Eine Traumreise mit dem Traumschiff: Erste Eindrücke an Bord – Ein MS Deutschland Kurztrip #1

Das Traumschiff
Kreuzfahrten werden immer beliebter. Die AIDA führt den deutschen Markt an, die TUI versucht mit „Mein Schiff“ zu folgen und auch die anderen Veranstalter wie MSC bzw. die Schwestermarken der AIDA wie Costa wollen ein Stück vom deutschen Marktkuchen abbekommen. Doch wie ist es an Bord des deutschen Traumschiffes schlechthin? Für Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin ging Gastautorin Stefanie Freienstein für eine Kurzreise durch die deutsche Nordsee auf die MS Deutschland. Von Hamburg über Helgoland und Sylt führt die Reise wieder zurück nach Hamburg, rechtzeitig zu den Hamburg Cruise Days. Allein das Wetter garantiert eine Traumreise. Schöner konnte es gar nicht sein. Auftakt zu einer achtteiligen Kurzserie.

Die Marvin Jones Band
Ist erst einmal die Herausforderung der Straßenführung in der Dauerbaustelle Hamburger Hafencity genommen, beginnt am Kreuzfahrtterminal sofort der Urlaub: Das Gepäck wird von dienstbaren Geistern schon aus dem Kofferraum geholt, um direkt auf die Kabinen verteilt zu werden.
Das Bordorchester Marvin Jones mit einem schier endlosen Potpourri aus Seemannsliedern und ein Glas Sekt zur Begrüßung tun das ihre für eine gelungene Einstimmung.

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Cruise Terminal
Für verwöhnte Gäste mögen der Anblick und die Ausstattung der Abfertigungshalle im Hamburger Hafen in Containeroptik, die so gar nicht an ein Kreuzfahrtterminal erinnern, gewöhnungsbedürftig sein, dennoch versprüht alles einen herben maritimen Charme und stimmt den Reisenden sofort auf Hochseeschifffahrt ein.

Lidodeck1
Auch wenn ich alle Kreuzfahrtdokus der vergangenen Jahre wie „Verrückt nach Meer“ verschlungen habe, erschlägt mich Kreuzfahrtneuling das Schiff, seine Ausstattung, die Mischung aus Stahl und Technik auf der einen Seite und Luxus in Jugendstilmanier auf der anderen Seite. Holzvertäfelungen, poliertes Messing, Intarsien. Dazu kommt die äußerst freundliche und zuvorkommende Crew. lächelnde Gesichter, wohin man schaut.

Nach der Sichtung der geschmackvollen, ebenfalls im Jugendstilambiente gehaltenen Kabinen, führt ein erster Gang auf das Lido Deck. Jetzt einen Milchkaffee und ankommen auf dem Traumschiff! Hier hakt der Service ein wenig, das Personal wirkt etwas überfordert. Der Eindruck wird sich in den nächsten Tagen leider bestätigen, allerdings nur für die Deckcrew. Der Service in den Restaurants und Bars ist ausgezeichnet. Aber das ist egal im Moment: Diese ersten Momente an Bord der MS Deutschland wollen wir einfach nur genießen.

Hafencity2
Ein Blick auf die Hafenanlagen zeigt rege Geschäftigkeit: Die deutschen Olympioniken sind erst am Morgen aus London mit der MS Deutschland zurückgekehrt und mit großem Rummel empfangen worden. Zelte, eine Bühne, alles wird gerade wieder abgebaut. Die Olympiamannschaft befindet sich zur der Zeit im Hamburger Rathaus, um sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen.

Dinner 15.8.
Von den beiden Tischzeiten haben wir die frühere um 18.00 Uhr gewählt. Ich kann mir kaum vorstellen, das Menü mit sieben Gängen in zwei Stunden zu bewältigen. Das Servicepersonal arbeitet schnell, routiniert, strahlt aber entspannte Ruhe aus: freundlich und zuvorkommend werden die Getränkewünsche abgefragt, Weine empfohlen, ebenso zügig werden die einzelnen Gänge des Menüs aufgetragen. Das Essen von Küchenchef Erik Brack ist ausgezeichnet. Spätestens jetzt ist man auf dem Traumschiff angekommen, lehnt sich entspannt zurück und kann genießen.

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