandten!

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Wer die Nacht zum Tage machte und am nächsten Tage dringend etwas zum Aufwachen braucht, dem empfehlen wir einen Besuch auf einer der Kaffee- oder Teeplantagen. Die Karunguru Coffee Plantation ist neuerdings auch für Besucher geöffnet und glänzt durch eine sehr exzellente persönliche Führung und ausführliche Erklärung durch die Inhaberfamilie.

Und dann das Nightlife in Nairobi! Nairobi geht aus! Während anderswo nach dem Berufsverkehr die Stadt zur Ruhe kommt, geht es in Nairobi erst richtig los. Jeder wirft sich in Schale, trifft sich mit Freunden erst zum gemütlichen Abendessen, danach zieht man weiter in die Clubs. Wir haben für Euch ein paar der angesagtesten Restaurants, Bars und Clubs zusammengestellt. Wir geben Euch die besten Tipps für Nightlife in Nairobi. Zuerst unsere TOP 10, doch möchten wir Euch einige weitere coole und angesagte Plätze der Stadt, die unsere Recherche zu Tage brachte, nicht verschweigen und stellen diese alphabetisch geordnet dahinter. Von der Skylux Lounge über Vineyard, Space Lounge, Psys, Sirville, Brew Bistro, Sailors, Sankara 7th Floor, Hypnotika, Mercury und Juniper’s bis zum Artcaffé…, um nur ein paar zu nennen. Was diese Plätze so besonders macht, das sind coole Stimmung und exzellentes Essen, verbunden mit aktueller afrikanischer wie internationaler Musik und den Vibes der Party People. Nairobi hat das Potential, die Nachtschwärmer und Backpacker-Szene aus aller Welt in seinen Läden zu empfangen. Für Spontane und schnell Entschlossene: Das Food Festival der kenianischen Metropole, die Nairobi Restaurant Week findet vom 28. Januar bis 7. Februar 2016 statt. (mehr …)

Dinarobin Hotel Golf & Spa Mauritius: Wo das Traumschiff vor Anker geht

Beachcomber Dinarobin Hotel Mauritius MAURITIUS airview © Fremdenverkehrsamt Mauritius, MTPA/Bamba Sourang
Wellnessresort und Bleibe für ein Traumschiff: Das ist das Dinarobin Hotel Golf & Spa auf Mauritius. „Ach, das ist wie im Paradies”, meinte Klausjürgen Wussow in der Folge 25* vom „Traumschiff“ im Jahr 1995 über Mauritius. Mittlerweile gibt es über 70 Folgen des Kreuzschiffes, das seit 1981 von einer Traumdestination zur nächsten fährt. Die jüngste Station war Weihnachten 2014, schon zum zweiten Mal Mauritius. – Kein Wunder, die Gegend ist auch ausgesprochen hübsch…

Beachcomber Dinarobin Hotel Mauritius Abend Eingang © Beachcomber
Die Handlungsstränge gehen wie üblich bunt durcheinander. Eine Jazzsingerin, die an Bord jodeln muss, ein weißhäutiges Paar mit einem dunkelhäutigen Baby, dessen Herkunft genetisch aufgeklärt werden muss, eine sozial engagierte Friseurin, die vom fiesen Vorgesetzten frustriert wird, ein mutiger Kapitän, der früher mal mit Piraten zu tun hatte, und so weiter. Aber, und eigentlich viel interessanter und das eigentlich berichtenswerte über diese Serie: Viele Szenen der neuen Folge spielen im Dinarobin, einem sehr empfehlenswerten Hotel auf Mauritius. Die deutschen TV-Serienmacher fahren übrigens ganz gerne dahin; das Resort war auch schon Heimstatt für eine Folge des „Traumhotels“ 2012*.

Beachcomber Dinarobin Hotel Mauritius Strand Hotelanlage © Fremdenverkehrsamt Mauritius, MTPA/Bamba Sourang
Zuerst aber einmal ein paar Fakten zur Insel.
Ein wichtiger Teil der Geschichte von Mauritius (oder Ile Maurice) beginnt 1952. Damals kannte man hierzulande Mauritius höchstens von den legendären (und lange Zeit teuersten) Briefmarken der Welt, der „blauen“ und „roten Mauritius“– die allerdings ebenso wenig jemand zu Gesicht bekommen hatte wie die Insel, für deren postalische Dienste die Briefmarken der englische Generalpostmeister 1847 hatte drucken lassen. Ein Eiland im Indischen Ozean, zum britischen Empire gehörend, unerreichbar für alle und schon gar nicht ein Urlaubsgebiet. 1952 also kam eine einheimische risikofreudige Unternehmerfamilie auf die Idee, auf dieser noch ziemlich einsamen Insel ein Hotel zu bauen, das „Dinarobin“ genannt wurde – nach dem alten arabischen Namen für die Insel.

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Signe Reisch: Die Grande Dame des Rasmushof Kitzbühel

Rasmushof Kitzbuehel Signe Reisch Foto Johanna Stoeckl
Die Heroen der Streif schwingen vor ihrer Haustür ab. Die Zieleinfahrt des wohl berühmtesten Skirennens der Welt gehört zu ihrem Traditionshotel, dem Rasmushof in Kitzbühel. Urgroßvater Franz Reisch hat vor 120 Jahren mit ein Paar Skiern, die er aus Norwegen importiert hat, den Wintertourismus in Kitzbühel begründet. Signe Reisch ist am Fuße des Hahnenkamm aufgewachsen und somit wie sie selbst sagt „ein Kind der Streif.“ Die Vollbluttouristikerin führt aber nicht nur ihr Traditionshaus Rasmushof mit sehr viel Liebe, sondern steht als Präsidentin auch dem Tourismusverband Kitzbühel vor. Johanna Stöckl porträtiert die Grande Dame der österreichischen Hotellerie für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin.

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Kitzbuehel_1_Rasmushof_Apr_2011_025Kurz vor dem Jahreshöhepunkt in Kitzbühel geht es im Rasmushof mittags wie abends sehr gesellig zu. Die ersten Promis sind schon da. Firmenbosse haben zu Events geladen. Man spricht über Wirtschaft und Business. Am Stammtisch nebenan wird viel gelacht. Kitz-Urgesteine spielen dort mit Hotelchefin Signe Reisch Karten. In der Hotelbar plaudern sich die Moderatoren des ORF warm. Ein paar Männer vom Pistenkommando tauschen sich über den Zustand der Streif aus. Skilehrer schließen Wetten ab. Wer wird die Streif gewinnen? Jansrud oder Reichelt? (mehr …)


GAP

Die „Titanic“ ist förderlicher für die Kreuzfahrtbranche als das „Traumschiff“

Vergleich
Wie umweltfreundlich sind Kreuzfahrtschiffe? Wie hat sich die Kreuzfahrtbranche in den letzten Jahrzehnten entwickelt? Was für technische Möglichkeiten gibt es, damit die Giganten der Meere umweltfreundlicher werden? Diese Fragen versuchte eine Diskussionsveranstaltung an der Hochschule München zu beantworten. Nach ihren jeweiligen Auftaktvorträgen stellten sich die
Referenten, Dr. Henning Brauer, Principal Consultant, Maritime Advisory, DNV GL, Hamburg, Helge Grammerstorf, Direktor CLIA Deutschland, und Thomas P. Illes, Kreuzfahrtanalyst, Dozent und Fachjournalist, den kritischen Fragen der Studenten des Masterstudienganges Tourismus.

Tourism matters - Hochschule München
Tourism Matters: Volle Kraft voraus! Kreuzfahrtschiffe erobern die Weltmeere – Ist das grüne Gewissen auch mit an Bord? , so lautete der Titel der Veranstaltung an der Hochschule München unter der Moderation von Jacqueline Dzeik und Matthias Winter. Die Kreuzfahrtbranche verzeichnet ein rasantes Wachstum, von dem andere Tourismussegmente nicht zu träumen wagen. Doch wo hat diese Entwicklung Grenzen? Einerseits leiden die Anbieter unter einem starken Wettbewerb und steigendem Preisdruck. Andererseits geraten Destinationen an ihre Belastungsgrenze. Aufgrund hoher Emissionen gelten Kreuzfahrtschiffe zudem als Umweltsünder und stehen im Fokus von Öffentlichkeit und Naturschutzverbänden. Kann der Urlaub auf See ökologischer gestaltet werden und welche technologischen Lösungen sind möglich, welche umsetzbar? Gibt es auf der Nachfrageseite Potenziale für nachhaltigen Kreuzfahrttourismus? Und welche weiteren Ansatzpunkte existieren? Dieser spannenden Thematik widmete die Hochschule München ihre Auftaktveranstaltung im Rahmen des Master Forum Tourismus 2014. (mehr …)

Griechenland – Des einen Leid, des anderen Freud – oder: Aufruf zu einer Ganzjahresdestination

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Wir alle koennen uns sicher noch an das große Bangen und Zittern im Frühjahr 2013 erinnern, als es zum großen Clash in Ägypten kam! Diejenigen, die ihren wohlverdienten Urlaub dorthin gebucht hatten, wussten nicht, was sie tun sollten: hinfahren, stornieren, umbuchen? Offizielle Statements von Marketing Greece auf der ITB Berlin sind das eine. Doch wie sieht es wirklich vor Ort aus? Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin gibt unsere Gastautorin Elisabeth Duckeck einen interessanten Insider-Einblick als Guest Relations Managerin eines Hotels auf Kreta.

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Die Revolten hier und in der Türkei führten dazu, dass die Buchungszahlen in Griechenland ab April rapide in die Höhe schossen. Der Tourismus in dem wirtschaflich gebeutelten Land stieg um 20% zum Vorjahr an, zur Freude der Hoteliers, die 2012 um jede Reservierung kämpfen mußten.
Auf Kreta waren die Hotels so voll, wie schon seit über 10 Jahren nicht mehr. Die Saison-Flauten zwischen Oster- und Sommerferien und Sommer- zu Herbstferien blieben in diesem Jahr komplett aus. Aber nicht nur die politischen Krisen rund um das beliebte Urlaubsziel trugen dazu bei, den Tourismus in Griechenland anzukurbeln. (mehr …)

Wirte kochen für Kinder: Frisches Mittagessen für Schüler statt Massenabfertigung

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Frisch auf den Tisch: Das Mittagessen in der Schule ist für viele Kinder eine wichtige Mahlzeit. Je länger die Kinder in den Schulen sitzen, je weniger Eltern heute noch wirklich richtig gut kochen können und je mehr der Nachwuchs lieber zu McDreck & Co. geht, umso mehr muss die Schule darauf achten, dass die Schüler eine gute, ordentliche Mahlzeit bekommen. Doch der Kostendruck führt in den letzten Jahren eher dazu, dass große Catering-Unternehmen deutschlandweit standardisierte Billigkost verteilen. Die Schulküchen wurden zu reinen Aufwärmstationen. Der DEHOGA Bayern und der Bayerische Staatsminister für Ernährung wollen jetzt die Wirte in die Schulverpflegung einbinden.

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Es ist eine Kampfansage für Sodexo & Co.: Gemeinsam mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bayern) will das Ernährungsministerium Gastwirten im Freistaat den Einstieg in die Schulverpflegung schmackhaft machen. Ernährungminister Helmut Brunner und DEHOGA-Präsident Ulrich N. Brandl starteten dazu gestern in Gauting im Landkreis Starnberg ein Gemeinschaftsprojekt unter dem Namen „Wirte kochen für Kinder“.

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Ulrich N. Brandl sagte: „Die Wirte kochen frisch und geben der Schulverpflegung ein Gesicht. Sie schenken den Schülern wieder Heimat auf dem Teller statt standardisierter Langeweile der Großcaterer.“ Da die Gastwirte für die Kinder regional und bio kochen sollen, führt er aus, dass die „Wirte zusammen mit den Landwirten den Kindern den Zugang zu den Mitteln zum Leben bringen“ sollen.

Der DEHOGA Bayern hat zu dem Kooperationsprojekt einen extrem schönen, ziemlich coolen Film produzieren lassen. Doch sind sämtliche Textbeiträge komplett in Kleinbuchstaben geschrieben. Leute, hier geht es um Kinder, um Schüler. Die sollen doch auch lernen, richtig zu schreiben. Dazu gehört meines Erachtens auch die korrekte deutsche Rechtschreibung inklusive Groß- und Kleinschreibung…

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ITB

Vural Öger gründet V.Ö. Travel

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Pionier, Visionär, Reiseunternehmer, Politiker – und zeitweilig fast nur Privatier. Doch das dürfte sich wieder erledigt haben. Denn der heute 72-jährige Vural Öger startet nochmal durch. Drei Jahre nach dem Verkauf von Öger Tours juckt es dem deutsch-türkischen Unternehmer noch einmal in den Fingern: V.Ö. Travel – Vural Öger Touristik GmbH nennt sich sein neues Unternehmen, das mit Beginn der Sommersaison Reisen in die Türkei anbieten will. Langfristig sollen auch noch Spanien, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate ins Portfolio genommen werden.

Vural Öger gilt als der Pionier des Türkei-Tourismus. 1969 bot er als erster mit der Fluggesellschaft Öger Türk Tur Direktflüge von Hamburg in die Türkei an, damals noch als Flugdienst für Gastarbeiter. Später gründete er Öger Tours und etablierte sich als führender deutscher Anbieter von Pauschalreisen in sein Geburtsland. Im Jahr vor der Übernahme durch Thomas Cook machte Öger Tours 256 Millionen Euro Umsatz, aber auch einen Verlust von 7,3 Millionen Euro.

Nach dem Verkauf von Öger Tours an Thomas Cook habe ihn die Branche „weiterhin fasziniert“. Nun wolle er „vom Spielfeldrand wieder auf den Platz zurückkehren“, schreibt Öger in dem Brief an die Reisebüros. Dort wird das Comeback unterschiedlich aufgenommen: Während sich einige Reiseverkäufer in diversen Facebook-Foren noch an seine Aussagen erinnern, das Reisebüros ohne Zukunft seien, honorieren andere Ögers Fachwissen und Erfahrung. In Letzterem sieht der Alt-Unternehmer seine Chance. „Gerade in der Reisebranche“ fehle es an persönlich geführten Unternehmen, „die auf konkrete Vorstellungen und Wünsche der Kunden vertrauensvoll eingehen“, erklärte Öger.

Ganz freiwillig war die Pause von Vural Öger nicht. Eine Klausel in dem Verkaufsvertrag von Öger Tours verpflichtete ihn, drei Jahre lang nicht in der Tourismusbranche tätig zu werden. Pünktlich zum Ende der Sperrfrist ist er nun zurück und hat sich große Ziele gesteckt: Im laufenden Jahr will er zusammen mit seinen 16 Mitarbeitern bei V.Ö. Travel 100.000 Reisen vermitteln und bis zu 10.000 Reisebüros als Vertriebspartner gewinnen. „Wir wollen uns als mittelständischer Veranstalter etablieren“, erklärte der Firmenchef gegenüber Handelsblatt Online.

In einem Interview mit der Travel Tribune gibt er sehr interessante Einblicke, welche Regionen in der Türkei sich künftig wie entwickeln könnten. So sagt er, dass „die türkische Riviera Leider eine überwiegend eine preisgünstige Destination geworden ist. Dagegen habe ich immer gekämpft, aber auf Dauer kann man das alleine nicht erfolgreich machen. An der türkischen Riviera geht der Trend ganz klar hin zu einem All-Inklusiv-Paradies für Touristen, die mit einem kleinen Budget Urlaub machen wollen.“ Hingegen entstehe an der Ägäis „langsam so etwas wie ein Toskana-Tourismus: Mit schönen Landschaften, kleinen Boutique-Hotels in authentischer Architektur. Dort können wir auch höhere Preise abrufen.“

Bisher hat der neue Reiseveranstalter wohl nur eine Facebook-Präsenz. Doch ist der Start seines neuen Reiseveranstalters zum Jahresanfang optimal kurz vor der ITB Berlin, der weltgrößten Reisemesse. Da werden wir mit Sicherheit mehr von Vural Öger hören und sehen.

Quelle: Touristik Aktuell, Travel Tribune und Handelsblatt.

Palace Hotel Portoroz: Belle Epoque Flair an der slowenischen Adria

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Österreich: Marine und Seebäder? Ja, die alte k.u.k. Donaumonarchie stellte einmal die sechstgrößte Marine der Welt – sowie einige mondäne Seebäder. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin besuchte Andrea Gerum eines der alten Grand Hotels an der ehemaligen „österreichischen Riviera“. Gast zu sein im legendären Palace Hotel heißt, sich auf eine Zeitreise zu begeben in die vergangene Welt der österreichisch-ungarischen Monarchie. 1908 wurde der Wiener Architekt Johann Eustacchio mit der Planung dieses eleganten Grand Hotels beauftragt. Nach nur zwei Jahren Bauzeit fand am 20. August 1910, im mondänen Seebad Portoroz, die feierliche Eröffnung statt.

Bereits die Außenansicht dieses grandiosen Prachtbaus beamt mich in Sekundenschnelle zurück in die Zeit der Donaumonarchie. Vor meinem geistigen Auge tauchen plötzlich edle Vierspänner auf. Zarte Damen in hoch gebauschten Kleidern steigen aus prachtvollen Fiakern. Elegante Kavaliere lüpfen Zylinder und einer flüstert mir gar ins Ohr: „Meine Verehrung Gnädigste, ach bitte, begleiten`s mich doch auf eine Melange in den Salon.“

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Doch Halt! Dicke dunkle Droschken distinguierter Automarken stehen vor dem Haupteingang und deuten mir die Realität. Willkommen im 21. Jahrhundert, im alten und neuen Kempinski Palace Hotel Portoroz. Doch jeder Schritt durch das historische Gemäuer erzählt von alter, imperialer Pracht. Görz und Istrien waren bis zum Ende des Ersten Weltkrieges 1918 Kronländer der Habsburger Doppelmonarchie. Und die Adriaküsten von Grado und Portoroz bis nach Opatija gehörten zur „Österreichischen Riviera.“ Triest stand im kosmopolitischen Zentrum. Beinahe jeder Triestiner konnte fließend in slowenisch, italienisch und deutsch parlieren. (mehr …)

Die Challenge, die einen Winter dauert: Bergscout zu werden ist das höchste der Gefühle

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Schnell, sicher und rücksichtsvoll die Talabfahrt runter: Das ist schon eine saubere Leistung. Vor allem rücksichtsvoll und keinen anderen Skifahrer behindernd, gar gefährdend. Und das auch noch so oft wie möglich in einem gegebenen Zeitfenster: das ist schon deutlich anstrengender. Denn irgendwann tun jedem die Muskeln weh. Wenn es dann auch noch so eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Talabfahrt ist, wie die der Kanzelwand, dann sollte man schon sehr fit sein. Wer sich außerdem noch der Aufgabe stellt, einen ganzen Winter lang sich weiteren Prüfungen zu unterziehen, sich mit Social Media gut auskennt und noch so manches mehr erledigt, der kann Bergscout 2013 von „Das Höchste“ werden. Diesen eigenartigen und doch passenden Namen haben sich die Bergbahnen Oberstdorf-Kleinwalsertal gegeben, die die Bergscout nunmehr schon zum fünften Mal ausrichten.

Einen ersten Eindruck geben Euch meine Videos, die ich parallel gedreht habe. Es ist also jeweils der identische Inhalt. Doch in der einen Hand halte ich meine Flip Kamera, in der anderen mein neues iPhone 5. Hier zuerst das iPhone 5:

Und dies ist das Video mit der FlipCam :

Ok… und als nächste Filmkamera wünsche ich mir eine GoPro Hero 3 Black Edition mit Wlan-Verbindung…

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