Auf der Spur der Geheimnisse des Pilsner Urquell – und anderer böhmischer Spezialitäten

Pilsner Urquell Abfüllung Kupfer Andreas Burkert
Die Kellergewölbe sind kalt und feucht, und an den Stellen, an denen das Licht heller scheint, verhindert leichter Dunst den Blick auf das Dahinterliegende. Seit fast zwei Stunden ist unser Gastautor Andreas Burkert in den Kellergängen von Pilsner Urquell unterwegs, der ältesten Pils-Brauerei der Welt: Mit Václav Berka als Kellerguide sind wir sicher, das Labyrinth von Gängen, Kellern und Brunnen, das vom 14. Jahrhundert an unter dem heutigen Stadtkern angelegt wurde, rechtzeitig zu verlassen. Doch bevor wir ans Tageslicht kommen, verkosten wir frisch und noch nicht filtriertes Pils direkt aus dem Faß. Damit auch das zweite Glas zünftig getrunken werden kann, wird eine böhmische Spezialitätenplatte gereicht.

Pilsner Urquell Brauerei Keller Andreas Burkert
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass eine Führung in den Kellergewölben der Pilsner Urquell Brauerei in der Regel 50 Minuten dauert und im Jahr von sehr vielen der rund einer Viertelmillionen Brauerei-Touristen gebucht wird. Reservierungen für Gruppen sind daher empfehlenswert. Weil wir aber an Václav Berka zahlreiche Fragen hatten, dauerte unsere Führung eben länger. Václav Berka ist nämlich Senior-Braumeister und mit den Geheimissen der Pilsner Braukunst bestens vertraut.

Pilsner Urquell Brauerei Urquell Andreas Burkert
Gutes Wasser, guter Hopfen und edle Hefe“, antwortet er auf unsere Frage nach dem Besonderen am Pilsner Urquell. Die Antwort würden wir vermutlich von jedem Braumeister erhalten. Dennoch kann Pilsner Urquell auf ein eigenes Wasserreservoir zurückgreifen. Dies bildet, so Berka, wegen seines besonders geringen Gehalts an Mineralstoffen und natürlichen Salzen die Grundlage für das untergärige Gebräu. (mehr …)

Bangkok: Auf der Suche nach versteckten und geheimen Kulturgütern

Bangkok: 'Immer unterwegs mit hungrigem Herzen'. So hieß die Eröffnungsausstellung des neuen Kunst- und Kulturzentrum Bangkok. Ursprünglich sollte die Einrichtung Bangkok Metropolitan Museum of Contemporary Art heißen. Foto Andreas Burkert
Faszination, Wahnsinn, High-Tech, Tradition, Menschenmassen und Meditation: Wenige Städte auf der Welt verknüpfen diese Begriffe derart eng miteinander wie Bangkok. Während viele dem Großstadtkollaps mit exzessivem Shopping begegnen, empfiehlt unser Gastautor Andreas Burkert eine Spurensuche nach den Kulturgütern der thailändischen Hauptstadt.

James Harrison Wilson Thompson aus Greenville, Delaware, hat mitten in Bangkok mehrere Holzhäuser gebaut – in traditioneller Bauweise. Noch heute, mehr als ein halbes Jahrhundert später, steht sein Anwesen nahezu unverändert im Stadtteil Pathum Wan in der Soi Kasemsan 2. Das ist erstaunlich. Scheint sich doch die Millionenmetropole jedes Jahr architektonisch neu zu erfinden. Platz für die Tradition ist nicht vorhanden. Zu schnell schlägt der Puls der Stadt. Die wenigen Ausnahmen sind die Tempel, der Königspalast und eben das Jim Thompson Haus. (mehr …)