Hotel Ciria Benasque: Die Kunst des Weintrinkens

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Spanien ist Genuss. Spanien ist das Land von Tapas, Sangria, Ballermann, Paella, Gazpacho, Tortilla und Malle – für den normalen Touristen ist das Genuss. Wer kommt schon auf die Idee zum Wandern, Kajakfahren oder Skifahren? Wie wäre es mal Winterurlaub in Spanien? Wir haben es ausprobiert und logierten dabei im Hotel Ciria in Benasque im schönen Aragon inmitten der Pyrenäen.

Gourmets und Gourmands, Reise- und Foodblogger ebenso wie die Journalisten wissen Spanien ebenso wie Italien und meine persönliche große Liebe Frankreich zu schätzen für seine kulinarischen Genüsse. Die Gastronomie der iberischen Halbinsel ist dabei unheimlich reichhaltig. Am Meer die Fischgerichte, im Landesinneren eher die rustikalen, schweren Gerichte mit Schwein und Lamm. Und nicht zuletzt schuf der Spanier Ferran Adria hier die Molekularküche und bestimmte für ein Jahrzehnt die Küchentrends. Doch wer kennt bei uns schon die Spezialitäten der Pyrenäen? Wer von uns war schon mal in Aragon und hat sich hier durch die heimische Küche durchgegessen? Bisher hauptsächlich ein paar Natur- und Wanderenthusiasten, die die Pyrenäen erobern wollen, den Aneto mit seinen 3.404 Metern erklettern wollen oder gar ein paar Bären begegnen wollen. Doch im Sommer treten sich hier bereits die Spanier und Franzosen gegenseitig auf die Füße. Im Winter gilt es Benasque und die Pyrenäen zu entdecken. Das Hotel Ciria ist eine kleine, feine und adäquate Ausgangsposition dafür. Gerade auch wegen der lokalen Spezialitäten.

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Beginnen wir beispielsweise mit dem üppigen Frühstück. Im Hotel Ciria in Benasque etwa bekommt die Kollegin getrüffelte Spiegeleier auf Pommes frites serviert. Eine merkwürdige Zusammenstellung, aber die Trüffeleier schmecken perfekt. In der Region Benasque erhält jeder Gast von jeder Vorspeise einen Teller für sich, da kommen fünf bis sieben Teller zustande. Allein für die Vorspeise. Und danach kommt noch das Hauptgericht, von den köstlichen Dessert ganz zu schweigen.

Benasque 02 Hotel Ciria Dez 2011_012Das Hotel Ciria liegt inmitten dieses schönen Bergdorfes, umgeben von den majestätischen Bergen, die sich bis über 3.000 Meter hoch erstrecken. Benasque besticht durch seinen Charme, seine Häuser aus den Steinen der Umgebung, seine Mischung aus alten und modernen Häusern, die aber ebenfalls im traditionellen Stil gehalten sind. Im ganzen Ort gibt es kostenfreies WiFi. Und im Hotel Ciria ebenso. Diese Selbstverständlichkeit lässt und staunen, während in Deutschland das Thema immer noch eher skeptisch diskutiert wird…
Das Hotel ist ein wahres Beispiel der hoch-aragonesischen Architektur und bewahrt in seinen Balken und Steinwänden edle Materialien des Benasque-Tals. Sein, unter einer Granitkuppel geschützter, offener Kamin, ist von einer runden Holzbank umgeben, und ist eine einzigartiger Ort um lebhafte Unterhaltungen am Feuer zu führen.

Doch schauen wir uns doch mal zuerst das Hotelzimmer an, in dem ich untergebracht war:

Hotel Ciria: Die Zimmer

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Seine modern dekorierten Zimmer und Ausblicke auf die Gebirgskette und ländlichen Gebiete der Ortschaft, gewährleisten die vollständige Erholung der Gäste. Die Zimmer sind sehr angenehm groß und haben genügend Platz für ein paar schöne Ferientage mit entsprechend Klamotten.

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Hotel Ciria: Das Restaurant

Das wahre Identitätsmerkmal des Hotels sind seine Kochplatten. Auf ihnen überrascht der Küchenchef Dioni Ciria mit seinen Rezepten die anspruchsvollsten Gaumen. Und in seinem Restaurant „El Fogaril“ enthüllt er dem Gast eine raffinierte Gastronomie mit den von der Familie Ciria selbst gejagten und gefischten Zutaten. Das Ergebnis ist eine Speisekarte mit dem gesündesten Fleisch, den Früchten des Tals und der in vorzügliche Teller umgewandelte Tradition.

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Da wird zum rohen Schinken von Aragón geröstetes Weißbrot gereicht, auf dem man eine Knoblauchzehe zerreibt, dann Olivenöl darauf träufelt und mit Salz bestreut. Steinpilze mit Gänseleber, Boretschgemüse mit Kabeljau-Bäckchen und Granatapfel-Kernen, kleine gegrillte Pulpos, panierter Schinkenspeck, warme Foie gras von der Ente, Steinpilze mit Gänseleber, Kroketten mit Fisch, Pilzen, Schinken oder Käse gefüllt, Spanferkel, Zicklein, Rinderfilet, grüner Spargel und als Dessert Crema Catalana, eine locker flockige Karamellspeise namens Candymousse und ein luftiger Schaum mit Bitterorange-Stücken und -Sauce namens Käsekuchen sind nur einige der Spezialitäten. Und zu allem trinkt man, bevorzugt man nicht das spanische Bier, den aus den Westpyrenäen rührenden Somontano „Flor de Merlot“.

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Creamy rice with hake from Cantabria, clams and Swiss chard

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Stuffed farm turkey with truffle, quince puree, red wine apple and bacon pie

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Hazelnut praline soufflé with mandarin ice cream

Hotel Ciria: Die kunstvolle Art in Spanien Wein zu trinken

Klar, dass der Magen nach dem Viele-Gänge-Menü einen Anisado, Pacharan oder Moscatel braucht. Letzteren trinkt man gleich aus der dazu gefertigten Karaffe. Die Spanier machen das Kunststück vor und verschütten nichts. Ich habe es auch ausprobiert. Netterweise bekam ich eine Serviette auf die Brust, doch verkleckerte ich nichts und schaffte es gleich beim ersten Mal so zu trinken. Coole Show. Macht Spaß! Müsst Ihr auch unbedingt ausprobieren.

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Restaurant La Llardena Benasque

Auch die anderen Restaurants des Ortes wissen mit lokalen Spezialitäten zu beeindrucken. Doch leider weiss ich nicht mehr zu jedem der Gerichte die Namen und kann Euch daher nur mit Fotos verwöhnen.
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Gran Hotel Benasque

Eines der anderen Hotels, das Gran Hotel Benasque, hat ebenfalls eine großartige Küche zu bieten. Die Zimmer sind laut TriAdvisor allerdings wohl nicht ganz auf der Höhe der Zeit.

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Le Gourmand – Das Geniesser-Magazin in Benasque, Aragon, Spanien:

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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