München: CSU will Eisbach retten

Surfing München Eisbach Welle 22_09_2007_0496
Es ist Wahlkampf. Da kümmert sich die Bayerische Staatspartei plötzlich auch um die Klientel, die ihr sonst egal ist. Doch die liberalitas bavariae bringt es mit sich, dass selbst die CSU sich um Surfer und Nacktbadende kümmert. So brachte die Fraktion der CSU im Rathaus der Stadt München kürzlich einen Antrag mit der Forderung nach einem Stadtstrand an der Isar im Stadtrat ein. Und nun setzt sie sich dafür ein, dass die Münchner im Eisbach weiter baden können – trotz der drohenden Verbote und Bußgelder.

Surfing in München auf der Eisbach-Welle

Sie verkündet in einer Pressemitteilung: „Rein ins kühle Eisbach-Nass an der Brücke am Haus der Kunst und sich treiben lassen durch den Englischen Garten. Erst am China-Turm raus aus dem Wasser und mit der Straßenbahn zurück.“ Diesen Spaß wollen sie den Münchnern nicht nehmen. Damit verbunden sind logischerweise der Erhalt der Eisbach-Welle und der FKK-Strand mit seinen Nackedeis bzw. Nackerten, wie sie auf bayerisch heissen, am Eisbach.

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Wahlkampf in München ist Zufall…

Deswegen soll jetzt dafür gesorgt werden, dass das Baden am Eisbach sicherer wird und somit ein Verbot überflüssig. Tobias Weiß, Stadtrat und Vorsitzender der JU München, weiß: „Wer selber schon einmal ins Wasser gesprungen ist, weiß, dass man sich unter Umständen Schürfungen und blaue Flecken holt, die Wasserwalzen, Strudel und Strömungen sind auch nicht ganz ungefährlich. Dem wollen wir mit unserer Initiative begegnen und langfristig ein soweit wie möglich sicheres Badeerlebnis für unsere Münchnerinnen und Münchner, aber auch unsere Gäste ermöglichen.“

Wer schon bei den ersten wärmeren Sonnenstrahlen des Jahres frühmorgens durch den Englischen Garten zur Arbeit läuft oder radelt, ist nicht selten erstaunt, dass schon die ersten besonders Hartgesottenen splitternackt ihre Körper wie von Gott geschaffen zur Schau stellen – bzw. sich sonnen und vielleicht sogar im Eisbach baden gehen. Doch wer darauf hofft, hier sich liebende Pärchen beim schönsten Sex im Englischen Garten zu erwischen, der muss schon wärmere Nächte abwarten.

Dass sich die CSU derzeit im Wahlkampf für die Landtagswahl im September befindet, dürfte natürlich reiner Zufall sein.

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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