Malediven: Bombenterror im Urlauberparadies

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Bisher war davon in deutschen Medien wenig zu lesen: Der Terror ist auch im touristischen Inselparadies Malediven angekommen. Wie das Auswärtige Amt berichtet: „Am 29. September 2007 wurden bei der Detonation eines Sprengkörpers in der Nähe einer Moschee vor dem Sultan-Park in der Hauptstadt Male mehrere Touristen verletzt. Die Hintergründe des mutmaßlichen Anschlages sind noch unklar.“ Die Sicherheitshinweise des AA bleiben aber unverändert. Die britische Regierung hingegen hat ihre Sicherheitshinweise angepasst.

Was ist passiert? Nach Angaben des Tourismusministeriums explodierte der selbstgebastelte Sprengsatz am Eingang des „Sultan“-Freizeitparks in der Hauptstadt Male. Verletzt wurden demnach zwei Briten, zwei Japaner und acht Chinesen, jedoch keine Einheimischen. Der Park wird vor allem von Touristen besucht, liegt allerdings in der Nähe des maledivischen Militär-Hauptquartiers und wird von vielen Überwachungskameras observiert.

Mit Unterstützung des US-Bundeskriminalamts FBI, haben die Ermittler auf den Malediven im Zusammenhang mit den Anschlägen auf Touristen vom Wochenende elf Verdächtige festgenommen. Unter den Festgenommenen seien zwei Ausländer, heisst es. Über die Nationalität der Ausländer gibt es allerdings bisher keine Angaben.
Der Anschlag gilt offensichtlich dem Tourismus, der Haupteinnahmequelle des Landes. Das muslimische Land erwirtschaftet über 1 Mrd. US-$ mit Touristen aus aller Welt. Die Inselgruppe der Malediven im Indischen Ozean wird jährlich von mehr als 500.000 Urlaubern besucht – das sind mehr, als das Land Einwohner hat.

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