Tour de Suisse mit Relais & Châteaux Hotels von Zürich über Ascona nach Lugano

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Rund um die Schweiz reisen, dabei in den schönsten Hotels des Landes übernachten: Wir sind unterwegs mit der luxuriösesten, elegantesten und wohl auch genussvollsten Hotelkooperation der Welt. Die Relais & Châteaux Hotels in der Schweiz zeigen uns, dass es möglich wäre, einmal die Schweiz zu umrunden – und dabei nur in den besten Häusern des Landes zu wohnen. Mit entsprechend viel Zeit und Geld ist dem solventen Touristen die grosse Tour de Suisse möglich. Wir sind allerdings nur drei wunderschöne Tage von Zürich über Ascona nach Lugano unterwegs.

Bei Ketten ist es einfach, eine Rundreise innerhalb der Hotelgruppe zu buchen. Doch die Schweiz ist glücklicherweise nicht von Hotelketten durchdrungen. Hier überwiegen private Pensionen und exzellente Familienhotels. Dafür aber gibt es genügend Hotels, die Mitglied in Hotelkooperationen sind. Einige der allerbesten Hotels sind Mitglied der Relais & Châteaux Hotels. In dieser Hotelkooperation sind weltweit die feinsten Häuser miteinander verbunden: vom traditionellen Ryokan in Japan bis zum Jules Verne Hotel im Eiffelturm. Die Relais & Châteaux Hotels haben Prestige, Charme und sind so einzigartig wie ihre Standorte und Eigentümer.

Die Hotels der Relais & Châteaux Hotels verbindet der Fokus auf Gastfreundschaft und Küche. Gäste werden als Freunde verstanden. So luxuriös die Hotels sind, die sich in Palästen, Schlössern oder auch ehemaligen Klöstern befinden können, so unverkrampft und locker sind die Hotelmitarbeiter, die sich als Gastgeber im besten Sinne verstehen.

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Von München aus ist Zürich nicht weit entfernt. Aber schlecht zu erreichen, die schnellste und beste Verbindung bleibt derzeit leider das Flugzeug. So fliegen wir kurzerhand das kleine Stück rüber:

Vom Flughafen Zürich-Knoten aus bringt uns die Straßenbahn zum Regionalbahnhof Glattbrugg, dort nehmen wir einen Zug bis in das Örtchen Dielsdorf. Ab hier bringt uns ein Taxi einen ordentliche Steigung hinauf. Regensberg erhebt sich über einem Weinberg und genießt eine strategische Lage mit herrlichem Blick über das Flachland bis nach Zürich und die Berge in der Ferne. Hier oben, in der ehemaligen Dorfbefestigung, ist die Krone Regensberg. Das malerische Städtchen ist trotz der Nähe zu Zürich noch relativ unbekannt.

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Das eindrucksvolle Haus ist reich an Geschichte und doch vollkommen eidgenössisch. Massivholzböden und Trockenmauern strukturieren die Räume. Die Aufmerksamkeit von Thorsten Knocke, den Maître de Maison, verleiht der Krone Charme und Intimität. Im Restaurant genisssen wir raffinierte Speisen und eine atemberaubende Aussicht über die Schweizer Alpen.

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Die Krone Regensberg hat eine tragische Geschichte hinter sich: mehr als einmal wurde sie von Feuer vernichtet. Im Jahr 1540 gingen zwei Drittel des Orts durch Feuer verloren. Da das Löschwasser ausging, bekämpften die Stadtbewohner das Feuer mit ihren Weinreserven.

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Nachdem das mittelalterliche Gebäude der Krone 2011 niederbrannte, entschied sich die Inhaberfamilie Schäfer, es Stein für Stein wiederaufzubauen, damit es gemäss seiner ursprünglichen Bestimmung wieder Reisende aus aller Welt willkommen heissen kann. Die Architektur ist so einzigartig wie die lediglich neun Zimmer und Suiten. Der historische Teil des Hotels zeigt freiliegende Tragbalken. Dort, wo der Holzboden zu poliertem Beton wird, beginnt das neu errichtete Gebäude.

Wir beziehen hier ein traumhaftes Zimmer. Hier ist ein kleiner Einblick:

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Innerhalb dieser Strukturen hat jedes Hotelzimmer seinen eigenen Charakter. Mein Zimmer mit Blick auf Weinberge und den Stadtturm ist einfach nur sensationell großzügig geschnitten. Der hohe Raum ist vollständig mit Lärchenholz aus der Region verkleidet.

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Vom Stadtturm aus haben wir einen großartigen Blick in die Umgebung, das Umland von Regensberg.

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Und außerdem auf den Ort selbst.

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Im Restaurant Taverne geniessen wir ein exzellentes Menü. Küchenchef Ale Mordasini glänzt auf allerhöchstem Niveau, schon fast sterneverdächtig. 15 Punkte mit drei Kochmützen im Gault-Millau, Kochweltmeister mit der Junioren-Nationalmannschaft der Schweiz, «Goldener Koch» 2019, Dritter an der Kocholympiade – Ale Mordasini ist noch nicht mal 30 und hat schon viel erreicht. Aufgewachsen nicht weit von Regensberg, ist er jetzt ins mittelalterliche Städtchen zurückgekehrt.

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 „Qualität gibt es für mich nicht nur im Gourmet-Teil“, sagt Mondrasini. Und so bietet er in der Krone vom Sonntagsbrunch bis zum 6-Gang-Gourmetmenü nur die allerbesten Produkte,  kocht kreativ ohne Firlefanz und macht ein Essen dennoch zum kulinarischen Ereignis, möglichst von Zulieferern aus der Region. Als Lieblingsgang könnte ich mich nicht entscheiden zwischen Jakobsmuschel oder Zander.

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1. Vorspeise: Spargel | Grilliert | Morcheln
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2018 Noralba, Rioja Blanco, Castillo de Mendoza
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2. Vorspeise: Jakobsmuschel | Erbsen | Kohlrabi
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2017 St. Valentin, Sauvignon Blanc, Kellerei St. Michael Eppan
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Zwischengang: Zander | Kapern | Estragon
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2016 Kuckuck Taggenberg AOC Zürich, Pinot Noir Saignée, Weingut Stephan Herder
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Hauptgang: Rinds Federstück | Geschmort | Sellerie
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2014 Chateau Le Boscq, Saint-Estèphe Cru Bourgeois, Bordeaux
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Käse: Variation | Dörraprikose | Früchtebrote – dazu 20 Years Old Tawny Niepoort Portwein
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Dessert: Rhabarber | Rose | Joghurt
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2011 Ratzenberger Bacharacher Wolfshöhle, Riesling Spätlese, Mittelrhein

Die Weinauswahl ist übrigens spannend europäisch: Spanien – Südtirol – Schweiz – Frankreich – Portugal – Deutschland

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Und als kernig-obstiger Abschluss werden uns noch klare Destillate lokaler Früchte serviert.

Besonders gefällt uns im Haus diese Tafel:

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„Trunken müssen wir alle sein! Jugend ist Trunkenheit ohne Wein. Trinkt sich das Alter wieder zu Jugend, so ist es wundervolle Tugend. Für Sorgen sorgt das liebe Leben. Und Sorgenbrecher sind die Reben.“

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Nach einem wunderbaren Frühstück müssen wir dies schöne Hotel leider schon wieder verlassen und fahren mit der Schweizer Bahn bis nach Ascona.

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Castello del Sole Beach Resort & Spa in Ascona

Nach einer Fahrt mit der Schweizer Bahn, ohne jegliche Probleme, ohne Verspätungen, ohne andere Negativerfahrungen, die wir von der Deutschen Bahn kennen, nach einer sehr entspannten Bahnfahrt durch die wunderschöne Schweiz, nach vielen, vielen Tunneln kommen wir in Ascona an. Hier empfängt uns das 5 Sterne Hotel Castello del -Sole mit einem riesigen Grundstück am Lago Maggiore.

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Ein Paradies der Ruhe in einem Park von 12 Hektar auf der Sonnenseite der Schweiz: Das Castello Spa & Beauty mit 2.500 qm und Privatstrand am See ist sehr exklusiv. Italienische und französische Küche serviert Sternekoch Mattias Roock aus Mecklenburg-Vorpommern in der „Locanda Barbarossa“ und im Ristorante „Tre Staggioni“. Pianobar, Innenhöfe für die herrlichen Sommernächte und zwei luxuriöse Suitenpavillons vervollkommnen das exklusive Urlaubserlebnis.

Hier ein kleiner Einblick in dies ganz besondere Luxusresort:

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Luxus in diesem Sonnenschluss bedeutet viel Platz und damit Privatsphäre. Allein der Weg von meinem Zimmer zum Strand führt über eine sensationell große Wiese, umgeben von Weiden, Vogelschutzgebieten und den hoteleigenen Reisfeldern auf der anderen Seite. Stille, Authentizität und Natur – das ist der neue Luxus.

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Gleich zur Begrüßung gibt es ein kleines und klassisches Mittagessen. Es gibt ein Risotto. Soweit nichts Außergewöhnliches. Das Hotel hat sich allerdings etwas Besonderes einfallen lassen. Küchenchef Mattias Roock, der seit 2017 die Locanda Barbarossa hochkochte zu 1 Michelin Stern sowie 18 Punkten und 4 Kochmützen bei Gault-Millau, steht in der prallen Hitze auf der Wiese an einer kleinen Kochstation und zeigt uns, wie das perfekte Risotto gekocht wird. Er war direkt nach der Lehre 2001 Olympiasieger mit der deutschen Jugend-Nationalmannschaft und im selben Jahr Kochweltmeister. Danach folgten Arbeitsstationen bei Gordon Ramsay in London, bei Kempinski in St. Moritz, Shanghai und Doha. 

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In seiner Locanda Barbarossa kommt auf den Tisch, was im eigenen Garten oder auf dem eigenen Landwirtschaftsbetrieb „Terreni alla Maggia“ wächst. Hier werden in direkter Nachbarschaft auf den fruchtbaren Ausläufern des Maggia-Deltas unter anderem Wein, Mehl für die Teigwaren sowie weissen, gelben und schwarzen Mais für die Polenta, Spargel, Mais, Grüntee und der «Loto Risotto Reis» angebaut. Rund ums Hotel wachsen mehr als hundert Kräuter und selbst Yuzu-Bäumchen wachsen in diesem milden Klima. Es gibt über 25 verschiedene Tomatensorten und die Beeren werden kurz vor dem Service frisch gepflückt. Was fehlt, lässt Mattias Roock anpflanzen.

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Der Chef ist stolz auf sein Konzept „Sapori del nostro orto“ = „Aromen aus unserem Garten“. Der Gault Millau Schweiz nennt ihn „Mister Farm to table“.

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In den Terreni wächst der nördlichste Reis der Welt, natürlich kommt dieser Loto in sämtlichen Restaurants des Castellos auf den Tisch. Einschränken lässt er sich aber nicht. Alles, was zugekauft wird, hat ebenfalls allerhöchste Qualität. Dank der Begrenzung des Transports von Lebensmitteln gelingt es dem Hotel, den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

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Heute präsentiert Chef Roock sein berühmtes Spargelrisotto: Olivenöl, Zwiebeln, Weißwein, der hoteleigene Risottoreis, Spargel. Die Teller bestehen aus einheimischen Tessiner Steinen, die der Küchenchef im nahen Fluss Maggia im Alleingang gesammelt hat. Roock: „Einmal wollte ein Gast einen Teller kaufen und so musste ich zum Flussbett zurückkehren, um einen neuen Stein zu finden …“

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Das Risotto wird serviert und in dieser wunderschönen Umgebung mit Blick auf die Reisfelder kann ich jetzt buchstäblich schmecken, worum es bei dem Konzept von „Farm to Table“ geht.

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Nach dem Lunch begeben wir uns auf unsere Zimmer. Ich residiere in einer großzügigen Suite, die aus einem Wohnzimmer und Schlafzimmer besteht.

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Am Abend geniessen wir im Sternerestaurant das grandiose Menü „Sapori del nostro orto“. Er hat an der Front einen genialen Partner: Sergio Bassi führt durch den Abend. Ein Maître, der Roocks Küche bis ins letzte Detail kennt und überall Bescheid weiss: im Keller und auch im Humidor. Wenn wir uns nicht irren, dann ist der zweite Stern des Guide Michelin nicht mehr weit.

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Wunderschön eingedeckter Tisch
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Amuse Bouche
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Lucioperca del Lago Affumicato – Geräucherter Zander aus dem See | Karotte in Vielfalt | Szechuan Pfeffer | Estragon
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Essenza di Quaglia di Magadino – Magadino Wachtelessenz | Frühlingskräuter | Agnolotti | Pilze
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Fagottini di Ricotta – Ricotta Fagottini | Frühlingsgemüse | Kerbel | Spitzmorcheln
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Capretto Nero della Valle Verzasca – Gitzi aus dem Verzascatal | Bärlauch | weisse Vollkorn-Polenta | Zwiebeln
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Il nostro Limone Yuzu – Unsere Yuzu Zitrone | Joghurteis | Pistazie

Nach einem wunderschönen Abend, perfektem Schlaf in meiner Suite und einem reichhaltigen Frühstück mit einem sensationell großzügigem Frühstücksbuffet fahren wir mit der Schweizerischen Bahn weiter nach Lugano. Als Deutscher bin ich fast schon verwundert und begeistert wie pünktlich und genau und schnell hier die Züge an den Bahnhöfen ankommen.

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Hotel Villa Principe Leopoldo & Spa Lugano

Unsere letzte Gastgeberin ist Barbara Gibellini, General Managerin der Fünf-Sterne-Villa Principe Leopoldo mit Blick auf Lugano. Nur wenige Minuten nach unserem Treffen kommt es uns vor, wie bei Freunden zu Besuch zu sein. Der Empfang ist so herzlich und familiär, dass wir uns in kürzester Zeit sehr wohl fühlen.

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Die Lage am Berghang ist einfach traumhaft. Einen Einblick in dieses ganz besondere Refugium oberhalb des Lago Lugano gibt Euch dies Video.

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Die Villa Principe hat einen treffenden Namen und ist nicht weniger als die ehemalige Residenz eines Prinzen. Heute ist es ein stattliches Luxushotel, umgeben von tropischen Pflanzen.

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Mein Zimmer ist extrem großzügig und luxuriös eingerichtet. Es ist fast schon der opulente Luxus und Charme einer vergangenen Ära. Oder ist sie nur vergangen gemeint? Hier fühle ich mich wie ein Prominenter, ein VIP, ein Adliger.

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Hinter den Palmen liegt ein kleiner Weinberg, und der Sommelier des Hotels, Herr Speziale, gibt uns einen Überblick. Der Weinberg, nur wenige Schritte hinter dem Hotel, ist schön gepflegt,.

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Während einer Weindegustation spricht der Sommelier des Hauses, Herr Speziale, mit viel Leidenschaft und profundem Wissen über die Winzer und seinen Weinkeller.

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Wir verkosten einen 2016 Castello di Cantone, Merlot Riserva DOC, aus dem Tessin und einen 2016 Negromante Rosso di Ticino, ebenfalls vom Castello di Cantone.

Nicht umsonst hat das hauseigene Restaurant des Villa Principe Leopoldo so viele Positionen auf der Weinkarte. Küchenchef Dario Ranza hat seit fast 30 Jahren den Stil seiner authentischen Küche etabliert. Er bringt jede einzelne Zutat seiner Menüs zum Strahlen.

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Als Lunch und Stärkung nach der Degustation geniessen wir eine kleine Spezialität aus weissen Bohnen und grünem Spargel.

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Chef Ranza ist eine eher ruhige Person. Er spricht mit seinen Augen und durch seine Gerichte mehr als mit Worten. Kurz nach unserem Besuch übernimmt sein Nachfolger Cristian Moreschi diesen Gourmet-Tempel. Moreschi hat alles geordert, um das Erbe weiterzuführen. Dazu gehört auch die Beziehung zu lokalen Lieferanten, wie etwa dem Bio-Bauernhof La Caldera.

Bio-Bauernhof La Caldera

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Cristian Moreschi, der Metzger, die Bäuerin des Bio-Bauernhofs La Caldera, Dario Ranza
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Der Bio-Bauernhof La Caldera liegt etwas außerhalb von Lugano in Ponte Capriasca. Seit einem Jahrzehnt widmen sie sich der Erhaltung der gefährdeten Schweizer Rinderrasse (Rätisches Grauvieh „Albula“).

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Selbstverständlich wird das Vieh ausschließlich mit Gras auf den Bio-Weiden gefüttert. Unter anderen werden hier im Tessin japanische Wagyu-Rinder gezüchtet.

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Zurück im Hotel geniessen wir ein sensationell köstliches Dinner auf bestem Sterneniveau.

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Mariniertes Gemüse aus dem Piano di Magadino, Robiolino-Schaum und knusprige „Farina Bona“
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Klassischer Service mit Clochen
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Brennnesseln-Tagliolini mit Tessiner Wurst, Tomaten und Blau Käse aus dem Valle Maggia
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Grigiarind Komposition mit Schalotten und Merlot
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Hausschokolade Nero 68 mit Himbeeren, Gin Bisbino und Vanille
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Herzlichen Dank an das Relais & Châteaux Hotel Villa Principe Leopoldo, vor allem Dario Ranza, Barbara Gibellini und Cristian Moreschi und dem ganzen Team für diese perfekte, herzliche und luxuriöse Bewirtung und Gastfreundschaft.

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Benjamin Dietsche | André Jaeger

Und einen ganz großes herzliches Dankeschön an das ganze Team der Relais & Châteaux Hotels Schweiz, insbesondere Benjamin Dietsche, für die Einladung zu diesen drei extrem außergewöhnlichen und luxuriösen Vertretern der Hotelgruppe. Wir hatten einen eine wunderbare Tour de Suisse von Zürich über Ascona nach Lugano und haben uns in allen drei Hotels sehr wohl aufgehoben gefühlt. Eine außerordentlich besondere Überraschung war, dass André Jaeger sich zu unserer Runde hinzugesellte. Er ist in der Schweiz eine ähnliche Institution wie Eckart Witzigmann bei uns in Deutschland.

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Der Weg zurück nach München ging mit der Bahn nach Mailand und von dort mit dem Flugzeug zurück nach München.

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Mehr Infos:

Dolce Frégate Hotel: Die Provence bei Bandol zwischen Wein, Oliven und Golf

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Bandol, Provence: Einst Zentrum des Jetset, heute nahezu vergessen. Doch die Franzosen feiern diesen Ort nach wie vor. Weinliebhaber pilgern hierher, zu den Winzern, zu den Restaurants, zu den Hotels. Zwischen der Provence und der Côte d’Azur liegt der kleine Küstenort Bandol. Der beliebte Ferienort ist nicht weit von Marseille und Toulon entfernt. Wir machen Station im Dolce Frégate Hotel und gönnen uns Wein, Oliven und eine Runde Golf.

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Bandol ist ein eleganter Ferienort. Knapp 8.000 Einwohner leben in dem Badeort. Neben noblen Villen mit gepflegten Gärten werden die Straßen und Gassen in Bandol von pastellfarbenen Häusern mit schmiedeeisernen Balkonen gesäumt. An der Uferpromenade stehen Palmen und Schirmpinien.

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Wie die Fußgängerzone im Zentrum lädt die Promenade zum Flanieren ein. In Bandol gibt es einen großen Jachthafen, in dem täglich Fährschiffe zur vorgelagerten Insel Ile de Bendor ablegen. Das Eiland befindet sich im Privatbesitz des Industriellen Paul Ricard. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte sich die Insel zu einem Treffpunkt des internationalen Jetsets.

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Wir flanieren über den Markt. Ich liebe die Märkte in Südeuropa. Diese sind immer so farbenfroh, voller frischer Früchte. Obst, Gemüse und Salate werden hier deutlich mehr als bei uns von der Sonne verwöhnt – und das sieht man in den knackigeren, kräftigeren Farben.

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Auch die reichhaltige Auswahl an Fischen und Meeresfrüchten lässt mir immer das Wasser im Munde zusammenlaufen.

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Köstliche Austern
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Appetit auf Seeigel?

Deutlich ruhiger und angenehmer geht es im Hinterland zu. Hier liegen schöne Hotels zwischen Weinbergen und Olivenhainen. Die typische provençalische Küche verwöhnt den Gaumen, die Weine sind perfekte Begleiter.

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Ausflug von Bandol nach Cassis

Eine halbe Stunde westlich von Bandol liegt das malerische Örtchen Cassis. Es bietet sich an, hier einen Zwischenstopp einzulegen, wenn man eh auf dem Weg von oder nach Marseille ist. Von hier aus empfehlen wir unbedingt mit den Ausflugsschiffen oder Fischerbooten eine Tour zu den berühmten Calanques zu unternehmen.

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Cassis hat eine malerische, typisch provençalische Altstadt. Im Mittelalter befand sich Cassis auf einer erhöhten Stelle, die heute Château (Burg) genannt wird. Die heutige Altstadt wurde im 18. Jahrhundert am Hafen erbaut und die befestigte Siedlung auf dem Hügel wurde allmählich aufgegeben. Die Château-Siedlung verfiel – und ist heute zu Luxusferienwohnungen ausgebaut und im Privatbesitz.

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Besichtigenswert sind das Rathaus sowie die dreischiffige Kirche Saint-Michel, die zwischen 1859 und 1867 im neoromanischen Stil errichtet wurde. Cassis lebt heutzutage hauptsächlich vom Tourismus, da keinerlei nennenswerte Gewerbe oder Industriebetriebe in der Stadt mehr vorhanden sind. Das merkt man dem Ort an. Aber an Overtourism leidet der Ort noch nicht.

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In der Altstadt dominieren kleine Kunsthandwerksläden mit den typischen Spezialitäten der Provence wie Wein, Oliven, Knoblauch, Zwiebeln, Marmeladen und viele andere köstliche Produkte. Außerdem Schmiedeeisernes oder bemaltes Steinzeug.

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Die Weine rund um Bandol

In Bandol treffen alle Bedingungen zusammen, um große und geschmacklich eigenständige Weine entstehen zu lassen. Diese herrlich sonnige Ecke im Südosten Frankreichs zwischen Toulon und Marseille ist mit ihren dem Meer zugewandten und gegen kalte Nordwinde geschützten Hängen geradezu ideal für den Weinbau. Mehr als 3.000 Sonnenstunden im Jahr, warme, aber nicht zu heiße Temperaturen aufgrund der Nähe zum Meer, lange, niederschlagsarme Herbste und die positiven Effekte des Mistral, der nach Regenfällen wie eine Schnelltrocknungsanlage wirkt und dadurch dem Fäulnisbefall vorbeugt, bieten selbst für den Anbau spätreifender Rebsorten außergewöhnlich günstige Voraussetzungen.

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Im Hinterland der Küste liegen die Weinberge von Bandol. Wie mit dem Lineal ausgerichtet ziehen sich die Reben schnurgerade an den Hängen einer Hügelkette entlang und sind in der Form eines natürlichen Amphitheaters angeordnet. Zu den Weinorten zählen weiterhin die Küstenstadt Sanary und im Inland die reizenden mittelalterlichen Bergstädtchen Le Castellet und La Cadière d’Azur sowie der Marktflecken Le Beausset. Tausende kleiner Parzellen ziehen sich entlang der Hügel auf durch Trockenmauern gestützten Terrassen. Restanques nennen sich diese dem steinigen Grund abgerungenen Flecken, auf denen außer Reben auch Olivenbäume, Aleppo-Kiefern, immergrüne Eichen und alle möglichen würzigen Kräuter gedeihen. Die Böden im Gebiet sind uneinheitlich, aber vor allem geprägt von Lehm, Kalk und Schotter. Die Südlage und die durchschnittliche Sonnenscheindauer von 3.000 Stunden im Jahr tragen zum Reifen exzellenter Rebsorten bei. Weine der Sorte Mourvèdre machen den Hauptanteil an der Rotweinproduktion aus. Auch der Rosé wird mehrheitlich aus der Mourvèdre-Traube hergestellt. Daneben sind noch die roten Sorten Grenache, Cinsault, Syrah und Carignan verbreitet. Vielfältiger ist das Traubenangebot für Weißwein. Hier gedeihen Bourboulenc, Clairette Blanche und Uni Blanc. In Bandol werden die Sorten Clairette Blanche, Bourboulenc und in geringem Umfang Sauvignon Blanc und Marsanne blanche angebaut.

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Keine andere französische Appellation hat dermaßen strenge Produktionsbestimmungen wie Bandol. Der maximale Ertrag ist auf 40 hl/ha begrenzt, das heißt nicht mehr als etwa zwei bis drei Trauben pro Stock. Beispiellos ist die Bestimmung, Trauben frisch gepflanzter Reben erst dann für den Bandol AOC zuzulassen, wenn die Stöcke ein Alter von acht Jahren erreicht haben. Die Pflanzdichte muss mindestens 5.000 Stöcke pro Hektar betragen und die Ernte ausschließlich per Hand erfolgen. Chaptalisierung, das heißt die Anreicherung des Mostes mit Zucker, um den Alkoholgehalt zu erhöhen, ist ebenso verboten wie alle Verfahren der Konzentration von Most und Wein. Für den Ausbau schreiben die Appellationsdisziplinarien eine Fasslagerung von mindestens achtzehn Monaten vor. Traditionell werden hierfür auch heute noch große Holzfuder verwendet. Doch einige Kellermeister haben – wie in anderen Gebieten auch – längst damit begonnen, Barriquefässer einzusetzen.

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Domaines Ott

Eines der bekanntesten Weingüter rund um Bandol ist mit Sicherheit die Domaines Ott. Insbesondere Liebhaber großer Roséweine werden die Flaschen mit der charakteristischen schlanken Amphoren-Form kennen. Die Geschichte des Weingutes und der Familie Ott geht bis auf das Jahr 1896 zurück, als Marcel Ott in Provence, in der schon seit der Antike Wein angebaut wird, Land erwarb. Heute gehören drei Lagen zum Weingut: Château de Selle, Clou Mireille und Château Romassan. Seit 2004 gehört das Weingut allerdings zum Champagnerhaus Louis Roederer, wird aber von den Cousins Christian et Jean-François Ott weiter betrieben.

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Wir besuchen das Château Romassan, das etwa 10 Kilometer vom Dolce Frégate Provence entfernt liegt und seit 1956 der Familie gehört. Wir bekommen eine Kellerführung und Degustation und sind sehr angetan von diesen Weinen, die das typische Terroir der Provence, des Bandol widerspiegeln.

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Die Familie Ott hat seit der Übernahme die alten Reben rausgerissen, die Weinberge mit besten Mourvèdre-Reben bepflanzt, außerdem einige Grenache, Cinsault und Syrah Weinstöcke gesetzt. Das alte Schloß aus dem 18. Jahrhundert wurde komplett restauriert.

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Die Weine der Domaines Ott, vor allem die aus der autochthonen Mourvèdre-Traube, präsentieren sich uns ganz typisch aus dieser Region, kraftvoll, robust, perfekt dem heissen Klima und trockenen Böden angepasst, wunderbar aromatisch – und mit einer tollen Länge sowohl am Gaumen wie auch im Keller zum lagern. Tolle Weine mit Charakter, die sensationell Spaß machen.

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Domaine de la Bégude

Vom Château Romassan aus geht es mit dem Jeep zur Domaine de la Bégude. Wir fahren eine halbe Stunde an Reben und Olivenbäumen vorbei in das Hinterland. Über 500 Hektar, davon 30 Hektar mit Reben bepflanzt, erstreckt sich diese Domaine. Hier streichelt der Mistral die Trauben. „Beguda“ ist provençalisch und bedeutet übersetzt „der Ort an dem man trinkt“. Und das tun wir sehr gern.

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Die Weine der Domaine de la Bégude sind etwas rustikaler, robuster, haben etwas weniger Eleganz als die Tropfen der Domaines Ott. Die Rosés präsentieren sich eher mit explosiven Aromen von Pfirsich, roten Früchten und Zitrusfrüchten und sind somit perfekte Begleiter zu typischen provenzalischen Gerichten. Die Weine der Domaine de la Bégude sind exzellente Weine für die Gastronomie und für sommerliche Atmosphäre.

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Bei einem Rundgang durch das Weingut sehen wir die für die Gegend typischen terrassierten Hänge, die zum Teil jahrhundertealten Weinbergmauern, deren Steine die Sonne am Tage speichern und über Nacht die Wärme an die Reben abgeben.

Dieses Weingut konzentriert alles, was für die Provence so typisch ist: Weine, Olivenöl, alte romanische Straßen, sensationelle Ausblicke auf das Mittelmeer, die spürbare Geschichte der Region und das typische „l’art de vivre provençal“.

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Die Weine der Domaine de la Bégude werden nachhaltig angebaut, ohne Einsatz von Herbiziden, Pestiziden oder sonstigen chemischen Einflüssen. Die Terrassen liegen bereits zwischen 350 und 420 m üNN und profitieren von den kälteren Winden. Im Keller werden einige Tropfen gezielt im Barriquefaß ausgebaut.

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Der größere Teil der Weine wird allerdings in den Edelstahltanks ausgebaut.

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Selbstverständlich verkosten wir die Weine sowie das Olivenöl.

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Und gönnen uns ein paar lokale Knabbereien dazu.

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Das Dolce Frégate Hotel

Das Dolce Frégate bietet seinen Gästen 133 Zimmer und Suiten, natürlich alle mit Klimaanlage. Alle Zimmer sind im Stil der Provence eingerichtet, fast alle bieten eine kleine Terrasse mit Blick aufs Meer. Es ist ein modernes, stylisches 4-Sterne-Plus-Hotel. Der Sprung zum fünften Stern wäre in so einer Lage, mit so einem Hotel und mit den Möglichkeiten nicht schwer. Doch angesichts der Ausrichtung des Hotels auf den MICE-Markt ist hier bestimmt der Blick auf die Corporate Governance Regeln entscheidend, die Unternehmen vorschreiben, nur in 4-Sterne-Hotels zu buchen.

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Dieser Blick auf Pool und Golfplatz zeigt sich mir erst am Morgen nach unserer Ankunft. Als wir am Vortag vom Flughafen Marseille aus das Hotel erreichen, ist bereits alles dunkel, so dass sich mein Zimmer nur mit künstlicher Beleuchtung etwas schummrig präsentiert:

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Blick auf den Pool bei Nacht

Am Abend geniessen wir im Restaurant des Dolce Frégate Provence ein Jakobsmuschel-Dinner. Der Küchenchef hat sich „La Noix de St. Jacques sous toutes ses formes“ auf die Fahnen geschrieben. Und so werden wir mit dieser kostbaren Muschel perfekt verwöhnt.

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Tartare de Saint Jacques mariné au citron vert
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Tartelette de Saint Jacques sur son lit de poireaux et coulis d’épinard
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Déclinaison de Saint Jacques d’Erquy, mousseline de potimarron et petits légumes du moment
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Pomme just caramélisée sur son fin sablé breton façon coquille Saint Jacques
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Wie für alle Dolce Hotels, so wendet sich auch das Dolce Frégate nicht nur an Urlauber sondern auch an den MICE-Markt. Insgesamt 13 Konferenzräume mit dem modernsten technischen Equipment geben Veranstaltern wie Unternehmen genügend Möglichkeiten hier auch im grossen Stil Events zu organisieren.

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Golf Dolce Frégate: Golf am Golf

Der spektakuläre Golfplatz hat 27 Löcher: Ein 18-Loch-Golfplatz und ein 9-Loch-Golfplatz bieten genügend Abwechslung für den Urlauber. Zumal eigentlich von fast überall der Blick auf den Golf, auf das Mittelmeer möglich ist. Wer noch etwas lernen möchte, der kann sich bei der Golf Akademie zum Unterricht anmelden.

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Und so probieren wir es ebenfalls und versuchen uns mal etwas beim Golf spielen. Wenn auch die wenigsten von uns schon mal vorher einen Golfschläger in der Hand gehalten haben. Aber mal so zwischendurch ein paar arme, kleine, weiße Bälle über eine schön gepflegte Rasenfläche zu prügeln macht schon Spaß.

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Disclosure: Herzlichen Dank an Dolce Hotels für die Einladung ins Dolce Frégate in die Provence. Unsere Meinung bleibst selbstverständlich davon unabhängig.

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Service:

Valtellina: Das Geniesser-Kleinod zwischen Livigno und Sondrio

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Veltliner Weine kennt jeder. Doch das Tal Veltlin ist ein Geheimtipp. Denn das Valtellina versteckt sich in Norditalien im Dreiländereck zwischen Österreich im Norden und der Schweiz im Westen. Der Hauptort Livigno bietet dem Urlauber in einem Tal auf etwa 2.200 m üNN perfekte Voraussetzungen für Outdoor-Sport wie Wandern und Radfahren im Sommer und Skifahren im Winter. Sportler und Familien werden hier glücklich. Halligalli ist woanders. Livigno ist vor allem auch ein Shoppingparadies, im Ortskern bietet ein Laden neben dem anderen edelste Markenklamotten zu günstigsten Preisen an.

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Grüner Veltliner ist jedem bekannt, zumindest jedem Liebhaber österreichischer Weine. Was wohl die allerwenigsten wissen: Der Name der wichtigsten und verbreitetsten Rebsorte Österreichs und wichtigsten autochthonen Rebsorte aus Niederösterreich entspringt dem Veltlin – doch das liegt in Italien und ist bekannter unter dem Namen Valtellina. Hier gedeihen auch einige Weine. Doch habe ich keinen einzigen Grünen Veltliner gefunden. Der Wein des Valtellina wird in der Schweiz als Veltliner bezeichnet, der aber in keinerlei Verbindung zur gleichnamigen österreichischen weißen Rebsorte steht.

Das Valtellina ist ein kleines, schmales Tal in den Alpen, das sich von der Nordspitze des Comer Sees 40 Kilometer nach Osten erstreckt. Dort gibt es Weinbau auf steil terrassierten Terrassen. Das Valtellina ist ein wahres Kleinod in Italiens vielfältiger Weinwelt. In dem schmalen Alpental schmiegen sich die terrassierten Weinberglagen in bis zu 600 m Höhe überwiegend an die Südhänge der Alpen. Tausende von Trockenmauern schützen die Böden vor Erosion: Pittoresker kann eine Weinlandschaft kaum sein!  Der Valtellina wird überwiegend aus der Nebbiolo-Rebe gekeltert, die hier auch Chiavennasca genannt wird. Die Nebbiolo-Traube zeigt im Valtellina ganz andere Stärken. Hier fallen die Weine wesentlich feingliedriger, finessenreicher, subtiler aus als im Piemont.

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Am bekanntesten sind der Sforzato (oder Sfursat) di Valtellina – ein Strohwein, der durch Antrocknung der Trauben gewonnen wird – und der Valtellina Superiore, ein trockener Rotwein. Beide Weine besitzen DOCG-Status. Weiterhin werden in der Region der Rosso di Valtellina DOC und der Terrazze Retiche IGT produziert. Das Produktionsgebiet für den Valtellina Superiore DOCG befindet sich in den besten Lagen zwischen den Orten Buglio in Monte und Tirano. In dieser Anbaufläche sind auch die fünf besonders geschätzten Unterzonen Grumello (78 ha), Inferno (55 ha), Maroggia (25 ha), Sassella (14 ha) und Valgella (137 ha) enthalten.

Valtellina: Outdoor-Sport in Livigno

Auf dem Weg von Deutschland ins Valtellina müssen wir zwischen Österreich, der Schweiz und Italien quer durch die Berge. Der Munt-la-Schera-Tunnel ist einspurig und irgendwie abenteuerlich. Aber wer mit dem Auto vom schweizerischen Zernez nach Livigno gelangen will, muss da durch. Livigno ist ein beliebter Ort für die Sommerfrische und den Wintersport.

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Am Ende finden wir uns in einem breiten Tal wieder, durch welches das Flüsschen Spöl fließt. Noch bis in die 1950er Jahre war der Ort zwischen Herbst und Frühling fast ein halbes Jahr von der Außenwelt abgeschnitten. Längst werden die Zufahrtswege im Winter geräumt. Livigno ist also das ganze Jahr über erreichbar. Motorradfahrer und Mountainbiker kommen dennoch lieber in der warmen Jahreszeit. Dann finden Downhill– und Freeride-Fans im Bikepark Mottolino den Kick. Doch in Livigno kann man auch auf halber Höhe über Panorama-Wege wandern. Das ist dann die gemütliche Tour.

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Wir wandern auf den Crap de la Parè, einen Berg zwischen dem grossen Stausee und Livigno. Von hier aus haben wir wunderbare Aussichten in alle Richtungen.

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Natürlich ist das der perfekte Platz für einige Fotos.

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Die kleine Journalisten-Wandergruppe vor dem spektakulären Panorama.

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Der Blick von oben auf Livigno herunter ist ebenso großartig wie auf den See. Unten im Tal können wir den neuen Sportplatz sehen, der extra für die Olympischen Spiele 2026 in Mailand angelegt wird.

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Die Wettkämpfe für die XXV. Olympischen Winterspiele werden teilweise auch in Livigno stattfinden. Bis dahin wird in Livigno noch einiges gebaut werden. Mit Sicherheit werden auch einige neue Hotels entstehen.

Valtellina: Herbstzeit ist Bikezeit in Livigno

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Mit dem Mountainbike geht`s auch, ist aber anstrengender, wenn es über schmale Pfade geht. Sogenannte „Ungeübte“ müssen bei so einer Tour öfters mal absteigen und schieben. Macht aber nichts.

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Wir empfehlen allerdings das Mountain e-Bike, mit dem wir einen Teil des Tals kennenlernen. Bei der Gelegenheit ist zumindest Zeit, mal die schöne Landschaft zu betrachten – samt Berggipfeln und Blick auf den Stausee.

Eine Tour bis an das andere Talende führt uns durch Kuhherden, Wälder und Wiesen und macht der ganzen Gruppe richtig viel Spaß.

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Für Mountainbiker ist der goldene Herbst wohl eine der schönsten Zeiten, um auf zwei Rädern die Livigno-Alpen am Dreiländereck von Italien, Österreich und der Schweiz zu erkunden. Bei milderen Temperaturen und weiter Fernsicht ist das Radeln in den Bergen ein herrliches Erlebnis. Unter dem tiefblauen Herbsthimmel lässt die Sonne die Lärchen in flammenden Gelbtönen aufleuchten.

Livigno gilt europaweit als eine Top-Destination für Downhill- und Freeride-Fans. Danny MacAskill, Hans Ray, Brian Lopes und Karl Platt sind einige der prominenten Biker, die sich schon von den atemberaubenden Downhills und Singletrails von Livigno begeistern ließen. 3.200 km GPS-System kartierte Routen erwarten hier die Mountainbiker. Ab besten sind sie mit den Guides von Lungolivigno MTB zu erkunden. Sie sind professionelle Lehrer für Freeriding, Downhill und Cross Country und kennen die schönsten Strecken und passenden Touren für jede Könnerstufe. Wer es hingegen ruhiger angehen lässt, kann rund um Livigno auf ruhigen Radwegen radeln.

Der Bikepark Mottolino ist einer der größten und höchstgelegenen Bikeparks in Europa. Mit seinen 600 Höhenmetern und 14 bis zu 4,5 km langen Abfahrten bietet er Trails für jedermann. Zu den leichtesten Routen gehört „Take it Easy“, ein 4.400 m Waldweg. Schwarz, steil und technisch anspruchsvoll ist dagegen die Rennstrecke der MTB-Weltmeisterschaften, auf die sich nur die erfahrensten Bikerinnen und Biker wagen.

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Valtellina: Zollfreies Shoppen bis die Kreditkarte glüht

Livigno ist zollfreie Zone. So gesehen kann man dort das ganze Jahr über preiswert einkaufen. Der Einkaufsbummel in über 1.800 Metern Höhe hat natürlich auch was Besonderes. Es gibt eine Fußgängerzone voller Fachgeschäfte, in der man sich quasi zum „Schnäppchen-Preis“ mit namhaften Mode-Marken einkleiden kann.

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Wer gerne einkauft, kann hier stundenlang verweilen, immer wieder was anprobieren und zwischendurch irgendwo einkehren.

Lungolivigno

Unter dem etablierten Namen „Lungolivigno“ betreibt die Familie Giacomelli ein ganzes Genusseldorado in Livigno. Vater Emilio Giacomelli gründete das Hotel Concordia. Und eine Familie. Aus den sieben Kindern wurden mit den Jahren junge Erwachsene, sie studierten im Ausland und kehrten anschließend nach Hause zurück, um ihren Platz im Unternehmen einzunehmen. Es entstanden weitere Hotels und Fashion-Stores im Ortskern – aus dem einstigen kleinen Familienbetrieb wurde das Aktienunternehmen Lungolivigno SPA. Mit dem Unternehmen wuchs auch die Familie: 18 Enkel und fünf Urenkel gehören mittlerweile dazu. Fabio Giacomelli führt heute die Hotelgruppe. Neben dem Hotel Lac Salin gibt es noch drei weitere Hotels und sechs Boutiquen mit außergewöhnlichen Shoppingmöglichkeiten zu Duty-free-Preisen, in denen namhafte Mode- und Sport-Labels angeboten werden. In einem „Outlet-Store“ gibt`s dann trotz zollfreier Zone nochmals Rabatt. Dennoch ist die Fußgängerzone nur ein Bruchteil des Ortes.

Valtellina: Hotel Lac Salin Livigno

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Das Hotel Lac Salin SPA & Mountain Resort, geführt von der Familie Giacomelli. Die „Luxus-Herberge“ (ein Vier-Sterne-Superior-Haus) ist der beste Beherbergungsbetrieb, den die Familie am Ort betreibt. Zum Hotel Lac Salin SPA & Mountain Ressort gehört nicht nur ein schöner Wellness-Bereich. Dieses Hotel ist der ideale Ort für eine regenerierende Pause für Körper und Geist.

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Es verfügt über 65 luxuriöse Zimmer. Es gibt auch sieben „Chakren- Zimmer“ oder auf italienisch „7 camere per 7 Chakra“. Die Restaurants bieten traditionelle einheimische Gerichte, spezielle Menüs für Sportler und Vegetarier sowie mediterrane und internationale Speisen. Für Wintersportler ist das Resort ideal gelegen, da es sich direkt an den Skipisten befindet. 

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Das Mandarin Spa des Hotel Lac Salin Spa & Mountain Resort lässt keine Wünsche offen. Mehrere Saunen, Pool, Ruheräume und eine wirklich grosse offene Bar mit Kräutern, Knabberkram und Tees stehen den Gästen zur Verfügung.

Im Winter bietet das Hotel Lac Salin etwas besonders außergewöhnliches: Wer möchte, der kann sich eine der Snow Suiten mieten und dann in seinem persönlichen „Palast“ aus Eis und Schnee übernachten.

Am Abend werden wir verwöhnt mit klassischen Valtelliner Gerichten.

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Amuse Bouche
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Traditionelle Aufschnittplattte mit „Sciatt“ Buchweizenkrapfen mit Bergkäsefüllung
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Klassische „Pizzocheri“ Buchweizenbandnudeln mit Käse, Kohl, Kartoffeln und frischem Salbei
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Rinderschmorbraten mit „Inferno“ Rotweinsauce, Polenta, Steinpilze
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Vanilleeis mit heißen Heidelbeeren
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Valtellina: Hotel Concordia Livigno

Das „Concordia“, das Emilio und Domenica Giacomelli, Eltern von sieben Kindern, im Jahr 1962 gründeten, feierte sein 50-jähriges Bestehen. Dies Hotel ist etwas kleiner und günstiger als sein „grosser Bruder“ Lac Salin und liegt mitten in der Shoppingmeile und Fußgängerzone des Ortes. Als Emilio Giacomelli das Hotel Concordia eröffnete, war er damit einer der ersten Hotelbetreiber im Ort. Es ist praktisch der Nukleus der Giacomelli-Häuser, doch ist vom alten Hotel nichts mehr übrig. Fabio Giacomelli hat das Hotel Concordia komplett top modern errichtet und eingerichtet. Wir sind zum Dinner vor Ort und geniessen wieder regionale Spezialitäten.

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Pökel-Rindfleisch aus Trentino mit Lakenkräutern, Zimt, Gewürznelke mit Salat und schwarzem Trüffel
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Burrata Ravioli mit frischen Tomaten und Basilikumsauce
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Hirschfilet Tagliata in roter Weinsauce, Waldfrüchte, Gemüse
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Naturjoghurt mit Waldbeeren und knusprigem Müsli
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Valtellina: Montivas Lodge Livigno

Die Montivas Lodge ist das jüngste und günstigste Kind der Giacomelli Familie und ihrer Lungolivigno Gruppe. Sie ist etwas besser als ein Hostel, richtet sich vornehmlich an junge Gäste sowie Familien mit Kind, die auf den Geldbeutel achten müssen. Die Zimmer sind hell, freundlich, farbenfroh eingerichtet, statt eines Schrankes steht ein grosses, offenes Regal im Schrank.

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Outdoor-Freaks werden hier glücklich, denn der grosse Kellerraum bietet reichlich Platz für Bikes aller Art oder Skier. Kleinere Reparaturen können hier sofort vorgenommen werden. Oder die Gäste hängen hier die Wäsche auf, die sie im Nachbarraum in den Waschmaschinen waschen können. Das stylishe Restaurant erinnert eher an einen Coffee-Shop oder eines der vielen coolen Metropolen-Hostels.

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Valtellina: Grand Hotel della Posta Sondrio

Wir fahren von Livigno nach Sondrio, den Hauptort des Valtellina. Mit dem Auto geht es entweder mit einem großen Umweg über Bormio – im Winter der einzig mögliche Weg – oder über die Schweiz. Die Passstrasse über den Forcola di Livigno führt uns bis auf 2.315 Meter. Hier verläuft die Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer, auch als Donau-Po-Wasserscheide bekannt. Er ist der einzige Pass zwischen der Schweiz und Italien, wo man aus der Alpensüdseite aus der Schweiz auf die Alpennordseite nach Italien hin wechselt. Auf der Schweizer Seite stösst die Passstrasse auf die Bernina Passstrasse bis hinunter nach Tirano, das schon wieder in Italien liegt. Wer Glück hat, der begegnet hier dem berühmten Bernina-Express, der hier einige seiner spektakulärsten Kurven zieht. Aber Vorsicht: stellenweise teilt sich der Zug mit den Autos die Straße.

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Sondrio, die Provinzhauptstadt des Valtellina, liegt malerisch schön in einem Tal, bewacht von einer kleinen Burg und umgeben von vielen Weinbergen. Hier gehört das beste Hotel der Stadt der kleinen Hotelgruppe von Fabio Giacomelli: das Grand Hotel della Posta.

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Auf dem Terrassenrestaurant geniessen wir ein kleines Mittagessen, natürlich begleitet mit bestem Wein aus dem Valtellina.

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Wir besichtigen ein Zimmer des Grand Hotel della Posta: großzügig, modern eingerichtet –

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und mit einem grossartigen Blick aus dem Fenster auf den zentralen Stadtplatz und die Berge.

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Vom Grand Hotel della Posta Sondrio sind es nur wenige Fußminuten bis zur Azienda Agricola Marsetti Alberto.

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Die Familie Marsetti produziert hier Weine in Edelstahltanks sowie im großen Holzfaß. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit zu einer Degustation. Barrique-Fässer habe ich nicht gesehen.

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Die Raritäten im Keller sehen vielversprechend aus.

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Vater Alberto Marsetti und Tochter haben ihre Reben in sensationeller Lage:

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Direkt zu Füßen des Castel Masegra wachsen die Nebbiolo-Trauben der Familie. Es ist das einzige der drei Stadtschlösser, das den Abbau aller 1639 von Graubünden angeordneten Veltliner Befestigungsanlagen überstanden hat. dies ist darauf zurückzuführen, dass es zu dieser Zeit der Wohnsitz der mächtigen Familie Graubünden Salis war.

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Alberto Marsetti versichert uns, dass die Weine nachhaltig angebaut werden. Zu gerne hätten wir noch die Weine verkostet, doch die Zeit drängt und wir müssen wieder zurück.

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Tirano: Contrada Beltramelli

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Auf halbem Wege zwischen Livigno und Sondrio liegt Tirano. Es ist die Endstation der rhätischen Bernina-Bahn und Grenzort zur Schweiz. Hier liegt die Contrada Beltramelli, ein historisches Gebäude an den rhätischen Hängen von Villa di Tirano. Die Familie Giacomelli hat das Haus übernommen und sorgsam renoviert.

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Die teilweise eingefallenen Mauern sind sorgsam geschützt, dahinter sind grosse Glasscheiben, die aus den Zimmern einen wunderschönen, romantischen Blick nach draussen geben. In diesem kleinen Refugium befinden sich wenige hochmoderne und schön eingerichtete Zimmer,

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mehrere Veranstaltungsräume sowie ein Restaurant. Der schönste Platz zum Essen ist jedoch im Innenhof.

Valtellina: La Tresenda Agriturismo Mountain Farm

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Ein weiterer Sproß der Giacomelli Familie hat 4 km außerhalb von Livigno ein Bauernhofhotel mit ein paar sehr seltenen Tieren: das La Tresenda Agriturismo Mountain Farm. Zumindest selten in Europa: Lamas und Alpakas. Ein sehr schönes, eher rustikales Hotel, ideal für Familien mit Kindern, die gern mit Tieren spielen wollen.

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Leider sind auch die schönsten Tage irgendwann mal zu Ende.

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Disclosure: Herzlichen Dank an Fabio Giacomelli und die Lungolivigno-Gruppe für die wirklich außergewöhnlich schönen Tage in Livigno und im Valtellina, die wir auf Einladung geniessen konnten. Unsere persönliche Meinung bleibt dennoch unabhängig.

Service:

Das schreiben die Anderen:

Restaurants in München: Schwarzreiter im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München – Jung, Bayerisch, Stylish

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Münchens mondänste Meile Maximilianstraße hat wider Erwarten wenig Sterne zu bieten. Nur einer glänzt, und der strahlt über dem Restaurant Schwarzreiter im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München. Schon seit einem halben Jahr ist der luxuriöse Umbau des Gourmetrestaurants vollendet. Das Schwarzreiter wird mit Maike Menzel von einer Küchenchefin geführt. Leider in Deutschland immer noch etwas Besonderes. Es ist für uns an der Zeit, dort vorbeizuschauen.

Die Konkurrenz schläft nicht. Die Top-Hotels in München putzen sich mehr und mehr heraus. Während die Familie Geisel kurzerhand den Königshof abgerissen hat und komplett neu baut, entkernt die Familie Schörghuber nur einen Häuserblock vom Hotel Bayerischer Hof entfernt ein ehemaliges Bankgebäude und wird dort im Jahr 2023 ein 5-Sterne-Plus Hotel unter der Marke Rosewood eröffnen. Und wie Innegrit Volkhardt ihr Juwel am Promenadeplatz renoviert und modernisiert hat, so investierte die Kempinski Gruppe 20 Millionen Euro in das HVJK, das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München, für umfassende Renovierungsarbeiten für die Restaurants und die Bar. Die Gastronomieflächen wurden architektonisch umgestaltet und mit einem neuen, zeitgemäßen Einrichtungs- und Lichtkonzept ausgestattet. Schliesslich feierte diese „alte Dame“ unter den Grand Hotels in der bayerischen Landeshauptstadt erst kürzlich ihren 160. Geburtstag.

Der Anspruch war einen Ort des Erlebens zu schaffen, der Eleganz, Kreativität und Wohlbefinden vereint. Kempinski spricht von einem räumlichen Kaleidoskop für die Sinne. Jung, saisonal und frisch, weg vom klassisch bayerischen Image, aber trotzdem inspiriert von traditionellen Gerichten. Denn an gleicher Stelle, an der sich heute das Schwarzreiter befindet, logierte das legendäre Restaurant Walterspiel, das 1966 zu den 66 Restaurants zählte, die in der ersten deutschen Ausgabe des Guide Michelin vertreten waren.

So präsentiert sich die Young Bavarian Cuisine in der Schwarzreiter Tagesbar und dem Schwarzreiter Restaurant. Purer unverfälschter Geschmack, leicht, schmackhaft und überraschend – abseits dessen, was man kennt und erwartet – sollen hier im Mittelpunkt stehen.

Jung und Bayerisch ist nicht nur das Motto der Küche. Jung und bayerisch ist auch die Küchenchefin. Maike Menzel, Deutschlands jüngste Sterneköchin, ist ein durch und durch bayerisches, ja eigentlich Münchner Gewächs. Küche und Kochleben haben ihr schon ihr Großvater und ihr Vater vorgelebt. Sie genoss eine ganz offensichtlich herausragende Ausbildung bei einem der besten bayerischen Köche Münchens, Hans-Jörg Bachmeier. Weitere Sporen verdiente sie sich im Restaurant Emiko im Louis Hotel, im Hotel Bachmair Weissach am Tegernsee sowie bei Ali Güngörmüs im Pageou. Im November 2016 wechselte sie in das Schwarzreiter, übernahm dort 2017 bereits die Souschef-Positon und erkochte unter Küchenchef Anton Pozeg mit dem Team den ersten Stern im Januar 2018. Seit dem August 2018 ist sie Küchenchefin, bestätigte den Stern im Februar 2019 und hält 15 Punkte im Gault Millau. Doch nicht nur das: Maike Menzel wurde vom Guide Michelin als jüngste Sterneköchin Deutschlands ausgezeichnet.  Maike Menzel legt höchstes Augenmerk auf eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern und heimischen Herstellern, die die Frische und Saisonalität der Erzeugnisse garantiert. 

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Aber wer oder was ist eigentlich der Schwarzreiter? Der „Schwarzreiter“ (Salvelinus evasius), ein Tiefseesaibling, lebt in Wassertiefen von mehr als 40 Metern in Alpen- und Voralpenseen, z.B. dem Königsee. Er ist  sozusagen der  “Urfisch“ des Königsees und blieb Jahrhunderte von jeglichen Züchtungen unbeeinflusst. Der Schwarzreiter gehörte zu den Lieblingsfischen des Bayerischen Märchenkönigs Ludwig II., der als Feinschmecker bekannt war. 

Bei der Renovierung wurden nicht nur die publikumswirksamen Räume im Erdgeschoss renoviert, sondern auch gleich die Küche im Untergeschoß. So hat die Küchenchefin im Rahmen des Umbaus eine nigelnagelneue Küche bekommen, aus der nicht nur die Michelin-besternten Menüs kommen, sondern auch die Fleischpflanzerl für die Tagesbar.

Das Servicepersonal freut sich, dass sie für den Weg von der Küche zum Gast mit den schweren Tellern in den Händen eine Rolltreppe benutzen können. Auch hier wurde das 32 Jahre alte Vorgängermodell ausgetauscht. Die jetzige Rolltreppe ist so rasend schnell, dass dem Servicepersonal die Münchner Kaufhaus- und U-Bahn-Rolltreppen viel zu langsam vorkommen.

Verantwortlich für das edle Interieur, das einem Grandhotel durchaus gerecht wird, zeichnet Designer Colin Finnegan. Er ließ sich auch von der beeindruckenden Umgebung des Hotels, der bekannten Münchner Maximilianstraße mit ihren luxuriösen Einkaufsmöglichkeiten inspirieren. Er hat ein Faible für edle Oberflächen und helle Töne. Die Gäste sitzen zwischen verspiegelten und rautenförmigen Wandelementen sowie einem aufwändigen Fries an edlen runden Tischen, in welche extra angefertigte Bronze-Zweige mit filigranen und frühlingshaften Porzellan-Blüten eingelassen wurden. Die Reliefs aus den 1950er-Jahren, die aufpoliert wurden, sowie die neuen Deko-Elemente (käuflich zu erwerben pro Ast ab 1.500 Euro) hat die Nymphenburger Porzellan Manufaktur entworfen. 

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Ebenfalls von Nymphenburger stammen die kleinen Messerbänkchen in Form von Schwarzreiter-Fischchen aus mattweißem Biskuitporzellan (Kaufpreis: 150 Euro pro Stück) .

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Bei unserem Besuch im Schwarzreiter an einem Dienstag Mitte Januar 2020 ist das Restaurant eher schwach besetzt. Das liegt mit Sicherheit an dem Tag am Wochenanfang, mit größter Sicherheit auch an der Zeit kurz nach Jahresanfang, wenn viele potentielle Gäste noch von den festlichen Tagen zum Jahresende abnehmen wollen und das Geld sparen. Doch mit Sicherheit sollte im Restaurant Schwarzreiter immer gut im voraus reserviert werden.

Wir entschieden uns für das fischlastige Vier-Gänge-Menü, das sich nicht nur extrem köstlich liest, sondern auch für einen Tag unter der Woche leicht genug ist, so dass der Start am nächsten Morgen nicht zu schwer fällt. Wir starteten mit zwei kleinen Grüßen aus der Küche.

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Gebackener Kalbskopf mit Estragon Creme

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Schwarzreiter Fisch Macaron | Apfel Gelee | Saiblings Tatar |SaiblingskaviarRote Bete Macaron | Holunderbeer Gelee | Ziegenfrischkäse Creme | Leinsamen Chip

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Hausgebackenes Brot | Butter | Petersilienöl

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Geräucherter Aal | Weiße Bohnen Creme | glasierte breite Bohnen | Kräuter Beurre Blanc

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Forelle | Kaviar | Petersilienwurzel | Roggen | Quitte | Fenchel

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Zur Forelle mit Forellenkaviar, Forellenrogen, einem crunchy Fenchel und starker Säure durch die Quitte entspricht am besten ein 2016 Grüner Veltliner Federspiel „Im Weingebirge“ vom Nikolaihof in der Wachau. Der Nikolaihof rühmt sich das älteste Weingut Österreichs zu sein mit fast 2.000-jähirger Geschichte. Die Reben werden nach strengen biodynamischen Demeter-Richtlinien kultiviert. Ein starker GV: Seine Power verleiht ihm ein halbes Jahr im grossen Tonneau. Der dezente Holzton ist sofort zu erkennen – und damit hebt er sich angenehm ab von der Masse der Grünen Veltliner. Dieser Tropfen ist mehr als nur ein dezenter Begleiter, er kann auch aromatischere Speisen begleiten.

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Bayerische Garnele | Garnelen-Fumet | Hirse | Karotte | Kumquat – Die beliebten bayerischen Garnelen werden in Freising von Crusta Nova gezüchtet. Wir kennen sie seit einem Foodblogger-Event bei Käfer. Dadurch, dass sie hier in Bayern gezüchtet werden, können Garnelen in Deutschland endlich auch roh verzehrt werden. Das Tatar von der rohen Garnele entsprach geschmacklich genau dem, das ich selbst seinerzeit zubereiten durfte. Ein zartes, leicht süssliches Fleisch und ein sagenhaft feiner Schmelz auf der Zunge. Das Heu von der Karotte, die hauchdünnen Karottenscheiben und das Karottenmousse waren knackige sowie sanfte Partner, der Tapiokachip gab den crispy Partner. Die Krustentieressenz dazu war der Hammer, für diese habe ich mir gerne extra noch einen Gourmetlöffel reichen lassen.

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Der 2012 Silvaner Alte Reben trocken vom Weingut Max Müller I aus dem schönen Volkach in Franken wird gekeltert aus den besten Lagen der Mainschleife. Auch dieser ist kein typischer Silvaner. Starke mineralische Noten, die Kraft der Tiefe aus den Wurzeln der Alten Reben verleihen diesem Silvaner ein ganz besonders intensives Aroma, so dass er hervorragend mit der intensiven Krustentieressenz und auch der Garnele korrespondiert.

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Lugeder Ente | Blaukraut | schwarzer Knoblauch | Maronen – Die Ente vom Geflügelhof Lugeder in Pleiskirchen bei Neuerding hat uns begeistert. Sie war in Ceviche-Sud gebeizt, kurz angebraten und genau auf den Punkt im Ofen gegart. So präsentierte sich die Entenbrust wunderbar rosa. Das Blaukraut als Crème und Kraut bestach durch die unterschiedliche Textur und hervorragendes intensives Aroma. Ein schöner Kontrapunkt war der schwarze Knoblauch. Die Sauce war dicht und intensiv.

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Ein wunderbarer Wein: 2015 Blaufränkisch „Am Berg“ vom Weingut Heinrich aus dem Burgenland. Ein tiefes Violett verspricht eigentlich einen kräftigeren Wein, dieser aber hält sich zurück und harmonisiert perfekt zur Ente. Der Wein besticht durch andere Werte als ein kraftstrotzender Bursche. Er überzeugt uns mit Länge und Tiefe, mit anregender Säure und fruchtiger Eleganz.

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Münchner Kaffee | Piemonteser Haselnuss | Tonkabohne | Milchschokolade | Zwetschge – Eine grossartige Kombination, die nicht wirklich viel mit Kaffee zu tun hatte. Aber mit den Aromen aus Haselnuss, Schokolade, Zwetschge und Tonkabohne spielte. Am intensivsten war das Tonkamousse. Das Zusammenspiel war perfekt. Der 2007 Rivesaltes Ambré „Chez Jau“ vom Château de Jau aus dem Langedoc-Roussillon ist ein spannender Dessertwein dazu, der locker noch weitere 10 Jahre liegen kann. Die getrockneten Rosinen dieses Naturweins verleihen ihm ein sehr intensives Aroma. Robert Parker gibt ihm 92/100 Punkten.

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Die abschliessenden Pralinen zum Espresso waren nochmal ein sehr schöner Hochgenuss.

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Herzlichen Dank an das Team des Restaurant Schwarzreiter und das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München für das unfassbar grossartige Menü sowie die exzellente Gastfreundschaft!

Mehr Infos:

Das schreiben die Anderen:


Fotos: (c) Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München, Götz A. Primke

Hotel Victory Therme Erding: Ein Schiffshotel feiert 5. Geburtstag

Ein Hotelschiff oder ein Schiffshotel? Ein Hotelschiff ist ein Schiff und liegt auf dem Wasser. Doch das Hotel Victory ist ein Hotel und Bestandteil der Therme Erding. Der nächste Hafen ist weit entfernt. Und dennoch: Dieses Hotel ist so gebaut, dass es wie ein Schiffskörper aussieht. Unser Hotelzimmer ist einer Yacht-Kabine nachempfunden. Hier sieht alles aus wie auf einem Schiff. Genau genommen: Das alte Schlachtschiff von Kapitän Nelson, die HMS Victory stand Pate. Wir sind eingeladen zur Geburtstagsparty anlässlich des 5. Geburtstags des Hotel Victory Therme Erding.

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Die Therme Erding ist nicht weit von meinem Wohnung. In der weiteren Umgebung meiner zweite Heimat, München, gibt es kein schöneres Spaßbad oder keinen besseren Erlebnisbad als die Therme Erding. Und dennoch war ich schon seit mehreren Jahren nicht mehr hier. Genau genommen war ich das letzte Mal hier, als das Dach auf den Neubau von Hotel Victory und Wellenbad gesetzt wurde. Die Einladung war also nicht nur ein willkommener Anlass endlich meine schon lange gehegte Absicht, wieder mal in die Therme Erding zu gehen, umzusetzen.

Hotel Victory Therme Erding: Der Neubau

Der Dachhub über dem Wellenbad im Jahr 2014 war eine architektonische und bauingenieurmässige Meisterleistung. Zwei extra grosse Kräne von Liebherr wurden dafür organisiert. Schaut Euch diesen Event in meinem Video an:

Die Therme Erding ist im Jahr 2014, dem 15. Jubiläumsjahr, dem Ruf ihrer damals 1,65 Millionen Gäste pro Jahr gefolgt. Sie hat die Thermenwelt um ein außergewöhnliches Hotel-Ensemble erweitert. Schon bei der Anfahrt zum Urlaubsparadies wird klar, dass hier der vor wenigen Jahren verstorbene Eigentümer und Architekt Josef Wund eine großartige Vision hatte. Neben einem venezianischen Palazzo setzte er den Nachbau von Admiral Lord Nelsons legendärem Flaggschiff, der HMS Victory, an einen tropischen Palmenstrand.

Vor einem halben Jahrzehnt also, im Oktober 2014 legte die HMS Victory, das legendäre Schiff des britischen Admirals Lord Nelson, vor den venezianischen Palazzi einer palmungesäumten Lagune an. Das visionäre Hotel-Ensemble machte die Therme Erding endgültig zur erfolgreichsten Urlaubsdestination Bayerns.

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Hotel Victory Therme Erding: Der 5. Hotelgeburtstag

Das Jubiläum anlässlich der ersten „Jungfernfahrt“ feierten Geschäftsführer Jörg Wund und Kapitän und Hoteldirektor Jens Bernitzky ausgiebig mit über 200 Gästen aus Politik, Medien und Wirtschaft sowie zahlreichen Stammgästen und Partnern am 21. Oktober 2019 im Hafenrestaurant des Victory Hotels.

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In diesem festlichen Rahmen wurden auch 20 Mitarbeiter geehrt, die seit der Kiellegung der Victory mit an Bord sind. Denn auch das ist etwas besonderes: In der Hotellerie gilt so eine lange Betriebszugehörigkeit als extrem ungewöhnlich.

In den 128 thematisierten Zimmern des Hotelschiffes oder eher Schiffshotels und des eleganten venezianischen Palazzo logierten seit der Eröffnung bereits über 575.000 Gäste. Aus gepflegten Yacht-Kabinen, rustikalen Kajüten oder den Zimmern mit venezianischer Grandezza geht es zum Frühstück unter Palmen. Ziel der meisten Gäste ist dann der Wellenbad, die 35 Saunen und Dampfbäder.

Eine dieser hocheleganten und luxuriösen Yacht-Kabinen war mein Domizil für die Nacht nach der Party. Hier habt Ihr einen kleinen Einblick in dieses echt edle Zimmer:

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Hotel Victory Therme Erding: Die Hotelzimmer

Das Hotel Victory Therme Erding befindet sich unter dem auffahrbahren Cabrio-Glasdach des 2.300 qm großen Wellenbades. Die 102 komfortablen Kabinen auf dem Schiff bieten Platz für bis zu sechs Personen und sind, dank kreativer Raumkonzepte, äußerst wandelbar. So wird durch eine praktische Trennwand aus einem Familienzimmer mit liebevoll gezimmerten Boots-Jollen an der Wand im Handumdrehen ein Business-Zimmer mit Office-Ausstattung.

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Wie auf einer eigenen Luxus-Yacht fühlen sich die Gäste in den modernen Yacht-Kabinen mit Palisander, hochwertigen Textilien, extra hohen Traumbetten und Balkonen in Schiffbugsform.

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Der Palazzo beherbergt 26 venezianisch elegante Zimmer, 21 davon mit Balkon. Dank kostenlosem Highspeed WLAN und LAN sowie sechs Veranstaltungsräumen lässt es sich im Hotel Victory Therme Erding zudem effizient und unkompliziert arbeiten, tagen und rund um die Welle präsentieren. Über das Wellenbad erreichen die Gäste die Bereiche Rutschen, Therme, VitalOase und VitalTherme & Saunen. Die Therme Erding ist heute die größte Therme der Welt und der Ursprung einer großen Thermenfamilie mit fünf Thermen- und Badewelten in Deutschland.

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Die langen Hotelflure sind eine beliebte Rennstrecke für Kinder. Die Flure wechseln je nach Tageszeit das Licht und geben einem ein bisschen das Gefühl, im Bauch eines riesigen Kreuzfahrtschiffes herumzulaufen.

Das Victory Gästehaus – das kleine Beiboot der großen Victory – wurde im Sommer 2016 unmittelbar gegenüber der Thermenwelt eröffnet. Hier sind 88 Appartements und 6 Studios für bis zu 5 Personen buchbar. die modernen funktionalen Zimmer verfügen alle über Balkon und Kitchenette.

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Die Auslastung des Thermenhotels von 92% im Jahr 2019 macht deutlich, wie erfolgreich das Urlaubskonzept ist. Aus Sicht von Geschäftsführer Jörg Wund, dem Sohn und Nachfolger des Gründers, trifft das Angebot den Zeitgeist: „Ohne lange Flugreise und Jetlag einen Urlaub in anspruchsvollem Anbiete mit Schönwettergarantie unter Palmen zu verbringen ist eine ideale Kombination“, ist sich der Inhaber sicher. Dazu dürfte für viele der Nachhaltigkeits-Aspekt kommen, denn neben dem gesparten Kerosin ist die Thermenwelt auch die Keimzelle der Geothermie in Erding, bezieht ihre Wärme also aus der Energie des direkt vor Ort geförderten, über 60°C warmen Thermal-Heilwassers.

Hotel Victory Therme Erding: Das beste Luxus-Thermenhotel in Europa

Für die vielen gelungene Urlaubstage haben sich die Gäste des Hotel Victory Therme Erding kurz vor dem 5. Geburtstag ganz besonders bedankt: Sie kürten es zum besten Luxus-Thermenhotel in Europa! Die World Luxury Awards werden seit 2006 jedes Jahr vergeben und zeichnen die höchsten Qualitätsstandards und herausragende Leistungen der Hotelbranche aus. Über 300.000 internationale Gäste und Reisende bewerten Luxushotels in verschiedenen Kategorien. Das diese Auszeichnung rein auf der Stimmabgabe von Gästen basiert, freut Kapitän und Hoteldirektor Jens Bernitzky ganz besonders: „Die Auszeichnung bei den World Luxury Awards ist für meine Crew und mich das schönste Geschenk zum fünften Hotelgeburtstag. Ich sehe diesen Preis als großen Verdienst und Bestätigung für das richtige Hotelkonzept sowie für unsere täglichen Anstrengungen, dem Gast jeden Tag den besten Service- und einen rundum gelungene Aufenthalt zu bieten.“

Hotel Victory Therme Erding: Die Erfolgsgeschichte

Die Zahlen der Erfolgsgeschichte sind spannend: Lag die Investitionssumme zur Eröffnung bei 25 Millionen Euro wurden daraus bis 2019 schwindelerregende 225 Millionen. Dazu kommen 32 Millionen Euro Revisionskosten, mit denen die Urlaubsparadiese instandgehalten werden.

Gestartet mit gut 700.000 Gästen kommen heute mit über 1,8 Millionen Besuchern im Jahr deutlich mehr Gäste als die Landeshauptstadt München Einwohner hat. 25 Millionen Gäste waren es im September 2019 insgesamt seit der Eröffnung 1999 und die blieben auch gerne länger. Die Gäste im Victory Hotel Therme Erding fehlen den anderen Gastgebern der Umgebung nicht, im Gegenteil: die Übernachtungszahlen der Stadt Erding steigen seit 1998 um über 680% von 75.102 auf 515.135. Natürlich ist der Flughafen München dabei ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Der Gewinn für das Land und die Region ist enorm: In Bayerns Hauptattraktion sind 1.000 Arbeitsplätze entstanden. Diese Mitarbeiter sind mit ihrer Kaufkraft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die Geothermische Nutzung des 65°C warmen Heilwassers spart ebenso CO2, wie die zu öffnenden Glaskuppeln, die an sonnigen Tagen Heiz- und an warmen Sommertagen Lüftungsenergie sparen.

Therme Erding: Urlaubsresort mit Sommergarantie

Hier gebe ich Euch einen Überblick über alle Bereiche der Therme Erding:

Die Therme mit staatlich anerkanntem Heilwasser aus fluoridhaltiger Schwefelquelle bietet viel Abwechslung. Wer sich in den Wellen ordentlich ausgepowert und die Rutschen ausgiebig erobert hat, kann dort in verschiedenen großen Pools entspannen und an der Toolbar einen exotischen Cocktail genießen. Die Kraft der Natur ist in Gesundheitsbecken mit Rohwasser direkt aus der Quelle oder versetzt mit Himalaya-Salz zu spüren. Dampfbad und Warmluftraum gehören genauso dazu wie pflegende Gesichtsmasken, belebende Körperpeelings und Aqua-Kurse.

Wer das Abenteuer sucht, findet es auf den 27 galaktischen Rutschen im Galaxy Erding. Hier gibt es das Rutschvergnügen für jede Alters- und Leistungsstufe. Der Fokus wurde bbei der Rutschenauswahl hier besonders auf spannende Hightech-Bahnen für Große und Kleine gelegt. Neun Rutschen – darunter die neue The Big Wave – locken bei warmen Temperaturen in den großen Thermengarten.

TE_Wellenbad_Familie in der Brandung

Zu einem richtigen Urlaub gehören Wellen, Strand und Palmen? Mehr als 300 Großpalmen umrahmen im Wellenbad die türkisfarbene Wellenlagune mit seicht auslaufendem Ufer. Mit fünf verschiedene Stärken, von sanften Wogen für Kinder und Familien bis zu zwei Meter hohen Wellen für Actionsfans, setzt die Therme Erding neue Maßstäbe. Auch die Kulisse ist eindrucksvoll: Das Victory Hotel und der venezianische Palazzo grenzen das Urlaubsbadevergnügen ab. Ein Fluss führt zum riesigen Open-Air-Pool mit Poolbar und den beliebten Sprudelliegen.

TE_VitalOase_Vitalpool

Wohltuende Ruhe und textiles Saunieren erwartet die Gäste in der VitalOase. Zu entspanntem Baden lädt der Vitalpool mit Sprudelliegen und Toolbar ein. Besondere Gesundheitsbecken, die Vital-Quellen mit Calcium-Bad, Selen-Jod-Bad sowie dem Mineralien-Bad, werden ergänzt von der mit Rohwasser gespeisten Schwefelquelle im Außenbereich. Warmluftbäder sowie ein Dampfbad, täglich über 40 Gesundheitsangebote, die Bambusbar mit wohltuenden Gratis-Masken, Infrarot Wärmeliegen und der idyllische Bali-Garden machen jeden Besuch zur Erholung für Körper und Geist.

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Nur wenige Schritte weiter beginnt die textilfreie eigene Welt der VitalTherme & Saunen. Die weitläufige Anlage mit der weltweit größten Vielfalt ist ein Paradies für Individualisten. Die eindrucksvollen Orte lassen sich hier im wahrsten Sinne des Wortes erleben. Orientalisches Flair in der Alhambra, Saunieren im Originalnachbau von Stonehenge, Unterwassermusik min der Römischen Villa oder Ausflüge nach hVenedig, Finnland und Asien – lassen jeden Aufenthalt zum Erlebnis werden. Aus 28 Saunavarianten sowie ca. 100 kostenlosen Gesundheits- und Wellnessangeboten lassen sich ganz persönliche Wohlfühlangebote zusammenstellen.

Wer in diesem Paradies seine ganz private Komfortliege, ein Himmelbett oder eine exklusive Suite mit traumhafter Ruhe, wunderbaren Ausblicken und besonderem Service genießen möchte, findet im Royal Day Spa „Lounge & Dreams“ das passende Arrangement.

Übrigens: Mit der „Langen Themenwelt-Nacht“ begeistert das vielseitige Eventprogramm in VitalTherme & Saunen, VitalOase und Therme die Gäste jeden 1. Samstag im Monat bis 1 Uhr nachts (im Winter auch jeden 3. Samstag).

Wer für den Valentinstag noch etwas für seinen Lieblingsmenschen sucht, dem bietet die Therme Erding ein romantisches Wohlfühlprogramm. Liebevoll thematisierte Aufgüsse, traumhafte Wellness-Specials und kleine Überraschungen lassen die Herzen der verliebten Gäste noch höher schlagen. Zusätzlich sorgen herzige Geschichten und musikalische Untermalung für kuscheliges Wohlfühlambiente am Valentinstag.

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Disclosure: Ganz herzlichen Dank an das Hotel Victory Therme Erding und die Therme Erding für die Einladung zur Party und die kurze Auszeit vom Alltag.

Service:

Restaurants in München: Bei Holger Stromberg zum Valentinstag mit dem Lieblingsmenschen

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Zum Valentinstag mit dem Lieblingsmenschen essen gehen: Das macht so ziemlich jeder. Abgesehen von den Ausnahmen, die von diesem speziellen Tag nichts halten – oder die aus verschiedenen Gründen gerade an diesem Tag nicht an einem Ort mit dem Lieblingsmenschen sein können. Achja, und die Singles… Aber man muss ja nicht ewig Single bleiben. Ich war mit meinem absoluten Lieblingsmenschen am Valentinstag bei Holger Stromberg essen. Der ehemals jüngste Sternekoch Deutschlands und Koch der deutschen Fußball-Weltmeistermannschaft servierte ein unvergleichlich köstliches Menü.

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Wir kommen am Valentinstag in das Restaurant von Holger Stromberg – und die gesamte Location ist liebevoll geschmückt mit Valentinstags- und Liebesmotiven. An der Eingangstür empfängt ein Tisch mit riesigen rosa Lutschern. Gleich daneben werden an einer Wand Pärchenfotos gemacht. So bleibt der Tag auch auf Foto für das Pärchen gebannt. Rote Luftballons in Herzform hängen im gesamten Restaurant. Auf dem für uns reservierten Tisch werden wir mit Namen Willkommen geheissen. In die Serviette ist eine Vorlage für einen Liebesbrief sowie ein Bleistift eingesteckt. Dies verkürzt die Wartezeit zwischen den Gängen und verführt uns zu kreativen Liebesschwüren, die nicht nur das Essen sondern höchstwahrscheinlich auch die anschliessende Nacht zu zweit unvergesslich wunderschön werden lassen. Und vor uns liegt die Karte mit dem Lieblingsmensch-Menü.

Nach Prosecco zum Aperitif und Brot und Butter sowie Amuse Bouche geniessen wir einen wunderbaren Abend mit einem wirklich köstlichen Menü. Holger Stromberg hat die Gänge mit wunderschönen Namen benannt, die vielversprechend klingen: „Pheromone“, „Love is in the Air“, „Count on Me“ und „Kiss from a Rose“. Jeder Gang ist dabei perfekt abgeschmeckt, regt die Geschmacksnerven an, ist exzellent balanciert zwischen Süße, Säure und Schärfe, zwischen weicheren, festeren und crunchy Bestandteilen.

Holger Stromberg hat sich und seiner Arbeit fünf Leitlinien für grundlegend mehr Durchblick in der Ernährung von uns allen gegeben, die nicht nur seine Menüs und Menükreationen sondern auch seine Kochbücher, Kochkurse und seine Beratungen und Vorträge für Unternehmen kennzeichnen. So hat er bspw. für die Unternehmensgruppe, die hinter den Cotidiano Restaurants steckt, das Foodkonzept geschrieben.

Das Lieblingsmensch-Menü von Holger Stromberg

1.Nimm besser natürlich – Bevorzuge pure Lebensmittel, die so natürlich wie möglich gewachsen, angebaut, gehalten oder produziert worden sind. Wähle so oft es geht, ökologisch hergestellte Lebensmittel und achte dabei auf saisonal als auch regional vor global.

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Pheromone: Langustino | Samosa | Granatapfel | Portulak | Topinambur

Pheromone: Langustino | Samosa | Granatapfel | Portulak | Topinambur – Côtes de Gascogne IGP Sauvignon 2015, Château du Tariquet, Gascogne

2.Achte Deinen Darm – Integriere regelmäßig präbiotische und faserreiche Lebensmittel in Deinen Speiseplan. Dies sind z. B. Vollkornprodukte; Gemüse wie Topinambur, Chicorée, Fermentiertes wie Sauerkraut, Kombucha, Miso oder Tamari Soja Sauce, aber auch lebendiger Joghurt und Buttermilch von Weidekühen, Weideschafen oder Ziegen. – Diese Lebensmittel schützen und stärken Dich auf zauberhafte Weise. 

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Love is in the Air: Wachtelbrust | Sellerie | Aprikose | Wirsing | Szechuan-Pfeffer

Love is in the Air: Wachtelbrust | Sellerie | Aprikose | Wirsing | Szechuan-Pfeffer – Hattenheimer Riesling Gutswein trocken 2015, Langwerth von Simmen, Rheingau

3.Versorge Deinen Flüssigkeitshaushalt – Nimm ausreichend Flüssigkeit zu Dir, trinke zwischen den Mahlzeiten und am besten stets Wasser oder alternativ leichte Kräutertees. Überprüfe, optimiere und organisiere Deine Versorgung von Zeit zu Zeit, bleibe anschließend Deinem Konzept treu und profitiere auf Dauer. Kombiniere auch Deinen Speiseplan mit wasserhaltigen Zutaten und Gerichten. 

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Count on Me: Kalbs-Entrecôte | Kakao-Chili-Knusper | Petersielienwurzelmousseline | Kartoffelmosaik

Count on Me: Kalbs-Entrecôte | Kakao-Chili-Knusper | Petersielienwurzelmousseline | Kartoffelmosaik – Nero d’avila Natura Terre Siciliane IGP 2015 Maggio Vini, Sizilien

4.Finde Balance – Kombiniere naturbelassene Lebensmittel, die Dich ausreichend mit Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten und Vitalstoffen versorgen. Reduziere Nahrungs- und Genussmittel auf ein gesundes Maß. Bleibe stets auf der Suche nach natürlicheren, besseren Lebensmittel-Alternativen die Dir mindestens genauso viel Freude und darüber hinaus wahre Glückshormone schenken.

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Kiss from a Rose: Rosenblütensorbet | Kafir-Limetten-Sponge | Mandelhumus | Basilikumkristalle | Torf

Kiss from a Rose: Rosenblütensorbet | Kafir-Limetten-Sponge | Mandelhumus | Basilikumkristalle | Torf

5.Sei bewusst anders Du – Übe Deine Nahrung zu spüren. Entdecke dabei Deine ganz individuelle Ernährungsformel. Denn niemand weiß es besser als Dein Körper und Du, was Dir wirklich gut tut. Beginne und begebe Dich auf die spannendste kulinarische Reise Deines Ich’s und setze damit eine ungeahnte Energie frei. 

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Holger Stromberg und Mannschaft
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Selfie mit einem Fußball-Weltmeister!

Wer oder wieviele ist Holger Stromberg?

Holger Stromberg, Unternehmer, Gastronom, Consultant und 10 Jahre lang Koch der Deutschen Fußballnationalmannschaft, begann seine Laufbahn im elterlichen Betrieb. Nach seiner Ausbildung in der Sterne-Gastronomie erkochte er sich mit 23 Jahren als jüngster deutscher Koch seinen ersten Stern, ging dann nach München ins Hotel Rafael als jüngster Küchenchef eines Leading Hotel of the World. Mit seiner Firma f.e.b. GmbH baute Stromberg ein europaweit agierendes Unternehmen in den Feldern Catering & Gastronomie auf und berät gastronomische Firmen bis hin zu DAX- Unternehmen. Durch sein Engagement bei der Deutschen Fußballnationalmannschaft und mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 erlangte er als einziger „4 Sterne Koch“ sein Alleinstellungsmerkmal. Stromberg gilt als Multitalent, visionärer Querdenker, Ernährungsbotschafter. Seinem Publikum vermittelt er, warum Ernährung unsere zweitwichtigste Energiequelle ist und wie Lebensmittel auf unsere geistige und körperliche Leistungsfähigkeit wirken – Faktoren, die im 21. Jahrhundert unabdingbar sind, um in der heutigen Leistungsgesellschaft oben mitzuspielen. 

Wer zum Valentinstag – oder auch jedem anderen Tag – mit seinem Lieblingsmenschen sich von Holger Stromberg bekochen lassen möchte, sollte unbedingt bei ihm einen der Kochkurse besuchen oder sich das Catering nach Hause bestellen.

Leider hat sich Holger Stromberg kurz nach unserem Valentinstagsbesuch aus dem täglichen Restaurantbusiness zurückgezogen – und den Schwerpunkt auf Catering, Beratung und Kochbücher gelegt. Aus verständlichen Gründen: aus Liebe zu seiner Frau Nikita, Söhnchen Mick und sich selbst, schliesslich sollten auch Top-Köche eine glückliche Familie haben. Der BILD-Zeitung sagte Holger Stromberg: „Ich möchte deutlich mehr Zeit für meine Familie und mich selbst haben“, sagt Stromberg. Und er wolle seine Gesundheit schützen. Die Wirbelsäule bereitet ihm seit Längerem Kummer und Schmerzen – die Prognose für die Zukunft sei „zunehmend alarmierend“.

Mein Lieblingsmensch und ich bedanken uns ganz herzlich bei Holger Stromberg für die Einladung und das exzellente Essen.

Mehr Infos:

Hotel Puradies Leogang: Das pure Paradies

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Vom Embachhof zum Puradies: Edel, cool, stylish, luxuriös, doch gleichzeitig ein traditioneller Pinzgauer Bauernhof mit angeschlossenem Hotel. Ein modernes Bio-Hotel mit exquisiten Châlets für Gäste, die mehr Individualität und Ruhe geniessen möchten. Das grandiose Alpenpanorama vor den Augen, die Pisten direkt hinter dem Hotel. Das Puradies in Leogang bietet alles, was das Herz begehrt.

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Majestätisch erheben sich die Berggipfel der Salzburger Alpen im Pinzgau. Die Leoganger Steinberge und das Steinerne Meer grüßen schon von weitem mit ihren imposanten Kalksteinfelsspitzen, die höchste von ihnen ist das 2.634 Meter in die Höhe ragende Birnhorn. Die Berge sind über und über mit viel Schnee gezuckert, hier laden urige Berghütten zum genussvollen Verweilen ein. Ich bin zu Gast in der Leoganger Bergwelt im Herzen der Ostalpen, die sich winters zum größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs mausert: Der Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn bringt es auf stattliche 270 Pistenkilometer. Ein El Dorado von schier grenzenlosem Skivergnügen. 

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Inmitten der Leoganger Steinberge residiert in den Salzburger Alpen das Hideaway-Hotel Puradies. Ein Sehnsuchtsziel in atemberaubender Alleinlage auf einem unverbauten Sonnenplateau am Fuße des Asitz. Tradition und Moderne werden in dem gastlichen Haus von Familie Madreiter authentisch miteinander verwoben. 76 Hotelzimmer, Suiten und 14 Chalet-Häuser bietet das Resort insgesamt.

Puradies: Pure Puristik

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Ich geniesse den Luxus in einem der Châlets untergebracht zu sein. Mein Video gibt Euch einen kleinen Einblick in mein Chalet und die Umgebung:

Das heimelige Premium-Chaletdorf gibt es bereits seit 2007 und es besticht seit Jahr und Tag mit seiner komfortablen Ausstattung. Diese Châlets bieten alles, was das Herz begehrt, lassen keinen Wunsch offen für einen längeren Aufenthalt. In der Küche würde ich am liebsten gleich selbst mir etwas zu Essen kochen, doch das Gourmet-Restaurant des Puradies lockt mit seiner exzellenten Küche. Nach einem Skitag kann sich der Gast in der Chalet-eigenen Sauna perfekt entspannen. Die Architektur ist modern und spiegelt in allen Facetten die Naturverbundenheit der Inhaber, Michael und Philipp Madreiter, wieder. Schreitet man durch das Hotel, begleiten einen herrliche Duftnoten von Holz und das Auge wird durch die Naturmaterialien Holz und Stein und natürlich dem Blick auf die umliegende Bergwelt verwöhnt. Die Refugien sind in vollendetem Alpin-Design konzipiert und sie holen mit ihren der Natur entlehnten Materialien dieselbe in den sonnigsten Luxusplatz von Leogang hinein. Es mangelt an nichts. Der bewusst „puristisch“ gewählte Zugriff auf wenige Interieur-Essentials wie Stein, Holz, Glas und Loden trägt maßgeblich zur stimmungsvollen Bergromantik und zum hohen Wohnkomfort bei.

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Die Häuser sind alle unterschiedlich in Größe (60-120m²) und Ausstattung haben Platz für zwei bis acht Personen. Jedes ist mit finnischer und Infrarot-Sauna, Kachelofen, Fußbodenheizung, kompletter Küche und TV ausgestattet. Das Honeymoon-Chalet kann nur für zwei Personen gebucht werden. Beim Rundgang durch das Dorf ist erkennbar, dass Ruhe und die persönliche Atmosphäre gewahrt wird. In den Chalets hört und sieht man nichts von dem Hotel und keiner schaut den anderen ins Fenster das Bio-Frühstück wird in das Chalet geliefert und auf Wunsch auch aufgedeckt.

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Das Hotelresort in Leogang ist dabei aber kein gewöhnliches Berghotel. Das Puradies steht für das Pure in der Natur. So kamen für die Einrichtung viele edle Naturmaterialien zum Einsatz, die auf beeindruckende Weise in einen zeitlosen, alpinen Einrichtungsstil mit höchsten Designstandards eingebunden wurden. Das spiegelt sich sowohl in dem aufwendig renovierten historischen Hotelgebäude als auch in den beiden neuen Hotelbauten sowie den exklusiven Chalets wider.

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Puradies: Front-Cooking im 2-Hauben-Restaurant ESS:ENZ

Im Restaurant ESS:ENZ in der Embachalm im Chaletdorf des 4*S Puradies Hotel & Chalets in Leogang werden Gerichte aus lokalen Produkten und dem eigenen Bio-Bauernhof kreiert. Im Fine-Dining-Restaurant ESS:ENZ kocht Albert Dschulnigg eine formidable Genießerküche der Region. Das Küchenteam des Puradies zaubert aus feinsten Bioprodukten der hofeigenen Produktion regionale und internationale Gourmetgerichte. Das pure und innovative Konzept genügt höchsten kulinarischen Ansprüchen, die ihren Höhepunkt im Front-Cooking finden, und wurde ebenfalls zum ersten Mal mit zwei Hauben und 13 Punkten ausgezeichnet. Neben Saibling-Variationen und hauseigenem Embachhof-Kalb gibt es im ESS:ENZ monatlich wechselnde Schwerpunkte wie etwa Sushi oder Grillabende. Das ESS:ENZ ist ein Ort für besondere Genusserlebnisse und eine innovative Mischung: Die Gäste erwarten Themen-Highlights vom Fleisch, Fisch & vielem mehr. Auch Vegetarier und Veganer erleben in dem À la carte Restaurant kulinarische Hochgenüsse. 

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Puradies: Im Badhaus die Innere Mitte finden

Herzstück des Wellnessbereiches ist das Badhaus INNERE MITTE mit puradiesischem 360°-Himmelsblick. Zur Entspannung bereit stehen Ihnen im Badhaus vier große Saunen, darunter die Finnische Sauna, die Kräutersauna, die Zirbensauna und die Stollensauna. Erfrischung bieten Erlebnisduschen sowie ein Sprung in den 400 m² großen Biobadeteich. Ausspannen können Sie im Puradies aber auch beim Yoga und bei wohltuenden Massagen sowie Beautyanwendungen. Darüber hinaus können sich die Gäste im Puradies auch nach Herzenslust beim Fitness an modernsten Cardio- und Kraftgeräten auspowern.

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Leider war mein Aufenthalt viel zu kurz, um das gesamte Hotel kennenzulernen. Mit der Sauna im eigenen Chalet habe ich es nicht in den Wellnessbereich geschafft. Die Bar habe ich nur beim Einchecken und kurzen Gespräch mit Herrn Madreiter bewundern können. Das Hotel selbst bietet noch so viel mehr wie etwa eine Bibliothek, die sich meinen Blicken entzogen, da ich mich in dem Chalet wie in einem Kokon wunderbar geborgen fühlte und in den wenigen Stunden, die ich vor Ort war, sehr entspannt habe.

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Und die Pisten waren mir am Vormittag zu sehr im Nebel, so dass ich mich ganz allein nicht in ein mir noch unbekanntes Skigebiet trauen wollte. Ich war ja die zwei Tage zuvor erst in Sterzing auf dem Rosskopf Ski fahren, so dass ich mir einen Tag Ruhe mit Sauna und exzellentem Essen gönnte. Stattdessen genoss ich den Winterspaziergang hinter dem Hotel auf dem Weißen Weg, den sich Klassische und Skating-Langläufer, Winterwanderer und kreuzende Abfahrer teilen.

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Puradies: Pure Familiengeschichte

Die absolute Alleinlage des „Private Retreats“ liegt in der Familiengeschichte begründet. Die Familie Madreiter zählt zu den Pionieren des Tourismus in Leogang und war Mitbegründer der hiesigen Bergbahnen. Vater Sebastian Madreiter ist noch heute Geschäftsführer der Bergbahnen. Ursprung des imposanten Familienbesitzes sind der aus dem 17. Jahrhundert stammende Pinzgauer Bergbauernhof, die Almwirtschaft und der familieneigene Embachhof, auf dem in den frühen 1950er Jahren erstmals Gäste bewirtet wurden. Das Wohlfühlareal umfasst eine Gesamtfläche von 500.000 qm. Ein echter Familienbetrieb ist der einstige Embachhof geblieben, heute führen die Brüder Philipp und Michael Sebastian Madreiter die Geschicke der seit dem Jahr 2016 als „Puradies“ bezeichneten resortähnlichen Verwöhnadresse. Gemeinsam haben die Brüder, die in der Österreich-Ausgabe des „Bertelsmann-Guide“ zu den „Gastgebern des Jahres 2018“ gekürt wurden, mit stattlichem Investitionsvolumen das Alpinhotel zu einem perfekten stylishen Rückzugsort in den Bergen weiterentwickelt. 

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Ganz herzlichen Dank an das Puradies für die Einladung und exzellente Unterbringung sowie Verköstigung. Unsere persönliche Meinung bleibt selbstverständlich unabhängig.

Service:

Skigebiet Rosskopf: Telemix-Panoramabahn lockt ins Familien-Skigebiet

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Wer Sessellift oder Gondeln sagt, sagt automatisch Leitner. Weltweit gibt es nur zwei nennenswerte Hersteller von Seilbahnen. Leitner Ropeways hat seinen Firmensitz in Sterzing. Hier in Südtirol, gleich um die Ecke vom Brennerpass, werden Bergbahnen gefertigt, die rund um die Welt Menschen transportieren. Naheliegend, wenn Sterzing dann das Vorzeigeparadies für Leitner Bergbahnen wäre. Seit Januar 2019 bringt eine hochmoderne Telemixbahn die Gäste von der Mittelstation hoch auf den Berg. Wir waren bei der Eröffnung der Panoramabahn auf dem Rosskopf.

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Auf dem Weg von Innsbruck nach Bozen liegt Sterzing kurz nach dem Brennerpass. Die kleine Handelsstadt profitierte als „Fuggerstadt“ besonders von der günstigen geographischen Lage als Durchgangsort für viele Menschen und Waren durch die Alpen. Der Rosskopf ist der Hausberg von Sterzing und liegt direkt an der Autobahn.

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Die Gondeln der Rosskopfbahn schweben dicht über der Autobahn hoch auf den Berg. Doch leider bleibt dieses potentielle Vorzeigeobjekt ungenutzt.

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Die Gondeln sehen schon reichlich alt aus, sind auch für heutige Verhältnisse ziemlich klein und eng. Hier könnten die Sterzinger Bergbahnen, Südtirol und Leitner Ropeways, wie das Unternehmen modern heisst, auch an eine Modernisierung denken.

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Oben angekommen stehen wir vor der Panoramabahn, die uns zum Gipfel hinaufbringt. Und eben diese Panoramabahn ist nun nach 30 Jahren Dienstzeit modernisiert worden. Der alte Dreier-Panorama-Sessellift ist verschwunden. Nun glänzt eine neue Telemix-Bahn am Rosskopf, die sowohl Sessel als auch Gondeln führt. Das neue Winterangebot am Rosskopf wird komplettiert durch eine sportliche 2,7 Kilometer lange Talabfahrt, die mitten im Skiort Sterzing endet.

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Der Rosskopf gehört zu den kleinen Skigebieten, die sich nicht an die Masse der Touristen wenden. Die Pisten im Rosskopf-Skigebiet sind rot und blau. Doch umso schöner, ruhiger und familienfreundlicher präsentiert sich das Skigebiet. Meist ahnt man am Fuß des Rosskopfs noch gar nichts von der winterlichen Pracht auf dem Gipfel und an den Hängen. Kaum einer der vielen Autofahrer hat das Herz oder die Muße hier, je nach Fahrtrichtung kurz vor oder nach dem Brenner, noch eine letzte Pause einzulegen. Obwohl die Rosskopf-Gondeln hier malerisch im Drei-Meter-Abstand die Fahrbahn kreuzen. Doch sobald man die Sonnenterrasse erreicht hat, wandelt sich das Bild.

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Der Blick schweift rundum von den Gipfeln der Sarntaler-, Zillertaler– und Stubaier Alpen hinunter auf das beschauliche Wipptal, durch das sich der Brennerpass wie ein aufsteigendes Betonband zieht. Dichter Verkehr rollt über den Asphalt. Doch schon beim Hinaufgondeln Richtung Gipfel entfernen sich die Geräusche.

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Die dichte Schneedecke auf dem Berg schluckt dann vollends den Lärm der viel befahrenen Europastraße. Bei himmlischer Ruhe kann der Wedel-Spaß auf den gut präparierten Pisten beginnen, die man je nach Saison fast für sich alleine hat. Wir ziehen unsere Spuren durch den frischen Pulverschnee, halten zwischendurch inne, genießen den Ausblick und lassen die unvergleichliche Stimmung auf uns wirken. 

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Die moderne Telemix-Bahn besteht neben 6er-Sesseln auch aus 8er-Kabinen. So kommen nicht nur Wintersportler wieder schnell auf die Piste, auch Senioren, Wanderer und Kinder erreichen bequem den Gipfel. Denn diese haben eher Probleme, sich schnell auf die Sessel zu setzen. Gerade Kinder sind oft noch nicht so groß, der Sitzfläche befindet sich eher auf der Höhe des Rückens als in den Kniekehlen wie bei Erwachsenen. So ist ein Schülerskikurs schneller in ein paar Gondeln untergebracht und oben auch schneller ausgestiegen. Denn gerade oben auf dem Rosskopf herrschen ideale Pistenverhältnisse für Anfänger wie für Kinder. Ein weiterer Vorteil der Gondeln ist, dass Rodel transportiert werden können. Auch im Sommer sind Telemix-Anlagen sehr gut einsetzbar, die Sessel werden dazu einfach aus der Linie genommen. Dieser Aspekt ist bei der „Panoramabahn“ auf dem Rosskopf besonders wichtig, um Wanderer, Fahrräder oder Paragleiter im Sommer möglichst schnell und komfortabel zu befördern.

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Die neue Telemix-Bahn ist umweltfreundlich, leise und steigert darüber hinaus die Förderleistung um mehr als 30 Prozent, wodurch lästige Wartezeiten vermieden werden. Die Kabinen der Seilbahn bieten viel Raum und dank großer Panoramafenster auch einen herrlichen Ausblick über das Eisacktal. Für die Sesselbahn stand vor allem der Faktor Sicherheit im Fokus. Deshalb sind die Komfortsessel mit Einzelfußrastern und Schließbügeln mit manueller Verriegelung ausgestattet. Ein weiterer Vorteil gegenüber des alten Panorama-Lifts sind die Wetterschutzhauben, die für eine entspannte Fahrt bei Wind und Wetter sorgen.

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Die Telemix-Anlage von Leitner Ropeways mit dem spannenden Namen “TMX 6-8 Panorama” führt von 1845 bis in eine Höhe von 2120 Höhenmeter und wird von einem DirectDrive-Antrieb bewegt, ist 823 Meter lang und überwindet 275 Höhenmeter.

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Der speziell von Leitner entwickelte Direktantrieb ist ein gut gehütetes Geheimnis. Die Förderleistung liegt bei 2.400 Personen pro Stunde (vorher 1.800 p/h), wobei 35 Sessel und elf Kabinen am Seil hängen, das über neun Stützen gespannt ist.

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Rosskopf glänzt mit 10 km langer Talabfahrt

Wintersportler dürfen sich noch auf eine weitere Neuheit am Rosskopf freuen. Seit dem Winter 2018/19 können sie nämlich endlich bis nach Sterzing ins Tal fahren. Denn neben der neuen Kombibahn wird auch eine neue Piste eröffnet: die Talabfahrt. Die rot markierte Abfahrt ist 2,7 Kilometer lang. Vom Ausstieg der Panoramabahn kurz vor dem Gipfel des Rosskopf bis hinunter nach Sterzing sind somit kombiniert fast 10 Kilometer Talabfahrt möglich. Sie erhöht damit das Pistenangebot am Freizeitberg Monte Cavallo auf insgesamt 20 Kilometer. Jetzt können wir also mit der neuen Bahn bis zum Gipfel fahren und auf der neuen Talabfahrt (fast) bis in die Sterzinger Fußgängerzone hinunter wedeln. Die Talabfahrt führt im Südosten nach Sterzing. An der Südseite würde der Schnee zu schnell schmelzen. Im Südosten mussten für die Talabfahrt auch nicht so viel Bäume gefällt werden, da die Route hauptsächlich über Wiesen ins Tal führt. 

Rodeln am Rosskopf auf Italiens längster Rodelbahn

Am späteren Nachmittag blitzt die Sonne wieder durch die Wolken. Für die Pisten auf dem Rosskopf, Ratschings oder Ladurns ist es dann zwar zu spät. Dafür bietet sich eine Rodelpartie über die längste Rodelbahn Italiens an. Ja, wirklich: am Rosskopf gibt es die längste beleuchtete und beschneite Rodelbahn Südtirols und Italiens. Es gibt außerdem Pläne, die Rodelbahn noch etwas weiter zum Berggipfel hin zu verlängern, um somit die längste Rodelbahn Europas werden zu können. Also geht es diesmal mit dem Schlitten hinauf auf den Rosskopf. An der Bergstation startet die 9,6 Kilometer lange Sause, die nach 920 Höhenmetern und einer Riesengaudi an der Talstation Sterzing endet. Besonders romantisch ist das Rodelvergnügen bei Flutlicht ( dienstags und freitags bis 24 Uhr, Liftbetrieb bis 22 Uhr ) , wenn der Blick auf die illuminierte, mittelalterliche Stadt fällt. Feste Bergschuhe und einen Helm sollte man schon für den Ritt ins Tal tragen. Die Rodelbahn am Rosskopf wurde vom ADAC als sehr sicher getestet. 

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Wir konnten jedoch nicht diesen Spaß geniessen, ein Schneesturm verhinderte das nächtliche Rodelvergnügen nach dem Essen auf der Hütte.

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Dafür genossen wir die einmalige Tour mit dem Pistenbulli hoch zur Hütte mit anschliessendem köstlichen Fondue-Essen auf der Alm.

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Mittlerweile hatte sich der Schneesturm wieder gelegt, so dass wir zu Fuß die Piste hinunterlaufen konnten bis zur Bergstation der Rosskopfbahn, die uns sicher nach unten brachte.

Familienfreundliches Skigebiet am Rosskopf

Im Skiurlaub in Sterzing-Ratschings heißt das Motto „Familien zuerst“ mit Winteraktivitäten auf und neben den Skipisten. Dazu bietet die Sonnenterrasse von Sterzing den kleinsten Skifahrern, Snowboardern und Rodlern präparierte Pisten samt Skischule. Der dazugehörige Ski-Kindergarten sorgt für Abwechslung und Rundumbetreuung, während die großen Wintersportler auf den Skipisten unterwegs sein können. Ruhe im Skiurlaub gepaart mit der richtigen Portion Action, dafür steht das Skigebiet Rosskopf im Südtiroler Wipptal.

Neue Beschneiungsanlagen am Rosskopf

Der dritte Joker ist die neue Beschneiungsanlage. Sie nimmt nur ein Prozent des Wassers aus der vorbeifließenden Eisack, pumpt es in zwei Kühltürme und dann zum Speichersee. Lanzen, die weniger Strom verbrauchen als Schneekanonen, beschneien die Pisten. Das drei bis vier Grad warme Wasser wird in zwei Kühltürmen auf ein Grad heruntergekühlt. Um künstlichen Schnee zu erzeugen, braucht man die richtige Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur des Wassers. Die Temperatur des Wasser ist der einzige Teil, den der Mensch beeinflussen kann. Die Lanzen benötigen weniger Strom als Schneekanonen. Eine Schneekanone verbraucht 15 Kilowatt, eine Lanze verbraucht nur 25 Watt, so viel wie eine Glühbirne. An der Talabfahrt am Rosskopf stehen 65 Lanzen. Das Gute ist: Im Frühling, wenn der Schnee schmilzt, fließt das Tauwasser zum größten Teil wieder in die Eisack zurück. Durch die Beschneiung sind die Almwiesen im Sommer grüner und es kann mehr Heu gemäht werden. Dank der neuen Beschneiungsanlage hat auch die Rodelbahn die besten Schneekonditionen.

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Neue Schneekatzen für den Rosskopf

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Wer als Skifahrer etwas auf sich hält, quält sich schon frühmorgens aus dem Bett, um als Erster auf der Piste zu sein. Dann ist der Schnee perfekt präpariert. Bis in die Nacht hinein sorgen dafür die mächtigen Pistenraupen von Prinoth aus Südtirol mit seinen Leitwölfen und Bisons. Prinoth, eine Tochterfirma von Leitner Ropeways, stellt Schneekatzen bzw. Pistenfahrzeuge her. Diese genialen Gefährte, diese extrem PS-starken Bergmonster erledigen jede Aufgabe, die am Berg erforderlich ist.

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Besonders interessant fanden wir den Prinoth Gourmet Truck. In diesem Pistenfahrzeug steckt eine komplette Mini-Küche drin. Perfekt, um für Events auf dem Berg eine Party zu organisieren. Die Weißwurst und das Bier waren köstlich.

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Ein Besuch bei Leitner Ropeways

Leitner Ropeways könnte an der Talstation der Rosskopfbahn auch gut kostenlos eine immerwährende Liftmaschinen-Markenwerbeschau veranstalten – für die vielen Millionen Europäer, die hier jährlich vorbeifahren. Tut es aber nicht. Schade, verschenktes Potential. Denn der Berg ist einer der größten Arbeitgeber in der Region.

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Dafür allerdings lud uns Leitner Ropeways zu einer Werksbesichtigung ein. Für uns, die wir sonst hauptsächlich über Destinationen, Hotels und Restaurants berichten, war das mal etwas anderes. Heavy Metal!

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Es war ein extrem spannender, interessanter und informativer Einblick in die Arbeit von Leitner Ropeways. Besonders beeindruckend sind außerdem die Projekte, die das Unternehmen weltweit verfolgt. Gondelbahnen sind für viele Städte auf der Welt eine attraktive Alternative für öffentlicheren Personennahverkehr (ÖPNV). Städte wie Medellin in Kolumbien profitieren bereits sehr stark von den bereits existierenden Gondelbahnen und planen weitere Linien, die die Stadtviertel miteinander verbinden. Und in Deutschland sind zumindest Berlin und München dabei zu überlegen, wo Gondelbahnen anstelle von Straßenbahnen oder U-Bahnen errichtet werden können.

Einen Einblick in die Zukunft der Gondelbahnen hat uns Sterzing, der Rosskopf und Leitner Ropeways gegeben. Herzlichen Dank dafür!


Service:

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Cheers!