Traunstein rüstet auf: Masterplan für bis zu 23 neue Hotels

Oberbayern startet durch: rund um Traunstein sollen Investoren die Möglichkeit erhalten neue Hotels zu errichten. So könnten nach Jahren der Stagnation hier wieder neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Insbesondere seit dem Wegzug von Alfons Schuhbeck vom Kurhaus am Waginger See in die Südtiroler Stuben in München war es hier sehr ruhig geworden. Nur der Biathlon Weltcup in Ruhpolding bringt noch richtig Leben in die Landschaft. Doch jetzt könnten bis zu 23 neue Hotels geschaffen werden. Die allererste landesplanerische Voruntersuchung in Oberbayern zu gleich 28 im „Masterplan Hotelentwicklung“ des Landkreises Traunstein aufgenommenen Hotelstandorte übergab kürzlich Regierungspräsident Christoph Hillenbrand an Landrat Hermann Steinmaßl. Das ermöglicht eine schnellere Standortabschätzung und fördert den Tourismus im ländlichen Raum auf ganz neue Art, waren sich Hillenbrand und Steinmaßl einig. Landrat Steinmaßl zeigte sich erfreut, dass nun für 23 Standorte die Möglichkeit bestehe, attraktive Hotels mit hoher Qualität in verschiedenen Preiskategorien zu realisieren. Gemeinsam mit den verstärkten Werbemaßnahmen werde man den Tourismus wieder beleben.

Die Übergabe der 34 Seiten starken Analyse erfolgte anlässlich einer Sitzung des Staatssekretärausschusses „Ländlicher Raum in Bayern“ in Siegsdorf, die Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel leitete.

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In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung und den berührten Fachstellen des Landratsamtes Traunstein hat die Regierung von Oberbayern die im „Masterplan Hotelentwicklung für den Landkreis Traunstein“ vorgeschlagenen 28 Hotelstandorte in 15 Gemeinden des Landkreises fach- und landesplanerisch abgeschätzt. Im Ergebnis erweisen sich davon 18 Standorte als raumordnerisch unproblematisch. An weiteren fünf Standorten können aus derzeitiger Sicht ebenfalls Hotelprojekte verwirklicht werden. Hier muss es aber bei weiterer Planung gelingen, die Dimensionierung und bauliche Ausgestaltung des jeweiligen Projektes der genauen räumlichen Lage anzupassen. Insbesondere wegen der besonders hohen Empfindlichkeit der Seeuferbereiche erweisen sich Standorte am Chiemsee und am Waginger See in der Überprüfung als besonders konfliktreich.

Für jeden einzelnen Standort liegt mit der Analyse ein Bewertungsblatt vor, das neben den Informationen, die sich schon bisher aus dem Hotelmasterplan ergeben, dem Landratsamt bei der Beratung möglicher Investoren und Projektträgern dienen soll. Damit ist für diese so frühzeitig und so schnell wie nie erkennbar, ob und unter welchen Voraussetzungen ein Hotelprojekt an einem Standort grundsätzlich realisierbar erscheint. Mögliche Problemfelder lassen sich so bereits im Vorfeld der Planung aufzeigen und ggf. frühzeitig ausräumen.

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