Restaurants in München: Gourmet Towers of the World: Fusion von Swissôtel Nankai Osaka und Restaurant 181 in München

Gourmet Towers of the World
Allerhöchste Kulinarik. Im Sinne des Wortes: Sterneköche aus den höchsten Restaurants der Welt stehen gemeinsam hinter dem Herd und begeistern ihre Gäste. Otto Koch, Patron des Restaurants 181 im Münchner Olympiaturm empfing den Küchenchef vom Swissôtel Nankai in Osaka, Masahiko Ikebe. Im Rahmen der „Gourmet Towers of the World“ verwöhnten die beiden gestern Abend ihre Gäste mit einer gelungenen Mischung aus japanischer und europäischer Spitzenküche.

Gourmet Towers of the World
Bereits 2011 startete die Serie, damals mit dem Restaurant „The Signature Room“ im 95. Stock des John Hancock Towers in Chicago. Im März 2012 war Otto Koch dann mit seiner fünfköpfigen Küchencrew zu Gast in Singapur im Equinox Restaurant. Im Mai 2013 fand dann der Austausch mit dem Restaurant Donauturm in Wien statt. Im Januar diesen Jahres war Otto Koch mit seiner Crew zu Gast in Osaka und erlebte Japan und seine faszinierende Küche und Kultur. Jetzt also erfolgte der Gegenbesuch von Generaldirektor Christian Schaufenbühl und Sternekoch Masahiko Ikebe mit Crew vom Swissôtel Nankai Osaka. Die Sterneköche und ihre Crew tischten ein wunderbares Mahl auf: (mehr …)

Restaurants in München: Gourmet Towers of the World: Lee Bennett vom Equinox Restaurant Singapur zu Gast bei Otto Koch im Restaurant 181

Restaurant_181_Business_Equinox_Restaurant_Chef_de_Cuisine_Lee_BennettAuf höchster Ebene für höchste Genüsse sorgen: Das ist nicht nur das Motto von Otto Koch im Restaurant 181 im Münchner Olympiaturm. Weltweit sind Gourmet-Restaurants in Türmen und Hochhäusern untergebracht. Dies nimmt der Münchner Sternekoch zum Anlass und lädt sich die Kollegen aus aller Welt nach Hause ein. Und besucht sie in deren Restaurants. Im April 2011 war ich zum Auftakt der Serie schon als Gast dabei und hatte hier darüber berichtet. Jetzt ist es wieder Zeit für eine Fortsetzung: Am 20. November 2012 empfängt Otto Koch den Küchenchef des „Equinox Restaurants“ in Singapur, Lee Bennett. Gemeinsam werden sie im Rahmen der von Otto Koch ins Leben gerufenen „The Gourmet Towers of the World series“ im Restaurant 181 hinter dem Herd stehen und ihre Gäste mit erlesenen Speisen einen Abend lang verwöhnen.

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Lee Bennett, der bereits für Gordon Ramsay in dessen Restaurants in London und Dubai arbeitete, freut sich auf den Besuch in München. Er ist der jüngste Gewinner des angesehenen „Restaurant Chef of the Year“ Awards und hat sich in der internationalen Kochszene mit seiner modernen aber schlichten Küche einen Namen gemacht. „Ich bin durch meinen Beruf schon viel rumgekommen, in München war ich allerdings noch nicht. Durch diese einzigartige Aktion von Otto habe ich nun die Möglichkeit nicht nur in München zu kochen, sondern die Stadt währenddessen auch von ihrem höchsten Punkt zu betrachten.“ (mehr …)

Restaurants in München: Restaurant 181: Sterne auf dem Teller und den Sternen so nah im Olympiapark München

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Sterneküche unterm Sternenzelt: Im Olympiaturm in München zaubert Sternekoch Otto Koch (ja, der Name ist Programm) regelmäßig höchste kulinarische Genüsse auf den Teller. Doch so nobel und teuer München mancherorts sein mag, soviele Plätze wie das Drehturmrestaurant im Olympiagelände auf 181 Meter Höhe hat, könnte auch ein Otto Koch nicht permanent zu Sternepreisen füllen. So haben sich der Michelin-Sternekoch und die Arena One GmbH, die Pächterin des Olympiageländes, des Drei-Klassensystems, das „in den Lüften“ üblich ist, bedient: zwischen First, Business und Economy kann der Gast wählen. Der Logik entsprechend beinhaltet das Restaurant 181 inspired by Otto Koch im Olympiaturm drei Restaurants: Das 181 First, das 181 Business und das 181 Economy.

Restaurant 181 Otto Koch Apr_2012_16Das Mittagsmenü gibt es von 12 – 15 Uhr ab 34,50 Euro. Abends von 18 bis 20 Uhr bietet die Küche ein Economy-Drei-Gänge-Menü zu 39 Euro, das freilich im Anspruch und in der Qualität meilenweit über dem Durchschnitt dessen ist, was bei den großen Fluggesellschaften in der entsprechenden Klasse geboten wird. Von 20.30 Uhr an ist im großen Panorama-Restaurant dann die Business-Klasse angesagt, was die Preise kaum in die Höhe treibt: Das Vier-Gänge-Menü zu 52 Euro dürfte in seiner Klasse in München fast konkurrenzlos sein. Und in dem Separée der First Class gibt es Otto Kochs Sterneküche im Gourmetmenu für höchste Ansprüche ab € 125,00 ab 19 Uhr. Hier glänzen 1 Michelin-Stern und 17 Gault-Millau Punkte auf dem Teller. Das 181 Business kann immerhin noch mit 14 Gault Millau Punkten aufwarten. Also auf in den Olympiaturm im schönen Olympiagelände mit der Stadt München zu Füßen! Zuerst mal ein Aperol Sprizz. (mehr …)

Restaurants in München: Tantris – 49 Jahre Fröhlich, Freudig, Feurig

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Die Zeit steht still. Zumindest kommt es mir so vor. Das Tantris in München-Schwabing ist ein Ort, an dem uns vieles zeitversetzt vorkommt. Und dennoch nicht ewiggestrig ist. Sondern im Gegenteil: modern und klassisch, stylish und elegant, althergebracht und doch top-aktuell. Das Tantris ist eine Legende. Es gibt kein Restaurant, das mehr Einfluss auf die deutsche Gastronomie und Gastronomiegeschichte hatte. Allerdings wird demnächst viel investiert und umgebaut. Nach 49 Jahren permanentem Restaurantbetrieb sei das dem ältesten und lange Zeit besten Gourmet-Tempel Deutschlands gegönnt. Hans Haas geht in den verdienten Ruhestand. Und die Familie Eichbauer investiert viele Millionen Euro in eine Total-Sanierung.

Das Tantris ist ein Lebensgefühl: Klassisch und doch modern. Das zeigt sich nicht nur an der Auswahl der Limousinen, die vor der Tür des Tantris stehen. Der Fiat 500 gehört dem Vernehmen nach Hans Haas privat und ist ein Liebhaber-Objekt. Viele Jahre aber standen immer Edelkarossen einer Münchner Autoschmiede als Limousinen vor der Tür.

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Doch das Tantris geht mit der Zeit: nachhaltig soll nicht nur unser Essen sein. Unser gesamtes Verhalten soll unsere Natur schützen. Dazu gehören auch umweltfreundliche Autos. Und so werden die Gäste jetzt von einem Tesla chauffiert.

Das Tantris war schon immer modern. Es war und ist immer seiner Zeit voraus. Die Architektur, das Design vom Schweizer Architekten Prof. Dr. Justus Dahinden ist farbenprächtig, fröhlich, pompös, elegant auf eine ganz neue, ungesehene Art und überforderte die Münchner.  Mit seiner damals scharf kritisierten und markanten Architektur mit viel rohem Beton und tiefroten Farben wurde es seinerzeit als „hübschestes Feuerwehrhaus“ oder „teuerste Autobahnraststätte“ Deutschlands diffamiert. Tantris bedeutet die Suche nach der Vollkommenheit und die Farbe Orange gilt als Farbe der Geselligkeit, der Lebensfreude und des Vergnügens. Die rot-schwarze Inneneinrichtung symbolisiert Hummer und Trüffel – damals Inbegriff der französischen Küche. Vor der Tür stehen vom Schweizer Künstler Bruno Weber entworfene Fabelwesen aus Beton – im Kleinformat stehen sie auch auf den Tischen. Die Schwebewesen hingegen sind die dienstbaren Geister im Restaurant. Küche und Service arbeiten so perfekt, so nahezu unsichtbar und doch jederzeit am richtigen Platz. Der moderne, französische Stil von Inhaber und Bauunternehmer Fritz Eichbauer war in Deutschland sehr unbekannt – und das Wagnis den jungen, doch schon zu diesem Zeitpunkt sehr erfahrenen – Eckart Witzigmann als Chefkoch zu engagieren, war sehr mutig. Der Einfluss, den die Küche dieses Genusstempels auf deutsche Essgewohnheiten genommen hat, ist einmalig. Es ist „der Weg von der Pickelhaube über die Gulaschkanone bis zur Nouvelle Cuisine„, wie Wolfram Siebeck es so treffend formuliert hat.

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Der Stil von Bauunternehmer Fritz Eichbauer war zur Eröffnung 1971 extrem ungewohnt in der deutschen Gastronomie. Keine steife Stille. Er baute das Tantris, „weil ich zuhause, in München gut essen wollte!“ und mit dem Vorsatz: „Hier darf gelacht werden!“. Damals startete das Team das wohl wichtigste Kapitel der deutschen Gastronomiegeschichte. Wer im Tantris unter den drei Küchenchefs Eckart Witzigmann, Heinz Winkler und jetzt Hans Haas arbeitete, bekam das nötige Rüstzeug für eine Karriere in der internationalen Top-Gastronomie.

Erstaunlich und faszinierend ist, dass die Küche des Tantris von Anbeginn an nicht von einem Deutschen geführt wurde. Eckart Witzigmann stammt aus Bad Gastein im Salzburger Land, Heinz Winkler ist in Brixen in Südtirol geboren und Hans Haas wiederum ist ebenfalls Österreicher, allerdings kommt er aus der beschaulich-schönen Wildschönau in Tirol. Eckart Witzigmann ist noch jede Woche auf den Großmarkt nach Paris gefahren, um einzukaufen. Denn vieles, was er so frisch wie möglich für seine Küche brauchte, gab es damals nicht in Deutschland. Nicht auf dem Viktualienmarkt und auch nicht beim Käfer oder Dallmayr. Damals von vielen ausgelacht, hat er damit die deutsche Küche revolutioniert. Witzigmann wollte allerdings verständlicherweise irgendwann sein eigenes Restaurant führen, kehrte dem Tantris Ende der 70er-Jahre den Rücken und hob am Münchner Maximiliansplatz 1980 sein legendäres Restaurant Aubergine aus der Taufe.

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Die Fabelwesen stehen vor der Tür und in Miniatur auf den Tischen

Hans Haas, einst selbst Schüler und Souschef von Eckart Witzigmann in dessen Aubergine und vorher als Chef de partie bei Paul Haeberlin, übernahm das Tantris 1991 und hält seitdem konstant zwei Michelin-Sterne. Die Speisekarte ist von Hans Haas handgeschrieben und signiert. Eine individuelle, sehr persönliche Karte, die auch gleichzeitig eine Erinnerung an den Besuch im Tantris ist. Das Menü ist eine Offenbarung, eine schnörkellose, handwerklich extrem exakte Küche. Sie zieht ihre Meisterschaft aus der Kombination der Aromen bezieht, eine schmeckbare Rückbesinnung auf die Klassiker, die hier umsichtig modernisiert wieder erstrahlen – und damit die Klassik zur Moderne werden lassen. In der Küche von Hans Haas stehen die Aromen im Vordergrund. Auf Komposition, Geschmack und Handwerk liegt das Hauptaugenmerk auf dem Teller. Es ist alles wunderschön anzusehen, ohne jegliche Zauberei aus geringelten Gemüsestreifen, Schaumwölkchen, salzigen Macaron oder Geleewürfel-Landschaften. Hans Haas lässt das jeweilige Produkt im Zentrum stehen. Diese großartige Klasse seiner Kochkunst lässt die Frage aufkommen, warum ein Meister seiner Klasse nicht längst mit drei Michelin-Sternen gekrönt wurde. Übrigens hat auch Ferran Adria diese Frage gestellt bei seinem Besuch im Tantris.

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Gruß aus der Küche

Die Grüße aus der Küche stimmen mich schon mal auf ein großartiges Menü ein.

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Variation von Krustentieren mit mariniertem Spargel

Wer, wie ich, selbst einmal in der Gastronomie gearbeitet hat, selbst eine Ausbildung genossen hat, der kennt sicherlich noch diese klassischen geriffelten Glasteller. Der Service freut sich immer ganz besonders darauf, denn diese Teller haben mitunter die Eigenschaft, dass sich das subjektive Gewicht auf dem Weg vom Küchenpaß zum Gast locker verdoppelt.

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Forelle mit Apfel, Sellerie und Holunderblütenfond

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Die Forelle hat noch Sashimi-Qualität als der Service den Hollerblütenfond angiesst. Diese extrem kurze Garzeit reicht, um den Fisch optimal auf den Punkt zu bringen.

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Konfierte Sepioline mit Eigelb und Kaviar gefüllt

Ein Gang, der extrem köstlich ist. Zu der Sepioline bringt die ordentliche Nocke Kaviar die perfekte Portion Salzigkeit.

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Seeteufel im Ganzen mit Sepiagnocchi und Zitronengrasfond

Der im Ganzen gebratene Seeteufel war ein Gedicht. Ganz besonders köstlich war der Zitronengrasfond, für den extra ein Gourmetlöffel eingedeckt wurde.

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Ochsenschwanz Ravioli mit Entenleber und Périgord-Trüffel

Die mit zart zubereitetem Ochsenschwanz gefüllten Ravioli bilden einen köstlichen Kontrapunkt zu der kurz angebratenen Entenleber. Der Jus mit schwarzem Trüffel gibt einen perfekten Rahmen.

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Lammkotelette im Artischockenboden

Genau richtig auf den Punkt kommt das kleine Lammkotelette auf einem Boden einer Artischocke.

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Karamellsoufflée mit Rhabarber und Bananen-Vanilleeis

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Petit Fours

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Das Tantris verabschiedet im Dezember 2020 seinen Chef de Cuisine Hans Haas nach neunundzwanzig Jahren in den Ruhestand und schließt für den großen Umbau. Denn der Herd, die gesamte Kücheneinrichtung ist noch original aus dem Jahr 1971 und muss dringend ausgewechselt werden. Zum fünfzigsten Jubiläum wird das Restaurant im Frühjahr 2021 neu eröffnen, um in der Tradition des Hauses als kulinarische Avantgarde Akzente zu setzen. So jedenfalls plant es das Eigentümerpaar Sabine und Felix Eichbauer. Wir sind gespannt! Wer dann der neue Chefkoch sein wird, ist eine der am heißesten und meistdiskutierten Fragen der Gastro-Szene. Und gerne nutzen wir die Gelegenheit in diesem Jahr noch einmal bei Hans Haas essen zu gehen.

Disclosure: Herzlichen Dank an Hans Haas und sein Team für dieses grossartige, reichhaltige Mittagessen! Es war ein unvergessliches Erlebnis. Selbstverständlich bleibt meine eigene, persönliche Meinung von der Einladung zu dem Essen unbeeinflusst. Mindestens einmal sollte sich jeder so ein Essen gönnen, auch wenn es im Geldbeutel kurzfristig weh tun mag. Die langfristige Erinnerung an dieses vielleicht auch nur einmalige Erlebnis auf diesem hohen Niveau so exzellente, perfekte und sensationell gute Küchenleistungen zu erhalten, gleicht den bezahlten Preis mehr als aus.

Service:

Bücher über das Tantris*:


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Restaurants in München: Käsestulle und Erdbeereis im wohl edelsten Esszimmer

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Käsestulle auf Pumpernickel: Das ist die bisher beste Interpretation eines Klassikers auf Zwei-Sterne-Niveau. Während unten im Erdgeschoss die edelsten Schlitten von Mini, BMW und Rolls-Royce stehen, erwartet uns oben im dritten Obergeschoss ein privater Salon: Im „EssZimmer“ empfängt uns Bobby Bräuer in der BMW-Welt in München. Eines von nur vier 2-Sterne-Restaurants in München.

Das „EssZimmer by Bobby Bräuer“ ist der HotSpot für Gourmets und Gourmands in München. BMW als Inhaber der BMW-Welt hat die Räume im Obergeschoss an die Käfer-Gruppe verpachtet. Michael Käfer, Geschäftsführer der Käfer GmbH & Co KG, gewann Bobby Bräuer für diese neue Location. Bis dahin kochte der ehemalige Schüler von Eckart Witzigmann und André Jaeger im Restaurant „Petit Tirolia“ in Kitzbühel. Bobby Bräuer wurde zum Berliner Meisterkoch und zum Koch des Jahres in Österreich gekürt. Seit 2013 kocht Bobby Bräuer nun in München, sein Restaurant wurde vom Guide Michelin 2014 mit einem Stern und 18 Punkten im Gault Millau ausgezeichnet. Im November 2014 erkochte er den zweiten Stern für das EssZimmer.

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Wie ein Adlerhorst klebt das EssZimmer hinter bodentiefem Glas unter dem Dach der BMW Welt: spektakulär, majestätisch und entrückt vom irdischen Alltag. Die BMW Welt gehört zu den meistbesuchten Touristenattraktionen in Bayern. Sie wurde gebaut, um den Käufern von fabrikneuen Autos die Abholung in einem passenden Rahmen zu ermöglichen und dies somit als tolles Erlebnis zu gestalten. Der Besuch lohnt sich aber auch für Nicht-BMW-Fahrer aus vielerlei Gründen. Das Gebäude am Rand des Münchner Olympiaparks ist ein architektonisches Kleinod und beherbergt wechselnde Ausstellungen rund um Autos aus dem BMW-Konzern. Der Besuch ist kostenfrei. Für BMW gehört es zum Prestige seinen Kunden hier ein Sternerestaurant zu bieten. Bis vor wenigen Jahren war Bobby Bräuer hier draussen, zwischen BMW Fabrik und Münchner Olympiapark, nicht der einzige Sternekoch: Sein ehemaliger Lehrmeister Otto Koch betrieb das Restaurant „181 First“ mit einem Michelin-Stern hoch oben im Olympiaturm.

Das EssZimmer empfängt uns mit lediglich 45 Plätzen. Bobby Bräuer arbeitet für seine Gäste mit einem großartigen Team in einem Ambiente, das den Wunsch nach authentischer, entspannter Hochwertigkeit erfüllt, einem exklusiven Service in einer Location, in der von einigen Plätzen aus der Blick auf die edlen Limousinen unten offen steht. Das Ambiente ist elegant-exklusiv: an den Wänden hellbrauner Marmor, dunkle Holzböden und flauschige Teppiche in warmen Brauntönen, dunkles Leder auf Charles Eames Lounge Chairs, Vitra-Möbel und Steh- und Pendellampen im Retro-Design schaffen eine Wohnzimmeratmosphäre. Ein bis ins Detail als stilvolle Wohnstube durchdesignter Tempel der Edelkulinarik mit ironisch-tiefstapelndem Namen, in der das Essen beziehungsweise seine Zubereitung zur höchsten Kunst erhoben wird. Ein offener Kamin und Regale mit Kunst- und Dekorationsgegenständen verstärken diesen Eindruck. Im vorderen Bereich befindet sich eine Lounge sowie eine Art Stammtisch – ein großer Holztisch, an dem bis zu zehn Personen Platz finden. Dahinter ist ein hoher Weinkühlschrank in der Wand eingelassen. Im hinteren Teil laden Tische mit halbrunden Lederbänken und -sesseln ein. Dazwischen schiebt sich wie ein teilverglaster Würfel der Küchenteil der Patisserie. Wer hier genau hinhört, stellt fest, dass er beinahe gar nichts hört: Die angenehme Ruhe macht das Fine Dining-Restaurant auch akustisch zum Hochgenuss.

Unten stehen dafür die Nobelkarossen der Bayerischen Autoschmiede. Die Deutschen geben im Allgemeinen ja lieber deutlich mehr Geld aus für ihren fahrbaren Untersatz und das Benzin, während eine Flasche Wein im Durchschnitt kaum mehr kostet als ein Liter Sprit. Doch hoch oben bietet Bobby Bräuer Freude am Essen, nicht Freude am Fahren.

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Zeremonienmeister Bobby Brauerei kombiniert Regionales mit seinem speziellen Französisch-mediterranem Stil und einem Spritzer Asien. Bei unserem Besuch begleitet mich mein Lieblingsmensch zu einem ganz besonderen Tag und wir wissen das Ambiente ebenso wie das Menü sehr zu geniessen. Im Gegensatz zu manch anderem seiner Kollegen steht Bobby Bräuer wirklich noch fast jeden Tag hinter dem Paß und kocht zusammen mit seinem Team. Das ist seine Passion. Er fühlt die Verpflichtung als Vorbild gegenüber seinen Mitarbeitern und will mit seiner Präsenz dem Kunden als Gastronomieinen Wohlfühlaspekt bieten. Der Tisch ist liebevoll eingedeckt mit feinen Tischtüchern und passenden Servietten, das Buttermesser steht außergewöhnlich stylisch oberhalb des Brottellers und die Menükarte in edlem Bronzeton liegt bereits auf der Serviette.

Bobby Bräuer verantwortet alle acht Restaurants des BMW-Kosmos. Nur so finanziert sich der Gourmet-Tempel oben, denn die anderen Restaurants, wie etwa „Bikers Lodge“, das „Coopers“ und die „Bavarie“, die wiederum mit 15 Punkten im Gault-Millau ausgezeichnet ist, sind deutlich günstiger, für den Publikumsverkehr jederzeit offen und haben naturgemäß mehr Umsatz und eine deutlich höhere Gewinnspanne. Die Cash-Cow seines kleinen Gastro-Imperiums ist der Eventbereich, der angeblich 40 Prozent seines Umsatzes ausmacht. Dennoch schafft er es, das jedes seiner Outlets wirtschaftlich erfolgreich ist.

Übrigens: Bobby Bräuer ist einer der – noch sehr wenigen – Gastronomen, die eine No-Show-Stornogebühr erheben. No-Shows sind Gäste, die reservieren und sehr spontan absagen oder gar nicht erscheinen. Die Verluste der  letzten Jahre  durch No-Shows waren so groß, dass Bobby Bräuer im Esszimmer eine Storno-Gebühr für Reservierungen ab 24 Stunden vorher eingeführt hat. Es ist bei Unternehmen und einer bestimmten Gruppe von „dreisten“ Menschen mittlerweile zur „Mode“ geworden, für einen Abend im voraus gleichzeitig in mehreren Restaurants Plätze zu reservieren. Dann wird kurzfristig entschieden, wo heute und jetzt hingegangen wird. Und die anderen Tische werden nicht mal abgesagt. Für Gastronomen in der Sternegastronomie, wie Bobby Bräuer, die oft einen Tisch am Abend nur einmal belegen können, bleibt ein wirtschaftlicher Schaden übrig. Durch die Einführung der Stornogebühr von 100 € sind die kurzfristigen Absagen rückläufig. Diese Stornogebühr ist mittlerweile in Top-Restaurants auf der ganzen Welt üblich. Da wird dann auch gerne mal der gesamte Menü-Preis erhoben. So gesehen sind die 100 Euro noch günstig.

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Spanferkel | Pulpo | Chorizo | Perlzwiebel
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Waldpilze | Aprikose | Ziegenkäse | Chawanmushi
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Rochenflügel | Junger Lauch | Safran | Yuzu
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Salzwiesenlamm | Bries | Zunge | Pak Choi

Das Trio vom Salzwiesenlamm mit Zunge und Bries überzeugt sowohl durch beste Qualität, wie perfekte Zubereitungsart. Das Pak Choi Gemüse ist leicht bitterer Kontrapunkt mit senfartigem Geschmack. 

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Emmentaler Urtyp | Apfel | Senfkörner

Dieser Gang hat uns total überrascht: Eine Käsestulle im Esszimmer? Anstelle einer Käsevariation vom Käsewagen serviert uns Bobby Bräuer ein kleines Experiment. Er hat das Pumpernickel selbst gebacken und zu Schaum verarbeitet. In der Schweiz hat er einen kleinen Produzenten gefunden, der einen Emmentaler herstellt, wie er ursprünglich einmal war. Herzhaft, würzig und bissfest der Käse, fruchtige Süße und Säure vom Apfel, leichte Schärfe von den Radieserln und dem Senf, dazu das Pumpernickel, dass seinen Umami-Geschmack gab und eben als Schaum nicht bissfest sondern wider Erwarten beim Wort Pumpernickel als weiche Mousse sich präsentierte: dieser kleine Käsegang allein spiegelt soviel wieder warum Bobby Bräuer zwei Sterne hat – und den dritten Stern verdient hat. Ja, für so eine Käsestulle gehen wir gern zu Bobby Bräuer!

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Wilde Erdbeere | Pistazie | Rose | Fromage Blanc
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Petit Fours
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Fazit: Für uns ist Bobby Bräuer ein ganz heißer Kandidat für den dritten Stern. Dieses Menü war überragend und wer sich fragt, was eigentlich den Unterschied zwischen einem Zwei- und einem Drei-Stern-Restaurant ausmacht, der kommt hier ins Grübeln. Qualität, Perfektion und Kreativität gehen hier Hand in Hand und bringen den Gast zum Schwärmen. Keinen dieser Gänge könnte sich ein Gast daheim zubereiten, auch der geübte Hobbykoch nicht. Höchstwahrscheinlich isst man in keinem Autohaus auf der Welt besser. Für dieses Genusserlebenis gehen wir gern ins EssZimmer.

Über einen besondern Service dürfen sich die Gäste freuen: Nach dem Essen bietet BMW einen Chauffeur-Service für die kostenlose Heimfahrt im Stadtgebiet. Für Gäste, die mit dem eigenen Auto unterwegs sind, gib es Valet Parkingmeter. Doch für einen perfekten Abend mit ausreichendem Weingenuss empfehlen wir, mit Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen und dann den BMW-Shuttle zu geniessen.

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Disclosure: Herzlichen Dank an das EssZimmer by Bobby Bräuer für diesen wunderschönen Abend mit meinem Lieblingsmenschen und dieses phantastische Menü. Es war ein wahrer Genuss. Die Überraschung mit der „Käsestulle“ war natürlich nachhaltig und durchaus etwas sehr Besonderes. Doch insgesamt war jeder Gang für sich seine zwei Sterne wert.

Service:

Restaurants in München: Schwarzreiter im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München – Jung, Bayerisch, Stylish

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Münchens mondänste Meile Maximilianstraße hat wider Erwarten wenig Sterne zu bieten. Nur einer glänzt, und der strahlt über dem Restaurant Schwarzreiter im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München. Schon seit einem halben Jahr ist der luxuriöse Umbau des Gourmetrestaurants vollendet. Das Schwarzreiter wird mit Maike Menzel von einer Küchenchefin geführt. Leider in Deutschland immer noch etwas Besonderes. Es ist für uns an der Zeit, dort vorbeizuschauen.

Die Konkurrenz schläft nicht. Die Top-Hotels in München putzen sich mehr und mehr heraus. Während die Familie Geisel kurzerhand den Königshof abgerissen hat und komplett neu baut, entkernt die Familie Schörghuber nur einen Häuserblock vom Hotel Bayerischer Hof entfernt ein ehemaliges Bankgebäude und wird dort im Jahr 2023 ein 5-Sterne-Plus Hotel unter der Marke Rosewood eröffnen. Und wie Innegrit Volkhardt ihr Juwel am Promenadeplatz renoviert und modernisiert hat, so investierte die Kempinski Gruppe 20 Millionen Euro in das HVJK, das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München, für umfassende Renovierungsarbeiten für die Restaurants und die Bar. Die Gastronomieflächen wurden architektonisch umgestaltet und mit einem neuen, zeitgemäßen Einrichtungs- und Lichtkonzept ausgestattet. Schliesslich feierte diese „alte Dame“ unter den Grand Hotels in der bayerischen Landeshauptstadt erst kürzlich ihren 160. Geburtstag.

Der Anspruch war einen Ort des Erlebens zu schaffen, der Eleganz, Kreativität und Wohlbefinden vereint. Kempinski spricht von einem räumlichen Kaleidoskop für die Sinne. Jung, saisonal und frisch, weg vom klassisch bayerischen Image, aber trotzdem inspiriert von traditionellen Gerichten. Denn an gleicher Stelle, an der sich heute das Schwarzreiter befindet, logierte das legendäre Restaurant Walterspiel, das 1966 zu den 66 Restaurants zählte, die in der ersten deutschen Ausgabe des Guide Michelin vertreten waren.

So präsentiert sich die Young Bavarian Cuisine in der Schwarzreiter Tagesbar und dem Schwarzreiter Restaurant. Purer unverfälschter Geschmack, leicht, schmackhaft und überraschend – abseits dessen, was man kennt und erwartet – sollen hier im Mittelpunkt stehen.

Jung und Bayerisch ist nicht nur das Motto der Küche. Jung und bayerisch ist auch die Küchenchefin. Maike Menzel, Deutschlands jüngste Sterneköchin, ist ein durch und durch bayerisches, ja eigentlich Münchner Gewächs. Küche und Kochleben haben ihr schon ihr Großvater und ihr Vater vorgelebt. Sie genoss eine ganz offensichtlich herausragende Ausbildung bei einem der besten bayerischen Köche Münchens, Hans-Jörg Bachmeier. Weitere Sporen verdiente sie sich im Restaurant Emiko im Louis Hotel, im Hotel Bachmair Weissach am Tegernsee sowie bei Ali Güngörmüs im Pageou. Im November 2016 wechselte sie in das Schwarzreiter, übernahm dort 2017 bereits die Souschef-Positon und erkochte unter Küchenchef Anton Pozeg mit dem Team den ersten Stern im Januar 2018. Seit dem August 2018 ist sie Küchenchefin, bestätigte den Stern im Februar 2019 und hält 15 Punkte im Gault Millau. Doch nicht nur das: Maike Menzel wurde vom Guide Michelin als jüngste Sterneköchin Deutschlands ausgezeichnet.  Maike Menzel legt höchstes Augenmerk auf eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern und heimischen Herstellern, die die Frische und Saisonalität der Erzeugnisse garantiert. 

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Aber wer oder was ist eigentlich der Schwarzreiter? Der „Schwarzreiter“ (Salvelinus evasius), ein Tiefseesaibling, lebt in Wassertiefen von mehr als 40 Metern in Alpen- und Voralpenseen, z.B. dem Königsee. Er ist  sozusagen der  “Urfisch“ des Königsees und blieb Jahrhunderte von jeglichen Züchtungen unbeeinflusst. Der Schwarzreiter gehörte zu den Lieblingsfischen des Bayerischen Märchenkönigs Ludwig II., der als Feinschmecker bekannt war. 

Bei der Renovierung wurden nicht nur die publikumswirksamen Räume im Erdgeschoss renoviert, sondern auch gleich die Küche im Untergeschoß. So hat die Küchenchefin im Rahmen des Umbaus eine nigelnagelneue Küche bekommen, aus der nicht nur die Michelin-besternten Menüs kommen, sondern auch die Fleischpflanzerl für die Tagesbar.

Das Servicepersonal freut sich, dass sie für den Weg von der Küche zum Gast mit den schweren Tellern in den Händen eine Rolltreppe benutzen können. Auch hier wurde das 32 Jahre alte Vorgängermodell ausgetauscht. Die jetzige Rolltreppe ist so rasend schnell, dass dem Servicepersonal die Münchner Kaufhaus- und U-Bahn-Rolltreppen viel zu langsam vorkommen.

Verantwortlich für das edle Interieur, das einem Grandhotel durchaus gerecht wird, zeichnet Designer Colin Finnegan. Er ließ sich auch von der beeindruckenden Umgebung des Hotels, der bekannten Münchner Maximilianstraße mit ihren luxuriösen Einkaufsmöglichkeiten inspirieren. Er hat ein Faible für edle Oberflächen und helle Töne. Die Gäste sitzen zwischen verspiegelten und rautenförmigen Wandelementen sowie einem aufwändigen Fries an edlen runden Tischen, in welche extra angefertigte Bronze-Zweige mit filigranen und frühlingshaften Porzellan-Blüten eingelassen wurden. Die Reliefs aus den 1950er-Jahren, die aufpoliert wurden, sowie die neuen Deko-Elemente (käuflich zu erwerben pro Ast ab 1.500 Euro) hat die Nymphenburger Porzellan Manufaktur entworfen. 

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Ebenfalls von Nymphenburger stammen die kleinen Messerbänkchen in Form von Schwarzreiter-Fischchen aus mattweißem Biskuitporzellan (Kaufpreis: 150 Euro pro Stück) .

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Bei unserem Besuch im Schwarzreiter an einem Dienstag Mitte Januar 2020 ist das Restaurant eher schwach besetzt. Das liegt mit Sicherheit an dem Tag am Wochenanfang, mit größter Sicherheit auch an der Zeit kurz nach Jahresanfang, wenn viele potentielle Gäste noch von den festlichen Tagen zum Jahresende abnehmen wollen und das Geld sparen. Doch mit Sicherheit sollte im Restaurant Schwarzreiter immer gut im voraus reserviert werden.

Wir entschieden uns für das fischlastige Vier-Gänge-Menü, das sich nicht nur extrem köstlich liest, sondern auch für einen Tag unter der Woche leicht genug ist, so dass der Start am nächsten Morgen nicht zu schwer fällt. Wir starteten mit zwei kleinen Grüßen aus der Küche.

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Gebackener Kalbskopf mit Estragon Creme

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Schwarzreiter Fisch Macaron | Apfel Gelee | Saiblings Tatar |SaiblingskaviarRote Bete Macaron | Holunderbeer Gelee | Ziegenfrischkäse Creme | Leinsamen Chip

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Hausgebackenes Brot | Butter | Petersilienöl

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Geräucherter Aal | Weiße Bohnen Creme | glasierte breite Bohnen | Kräuter Beurre Blanc

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Forelle | Kaviar | Petersilienwurzel | Roggen | Quitte | Fenchel

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Zur Forelle mit Forellenkaviar, Forellenrogen, einem crunchy Fenchel und starker Säure durch die Quitte entspricht am besten ein 2016 Grüner Veltliner Federspiel „Im Weingebirge“ vom Nikolaihof in der Wachau. Der Nikolaihof rühmt sich das älteste Weingut Österreichs zu sein mit fast 2.000-jähirger Geschichte. Die Reben werden nach strengen biodynamischen Demeter-Richtlinien kultiviert. Ein starker GV: Seine Power verleiht ihm ein halbes Jahr im grossen Tonneau. Der dezente Holzton ist sofort zu erkennen – und damit hebt er sich angenehm ab von der Masse der Grünen Veltliner. Dieser Tropfen ist mehr als nur ein dezenter Begleiter, er kann auch aromatischere Speisen begleiten.

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Bayerische Garnele | Garnelen-Fumet | Hirse | Karotte | Kumquat – Die beliebten bayerischen Garnelen werden in Freising von Crusta Nova gezüchtet. Wir kennen sie seit einem Foodblogger-Event bei Käfer. Dadurch, dass sie hier in Bayern gezüchtet werden, können Garnelen in Deutschland endlich auch roh verzehrt werden. Das Tatar von der rohen Garnele entsprach geschmacklich genau dem, das ich selbst seinerzeit zubereiten durfte. Ein zartes, leicht süssliches Fleisch und ein sagenhaft feiner Schmelz auf der Zunge. Das Heu von der Karotte, die hauchdünnen Karottenscheiben und das Karottenmousse waren knackige sowie sanfte Partner, der Tapiokachip gab den crispy Partner. Die Krustentieressenz dazu war der Hammer, für diese habe ich mir gerne extra noch einen Gourmetlöffel reichen lassen.

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Der 2012 Silvaner Alte Reben trocken vom Weingut Max Müller I aus dem schönen Volkach in Franken wird gekeltert aus den besten Lagen der Mainschleife. Auch dieser ist kein typischer Silvaner. Starke mineralische Noten, die Kraft der Tiefe aus den Wurzeln der Alten Reben verleihen diesem Silvaner ein ganz besonders intensives Aroma, so dass er hervorragend mit der intensiven Krustentieressenz und auch der Garnele korrespondiert.

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Lugeder Ente | Blaukraut | schwarzer Knoblauch | Maronen – Die Ente vom Geflügelhof Lugeder in Pleiskirchen bei Neuerding hat uns begeistert. Sie war in Ceviche-Sud gebeizt, kurz angebraten und genau auf den Punkt im Ofen gegart. So präsentierte sich die Entenbrust wunderbar rosa. Das Blaukraut als Crème und Kraut bestach durch die unterschiedliche Textur und hervorragendes intensives Aroma. Ein schöner Kontrapunkt war der schwarze Knoblauch. Die Sauce war dicht und intensiv.

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Ein wunderbarer Wein: 2015 Blaufränkisch „Am Berg“ vom Weingut Heinrich aus dem Burgenland. Ein tiefes Violett verspricht eigentlich einen kräftigeren Wein, dieser aber hält sich zurück und harmonisiert perfekt zur Ente. Der Wein besticht durch andere Werte als ein kraftstrotzender Bursche. Er überzeugt uns mit Länge und Tiefe, mit anregender Säure und fruchtiger Eleganz.

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Münchner Kaffee | Piemonteser Haselnuss | Tonkabohne | Milchschokolade | Zwetschge – Eine grossartige Kombination, die nicht wirklich viel mit Kaffee zu tun hatte. Aber mit den Aromen aus Haselnuss, Schokolade, Zwetschge und Tonkabohne spielte. Am intensivsten war das Tonkamousse. Das Zusammenspiel war perfekt. Der 2007 Rivesaltes Ambré „Chez Jau“ vom Château de Jau aus dem Langedoc-Roussillon ist ein spannender Dessertwein dazu, der locker noch weitere 10 Jahre liegen kann. Die getrockneten Rosinen dieses Naturweins verleihen ihm ein sehr intensives Aroma. Robert Parker gibt ihm 92/100 Punkten.

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Die abschliessenden Pralinen zum Espresso waren nochmal ein sehr schöner Hochgenuss.

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Herzlichen Dank an das Team des Restaurant Schwarzreiter und das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München für das unfassbar grossartige Menü sowie die exzellente Gastfreundschaft!

Mehr Infos:

Das schreiben die Anderen:


Fotos: (c) Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München, Götz A. Primke

Die Top-Restaurants in München für delikate Gespräche

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Top-Restaurants in München Tantris Piccolino

Geheime Absprachen in dezenter Atmosphäre, unbemerkt von Paparazzi und weiterem unerwünschtem Publikum: Das wünscht sich so mancher Politiker und Lobbyist, wenn er zur Sicherheitskonferenz nach München kommt. Delikate Gespräche bei delikatem Essen. Dezent und deliziös. Gerade bei diesen Veranstaltungen werden die interessantesten Gespräche hinter dicht verschlossenen Türen geführt. Und insbesondere beim Essen kommen sich die Menschen näher. Egal ob Politiker oder Lobbyist, normaler Arbeiter, Angestellter oder gar Attac-Mitglied: Jeder hat mal Hunger, jeder möchte gern etwas gutes essen. Wir haben für alle Gäste und Einheimischen der Stadt mal die unserer Meinung nach Top-Restaurants in München zusammengestellt. Einige davon sind Michelin-Stern gekrönte Restaurants, andere sind einfach cool und angesagt. Und sicherlich nicht nur zur Münchner Sicherheitskonferenz beliebte Restaurants.

Top-Restaurants in München Muenchen Herbst 2016
Mit größter anzunehmender Sicherheit sind die bekannten Top-Restaurants der Münchner Top-Hotels eh schon alle bekannt und ausgebucht. Allen voran sämtliche gastronomischen Bereiche im Bayerischen Hof. Denn dieser ist das Konferenzhotel. Da dürfte das beliebte Atelier im Bayerischen Hof gut besucht sein. Doch sitzt der Teilnehmer der Münchner Sicherheitskonferenz mit Sicherheit hier auf dem Präsentierteller.

Top-Restaurants in München Muenchen Herbst 2016

Das gleiche kann man annehmen, wenn man in das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski oder auch das Westin Grand Hotel München geht. Eigentlich gehört das Mandarin Oriental Hotel hier ebenfalls dazu, doch hat sich schon herum gesprochen, dass hier ein neues Restaurant, ein exzellenter Japaner, aufgemacht hat? Hier nun also unsere sehr subjektive Auswahl: (mehr …)

Restaurants in München: Sofitel München Bayerpost: 3-Sterne-Koch Christophe Muller eröffnet „The Link“

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Ein 3-Sterne-Menü: Für viele ein Traum. Denn allzu oft ist ein Menü in einem Restaurant, das vom Guide Michelin mit drei Sternen ausgezeichnet wurde, nahezu unerschwinglich. Zudem gibt es nicht allzuviele Restaurants, die mit der höchsten Ehre der Feinschmeckerbibel ausgezeichnet sind. Keine deutsche Großstadt verfügt über einen derartig edlen Gourmet-Tempel; die elf Restaurants, die der Michelin Deutschland für das Jahr 2015 mit drei Sternen krönte, sind fast alle in Kleinstädten zu finden. Und bis zu Paul Bocuse schaffen es extrem wenige. Doch das Sofitel München Bayerpost bringt die exzellenteste Küche in die bayerische Landeshauptstadt: Bocuse-Nachfolger Christophe Muller kochte bis zum 19. Juli im Restaurant Délice La Brasserie zusammen mit Küchenchef Anton Gschwendtner. Das sechsgängige 3-Sterne-Menü kostete dabei nur 129 Euro, die Weinbegleitung zusätzlich 79 Euro. So wird auch diese geniale Küche erschwinglich. Wir durften das Menü geniessen – dazu gehörte auch die berühmte V.G.E. Suppe.

Sofitel_Muenchen_Delice_Juli_2015_004Der Franzose Christophe Muller leitet seit Oktober 2011 als Executive Chef das Restaurant von Paul BocuseL’Auberge du Pont de Collonges“ bei Lyon. Anton Gschwendtner, seit April 2015 Chef de cuisine im Restaurant Délice La Brasserie im Sofitel München Bayerpost, hat sich einen Herzenswunsch erfüllt. Er kochte gemeinsam mit Christophe Muller vom 13.-19. Juli ein 7-Gänge-Menü. Dies ist der Grundstein einer künftigen Kulinarikserie im Sofitel München. Unter dem Titel „The Link“ werden weitere, international bekannte Spitzenköche zusammen mit Anton Gschwender in München am Herd stehen. Somit kommen wieder ein paar hervorragende Sterneköche zu Gast nach München. Denn seit Otto Koch nicht mehr im Restaurant 181 First kocht, gibt es dort auch die Kulinarikserie „Gourmet Towers of the World“ nicht mehr. Nach dem Motto „Beginne mit einem Erdbeben und dann steigere Dich langsam“ ist Mitte Juli also gleich kein Geringerer als 3-Sterne-Koch und Bocuse-Nachfolger Christophe Muller zu Gast. So durften wir am gestrigen Tage folgende Köstlichkeiten geniessen: (mehr …)

Restaurants in München: EAT. Life Kitchen: Trendiges Lokal mit euroasiatischer Cross-over Küche in München eröffnet

Eat_Life_Kitchen_Okt2011_02Bestellen per iPad2. Und dennoch bleibt der Gesprächspartner, die Begleitung, mit der man gerade essen geht, im Blickfeld. Nicht das Internet steht im Mittelpunkt, sondern das Essen, das Gespräch, der oder die gegenüber. München hat eine neue coole Location, in der das Essen gehen stylish, modern und absolut up-2-date daher kommt. Das Restaurant EAT. Life Kitchen an der Ecke Luisenstrasse und Karlstrasse ist nicht nur ein neues Lokal. Es ist ein neues Konzept, ein Trendsetter, eine gelungene Symbiose aus klassischem Restaurant, teuren Fast Food-Tempeln wie Vapiano und gesundem, leichten Essen.

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Die Location ist bekannt: erst vor kurzem schloss der Starkoch Frank Heppner hier sein Momo. Ich besuchte ihn dort im April 2010 zur Präsentation eines seiner tollen Kochbücher. Doch Frank Heppner konnte sich bzw. sein Restaurant, seinen Kochstil leider nicht in München durchsetzen. So verliess er München in Richtung Essen. Mal sehen, was er dort aufzieht. Die Münchner Location stand lange leer. Hin und wieder kam ich an der Ecke vorbei und wunderte mich, warum so eine gute Lage noch keinen neuen Betreiber gefunden hat. Jetzt ist er da. Und was für einer. Ein tolles Konzept, anders als alle anderen und doch irgendwie bekannt. (mehr …)


GAP

Restaurants in München: Greeny’s: Ist das Konzept tot, weil keiner Bio-Fast Food essen will?

Greenys_Muenchen_Final_2011_01Null Bock auf Bio? Bioessen nein danke? Aber ein bisschen gesund soll es dann doch sein? Münchens erstes Bio-Fast Food Restaurant Greeny’s ist schon wieder verschwunden, bevor das Konzept überhaupt richtig lief. Wo bis vor kurzem noch der erste und einzige Laden von Greeny’s Salads & More stand, bewirtet jetzt Dean & David. Das Konzept der Greenys-Gründer Maximilian und Alexandra Schiedt wurde noch nicht einmal zwei Jahre alt. Mein Bericht von der Eröffnung im Herbst 2009 steht hier.

Greeny's Bio Fast Food Muenchen LogoDabei war die Ansage bei der Eröffnung im September 2009 eindeutig: In den nächsten fünf Jahren planten die Unternehmer von Greeny’s Salads & More insgesamt 30 Trend-Restaurants in allen großen deutschen Städten zu eröffnen. Nix is‘, aus is‘.

Zumindest fügt sich das neue Lokal weiter in die „grüne Meile“ Münchens ein. Denn die unmittelbaren Nachbarn haben alle grüne Logos: Gravis, E-plus, Freenet und der Deutsche Alpenverein DAV. Auch die Farben von Dean & David sind hauptsächlich grün.

Was sind die Gründe für das schnelle Aus von Greeny’s? (mehr …)

Was macht Neuseelandhirsch so besonders wertvoll?

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Regional, bio, gesund, nachhaltig – das sind die wichtigsten Stichworte, wenn es derzeit um Lebensmittel, um unser Essen geht. Brutal regional ist so ein Schlagwort, mit dem einzelne Restaurants sich ganz extrem nur auf das beschränken, was as der nächsten Umgebung kommt. Mit Sicherheit gehört Neuseelandhirsch in Europa, im deutschsprachigen Raum nicht dazu. Doch gleichzeitig gibt es eben Köche und Genießer, die nicht auf die immer exzellenteste Qualität verzichten wollen. Und daher unter anderem auch zu Neuseelandhirsch greifen. Wir waren eingeladen zu einem informativen Diner hoch über den Dächern Münchens.

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Während in Sichtweite – doch weit genug, um nicht von Lärm oder Menschenmassen eingeschränkt zu sein – in der Allianz-Arena der FC Bayern im Champions League-Spiel den FC Porto mit 6:1 nach Hause schickte, sassen wir im Restaurant 181 des Münchner Olympiaturms. Leider ist ja Otto Koch in den wohlverdienten Ruhestand getreten, wir haben es jedes Mal sehr genossen, hier oben zu dinieren. Seine Reihe „Gourmet Towers of the World“ hätte er gern fortsetzen können. Doch zu diesem Gourmetabend kochte eh nicht der Großmeister selbst sondern sein vorheriger Sous-Chef, der mittlerweile die Führung übernommen hat: Küchenchef Karl-Heinz Kellner.

Restaurant_181_Muenchen_Neuseeland_Hirsch_2015_011Ihm assistierte Graham Brown, der „Botschafter“ der Vereinigung Neuseelandhirsch. Karl-Heinz Kellner kocht zwar weiterhin auf sehr hohem Niveau im Restaurant 181, doch eben nicht mit Michelin-Sternen gekrönt wie Otto Koch oder der nur einen Steinwurf entfernte Bobby Bräuer im Esszimmer der BMW Welt.

Bei dem Thema Neuseelandhirsch stellen wir uns natürlich die Frage, was an einem Hirsch bio, regional, nachhaltig und ökologisch wie ökonomisch sinnvoll und vertretbar ist, wenn er tausende von Flugkilometern hinter sich hat. Dabei erinnerten wir uns, dass wir selbst im Restaurant Huber zum Hauptgang einen exzellenten Neuseelandhirsch verzehrt hatten und uns genau diese Frage schon da stellten. Doch wenn selbst der hochgeschätzte Restaurantkritiker Bernd Matthies vom Berliner Tagespiegel den das Hirschfleisch aus Neuseeland explizit lobt, dann wird wohl schon etwas dran sein.

(mehr …)

Das kommt mir spanisch vor: Kreative Kulinarik und wunderbare Weine von Bräuer und Bosch

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Vinos_y_Tapas_Esszimmer_Okt_2014_084Wo Genialität und Genuss sich paren, muss das Esszimmer sein. Nicht nur irgendein Esszimmer. Nein, *das* Esszimmer von Bobby Bräuer. Und Paula Bosch hat die Weinauswahl in den Händen. Diese beiden zusammen sind eine göttlich-geniale Genuss-Kombination. Die Geschmackssinne werden betört von köstlichen Kreationen auf dem Teller sowie traumhaften Tropfen im Glase. So ein Erlebnis genossen wir unlängst anlässlich der spanischen Weinwochen „De VINOS y TAPAS“. Auf Initiative der Spanischen Wirtschafts- und Handelsabteilung „ICEX – Wein aus Spanien“ sowie der „Münchner Weininseln“ von Nicola Neumann fanden diese in den zwei Monaten Oktober und November in sechs Münchner Restaurants und vier Weinhandlungen statt. Wir waren bei der Auftaktveranstaltung in Bobby Bräuers Esszimmer in der BMW Welt dabei.

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Es sei schon hier gesagt, dass es uns nicht sonderlich überraschte, dass nur wenige Tage später Bobby Bräuer seinen zweiten Michelin-Stern errang. Diese Küchenleistung, diese Perfektion, diese Kombination aus Aromatik, Textur und handwerklichem Kochkunst-Können haben diese hohe Einschätzung des Guide Michelin mehr als verdient. Bobby Bräuer spielt ganz großes Tennis und es ist jedes Mal ein Genuß ihm bei seiner akribischen Arbeit zuzuschauen, sich mit ihm zu unterhalten und zu lernen, was er wie zubereitet hat und natürlich auch bei ihm zu schmausen. (mehr …)

Churfranken: Die 17 genussvollsten Orte rund um Wein, Bier, Brot und Whisky

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Wohlauf, die Luft geht frisch und rein, wer lange sitzt muss rosten. Wer mit dem ICE bis Aschaffenburg fährt, dort die Regionalbahn bis Miltenberg nimmt, kommt im Land der Franken in die ominöse Region Churfranken. Klar, das Frankenland kennt jeder. Auch Ober-, Mittel- und Unterfranken sind uns geläufig. Aber Churfranken? Wo soll das bitte sein? Wir begeben uns auf die Spurensuche und finden eine genussreiche Region. In Churfranken gibt es Wein, Bier, Brot und Whisky. Doch der Reihenfolge nach.

Churfranken: Das Dreiländereck am Untermain

Was und wo ist Churfranken eigentlich? Die nordwestlichste Ecke Frankens, im Dreiländereck von Bayern, Baden-Württemberg und Hessen gelegen, im landschaftlich überaus reizvollen Maintal zwischen Odenwald und Spessart ist ein Landstrich, der früher zum Kurfürstentum Mainz gehörte. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 kam Bürgstadt zum Fürstentum Leiningen, mit dem es 1806 dem Großherzogtum Baden einverleibt wurde. Nachdem die Stadt ab 1810 zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt gehörte, wurde sie schließlich 1816 an Bayern verkauft. Nur 60 Kilometer lang und 20 Kilometer breit erstreckt sich Churfranken zu beiden Seiten des Untermains zwischen Frankfurt und Würzburg. Von Großostheim bis Faulbach finden wir eine Szenerie aus traditionellen Weinbaudörfern, historischen Fachwerkstädtchen, Wander- und Treidelpfaden und ländliche bis hochklassige gastronomische Betriebe mit fränkischer Spezialitätenküche.

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Den allerschönsten Sonnenschein lässt uns der Herrgott kosten. Es sind über 30° Celsius in diesen Tagen, in denen wir das schöne Churfranken bereisen. Die Region präsentiert sich von ihrer allerschönsten Seite. Vom Bahnhof bis nach Bürgstadt bringt uns ein Taxi und wir können einen ersten Blick auf die malerische Gegend mit den mittelalterlichen Gebäuden und den Fachwerkhäusern erhaschen.

Churfranken: Landhotel Adler Bürgstadt

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Wir beziehen unser Zimmer im Landhotel Adler in Bürgstadt und lassen erstmal sämtliche Jalousien geschlossen. Draussen ist es so heiss, dass wir das kühle Zimmer sehr geniessen. Dieses schnucklige Hotel ist wunderbar modern eingerichtet und bietet auch eine exzellente Küche. Die Küche des Hotels ist nach der Philosophie von Slow Food ausgerichtet. Außerdem stehen natürlich Weine aus der Region auf der Karte, die sollte man auf jeden Fall degustieren. Einen kleinen Einblick in unser Zimmer und einen Spaziergang durch das Dorf sowie das Mittagessen in der Häckerwirtschaft des Weingut Neuberger gibt Euch unser kleines Video:

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Übrigens: Diesen Kuhfellhocker finde ich extrem cool. Den würde ich sehr gern selbst kaufen. Echt ein cooles Element in dem Hotelzimmer. Hat in meiner Bude nur leider keinen Platz.

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Churfranken: Bürgstadt

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Die erste urkundliche Erwähnung von Bürgstadt erfolgte im Jahr 1181. Bis ins 18. Jahrhundert war Bürgstadt Centgrafensitz, verlor jedoch schon im Mittelalter viel von seiner Bedeutung an das unmittelbar benachbarte Miltenberg, das strategisch günstiger lag und durch eine Burg geschützt wurde.

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Im ganzen Ort stehen wunderschöne Baudenkmäler – also eigentlich normale Wohnhäuser. Aber so schön alt, wunderbar erhalten in der typischen schönen Fachwerkbauweise, dass es ein Vergnügen ist, durch den Ort zu spazieren.

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Besonders schön ist das historische Rathaus im Renaissancestil, das mit einer Rundbogen-Durchfahrt gebaut wurde.

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Als Bewohner müsste man sich eigentlich fühlen, wie wenn man in einem UNESCO-Welterbe-Museumsdorf wohnen würde.

Churfranken: Häckerwirtschaft Weingut Neuberger

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Wir kehren ein im Weingut Neuberger. Was in anderen Weinregionen Besenwirtschaft heisst, sind hier die Häckerwirtschaften. Der Begriff Häckerwirtschaft kommt von Häcker oder Hacken, weil das früher die einzige Möglichkeit der Bodenbearbeitung in den steilen Weinbergen war. Die Winzer waren nur mit ihren Hacken unterwegs, um den Boden vom Bewuchs freizuhalten. Hier stehen die eigenen Weine und die Weine der Nachbarn, des Ortes im Vordergrund. Dazu gibt es regionale Spezialitäten für wenig Geld. Die Gäste sitzen im Innenhof auf Bierbänken unter Sonnenschirmen, das Ambiente ist wunderbar rustikal und charmant.

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Die regionalen Spezialitäten sind hier die Saumaise und der Spessart-Beißer. Die Saumaise ist ein aus fein gehacktem Pökelfleisch geformtes Laibchen. Der Spessart-Beißer ist eine Wurst, die erst im Jahre 2005 von lokalen Metzgern erfunden wurde. Leider gibt es für beide Spezialitäten noch keine Rezepte online. Zusammen mit Sauerkraut und/oder Kartoffelsalat schmeckt es uns alles exzellent gut. Dazu geniessen wir eine kleine Weinprobe der Weine des Weingutes Neuberger.

Churfranken: Der Centgrafenberg

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Der Wald steht grün, die Jagd geht gut. Wir treffen uns mit Marianne Krommer. Sie ist die Gästeführerin Weinerlebnis Franken und zeigt uns einen der bekanntesten Orte für Weinliebhaber: Die Centgrafenkapelle ist Namensgeber für einen der besten Rotweine Deutschlands. So erhielt ein Jahrgang des Spätburgunder Centgrafenberg Großes Gewächs trocken vom Weingut Rudolf Fürst einmal beim Weinguide Gault Millau die Höchstwertung von 100 Punkten.

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Der Centgraf war ein Beamter des Mainzer Erzbischofs als Landesherren. Er stand dem Gerichtsbezirk (Cent) Bürgstadt vor und organisierte auch die Landesverteidigung. Der Centgraf Leonhard Gackstatt begann 1629 mit dem Bau einer Kapelle an dieser Stelle und konnte sie bis zur Dachhöhe fertigstellen. Der Einfall der Schweden ein Jahr später machte dem Bau aber ein Ende und blieb bis heute unvollendet. Die eindrucksvolle Ruine steht am Beginn des „Historischen Wanderwegs“, der zu zahlreichen Steindenkmälern, wie etwa Heunesäulen, Sarkophag- und Mühlsteinfragmenten) führt.

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Die Lage der Centgrafenkapelle könnte nicht besser sein. Von hier aus haben wir einen atemberaubenden Ausblick auf Bürgstadt, Miltenberg und das ganze Maintal. Direkt zu unseren Füßen blühen, wachsen und gedeihen die Reben von Rudolf Fürst und anderen Bürgstadter Winzern. So geniessen wir von hier aus den 2017er Bürstadter Weissburgunder trocken vom Weingut Neuberger, bei dem wir kurz zuvor einkehrten.

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Anschliessend schenkt uns Marianne Krommer einen guten Schluck vom 2016er Silvaner Sandsturm vom Weingut Sturm aus Bürgstadt aus.

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Sie können auf des Maines Flut die Schiffe kaum verladen. Auf der anderen Mainseite sehen wir zwischen den Weinhängen die „Mainhölle„. Hier wurde früher Buntsandstein abgebaut, der u.a. für die Bauten des Frankfurter Domes sowie der kurfürstlichen Martinsburg in Mainz eingesetzt wurde.

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Churfranken ist eine ganz offensichtlich sehr gut organisierte Region. Denn überall stehen Informationstafeln für Touristen und Einheimische.

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Für Touristen und Einheimische gibt es hier auch viele Möglichkeiten zum Einstieg in Wander- oder Radwege. Die gesamte Umgebung ist erstklassig ausgeschildert.

Churfranken: Die Martinskapelle Bürgstadt

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Die Martinskapelle in Bürgstadt wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts errichtet. Sie gilt als eine der ältesten Kirchen in Franken. Im Jahre 1247 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Das Langhaus und der Chor wurden um 1200 auf die heutige Höhe gebaut, während um 1490 an der westlichen Giebelseite das aufwändige gotische Hauptportal eingebaut wurde. Das reich profilierte Portal zeigt im Tympanon den Heiligen Martin.

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Die glücklicherweise vollständig erhaltenen Wand- und Deckenmalereien stammen vom Maler Andreas Herneisen aus dem 16. Jahrhundert. In der sogenannten Bilderbibel werden in 40 Medaillons Begebenheiten aus dem Alten und Neuen Testament dargestellt und in Merkversen kommentiert. Die vollständige Erhaltung der Ausmalung der Martikskapelle ist von überregionaler kunsthistorischer Bedeutung. Die Malereien wurden in Sacco-Technik ausgeführt und waren bis 1907 übertüncht.

Churfranken: Ein Rundflug

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Zum heil’gen Veit von Mainbullau bin ich emporgestiegen und seh die Lande um den Main zu meinen Füßen liegen. Durch einen dichten Wald geht es hoch auf ein Hochplateau. Auf dem Flugplatz Mainbullau warten bereits Peter Duffeck und seine Diamond DA 40 auf uns. In der einmotorigen Sportmaschine ist nur Platz für den Piloten und uns zwei Journalisten. Ich bin schon in einigen Flugzeugen geflogen. Aber bisher noch nicht in so einer kleinen Maschine, das war bisher immer nur ein Traum.

Hier umrahmen Berg und Hügel die weite stromdurchglänzte Au, ich wollt‘ mir wüchsen Flügel. Peter Duffeck ist ein erfahrener Pilot – er beherrscht nicht nur sein Leichtflugzeug perfekt, sondern vermittelt seinen Passagieren in der engen Maschine sofort ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit. Das Fliegen ist auf einmal so ganz anders als gewohnt: du spürst den Wind, nimmst jede Bewegung intensiv wahr und die Glaskanzel erlaubt einen grandiosen Rundumblick.

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Nachdem die kleine Propellermaschine die Startbahn von Mainbullau verlassen hat, sehen wir die wunderschöne Landschaft von Odenwald und Spessart, die hier vom Main durchzogen ist, zu unseren Füßen. Hier Franken, dort Baden-Württemberg und da hinten Hessen – mit dem Flugzeug ist das alles nur einen Katzensprung entfernt. Streuobstwiesen, bunte Felder, Wälder, Weinberge, dazwischen geheimnisvolle Gemäuer romantischer Burgen und Schlösser. Auch massive Festungen, Klöster, Kirchen und altehrwürdige Fachwerkbauten, kontrastvoll eingerahmt vom üppigen Grün der Reben und dem Rot des Buntsandsteins, sind zu sehen. Mittendrin schlängelt sich das blaue Band des Mains.

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Churfranken: Landhotel Der Schafhof

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Am Abend geht der Weg in den Odenwald. Hinter der Barockstadt Amorbach mit ihrer Abteikirche führt eine verschlungene Straße in ein Talende zum Amorbacher Schafhof. Hier befand sich einstmals die Schäferei der Benediktiner. Heute ist das Klostergut Landhotel und Restaurant.

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Der Schafhof beherbergt heute ein stilvoll restauriertes Hotel der gehobenen  Kategorie. Serviert wird in der Abt- und Schäferstube mit ihren jahrhundertealten Eichendecken. Küchenchef Achim Krutsch  kreiert mit seiner Brigade täglich wechselnde Gourmetmenüs der traditionellen französischen Hochküche. Zu unserem Besuch war sein Restaurant noch mit einem Stern des Guide Michelin gekrönt. Im Jahr 2020 verlor das Restaurant allerdings seinen Stern.

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Terrine von Landser Gänseleber im Sauternes Gelee mit Aprikosenkompott und hausgebackener Brioche
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Medaillon vom Kabeljau auf Creme von geschmortem Fenchel, Safransauce und Chorizo-Öl
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Schaumsüppchen von heimischen Steinpilzen
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Lammrücken auf Couscous, Tomaten und Auberginenekompott, Just mit Raz el Hanout
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Rohmilchkäse-Auswahl
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Gâteau von der Valrhonaschokolade mit Dreierlei von Kirschen
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Im Nebenhaus, der ehemaligen Remise, werden  in der Benediktinerstube ländlich – mediterrane Gerichte angeboten.

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Das Privatmuseum: Hier stehen noch ein paar schöne, alte Kutschen.

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Die Streuobstwiesen vor der Tür laden dazu ein, die im Obst enthaltenen Vitamine dauerhaft einzufangen. Dazu verhilft eine hauseigene Destille.

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Wir verkosten die hauseigenen Brände, wie etwa Apfel- oder Williams-Birnen-Brand oder Kräuter von der Schafsweide. Das sind Vitamine pur. Exzellente Qualität.

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Der Kräutergarten könnte noch von den Mönchen stammen. Jedoch sind es die Küchenkräuter der Sterneküche des Küchenchefs. Direkter und frischer geht es nicht mehr.

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Die Gäste haben im Hotel die Möglichkeit im Souvenirshop ein paar Kleinigkeiten einzukaufen.

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Mehrere Gastro-Outlets geben den Gästen die Möglichkeit zwischen rustikal, mediterran und Gourmet-Tempel auszuwählen.

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In diesem Saal können beispielsweise Hochzeiten ausgerichtet werden.

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Der Weinkeller ist exzellent ausgestattet. Insgesamt ist der Abend sehr vinophil und köstlich.

Churfranken: Der Fränkische Rotweinwanderweg

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Bald hebt sich auch das Herbsten an, die Kelter harrt des Weines. Nach einer sehr kurzen Nacht wandern wir ein Stück auf dem längsten Wanderweg Deutschlands entlang: Der Fränkische Rotwein Wanderweg durchstreift auf einer Gesamtstrecke von 72 Kilometern Länge Churfranken durch das Terroir des churfränkischen Spätburgunders. Der Rebaustrieb im Mai hat seine Reize, ebenso der Juni, wenn die Rebblüten, auch Gescheine genannt, die Rebstöcke zieren. Das üppige Grün der Rebflächen prägt den Hochsommer der Monate Juli und August. Ab späterem August beginnen die „Roten“ in ihr Herbstlaub umzufärben, bis in den September, an dessen Ende die Lese beginnt. Dunkelrotes Herbstlaub prägt den Weinberg dann im Oktober. Das ganze Jahr über ist also perfekt, um durch Churfranken zu wandern.

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Der Winzerschutzherr Kilian beschert uns etwas Feines. Das Teilstück über der alten Fachwerk- und Rotweinstadt Klingenberg am Main zeichnet sich durch seine Steillagen aus, die nur von Hand bearbeitet werden können. Entsprechend ist die Lage in unterschiedliche Parzellen aufgeteilt, die leider nicht mehr alle bewirtschaftet werden. Wer sich also gerne etwas Weinlage kaufen möchte, hier gäbe es etwas Arbeit für engagierte Nebenerwerbswinzer. Anhand der Böden können wir leicht erkennen, welche Winzer konventionell arbeiten und welche Winzer bereits voll auf nachhaltigen Weinanbau umgestellt haben.

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Churfranken: Bio-Weinbau Anja Stritzinger in Klingenberg

Wir treffen die Winzerin Anja Stritzinger in ihrem Weinhang in der Lage Schlossberg. Für sie hat der nachhaltige Weinanbau und der liebevolle Ausbau ihrer Weine eine deutlich höhere Priorität als der Aufbau einer eigenen Webseite (zu diesem Zeitpunkt, an dem ich diesen Artikel schreibe, ist zwar eine Domain reserviert, aber keine Webseite vorhanden).

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Anja Stritzinger zeigt uns anhand der Spätburgundertrauben, die direkt am Wein hängen und fast auf den Buntsandsteinmauern aufliegen, im extrem heissen Sommer 2019 fast verbrennen. Sie erklärt uns, dass der Klimawandel für die Winzer auch bedeutet, dass sie von Winzern aus Südeuropa lernen muss. Im eigentlich eher kühlen Franken haben die Winzer bisher immer die Reben von Blättern befreit, die Trauben somit frei gelegt, damit sie genügend Sonne tanken. Mittlerweile werden die Sommer auch bei uns in Mitteleuropa so heiss, dass die Winzer umdenken müssen. Die Blätter sollten doch eher dran bleiben und die Trauben schützen. Sonst verbrennen die Beeren noch bevor sie wirklich reif sind.

Seit mehr als 40 Jahren bewirtschaftet die Familie Stritzinger bereits die Weinberge an den steilen Hängen des Maintals. Die besondere Atmosphäre in den denkmalgeschützten Terrassen und die alten, tief wurzelnden Rebstöcke beflügeln die Familie ihre Weine nach Bioland-Zertifikation auszubauen. Die Buntsandsteinmauern speichern am Tage die Wärme der Sonne und geben sie nachts wieder ab – perfekt für die Wärme liebenden Rotweintrauben. Doch manchmal kann es zuviel Wärme sein.

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Die Weinbaugermarkung Schloßberg gehört zum Ökosystem „Alter Weinberg„. Diese landschaftliche Nische, die durch die Flurbereinigung nicht betroffen war, beherbergt einige Reben, die noch älter sind als 50 Jahre. Also wirklich alte Reben, deren Wurzeln tief im Weinberg verankert sind und richtig gute Mineralik hervorbringen. Innerhalb des Klingenberger Museumsweinbergs gibt es sogar einen Wein, den sogar Weinkenner eher nur mit Wien verbinden: den „Gemischten Satz„. Das heisst, dass in dieser Lage nicht etwa ausschliesslich sortenreine Trauben wachsen. Sondern hier wurde über die Jahrzehnte, Jahrhunderte alles mögliche angepflanzt, ausprobiert, egal ob weiß oder rot. Der sortenreichsten „Rote Gemischte SatzDeutschlands im Klingenberger Museumsweinberg besteht aus 16 verschiedene Rebsorten – Achtung, tief einatmen: Portugieser, Spätburgunder, Roter Franke, Blauer Urban, Tauberschwarz, Cabernet Sauvignon, St. Laurent, Schwarzer Trollinger, Blauer Kölner, Roter Gutedel, Bouquetrebe, Ortlieber, Weißer Honigler, Alter Silvaner, Roter Elbling, Traminer, Muskateller. Kennst Du alle diese Reben? Ich nicht.

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Aber wir sind ja in Franken. Neben dem für den Rotweinwanderweg typischen Spätburgunder gedeihen hier natürlich auch noch Riesling und – wie könnte es ander sein? – Silvaner.

Der Riesling wurde bis nach dem Zweiten Weltkrieg ausschliesslich im Gemischten Satz angebaut. Erst in jüngerer Zeit auch wieder sortenrein. Auf dem Klingenberger Schloßberg ist er allerdings mit weniger als 1 Hektar Rebfläche vertreten. Der Grund: Er benötigt die gleichen exzellenten Bodenqualitäten wie der Spätburgunder. Der Riesling, der von hier kommt, ist meist rassig, säurebetont, mit feinem Muskatbukett. Der Silvaner hingegen hat in Klingenberg kaum Tradition, auch er nimmt nur weniger als 1 Hektar Rebfläche in Anspruch. Der Silvaner vom Buntsandstein ist leichter, dafür etwas rassiger als die bekannteren Tropfen aus den Lagen um Würzburg.

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Der Müller-Thurgau ist hingegen mit 6 Hektar Rebfläche die dominierende Weißwein-Sorte am Klingenberger Schloßberg. Fast verschwunden mit nur noch weniger als einem Hektar Rebfläche ist die Müllerrebe, auch Schwarzriesling genannt. Um 1830 war diese Traube rund um Klingenberg allerdings sehr stark vertreten und als Wein sehr beliebt.

Neben dem Spätburgunder dominiert der Blaue Portugieser mit einer Rebfläche von 9 Hektar neben dem Spätburgunder die Lagen von Klingenberg. Er ist die „Brot-und-Butter“-Sorte der Winzer und bringt auch in weniger guten Weinjahren zarte, milde, dunkelrubinfarbige Rotweine.

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Churfranken: Das Terroir f

Kraftorte. Orte, die wir im Gedächtnis behalten. Besondere Orte, die die Vielschichtigkeit der Region ausstrahlen. Orte, die uns den Atem rauben. Orte, die uns in der Landschaft lesen lassen wie in einem offenen Buch. Orte, an denen wir das Gefühl haben, mit der Landschaft befreundet zu sein. Orte, an denen wir am liebsten wohnen möchten: Diese Orte sind im Weinland Franken als Terroir f gekennzeichnet. Wer zu einem Terroir f hinaufsteigt, geniesst einen herrlichen Blick über die faszinierende Landschaft des Fränkischen Weinlandes. Doch ein Terroir f ist mehr als nur ein Aussichtspunkt. Hier verschmilzt die Natur mit Landschaftsarchitektur, Kunst und Weinkultur. Das Terroir f in Klingenberg am Main ist noch so neu, dass es immer noch nicht auf der Webseite vom Weinland Franken verzeichnet ist, wohl aber auf der Webseite der Stadt Klingenberg.

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Von hier oben geniessen wir wirklich einen sensationell schönen Ausblick auf die liebliche churfränkische Weinlandschaft.

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Bis vor kurzem stand hier noch ein in die Jahre gekommener Holzpavillon. Dieser wurde mittlerweile durch einen hochmodernen kubusförmigen Neubau ersetzt. Hier erfahren wir etwas über die Wein-Terrassen rund um Klingenberg am Main, über die Steillagen, den Buntsandstein und wie die Sonne auf die Reben wirkt. Steil- und Terrassenlagen zählen zu den faszinierendsten Kulturlandschaften, die der Mensch in der Geschichte der Landwirtschaft geschaffen hat. Die Erzeugung des Weines in diesen Flächen wird jedoch durch den nach wie vor hohen Anteil an Handarbeit immer kostenintensiver. So beträgt der Arbeitszeitbedarf für die Traubenerzeugung in einer voll mechanisierbaren Hanglage ca. 250 Stunden. Dagegen sind in Steillagen mit Mauern bis zu 800 Stunden in Terrassenlagen bis zu 1.600 Stunden erforderlich. 

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Weil alles nur graue Theorie wäre, wenn wir es nicht schmecken könnten, lässt uns Anja Stritzinger von ihren feinen Tropfen kosten. Wir probieren den 2016er Klingenberger Schlossberg Spätburgunder, ein herrlicher Wein, der in der Sonne am späten Vormittag einen perfekten Aperitif gibt.

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Da man möglichst nicht Alkohol trinken sollte ohne etwas zu essen, serviert uns die Bio-Winzerin noch köstlichen Bio-Käse aus der Region.

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Insbesondere, da wir anschliessend noch einen ganz besonders edlen Tropfen degustieren: den Alter Satz Vinum Franconium Purpureum 20 vom Weingut Stritzinger. Den Alten Satz prägen Spätburgunder- und Portugieserreben. Sie liefern Tiefe, Struktur, billigten Frucht und einen kräutrig-mineralischen Abgang. Ein extrem dichter, toller Tropfen, der uns begeistert. Ein sehr typischer Klingenberger im durchscheinenden Rubinrot, eher leichtgewichtig, aber keineswegs dünn, angenehme Dunkelfrucht mit einem Hauch kantigen Tannin, ein Wein, der Spaß macht.

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Wir werfen noch einen schnellen Blick in den Keller des Weingutes Stritzinger. Ein paar alte, grosse Tonneaus für die Rotweine finden wir hier ebenso,

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wie kleine Barrique-Fässer sowie Edelstahl für die Weißweine. Wirklich ein kleines, feines Weingut, das mit sehr viel Liebe edle Tropfen erzeugt.

Churfranken: Gasthaus Zum Riesen Miltenberg

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Nach dem Wein als Aperitif fahren wir ins Herz der mittelalterlichen Stadt Miltenberg. Wir kehren in das Gasthaus Zum Riesen ein, der ältesten Fürstenherberge Deutschlands. Das Haus war schon Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich bekannt. 1314, kurz nach seiner Königswahl, habe sich Ludwig der Bayer im „Riesen“ zu Miltenberg aufgehalten und Karl IV. habe im Februar 1368 acht Tage lang hier Quartier genommen. Das heutige imposante Renaissancegebäude allerdings stammt von 1590. Wer Rang und Namen hatte, kehrte hier ein, diverse Kaiser, etwa Kaiser Friedrich I., Kaiser Friedrich III., Kaiserin Maria Theresia, Kaiser Karl IV., Martin Luther, Albrecht Dürer, Elvis Presley  oder auch Königin Christine von Schweden. Sogar ein Bordell soll hier angeblich betrieben worden sein.

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Im 19. Jahrhundert hatte der „Riesen“ auch ein Braurecht. Davon zeugt heute noch der Braustern am Wirtshausschild.

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Im April 2001 fand nach einer grundlegenden zweijährigen Renovierung der Innenräume durch das Brauhaus Faust zu Miltenberg, die Neueröffnung des Gasthaus “Zum Riesen“ statt. Bei den Renovierungsarbeiten wurde der historischen Bedeutung dieses Hauses in besonderem Maße Rechnung getragen. Heute befindet sich hier wieder ein traditionelles Wirtshaus auf gutbürgerlichem Niveau.

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Ich gönne mir eine typische Spezialität: Original Miltenberger Rossäpfel, das sind Leberknödel mit einer Dunkelbiersauce, Speck, Sauerkraut und Bratkartoffeln.

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Dazu probiere ich das helle Hefe-Weißbier und ein Dunkles Bier von der Brauerei Faust. Sehr köstlich, exzellent, empfehlenswert. Die Brauerei Faust bietet immer eine Vielzahl an frischen und selbst gebrauten Bieren an. Ein absoluter Geheimtipp!

Churfranken: Miltenberg

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Die Zwillingstürme der Stadtpfarrkirche St. Jakobus weisen den Weg in Miltenbergs „gute Stube“, den Marktplatz am Schnatterloch

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Der Marktbrunnen von 1583 wird von hübschen Fachwerkbauten umrahmt, wie die gesamte Altstadt zwischen dem Mainzer und dem Würzburger Tor aus alten Fachwerkgassen besteht. Das romantische Ensemble von Marktbrunnen und Fachwerkhäusern wird auch Schnatterloch genannt und ging mit Lilo Pulver und dem „Wirtshaus im Spessart“ in die Filmgeschichte ein.

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Miltenberg, 1237 erstmals urkundlich erwähnt, dürfte der bekannteste Ort in Churfranken sein, zumal er 2012 775-jähriges Jubiläum feierte. Die Altstadt, die sich zwischen Würzburger und Mainzer Tor auf weniger als zwei Kilometern erstreckt, zeigt sich in schönstem Fachwerk, gekrönt von der Mildenburg.

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Warum gab es überhaupt so viel Fachwerk? Weil es das billigste Material für den Hausbau war. Den Stein, den besonders harten Miltenberger Buntsandstein, den man hier abbaute, exportierte man lieber, etwa zur Errichtung der Frankfurter Paulskirche, ebenso wie Holz und Wein. Lediglich die Stadtmauer entstand aus Buntsandstein.

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Am Schnatterloch durchschreiten wir den Durchschlupf in der Stadtmauer. dahinter befindet sich ein weiteres Loch, das eigentliche Schnatterloch. Hier fließt bei starkem Regen das Wasser durch die Stadtmauer und über eine Entwässerungsrinne bis zum Marktplatz. Der Name Schnatter leitet sich aus dem alten Begriff „Snade“ ab, mit dem eine Grenze bezeichnet wurde, denn der Regenwassergraben war ursprünglich einmal die Stadtgrenze. Der Name hat also nichts mit frieren oder viel reden zu tun.

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Vom Marktplatz und dem Schnatterloch erreicht man auch die Mildenburg hoch über der Stadt. Doch für diese haben wir heute keine Zeit. Schliesslich muss es ja immer noch ein paar Gründe geben, wiederzukommen.

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Viele Städte und Gemeinden haben Spott- und Spitznamen, die heutzutage vor allem im Karneval verwendet werden. Die Miltenberger sind die „Staffelbrunser“ und diesem Spottnamen wird mit dem „Staffelbrunserbrunnen“ gedacht. Auch wenn sich um die Herkunft dieses Spitznamens verschiedene Legenden ranken, ist die plausibelste Erklärung, dass diejenigen, die in früherer Zeit ihr Wasser am Staffelbrunnen holten, als „Staffelbrünnler“ bezeichnet wurden. Irgendwann wurde diese Bezeichnung auf alle Miltenberger ausgeweitet und zum „Staffelbrunser“ verballhornt. – „Brunsen“ ist das hiesige Wort für „urinieren“. Die Figuren stellen unterschiedliche Charaktere dar: der „Glee“ („Kleine“), der „Gross“ (Große) und der „Angeber“. 

Churfranken: Die Brauerei Faust

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Stattdessen treffen wir uns mit Cornelius Faust, Inhaber der Brauerei Faust. Die einstige Miltenberger Löwenbrauerei stammt von 1654. Heute ist das Brauhaus Faust die älteste Brauerei im Rhein-Main-Gebiet. Im Schatzkeller der Brauerei Faust in Miltenberg lernen wir alles Wissenswerte über den Gerstensaft. Auch der prämierte Eisbock aus dem Holzfass lagert hier unten.

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Churfranken: Mayer’s Bäck Miltenberg

Im Stammhaus der Miltenberger Traditionsbäckerei Mayer’s Bäck unterhalten wir uns mit Brotsommelier Volker Mayer. Er ist der Bäckermeister und Inhaber von Mayer’s Bäck. Seine Herzensangelegenheit ist es, besonders schmackhaftes, traditionelles Brot herzustellen. Erst seit 2015 gibt es Brotsommeliers. Volker Mayer ist einer der ersten Brotsommeliers weltweit. Er lässt uns verschiedene Brotsorten probieren, wir diskutieren nicht nur über die verschiedenen Arten von Korn, sondern auch über die Art der Mahlgrades, über die Kruste, die verschiedene Beschaffenheit der Brote und vieles mehr.

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Die Backstube, die sich im hinteren Teil des Stammhauses befand, ist seit Juni 2012 eine kleine gemütliche „Kaffeeschenke“. Hier haben die Eltern von Volker Mayer vor über 50 Jahren die Bäckerei gegründet. Nachdem der Junior 1993 den elterlichen Betrieb übernommen hatte, fing er an, das Unternehmen zu einer modernen Bäckerei mit mehreren Filialen umzubauen. Denn mittlerweile kommen die Kunden nicht mehr zu den guten Bäckereien. Doch er will nicht den Platz den Billig-Aufbackläden überlassen. Daher hat er moderne Filialen in Gewerbegebieten aufgemacht. Die neugebaute Backstube mit großem Laden und einem „Bäck Drive“ Schalter befindet sich jetzt in Großheubach. Wer das Brot probieren möchte, kann es sich über den Onlineshop bestellen.

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Churfranken: St. Kilian Distillers

Nach so viel festem Getreide widmen wir uns wieder der flüssigen Verarbeitung von Körnern zu. Den gebrannten, destillierten Körnern. Deutschlands größte Whisky-Destillerie liegt nur einen Autostunde von Frankfurt am Main entfernt am Rande von Rüdenau in Unterfranken. Wenn man das Ende der Welt sucht, dann hat man es hier zwar noch nicht erreicht. Man ist ihm aber schon sehr nah. Rüdenau ist ein sehr kleines Kaff am Ende eines Tales. Wunderschön gelegen, doch ausser den Einheimischen verirrt sich sonst kein Normalsterblicher hierher. Hier steht die Industrieruine eines Pleite gegangen Unternehmens. 20010 lernte der Investmentbanker Andreas Thümmler den irischen Master Distiller David F. Hynes in Irland kennen. Sie legten beide den Grundstein für eine Zukunft als Gründer der St. Kilian Destillerie.

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Im Heimatort von Andreas Thümmler fanden sie das leerstehende Fabrikgebäude am Ortseingang des Dorfes. Die echt schottischen Brennblasen aus Kupfer liessen die beiden in Handarbeit bei Forsythe Pot Stills fertigen. Zwei Jahre später kamen die 6.000 Liter-Kessel in der Destillerie an. Die beiden Tüftler einigten sich schliesslich auf zwei verschiedene Whisky-Stile: einen eher weichen und einen rauchig-torfigen Whisky, der sehr an Ardbeg erinnert.

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Für die Lagerung der Whiskys haben die zwei bereits reichlich Holzfässer eingekauft. Auch hier spielen sie mit verschiedenen Charakteristika: Fässer aus Eiche oder Kastanie, neue und alte Fässer, die bereits für bspw. Portweine gebraucht wurden.

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In den bereits gut gefüllten Sudkesseln köchelt der Whisky vor sich hin.

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Den ersten Whisky präsentierte St. Kilian Distillers kurz vor unserem Besuch im Mai 2019. Die limierten, bereits vor dem Start ausverkauften Erstabfüllungen „First Kilian“ und „One“ bilden die Signatur Edition.

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Jetzt lagern die Whiskys in den Fässern der Lagerhallen der ehemaligen Fabrik. Wer jetzt schon sich etwas ganz besonderes leisten möchte, kann hier auch ein ganzes Faß kaufen. Einige Fässer sind bereits reserviert.

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Churfranken: Gasthof Metzgerei Zum Stern Rüdenau

Zu guter Letzt fahren wir noch weiter in Richtung Ende der Welt, bis in den Dorfkern von Rüdenau hinein. Hier betreten wir den Gasthof Metzgerei Zum Stern Rüdenau. Der Gasthof ist seit etwa mehreren Jahrzehnten nicht mehr renoviert worden. Uns empfängt eine Einrichtung, wie man sie wirklich nur noch in urigen, alten Dorfkneipen findet. Doch dann begrüßt uns Dieter Baumann, ein junger, engagierter Koch und Gastwirt. Ein Blick auf die Speisekarte beweist, dass man sich vom ersten Eindruck nicht täuschen lassen sollte. Die Holzbanktäfelung aus den 40er Jahren kombiniert mit aktueller Tischkultur bietet ein unverwechselbares Ambiente. Die Einrichtung ist total unwichtig, wenn die Küche frisch, köstlich, regional und innovativ ist. Ein Gasthof kann nicht schlecht sein, wenn er seine eigene Metzgerei dabei hat.

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Als Vorspeise gönne ich mir ein richtig frisches Tatar, das eben erst gewolft wurde. Richtig schön klassisch angerichtet, zum selbst anrichten.

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Zum gebackenen Schnitzel wird Wirsingrahmgemüse serviert.

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Der große Salatteller mit Lachsstreifen sieht auch großartig aus.

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Die Metzgerei nebenan bietet laute frische, köstliche Spezialitäten an. Der Gasthof hat außerdem noch mehrere Räume für Feierlichkeiten.

Fazit: Churfranken ist eine wunderschöne Region. Etwas abseits vom Schuss, nicht direkt an der Autobahn, nicht direkt an einer ICE-Strecke gelegen, aber dennoch nicht weit von Frankfurt und Würzburg entfernt, bietet sich diese Destination optimal an für Wochenendausflüge oder Urlaube für gestresste Frankfurter – aber auch aus anderen Ecken des Landes. Insbesondere Genussmenschen, Wein- und Bierliebhaber, wie auch Wanderer und Radfahrer kommen hier voll auf ihre Kosten.

Service:

Das schreiben die Anderen:

Literatur:


Disclosure: Herzlichen Dank an Churfranken Tourismus für die Einladung zu dieser Pressereise. Dennoch bleibt meine Meinung unabhängig.

Guide Michelin Deutschland: Vom kulinarischen Aussenseiter zum Gourmet-Ziel von Rang

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Heute präsentiert der Guide Michelin Deutschland seine aktuellen Ergebnisse. In der Handelskammer der Hansestadt Hamburg treffen sich ausgewählte Köche, einige Gastronomen sowie die deutsche Medienwelt, um von diesem Ereignis zu berichten. Doch wer sich alles vor Ort – in Zeiten des um sich greifenden Corona-Virus – blicken lässt, werden wir erst vor Ort sehen. Der Guide Michelin Deutschland erscheint nun schon seit 54 Jahren und ist nach wie vor der führende Restaurant- und Hotelführer. Köche, Kellner, Gastronomen, Unternehmer, Genussmenschen, Gourmets und Gourmands sind gespannt, wer Sterne gewinnt, wer seine Sterne behält und wer sie schlimmstenfalls verliert. Um auch dem Laien und gastronomisch nicht so versierten Leser zu erklären, warum der Guide Michelin Deutschland nach wie vor der wichtigste Restaurantführer in Deutschland, in Frankreich und weltweit ist, versuchen wir eine Einordnung.

Guide Michelin Deutschland: Was bedeuten die Sterne eigentlich?

Von traditionell bis innovativ, von schlicht bis aufwendig – ganz unabhängig vom Stil erwarten die Michelin Inspektoren als Bedingung für einen Stern stets das Gleiche: beste Produktqualität, Know-how des Küchenchefs, Originalität der Gerichte sowie Beständigkeit auf Dauer und über die gesamte Speisekarte hinweg. Vor vier Jahren, pünktlich zum 50. Geburtstag, hat der Guide Michelin die Definitionen für die berühmten Sterne sprachlich aktualisiert. Diese lauten jetzt:

1 Stern: Eine Küche voller Finesse – einen Stopp wert!

  • Produkte von ausgesuchter Qualität, unverkennbare Finesse auf dem Teller, auf den Punkt gebrachter Geschmack, ein konstant hohes Niveau bei der Zubereitung – einen Stopp wert!

2 Sterne: Eine Spitzenküche – einen Umweg wert!

  • Hervorragende Produkte, von einem talentierten Küchenchef und seinem Team mit viel Know-how und Inspiration in subtilen, außergewöhnlichen und mitunter originellen Kreationen trefflich in Szene gesetzt – einen Umweg wert!

3 Sterne: Eine einzigartige Küche – eine Reise wert!

  • Die Handschrift eines großen Küchenchefs! Erstklassige Spitzenprodukte, pure und intensive Aromen, harmonische Kompositionen: Hier wird das Kochen zur Kunst. Perfekt zubereitete Gerichte, die nicht selten zu Klassikern werden – eine Reise wert!

Guide Michelin Deutschland: So fing alles an

1964 erschien der erste Guide Michelin Deutschland nach dem Krieg mit 5.500 Adressen – jedoch noch ohne Sterne. Aber die Geschichte des Guide Michelin beginnt weit früher. Bereits im Jahr 1900 pünktlich zur Pariser Weltausstellung kommt der allererste Guide Michelin mit einer Auflage von 35.000 Exemplaren auf den Markt. Dieses Buch enthielt die Adressen von Werkstätten und Reifenhändlern der damals ersten Automobilisten und war als kostenloses Reisehandbuch konzipiert. In Frankreich rollten im Jahr 1900 gerade einmal 3.000 Automobile.

Das Buch mit dem typischen roten Einband enthält unter anderem Ratschläge zum Umgang mit dem Fahrzeug und den Reifen sowie die Namen von Werkstätten, Batterieladestationen und Benzindepots. Dazu gibt es Hoteladressen, Karten und Stadtpläne. Bereits damals gab es Piktogramme, die seitdem ein Kennzeichen des Guides geworden sind. 1904 erschien die erste Auslandsausgabe des Guide Michelin mit dem Band Belgien. 1910 folgte dann bereits der erste deutschsprachige Guide Michelin Deutschland und Schweiz für die „Herren Automobilisten“. Diese deutsche Ausgabe hatte einen blauen Einband. Nur der französische „Guide Rouge“ war auch rot eingefasst. 1913 umfasste der rote Führer bereits acht Titel.

Nach dem Aus zum Ersten Weltkrieg kam die Neuauflage für Frankreich bereits 1919 heraus. Seit 1920 wurde der Guide Michelin kostenpflichtig. Und mit dem Jahr 1923 erscheint der Guide Michelin erstmals mit detaillierten Hotel- und Restaurant-Empfehlungen für die Autofahrer. Und 1926 folgte der erste Stern für eine gute Küche. 1931 folgten der zweite und dritte Stern für eine herausragende Küchenleistung. Mit dem zweiten Weltkrieg ist der Guide Michelin eingestellt.

Guide Michelin Deutschland: Wiederbelebung nach 51 Jahren Pause

Doch schon 1946 vergibt der Michelin erneut die ersten Sterne. 1956 folgt der Guide Michelin Norditalien, 1964 folgt der Guide Michelin Deutschland nach 51 Jahren Pause mit 5.500 Adressen. 1966 zeichnet der Guide Michelin die ersten 66 deutschen Restaurants mit Sternen aus. 1972 feierte der Guide Michelin Benelux Premiere, 1973 kamen die Ausgaben Spanien und Portugal auf den Markt, 1974 dann der Band Großbritannien und Irland.

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Seit 1982 erscheint der Guide Michelin „Main Cities of Europe“, in dem der Verlag alle die großen Städte zusammenfasst, deren jeweiligen Länder für einen eigenen Guide viel zu klein wären. Seit 1994 gibt es den Guide Michelin Schweiz. Und seit 1997 werden Restaurants mit dem „Bib Gourmand“ ausgezeichnet als eine zusätzliche Empfehlung für eine regionale Küche mit einem besonders günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Guide Michelin: Weltweite Expansion

2005 folgte die Expansion des Guide Michelin in die USA: Zuerst folgte der Guide Michelin New York City, 2006 der Band für San Francisco, Bay Area & Wine Country und 2007 dann der Guide Michelin Tokyo. 2008 der Guide Michelin Hong Kong & Macao, 2010 der Guide Michelin Chicago.

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Allerdings gingen dann im Jahr 2010 über Österreich die Sterne aus. Seitdem findet sich nur noch das beschauliche Vorarlberg im deutschen Guide wieder, die Städte Wien und Salzburg sind im Guide Michelin „Main Cities of Europe“ zusammengefasst. Restaurants, die auch nur einen Meter ausserhalb dieser Stadtgrenzen sind, können noch so gut sein, sie erhalten keinen Stern. Hier hält der Wettbewerber Gault-Millau die Stellung und vergibt seine Punkte und Kochmützen, die da Kochhauben heissen. Kein Wunder, dass in Österreich von Haubenköchen gesprochen wird.

Seit 2015 gibt es den Guide Michelin Rio de Janeiro & Sao Paulo sowie den Guide Michelin Nordic Cities und neuerdings auch den Guide Michelin Bangkok, in dem die Berliner Zwillinge Sühring mit ihrem gleichnamigen Restaurant mit zwei Sternen gekrönt sind.

Guide Michelin Deutschland: Der Sternenhimmel wächst

Aktuell gibt es 309 Sterne-Restaurants in Deutschland, davon 10 Restaurants mit 3 Sternen, 38 Restaurants mit 2 Sternen und 261 Restaurants mit 1 Stern: Das ist eine grandiose Leistung für die deutsche Spitzengastronomie. Deutschland hat damit gleich nach Frankreich die meisten Sterne in Europa.

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Viel Bewegung ist in der Berliner Spitzengastronomie, die seit Jahren für ihre innovative Küche bekannt ist. In der Bundeshauptstadt gibt es seit letztem Jahr vier neue Sternerestaurants mit ungewöhnlichem Konzept, wie beispielsweise das CODA Dessert Dining. Weitere Newcomer sind das Ernst, das auf maximal frische Produkte aus der Region setzt, das SAVU, das nordische, spanische und italienische Küche kombiniert und das Kin Dee, das für seine thailändischen Gerichte auch Zutaten aus dem Umland verwendet.

Auch Hamburg baut seinen Ruf als Destination für Liebhaber guten Essens aus. In der Hansestadt sind gleich drei Restaurants ansässig, die auf Anhieb mit einem Stern ausgezeichnet wurden. neben dem Lakeside im Hotel The Fontenay (bei dem wegen des Konzeptwechsels fraglich ist, ob es seinen Stern behält) und dem bianc in der HafenCity ist dies das 100/200 von Thomas Imbusch.

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Neues auch aus dem Süden Deutschlands. Nach Frankfurt und Berlin hat nun auch München als weitere deutsche Großstadt mit dem Tian ein vegetarisches Restaurant mit einem Stern. Das gleichnamige Restaurant in Wien hatte sich bereits 2014 mit seinem vegetarischen Konzept einen Michelin Stern erkocht. Und das supersympathische Paar Sabrina und Florian Berger lernte sich bei der Arbeit im Tantris kennen, verwirklichte den Traum vom eigenen Restaurant in Giesing und krönte die Leistung mit einem Stern für ihr Restaurant Gabelspiel.

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Guide Michelin Deutschland: Neue Gourmet-Hotspots Nürnberg und Andernach

Zusehends zum kulinarischen Hotspot entwickelt sich Nürnberg. Der Guide Michelin Deutschland krönte 2019 die Leistung der Restaurants Koch und Kellner, Der Schwarze Adler und Waidwerk gleich drei Häuser in der Frnakenmetropole neu mit einem Stern. Hinzu kommt mit dem Essigbrätlein eine bereits etablierte 2-Sterne-Adresse. Nicht weit von Nürnberg entfernt ist das Restaurant „Alexander Herrmann by Tobias Bätz“ mit zwei Sternen gekrönt.

Zum echten Gourmet-Ziel avanciert schließlich der kleine Ort Andernach am Mittelrhein. Auf Anhieberkochte sich Küchenchef Christian Eckhardt in seinem erst im Februar 2018 eröffneten Restaurant Purs zwei Michelin-Sterne. Zusammen mit dem neuen 2-Sterne-Haus weist die rheinland-pfälzische Gemeinde jetzt drei Sterne-Adressen auf.

Guide Michelin Deutschland: Die Jünger von Witzigmann und Wohlfahrt

Die Großmeister der Küche und ein großer Fan der beiden. #ikarus #hangar7 #redbull #salzburg #salzburgerland #culinaryarts #culinarytravel #geniesserreisen #genussreisen #instatravel #instafood #instager #witzigmann #wohlfahrt #grandchefs #lifeisbeautiful

Auch wenn es immer wieder Restaurants gibt, die aus wirtschaftlichen, gesundheitlichen oder konzeptionellen Gründen geschlossen werden, so wächst die Qualität und die Quantität der deutschen Gourmet-Restaurants stetig an.

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Den Grundstein dazu legte Eckart Witzigmann 1971 im Tantris. Der gebürtige Österreicher und Schüler der 3-Sterne-Köche Paul Bocuse und Paul Haeberlin zerkochte sich sofort einen Stern und stieg 1974 in die 2-Sterne-Kategorie auf. 1978 machte er sich mit der Aubergine in München selbstständig und war 1980 der erste Küchenchef Deutschlands und der dritte Koch außerhalb Frankreichs, der die Spitzenwertung von drei Michelin Sternen erkochte.

Wenn @eckart.witzigmann , @hanspeterwodarz und @paulaboschpb sich mit Axel Bach im @blauerbockmuenchen treffen, dann liegt etwas Besonderes in der Luft. Das @kulinarikkunst Festival findet vom 17.08. - 09.09.2018 in @stantonamarlberg statt. http://bit.ly/

Die Witzigmann-Schüler Harald Wohlfahrt, Hans-Peter Wodarz, Hans Haas, Alfons Schuhbeck, Johann Lafer und Claus-Peter Lumpp bildeten ihrerseits die nächste Garde exzellenter Küchenkünstler aus.

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Neben Eckart Witzigmann, der unbestritten der Papst der deutschen Gastro-Szene und Kulinarik ist, kann die Leistung von Harald Wohlfahrt nicht hoch genug gewürdigt werden.

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Er ist der Lehrer von nicht weniger als jeweils fünf späteren 3-Sterne und 2-Sterne-Köchen. Restaurants von Wohlfahrt-Schülern halten derzeit in Deutschland insgesamt über 70 Sterne. Wohlfahrt selbst, der 35 Jahre Küchenchef der Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach war, wurde öfter als jeder andere deutsche Spitzenkoch mit der Höchstwertung von drei Michelin Sternen ausgezeichnet: insgesamt 24-mal.

Fazit: Der Trend zum Casual Fine Dining zeigt deutlich, dass sich lockere Atmosphäre und niveauvolle Küche keineswegs ausschließen. Der Guide Michelin klebt schon lange nicht mehr an alten Prämissen, präferiert schon lange nicht mehr ausschliesslich die französische Hochküche. Der rote Führer hat sich selbst modernisiert, hat die Trends erkannt und stellt die Qualität und Frische der Produkte in den Vordergrund. Nur dadurch können immer wieder neue Stilrichtungen weltweit hervorgebracht werden – wie etwa die Experimentalküche von Ferran Adrià oder die nordische Küche von René Redzepi.

Wir sind gespannt, wie sich die Spitzengastronomie in Deutschland weiter entwickelt und drücken allen Köchen die Daumen für die Gunst der Sterne.

Service:


Verfasst mit Unterlagen des Guide Michelin.

Guide Michelin 2020: Sterne-Präsentation live auf Facebook

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Der Guide Michelin wird die neuen Sterne-Restaurants am Dienstag, 3. März 202, ab 11 Uhr im Livestream bekannt geben. Die Übertragung findet auf dem Facebook Kanal des Guide Michelin statt.  

„Die Wertschätzung der Küchenchefs ist für uns ein wichtiger Bestandteil der Sterneverleihung. Daher werden wir auch unter den Rahmenbedingungen der Absage der Veranstaltung in Hamburg die Küchenchefs über den Erhalt einer oder neuer Sterne informieren und ihre Leistung in besonderer Weise würdigen“, so informiert Gwendal Poullennec, Internationaler Direktor Guide Michelin, heute im Vorfeld der Präsentation. Er wird im Laufe des morgigen Vormittags, einige Küchenchefs per Videocall kontaktieren. 

Über die Benotung und die Auswahl der Sternerestaurants gibt es viele Mythen und Gerüchte. Wir haben für Euch 11 Mythen, Gerüchte und Irrtümer zusammengetragen, die über die Verleihung der Guide Michelin Sterne existieren.

Guide Michelin: Grosse Gala entfällt wegen Corona-Virus

Die grosse Pressekonferenz und Gala zur Präsentation des Guide Michelin, die in den letzten Jahren immer stattfand, entfällt im Jahr 2020 aufgrund der weltweiten Corona-Virus Gefahr. Oder wegen der Panik, des Hypes, der Ansteckungsgefahr.

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Das sind die 11 größten Irrtümer über die Guide Michelin Sterne

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309 Sterne-Restaurants in Deutschland, davon 10 Restaurants mit 3 Sternen, 38 Restaurants mit 2 Sternen und 261 Restaurants mit 1 Stern: Das ist eine grandiose Leistung für die deutsche Spitzengastronomie. Deutschland hat damit gleich nach Frankreich die meisten Sterne in Europa. Die Guide Michelin Sterne sind die größtmögliche Auszeichnung für die Köchinnen und Köche, die täglich hinter dem Paß stehen und ihre beste Leistung geben. Doch nach wie vor ranken sich zahlreiche Gerüchte, Irrtümer und Halbwahrheiten um den roten Führer. Kann ein Koch seine Sterne zurückgeben? Wir haben für Euch die größten „urban legends“ und fehlerhaften Mythen, die auch immer wieder in anderen Medien zu lesen sind, zusammengefasst.

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Guide Michelin Sterne Mythos 1: Nur Luxus-Restaurants erhalten einen Stern

Falsch. Formvollendete Oberkellner, gestärkte Tischdecken oder poliertes Silberbesteck fließen – leider – nicht in die Sterne-Vergabe ein. Auch wenn ich persönlich, als Absolvent der Steigenberger Akademie und gelernter Restaurantfachmann, das viel besser fände, wenn der Service am Tisch des Gastes besser gewürdigt werden würde: Nein, die Kellner werden vom Guide Michelin fast vollständig ignoriert. Nur der Sommelier, der Weinkellner, ist etwas wert. Doch die „schwarze Garde“, der Service wird zum Tellertaxi degradiert. Die alte „hohe Schule“ der Kellner, wie etwa das Kochen am Tisch des Gastes, sind nicht mehr gefragt.

Auch Hummer, Kaviar oder japanisches Kobe-Rind sind keine Voraussetzung und die Weinkarte brauch kein enzyklopädisches Format. Was zählt, ist ausschließlich eine überdurchschnittlich gute Küchenleistung, egal ob mit regionalen Produkten oder den genannten Luxusprodukten gearbeitet wird. So kocht Hans Haas im 2-Sterne-Restaurant Tantris in München auf der Basis der französischen Hochküche mit vielen Produkten aus dem bayerischen und Tiroler Umland.

Die Kriterien, nach denen die Michelin Tester urteilen, ob und wie viele Sterne ein Restaurant erhält, sind die hohe Qualität und Frische der Zutaten, die persönliche Note und die Kreativität der Küche sowie die fachgerechte Zubereitung. Auch die Beständigkeit der Küchenleistung über die Dauer und die gesamte Karte hinweg sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis müssen stimmen.

Demzufolge finden sich auf der Liste der Sterne-Adressen Bistros, Landgasthäuser und trendige Gastrokonzepte ebenso wie Gourmet-Restaurants klassischen Zuschnitts. In Großbritannien hat der Guide Michelin schon wiederholt Pubs mit Sternen ausgezeichnet und in Hongkong gibt es ein Dim-Sum-Restaurant, das trotz Michelin Stern nur Preise wie ein Straßenimbiss nimmt und ganz einfachen Komfort bietet.

Für Ambiente, Servicequalität und Komfort gibt es im Guide Michelin eine eigene Kategorie, dargestellt durch das Symbol gekreuzter Bestecke. Die Wertung reicht von „Standard-Komfort“ (ein Besteck) bis hin zu „Großer Luxus und Komfort“ (fünf Bestecke). Sternen und Bestecken liegen völlig unabhängige Bewertungskriterien zugrunde. So kann ein Restaurant durchaus mit drei Sternen für seine herausragende Küche ausgezeichnet sein, aber lediglich ein Bestecksymbol für Ausstattung und Service haben.

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Le Gourmand | Hans Haas

Guide Michelin Sterne Mythos 2: Der Sternekoch

Mit den Kochshows hat sich der Begriff des „Sterne-Kochs“ in der Umgangssprache stark verbreitet, doch gibt es überhaupt so etwas wie „Sterne-Köche“? Klares Nein! Michelin zeichnet nicht einzelne Köche aus, sondern Restaurants, denn Kochen auf Sterne-Niveau ist ein Mannschaftssport. Dennoch spielt der Küchenchef als Kapitän der Mannschaft eine besondere Rolle. Wenn ein Küchenchef also von einer Sterne-Adresse in ein anderes Haus wechselt, kann er die Auszeichnung nicht mitnehmen. Ein Küchenchef ist also nur ein Sternekoch, solange er in einem Restaurant mit einem, zwei oder drei Michelin Sternen tätig ist.

Manche TV-Köche, die in den Medien als Star- oder Sterne-Köche bezeichnet werden, haben bisher keinen Michelin-Stern gehabt, wie etwa Tim Mälzer. Aber der hätte auf jeden Fall das Zeug auf dieser Qualitätsstufe zu kochen.

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Bobby Brauerei | Le Gourmand | Dirk Luther

Und manche Restaurants großartiger Küchenchefs sind mit 2 Michelin-Sternen gekrönt, wie etwa das Esszimmer von Bobby Bräuer in der BMW Welt in München und die „Meierei“ im Vitalhotel Alter Meierhof, Glücksburg, von Dirk Luther. Und beide Sterneköche stehen lieber selbst täglicham Herd und zaubern ihre kunstvollen Menüs. Allerdings sind die beiden außerhalb der deutschen Gourmet- und Gastro-Szene ziemlich unbekannt. Zu Unrecht.

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Alexander Herrmann

Andere wiederum geben nur noch die große Richtung vor und kochen kaum noch selbst, wie etwa Alexander Herrmann, der seinen Küchenchef Tobias Bätz sogar in den Namen des mit 2 Michelin-Sternen gekrönten Restaurants mit aufgenommen hat:  „Restaurant Alexander Herrmann by Tobias Bätz“. Dafür ist Alexander Herrmann mittlerweile in ganz Deutschland sehr bekannt dank diverser Kochsendungen im Fernsehen.

Guide Michelin Sterne Mythos 3: Sterne werden verliehen

Nein, die Vergabe der Sterne erfolgt nicht im Rahmen einer feierlichen Zeremonie, sondern in der Regel ganz formlos und unspektakulär mit der Veröffentlichung der jeweils neuesten Guide Michelin Ausgabe. Allenfalls erhalten neu ausgezeichnete oder in eine höhere Sterne-Kategorie hochgestufte Restaurants einen Anruf vom Chefredakteur des Guide Michelin. Eine Urkunde, Plakette oder ein sonstiges Dokument gibt es aber nicht. Dies hängt auch damit zusammen, dass hinter den Sternen kein Branchenverband und keine Behörde stehen, sondern die Auszeichnung lediglich die Bewertung der anonym arbeitenden Michelin Tester wiedergibt.

Keine Regel ohne Ausnahme: In den letzten Jahren hat der Guide Michelin die neuen Sternerestaurants gerne im Rahmen einer mehr oder weniger grossen Gala bekannt gegeben.

So erfolgte die Präsentation des Guide Michelin Main Cities of Europe 2018 im Rahmen einer großartigen Gala in Budapest. Ein paar Eindrücke davon erhaltet ihr hier in meinem Video:

Im vergangenen Jahr allerdings erfolgte die Präsentation des Guide Michelin Main Cities of Europe 2019 in Wien angeblich nur in einer kurzen Veranstaltung, zu der nicht viele Journalisten eingeladen waren.

Die Präsentation des Guide Michelin Deutschland 2019 wiederum fand erst in Form einer Pressekonferenz statt mit anschliessender grosser Gala:

Der #Michelin verteilt heute die Sterne - und Le Gourmand ist mit dabei. Tim Raue 3 Sterne? Bobby Bräuer 2 Sterne?
Le Gourmand | Bibendum

2016 hingegen gab es nur eine kleine Pressekonferenz in der Ruine einer alten Teppichfabrik in Berlin-Alt-Stralau:

Für 2020 ist eine Pressekonferenz mit anschliessender Gala in Hamburg geplant – einen Tag vor der ITB Berlin. Blöder könnte diese Planung für Gastro-, Hotel- und Reisejournalisten nicht sein. Und angesichts der immer akuteren Bedrohung durch den Coronavirus stehen diese Großveranstaltungen eh gerade auf dem Spiel.

Edit: Wegen des Corona-Virus ist sowohl die ITB Berlin als auch die Pressekonferenz und Gala des Guide Michelin in Hamburg abgesagt. Die Sterne werden für das Jahr 2020 digital „verliehen“.

Guide Michelin Sterne Mythos 4: Die „Rückgabe von Sternen“

Immer wieder kolportiert und immer wieder falsch: Ein Restaurant kann seine Sterne nicht zurückgeben. Da die Sterne ausschließlich als Empfehlung im Guide Michelin abgedruckt sind und nicht als offizielles Zertifikat oder Urkunde vorliegen, gibt es auch keine Rückgabemöglichkeit. Veröffentlicht ist veröffentlicht – und zwar so lange, bis eine neue Ausgabe auf den Markt kommt.

Wenn ein Restaurant schließt, erlischt der Stern, und sollte ein Restaurant sein Konzept verändern, wird es für die nächste Ausgabe erneut überprüft und neu bewertet. So hat etwa das Kempinski Hotel Berchtesgaden das bisherige Gourmetrestaurant Le Ciel, das mit einem Stern gekrönt war, komplett umgebaut und mit einem komplett neuen Konzept unter dem Namen PUR neu eröffnet. Der Stern für das alte Restaurant dürfte jetzt wohl futsch

sein, das neue Restaurant bekommt aber mit größter Sicherheit einen Stern neu verliehen. Und das bei komplett gleichgebliebener Küchenmannschaft.

Guide Michelin Sterne Mythos 5: Sterne-Restaurants sind teuer

Keine Frage, Essen im Sterne-Restaurant kostet mehr als ein Besuch in der Pizzeria an der Ecke, in der Schnitzelschmiede oder beim Asia-Imbiss. Dafür bietet es ein einmaliges Genusserlebnis, ganz abgesehen von der Qualität der Speisen. Zum Preis von einmal Volltanken können sich die Gäste in der Sterne-Gastronomie ein Bild davon machen, wie sich Essen im Idealfall zubereiten lässt. Jeder, der Freude an gutem Essen hat, sollte sich diese Investition von Zeit zu Zeit gönnen. Mit Verschwendung hat dies nichts zu tun, denn die großartigen Momente, die sich beim Genuss einstellen, sind oft unvergesslich.

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Onyx **, Budapest

Zudem haben die Michelin Inspektoren in den letzten Jahren immer mehr Restaurants entdeckt, die auf Sterne-Niveau kochen und dabei alles andere als teuer sind.

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Adam Mészáros | Michael Ellis

Wer beispielsweise für unsere deutschen respektive westeuropäischen Verhältnisse verhältnismässig günstig auf Zwei-Sterne-Niveau essen gehen möchte, dem sei das Restaurant „Onyx“ von Adam Mészáros in Budapest empfohlen.

Guide Michelin Sterne Mythos 6: In Sterne-Restaurants geht es steif und formell zu

Über die Sterne-Gastronomie geistern die seltsamsten Gerüchte durch die Medien. Die schlimmsten „urban legends“ handeln von Oberkellnern, die den korrekten Umgang mit Messer und Gabel überwachen, von Chefs, die fürs Probieren vom Teller des Tischnachbarn blaue Briefe verteilen und, und und. Davon kann keine Rede sein. Spitzengastronomie hat mit Genuss zu tun und seine Gäste zu maßregeln, ist hochgradig genussfeindlich und megapeinlich. Auch im Top-Restaurant sollen sich die Gäste wohlfühlen und kein Hochamt voller Einschüchterungsrituale über sich ergehen lassen. Das wissen die selbst genussfreudig veranlagten Küchen- und Restaurantchefs am besten.

Im übrigen gibt es nicht das Sterne-Restaurant per se. Jede Art von Gasthaus kann mit Michelin-Sternen ausgezeichnet werden, sofern die Qualität der Küche stimmt. Dabei ist es völlig gleich, ob es sich um ein klassisches Restaurant mit viel Tradition oder um ein cooles Bistro handelt. Dieser Trend des sogenannten Casual Fine Dinings hält bereits seit einigen Jahren an und zeigt: Essen im Sterne-Restaurant ist alles andere als eine verkrampfte Angelegenheit.

Guide Michelin Sterne Mythos 7: Sterne-Restaurants müssen französisch kochen

Ebenfalls nicht mehr als ein Gerücht. Die Michelin Inspektoren sind offen für alle Küchenstile. Ob klassisch, innovativ, ob regional, mediterran, asiatisch oder orientalisch geprägt – alle Stilrichtungen werden nach denselben Grundkriterien bewertet.

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Dalad Kambhu

Mittlerweile hält das von den Berliner Zwillingen Sühring geführte gleichnamige Restaurant in Bangkok zwei Sterne, im Restaurant Kin Dee in Berlin kocht Dalad Kambhu (Foto) mit ihrer exzellenten Thai-Küche mit Brandenburger Produkten einen Michelin-Stern.

Guide Michelin Sterne Mythos 8: Die Michelin Tester lassen sich gratis durchfüttern

Komplett falsch. Die Michelin Inspektoren, wie die Tester offiziell heißen, sind für Gastronomen Gäste wie jeder andere. Um ihre Unabhängigkeit zu wahren, zahlen sie alle Übernachtungen, Speisen und Getränke selbst. Sie sind fest angestellte Mitarbeiter und arbeiten anonym.

Außerdem steckt hinter dem Guide Michelin einer der weltgrößten Reifenhersteller. Die Straßenkarten in Frankreich sind alle aus dem Michelin-Verlag, vergleichbar zu den Falk-Plänen in Deutschland. Die Guide Michelin Bücher sind zusätzlich voll mit Werbung, die Gala-Veranstaltungen werden zusammen mit Sponsor-Partnern veranstaltet. Die Tester sind also nicht auf Einladungen angewiesen wie beispielsweise freie Journalisten oder Blogger.

Guide Michelin Sterne Mythos 9: Ein einziger Fehler kann den Stern kosten

Auf gar keinen Fall. Wenn es um die Sterne geht, fällen die Inspektoren ihr Urteil nie auf Basis eines einzigen Restaurantbesuchs, sondern erst nachdem sich mehrere Inspektoren oder der Chefredakteur einen Eindruck verschafft haben. Schließlich ist eines der Kernkriterien bei der Vergabe der Sterne die gleichbleibende Qualität – sowohl über die Zeit als auch über die komplette Speisekarte hinweg. Für Objektivität sorgt auch die Praxis bei der Vergabe und Aberkennung von Sternen. Solche für die betroffenen Gastronomen wegweisenden Entscheidungen treffen die Tester im Team gemeinsam mit dem Chefredakteur der jeweiligen Länderausgabe und dem Direktor aller Guides Michelin.

Guide Michelin Sterne Mythos 10: Die Tester bewerten von Land zu Land unterschiedlich

Stimmt nicht. Die Leser des Guide Michelin können davon ausgehen, dass ein 1-Stern-Restaurant in München oder Berlin das gleiche Qualitätsniveau bietet wie ein Haus derselben Kategorie in London, Rom, Tokio oder New York. Dafür sorgen die überall gleichen, strengen Bewertungskriterien.

Außerdem gibt es zwischen den Ländern einen regen internationalen Austausch. So unternehmen zum Beispiel Inspektoren aus Deutschland regelmäßig Testtouren in verschiedenen Ländern Europas oder auch in Asien und Amerika. Ebenso kommen Tester aus dem Ausland nach Deutschland. Die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg gewährleistet einen einheitlichen Standard beim Guide Michelin.

Guide Michelin Sterne Mythos 11: Der Guide Michelin empfiehlt nur Sterne-Restaurants

Ganz im Gegenteil. Die überwiegende Zahl der Restaurants sind Empfehlungen für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Nur ein Bruchteil der empfohlenen Häuser ist mit einem oder mehreren Michelin Sternen ausgezeichnet.

Seit 20 Jahren zeichnet der Guide Michelin exzellente, preiswerte Restaurants auch mit dem Bib Gourmand aus, der durch die Figur des Michelin-Maskottchens gekennzeichnet wird. Diese Restaurants sind sozusagen für die „kleineren Budgets“. Manchmal verstecken sich hierbei aber auch neue Restaurants, die sozusagen als Newcomer im Jahr drauf einen Stern erhalten könnten. Wenn man so will: die Restaurants mit Bib Gourmand könnten noch Geheimtipps sein.

Service:


Verfasst mit Unterlagen des Guide Michelin.

Hotel Victory Therme Erding: Ein Schiffshotel feiert 5. Geburtstag

Ein Hotelschiff oder ein Schiffshotel? Ein Hotelschiff ist ein Schiff und liegt auf dem Wasser. Doch das Hotel Victory ist ein Hotel und Bestandteil der Therme Erding. Der nächste Hafen ist weit entfernt. Und dennoch: Dieses Hotel ist so gebaut, dass es wie ein Schiffskörper aussieht. Unser Hotelzimmer ist einer Yacht-Kabine nachempfunden. Hier sieht alles aus wie auf einem Schiff. Genau genommen: Das alte Schlachtschiff von Kapitän Nelson, die HMS Victory stand Pate. Wir sind eingeladen zur Geburtstagsparty anlässlich des 5. Geburtstags des Hotel Victory Therme Erding.

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Die Therme Erding ist nicht weit von meinem Wohnung. In der weiteren Umgebung meiner zweite Heimat, München, gibt es kein schöneres Spaßbad oder keinen besseren Erlebnisbad als die Therme Erding. Und dennoch war ich schon seit mehreren Jahren nicht mehr hier. Genau genommen war ich das letzte Mal hier, als das Dach auf den Neubau von Hotel Victory und Wellenbad gesetzt wurde. Die Einladung war also nicht nur ein willkommener Anlass endlich meine schon lange gehegte Absicht, wieder mal in die Therme Erding zu gehen, umzusetzen.

Hotel Victory Therme Erding: Der Neubau

Der Dachhub über dem Wellenbad im Jahr 2014 war eine architektonische und bauingenieurmässige Meisterleistung. Zwei extra grosse Kräne von Liebherr wurden dafür organisiert. Schaut Euch diesen Event in meinem Video an:

Die Therme Erding ist im Jahr 2014, dem 15. Jubiläumsjahr, dem Ruf ihrer damals 1,65 Millionen Gäste pro Jahr gefolgt. Sie hat die Thermenwelt um ein außergewöhnliches Hotel-Ensemble erweitert. Schon bei der Anfahrt zum Urlaubsparadies wird klar, dass hier der vor wenigen Jahren verstorbene Eigentümer und Architekt Josef Wund eine großartige Vision hatte. Neben einem venezianischen Palazzo setzte er den Nachbau von Admiral Lord Nelsons legendärem Flaggschiff, der HMS Victory, an einen tropischen Palmenstrand.

Vor einem halben Jahrzehnt also, im Oktober 2014 legte die HMS Victory, das legendäre Schiff des britischen Admirals Lord Nelson, vor den venezianischen Palazzi einer palmungesäumten Lagune an. Das visionäre Hotel-Ensemble machte die Therme Erding endgültig zur erfolgreichsten Urlaubsdestination Bayerns.

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Hotel Victory Therme Erding: Der 5. Hotelgeburtstag

Das Jubiläum anlässlich der ersten „Jungfernfahrt“ feierten Geschäftsführer Jörg Wund und Kapitän und Hoteldirektor Jens Bernitzky ausgiebig mit über 200 Gästen aus Politik, Medien und Wirtschaft sowie zahlreichen Stammgästen und Partnern am 21. Oktober 2019 im Hafenrestaurant des Victory Hotels.

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In diesem festlichen Rahmen wurden auch 20 Mitarbeiter geehrt, die seit der Kiellegung der Victory mit an Bord sind. Denn auch das ist etwas besonderes: In der Hotellerie gilt so eine lange Betriebszugehörigkeit als extrem ungewöhnlich.

In den 128 thematisierten Zimmern des Hotelschiffes oder eher Schiffshotels und des eleganten venezianischen Palazzo logierten seit der Eröffnung bereits über 575.000 Gäste. Aus gepflegten Yacht-Kabinen, rustikalen Kajüten oder den Zimmern mit venezianischer Grandezza geht es zum Frühstück unter Palmen. Ziel der meisten Gäste ist dann der Wellenbad, die 35 Saunen und Dampfbäder.

Eine dieser hocheleganten und luxuriösen Yacht-Kabinen war mein Domizil für die Nacht nach der Party. Hier habt Ihr einen kleinen Einblick in dieses echt edle Zimmer:

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Hotel Victory Therme Erding: Die Hotelzimmer

Das Hotel Victory Therme Erding befindet sich unter dem auffahrbahren Cabrio-Glasdach des 2.300 qm großen Wellenbades. Die 102 komfortablen Kabinen auf dem Schiff bieten Platz für bis zu sechs Personen und sind, dank kreativer Raumkonzepte, äußerst wandelbar. So wird durch eine praktische Trennwand aus einem Familienzimmer mit liebevoll gezimmerten Boots-Jollen an der Wand im Handumdrehen ein Business-Zimmer mit Office-Ausstattung.

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Wie auf einer eigenen Luxus-Yacht fühlen sich die Gäste in den modernen Yacht-Kabinen mit Palisander, hochwertigen Textilien, extra hohen Traumbetten und Balkonen in Schiffbugsform.

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Der Palazzo beherbergt 26 venezianisch elegante Zimmer, 21 davon mit Balkon. Dank kostenlosem Highspeed WLAN und LAN sowie sechs Veranstaltungsräumen lässt es sich im Hotel Victory Therme Erding zudem effizient und unkompliziert arbeiten, tagen und rund um die Welle präsentieren. Über das Wellenbad erreichen die Gäste die Bereiche Rutschen, Therme, VitalOase und VitalTherme & Saunen. Die Therme Erding ist heute die größte Therme der Welt und der Ursprung einer großen Thermenfamilie mit fünf Thermen- und Badewelten in Deutschland.

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Die langen Hotelflure sind eine beliebte Rennstrecke für Kinder. Die Flure wechseln je nach Tageszeit das Licht und geben einem ein bisschen das Gefühl, im Bauch eines riesigen Kreuzfahrtschiffes herumzulaufen.

Das Victory Gästehaus – das kleine Beiboot der großen Victory – wurde im Sommer 2016 unmittelbar gegenüber der Thermenwelt eröffnet. Hier sind 88 Appartements und 6 Studios für bis zu 5 Personen buchbar. die modernen funktionalen Zimmer verfügen alle über Balkon und Kitchenette.

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Die Auslastung des Thermenhotels von 92% im Jahr 2019 macht deutlich, wie erfolgreich das Urlaubskonzept ist. Aus Sicht von Geschäftsführer Jörg Wund, dem Sohn und Nachfolger des Gründers, trifft das Angebot den Zeitgeist: „Ohne lange Flugreise und Jetlag einen Urlaub in anspruchsvollem Anbiete mit Schönwettergarantie unter Palmen zu verbringen ist eine ideale Kombination“, ist sich der Inhaber sicher. Dazu dürfte für viele der Nachhaltigkeits-Aspekt kommen, denn neben dem gesparten Kerosin ist die Thermenwelt auch die Keimzelle der Geothermie in Erding, bezieht ihre Wärme also aus der Energie des direkt vor Ort geförderten, über 60°C warmen Thermal-Heilwassers.

Hotel Victory Therme Erding: Das beste Luxus-Thermenhotel in Europa

Für die vielen gelungene Urlaubstage haben sich die Gäste des Hotel Victory Therme Erding kurz vor dem 5. Geburtstag ganz besonders bedankt: Sie kürten es zum besten Luxus-Thermenhotel in Europa! Die World Luxury Awards werden seit 2006 jedes Jahr vergeben und zeichnen die höchsten Qualitätsstandards und herausragende Leistungen der Hotelbranche aus. Über 300.000 internationale Gäste und Reisende bewerten Luxushotels in verschiedenen Kategorien. Das diese Auszeichnung rein auf der Stimmabgabe von Gästen basiert, freut Kapitän und Hoteldirektor Jens Bernitzky ganz besonders: „Die Auszeichnung bei den World Luxury Awards ist für meine Crew und mich das schönste Geschenk zum fünften Hotelgeburtstag. Ich sehe diesen Preis als großen Verdienst und Bestätigung für das richtige Hotelkonzept sowie für unsere täglichen Anstrengungen, dem Gast jeden Tag den besten Service- und einen rundum gelungene Aufenthalt zu bieten.“

Hotel Victory Therme Erding: Die Erfolgsgeschichte

Die Zahlen der Erfolgsgeschichte sind spannend: Lag die Investitionssumme zur Eröffnung bei 25 Millionen Euro wurden daraus bis 2019 schwindelerregende 225 Millionen. Dazu kommen 32 Millionen Euro Revisionskosten, mit denen die Urlaubsparadiese instandgehalten werden.

Gestartet mit gut 700.000 Gästen kommen heute mit über 1,8 Millionen Besuchern im Jahr deutlich mehr Gäste als die Landeshauptstadt München Einwohner hat. 25 Millionen Gäste waren es im September 2019 insgesamt seit der Eröffnung 1999 und die blieben auch gerne länger. Die Gäste im Victory Hotel Therme Erding fehlen den anderen Gastgebern der Umgebung nicht, im Gegenteil: die Übernachtungszahlen der Stadt Erding steigen seit 1998 um über 680% von 75.102 auf 515.135. Natürlich ist der Flughafen München dabei ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

Der Gewinn für das Land und die Region ist enorm: In Bayerns Hauptattraktion sind 1.000 Arbeitsplätze entstanden. Diese Mitarbeiter sind mit ihrer Kaufkraft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die Geothermische Nutzung des 65°C warmen Heilwassers spart ebenso CO2, wie die zu öffnenden Glaskuppeln, die an sonnigen Tagen Heiz- und an warmen Sommertagen Lüftungsenergie sparen.

Therme Erding: Urlaubsresort mit Sommergarantie

Hier gebe ich Euch einen Überblick über alle Bereiche der Therme Erding:

Die Therme mit staatlich anerkanntem Heilwasser aus fluoridhaltiger Schwefelquelle bietet viel Abwechslung. Wer sich in den Wellen ordentlich ausgepowert und die Rutschen ausgiebig erobert hat, kann dort in verschiedenen großen Pools entspannen und an der Toolbar einen exotischen Cocktail genießen. Die Kraft der Natur ist in Gesundheitsbecken mit Rohwasser direkt aus der Quelle oder versetzt mit Himalaya-Salz zu spüren. Dampfbad und Warmluftraum gehören genauso dazu wie pflegende Gesichtsmasken, belebende Körperpeelings und Aqua-Kurse.

Wer das Abenteuer sucht, findet es auf den 27 galaktischen Rutschen im Galaxy Erding. Hier gibt es das Rutschvergnügen für jede Alters- und Leistungsstufe. Der Fokus wurde bbei der Rutschenauswahl hier besonders auf spannende Hightech-Bahnen für Große und Kleine gelegt. Neun Rutschen – darunter die neue The Big Wave – locken bei warmen Temperaturen in den großen Thermengarten.

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Zu einem richtigen Urlaub gehören Wellen, Strand und Palmen? Mehr als 300 Großpalmen umrahmen im Wellenbad die türkisfarbene Wellenlagune mit seicht auslaufendem Ufer. Mit fünf verschiedene Stärken, von sanften Wogen für Kinder und Familien bis zu zwei Meter hohen Wellen für Actionsfans, setzt die Therme Erding neue Maßstäbe. Auch die Kulisse ist eindrucksvoll: Das Victory Hotel und der venezianische Palazzo grenzen das Urlaubsbadevergnügen ab. Ein Fluss führt zum riesigen Open-Air-Pool mit Poolbar und den beliebten Sprudelliegen.

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Wohltuende Ruhe und textiles Saunieren erwartet die Gäste in der VitalOase. Zu entspanntem Baden lädt der Vitalpool mit Sprudelliegen und Toolbar ein. Besondere Gesundheitsbecken, die Vital-Quellen mit Calcium-Bad, Selen-Jod-Bad sowie dem Mineralien-Bad, werden ergänzt von der mit Rohwasser gespeisten Schwefelquelle im Außenbereich. Warmluftbäder sowie ein Dampfbad, täglich über 40 Gesundheitsangebote, die Bambusbar mit wohltuenden Gratis-Masken, Infrarot Wärmeliegen und der idyllische Bali-Garden machen jeden Besuch zur Erholung für Körper und Geist.

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Nur wenige Schritte weiter beginnt die textilfreie eigene Welt der VitalTherme & Saunen. Die weitläufige Anlage mit der weltweit größten Vielfalt ist ein Paradies für Individualisten. Die eindrucksvollen Orte lassen sich hier im wahrsten Sinne des Wortes erleben. Orientalisches Flair in der Alhambra, Saunieren im Originalnachbau von Stonehenge, Unterwassermusik min der Römischen Villa oder Ausflüge nach hVenedig, Finnland und Asien – lassen jeden Aufenthalt zum Erlebnis werden. Aus 28 Saunavarianten sowie ca. 100 kostenlosen Gesundheits- und Wellnessangeboten lassen sich ganz persönliche Wohlfühlangebote zusammenstellen.

Wer in diesem Paradies seine ganz private Komfortliege, ein Himmelbett oder eine exklusive Suite mit traumhafter Ruhe, wunderbaren Ausblicken und besonderem Service genießen möchte, findet im Royal Day Spa „Lounge & Dreams“ das passende Arrangement.

Übrigens: Mit der „Langen Themenwelt-Nacht“ begeistert das vielseitige Eventprogramm in VitalTherme & Saunen, VitalOase und Therme die Gäste jeden 1. Samstag im Monat bis 1 Uhr nachts (im Winter auch jeden 3. Samstag).

Wer für den Valentinstag noch etwas für seinen Lieblingsmenschen sucht, dem bietet die Therme Erding ein romantisches Wohlfühlprogramm. Liebevoll thematisierte Aufgüsse, traumhafte Wellness-Specials und kleine Überraschungen lassen die Herzen der verliebten Gäste noch höher schlagen. Zusätzlich sorgen herzige Geschichten und musikalische Untermalung für kuscheliges Wohlfühlambiente am Valentinstag.

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Disclosure: Ganz herzlichen Dank an das Hotel Victory Therme Erding und die Therme Erding für die Einladung zur Party und die kurze Auszeit vom Alltag.

Service:

Soulmade Hotel Garching: Die neue Dimension des Wohnen auf Zeit

Soulmade Hotel Garching
Beats & Burger im Wohnzimmer, das ist der coole Einstieg in ein neues Hotelkonzept. Fette Bässe aus den Boxen, gut gemachte Hamburger mit frischen Zutaten, dazu eine ordentliche Portion Pommes sowie selbstgemachte Saucen, garniert mit interessanten und unterhaltsamen Hotelgästen in einer Lobby-Bar, die eher wie ein Wunsch-Wohnzimmer aussieht, so empfängt uns das Soulmade Hotel Garching. Wir sind zum Kennenlernen eingeladen in einem Hotel, das das erste einer künftigen kleinen Kette sein soll. Ein Home away from Home.

Soulmade Hotel Garching

Im Münchner Vorort Garching gelegen, könnte man denken, dass der Gast hier etwas ab vom Schuss sei. Doch weit gefehlt. Das Soulmade Hotel liegt keine zehn Fußminuten von der U-Bahnlinie 6, die Garching mit der Münchner Innenstadt verbindet, in einem ruhigen Wohnviertel. Der Garchinger Ortskern hat sich in den letzten Jahren deutlich gemausert. Die Gebäude des Standortes Garching der Technischen Universität München sind nicht weit entfernt, ebenso die Münchner Standorte von General Electric, Apple, Microsoft und vielen anderen weltweiten Konzernen. Und Garching ist vom Flughafen München nur einen Katzensprung entfernt. Ein Einkaufszentrum stand hier zuvor, das nicht mehr genutzt wurde, in einer Gegend, in der ein Hotelbedarf bestand. Ein idealer Platz also. In unseren Augen mit grossem Erfolg. Einer weiteren Expansion in einem stark wachsenden Segment steht nunmehr nichts im Wege, zumal Hotelkonzerne wie Accor, Citadines & Co. jetzt in den deutschen Markt drängen.

Zuerst könnt Ihr Euch gern mein Zimmer im Soulmade Hotel Garching anschauen:

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Wilhelmshaven: Eine Stadt vor dem Bankrott?

Wilhelmshaven

Schon zum zehnten Mal findet in diesem Januar das Tourismuscamp statt. In diesem Jahr erstmals in Wilhelmshaven, dem einstigen preußischen Marinehafen und der Stadt mit dem einzigen Südstrand Deutschlands. Ich habe dort selbst einige Zeit Tourismus-BWL studiert und habe 1994 einen ausführlichen Artikel über die Stadt und seine Geschichte geschrieben. Diesen möchte ich jetzt sehr gern pünktlich zum Tourismuscamp wieder aus der Mottenkiste herausholen. Zum einen, um den geneigten Leser feststellen zu lassen, ob sich seit damals bis heute, 2017, etwas verändert hat. Und das, was sich verändert hat, ob es sich zum Besseren verändert habe. Einige Namen sind mittlerweile in anderen Positionen in die Geschichte eingegangen. Dass Wilhelmshaven als preussisch-friesische Stadt mittlerweile von Ostfriesland Tourismus vermarktet wird, sollte auch unter Berücksichtigung dieser historischen Ereignisse betrachtet werden.

Pentagramme und Sonnenräder auf dem Rathaus. Urgeschichtliche Tiere und das Entstehen des Säugetieres Mensch aus dem Fisch (sic!) heraus. Mit mythischen Symbolen beschwor und feierte die Stadt Wilhelmshaven ihr 125-jähriges Bestehen. Die Inszenierung „Ein Feuernachtstraum“, die von mehreren Laserkanonen auf eine Leinwand vor dem Rathaus sowie über die Menge auf dem Rathausplatz hinweg projiziert und von einem gigantischen Feuerwerk abgeschlossen wurde, hatte eine Menge mit maritimen und geschichtlichen Themen zu tun, jedoch sehr wenig mit der Geschichte der Stadt. Dennoch: man zelebrierte den Tag der Grundsteinlegung.

Wilhelmshaven
Am 17. Juni 1869 bekam das preussische Marineetablissement am Jadebusen den Namen Wilhelmshaven. König Wilhelm I. war Taufpate und Namensgeber von Hafen und werdender Stadt, die bis 1869 das war, was heutzutage der Potsdamer Platz in Berlin ist: die „größte Baustelle des Kontinents“. Mehr als andere mittelgroße Städte ist Wilhelmshaven an des Hin und Her deutscher Geschichte gekettet, war es dem Auf und Ab von Krieg und Frieden ausgeliefert. Die Beziehungen Brandenburg-Preußens zu Ostfriesland gehen zurück bis in die Zeit des Großen Kurfürsten, dessen Denkmal heute auf dem großen Knock vor Emden steht. Preußen hatte innerostfriesischen Hader geschlichtet und war u.a. auch der Befreier und Protektor Schleswig-Holsteins sowie Ausgangspunkt wichtiger Entwicklungen im Hannoverschen trotz massiver Welfen-Gegnerschaft.

Wilhelmshaven

Einer der wichtigsten Beiträge jüngerer preußisch-norddeutscher Beziehungen war die Aufnahme Millionen Vertriebener aus den preußischen Ostprovinzen, die neues Landesbewußtsein und neue Strukturen geschaffen haben.

Die Gründung der Stadt Wilhelmshaven durch Preußen geht – so der Flensburger Professor Dr. Stribrny in einem Vortrag zur Geschichte der Stadt – auf das von Preußen übernommene Erbe des Paulskirchen-Parlamentes zurück. Prinz Adalbert habe dessen Flottengedanken auf den nordwestdeutschen Bund übertragen. So würde nicht nur die Gründung der deutschen Marine, sondern auch die Wilhelmshavens auf die Paulskirche zurückgehen.
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Alpenhof Murnau: Winterromantik am Staffelsee

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Wohlfühlzeit im Werdenfelser Land: Ein perfektes Refugium versteckt sich in Murnau am Staffelsee. Der Alpenhof Murnau ist ein Fünf-Sterne-Hotel, das mit seinem individuellen Charme uns zu verzaubern weiss. Das Hotel ist Mitglied der Vereinigung Small Luxury Hotels of the World und bestätigt diese Mitgliedschaft mit dezentem Luxus auch in den kleinsten Dingen.

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Wir hatten bereits zweimal das Vergnügen im Alpenhof Murnau logieren zu dürfen. Daher bekommt Ihr auch den Einblick in zwei unterschiedliche Zimmerarten: Eine Maisonette-Suite und ein Doppelzimmer. Das Hotel bietet einige wunderschöne und große Zimmern und Suiten. Zu den Zeitpunkten unserer Besuche allerdings waren insbesondere die öffentlichen Bereiche zumindest in unseren sehr kritischen Augen renovierungsbedürftig. Der Investitionsstau des Fünf-Sterne-Hotels lag, wie wir sehr offen vom Hotelmanagement erfuhren, an den Eigentümern. Der Alpenhof Murnau gehört der Familie Erivan Haub, seinem Sohn Karl-Erivan W. Haub und der Kaisers-Tengelmann-Gruppe. Die einstigen unterschiedlichen Auffassungen zwischen der Hotelführung und dem Konzernmanagement sind wohl mittlerweile beigelegt. Denn inzwischen wurden große Teile der öffentlichen Bereiche, wie etwa die Lobby und die Rezeption komplett renoviert. Daher bringen wir unseren Einblick in dieses schöne Luxushotel erst jetzt.

Alpenhof Murnau: Zimmer #418 – Maisonette-Suite

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Beef Bull Club Berlin: Home of the Steak am Hackeschen Markt

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Liebe zum Produkt. Liebe zur Qualität. Liebe zum Gast und zum Service am Gast. Für Cüneyt-Murat Yüksel war das schon immer die Maxime. Sein Restaurant Beef Bull Club Berlin setzt genau seine Vorstellungen um. Top-Qualität in Küche, Keller und Service bietet das kleine Restaurant an einer der touristischsten Ecken Berlins, direkt am Hackeschen Markt in Berlin-Mitte zwischen Friedrichstrasse und Alexanderplatz.

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Als Fleischqualitäten kommen für den Beef Bull Club ausschliesslich US Prime Beef, Iberico Rind oder Neuseeländisches Fleisch auf den Tisch. Cüneyt-Murat Yüksel hat Ende der 80er Jahre seine Ausbildung im Hotel Steigenberger Berlin gemacht. Zwischendurch hatte er auch mal den Deutsch-Türkischen Hotel- und Gaststättenverband gegründet. Nach 35 Jahren Hotelkarriere im In- und Ausland hat er sich in seiner Heimatstadt selbstständig gemacht. (mehr …)

Weisses Rössl am Wolfgangsee: Musical, Bier und Fisch tragen seinen Namen

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Der Alte Mann und der See – nein, alt ist er wahrlich noch nicht. Seinem Alter nach geniesst er gerade seinen (Un-)Ruhestand. Doch tatenlos oder gar beschäftigungslos, nein, das ist er noch lange nicht. Auch wenn er sein Hotel bereits der nächsten Generation übergeben hat, wichtige Positionen und Ämter nicht mehr hat, so glüht in ihm nach wie vor das Herz des perfekten Gastgebers und Wirtes. Er war im österreichischen Nationalrat, er war Mitbegründer einer Partei, sein Hotel ist weltweit bekannt: die Rede ist von Helmut Peter, Altwirt des Hotels Weisses Rössl am Wolfgangsee.

Hotel Weisses Rössl, St. Wolfgang, Upper Austria

Das Weisse Rössl im Wandel der Zeiten


Dieses Bild von 1904 wurde kürzlich in einem Fundus eines bisher noch unbekannten Fotografen in Minneapolis/Minnesota gefunden. Auch damals gehörte das Hotel bereits der Familie Peter.

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Die Hotellegende Weisses Rössl

Das Romantik Hotel Im Weissen Rössl am Wolfgangsee, wie die Hotellegende richtig heisst, zählt nicht nur zu den legendären Hotels Österreichs sondern weit darüber hinaus. Mit viel Liebe und Behutsamkeit gelingt es der Familie Peter seit Generationen, die Tradition zu wahren und das Rössl aus der Operettenvergangenheit in die Gegenwart zu führen. Heute zeichnet sich das Vier Sterne Superior Hotel durch Gourmet, Wellness, Romantik und See-Erlebnis aus. Außerdem heißt nicht mehr nur das Musical nach dem Hotel, mittlerweile gibt es das Peterbräu Bier, das bei Trumerbräu gebraut wird, und den „Rössling“. Dieser Fisch kommt exklusiv aus der hauseigenen Zucht und ist nichts anderes als ein Saibling – aber eben vom Rössl-Wirt. (mehr …)

Advent in den Pyrenäen: Was macht das Scheisserchen in der Krippe?

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Der Zufall schreibt die schönsten Geschichten. Eigentlich wollten wir in den Pyrenäen Ski fahren. Doch Anfang Dezember wird es schon in den Alpen immer fraglicher, wie gut und sicher die Schneedecke bereits ist. Wie unsicher ist in diesem Zeitraum dann erst der Schnee in der Bergkette zwischen Frankreich und Spanien? So fahren wir durch die trockene und sonnige Landschaft, kehren mittags hungrig in eine Wirtschaft am Wegesrand ein – und entdecken im Hotel Casa Peix die wohl merkwürdigste Krippenlandschaft. Ein Rückblick.

Benasque_09_Casa_Peix_Serraduy_Dez2011_003Am Abend blickt José María Turmo über sein Werk und sieht, dass es gut ist: Klein-Jesus liegt in der Krippe, angestrahlt vom Licht versteckter Lämpchen. Maria und Josef stehen um die Wiege, Ochs und Esel schauen beseligt aufs Baby. Nur der Engel, der den ums Feuer versammelten Hirten die Frohe Botschaft verkündete, fällt aus dem Rahmen: Immer wieder kippt er in den Sand. José Maria nimmt ihn behutsam hoch, klebt etwas Leim unter die Füße, seitdem steht der Gottesbote fest und sicher.

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Alle Jahre wieder bastelt der 62-jährige José María Turmo aus dem Örtchen Serraduy in der spanischen Region Aragon an seiner ganz eigenen Schöpfung – einer Weihnachtskrippe. In vielen Teilen Spaniens, vor allem aber in Aragon und der benachbarten Region Katalonien, stehen ab dem 13. Dezember solche selbst gefertigten oder gekauften Krippen. Der Tag ist der Heiligen Luzia gewidmet. Wie ihr sinnbildlicher Lichterkranz erhellen die Kerzen der Krippen die winterliche Dunkelheit, sei es in Wohnzimmerecken, in Schaufenstern oder in den Buden der Weihnachtsmärkte. Auf Letzteren agieren oft auch lebendige Figuren. Zwischen Ständen mit Churros und Bratäpfeln spielen zumeist Laien die Weihnachtsgeschichte nach. Manche Krippen sind alte Familienerbstücke, einige zählen über hundert Jahre.

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Nicht weit von seinem Hotel erstreckt sich das Tal von Benasque. Hier liegt der Parque Natural Posets-Maladeta mit seinen rund hundert Seen, deren beeindruckendster Teil die Salzwasser-Lagunen sind. Der Umkreis des Städtchens Benasque punktet mit der höchsten Dichte an Dreitausendern in den Pyrenäen, auf den Hochgebirgsgletschern geben sich Auerhähne, Schneehühner oder Hermeline die Ehre. Zudem viele aus Frankreich eingewanderte Wildschweine oder aus Kroatien importierte Bären. Im kleinen, aber feinen Cerler-Skigebiet rasen die Touristen zu Tale. Ansonsten blieb dieses wunderbare Naturrefugium bislang verschont von allzu viel menschlichem Auflauf. (mehr …)

Hofbräukeller München und Studentenverbindungen rauchen zusammen die Friedenspfeife

Stossen an auf ein gutes Verhältnis: <strong>Der Pächter des Hofbraeukeller München, Friedrich Steinberg, und der Vertreter der KSStV Alemannia, Jakob SchmidkonzDer Anfang einer grossartigen Beziehung oder viel Rauch um Nichts? Eine Woche lang beherrschte ein Thema das Sommerloch, wie es kleiner und bunter kaum sein konnte. Selbst die grossen deutschen Tageszeitungen meinten sich des Themas bemächtigen zu müssen. Dabei versuchten sie zum Teil mit Übertreibungen und Falschdeutungen den ganzen Sachverhalt aufzubauschen. Doch letztendlich sitzen jetzt gerade die Vertreter der KSStV Alemannia zu München im KV und der Pächter des Hofbräukellers, Friedrich Steinberg, zusammen und stossen gemeinsam bei ein paar Mass Bier auf ein gutes Verhältnis an. Vorbei der Sturm im Wasserglas. Fazit:Keine Studentenverbindung hat pauschal Hausverbot. Natürlich werden weder rechtsradikales Gedankengut noch schlechtes, rüpelhaftes Benehmen toleriert. Die KSStV Alemannia wird, wie beabsichtigt, im Juli 2016 ihr 135. Stiftungsfest im Hofbräukeller München feiern können. Die Verwirrungen der letzten Tage seien lediglich „Fehler in der Kommunikation“.

Jakob Schmidkonz äußerte sich exklusiv gegenüber Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin vor Herausgabe der Pressemitteilung begeistert über das Gespräch zwischen beiden Seiten. „Wir hatten eine super angenehme und konstruktive Atmosphäre. Es hätte nicht besser laufen können“, zog der 30jährige Rechtsreferendar und Doktorand Bilanz. Es waren „Fehler in der Kommunikation“, die auf beiden Seiten die Lage etwas eskalieren liessen. Denn tausende negativer Bewertungen in den sozialen Netzwerken können letztlich auch einen immensen wirtschaftlichen Schaden für das bayerische Traditionslokal bedeuten. Dann nämlich, wenn viele Touristen in München sich nicht für den Hofbräukeller, sondern für einen anderen Ort für die Mass Bier, die Schweinshaxn oder die Familienfeier entscheiden. Friedrich Steinberg, Enkel von Wienerwald-Gründer Friedrich Jahn, hatte nicht unberechtigt Sorge, dass demnächst seine Küche kalt bleiben dürfte.

Was war geschehen? Mitte Juli 2015, vor etwa einer Woche, erhielt die Münchner Studentenverbindung KSStV Alemannia zu München im KV vom Hofbräukeller München die Absage, im Jahr 2016 dort ihr Stiftungsfest feiern zu dürfen. Nachdem die Alemannia diese Absage in sozialen Netzwerken sehr erstaunt mitgeteilt hatte, erhob sich ein Sturm der Entrüstung auf den diversen Bewertungsportalen gegen den Hofbräukeller. Steinberg hatte nicht nur einer Verbindung eine pauschale Absage erteilt, sondern gleich auch noch seinem obersten Dienstherrn, dem bayerischen Finanzminister Markus Söder, Hausverbot erteilt. Außerdem noch dem bayerischen Innenminister Joachim Hermann, dem emeritierten Papst Benedikt XVI., Thomas Gottschalk, Claus Kleber und vielen anderen mehr oder weniger Prominenten aus der Mitte der Gesellschaft dazu. Und dies rein aus einer emotionalen Geste heraus, da er sich über eine andere Münchner Studentenverbindung vorher geärgert hatte. (mehr …)

Griechenland: Wie der Tourismus als Motor in der Krise wirken kann

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Kampf gegen Schwarzarbeit in der Hotellerie: Griechenland kämpft um jeden Cent. Solange es noch den Euro hat. Doch auch wenn Tsipras, Varoufakis & Co. noch so sehr versuchen, den griechischen Staat in den Bankrott zu treiben, die Tourismusbranche ist der letzte prosperierende Teil der Wirtschaft. Darum will die Politik hier auch ansetzen und zumindest den illegalen Bereich stark einschränken. Die stark vorhandene Schwarzarbeit und die Steuerunterschlagung will die griechische Regierung unter Tsipras mit ein paar neuen Regeln angehen. Gehälter sollen nur noch per Banküberweisung und nicht in bar ausgezahlt werden. So wird schon viel Schwarzarbeit ausgeschlossen. Außerdem sollen Beträge über 100 Euro nur noch per Kreditkarte bezahlt werden dürfen. So werden viele hohe Umsätze, die bisher in bar direkt in die schwarze Kasse gewandert sind, auch über Banken umgeleitet und so offensichtlich gemacht. Doch ansonsten möchte sich die Politik aus dem Tourismus heraus halten. Denn die Touristen sollen ja bitte weiterhin nach Griechenland kommen.

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Dies jedenfalls war der Tenor der Pressekonferenz von Griechenland auf der ITB im März 2015 in Berlin. Seitdem ist einige Zeit vergangen, die Regierung hat vieles getan, was sie nicht angekündigt hat, vieles unterlassen, was sie tun wollte oder besser hätte tun sollen. Zur ITB-Pressekonferenz ihres Landes war jedenfalls die seinerzeit frische griechische Tourismusministerin nicht erschienen – ganz im Gegensatz zu vielen ihrer Amtskollegen aus der ganzen Welt. Sie wollte die Emotionen, die Hitze der vorherigen Wochen herausnehmen und überliess den Fachleuten das Podium. Denn bisher stimmen die Zahlen, Griechenland profitiert von den vielen Touristen, die wieder zurückkommen.

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Cycladia_5_Day_1_Mai_2011_016Der Tourismus soll „griechischer“ werden.
Doch was heisst das? Die Hotels und Restaurants sollten möglichst mehr griechische Produkte verwenden, es sollen mehr regionale Produkte gekauft werden. Auch soll das All-Inklusive-Programm mit den Hotels und Restaurants umgearbeitet werden. Hier wird daran gearbeitet, dass in den All Inklusive Angeboten der Hotels auch andere lokale Restaurants, die in der Nähe des jeweiligen Hotels gelegen sind, mit eingebunden werden könnten. Dies würde eine Win-Win-Situation für alle bringen. Die kleinen Restaurants würden wieder mehr Gäste bekommen, die seit dem Boom der All Inklusive-Angebote ausgeblieben waren. Auch das Hotelfrühstück soll einen stärkeren griechischen Bereich haben. Aegean Airlines bietet nur noch griechisches Essen und griechischen Wein auf den Flügen an.

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Flugimpressionen von einigen der schönsten Flughäfen der Welt

Thanks & thumbs up to @malaysiaairlines and @british_airways for flying me safely back home KUL - LHR - FRA! Love your service! #BigKitchen was great also.
München ist der beste Flughafen Europas! Oder der drittbeste der Welt. Je nachdem, wie Ihr die aktuelle Auswertung von Skytrax lesen wollt. Denn im internationalen Vergleich stehen immerhin noch Singapur und das koreanische Incheon vor Bayerns Metropole. Doch München kann seinen dritten Platz verteidigen, selbst gegen Hong Kong und Tokio, die auf den Plätzen 4 und 5 folgen. Schon auf Platz 6 folgt Zürich, London Heathrow und Amsterdam sind abgeschlagen auf den Plätzen 9 und 10. Wir haben die aktuelle Auswertung für Euch hier aufgelistet – und ergänzen sie mit ein paar schönen Flugvideos, die wir bei unseren diversen Starts und Landungen in den letzten Jahren aus dem Flieger heraus aufgenommen haben.

6 Reisejournalisten machen Dalmatien unsicher. #LoveCroatia #VisitCroatia #Croatia #dalmatia #Dubrovnik #Pile #Konavle #Familienurlaub #wine #wein #travel #travelblog #travelingram #travelphotography #instapassport #travelgram #mytravelgram #travelblogger
Seit ein paar Jahren schon filme ich die Starts und Landungen, wenn ich wieder auf eine kleinere oder auch grosse Reise gehe. Erst nur sporadisch, doch stellte ich bald fest, dass es einige Liebhaber bei Youtube gibt, die sich gern solche Filme anschauen. Mittlerweile ist eine schöne Film-Sammlung entstanden, die ich jetzt für Euch in meiner eigenen Youtube-Playlist „Love to Fly“ zusammengefasst habe. Ein paar Filme verlinke ich hier passend zu den jeweiligen Airports. Leider war ich noch nicht auf allen 100 Flughäfen dieser Liste. Doch wer weiss, was die Zukunft bringt. Auf ein paar anderen Flughäfen der Skytrax-Aufstellung war ich zwar schon, doch entweder weit vor meiner Zeit als Journalist und Blogger oder noch zu Zeiten, als ich nicht gefilmt habe. In den ersten Jahren habe ich hauptsächlich mit meiner kleinen Flip-Cam gefilmt, dann auch mit dem iPhone 5, nun vor allem mit dem iPhone 6. Schaut Euch auf jeden Fall auch noch ein paar andere Videos aus meiner Sammlung an, es sind ein paar besondere Schätzchen dabei, etwa die Flughäfen von Bahia Solana und Nuqui in Kolumbien oder Goa in Indien. Und der Anflug auf Beirut im Libanon war traumhaft schön.

The World’s Top 100 Airports – 2015 (2014 Rating)

  • 1 Singapore Changi (1)
  • 2 Incheon Intl Airport (2)
  • Kempinski_Hotel_Adriatic_Istrien_Kroatien_01_Anreise_Okt_2014_004

  • 3 Munich Airport (3) – da wir in München wohnen, haben wir naturgemäß die meisten Starts und Landungen in München…
  • Mit einem Lufthansa Canadair CRJ 900 Jet von München auf dem Weg nach Lyon:

    Mit Aegean Air auf dem Weg nach Athen in einem Airbus A 320:

    In einem Lufthansa Airbus A 321 auf dem Weg nach Barcelona:

    Aus dem verregneten München in das schöne, sonnige Triest mit Air Dolomiti:

    In einer Lufthansa Embraer ERJ 195 auf dem Weg nach Lyon:

    Und hier die Landung von Trient kommend mit Air Dolomiti:

  • 4 Hong Kong Intl (4)
  • 5 Tokyo Intl Haneda (6)
  • 6 Zurich Airport (8)
  • 7 Central Japan Intl (12)
  • Now take us to #KUL - @malaysiaairlines A380 to the #BigKitchen with @chefnormanmusa

  • 8 London Heathrow (10)
  • Dass London Heathrow so weit vorne liegt, das kann nur am neuen Terminal 5 liegen, der komplett von British Airways und der Oneworld Kooperation bedient wird. Hier ist alles neu, modern, schick und hell. Terminal 4 jedoch, von dem die Malaysian Airlines abfliegt, ist schon etwas älterer. Im Bild der wunderschöne, elegante Airbus A 380 der Malaysian Airlines, mit dem ich im Mai 2015 nach Kuala Lumpur zum Big Kitchen Festival geflogen bin.

    Nice and cozy - my business seat on @malaysiaairlines with @chefnormanmusa
    Diesen wunderschönen Business Class Sitz durfte ich auf meinem Flug geniessen.

    Now this is spacious! A380 @malaysiaairlines
    Und das war meine Beinfreiheit. Der Sitz lässt sich zu einem flachen Bett einstellen. Doch könnte auch dieser großzügige Platz für Leute, die länger sind als ich (186cm) eng werden. Beim Schlafen stiess ich schon an den Vordersitz an. Dennoch, es ist absolut entspannend und extrem angenehm in der Business Class der Malaysian Airlines zu fliegen! Absolut empfehlenswert!

    Der Take Off von LHR nachts nach KUL

    Die Landung im verregneten London Heathrow LHR

  • 9 Amsterdam Schiphol (5)
  • 10 Beijing Capital (7)

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Periscope: Wenn die Video-Nachricht in Echtzeit online geht

Periscope_largeicon
Bilder bewegen. Live-Übertragung begeistert. Twitter verbindet: Jetzt kann jeder sofort eine Video-Live-Übertragng starten. Live-Streaming ist derzeit der heisseste Trend im Netz. Vor wenigen Wochen noch sah es so aus, als ob die App Meerkat das Nonplus-Ultra sei. Doch dann veröffentlichte Twitter seine Neuerwerbung Periscope. Jetzt redet jeder nur noch über Periscope. Der Bürgerjournalismus ist in eine neue Phase eingetreten. Ulich Reitz, Focus-Chefredakteur, drückt es laut Meedia so aus: „Ich bin sicher, dass Live-Streaming den Journalismus verändern wird. Es filmt, wer will, es schaut, wer will.“ Und Kai Dieckmann ist täglich mehrfach bei Periscope online und lässt den Zuschauer an seinem Leben teilhaben.

Periscope_1Explore the World through someone else’s eyes! Diesen Claim setzt sich Periscope. Doch dies ist nicht die einzige Neuigkeit von Twitter. Während der Twitter-CEO Dick Costolo gerade zurücktritt und Jack Dorsey interimsweise das Steuer übernimmt und einige Herausforderungen warten, gibt das Unternehmen gerade Vollgas. Twitter wird bald bei direkten Nachrichten mehr als 140 Zeichen zulassen.

Als Twitter neu war, da lachte die Mehrheit noch über dieses Tool. Keiner wusste etwas damit anzufangen. Doch verstanden wir schnell den Unterschied zwischen Twitter und Facebook: Bei Facebook sind wir mit denen befreundet, mit denen wir in der Schule waren. Bei Twitter folgen wir denen, mit denen wir gern in der Schule oder im Studium zusammen gewesen wären. Jetzt zündet Twitter die nächste Stufe: Live-Streaming eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Live Video-Streaming in real time oder auf deutsch: Echtzeit-Filmübertragung. TV-Moderator und Blogger Richard Gutjahr sagt voraus: “Periscope wird die Art und Weise verändern, wie wir die Welt sehen”.

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Salzburger Land: Zur Adventszeit Kuscheln in Fuschl und Weihnachtsmärkte am Wolfgangsee

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Adventszeit ist Kuschelzeit: Verführerische Düfte nach Weihrauch, Zedernholz, Orangen und Zimt empfangen uns auf den Weihnachtsmärkten. Einen ganz besonderen Reiz übt das Salzburger Land zwischen Fuschlsee und Wolfgangsee aus. Zeit wird’s für einen Abstecher in das Schloss Fuschl Resort & SPA sowie das Weiße Rössl am Wolfgangsee. Zwei Hotels, zwei Legenden, zwei Seen: Jeweils Nachbarn, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten.

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Entspannende Stunden am märchenhaften Fuschlsee versprechen die Seeterrasse des Schloss Fuschl Resort & SPA mit ihren luxuriösen Strandkörben und kuscheligen Felldecken, der inspirierende Adventsmarkt im Hotel, die kostbaren Krippen und natürlich der imposante Weihnachtsbaum vor dem Schlossturm.

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Der Adventsmarkt
Der Adventsmarkt und damit die Adventszeit im Schloss Fuschl wird feierlich
begangen mit der festlichen Beleuchtung des Weihnachtsbaumes, Turmbläsern und einer winterlichen Modenschau, präsentiert von den Mitarbeitern des Schloss Fuschl höchstpersönlich. Der Adventsmarkt im Schloss Fuschl sowie die Adventausstellung Blumen & Gartendesign in der Remise nebenan gehören zu den Highlights der Weihnachtsmärkte rund um Salzburg. Advent, wo schon Romy Schneider sich wie zu Hause fühlte.

Einen kleinen Einblick in das schöne Hotel gibt das Video meines Hotelzimmers:

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Romantik Hotel Schloss Rheinfels: Knackige Küchenevents, knusprige Kochkurse und krasse Küchenpartys

Romantik Hotel Schloss Rheinfels Mai 2011_100Mit den Titeln „Küchenpartys“, „Küchengeheimnisse“ und „Kochschule“ startet das Romantik Hotel Schloss Rheinfels seine Küchenevents. Dazu öffnet Küchenchef Frank Aussem die Pforten zu seiner Wirkungsstätte und gibt thematisch wechselnde Einblicke in die Raffinessen der Fine-Dining-Küche.

Premiere ist am 4. Dezember 2011 mit der „Süßen Weihnachtsbäckerei“: Während des vierstündigen Kochkurses bereiten die Teilnehmer zusammen mit dem Küchen-Team auch ein festliches Vier-Gänge-Menü zu, das anschließend im Gourmet-Restaurant „Silcher Stuben“ inklusive Weinen serviert wird.

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Erst im Frühjahr hatte das Romantik Hotel Schloss Rheinfels die „Silcher Stuben“ neu eröffnet und zugleich seine Schlossküche für rund eine halbe Million Euro technisch komplett neu ausgestattet. Dank eines hydraulischen Hubtisches mit acht Induktions-Herdplatten sind die Kurse auch für Rollstuhlfahrer – oder für später geplante Kinderkochkurse – geeignet. (mehr …)

BonGusto: Video-on-Demand Angebot startet bei maxdome

meine Familie & ich Gastspiel Axel Schulz Quelle BonGusto  Matthias HangstNeu bei maxdome: BonGusto, der einzige deutsche Food-TV-Sender (Pay-TV), präsentiert exklusive Programmhighlights und außergewöhnliche Rezeptideen aus aller Welt auf Deutschlands größter Online-Videothek. maxdome Kunden können ab sofort 100 ausgewählte service-orientierte Kochsendungen abrufen, die nicht nur am Herd stattfinden, sondern auch Einblicke in die Küchen bekannter und fremder Kulturen, Länder und Regionen gewähren.

Unter anderem sind beliebte Klassiker wie „Backen!“, Deutschlands erste Backsendung, „meine Familie & ich tv Gastspiel“ mit Küchenchef Jörg Götte und kochbegeisterten Prominenten sowie „Nordlichter – Kulinarisch skandinavisch“ im Programmpaket bei maxdome verfügbar. Zudem präsentieren Sendeformate, wie „Guglhupf“, „Gourmetgipfel“ oder „Caffee & Chocolade“ die vielseitige Welt der Genüsse und Aromen sowie Tipps und Tricks für die Zubereitung. (mehr …)