Airlines: Wird die Premium Economy die neue Business Class?

Touristische Runde - Premium Economy
Versetzung in die nächste Klasse: Erwünscht oder befürchtet? Upgrade oder Downsizing? Vorhandenes Potential oder überflüssiger Marketing-Gag? Mehr und mehr Airlines erweitern die Klassengesellschaft um die Premium Economy. Bisher sind wir den Dreiklang aus Economy, Business und First Class gewohnt. Vielflieger wissen Bequemlichkeit, Komfort, Service und vieles mehr in Business und First Class sehr zu schätzen, während der normale Privatreisende die Eco gewohnt ist – zumeist schon allein aus dem Grund, dass er sich nicht mehr leisten kann. Doch jeder, der schon mal Langstrecke geflogen ist und mehr als nur eine Klasse kennt, der weiß die Unterschiede zu schätzen. Die Touristische Runde in München griff den aktuellen Trend auf zu einer aufgewerteten Eco-Klasse auf und diskutierte mit Vertretern der Branche.

„Wird die Premium Economy die neue Business Class?“ diskutieren unter der Moderation des Luftfahrt-Experten Ulrich Pfaffenberger

So manchen Viel- oder Geschäftsreisenden erinnert die Einführung einer Premium Economy Class an die Einführung der Business Class vor rund 40 Jahren. Was erwarten sich die Airlines von der neuen Premium-Eco und auf wen zielt sie ab?

Was bietet die Premium Economy mehr?

Kurzer Einschub: Einem Flyer der Lufthansa entnehme ich ein paar Vorteile, die die neue Premium Economy Class und insbesondere der dazugehörige neue Sitz bietet. Dieser hat übrigens den renommierten Red Dot Design Award 2014 gewonnen:

  • 2 x 23kg Freigepäck
  • Wasserflasche an jedem Platz
  • Stromversorgung an jedem Sitz inkl. USB-Anschluß
  • Verstellbare Kopfstütze und Ohrenklappen für bequemen Halt während des Schlafs
  • Immer eine eigene Armlehne
  • Ausklappbarer, stabiler Tisch in Armlehne
  • Bis zu 3cm breitere Sitzfläche – je nach Flugzeugtyp
  • Ergonomische Sitz- und Rückenkissen für optimalen Sitzkomfort
  • Verstellbare Rückenlehne, die sich weit nach hinten neigen lässt
  • Großzügiger Sitzabstand
  • Fußstützen ab der zweiten Reihe bzw. Beinauflagen mit integrierter Fußstütze in der vorderern Reihe
  • Viel Stauraum für persönliche Gegenstände
  • Jeder Gast sitzt maximal einen Sitz vom Gang entfernt

Im Folgenden stehen meine stichpunktartigen Notizen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die Qualität meiner Fotos ist suboptimal. Die Ausleuchtung der Location im Wieners Café in der Neuturmstrasse lässt zu wünschen übrig. Die Fotos habe ich eben unbearbeitet vom iPhone zu Flickr hochgeladen. Evtl. werde ich sie nochmal bearbeiten und später austauschen.

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Touristische Runde - Premium Economy
Annette Mann, Deutsche Lufthansa, Leiterin Einführungsmanagement Premium Economy:
– Die Einführung der Business Class damals sowie die Einführung der Premium Economy heute haben durchaus Parallelen.
– Die Premium Economy gibt es bei Lufthansa ausschliesslich auf der Langstrecke und ist positioniert zwischen der Eco und der Business Class. Sie ist kein Kurzstreckenthema. Es werden allerdings über 200 Flieger umgerüstet.
– Mittlerweile ist der Abstand zwischen der Eco und der Business sehr sehr groß geworden. Viele Kunden wollen etwas besseres als Eco, sie können oder dürfen aber nicht Business Class fliegen. Daher ist also genug Potential für eine neue Klasse entstanden.
– Es ist kein Thema die First Class abzuschaffen. Die Flieger der Lufthansa haben also künftig vier Klassen zur Verfügung.
– Aber nicht jeder Langstreckenflieger hat eine First Class an Bord, da der jeweilige Markt es nicht hergibt.

Was sind die Highlights der Premium Economy?

Vorteile:

  • viel zusätzlicher Platz
  • Die Premium Eco ist ein zusätzlicher Sitz, ein neuer Sitz. Er ist deutlich breiter, deutlich komfortabler
  • er bietet eine schöne Mittelkonsole
  • zur Seite 10cm mehr Platz
  • nach vorne 17cm mehr Platz
  • also auch für 2 Meter lange Menschen sehr bequem

– Im Gegensatz zur neuen Premium Economy ist die „Eco Plus“-Kategorie, die vor allem US-Airlines anbieten, etwas anderes. Die Eco Plus der US-Flieger ist der gleiche Sitz wie in der normalen Eco, er bietet aber mehr Platz. Die Premium Eco ist eine eigene Klasse, bietet aber im Vergleich zur Eco Plus etwas weniger Platz.

– Innerhalb der Premium Economy gibt es an Bord einen verbesserten Service, Essen auf Porzellan, Gläser statt Plastikbecher, ein Amenity Kit sowie ein Welcome Kit, eine Wasserflasche am Platz. Insgesamt ist alles sehr viel hochwertiger.
– Zur Einführung der Premium Economy Class am 19. Mai 2014 sind bereits 106 Flugzeuge umgerüstet.
– Bis September 2015 soll die gesamte Flotte der Lufthansa Langstreckenflugzeuge umgerüstet sein.
– Die Einstiegspreise liegen bei 1.200 Euro. Je nach Saison, Strecke und Nachfrage auch deutlich darüber.

Touristische Runde - Premium Economy
Stefan Eiche, SAS Scandinavian Airlines, Regional General Manager, Region Central Europe:

– Hr. Eiche ist bei SAS verantwortlich für den Vertrieb in Zentraleuropa, das bedeutet 50% von Deutschland und alles was südlich und westlich davon ist.
– Das Thema ist für SAS relativ alt, die Premium Eco wurde bereits 2001 eingeführt im Zuge einer Neugestaltung der Intercontinental Flotte. Es wurden ab da nur noch Airbusse eingesetzt, A330 und A340.
– Die Klasse heisst jetzt SAS Plus, es gibt außerdem weiterhin die Business Class.
– Bis zu 35 Sitze in der Premium Eco pro Flugzeug.
– Das Konzept der SAS ist extrem nahe an dem, was die LH jetzt als neu umsetzt.
– Eigene Kabine, Trennwände, anderer Sitzabstand, andere Sitzbreiten, andere Sitzverstellbarkeit, andere Meilengutschrift, andere Prämien = ein ganz anderes Produkt als die Business Class.
– Das Produkt wurde ursprünglich auf die Bedürfnisse des Heimatmarktes Skandinavien zugeschnitten.
– „Wir waren eine der ersten Airlines, die dieses Produkt auf der Langstrecke eingeführt hat.
Wir haben uns schon gefragt, wie das Produkt bei der Einführung in Deutschland aufgenommen wird. Es war anfangs sehr schwierig. Da ist es zum Teil auch heute noch. Wir verkaufen hier im deutschen Markt hauptsächlich die Eco Class. Doch die Nachfrage nach der Premium Eco wächst beständig.“
– „In dem nächsten A330, der nächstes Frühjahr ausgeliefert wird, werden wir 55 Sitze zusätzlich in der Premium Eco Klasse anbieten, wir nehmen den Platz von der Economy weg. Wir verlieren zwar auch in der Business an Plätzen, das liegt aber daran, dass wir höherwertige, größere Sitze in der Business anbieten. Dann bieten wir nur noch 4 Plätze in der Business an.“

Touristische Runde - Premium Economy

Bernd Behrend, Aviation & Tourism Networks
– Hr. Behrend ist jetzt freiberuflicher Berater, Schwerpunkt Marketing, Vertrieb und Produkt,
– Seine ersten Schritte in der Luftfahrt waren bei der Deutschen BA. Er berät u.a. den Flughafen Memmingen
– Seit in den Reiserichtlinien der grossen Unternehmen der Status heruntergefahren wird, also etwa seit 2008/2009, ist das ein ganz aktuelles Thema. Er ist glücklich, dass die LH jetzt endlich als nationaler Carrier das Produkt anbietet. „Vor zehn Jahren habe ich zum ersten Mal das Angebot war genommen, das war allerdings mit der SAS, und ich war begeistert.“
– Wir sehen, wieviel Geschäft wegen der bei der LH fehlenden Premium Eco an Anbieter wie etwa die Turkish Airlines etc weg geht, weil die LH bisher so etwas nicht angeboten hat.

Wie wichtig ist das Produkt im Ferienflieger?
– das Problem im Ferienflug sind die geringen Margen und die Saisonabhängigkeit.
– you get what you pay: Es wird zum einen nur noch der Transport bezahlt, wie bei Tui Fly und Sun Express. Jede extra Leistung muss zusätzlich bezahlt werden.
– Zum anderen ist im gleichen Flieger auch der 4 oder 5 Sterne Kunde dabei, der seinen Luxusurlaub bezahlt hat, der aber nicht in der engen Eco sitzen will. Das ist ein Problem, denn in der Charter-, Pauschal- und Ferienfliegerei sind die Margen noch viel stärker unter Druck.
– „In einer 737 oder einem Airbus auf der Mittelstrecke sehe ich die Premium Eco Klasse nicht. Es ginge auch nicht von der Yield Steuerung her. Es ist so nicht ganz umsetzbar.“

Die an die ersten Statements folgende Fragerunde wurde abwechselnd beantwortet. Der Kürze zuliebe schreibe ich statt der ausführlichen Namen nur die Airline.

LH:
Bei Umsteigerflügen wird auch auf dem Zubringerflug zur Langstrecke nach wie vor nur ein Eco Platz zur Verfügung stehen. Das ist auch bei allen anderen Airlines so üblich. Aber wir machen es so einfach wie möglich, dass der Kunde seinen Platz in die Business Classupgraden kann.

SAS:
Wir haben in Europa nur noch Eco und Premium Eco, bieten also seit Sommer 2013 keine Business mehr.

LH:Warum hat die LH so lange damit gewartet?
Wir haben immer wieder den Markt beobachtet und nicht das Thema verschlafen. Gerade die Business Kunden auf der Langstrecke sind einer unser Umsatzbringer und ganz wichtige Kunden. Wir haben uns sehr genau überlegt, wann der richtige Zeitpunkt ist, das Produkt einzuführen. Wann ist auch der Abstand zwischen Business und Eco so gross, dass die Kunden nicht aus der Business in die Premium Eco abwandern. Doch dürfen jetzt aufgrund der Reiserichtlinien in vielen Unternehmen immer weniger Kunden in der Business fliegen. Die bekommen dafür ab jetzt ein richtiges, flaches Bett. Wer das einmal geniessen konnte, der bleibt dabei. Das will dann keiner mehr nach unten ändern.
An wen wendet sich die neue Premium Eco:
Sie ist für alle, die sagen: Ich darf nicht mehr Business fliegen. Und sie ist für die Privaten, die ohne Probleme 300 Euro im Hotel ausgeben. Für die beiden ist das Produkt genau richtig.

Statements von Wolfgang Rieger, Projektleiter, Premium-Buchungsportal vornesitzen.de:
Kurzfristig musste Hr. Rieger absagen, seine Statements lagen per E-Mail vor und wurden vorgetragen.
vornesitzen.de ist ein Portal, das ausschliesslich Business und First Sitze verkauft, doch jetzt auch mittlerweile Premium Eco im Angebot hat. Bisher noch wenig Nachfrage. Hr. Rieger meint, dass die Kunden wohl mit Business-Preisangeboten zwischen 1.400 und 1.900 Euro bombardiert werden. Gleichzeitig ist die Turkish Airlines mit Kampfpreisen für die Premium Eco von 900 Euro im Markt. Seiner Meinung nach wohl auch, weil sie die Klasse zu gross dimensioniert hat und jetzt die Plätze füllen muss.

LH:
– EVA air war die erste Airline, die bereits 1992 das Produkt auf dem Markt hatte, danach folgte Virgin Atlantic.

SAS:
Wir positionieren das Produkt irgendwo zwischen Eco und Business. Auch wir hatten Angst, dass die Kunden dann nicht mehr Business fliegen. Doch diese Angst ist unbegründet. Ein Gast, der Business fliegen darf, der wird auf keinen Fall Premium Eco nehmen. Doch dürfen immer weniger Kunden Business fliegen. Das müssen wir beobachten.
Preise in der Premium Eco zwischen 900 und 1.100 Euro sind für uns tendenziell zu niedrig.
In den USA ist es evtl. möglich, da dort die Strecken deutlich kürzer sind. Dort sind 1.100 – 1.200 Euro pro Flug möglich. Aber nicht von Europa nach Asien.
Wenn viele Mitbewerber das Produkt anbieten, kommen wir allerdings zwangsweise nicht darum herum, das zu betrachten und neu zu bewerten.

Bei Point to Point Flügen in der Business Class in Europa waren max. 1% der Kunden, die das nötige Geld hatten und denen es egal war, was so ein Flug kostet. Das war bis zum letzten Jahr so. Heute ist es so, dass es nur noch Gäste sind, die einen Zubringer zu einem Hub fliegen, um dort die Business Langstrecke zu fliegen. Daher ist es für uns ein überschaubares Risiko hier die Business in Europa zu strichen und dann denjenigen in Europa per Premium Eco fliegen zu lassen.

LH:
G, E, N – sind die 3 Buchstaben im Amadeus Reservierungscode für die Premium Eco
Wieviel Premium Eco Plätze gibt es in welchen Fluggeräten:
Airbus A330: 21 Plätze
Airbus A340: 28 Plätze
Jumbo: 32 Plätze
Airbus A380: 52 Plätze
Jeweils etwas 10% der Gesamtkapazität des Gesamtflugzeugs

SAS:
In der Eco ist bei uns alles konditioniert.
In Eco Plus ist nichts konditioniert
Ausnahme: In der Premium Eco ist auch auf der Langstrecke eine Strecke konditioniert. Wir wollen aber das Wirrwarr entflechten.
Ein Eco Ticket können Sie eben nicht umbuchen. Ein Plus oder Premium Ticket können Sie jederzeit umbuchen.

LH:
Wir wollen die erste westliche 5 Star Airline nach dem Sky Trax Ranking werden, daher werden wir die Eco nicht schlechter machen.

Wie Premium muss eine Eco sein, damit man keine Premium Eco braucht?
Es kommt drauf an. Es ist wie in der Autoindustrie: die Klassen wurden in den vergangenen Jahren und werden immer weiter aufgewertet, so dass jetzt Platz für eine weitere Klasse entstanden ist. Bei BMW ist auch Platz zwischen 3er und 7er für 4er, 5er, 6er und nach unten für den 1er. Auch der VW Polo wurde mal so gross, dass jetzt Platz ist für den VW Up. Die Klassen in den Airlines, gerade die Business, wurde in den vergangenen Jahren so weit aufgewertet, dass jetzt ganz bequem Platz ist für ein neues Produkt.

Wer ist die Zielgruppe:
Der Fluggast mit der Einstellung; „Eco reicht mir nicht, Business ist mir zu teuer oder darf ich nicht.“ Wenn wir das nicht anbieten, dann ist der Kunde bei der Konkurrenz.

LH: Wie weit lässt sich der neue Sitz nach hinten verstellen?
Eco 121 Grad Winkel Sitzfläche zu ganz nach hinten. In der Premium Eco 130 Grad, also 9 Grad mehr.

SAS:
Mehr oder weniger identisch.
Uns geht es darum, zu überlegen: Was will der Kunde eigentlich? Und zu welchem Preis? Daher haben wir eine komplett neue Kabine gemacht und einen komplett neuen Sitz.
Es gibt auch einen Markt für Passagiere, die das nicht interessiert, die in Sardinenbüchsen, mit denen wir nur innerhalb Skandinaviens fliegen, z.B. mit Norwegian bis nach Dubai fliegen.
Wir werden in den kommenden Umbauten den teuersten Premium Eco Sitz einbauen, den es gibt. Denn es ist nicht wichtig, ob der Kunde noch ein Glas Champagner mehr oder weniger bekommt, sondern dass der Sitz sehr gut ist.

LH:
Wir haben uns bewusst nicht entschieden, nur eine Eco Plus anzubieten. Das hat die United schon. Wir wollten nicht das gleiche machen. Wenn dem Kunden die Eco Plus nicht reicht, dann kann er die Premium Eco bei uns buchen oder auch bei Air Canada, die seit letztem Jahr das gleiche Produkt haben. Wem das nicht reicht, der hat die Business.

Wie Allianz verträglich sind Premium Economys?
Ein Flug mit United in der Eco Plus in die USA ist dann ein ganz anderes Erlebnis als mit Air Canada in der Premium Eco nach Toronto. Wie geht das?
LH:
LH schaut auf die Airlines, z.B. ANA oder Air Canada haben ein Premium Eco Produkt, dass per Code Share auch dort zu buchen ist. Es geht aber nicht per United, das ist buchungstechnisch nicht möglich.

Wenn ich Anspruch auf Premium Eco habe, aber aus irgendeinem Grund Eco fliegen muss, habe ich dann Anspruch auf Zahlung:
Ja, denn es ist eine ganz andere Klasse.

SAS:
Das Problem wird vorrangig in den Reisebüros sein, denn die müssen sich jetzt erstmal mit dem Produkt und den Unterschieden vertraut machen. Natürlich wird man immer kleine Probleme bei so einem neuen Produkt immer wieder haben.
Wir haben einen Markt, der sehr viel komplexer geworden ist, als er mal war. Wir wollen keinen Kunden wegschicken, weil wir etwas nicht haben und er deshalb zum Wettbewerber geht. Daher ist die Produktdifferenzierung nötig, wie bei LH mit 4 Serviceklassen und bei uns mit 3.

LH:
BA, Air France etc. haben das Angebot schon lange. Wir können hier also nicht etwas schlechteres oder nur gleiches anbieten.

Der Sitz wurde von ZIM gebaut, am Bodensee.

Der Flug ist Teil der Reise und der soll es eben bleiben. Auch Privatreisende haben ein höheres Bedürfnis, besser zu reisen, besser zu fliegen und wollen nicht, dass der Urlaub erst am Urlaubsort anfängt und vor dem Rückflug aufhört. Sondern da soll der Flug selbst auch noch ein Erlebnis sein.

Es gibt auch Kunden, die zwar nicht mehr ausgeben dürfen, die aber privat die höhere Klasse zubuchen wollen, da sie das Geld verdienen und die Reiserichtlinie dies aber nicht hergibt.
Oder auch Gäste, die zwar im Beruf viel fliegen und gutes Geld verdienen, die dann mit der Familie im Urlaub nicht Eco fliegen wollen und das dann auch entsprechend upgraden wollen.

Was vor 20 Jahren als Business bezeichnet wurde, ist heute die Premium Economy. Der Sitzabstand ist fast genau wie damals 1 Meter zum Vordersitz.

Was für Klassen kommen denn noch?
Künftige Klassen werden ggf. dadurch definiert dass nicht wichtig ist, wie man sitzt sondern neben wem man sitzt.

SAS:
Wir standen davor, dass wir sagten, wir machen alles neu. Eine neue Eco, neue Premium Eco und neue Business. So können wir den Abstand zu den Golf Carriern etwas aufholen. Wir haben den wahrscheinlich besten Sitz, den die Industrie bieten kann, in der Business Class.
Außerdem investieren wir sehr viel in Entertainment. Viel mehr aktueller, viel mehr massgeschneiderter Content. Wir kennen unsere Passagiere in Zukunft viel mehr als wir sie heute kennen. So können wir ihm seine Lieblingsfilme zeigen, seine Lieblingsprodukte verkaufen, als heute.

Bernd Behrend:
Das Thema Flughafen wird noch sehr viel stärker bespielt werden. Die Zeit und das Prozedere vom Weg von daheim bzw. Termin zum Flugzeug hin müssen optimiert werden. Der Transport zum Flughafen, der Weg zum Gate, zum Flieger kann noch deutlich optimiert werden.

Wo müssen sich die Fluggäste am Gate anstellen:
LH: Eco
SAS: wie Business, wird immer bevorzugt behandelt

Eigene Lounges? Was ist, wenn der Premium Eco Gast in Jeans dem Business Gast im Dreiteiler das letzte Lachshäppchen wegfuttert?

LH: Diese Kaste wird wohl eher in der First zu finden sein, die sind dann auch in der First Lounge, nicht in der Business Class Lounge.

Es ist immer eine Beförderung von A nach B und kein Zaubererlebnis.

Telefonie: Es wäre technisch möglich. Aber die LH hat die Erfahrung gemacht, dass die Passagiere das nicht wollen.
Alle Befragungen: Internet ja, aber kein Telefon.

Fazit:
Ein sehr interessanter Abend mit gutem Input. Jetzt wissen wir die Premium Economy zu schätzen. Meine Mitschrift ist zugegebenermassen nur stichpunktmässig. Doch denke ich, dass der interessierte Leser dies auch so sehr gern liest. Wen das Thema nicht soooo stark interessiert, der hat eh nicht bis hierhin gelesen… 😉

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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