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Nachhaltiger Tourismus in Kolumbien: Gedanken im Flugzeug an Abenteuerreisen

by Götz A. Primke
Nachhaltiger Tourismus in Kolumbien

Kolumbien = Koks und Kaffee? Das war einmal. Doch wie schaut es da jetzt aus? Ist nachhaltiger Tourismus in Kolumbien möglich? Medellin, Cali – wer denkt da nicht gleich auch an Kartelle, an Drogenkrieg? Doch das ist schon über 10 Jahre her. Die Drogenkriege toben derzeit in Mexiko. Während in benachbarten südamerikanischen Ländern sozialistische Dikataturen das Land kaputt machen, Unternehmer enteignen und die Bevölkerung verarmen lassen, hat sich – von Europa nahezu unbemerkt – Kolumbien zu einer Demokratie gemausert. Wer Freunde fragt, die in jüngster Zeit schon wieder in Kolumbien waren, trifft auf begeisterte Gesichter, auf faszinierende Geschichten. Also: was ist Kolumbien heute?

Der Frage gehe ich aus touristischer Sicht in den nächsten Tagen nach. Dabei ist mir klar, dass dies nur ein Ausschnitt sein kann. Ich werde wohl in keinen kritischen Regionen sein. Und die Frage der Menschenrechte, der ungleichen Verteilung etc. kann ich hier auch nicht lösen oder vertiefen.

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Kolumbien – das ist eines der ganz wenigen Länder in Südamerika, das an zwei Meeren liegt. Kolumbien – das ist Atlantik und Pazifik. Das ist alte Indio-Kultur, koloniales Vermächtnis, Nachfahren von schwarzafrikanischen Sklaven sowie den Mischformen wie Mestizen etc. und eine moderne Wirtschaft. Doch gleichzeitig liest man auf den Webseiten des Auswärtigen Amtes, das man immer noch aufpassen muss. Möglichst keine Überlandfahrten, schon garnicht nachts. Und in die Grenzgebiete zu benachbarten Staaten sollte man schon gar nicht gehen.

Nachhaltiger Tourismus in Kolumbien: Das heisst Green Lodges, das heisst auch ökologisch verantwortungsvoller Abenteuertourismus. Genau diese Seite des Landes kennen noch die wenigsten. Und ich möchte sie Euch in den nächsten Tagen gerne näherbringen.

Meine eigenen Erfahrungen mit Lateinamerika beschränken sich derzeit auf einen Zweiwochenurlaub in der Dominikanischen Republik Anfang der 90er des vergangenen Jahrtausends. Für einen Reisejournalisten, für einen neugierigen Genußmenschen, der ich gerne bin, viel zu wenig. Das Fernweh treibt mich also hinaus in diese für mich noch so unbekannten, fremden Welten.

Jetzt sitze ich also in Flug AF 0422, ein Airbus A340 der AirFrance von Paris Charles de Gaules (CDG) nach Bogota, der Hauptstadt von Kolumbien. Heute früh bin ich von München-Schwabing aus aufgebrochen. In einem Airbus A 320, Flug AF 1123, ging es zuerst in 1 Stunde 20 Minuten von MUC nach CDG. Diese Kurzstrecken in Europa sind ja nichts besonderes mehr: schnell, professionell, unkompliziert. CDG empfing mich wie immer: riesig, fast unüberschaubar, überall Baustellen, auf dem Rollfeld, wie in den Terminals.

Für die Strecke von Terminal D zu Terminal F habe ich zu Fuß mindestens 30 Minuten gebraucht. Die wenigen Meter Schlange stehen und durch die Paßkontrolle hindurch haben auch nochmal eine Viertelstunde gedauert. So also kam ich pünktlich zum Ende des Boardings in den Flieger. Gut, dass ich bereits in der Nacht zuvor über die AirFrance App in meinem iPhone eingecheckt habe und meine Plätze gesichert habe. So habe ich an keinem Flughafen irgendeinen Stress. Ois iesy, wie der Münchner sagt.

So sitze ich also hier im großen Vogel. Der Airbus A340 war bis vor kurzem noch der größte Flieger der Airbus-Familie. Doch hat ihm der A380 mittlerweile locker den Rang abgelaufen. Dieses Lufttaxi ist voll gepackt. Europäer, Südamerikaner – ein buntes Volk sitzt hier zusammen. Diverse Sprachen habe ich vorhin gehört, längst ist die übliche Langeweile, Ruhe, Schläfrigkeit eingekehrt.

Das Mittagessen, Champagner als Aperitif – wie es sich für die Air France gehört – Curryhühnchen mit Reis, Joghurt und ein kleines süßes Gebäck ist auch schon lange her. Hin und wieder schreit noch ein Baby, irgendwelche Typen in meiner Nähe schnarchen tierisch laut und wenn ich den erwische, der hier gerade seine Darmlüfte in die Freiheit hat entweichen lassen…

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Was erwartet mich in den nächsten Tagen? Voller Neugier, Spannung und mit großem Interesse habe ich die Einladung von ProExport Columbia angenommen. Diese Staatsunternehmen hat ein paar europäische Journalisten nach Kolumbien eingeladen und möchte uns also die „hidden secrets“ des Landes verraten. Darum ist dieser Internkontinental-Flug nicht der letzte für heute, die Reise geht noch weiter. Von Bogota fliege ich mit der lokalen Fluggesellschaft Avianca Airlines weiter nach Medellin. Nein, nicht das Kartell besuchen. Kartellverbände gibt es genug in Deutschland, dafür muss ich nicht bis nach Südamerika fliegen. Spätestens dort treffe ich auf die Kollegen aus Frankreich und England. Oder sind die gar schon hier mit mir an Bord?

Der Start von Bogota nach Medellin im Video:

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Und die Landung in Medellin – mit einem kleinen Überblick über die Stadt:

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Hier geht es mir Air Avianca von Bogota nach Medellin.

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Doch auch Medellin ist nur ein Zwischenschritt. Hier übernachte ich im Hotel Diez.

Nach einer Nacht in Medellin – leider sehe ich nicht mehr von dieser Stadt – geht es vom Regionalflughafen in Medellin nach Bahia Solano.

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Wir fliegen in einem Flugzeug aus deutscher Produktion: Die Dornier 328 von Satena Air bringt uns sicher an den Pazifik.

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Bei der Landung bekommen wir einen schönen Blick über die Bucht und den Pazifik:

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Nachhaltiger Tourismus in Kolumbien: Die Ecolodge Almejal

Morgen früh geht es wieder mit dem Flugzeug, Flight No: Satena 8692, noch eine Stunde weiter in Richtung Pazifikküste zur Ecolodge Almejal an der Bahia Solano. Diese Ecolodge soll also so ein Beispiel für nachhaltigen Tourismus sein. Die Webseiten sehen schon mal sehr beeindruckend aus. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten und hoffe, dass es dort auch WiFi gibt. Nachhaltiger Tourismus in Kolumbien wird hier ausgelegt in Form von Schildkrötenschutz, Ausflügen in den Dschungel und Bootsausflügen zum Wale beobachten.

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Nachhaltiger Tourismus in Kolumbien: Der National Parc Utria

Am nächsten Tag geht es mit dem Boot in den National Parc Utría. Ich bin schon gespannt, was uns dieser Nationalpark alles bringt. Fremde Tier- und Pflanzenwelten finde ich immer absolut spannend. Wenn wir Glück haben, dann sehen wir hier Buckelwale und Delphine. Whale watching at its best. Ich finde beide Vertreter der „Marine Big 5“ immer wieder faszinierend. Das ist echter nachhaltiger Tourismus in Kolumbien.


Für den Nachmittag sind dann eine Wanderung durch einen Mangrovenwald sowie Schnorcheln vorgesehen. Abends dann ein Essen zusammen mit Offiziellen Repräsentanten des Nationalparks Utría, die uns wahrscheinlich etwas zu ihrem Konzept, Sinn, Zweck und hoffentlich auch zum Erfolg erzählen werden.

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Nachhaltiger Tourismus in Kolumbien: Die Lodge El Cantil

Am Sonntag dann wird es an die Playas de Guachalito gehen, das nächste Hotel wird die Lodge El Cantil sein.
Diese Region ist angeblich die mit den schönsten Übernachtungsmöglichkeiten in der Gegend. Das ist doch schon mal genial. Hier werden wir erst eine Wanderung machen und anschließend erkunden wir einen Fluss-Lehrpfad in einem Chingo, dem Boot der Eingeborenen auf dem Fluss Joví. Auch diese Möglichkeiten sind perfekt umgesetzter nachhaltiger Tourismus in Kolumbien.

Am Montag wird es dann nur noch in die Stadt Nuquí gehen. Und dann ist mein kleiner Kolumbien-Tripp auch schon fast vorbei. Wieder wird es zurückgehen über Medellin und Bogota und dann in einem Nachtflug nach Paris und weiter nach München. Soweit also mein Vorbericht für Euch.

Von Nuqui geht es dann mit ADA Air in einer DHC 6-300 Twin Otter zurück nach Medellin. In meinem Video von der Landung bekommen wir einen schönen Blick auf Medellin.

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Von den weiteren Flügen gibt es leider keine Videos. Denn mein Weg zurück ging nonstop von Medellin via Bogota und Paris nach München.

Ich hoffe, ich kann Euch in den nächsten Tagen mit Infos versorgen. Wie gewohnt findet Ihr meine Bilder bei Flickr, meine Videos bei Youtube und die schönsten Sachen bringe ich Euch hier. Bleibt mir treu!

Meine Kolumbien-Artikel:

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4 comments

Wolfgang Glück 2. September 2011 - 12:44

Ich lebe zwar schon etwas in Kolumbien, doch den Pazifik konnte ich leider noch nicht sehen. Das wird bestimmt eine interessante Erfahrung. Allerdings hat Kolumbien viele Facetten. Ein Trip an die Pazifikküste vermittelt noch kein großes Bild, von dem wunderbaren Land. Die Vielfältigkeit des Landes gibt bestimmt Anlass, zu weiteren Reisen…

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GAP aka Le Gourmand 8. September 2011 - 10:17

So, jetzt bin ich schon den zweiten Tag zurück. Noch am aufarbeiten der Fotos, Filme, Eindrücke. Es war absolut toll. Die Küste von Chocò ist einmalig schön, naturbelassen, Urwald. Ein Paradies für Ornitologen, Vögel und für Meeresbewohner wie Wale, Delfine etc.
Die anderen Teile des Landes werde ich sicherlich ein anderes Mal kennenlernen. Jetzt ging es darum, etwas zu entdecken, was die meisten eben nicht kennen.

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Saul Lozano 8. September 2011 - 18:48

Ich bin von meiner Kolumbienreise mit der Musik der Pazifikküste regelrecht infiziert!

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Saul Lozano 8. September 2011 - 18:46

Höchst interessant!

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