Restaurants in München: Shimai – Moderne Tradition aus Asien

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Was haben Jean-Paul Gaultier, München und die vietnamesische Küche gemeinsam? Alle kombinieren sich zum Shimai, dem derzeit wohl modernsten asiatischen Restaurant in München. 

Pan-Asiatisch heisst das wohl heute, wenn ein Restaurant eröffnet, dass die besten Gerichte aus ganz Asien zusammenstellt und mit modernen europäischen Einflüssen auf den Teller zaubert. Chinesische, Japanische, Vietnamesische und Thailändische Spezialitäten werden im Shimai modern mit europäischem Touch interpretiert und mit viel Liebe und Sorgfalt zubereitet. Das Shimai in der Theresienstraße ist eine bunte, fröhliche Welt mit modern asiatischem Design: Ein bisschen Streetfood, ein bisschen Diner und ein bisschen Bar. 

Zur Eröffnung gibt es einen roten Teppich, ein weißes Eventzelt vor dem Eingang, an dem eine große Schale voller Eis mit frischen Austern auf den Gast warten, dazu prickelnde Getränke und Cocktails. Vorne findet man einen loungeartig ausgebreiteten, roten Salon mit Bar und kleinen Tischen, eher was für die kleinen Mahlzeiten zwischendurch.

Ein Gang führt dann an der Küche vorbei zum Hinterzimmer, dem eigentlichen Restaurant. Dezente Buntheit auf den Sitzbänken, kleine Zweier- und Vierertische, eine offenbar handgeschnitzte Decke.

Auf der Speisekarte finden sich Gemüse-Tempura mit Miso-Dip, gefüllte La-Lot-Blätter, vietnamesische Ravioli und

japanische Teigtaschen, Currys, Reisnudelschalen mit frischen asiatischen Kräutern und Fleisch oder Tofu, Wok-Gerichte

und die berühmte Pho, eine über viele Stunden gekochte Rinderbrühe. Außerdem Simmentaler Entrecote mit Zitronengras, Chili
und knackigem Gemüse oder Altdorfer Bio-Schweinebauch mit Tamarindenglasur. Neben asiatischen Cocktails gibt es hausgemachte Limonaden, die Weinkarte enthält gute Tropfen aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Spanien und Südafrika.

Nicht nur die Küche ist eine überraschende Kombination aus Tradition und Moderne. Das Interieur des Shimai ist ebenso anders als andere asiatische Restaurants. Es nennt sich Chinoiserie 2.0, das  die in Münchner Gastronomiekreisen bekannte Interior-Designerin Natalie Nygen-Ton entworfen hat. Warmes Licht, bequeme Sitzmöbel, ein Mix aus natürlichen Materialien, eine aufwendig geschnitzte Holzdecke, kräftige Farben und asiatische Dekoelemente, im Shimai wird der klassische Chinoiserie-Stil modern und reduziert interpretiert.

Der Stil der Chinoiserie wurde übrigens in Europa geboren. Um die Sehnsucht nach fernen Ländern zu stillen findet man Elemente dieses Stils bereits am Chinesischen Turm in München und auch in Teilen der Ausstattung von Schloss Nymphenburg mit wertvollen asiatischen Vasen, Geschirr, Tapeten und Stoffen.

Highlights sind die schwarz-weiße Tapete im Tattoo-Look mit Kois, Drachen und Vögeln,

die unter Jean Paul Gaultiers Federführung von Lelière für das Shimai gefertigt wurde. Das den hinteren Speiseraum prägende, imposante Wandgemälde des Münchner Künstlers Zoltan Maar ist ein Unikat (Acryl auf Plexiglas) und bedient sich traditioneller japanischer Motive, die Dank der illustrativen Note des Künstlers einen modernen Touch bekommen und mit intensiv leuchtenden Farben den Raum erwärmen. Neben Tiger, Rosen und Tattoo-Motiven steht die Background-Story des Shimai im Fokus.

Das Shimai ist aber auch nicht irgendein Asiate. Und auch nicht nur ein vietnamesisches Restaurant der gehobenen Sorte, sondern eines, das auch japanische und mitteleuropäische Einflüsse zulässt. Darin ist es vergleichbar mit seinem älteren Bruder, dem Shami in der Schwabinger Marktstraße, das als eines der besten asiatischen Restaurants der Stadt gilt. In der Tat sind die beiden eng verbunden. Mitinhaber ist jeweils Viet Hai Pham, ein begnadeter Koch und Gastgeber. 

Fazit:

Das Essen im Shimai ist sehr authentisch. Am liebsten hätten wir uns einmal quer durch die Speisekarte probiert. Der Service ist freundlich und unaufdringlich. Das Shimai gilt derzeit noch als Geheimtipp und ist jetzt schon eines der besten asiatischen Restaurants in München. 

Service:


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Götz A. Primke

Herausgeber, Chefredakteur, Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger bei Le Gourmand - Das Geniesser-Magazin
Restaurantfachmann, Dipl.-Betriebswirt (FH) und Journalist - und immer schon Geniesser. Feinschmeckender Vielfrass, viel essender Feinschmecker. Immer auf der Suche nach Genuss und Genüssen, Destinationen, Kulturen, Charakteren und Geschichten. Reisejournalist, Reiseblogger, Foodjournalist, Foodblogger.

Götz A. Primke did a complete hotel business apprenticeship in a 5 star hotel in Berlin and completed his university years at the university of applied sciences in Munich with a degree as Diplom-Betriebswirt in tourism economics. Following some years as editor in a german renowned hotel business magazine he started to work as freelance journalist, travel journalist, travel blogger, food journalist and food blogger. His articles are published in german newspapers, magazines, web-sites and on his own platform Le Gourmand http://www.legourmand.de/ . He writes about travel, destinations, hotels, restaurants, food & beverages, cooking, gourmandise cuisine and everything that tastes good.
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