Reisewarnungen: Welche Länder kann ich sicher bereisen?

Colombia_08_Nuqui_Sept2011_076Bombenstimmung? Mordsgaudi? Sicheres Urlaubsland oder hohes Risiko sein Leben zu riskieren? Seit kurzem können sich Weltenbummler auf einer Weltkarte der Reisewarnungen auf einen Blick über die aktuelle Sicherheitslage für Reisen in alle Welt informieren. Die Eventax GmbH hat eine interaktive Seite entwickelt, die sich auch leicht in die eigene Webseite einbauen lässt. Doch über die Aktualität bzw. die Interpretation dieser Karte kann man meines Erachtens bestens streiten. Denn selten ist der normale Urlauber in Gegenden unterwegs, wo er von so schwer bewaffneten Soldaten empfangen wird, wie wir auf diesem Foto an der Pazifikküste in Kolumbien.

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Denn laut Aussage der Webseite werden für die Darstellung der Weltkarte der Reisewarnungen die Reisewarnungen mehrerer westlicher Außenministerien herangezogen und nach einem von dem Unternehmen selbst entwickelten Schlüssel quantifiziert. Anschließend berechnet die Software ein durchschnittliches Meinungsbild dieser Außenministerien. Die so ermittelte Durchschnittsmeinung dieser Außenministerien werden in der Karte gekennzeichnet.

Nun kommt es allerdings gerade in letzter Zeit immer wieder zu unterschiedlichen Bewertungen einzelner Länder, auch innerhalb der europäischen Außenministerien. Mit dem Ergebnis, dass etwa Kolumbien, Indien, Thailand und Myanmar die gleiche Empfehlung „nicht bereisen“ wegen eines hohen Sicherheitsrisikos haben. Malaysia ist hingegen sicherer als die Nachbarländer. Und China ist fast genauso sicher wie Europa. Nimmt man als Reisender diese Weltkarte der Reisewarnungen als eigene Richtlinie, dann bleibt eigentlich (fast) nur Europa, USA, Kanada, Argentinien, Uruguay, Namibia, Botswana, Australien sowie die Mongolei, China und Kasachstan übrig. Selbst vor Japan wird gewarnt?! Da empfehlen wir doch lieber gleich den direkten Blick auf die Seiten des Auswärtigen Amtes. Denn diese Weltkarte ist unserer Ansicht nach zu undifferenziert. Der Algorithmus sollte überarbeitet werden. Sonst aber ist der Ansatz sehr lobenswert. (mehr…)