Bacherhof Meransen: Wo Gaumen und Seele verwöhnt werden

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Hier wäre ich gern geblieben. Ein Hotel, das deutlich mehr hält, als es verspricht. Viele Hotels, die vier Sterne haben, halten so gerade mal diesen Anspruch, erfüllen alles das, was die Standardkriterien für ein Hotel dieser Kategorie erfordern. Doch der Bacherhof in Meransen in der Almregion Gitschberg Jochtal toppt das locker. So mancher Bereich hätte hier durchaus einen fünften Stern verdient, vor allem die Küche. Doch der Reihe nach.

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Ein grosses, geräumiges Zimmer mit eigenem Kamin, ein Ausblick zum Träumen und eine Küche für Geniesser: Herz, was willst Du mehr? Selten habe ich es erlebt, dass ein neu eröffnetes Hotel in mehrfacher Hinsicht eine Top-Leistung abruft. Hier ein kleiner Video-Einblick in unser Zimmer:

Doch das ist eben nicht alles, was der Bacherhof zu bieten hat. Schon beim Betreten des Hotels ist klar, an welche Zielgruppen sich das Haus wendet:

Links vom Eingang, kurz vor dem Tresen, steht ein schönes, altes Motorrad. Und rechts vom Eingang, mit Blick nach draussen, ist gleich das Spielzimmer für die Kinder. Schon alleine hier zeigt sich, dass nicht nur der Pflicht genüge getan wurde, sondern ein geräumiger Raum mit allerlei Spielsachen ausgestattet wurde, der für die Kleinsten bis hin zu den grossen Kindern Abwechslung bietet.

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Das Zimmer ist mehr als nur geräumig. Der Blick schweift über Bett, Kachelofen, Sitzgelegenheit über den Balkon hinaus in die Ferne und bleibt erst an irgendwelchen Dolomitengipfeln hängen…

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Der Kachelofen verschafft eine gewisse Wohnzimmeratmosphäre, die Couch am Balkon lädt zum Verweilen ein. Auch der Schreibtisch ist groß genug, um von hier ein paar Ansichtspostkarten an die Daheimgebliebenen zu versenden. Oder auch den Laptop aufzuklappen und über das Wlan die Sozialen Netze zu füttern.

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Ein grosser Flatscreen-Fernseher steht zur Verfügung, doch sollte ein Hotel dieser Güte auch bei schlechtem Wetter ein genügend grosses Angebot für die Familien haben. Der Platz unter der Glotze ist allerdings ideal groß genug für ein Kinderbett. Der Kleiderschrank ist gross genug, um zwei Wochen vor Ort zu bleiben. An der Garderobe links vom Schrank hängen zwei Regenschirme sowie ein Wanderrucksack. Auch ein schöner Service: Hat man selbst den eigenen Rucksack daheim liegen gelassen, so steht hier dieser schöne Tagesrucksack parat. Außerdem steht eine Korbtasche für den Wellness-Bereich bereit.

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Auf dem Bett liegen nett zurecht gemacht Bademäntel, Badelatschen und die Handtücher für den Wellness-Bereich. Vom Bett können wir direkt ins Badezimmer schauen. Oder umgekehrt: vom Badezimmer, besser, der Badewanne schaut man durch das Fenster in die Weite. Wer lieber privat intim im Bad sein möchte, kann hier einen Vorhang schliessen.

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Diese Art offener Bäder habe ich das erste Mal vor bald zehn Jahren in Thailand gesehen, mittlerweile setzt sich dieser Baustil in so manchem Hotel durch. Nun, wer’s mag. Mich persönlich stört es nicht, doch kann ich mir denken, dass es hier auch viele gibt, die anders denken.

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Eine Duschkabine gibt es auch noch, rechts neben dem Waschbecken. Und das Klo ist auf der anderen Seite des Flurs. Gut so, denn ein offenes Bad mit Klo… – das braucht niemand.

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Dieser herbstliche Blick ist zwar noch etwas wolkenverhangen. Doch deutet er schon gut an, wie schön es erst ist, wenn hier schönstes Wetter ist. Ein Blick über Alpen und Dolomiten zum Träumen…

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Wir waren kurz vor Saisonschluss im Bacherhof, am Sonntag unserer Abreise schloss das Hotel für einen Monat zu, der November gilt dem Urlaub und dem Hausputz. Doch das hält Küche und Keller nicht davon ab, vom Feinsten aufzufahren. Am 01. November, der zufällig gerade auf Allerheiligen fiel, laufen die Köche zu Höchstform auf, ein Galadîner wird kredenzt. Bereits ab 18 Uhr finden sich mit uns auch die anderen Hotelgäste an der Bar ein, um einen Aperitif zu geniessen. Allein die Bar! Umgeben von – leider ausgetrunkenen – edelsten Weinflaschen in einem sehr schönen, modern-stylischem Ambiente versinken wir gern in den Fauteuils und stimmen uns auf einen schönen Abend ein.

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Nach der Vorspeise, herbstlichen Blattsalaten mit gebratenen Truthahnmedallions in der Kürbiskernkruste, serviert der Service eine Rinderkraftbrühe mit Sellerie und Kräuterschöberl.

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Dem folgen dann hausgemachte Safrantagliatelle mit Räucherlachs, Zucchini und roten Pfefferkörnern.

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Zum Neutralisieren geniessen wir ein Ananas-Sambuca-Sorbet.

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Suedtirol_Gitschberg_Jochtal_1_Bacherhof_Okt2013_031Der Hauptgang ist ein Gedicht: ein genial gelungenes Hirschkarree in Wacholderduft, begleitet von Apfelrotkohl und Mohnschupfnudeln. Natürlich hatten wir auch eine perfekte Weinbegleitung: Ein 2008er Ombrone Cupano, ein absolut feiner, edler Tropfen, der den Hirsch sehr schön unterstrich.

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Zum süßen Abschluss geniessen wir noch ein Walnußtörtchen im Goldmuskatellerschaum mit Birnenragout. Ok… – gleich platzen wir… wo sind die Pfefferminzplätzchen…

Dank des immer sehr aufmerksamen, sehr persönlichen, sehr individuellen und auch absolut kinderfreundlichen Servicepersonals war immer an alles gedacht, wir fühlten uns perfekt aufgehoben.

Zu den Ausflügen, die wir vom Bacherhof aus unternommen haben, verweise ich Euch gerne auf meinen Frühlingserwachen am Gitschberg. Die Gegend ist perfekt für viele Sportarten, für viel Bewegung. Und anschliessend gehts in den großzügigen und angenehmen Wellness-Bereich des Bacherhofs. Besonders gefällt mir, dass der Pool, in dem die Kinder herumplanschen können, räumlich schön getrennt ist von der Sauna-Landschaft. So kann sich wirklich keiner beschweren. Im Sauna-Bereich stehen in unterschiedlichen Räumen viele Ruheliegen bereit. Doch sind die Wasserbetten immer am schnellsten vergeben.

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Zum letzten Abend tafelten wir wieder hervorragend: Die gratinierte Jakobsmuschel auf Meeressalz stimmte schon mal ein – oder war sie der Übergang vom Vortag?

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Das Zucchinicremesüppchen mit getrockneten Tomatensteifen war perfekt abgeschmeckt.

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Alternativ gab es Zweierlei vom Kartoffelhalbmond mit Topfen gefüllt und Steinpilzstrudel auf Petersiliencreme.

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Als Hauptgang verlockte mich die leichte Alternative Zanderfilet in der Kräuterkrustse gebraten mit Röstkartoffeln und Peperonata.

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Doch konnte auch das Entrecôte in Lagreinsauce mit geschmorten Thymianzwiebeln sowie ebenfalls Röstkartoffeln und Peperonata einen wundervoll kräftigen Kontrapunkt dazu bieten.

Ja, und ups! Das Dessert habe ich vergessen zu fotografieren. Was soll’s, die Eisroulade in Schokosauce war ein wunderschöner kulinarischer Schlusspunkt unter ein hervorragend gelungenes Wochenende.

Wir konnten uns perfekt erholen, entspannen, entschleunigen und genossen die Gastfreundschaft von Hotel und Destination. Dem Hotel Bacherhof mit seinen liebenswürdigen und umsichtigen Gastgebern und Mitarbeitern sowie der Almregion Gitschberg Jochtal sei Dank!

Wie es im Winter im Bücherhof ausschaut, das könnt ihr hier bei Claudia nachlesen.

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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