Hotel Victory Therme Erding: Ein Schiffshotel feiert 5. Geburtstag

Ein Hotelschiff oder ein Schiffshotel? Ein Hotelschiff ist ein Schiff und liegt auf dem Wasser. Doch das Hotel Victory ist ein Hotel und Bestandteil der Therme Erding. Der nächste Hafen ist weit entfernt. Und dennoch: Dieses Hotel ist so gebaut, dass es wie ein Schiffskörper aussieht. Unser Hotelzimmer ist einer Yacht-Kabine nachempfunden. Hier sieht alles aus wie auf einem Schiff. Genau genommen: Das alte Schlachtschiff von Kapitän Nelson, die HMS Victory stand Pate. Wir sind eingeladen zur Geburtstagsparty anlässlich des 5. Geburtstags des Hotel Victory Therme Erding.

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Die Therme Erding ist nicht weit von meinem Wohnung. In der weiteren Umgebung meiner zweite Heimat, München, gibt es kein schöneres Spaßbad oder keinen besseren Freizeitpark als die Therme Erding. Und dennoch war ich schon seit mehreren Jahren nicht mehr hier. Genau genommen war ich das letzte Mal hier, als das Dach auf den Neubau von Hotel Victory und Wellenbad gesetzt wurde. Die Einladung war also nicht nur ein willkommener Anlass endlich meine schon lange gehegte Absicht, wieder mal in die Therme Erding zu gehen, umzusetzen.

Hotel Victory Therme Erding: Der Neubau

Der Dachhub über dem Wellenbad im Jahr 2014 war eine architektonische und bauingenieurmässige Meisterleistung. Zwei extra grosse Kräne von Liebherr wurden dafür organisiert. Schaut Euch diesen Event in meinem Video an:

Die Therme Erding ist im Jahr 2014, dem 15. Jubiläumsjahr, dem Ruf ihrer damals 1,65 Millionen Gäste pro Jahr gefolgt. Sie hat die Thermenwelt um ein außergewöhnliches Hotel-Ensemble erweitert. Schon bei der Anfahrt zum Urlaubsparadies wird klar, dass hier der vor wenigen Jahren verstorbene Eigentümer und Architekt Josef Wund eine großartige Vision hatte. Neben einem venezianischen Palazzo setzte er den Nachbau von Admiral Lord Nelsons legendärem Flaggschiff, der HMS Victory, an einen tropischen Palmenstrand.

Vor einem halben Jahrzehnt also, im Oktober 2014 legte die HMS Victory, das legendäre Schiff des britischen Admirals Lord Nelson, vor den venezianischen Palazzi einer palmungesäumten Lagune an. Das visionäre Hotel-Ensemble machte die Therme Erding endgültig zur erfolgreichsten Urlaubsdestination Bayerns.

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Hotel Victory Therme Erding: Der 5. Hotelgeburtstag

Das Jubiläum anlässlich der ersten „Jungfernfahrt“ feierten Geschäftsführer Jörg Wund und Kapitän und Hoteldirektor Jens Bernitzky ausgiebig mit über 200 Gästen aus Politik, Medien und Wirtschaft sowie zahlreichen Stammgästen und Partnern am 21. Oktober 2019 im Hafenrestaurant des Victory Hotels.

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In diesem festlichen Rahmen wurden auch 20 Mitarbeiter geehrt, die seit der Kiellegung der Victory mit an Bord sind. Denn auch das ist etwas besonderes: In der Hotellerie gilt so eine lange Betriebszugehörigkeit als extrem ungewöhnlich.

In den 128 thematisierten Zimmern des Hotelschiffes oder eher Schiffshotels und des eleganten venezianischen Palazzo logierten seit der Eröffnung bereits über 575.000 Gäste. Aus gepflegten Yacht-Kabinen, rustikalen Kajüten oder den Zimmern mit venezianischer Grandezza geht es zum Frühstück unter Palmen. Ziel der meisten Gäste ist dann der Wellenstrand, die 27 Rutschen, das Heilwasser des Thermenparadieses oder die 28 Saunen und Dampfbäder.

Eine dieser hocheleganten und luxuriösen Yacht-Kabinen war mein Domizil für die Nacht nach der Party. Hier habt Ihr einen kleinen Einblick in dieses echt edle Zimmer:

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Hotel Victory Therme Erding: Die Hotelzimmer

Das Hotel Victory Therme Erding befindet sich unter dem auffahrbahren Cabrio-Glasdach des 2.300 qm großen Wellenbades. Die 102 komfortablen Kabinen auf dem Schiff bieten Platz für bis zu sechs Personen und sind, dank kreativer Raumkonzepte, äußerst wandelbar. So wird durch eine praktische Trennwand aus einem Familienzimmer mit liebevoll gezimmerten Boots-Jollen an der Wand im Handumdrehen ein Business-Zimmer mit Office-Ausstattung.

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Wie auf einer eigenen Luxus-Yacht fühlen sich die Gäste in den modernen Yacht-Kabinen mit Palisander, hochwertigen Textilien, extra hohen Traumbetten und Balkonen in Schiffbugsform.

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Der Palazzo beherbergt 26 venezianisch elegante Zimmer mit eigenem Balkon. Dank kostenlosem Highspeed WLAN und LAN sowie sechs Veranstaltungsräumen lässt es sich im Hotel Victory Therme Erding zudem effizient und unkompliziert arbeiten, tagen und rund um die Welle präsentieren. Über das Wellenbad erreichen die Gäste die Bereiche Rutschen, Therme, VitalOase und VitalTherme & Saunen. Die Therme Erding ist heute die größte Therme der Welt und der Ursprung einer großen Thermenfamilie mit fünf Thermen- und Badewelten in Deutschland.

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Die langen Hotelflure sind eine beliebte Rennstrecke für Kinder. Die Flure wechseln je nach Tageszeit das Licht und geben einem ein bisschen das Gefühl, im Bauch eines riesigen Kreuzfahrtschiffes herumzulaufen.

Das Victory Gästehaus – das kleine Beiboot der großen Victory – wurde im Sommer 2016 unmittelbar gegenüber der Thermenwelt eröffnet. Hier sind 88 Appartements und 6 Studios für bis zu 5 Personen buchbar. die modernen funktionalen Zimmer verfügen alle über Balkon und Kitchenette.

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Die Auslastung des Thermenhotels von 92% im Jahr 2019 macht deutlich, wie erfolgreich das Urlaubskonzept ist. Aus Sicht von Geschäftsführer Jörg Wund, dem Sohn und Nachfolger des Gründers, trifft das Angebot den Zeitgeist: „Ohne lange Flugreise und Jetlag einen Urlaub in anspruchsvollem Anbiete mit Schönwettergarantie unter Palmen zu verbringen ist eine ideale Kombination“, ist sich der Inhaber sicher. Dazu dürfte für viele der Nachhaltigkeits-Aspekt kommen, denn neben dem gesparten Kerosin ist die Thermenwelt auch die Keimzelle der Geothermie in Erding, bezieht ihre Wärme also aus der Energie des direkt vor Ort geförderten, über 60°C warmen Thermal-Heilwassers.

Hotel Victory Therme Erding: Das beste Luxus-Thermenhotel in Europa

Für die vielen gelungene Urlaubstage haben sich die Gäste des Hotel Victory Therme Erding kurz vor dem 5. Geburtstag ganz besonders bedankt: Sie kürten es zum besten Luxus-Thermenhotel in Europa! Die World Luxury Awards werden seit 2006 jedes Jahr vergeben und zeichnen die höchsten Qualitätsstandards und herausragende Leistungen der Hotelbranche aus. Über 300.000 internationale Gäste und Reisende bewerten Luxushotels in verschiedenen Kategorien. Das diese Auszeichnung rein auf der Stimmabgabe von Gästen basiert, freut Kapitän und Hoteldirektor Jens Bernitzky ganz besonders: „Die Auszeichnung bei den World Luxury Awards ist für meine Crew und mich das schönste Geschenk zum fünften Hotelgeburtstag. Ich sehe diesen Preis als großen Verdienst und Bestätigung für das richtige Hotelkonzept sowie für unsere täglichen Anstrengungen, dem Gast jeden Tag den besten Service- und einen rundum gelungene Aufenthalt zu bieten.“

Hotel Victory Therme Erding: Die Erfolgsgeschichte

Die Zahlen der Erfolgsgeschichte sind spannend: Lag die Investitionssumme zur Eröffnung bei 25 Millionen Euro wurden daraus bis 2019 schwindelerregende 225 Millionen. Dazu kommen 32 Millionen Euro Revisionskosten, mit denen die Urlaubsparadiese instandgehalten werden.

Gestartet mit gut 700.000 Gästen kommen heute mit über 1,8 Millionen Besuchern im Jahr deutlich mehr Gäste als die Landeshauptstadt München Einwohner hat. 25 Millionen Gäste waren es im September 2019 insgesamt seit der Eröffnung 1999 und die blieben auch gerne länger. Die Gäste im Victory Hotel Therme Erding fehlen den anderen Gastgebern der Umgebung nicht, im Gegenteil: die Übernachtungszahlen der Stadt Erding steigen seit 1998 um über 680% von 75.102 auf 515.135. Natürlich ist der Flughafen München dabei ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Der Gewinn für das Land und die Region ist enorm: In Bayerns Hauptattraktion sind 1.000 Arbeitsplätze entstanden. Diese Mitarbeiter sind mit ihrer Kaufkraft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die Geothermische Nutzung des 65°C warmen Heilwassers spart ebenso CO2, wie die zu öffnenden Glaskuppeln, die an sonnigen Tagen Heiz- und an warmen Sommertagen Lüftungsenergie sparen.

Therme Erding: Urlaubsresort mit Sommergarantie

Hier gebe ich Euch einen Überblick über alle Bereiche der Therme Erding:

Die Therme mit staatlich anerkanntem Heilwasser aus fluoridhaltiger Schwefelquelle bietet viel Abwechslung. Wer sich in den Wellen ordentlich ausgepowert und die Rutschen ausgiebig erobert hat, kann dort in verschiedenen großen Pools entspannen und an der Toolbar einen exotischen Cocktail genießen. Die Kraft der Natur ist in Gesundheitsbecken mit Rohwasser direkt aus der Quelle oder versetzt mit Himalaya-Salz zu spüren. Dampfbad und Warmluftraum gehören genauso dazu wie pflegende Gesichtsmasken, belebende Körperpeelings und Aqua-Kurse.

Wer das Abenteuer sucht, findet es auf den 27 galaktischen Rutschen im Galaxy Erding. Hier gibt es das Rutschvergnügen für jede Alters- und Leistungsstufe. Der Fokus wurde bbei der Rutschenauswahl hier besonders auf spannende Hightech-Bahnen für Große und Kleine gelegt. Neun Rutschen – darunter die neue The Big Wave – locken bei warmen Temperaturen in den großen Thermengarten.

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Zu einem richtigen Urlaub gehören Wellen, Strand und Palmen? Mehr als 300 Großpalmen umrahmen im Wellenbad die türkisfarbene Wellenlagune mit seicht auslaufendem Ufer. Mit fünf verschiedene Stärken, von sanften Wogen für Kinder und Familien bis zu zwei Meter hohen Wellen für Actionsfans, setzt die Therme Erding neue Maßstäbe. Auch die Kulisse ist eindrucksvoll: Das Victory Hotel und der venezianische Palazzo grenzen das Urlaubsbadevergnügen ab. Ein Fluss führt zum riesigen Open-Air-Pool mit Poolbar und den beliebten Sprudelliegen.

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Wohltuende Ruhe und textiles Saunieren erwartet die Gäste in der VitalOase. Zu entspanntem Baden lädt der Vitalpool mit Sprudelliegen und Toolbar ein. Besondere Gesundheitsbecken, die Vital-Quellen mit Calcium-Bad, Selen-Jod-Bad sowie dem Mineralien-Bad, werden ergänzt von der mit Rohwasser gespeisten Schwefelquelle im Außenbereich. Warmluftbäder sowie ein Dampfbad, täglich über 40 Gesundheitsangebote, die Bambusbar mit wohltuenden Gratis-Masken, Infrarot Wärmeliegen und der idyllische Bali-Garden machen jeden Besuch zur Erholung für Körper und Geist.

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Nur wenige Schritte weiter beginnt die textilfreie eigene Welt der VitalTherme & Saunen. Die weitläufige Anlage mit der weltweit größten Vielfalt ist ein Paradies für Individualisten. Die eindrucksvollen Orte lassen sich hier im wahrsten Sinne des Wortes erleben. Orientalisches Flair in der Alhambra, Saunieren im Originalnachbau von Stonehenge, Unterwassermusik min der Römischen Villa oder Ausflüge nach hVenedig, Finnland und Asien – lassen jeden Aufenthalt zum Erlebnis werden. Aus 27 Saunavarianten sowie ca. 100 kostenlosen Gesundheits- und Wellnessangeboten lassen sich ganz persönliche Wohlfühlangebote zusammenstellen.

Wer in diesem Paradies seine ganz private Komfortliege, ein Himmelbett oder eine exklusive Suite mit traumhafter Ruhe, wunderbaren Ausblicken und besonderem Service genießen möchte, findet im Royal Day Spa „Lounge & Dreams“ das passende Arrangement.

Übrigens: Mit der „Langen Themenwelt-Nacht“ begeistert das vielseitige Eventprogramm in VitalTherme & Saunen, VitalOase und Therme die Gäste jeden 1. Samstag im Monat bis 1 Uhr nachts (im Winter auch jeden 3. Samstag).

Wer für den Valentinstag noch etwas für seinen Lieblingsmenschen sucht, dem bietet die Therme Erding ein romantisches Wohlfühlprogramm. Liebevoll thematisierte Aufgüsse, traumhafte Wellness-Specials und kleine Überraschungen lassen die Herzen der verliebten Gäste noch höher schlagen. Zusätzlich sorgen herzige Geschichten und musikalische Untermalung für kuscheliges Wohlfühlambiente am Valentinstag.

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Disclosure: Ganz herzlichen Dank an das Hotel Victory Therme Erding und die Therme Erding für die Einladung zur Party und die kurze Auszeit vom Alltag.

Service:

Restaurants in München: Bei Holger Stromberg zum Valentinstag mit dem Lieblingsmenschen

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Zum Valentinstag mit dem Lieblingsmenschen essen gehen: Das macht so ziemlich jeder. Abgesehen von den Ausnahmen, die von diesem speziellen Tag nichts halten – oder die aus verschiedenen Gründen gerade an diesem Tag nicht an einem Ort mit dem Lieblingsmenschen sein können. Achja, und die Singles… Aber man muss ja nicht ewig Single bleiben. Ich war mit meinem absoluten Lieblingsmenschen am Valentinstag bei Holger Stromberg essen. Der ehemals jüngste Sternekoch Deutschlands und Koch der deutschen Fußball-Weltmeistermannschaft servierte ein unvergleichlich köstliches Menü.

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Wir kommen am Valentinstag in das Restaurant von Holger Stromberg – und die gesamte Location ist liebevoll geschmückt mit Valentinstags- und Liebesmotiven. An der Eingangstür empfängt ein Tisch mit riesigen rosa Lutschern. Gleich daneben werden an einer Wand Pärchenfotos gemacht. So bleibt der Tag auch auf Foto für das Pärchen gebannt. Rote Luftballons in Herzform hängen im gesamten Restaurant. Auf dem für uns reservierten Tisch werden wir mit Namen Willkommen geheissen. In die Serviette ist eine Vorlage für einen Liebesbrief sowie ein Bleistift eingesteckt. Dies verkürzt die Wartezeit zwischen den Gängen und verführt uns zu kreativen Liebesschwüren, die nicht nur das Essen sondern höchstwahrscheinlich auch die anschliessende Nacht zu zweit unvergesslich wunderschön werden lassen. Und vor uns liegt die Karte mit dem Lieblingsmensch-Menü.

Nach Prosecco zum Aperitif und Brot und Butter sowie Amuse Bouche geniessen wir einen wunderbaren Abend mit einem wirklich köstlichen Menü. Holger Stromberg hat die Gänge mit wunderschönen Namen benannt, die vielversprechend klingen: „Pheromone“, „Love is in the Air“, „Count on Me“ und „Kiss from a Rose“. Jeder Gang ist dabei perfekt abgeschmeckt, regt die Geschmacksnerven an, ist exzellent balanciert zwischen Süße, Säure und Schärfe, zwischen weicheren, festeren und crunchy Bestandteilen.

Holger Stromberg hat sich und seiner Arbeit fünf Leitlinien für grundlegend mehr Durchblick in der Ernährung von uns allen gegeben, die nicht nur seine Menüs und Menükreationen sondern auch seine Kochbücher, Kochkurse und seine Beratungen und Vorträge für Unternehmen kennzeichnen. So hat er bspw. für die Unternehmensgruppe, die hinter den Cotidiano Restaurants steckt, das Foodkonzept geschrieben.

Das Lieblingsmensch-Menü von Holger Stromberg

1.Nimm besser natürlich – Bevorzuge pure Lebensmittel, die so natürlich wie möglich gewachsen, angebaut, gehalten oder produziert worden sind. Wähle so oft es geht, ökologisch hergestellte Lebensmittel und achte dabei auf saisonal als auch regional vor global.

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Pheromone: Langustino | Samosa | Granatapfel | Portulak | Topinambur

Pheromone: Langustino | Samosa | Granatapfel | Portulak | Topinambur – Côtes de Gascogne IGP Sauvignon 2015, Château du Tariquet, Gascogne

2.Achte Deinen Darm – Integriere regelmäßig präbiotische und faserreiche Lebensmittel in Deinen Speiseplan. Dies sind z. B. Vollkornprodukte; Gemüse wie Topinambur, Chicorée, Fermentiertes wie Sauerkraut, Kombucha, Miso oder Tamari Soja Sauce, aber auch lebendiger Joghurt und Buttermilch von Weidekühen, Weideschafen oder Ziegen. – Diese Lebensmittel schützen und stärken Dich auf zauberhafte Weise. 

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Love is in the Air: Wachtelbrust | Sellerie | Aprikose | Wirsing | Szechuan-Pfeffer

Love is in the Air: Wachtelbrust | Sellerie | Aprikose | Wirsing | Szechuan-Pfeffer – Hattenheimer Riesling Gutswein trocken 2015, Langwerth von Simmen, Rheingau

3.Versorge Deinen Flüssigkeitshaushalt – Nimm ausreichend Flüssigkeit zu Dir, trinke zwischen den Mahlzeiten und am besten stets Wasser oder alternativ leichte Kräutertees. Überprüfe, optimiere und organisiere Deine Versorgung von Zeit zu Zeit, bleibe anschließend Deinem Konzept treu und profitiere auf Dauer. Kombiniere auch Deinen Speiseplan mit wasserhaltigen Zutaten und Gerichten. 

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Count on Me: Kalbs-Entrecôte | Kakao-Chili-Knusper | Petersielienwurzelmousseline | Kartoffelmosaik

Count on Me: Kalbs-Entrecôte | Kakao-Chili-Knusper | Petersielienwurzelmousseline | Kartoffelmosaik – Nero d’avila Natura Terre Siciliane IGP 2015 Maggio Vini, Sizilien

4.Finde Balance – Kombiniere naturbelassene Lebensmittel, die Dich ausreichend mit Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten und Vitalstoffen versorgen. Reduziere Nahrungs- und Genussmittel auf ein gesundes Maß. Bleibe stets auf der Suche nach natürlicheren, besseren Lebensmittel-Alternativen die Dir mindestens genauso viel Freude und darüber hinaus wahre Glückshormone schenken.

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Kiss from a Rose: Rosenblütensorbet | Kafir-Limetten-Sponge | Mandelhumus | Basilikumkristalle | Torf

Kiss from a Rose: Rosenblütensorbet | Kafir-Limetten-Sponge | Mandelhumus | Basilikumkristalle | Torf

5.Sei bewusst anders Du – Übe Deine Nahrung zu spüren. Entdecke dabei Deine ganz individuelle Ernährungsformel. Denn niemand weiß es besser als Dein Körper und Du, was Dir wirklich gut tut. Beginne und begebe Dich auf die spannendste kulinarische Reise Deines Ich’s und setze damit eine ungeahnte Energie frei. 

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Holger Stromberg und Mannschaft
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Selfie mit einem Fußball-Weltmeister!

Wer oder wieviele ist Holger Stromberg?

Holger Stromberg, Unternehmer, Gastronom, Consultant und 10 Jahre lang Koch der Deutschen Fußballnationalmannschaft, begann seine Laufbahn im elterlichen Betrieb. Nach seiner Ausbildung in der Sterne-Gastronomie erkochte er sich mit 23 Jahren als jüngster deutscher Koch seinen ersten Stern, ging dann nach München ins Hotel Rafael als jüngster Küchenchef eines Leading Hotel of the World. Mit seiner Firma f.e.b. GmbH baute Stromberg ein europaweit agierendes Unternehmen in den Feldern Catering & Gastronomie auf und berät gastronomische Firmen bis hin zu DAX- Unternehmen. Durch sein Engagement bei der Deutschen Fußballnationalmannschaft und mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 erlangte er als einziger „4 Sterne Koch“ sein Alleinstellungsmerkmal. Stromberg gilt als Multitalent, visionärer Querdenker, Ernährungsbotschafter. Seinem Publikum vermittelt er, warum Ernährung unsere zweitwichtigste Energiequelle ist und wie Lebensmittel auf unsere geistige und körperliche Leistungsfähigkeit wirken – Faktoren, die im 21. Jahrhundert unabdingbar sind, um in der heutigen Leistungsgesellschaft oben mitzuspielen. 

Wer zum Valentinstag – oder auch jedem anderen Tag – mit seinem Lieblingsmenschen sich von Holger Stromberg bekochen lassen möchte, sollte unbedingt bei ihm einen der Kochkurse besuchen oder sich das Catering nach Hause bestellen.

Leider hat sich Holger Stromberg kurz nach unserem Valentinstagsbesuch aus dem täglichen Restaurantbusiness zurückgezogen – und den Schwerpunkt auf Catering, Beratung und Kochbücher gelegt. Aus verständlichen Gründen: aus Liebe zu seiner Frau Nikita, Söhnchen Mick und sich selbst, schliesslich sollten auch Top-Köche eine glückliche Familie haben. Der BILD-Zeitung sagte Holger Stromberg: „Ich möchte deutlich mehr Zeit für meine Familie und mich selbst haben“, sagt Stromberg. Und er wolle seine Gesundheit schützen. Die Wirbelsäule bereitet ihm seit Längerem Kummer und Schmerzen – die Prognose für die Zukunft sei „zunehmend alarmierend“.

Mein Lieblingsmensch und ich bedanken uns ganz herzlich bei Holger Stromberg für die Einladung und das exzellente Essen.

Mehr Infos:

Hotel Puradies Leogang: Das pure Paradies

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Vom Embachhof zum Puradies: Edel, cool, stylish, luxuriös, doch gleichzeitig ein traditioneller Pinzgauer Bauernhof mit angeschlossenem Hotel. Ein modernes Bio-Hotel mit exquisiten Châlets für Gäste, die mehr Individualität und Ruhe geniessen möchten. Das grandiose Alpenpanorama vor den Augen, die Pisten direkt hinter dem Hotel. Das Puradies in Leogang bietet alles, was das Herz begehrt.

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Majestätisch erheben sich die Berggipfel der Salzburger Alpen im Pinzgau. Die Leoganger Steinberge und das Steinerne Meer grüßen schon von weitem mit ihren imposanten Kalksteinfelsspitzen, die höchste von ihnen ist das 2.634 Meter in die Höhe ragende Birnhorn. Die Berge sind über und über mit viel Schnee gezuckert, hier laden urige Berghütten zum genussvollen Verweilen ein. Ich bin zu Gast in der Leoganger Bergwelt im Herzen der Ostalpen, die sich winters zum größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs mausert: Der Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn bringt es auf stattliche 270 Pistenkilometer. Ein El Dorado von schier grenzenlosem Skivergnügen. 

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Inmitten der Leoganger Steinberge residiert in den Salzburger Alpen das Hideaway-Hotel Puradies. Ein Sehnsuchtsziel in atemberaubender Alleinlage auf einem unverbauten Sonnenplateau am Fuße des Asitz. Tradition und Moderne werden in dem gastlichen Haus von Familie Madreiter authentisch miteinander verwoben. 76 Hotelzimmer, Suiten und 14 Chalet-Häuser bietet das Resort insgesamt.

Puradies: Pure Puristik

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Ich geniesse den Luxus in einem der Châlets untergebracht zu sein. Mein Video gibt Euch einen kleinen Einblick in mein Chalet und die Umgebung:

Das heimelige Premium-Chaletdorf gibt es bereits seit 2007 und es besticht seit Jahr und Tag mit seiner komfortablen Ausstattung. Diese Châlets bieten alles, was das Herz begehrt, lassen keinen Wunsch offen für einen längeren Aufenthalt. In der Küche würde ich am liebsten gleich selbst mir etwas zu Essen kochen, doch das Gourmet-Restaurant des Puradies lockt mit seiner exzellenten Küche. Nach einem Skitag kann sich der Gast in der Chalet-eigenen Sauna perfekt entspannen. Die Architektur ist modern und spiegelt in allen Facetten die Naturverbundenheit der Inhaber, Michael und Philipp Madreiter, wieder. Schreitet man durch das Hotel, begleiten einen herrliche Duftnoten von Holz und das Auge wird durch die Naturmaterialien Holz und Stein und natürlich dem Blick auf die umliegende Bergwelt verwöhnt. Die Refugien sind in vollendetem Alpin-Design konzipiert und sie holen mit ihren der Natur entlehnten Materialien dieselbe in den sonnigsten Luxusplatz von Leogang hinein. Es mangelt an nichts. Der bewusst „puristisch“ gewählte Zugriff auf wenige Interieur-Essentials wie Stein, Holz, Glas und Loden trägt maßgeblich zur stimmungsvollen Bergromantik und zum hohen Wohnkomfort bei.

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Die Häuser sind alle unterschiedlich in Größe (60-120m²) und Ausstattung haben Platz für zwei bis acht Personen. Jedes ist mit finnischer und Infrarot-Sauna, Kachelofen, Fußbodenheizung, kompletter Küche und TV ausgestattet. Das Honeymoon-Chalet kann nur für zwei Personen gebucht werden. Beim Rundgang durch das Dorf ist erkennbar, dass Ruhe und die persönliche Atmosphäre gewahrt wird. In den Chalets hört und sieht man nichts von dem Hotel und keiner schaut den anderen ins Fenster das Bio-Frühstück wird in das Chalet geliefert und auf Wunsch auch aufgedeckt.

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Das Hotelresort in Leogang ist dabei aber kein gewöhnliches Berghotel. Das Puradies steht für das Pure in der Natur. So kamen für die Einrichtung viele edle Naturmaterialien zum Einsatz, die auf beeindruckende Weise in einen zeitlosen, alpinen Einrichtungsstil mit höchsten Designstandards eingebunden wurden. Das spiegelt sich sowohl in dem aufwendig renovierten historischen Hotelgebäude als auch in den beiden neuen Hotelbauten sowie den exklusiven Chalets wider.

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Puradies: Front-Cooking im 2-Hauben-Restaurant ESS:ENZ

Im Restaurant ESS:ENZ in der Embachalm im Chaletdorf des 4*S Puradies Hotel & Chalets in Leogang werden Gerichte aus lokalen Produkten und dem eigenen Bio-Bauernhof kreiert. Im Fine-Dining-Restaurant ESS:ENZ kocht Albert Dschulnigg eine formidable Genießerküche der Region. Das Küchenteam des Puradies zaubert aus feinsten Bioprodukten der hofeigenen Produktion regionale und internationale Gourmetgerichte. Das pure und innovative Konzept genügt höchsten kulinarischen Ansprüchen, die ihren Höhepunkt im Front-Cooking finden, und wurde ebenfalls zum ersten Mal mit zwei Hauben und 13 Punkten ausgezeichnet. Neben Saibling-Variationen und hauseigenem Embachhof-Kalb gibt es im ESS:ENZ monatlich wechselnde Schwerpunkte wie etwa Sushi oder Grillabende. Das ESS:ENZ ist ein Ort für besondere Genusserlebnisse und eine innovative Mischung: Die Gäste erwarten Themen-Highlights vom Fleisch, Fisch & vielem mehr. Auch Vegetarier und Veganer erleben in dem À la carte Restaurant kulinarische Hochgenüsse. 

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Puradies: Im Badhaus die Innere Mitte finden

Herzstück des Wellnessbereiches ist das Badhaus INNERE MITTE mit puradiesischem 360°-Himmelsblick. Zur Entspannung bereit stehen Ihnen im Badhaus vier große Saunen, darunter die Finnische Sauna, die Kräutersauna, die Zirbensauna und die Stollensauna. Erfrischung bieten Erlebnisduschen sowie ein Sprung in den 400 m² großen Biobadeteich. Ausspannen können Sie im Puradies aber auch beim Yoga und bei wohltuenden Massagen sowie Beautyanwendungen. Darüber hinaus können sich die Gäste im Puradies auch nach Herzenslust beim Fitness an modernsten Cardio- und Kraftgeräten auspowern.

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Leider war mein Aufenthalt viel zu kurz, um das gesamte Hotel kennenzulernen. Mit der Sauna im eigenen Chalet habe ich es nicht in den Wellnessbereich geschafft. Die Bar habe ich nur beim Einchecken und kurzen Gespräch mit Herrn Madreiter bewundern können. Das Hotel selbst bietet noch so viel mehr wie etwa eine Bibliothek, die sich meinen Blicken entzogen, da ich mich in dem Chalet wie in einem Kokon wunderbar geborgen fühlte und in den wenigen Stunden, die ich vor Ort war, sehr entspannt habe.

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Und die Pisten waren mir am Vormittag zu sehr im Nebel, so dass ich mich ganz allein nicht in ein mir noch unbekanntes Skigebiet trauen wollte. Ich war ja die zwei Tage zuvor erst in Sterzing auf dem Rosskopf Ski fahren, so dass ich mir einen Tag Ruhe mit Sauna und exzellentem Essen gönnte. Stattdessen genoss ich den Winterspaziergang hinter dem Hotel auf dem Weißen Weg, den sich Klassische und Skating-Langläufer, Winterwanderer und kreuzende Abfahrer teilen.

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Puradies: Pure Familiengeschichte

Die absolute Alleinlage des „Private Retreats“ liegt in der Familiengeschichte begründet. Die Familie Madreiter zählt zu den Pionieren des Tourismus in Leogang und war Mitbegründer der hiesigen Bergbahnen. Vater Sebastian Madreiter ist noch heute Geschäftsführer der Bergbahnen. Ursprung des imposanten Familienbesitzes sind der aus dem 17. Jahrhundert stammende Pinzgauer Bergbauernhof, die Almwirtschaft und der familieneigene Embachhof, auf dem in den frühen 1950er Jahren erstmals Gäste bewirtet wurden. Das Wohlfühlareal umfasst eine Gesamtfläche von 500.000 qm. Ein echter Familienbetrieb ist der einstige Embachhof geblieben, heute führen die Brüder Philipp und Michael Sebastian Madreiter die Geschicke der seit dem Jahr 2016 als „Puradies“ bezeichneten resortähnlichen Verwöhnadresse. Gemeinsam haben die Brüder, die in der Österreich-Ausgabe des „Bertelsmann-Guide“ zu den „Gastgebern des Jahres 2018“ gekürt wurden, mit stattlichem Investitionsvolumen das Alpinhotel zu einem perfekten stylishen Rückzugsort in den Bergen weiterentwickelt. 

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Ganz herzlichen Dank an das Puradies für die Einladung und exzellente Unterbringung sowie Verköstigung. Unsere persönliche Meinung bleibt selbstverständlich unabhängig.

Service:

Skigebiet Rosskopf: Telemix-Panoramabahn lockt ins Familien-Skigebiet

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Wer Sessellift oder Gondeln sagt, sagt automatisch Leitner. Weltweit gibt es nur zwei nennenswerte Hersteller von Seilbahnen. Leitner Ropeways hat seinen Firmensitz in Sterzing. Hier in Südtirol, gleich um die Ecke vom Brennerpass, werden Bergbahnen gefertigt, die rund um die Welt Menschen transportieren. Naheliegend, wenn Sterzing dann das Vorzeigeparadies für Leitner Bergbahnen wäre. Seit Januar 2019 bringt eine hochmoderne Telemixbahn die Gäste von der Mittelstation hoch auf den Berg. Wir waren bei der Eröffnung der Panoramabahn auf dem Rosskopf.

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Auf dem Weg von Innsbruck nach Bozen liegt Sterzing kurz nach dem Brennerpass. Die kleine Handelsstadt profitierte als „Fuggerstadt“ besonders von der günstigen geographischen Lage als Durchgangsort für viele Menschen und Waren durch die Alpen. Der Rosskopf ist der Hausberg von Sterzing und liegt direkt an der Autobahn.

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Die Gondeln der Rosskopfbahn schweben dicht über der Autobahn hoch auf den Berg. Doch leider bleibt dieses potentielle Vorzeigeobjekt ungenutzt.

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Die Gondeln sehen schon reichlich alt aus, sind auch für heutige Verhältnisse ziemlich klein und eng. Hier könnten die Sterzinger Bergbahnen, Südtirol und Leitner Ropeways, wie das Unternehmen modern heisst, auch an eine Modernisierung denken.

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Oben angekommen stehen wir vor der Panoramabahn, die uns zum Gipfel hinaufbringt. Und eben diese Panoramabahn ist nun nach 30 Jahren Dienstzeit modernisiert worden. Der alte Dreier-Panorama-Sessellift ist verschwunden. Nun glänzt eine neue Telemix-Bahn am Rosskopf, die sowohl Sessel als auch Gondeln führt. Das neue Winterangebot am Rosskopf wird komplettiert durch eine sportliche 2,7 Kilometer lange Talabfahrt, die mitten im Skiort Sterzing endet.

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Der Rosskopf gehört zu den kleinen Skigebieten, die sich nicht an die Masse der Touristen wenden. Die Pisten im Rosskopf-Skigebiet sind rot und blau. Doch umso schöner, ruhiger und familienfreundlicher präsentiert sich das Skigebiet. Meist ahnt man am Fuß des Rosskopfs noch gar nichts von der winterlichen Pracht auf dem Gipfel und an den Hängen. Kaum einer der vielen Autofahrer hat das Herz oder die Muße hier, je nach Fahrtrichtung kurz vor oder nach dem Brenner, noch eine letzte Pause einzulegen. Obwohl die Rosskopf-Gondeln hier malerisch im Drei-Meter-Abstand die Fahrbahn kreuzen. Doch sobald man die Sonnenterrasse erreicht hat, wandelt sich das Bild.

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Der Blick schweift rundum von den Gipfeln der Sarntaler-, Zillertaler– und Stubaier Alpen hinunter auf das beschauliche Wipptal, durch das sich der Brennerpass wie ein aufsteigendes Betonband zieht. Dichter Verkehr rollt über den Asphalt. Doch schon beim Hinaufgondeln Richtung Gipfel entfernen sich die Geräusche.

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Die dichte Schneedecke auf dem Berg schluckt dann vollends den Lärm der viel befahrenen Europastraße. Bei himmlischer Ruhe kann der Wedel-Spaß auf den gut präparierten Pisten beginnen, die man je nach Saison fast für sich alleine hat. Wir ziehen unsere Spuren durch den frischen Pulverschnee, halten zwischendurch inne, genießen den Ausblick und lassen die unvergleichliche Stimmung auf uns wirken. 

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Die moderne Telemix-Bahn besteht neben 6er-Sesseln auch aus 8er-Kabinen. So kommen nicht nur Wintersportler wieder schnell auf die Piste, auch Senioren, Wanderer und Kinder erreichen bequem den Gipfel. Denn diese haben eher Probleme, sich schnell auf die Sessel zu setzen. Gerade Kinder sind oft noch nicht so groß, der Sitzfläche befindet sich eher auf der Höhe des Rückens als in den Kniekehlen wie bei Erwachsenen. So ist ein Schülerskikurs schneller in ein paar Gondeln untergebracht und oben auch schneller ausgestiegen. Denn gerade oben auf dem Rosskopf herrschen ideale Pistenverhältnisse für Anfänger wie für Kinder. Ein weiterer Vorteil der Gondeln ist, dass Rodel transportiert werden können. Auch im Sommer sind Telemix-Anlagen sehr gut einsetzbar, die Sessel werden dazu einfach aus der Linie genommen. Dieser Aspekt ist bei der „Panoramabahn“ auf dem Rosskopf besonders wichtig, um Wanderer, Fahrräder oder Paragleiter im Sommer möglichst schnell und komfortabel zu befördern.

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Die neue Telemix-Bahn ist umweltfreundlich, leise und steigert darüber hinaus die Förderleistung um mehr als 30 Prozent, wodurch lästige Wartezeiten vermieden werden. Die Kabinen der Seilbahn bieten viel Raum und dank großer Panoramafenster auch einen herrlichen Ausblick über das Eisacktal. Für die Sesselbahn stand vor allem der Faktor Sicherheit im Fokus. Deshalb sind die Komfortsessel mit Einzelfußrastern und Schließbügeln mit manueller Verriegelung ausgestattet. Ein weiterer Vorteil gegenüber des alten Panorama-Lifts sind die Wetterschutzhauben, die für eine entspannte Fahrt bei Wind und Wetter sorgen.

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Die Telemix-Anlage von Leitner Ropeways mit dem spannenden Namen “TMX 6-8 Panorama” führt von 1845 bis in eine Höhe von 2120 Höhenmeter und wird von einem DirectDrive-Antrieb bewegt, ist 823 Meter lang und überwindet 275 Höhenmeter.

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Der speziell von Leitner entwickelte Direktantrieb ist ein gut gehütetes Geheimnis. Die Förderleistung liegt bei 2.400 Personen pro Stunde (vorher 1.800 p/h), wobei 35 Sessel und elf Kabinen am Seil hängen, das über neun Stützen gespannt ist.

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Rosskopf glänzt mit 10 km langer Talabfahrt

Wintersportler dürfen sich noch auf eine weitere Neuheit am Rosskopf freuen. Seit dem Winter 2018/19 können sie nämlich endlich bis nach Sterzing ins Tal fahren. Denn neben der neuen Kombibahn wird auch eine neue Piste eröffnet: die Talabfahrt. Die rot markierte Abfahrt ist 2,7 Kilometer lang. Vom Ausstieg der Panoramabahn kurz vor dem Gipfel des Rosskopf bis hinunter nach Sterzing sind somit kombiniert fast 10 Kilometer Talabfahrt möglich. Sie erhöht damit das Pistenangebot am Freizeitberg Monte Cavallo auf insgesamt 20 Kilometer. Jetzt können wir also mit der neuen Bahn bis zum Gipfel fahren und auf der neuen Talabfahrt (fast) bis in die Sterzinger Fußgängerzone hinunter wedeln. Die Talabfahrt führt im Südosten nach Sterzing. An der Südseite würde der Schnee zu schnell schmelzen. Im Südosten mussten für die Talabfahrt auch nicht so viel Bäume gefällt werden, da die Route hauptsächlich über Wiesen ins Tal führt. 

Rodeln am Rosskopf auf Italiens längster Rodelbahn

Am späteren Nachmittag blitzt die Sonne wieder durch die Wolken. Für die Pisten auf dem Rosskopf, Ratschings oder Ladurns ist es dann zwar zu spät. Dafür bietet sich eine Rodelpartie über die längste Rodelbahn Italiens an. Ja, wirklich: am Rosskopf gibt es die längste beleuchtete und beschneite Rodelbahn Südtirols und Italiens. Es gibt außerdem Pläne, die Rodelbahn noch etwas weiter zum Berggipfel hin zu verlängern, um somit die längste Rodelbahn Europas werden zu können. Also geht es diesmal mit dem Schlitten hinauf auf den Rosskopf. An der Bergstation startet die 9,6 Kilometer lange Sause, die nach 920 Höhenmetern und einer Riesengaudi an der Talstation Sterzing endet. Besonders romantisch ist das Rodelvergnügen bei Flutlicht ( dienstags und freitags bis 24 Uhr, Liftbetrieb bis 22 Uhr ) , wenn der Blick auf die illuminierte, mittelalterliche Stadt fällt. Feste Bergschuhe und einen Helm sollte man schon für den Ritt ins Tal tragen. Die Rodelbahn am Rosskopf wurde vom ADAC als sehr sicher getestet. 

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Wir konnten jedoch nicht diesen Spaß geniessen, ein Schneesturm verhinderte das nächtliche Rodelvergnügen nach dem Essen auf der Hütte.

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Dafür genossen wir die einmalige Tour mit dem Pistenbulli hoch zur Hütte mit anschliessendem köstlichen Fondue-Essen auf der Alm.

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Mittlerweile hatte sich der Schneesturm wieder gelegt, so dass wir zu Fuß die Piste hinunterlaufen konnten bis zur Bergstation der Rosskopfbahn, die uns sicher nach unten brachte.

Familienfreundliches Skigebiet am Rosskopf

Im Skiurlaub in Sterzing-Ratschings heißt das Motto „Familien zuerst“ mit Winteraktivitäten auf und neben den Skipisten. Dazu bietet die Sonnenterrasse von Sterzing den kleinsten Skifahrern, Snowboardern und Rodlern präparierte Pisten samt Skischule. Der dazugehörige Ski-Kindergarten sorgt für Abwechslung und Rundumbetreuung, während die großen Wintersportler auf den Skipisten unterwegs sein können. Ruhe im Skiurlaub gepaart mit der richtigen Portion Action, dafür steht das Skigebiet Rosskopf im Südtiroler Wipptal.

Neue Beschneiungsanlagen am Rosskopf

Der dritte Joker ist die neue Beschneiungsanlage. Sie nimmt nur ein Prozent des Wassers aus der vorbeifließenden Eisack, pumpt es in zwei Kühltürme und dann zum Speichersee. Lanzen, die weniger Strom verbrauchen als Schneekanonen, beschneien die Pisten. Das drei bis vier Grad warme Wasser wird in zwei Kühltürmen auf ein Grad heruntergekühlt. Um künstlichen Schnee zu erzeugen, braucht man die richtige Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur des Wassers. Die Temperatur des Wasser ist der einzige Teil, den der Mensch beeinflussen kann. Die Lanzen benötigen weniger Strom als Schneekanonen. Eine Schneekanone verbraucht 15 Kilowatt, eine Lanze verbraucht nur 25 Watt, so viel wie eine Glühbirne. An der Talabfahrt am Rosskopf stehen 65 Lanzen. Das Gute ist: Im Frühling, wenn der Schnee schmilzt, fließt das Tauwasser zum größten Teil wieder in die Eisack zurück. Durch die Beschneiung sind die Almwiesen im Sommer grüner und es kann mehr Heu gemäht werden. Dank der neuen Beschneiungsanlage hat auch die Rodelbahn die besten Schneekonditionen.

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Neue Schneekatzen für den Rosskopf

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Wer als Skifahrer etwas auf sich hält, quält sich schon frühmorgens aus dem Bett, um als Erster auf der Piste zu sein. Dann ist der Schnee perfekt präpariert. Bis in die Nacht hinein sorgen dafür die mächtigen Pistenraupen von Prinoth aus Südtirol mit seinen Leitwölfen und Bisons. Prinoth, eine Tochterfirma von Leitner Ropeways, stellt Schneekatzen bzw. Pistenfahrzeuge her. Diese genialen Gefährte, diese extrem PS-starken Bergmonster erledigen jede Aufgabe, die am Berg erforderlich ist.

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Besonders interessant fanden wir den Prinoth Gourmet Truck. In diesem Pistenfahrzeug steckt eine komplette Mini-Küche drin. Perfekt, um für Events auf dem Berg eine Party zu organisieren. Die Weißwurst und das Bier waren köstlich.

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Ein Besuch bei Leitner Ropeways

Leitner Ropeways könnte an der Talstation der Rosskopfbahn auch gut kostenlos eine immerwährende Liftmaschinen-Markenwerbeschau veranstalten – für die vielen Millionen Europäer, die hier jährlich vorbeifahren. Tut es aber nicht. Schade, verschenktes Potential. Denn der Berg ist einer der größten Arbeitgeber in der Region.

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Dafür allerdings lud uns Leitner Ropeways zu einer Werksbesichtigung ein. Für uns, die wir sonst hauptsächlich über Destinationen, Hotels und Restaurants berichten, war das mal etwas anderes. Heavy Metal!

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Es war ein extrem spannender, interessanter und informativer Einblick in die Arbeit von Leitner Ropeways. Besonders beeindruckend sind außerdem die Projekte, die das Unternehmen weltweit verfolgt. Gondelbahnen sind für viele Städte auf der Welt eine attraktive Alternative für öffentlicheren Personennahverkehr (ÖPNV). Städte wie Medellin in Kolumbien profitieren bereits sehr stark von den bereits existierenden Gondelbahnen und planen weitere Linien, die die Stadtviertel miteinander verbinden. Und in Deutschland sind zumindest Berlin und München dabei zu überlegen, wo Gondelbahnen anstelle von Straßenbahnen oder U-Bahnen errichtet werden können.

Einen Einblick in die Zukunft der Gondelbahnen hat uns Sterzing, der Rosskopf und Leitner Ropeways gegeben. Herzlichen Dank dafür!


Service:

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Cheers!

Hull, England: Change is happening!

Change is Happening – Das neue Motto von Hull

Die Einwohner von Hull sind sehr stolz auf ihre Stadt, finden es aber absolut verständlich, dass auf dem Kontinent nur wenige Leute von ihrer Stadt gehört haben, eher schon von den Nachbarstädten Liverpool, Manchester und Leeds. Schließlich hat Hull gerade mal eine Viertel Million Bewohner und setzt (wenn überhaupt) nur Assoziationen als Endpunkt der Route einer Fähre von und nach Rotterdam frei. Dass viele in Großbritannien die Stadt mit dem naheliegenden Homoioteleuton „Hull is dull“ kennzeichnen, wollen wir mal beiseite lassen. (Irgendwie fällt einem dabei Bielefeld ein, mit dem es das Schicksal auch nicht besonders gut gemeint hat ..)

Jedenfalls sollte sich seit 2018 einiges ändern für Kingston-on-Hull, wie der offizielle Name für das 1299 gegründete Städtchen in Nordengland lautet. Der Hintergrund sind besonders die enormen Bemühungen anderer britischer Städte, sich neue und eindrucksvolle kulturelle Images zu schaffen. Liverpool wurde nach wirklich enormen Anstrengungen bereits 2008 die Auszeichnung zur Europäischen Kulturhauptstadt verliehen und Leeds strengt sich derzeit mächtig an, in die Auswahl für das Jahr 2023 zu kommen. Wobei das Entscheidende immer die Nachhaltigkeit ist – alle Projekte sollen auch nach einer europäischen Anerkennung fort- und weitergeführt werden und die jeweilige Stadt einschließlich ihrer Umgebung, ihres Hinterlandes kulturpolitisch nachhaltig weiter entwickeln.

Touristisch interessant, dass man in Nordengland eine Art kulturelle Themenstraße propagiert. Das macht Sinn, weil der moderne Tourist immer ganz viel auf einmal will. Daher verbindet sich Hull zusammen mit Leeds, Manchester und Liverpool zu den Cities of Northengland,.

Um das zu realisieren, ist man dabei, dafür ein neues Verbindungssystem mit der Eisenbahn, deren Image in Britannien eigentlich ein ziemlich bejammernswertes ist. Das seit einiger Zeit agierende private Unternehmen Transpennine Express verbindet alle großen Städte in Nordengland mit neuen, modernen und komfortablen Zügen zu überraschend zuverlässigen Ankunfts- und Abfahrtszeiten (– für die nächsten Jahre soll eine halbe Milliarde £ in die Erneuerung der Züge gesteckt werden). Gerade für die erkundungswilligen Touristen vom Festland, die das Risiko des Linksverkehrs mit gemieteten Wagen lieber nicht eingehen wollen, ist das eine interessante Alternative.

Die Marina von Hull

Genug der Vorrede. Hull also ist aktuell eine Stadt, deren Image, sagen wir, verbesserungs- oder ausbaufähig ist. Lange Zeit eine Walfang- und Kabeljaufischerstadt, sind jetzt die Boote und verarbeitenden Fabriken so gut wie verschwunden, sind die Docks leer und schon seit längerem ziemlich leerstehend.

Die Lösung ist: Kultur. Und zwar geballt und eindrücklich. Und Aufsehen erregend. Hull ist zum Beispiel, was sich irgendwie in Deutschland gar nicht herumgesprochen hat, in diesem Jahr „UK’s city of culture“. Diese Auszeichnung wird alle vier Jahre vergeben und bedeutet einiges an staatlichen Zuwendungen und die Vergabe von mindestens nationalen Contests und Preisveranstaltungen. Das Ziel der vom Department for Culture, Media and Sport organisierten Initiative ist, wie wir Wikipedia entnehmen können, „to build on the success of Liverpool’s year as European Capital of Culture 2008 which had significant social and economic benefits for the area.“ Der Vorgänger war 2013 übrigens Londonderry. 2017 konnte sich Hull gegenüber Dundee, Swansee Bay und Leicester durchsetzen.

Konkret heißt das, dass an wirklich 365 Tagen in Hull etwas Kulturelles stattfindet. Das ist für ein relativ kleines Städtchen wie Hull natürlich ein enormer Gewinn, aber auch eine gewaltige Anstrengung. Schliesslich bedeutet es zum einen das Aktualisieren der schon bestehenden kulturellen Einrichtungen, sprich Museen, mit spektakulären neuen Schwerpunkten. So wurde das traditionelle Ferens-Museum, auf das die Huller traditionell sowieso mächtig stolz sind, mit über 5 Mio. £ Kosten renoviert – und man organisierte neue Ausstellungen mit einigen durchaus spektakulären Leihgaben. Kirsten Simster, die Kuratorin, freute sich besonders über ein gerade geliehenes Gemälde von Rembrandt, das den Schiffsbauer Jan Rijcksen und seine Frau von 1633 zeigt. Der flämische Meister soll womöglich selbst einmal in Nordengland gewesen sein. Der Sache wird noch nachgegangen…

Der Philanthrop Thomas Ferens, Gemälde von Frank Dicksee
Kuratorin Katrin Simster im Saal der niederländischen Meister

Eigentlich ist die Ferens-Gallery, benannt nach dem Gründer und Mäzen Thomas Ferens, und eröffnet vor genau 90 Jahren, eines der überschaubaren, hübschen Museen, in die man Schulklassen hineinschicken kann, ohne zu riskieren, dass die Kids schon nach ein paar Minuten müde oder übellaunig werden oder beides. Außerdem können sich die Kinder kreativ in einer eigenen Children’s Gallery beschäftigen. (Und bei dieser Gelegenheit sollte auch erwähnt werden, dass hierzulande der Eintritt in die meisten öffentlichen Museen total kostenlos ist. Hoffentlich bleibt das auch nach dem Brexit so ..)

Schulklassen-Besuch im Ferens
Sehr beliebt bei den Kids: Die eindrucksvolle Skulptur von Michael Scrimshaw, The Bigger Man, in der Lobby des Ferens Museums

Man kann hier nicht alles aufzählen, was im Ferens zu sehen gibt, aber zum Beispiel diese Sachen hier: Frans HalsPorträt einer Frau (ca. 1660), Canalettos Canal Grande dal palazzo Balbi fino al ponte di Rialto, im Saal Viktorianisches England das Gemälde von Herbert James Draper, Ulysses and the Sirens (1909) und im Saal Mittelalter als große Attraktion das Gemälde des Sienesers Pietro Lorenzetti Christus mit Paulus und Petrus (ca. 1320).

Wer es moderner mag, schaut sich sicher die fünf Gemälde der Screaming Popes-Reihe von Francis Bacon aus den 1950er Jahren an, diese verfremdenden Erinnerungen an das Gemälde Papst Innozenz X. von Velasquez. Und sehr aktuell ist Mark Wallingers sechsteilige irritierende Fotoserie Passport Control (1988).

The Blade auf dem Queen Victoria Square
Das propellerähnliche Rotorblatt vom Blade

Über Kunst soll man stolpern, das könnte das leitende Prinzip für das Aufstellen des Blade gewesen sein, ein 75 Meter langes und 28 Tonnen schweres Windturbinen-Rotorblatt, konzipiert vom Multimedia-Künstler Nayan Kulkarni und fabriziert in der Siemens-Fabrik in Hull, das man unübersehbar auf dem bzw. längs über dem Queen Victoria Square aufstellte. Um einen Eindruck von der massiven, bewusst stören wollenden Kunst zu gewinnen: die typischen Doppeldeckerbusse passen gerade noch unter dem Blade durch, das quer über den Platz verläuft. Es soll übrigens ein Symbol für den ökonomischen Wiederaufstieg der Stadt sein.

Hull besitzt ein Museums Quarter, das aus vier verschiedenen Museen und einem kleinen Park besteht. Eine Attraktion, die man unbedingt besuchen sollte, ist das Streetlife Museum of Transportation: ein vergnüglicher Querschnitt durch die Geschichte der Bewegung und Fortbewegung. Das Besondere: Es werden nicht einfach – wie etwa in vielen Automuseen – teure oder alte Stücke nebeneinander steril aufgestellt, sondern sie sind in ihren geschichtlichen Kontext eingebunden. Dadurch wird die jeweilige Zeit richtig be-greifbar, wie etwa in der historischen Tram von 1940, mit der man sogar eine Station im Museum fahren kann. Auch historisches Spielzeug und Comics finden sich hier – in diesem wirklich netten Museum.

Eingang zum Streetlife-Museum
Streetlife-Museum
Im Streetlife-Museum, Oldtimer und eine britische Cartoonfigur

Die zweite Must-do-Attraktion, gleich daneben, ist das Wilberforce-House Museum, gewidmet der großen historischen Figur William Wilberforce (1759-1833), ein großer Sohn der Stadt Hull. Als Parlamentsabgeordneter, der sich für die Abschaffung des transatlantischen Sklavenhandels einsetzte, spielte Wilburforce die zentrale Rolle – und erreichte vor 210 Jahren nach über 20 Jahren hartnäckigen Kampfes die Annahme des ersten Antisklavereigesetzes durch das britische Parlament:

„Mir erschien die Verderbtheit des Sklavenhandels so enorm, so furchtbar und nicht wiedergutzumachen, dass ich mich uneingeschränkt für die Abschaffung entschieden habe. Mögen die Konsequenzen sein, wie sie wollen, ich habe für mich beschlossen, dass ich keine Ruhe geben werde, bis ich die Abschaffung des Sklavenhandels durchgesetzt habe.“

Denkmal für den großen William Wilberforce

Sein Geburtshaus wurde in eine Gedenkstätte für die von ihm mit großer Energie angetriebene frühe Bewegung des Abolitionismus umgewandelt. 1906 eröffnet, gilt es als das erste englische Museum zur Geschichte der Sklaverei und Sklavenbefreiung

2006 wurde Wilberforces Leben und Kampf von Michael Apted in „Amazing Grace“ verfilmt – mit u.a. Ioan Gruffudd, Benedict Cumberbatch und Albert Finney in den Hauptrollen.

Die Silhouette vom Aquarium The Deep!

Wieder ganz was anderes ist: The Deep! Ein vierstöckiges, in den Untergrund gehendes Aquarium in einem futuristisch-maritimen Gebäude, das an die Silhouette eines gerade untergehenden Ozeanschiffes erinnert. In diesem architektonisch ungewöhnlichen Aquariumsbau, 2002 eröffnet, das als eines der spektakulärsten in Großbritannien gewertet wird, und von den Machern als the world’s only submarium bezeichnet, könnten sich Schulklassen ganze Tage aufhalten und sich zum Beispiel von Skeletten des Superriesen-Megalodons beeindrucken lassen, des ungeheuren Vorläufers der heutigen Haie. Am beliebtesten ist hier wie anderswo natürlich der Underwater Viewing Tunnel, wo sieben Arten von Haien, Rochen und hunderte anderer Arten Fische an den Wänden oder über den Köpfen der Besucher dahingleiten. Bei den kleineren Kindern ist der große Favorit die Pinguinwelt, die hier Kingdom of Ice heißt – und natürlich der riesige Shop, wo bisher noch jeder sein spezielles maritimes Schmusetier gefunden hat.

Der eindrucksvolle Ur-Haifisch Megalodon im Aquarium The Deep!

Noch einmal zurück zur (Post-)Moderne. Ihr Symbol ist die für Kulturereignisse aller Art reservierte Humber Street, direkt an der Marina. Hier hat sich einiges geändert, was man nicht zuletzt an den neuen bunten Grafitti sieht.

Fröhlich bemalte Graffiti-Wand in der Humber Street

Sehr beliebt ist auch in Hull die Kombination von Cafe-Snackbar und Kunstgallerie – die Humber Street Gallery, 64 Humber Street, wo es unten Imbiss und Café und natürlich Tee bei rastafarischer Musik gibt, und in allen fünf Stockwerken häufig wechselnde, dabei auch kontroverse und überraschende Beispiele moderner Kunst. (Unter anderem stellte man hier Werke des in Hull beheimateten Künstlerkollektivs COUM aus.)

Die Humber Street

2017 z.B. gab es eine Ausstellung von Skulpturen von Sarah Lucas, die irgendwie irgendetwas mit feministischer Kritik zu tun haben sollen; der naive Besucher findet Torsi weiblicher Körper, denen die Künstlerin seltsamerweise Filterzigaretten in Vagina und Anus gesteckt hat. Einerseits etwas gewöhnungsbedürftig, andererseits zeigt das aber auch den Mut zur modernen Kunst

Fertig ist dieses Musterbeispiel einer Gallerie mit Café aber noch nicht. Demnächst wird ein Dachcafé fertig, von dem aus die Besucher, jedenfalls die, die an den Küstenwind gewöhnt sind, weit über die Dächer von Hull und die Nordsee schauen können.

Sarah Lucas Torsi-Ausstellung „The Power in Woman“

Adressen und Infos:

Hotel Rosskopf Sterzing: Stop-over am Brennerpass

Gleich nach dem Brennerpass kommt der Reisende auf dem Weg von Österreich nach Italien an dem wunderschönen Ort Sterzing/Vipiteno vorbei. Das erste Südtiroler Städtchen grüßt nicht nur mit einer historischen und gut erhaltenen Altstadt, mit exzellenter Gastronomie und einigen Hotels. Sondern auch mit einem eigenen Skigebiet: Der Rosskopf. Wir haben in Sterzing im Hotel Rosskopf übernachtet, waren Gast bei der Einweihung des neuen Panorama-Skiliftes am Rosskopf selbst und haben die Fertigung von Leitner Ropeways besucht.

Nur wenige wissen, dass Sterzing auch der Sitz eines Weltmarktführers ist: Leitner Ropeways. Die Firma Leitner fertigt Sessellifte, Gondelbahnen, Schneekatzen und vieles mehr für Verkehrssysteme in den Bergen. Viele von uns kennen nur die Lifte und Gondeln in den Bergen. Doch schon einige südamerikanische Städte haben angefangen, Gondeln als schnelle und günstige Massentransportmittel für die Millionenstädte einzusetzen, bspw. Medellin in Kolumbien. Und in Deutschland überlegen bereits München und Berlin, wie man Gondeln einsetzen kann. Denn der Bau dieser Systeme ist allemal günstiger und schneller als ein U-Bahn-Bau. Weltweit gibt es eigentlich nur zwei nennenswerte Anbieter: Doppelmayr in Österreich und eben Leitner in Südtirol.

Südtirol glänzt mit einigen der schönsten Berge und damit auch Pisten der Alpen. Direkt vor der Tür von Leitner liegt der Rosskopf. Ein Berg, der eigentlich als Paradeparadies und Teststrecke von Leitner dienen könnte. Mit der neuen Telemix-Bahn, der neuen fünf-Kilometer-Talabfahrt, der Beschneiungsanlage und den neuen Pistenbullys wird das Skigebiet Rosskopf in Sterzing-Südtirol in ein neues und modernes Schneezeitalter katapultiert. Was jetzt noch dringend modernisiert werden sollte, ist die Gondelbahn von Sterzing hoch auf den Rosskopf. Denn die geht auch direkt über die Brennerautobahn und wäre somit eigentlich ein perfektes Aushängeschild für Leitner. Denn oben erwartet den Skifahrer ein zwar kleines, doch wunderschönes Skigebiet.

Sterzing ist geprägt von vielen Jahrhunderten Durchgangsverkehr durch die Alpen. Der Brennerpass in unmittelbarer Nähe, die Tiroler Tradition, die nahezu unzählbar vielen Völker und Stämme, die hier durchzogen, lebten und – leider – sich auch zeitweilig bekämpften, hinterliessen alle ihre Spuren. Reichverzierte Bürgerhäuser mit Erkern kennzeichnen den Charakter der Altstadt in Sterzing. In der Fußgängerzone kann man gut bummeln, in vielen kleinen Geschäften einkaufen und in Cafés und Restaurants hervorragend speisen.

Gleich in der Nähe der Aufstiegsanlagen des Rosskopf und zugleich unweit der Ortschaften Ratschings, dem Ridnauntal und dem Pfitschtal, bietet das 3-Sterne Superior Hotel Rosskopf gepflegte, gemütlich eingerichtete Zimmer und Suiten und wird somit zur idealen Unterkunft für einen Aktivurlaub mit Wellness im wundervollen Eisacktal.

Einen Einblick in mein Zimmer im 3-Sterne Superior Hotel Rosskopf Sterzing gibt Euch mein kleines Video:

Benannt nach dem sonnigen Bergmassiv hoch über der Stadt, lädt das familiäre Hotel in Sterzing zu einem abwechslungsreichen Aufenthalt in Südtirol ein. Traditionelle Gastlichkeit, die kreative Küche im hoteleigenen Restaurant und der herzliche Charme sind die besonderen Stärken des reizvollen Hotels mit seinen 40 Zimmern, welches mit einem Relaxbereich und einem idyllischen Garten einen Ruhepunkt in der Hektik des Alltagslebens bildet.

Morgens der Blick aus dem Bett.

Hotel Rosskopf: 4 Sterne Wellness und Restaurant

Fotos in Wellnessbereichen sind immer ein Problem: Wenn Gäste drin sind, ist es heiss und dampfig.

Die Saunaanlage und vor allem die Küche haben eigentlich 4-Sterne-Niveau. Für die gute Küche spricht, dass mittags Einheimische sowie Arbeiter und Angestellte der Firma Leitner, die Seilbahnen bauen, zum Essen kommen. Die Sauna ist sehr modern, hier kann man herrlich entspannen. Es gibt eine Bio- und eine finnische Sauna, ein Dampfbad, eine Rotlichtkabine, einen Whirlpool und einen großen Ruheraum.

Nach einem erfolgreichen Skitag und dem Saunabesuch, um die Muskeln zu relaxen, ist man bereit für das Abendessen. Das Menü am Abend startet für uns mit einem Knödel Tris. Als Vorspeise ist das Tris der Renner, es besteht aus einem Spinatknödel, einer Kasnocke und den für Südtirol so typischen Schlutzkrapfen.

Tagliata di Manzo, Ruccola, Gemüse, Bratkartoffeln

Der Hauptgang ist Tagliata di Manzo auf Ruccola mit Gemüse und Bratkartoffeln, dazu passt der Merlot Black von der Winzergenossenschaft Bozen von 2015 hervorragend.

Apfelstrudel mit Vanillesauce

Und der perfekte Abschluss wird gebildet von einem Apfelstrudel mit Vanillesauce, dazu ein wunderschöner italienischer Espresso.

Hotel Rosskopf: Das Stop-over-Hotel

Das Drei-Sterne-Superior Hotel Rosskopf in Sterzing bietet sich auch perfekt als Zwischenstation an für Reisende auf dem Wege von Nord nach Süd oder umgekehrt. Das Hotel ist in Sichtweite der Brennerautobahn – und eigentlich auch in Hörweite, doch die Fenster sind glücklicherweise sehr schalldicht. Während unseres Aufenthaltes war eine größere Gesellschaft anwesend, die täglich bis nach Antholz zum Biathlon-Weltcup gefahren ist. Ja, kann man machen, aber dann muss man täglich schon sehr früh in Richtung Antholz aufbrechen, da man sonst im Stau steht.

Service:

5 Jahre Parc du Petit Prince: Finde die Seele Deiner Kindheit

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Freizeitparks gibt es wie Sand am Meer, aber dieser ist wirklich etwas Besonderes. Denn: Im Elsass schlug vor über 500 Jahren ein Meteorit ein, der in Fachkreisen als Météorit Ensisheim bekannt wurde. Historisch hat das große Bedeutung, denn dies war das erste Mal in der Geschichte des Abendlandes, dass ein Objekt, das vom Himmel fiel, beschrieben und analysiert wurde. Frühere Einschläge wird es sicher in Europa gegeben haben, nur sind sie seinerzeit nicht dokumentiert worden. Man kann ihn im Rathaus von Ensisheim sehen. Unweit davon hat man vor fünf Jahren einen Freizeitpark der etwas anderen Art aufgebaut, den Parc du Petit Prince.

Eigentlich gab es davor schon einmal einen Park, das anspruchsvolle Le Bioscope, das der neue Eigentümer Grévin & Cie (heute Teil der Compagnie des Alpes) am 1. Juni 2006 für berichtete 61 Mio Euro gebaut hatte. Dies war der erste Umwelt- und Gesundheitspark Frankreichs auf 12,5 Hektar. Wie in so vielen Gegenden, wollte man hier etwas ökologisch hoch Relevantes schaffen, etwas sehr Lehrreiches. Leider aber war der von den Architekten Frederic Jung und Ursula Kunz schön gestaltete Park kein Erfolg. Wahrscheinlich hatte man die allgemeine Akzeptanz für ökologische Themen überschätzt, vielleicht war der Park auch überfrachtet mit Lehren und Lernen, vielleicht war die Mischung der Themen nicht geglückt (Umweltverschmutzung, extreme Klimaverhältnisse, Ökosystem, aber auch Pflegen und Heilen), vielleicht hatte man die Zugkraft über die Landesgrenze hinaus überschätzt. Ziemlich sicher waren es jedoch die fehlenden typischen Erlebnisse, die man nun mal sucht, wenn man in einen Themenpark geht. 2012 stellte Grévin et Cie. daher den Betrieb ein. Seitdem versuchte man, für die Anlage eine andere und möglichst sinnvolle Verwendung zu finden. Ein Glücksfall war die schließliche Übernahme des Parks durch die erfolgreiche französische Ballonfirma Aerophile SAS – die 11 Mio. Euro in den Park investierte.

Für die thematische Neuausrichtung entschied man sich für das Leben und Werk des Fliegerdichters Antoine de Saint-Exupéry (eigentlich: Antoine Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte de Saint-Exupéry). Mehr als nur eine nationale Berühmtheit, schließlich sind seine Bücher weltweit bekannt geworden. Vor allem natürlich die Geschichte vom Kleinen Prinzen, die in viele Sprachen übersetzt worden ist und zur Standardlektüre an Schulen, aber auch an Universitäten zählt, nicht zuletzt wegen ihrer philosophischen Botschaften. (Einige Bemerkungen sind längst in die Allgemeinbildung eingegangen, wie das unendlich oft zitierte “Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!”)

Dieses 1943 erschienene Buch machte den Verfasser mit einem Schlag berühmt; dazu trug auch sein tragischer, geheimnisumwitterter Tod bei: Saint-Exupéry stand im Dienste der französischen Luftwaffe und war über viele Meere und in viele Kontinente geflogen, bei einem Routineflug stürzte er 1944 bei der Île de Riou nahe Marseille ab.

Die Ausstellung St.-Exupéry, Leben und Werk  – © Michel Caumes

Dichter, Abenteuer, Flieger, Philosoph – der Stoff, aus dem Helden gemacht werden. Und eine Geschichte, aus der man einen interessanten Themenpark machen kann. Am 1. Juli 2014 also öffnete der Ungersheimer Park mit einer völlig neuen Thematik – alles dreht sich hier um Saint-Exupérys Kleinen Prinz mit einer deutlichen ZielgruppenausrichtungFamilien mit Kindern zwischen 3 und 12 JahrenAlleinbesucher haben wenig von einem Besuch, in der Familie macht es am meisten Spaß, ein paar Stunden in diesem ungewöhnlichen Themenpark zu erleben. 

Dieser Park wendet sich an alle Menschen, die ein Faible für den Literaten Saint-Exupéry haben, dessen Lebensgeschichte hier unterhaltsam ausgebreitet wird. Oder die einfach die Prinzengeschichte mögen, und das dürften eine ziemliche Menge sein, denn von der gedruckten Version des Petit Prince sollen sich auch heute noch auf der ganzen Welt an die zwei Millionen Stück verkaufen. (Eine Auswahl der übersetzten Fassungen kann man natürlich im Park ausgestellt sehen.) Geschätzte 140 Millionen Exemplare sollen verkauft worden sein, die in beeindruckenden 270 Übersetzungen – Sprachen und viele Dialekte – erschienen sind. 

Eine Auswahl der Übersetzungen vom Kleinen Prinz – © Michel Caumes

Und gerade in den letzten Jahren gab es wieder neue Fernsehserien (2011 eine 78-teilige Animationsserie) und Filme (2015, The Little Prince), was die ungebrochene Aktualität des philosophischen Kinderromans belegt. Dem kommt auch zugute, dass die Autorenrechte 70 Jahre nach dem Tod des Verfassers nun frei sind und das Werk beliebig nachgedruckt werden kann.

Der neuartige Park, der von den Betreibern auch gerne als erster ‚parc aérien au monde’, also als Luftpark weltweit bezeichnet wird – was etwas missverständlich ist, schliesslich handelt es sich um das Thema Fliegen –, und Berichten nach rd. 50 Millionen Euro gekostet hatte, wurde 2014 von den Medien sehr wohlwollend aufgenommen. Dafür sorgte die besondere Mischung von Tieren, Kinos, Labyrinthen, Ballons u.v.a.m. auf 24 Hektar. 

Ikonische Figur am Eingang des Parks: Der kleine Prinz auf seinem Meteorit B612 © Michel Caumes
© Michel Caumes

Zu den ersten Attraktionen gehörten vor allem Dinge für Kinder ( – mit mehr oder weniger deutlichen Bezug zur Prinzen-geschichte): Klassische Kinderrides, wie das Aérousel (Karoussel mit kleinen Flugzeugen und Ballons),  Jahrmarkt-Attraktionen, wie ein Kettenkarussel oder Wellenflieger (Les chaises volantes), oder der kleine Bummelzug Le petit train. Spielplätze und –geräte, wie z.B. La grande balançoire (Die grosse Schaukel), die Kinder Zipline La tyrolienne, eine Schaf-Federwippe. Nicht zu vergessen ein schöner Spieleturm mit Hängebrücke – die Citadelle; und ein Indoor-Trampolin-Park, ein Labyrinthe de fontaine (Das Labyrinth des Brunnens), L’avion, ein begehbares altes Doppeldeckerflugzeug, und Wasserspielplätze und vieles mehr.

Der Wellenflieger
Spielplatz Citadelle
Eine echte Antiquität: Avion, die alte Antonov-2
Innen im Avion – © Michel Caumes
Kreatives Malen

Kinder können baden, hüpfen und tanzen, oder auch malen – wie z.B. bei Dessine-moi un mouton (Zeichne mir ein Schaf).

Es gibt audiovisuelle Highlights, wie 3-D, 4-D-Filme und interaktive Attraktionen wie Le Planète Sous-Marine-4D (Der Unterwasserplanet) und der Courier Sud (Südkurier), und stroboskopische Effekte im Vol de Nuit (Nachtflug).

Schwindelerregend.. der Nachtflug – © Michel Caumes

Und selbstverständlich kann man im Grand Cinéma die dreidimensionalen Abenteuer des kleinen Prinzen verfolgen.

Warteschlange beim Prinzenkino
Innen im grossen Kino (Le Grand Cinéma)

Aber die Höhepunkte waren und sind die Produkte von Aerophile. Zwei grosse beeindruckende feststehende Fesselballons, sie gelten als besonders robust und technisch ausgereift und so sicher und schwankungsarm, dass auch kleine und ängstliche Kinder ohne Probleme mitfahren können: Le Ballon du Roi (Der Ballon des Königs) und Le Ballon d’Allumeur de Réverbère (Der Ballon des Lichtanzünders). Die Aussicht ist aus 135 bzw. sogar 150 Metern definitiv prächtig. Falls das Wetter günstig ist, das heißt, der Wind nicht zu stark ist, steigt man so langsam nach oben, dass auch die Kleineren keine Angst zu haben brauchen. Und wenn der Wind zu stark ist, muss man sich eben gedulden. Dann geht Sicherheit vor Fun. 

Die Ballons
© Michel Caumes

Und das gibt es noch: ein luftiges Restaurant (für das es sich empfiehlt, besser nicht unter Höhenangst zu leiden) gibt es – die L’Aérobar du Buveur (Luftbar des Trinkers): man sitzt an einer großen runden Tafel, baumelt mit den Füßen in der Luft, während man von einer Plattform langsam in 35 m Höhe befördert wird. Allgemein loben die Besucher die hervorragende Aussicht von oben, auf die Berge der Vogesen, den Schwarzwald, die Städte Mülhausen und Colmar, während man einen Aperitif oder ein Glas Sekt geniesst. Dieses fliegende Foodtainment kommt gut an.

Die Aerobar – © Michel Caumes
Die Aerobar, Instruktionen vor dem Aufstieg – © Michel Caumes

Fünf Jahre später können die Betreiber durchaus zufrieden sein: Im ersten halben Jahr kamen 90.000 Gäste, 2015 waren es 120.000, 2016 150.000, 2017 200.000, also 35% Steigerung (– übrigens konnte man am 31.10.2017 mit 5.877 Gästen einen Tagesrekord verzeichnen). 2018 gab es auch wieder 200.000 Besucher (genau: 197.834). Fast jedes Jahr also ein neuer Rekord, das macht optimistisch für die Zukunft. 

Alle Erfahrungen international zeigen, dass die Gäste etwas Neues erwarten, wenn sie motiviert werden sollen, einen Park ein zweites Mal zu besuchen. Es braucht nunmal jedes Jahr neue Attraktionen. Das schaffte man auch im kleinen Prinzenpark, obwohl das Budget nicht besonders groß ist. Das ‚Erlebnispotenzial’, wenn man so sagen will, also wurde Jahr für Jahr vergrößert: 

Seit 2017 können sich die Besucher über die erste Achterbahn freuen, den gelben Family Coaster Le Serpent (die Schlange, die ja ein klassisches Motiv aus der Buchvorlage thematisiert). Er erreicht max. 39 km/h, fährt auf einer Länge von 222 m und einer Höhe von max. 9 m. Kinder müssen 100 cm groß sein, um mitfahren zu dürfen. Die Kapazität soll 400 Personen/ Stunde betragen.

Eingang zur neuen Attraktion Die Schlange
Spaß und Geschwindigkeit mit der Schlange
In und mit der Schlange

Zum anderen gibt es seit dem 25. Mai auch die erste Wildwasserbahn im Park: Atlantique Sud (Südatlantik). 

Das Interessante an diesem Flume Ride ist die Thematisierung. Sie bezieht sich nämlich auf einen guten Freund Exupérys, den wagemutigen Flieger Jean Mermoz (1901-1936), der für den französischen Luftpostdienst Aéropostale arbeitete und als erster die Verbindung Casablanca–Dakar flog. Er war auch der erste, der über den südlichen Atlantik Post von Toulouse nach Buenos Aires brachte. Wie den Schöpfer der Kleinen Prinzen ereilte auch Mermoz das Schicksal des plötzlichen Absturz im Nirgendwo des Ozeans. Und wie jener sind heute in Frankreich Schulen und Straßen nach ihm benannt. 

Abfahrt und Schussfahrt der Wildwasserbahn Atlantique Sud
Die Streckenführung des Wildwasserrides; zum Schluss fährt man gemütlich um die Antonov-2 herum

In dieser Attraktion stimmt schon der ganz nach der ehemaligen französischen Luftpostgesellschaft thematisierte Wartebereich mit dem Einstieg in die Boote, die aber hier anstelle der üblichen Baumstämme einem Flugzeugrumpf nachempfunden sind. Maximal fünf Personen pro Boot können in einem Kanal bis auf etwa zehn Meter Höhe fahren, den Ausblick auf den Park für ein, zwei Minuten genießen, bevor es mit der Schussfahrt ins kühle Nass geht; anschließend treibt man gemächlich über das Wasser des Kanals, und hat einen Blick auf einen ausrangierten Antonov-2 Doppeldecker der späten 1930er Jahre. Der Flume Ride hat eine Länge von 230 m und eine Höhe von 10 m; 8 Flugzeug-Baumstämme bieten 5 Menschen Platz; die Kapazität beträgt 650 Personen pro Stunde; mitfahren kann jeder über 95 cm Grösse.

Seit 2018 begeistert das Weltraum-Abenteuer Dans les yeux de Thomas Pesquet (Mit den Augen von Thomas Pesquet): Viele Kinder, die das Buch vom Prinzen gelesen haben, fragen danach, wie das nun wirklich so ist mit einer Reise durch den Weltraum. Da trifft es sich gut, dass ein französischer Raumfahrer oben gewesen ist, übrigens der jüngste Astronaut bisher. Ein beeindruckender Film im IMAX-Laser-4K-Format im Grand Cinéma zeigt die außergewöhnliche Mission des Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation. Die Zuschauer entdecken so die Erde aus einer Höhe von 400.000 Meter.

Der Kleine Prinz mit dem Astronauten im Weltraum

Auch im Prinzenpark hat man den Trend zu Virtual-Reality-Erlebnissen aufgegriffen. Das VR-Abenteuer Der virtuelle Flug schickt Klein und Groß auf einen abenteuerlichen Ballonflug mit dem Kleinen Prinzen. Der etwa fünfminütige VR-Film (kostet nichts extra) zeigt den Schwarzwald, das Elsass sowie die deutsch-schweizerische Grenzregion aus der Vogelperspektive. Die Zuschauer bekommen dank der 360 Grad-Aufnahmen den Eindruck, tatsächlich wie in einem Ballonkorb durch die Lüfte zu schweben.

In der Animations-Neuheit Le Petit Prince VR reisen die Zuschauer an der Seite des Kleinen Prinzen und des Fuchses von einem Planeten zum Nächsten. Diese Filme werden dann angeboten, wenn die Ballons wegen schlechter Wetterbedingungen nicht fliegen können.

Service:


Fotos: Park / Operaprince / © Michel Caumes / Dr. Jürgen Kagelmann / Götz A. Primke

KitzSkiXpress: Der tägliche Linienbus direkt an die Skipiste von Kitzbühel

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Erst Busfahren, dann skifahren. Skifahrer sind Frühaufsteher. Münchner Skifahrer kennen das. Wer früh um 9 Uhr auf der Piste sein will, der muss früh raus. Ein paar Minuten zu spät, und man steht im Stau, auf dem Mittleren Ring, auf der Autobahn. Geldhauser Busreisen hat mit dem KitzSkiXpress einen echten Game Changer entwickelt. Früh in den Bus, bis zur Piste ausruhen, Spaß auf der Piste – und dann wieder mit dem Bus nach München zurück. Entspannter geht es nun wirklich nicht mehr.

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Bereits seit 8 Jahren bietet der Münchner Busreisespezialist mit dem KitzSkiXpress einen Linienbus an, der vom Münchner ZOB an der Hackerbrücke direkt zur Piste in Kitzbühel fährt. Täglich um 6:45 Uhr verlässt der schwarze moderne Reisebus den ZOB.

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Die Fahrt im First Class Fernreisebus wird versüsst durch belegte Brötchen , Butterbrezn, eine Boulevardzeitung und Kaffee: Bei unserer Pressefahrt verwöhnt Franz Gerstmair, Geschäftsführer von Geldhauser Busreisen, höchstpersönlich die eingeladenen Münchner Journalisten. 

An zwei Haltestellen werden weitere Reisende unterwegs eingesammelt. Die Busstopps in Holzkirchen und Rosenheim sind etwas improvisiert, was an den Wünschen und Verboten der Polizei liegt. Doch Franz Gerstmayr beruhigt: „Keine Sorge. Wir finden Euch schon.“ 

Geldhauser Busreisen setzt auf der Strecke München – Kitzbühel täglich zwei Reisebusse mit je 44 Sitzplätzen an. Genauer gesagt ein normaler und ein Doppelstockbus. Und ja, dieser Service fährt wirklich an 7 Tagen in der Woche. Das Tagesticket kostet von Montag – Freitag 59,00 Euro und am Samstag und Sonntag 62,00 Euro. Außerdem kooperiert Geldhauser Busreisen mit dem Intersport Kitzsport Skiverleih in Kitzbühel, so dass Freizeitsportler, die keine aktuellen Skier haben und gern aktuelle Ski-Modelle ausprobieren wollen, die auch bestens gepflegt sind, zu einem ermässigten Preis ausgeliehen werden. 20 Prozent Ermäßigung gibt es auf alle Ski- und Snowboardmodelle.

Wer länger bleiben möchte, kann auch das über Geldhauser Busreisen und den KitzSkiXpress regeln. Mit aktuell sieben Hotels in Kitzbühel und Kirchdorf gibt es Kooperationen, so dass für jedes Preisniveau Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Wer das Besondere sucht, der kann beispielsweise auch zwischen Nachtrodeln am Gaissberg oder der KitzSki Hüttenromantik im Rasmushof auswählen.

Bei unserer eintägigen Pressetour erhalten wir einen kleinen Einblick in das Hüttenwochenende. Das Mittagessen auf der Ochsalm lässt nichts zu wünschen übrig.

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Vorspeise: Brotzeitbrettl-Platte auf der Ochsalm
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Rindertatar
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Hauptgang: Schwein und Rind
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Beilagen: Spätzle, Bratkartoffeln, Saucen

Leider gibt es von unserer Tour im Januar 2019 keine Bilder vom Skifahren. Wir waren froh, dass wir in dem Nebel und Schneefall noch unseren nächsten Kollegen sehen konnten. Der Schnee war auch nicht besonders einfach zu fahren. Bei einigen von uns, die wir eher nebenbei skifahren, ging es bis an die physische Belastungsgrenze. Doch letztlich hat es allen Spaß gemacht, es war insgesamt ein schöner Skitag.

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Nach diesem zwar durchaus anstrengenden, aber schön-anstrengenden Tag auf der Piste, gaben wir die Skier wieder im Verleih ab bzw. brachten sie im Bus unter. Und dann ging es zur Hüttenromantik in den Rasmushof. Dieses wunderbare Haus ist eine Legende unter den Kitzbühler Hotels.

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Der Rasmushof liegt am Fuße der Streif, direkt im Zielbereich des legendären Hahnenkammrennens. Diverse Promis übernachten gern in dem Hotel. Und die Eigentümerin Signe Reisch ist eine perfekte, sympathische Gastgeberin. Das Gourmetessen mit Weinbegleitung im Rasmushof ist ein absolut empfehlenswerter Programmpunkt.

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Allein dieser wunderbare Kaiserschmarren war ein Gedicht. Und die Weine, die der Rasmushof zum Gourmetdinner kredenzt, sind alles wunderbare Tropfen.

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Das Skigebiet von Kitzbühel bietet 230 Abfahrtskilometer, davon 185 Pistenkilometer mit 57 Bahnen und Liften und 60 Skihütten. Für alle Könnerniveaus gibt es genügend abwechslungsreiche Pisten. Für die ganz wagemutigen Freaks gibt es natürlich die weltberühmte Streif. Ich hingegen bin schon mit der Familienstreif sehr zufrieden. Naturpuristen haben ein weitläufiges Freeride-Areal zur Verfügung. Ausserdem gibt es zwei Snowparks. Und falls es mal nicht so schneereich sein sollte, sorgen 1.116 Schneeerzeuger für ausreichend weisses Gold. Und auch Langläufer werden auf dem ausgedehnten Loipennetz fündig. Schliesslich bringen einige Winterwanderwege am Berg und im Tal etwas Abwechslung in den Aufenthalt.

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Der KitzSkiXpress von Geldhauser Busreisen lässt das Skigebiet von Kitzbühel deutlich näher an München heranrücken. Der tägliche Linienbus zur Wintersaison ist ein absoluter Game Changer. Denn warum sollte man noch mit dem Auto diese Strecke fahren wollen, wenn man sich eh ständig über den Stau ärgern muss?

Es gibt viele Gründe nach Kitzbühel zu reisen: Die urigen Skihütten, das typische Après-Ski, eine überdurchschnittlich hohe Dichte an Haubenlokalen und Designerboutiquen sowie die prominenten Gäste machen sein typisches Flair aus., Der KitzSkiXpress ist eine schnelle, umweltfreundliche und günstige Verbindung in die Gamsstadt.

Service:

Kuala Lumpur: Food Festival KL Big Kitchen präsentiert die Küche Malaysias

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Der Moment, wenn alles zu spät ist… Kennt Ihr das? Da entwickelst Du ein Projekt, weisst genau, wann Du was machen sollst – und dann kommt irgendetwas dazwischen, dass Dir die ganzen Pläne verhaut und Du irgendwann denkst: jetzt ist es eh alles zu spät und total egal. Bei mir passiert das hin und wieder. Beispielsweise wenn ich mir ganz genau vornehme, wann ich einen Artikel bringen möchte – und wegen irgendwelcher externer Faktoren dieser Zeitpunkt erst verschoben und dann total zerschlagen wird. Das KL Big Kitchen Festival in Kuala Lumpur, Malaysia, ist so ein Fall für mich. Und jetzt setze ich den Zeitpunkt selbst: JETZT, zum Jahreswechsel 2020. Warum? Weil ich Euch Appetit auf dieses faszinierende Land und seine pulsierende Hauptstadt machen möchte. Und weil Tourism Malaysia die internationale Kampagne Visit Truly Asia Malaysia 2020 lanciert hat.

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Vor wenigen Jahren war ich zu einem Event auf der ITB Berlin eingeladen: Visit Malaysia und Visit Kuala Lumpur veranstalteten einen Kochevent mit dem in Malaysia sehr beliebten Koch Norman Musa. Norman und ich verstanden uns auf Anhieb richtig gut. Ich habe bei dem Event fleissig mitgekocht. Und ganz am Ende zog mich eine ältere Dame aus Malaysia zur Seite, gab mir ihre Karte und lud mich exklusiv ein zum KL Big Kitchen Festival (Facebook / Twitter / Instagram) in Malaysia. 

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So kam es, dass ich zu einem der wohl bisher schönsten Food Festivals eingeladen war, auf dem ich bisher war.

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Ich flog mit Malaysia Airlines in der Business Class,

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vier Tage war ich in Kuala Lumpur, nächtigte im Hotel Majestic, und lernte die interessantesten und faszinierendsten Koch-Persönlichkeiten von Malaysia persönlich kennen.

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Die Königin von Malaysia

Die Königin von Malaysia eröffnete das KL Big Kitchen Festival, dessen Zelte auf dem grossen Platz im Herzen von Kuala Lumpur aufgebaut waren, gleich neben dem wohl größten Fahnenmast der Welt.

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Chinatown

Ich genoss eine Führung durch die Altstadt von KL, durch Chinatown,

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MUD

schaute das Musical MUD,

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Helen Oon, Norman Musa, Götz A. Primke, Erin Goodall

lernte einige internationale Food Blogger kennen, wie etwa Erin Goodall aus England, Fellexandro Ruby aus Jakarta und Thanis Lim aus Brunei sowie die Kochbuch-Autorin Helen Oon. Und ich genoss einige der glücklichsten Stunden meines Lebens in dieser Stadt. 

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Feierliche Eröffnung des KL Big Kitchen Food Festivals durch Ihre Majestät, die Königin von Malaysia – die Spitzenköche stehen stramm

Außerdem hatte ich die Gelegenheit die Sterneköche Christian Mittermeier, Cyril Rouquet-Prévost und Andrew Nutter nicht nur kennen zu lernen, sondern konnte mit allen ausführliche, interessante und bereichernde Gespräche führen. Und natürlich brillierten die malaysischen Chefköche hier auf ihrer Show der kulinarischen Superlative Malaysias. Neben dem bereits erwähnten Norman Musa vor allem die bezaubernde, intelligente und äußerst humorvolle Isadora Chai sowie ihre Kollegin Anis Nabilah. Und schliesslich waren da noch Claire Ptak und Will Meyrick, der sieben Restaurants zwischen Bali, Hong Kong und Kuala Lumpur hat. Und warum kennt hier in Deutschland keiner Jochen Kern, einen sehr erfolgreichen deutschen Koch in Malaysia?

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Mein Plan war: Ich schreibe ein paar Artikel über KL danach – doch den Hauptartikel über das KL Big Kitchen Festival bringe ich wenige Monate vor dem nächsten KL Big Kitchen Festival, also ein knappes Jahr danach. Das Jahr verging – und das KL Big Kitchen Festival wurde verschoben und abgesagt. Das nächste Jahr kam – und vom KL Big Kitchen Festival ist keine Rede mehr. Die Homepage ist verkauft, das ganze Projekt eingestampft. Jetzt ist es eh alles zu spät und eigentlich egal. 

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Warum kam es so? Weil die Menschen in Malaysia auf der einen Seite zwar sehr herzlich und lieb und toll sind – ihre Politiker aber korrupt sind. Jedenfalls ein Teil. Jedenfalls der kleine Teil, der lange Jahre Malaysia regierte. Jedenfalls der eine Ministerpräsident, der den Staatsfond 1MDB so ruinierte, dass er damit das Land ausblutete und somit kein Geld mehr für solche Festivals war. 

Norman Musa, der beim ersten Festival noch die führende Hand hatte, wurde Gerüchten zufolge ausgespielt, eine Kollegin sollte das Festival leiten, und dann wurde vieles gestrichen, letztlich ist das Festival jetzt leider tot. Eigentlich sehr schade, denn KL Big Kitchen Festival war wirklich eine tolle Präsentation der malaysischen Küche, der malaysischen Spezialitäten und ist mit Sicherheit, wenn es regelmässig stattfinden würde, ein Grund für sich, das Land und die Stadt zu besuchen. Also, Kuala Lumpur, lasst das Festival nach fünf Jahren Pause doch wieder aufleben!

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Die Garküchen des KL Big Kitchen Festivals

Das KL Big Kitchen Festival fand auf dem größten Platz in der Mitte der malaysischen Hauptstadt statt. Es war eine grossartige Präsentation, was Essen in Malaysia bedeutet. In drei großen Zelten waren viele Betreiber von Garküchen, die ihre Spezialitäten vor Ort kochten und für die Besucher anboten. Schon allein hier hätte man sich rundum satt essen können und hätte einen perfekten Einblick in den kulinarischen Reichtum von Malaysia erhalten. Ein paar Eindrücke gebe ich Euch hier.

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Erin Goodall bei der Recherche mit einer Teilnehmerin.
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Lese ich das gerade wirklich?

Und was diese Marke anbietet und dort macht, habe ich leider nicht herausgefunden. Die Namenswahl wäre zumindest für den deutschsprachigen Markt mindestens „unglücklich“. Oder nein: indiskutabel.

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Eine deutsche Touristin traf ich auch. Sie war zufällig zu diesem Festival gekommen. Sie war gerade auf Rundreise durch Malaysia und schaute sich an dem Tag gerade Kuala Lumpur an. Sie war sehr angetan und nahm wohl auch an einem der vielen Workshops teil. Und da war sie nicht die einzige. Viele Touristen sind wohl eher zufällig auf das Festival aufmerksam geworden, sind über das Gelände geschlendert und haben dann auch an einem der vielen Koch-Workshops teilgenommen.

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Die Köche und Kochworkshops des KL Big Kitchen Festivals

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Die Kochworkshops waren das eigentliche Highlight des KL Big Kitchen Festivals in Kuala Lumpur. Die Creme de la Creme der malaysischen Köche hatte sich hier eingefunden. Außerdem waren ein paar europäische Sterneköche mit dabei, die offensichtlich durch den Sponsor Electrolux eingeladen wurden.

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Die Workshops fanden in einem Zeltbau auf dem Feld statt. Dabei hatten die Gäste die Qual der Wahl, da immer zwei Workshops parallel stattfanden. Davon war immer einer mehr auf „hands on“ ausgerichtet, also auf aktive Mitarbeit der Teilnehmer, der andere war eine Kochpräsentation zum zuschauen.

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Christian Mittermeier, Rothenburg ob der Tauber

Der sympathische Christian Mittermeier vertrat die deutschen Sterneköche. Er gehört zwar nicht zu den hierzulande bekannten deutschen Fernsehköchen. Doch ist er in der Runde der deutschen Köche kein Unbekannter. Er gehört ist Mitglied der Jeunes Restaurateurs d’Europe und Inhaber der Villa Mittermeier in Rothenburg ob der Tauber.

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Isadora Chai holt sich Verstärkung aus dem Publikum.
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Die wunderbar sympathische Isadora Chai kennenzulernen, war für mich persönlich der größte Gewinn – neben Norman Musa. Allein ihr Lebenslauf wäre eine Geschichte wert: als illegale Einwanderin in Europa bei diversen Sternerestaurants zwischen Italien, Frankreich und England gekocht… – aber das würde einige Sterneköche in Schwierigkeiten bringen. Sie betreibt das französische Restaurant „Bistro à Table“, eines der besten Restaurants in Malaysia, sowie das Antara Restaurant, ein malaysisches Restaurant mit französischen Einflüssen.

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In Deutschland unbekannt, in Malaysia eine Legende: Jochen Kern

Hochangesehen in Malaysia, in Deutschland kein Begriff: Jochen Kern ist schon seit vielen Jahren in Südostasien unterwegs. Der Koch lehrt an Hotelfachschulen und ist aktuell Senior Culinary Advisor im EQ Hotel Kuala Lumpur.

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Auch er verstand es perfekt, das Publikum einzubinden. Leider hatte er lediglich einen einzigen Workshop und das war auch gleich der allererste. Und danach war Jochen Kern nicht mehr zu sehen gewesen. Gerne hätte ich mich noch länger mit ihm unterhalten.

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Anis Nabilah

Anis Nabilah gehört zur Elite der malaysischen Fernsehköche.

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Claire Ptak, Pâtissière, Violet Cakes

Die Kalifornien Claire Ptak ist gelernte Bäckerin, Konditorin und betreibt im Londoner East End ihr Café Violet Cakes. Sie wurde im Vereinigten Königreich berühmt für ihren königlichen Hochzeitskuchen für die Herzogin und den Herzog von Sussex, Meghan Markle und Prinz Harry.

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Dr. Ezani

Dr. Ezani ist eigentlich gelernte Zahnärztin und gehört ebenfalls zu den beliebten malaysischen Fernsehköchen.

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Ihre Workshops waren sehr beliebt und gut besucht.

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Und es machte sichtbar Spaß mitzumachen. Ok, mit Schokolade kochen ist auch extrem köstlich.

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Erin Goodall hilft den Kollegen von Islam TV aus England beim Interview mit Dr. Ezani
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Totally Nuts: Andrew Nutter

Andrew Nutter ist ein absolut cooler, herzlicher und wunderbar durchgeknallter Zeitgenosse, bei dem es absolut Spaß machte zuzuschauen und auch nach den Shows sich zu unterhalten. Sein Restaurant ist in Rochdale, einem Ort zwischen Manchester und Leeds.

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Norman Musa, Kuala Lumpur Food Ambassador 

Norman Musa ist das Aushängeschild der kulinarischen Szene von Malaysia. Er hat das KL Big Kitchen Festival mit organisiert. Und er ist die wohl schillerndste, bekannteste Persönlichkeit der malaysischen Köche. Zum damaligen Zeitpunkt hatte er sein Restaurant „Ning“ in Manchester, mittlerweile ist er Executive Chef des Wah Nam Hong Restaurant in Leidsenhage in den Niederlanden.

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Natürlich waren die Kochshows von Norman Musa die beliebtesten und am besten besuchten. Norman versteht es auf eine sehr sympathische, lockere und lehrreiche Art, seine Kochshowteilnehmer an die malaysische Küche heranzuführen. Wer gerne malaysisch kochen lernen möchte, dem empfehle ich sehr, bei Norman einen Kochkurs zu belegen.

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Will Meyrick

Will Meyrick ist ein in Portugal geborener schottischer Koch, der schon seit langem auf Bali lebt. Er betreibt sechs Restaurants in Südostasien.

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Der Maybach der Königin von Malaysia

Sehr beeindruckend: Die Königin von Malaysia verlässt die Eröffnungszeremonie in einem Maybach. Eine wunderschöne, elegante Limousine. Bei einer Königin hätte ich eher einen Rolls-Royce erwartet. Aber warum denn nicht auch eine Limousine aus Deutschland.

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Der höchste Fahnenmast der Welt

Tourism Malaysia lancierte die Kampagne Visit Truly Asia Malaysia 2020 mit dem Ziel, die Wahrnehmung Malaysias als Reiseland zu steigern und 2020 30 Millionen internationale Ankünfte zu erreichen. Im Zuge der Kampagne ist Malaysia in den ausgewählten Quellmärkten weltweit mit Werbemaßnahmen aktiv. Dazu zählen Kooperationskampagnen mit Reiseveranstaltern, Airlines und anderen strategischen Partnern ebenso wie Pressearbeit oder Social Media Marketing. 

Auch sind im Laufe des Jahres über 100 Veranstaltungen geplant, darunter das Chinesische Neujahrsfest in Malakka, Iftar in Kuala Lumpur, Royal Floria Putrajaya, Light and Motion in Putrajaya, das Terengganu Beach Festival, das Tadau Ka’amatan Harvest Festival in Penampang, Sabah, das Rainforest World Music Festival und das Borneo Arts Festival. Ein detaillierter Eventkalender ist hier zu finden.

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Ein herzliches Dankeschön an Norman Musa sowie Visit Malaysia und Visit Kuala Lumpur, Malaysian Airlines und das Hotel Majestic Kuala Lumpur. Es waren vier sehr intensive Tage. Zu gerne wäre ich noch länger geblieben. Und einiges wird für immer unvergesslich bleiben. Schliesslich habe ich ein Teil meines Herzens hier verloren. Und noch viel lieber würde ich auch andere Regionen von Malaysia kennenlernen. Doch das dann gerne ein anderes Mal.

Andere Eindrücke findet Ihr bei den Kollegen, die auch dabei waren:

Und das schreiben andere Medien:

Auf Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin bereits erschienen:


GAP

Thomas Cook: Das alte Morsche ist zusammengebrochen

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Thomas Cook, der mit 178 Jahren älteste Reisekonzern und quasi Erfinder der Pauschalreise ist pleite.  Tourismusexperte Torsten Kirstges erklärt im Interview mit Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin, wie es dazu kam und wie sich die Insolvenz auf die Branche auswirkt. Der kurzfristige Rettungsversuch ist gescheitert, der britische Reiseveranstalter ist insolvent. Der Betrieb ist mit sofortiger Wirkung eingestellt, mit Wetlease-Flugzeugen wurden die gestrandeten Urlauber nach Hause gebracht. Condor führt seinen Betrieb vorerst weiter, sucht aber einen Investor. Die deutschen Thomas Cook-Reiseveranstalter sind verkauft. Thomas Cook ist pleite.

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Sentido Gold Island Side

In Zeiten von „Geiz ist geil“ hat es eine weitere Legende der Touristik erwischt. Unsere Gedanken sind bei allen Mitarbeitern und Angehörigen, die nun um ihre eigene Existenz bangen müssen. Bei allen Menschen, die nun mit jeder Menge unbezahlter Mehrarbeit die Kohlen aus dem Feuer holen müssen. Auch in den Reisebüros und in den Hotels der Gruppe. Wer nun selbst betroffen ist, seinen wohlverdienten Urlaub nicht antreten kann oder nicht wie geplant nach Hause kommt: Atmet tief durch und denkt über die Situation eures Gegenüber nach, bevor ihr ihn beschimpft. Denn der Verlust eines Urlaubs ist deutlich weniger schlimm als der Kampf um die Existenz. Eine Autorin der ZEIT beschreibt das Verhalten einiger deutscher Touristen als Schauspiel, als Theatervorstellung.

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Auch in den Zielgebieten, insbesondere in Spanien, der Türkei und Ägypten, werden viele Menschen in die Thomas-Cook-Pleite hineingezogen. Besonders betroffen davon sind Hotels, Reiseleiter oder Busunternehmen. So standen angeblich etwa 500 Hotels in Spanien vor der Schließung. Alle diese Inhaber und Mitarbeiter fragen sich, wie sie über den Winter kommen. Denn das Aus von Thomas Cook kommt zum Ende der Hauptsaison. Die Gelder des Sommers werden nicht ausgezahlt und das Neugeschäft ist noch in weiter Ferne. Und auch in Mecklenburg-Vorpommern sitzen mehr als 100 Häuser auf unbezahlten Rechnungen für Leistungen aus den Monaten Juli bis September. Einzelne Hotels hätten bis zu 100 000 Euro Außenstände, sagte DEHOGA-Präsident Lars Schwarz.

Mit Wow Air, Germania, BMI Regional, VLM, XL Airways und zuletzt auch Adria Airways und Thomas Cook haben ungewöhnlich viele etablierte Fluggesellschaften dieses Jahr ihren Flugbetrieb einstellen müssen. Das Grounding der britischen Thomas-Cook-Flotte führt nach Erkenntnissen der Analyseplattform Mabrian hochgerechnet auf ein Jahr zum Wegfall von 4,3 Millionen Flugsitzen aus Großbritannien, wenn nicht andere Airlines die Kapazität übernehmen. Am stärksten betroffen sind Spanien mit mehr als 1,2 Millionen Flugsitzen und die Türkei mit 950.000 Plätzen. An dritter Stelle folgt Griechenland mit 610.000 Sitzen, dahinter die USA mit 330.000 Sitzen und Tunesien mit 170.000 Plätzen. Unter den Airports sind Dalaman mit 465.000 Sitzen, Antalya mit 405.000 und Teneriffa Süd mit 329.000 Plätzen am stärksten betroffen. Nach Lanzarote fehlen 215.000 Sitze, nach Palma 212.000, ins tunesische Hammamet 169.000 und nach Orlando in Florida 158.000.

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Hauptprofiteure sind Low Cost Airlines wie RyanairEasyjet und Wizzair sowie im Charterbereich schnell expandierende ausländische Charterairlines wie etwa Corendon, welche auch die Haupttreiber des Wachstums im europäischen Luftfahrtmarkt darstellen.

Gleichzeitig kann das Aus der Nummer 2 der deutschen Reiseveranstalter Aufschwung für die kleineren Tour Operator bedeuten. Nicht nur die TUI, sondern auch die Marken der REWE-Gruppe mit DER Touristik, FTI und Schauinsland haben sich in den letzten Wochen die Hotels in den Zielgebieten sehr genau angeschaut und schnellstmöglich Verträge unterzeichnet. Branchenprimus Tui im kommenden Jahr auf 500.000 neue Kunden. Allein der Duisburger Veranstalter Schauinsland meldete für das auslaufende Geschäftsjahr mit 1,37 Milliarden Euro einen Umsatzanstieg um zwei Prozent. Die Gästezahl kletterte ebenfalls um zwei Prozent auf 1,64 Millionen. Konkurrent Alltours hat sich nach eigenen Angaben bereits einen großen Teil der Hotel- und Bettenkontingente der deutschen Cook-Töchter Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen und Air Marin gesichert

Welche Auswirkungen hat die Pleite auf das Reiseverhalten der Deutschen? Laut Ipsos-Umfrage planen 21 Prozent der Pauschalreisenden, ihren Urlaub in Zukunft verstärkt selbst zu organisieren. Sieben Prozent wollen generell weniger ins Ausland verreisen. Jeder Fünfte (21%) ist zwar verunsichert, hat sich aber noch keine konkreten Überlegungen zu künftigen Reisebuchungen gemacht. Unter den Pauschalreisenden, die in den letzten drei Jahren mit einem zum Thomas-Cook-Konzern gehörenden Unternehmen unterwegs waren, ist diese Verunsicherung noch deutlich größer (36%).

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Smartline Tayyarbey Side-Manavgat

Es wird Zeit für eine Einordnung. Es wird Zeit einen der anerkanntesten Experten für Reiseveranstalter zu befragen. Professor Dr. Torsten Kirstges von der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven sah schon Anfang der 90er Jahre die Marktkonzentration kommen und behauptete, dass bis zum Ende der 90er Jahre nur fünf Reiseveranstalter übrig sein würden.

Prof. Dr. Torsten Kirstges

Professor Kirstges, schon Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrtausends sagten Sie voraus, dass von den großen Reiseveranstaltern nur maximal fünf überleben würden. Jetzt hat Thomas Cook Insolvenz beantragt. Die altehrwürdigen Reiseveranstalter Neckermann, Bucher Reisen & Co stehen vor dem Aus. Hätten Sie gedacht, dass es mal die Nummer 2 in Deutschland, die Nummer 2 in Europa erwischen wird?

Ja, das war fast absehbar, zumindest seit einigen Monaten. Doch bereits unter der Ära Pichler stand Thomas Cook kurz vor der Insolvenz. Seitdem drückt auch der Schuldenberg.

Thomas Cook nahm Bankkredite auf, deren Zinslast das Unternehmen heute nicht mehr stemmen kann. Für die meisten Deutschen sind Neckermann & Co. urdeutsche Reiseveranstalter. Der Name Thomas Cook tauchte erst seit ein paar Jahren auf. Doch vermutlich wissen die wenigsten, dass Thomas Cook und Neckermann ein britisches Unternehmen sind. Können Sie bitte kurz den geschichtlichen Zusammenhang aufzeigen, wann und warum Neckermann Reisen sich in Thomas Cook verwandelt hatte?

Bereits 1991 übernahmen die damalige Airline LTU und die West LB die britische Thomas Cook. Der Pauschalreiseveranstalter wurde bereits 1871 gegründet und gehörte seit 1948 zur British Transport Holding Company. Die West LB, die sich damals stark im Tourismussektor engagierte, übernahm 90%, die restlichen 10% lagen in der Hand der LTU. 1995 übernahm die West LB auch diesen Anteil. Thomas Cook war also eine 100%ige Tochter der West LB. Im Jahre 2001 übernahm die C&N Touristik AG, der Zusammenschluss von Condor und Neckermann, Thomas Cook von der West LB. Gleichzeitig wurde das Unternehmen in Thomas Cook AG umbenannt. Jeweils 50% lagen in den Händen von Lufthansa und KarstadtQuelle. 2007 folgte dann die Umbenennung des KarstadtQuelle Konzerns in Arcandor. Im Juni 2007 fusionierten Arcandor und die britische My Travel plc zur Thomas Cook Group mit Unternehmenssitz in London. Nach der Insolvenz der Arcandor AG im Juni 2009 wurden die Thomas Cook Anteile an der Londoner Börse verkauft. So wurde das eigentlich deutsche Unternehmen zu einem britischen Konzern (siehe Graphiken).

Thomas Cook ging es schon seit ein paar Jahren nicht mehr gut. Woran lag das in ihren Augen?

Der Preiskampf. Die Margen sind schon seit Jahren unter Druck. Die Branche wirbt gerne mit dem Preis, weniger mit der Qualität oder anderen Stärken der Pauschalreise. Die Margen der einzelnen Veranstalter sind niedrig. Und sie sind umso geringer, je austauschbarer das Produkt ist. Wenn ich also vornehmlich klassische Bade-Pauschalreisen anbiete, d.h. Flug, Transfer, Hotel und Verpflegung, dann bin ich sehr austauschbar und deswegen auch sehr gut vergleichbar. Das führt dazu, dass der Preisdruck und damit auch der Margendruck ohne Zweifel sehr stark ist.

Ist der Brexit mit Schuld am Niedergang von Thomas Cook? Können wir Thomas Cook als erstes prominentes Opfer des Brexit bezeichnen?

Ich würde den Brexit nicht als Grund, sondern eher als letzten Sargnagel bezeichnen. Die Unsicherheit im britischen Reisemarkt kommt auch durch die unsicheren Wechselkurse. Das britische Pfund ist ja schwach geworden. Insgesamt hat die größere Unsicherheit auch die Nachfrage auf dem Reisemarkt ein bisschen gedrückt. Hinzu kommt: Nach der Sommersaison müssen die Veranstalter ihre Leistungsträger bezahlen. In dieser Zeit kommen die ganzen Rechnungen und gleichzeitig gibt es relativ wenig neue Buchungen. Denn das Herbst- und Wintergeschäft ist nicht ganz so groß wie das Sommergeschäft. Dadurch schlägt so ein strukturelles Defizit, das über Jahre aufgebaut wurde, jetzt plötzlich sehr stark durch. Die Unsicherheit wegen Brexit oder wegen Wechselkursschwankungen wird dann zum letzten Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Vor ein paar Jahren ist der chinesische Gemischterenkonzern Fosun bei Thomas Cook als größter Aktionär eingestiegen. Warum haben die Chinesen jetzt nicht noch ein paar Euro nachgeschossen, um das Unternehmen zu retten?

Es geht mehr als um ein „paar Euro“. Das Loch wurde monatlich größer. Offensichtlich fehlt es bei Thomas Cook auch an einer soliden Liquiditätsplanung.

Wie sehen Sie die Zukunft der Thomas Cook Gruppe? Wie hoch ist die Möglichkeit einer Zerschlagung oder wie wird der chinesische Fosun-Konzern reagieren?

Ich gehe davon aus, dass die deutsche Thomas Cook insolvent ist und zerschlagen wird. Selbst wenn sie nicht unmittelbar hinabgezogen werden, wird kaum ein Reisebüro und kaum ein Kunde mehr Thomas Cook buchen wollen. Der türkische Tourismuskonzern Anex Tour übernimmt Bucher Reisen & Öger Tours. Condor steht unter einem Schutzschirmverfahren und sucht einen neuen Eigentümer. Die chinesische Fosun-Gruppe wird höchstens noch die Möglichkeit haben, den Namen Thomas Cook auszuschlachten und neu zu definieren. Ob das aber hier in Europa gut ankommen wird, nachdem viele Menschen in England und Deutschland ihre Arbeit verloren haben, ist fraglich.

Thomas Cook hat auch Hotelmarken wie etwa Sentido oder Smart Line Hotels. Was bedeutet die Insolvenz jetzt für diese Marken?

Das kommt auf die Eigentumsverhältnisse an. Marken gehen natürlich mit unter. Völlig eigenständige Gesellschaften (mit Thomas Cook-Minderheitenbeteiligungen wie Aldiana) könnten mit einem blauen Auge davon kommen. Die Marke Smart Line wird verschwinden. Die Hotelmarke Sentido wird von der neuen Nummer zwei im deutschen Markt, der DER Touristik, übernommen und ergänzt dort das Hotelportfolio. Die Reisebüros der Franchisesysteme Thomas Cook Reisebüro und Holidayland oder Neckermann Team dürften berechtigte Existenzängste haben. Die Karstadt-Kaufhof Gruppe wird nur einen Teil der Reisebüros übernehmen können.

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Was deutsche Touristen, Kunden von Thomas Cook Reisen machen müssen, ist derzeit überall zu lesen. Die mit 110 Millionen Euro gesetzlich vorgeschriebene Versicherungssumme reicht bei weitem nicht aus. Auf 347 Millionen Euro schätzt Versicherer Zurich den Schaden durch die Thomas Cook Pleite. Die Bundesrepublik hat die Vorgaben der EU nicht ordentlich umgesetzt. In Österreich beispielsweise hätten die Versicherer mindestens 380 Millionen Euro absichern müssen. In vielen EU-Ländern ist eine Einschränkung der Entschädigung gar nicht vorgesehen. Versicherer Zurich wird bisherigen Meldungen zufolge weniger als 20 Prozent der Entschädigung den Reisenden anbieten können. Welchen Rat haben Sie für die Mitarbeiter in den Reisebüros, den Hotels, beim Reiseveranstalter, die von der Arbeitslosigkeit bedroht sind?

Da kommt guter Rat zu spät: Wer von Geld leben muss, das er von Thomas Cook zu erwarten hat, hat schlechte Karten, da es keine Insolvenzabsicherung gegenüber Leistungsträgern gibt (bei Mitarbeitern ggf. übergangsweise Konkursausfallgeld / Insolvenzgeld o.ä.).

Lieber Professor Kirstges, wir bedanken uns für dieses Gespräch!


Graphiken: (c) Prof. Dr. Torsten Kirstges

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Fotos: Meine Fotos habe ich auf einer Thomas Cook Pressereise nach Side und Alanya gemacht, bei der uns ausgewählte Smart Line und Sentido Hotels präsentiert wurden. Während die Sentido Hotels mich sehr begeistert haben, war ich von der Marke Smart Line eher abgeschreckt. Sie diente eher älteren, einfachen Hotels dazu, sich vor einer längst fälligen Generalrenovierung mit ein paar frischen, bunten Möbeln und neuen Farbanstrichen auf jung und günstig zu trimmen. Dieses Franchisekonzept war allerdings offenbar nicht besonders nachhaltig erfolgreich, da Thomas Cook zu keinem Zeitpunkt die selbst gesetzten und – insbesondere auch uns vor Ort – gross angekündigten Ziele der Verbreitung dieser Marke halten konnte.


Disclosure: Der Autor studierte Mitte der 90er Jahre bei Prof. Dr. Kirstges an der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven (damals noch die FH WHV).

Aloe Vera: Grüne Magie aus Spanien

Von außen gibt sie sich ziemlich kratzbürstig. Dafür besticht sie mit ihren inneren Werten: ob als kühlendes Gel, Anti-Aging-Pflege oder ganz pur. Die Aloe Vera Pflanze ist ein vielseitiges Naturwunder und an den schönsten Sonnenplätzen dieser Welt zu Hause. Co-Autorin Anke Sieker besuchte für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin die Santaverde Aloe Vera Finca.

320 Sonnentage im Jahr, kilometerlange Strände, blaues Meer und andalusisches Lebensgefühl – dort, wo sich Spanien noch von seiner authentischen Seite zeigt und die Costa del Sol (Sonnenküste) Ruhe- und Erholungssuchende anzieht, befindet sich auch der beschauliche Ort Estepona. Der typisch andalusische Küstenort in der Provinz Malaga hat sich in den letzten Jahren mächtig ins Zeug gelegt, seine Altstadt aufzuhübschen, und sein Zentrum, die kleine Plaza de Flores (Blumenplatz), macht seinem Namen alle Ehre. 

Auch die verwinkelten Gassen bieten eine wahre Blütenpracht – denn überall hängen bunte Blumentöpfe vor weißen Wänden, und es laden künstlerische Wandbilder und Kacheln mit poetischen Sprüchen zum Träumen ein. Den Strand säumt eine lange, mit Palmen und riesigen Kakteen bewachsene Promenade, und rund um die Küste bieten rustikale Strandlokale feine mediterrane Küche an.

Hier wollte auch das ruhesuchende Hamburger Paar Sabine und Kurt Beer ursprünglich eigentlich nur Urlaub machen – auf einer idyllischen Finca oberhalb der Küste, mit vielen Tieren als Sommerferien-Entertainment für Tochter Natalie, rundum Orangen-, Zitronen- und Olivenplantagen und einem traumhaften Blick auf Gibraltar und die Hügel des marokkanischen Atlasgebirges

Ein Traum wird wahr: Erst im Kopf, dann real

Dass sich die beiden hier einige Jahre später einen Traum verwirklichen und auf ihrer romantischen Finca Verde ein beachtliches Kosmetik-Unternehmen aufbauen würden, war alles andere als geplant. Allein der Zufall brachte die waschechten Hamburger Kaufleute auf die Idee. „Erst im Kopf und dann real“, erzählt Sabine Beer von den Anfängen von Santaverde vor 31 Jahren. 

Dort, wo andere Urlaub machen, baute sich das Ehepaar Beer auf ihrer Finca ein beachtliches Unternehmen auf

Als sich Kurt Beer entschloss, 1985 die Finca samt Feldern und Landarbeiterwohnung zu kaufen, war Spanien noch nicht Mitglied in der EU, der Ort beschaulich mit nur einer Hauptverkehrsstraße und die Immobilienpreise bezahlbar. „Bei meinem ersten Besuch in Andalusien war ich überwältig vom Duft der Orangenbäume. Es war, als ob die Landschaft parfümiert worden wäre. Heute, viele Jahre später, verzaubert mich noch immer das klare, scharfe Licht des Winters und die flirrende Hitze des Sommers,“ schwärmt Sabine Beer von diesem besonderen Ort.

Blütenpracht am idyllischen Wohnhaus der Beers

Die Idee für ein Aloe Vera Produkt entstand an einem Sonntagabend, „nach einem Abendessen auf der Finca „Villa Oklahoma“ unseres amerikanischen Nachbarn Jim – ein Abend, der unser Leben verändern würde. Nach ein paar Gläsern Wein sprach mich Jim auf meine Haut an – was mir peinlich war, weil ich damals massive Hautprobleme unter einer dicken Make-up-Schicht versteckte.“

Ein „Kaktusblatt“ veränderte ihr Leben

„Prompt marschierte er in seinen Garten, kam mit einem großen „Kaktusblatt“ zurück, drückte mir das stachelige Ding in die Hand und sagte: ‚Sabin, this is Aloe Vera. Cut the leaf into slieces, peel them und put the soft, wet content onto your skin. Twice a day.‘ (‚Sabine, das ist Aloe Vera. Schneide das Blatt in Stücke, entferne die Rinde und trage das weiche, feuchte Fleisch der Pflanze zweimal am Tag auf Deine Haut auf.‘)“, erzählt Sabine von ihrer ersten „Begegnung“ mit Aloe Vera. „Tatsächlich war schon das Gefühl beim Auftragen wunderbar kühl und extrem wohltuend auf meiner entzündeten, trockenen Haut. Nach einer Woche sah meine Haut nicht nur deutlich besser aus, sie fühlte sich auch herrlich geschmeidig an. Meine jahrzehntelangen Hautprobleme schienen gelöst!“ 

Sabine Beer schwärmt von der wohltuenden Wirkung ihrer Aloe Vera Pflanzen

Die einzigartige Wirkung dieser „Wunderpflanze“, die laut Jim in den USA bereits ein „Big business“ , dagegen in Deutschland bis dato eher unterrepräsentiert war, ließ Sabine Beer nicht mehr los. „Wir beschlossen, Jim Marsh 4.000 Pflanzen abzukaufen und eine eigene Aloe Vera Plantage anzulegen. Das war der Anfang…

Auftakt zum Erlebnis-Seminar

… und was daraus geworden ist und wie die heutige Produktion des wertvollen Aloe Vera Safts in Estepona aussieht, davon durften wir uns persönlich bei einem Besuch auf der Finca ein Bild machen. 

Schon die Fahrt auf der oleandergesäumten Landstraße, nur wenige Kilometer oberhalb der Stadt, lässt die ländliche Idylle unseres Ausflugsziel erahnen. Am Gartentor empfangen uns bereits sechs pflichtbewusste respekteinflößende Vierbeiner, die sich jedoch kurze Zeit später harmloser erweisen, als sie scheinen und stattdessen um Streicheleinheiten buhlen.

Autorin Anke Sieker mit einem der ehemaligen Straßenhunde

Beim Sektempfang am Pool mit Panoramablick über die Stadt und das Meer, lernen wir das Unternehmer-Paar Beer und ihr freundliches Team kennen. 

Ehepaar Beer mit Angestellten auf der Finca
Mitarbeiter Anthony erklärt uns den Unterschied zwischen pulverisiertem Aloe Vera Saft…

Wir erfahren von ihren ersten frustrierenden Erfahrungen in der Kosmetik-Branche – wo leider, wie z.B. auch in der Lebensmittel-branche, der Inhalt oft ein anderer ist, als die Verpackung verspricht. Denn wo Aloe Vera draufsteht, ist noch lange nicht Aloe Vera drin. Stattdessen preisen die meisten Konkurrenzfirmen ihre Kosmetika als Aloe Vera Naturkosmetik an, während das Produkt nur 5 g gefriergetrockneten Aloe Vera Saft auf einen Liter Wasser enthält, also völlig wirkungslos ist. 

und dem wertvollen Pflanzenwirksoff Aloeverose – mit der größten Wirkstoffdichte

Fakt ist: Bei der Auswahl von Aloe Vera Produkten sollte Aloe Vera Barbadensis-Blattsaft / Leaf Juice (Wichtig: die einzige Wirkstoffpflanze aus der Gattung der Aloe Vera Pflanzen) die Liste der Inhaltsstoffe anführen. Steht an erster Stelle „Wasser“ oder „Aqua“ handelt es sich nicht um ein frisches Produkt, sondern um ein Konzentrat. „Wir waren entsetzt, als wir davon erfuhren, schließlich wollten wir reine Aloe Vera Produkte herstellen“, erzählt Sabine Beer. Ihr Vorteil: Da das Paar nebenbei in gesicherten Berufen arbeitete, war weder der finanzielle noch der zeitliche Druck groß. „Wir konnten die Sache in Ruhe angehen, unsere Idee langsam und bedacht entwickeln.“

Einzigartige Rezeptur

Tatsächlich wird bei ihren Produkten die komplette Wasserphase durch selbst erzeugten reinen Aloe Vera Direktsaft aus dem frischen Gel und dem wertvollen Pflanzenwirkstoff Aloeverose der Aloe Vera Blätter ersetzt – ergänzt durch weitere pflegende pflanzliche Wirkstoffe. „Denn eine starke Marke hat eine starke DNA“, erklärt Sabine Beer das Santaverde Prinzip

Ihr einzigartiges Rezepturprinzip lautet deshalb:

1.) Ausschließlich reiner Aloe Vera-Pflanzensaft statt Wasser. 

2.) Ein eigener, kontrolliert biologischer Anbau und die Verarbeitung der Pflanzen in Andalusien, wo das perfekte Klima für die Pflanze herrscht. Denn kühle Winter (ohne Frost) und heiße Sommer fördern die Bildung der Vitalstoffe im Inneren der Aloe Pflanzenblätter, wie auch die Leitsubstanz Aloverose – ein Vielfachzucker, der in der Form nur in der Aloe Barbadenis Miller vorkommt und als wichtigster Indikator für die Wirkstofffülle und damit die Qualität der Aloe Vera und ihre positive Wirkung auf die Haut gilt.

Der glibberige Pflanzenwirksoff Aloeverose hat die größte Wirkstoffdichte

3.) Alle Produkte sind 100% vegan, tierleidfrei und Natrue-zertifiziert.

Den Unterschied kann man fühlen! Besonders wohltuend und kühlend wirkt das frische Gel nach zu viel Sonne, bei strapazierter Haut, Insektenstichen und Hautreizungen.

An unserem ersten Tag auf der Finca steht nach der Begrüßung eine Feldbegehung und eine Einführung in den ökologischen Anbau der Aloe Vera Pflanze an. Noch dazu lernen wir mehr zur schonenden Blatternte und dürfen sogar selber Hand anlegen.

Nur die großen Pflanzen kommen für die Ernte infrage

Denn jedes Blatt der rund 1.500 Pflanzen auf dem 2 Hektar großen Feld wird von Hand geerntet – wobei ausschließlich voll entwickelte Blätter von 3-4 Jahre alten Pflanzen geerntet und vorsichtig, mit einem kleinen Messerschnitt am Ansatz des Blattes, von der Mutterpflanze abgelöst werden. Denn nur so kann sich die „Wunde“ wieder verschließen und die Pflanze von selber wieder regenerieren und im Inneren neue Blätter entwickeln. 

Bei der Blatternte wird jedes einzelne Blatt vorsichtig abgelöst

Nicht so einfach, wie wir schnell feststellen. Denn für die vorsichtige Ablösung des stacheligen Blattes sind nicht nur feste Handschuhe gegen die Verletzungsgefahr nötig, sondern auch ein feines Fingerspitzengefühl. Zuerst wird das Blatt an der Wurzel nur leicht angeritzt, anschließend runtergedrückt und dann seitlich, nach hinten rechts weggedreht. Den richtigen Dreh muss man also erstmal drauf haben.

Der Vorteil der Handarbeit: Bei der üblicherweise angewendeten Kohlefiltration bei der Herstellung von Aloe Vera Produkten werden neben dem zu entfernenden Naturstoff Aloin (eine gelbliche Flüssigkeit, die unterhalb des Blattgrüns austritt und stark abführend wirkt) auch viele wichtige Inhaltsstoffe herausgefiltert. Bei der Handarbeit bleibt der größtmögliche Wirkstoffreichtum der Pflanze erhalten. 

Allein auf der Santaverde Farm konnten so im letzten Jahr 100 Tonnen reines Blattgel produziert werden.

Blattverarbeitung im Produktionslabor

Im ersten Schritt werden die Blätter sorgfältig gewaschen

Kommen wir also zur Blattverarbeitung, dem Seminarteil, an dem wir am nächsten Tag im Produktionslabor neben den Feldern teilnehmen dürfen. Auch diesmal können wir mithelfen, jedoch erst nachdem wir von den Kopf bis zu Fuß Schutzkleidung übergezogen haben – denn hier gelten die Lebensmittel-verordnung und strengste Hygiene-vorschriften.

Blick durchs Fenster ins Produktionslabor und bei der Wäsche

Durch die Glasscheibe des Labors beobachten wir zunächst, wie die Blätter von Erdresten befreit und anschließend in einer Spülanlage sorgfältig gewaschen werden.

Nach dem Abtrennen der dornigen Blattseiten und ca. 2-3 cm des unteren, breiten Blattendes sowie der harten Außenschale wird das weiche innere Blattfilet herausgelöst. Danach wird das Filet nochmals sorgfältig gewaschen und so gründlich von dem gesundheitsschädlichen Aloin befreit.

Anschließend werden die scharfkantigen Dornen entfernt und das Blatt filetiert

Anschließend gelangt das gereinigte Blattfilet über eine Rutsche in ein Schnelleinfriergerät, wo das wertvolle Filet bei Minus 40 Grad für die Weiterverarbeitung gelagert wird. 

Bei 6-8 Angestellten pro Tag entstehen so täglich rund 200 bis 500 kg Blattgel.

Ein mühevoller Prozess, der sich lohnt – wie die Qualität der Produkte beweist.

Kein Wunder also, dass sich Santaverde (feierte 2018 sein 30-jähriges Jubiläum) im Laufe der Jahre nicht nur zu einem weltweit angesehen Unternehmen entwickelt hat. Auch ist die Finca inzwischen zu einem beliebten Ausflugsziel naturbegeisterter Reisender geworden. Diese können sich hier kostenlos und umfangreich über den biologischen Anbau, die Ernte und die Verarbeitung der uralten Heilpflanze informieren und, wie wir, durch die gläsernen Wände des modernen Produktionslabors zur Erntezeit von September bis Januar die einzelnen Verarbeitungsschritte mitverfolgen. Wer möchte, kann zudem die hochwertigen Kosmetikprodukte ausprobieren, den gesunden Aloe Vera Saft kosten und ein frisch geerntetes Blatt oder die Produkte vor Ort erwerben. Eine außergewöhnliche Geschenkidee! 

Die Kraft der Aloe Vera 

Aus der „Babypflanze“ wächst eine stattliche „Mutterpflanze“ heran

Schon lange vor uns Europäern wendeten viele Naturvölker Aloe Vera zur Unterstützung der Entschlackung und Regeneration von innen und außen an. Die auf den ersten Blick kakteenähnliche Pflanze gehört zur Familie der Liliengewächse. Sie ist eine Sukkulente, d.h. sie kann in ihren Blättern beachtliche Mengen an Feuchtigkeit und Nährstoffen speichern und kommt somit längere Zeit ohne Wasser oder Erde aus. Diese „Wunderwirklung“ wirkt sich entsprechend auch auf den menschlichen Organismus aus.

Anleitung zum Filetieren des Aloe Vera Blattes 

Sieht einfach aus, erfordert aber geübtes Fingerspitzengefühl
  1. Legen Sie das Blatt flach auf ein Schneidebrett. Schneiden Sie vom unteren, breiten Ende ca. 2-3 cm mit dem Messer ab – dieses Stück wird nicht verwendet. Bei jedem Schnitt des Blattes kann Aloin, eine gelbliche Flüssigkeit, die für die Anwendung nicht geeignet ist, unterhalb des Blattgrüns austreten. Das Aloin können Sie einfach durch Abwaschen der Blattscheiben mit klarem Wasser entfernen oder mit einem Küchenpapier aufnehmen, um Flecken in Kleidung und Handtüchern zu vermeiden. 

2. Schneiden Sie weitere Scheiben für die Anwendung vom Blatt ab (je ca. 1-3 cm). 

3. Entfernen Sie bei allen Blatt-Scheiben die beiden dornigen Außenkanten mit dem Messer (ca. 1 cm). 

4. Teilen Sie, für die äußere Anwendung, die Stücke in der Blatt-Mitte. Auf einer Seite jedes halben Stückes befindet sich die Schale, auf der anderen das reine Gelfilet. Die Schalen-Seite ist zum Halten geeignet, um mit der Gel-Seite Ihre Haut zu behandeln.

5. Für die innere Anwendung entfernen Sie die gesamte grüne Blatthaut und verwenden nur das durchsichtige Blattfilet. Dieses kann entweder pur oder mit Früchten wie Orangen, Zitronen, Banane oder Beeren, als Süßungsmittel Agavendicksaft oder Ahornsirup und Wasser zu einem wohlschmeckenden Smothie gemixt werden. Über die sowohl entgiftende, energetisierende, vitalisierende und zellerneuernde Wirkung dieser wunderbaren Pflanze gibt es eine Vielzahl von Studien. 

Detaillierte Informationen über die Marke, Produkte und Erlebnis-Seminare auf der Finca auf:


Fotos (c): Anke Sieker, Santaverde Finca

Vergesst Venedig!

Nur wenige Kilometer von den überlaufenen Touristenzielen Venedig, Jesolo & Co tut sich eine ganz eigene Welt auf: eine fast unberührte Lagunenlandschaft, die sich am schönsten per Fahrrad oder Boot erkunden lässt und in der Landgasthöfe mit herzlichen Gastgebern zum Schlemmen und Schlummern einladen. Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin war Gast-Autorin Rozsika Farkas rund um Noventa di Piave unterwegs.

Backen ist Sabrinas Leidenschaft, das bekommen die Gäste beim Frühstück zu schmecken. Die Kuchenauswahl am morgendlichen Buffet – Walnusskuchen, Feigentorte, Torta della nonna, Ricotta-Torte, Apfelkuchen – würde jeder Konditorei zur Ehre gereichen, auch die Brote sind hausgemacht. Dazu gibt es Erlesenes aus handwerklich arbeitenden Käsereien und Metzgereien der näheren Umgebung. Sabrina Vitoli ist auch eine fabelhafte Köchin, das lässt sie einen abends erleben, wenn sie pikante Cannoli mit Kürbisfüllung auftischt und Auberginenlasagne, in Rotwein marinierte Schweinebäckchen und warme Schokotörtchen mit eingelegten Kirschen. 

Zusammen mit ihrem Mann Giorgio Turini führt Sabrina das Settecentoalberi („Siebenhundert Bäume“) in Noventa di Piave in Venezia orientale, dem östlichen Hinterland von Venedig. Dass das gastliche Anwesen unter agriturismo firmiert, ist eine schamlose Untertreibung – der Begriff ist die Entsprechung zu unserem „Urlaub auf dem Bauernhof“. Landsitz träfe es schon eher, die fünf Gästezimmer sind komfortabel und mit viel Liebe zum Detail ausgestattet, im Frühstücks- und Speiseraum fühlt man sich eher wie in einem großzügig dimensionierten Wohnzimmer – oder besser: einem Salon – bei Freunden. Ein weitläufiger Park umgibt das Haus, und vieles, was Sabrina auftischt, stammt aus eigenem Anbau. 

Das Settecentoalberi ist keineswegs die einzige Wohlfühladresse in Venezia orientale. Die Gegend ist Sitz einiger äußerst angenehmer Landgasthöfe, von denen aus sich die Lagunenlandschaft erforschen lässt. Mehr feudal als rustikal residiert es sich etwa in der Casa dei Racconti, wo sechs individuell ausstaffierte Zimmer, ein weitläufiger Garten samt Pool sowie ein Restaurant, das die typischen Gerichte der Region anbietet, die Gäste empfangen. Das Motto des Restaurants lautet kilometro zero, „null Kilometer“; gemeint ist damit, dass die Küche nur Produkte aus dem allerengsten Umkreis verarbeitet.

Weiße Polenta mit Garnelen

Dazu gehört zum Beispiel die weiße Polenta aus der raren Maissorte Biancoperla, die praktisch nur noch in ein paar Winkeln des Veneto angebaut wird und von Slowfood zu den schützenswerten Schätzen der norditalienischen Landwirtschaft gezählt wird. Hausherr Gianni Pasin beschäftigt sich eingehend mit solchen kulinarischen Kostbarkeiten. Es ist ihm ein, wie er sagt, ethisches Anliegen, Biodiversität zu fördern und altes Saatgut zu erhalten. Im Moment hat es ihm eine bestimmte Bohnensorte angetan, die Mame Gialle, auch sie eine vom Verschwinden bedrohte Spezies. Dass es sich – auch in kulinarischer Hinsicht – unbedingt lohnt, sie zu erhalten, beweist die köstlich-deftige Bohnensuppe, die Gianni in seinem Restaurant servieren lässt.

Im Zimmerpreis ist – sowohl in der Casa dei Racconti wie im Settecentoalberi – nicht nur das fabelhafte Frühstück, sondern auch die Nutzung der Fahrräder enthalten. Denn die Landschaft hinter der Lagunenstadt eignet sich wie kaum eine andere in Italien dazu, mit dem Fahrrad erkundet zu werden. Reizvoll, verträumt und abwechslungsreich, von Kanälen und mäandernden kleinen Wasserläufen durchzogen, dabei topfeben, bietet sie fernab von Autoverkehr idyllische Panoramen, nur unterbrochen durch lohnende Einkehrmöglichkeiten. Eine davon ist der Agriturismo La Barena, wo deftige Fleischgerichte und Fisch aus der nahen Lagune auf den Tisch kommen. La Barena ist nur 12 Kilometer von Jesolo entfernt, und dennoch wirkt der Ort, als sei er völlig der Welt entrückt. 

Oder man radelt zum Bioweingut Tessère, das ebenfalls über einen in feinstem Landhausstil ausstaffierten Agriturismo verfügt, und besucht dort Winzerin Emanuela Bincoletto und ihre Mitarbeiterinnen – der Betrieb ist fest in weiblichen Händen. Wer mag, kann dort lernen, wie man leckere Gebäckkringel oder andere Rezepte aus der cucina della nonna („Omas Küche“) zubereitet, oder sich in der Kunst des Mosaiks unterweisen lassen.

Emanuela Bincoletto
Raboso

Was man aber keinesfalls versäumen darf, ist eine Weinverkostung. Denn hier gibt es den Raboso, und Emanuela Bincoletto ist die unbestrittene Nummer Eins, die Königin des Raboso. Die Trauben mit der fast schwarzblauen Haut und dem hohen Säure- und Gerbstoffgehalt werden ausschließlich hier in Venezia orientale und in Treviso kultiviert. Damit die daraus entstehenden Weine nicht rustikal und kantig ausfallen, benötigten sie Zeit, und die lässt Emanuela ihnen. Der wunderbare, zwiebelschalengoldene Spumante Redentore („Befreier“) durfte acht Jahre auf der Hefe reifen, der aktuell gehandelte Jahrgang ist 2010. Er duftet würzig, ein wenig salzig, ist kraftvoll und gleichzeitig harmonisch-fein, mit appetitlich-frischer Säure – ein faszinierender Schaumwein, der sich nicht nur als Aperitif, sondern mehr noch als Essensbegleiter eignet. Auch kräftigen trockenen Roten und sogar edlen Süßwein gewinnt Emanuela aus dem Raboso.

Das Fahrrad ist aber nur eins von zwei idealen Fortbewegungsmitteln – das andere ist das Boot. Mit Elektrobooten, auf denen sechs Personen bequem Platz finden, lässt es sich gemächlich und geräuschlos den Piave entlangschippern. Von der Mitte des Flusses aus bieten sich traumhafte, ungewohnte Einblicke in eine unberührt erscheinende Landschaft – Romantik pur! Als Anlegestelle für einen Zwischenhalt zu empfehlen ist die Schokoladenmanufaktur Cioccolateria veneziana in San Donà di Piave, wo es neben feinsten Pralinen auch bestes Speiseeis zu naschen gibt, bevor es weiter mit dem Boot durch die Lagunenlandschaft mit ihrer Vielfalt an Pflanzen und Vögeln geht. Wen nach so viel Naturerlebnis die Lust auf einen Stadtspaziergang überkommt, der findet im idyllischen mittelalterlichen Städtchen Portogruaro ein lohnendes Ausflugsziel.

Service:


(c) Fotos: Rozsika Farkas und Susanne Wess

Niederösterreich: Eine Tafel versetzt das Weinviertel nach München

Gleich vor der Haustür: So nah kann das Weinviertel sein. Zumindest in München bei der Tafel im Weinviertel, zu der Niederösterreich Tourismus in den Seestadl im Englischen Garten einlud. Wie kulinarisch fein das Weinviertel ist, davon konnten sich kürzlich über 50 Journalisten überzeugen.

Unter Anleitung des Obmanns der Niederösterreichischen Wirtshauskultur wurde groß aufgetischt und anschließend „getafelt“. Gemeinsam mit dem Regionalen Weinkomitee Weinviertel präsentierte sich Niederösterreich als Land für Genießer!

Jedes Jahr bringt das Weinviertel aus Österreich den Sommer in die bundesdeutschen Metropolen München, Berlin und Hamburg. Ausgewählte Restaurants und Weinhändler schenken den Weinviertel DAC, den echten Grünen Veltliner, und andere Weinviertler Weine aus. Die Ideen dahinter: Weine aus einer der faszinierendsten Weinregionen Österreichs lassen sich sozusagen vor der Haustür im eigenen Lieblingsviertel genießen – nach dem Motto „Trink a Glasl in deinem Lieblingslokal um die Ecke“!

So tafelten wir unter freiem Münchner Himmel an edel gedeckter langer Tafel erlesene Weinvierteler Spezialitäten. Jeden Gang begleiteten zwei unterschiedliche Weinvierteler Weine, so dass wir einen umfassenden Einblick in die köstlichen Kreszenzen der Region erhielten.

Einen kleinen Einblick erhälst Du hier:

Ofen-Karotte | Karottencreme | wilder Karfiol | Mostvierteler Frischkäse | Gemüse-Sprossen

Charodonnay 2018, Weingut Breitenfelder | Weinviertel DAC Grüner Veltliner Tradition 2018, Weingut Dürnberg

Waldvierteler Lachsforelle | Wiesenkräuter | getrocknete Paradeiser | Walnüsse | Leindotter

Pinot Blanc 2018, Weingut Breitenfelder | Roter Veltliner Ried Kreimelberg 2018, Weingut Setzer

Kalbsrücken | Marchfelder Spargel | Erdäpfel-Strudel | Sauce Hollandaise

Weingut DAC Reserve Grüner Veltliner „8000“ 2017, Weingut Setzer | Falkenstein Weißburgunder Reserve 2017, Weingut Dürnberg

Topfen-Mohn-Knödel | Wachauer Marille | weiße Schokolade

Grüner Veltliner Eiswein 2017, Weingut Dürnberg

Wie die Gäste in München, Berlin oder Hamburg die teilnehmenden Lokale finden? Unter „Weinviertel in Deinem Viertel“ sind alle Restaurants aufgeführt, die den Weinviertel DAC und andere Weinviertler Weine glasweise anbieten. Aber auch die Berliner, Hamburger und Münchner Weinhändler, die eine große Bandbreite an Weinen aus dem Weinviertel anbieten, finden sich auf der Seite. Auf einer interaktiven Karte, jeweils für die Städte Berlin, Hamburg und München, lassen sich die einzelnen Restaurants und Weinhändler für weitere Infos anklicken.

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Und wer noch in diesem Jahr unbedingt die Köstlichkeiten des Weinviertels kennenlernen will, dem empfehlen wir, direkt zu den Tafeln zu reisen. Unter Tafeln im Weinviertel findet der geneigte Leser alle Tafeltermine, die noch in diesem Sommer stattfinden sowie die unterschiedlichen Gastgeber.

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Wir würden beispielsweise das Weingut Norbert Bauer empfehlen, bei dem man direkt im Weingut in dem himmlisch schönen „Eduard Diem“ Genießerzimmer nächtigen kann.

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Weinviertel DAC ist das größte österreichische Weinbaugebiet. Die außergewöhnliche und spannende Region, die sich in den letzten Jahren massiv in Qualität und Wahrnehmung gesteigert hat, hat ihren Einfluss auf die Weinwelt in den letzten Jahren stetig ausbaut. Die Herkunftsbezeichnung – Weinviertel DAC – überzeugt nicht nur mit der klassisch-trockenen Variante des frischen, fruchtig-würzigen Grünen Veltliners, sondern seit dem Jahrgang 2009 auch mit Weinen in kräftiger Spielart: den Weinviertel DAC Reserve.

Mehr Infos: 

Barcolana: Die größte Regatta der Welt bittet nach Triest

10 Tage Regatta im Golf von Triest, 17.000 Segler auf Segelbooten, Einrumpfbooten, Optimisten, Katamaranen und Surfbrettern verwandeln die Adria-Bucht in ein schier unendliches Meer aus Segeln. Bis zu 400 Veranstaltungen laden an fast 100 Orten ein zu Konferenzen, Workshops, Theater, Führungen, Verwüstungen und mehr. Vom 4. – 13. Oktober 2019 sollte sich jeder Liebhaber des Segelsportes zur Barcolana in Triest aufhalten.

Nein, nicht Barcelona. Barcolana! Nach dem großen Erfolg der 50. Barcolana und der Aufnahme ins Guinness-Buch der Rekorde als „größte Segelregatta der Welt“ steht nun die 51. Regatta bevor. Sie richtet sich an das Publikum, das leidenschaftlich segelt und sich für Meerestraditionen interessiert. Ziel ist es, eine öffentliche Diskussion über das Meer und die Umwelt anzuregen und wie jedes Jahr alle Segelbegeisterten in Triest zusammenzubringen.

Das Plakates der 51. Barcolana zeichnete die Illustratorin Olimpia Zagnoli, die kürzlich das Cover des renommierten US-Magazins New Yorker gestaltete. Dabei sollen die Emotionen der Barcolana zum Ausdruck gebracht werden, die im vergangenen Jahr von 300.000 Menschen in Triest und von tausenden Segelfreunden auf der ganzen Welt geteilt wurden.

Das diesjährige Plakat ist eine Einladung, nach Triest zu kommen und Teil der Veranstaltungen zu werden – sowohl auf See, als auch an Land. Das Plakat zeigt den Golf von Triest und sein Schloss Miramare (eines der beliebtesten und meistbesuchten Reiseziele in Italien, insbesondere bei deutschen Gästen) zum Zeitpunkt des Startschusses der Regatta. Im Vordergrund hat Olimpia Zagnoli eine Blume entworfen – als Symbol für die Schönheit, aber auch für die Verletzbarkeit unseres Meeres und des Ökosystems, das geschützt werden muss.

Um sich die Barcolana auf möglichst unterschiedliche Arten anzuschauen können die Zuschauer die vielen Segelboote aus dem Hubschrauber anschauen, von Terrassen am Ufer, vom Bord eines Ausflugsdampfers auf dem Wasser oder aber direkt an Bord eines der vielen Segelboote als Mitsegler.

Da jedes Jahr auch viele Deutsche an der Barcolana teilnehmen, ist der ADAC ab sofort Partner der Segelregatta. Axel Brinkmann, Redaktionsleiter ADAC Sportschifffahrt übergab anlässlich der Pressekonferenz von Barcolana im Hotel Bayerischer Hof München einen Wimpel des ADAC zur Besiegelung der Partnerschaft.

Segler, die an der 51. Barcolana teilnehmen wollen, können sich immer noch melden. Dabei sollten die Besucher der Barcolana sich auch unbedingt noch die Schönheiten der abwechslungsreichen Landschaft von Friaul-Julisch-Venetien nicht entgehen lassen. Denn das Land hat neben Schinken aus San Daniele und Prosecco DOC noch jede Menge mehr zu bieten.

Infos:

Quelle / Copyright: Fast alle Fotos (c) TAL / Barcolana – nur das oberste Bild ist von mir.

Restaurants in München: Marta bringt italienisches Lebensgefühl ans Schwabinger Tor

Essen wie bei Mama, wie bei der Nonna – nichts anderes als ein lockeres italienisches Lebensgefühl wollen die Gastronomen Daniel Peitzner, Thomas Antesberger und Fabio Spagna mit ihrer neuen Trattoria und Bar in das neue Viertel an der Leopoldstraße in München bringen. Familienfreundlich, günstig, dennoch eine echt neapolitanische Küche mit den besten Zutaten. Einfach, naturbelassen, frisch und alles handgemacht.

Dabei wenden sich die drei Gastronomen, die bereits das Restaurant The Italian Shot in der Theresienstraße betreiben, sowohl an die Touristen, die etwa im gegenüber gelegenen Andaz Hotel nächtigen, wie auch an die Bewohner des neuen Quartiers „Schwabinger Tor“ und an die Bewohner in der Berliner Straße, die rund um den wunderschön gelegenen Schwabinger See wohnen. Ich habe selbst etwa 10 Jahre dort in der Berliner Straße gewohnt – und da habe ich mir so manches Mal gewünscht, dass nicht dieses riesige und öde Gelände des Metro-Marktes mit Parkplatz den Durchgang zur Leopoldstraße erschwert. Und so manches Mal wünschte ich, dass eine italienische Trattoria oder Pizzeria in der Nähe gewesen wäre. Doch zwischen Grissini und Le Gaulois gab es damals nichts relevantes.

Das hat sich jetzt komplett geändert. Die Familie Hurler hat ihr Gelände behalten, doch die Strategie komplett geändert. Der alte Metro-Markt, bei alten Münchnern auch bekannt als Hurler Markt, mitsamt der einstmals günstigsten Tankstelle Münchens und dem Holiday Inn Hotel sowie der Disco Yellow Submarine wurden abgerissen. In den 70er Jahren haben sich in diesem Beatschuppen mit lebendigen Haien im Aquarium die VIPs die Klinke in die Hand gegeben. Alles Vergangenheit, alles abgerissen.

Stattdessen hat die Jost Hurler Unternehmensgruppe ein komplettes Stadtquartier mit neun Häusern auf dem Grundstück erschaffen. Ich behaupte mal die steile These, dass das Return on Investment, dass der Ertrag pro Quadratmeter jetzt deutlich höher ist als zu Zeiten, als nur Metro und Holiday Inn hier standen. Das Besondere: es ist ein absolut modernes, cooles Wohnquartier mit ausreichend Stellplätzen auf 2 Etagen im Untergrund, mit Carsharing und Coworking Offices, mit Sportstudios und einem reichhaltigen gastronomischen Angebot. Ein neuer Ort zum Wohnen, Arbeiten, Erleben und Einkaufen. Das erste Restaurant am Schwabinger Tor ist nach wie vor das allerbeste: Das La Bohème ist nach wie vor mein Geheimtipp für exzellentes Essen in München bei einem exzellenten Preis-Leistungsverhältnis. Das hat auch der Guide Michelin bemerkt und das La Bohème mit einem Bib Gourmand geadelt. Mit dem Chaadin bietet ein vietnamesisches Teehaus ein gutes Angebot für den Nachmittag an, das Jaadin Grillhouse ist ein vietnamesisches Restaurant, das das Shared-Food-Prinzip konsequent umsetzt. Das Jaadin / Chaadin ist eine vietnamesische Familiengeschichte, die sich dem Münchner Trend zu hochklassigen vietnamesischen Restaurants anschliesst.

Nun also eröffnet das Marta. Wir betreten das Restaurant am Tage des Soft Opening und stehen vor einem massiven zwölf Meter langen Marmortresen. Die Bar ist bis zur Decke hoch bestückt mit allen wichtigen Spirituosen, die man heute für eine moderne Bar braucht. Das Marta lädt ein von Aperitivo bis zum Absacker mit eigenen Cocktail-Kreationen.

Der Halbitaliener Fabio Spagna möchte im Restaurant den Gästen „sein“ Italien möglichst authentisch nahebringen. Mit diesem Konzept will Marta den Zeitgeist der Münchner, aber auch des internationalen Publikums treffen. „Italien verbinde ich mit vielen schönen Erinnerungen: Ausflüge mit der ganzen Familie, mediterranes Essen und dieses unbeschreibliche, entspannte Lebensgefühl. Mit der Rückkehr zum Authentischen wollen wir unseren Gästen wieder den puren Geschmack und den Wunsch nach Entschleunigung und Besinnung, auf das was wirklich zählt im Leben: Gutes Essen, Freunde und Familie, näherbringen.“ schwärmt Spagna.

Marta ist eine modern interpretierte Trattoria und bietet alles, wofür die mediterrane Küche zurzeit gefeiert wird: Traditionell zubereitet mit hochwertigen Produkten aber ohne Gedöns und Chichi, sondern frisch und authentisch. Wie auch bei guten Freunden zu Hause werden die Gäste in der Marta miteinbezogen – im Barbereich findet man eine große Vitrine in der täglich frisch zubereitete Affettati und Antipasti präsentiert werden.

Ein Besuch in der Marta ist wie eine Entdeckungsreise durch die verschiedenen Regionen Italiens. Auf der Karte stehen Klassiker wie beispielsweise handgemachte Pasta, aber auch Speisen von denen der Gast wahrscheinlich noch nichts gehört hat, dazu frische neapolitanische Pizza. Dabei werden die Pizzen in einem original neapolitanischen Schamottofen gebacken, der eigens in Neapel hergestellt wurde und noch als das Marta im Rohbau war durch ein grosses Fenster hindurchgehoben werden musste. Hier werden die Pizzen in nur 1 Minute fertig gebacken. Eben klassisch italienisch.

Die Lieferanten sind mit größter Sorgfalt ausgewählt und kommen aus dem Süden Italiens, vorwiegend aus Kalabrien. Marta bleibt dem Konzept „Essen wie bei italienischen Freunden zu Hause“ treu und hat auch bei der Zubereitung keine Geheimnisse vor dem Gast. Vom Restaurant aus kann man den Köchen bei der Zubereitung der handgemachten Pasta über die Schulter schauen, oder seine eigene Pizza im Ofen beim Fertigbacken beobachten.

Die kleine aber feine Auswahl an klassischen und modern interpretierten Desserts kommt ganz ohne Konservierungsstoffe oder künstliche Aromen aus und rundet das italienische Menü ab.

Und für Vegetarier gibt es Purzle Rain Burratina – Rote Beete mit Burratina und Pistazien-Pesto (11 Euro). Laut Aussage der drei Betreiber bietet das Marta genügend Möglichkeiten für Vegetarier und Veganer. Nur eben nicht für Zöliakie-Kranke. Denn ein guter Pizzateig braucht eben Gluten, denn das ist schliesslich der Kleber im Teig.

Beim Soft-Opening für Journalisten, Blogger und ausgewählte Freunde konnten wir einige exzellente Klassiker der italienischen Küche probieren, wie etwa Vitello Tonato Piemontese (11 Euro).

Besonders gut schmeckte mir persönlich die Babykraken in Tomatensauce, Moscardini genannt (8 Euro als Vorspeise).

Norcia: Salsiccia Piccante, Tomate, Steinpilze, Mozzarella di Bufala, Petersilie, Olio di Tartufo, frisch gehobelter Trüffel (17 Euro).

La Bufala: Mozzarella di Bufala, Tomate, Mozzarella fior die Latte / Basilikum (12,50 Euro).

Regina Royal: Prosciutto Cotto, Steinpilze, Tomate, Mozzarella fior di Latte, Olio di Tartufo (16,50 Euro).

Bei der Raumgestaltung fällt das Marta durch sein stilvolles Ambiente mit ungezwungenem italienischen Flair auf. Die imposante Raumhöhe erlangt nach einem modernen Interieur-Konzept, welches vom Innenarchitekturbüro Newman Zieglmeier aus London umgesetzt wurde. Gleichzeitig liess sich Fabio Spagna jedoch beim Design vom Wohnzimmer seiner italienischen Großmutter inspirieren. Für die Inszenierung des Raumes würden Stühle, Barhocker und Lampen mit hochwertigen Stoffen bezogen. Der gemütlich Eichendielenboden, die mit Samtstoffen bezogenen Sitzbänke, riesige Parmesanräder in den Regalen, die bunt gemusterten Stühle und die freie Sicht auf den Pizzaofen verpassen der Location eine coole Stimmung mit italienischer Lässigkeit. Überdimensionale Leuchten, die zum Soft Opening noch umständlich montiert wurden, und verkleidete Wände strahlen einen Hauch Luxus aus und spielen mit den Dimensionen. Die massive Marmorbar rundet das Raumkonzept ab.

Das Marta lädt dazu ein, in entspannt lockerer Atmosphäre einen Abend mit der Familie oder Freunden zu verbringen, ein Dinner zu zweit, ein lockerer Business-Lunch oder eine einsame Pizza für Business-Reisende, die in einem der Hotels in der Umgebung übernachten.

Herzlichen Dank an das Marta-Team für die Einladung und die exzellente Bewirtung! Wir wünschen einen guten Start!

Info:

FC Bayern München: Tourismusregion Istrien ist neuer Partner

Zwei starke und bekannte Marken wollen gemeinsam wachsen: Der FC Bayern München hat sich als strategischen Partner die kroatische Tourismusregion Istrien ins Boot geholt. Der Fußballclub aus der bayerischen Landeshauptstadt erhofft sich davon noch mehr Bekanntheit durch das sympathische und genussreiche Land am Mittelmeer. Der Verein freut sich auf perfekte Trainingsplätze in mediterraner Landschaft, die Spieler träumen bereits von Wein, Weib und Gesang mit Trüffeln, Wein, Olivenöl aus Istrien. Vor dem Fußballspiel FC Bayern – FSV Mainz 05 am vergangenen Sonntag stellte  Denis Ivošević, der Direktor des Tourismusverbandes in Istrien, die neue Partnerschaft vor.

“Deutschland ist unser wichtigster Markt und innerhalb dieses Marktes hat Bayern den größten Anteil. Auf der anderen Seite ist Istrien eine Tourismusdestination, die sich dynamisch verändert und schnell ihre Qualität erhöht”, führte Denis Ivošević gegenüber Vertretern der Presse in der Allianz Arena aus.

Der FC Bayern München trifft nicht auf einen unerfahrenen Partner, die Kroaten haben bereits mehrere strategische Partnerschaften. So will nicht nur der FC Bayern von der Halbinsel in der Adria profitieren, sondern bereits BMW, Cube, Bosch, Turkish Airlines, Hering Berlin sowie Mastercard.

Zusammen mit diesen Partnern will Istrien mehrere Zielgruppen noch besser erschliessen. Mit Mastercard und Turkish Airlines wird das Lifestyle-Segment erschlossen, mit BMW, Cube Bikes und Bosch wird Istrien als „Bike-Destination“ vermarktet, egal ob motorisiert oder per Muskelkraft – und auch die Cabrio- und Elektroauto-Fahrer. Bosch hat in Istrien 40 Aufladestationen für eBikes und 17 Charger für Elektroautos aufgestellt. Und Hering Berlin ist ein profilierter Partner für das Istria Gourmet Festival.

Und warum jetzt der FC Bayern München? Der Verein ist mit über 290.000 Mitgliedern der größte Sportverein der Welt, außerdem gibt es über 340.000 Fanclub-Mitglieder. FC Bayern ist eine weltweit starke Marke. Wenn die Bayern in Istrien trainieren, dann werden höchstwahrscheinlich auch ein paar Bayern-Fans vor Ort einkehren und die Schönheit der Halbinsel erkunden.

Istriens Schönheit ist vielfach ausgezeichnet. Von 2010 bis 2018 ist Istrien beim ADAC als „favourite holiday region for German car drivers“ ausgezeichnet. Und der Gourmetguide für Olivenöl Flos Olei zeichnet Istrien seit 2016 bis 2019 als die „Worlds Best Olive Oil Region“ aus.

Istrien möchte den Gourmet Tourismus ankurbeln. Mit über 800 Restaurants und Konobas, mit Kochkursen und Weintourismus, mit sieben Weinstraßen und über 140 Winzern sowie etwa 600 Sommeliers zieht Istrien derzeit etwa 235.000 Weinbesucher pro Jahr an.

Außerdem punktet die Region mit Trüffeltourismus. Istrien ist weltweit die einzige Region die sowohl weiße Trüffel – die sonst vor allem im italienischen Alba wachsen – und schwarze Trüffel – die vor allem aus dem französischen Perigord stammen – bieten kann. In Istrien werden von etwa 2.500 Trüffeljägern und 160 Trüffelsommeliers pro Jahr etwa 10 Tonnen Trüffelpilze gefunden. 1999 wurde hier der größte weiße Trüffel der Welt gefunden.

Das alles sind also schon alleine viele Gründe nach Istrien zu reisen. Und das werden auch die Spieler des FC Bayern erkennen. Nachdem sie in den letzten drei Jahren schon die großartigen Vorzüge des Trentino kennenlernen konnten – und mit Sicherheit einige Flaschen vom TrentoDOC dabei vernichtet haben – können sie jetzt also Wein, Olivenöl, Trüffel und die vielen anderen Vorzüge in Istrien geniessen.

Achja, Fußball wurde am Sonntag auch noch gespielt. Es war eine ganz knappe Kiste. Der FSV Mainz 05 hätte zu jedem Zeitpunkt das Spiel drehen können. Also dann, wenn die Mainzer ihre Offensive dabei gehabt hätten und den Willen, etwas mehr vom Spiel zu haben. Hatten sie aber nicht. Oder anders ausgedrückt – Ironie off: Der FSV Mainz 05 wurde mit 6:0 (3:0) vom Platz gefegt. Der individuelle Klassenunterschied zwischen den verschiedenen Spielern war sehr deutlich. Der FC Bayern, derzeit punktgleich mit BVB Dortmund, baut in den letzten drei Spieltagen extrem sein Torverhältnis aus. Der Ball zirkulierte hauptsächlich zwischen den Bayern-Spielern. Ein Zeichen, dass die Mainzer noch im Karneval oder schon in der Fastenzeit/Ramadan oder bereits in den Osterferien waren.

Nur das wundert einen ja eh nicht mehr. Doch frage ich mich schon, wie viel besser die Spieler des FC Bayern München denn noch spielen werden, wenn sie erstmal mit den Genüssen Istriens gestärkt sind. Und die jetzige Partnerschaft ist erst der Anfang. Istrien ist jetzt „lediglich“ strategischer Partner, der FC Bayern hat mehrere Partnerschaftsmodelle. Nach Aussagen von Tourismusdirektor Denis Ivošević wollen die Kroaten das Partnerschaft intensivieren und so auch auf den Banden im Stadion stehen. Nun denn, Glück auf!

Der Schäfflertanz in München

Wir vertreiben die Pest! Wir bringen Tanz und Freude in die Stadt, die so stark von der Pest getroffen wurde. Die Schäffler tanzen wieder! Alle sieben Jahre wird der berühmte Tanz der Schäffler aufgeführt. Früher wollte man damit die Pest vertreiben oder zumindest von den tristen Zeiten ablenken. Seitdem will man an die Zeiten erinnern. Der Münchner Schäfflertanz ist eine schöne Tradition, die jetzt wieder an vielen Plätzen in München und Umgebung zu sehen ist. Wir haben heute vor dem Hofbräukeller München zugeschaut.

Der Schäfflertanz ist ein Zunfttanz der Schäffler, die zu Musik festgelegte Figuren tanzen. Der Schäfflertanz entstand ursprünglich in München. Ab 1830 verbreitete sich der Brauch durch wandernde Schäfflergesellen auch außerhalb Münchens und ist heute in vielen Orten im altbayerischen Raum üblich.

Der Münchner Schäfflertanz:

Die Wirtsfamilie um Günter und seinen Sohn Friedrich Steinberg vom Hofbräukeller und vom Hofbräuzelt auf dem Oktoberfest hatte die Schäffler nach Haidhausen eingeladen. Der Junior „Ricky“ hat vor wenigen Jahren das Wirtshaus von seinem Vater übernommen und zeigt sich ebenso traditionsbewusst wie sein Vater – obwohl er vor wenigen Jahren eher einen gestörten problematischen Umgang mit Traditionen an den Tag legte.

Vor zwei Jahren wurde das 500-jährige Jubiläum gefeiert. Wie alle sieben Jahre tanzen die Schäffler in diesem Jahr wieder von Heiligdreikönig bis Faschingsdienstag nach alter Überlieferung auf den Straßen und Plätzen der Stadt, in Schulen, Firmen, bei Faschingsveranstaltungen und zum Start auf dem Marienplatz.

Die Gruppe besteht aus 25 Mann. 20 Tänzern, zwei Reifenschwingern, zwei Kasperln und einem Fähnrich. Ingesamt nehmen in diesem Jahr 33 Schäffler an den Tänzen teil, so dass auch der eine oder andere Ausfall verkraftet werden kann.

Bis einschließlich 05. März 2019 wird die Münchner Bevölkerung nach siebenjähriger Pause abermals durch den Schäfflertanz an das schreckliche Pestjahr 1517 erinnert.

Mehr Infos:

Das schreiben die anderen:

Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau: Familienurlaub und Kinderskikurs im Galtenberg Family & Wellness Resort

Und dann bist Du in dem Alter, in dem Party und After-Ski unwichtig sind. Du kümmerst Dich viel lieber um blaue Pisten, die schwarze Buckelpiste kann warten. Familienurlaub statt Partypiste. Kinderbetreuung statt Clubbing. Du suchst das ruhige Seitental. Beispielsweise das Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau statt Party-Zone Ischgl. Um die Ecke von München, vier Berge, zwei Täler, ein Skierlebnis für die ganze Familie. Ein Familienhotel mit Kinderskischule: Das Galtenberg Family & Wellness Resort. Kurze Anreise, maximales Kinder-Skivergnügen. 

Das Tal erwacht: Frühmorgens liegt das Tal noch im Schatten.

Die Koffer fürs Wochenende sind schnell gepackt. Skier nehmen wir nicht mit, die leihen wir uns vor Ort aus. Und ein Auto brauchen wir auch nicht. Von München fahren wir mit dem Eurocity in Richtung Venedig bis nach Wörgl. Papa chillt. Denn die Anreise mit der Bahn ist total tiefenentspannt, ohne Stau auf der Autobahn, ohne Mautgebühr für das kleine Stück Autobahn zahlen zu müssen. Und kinderfreundlich, da der Nachwuchs im Zug genügend Bewegung, Auslauf hat. Wir steigen um in den lokalen Regionalexpress bis nach Brixlegg. Dort wartet ein Mitarbeiter vom Kinderhotel Galtenberg, er nimmt uns dienstbeflissen die Koffer ab, mit seinem Hotelshuttle fährt er uns bis zum Hotel.

Das imposanten Bergmassiv im blau-grauen Morgenlicht.

Das Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau

Das Alpbachtal ist ein Tal mit 10 kleinen Dörfern. Alpbach wurde zum schönsten Dorf Tirols gewählt sowie zum  „schönsten Blumendorf Europas“. Und auch der Spiegel empfiehlt es als eines der schönsten kleinen Skigebiete. Alle Häuser hier müssen im typischen Alpbachtaler Holzbaustil gebaut werden: ab dem ersten Stock mit Holz und Balkon, die Fenster müssen Sprossen haben und dürfen nicht groß sein. Die Dächer sind nicht grell sondern in anthrazit gedeckt, als Putz ist nur klassisches Weiß erlaubt. Die Hauptgemeinde Alpbach hat lediglich 2.700 Einwohner, im Alpbachtal insgesamt wohnen 25.000 Einwohner. Hinzu kommen etwa 8.000 Gästebetten. Das ist ein deutlich anderes, normaleres, vor allem aber gesunderes Verhältnis als in anderen touristischen Tälern.

Langsam, fast unmerklich, ändert sich das Licht im Tal.

Durch das Congress Centrum Alpbach ist das Tal zu einer Ganzjahresdestination auch für Businessgäste geworden. Im Sommer und Winter kommen die Touristen – und in der Nebensaison sind die Hotelbetten mit Geschäftsreisenden gefüllt, die zu Seminaren und Kongressen in das Alpbachtal kommen. Die Lage am Inntal zwischen München und Innsbruck ist dafür optimal. Bei der einzigartigen Kongress- und Tagungsdestination steht das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund. Durch die Einbettung des Gebäudes in den Berg blieb das einzigartige Ortsbild gänzlich unberührt. Die Green Meeting-Destination überzeugt mit einer mietbaren Gesamtfläche von 2.796m² und modernster Technik. Gestalterische Höhepunkte des hellen und freundlichen Gebäudes sind eine Spirale aus Glas, die die Foyers und Räume mit viel Tageslicht versorgt, sowie große Fensterfronten mit Blick auf die beeindruckende Alpbacher Bergwelt. 

Die Bauernhöfe und Wiesen liegen noch im Morgengrau.

Die Struktur des Tales ist noch sehr ursprünglich. Es gibt noch über 100 aktive Bauernhöfe, ein großer Teil davon sind noch Erbhöfe, die seit über 200 Jahren in Familienhand sind. Im Sommer sorgen drei große Campingplätze für Urlauber aus ganz Europa.

Plötzlich zeigt sich die Sonne, die Berggipfel erglühen im morgendlichen Rosa.

Doch die grandiosen Zeiten des Alpbachtales sind lange vorbei. Früher wurde hier richtig Geld gemacht. Die Familie Fugger hatte im Ort die Fuggerverwaltung und liess aus dem Gradlspitz nach Kupfererz schürfen. Die Geschichte dazu können die Touristen im Bergbau- und Hüttenerzmuseum in Brixlegg nachvollziehen. Und die einstige Fuggerstube gibt es heute immer noch: Sie ist integriert im Böglerhof.

Langsam wechselt das Rosa zu Weiß, das Sonnenlicht wird stärker.

Heute wird nicht mehr nach Gold, Silber oder Eisenerzen im Berg geschürft. Das Geld kommt hauptsächlich über die Touristen ins Tal. Die Zielgruppen sind Familien, Freunde und Paare ab 40 Jahren aufwärts. Das Alpbachtal bietet vieles – nur keinen Extremsport. Im Sommer bieten sich hier die besten Gelegenheiten zum Wandern, Sommerrodeln, Wildwasser-Rafting, Biking oder auch im Outdoor-Zentrum in Gramsach. Apropos Sommerrodeln: Der Alpbachtaler Lauser Sauser ist der neue Alpine Coaster am Wiedersbergerhorn. Beim nächsten Mal muss ich den unbedingt fahren!

Schließlich präsentiert sich der Berg im morgendlichen Schneeweiss.

Im Freilichtmuseum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach erwarten 37 wieder errichtete Originalbauten – Bauernhöfe und Nebengebäude aus verschiedenen Talschaften – die reizvoll ins Hügelland mit imposanter Bergkulisse eingebettet sind. 

Langsam erwachen auch die Almen, Bauernhöfe und Skipisten.

Und im Winter begeistert das Alpbachtal mit Abfahrtsski, Langlauf, Rodeln, Winterwandern und Schneeschuhwandern. Im Winter 2012/2013 schlossen sich das Nachbartal Wildschönau und das Alpbachtal zusammen zum Ski Juwel. Seitdem heisst es Ski Heil! auf 109 km Pisten, 326 ha Pistenfläche bei 85% beschneiten Pisten und 45 Liftanlagen. Der nötige Einkehrschwung macht in 25 Skihütten Spaß. Doch dazu später mehr. Für die Kids gibt es 2 Snowparks und 1 Familypark. Die höchsten Bergstationen sind auf dem Wiedersbergerhorn auf 2.025m und auf dem Schatzberg auf 1.903m. Dabei können die Gäste aus ganz Europa aufatmen: Es gibt gratis WiFi im gesamten Skigebiet. Und einen kostenlosen Skibusservice im gesamten Tal.

Blick aus der Schatzbergbahn.

Seit einem Jahr gibt es nun die neue Schatzbergbahn. 18 Millionen Euro wurden in diese hochmoderne 8er-Gondelbahn investiert, die von Auffach auf den Schatzberg führt. Es ist eine Einseilumlaufbahn mit Mittelstation. Die über 4km lange Bahn befördert 2.650 Personen pro Stunde auf den Berg. Zu den Annehmlichkeiten zählen ein komfortabler, barrierefreier Zugang, Indoor-Kassen sowie ein großer Sportshop.

Galtenberg Family & Wellness Resort

Wir wachen im Galtenberg Family & Wellness Resort in unserem Zimmer auf und fühlen uns gleich sauwohl! Der Blick aus dem Fenster zeigt uns diese traumhafte Bergwelt, die sich fast minütlich verändert. Hier hätte ich mir ein Stativ zur Hand gewünscht, um den Sonnenaufgang permanent festzuhalten. Doch die Bilder oben geben Euch hoffentlich einen guten Einblick.

Unser Familienzimmer im Galtenberg, einem Mitglied der Kinderhotels, lässt keine Wünsche offen. Es gibt ein extra Kinderzimmer für drei Kinder mit einem Stockbett und einem normalen Bett. Im Badezimmer steht für die Kinder ein eigenes Set mit Zahnpasta etc. zur Verfügung. Außerdem steht ein kleiner Tritt vor dem Waschbecken, so dass die lieben Kleinen problemlos ans Waschbecken kommen. Zu gemütlichen Spielstunden zusammen lädt eine Sitzecke ein. Der Tisch ist groß genug, dass man dort auch essen könnte. Für den Wellnessbereich liegen Bademäntel und Crocks-Schuhe bereit.

Im Skikeller des Hauses finde ich eine genügende Anzahl an Schlitten. Dort steht für jedes Zimmer ein eigener Skischrank zur Verfügung, so dass wir unsere Skier, Skischuhe und Stecken dort zum Trocknen einschliessen können.

Und im betreuten Kinderparadies können die Eltern ihre lieben Kleinen mit bestem Gewissen absetzen. Die Kinder können dort spielen, toben, basteln und Sport treiben unter erfahrener Anleitung. Eine Kletterwand lädt zum Kraxeln ein. Im Wellnessbereich habe ich natürlich Kamera und iPhone nicht mitgenommen. Doch auch hier finden Kinder und Eltern genau die richtige Mischung aus Plantschen, Wasserrutschen, Sauna und Ruhebereich.

Einen kleinen Einblick bekommt ihr hier in diesem Video:

Unsere Maus muss raus! Sie will zum Skikurs! Das erste Mal auf die Bretter, die den Winter bedeuten. Bis heute stand sie noch nicht auf Skiern, im Kindergarten ist der erste Skikurs schon angemeldet. Doch wir wollen sie gern etwas vorbereiten – und wenn es nur für ein paar Stunden ist. Ein Gefühl für die Latten und den Füßen entwickeln. Die Skier für die Maus und für mich haben wir in der Skischule schon am Vorabend reserviert und angepasst. Jetzt müssen wir sie nur abholen. Das geht schnell. Gleich nach dem erstklassigen Frühstück im Galtenberg schmeissen wir uns in die Skiklamotten und stapfen durch den Neuschnee hinüber zur Skischule, die gleich neben dem Hotel liegt – und auch zur Familie gehört. Rein in die Skischuhe, die Latten und Stecken nimmt der Papa und dann geht es gleich rüber zum Kinder-Skikurs.

Einen kleinen Einblick gibt Euch dieses Video:

Wie ihr sehen könnt, habe ich mich erst vergewissert, dass der erste Skikurs wirklich etwas bringt und sich die kleine Maus zumindest halbwegs auf den Skiern halten kann. Dann hat es sich der Papa nach einer kleinen Weile der Beobachtung nicht nehmen lassen, das Skigebiet zwischen Alpbachtal und Wildschönau selbst zu erobern. Zuerst bin ich so ziemlich jeden Lift auf der Alpbachseite gefahren, inklusive der langen Talabfahrt, auf der nur sehr wenige andere Skifahrer anzutreffen sind.

Anschliessend bin ich mit der Schatzbergbahn hoch in Richtung Wildschönau gegondelt. Am Schatzberg in Auffach geht es eher gemütlich zu. In dem offenen Gelände fühlen sich vor allem Genuss-Skifahrer sowie Snowboarder im Funpark wohl. Über der Waldgrenze liegen breite und sonnige Abfahrten, abseits davon gibt es die eine oder andere Buckelpiste und Tiefschneeabfahrt. Der Ausblick von dort oben ist genial. Durch neue Beschneiungsanlagen am Schatzberg / Wildschönau ist die Schneesicherheit im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau zu 85 % abgedeckt. Zum Mittag bin ich dort oben in die „Gipfö Hit„, die Gipfelhütte, eingekehrt. Die kulinarischen Spezialitäten sind von alten Zeiten geprägt, als die Knechte an den Höfen den ganzen Tag hart arbeiten mussten. Deftige Süßspeisen wie Kaiserschmarrn oder Melchermus sorgen dabei für die nötige Energie und sind ein süßer Hochgenuss.
 

Als Vorspeise empfehlen wir eine deftige, wärmende Leberknödelsuppe,

anschliessend bietet sich ein klassisches Tiroler Bauerngröstl an.

Und den süßen Abschluss bildet ein köstlicher Kaiserschmarren.

Mit der Schatzbergbahn am Nachmittag aus der Wildschönau zurück ins Alpbachtal.

Die tief verschneite Winterlandschaft könnte noch traumhafter sein, wenn der Himmel sich sonnig blau präsentieren würde. Doch damit es sich so schön weiss präsentiert, muss es auch schneien.

Am Nachmittag ist der Nebel zurück im Tal.

Die Pisten sind im besten Zustand und laden zu schönen Schwüngen ein. Das Ski Juwel ist einfach ein perfektes, kleines, feines und ruhiges Skigebiet. Wer die Pistengaudi sucht, der ist hier sicherlich total falsch. Wer aber Ruhe und einfach exzellente Pisten mit tollen Ausblicken liebt, der wird sich hier richtig wohl fühlen. In Österreich muss man sich in Sachen Kulinarik eh keine Sorgen machen. Ich habe – insbesondere in Tirol – noch kein einziges Mal schlecht gegessen. Und im Galtenberg Hotel fühlten wir uns als Familie richtig wohl.

Herzlichen Dank an das Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau und das Galtenberg Family & Wellness Resort für das Wochenende!

Service:

Gastronomie im Ski Juwel Alpbachtal-Wildschönau:

Südtirol: Die Heimat von Speck, Käse, Apfel und Wein

Roland Trettl ist landesweit bekannt als Fernsehmoderator und Fernsehkoch. Mit den Shows The Taste, Kitchen Impossible, Grill den Profi  und First Dates – Ein Tisch für zwei ist er einem Millionenpublikum bekannt geworden. Doch sein Vorleben ist viel interessanter: Roland Trettl stammt aus Südtirol und war vom Guide Michelin mit einem Stern gekrönt – bevor er sich dem schnöden Mammon zuwandte. 

Roland Trettl ging durch die exzellente Schule von Küchengott Eckart Witzigmann, er kochte im Aubergine, im Tantris, war für Witzigmann im Restaurant Ca’s Puers auf Mallorca und führte das Restaurant Ikarus in Salzburg. Die exzellente Kochkunst liegt dem Südtiroler also im Blut. Die Liebe zu den Produkten vor allem – oder besser: zu den Lebensmitteln. Denn darauf legt er selbst allergrößten Wert: Wir leben von Lebensmitteln, wir kochen und essen, damit unser Körper funktioniert, damit wir gut leben können. Das Wort „Produkt“ hört sich künstlich an, eher wie ein maschinell hergestelltes Teil. Wir essen jedoch natürliche Dinge, die auf bzw. in unserer Erde wachsen. 

Vor wenigen Tagen präsentierte Roland Trettl einige der besten Lebensmittel aus seiner Heimat: Speck, Käse, Äpfel und Wein. Genau diese Lebensmittel spiegeln die traditionelle Lebensweise und Geschichte Südtirols. 

Roland Trettl ist ein waschechter Südtiroler. Er ist in Bozen geboren und aufgewachsen. So ist er perfekt geeignet, um Südtiroler Lebensmittel vorzustellen. Mit 16 Jahren hat er eine Kochlehre begonnen, da es zum Eishockey-Profi nicht gereicht hat. Mit 21 Jahren hat er Südtirol verlassen, und zu Eckart Witzigmann gegangen. Jetzt ist Roland Trettl das Gesicht der Kampagne zu EU-Gütesiegeln „Europa, wo Qualität zu Hause ist“. 

Das Förderprogramm informiert drei Jahre lang über die Qualitätsversprechen, die mit den europäischen Gütesiegeln geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) und geschützte geografische Angabe (g.g.A.) sowie der Auszeichnung DOC (Italienisch: „Denominazione di origine controllata“ für kontrollierte Herkunftsbezeichnung) verbunden sind.

Von 2018 bis 2020 klärt die Kampagne mit dem Untertitel „Authentischer Geschmack mitgarantierter Herkunft“ am Beispiel von Südtirol DOC Wein, Südtiroler Apfel g.g.A.,Südtiroler Speck g.g.A. und Stilfser g.U. Käse Fachleute aus Handel und Gastronomie sowie Verbraucher darüber auf, welche Garantien die EU-Gütesiegel geben und welchen Mehrwert sie für Konsumenten und Produzenten bergen. Initiatoren der Kampagne sind das Südtiroler Apfelkonsortium, das Konsortium Stilfser Käse, das Südtiroler Speck Konsortium und das Konsortium Südtirol Wein. Das von der Europäischen Union geförderte Programm umfasst Aktionen im Heimatmarkt Italien und in den Exportmärkten Deutschland, den Niederlanden und Schweden.

Für den Handel sind insgesamt 540 Verkostungstage mit Südtiroler Apfel, Südtiroler Speck und Stilfser Käse geplant. Dabei sollen Endverbraucher sich davon überzeugen können, dass Produkte mit geschützter Herkunftsbezeichnung auch geschmacklich den Unterschied machen. Zudem sind 12 Seminare zur Schulung von angehenden Wein-Profis vorgesehen. Darüber hinaus setzt die Kampagne auch auf die Zusammenarbeit mit Influencern. So erhalten mehrere Food- und Weinblogger die Gelegenheit, die vier Produkte mit EU-Gütesiegel kennenzulernen und sich bei Studienreisen nach Südtirol von den traditionellen und kontrollierten Herstellungsmethoden zu überzeugen.

EU-Gütesiegel stehen für garantierte Herkunft und Qualität

Die Gütesiegel der Europäischen Union zeichnen landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel aus, die eng mit ihrer Herkunftsregion, handwerklichen Traditionen und den Menschen, die sie herstellen, verbunden sind. Sie geben Verbrauchern die Sicherheit, ein authentisches und kontrolliertes Qualitätsprodukt zu kaufen. So garantiert die geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.), dass alle Produktionsschritte nach traditionellen Methoden in der Herkunftsregion erfolgt sind. Die geschützte geografische Angabe (g.g.A.) dokumentiert, dass mindestens ein Produktionsschritt nach festgelegten Kriterien in der Herkunftsregion stattgefunden hat. Damit sind die Erzeugnisse rückverfolgbar – ein Aspekt, der für Konsumenten immer wichtiger wird. Das gilt auch für den Südtirol DOC Wein, den Südtiroler Apfel g.g.A., den Südtiroler Speck g.g.A. und den Stilfser g.U. Käse. Mit EU-Gütesiegel ausgezeichnet, stehen diese Produkte mit geschützter Herkunftsbezeichnung für Qualität aus der Region Südtirol und beispielhaft für Qualität aus Europa.

Qualitätsprodukte Wein, Apfel, Speck und Käse

Die DOC-Herkunftsbezeichnung für Südtiroler Weine existiert seit 1971. Heute sind mehr als 98 Prozent der gesamten Rebfläche Südtirols DOC-klassifiziert. Alle Weine aus dem DOC-Gebiet unterliegen strengen Qualitätskontrollen – beispielsweise mit einer Begrenzung des Höchstertrags, Mindestwerten für Alkohol- und Säuregehalt und vieles mehr. Dank seiner geografischen Lage und dem milden, alpin-kontinentalen Klima stellt Südtirol auf 5.400 Hektar Rebfläche ein überaus facettenreiches Weinanbaugebiet dar. Hier wachsen 20 verschiedene Rebsorten – etwa 60 Prozent davon sind weiß, 40 Prozent davon sind rot.

Der Südtiroler Apfel g.g.A. ist seit 2005 von der EU als geschützte geografische Angabe anerkannt. Mit 300 Sonnentagen im Jahr, viel Regen im Frühling, einem in der Regel milden Sommer und Herbst bietet die Region ideale Bedingungen für den Apfelanbau auf bis zu 1.000 m Höhe. Dieses einzigartige Klima, gepaart mit einem kontrollierten, naturnahen und ökologischen Anbau, verleiht dem Südtiroler Apfel seine typische saftige und knackige Qualität. Aktuell tragen 13 Sorten das g.g.A.-Siegel: Braeburn, Elstar, Fuji, Gala, Golden Delicious, Granny Smith, Idared, Morgenduft, Jonagold, Pinova, Red Delicious, Topaz, Winesap.

Der Südtiroler Speck g.g.A. trägt seit 1996 die geschützte geografische Angabe. Die sorgfältige Auswahl des Schweinefleischs sowie klare Leitlinien und Kontrollen bei der Produktion machen den Südtiroler Speck unverwechselbar. Der Leitsatz der Hersteller„Wenig Salz, wenig Rauch und viel frische Luft“ ist Teil der gelebten Handwerkstradition,die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Typisch für den Südtiroler Speck sind sein würziger und leicht rauchiger Geschmack – nur der beste Speck bekommt das historische Brandsiegel.

Der Stilfser g.U. Käse ist seit 2007 von der EU als einziger Käse Südtirols mit geschützter Ursprungsbezeichnung anerkannt. Das spricht für traditionelle Qualität und den historischen Bezug zum Ursprungsgebiet: Die Herstellung des „Stilfser“ lässt sich bis ins Jahr 1914 zurückverfolgen. Es handelt sich um einen für die Region typischen Käse, der mindestens 60 Tage gereift ist. Hierfür wird frische Kuhmilch von Südtiroler Bergbauernhöfen, die größtenteils oberhalb von 1.000 Metern Höhe liegen, innerhalb von 48 Stunden verarbeitet. Derzeit wird der Stilfser von Mila im Werk Bruneck und in der Sennerei Burgeis produziert.

Service:



Sai Spa: Die wohl beste tiefenentspannende Thai-Massage in München

Thai-Massage ist die ultimative Entspannung. Verspannte Muskeln, verrenkte Wirbel, ultra-harte Muskulatur im Rücken, knallharte Waden… was immer es auch ist, mein Tipp lautet: Thai-Massage. Seit meinem allerersten Thailand-Urlaub bin ich ein Fan der Thai-Massage. Und zwar der Richtigen. In München empfehle ich Euch das Sai Spa am Ostbahnhof.

Na klar, jeder kennt die üblichen Vorurteile – oder auch eigenen Erfahrungen – von „Thai-Massage„, von Happy Ending, von Sex-Arbeiterinnen. Nein Leute, das ist nicht seriös und das hat NICHTS mit ehrlicher, richtig guter Thai-Massage zu tun. 

Aktuell heisst der eine Trend „Sharing„. Nein, eine Massage will ich nicht teilen. Der andere Trend heisst „on Demand„. Videos gibt es on Demand und das Essen kommt mittlerweile auch zu ziemlich jeder Uhrzeit nach Hause über diverse Lieferservices. Jetzt gibt es auch die seriöse, exzellente Thai-Massage on demand. Das Sai Spa am Ostbahnhof ist dafür genau richtig. Denn hier stehen fünf Thailänderinnen parat, die bestens ausgebildet sind, um die verschiedensten gewünschten Massage-Techniken anzuwenden. Hier in Haidhausen, genau gegenüber vom Ostbahnhof ist eines der besten Münchner Thai-Massage-Studios. Doch wie alle exzellenten Läden kommt auch dieses von aussen eher schlicht daher. Das Sai Spa versteckt sich hinter einer unscheinbare Außenfassade. 

Und das setzt sich auch im Inneren fort: Understatement. Hier überwiegt kein Thailand-Kitsch. Neben der Aromaöl- und Thai-Massage sollte man sich auf keinen Fall das Signature-Treatment mit der Sai Classical-Massage entgehen lassen. Der Gast kann zwischen vier ganz unterschiedlich gestalteten Behandlungsräumen wählen – in ein Meer an Blau eintauchen oder unter dem Flügel einer Libelle entspannen. Ich ziehe meine Schuhe aus und schlüpfe in bequeme Schlappen. Meine Masseurin begrüßt mich sehr freundlich mit einem „Sawasdee kha“, bittet mich, Platz zu nehmen, meine Schuhe und Socken auszuziehen und fängt an, mir die Füße zu waschen. Die Fußwaschung erinnert irgendwie an die Bibel, doch ist sie wesentlich traditioneller und heiliger. Die junge Masseurin bittet mich in das Behandlungszimmer und dort entledige ich mich meiner Klamotten bis auf die Unterhose. 

Ich lege mich auf die Massageliege, die Masseurin kommt in den Behandlungsraum, bedeckt die Teile meines Körpers, die sie nicht als erstes malträtieren will, mit Handtüchern, ölt sich die Hände ein und fängt an. Ganz klassisch fängt sie an, meine Füße zu malträtieren. In den folgenden 60 Minuten folgt eine klassische, traditionelle Thai Massage. Volle Punktzahl also fürs Treatment. 

Man fühlt sich wie in einem der schönsten Wellnesshotels, nur mitten in München und ohne Übernachtungskosten. In Zeiten der Finanzkrise stellt das SAI SPA den idealen und kostengünstigen Weg dar, Massagen ohne weitere Verpflichtung zu genießen. Neben Sport- , Aromaöl- und Kräuterstempelmassagen wird im SAI SPA vor allem die Thai Massage zelebriert, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
Meine thailändische Therapeutin entspannt meine Muskulatur mit geschulten Griffen und dehnenden „Winkelzügen“, wie man sie wohl nur in Thailand erlernen kann. Nach der 60-minütigen Thai Massage ist mein Körper rundum entspannt und ich fühle mich wohl.

Das Ritual „Massage“ gehört in Asien zum Alltag. In der westlichen Welt erfreut sich die traditionelle Thai Massage seit den 90er Jahren immer größerer Beliebtheit. Dazu trägt auch die Popularität Siams als Reiseziel bei. Dem Sai-Spa-Team, dessen Therapeutinnen alle aus Thailand stammen, und die perfekt in der Heimat sowie in Deutschland ausgebildet wurden, ist es deshalb besonders wichtig, ein authentisch-asiatisches Gefühl zu vermitteln – aus Verbundenheit und Liebe zur Heimat. Ohne Hektik, ohne Lärm. 

Es sind die Rücken-, die Fuß-Massage und die „Sai Classical Massage“, die zur besseren Bewältigung des (Büro)-Alltags beitragen und nach körperlicher Anstrengung neuen Schwung verleihen. Die traditionelle Thai-Massage dient „eher“ der Regeneration und Relaxation. 

Entspannende Massagen, authentisches Ambiente und asiatische Gastfreundschaft – mit diesem harmonischen „Dreiklang“ möchte Sai Spa den perfekten Rahmen für ein besonderes Erlebnis schaffen – in einer traditionellen Thai Massage und einem Asia Day Spa. Irgendwie vergeht die Zeit dann ganz schön schnell und der ganze Spaß ist auch schon wieder vorbei. Denn immer dann, wenn ich total tiefenentspannt bin, falle ich in ein Speed Napping. Wenn ich dann aufwache bin ich total locker, tiefenentspannt und optimal massiert. War irgendwas unangenehm? Nein. Habe ich irgendwas vermisst? Nein. Es war alles optimal.  

Ich verlasse das Sai Spa also nicht nur tiefenentspannt, sondern auch mit einem guten Gefühl und rufe aus diesem Grund hiermit offiziell zum Nachmachen auf! Das Spa Menü findet ihr hier. Bei allem Verständnis für kurze Lunch-Break-Massagen: eine richtige Thai-Massage wirkt erst ab 60, möglichst ab 90 Minuten. Das Geld sollte Euch Eure Gesundheit schon Wert sein. Denn: ihr erspart Euch damit den ganzen Mist und Aufwand, mit der deutschen Krankenkasse, mit irgendwelchen Pseudo-Fango  oder gar nur Wärme-Packungen, irgendwelche auf 20 Minuten beschränkten Behandlungen. Das ist alles nur Quatsch. Sorry, aber meines Erachtens verar***en die deutschen Krankenkassen hier ihre Mitglieder. Das deutsche System der Massage fängt oben am Rücken, an der Schulter an und arbeitet sich dann runter. Die Therapeutinnen, die Thai-Massage gelernt haben, fangen an den Füßen an und merken aufgrund der Verspannungen in den Füßen bereits, wo der Patient an welchen Stellen im Rücken, in den Beinen etc. es am meisten nötig hat. 

Vor einigen Jahren war ich schon mal im Sai Spa – damals noch an alter Stelle am Max-Weber-Platz. Die neuen Räumlichkeiten sind zwar deutlich anspannender doch deutlich besser. Denn hier sind die Behandlungsräume echte Räume. Die erste Location war gebaut wie die richtigen Thai Spas – nur mit Vorhängen zwischen den Behandlungsmatratzen. Doch in der ersten Location zog es wie Hechtsuppe. Während ich da zur Massage lag, hatte ich einen permanenten kühlen Luftzug am Körper – etwas, das in Thailand sehr angenehm sein mag, in München jedoch nicht wirklich. Vorbei. Jetzt ist alles echt bestens, die jeweils eigenen Behandlungszimmer geben wesentlich mehr Individualität und Intimität. 

Nach dem Treatment bekomme ich noch einen Becher mit heißem Kräutertee angeboten, bevor ich zahle, mir wieder meine Schuhe anziehe und gehe. Ich erwache nun aus meinem thailändischen Traum und befinde mich nun wieder im Alltag, mitten in München. Total tiefenentspannt schwinge ich mich auf mein Radl und gehe den Rückweg ganz locker an. Ich weiss es genau, ab morgen werden die Rückenschmerzen der letzten Wochen verschwunden sein. 

Service:

Das sagen die Anderen:

Disclosure:

  • Herzlichen Dank an Sai Spa für die Einladung. Dies hat jedoch keinerlei Einfluss auf meinen Artikel, meine Meinung gehabt. 

Slow-Food meets Yoga – Lebenskunst in Südtirol

Im familiengeführten 4 Sterne Hotel Schwarzschmied, dem ersten Lebenskunst-Hotel Südtirols, ist Genuss Programm. Gerade in der dunklen, kalten Jahreszeit das perfekte Urlaubsdomizil.

Die Zimmer des Hotels Schwarzschmied sind mit Möbeln aus Naturmaterialien ausgestattet

Schon eine alte Volksweisheit besagt: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Deshalb sollten wir Körper und Geist öfter mal eine Verwöhnpause gönnen – uns zwischendurch Zeit nur für uns selbst nehmen, einfach mal treiben lassen und den Moment genießen.

Traumhafte Ausblicke vom Hotel-Garten auf die wunderschöne Bergwelt des Meraner Landes

Eingebettet in die Bergwelt des wunderschönen Meraner Landes in Südtirol können sich sowohl Aktivurlauber als auch Ruhesuche im historischen und doch innovativen Ambiente des Schwarzschmied besonders wohlfühlen. Hier vereinen sich italienischer Lebensstil und das Bewusstsein für Natur und Umwelt.

Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat darin zu wohnen.“ 

Genuss nach dem Slow Food-Prinzip

Leicht, vollwertig, vegetarisch, vegan, laktose- oder glutenfrei – die Küche des Restaurants „La Fucina“ bietet Genuss vom Feinsten für individuelle Bedürfnisse. 

In der ehemaligen Schmiede zaubert Küchenchef Stefan Brida köstliche und gesunde Gerichte auf Ihren Teller. Das Besondere: Hier wird gekocht nach dem Slow Food-Prinzip – das heißt, es gilt der Grundsatz „zurück zur Natur“, wobei besonderen Wert auf die Nachhaltigkeit und den regionalen Bezug von Zutaten und Speisen gelegt wird. 

Lecker! Hier wird sogar die Pasta hausgemacht

So stammen Butter und Honig von ausgewählten Almen und Bauernhöfen aus dem Ultental. Die Eier liefert der Bauer aus der Nachbarschaft. Frisches Gemüse, Obst und Kräuter kommen größtenteils von lokalen und regionalen Produzenten oder aus dem hoteleigenen Schwarzbauergarten. Auch die Pasta für die leichten italienischen Vorspeisen, die in Südtirol zu den traditionellen Gerichten zählen, sind selbstverständlich hausgemacht. 

Den Morgen mit einem ausgiebigen Frühstück mit Produkten von regionalen Bauernhöfen beginnen

Und weil „gesundes Leben mit belebtem Wasser beginnt“ (Johann Grander) fließt in den Schwarzschmied-Bädern und aus den Wasserhähnen ausschließlich vitalisiertes Granderwasser – womit natürlich auch gekocht wird. 

Der beheizte Außenpool ist ganzjährig benutzbar

Wahren Reichtum hat man, wenn man seinen inneren Ausgleich gefunden hat.“ 

Im Spa- und Wellness-Bereich mit einer großzügigen Beauty- und Saunalandschaft, einem Fitnessraum sowie einem Innen- und beheizten Außenpool stehen Wohlbefinden und Gesundheit im Mittelpunkt.

Mit Yoga den Tag ausklingen lassen

Um Körper und Seele in Einklang zu bringen, war es Junior-Chef Klaus Dissertori eine Herzensangelegenheit das Thema Yoga zu einem wesentlichen Bestandteil des Schwarzschmied zu machen. So stehen im 70m² großen Yogaraum nicht nur tägliche Yogaklassen – vom „Gentle wake up Yoga“ bis zum Sivananda Yoga auf dem Programm, sondern es können auch Yoga-Workshops und -retreats oder Privatstunden bei qualifizierten Yogalehrern gebucht werden. 

Auch Wandern in der traumhaften Natur rund um das Hotel fördert das bewegte Innehalten. Entsprechend bietet das Hotel drei geführte Wanderungen pro Woche an. Rund um Lana finden sich zahlreiche Wanderziele. Hier liegt der Eingang ins urige Ultental, am Rand zum Nationalpark Stilfserjoch mit seinen hohen Gipfeln und den 2000 Jahre alten Ultner Urlärchen in St. Getraud. 

Der Ruheraum des Lebenskunst-Hotels

Wer lieber auf das Rad umsteigen möchte, kann sich im Hotel kostenlos hochwertige Mountain- und Citybikes ausleihen. 

Auch Golfern wird es nicht langweilig: Drei Golfplätze mit mediterranem bis hochalpinem Charakter stehen Profis und Freizeitgolfern im Umkreis von 30 Kilometern zur Verfügung. 

Ob Sommer oder Winter, im vielfältigen Meraner Land kann man das ganze Jahr Natur pur auf seine individuelle Weise genießen. 

Kleinod im Zentrum Lanas: Hotel-Chef Klaus Dissertori vor seinem neuen Hotel 1477 Reichhalter


Für Retro- und Kulinarik-Fans

Als Erweiterung für ihr Lebenskunst-Hotel Schwarzschmied baute Familie Dissertori ein altes Schmuckstück – das Gasthaus Reichhalter im historischen Zentrum Lanas – um und ließ es im Sommer 2018 als „Eat & Sleep“ Location am Fuße von Schloss Braunsberg mit acht Zimmern neu aufleben. 

Romantisch! Die Dachterrasse vom Hotel Reichhalter


Service:


Fotos: © Anke Sieker/ Hotel Schwarzschmied

Eine kulinarische Reise zu 100 Genussorten in Bayern

Bayern feiert sich selbst. Der Freistaat Bayern feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Dabei darf natürlich das Thema Genuss nicht zu kurz kommen. Jetzt gibt es die ganze Vielfalt des Genusslandes Bayern zusammengefasst in einem Buch: Mit „100 Genussorte in Bayern“ präsentiert die Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift essen & trinken einen Reiseführer für Genießer. 

Die Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaliber stellte den kulinarischen Reiseführer 100 Genussorte in Bayern: Ein kulinarischer Reiseführer vergangenen Freitag in München vor. „Mit unserem Genussführer wollen wir Appetit machen auf eine Entdeckungsreise zu den kulinarischen Schätzen der verschiedenen Regionen Bayern“, sagte die Ministerin bei der Buchpräsentation. 

Das Buch entführt die Leser in die Regionen Franken, Schwaben, Ober- und Niederbayern sowie in die Oberpfalz. Dort wurden anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Freistaates Bayern Genussorte ausgezeichnet, die sich durch ihre besonders hochwertigen regionalen Spezialitäten hervortun. Die Erläuterungen zur geografischen Lage werden durch historische Fakten und zahlreiche großformatige Fotografien ergänzt.

Von Alzenau in Unterfranken ins oberbayerische Waging, vom Allgäu bis ins Oberpfälzer Waldsassen. „Jede Region hat ihre charakteristischen Spezialitäten, die es zu entdecken lohnt“, so Kaniber. Auf rund 270 Seiten gibt es interessante Geschichten und eindrucksvolle Bilder rund um die Schmankerl, die Menschen, die sie mit viel Liebe herstellen, und die Landschaften, die davon geprägt werden.

Die 100 Genussorte wurden in einem Wettbewerb des Landwirtschaftsministeriums von einer unabhängigen Jury ermittelt. Ziel des Wettbewerbs war es nach den Worten der Ministerin, „das Bewusstsein der Verbraucher für die Genussvielfalt der Regionen und die Einzigartigkeit unserer Spezialitäten zu schärfen.“ Das Buch ist – wie auch der Wettbewerb – Baustein der bayerischen Premiumstrategie für Lebensmittel. Im Vordergrund des Reiseführers stehen jedoch die Menschen – Winzer, Bauern, Senner oder Brauer – die sich in den Gemeinden für die Qualität und Nachhaltigkeit ihrer Lebensmittel engagieren. Sie kommen in Kurzinterviews zu Wort und geben Einblicke in die Produktion verschiedener Köstlichkeiten. Neben dem bekannten Nürnberger Lebkuchen bietet das Genussland Bayern nämlich noch vieles mehr. Zum Beispiel Weißwein aus Iphofen, Whiskey aus dem Spessart oder „Goldene Landpomeranzen“ aus Passau. 

Der kulinarische Reiseführer erscheint im Landwirtschaftsverlag und kostet 24 Euro. 

Service:

St. Leonhardshof: Stuten, Stutenmilch und Pferdekäse

Stuten werden gemolken? Stutenmilch und Käse aus Stutenmilch – gibt es sowas überhaupt? Milch und Käse von Kühen, Schafen und Ziegen kennen wir. Im wunderschönen Chiemgau liegt ein Gestüt, auf dem Pferde vor allem zur Stutenmilch-Produktion gezüchtet werden. Der St. Leonhardshof widmet sich dabei vollkommen der Zucht der namensgebenden Pferderasse: den Leonhardern.  Bei einem Tag der Offenen Tür schauen wir uns die Vorstellung der Pferde, das Melken der Stuten und Ponyreiten an und verkosten die Naturprodukte. Ein Tag für die ganze Familie.

Der gelernte Landwirt und Wasserpionier Johann Abfalter begann hier im Jahr 2008 mit der Zucht dieser neuen Rasse, deren Charaktereigenschaften außergewöhnlich sind. Und die das Züchterherz genauso erfreuen, wie viele ernährungsbewusste Menschen. Denn aus der Stutenmilch werden sehr geschmackvolle und gesundheitsfördernde Naturprodukte hergestellt.

Bei einem Tag der Offenen Tür lernten wir das Gestüt im wunderschönen Chiemgau kennen. Hier, östlich des bayerischen Meeres, haben die Pferde köstliche Wiesen unter den Hufen und die Alpen vor den Augen. Was für ein herrliches Pferdeleben. 

Einen kleinen Einblick gibt Euch unser Video:

Die Entstehung des Leonharders geht auf die Zuchtbemühungen des Landwirts und Züchters Johann Abfalter, dem auch die St. Leonhards Quellen gehören, zurück, der auf seinem St. Leonhards Hof im bayerischen Grabenstätt/Chiemgau im Jahr 2008 mit der Zucht dieser neuen Pferderasse begann. Zuvor hatte die Inhaberfamilie die Idee, aus Stutenmilch in der hofeigenen Naturkäserei naturbelassene und schmackhafte Produkte für ernährungsbewusste Kunden herzustellen. Vor dem Hintergrund, Tier, Mensch und Natur in Einklang bringen zu wollen und der Verantwortung gegenüber den Stuten gerecht zu werden, stellte sich daher die Frage, was mit den “überschüssigen” Fohlen geschehen soll. Um Stutenmilch zu gewinnen, muss die Stute nun einmal ein Fohlen austragen – mit der Folge, dass sich der Pferdebestand schnell erhöhen würde. Schnell war klar, dass kein Verkauf an Metzger oder Händler erfolgen sollte. Stattdessen entschied sich Johann Abfalter dafür, eine neue Pferderasse zu züchten, bei der es sich um ein auch für Kinder geeignetes Freizeitpferd handeln sollte. Für die Kombinationszüchtung wurden die drei Ausgangsrassen Pura Raza Espanol, Welsh Cob und Haflinger ausgewählt, wobei Letztere auch mit guten Melkeigenschaften überzeugte. Im Jahr 2011 wurde der Leonharder als eigenständige Pferderasse anerkannt, amtlich zugelassen und nach seinem Heimatgestüt benannt. Seither sind viele der Fohlen vom St. Leonhards Hof durch den offiziellen Zuchtverband, den Bayerischen Zuchtverband für Kleinpferde und Spezialpferderassen e.V., bewertet und prämiert worden. Zugleich ist der Bestand des Gestüts durch die kontinuierliche Pferdezucht inzwischen auf rund 140 Leonharder angewachsen, die sich in allen Farben, von Weiß über Rotbraun bis zum Rappen, präsentieren. 

Die Herde aus Stuten und Fohlen wird auf dem St. Leonhards Hof mit viel Auslauf gehalten und ausschließlich biologisch ernährt. Gefüttert wird Heu aus Bioland-zertifizierter Landwirtschaft. Die Stutenmilch kommt zum größten Teil den Fohlen zugute, die in den ersten sechs Lebenswochen ohne Ersatznahrung ausschließlich mit der Milch ihrer Mutterstute versorgt werden. Erst danach wird ein Teil der etwa 15 bis 20 Liter, die eine Stute täglich gibt, für die Produktion von verschiedenen Käsesorten aus Stuten- und Ziegenmilch verwendet.  

Der Leonharder ist nach Unternehmensangaben ein vielseitig einsetzbares Reitpferd. Es eignet sich hervorragend als zuverlässiges und umgängliches Freizeitpferd, das sowohl von Erwachsenen als auch Kindern geritten werden kann.

St. Leonhards hat in Ruhpolding unter dem Namen St. Georg eine eigene Naturkäserei eröffnet. In dem Betrieb werden Stuten- und Ziegenmilchprodukte hergestellt. Die Stutenmilch wird unmittelbar nach dem Melken tiefgefroren und in Ruhpolding mit Ziegenmilch vermischt (40 Prozent Stutenmilch und 60 Prozent Ziegenmilch). Die Ziegenmilch wird gebraucht, weil Stutenmilch nicht genügend Kasein hat. Dies wird jedoch zum Käsen benötigt. Die Ziegenmilch wird von den Bioland-Bauernhöfen der Familie Bauer aus Surberg bei Traunstein und Attl’s Bio-Ziegenhof in Muttering bei Fridolfing zugekauft. Die Stutenmilch stammt vom St. Leonhards Hof. In der Käserei entstehen Frischkäse, Weichkäse, Camembert und Molke in Handarbeit. Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker haben keinen Platz in den Produkten aus der eigenen Naturkäserei.

Die Produkte wie naturreine Molke, Camembert, Frisch- und Weichkäse bestehen aus Stuten- und Ziegenmilch. Diese innovative Mischung spricht nicht nur gesundheitsbewusste Menschen an, sondern auch Feinschmecker und Liebhaber des Besonderen. 

Stutenmilch verfügt über einen hohen Gehalt an Immunglobulinen, Glykoproteinen und Vitamin C. Deshalb schwören viele auf die Stuten-/Ziegenmilch-Produkte, weil sie ein geschwächtes Immunsystem stabilisieren und Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Laut Martin Abfalter ist die Molke beispielsweise für die Darmgesundheit oder nach einer Chemotherapie hilfreich. Stutenmilch hat nur etwa ein Prozent Fett, das jedoch sehr reich an ungesättigten Fettsäuren ist.

Mir persönlich hat die Stutenmilch extrem gut geschmeckt. Ich habe mir gleich noch ein Sixpack an kleinen Stutenmilch-Fläschchen vor Ort gekauft und in den folgenden Tagen die Portion Extra-Energie genossen. Und auch der Camembert sowie der Weichkäse in Öl waren ein schöner Genuss. Sehr empfehlenswert. 

Service:

Die 5 coolsten Orte für Berlin im Winter

Berlin ist cool. Nicht nur dann, wenn eh alle Welt es cool findet. Berlin ist die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland und langsam aber sicher finden Veranstaltungen statt, die auch zu einer Hauptstadt passen. Die Provinzialität verschwindet langsam. Wir haben für Euch fünf der schönsten Plätze gefunden, in denen sich kultivierte Menschen, die zu intelligent und niveauvoll fürs Berghain sind, wohl fühlen.

Friedrichstadt-Palast Berlin

THE ONE Grand Show, ausgestattet von Jean-Paul Gaultier  ist die wohl großartigste Revue im Friedrichstadt-Palast Berlin. Ein absolutes Muss für jeden Berlin-Besucher und Berliner. Wir durften einen Blick hinter die Kulissen werfen! Exklusive Backstage-Führung durch das Haus. Ein Blick in die Garderoben, ein schneller Blick auf die Kostüme – entworfen von Jean-Paul Gaultier! Wir hoffen, wir haben kein Copyright verletzt. Es war einfach großartig. Herzlichen Dank an den Friedrichstadt-Palast Berlin für diesen schönen Einblick!

Einer der ganz besonderen Momente der Shows im Friedrichstadt-Palast Berlin ist die Nummer mit den angeblich schönsten und längsten Beinen Berlins – oder Deutschlands – oder der Welt. Wahrscheinlich der Welt. Und mit 32 Tänzerinnen verfügt der Friedrichstadt-Palast Berlin über die längste „Mädchen-Reihe“ der Welt. 

Ganz besonders exklusiv können die Gäste den Abend in der Sky Lounge geniessen. Hier kosten die Karten je nach Abend und Aufführung bis zu 150 oder auch 200 Euro. 

Ich hatte die Möglichkeit einige Utensilien der THE ONE Grand Show zu sehen, die von Jean-Paul Gaultier entworfen wurden. Und die stehen unter Copyright-Schutz, so dass ich sie Euch leider nicht zeigen darf. Wie etwa die Chaise-Longue, auf der ich mich für dies Foto flätze. Doch kann ich Euch sagen, dass nicht nur die THE ONE Grand Show sondern auch jede andere Show im Friedrichstadt-Palast absolut einen Besuch wert ist. Ganz herzlichen Dank auf jeden Fall an den Friedrichstadt-Palast Berlin für die grandiose und wohl einzigartige Möglichkeit einer Backstage-Führung und des Besuchs der THE ONE Grand Show.

Mein Video gibt Euch einen kleinen Einblick:

Dinner Time Stories: Le Petit Chef

Die wohl schönste, niedlichste und mit Sicherheit genussreichste Dinner Show ist wieder zurück in der Hauptstadt. Le Petit Chef hatte bereits im vergangenen Jahr seine Liebhaber gefunden. Der kleinste Koch der Welt ist zwar nur 57 mm groß, doch in Sachen Witz, Humor, Genialität und vor allem Virtualität ist er unschlagbar groß. Le Petit Chef erzählt uns seine Dinner Time Story von seiner Reise auf der Seidenstraße. Von Frankreich über Arabien und Indien über den Himalaya bis nach China. Eine farbenfrohe, köstliche und spannende Reise. 

Bereits seit November 2018 ist die Dinner Show zurück in Berlin. Gäste können ab dann in der Regel dienstags, mittwochs und samstags im französischen Restaurant „Gourmanderie“ im Centre Français der Hauptstadt die kulinarischen Abenteuer des kleinen Kochs erleben. 

Hier bekommt ihr einen Einblick in die großartige 3D-Show auf dem Tisch und das 6-Gang-Menü dazu:

Botanischer Garten Berlin: Christmas Garden

Der Botanische Garten hat seit Mitte November erneut seine Pforten in die magisch schillernde Weihnachtswelt des Christmas Garden Berlin eröffnet, um in eine einzigartig gestaltete Welt aus Licht und winterlichem Zauber zu entführen. Auf einem über zwei Kilometer langen Rundweg führt der Weg vorbei an 30 individuellen Lichtinstallationen, eingebunden in die vielfältige Natur des Gartens und geprägt von einmaligem Weihnachtsflair. 

Der Christmas Garden Berlin ist eine winterliche Oase in der Hauptstadt, in der Familien, Kinder, Freunde und Romantiker echte vorweihnachtliche Atmosphäre und besinnliche Stimmung erleben können.

Kolja Kleeberg & Hans-Peter Wodarz Palazzo

Der Kolja Kleeberg & Hans-Peter Wodarz Palazzo
geht in seine zwölfte Spielzeit: Seit 7. November feiert die beliebte Dinner-Show mit einem neuen Programm und einem köstlichen Menü seine diesjährige Premiere. Palazzo öffnet die Türen des Spiegelpalastes dann wieder für rund vier Monate – und verspricht erneut eine gelungene Kombination aus erstklassiger Unterhaltung und Haute Cuisine. 

Doch Palazzo wäre nicht Palazzo, wenn zu den kulinarischen Leckerbissen aus der Küche nicht auch künstlerische Highlights auf der Bühne geboten würden. Die neue Ensemble-Show „Glücksjäger“ entführt das Publikum in ein Casino-Hotel – in eine Welt der Spieler, der einsamen Herzen, der Durchreisenden und der Gestrandeten. Sie alle eint die Jagd nach dem, was ihnen verloren gegangen zu sein scheint: Das große Glück!

Service: 

Dinner Time Stories: Mit Le Petit Chef auf den Spuren von Marco Polo

Marco Polo war der erste Weltreisende. Sein kulinarisches Vermächtnis ist nicht nur  in der Küche Italiens vorhanden. Katharina von Medici hat die heimische Küche aus Florenz, aus der Toskana nach Frankreich mitgenommen. Nun geht der kleinste Koch der Welt auf eine Weltreise auf den Spuren von Marco Polo entlang der Seidenstraße. Wir können Zeuge werden: Mit den Dinner Time Stories von Le Petit Chef erleben wir einen Dinner-Event, ein 6-Gang-Menü und eine Reise um die Welt in nur kurzer Zeit. 

Er ist zurück. Der kleinste Koch der Welt ist zwar nur 57 mm groß, doch in Sachen Witz, Humor, Genialität und vor allem Virtualität ist er unschlagbar groß. Le Petit Chef erzählt uns seine Dinner Time Story von seiner Reise auf der Seidenstraße. Von Frankreich über Arabien und Indien über den Himalaya bis nach China. Eine farbenfrohe, künstliche und spannende Reise.

Bereits seit November 2018 ist die Dinner Show zurück in Berlin. Gäste können ab dann in der Regel dienstags, mittwochs und samstags im französischen Restaurant „Gourmanderie“ im Centre Français der Hauptstadt die kulinarischen Abenteuer des kleinen Kochs erleben. 

Während der Dinner-Show sitzt jeder Gast in der ersten Reihe und vor ihm wandert “ ganz real“ nicht nur ein daumengroßer Koch in einer optischen Illusion über den Tisch, sondern es fliegen auch Drachen, Vögel und Boote über die Projektionsfläche. In den Pausen bzw. Übergangszeiten wird ein exquisites Sechs-Gänge-Menü serviert.

Das Dinner Erlebnis ist extra so konzipiert, dass flexibel Pärchen, Familien und kleine oder auch größere Gruppen zusammen essen und das Ereignis miteinander teilen können. Auch und gerade Kinder finden an der 3D Projektionsshow großen Gefallen.

Unser Dîner bestand aus folgenden Gängen:

  • Frankreich: Knusprige Pilzpolenta mit gebratenen Pfifferlingen & Tarte Nice
  • Mittlerer Osten: Kibbe gefüllt mit Lamm und Pistazien, Muhammara (Paprika-Walnusspaste), Labneh mit Olivenöl und Granatapfelkernen, Baba Ganoush zum Dippen & dünnes, knuspriges Fladenbrot
  • Indien: Tandori Masala Garnele auf indischer Tomaten-Masala Sauce, Pani Puri gefüllt mit Kichererbsen & Kartoffeln mit grünem Koriander, Minzsauce, Mango Dip & Naan Brot
  • Himalaya: Lychee-Ananassorbet mit Ingwer & Zitronengras
  • China: Wahlweise (1) Gebratene King Oyster oder (2) Seebarsch mit Pak Chai an leichter Soja & Ingwer Sauce oder (3) Sous Vide gegarte Entenkeule & Baby Spargel mit leichter Soja & Ingwer Sauce oder (4) Sous Vide gegarte Beef Short Rips mit leichter Soja & Ingwer Sauce serviert mit Soja Reis und garniert mit Shitake & Frühlingszwiebeln 

Bereits seit November 2018 ist die Dinner Show zurück in Berlin. Gäste können ab dann in der Regel dienstags, mittwochs und samstags im französischen Restaurant „Gourmanderie“ im Centre Français der Hauptstadt die kulinarischen Abenteuer des kleinen Kochs erleben. 

Chefkoch Claude Trendel kreiert im Auftrag des kleinsten Kochs der Welt das begleitende 6-Gang Menü zur Show. Früher führte er das Restaurant „Le Piaf“ in Charlottenburg, in dem er 20 Jahre lang seine Gäste mit französischer Küche verwöhnte. Das Restaurant Gourmanderie im Centre Français de Berlin ist neben seinen französischen Spezialitäten für sein vielfältig kulturelles Angebot bekannt. Von Soirées über Chanson-Abende bis hin zu Kochkursen und kulinarischen Kinoevents bringt die „Gourmanderie“ französisch kulturellen Charme mit köstlichen Gerichten aus allen Regionen unseres Nachbarlandes zusammen.

Parallel findet die Show in Baden-Baden und im Hoftheater Baienfurt statt. 

Service:

Restaurants in München: Pfistermühle – Tradition mit Zukunft

Die Hofpfisterei ist die wohl bekannteste und beste Bäckereigruppe in München. Vom 16. Jahrhundert bis 1964 war die Bäckerei direkt im Herzen der Altstadt. Mittlerweile gehört der gesamte Block der Familie Inselkammer. Und diese hat in den letzten Jahren viel Geld investiert in die Modernisierung des Platzl Hotels und des Restaurants Pfistermühle. Wir haben das neue Konzept für Euch unter die Lupe genommen. In der Pfistermühle hat Tradition eine Zukunft.

Beeindruckend ist schon im Entrée die historische Eingangstür. Das Münchner Traditionsrestaurant eröffnete im vergangenen Jahr nach umfangreicher Renovierung und überrascht uns mit bester Küche. Bereits in dritter Generation verbinden Familie Inselkammer und ihr Team bayerische Gastlichkeit und traditionelle Stilelemente mit moderner Lebensart und neuester Technologie. Sanft und doch konsequent modernisierte die Familie zuerst die Lokale zum Platzl hin und schuf bereits im Jahr 2000 das Wirtshaus Ayinger. Dann folgte das Platzl Hotel und nun auch die Pfistermühle. Eine halbe Million Euro hat Peter Inselkammer in die Aufhübschung seiner Pfistermühle investiert. Heute steht am Platzl die Pfistermühle für gehobene bayerische Küche – Münchens einzig erhaltene Stadtmühle.

Und das Brot steht nach wie vor im Vordergrund in der Pfistermühle. Es gibt täglich frisch gebackenes Brot. Allerdings nicht mehr hausgebacken sondern von der Münchner Brotmanufaktur Schmidt. Und das ist richtig kross und köstlich! Und noch heute heißen die vier Stuben des Restaurants mit den alten Gewölbedecken deshalb „Raum Mühlstein“, „Raum Pfisterbach“, „Raum Erntekammer“ und „Raum Backstube“. Seit dem Umbau bezieht sich nun fast alles im Restaurant auf den Begriff Handwerk. Von der Inneneinrichtung und Dekoration bis hin zu den Lieferanten und der Arbeit in der Küche. 

Ein kleines Amuse Gueule zum Start in einen perfekten Abend.

Konfierte Lachsforelle aus Neuhofen von Frau Niederer 

Als Vorspeise genossen wir: Konfierte Lachsforelle aus Neuhofen von Frau Niederer | Zweierlei Schinken | geschrotetes Lieblingsbrot | Petersilien-Öl | Lauchkohle | Maldon Meersalz

Consommée vom bayerischen Ochsen | Ochsenschwanzpraline | Sherry | Sauerrahmbutter

Als Suppe kam eine Consommée vom bayerischen Ochsen | Ochsenschwanzpraline | Sherry | Sauerrahmbutter. 

Vollkornravioli mit Tomate und Frischkäse | Fünf Gewürze | Wildkräuter | Grand Padano

Wir bekamen als Pastagang Vollkornravioli mit Tomate und Frischkäse | Fünf Gewürze | Wildkräuter | Grand Padano. 

Brust vom bayerischen Freilandhuhn | Maismühlencrème |
geschwärzter Babymais | Rote-Beete-Popcorn | Portweinsauce

Als Hauptgang begeisterte uns Brust vom bayerischen Freilandhuhn | Maismühlencrème | geschwärzter Babymais | Rote-Beete-Popcorn | Portweinsauce. 

Pfistermühlen Joghurette | Erdbeeren | Schokolade | Joghurt

Wer erinnert sich noch an die Fernsehwerbung mit Joghurette? Die Pfistermühle hat ihre eigene Interpretation dieses Klassikers: Pfistermühlen Joghurette | Erdbeeren | Schokolade | Joghurt. 

Petit Fours

Bei der Auswahl aus der wirklich reichhaltigen und gar köstlichen Variation an Petit Fours war uns klar: Es entstand eine eine stimmige Symbiose aus Tradition und Zukunft, aus Altem und Neuem, aus echter Handwerkskunst, liebevoll gestaltete Details mit vielen Reminiszenzen an die vergangene Zeit als Getreide-Mühle. 

So wurde beispielsweise die ursprüngliche Wandvertäfelung aus alter Eiche erhalten, gelaugt und erstrahlt jetzt in neuem Glanz. In den vier Stuben geben die kleinen Details ihren individuellen Charme: Alte Mehlsäcke wurden für die Leuchtenschirme verwendet; die Weinkühler und die dazu gehörigen Ständer aus gedengeltem Stahl sind Sonderanfertigungen von bayerischen Handwerkern. Die Holzknöpfe der aus Büffelhaut-Anilinleder bezogenen Sitzbänke sind antik, die eigens entworfenen Leuchten sind mit einem Juteband von der Decke abgehängt, das extra angefertigt und mit passenden Riemen und Haken versehen wurde.

Ein imposantes Weinregal mit edlen Kreszenzen! So eine Wand hätte ich auch gerne… 🙂 

Das Besondere bei den Weinen: Wir bekommen die edlen Weine glasweise aus der Magnum für 7 Euro. Das ist ein exzellenter Service, denn Weine reifen grundsätzlich wesentlich besser in den grossen Flaschen, wie etwa einer Magnum, als in den kleinen Flaschen. Und so bekommen die Gäste wahrlich nur allerfeinste Weine für vergleichsweise wenig Geld. So einen Service bekommt man heutzutage selten geboten. 

Fazit:

Wir haben bei unserem Menü viel Vergnügen und erkennen, dass in dem neu gestalteten Restaurant Pfistermühle die Tradition mit Zukunft wunderbar vermählt ist.

Disclosure: Ganz herzlichen Dank an das Restaurant Pfistermühle für die Einladung! 

Service:

Was die Anderen schreiben:

Restaurants in München: Emiko – Der feine Edel-Japaner

Sushi-Bars gibt es in München wie Sand am Meer. Asia-Imbisse gibt es vor allem rund um den Hauptbahnhof en masse. Doch mit echter japanischer Küche haben diese Läden nicht viel zu tun. Eines der besten japanischen Restaurants finden wir am Viktualienmarkt: das Emiko

In der Münchner Gastronomie gibt es ein paar wenige große Player, die mehrere zum Teil sehr unterschiedliche Lokale haben. Die ganz grossen kennt man in ganz Deutschland: Käfer und Kufler. In der Reihe dahinter kommen Rudi Kull und Albert Weinzierl, denen u.a. der Brenner Grill, die Bar Centrale, das Cortiina Hotel, die zwei Riva Pizzerias und die Grapes Weinbar gehören. Seit etwa 10 Jahren gehört auch das Louis Hotel am Viktualienmarkt dazu. In der ersten Etage des Louis Hotels hat sich seit einer kleinen Weile das Emiko etabliert. Der größte Clou des Restaurants vorab: Der Blick vom Emiko auf das gesamte Ensemble des Viktualienmarktes ist großartig. 

Die Inneneinrichtung hingegen ist wenig typisch-asiatisch. Die Atmosphäre ist ruhig, angenehm, in aller Hochwertigkeit schlicht und zurückhaltend. Warmes Licht, handgefertigte Holzsessel mit weichen Polstern, gedeckte Farben, runde Holztische, wenig Chi-chi. 

Das Emiko lebt nach dem Motto „Sharing is Caring“. In der Tradition moderner japanischer Esskultur wird Wert gelegt auf besondere Geschmackserlebnisse, perfekte handwerkliche Zubereitung und das Zusammenspiel der verschiedensten Aromen. Die Gerichte werden – ganz im Sinne des Sharing-Gedankens – in die Mitte des Tisches gestellt. Jeder kann alles probieren, zusammen diskutieren und einfach einen tollen gemeinsamen Abend zusammen feiern. Wir entschieden uns für das „Waiters Choice Menu“ für 2 Personen mit 8 Gängen und hatten einen grandiosen Abend, an dem wir Euch gern teilhaben lassen. Was hier mit Blick auf die Marktstandl an japanischer Küche geboten wird, lässt ahnen, warum Tokio inzwischen die Stadt mit den meisten Michelinsternen ist.

Die Speisekarte gliedert sich in drei Kategorien – japanische Haute Cuisine, Sushi und Sashimi sowie Steaks. Wobei gerade die Steakkarte eine Marktlücke in München füllt, denn was das Emiko an Rindfleisch aus Japan, Schottland, Argentinien und Bayern auffährt, ist doch eine ganz besondere Dimension.

Gebratene Lotuswurzel mit Cashewkernen

Schon die Vorspeisen überzeugen uns: die gebratene Lotuswurzel mit den Cashewkernen überrascht uns mit seiner köstlichen Textur… 

Gesalzene Sojabohnen = Edamame

… und auch die salzigen Edamame sind köstlich. 

Duett vom Label Rouge Lachs mit Mango und japanischem Chili

Die Kombination des Label Rouge Lachs mit der Süße der Mango und Schärfe der Chili, dazu noch ein paar Seealgen… köstlich und abwechslungsreich. 

Gegrillter Lauch im Ganzen serviert mit Miso – schwarzer Sesamsauce

Der angekokelt gegrillte Lauch mit schwarzer Miso geht voll auf die Umami-Richtung. Dieses Gericht erinnert mich sehr an die Calcotada aus Barcelona. 

Beef Tatar mir Sesam und Shiso

Ich bin ein absoluter Tatar-Fan und dieses Beef Tatar mit Sesam und Shiso war eine hervorragende, exzellente Abwechslung. 

Softshell Crab Roll auf Wasabicreme

Die anschliessende Softshell Crab Roll auf Wasabicreme war eine interessante, spannende Kombination durch das Spiel mit der feinen Schärfe des Dips, die robuste Konsistenz des Krebstieres und dem knusprig gebratenen essbaren Panzer.

Schweinebauchwürfel glasiert mit crispy Rettich Kinuta

Für Deutsche, vor allem für die Bayern ist Schweinebauch etwas alltägliches. Doch auch die Japaner können das – nur ganz anders und mit viel mehr Klasse als in Bayern. Diese Schweinebauchwürfel oder vielmehr : gleißende Fettklötzchen von einer solch buttrigen Konsistenz in Kombination mit dem Rettich sind besonders spannend.  

In Miso geschmortes Wagyu mit Rettich und japanischem Chili

Das in Miso geschmorte Wagyu ist Umami pur, ein Feuerwerk an verschiedenen Aromen. Auch wenn die Portion an Wagyu relativ klein ist, so ist es doch ein absoluter Hochgenuss dieses in Europa nach wie vor seltene Fleisch zu geniessen. 

Argentinisches Entrecôte auf dem Salzstein gegrillt, mit Ponzu und Kizami Wasabi

Als definitiver Hauptgang folgt ein wunderschön grosses Stück Argentinisches Entrecôte, perfekt rosa gegrillt und bereits vorgeschnitten, so dass es – wie sonst alles andere natürlich auch – ideal mit den Stäbchen gegessen werden kann. 

Perfekt gegrilltes Entrecôte
Dark Chocolate Brownie | Weisser Schokoladenkuchen mit Yuzu

Das Emiko ist das einzige lizensierte Restaurant in München, welches Kobe-Rind je nach Verfügbarkeit anbieten kann. Wer gerade 89 Euro für 100g übrig hat, darf das gerne mal ausprobieren. 

Das Emiko ist mittlerweile nicht nur für seine exzellente japanische Küche berühmt. Hier gibt es ebenfalls köstlichste Cocktails, sowie ein umfangreiches Frühstücksbüffet. Hier kommen auch Vegetarier und sogar Veganer durch die zahlreichen, hausgemachten veganen Köstlichkeiten vollkommen auf ihre Kosten. An der Emiko Bar werden eigens entwickelte und handwerklich hochwertige Cocktailkreationen gemixt. Die Signature Cocktails gehen auf die Aromen der asiatischen Küche ein und so werden zum Mixen der köstlichen Drinks Pflaumenwein, Mandarine, Zitronengras, Sake, Thaibasilikum, Litschi, Ingwer und Co, sowie hochwertigste Spirituosen verwendet. Und zum Lunch gibt es Bento-Boxen.

Fazit: 

Soweit wir das bisher beurteilen können ist das Emiko der beste Asiate Münchens – und wahrscheinlich auch bis zum Tegernsee. Dort kann es sich mit dem MIZU messen. 

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Käfer-Schänke – Der Klassiker

Rindertatar mit Trüffelcrème und Kartoffelschnitte

Perfekter Imagewandel! Bei Käfer bekommt man alles, was aussergewöhnlich ist. So hiess es einst, so heisst es heute. Einst: Das waren alle möglichen exotischen Früchte wie Ananas, Papaya und Mango und andere Produkte von weit her. Heute: Das sind besonders gut handwerklich gemachte Lebensmittel rund um München, aus Bayern, aus dem Alpenraum. Einkaufen oder Essen – das war, ist und bleibt außergewöhnlich. 

Der Umbau? Gelungen! Seit Herbst 2013 präsentiert sich das Stammhaus des Käfer-Imperiums im zeitgeistigen Look: heller, frischer und moderner. Elegantes Grau als Leitfarbe, dazu dezente Akzente in Silbergrün und Käfer-Rot. Der Kamin und die offene Lounge schaffen eine angenehme Gemütlichkeit im grossen Restaurantraum. Moderne Kunst an den Wänden verleiht dem Traditionshaus eine urbane Note. Das Herzstück ist jedoch der offene Küchenbereich – eine appetitanregende Mischung aus heimischer Küche und dem Viktualienmarkt. In geflochtenen Körben sind Saisongemüse und frische Kräuter üppig dekoriert und animieren den Gast zum Dialog mit der Küche. Und diese Kräuter haben wir bei unserem vorigen Besuch auf der Terrasse im Innenhof gesehen. Käfer kauft nicht mehr von den Produzenten, die am Weitesten entfernt sind. Käfer kauft von denen, die gleich um die Ecke sind und ganz kleine Mengen produzieren. 

Vom Vater zum Sohn, von Gerd zu Michael, vom 20. zum 21. Jahrhundert: Ja, um weiter an der Spitze zu gehen muss man sich permanent verändern. Als ich noch – damals als Student für TST – Table Service Team – für Käfer Party Service gekellnert habe, da hat Gerd Käfer als Senior gesagt, was zu machen ist und sein Junior Michael stand daneben und hat wie ein Schulbub ausgeführt, was Papi gesagt hat. Ob das hinter den Kulissen immer so friedfertig abging, wage ich mal zu bestreiten. Sah nicht danach aus. Aber das war eben Alte Schule versus Moderne Zeiten. Und was der Papa sagt, das macht man dann eben… 

Michael Käfer hat das Imperium seines Vaters nun schon seit ein paar Jahren übernommen. Und er hat den Laden komplett umgekrempelt, seine eigene Linie entwickelt, die sehr gut zu den Modernen Zeiten passt. Früher war alles etwas Besonderes, das von ganz weit her gekommen ist und nicht wirklich alltäglich war. Heute? Da bekommen wir alles im Edeka, Rewe, Aldi, Lidl, whatever. Alles ist Massenware geworden. Was ist das ganz besondere Lebensmittel? Die Prioritäten haben sich geändert. Wir empfinden heute, dass genau die Lebensmittel, die aus der Umgebung kommen, die von ganz kleinen Bauernhöfen kommen, aus einer kleinen Produktion ganz speziell, ganz besonders, und besonders edel sind. Die kleine Münchner Bäckerei, der Freisinger Garnelen-Züchter – das sind die heutigen Top-Zulieferer. Mehr darüber erzähle ich Euch im Artikel über das Käfer-Food-Blogger-Meeting

Die Farben des Restaurants? Weg von Beige und Braun, hin zu Grau und Dunkelrot. Bei Käfer will man dem Zeitgeist voraus sein. Vor allem die berühmten Stuben, aber auch das Bistro und die Fleischabteilung im Laden erstrahlen in modernem Glanz… Selbst die Fassade ist frisch geweißelt (statt wie vorher in zartem Lachston) und das neue Lieblingsgrau taucht an Fenstern, Türen und Blumenkästen auf.

Die Menükarte des klassischen Restaurants Käfer-Schänke? Bauernente, Steaks aus dem Reifeschrank oder der berühmte Hummertopf: In der Käfer-Schänke mitten in der Münchener Innenstadt sorgen Mike Emmerz und André Wöhner in der Küche für die feine Qualität der internationalen Gerichte, für die das Haus bekannt und beliebt ist. Und doch ist es typisch Bayern: Die Käfer-Schänke ist Tradition und Moderne, die Käfer-Schänke ist Laptop und Lederhosen. Warum? Das seht Ihr bei unserem Menü. 

Rindertatar mit Trüffelcrème und Kartoffelschnitte

Der Klassiker schlechthin: Das Rindertatar. Das Moderne: Trüffelcrème und eine Kartoffelschnitte dazu. Für einen simplen Starter haben wir schon eine ordentliche Portion auf dem Teller. Geschmacklich einwandfrei. 

Hummereintopf mit ausgelöstem Hummerfleisch im Champagnersud,
Kräuter-Panaché und Blumenkohl

Der Hummereintopf war mal etwas anderes zum üblichen Hummer. Ein Töpfchen mit köstlichem Hummerfleisch in Champagnersud ist eine grossartige Kombination aus Fischgang und Süppchen. 

Gereiftes Kalbskarrée vom Limousine-Kalb, 350g

Gereiftes Kalbskarrée vom Limousine-Kalb, 350g, perfekt gereift und perfekt Medium-rare auf dem Lavastein-Grill zubereitet. Und auch sonst einwandfrei. Mit Beilagen, mit Saucen, mit allem drum und dran.. Wenn ich nicht sitzen würde, dann würden mir spätestens jetzt die Beine schwach werden… Dieses Kalbskarrée, diese Sauce, diese Qualität der Beilagen. Das Gemüse dazu ist köstlich und perfekt, aber hey, wir lieben das Fleisch! Saugut! 

Das Kalbskarrée ist nicht nur beim ersten optischen Anblick genau richtig. Der erste Schnitt: Das Fleisch ist perfekt rosa, saftig, genau à Point gebraten. 

Schokoladentraum von Valrhona

Göttlich leckeres Dessert: Der Schokoladentraum von Valrhona – Auf unserer Reise von Südfrankreich nach Deutschland sind wir eher durch Zufall durch den Heimatort von Valrhona gekommen. Hätten wir das vorher gewusst, dann hätten wir wohl einen oder gar zwei Tage rund um Valrhona und Hermitage zugebracht… Diese köstliche Mousse, diese herrlichen Petit Fours von Valrhona sind genau der göttlich süsse Abschluss nach einem wunderbaren Diner. Nun denn 🙂

Espresso und Petit Fours

Der edle Abschluss eines wunderbaren Abends in der Käfer-Schänke sind dann die Petit Fours und der Espresso. Alles kleine Häppchen, alles in der allerbesten Qualität, der höchsten Perfektion. Ein starker Espresso, süße Petit Fours – der perfekte Abschluss!

Die Käfer-Schänke ist nicht das moderne, hippe, coole Restaurant in München – aber es ist eines der klassischen, traditionellen und gut-münchnerischen Restaurants, die in dieser Stadt zum besseren Ton gehören. Die Käfer-Schänke ist mit Sicherheit kein Hidden Champion. Ganz im Gegenteil. Oder doch? Denn hier treffen sich die „Upper Tenthousand“ – doch in den 15  kleinen Séparées des Restaurants. Jede ist individuell dekoriert, trägt einen eigenen Namen und hat eine ganz besondere Geschichte zu erzählen. In den kleinen und größeren Stuben, in denen Familien oder Gesellschaften ihre privaten Dinérs haben können, bleibt vieles unbeobachtet und ungehört. Perfekt also für geheime Geschäftsgespräche.

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Shanes Restaurant – Überraschende Gute Laune Küche

Hidden Champion: Wenn dieser Begriff auf einen Münchner Koch zutrifft, dann auf Shane McMahon. Der gebürtige Ire lebt seit 25 Jahren in Deutschland, seit 2009, also bald 10 Jahren führt er sein eigenes Restaurant. Die Location ist elegant, stylish und traumhaft gelegen: Im DERAG Living Hotel Prinzessin Elisabeth, direkt an der Isar.  Die erste Überraschung: Die Speisekarte.

Warum Shane McMahon weder im Michelin noch im Gault Millau Spitzenwertungen bekommt, erschliesst sich mir nicht. Seine Küche ist grandios, seine Lebensmittel sind von höchster Qualität und überall wird der eigene Geschmack bestens hervorgehoben. Shane ist ein Schüler von Bobby Bräuer und Hans Haas. Für ihn stehen die perfekten Zutaten im Mittelpunkt, darum herum Saucen und Zutaten, die dessen Geschmack hervorheben und umspielen, aber nicht erschlagen. 

Der doppelte Shane McMahon

Wer bei Shane einen Tisch reserviert, sollte gleich – so vorhanden – Allergien, Unverträglichkeiten oder sonstige Wünsche bekannt geben. Denn bei Shane McMahon gibt es keine Speisekarte. Es gibt immer nur genau ein Menü. Natürlich gibt die Kühlkammer immer noch ein paar Ausweichmöglichkeiten her und ein exzellenter Koch, wie Shane einer ist, der hat auch immer ein paar Alternativen zur Verfügung. Aber es gibt eben keine große Speisekarte. Ein Überraschungsmenü steht also vor uns. 

Rote Beete Mousse, Sumak Cous Cous, Tapioka Chip

Schon das Amuse Gueule stimmt uns auf den Abend ein. Shane McMahon ist bekannt für seine europäisch-asiatische Fusionküche, seine Gerichte, die er mit Raffinesse und Passion umsetzt. Für seine kulinarischen Kreationen holt er sich die Inspiration bei den täglichen Einkäufen am Markt. Die Großmarkthalle und der Schlachthof – beide liegen in unmittelbarer Nähe zum Restaurant. So haben der Küchenchef und sein Team die Chance, spontan zu sein und immer wieder Neues auszuprobieren. Was es bei Shane nicht gibt: Tiefkühlware und Konserven. Was es bei Shane gibt: nur frische Produkte, beste Qualität. Alles nach dem Motto: Just cook it!

Gepoppte Langusten, Kürbissalat, Avocado, Radicchio

Ein Spiel mit Aromen und Texturen ist dann auch schon die Vorspeise. Gemoppte Languste – einfach genial! Dazu der herbstliche, süssliche Kürbis und die leicht bittere, knackige Radicchio. Wunderbarer Einstieg! Dazu korrespondiert perfekt ein 2015er Mariana, Herdade du Rocim aus dem Alentejo.

Seeteufel unter der Blutwurstkruste, Champagnerkraut, Selleriepüree, Champagnerschaum

Auch die Kombination des schön festen Seeteufels mit dem crunchigen Blutwurst-Chip war grossartig. Im Glas brilliert dazu der 2012er Saunt-Aubin La Fontenotte von Marc Colin et ses Fils. 

Granatapfel Hagebutte Sorbet

Eine feine säuerlich-knusprige Erfrischung ist dann dieses Granatapfel-Hagebutte-Sorbet. 

Flanksteak vom Grill, Artischocken & Bohnengemüse, Pastinakenpüree

Shane ist Ire – und da darf ein Gang mit einem irischen Rind nicht fehlen. Hier ist es ein Flanksteak vom Grill mit herbstlichen Gemüsen wie Artischocken, Bohnengemüse und Pastinakenpüree. Diesen Gang flankiert ein 2013er Cascina Luisin Maggiur Barbera d’Alba. 

Yuzu Zitronencreme, Basilikumsorbet, Weisse Schokolade, marinierte Nektarinen

Der frische, fruchtige und leichte Abschluss kommt mit diesem Dessert: Einer Yuzu Zitronencreme, Basilikumsorbet, weisse Schokolade und marinierte Nektarinen. Das flüssige Gold im Glas ist die 2006er Auslese von Martin Pasler aus dem Burgenland. 

Der Weinschrank enthält einige beeindruckende Preziosen und erfüllt die Wünsche der Gäste mit Leichtigkeit.

Das Restaurant ist modern und eher nüchtern eingerichtet. Alles fokussiert sich auf die grandiose Küchenleistung, die perfekte Zubereitung der Lebensmittel. Shane McMahon hat nicht nur bei Bräuer und Haas gelernt, er hat seitdem einen grossartigen eigenen Stil entwickelt. Seine Küche macht gute Laune, jeder Gang des Überraschungsmenüs überrascht aufs Neue. Wie bereits erwähnt, Shanes Restaurant ist der wohl beste der Hidden Champions in München. 

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Bapas – Bayerische Küche häppchenweise geniessen

Weltweit sind Häppchen angesagt. Oder Fingerfood. Oder Sushi. Oder Tapas. Doch die deutsche Küche, vor allem die Bayerische Wirtshausküche ist berühmt für ihre großen Portionen, die mächtigen, kalorienreichen Gerichte. Fernab jeder Light-Food- oder Low-Carb-Philosophie. Im Bapas an der Münchner Leopoldstrasse geht das jetzt anders: Hier werden Bayerische Tapas serviert: eben Bapas. Der Name ist Programm. Es gibt von allem „a bissl was“.

Die Jungs vom Bapas hätten den Laden ja auch Bashi nenne können, klingt aber nicht so gut. Und Bapas klingt irgendwie lustig. Wie ein Franke, der mehrere Väter anspricht… 

Wiener Schnitzel vom Kalb, Kartoffelsalat, Preiselbeeren

Selbst der norddeutsche Fernsehkoch Steffen Henssler hat erkannt, dass „die bayerische Küche einen höheren Stellenwert als die norddeutsche“ hat.  Im Bapas werden bayerische Appetithäppchen zu Münchner Craftbier von Isarbräu kredenzt. Doch obwohl hier Wirtshausklassiker über den Tisch gehen, erinnern Konzept und Einrichtung so gar nicht an die klassischen Brauhäuser in der Innenstadt.

Lachstatar, Olivenöl, Zitrone

Das Motto des Restaurants steht auf einer Tafel über der Bar: „Liebling, ich habe das Essen geschrumpft.“ Die Idee dazu hatten die Betreiber Nicolaus Doerr (33) und Oliver Grober: Die beiden Münchner haben das ehemalige „Café Mauerer“ übernommen.

Nicolaus Doerr, Sebastian Kubary, Oliver Grober

Mit ihrer Idee wollen sie auch die etwas eingeschlafene Leopoldstraße wiederbeleben – beide haben mal zusammen in Schwabing gewohnt und wissen, dass die „Leo“ schon bessere Zeiten erlebt hat. Die Lage ist genial. Das Bapas liegt zwischen Giselastraße und Münchner Freiheit. „Beim Tapasessen geht’s ums Teilen, Essen, Trinken, Reden und weil wir bayerisch am besten können, mussten es bayerische Tapas sein.“

Tafelspitzsalat, Kürbiskernöl, Mini-Brezn

„Das wichtigste am Tapas-Essen ist für uns das Kommunikative“, sagt Nicolaus. „Hier kommen Gruppen mit teilweise acht Leuten, sie teilen sich verschiedene Gerichte und reden bis zum späten Abend. Das ist schön zu sehen.“ Für das Küchenkonzept haben sich die Betreiber Unterstützung geholt: Daniel Schartner und Sebastian Kubary. Kubary bewies bereits im Berliner Hofbräuhaus sein Geschick für die bayerische Küche als er dort Küchenchef war. 

Lauwarmer Stremel-Lachs, Gurken-Spaghetti, Johannisbeer-Kren-Sahne

Sharing is Caring also. Je nach Lust, Appetit und Hunger bestellt sich jeder etwa 3 bis 8 Speisen, gleichzeitig oder nacheinander. Gerade mit Freunden zusammen ist der Tisch dann voll mit Töpfchen, Pfännchen und Schüsselchen. Und dann wird munter von allem etwas gegessen. 

Obatzter, Mini-Brezn

Das Konzept taugt nicht nur für eine Gruppe von Freunden, für verliebte Pärchen oder auch Business Meetings. Ich würde jederzeit mit ausländischen Touristen herkommen, die noch nichts von der bayerischen Küche wissen. Hier kann man mal locker eine kulinarische Rundreise durch Bayern machen. Von allem etwas und von allem nicht viel. Nach einem 8-Gänge-Menü ist man nicht vollgefressen – trotz der Kohlenhydrat-reichen bayerischen Küche. Und dann geht locker noch eine oder auch drei Portionen der Desserts rein. Meine weltbeste Mitesserin und ich teilten uns alle Gerichte partnerschaftlich – und kein einziges davon hat nicht geschmeckt, kein einziges war fehlerhaft. Im Gegenteil, sie waren alle perfekt, auf den Punkt und deutlich köstlicher als in so manchem traditionellen bayerischen Wirtshaus. 

Enten-Kroketten, rote Zwiebelmarmelade, Kerbel

Serviert wird nur beste lokale Qualität: Das Brot stammt von der Öko-Bäckerei Mauerer – die war zuvor drin, bzw. ist auch jetzt noch mit dem Bapas verbandelt – hochwertiges Fleisch von der Metzgerei Burr, die frischen Kuchen stammen von der Bäckerei Müller. Als Bier gibt es gezapftes Andechser vom Fass oder Tegernseer und Franziskaner sowie Isar Bier aus der Flasche. Dazu zahlreiche Gins und Fever Tree. 

Knusprig’s Wammerl, bayerisch Kraut, Mini-Semmelknödel

Das Bapas-Konzept kommt mit einem selbstbewussten Augenzwinkern daher. Innen gibt es in gemütlichem Ambiente 78 Plätze, auf der sonnigen Terrasse weitere 60 Außenplätze. Wer bayerisch-elegant speisen möchte, sollte hierher kommen. Schwarze Bar, bestückt mit teuer aussehenden Alkoholflaschen, dazu Designerlampen, schlichte Tische und weiche Stühle, an deren Lehnen die eine oder andere Designerhandtasche hängt. Ein Hauch von Münchner Schickeria liegt in der Luft. Allerdings nicht so, dass es unangenehm ist, nein, eher so, dass es Spaß macht.

Leberkas, Kartoffelsalat, Wachtelei

Einen kleinen Einblick gibt dies Video vom Kollegen Martin Schmitz / ganz-muenchen.de, der bei der Eröffnung dabei war – zu der wir zwar auch eingeladen, jedoch leider verhindert waren:

Bapas Salat
Daniels Buchteln …
… mit frischen Beeren
Schlosserbuam im Bierteigmantel in Rum eingelegt, Vanilleeis

Service:

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