Tim Raue steigt aufs hohe Roß

Die Spatzen pfeifen’s von den Dächern: Tim Raue verläßt nach fünf erfolgreichen Jahren das Restaurant 44 im Swissotel Berlin. Der – laut Gault Millau – Koch des Jahres 2007 eröffnet hinter dem Adlon Hotel, nahe dem Club Felix, in der Wilhelm- / Behrensstraße, sein eigenes Restaurant. Im “Ma” will Raue zum Jahreswechsel in zwei Restaurants seine asiatisch geprägte Kreativküche präsentieren.

Der ambitionierte und hochdekorierte Koch sagte laut Brancheninsidern zwar immer, dass ihm Berlin zu klein sei. Doch jetzt will er offensichtlich seine Aromenküche vervollkommnen. Seine Frau Marie-Anne wird Geschäftsführerin des neuen Restaurant-Komplexes. Für das asiatisch angehauchte Interieur zeichnet Anna-Maria Jagdfeld verantwortlich, die schon für manches Fundus-Objekt erfolgreich Hand anlegte.

Danijel Kresovic wird ab Mitte Januar Nachfolger von Raue im 44. Er kochte seit Mai 2005 im Restaurant Daimlers am Kurfürstendamm, vorher im Harlekin (Hotel Esplanade) und im Kreuzberger Jolesch.

Abzuwarten bleibt, ob Tim Raue damit auch weiterhin seinen Erfolgsweg fortsetzen kann. Denn Raue, so ist zu hören, mixt mittlerweile bis zu acht Aromen in ein Gericht. Und das ist mehr l’art pour l’art, eher Arbeit, denn Genuss, Geschmack und Entspannung beim Essen für den Gast.

Unklar ist, ob Tim Raue in seinem neuen Restaurant auch Pferdefleisch verarbeitet. Denn das chinesische Wort “Ma” heißt nichts anderes als Pferd. Nun, weder das eine noch das andere könnte jedermanns Geschmack sein. Doch sicherlich will Raue weiterhin nur einen kleinen, exklusiven Kreis ansprechen.

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