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Hotel Diez, Medellin: Endlich ein Bett – Buenos Dias Colombia!

Modern, großzügig – und doch irgendwie spartanisch. Das ist mein erster Eindruck vom Hotel Diez in Medellin, Kolumbien. Letzte Nacht bin ich hier nach einem Tag voll Flugzeugen, Flughäfen und viel Transferzeit endlich angekommen. Hier ist ein Einblick in mein Hotelzimmer:

Leider hat gerade der Empfang in Medellin noch nicht ganz so optimal geklappt. Dies kann also nur noch besser werden. Aber das ist ja völlig unabhängig vom Hotel und von der Landschaft.

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Doch war es schon leicht verwirrend, dass ich das erste Mal bei einer Reise nicht am Ziel-Flughafen empfangen wurde. Normalerweise werden Journalisten bei Pressereisen von einem kleinen Empfangskommittée begrüsst, oder zumindest von einem Fahrer abgeholt. Diverse Taxifahrer haben sich mir schon angeboten, was ich erst deutlich ablehnte – dann immer zögerlicher… Ich wählte den Weg über die Reiseorganisation in Medellin und in Deutschland (sorry, Katja, fürs Wecken per SMS).

Plötzlich tauchte nach 30-45 Minuten Wartezeit der Chauffeur auf. Und in seinem Wagen saß und wartete bereits seit wiederum 60 Minuten der französische Kollege. Die kolumbianische Reise-Organisation hatte mir da eben am Mobiltelefon vorgeschlagen, doch bitte weitere 60 Minuten auf die Kollegen aus England und – eben diesen Franzosen zu warten. Jedoch war der ja schon 40 Minuten vor mir gelandet. #wtf?

Wir sind dann vom Flughafen nach Medellin eine kleine Ewigkeit gefahren. Leider war es schon stockdunkel, so dass ich Euch nichts von der Landschaft mitteilen kann. Wenige Militärposten nach dem Flughafen, aber ansonsten sehr viel Wert auf höchste Sicherheit: das ist mein erster Eindruck. Der Straßenverkehr ist relativ geordnet – nichts im Vergleich zu dem Chaos in Sri Lanka. Der Flughafen scheint sehr weit oben zu liegen – Medellin aber sehr weit unten. Wir sind eine lange Serpentinenstraße heruntergefahren, die mich sehr an die Alpenpässe erinnert hat.

Im Hotel Diez angekommen, hiess es, dass unsere Reiseleitung ca. eine Stunde nach uns dort ankommen wolle und wir gemeinsam Abendessen würden. Nunja. Ich bat am Empfang darum, mich dann anzurufen – was nicht geschah. Ich bin irgendwann im Zimmer eingeschlafen, es war ja auch schon früh nach deutscher Zeit. Ich war ca. 24 Stunden ununterbrochen wach, von kleinen Schlafpausen im Flieger abgesehen.

Jetzt weiss ich also für heute noch nicht, wann wir uns wo treffen. Aber es ist ja noch Zeit: 6.15 Uhr frühmorgens kolumbianischer Zeit = 13.12 Uhr deutscher Zeit.

Und ich habe noch nicht viel vom Hotel gesehen. Die Restaurants (1 oder 2?) scheinen draussen vor der Tür unter freiem Himmel zu liegen. Hat das Hotel einen Wellnessbereich? Keine Ahnung, ich wurde nicht darauf hingewiesen. Es scheint in erster Linie ein Businesshotel im 4*-Bereich zu sein. Wer in der Lobby einen Aufzug betreten möchte, muss zuerst seinen Zimmerpass vorzeigen. Die Zimmerflure werden von Videokameras überwacht. Das Hotel ist modern, stylisch, großzügig, doch irgendwie karg. Mein Zimmer #321 ist sehr sparsam beleuchtet. Eine indirekte große Beleuchtung an der Stirnseite zum Badezimmer hin, eine Nachttischlampe – wenn der andere noch etwas lesen will = Pech gehabt? Dafür ist die Anordnung am Bett insgesamt sehr interessant. Bei der Nachttischlampe ist auch der Lichtschalter für das Zimmer. Auf der anderen Seite des Bettes aber ist kein einziger Lichtschalter. Dafür aber das Telefon und der Wecker mit iPod/iPhone-Dockingstation (sehr geil!). Also egal wo man schläft, man wälzt sich zum Lichtschalter auf die eine Seite, zum Wecker und Telefon auf die andere Seite rüber. Hallo Architekt? Anybody home? Nicht mitgedacht?

So ein weiterer Punkt, an dem ich mir Gedanken über den Architekten mache, ist das schicke Badezimmer. Es ist komplett offen zum Zimmer hin. Die einzige optische Abgrenzung sind die Fliesen im Nassbereich, der Teppich im Wohnbereich. So wirkt das Badezimmer natürlich viel größer. Allerdings hat es sich mir noch nie so richtig erschlossen, warum Toiletten zum Zimmer hin entlüften sollen. Die nette Glastür wird bestimmt keine Geruchsverbreitung verhindern können…

Soweit also meine allerersten Eindrücke vom Hotel Diez in Medellin. Das ist alles noch sehr rudimentär. Ich hoffe, ich kann euch bald mehr erzählen.
Vor meinem Zimmer staut, hupt, bremst sich schon der morgendliche Berufsverkehr durch Medellin durch. Ich blicke auf eine große Ansammlung hässlicher Hochhäuser vor wunderschöner Bergkulisse. Die meisten Hochhäuser sind in einem orangeroten Ton gehalten. Je höher es zu den Bergen hinan geht, umso höher wurden die Häuser gebaut. Dafür sind unmittelbar zu Füßen meines Hotels diverse kleine, ursprüngliche eingeschossige Häuser zu sehen. Der Himmel ist noch etwas bedeckt, mal sehen, wie sich das noch verändern wird. (Nachtrag 7.10: die Sonne muss erstmal hinter den Bergen hochkommen – jetzt fängt sie an auf Medellin herunterzubrennen, mein Zimmer ist sonnendurchflutet, die Häuser glänzen in der Morgensonne: toll!)

Also, Buenos Dias Colombia, buenos días Medellin! Ich freue mich darauf, was mir der Tag so bringen wird (und wann ich wo meine Kollegen treffe und endlich erfahre, wann wir zum Flughafen aufbrechen und mit Flug Satena 8692 dann zur Ecolodge Almejal transferiert werden).

Mehr Infos zu Kolumbien und Südamerika findet Ihr übrigens hier:
http://kolumbienreport.wordpress.com/
http://www.mein-suedamerika.de .
Reisen könnt Ihr u.a. hier buchen:
wwww.viventura.de

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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