Winterurlaub im Stubaital: Wundervolle Wanderwege und Haubenküche auf höchster Höhe

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Eine Familiendestination wie keine andere. Schneesicher, ruhig, abwechslungsreich und gut erreichbar: so präsentiert sich das Stubaital seinen Gästen. Während wir bei unserem Besuch vor drei Jahren noch lediglich oben auf dem Stubaier Gletscher zum Skifahren waren, so nutzten wir die viel zu warmen Tage im Januar 2015 zum Schneeschuhwandern.

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Doch leider müsst Ihr hier hauptsächlich mit meinen Fotos vorliebnehmen, die ich in diesem Jahr mit dem iPhone geschossen habe sowie mit den Bildern von 2012 von meiner Nikon. Denn irgendein unsympathischer Mensch hat mir – höchstwahrscheinlich während ich auf der Rückfahrt im Zug von Innsbruck nach München geschlafen habe – meine Kameratasche ausgeräumt. Auf meiner Nikon D200 waren die Bilder von der Schneeschuhwanderung drauf, dieser wunderschöne Ausblick ins Tal und auf die gegenüberliegenden Berge. So kann ich Euch als Erinnerung an diese Wanderung nur das Gruppenfoto unserer Pressereise sowie ein paar Selfies und das leckere Gulasch unten zeigen. Der Dieb jedoch darf sich über meine Nikon D200, mein Tokina 12-24mm, mein Nikon 70-300mm und meinen Nikon Blitz SB800 freuen. Arschloch! Sorry, das musste jetzt mal raus. Denn der Zeitwert dieser nun schon sieben Jahre alten Kameraausrüstung wird nicht mehr so hoch sein. Der Wiederbeschaffungswert wird bei ca. 3.000 Euro liegen. Dafür müssen wir Journalisten/Blogger eine ganze Weile fleissig schreiben und verkaufen. Und wenn Du, werter Leser, mir etwas Gutes tun möchtest, dann freue ich mich über eine Spende via Paypal. Denn auch mehrere kleinere Beträge steuern dann etwas zu einer neuen Ausrüstung bei. Doch genug davon.

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Ich lasse mir doch schliesslich nicht dieses grandiose Panorama vermiesen. Vom grandiosen Ausblick vom Gletscher bei meiner Skifahrt mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von etwa -20°C aus dem Januar 2013 berichtet dieses kleine Video. Stoffl, der Skilehrer erklärt mir die Aussicht auf die Berge. Wundert Euch nicht über meine leicht gepresste Aussprache. Bei diesen Temperaturen bekommt man den Mund kaum auf.

Und anschliessend ging es die zehn Kilometer lange Talabfahrt in einer knappen halben Stunde Fahrtzeit nach unten.

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Von der Talstation geht es mit der Gondel in etwa 20 Minuten nach oben auf 2.900 Meter Höhe. Es lohnt sich übrigens diese Fahrt auch ohne Skier anzutreten. In der Bergstation versteckt sich eine exzellente Gastronomie.

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Doch zuerst heisst es Skifahren! Die vier Stubaier Skigebiete Stubaier Gletscher, Schlick 2000, Sewrlesbahnen Moders und die Elfenlifte Neustift vereinen 58 Abfahrten, die allesamt mit dem Stubaier Super Skipass befahrbar sind. Alleine am Stubaier Gletscher sind das über 200 Hektar. Der allergrößte Teil davon sind familienfreundliche Pisten.

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In der Bergstation Eisgrat treffen wir dann David Kostner, den Haubenkoch des Restaurant Schaufelspitz. David Kostner ist der höchste Haubenkoch nicht nur Österreichs sondern der ganzen Alpen, vielleicht sogar von ganz Europa. Bisher gibt es noch kein Restaurant mit einer so exzellenten Küche, das so hoch gelegen ist. Bereits seit vier Jahren findet hier die Dine & Wine Gourmetnacht statt. Doch auch die Gäste im Selbstbedienungsrestaurant werden am Stubaier Gletscher verwöhnt.

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Relais_Chateaux_Spa_Hotel_Jagdhof_Neustift_Stubaital_Feb2012_65 Alle Produkte sind regional, alle Speisen werden direkt vor Ort im Haus gemacht. Convenience ist ein Fremdwort für die Küchenbrigade. Alles? Ja, sogar die Pasta ist hausgemacht. Schaut Euch mal die Nudelmaschine an, die auf 2.900 Meter für Euch leckere frische Pasta zubereitet. An der Seite steht das Pastarezept dran. Wir erinnern uns, wir sind auf knapp 3.000 Metern über dem Meeresspiegel. Sogar die Pasta muss hier etwas anders hergestellt werden, da der Luftdruck und die Luftfeuchtigkeit deutlich anders sind als unten im Tal. Das Rezept liest sich entsprechend: 6kg Pastamehl, 1kg Wasser und 800g Vollei.

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Diese Menge Nudeln sollte doch für ein paar hungrige Skifahrer reichen.

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Besonders lecker haben mir dann übrigens die Orechiette mit konfierter Ente und Treviso geschmeckt.

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Ein Gedicht war allerdings auch das kleine dreigängige Mittagessen. Zur Vorspeise gab es gezupftes Schweinefleisch.

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Der Hauptgang war eine wunderbare Interpretation von „Surf & Turf“ mit Kaisergranat.

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Und nach diesem Apfelstrudel mit Vanillesahne wären wir am liebsten gleich weiter oben geblieben.

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Selbst wenn es mal nicht ganz soviel Schnee haben sollte, bietet das Stubaital viele abwechslungsreiche Möglichkeiten die Umgebung zu erkunden. Wir treffen uns mit dem Wanderführer und Skilehrer Markus Kindl an den Serlesbahnen Mieders. Markus hat uns Schneeschuhe und Wanderstecken mitgebracht. Wir können alle ganz bequem mit unseren normalen Wanderschuhen in die Schneeschuhe einsteigen. Festgezurrt, Stecken geschnappt und auf gehts! Der Miederer Berg ist das Highlight für Winterwanderer im Stubaital. Von der Bergstation aus gehen wir ohne große Anstrengungen auf und ab über Loipen, Ziehwege und queren auch die eine oder andere Piste. Gut, dass heute nichts los ist. Sonst müssten wir schon sehr aufpassen an diesen beliebten Strecken. Doch bei unserem Wanderführer Martin, den ihr über diesen Link auch direkt buchen könnt, sind wir bestens aufgehoben und erfahren dies und das über das Schneeschuhwandern und das Stubaital. Martin berichtet uns, dass nur wenige hundert Meter weiter höher Gämse anzutreffen sind, etwas weiter hoch oben könnte man auch Steinböcke treffen. Bei unserem lauten Gequatsche und dem Geräusch der Schritte mit unseren Schneeschuhen ist längst jedes Wild weg. Dafür sehen wir einige Viehzäune. Hier auf den Almwiesen weidet im Sommer das Stubaier Jungrind. Wir geniessen den winterlichen Aus- und Einblick in das Stubaier Tal und auf den Stubaier Gletscher auf der anderen Talseite.

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Das Alpengasthaus Gleinserhof ist nicht nur malerisch schön gelegen. Die Küche ist ein absoluter Geheimtipp. Das Gulasch mit Semmelknödel war ein Traum. Im Vergleich zu dem Wildpfeffer im Jagdhof Neustift am Vortag war es ein Gedicht, eine echte Ansage, wie so ein Klassiker eigentlich wirklich richtig gemacht wird. Besonders am Wochenende trifft der Tourist hier viele Einheimische, die zum Mittagessen, etwa für dieses leckere Gulasch …

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… und solch‘ besonders leckere hausgemachte Kuchen mal eben hochwandern. Im Winter ist der Gleinserhof Start- und Zielpunkt für die vier Kilometer lange und beleuchtete Naturrodelbahn sowie das Loipengebiet und die Abfahrtspisten von Hochserles. Sogar Urlaub ist hier oben auf 1.420 Meter Höhe möglich, der Gleinserhof verfügt über ein paar Gästezimmer und ist Mitglied der Kooperation „Urlaub auf dem Bauernhof“.

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Fazit:
Habt Ihr jetzt Appetit auf das Stubaital bekommen? Hier ist nochmal ein traumhaft schöner Ausblick auf die Alpen. Der Stubaier Gletscher und das Stubaital bieten Euch jedoch noch wesentlich mehr, für das uns die Zeit und hier der Platz fehlte. Das Tal weist über ein Streckennetz von 70 Kilometern Langlaufloipen und über 80 Kilometern Winterwanderwegen auf. Bei den Elferliften ist das Dorado für Paragleiter. Nur eines werdet Ihr nicht finden: Eine hippe, trendige, coole Partyszene. Die ist in den anderen Alpentälern. Doch im Stubaital sind vornehmlich diejenigen richtig, die ihre Ruhe suchen, Familien, Singles, Pärchen, die Wert auf Schneesicherheit legen und diese vor allem am Stubaier Gletscher auch finden. Für Kinder gibt es ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm, Jugendliche finden ihren Spaß in den Snowparks.

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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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