Weihnachtsente mal anders: Malaysian Lemongrass Infused Roast Duck

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Der Zufall bringt schöne Inspirationen. Traditionen nicht nur streng befolgen, sondern diese auch mal modern zu interpretieren, wo ginge das leichter als in der Küche. Die Tradition heisst bei mir: Weihnachten gibt es Ente. Ich liebe diesen Vogel einfach. Es ist mehr dran als am Huhn, die berühmte Weihnachtsgans ist wiederum viel zu groß. Auch ist das Fleisch der Ente deutlich saftiger. Allzu oft habe ich schon trockene Gans serviert bekommen. Also Ente. Die Inspiration, die Variation lieferte ein Facebook-Post des malaysischen Kochs Norman Musa. Malaysian Lemongrass Infused Roast Chicken – dies Rezept postete er in der Adventszeit auf seiner Fanpage.

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Das Rezept entstammt in seiner Ursprungsform dem malaysischen Koch Norman Musa. Norman hat Restaurants in Manchester und in Kuala Lumpur. In seiner Heimat ist er eine Legende, das Big Kitchen Festival in Kuala Lumpur steht unter seiner Obhut.

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Außerdem hat er mehrere Kochbücher geschrieben.

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Und ähnlich wie Promi-Köche in Deutschland wie Alfons Schuhbeck, Johann Lafer & Co. hat Norman seine eigene Gewürz-Reihe. Aus dieser Gewürz-Reihe benutze ich derzeit die Tumeric-Paste, also Kurkuma/Gelbwurz. Und auch ein paar Convenience-Curry-Tüten. Nunja, die Engländer werden es schon mögen…

Doch kommen wir nun zu dieser köstlichen Ente mit Zitronengras-Marinade:

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Nightlife in Nairobi, Kenia: Top Restaurants, Bars and Clubs you have to go to

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The hottest place in town: Nairobi durchlebt einen Wandel. Leergefegte Straßen prägten vor wenigen Jahren noch das Stadtbild. Die Angst vor Kriminalität bremste die Wirtschaft, das Nachtleben, den Rhythmus im Herzen der Kenianer. Das ist Geschichte. Nairobi kann mittlerweile als dreifache Hauptstadt angesehen werden: zum einen ist Nairobi die Hauptstadt von Kenia. Der Sitz vieler internationaler Organisationen, vieler NGO’s, beispielsweise des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, lassen es zur inoffiziellen Hauptstadt Ostafrikas, ja sogar zur Drehscheibe für ganz Afrika werden. Kenia hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, die kürzlich stark veränderte Verfassung hat den Staat zu einer föderalen Republik wie etwa Deutschland oder die USA werden lassen. Plötzlich lebt das ganze Land auf. Das spiegelt sich auch in der Hauptstadt wieder. Nairobi ist wieder eine der beliebtesten Destinationen in Afrika, die Stadt ist abwechslungsreich, vielfältig – bei Tag wie auch bei Nacht. Zu schade, hier nur einen kurzen Stop-over einzulegen auf dem Weg zur Safari oder zum Strand. Wir empfehlen, mindestens zwei Nächte zu bleiben und den Rhythmus der Stadt einzuatmen.

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Afrika_Kenia_03_Nairobi_Hemingways_Hotel_Dez_2015 _045Ich hatte ein Hotelzimmer in Afrika am Fuße der Ngong-Berge. Der Einstieg kommt bekannt vor? Ja, Karen Blixen lebte hier. „Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuße der Ngong-Berge …“ – so beginnt auch der Film „Jenseits von Afrika“. Also ja, wir sehen von Karen Brixens Farm die Ngong-Berge. Doch die Alpen sehen wir auch von München aus, sie sind vergleichbar weit weg und dennoch schreiben wir nicht, dass München am Fuße der Alpen liegt. Oder doch? Egal, der Einstieg hat sich bei vielen eingeprägt. Karen Blixens Wohnhaus ist heute ein Museum, der grosszügige Garten lädt zum Flanieren ein – oder zu Festen aller Art. Was früher weit vor den Toren der Stadt war, ist heute ein Stadtbezirk von Nairobi. Kenia weiss, was es der Farmerin und Autorin zu verdanken hat, der Bezirk der Hauptstadt trägt ihren Namen: Karen. Es ist ein sehr reicher Vorort, grosszügige Villen liegen hinter hohen Hecken, Luxushotels, wie etwa das Hemingways Hotel, sind nahezu fußläufig.

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Für Tagesausflüge hat Nairobi noch sehr viel mehr zu bieten. In der Elephant Orphanage werden kleine Waisenelefanten liebevoll großgezogen. Es ist ein sehr kleines Waisenhaus, die Elefanten werden von den Hütern (werden sie hier auch Mahut genannt?) liebevoll betreut. Der Besuch des Waisenhauses ist nur zu ganz bestimmten Uhrzeiten gestattet. Dann werden die Elefantenbabys mit Milch gefüttert, suhlen sich in Schlammpfützen und lassen sich von den Menschen auch anfassen, streicheln. Doch dann ist es wieder gut, die Karawane zieht zurück ins Dickicht, die Besuchsstunde ist vorbei. Nachhaltigkeit geht hier vor Massentourismus.

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Ähnlich verhält es sich im Giraffe Center. Hier wachsen ein paar junge Rothschild-Giraffen auf. Eine Art Hochstand bringt die Besucher nahezu auf Augenhöhe, Kraftfutter-Pellets werden am Eingang ausgegeben. Damit lassen sich die Langhälse gerne füttern. Wer mag, der steckt sich so ein Pellet zwischen die Lippen, die 50cm lange Giraffenzunge schleckt den Pellet gekonnt vom Menschenmund. Giraffenzungen sind antiseptisch, der nasse Schlabberkuß also ungefährlich. Ein Betreuer erklärt in einem Besucherraum exzellent, was es für Giraffenarten gibt, warum gerade diese Rothschild-Giraffen extrem gefährdet sind, wo sie wieder ausgewildert werden.

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Einen Abstecher wert ist das Nairobi National Museum. Hier steht ein ausgestopftes Modell und das Skelett des Elefanten mit den wohl größten Zähnen, die ein Elefant je hatte. Nahezu ein Wunder, dass der nicht darüber gestolpert ist. Außerdem ist so ziemlich jedes Tier der kenianischen Tierwelt als ausgestopftes Exemplar vorhanden. Schade um die Tiere, sicherlich kann man über die Darstellung geteilter Meinung sein. Doch wie sonst will man die Vielfalt zeigen, erklären, aufmerksam darauf machen, was wir alles verlieren können? Ganz besonders wertvoll ist die Abteilung mit unseren Vorfahren. Die ersten Menschen entstammen ja der Gegend von Äthiopien, Eritrea und Kenia. Hier sind die wohl ältesten je gefundenen Knochen, Skelette, Schädel der Urzeit-Menschen ausgestellt. Sagt also schön „Hallo“ zu unseren Verwandten!

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Wer die Nacht zum Tage machte und am nächsten Tage dringend etwas zum Aufwachen braucht, dem empfehlen wir einen Besuch auf einer der Kaffee- oder Teeplantagen. Die Karunguru Coffee Plantation ist neuerdings auch für Besucher geöffnet und glänzt durch eine sehr exzellente persönliche Führung und ausführliche Erklärung durch die Inhaberfamilie.

Und dann das Nachtleben! Nairobi geht aus! Während anderswo nach dem Berufsverkehr die Stadt zur Ruhe kommt, geht es in Nairobi erst richtig los. Jeder wirft sich in Schale, trifft sich mit Freunden erst zum gemütlichen Abendessen, danach zieht man weiter in die Clubs. Wir haben für Euch ein paar der angesagtesten Restaurants, Bars und Clubs zusammengestellt. Wir geben Euch die besten Tipps für Nightlife in Nairobi. Zuerst unsere TOP 10, doch möchten wir Euch einige weitere coole und angesagte Plätze der Stadt, die unsere Recherche zu Tage brachte, nicht verschweigen und stellen diese alphabetisch geordnet dahinter. Von der Skylux Lounge über Vineyard, Space Lounge, Psys, Sirville, Brew Bistro, Sailors, Sankara 7th Floor, Hypnotika, Mercury und Juniper’s bis zum Artcaffé…, um nur ein paar zu nennen. Was diese Plätze so besonders macht, das sind coole Stimmung und exzellentes Essen, verbunden mit aktueller afrikanischer wie internationaler Musik und den Vibes der Party People. Nairobi hat das Potential, die Nachtschwärmer und Backpacker-Szene aus aller Welt in seinen Läden zu empfangen. Für Spontane und schnell Entschlossene: Das Food Festival der kenianischen Metropole, die Nairobi Restaurant Week findet vom 28. Januar bis 7. Februar 2016 statt. (mehr…)

Teroldego Rotaliano: Der starke Rote aus Italiens Norden

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Mezzacorona Nuova Teroldego Rotaliano Dort, wo der Nonsbach in die Etsch fliesst, hat sich fruchtbarer Boden abgelagert. Von den Gletschern der Dolomiten bringt er Kalk und Mergel mit, ideal für den Weinbau in der Rotaliana-Ebene. Zwischen Kronmetz und Mezzolombardo setzt sich auf fruchtbarstem Boden das fort, wofür das nur wenige Kilometer nördlich angrenzende Südtirol berühmt ist. Hier im Trentino ist eine Rebe heimisch, die nur noch an ganz wenigen anderen Ecken der Welt Fuß fassen konnte: der Teroldego Rotaliano. Ein Weingut hat sowohl Marktgröße als auch die Weinqualitäten, diesen Wein bei uns bekannter zu machen. Dabei trägt es den italienischen Namen seines Ursprungsortes Kronmetz: Mezzacorona.

Der Teroldego Rotaliano DOC findet in diesem Mikroklima die günstigsten Bedingungen. Die Felsen speichern die Wärme der Sonne am Tage und geben diese nachts ab. Schon seit dem 14. Jahrhundert wird der Teroldego in dieser Ebene kultiviert. Dennoch ist er nur Liebhabern des Trentino sowie ausgewiesenen Fachleuten bekannt. Zu Unrecht, wie wir finden. Rubinrot präsentiert er sich uns, mit schönen Waldfrucht-Aromen und einem samtenen Mundgefühl, nicht umsonst wird er der „Prinz der Trentiner Weine“ genannt. Der Teroldego Rotaliano DOC der Cantina Mezzacorona gedeiht zwischen den Schlössern und Burgen, die in der wechselvollen Geschichte des Tales zwischen Brenner und Po-Ebene jeglichen Stürmen trutzen.

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Der Wein konzentriert die Aromen der Umgebung: die Kraft der Flusssteine, der Duft der Waldheidelbeeren und die Tiefgründigkeit der Trentiner Bevölkerung. Er ist ein perfekter Begleiter zur Braten, gegrilltem Fleisch, rotem Risotto und reifem Käse. (mehr…)

Advent in Südtirol: Weihnachtsmarktbummel in Lana und Meran unter Palmen

Suedtirol_Meran_Lana_Waldhof2_Advent_2015 _061Suedtirol_Meran_Lana_Waldhof2_Advent_2015 _129Jauchzet! Frohlocket! Lobpreiset den Herrn! Es ist wieder Winter. Die wunderschöne Weihnachtszeit bricht an. Wir entschliessen uns zu einem spontanen Wochenende mit Wellness, Wein, Entspannung und allem, was dazu gehört. Wo geht das besser als in Südtirol. Dort, im Herzen des Tiroler Landes, liegt Meran. Lana ist ein Vorort Merans, und in dem Vorort des Vorortes, genauer gesagt in Völlan, liegt das Hotel Waldhof 2. Wir verbinden also die Weihnachtsmärkte von Meran und Lana mit kulinarischen Genüssen, Wellness-Anwendungen und Entspannung.

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In den Alpen ist es im Advent eh immer etwas Besonderes. Das fängt hier bei uns daheim in München schon an. Die vielen besonders schön gestalteten Weihnachtsmärkte im Inntal in Tirol setzen es fort. Ein ganz besonderes Flair jedoch verbreiten die Weihnachtsmärkte in Südtirol. Die Mischung macht’s: die deutsche Tradition verbunden mit italienischer Lebensart, Tiroler Spezialitäten kombiniert mit mediterraner Raffinesse. Dazu ein ungewohntes Sprachbild: Während sonst in Südtirol die deutsche Sprache überwiegt, so ist hat die Tradition der Weihnachtsmärkte für die Italiener einen derartigen Reiz, dass sie an den Adventswochenenden en masse in ihrer nördlichsten Provinz einfallen. Wir werfen am 1. Advent einen Blick auf die Weihnachtsmärkte von Meran und Lana.

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Lana? Kaum einer kennt den Ort, doch jeder, der schon mal nach Meran gefahren ist, ist an Lana vorbeigekommen. So mancher, der in Meran arbeitet, wohnt in Lana. Doch die Ortschaft ist eher ein Sommerferienort, im Winter läuft hier nicht viel. Lana liegt zu Füßen der Mayenburg und steht für Wandern, Radfahren, Wellness und für einen 9-Loch-Golfplatz inmitten der Obstplantagen. Doch der warme Wind, der von der Adria in das Meraner Land hineinweht, verhindert hier die Wintersportaktivitäten. Und Meran 2000 ist zu weit entfernt, um mit den dortigen Skihotels mitbieten zu wollen. Umso mehr ein Grund für uns, diesen kleinen Ort mit seiner beschaulichen Fußgängerzone und seinem typisch Südtiroler Weihnachtsmarkt zu besuchen. Denn Massentourismus ist hier ein Fremdwort. Ein beschaulicher Familienausflug also.

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Advent in den Pyrenäen: Was macht das Scheisserchen in der Krippe?

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Der Zufall schreibt die schönsten Geschichten. Eigentlich wollten wir in den Pyrenäen Ski fahren. Doch Anfang Dezember wird es schon in den Alpen immer fraglicher, wie gut und sicher die Schneedecke bereits ist. Wie unsicher ist in diesem Zeitraum dann erst der Schnee in der Bergkette zwischen Frankreich und Spanien? So fahren wir durch die trockene und sonnige Landschaft, kehren mittags hungrig in eine Wirtschaft am Wegesrand ein – und entdecken im Hotel Casa Peix die wohl merkwürdigste Krippenlandschaft. Ein Rückblick.

Benasque_09_Casa_Peix_Serraduy_Dez2011_003Am Abend blickt José María Turmo über sein Werk und sieht, dass es gut ist: Klein-Jesus liegt in der Krippe, angestrahlt vom Licht versteckter Lämpchen. Maria und Josef stehen um die Wiege, Ochs und Esel schauen beseligt aufs Baby. Nur der Engel, der den ums Feuer versammelten Hirten die Frohe Botschaft verkündete, fällt aus dem Rahmen: Immer wieder kippt er in den Sand. José Maria nimmt ihn behutsam hoch, klebt etwas Leim unter die Füße, seitdem steht der Gottesbote fest und sicher.

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Alle Jahre wieder bastelt der 62-jährige José María Turmo aus dem Örtchen Serraduy in der spanischen Region Aragon an seiner ganz eigenen Schöpfung – einer Weihnachtskrippe. In vielen Teilen Spaniens, vor allem aber in Aragon und der benachbarten Region Katalonien, stehen ab dem 13. Dezember solche selbst gefertigten oder gekauften Krippen. Der Tag ist der Heiligen Luzia gewidmet. Wie ihr sinnbildlicher Lichterkranz erhellen die Kerzen der Krippen die winterliche Dunkelheit, sei es in Wohnzimmerecken, in Schaufenstern oder in den Buden der Weihnachtsmärkte. Auf Letzteren agieren oft auch lebendige Figuren. Zwischen Ständen mit Churros und Bratäpfeln spielen zumeist Laien die Weihnachtsgeschichte nach. Manche Krippen sind alte Familienerbstücke, einige zählen über hundert Jahre.

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Nicht weit von seinem Hotel erstreckt sich das Tal von Benasque. Hier liegt der Parque Natural Posets-Maladeta mit seinen rund hundert Seen, deren beeindruckendster Teil die Salzwasser-Lagunen sind. Der Umkreis des Städtchens Benasque punktet mit der höchsten Dichte an Dreitausendern in den Pyrenäen, auf den Hochgebirgsgletschern geben sich Auerhähne, Schneehühner oder Hermeline die Ehre. Zudem viele aus Frankreich eingewanderte Wildschweine oder aus Kroatien importierte Bären. Im kleinen, aber feinen Cerler-Skigebiet rasen die Touristen zu Tale. Ansonsten blieb dieses wunderbare Naturrefugium bislang verschont von allzu viel menschlichem Auflauf. (mehr…)