Thai Sabai: Thailändisches Flair und mehr als nur Wellness-Massagen in München

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Thailand-Urlauber wissen Thai-Massagen zu schätzen. Doch zurück in der Heimat sind wir viel zu schnell wieder in unserem Alltags-Trott. Die Masseurin in Thailand hatte uns noch empfohlen, bei unserem verspannten Rücken, den harten Muskelsträngen und verkürzten Sehnen möglichst einmal pro Woche eine zweistündige Thai-Massage zu machen. Aus, vorbei. Das war im Urlaub. Wann und wie sollen wir in unserem täglichen Rhythmus aus Job und Privatleben das denn noch schaffen? Doch halt: Der Körper rächt sich irgendwann. Entspannung, Erholung muss sein. Wir können nicht immer unter Volllast arbeiten. Der Körper hungert nach Wohltaten. Also lassen wir es uns doch mal wieder gut gehen, verwöhnen wir unsere Muskeln mit einer Thai-Massage. Mein Tipp für München: Thai Sabai in der Nähe vom Goetheplatz. Ich war für Euch dort, hier mein kleiner Bericht.

Im Bezirk Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt versteckt sich in einer kleinen Seitenstraße zwischen Goetheplatz und Arbeitsamt das kleine Ladengeschäft. Bereits die Deko des Schaufensters des Salons in der Adlzreiterstraße 8 versetzt uns in das „Land of Smile“, wie sich Thailand gern selbst nennt. Überall in Deutschland schießen in den letzten Jahren diverse Thai-Massage-Salons aus dem Boden. Doch gibt es angeblich auch ein paar unseriöse Läden darunter, die nicht zu empfehlen sind, da hier mit billigen Materialien, wie Sesamöl aus dem Discounter gearbeitet wird. Die kleinen, privaten, unabhängigen Läden sind die richtig guten, die nach außen wie auch nach innen seriös, hygienisch, freundlich und einladend aussehen. Jongkol Chairit, genannt Tui, lebt schon lange in München. Die Thailänderin hat sich vom thailändischen Gesundheitsministerium in verschiedenen Massagetechniken aus- und weiterbilden lassen und weist stolz ein Zertifikat für ihre Ausbildung vor. In vielen weiteren Kursen bildet sie sich immer weiter fort. So bietet Tui nicht nur die traditionelle Thai-Massage an, sondern auch Aromaöl-Massagen, Fußreflexzonen-Massagen und Kräuter-Stempel-Massagen. Damit weist sie ein umfassendes Spektrum auf, das auch jeder klassischen deutschen Massagepraxis Konkurrenz macht. Ich hatte telefonisch mit Tui einen Termin ausgemacht – was sehr zu empfehlen ist. Denn sie arbeitet alleine und hat eine große Stammkundschaft.

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Tui empfängt mich sehr herzlich. Ihre Lebensfreude strahlt aus ihren Augen und ihrem Lächeln. Sie klärt mich kurz über ihr Angebot auf, doch ich weiß schon im voraus, was ich will: eine umfangreiche zweistündige Ganzkörpermassage. So wie damals in Thailand. Richtig original. Meine geschundenen Muskeln werden es zu schätzen wissen. Tui beginnt traditionell thailändisch mit einer Fußwaschung. Dabei hat sie mit wenigen Griffen schon die Druckpunkte erfasst, bei denen es besonders schmerzhaft ist. Der Fuß ist ein Spiegelbild des Körpers. Hier laufen die Energiebahnen, die Meridiane zusammen. Für die Masseurin ist das Erfassen bestimmter Druckpunkte am Fuß wie das Aufklappen und Durchblättern eines Buches: Sie weiß sofort, wo ich es am nötigsten brauche.

Bei sitzenden Tätigkeiten am Schreibtisch, vor dem Computer leide ich – so wie viele von Euch wahrscheinlich auch – an Nacken- und Schulterverspannungen. Etwas zu wenig Sport führt zu verkürzten Muskelsträngen. In den kommenden 120 Minuten bearbeitet Tui meinen Körper, erst die Rückseite, dann die Vorderseite. Dabei nutzt sie ein sehr festes Massageöl, das sofort in die Haut einzieht und nicht nachfettet. Von so mancher Massage kenne ich das Gefühl, wie ein mariniertes Stück Fleisch eingeölt zu sein – das ist hier nicht der Fall. Die eigene Kleidung wird nach der Massage nicht verfettet. Tui übt genau den richtigen Druck auf der Muskulatur aus, den sie braucht, um die Blockaden zu lösen, sie glitscht nicht drüber hinweg. Ein sehr angenehmes Gefühl. Ich liege auf dem Bauch und spüre, wo die Muskeln verhärtet sind – und kurz danach den Unterschied, wenn es Tui gelungen ist, etwas zu lockern.

Sogar Münchner Prominente haben schon Thai Sabai München entdeckt. So ist angeblich eine sehr bekannte Fernsehmoderatorin, DJane und Schauspielerin Stammkundin sowie Fußballspieler des FC Bayern München. Leider erfahre ich keine Namen. Diskretion ist Ehrensache. Der kleine Laden mit seinen zwei Massageliegen ist sehr sauber, insbesondere auch die Handtücher, die Toilette und die Liegen. Ein Vorhang trennt die zwei Liegen voneinander ab, die Liege zum Schaufenster kann mit einer Jalousie uneinsehbar gemacht werden. Ein idealer Ort, um für eine oder zwei Stunden einfach mal zu träumen und sich verwöhnen zu lassen.

Zum Ende hin bekomme ich noch Kräuterstempel auf meinen Rücken gesetzt. Die wohlig und lecker duftenden Säckchen sind heiß – aber nicht zu heiß. Sie lockern die Muskulatur noch einmal zusätzlich auf. Durch die Wärme wird neben der wohltuenden Wirkung bei verspannten Muskeln auch der Lymphfluss angeregt und damit Stoffwechsel und Durchblutung gefördert. Die Behandlung dient zur Vorbeugung von Erkrankungen und zur Anregung des Stoffwechsels. Das ist eine schöne Ergänzung zur klassischen Thai-Massage. Tui erklärt mir, dass sie oft während der Behandlung erst richtig erkennt, an was ihr Kunde leidet, an was es ihm fehlt, wo er eher mehr oder eher weniger Anwendungen braucht. Dann stellt sie sich flexibel darauf ein, das Programm wird leicht variiert. Eher härter oder eher sanfter – und jeweils mit Blick auf Erkrankungen, Verletzungen, Allergien und den jeweiligen Beruf des Kunden. Denn Thai-Massagen sind mehr als nur Wellness. Sie sind auch empfehlenswert bei Muskelverletzungen und Erkrankungen – doch leider (noch?) nicht von deutschen Krankenkassen anerkannt.

Wer in München eine exzellente Thai-Massage sucht, der ist bei Thai Sabai in der Adlzreiterstrasse bestens aufgehoben.

Andere Kunden sind ebenfalls begeistert und haben hier bei Qype ihre Meinung über Thai Sabai geschrieben.

Da meine bisherige Masseurin Christine Lohmöller leider ihre Praxis hand-werk massagen aufgibt, könnte Thai Sabai meine neue Kurzreise nach Thailand – zumindest in Sachen Massage – werden.

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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